2478/2025
Abschlussbericht zum Kinder- und Jugendbeteiligungsformat Veedels-Check unter dem Titel „HEY Nippes- Check mit uns dein Veedel“
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Anlage 1: Abschlussbericht Veedels-Check HEY Nippes
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1 Abschlussbericht zum Kinder- und Jugendbeteiligungsformat Veedels-Check unter dem Titel „HEY Nippes- Check mit uns dein Veedel“ 1. Einleitung und Zielsetzung Das Amt für Kinder, Jugend und Familie hatte sich Ende 2021 mit dem Gesamtvorhaben Kinderfreundliche Kommune auf eine stadt-interne Ausschreibung des Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung beworben und den Zuschlag für die Konzeption, Vorbereitung und Moderation eines Großgruppen-Verfahrens (auch als Auftakt oder Start in einen längerfristigen Prozess) erhalten. Das Verfahren sollte einen Entwicklungs- bzw. Veränderungsprozess in der Stadt Köln unterstützen. Obligatorisch lag der Fokus auf der Ausrichtung eines Großgruppen-Formats. Das Beteiligungskonzept zu HEY Mülheim wurde am 28.10.2021 einstimmig durch den Jugendhilfeausschuss beschlossen. Die Bausteine des mehrstufigen Pilot- Projekts wurden von März bis Oktober 2022 erfolgreich umgesetzt. Die Fortführung des Veedels-Checks wurde am 26.09.2023 seitens des Jugendhilfeausschuss beschlossen und entsprechende Mittel für den Beteiligungsprozess in Köln Nippes zur Verfügung gestellt. Als Ziel dieses crossmedialen, kreativen Beteiligungsprozesses wurde angestrebt, Kindern und Jugendlichen niedrigschwellig einen Raum für ihre Perspektiven und Belange zu geben, indem ihre Stimmen als Expert*innen für ihre Lebenswelt Gehör finden und sie zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Stadtgesellschaft selbstwirksam beitragen können. Die teilnehmenden Kinder und Jugendliche sollten empowert werden im Rahmen des Beteiligungsprozesses auf Augenhöhe an den Transformationsaufgaben in ihrem Bezirk, beziehungsweise ihrer Stadt mitzuwirken und diese mitzugestalten. Das Ziel war es, konkrete Verbesserungsvorschläge von Kindern und Jugendlichen zu erhalten und gemeinsam mit Politik und Verwaltung (schnell) umsetzbare Maßnahmen (sogenannte „Quick-wins“) zu identifizieren. Mit den schnell umsetzbaren Maßnahmen und transparenten Rückmeldungen sollte die Selbstwirksamkeit für die Kinder und Jugendlichen erfahrbar werden und zugleich schnelle Verbesserungen im Veedel erzielt werden. Auf prozessualer Ebene wurde als Ziel formuliert, dass die die groß angelegte Kinder- und Jugendbeteiligung eine bessere Kenntnis der Bedarfe der Zielgruppe ermöglicht und somit dazu beitragen kann den Stadtbezirk insgesamt kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten und Maßnahmen der Stadt bedarfsorientierter zu planen. Zudem sollten die Bedarfe auch in andere Planungen und Prozesse 2 einmünden und somit eine grundsätzliche verbesserte Berücksichtigung von Kinder- und Jugendinteressen herstellen. 2. Projektbeschreibung Die Beteiligung umfasste folgende Projektschritte: • Vorbereitungsphase ab August 2023 • Interessiertentreffen am 16. Januar 2024 im Bürger zentrum Altenberger Hof • Veedels-Spaziergänge vom 4. März- 17. März 2024 • Veedels-Konferenz am Freitag, 21 Juni 2024 im Bürg erzentrum Altenberger Hof • 100-Tage Challenge vom 21. Juni bis 29. September 2024 • Projektvoting vom 9. Oktober bis 23. Oktober 2024 • Re-Check am Dienstag, 10. Dezember 2024 • Abschlussworkshop im Projektteam am 31. Januar 202 5 Die einzelnen Projektschritte und Ergebnisse werden hier nicht weiter ausgeführt, da die vorherigen Berichterstattungen als bekannt vorausgesetzt werden. 