Mandari Insight

2306/2024

Sachstandsbericht Kulturraummanagement (KRM) - 04/2024

Mitteilung Ausschuss 02.09.2024

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 17.09.2024, TOP 8.6

Anlage 1 - Potenzialraumanalyse

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 - Potenzialraumanalyse

69571 Zeichen

1
MAPPING
IMAGINE
CONNECTING
THE CITY

3 2
MAPPING
IMAGINE
CONNECTING
THE CITY
POTENZIALRAUMANALYSE

5 4
INHALT
0. VORWORT
1.  EINLEITUNG
 1.1 ANLASS UND 
       ZIEL DER STUDIE
 1.2 METHODIK
2.  ANNÄHERUNG
 2.1 BEISPIELE AUS 
        ANDEREN STÄDTEN
 2.2 AUSGANGSLAGE IN KÖLN
 2.3 CHARAKTERISTIK  
  DES KORRIDORS
3.  STADTRAUMANALYSE
 MAPPING THE CITY
 3.1 MATRIX
 3.2 POTENZIALRÄUME 
        IM KORRIDOR
4.  POP-UP NUTZUNGEN
 IMAGINE THE CITY
 4.1 SZENARIO 2A
 4.2 TANZSTUDIO
 4.3 KULTURFESTUNG
 4.4 BRACHIALE 0
5.  NEUE WERKZEUGE
 CONNECTING THE CITY
 5.1 RAUMAGENTUR
 5.2 MONITORING
 
6.  RESÜMEE
7.  IMPRESSUM
6 
8 
10
12
14
14
16
22
30
32
36
46
56
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60
62
66
68
70
74
78

7 6
VORWORT
Das Kulturraummanagement wurde im August 2022 als Stabsstelle zum Schutz 
und für die Entwicklung neuer Kulturräume im Dezernat für Kunst und Kultur der 
Stadt Köln gegründet. Das Aufgabengebiet umfasst hierbei sowohl Bereiche, 
wo das KRM eine Rolle als Vermittler und Übersetzer einnimmt, als auch solche 
Aufgabenpakete, die von Beginn an neu aufgesetzt werden und mit großer 
konzeptioneller Vorarbeit und in enger Zusammenarbeit mit der Freien Szene 
und weiteren Akteur*innen realisiert werden. 
Bei vielen dieser Themen hat sich das Kulturraummanagement zur Aufgabe 
gemacht einen experimentellen Zugang zu entwickeln, um Projekte im Real-
labor zu erforschen und hierbei Rückschlüsse auf den langfristigen Umgang 
mit dem Thema zu ziehen. Gerade die vielseitigen Anforderungen an eine 
Potenzialraumanalyse und die Komplexität der Transformation von Leerständen 
in Kulturräume zeigen deutlich, dass es hierfür keine direkt übertragbaren 
Blaupausen gibt. Der stetige interkommunale Austausch bestätigt dies und hat 
das Kulturraummanagement noch einmal darin bestärkt, das Thema Potenzial-
raumanalyse mit den Mitteln eines Reallabors näher zu beleuchten. Gleichzeitig 
ist das Kulturraummanagement überzeugt, dass die Implementierung von Kunst 
und Kultur in die Stadtentwicklung nicht alleine gelöst werden kann, sondern 
grundsätzlich von Kooperationen mit anderen Partner*innen abhängig ist. Daher 
waren verschiedene Kooperationen mit der Freien Szene, der Wissenschaft, 
Interessenvertretungen und anderen Bereichen der Stadtverwaltung von Anfang 
an mitgedacht. Im Bereich der Potenzialraumanalyse entstand bereits im Winter 
2022 ein erster Austausch mit der TH Köln und Prof. Yasemin Utku, um eine 
gemeinsame Forschungskooperation auszuloten. Eine konstante Potenzialraum-
analyse für kulturelle Nutzungen ist ein Novum für die Stadt Köln, hier gibt es 
selbst in anderen Kommunen bis dato nur vereinzelt gute Erfahrungswerte oder 
gut funktionierende Konzepte.
Was sind eigentlich Potenzialräume? Wo be昀椀nden sich diese in Köln? Wie können 
sie identi昀椀ziert, kartiert, imaginiert und schlussendlich an Akteur*innen vermittelt 
werden? Welche Räume und welche Typologien suchen wir? Wie sieht ein sinn-
volles und ef昀椀zientes Vermittlungstool für Potenzialräume aus? Wie kommen wir 
grundsätzlich von der Identi昀椀kation eines Raums dazu, dass eine ausgewählte 
Akteur*in dort die kulturelle Nutzung aufnehmen kann? 
Um uns hier an das Thema anzunähern und Antworten zu 昀椀nden, wurde mit 
der Fakultät für Architektur der TH Köln eine gute Partnerin gefunden. In der 
Forschungskooperation sollten diese Fragen exemplarisch angegangen, mit 
externer interkommunaler Expertise versehen und anschließend immer wieder 
auch mit Akteur*innen aus der Freien Szene rückgekoppelt werden. 
Wir bedanken uns für die großartige Zusammenarbeit und Kooperation über die 
letzten drei Semester. Die generierten Inhalte und der Perspektivwechsel sind 
für das Kulturraummanagement eine produktive Handreiche, um das Thema 
Potenzialraumanalyse weiter bearbeiten zu können. Besonders wollen wir uns 
auch bei den zahlreichen Studierenden für ihre intensive Arbeit an Themen der 
Kulturräume in der Stadtentwicklung bedanken und hoffen, dass das Thema 
stets auch Spaß bereitet hat. 
Benjamin Thele, Leiter des Kulturraummanagements der Stadt Köln
David Morsi, Urban Designer und freier Mitarbeiter im Kulturraummanagement
Benjamin Thele
Leiter des Kulturraummanagements der Stadt Köln
„ZIEL DER KOOPERATION IST,  
DIE POTENZIALRAUMANALYSE  
FÜR KULTURELLE NUTZUNGEN 
ANHAND EINES KORRIDORS 
GEMEINSAM MIT DER SZENE 
UND DER TH KÖLN ZU 
ERFORSCHEN.“

9 8
1. 
Das Spektrum der Räume ist mindestens ebenso groß wie die Optionen der 
kulturellen Nutzung. Es sind kleine und große Räume, offene und geschlossene 
Areale in und außerhalb von Gebäuden, öffentliche und private Orte, präsente 
und versteckte Räume mit und ohne Quartiersbezug. Räume, die kurz- oder 
langfristig nutzbar sind, Standorte, die (planungs-)rechtlich nur bestimmte 
Nutzungen zulassen oder aufgrund der Lage und/oder Ausstattung besondere 
Eignungen aufweisen. Eine Übersicht über die Vielfalt an Räumen und Nutzun-
gen in Köln liegt bislang nicht vor. Ebenso ist die Dynamik der Entwicklungen 
nicht bekannt. Es ist unklar, wo Chancen oder Bedarfe für die Entwicklung von 
Räumen liegen oder wer welche Räume für kulturelle Aktivitäten sucht. 
Dies war Grundlage für die Potenzialraumanalyse in einem Kölner Stadtraum, die 
in einer Forschungskooperation der Fakultät für Architektur an der Technischen 
Hochschule Köln mit dem Kulturraummanagement der Stadt Köln im Zeitraum 
von April 2023 bis März 2024 durchgeführt wurde. In dem mehrstu昀椀gen Projekt 
mit intensiver Einbindung lokaler Akteur*innen aus der Kölner Kulturszene 
wurde ausgehend von dem Aufspüren und Sichtbarmachen von Potenzialräu-
men, über das Bespielen und Inszenieren von ausgewählten Orten bis hin zur 
Erarbeitung von möglichen Werkzeugen zur Vermittlung möglicher Räume ein 
experimenteller und dynamischer Forschungsansatz mit einem breiten Metho-
denmix verfolgt. Die vorliegende Dokumentation gibt einen Einblick in den 
Aufbau des Projektes und die Vorgehensweise.
EINLEITUNG
Stadträume sind in Bewegung. Sie werden bewegt von Menschen, die 
diese Räume nutzen, sie sich aneignen, weiterentwickeln und mit Inhalten 
au昀氀aden. Kulturelle und künstlerische Aktivitäten sind für die Entwicklung 
dieser Räume von besonderer Bedeutung. Doch um welche Räume geht es? 
Der Begriff Potenzialräume wird zur Beschreibung von Räum-
lichkeiten, Immobilien und Frei昀氀ächen verwendet, welche von 
Akteur*innen aus der freien Kunst- und Kulturszene Kölns als 
Schaffensort genutzt werden. Dieser Personenkreis wird im 
Folgenden als Kulturproduzent*innen bezeichnet.

11 10
1.1 ANLASS UND 
ZIEL DER STUDIE
Mit der Einrichtung der Stabsstelle Kulturraummanagement (KRM) im Dezernat 
für Kunst und Kultur der Stadt Köln im September 2022 rückte das Ziel, neue 
Wege für die Entwicklung von Kulturräumen auszuloten, wieder ganz nach oben 
auf die Agenda. Die Raumsituation für kulturelle Aktivitäten in Köln hatte sich in 
den letzten Jahren weiter zugespitzt und aufbauend auf dem städtischen Kultur-
entwicklungsplan (KEP) von 2019 sollen konkrete Maßnahmen für die Sicherung 
und Erweiterung des Raumbedarfs der Kunst- und Kulturszene erarbeitet 
werden. 
Untersuchungen, wie die 2022 beauftragte Studie zur Integration von Kreativ-
räumen und kulturellen Raumbedarfen in die Belange der Kölner Stadtplanung 
oder der Blick in andere Städte, die bereits über Strukturen der Kulturraum-
vermittlung verfügen, bieten Anregungen für die Entwicklung eines „Tools“, mit 
dem in Köln gearbeitet werden könnte. Anhand von drei Beispielen – Bremen, 
Berlin, Nürnberg – wird deutlich, dass unterschiedliche Trägermodelle für die 
Sammlung, Aufbereitung und Vermittlung von Raumangeboten und Angebots-
strukturen für die Kulturszene denkbar sind. 
In Köln engagieren sich bereits eine Vielzahl von Raumpionier*innen, die in 
immer wieder neuen Konstellationen, aber häu昀椀g mit ähnlichen Fragestellungen, 
auf der Suche nach Räumen sind oder Räume nur temporär nutzen können 
und langfristige Lösungen suchen. Eine Bestandsanalyse von Kulturräumen, 
die im Rahmen einer Veranstaltung des KRM von Studierenden durchgeführt 
wurde, zeigt, wie vielfältig das Spektrum kultureller Aktivitäten und Akteur*in-
nenkonstellationen sein kann und dass Blaupausen keine Option sind. Daher 
stellen sich Fragen, wie beispielsweise die konkreten Raumbedarfe für kulturelle 
Nutzungen sichtbar gemacht werden können und wie eine Angebotsstruktur 
für Kulturräume in Köln aussehen könnte. Damit verknüpft sich auch die Frage, 
welche Akteur*innen einzubinden wären und/oder wer zuständig für ein solches 
Angebot wäre. 
Für die Bearbeitung der Zielsetzung des Projektes, Potenzialräume für  
kulturelle Aktivitäten zu identi昀椀zieren und Möglichkeiten der Vermittlung an 
Kulturproduzent*innen aufzuzeigen, wurde ein dreiphasiger Aufbau entwickelt. 
Dies war sinnvoll und erforderlich, um eine Präzisierung bzw. ein Nachjustieren 
der Fragestellungen zu ermöglichen. Mithilfe des beispielhaft von Kölner Kultur-
produzent*innen gewählten Stadtraums entlang der Bergisch Gladbacher 
Straße, der einen Querschnitt von urbanen und dichten Stadtstrukturen mit  
hoher Nutzungsmischung bis hin zu vorstädtischen Wohngebieten und 
land(wirt)schaftlich geprägten Stadtbereichen abbildet, wurden Potenziale  
identi昀椀ziert, um die aufgeworfenen Fragestellungen nach Bedarfen und  
Angeboten für kulturelle Nutzungen konkret und anschaulich zu machen. 
Die Abkürzung KRM steht für das Team des Kulturraummanage-
ments der Stadt Köln. Angesiedelt im Dezernat für Kunst und 
Kultur hat es die Aufgabe, sich um das Sichern von bestehenden 
Kulturräumen und Schaffung neuer Räume zu kümmern.