3. Reflexion der Zielerreichung Operative Ziele: Bedarfe der Zielgruppe kennenlernen: Das Ziel wurde erreicht. Durch Veedels- Spaziergänge wurden Bedürfnisse und Bedarfe der Kinder und Jugendlichen erfasst, Schwerpunktthemen der Zielgruppe sichtbar und erste Maßnahmen umgesetzt. Verbesserungsvorschläge und Ideen sammeln: Das Ziel wurde erreicht. Im Rahmen des „Veedels-Checks“ wurden Verbesserungsvorschläge und Ideen durch Kinder und Jugendliche erarbeitet und an die Verwaltung und Politik kommuniziert. „Quick Wins“ identifizieren: Das Ziel wurde teilweise erreicht. Es zeigte sich in beiden Beteiligungsprozessen, dass „Quick Wins“ nur von Fachämtern oder externen Partner*innen definiert werden können und außerhalb der Steuerung des Projektteams liegen. Zudem wurden oftmals Ideen oder Wünsche seitens der Zielgruppe geäußert, die eine längerfristige Planung erfordern (z.B. Einrichtung einer Schulstraße). Selbstwirksamkeit fördern: Das Ziel wurde erreicht. Die Kinder und Jugendlichen wurden während des gesamten Prozesses auf Augenhöhe eingebunden und hatten die Möglichkeit den Prozess mitzusteuern zum Beispiel als „Change Agents.“ Zusammenarbeit mit und Einbindung von Schulen verbessern : Das Ziel wurde erreicht. Die bezirklichen Schulen wurden frühzeitig informiert und eingebunden. Es erfolgte eine Information über die Schülervertretungen, zudem wurden Schul- Workshops durchgeführt. Verbesserungen im Veedel: Das Ziel wurde erreicht. Erste Maßnahmen wurden im Rahmen der 100-Tage-Challenge umgesetzt. Weitere Projektumsetzungen erfolgen im Laufe des Jahres 2025. 3 Strategische Ziele: Format zur systematischen Einbindung entwickeln: Dieses Ziel wurde erreicht. Die Weiterentwicklung und Fortführung des Veedels-Checks wurde von allen Beteiligten befürwortet. Handlungsempfehlungen für Partizipation ableiten: Dieses Ziel wurde erreicht. Empfehlungen wurden im Austausch gesammelt und flossen unter anderem in die Entwicklung des Misch MIT! Konzepts ein. Ergebnisse in übergreifende Prozesse einbringen: Dieses Ziel wurde teilweise erreicht. Die Ergebnisse wurden weiteren Planer*innen zur Verfügung gestellt, um die Sichtweisen und Bedarfe der Kinder und Jugendliche auch in andere städtischen Prozesse einfließen zu lassen. Die Weitergabe an weitere Planer*innen sollte bei zukünftigen Veedels-Check noch weiter ausgebaut und standardisiert werden. Informationen verbessern: Dieses Ziel wurde erreicht. Wie auch bereits im 1. Veedels-Check in Köln Mülheim wurde deutlich, dass Kinder und Jugendliche ein Informationsdefizit haben wo und wie sie sich bereits beteiligen können oder ihre Anliegen anbringen können. Neben der Beantwortung von konkreten Ideen/ Verbesserungsvorschlägen fürs Veedel wurden auch übergreifende Informationen geteilt wo zum Beispiel wilder Müll, Gefahrenstellen auf Fahrradwegen gemeldet werden können oder sie Unterstützung zum Vorbringen ihrer Anliegen finden können. Die eingebrachten Themen machten sichtbarer wo der Zielgruppe Informationen fehlen und bieten zukünftig die Chance dort anzusetzen und diese Informationen zu verbessern. Bekanntheit des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune steigern: Dieses Ziel wurde erreicht. Das Beteiligungsformat hat die Bekanntheit des Gesamtvorhabens „Kinderfreundliche Kommune“ innerhalb der Stadtverwaltung und außerhalb erhöht und die Bereitschaft zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gestärkt. 