13 12
1.2 METHODIK
Das Forschungsprojekt entwickelte sich in drei Etappen über den Zeitraum eines 
Jahres in kontinuierlichem Austausch mit dem Kulturraummanagement (KRM) 
wie auch mit Vertreter*innen aus der Kölner Kulturszene in wiederkehrenden 
Workshop-Formaten. 
IMAGINE
THE CITY
Konzeption und Erprobung von 
Pop-Up Nutzungen an ausgewählten 
Potenzialorten.
Summer School für Studierende  
an Kölner Hochschulen
CONNECTING
THE CITY
Seminar (Master) an der  
TH Köln Fakultät für Architektur 
Aufbereitung und Präzisierung der 
Forschungsergebnisse sowie Erarbei-
tung von Workshops und Tools.
Wintersemester 2023/2024 Wintersemester 2022/2023 Sommer 2023
MAPPING 
THE CITY
Seminar (Bachelor) an der  
TH Köln Fakultät für Architektur 
Grundlagenermittlung und Entwick-
lung einer Matrix, um Potenzialräume 
für kulturelle Nutzungen zu kategori-
sieren.
1. Potenzialraumanalyse: Mapping the City 
Zu Beginn wurden die Maßnahmen und Absichten der Stadt Köln zur Förderung 
kultureller Aktivitäten sowie das Erfassen der Bedarfe von Kulturproduzent*in-
nen zusammengetragen. Abgefragt wurden Tendenzen neuer Angebote und 
Services, die in der Kölner Kulturlandschaft zu beobachten, in Entwicklung oder 
in Abstimmung sind. Ziel war die Erarbeitung eines gemeinsamen Kenntnis-
standes, um die Ausgangslage zu de昀椀nieren und Erwartungen an das Projekt 
abzugleichen. Basierend auf diesem Kenntnisstand wurden vergleichbare 
Formate zum Kölner Kulturraummanagement aus anderen Städten untersucht, 
um Impulse für einen strategischen Ansatz für die eigene Arbeit zu geben. 
Daraufhin folgte ein Monitoring relevanter Faktoren für mögliche Handlungs-
ansätze. Ein für das Kölner Stadtgebiet exemplarischer Korridor ermöglichte die 
Feldforschung am konkreten Objekt und das Identi昀椀zieren von Potenzialräumen 
in einem abgesteckten Rahmen. In einer eigens erarbeiteten Matrix wurden 
die gefundenen Räume nach festgelegten Kriterien klassi昀椀ziert, um eine Ein-
ordnung des jeweiligen Standortes, die Rahmenbedingungen und die mögliche 
Eignung sowie eine Vergleichbarkeit mit anderen Orten im Untersuchungsraum 
zu ermöglichen (s. Kap. 3.1). Anschließende fundierte Recherchen über die 
identi昀椀zierten Räume und Flächen dienten zur Veri昀椀zierung und Ergänzung der 
getroffenen Angaben. Der entstandene Datensatz stellte die Basis für die weiter-
führenden Projektphasen dar. 
2. Pop-Up-Nutzung: Imagine the City
Darauf aufbauend stand die intensive Auseinandersetzung mit den konkreten 
räumlichen Potenzialen der Orte an. Über die temporäre Bespielung einzelner 
Potenzialräume mit 昀椀ktiven Nutzungsszenarien wurden versteckte Qualitäten 
anschaulich visualisiert und somit am physischen Objekt diskutierbar. Die expe-
rimentelle Herangehensweise erweiterte das Spektrum der Analysen um die 
Möglichkeit der zufälligen Begegnungen mit Anwohner*innen aus dem direkten 
Umfeld und Passant*innen. In deren Folge ließen sich tiefgreifende Erkenntnisse 
über Nachbarschaft und mögliche Auswirkungen kultureller Aktivitäten auf die 
jeweiligen Viertel gewinnen. Hierbei zeigte sich der Unterschied zwischen der 
Analyse aus der Ferne und der Arbeit vor Ort: Einige aus der Ferne attestierte 
Potenziale erwiesen sich als unrealistisch, während andere durch die Arbeit vor 
Ort entdeckt wurden.
 
3. Neue Werkzeuge: Connecting the City
Im letzten Schritt wurden die Forschungsergebnisse einer umfangreichen 
Re昀氀exion unterzogen und die Möglichkeit neuer Tools für die Sichtbarmachung 
und Vermittlung von Kulturräumen in Köln sowie dafür notwendige Rahmenbe-
dingungen eruiert.  Ziel war es, wirkungsvolle Entwicklungsansätze zu identi昀椀zie-
ren, die die Vernetzung der relevanten Akteur*innen untereinander stärken und 
die bestehenden Potenziale zur Entfaltung bringen. Die Projektarbeit erfolgte 
vornehmlich innerhalb von studentischen Seminaren im Bachelor- und Master-
studiengang Architektur. Während des gesamten Projektzeitraums haben die 
Projektpartner*innen und Vertreter*innen der Kulturszene mit der Teilnahme an 
diversen Beteiligungsformaten einen wesentlichen Beitrag in der Diskussion und 
Überprüfungen der (Teil-) Ergebnisse auf deren Praxistauglichkeit übernommen.

15 14
2.1 BEISPIELE AUS   
ANDEREN STÄDTEN
In einigen deutschen Städten sind ähnliche Modelle zur Stärkung der 
Kulturlandschaft bereits gängige Praxis. Sie unterscheiden sich teils in ihrem 
Tätigkeitspro昀椀l wie auch durch ihren Organisationsaufbau. Entsprechend der 
örtlichen Ausgangslage bezüglich der Bedarfe und Verwaltungsstrukturen 
existieren von Stadt zu Stadt unterschiedliche Ansätze. Diese werden hier in 
Kurzform vorgestellt:
ZwischenZeitZentrale Bremen
Die ZwischenZeitZentrale Bremen ist ein seit 2012 bestehender, aus der Kultur-
szene hervorgegangener Zusammenschluss von Akteur*innen zur Förderung 
der Bremer Kulturlandschaft. Die ZwischenZeitZentrale versteht sich als 
Vermittler zwischen den beteiligten Instanzen aus Eigentümer*innen, Verwal-
tung und (potenziellen) Nutzer*innen. Das Leistungsspektrum beinhaltet eine 
ganzheitliche Begleitung während des gesamten Zwischennutzungsprozesses: 
Kulturproduzent*innen erhalten sowohl bei der Entwicklung des Zwischen-
nutzungskonzepts Unterstützung als auch während der tatsächlichen Zwischen-
nutzungsphase. Gleichermaßen stehen sie für interessierte Eigentümer*innen, 
die Räume zur Verfügung stellen möchten, als Ansprechpartner zur Verfügung. 
Darüber hinaus nehmen sie auch aktiv Leerstände/Brach昀氀ächen innerhalb 
Bremens auf. 
Zu vermietender Leerstand wird in einer Online-Datenbank zusammengetragen 
und zur Nutzung angeboten. Während die Position als externe Auftragnehmer 
昀氀exiblere Abläufe und Handhabungen gewährleistet, schafft dies jedoch 
gleichermaßen auch eine Distanz zu Genehmigungsgeber*innen und anderen 
Akteur*innen innerhalb der Stadtverwaltung.
 
Kultur Räume Berlin
Kultur Räume Berlin wurde 2020 gegründet. Es ist ein interdisziplinäres Bündnis 
aus der Freien Szene, Verwaltung, gemeinwohlorientierter Immobilienwirtschaft 
und der Kulturraum Berlin Gmbh. Angesiedelt ist Kulturaum Berlin GmbH bei 
einer landeseigenen Stiftung und ist somit eine Tochtergesellschaft der Stadt 
Berlin. Erklärtes Ziel ist es, „Arbeitsräume für die Freie Szene fortan in einem
starken Netzwerk zu sichern“. Das Tätigkeitsfeld gliedert sich in fünf Themen-
bereiche: die regelmäßige Erstellung von Bedarfserhebungen in Kooperation 
mit Kulturproduzent*innen, die Akquise und Anmietung von Objekten, Unter-
stützung beim Aufstellen von Nutzungskonzepten für Nutzer*innen, die Ver-
gaben von Räumlichkeiten an Kulturproduzent*innen wie auch deren Beratung 
im Prozess. Im Vergleich zur ZwischenZeitZentrale tritt die Kulturraum Berlin 
GmbH als Generalmieterin der Objekte auf und vermietet diese ihrerseits an 
Künstler*innen weiter. Über ein Raumportal lassen sich aktuelle Raumangebote 
einsehen. Alle Angaben zu den Objekten und deren Ausstattung sind in Form 
von Steckbriefen aufbereitet.
Raumkompass Nürnberg
Angesiedelt im Amt für Kultur und Sport, liegt der Raumkompass in rein  
städtischer Hand. Als reine Servicestelle für Eigentümer*innen und Kultur-
produzent*innen agiert sie sowohl vermittelnd als auch beratend für kurz-,  
mittel- oder langfristige Vermietungen. Neben dienstleisterischen Tätigkeiten 
bietet die interaktive Online-Karte „Offspaces“ Raumsuchenden wie Raum-
bietenden eine Plattform zur direkten bilateralen Kontaktaufnahme.
Kultur hat einen hohen gesellschaftlichen wie auch wirtschaftlichen Wert.
Zum Erhalt dieser und der Schaffung neuer Flächen und Räume ist das
Tätigwerden der öffentlichen Hand unerlässlich. Es braucht neue Wege
und Strategien, um die fortschreitende Verdrängung kultureller Nutzungen
im Rahmen des Strukturwandels aufzuhalten. Die Probleme sind längst
bekannt und kein Kölner Spezi昀椀kum. Also stellt sich die Frage, welche  
Maßnahmen bereits unternommen wurden, um die Entwicklungen  
abzumildern? Wie gehen andere Städte damit um?
ANNÄHERUNG2.

17 16
2.2 AUSGANGSLAGE IN KÖLN
Die Raumsituation für kulturelle Nutzungen hat sich auch in Köln in den letzten 
Jahren aufgrund steigender Mieten und mangelnder Angebote zunehmend 
zugespitzt – nicht zuletzt auch infolge der pandemiebedingten Einschränkungen. 
Auf verschiedenen Ebenen wurden hierzu bereits Strategien erarbeitet, wie 
dem Problem begegnet und die Kulturlandschaft innerhalb Kölns erhalten und 
gestärkt werden kann. 
Kulturentwicklungsplanung, 2019
Die Kulturentwicklungsplanung (KEP) ist ein Katalog aus Entwicklungsideen,  
der von über 300 Personen der Freien Szene, von städtischen Institutionen 
und der Kulturpolitik im Verlauf von 2017 bis 2019 erarbeitet wurde. Er ist eine 
Weiterführung der KEP-Vorlage von 2009. Mit dem Ziel, bestehende kulturelle 
Angebote zu sichern, wie auch das Erschließen neuer Räume für Kulturprodu-
zent*innen aller Einkommensgruppen zu fördern, wurden konkrete Forderungen 
an Politik und Verwaltung formuliert. Eine wichtige Rolle dabei soll die stärkere 
Vernetzung innerhalb der Szene spielen.
Es werden drei initiale Formate beschrieben, die die Umsetzung der festgesetz-
ten Ziele anstoßen sollen. Neben der Initialisierung eines Preises für Popmusik 
und der Schaffung eines Kulturmarketings wird dort der Bedarf eines Kultur-
raummanagements benannt. Aufgabe dieser Stabsstelle des Dezernats für Kultur 
und Kunst soll das Identi昀椀zieren von neuen Räumen für Kultur, die Erstellung 
eines Kulturraumkatasters bestehender Nutzungen und das Entwickeln eines 
Zwischennutzungsmanagements sein.
Für die weiteren Schritte werden außerdem sechs Querschnittsaufgaben 
beschrieben, die künftig ressortübergreifend stärker berücksichtigt werden 
müssten:
1.  Räume 
 Kunst und Kultur braucht Platz
2.  Vielfalt 
 Kunst und Kultur für alle in einer Stadt für alle
3.  Marketing 
 Kunst und Kultur in der Öffentlichkeit
4.  Digitalisierung 
 Köln wird präsenter
5.  Öffentliche Förderung 
 mehr Geld für Kunst und Kultur
6.  Beteiligung 
 jeder soll mitmachen können

19 18
Studie zur Integration von Kreativräumen und kulturellen Raumbedarfen in 
die Stadtplanung, 2022
Die vom Architekturbüro Dewey Muller durchgeführte Studie beschäftigt sich 
mit der Untersuchung von raumbezogenen Maßnahmen, Instrumenten und 
Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung zum Erhalt und Entwicklung 
von kulturellen Nutzungen. Diese wurden, übertragen auf die konkreten Bei-
spiele in Köln, auf Plausibilität überprüft. Grundlage ist ein Ratsbeschluss vom 
06. Februar 2018, in dem die Verwaltung beauftragt wurde, Voraussetzungen 
zur „Sicherung und Integration von Kreativräumen im Rahmen einer integrierten 
Stadtentwicklung“ zu schaffen.
In einem interkommunalen Arbeitsprozess zwischen mehreren deutschen 
Städten wurden die inhaltlichen Grundlagen für die Forschungsarbeit festgelegt. 
Dabei wurde der wirtschaftliche Stellenwert, den die lokale Kulturlandschaft 
erbringt, herausgestellt und die damit einhergehende Notwendigkeit nach  
politischem Engagement seitens der Kommunen zum Erhalt bestehender 
Angebote, wie auch zur Integration in künftige Planungsprojekte. Zusätzliche 
Förderprogramme und das Vorhalten von entsprechenden Flächen für preis-
gedrosselte Räumlichkeiten müsse von der Stadt gewährleistet werden. Darüber 
hinaus braucht es, so die Studie, eine stärkere Kommunikation: Besonders mit 
Blick auf den Austausch zu bewährten Lösungsansätzen auf interkommunaler 
Ebene, wie auch intern zwischen den einzelnen Verwaltungsressorts. Die in der 
KEP beschriebene Einrichtung eines übergeordneten Kulturraummanagements 
wird aufgegriffen und deren besondere Stellung als Kommunikator für die Ent-
wicklung von kulturellen Angeboten unterstrichen. Auch die Kulturszene könne 
durch den Zusammenschluss in Form von Interessenvertretungen einen wichti-
gen Beitrag leisten, um Verhandlungs- und Planungsprozesse mit den Ämtern 
zu vereinfachen (z.B. bei Vermietung oder Förderung). Der Erfahrungsaustausch 
untereinander würde zudem die Ressourcen schonen und die Verhandlungs-
position gegenüber der Stadt/Vermietern stärken.
 
Seit der Gründung 2022 ist das Kulturraummanagement eine intermediäre 
Stabsstelle zwischen Verwaltung, Politik, Eigentümerinnen und der Freien 
Kunst- und Kulturszene Kölns. Angesiedelt im Dezernat für Kunst- und Kultur 
der Stadt Köln, hat die Stabstelle zum Ziel bestehende Kreativräume in der 
Stadtentwicklung zu sichern und gemeinsam mit Kooperationspartner*innen 
neue Kulturräume zu erschließen. Das Kulturraummanagement hat demnach ein 
aufwändiges und umfangreiches Arbeitsprogramm und eine explizite Vermitt-
lungsrolle zwischen verschiedenen Akteur*innen der Kulturraumentwicklung 
und -sicherung (siehe Organigramm).
Organigramm des Kulturraummanagements

21 20
Raumpionier*innen: Kulturelle (Zwischen-) Nutzungen in Köln
Aufgrund der intermediären Rolle des KRM ist das Netzwerk, die Kenntnis der 
Bedarfe und Probleme und die Nähe zur Freien Kunst- und Kulturszene für die 
Arbeit ausschlaggebend. Hierzu veranstaltet das Team regelmäßige Dialog-, 
Konferenz-, Austausch-, Trialog- und Symposien-Veranstaltungen mit relevanten 
Akteur*innen der Kulturraumentwicklung und teilweise in Ko-Kuration mit Inte-
ressenvertretungen. Im Rahmen eines Trialogformats des Kulturraummanage-
ments im Dezember 2023, dem „Kulturraum-Symposium #1“, konnten einige 
Studierende der Fakultät für Architektur der TH einen eigenen Workshop-Tisch 
beitragen und in den Austausch mit Vertreter*innen der Kunst- und Kulturszene, 
der Verwaltung und Politik treten.
Am Tisch der TH konnten Projekte aus der Kunst und Kulturszene ihre bereits 
vorhandenen Kulturräume in eine Matrix einordnen, die die Eigentumsverhält-
nisse und den Projektstatus kartiert. Außerdem wurde die räumliche Verortung 
der Projekte in einer Karte festgehalten. Insgesamt haben sich etwa 25 Projekte 
verortet, sodass die Ergebnisse nicht repräsentativ für ganz Köln sind, sondern 
nur einen Ausschnitt darstellen. Zudem ist ein repräsentatives Ergebnis nur mit 
sehr großem Arbeitsaufwand möglich und bleibt stets ein temporärer Ausschnitt 
einer sehr dynamischen Szene. Die generierten Ergebnisse spiegeln jedoch 
ein klares Bild, ein sehr vielfältiges Spektrum von Kulturräumen in Köln wider. 
Darunter sind Kulturräume, die in große Stadtentwicklungsprojekte eingebet-
tet sind, kleine Ladenlokale in Quartieren, Flächen in alt-industriellen Lagen, 
Gewerbe昀氀ächen, Ateliergemeinschaften, Clubs, Frei昀氀ächen, Umnutzungen von 
Werkstätten u.v.m. Die Bandbreite an kulturell genutzten Räumen scheint schier 
unendlich, da kulturelle Nutzungen sich scheinbar an jeglichen freien Raum 
anpassen.
Ein klarer Anhaltspunkt ist jedoch die besondere Akkumulation von Projekten auf 
Flächen von Privateigentümer*innen – gerade bei gesicherten Kulturräumen und 
Zwischennutzungen. Die meisten Kulturräume be昀椀nden sich in Hand privater 
Eigentümer*innen, weniger Projekte sind auf städtischen Flächen verortet und 
nur punktuell in Hand Dritter. Dies lässt die einfachere und unbürokratischere 
Umsetzung auf privaten Flächen vermuten. 
Viele der anwesenden Projekte bezeichnen sich als einen gesicherten Kultur-
raum, was gerade aus der Perspektive des Kulturraummanagements erfreulich 
ist. Ob der Status als gesicherter Kulturraum auch vertraglich und in Stadtent-
wicklungsplanung festgeschrieben ist, bleibt hierbei jedoch offen. Gerade 
Zwischen- und Pioniernutzungen scheinen in Köln bis dato jedoch noch wenig 
vertreten. Dies ist womöglich auf die gering ausgeprägte „Kultur der Zwischen-
nutzung“ bedingte Bereitschaft Zwischennutzungen zu ermöglichen und 
eine komplexe Gemengelage um die Genehmigungslage, solcher Projekte 
zurückzuführen. Die geringe Anzahl an Pioniernutzungen weist darauf hin, dass 
Kulturräume bis dato nur bedingt in die Stadtentwicklungsplanung einbezogen 
werden. 
Einige Projekte be昀椀nden sich noch in Entwicklung - gerade auch auf städtischen 
Flächen. In viele dieser Projekte ist das noch junge Kulturraummanagement 
verwickelt. Wie zu erwarten wurden auch einige Raumbedarfe kartiert, die eine 
ähnlich große Diversität an Anforderungen an den Raum darstellen – es bedarf 
an Produktionsorten als auch an Repräsentationsorten in unterschiedlichen 
Dimensionen. Das Spektrum der Raumbedarfe ist hierbei so vielseitig, dass sich 
keine klare Ideal-Typologie für Kulturräume ergibt, wobei die Dimension der 
Bezahlbarkeit, Erreichbarkeit, Nähe zum Zentrum und Langfristigkeit Einigkeit in 
die räumlichen Bedarfe bringt. Gerade jedoch lärmintensive oder andere nicht 
mit dichten Wohnlagen kompatible Kulturnutzungen haben große Raumbedarfe. 
Eine räumliche Konzentration in bestimmten Quartieren, lässt sich nur bedingt 
aus der Analyse der Studierenden identi昀椀zieren. Grundsätzlich zeigt sich jedoch 
keine klare Akkumulation über das Gesamtstadtgebiet.

23 22
Für das Kooperationsprojekt wurde, mit beteiligten Akteur*innen aus der Freien 
Szene, ein exemplarischer Forschungskorridor abgestimmt. Er erstreckt sich 
im rechtsrheinischen Köln, im Bezirk Mülheim, entlang der Bergisch Gladbacher 
Straße, vom Wiener Platz im Westen bis an die Stadtgrenze nach Thielenbruch 
im Osten. Im Süden wird dieser vom Bezirk Kalk 昀氀ankiert, im Norden schließt 
die Stadt Leverkusen an. Die Bergisch Gladbacher Straße verläuft durch die 
Stadtteile Mülheim, Buchheim, Holweide und Dellbrück. Sie stellt eine wichtige 
Einfallstraße von Bergisch Gladbach nach Köln dar. Dieser Korridor weist eine 
große stadträumliche Bandbreite auf: von urbanen Quartieren in Rheinnähe, 
vereinzelten Gewerbegebieten, über suburbane sowie nahezu rural anmutende 
Strukturen, bis hin zu 昀氀ächendeckenden Waldgebieten.
2.3 CHARAKTERISTIK 
DES KORRIDORS
HOLWEIDE
HOL
WEIDE
BUCHHEIM
MÜLHEIM
MÜLHEIM
BUCHHEIM
DELLBRÜCK
DELLBRÜCK
Der Begriff Korridor bezeichnet im Folgenden den 
exemplarischen Untersuchungsraum, der im Rahmen der 
Forschungskooperation in Zusammenarbeit mit beteiligten 
Akteur*innen aus der Freien Szene de昀椀niert wurde.

25 24
Die städtischen Quartiere, vornehmlich im Stadtteil Mülheim gelegen, zeichnen 
sich durch dichte Blockrandbebauungen aus. Mülheim ist der einwohner*innen-
stärkste und einer der kulturell vielfältigsten Stadtteile Kölns. Im 19. Jahrhundert 
avancierte dieser zu einem überregional bedeutenden Industriestandort. Die 
historischen Produktionsstätten aus der Zeit existieren bisweilen noch heute und 
prägen besonders die an den Wiener Platz angrenzenden Quartiere. Der Wiener 
Platz ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt des rechtsrheinischen Kölns.
Weiter stadtauswärts 昀椀nden sich zunehmend offenere Bebauungsstrukturen.  
Vereinzelte Gewerbenutzungen unterbrechen immer wieder die ansonsten  
vorwiegend von Wohnbauten geprägten Gebiete. Holweide und vor allem  
Dellbrück sind überwiegend von Einfamilienhaussiedlungen dominierte Stadt-
teile. Entlang der Bergisch Gladbacher Straße reihen sich beidseits fast lückenlos 
Einzelhandel und Ladenlokale. Grün昀氀ächen 昀氀ankieren hier und da rückseitig die 
an der Bergisch Gladbacher Straße liegenden Reihen- und Mehrfamilienhaus-
siedlungen. 
Gemäß den Raumbedarfen der Szene be昀椀nden sich besonders die stadtaus-
wärts gelegenen Stadtteile außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung. Auch lässt 
sich hier bislang kein durch Gentri昀椀zierung begünstigter Strukturwandel beob-
achten. Aufgrund seiner diversen Stadtstruktur kann der Korridor exemplarisch 
für das gesamte Kölner Stadtgebiet angesehen werden. Es wird angenommen, 
dass sich die Untersuchungsergebnisse somit auf andere Stadtteile übertragen 
lassen.
Reihenhäuser entlang der Bergisch Gladbacher Straße, Dellbrück

27 26
Wohnbebauung Bergisch Gladbacher Straße / Mülheimer Ring
Gewerbegebiet Bergisch Gladbacher Straße / Steyler Straße

29 28
Gründerzeitbauten im Blockrandverbund, Mülheim
 Reihenhäuser nähe Bergisch Gladbacher Straße, Holweide

31 30
STADT- RAUMANALYSE  
MAPPING  
THE CITY
Mit der Frage nach dem Anforderungspro昀椀l von Räumen für kulturelle  
Aktivitäten geht die Frage nach den Bedarfen der Kulturszene einher.  
In einem vom KRM initiierten Workshop mit Kulturproduzent*innen  
wurde diese Frage diskutiert. Es entstand eine Art Zustandsbericht der 
Kölner Kulturlandschaft und deren akuten Bedürfnisse. Dieser wurde als 
Grundlage für die Projektarbeit übernommen.  
 