4. Herausforderungen Zuständigkeitsklärung: Die Klärung der Verantwortlichkeiten erforderte erheblichen zeitlichen und personellen Einsatz. Die Unsicherheit bezüglich der Zuständigkeiten führte zu Verzögerungen und erschwerte eine reibungslose Koordination der Beiträge. Fehlende Rückmeldungen oder Rückläufe zu den Beiträgen: Es kam zu verzögerten oder ausbleibenden Rückmeldungen seitens der beteiligten Dienststellen oder externen Partner*innen. Dies hatte unterschiedliche Gründe unter anderem unbesetzte Stellen, personelle Engpässe oder duale Zuständigkeiten. Dies erschwerte die vollständige Auswertung und Nachverfolgung der Beteiligungsergebnisse. Umformulierung der Beiträge: Um die Beiträge kind- und jugendgerecht zu gestalten und auf das Beteiligungsportal hochzuladen, war oftmals eine Anpassung der Sprache notwendig. Dieser Prozess erforderte zusätzliche Ressourcen und Zeit, um die Inhalte verständlich und ansprechend aufzubereiten. 4 Ressourcen des Projektteams: Das Projektteam verfügte über begrenzte personelle Kapazitäten, was die zeitintensive Bearbeitung der Beiträge erschwerte. Bereitstellung von bezirklichen Stadtverschönerungsmitteln: Im Rahmen des Projekts „HEY Nippes“ hat die Bezirksvertretung Nippes insgesamt 113.000 Euro für die Umsetzung der Projektvorschläge von Kindern und Jugendlichen bereitgestellt. In der Abstimmung mit dem zuständigen Amt für Landschaftspflege und Grünflächen wurden folgende Herausforderungen identifiziert: Die frühzeitige Abstimmung und Vorprüfung der grundsätzlich mit den Stadtverschönerungsmitteln realisierbaren Ideen erfordert einen deutlich höheren zeitlichen Aufwand als bei dem herkömmlichen Verfahren. Diese umfangreichen Abstimmungsprozesse werden als notwendig erachtet, um die Machbarkeit der Projektideen zu prüfen und den Kindern und Jugendlichen Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen. Zudem ist für die Umsetzung nach Beschluss ein Vorlauf von mindestens einem Jahr erforderlich. Im Rahmen von HEY Nippes! wurden die Projektumsetzungen zugunsten der Kinder und Jugendlichen priorisiert. Diese Vorgehensweise stellte jedoch eine Ausnahme dar, die bei zukünftigen Verfahren aufgrund des Grundsatzes der Gleichbehandlung aller Zielgruppen nicht ohne Weiteres wiederholbar sein wird. Dies gilt es bei einem nächsten Durchlauf zu berücksichtigen, auch in der Kommunikation. 5. Ressourcen und Finanzierung Das Beteiligungsformat wurde durch ein Team aus Fachkräften der Verwaltung, Multiplikator*innen, Kooperationspartner*innen sowie den Kindern und Jugendlichen selbst getragen. Die Rückmeldung an die Kinder, Jugendliche und weitere Beteiligte wurden durch kontinuierliche Informationen auf dem Beteiligungsportal und durch den „Re-Check“ nach Ablauf der 100-Tage Challenge gewährleistet. Zudem erfolgten fortlaufende Kommunikationsmaßnahmen, unter anderem über die Social Media Accounts der Stadt Köln oder des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros der Stadt Köln. Die Presse hat im Rahmen von „HEY Nippes“ sehr aktiv berichtet. So erschienen während des Beteiligungszeitraums mehrere Artikel in regionalen Zeitungen, ein Radio-Beitrag und mehrere Fernsehbeiträge. Für die Durchführung des Beteiligungsprozesses des Veedels-Checks im Stadtbezirk Nippes standen 50.000 Euro zur Verfügung. 