Eine wesentliche Erkenntnis war die Kausalität zwischen Raum und 
Nutzung: nämlich, inwieweit eine Nutzung konkrete Forderungen an  
den Raum stellt, bzw. andererseits Nutzungsideen erst bei Betrachtung 
eines ganz spezi昀椀schen Raumes denkbar werden. Daraus folgte die  
Notwendigkeit von einheitlichen Fragestellungen zur Vergleichbarkeit 
von Potenzialräumen untereinander und die Schaffung einer quali昀椀zier-
ten Bewertungsgrundlage. In Anbetracht begrenzter Ressourcen konnte 
durch die Bewertungsgrundlage auch eine für den Arbeitsprozess und  
die anschließenden Resultate wichtige Priorisierung vorgenommen  
werden, welche Räume zuerst in eine weitere Quali昀椀zierung gehen 
sollen.
3.

33 32
3.1 MATRIX 
Zur Schaffung eines handhabbaren Rahmens und um mögliche Potenzialräume 
zueinander ins Verhältnis zu setzen, wurden diese zunächst typologisiert. Für 
die Analyse der Raumtypen wurde eine eigens entwickelte Matrix mit Kriterien 
herangezogen (s. S. 38 - 39). Neben allgemeinen Informationen zu Lage und 
Erreichbarkeit erfasst diese zusätzlich die individuellen (räumlichen) Spezi昀椀ka. 
Begleitet durch Recherchen zu eingangs nicht ersichtlichen Daten wie bspw. 
Eigentumsverhältnissen wurden die Angaben vervollständigt und vorläu昀椀g 
getroffene Annahmen veri昀椀ziert. In Form von Steckbriefen wurden die gesam-
melten Informationen zu den jeweiligen Räumen zusammengetragen und veran-
schaulicht. Sie bildeten später einen Katalog aller identi昀椀zierten Raumangebote 
im Untersuchungsraum. 
 
Eine wichtige Rolle im Prozess nahmen wiederkehrende Veranstaltungen zusam-
men mit Vertreter*innen aus Kunst und Kultur sowie dem KRM ein. Sie dienten 
der Überprüfung von Zwischenergebnissen bezüglich deren Praxistauglichkeit. 
Anmerkungen wurden direkt in die Überarbeitung aufgenommen. Dem Wunsch 
der Kulturszene nach mehr Einbeziehung in die Projektarbeit wurde so versucht 
Rechnung zu tragen.
Parallel hierzu wurden auf Erkundungsgängen Potenzialorte aus昀椀ndig gemacht 
und kartiert. Die Kartierung ergänzte den Datensatz um die räumliche Verortung 
innerhalb des Untersuchungskorridors. Das vermehrte Vorkommen von Poten-
zialräumen in manchen oder deren nicht Existenz in anderen Gebieten ließ sich 
so erfassen und quanti昀椀zieren.
Bild oben: Seminaristische Arbeit am Modell | Bild unten: Steckbrief - Entwurf der erarbeiteten Matrix

35 34
GSEducationalVersion
Wiener
 Platz
B 
8 Schnellstr
aße
A.1 MUSTER ORT
BESCHREIBUNGSTEXT
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LAGE
Muster Platz 2a, 51065 Köln
FLÄCHE
ca. 3.330 m
2
 (Gesamt)
ca. 300 m
2
 (Leerstand)
EIGENTÜMER*IN
Stadt Köln 
Tel.: 0221 / 221-0
ERREICHBARKEIT
< 5 Min. (Straßenbahn)
AUSSTATTUNG
voll ausgestattet
KATEGORIE
Verwaltung/Leerstand
PERSPEKTIVE
Temporär/Dauerhaft
FLÄCHENNUTZUNGSPLAN
Kerngebiet
ENTFERNUNG WOHNBEBAUUNG
> 50 Meter 
BESONDERHEIT
direkte Nähe zum Muster Platz 
POTENZIELLE NUTZUNG
Gastronomie, Atelier 
ungenutzt
genutzt
städtisch (verpachtet)
öffentlich
privat
angebunden (Straße)
angebunden (ÖPVN)
temporär
langfristig
saisonal
Denkmalaschutz
Umweltschutz
B-Plan in Bearbeitung
B-Plan
Barrierefreiheit
bauliche Entwicklung
Gesetzlicher Rahmen Verfügbarkeit Anbindung Eigentums-
verhältnisse
Nutzung
geteilt
gemischt
alleinig
Klein
Mittel
Groß
urban
suburban
Gemeinschaft
Wohnen
Arbeiten
Grün昀氀äche
Versiegelt
Brachland
Wasser
Strom
ArtAusstattung Lage Größe Nutzungs-
verhältnis

37 36
3. 2 POTENZIALRÄUME  
   IM KORRIDOR
Insgesamt wurden im Zeitraum April - Juni 2023 22 Potenzialräume identi昀椀ziert. 
Die Erhebung stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bildet lediglich 
eine subjektive Auswahl ab. Darunter be昀椀nden sich zehn Gebäude (rosa), sieben 
Frei昀氀ächen (gelb) und sechs Mischformen (blau). Im Folgenden werden vier 
Potenzialräume exemplarisch genauer betrachtet.
Frei昀氀äche
Gebäude
Mischung aus Gebäude und Frei昀氀äche
HOLWEIDE
HOL
WEIDE
BUCHHEIM
MÜLHEIM
MÜLHEIM
BUCHHEIM
DELLBRÜCK
DELLBRÜCK
B.2
A.1
B.4
E.3

39 38
VERWALTUNGSBAU
Dieser Verwaltungsbau der Stadt Köln, der 
sich südlich vom Wiener Platz in Köln-Mülheim 
be昀椀ndet, steht derzeit in Teilen leer und wird 
nicht genutzt. Die zentrale Lage des Gebäu-
des bietet eine günstige Anbindung an den 
öffentlichen Nahverkehr. Die Stadtbahn-Linien 
4, 13 und 18 halten an der Haltestelle Mül-
heim/Wiener Platz, ebenso einige Bus-Linien. 
Der Leerstand be昀椀ndet sich im nordöstlichen 
Bereich des Gebäudes und grenzt innerhalb 
der Erdgeschosszone an das Kundenzentrum 
Mülheim der Stadt Köln. Die daraus resultie-
rende hohe Frequenz an Besucher*innen und 
die unmittelbare Nähe zu Verwaltungsdienst-
leistungen könnte positive Auswirkungen auf 
eine zukünftige kulturelle Nutzung des Leer-
stands haben.
LAGE
Wiener Platz 2a, 51065 Köln
FLÄCHE
ca. 3.330 m2 (Gesamt)
ca. 300 m2 (Leerstand)
EIGENTÜMER*IN
Stadt Köln 
Tel.: 0221 / 221-0
ERREICHBARKEIT
< 5 Min. (Straßenbahn)
AUSSTATTUNG
voll ausgestattet
KATEGORIE
Verwaltung/Leerstand
PERSPEKTIVE
Temporär/Dauerhaft
FLÄCHENNUTZUNGSPLAN
Kerngebiet
ENTFERNUNG WOHNBEBAUUNG
> 50 Meter 
BESONDERHEIT
direkte Nähe zum Wiener Platz 
POTENZIELLE NUTZUNG
Erdgeschoss: Gastronomie,
Atelier 
GSEducationalVersion
Wiener
 Platz
B 8 Sch
nellstraße
A.1 WIENER PLATZ
ungenutzt
genutzt
städtisch (verpachtet)
öffentlich
privat
angebunden (Straße)
angebunden (ÖPVN)
temporär
langfristig
saisonal
Denkmalaschutz
Umweltschutz
B-Plan in Bearbeitung
B-Plan
Barrierefreiheit
bauliche Entwicklung
Gesetzlicher Rahmen Verfügbarkeit Anbindung Eigentums-
verhältnisse
Nutzung
geteilt
gemischt
alleinig
Klein
Mittel
Groß
urban
suburban
Gemeinschaft
Wohnen
Arbeiten
Grün昀氀äche
Versiegelt
Brachland
Wasser
Strom
ArtAusstattung Lage Größe Nutzungs-
verhältnis

41 40
B.2 TANZSTUDIO
INNENHOF UND TANZSAAL
Dieser grüne Innenhof inmitten einer durch 
Gewerbe bespielten Parzelle, nahe mehrerer 
Wohnsiedlungen, wird bisher als Parkplatz 
genutzt. In Kombination mit den umliegenden 
ermittelten Potenzialorten bietet er vielseitige 
Nutzungsmöglichkeiten. Insbesondere ein 
angrenzender Tanzsaal, ausgestattet mit einer 
Spiegelwand und Parkettböden, der bereits 
jetzt durch den TSC Excelsior Köln e.V. zur 
stundenweisen Miete angeboten wird, ist hier 
zu nennen.
LAGE
Ackerstr. 144a, 51065 Köln
FLÄCHE
ca. 4.500 m2 (Grund gesamt)
ca. 120 m2 (Tanz昀氀äche)
EIGENTÜMER*IN
TSC Excelsior Köln e.V. 
ERREICHBARKEIT
ca. 280 m (Fußläu昀椀g 3 min) 
Bushaltestelle Mülheimer Ring
AUSSTATTUNG
120 m² Tanz昀氀äche, 9m Spiegelwand
KATEGORIE
Innenhof / Mitnutzung
PERSPEKTIVE
Temporär
FLÄCHENNUTZUNGSPLAN
Gewerbegebiet
ENTFERNUNG WOHNBEBAUUNG
< 50 m
BESONDERHEIT
Keine Vermietung nach 16 Uhr
POTENZIELLE NUTZUNG
Yoga-space, Nachbarschaftstreff, 
Eventlocation, Probe- /Trainingsraum
ungenutzt
genutzt
städtisch (verpachtet)
öffentlich
privat
angebunden (Straße)
angebunden (ÖPVN)
temporär
langfristig
saisonal
Denkmalaschutz
Umweltschutz
B-Plan in Bearbeitung
B-Plan
Barrierefreiheit
bauliche Entwicklung
Gesetzlicher Rahmen Verfügbarkeit Anbindung Eigentums-
verhältnisse
Nutzung
geteilt
gemischt
alleinig
Klein
Mittel
Groß
urban
suburban
Gemeinschaft
Wohnen
Arbeiten
Grün昀氀äche
Versiegelt
Brachland
Wasser
Strom
ArtAusstattung Lage Größe Nutzungs-
verhältnis