6. Fazit Fazit der beteiligten Kinder und Jugendliche Im Rahmen des Re-Checks wurde die Partizipationsqualität des Beteiligungsprozesses aus Sicht der Zielgruppe bewertet. Insgesamt wurden folgende Rückmeldungen festgehalten: Das gesamte Projekt wurde von den beteiligten Kindern und Jugendlichen sehr positiv bewertet. Viele betonten, dass es ihnen besonders gefallen hat, „ihre Worte öffentlich zeigen zu dürfen“, was ihnen das Gefühl gab, gehört zu werden. Sie schätzten die Möglichkeit, sich für ihren Stadtbezirk einzusetzen, und empfanden das Projekt als spannend und motivierend. Die verschiedenen Aktivitäten, wie die Stände 5 in den Stadtteilen, wurden ebenfalls sehr gut aufgenommen und das Projektteam gelobt. Besonders positiv wurde die Veedels-Konferenz erwähnt, bei der die Kinder und Jugendlichen direkt mit wichtigen Personen über ihre Anliegen sprechen konnten. Die Kinder und Jugendlichen hoffen, künftig noch stärker in die Stadtentwicklungsprozesse eingebunden zu werden – sowohl außerhalb des Projekts als auch zum Beispiel in den offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen oder Schulen. Die Wertschätzung aller Beteiligten wurde als sehr bedeutend empfunden, was auch im Dank für den Re-Check zum Ausdruck kam. Insgesamt zeigen die Rückmeldungen, dass sich die Kinder und Jugendlichen ernst genommen fühlen und ihre Beteiligung als wertvoll und motivierend empfinden. Verbesserungsbedarf sahen die Kinder und Jugendliche an der Website (Beteiligungsportal der Stadt Köln). Hier wünschen Sie sich eine noch kinder- und jugendgerechtere Gestaltung und mehr Übersichtlichkeit. Jüngere Kinder gaben an sich ohne ihre Eltern nicht zurechtgefunden zu haben. Bezüglich der Bewerbung des Kinder- und Jugendbeteiligungsformats wurde angeregt mit Influencern zusammen zu arbeiten und die Social Media Arbeit noch weiter auszubauen. Fazit des Projektteams Der gesamte Verlauf des Projekts wurde vom Projektteam als positiv und erfolgreich bewertet. Eine zentrale Herausforderung des Veedels-Checks besteht darin, dass die Ergebnisse nicht im Vorfeld vorgegeben sind und sich nur schwer prognostizieren lassen. Die sogenannten „Gelingensfaktoren“ sind von einer Vielzahl variabler Einflussgrößen abhängig. Zudem betreffen sie sowohl interne Dienststellen als auch externe Kooperationspartner*innen, die zuvor keine aktive Rückmeldung eingefordert hatten. Das Projektteam ist auf die Unterstützung dieser Akteur*innen angewiesen, um die Beiträge der Kinder und Jugendlichen angemessen zu würdigen, zu bearbeiten und zu beantworten. In diesem Zusammenhang wurde erneut die Bedeutung der Zustimmung der Verwaltungsspitze betont, die als essenziell für den Erfolg des Vorhabens angesehen wird. Das Projektteam ist auf das Engagement und das verbindliche Commitment der Fachämter angewiesen, damit eine Bearbeitung der Beiträge gewährleistet ist. Fazit der wissenschaftlichen Begleitung: Die katholische Hochschule Köln bewertet das Beteiligungsformat als innovative Weiterentwicklung, die Kindern und Jugendlichen ermöglicht, aktiv an der Gestaltung ihres Lebensraums mitzuwirken, demokratisches Lernen fördert und ihr Selbstwirksamkeitserleben stärkt. Der „Veedels-Check“ hat das Potenzial, die Stimme junger Menschen auf lokalpolitischer Ebene zu stärken. Für eine nachhaltige Umsetzung wird empfohlen, Ressourcen weiter auszubauen und den Prozess dauerhaft zu verankern. Das Projekt hat wertvolle Erfahrungen im Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung gesammelt. Es zeigt, dass eine enge Zusammenarbeit, transparente Kommunikation und ein flexibles Projektmanagement essenziell sind. Für zukünftige Projekte wird empfohlen, die Ressourcen in den Fachämtern zu erhöhen, die 6 Kommunikationsstrategien weiter zu optimieren und die Zielgruppe noch frühzeitiger und intensiver einzubinden. 