43 42
B.4 FORT XI
EHEM. BEFESTIGUNGSANLAGE
Das Fort XI, heute auf einer Grün昀氀äche nörd-
lich der Piccoloministraße und westlich der 
Autobahn A3 gelegen, wurde zwischen 1877 
und 1880 errichtet und steht derzeit leer. Der 
Standort ist ca. 15 Minuten fußläu昀椀g von der 
Stadtbahnhaltestelle Vischeringsstraße erreich-
bar. Hier halten die Linien 3, 13, und 18 sowie 
die Buslinie 157. Ab 1990 wurden die Räume 
im Fort bereits für Jugendarbeit und als Probe-
räume genutzt. Das Potenzial des im Grünen 
liegenden, eher abgeschotteten Standorts 
wurde damit in Vergangenheit bereits erkannt 
und genutzt. Es zeigte sich, dass der Ort für 
höher frequentierte und laute Nutzungen 
geeignet ist.
LAGE
Piccoloministraße 1, 
51063 Köln
FLÄCHE
ca. 6.260 m² (Gesamtes)
ca. 3600 m² (Leerstand)
EIGENTÜMER*IN
Stadt-Köln 
ERREICHBARKEIT
< 15 Min. (Bus)
KATEGORIE
ehem. Festungsanlage, Denkmal
PERSPEKTIVE
Temporär/Dauerhaft
FLÄCHENNUTZUNGSPLAN
Grün昀氀äche
ENTFERNUNG WOHNBEBAUUNG
> 300 Meter 
BESONDERHEIT
bereits Räumlichkeiten als Proberäume und 
für Jugendarbeit genutzt, steht unter 
Denkmal- und Landschaftsschutz
POTENZIELLE NUTZUNG
Außen: Veranstaltungen/ Sportl. Aktivitäten 
etc.; Innen ggf. Proberäume, Events
M
ü
lheimer Ri
n
g
Piccoloministr
a ß e
TC Mülheim
Bahntrasse
ungenutzt
genutzt
städtisch (verpachtet)
öffentlich
privat
angebunden (Straße)
angebunden (ÖPVN)
temporär
langfristig
saisonal
Denkmalaschutz
Umweltschutz
B-Plan in Bearbeitung
B-Plan
Barrierefreiheit
bauliche Entwicklung
Gesetzlicher Rahmen Verfügbarkeit Anbindung Eigentums-
verhältnisse
Nutzung
geteilt
gemischt
alleinig
Klein
Mittel
Groß
urban
suburban
Gemeinschaft
Wohnen
Arbeiten
Grün昀氀äche
Versiegelt
Brachland
Wasser
Strom
ArtAusstattung Lage Größe Nutzungs-
verhältnis

45 44
E.3 RADIUMWERKE
BRACHFLÄCHE
Diese ungenutzte, rechteckige Brach昀氀äche 
an der Radiumstraße grenzt an zwei Seiten an 
einen Parkplatz des Discounters ‚Aldi‘. Gegen-
überliegend begrenzen östlich Gewerbe-
bebauungen und südlich Gärten von Wohn-
gebäuden das Gelände. Damit ist die Fläche 
bis auf ihren Zugang an der Radiumstraße 
vollständig umbaut. Für zukünftige Nutzungen 
sind baurechtliche Vorgaben aufgrund der 
Lage innerhalb eines Gewerbegebietes zu 
vermuten.
LAGE
Radium Str. 30, 51069 Köln
FLÄCHE
ca. 1.800 m² (freie Fläche)
EIGENTÜMER*IN
Privat
ERREICHBARKEIT
< 10 Min. (Straßenbahn)
AUSSTATTUNG
Baustellen ähnlicher Anschluss an Wasser und 
Strom
KATEGORIE
Brach/Frei昀氀äche, Gewerbe
PERSPEKTIVE
Temporär/Dauerhaft
FLÄCHENNUTZUNGSPLAN
Gewerbe昀氀äche
ENTFERNUNG WOHNBEBAUUNG
> 50m
BESONDERHEIT
Kann Fußkundschaft erreichen durch Lage 
neben Supermarktparkplatz
POTENZIELLE NUTZUNG
Ort für gemeinschaftliche Events/
Veranstaltungen, keine solo Nutzung
ungenutzt geteilt
genutzt gemischt
städtisch (verpachtet) alleinig
öffentlich Klein
privat Mittel
angebunden (Straße) Groß
angebunden (ÖPVN) urban
temporär suburban
langfristig Gemeinschaft
saisonal Wohnen
Denkmalaschutz Arbeiten
Umweltschutz Grün昀氀äche
B-Plan in Bearbeitung Versiegelt
B-Plan Brachland
Barrierefreiheit Wasser
bauliche Entwicklung Strom
Gesetzlicher Rahmen
ArtAusstattung
Verfügbarkeit
Lage
Anbindung Eigentums-
verhältnisse
Größe
Nutzung
Nutzungs-
verhältnis

47 46
POP-UP
NUTZUNGEN  
 
IMAGINE 
THE CITY
Die installative Aneignung von Raum hat die Möglichkeit Wahrnehmungswelten 
zu erzeugen und zusätzlich die im Vorhinein auf Grundlage einer Fernanalyse 
attestierten Potenziale auf deren Umsetzbarkeit zu prüfen. Hier fungiert Architek-
tur als Medium für Interaktionen – sie stellt Fragen, macht diese haptisch wahr-
nehmbar und eröffnet einen kulturellen Diskurs: Prozesse werden angestoßen, 
Menschen ermutigt sich in die Mitgestaltung ihrer Stadt einzubringen und ihr 
tägliches Lebensumfeld aktiv zu gestalten und zu hinterfragen. Dies kann nicht 
nur Auswirkungen vor Ort haben, sondern bis in die Verwaltungs- und politische 
Ebene wirken. In Absprache mit dem Kulturraummanagement wurden vier rele-
vante Potenzialräume für das Projekt benannt, die innerhalb der Summer School 
exemplarisch bespielt wurden. Zur Teilnahme eingeladen waren Studierende 
aller Kölner Hochschulen und Fachbereiche.
Den konzeptionellen Rahmen bildete eine 昀椀ktive Raumagentur, welche in einer 
angemieteten Laden昀氀äche inszeniert wurde. Diese griff in ihrem Erscheinungs-
bild typische Elemente klassischer Maklerbüros auf und überspitzte diese 
künstlerisch, verfolgte inhaltlich jedoch einen gemeinschaftlichen, kooperativen 
Ansatz der Projektentwicklung. Die Gestaltung und die teils negativ konnotier-
ten Assoziationen mit dem Ambiente von Maklerbüros sollten sowohl einen 
provokanten als auch spielerischen Ansatz einstreuen: Jeder Ort wurde bereits 
zu Beginn mit einer inszenierten (Werbe-) Tafel mit Verweis zu Projekt und 
Raumagentur versehen, die Schaufenster des Büros wurden im Laufe der Woche 
mit Steckbriefen zu den Potenzialorten bestückt – ähnlich der von klassischen 
Immobilienanzeigen. 
Aufbauend auf den Untersuchungsergebnissen des vorausgegangenen 
Projektabschnitts wurde in einer einwöchigen Summer School ein künst-
lerisch-experimenteller Ansatz verfolgt. Dieser behandelte die Frage, wie die 
kulturellen Potenziale der zuvor kartierten Orte und Flächen aussehen könn-
ten und wie sich diese in konzeptionellen Szenarien ausschöpfen ließen?
4. 
Konzeptskizze der Raumagentur
Die Räumlichkeiten der Raumagentur dienten, neben der Sichtbarmachung 
der Summer School im Stadtbild, den Studierenden als Basis für die inhaltliche 
Arbeit. Morgendliche Treffen, gemeinsame Mittagessen, externe Inputs und 
Abendprogramme fanden hier statt. Von dort aus starteten die Teilnehmenden 
zu ihren Projektorten und in die Projektarbeit. 
Die Aufgabe der Teilnehmenden war es, in interdisziplinären Gruppen Visionen 
für die Potenzialorte zu entwickeln. Grundlage stellten die aufgearbeiteten 
Ergebnisse aus dem ersten Projektabschnitt dar. Zum Ende der Summer School 
wurde eine gemeinsame Tour durch den Korridor zu allen bearbeiteten Orten 
durchgeführt. Die jeweilige Gruppe präsentierte ihre Konzepte im Sinne einer 
inszenierten Vermarktungsveranstaltung für potenzielle Interessent*innen bzw. 
Entwickler*innen.

49 48
Eingang zur Summer School, Dellbrücker Hauptstraße
Die Ausarbeitung der Visionen sowie die Art und Umfang der Abschlussprä-
sentation (keine formalen Vorgaben) sollten dabei zusammen gedacht werden 
und ein in sich stimmiges „Produkt“ ergeben. Es war explizit gewünscht, dass 
die Gruppe vor Ort arbeitet und so die Öffentlichkeit auf ihr Projekt aufmerk-
sam gemacht wird. Jeder Arbeitsgruppe stand ein*e Expert*in aus der Kölner 
Kulturlandschaft zur Verfügung. Die Beteiligung kultureller Akteur*innen an der 
Projektarbeit ist als kontinuierlicher kooperativer Prozess zu verstehen, der den 
gesamten Verlauf des Forschungsprojekts begleitete und Erfahrungen wie  
Kritik aller Projektbeteiligten miteinbezog.
Zu Beginn der Summer School stand die Auseinandersetzung mit dem stadt-
räumlichen Kontext. In einer geführten Wanderung durch den Korridor ging es 
darum die Wahrnehmung für die verschiedenen Quartiere und deren indivi-
duellen Charakteristika zu schärfen, räumliche Zusammenhänge zu erkennen 
und die Teilnehmenden durch das Einnehmen neuer Perspektiven für den Ort 
zu sensibilisieren. Zur stärkeren Einbeziehung bestehender Kulturangebote in 
der direkten Nachbarschaft wurden Räumlichkeiten in einer im Korridor tätigen 
kulturellen Einrichtung, dem Bürgertreff 1006 e.V, für den Zeitraum der Summer 
School angemietet. Sie wurden als Ausgangspunkt für mögliche Synergieeffekte 
betrachtet, die die Anknüpfung zum Viertel unterstützen.
Methodischer Aufbau Summer School

51 50
TIMELINE
SUMMER SCHOOL
15.08 
DIENSTAG
14.08 
MONTAG
9:30  
Gruppenarbeit 
mit Pat*innen
- - - - - - - - - - - - -
13:00 
Gemeinsames 
Mittagessen
- - - - - - - - - - - - -
14:00
Gruppenarbeit 
mit Pat*innen
+ Input Hopping 
Expert*innen
- - - - - - - - - - - - -
17:30
Impulsvortr äge
#03 + 04 
Gemeinsames 
Abendessen
- - - - - - - - - - - - -
Open End an der Bar
9:30  
Gruppenarbeit 
mit Pat*innen
- - - - - - - - - - - - -
13:00
Gemeinsames 
Mittagessen
- - - - - - - - - - - - -
14:00
Gruppenarbeit 
mit Pat*innen
- - - - - - - - - - - - -
18:00
Gemeinsames 
Abendessen
Freiluftkino
9:30  
Gruppenarbeit 
- - - - - - - - - - - - -
13:00  
Gemeinsames 
Mittagessen
- - - - - - - - - - - - -
14:00 
Gruppenarbeit 
 - - - - - - - - - - - -
18:00  
Gemeinsames 
Abendessen
- - - - - - - - - - - - -
Open End an der Bar
10:00  
Abschlusspräsenta-
tion: Tour zu
Potenzialorten #01
13:00
Picknick im Korridor
Tour zu
Potenzialorten  #02
- - - - - - - - - - - - -
18:00 
Ausstellung +  
Public Dinner
- - - - - - - - - - - - -
Open End mit Party
9:30  
Begrüßung durch 
KRM und TH Köln
Projekteinführung
Einteilung
Projektgruppen
- - - - - - - - - - - - -
12:30 
Stadtführung  #01
Picknick
im Korridor
Stadtführung  #02
Abendessen
im Korridor
- - - - - - - - - - - - -
Open End an der Bar
9:30  
Gruppenarbeit 
mit Pat*innen
 - - - - - - - - - - - -
13:00 
Gemeinsames 
Mittagessen
- - - - - - - - - - - - -
14:00
Gruppenarbeit 
mit Pat*innen
- - - - - - - - - - - - -
17:30
Impulsvorträge
#01 + 02 
Gemeinsames 
Abendessen
- - - - - - - - - - - - -
Open End an der Bar
16.08 
MITTWOCH
17.08 
DONNERSTAG
18.08 
FREITAG
19.08 
SAMSTAG
= in Raumagentur (@Bürgertreff 1006 e.V.)
= an Potenzialorten

53 52
Geführte Tour durch den Korridor mit Boris Sieverts

55 54
“WIR WOLLTEN VIER PHASEN: 
KARTENREALITÄT, UTOPIE,  
REALITÄT UND REALUTOPIE  
ERFAHRBAR MACHEN UND DAS 
ABSCHLIESSENDE GEFÜHL NUN 
WIRKLICH DEN ENTDECKTEN 
ORT NUTZEN ZU KÖNNEN  
AUFZEIGEN.“
Hannes Soballa
Student, TH Köln Fakultät für Architektur

57 56
4.1 SZENARIO 2A 
Verortung siehe Karte Seite 36 und 37 A .1 Wienerplatz
Eine leerstehende Büroeinheit am Wiener Platz im Zentrum von Mülheim. Zu 
Beginn stand die Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Umfeld des 
Ortes: Der Wiener Platz bildet das Zentrum von Mülheim, ein Stadtteil, dessen 
Migrationsquote mit 45,3 
% (vgl. Statista 2021) beinahe viermal so hoch ist wie 
der Kölner Durchschnitt. Es handelt sich um ein Viertel, in dem viele Kulturen 
aufeinandertreffen und das in den letzten Jahren großen Zuwachs, gerade im 
Kreativbereich, erlebt. Trotz einer stark vertretenen Kreativbranche sind nur 
wenige Ausstellungsräumlichkeiten vorhanden. Dieser Mangel wurde zur Basis 
des Projekts „Szenario 2a“. Es zielte darauf ab, die zentrale Lage des Potenzial-
orts, deren Nähe zu stark frequentierten Nachbarnutzungen und der daraus 
resultierenden hohen Frequenz an Besucher*innen vor Ort zu nutzen, um die 
leer stehende Büro昀氀ächen in eine 昀椀ktive eigenständig agierende Kunstgalerie 
mit Co-Working-Spaces (inklusive Gastronomie) zu transformieren.
Auf zwei Etagen wurde das „Szenario 2a“ zu Schauplatz, Labor und Treffpunkt 
zugleich: Der Schauplatz würde die Sichtbarmachung der lokalen Kulturszene, 
fördern indem er Raum für Ausstellungen, Workshops und Performances bieten 
würde. Das Labor würde sich an lokale Kulturproduzent*innen und deren Arbeit 
richten, indem es einen Ort zur Vernetzung und des Austauschs bieten würde. 
Das dazugehörige Café würde als Ort der Begegnung fungieren. Es würde einen 
niederschwelligen Zugang zu den Räumlichkeiten ermöglichen, den kulturellen 
Austausch fördern und gleichzeitig eine einladende Atmosphäre am Wiener 
Platz schaffen. Neben der Ausarbeitung des Nutzungsszenarios wurde zudem 
ein ausführlicher Finanzierungsplan des sich zum Teil 昀椀nanziell selbsttragenden 
Projektes erarbeitet. So entstand ein umfassendes Konzept, das den unter 
genutzten Wiener Platz 2a in einen multimodalen Ort kulturellen Austauschs, 
kreativer Entfaltung und sozialen Treffpunkt transformierte.

59 58
4.2 TANZSTUDIO
Der vorliegende Steckbrief wies den Potenzialraum zunächst als Tanzstudio 
mit einer als Parkplatz genutzten Frei昀氀äche aus. Bei genauerer Betrachtung 
stellten sich die örtlichen Gegebenheiten als deutlich komplexer heraus, als es 
die recherchierten Informationen vermuten ließen: ungeklärte Eigentumsver-
hältnisse und Zuständigkeiten, ein jahrzehntealter (Tanz-) Verein, der mit dem 
Überleben ringt und eine aufgegebene, kurz vor der Entwicklung stehende 
Gewerbeeinheit.
So verwandelte sich der ursprüngliche Plan einer temporären Intervention vor 
Ort in eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Erfahren von Potenzial-
räumen. Die Gruppe entwickelte ein Schema in vier Phasen, die sie selbst beim 
Entdecken des Ortes durchlaufen hatten: Die „Kartenrealität“, ein Bild des Ortes 
beurteilt aufgrund reiner Recherche, die „Utopie“ als erste Vision beim Besuch 
des Ortes und die „Realität“ bei der intensiven Auseinandersetzung, verbunden 
mit einem zunehmenden Gefühl der Handlungsunfähigkeit. Das Schema schloss 
mit der „Realutopie“ ab. Sie stellte die tatsächlichen Spielräume und Einschrän-
kungen dar, innerhalb derer sich der Aktionsradius des Projekts abspielte. 
Eine inszenierte Performance ließ die Besucher*innen diese vier Phasen selbst 
erleben. Grüppchenweise wurden sie, ähnlich einer Museumsführung, über 
das Gelände geführt. Aufsteller konfrontierten die Besucher*innen mit Fragen 
zur persönlichen Wahrnehmung des Ortes, gaben Informationen zur lokalen 
Geschichte und damit verbundenen Schicksalen preis. Über die zugewucherte 
Einfahrt, den verspiegelten Tanzsaal – 昀氀ankiert von einer Tanzeinlage – wurden 
die markanten Raumkon昀椀gurationen erschlossen. Letztendlich sammelte man 
sich in einem verwinkelten Innenhof zu einer gemeinsamen Re昀氀exion der Tour.  
So wurde ein Projekt, das mit der Begehung eines Tanzvereins begann, zu einer 
Verbildlichung des bewussten Wahrnehmens von Orten, deren Historie und  
der Menschen, die diese Räume prägen.
Verortung siehe Karte Seite 36 und 37 B.2 Tanzstudio

61 60
4.3 KULTURFESTUNG
Das Fort XI war Teil des 1886 fertiggestellten Festungsrings der Preußen zur 
Verteidigung gegen die Franzosen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es zurück-
gebaut, nur die Kehlkaserne blieb bestehen. Im Verlauf der Geschichte diente 
sie als Luftschutzbunker, wurde von Pfad昀椀nder*innen als Gruppenunterkunft 
genutzt, war Diskothek, Tonstudio und Jugendtreff. Nun steht das Fort XI seit 
Jahren leer, das Gebäude verfällt und die Natur erobert das Gelände zurück.
Die Logik des Fort XI, als abgeschotteter Solitär, gilt dem Schutz der Bevölkerung 
im Verteidigungsfall. Zukünftig, so die Idee, sollte dieser als öffentlicher Raum 
für Begegnung und Austausch genutzt werden. Ziel war es, einen vielfältigen Ort 
zu schaffen, der durch eine Mischnutzung von Veranstaltungen, Gastronomie, 
Kooperation und Residency erneut belebt wird. Gerade die abgeschottete Lage 
des Geländes inmitten von Natur wurde als Qualität für lärmintensive Nutzungen 
im Außenbereich herausgestellt. Zusätzlich ließen die großzügigen Innenräume 
diverse Szenarien zu. Obwohl sich das Gebäude im fortgeschrittenen Verfalls-
stadium be昀椀ndet, wären erste Maßnahmen ohne große Investitionen durchaus 
vorstellbar; eine prozesshafte Entwicklungsstrategie bildete sich heraus. 
Zur Visualisierung des Konzepts verwandelte die Gruppe den groß昀氀ächigen 
Außenraum temporär in eine Open-Air-Location. Mittelfristig ließe sich dieses 
Konzept tragfähig ausbauen. Über eine Vermietung der Veranstaltungs昀氀äche 
im Außenraum wäre ein wirtschaftlich agierendes Konstrukt abbildbar. Die 
Sanierung könnte parallel schrittweise erfolgen, die Einnahmen durch partielle 
Vermietungen würden in die weitere Instandsetzung 昀氀ießen. Ein Wohnmodell 
ergänzte das Nutzungsspektrum um eine wesentliche Komponente der Präsenz 
am Ort und der niederschwelligen, kontinuierlichen P昀氀ege des Innen- und 
Außenbereichs.
Verortung siehe Karte Seite 36 und 37 B.4 Fort XI

63 62
4.4 BRACHIALE 0
Hinter einem ALDI-Parkplatz in Dellbrück, umgrenzt von Bauzäunen, liegt eine 
zugewucherte Brach昀氀äche. Aufgrund eines sich seit Jahren ziehenden Geneh-
migungsverfahrens ist die Zukunft des Baugrunds ungewiss. Relikte aus der 
Vergangenheit des Ortes sind immer noch allgegenwärtig: aus seinen Anfängen 
als Gummifabrik sowie einer Siedlung für Zwangsarbeitende während des  
Zweiten Weltkriegs, als auch aus seiner jüngerer Vergangenheit als Abenteuer-
spielplatz der Kindern aus der Nachbarschaft.
Aus der Vielschichtigkeit des Ortes entstand das Konzept eines wandernden 
Kultur-Festivals, das ungenutzte Stadträume temporär bespielt und als Orte des 
kulturellen Austausches zwischennutzt - ausgehend von den örtlichen Ressour-
cen und Gegebenheiten. Ein Autowrack verwandelte sich in ein Archiv, in dem 
Fotogra昀椀en vorgefundener Graf昀椀tis ausgestellt wurden. Eine alte Badewanne 
wurde zum Ausstellungssockel, alte Bauzäune zu einer Pop-Up-Galerie mit 
Bar umfunktioniert. Weithin sichtbar erinnerte ein aus Fundstücken gebauter 
Schornstein an die Historie des Ortes und zog gleichzeitig visuelle Aufmerksam-
keit auf sich. Mit der „Brachiale 0“ wurde nicht nur Raum für Festivals geschaffen, 
sondern vor allem ein Format, das die Potenziale von brachliegenden Flächen 
und somit die gesellschaftspolitische Relevanz von Boden als wertvolles Gut in 
den Fokus rückt.
Verortung siehe Karte Seite 36 und 37 E.3 Radiumwerke

65 64
Mona Gennies
Patin Summer School, Montag Stiftung Urbane Räume
"DIE SUMMER SCHOOL HAT  
WIEDER EINMAL GEZEIGT,  
WIE KLEINE INTERVENTIONEN 
DEN BLICK AUF SCHEINBAR  
ALLTÄGLICHE UND SEIT JAHREN 
ETABLIERTE SITUATIONEN  
VERÄNDERN KÖNNEN."

67 66
NEUE  
WERKZEUGE  
 
CONNECTING 
THE CITY
Die Workshops und Diskussionen mit den beteiligten Akteur*innen haben 
die Vorteile einer stets aktuellen Potenzialraumanalyse klar benannt: 
„Die Suche nach Raumpotenzialen fordert Menschen dazu auf, sich mit 
ihrem Lebensumfeld auseinanderzusetzen und ermächtigt sie, es aktiv 
mitzugestalten: Als Wahrnehmende, Suchende nach Möglichkeiten oder als 
Ideengeber*innen (...). Potenziale zu erkennen kann eine Inspiration sein, 
die man als Identi昀椀kation verinnerlicht, als Wunsch formuliert oder durch 
die man sich selbst zum Handeln veranlasst sieht“ (Quartier^4 – Impulse für 
eine bedürfnisgerechte Quartiersgestaltung, S. 342).
Akteur*innenge昀氀echt
5. 
Gleichzeitig hatte sich jedoch gezeigt, dass diese, aus nachvollziehbaren Grün-
den, nicht einzig über ehrenamtliches Engagement geleistet werden kann. Eine 
Institutionalisierung der Aufgaben und Durchführung als Service allein durch 
städtische Hand ist kapazitär derzeit nicht leistbar. Bei einer zentralen Umsetzung 
über, beispielsweise, das Kulturraummanagement würde die lokale Expertise, 
die sich als ausschlaggebender Faktor in der Arbeit dieser Forschungskoope-
ration erwiesen hat, außerdem in den Hintergrund rücken. Es sollte demnach 
als eine gemeinschaftliche Aufgabe von den beteiligten Akteur*innen gedacht 
werden. Anstelle der Überfrachtung eines einzelnen Formats wird das Angebot 
in der Breite angelegt. Über die Vernetzung einzelner, lokaler Kompetenzen 
und das Verteilen von Teilaufgaben auf viele Partner*innen soll die individuelle 
Belastung gering gehalten und zugleich der kooperative Prozess mit den 
Akteur*innen gefördert werden.