7. Nachhaltigkeit und Weiterentwicklung Das Besondere am Format „Veedels-Check“ ist der crossmediale Ansatz und die direkte Einbindung der Zielgruppe in alle Phasen des Beteiligungsprozesses. Es fördert die aktive Mitwirkung und ermöglicht eine direkte Kommunikation zwischen Kindern, Jugendlichen, Politik und Verwaltung. Das Format setzt auf den Einsatz verschiedener Methoden, darunter Ortsbegehungen, digitale Dialogformate, die World-Café-Methode und die 100 Tage Challenge zur Sicherstellung der Umsetzung von Vorschlägen. Die Methodenvielfalt und insbesondere die aufsuchenden Beteiligungen in den Stadtteilen trägt maßgeblich dazu bei eine inklusive Teilnahme zu gewährleisten. Der erste Veedels-Check wurde pilothaft im Jahr 2022 im Bezirk Mülheim durchgeführt. Im Jahr 2024 erfolgte der nächste Veedels-Check im Bezirk Nippes. Bei der Konzeption beider Verfahren stand deren Reflexion im Fokus, um Erkenntnisse und Lernerfahrungen für weitere Verfahren zu sammeln und dem Charakter eines lernenden, agilen Formates gerecht zu werden. Empfehlungen für zukünftige Durchführungen: Einbindung relevanter Akteur*innen und „Commitment“ der Verwaltungsspitze: Der Veedels-Check kann nur gelingen, wenn vorhandene bezirkliche Netzwerke und Multiplikator*innen eingebunden werden und das Format ebenfalls unterstützen. Darüber hinaus bedarf der Veedels-Check dem „Commitment“ der Verwaltungsspitze, um zu gewährleisten, dass alle relevanten Ämter das Format in ihrer Zuständigkeit unterstützen. Zielgruppenanalyse: Es ist wichtig, vorab festzulegen welche Altersgruppe schwerpunktmäßig mit der Beteiligung angesprochen und erreicht werden soll. Hierbei gilt es die spezifischen Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppe zu verstehen, um den Veedels-Check entsprechend anzupassen. Die Einbindung von Kindern und Jugendlichen von Beginn an, zum Beispiel in Form der Einrichtung einer Spurgruppe, hat sich in beiden Durchläufen als gewinnbringend herausgestellt. Nur so kann gewährleistet werden, dass das Format zielgruppengerecht konzipiert ist und die Zielgruppe erreicht und angesprochen wird. Die Möglichkeit, eigene Routen bei Veedels-Spaziergängen zu wählen, fördert die Eigenverantwortung und das Interesse der Kinder und Jugendlichen. Aufsuchende Beteiligung : Es hat sich gezeigt, dass ein Aktionsstand vor Ort, der mit ansprechenden Elementen wie zum Beispiel einem Glücksrad ausgestattet ist, eine wichtige Anlaufstelle und wesentlicher Gelingensfaktor für die Beteiligung darstellt. Ein flexibler Standortwechsel des Aktionsstands, um verschiedene Stadtteile zu erreichen, hat sich ebenfalls bewährt. So konnten niedrigschwellig Kinder und Jugendliche erreicht werden, die über andere Kanäle nicht erreicht worden wären. 7 Transparenz und Kommunikation: Eine klare Kommunikation über Ziele, Vorgehensweise und Ergebnisse des Veedels-Checks ist wichtig, um Vertrauen aufzubauen und die Wirksamkeit der Beteiligung zu sichern. Zudem ist es hilfreich, Multiplikator*innen im Vorfeld gut zu informieren und mit Materialien auszustatten, um die jungen Menschen während der Aktivitäten gut begleiten zu können. Ressourcensicherung: Ausreichende finanzielle und personelle Ressourcen sind notwendig, um den Veedels-Check erfolgreich zu planen, durchzuführen und die gewünschten Maßnahmen umzusetzen. Evaluation und Anpassungsfähigkeit: Der Veedels-Check sollte nach jedem Durchlauf evaluiert werden, um sicherzustellen, dass er den gewünschten Effekt hat und die gesetzten Ziele erreicht werden. Er sollte zudem flexibel genug sein, um auf die spezifischen Gegebenheiten und Herausforderungen des jeweiligen Stadtbezirks reagieren zu können. Möglichkeiten zur Skalierung oder Standardisierung: Der Veedels-Check kann als Kinder- und Jugendbeteiligungsformat dazu beitragen Stimmen junger Menschen nachhaltig in weitere Stadtentwicklungsprozesse zu integrieren. Hierfür gilt es standardisierte Prozesse zu entwickeln.