69 68
5.1 RAUMAGENTUR
Dezentrale Anlaufstellen, sogenannte Raumagenturen (angelehnt an das bereits 
in der Summer School erprobte Format, s. S. 46) könnten in den Stadtteilen 
installiert werden. Dort würden die Raumangebote und Raumgesuche in einer 
Datenbank zusammengetragen werden. Sie stünden exemplarisch für kulturtrei-
bende Akteur*innen, die aufgrund ihrer eigenen Arbeit gut in der Nachbarschaft 
vernetzt sind und sich aktiv für die Gestaltung ihres Viertels einsetzen. Diese 
Attribute würden sie zur Rolle als Filterinstanz zwischen Kulturproduzent*innen 
aus der Suche nach Räumlichkeiten und dem KRM befähigen.
Angesichts der Tatsache, dass annähernd die Hälfte aller im Korridor identi-
昀椀zierten Potenzialräume „klein“ eingestufte Gewerbeeinheiten darstellen, die 
sich folglich ohne nennenswerten Aufwand vielseitig umnutzen ließen, wurde 
davon ausgegangen, dass der Anmietprozess bilateral, zwischen Vermieter*in 
und Interessent*in, erfolgen könnte. Hierbei müsste, je nach Lage, die Frage 
der 昀椀nanziellen Förderung zu einem späteren Zeitpunkt in die Überlegungen 
mit einbezogen werden. In der Vorbereitung dafür kämen die Raumagenturen 
ins Spiel. Mit ihrem lokalen Wissen wären sie in der Lage, Kontakt über Vermie-
ter*innen in Erfahrung zu bringen oder Suchenden beratend zur Seite zu stehen. 
Vorhandenes Sozialkapital würde auf diese Weise ressourcenschonend zur  
Verfügung gestellt werden und zusätzlich das Gefüge innerhalb des Viertels 
stärken. Potenzialräume, die sich aufgrund ihrer Größe bzw. genehmigungs-
technischer Komponenten nicht unmittelbar umnutzen ließen, würden von den 
Raumagenturen hingegen zur Betreuung an das KRM weitergeleitet werden.
Erfolgreich vermittelte Kulturproduzent*innen würden sich künftig ihrerseits  
verp昀氀ichten, als Raumagent*innen aktiv zu werden. Als Pro昀椀teur*innen des 
Systems würden sie mit ihren Erfahrungen einen wichtigen Beitrag zu dessen 
Fortbestand leisten. Es wurde zudem angenommen, dass darüber bei den 
Akteur*innen vermehrt Anknüpfungspunkte untereinander entstehen würden, 
woraus sich potenzielle Synergieeffekte ableiten ließen und sich somit einen 
Mehrwert zur Entwicklung kultureller Angebote ergäbe.
Kulturproduzent*innen* und alle diejenigen Bürger*innen, 
egal ob im kulturellen Bereich tätig oder nicht, die um Raum-
potenziale wissen, diese aktiv suchen oder zufällig entdecken.
Schematischer Aufbau der Raumagentur

71 70
5.2 MONITORING
In einem weiteren Workshop mit Vertreter*innen aller Akteur*innengruppen  
sollte das Prinzip lokal agierender Raumagenturen auf seine Praxistauglichkeit 
überprüft werden 
(s. S. 72, 73). Der Runde Tisch Holweide, als ein im Korridor 
tätiger Akteur, nahm dabei prototypisch die Rolle der Raumagentur ein.
Zur Entwicklung einer lebendigen Kulturlandschaft sind Information und Ver-
netzung wichtige Faktoren. Über ein zusätzliches digitales Tool könnten Kultur-
produzent*innen sich auf niederschwelligem Weg über Angebote informieren, 
aber auch über das Aufspüren von Leerständen aktiv mitgestalten. Diese Dualität 
von digitalen und analogen Angeboten würde einen vielseitigen Zugang zur 
Teilhabe und Identi昀椀kation im Viertel ermöglichen.
Im Workshop zeigte sich, dass es im Weiteren einer Aushandlung der konkreten 
Tätigkeitsbeschreibung der Raumagenturen und deren Verhältnis zum KRM 
bedarf. Auf deren Basis ließe sich anschließend die Frage der Entlohnung für 
die zu erbringenden Leistungen diskutieren. Auch gilt es zu klären, welches 
Gremium die Raumagenturen benennen würde.
Der Runde Tisch Holweide* ist ein loser  
Zusammenschluss von interessierten  
Bewohner*innen, die sich für die Entwicklung  
des Stadtteils und die Förderung von  
soziokulturellen Angeboten einsetzen.
Bild oben: Vertreter des Runden Tisch Holweide, Willi Vögeli und Horst Kriebeler
Bild unten: v.l.n.r. David Morsi, Jan Neumann, Yasemin Utku, Margrit Miebach, Meryem Erkus

73 72
Innerhalb des Workshops wurden verschiedene Fälle und Situationen, die sich 
bei der Vermittlung von Potenzialräumen ergeben können, beispielhaft durch-
gespielt. Im Rahmen eines entwickelten Rollenspiels wurde die Wirksamkeit und 
Funktionsweise der Raumagentur, deren Verortung, Kompetenzausstattung und 
Akteur*inneneinbindung ausgelotet.
Beispielhafte Darstellungen des Akteur*innenge昀氀echts und mögliche Vorgehensweise
RAUMAGENTUR
KULTUR- 
PRODUZENT*IN
WENDET SICH AN DAS
KULTURRAUMMANAGEMENT
KULTURRAUM-
MANAGEMENT
ENDE 1
ENDE 1
EIGENTÜMER*IN
WENDET SICH AN DIE
RAUMAGENTUR
VERWEIS
T A
UF DIE
RA
UMAGENTUR
... FINDET EIGENSTÄNDIG EINEN
KLTURSCHAFFENDEN MIT RAUMBEDARF
... ERKUNDIGT SICH NACH
KULTURPRODUZENT*INNEN MIT RAUMBEDARF
... FINDET GEEIGNETE
KULTURPRODUZENT*INNEN FÜR EINE NUTZUNG
... STELLT IHR OBJEKT
ZUR VERFÜGUNG
Rollenspiel, Namensschilder + Rollenbeschreibungen / Spielkarten während des Workshops

75 74
6. RESÜMEE
Der dreiphasige Aufbau des Projektes „Potenzialräume für kulturelle 
Aktivitäten in Köln“ hat sich nicht nur rückblickend, sondern auch während 
der Bearbeitung als hilfreich und sinnvoll erwiesen. So war es möglich, im 
Projektverlauf Anpassungen an zentrale Fragestellungen vorzunehmen. 
Eine wesentliche Annahme war zu Beginn des Projektes, dass es eine Art 
städtische Einrichtung braucht, die Räume für mögliche kulturelle Aktivi-
täten koordiniert. Unklar war jedoch, um welche Räume es überhaupt geht, 
wie diese Einrichtung aussehen und gesteuert werden könnte und wer 
daran zu beteiligen wäre. 
Eine zentrale Schlussfolgerung aus dem Projekt bezieht sich auf mögliche 
und/oder erforderliche Organisationsstrukturen. Es zeichnete sich schon im 
Projektverlauf ab, dass es eine dezentrale Struktur für die Sichtbarmachung und 
Vermittlung von Potenzialräumen für kulturelle Nutzungen braucht, die in den 
Stadtteilen verankert ist und auf lokale Netzwerke und Kontakte zurückgreifen 
kann. Die Vernetzung Kulturproduzent*innenr, das „Connecting“, ist notwendig 
für die Kommunikation und den Austausch zu Räumen und Bedarfen.  
 
Hinzu kommt, dass eine Objektivierung der Räume sowie der Nutzungs-
möglichkeiten und Bedarfe für ganz Köln kaum möglich ist und Angebote mit 
ihren Optionen vielfach einem subjektiven Emp昀椀nden unterliegen. Bereits 
bestehende Strukturen, wie beispielsweise Runde Tische, Stadtteilinitiativen oder 
die Sozialraumkoordinationsstellen können in den Stadtteilen und Stadtbezirken 
als Plattform und Raumagentur genutzt werden. Gerade ungenutzte kleinere 
Einheiten wie Ladenlokale oder kleine Werkstätten könnten auf kurzem Wege 
neuen Nutzungen zugeführt werden.  
Übertragbarkeit des Raumagentur-Modells auf ganz Köln
Das Raumagentur-Modell
Die Grundlagenerarbeitung mit dem „mappen“ eines beispielhaften Stadt-
raums, also der Kartierung und „Registrierung“ von möglichen Potenzialorten 
für kulturelle Nutzungen in der ersten Projektphase war wichtig, um einen 
Überblick in das Spektrum möglicher Räume zu erlangen. Gleichzeitig wurde 
aber auch deutlich, dass eine Au昀氀istung von Räumen, deren Möglichkeiten und 
Rahmenbedingungen, ohne eine begleitende Kommunikation und Vernetzung 
von Akteur*innen zu einer gewaltigen Menge an Daten führen und einen hohen 
P昀氀ege- und Aktualisierungsaufwand nach sich ziehen würde. Gerade in einer 
Stadt wie Köln mit neun Stadtbezirken und über 80 Stadtteilen scheint es kaum 
möglich, einen dauerhaft aktuellen Stand der möglichen Potenzialorte für 
kulturelle Nutzungen sicherzustellen.

77 76
Pilotprojekte können aktivierend wirken, Impulse geben und die öffentliche 
Hand kann bei Bedarf unterstützen. Jeder Stadtteil kann mit seiner Raumagentur 
eigene Methoden und Verfahren für die Sichtbarmachung und Vermittlung von 
Kulturräumen entwickeln. Das städtische Kulturraummanagement fungiert als 
Ansprechpartner*in für stadtweite Fragestellungen sowie einzelne Vorhaben und 
ist Teil des Netzwerks der Raumagenturen. 
Eine weitere Erkenntnis aus dem Projekt bezieht sich auf die „Imaginierung“ 
von möglichen Potenzialorten. Es hat sich gezeigt, dass die explorative Feld-
forschung eine entscheidende Grundlage für die Potenzialraumanalyse und 
damit für die „Entdeckung“ von Räumen für kulturelle Aktivitäten darstellt. Eine 
experimentelle Erprobung kann Optionen und Grenzen der Nutzungen aufzei-
gen, Mitwirkung und Akzeptanz in der Nachbarschaft erzeugen und schließlich 
zu einer transparenten Ermöglichungskultur für kulturelle Aktivitäten in Köln 
beitragen. 
Dies hat auch das Projekt mitsamt der intensiven Einbindung zahlreicher 
Akteur*innen aus der Kulturszene Köln nachgewiesen. Die offene und unvor-
eingenommene Mitwirkung von Kulturproduzent*innen in allen Phasen des 
Projektes, die Impulse und schließlich auch die kritische und konstruktive  
Re昀氀exion der Potenzialraumanalyse haben maßgeblich zum Ergebnis des 
Projektes beigetragen. Danke dafür.
„EINE EXPERIMENTELLE  
ERPROBUNG KANN  
OPTIONEN UND GRENZEN  
DER NUTZUNGEN AUFZEIGEN,  
MITWIRKUNG UND AKZEPTANZ 
IN DER NACHBARSCHAFT  
ERZEUGEN UND SCHLIESSLICH 
ZU EINER TRANSPARENTEN  
ERMÖGLICHUNGSKULTUR  
FÜR KULTURELLE AKTIVITÄTEN 
IN KÖLN BEITRAGEN.“
Prof. Yasemin Utku
Professorin für Städtebau, TH Köln Fakultät für Architektur

79 78
7. IMPRESSUM
Mapping the City
Hochschulsemester TH Köln Fakultät für Architektur Sommer 2023 Bachelor
Leitung  
Jan-Philipp Neuer, Prof. Yasemin Utku
Studierende
  
Florian Nick Baumann, Tabea Eva Bender, Mark Bröring, Maya Dickhaus, Noris Milla Ermers,  
Egzona Grguri, Florian Hoelzer, Natalia Kaczmarczyk, Angela Kirch, Maja Kiskemper, Malik Knies, 
Silas Nathanael Kolb,  Alina Olk, Tim Schleppegrell, Niklas Witt
Geladene Gäste aus der Kulturszene Köln
Meryem Erkus (KulturNetzKöln e.V.), Friederike Graben (BBK), 
David Nil Morsi & Benjamin Thele (Kulturraummanagement), Paulina Rduch (KLUBKOMM e.V.), 
Stefan Sturm (Quartiersmanagement Gladbach & Westend)
Imagine the City
Summer School August 2023 Studierende aller Hochschulen Kölns
Leitung  
Studio Quack (Pauli Muszi, Jan-Philipp Neuer & Thomas Quack)
Pat*innen
Leonard von Brenndorf (noplace - Minha Galera), Leila Cheraghi (CO³ cologne contemporary concept), 
Mona Gennies (Montag Stiftung Urbane Räume), Konstanin Hehl (tunstadtmachen),  
David Nil Morsi (Kulturraummanagement)
Urbane Stadttour  
Boris Sieverts (Büro für Städtereisen)
Geladene Vorträge
Constantin Alexander (Obsolete Stadt), Jan Neumann (Amt für Stadtentwicklung und Statistik), 
Jutta Pöstgen (Kunsthaus Kat18 Köln)
Studierende
Nima Alamolhoda, Monika Dietrich, Linda Grafers, Mona Hesselmann, Paula Hox, Leonie Paul, Katharina 
Pfeil, Johanna Schwärzler, Hannes Soballa, Verena Thimme
Geladene Gäste aus der Kulturszene Köln
Meryem Erkus (KulturNetzKöln e.V.), Friederike Graben (BBK),  Jens Ponke (KLUBKOMM e.V.), 
Paulina Rduch (KLUBKOMM e.V.)
Assistenz  
Felix Beuter, Clara Charlotte Grothkopp
Chef de Cuisine  
Yüksel Demirci 
Logistische Unterstützung  
David Nil Morsi & Benjamin Thele (Kulturraummanagement), Markus Schorn 
Spontane Aufbauhilfe  
Philipp Geuenich
Connecting the City
Hochschulsemester TH Köln Fakultät für Architektur Sommer 2023 Master
Leitung
Jan-Philipp Neuer, Thomas Quack, Prof. Yasemin Utku
Studierende
Fela Philomena Bancken, Celia Segovia Barnert, Saliha Burçin Bozkurt, Jo Carmine Chirchietti,  
David Dauth, Feza Eren, Clara Charlotte Grothkopp, Kevser Gündogdu, Emanuel Hater, Lina Kasper, 
Daniela Martz, Finn Nelleßen, Olivia Lucy Maria Oelsen, Jonas Fridolin Radeke, Sascha Röhren,  
Carlotta Sandmann, Till Sebastian Sammetinger 
Geladene Gäste aus der Kulturszene Köln
Heike Ander (Art Initiative Cologne), Meryem Erkus, Margrit Miebach, David Nil Morsi & Benjamin Thele 
(Kulturraummanagement), Jan Neumann (Amt für Stadtentwicklung und Statistik), Willi Vögeli &  
Horst Kriebeler (Runder Tisch Holweide)
Bildnachweise
Felix Beuter: 
S. 25, S. 26, S. 27, S. 28, S. 29
T Hollweck
S. 48, S. 54, S. 57, S. 59, S. 61, S. 65
Pauli Muszi 
S. 71, S. 73
Larissa Schaffrath
S. 33
Hannes Soballa
S. 9, S. 81

Ein Projekt der TH Köln Fakultät für Architektur 
und des Kulturraummanagements 
in Zusammenarbeit mit Studio Quack 
Konzeption des Gesamtprojekts
David Nil Morsi, Jan-Philipp Neuer, Benjamin Thele, Prof. Yasemin Utku 
 
Kulturraummanagement der Stadt Köln 
David Nil Morsi & Benjamin Thele
TH Köln Fakultät für Architektur
Jan-Philipp Neuer (WMA), Thomas Quack (LB), Prof. Yasemin Utku
Redaktion
Clara Charlotte Grothkopp, Pauli Muszi, Jan-Philipp Neuer, Thomas Quack
Texte
Clara Charlotte Grothkopp, David Nil Morsi, Pauli Muszi, Jan-Philipp Neuer, Thomas Quack,  
Benjamin Thele, Prof. Yasemin Utku
Studierende des B.A. Seminar 2022/23, Studierende des M.A. Seminar 23/24, 
Teilnehmende der  
Summer School August 2023
Gra昀椀k
Felix Beuter, Pauli Muszi, Thomas Quack
Bildbearbeitung
Felix Beuter, Pauli Muszi
llustrationen
Thomas Quack
© 2024 TH Köln Fakultät für Architektur, Kulturraummanagment der Stadt Köln, 
Studio Quack, Autor*innen & Fotograf*innen

Mitteilung Ausschuss

6119 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/VII/5 
 
Vorlagen-Nummer 02.09.2024 
 2306/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 17.09.2024 
 
Sachstandsbericht Kulturraummanagement (KRM) - 04/2024 
Sachstandsbericht Kulturraummanagement / KRM - 03/2024 
Im Rahmen der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur am 28.11.2023 wurde da-
rum gebeten, zukünftig, sowohl einen mündlichen, als auch schriftlichen Statusbericht 
der Projekte darzustellen, die vom Kulturraummanagement (im Folgenden KRM) be-
gleitet werden.  
 
Zukünftig werden jeweils nur die Änderungen gegenüber dem letzten Bericht darge-
stellt.  
 
 
Projekte: 
 
1. Open Air Kultur  
Die Beschlussvorlage 1024/2024 wurde zusammen mit dem Konzept zwischenzeitlich 
fertig gestellt und in der Sitzung des Ausschusses für Kunst und Kultur am 30.04.2024 
beschlossen.  
Seither konnte eine neue Kollegin gewonnen werden, die sich dezidiert mit dem Aufbau 
eines Beratungsangebotes beschäftigt. Überdies konnte ein regelmäßiger ämterüber-
greifender Jour fixe zur Klärung von Fragestellungen zu konkreten Open Air Veranstal-
tungen initiiert werden.  
Neben der Implementierung der wiederkehrenden Aufgaben wird weiter aktiv an der 
Erschließung neuer Open Air Flächen gearbeitet. Für 2025 wird bereits jetzt unter an-
deren an der Erschließung der Freifläche vor dem Fort XI gearbeitet.  
Ende Juli 2024 konnte die neue Open Air Fläche auf dem Osthof der Hallen Kalk eröff-
net werden. Für den Herbst 2024 plant das KRM zwei größere Runden mit Szene und 
Verwaltung, um das bisher Geschehene zu rekapitulieren und die Strategie für 2025 ff. 
anzupassen. Für die Open Air Saison 2025 kann dann von Beginn an das neue Bewer-
bungsverfahren angewendet werden.       
 
2. ZAMUS

2 
 
Parallel zu den Verhandlungen um die Anmietung und den Umbau des jetzigen Stan-
dortes in der Rheinlandhalle, hat das KRM insgesamt 17 mögliche Alternativstando rte 
mit dem ZAMUS geprüft, von denen zwei in die engere Auswahl gekommen sind. Der-
zeit untersucht das KRM tiefergehend die Rahmenbedingungen für eine Erschließung 
dieser Standorte. Unabhängig davon wird geprüft, inwieweit sich neue Möglichkeiten 
auf dem Markt ergeben.  
Aktuell wird daher ein weiterer Standort in Ehrenfeld in die Prüfung einbezogen. 
 
3. Ideeninkubator  
Viele Immobilien sind von Leerständen und/oder Zwischenphasen des Leerstands be-
troffen und bieten damit Möglichkeiten für temporäre Nutzungen. D iese „Möglichkeits-
fenster“ werden in Köln bis dato nur selten genutzt, obwohl es für alle beteiligten Par-
teien große Potenziale bietet.  
Daher plant das KRM für den 02.10.2024 die Durchführung eines sog. Ideeninkubators 
für Investor*innen und Projektentwickler*innen. Hierfür kooperiert das KRM mit Transit-
räume als Netzwerk für temporäre Immobilien-Konzepte bundesweit. Die Veranstaltung 
wird gemeinsam mit KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH und dem Kölner Kul-
turrat e.V. realisiert.  
Durch einen unentgeltlichen Input von PricewaterhouseCoopers GmbH /  PwC, 
Sustainability Assurance (Polina Kokotov), und Referenzprojekten aus anderen Städten 
sollen diese Potenziale für Eigentüm er*innen und Entwickler*innen aufgezeigt und 
Leerstände aktiviert werden. 
 
 
Bauvorhaben:  
 
1. Delmenhorster Str. 20 
Derzeit werden letzte Feinarbeiten am Gebäude durchgeführt. Ende Juli hat das KRM 
in Zusammenarbeit mit dem künftigen Untermieter „Quartier am Hafen“ Besichtigungen 
durchgeführt, die auf eine große Resonanz gestoßen sind. Über 100 Künstler*innen 
besichtigten die neuen Räumlichkeiten. Bis zum 05.08.2024 lief die aktuelle Bewer-
bungsfrist – die übersandten Bewerbungsunterlagen werden aktuell geprüft. Derzeit ist 
eine zweite Bewerbungsphase bis zum 09.09.2024 geplant sowie ein weiterer Besich-
tigungstermin. 
Es ist geplant, im September 2024 mit dem sukzessiven Bezug des Gebäudes zu be-
ginnen.   
 
 
Sonstige Sachstände: 
 
Kooperation mit der Technischen Hochschule Köln (TH Köln) 
Bei vielen Themen hat sich das Kulturraummanagement zur Aufgabe gemacht, einen 
experimentellen Zugang zu entwickeln, um Projekte im Reallabor zu erforschen und 
hierbei Rückschlüsse auf den langfristigen Umgang mit dem Thema zu ziehen.  
Beispielweise zeigen die vielseitigen Anforderungen an eine Potenzialraumanalyse und 
die Komplexität der Transformation von Leerständen in Kulturräumen deutlich, dass es 
hierfür keine direkt übertragbaren Blaupausen gibt. Der stetige interkommunale A us-
tausch bestätigt dies und hat das Kulturraummanagement noch einmal darin bestärkt,

3 
 
dieses Thema mit den Mitteln eines Reallabors näher zu beleuchten. Gleichzeitig ist 
das Kulturraummanagement überzeugt, dass die Implementierung von Kunst und Kul-
tur in die Stadtentwicklung nicht alleine gelöst werden kann, sondern grundsätzlich von 
Kooperationen mit anderen Partner*innen abhängig ist.  
Unter dem Titel „Potenzialräume für kulturelle Aktivitäten in Köln – Mapping the City“ 
entstand bereits im Sommer 2023 ein e erste Kooperation mit der TH Köln und Prof.in 
Yasemin Utku. Eine konstante Potenzialraumanalyse für kulturelle Nutzungen ist ein 
Novum für die Stadt Köln, hier gibt es selbst in anderen Kommunen bis dato nur verein-
zelt gute Erfahrungswerte oder gut funktionierende Konzepte. 
 
Was sind eigentlich Potenzialräume? Wo befinden sich diese in Köln? Wie können sie 
identifiziert, kartiert, imaginiert und schlussendlich an Akteur*innen vermittelt werden? 
Welche Räume und welche Typologien suchen wir? Wie sieht ein sinnvolles und effizi-
entes Vermittlungstool für Potenzialräume aus? Wie kommen wir grundsätzlich von der 
Identifikation eines Raums dazu, dass Künstler*innen dort die kulturelle Nutzung auf-
nehmen kann?  
Um uns hier an das Thema anzunähern und Antworten zu finden, wurde mit der Fakultät 
für Architektur der TH Köln eine gute Partnerin gefunden. In der weiteren Forschungs-
kooperation sollten diese Fragen exemplarisch angegangen, mit externer interkommu-
naler Expertise versehen und anschließend immer wieder auch mit Akteur*innen aus 
der Freien Szene rückgekoppelt werden. 
 
Gez. Charles 
 
Anlage

Beratungsverlauf (1)

17.09.2024 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2306/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
02.09.2024
Erstellt
25.07.2024 10:10