Mitteilung Ausschuss
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Gez. Voigtsberger Dezernat, Dienststelle IV/51 Vorlagen-Nummer 21.08.2025 2478/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 26.08.2025 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 09.09.2025 Abschlussbericht zum Kinder- und Jugendbeteiligungsformat Veedels-Check unter dem Titel „HEY Nippes- Check mit uns dein Veedel„ Das Amt für Kinder, Jugend und Familie hatte sich Ende 2021 mit dem Gesamtvorhaben Kin- derfreundliche Kommune auf eine stadt-interne Ausschreibung des Büros für Öffentlichkeits- beteiligung beworben und den Zuschlag für die Konzeption, Vorbereitung und Moderation ei- nes Großgruppen-Verfahrens (auch als Auftakt oder Start in einen längerfristigen Prozess) er- halten. Das Verfahren sollte einen Entwicklungs- bzw. Veränderungsprozess in der Stadt Köln unterstützen. Obligatorisch lag der Fokus auf der Ausrichtung eines Großgruppen-Formats. Das Beteiligungskonzept zu HEY Mülheim wurde am 28.10.2021 einstimmig durch den Ju- gendhilfeausschuss beschlossen. Die Bausteine des mehrstufigen Pilot-Projekts wurden von März bis Oktober 2022 erfolgreich umgesetzt. Die Fortführung des Veedels-Checks wurde am 26.09.2023 seitens des Jugendhilfeaus- schuss beschlossen und entsprechende Mittel für den Beteiligungsprozess in Köln Nippes zur Verfügung gestellt. Der Veedels-Check umfasste folgende Projektschritte: Vorbereitungsphase ab August 2023 Interessiertentreffen am 16. Januar 2024 im Bürgerzentrum Altenberger Hof Veedels-Spaziergänge vom 4. März - 17.März 2024 Veedels-Konferenz am Freitag, 21. Juni 2024 im Bürgerzentrum Altenberger Hof 100-Tage Challenge vom 21. Juni bis 29. September 2024 Projektvoting vom 9. Oktober bis 23. Oktober 2024 Re-Check am Dienstag, 10. Dezember 2024 Abschlussworkshop im Projektteam am 31. Januar 2025 Um den gesamten Prozess des Kinder- und Jugendbeteiligungsformats zu evaluieren, wurde ein Abschlussbericht erstellt, der dieser Mitteilung als Anlage angefügt ist. Dieser fasst die Ab- läufe, Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Beteiligungsprozess zusammen und enthält wert- volle Empfehlungen für zukünftige Durchführungen, um den Veedels-Check noch erfolgreicher und zielgerichteter zu gestalten. Weitere Informationen zum „Veedels- Check“ finden sich auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln unter folgendem Link: https://meinungfuer.koeln/hey-koeln Anlage: Abschlussbericht zum Kinder- und Jugendbeteiligungsformat Veedels-Check unter dem Titel „HEY Nippes- Check mit uns dein Veedel“ 2
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2478/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 21.08.2025
- Erstellt
- 07.08.2025 11:40