V/0340/2006
Errichtung eines Lösch- und Brauchwassersystems auf der ZDM II
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Beschlussvorlage
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V/0340/2006 DER OBERBÜRGERMEISTER Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Betrifft Errichtung eines Lösch- und Brauchwassersystems auf der ZDM II Beratungsfolge 18.05.2006 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster errichten ein Lösch- und Brauchwassersystem auf der Zent- raldeponie Münster II. Für die Errichtung der Anlage wird zusätzlich ein ca. 700 m² großes Grund- stück erworben. Kosten/Folgekosten Die geschätzten Baukosten betragen ca. 475.000,00 EURO. Die Grundstückskosten betragen rd. 22.000 EURO. Finanzierung/Mittelbereitstellung Wirtschaftsplan 2006 der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Begründung: Aufgrund der zwischenzeitlich im Bereich der ZDM II angesiedelten Anlagen/ Gewerbebetriebe ist die vorhandene Wasserversorgung insbesondere die vorh. Löschwasserversorgung zu überarbei- ten und anzupassen. Es wurde sich mit der Feuerwehr Münster darauf verständigt, den erforderli- chen Grundschutz (192 m³/2h) über ein separates Brauchwassernetz sicherzustellen. Daher ist es geplant, auf dem Gelände der ZDM II ein separates Brauchwassernetz aufzubauen und die Lei- tung dauerhaft unter Druck zu setzen. In Abstimmung mit der Feuerwehr Münster wurde hierzu ein Konzept erarbeitet und den abfallpoli- tischen Sprechern der Ratsfraktionen am 26. Oktober 2006 vorgestellt. Mit Schreiben vom 17.01.2006 wurden sowohl die Baugenehmigung als auch die Wasser- rechtliche Erlaubnis für die Errichtung eines Lösch- und Brauchwassersystems auf der ZDM II bei Vorlagen-Nr.: V/0340/2006 Auskunft erteilt: Herr Brügmann Ruf: 60 52 51 E-Mail: Bruegmann@awm.stadt-muenster.de Datum: 02.05.2006 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0340/2006 der Stadt Münster beantragt. Mit Datum 13.04.2006 und 27.04.2006 wurden die entsprechenden Genehmigungen erteilt. Die Genehmigungsplanung sieht u.a. die Errichtung eines Speicherbehälters in Form eines Hoch- behälters auf einer Grünfläche außerhalb des planfes tgestellten Betriebsgeländes in unmittelbarer Nähe zum Eingangsbereich der ZDM II vor. Um das System dauerhaft funktionsfähig zu halten, ist eine regelmäßige Wasserentnahme erfor- derlich. Daher ist es geplant, sowohl die Biomüllvergärungsanlage der Stadtwerke Münster als auch die Kompostierungsanlage (Bewässerung der Kompostmieten) der AWM an dieses Netz an- zuschließen. Das Lösch- und Brauchwasser soll dem Emsableiter/Ablauf Hauptkläranlage ent- nommen werden. Gleichzeitig soll Drainagewasser aus dem Bereich der Deponie dem Brauch- wassersystem/Speicherbehälterbehälter zugeführt und genutzt werden. Beschreibung der Baumaßnahme Der Speicherbehälter hat einen Durchmesser von rd. 12,00 m und eine Höhe von rd. 5,00 m. Das Nutzvolumen beträgt ca. 500 m³: Löschwasser: 200 m³ (permanente Mindestmenge) Brauchwasser: 200 m³ (Biomüllvergärungsanlage, Kompostierungsanlage) Rückhaltung: 100 m³ (Dränagewasser) Es werden pro Jahr bis zu 68.000 m³ Brauchwasser benötigt. Die benötigte Brauchwassermenge bis zu 68.000 m³/a wird über den Emsableiter und das Dränagewasser abgedeckt: Entnahme Emsableiter: ca. 62.000 m³/a Zufluss Dränagewasser: ca. 6.000 m³/a Für die Beschickung des Hochbehälters mit Wasser aus dem Emsableiter wird ein Pumpenschacht (DN 2000) errichtet und über eine Freigefälleleitung (DN 400) mit dem Emsableiter verbunden. Der Einlauf der Freigefälleleitung wird in den Tiefpunkt der Gewässersohle eingebettet und mit einem Gefälle von ca. 1,0 % zum Schacht geführt. Der Pumpenschacht wird mit 2 Pumpen (2 x 30 m³/h) in Nassaufstellung ausgerüstet. Die beiden Pumpen werden wechselweise betrieben, so dass die Förderleistung aus dem Emsableiter 30 m³/h (8,3 l/s) nicht übersteigt. Für die Beschickung des Speicherbehälters mit Dränagewasser wird eine zusätzliche Druckrohrlei- tung zwischen dem vorh. Dränagewasserpumpwer k und dem geplanten Speicherbehälter verlegt. Die Leitung wird mit einem Schieber versehen, so dass es jederzeit möglich ist, dieses Wasser wieder der Kläranlage zuführen zu können. Die Entnahme des Lösch- und Brauchwassers bzw. die Beschickung der geplanten Brauchwasser- leitung erfolgt über ein seitlich angebautes Pumpenhaus. In diesem Pumpenhaus sind 3 Trocken- aufgestellte Druckpumpen (3 x 50 m³/h) untergebracht. Kostenschätzung Die Kostenschätzung zum Zeitpunkt der Konzepterstellung ist von einer Brutto-Bausumme von max. 520.000,00 EURO ausgegangen. Durch Umplanungen während der Genehmigungsplanung (Verringerung des Speichervolumens um ca. 100 m³, Errichtung eines Stahlhochbehälters statt eines Betonerdbeckens) wird nunmehr mit einer Brutto-Bausumme von rd. 475.000,00 EURO ge- rechnet. Die Stadtwerke Münster werden sich vorbehaltlich einer einvernehmlichen Regelung über die künf- tigen Betriebskosten (Stromkosten für die Pumpen, Unterhaltung und Wartung des Speicherbehäl- ters etc.) mit rd. 70.000,00 EURO an den Planungs- und Baukosten beteiligen. - 3 - V/0340/2006 Da sowohl der Speicherbehälter als auch das Pumpenhaus und der Pumpenschacht außerhalb des planfestgestellten Geländes errichtet werden müssen (vgl. Lageplan), sind zusätzliche Kosten für Grundstückserwerb einzuplanen. Bei einer geschätzten Flächengröße von ca. 700 m² und ei- nem Betrag von 30,68 €/m² ist mit Grundstückskosten von rd. 22.000,00 EURO zu rechnen. Sämtliche erforderlichen Mittel sind im Wirtschaftsplan der AWM eingeplant. Durch die Errichtung und den Betrieb des Lösch- und Brauchwassersystems können die AWM Kosten für Frischwasser (Bewässerung der Kompostmieten) und für die Entsorgung des Dränage- wassers in Höhe von zusammen 12.000,00 €/a einsparen. Vergabe der Baumaßnahme Es ist geplant, die Baumaßnahmen in der letzten Sitzung des Werksausschusses vor der Som- merpause am 14.06.2006 zu vergeben. Um Kostenvorteile nutzen zu können, werden mit der Ver- gabe der Baumaßnahmen für das Lösch- und Brauchwassersystems auch notwendige Unterhal- tungsmaßnahmen wie die Erweiterung des Werkstattgebäudes auf der ZDM II und die Sanierung einer Teilfläche des angrenzenden Recyclinghofes vergeben. Für diese Unterhaltungsmaßnahmen wurden Mittel in Höhe von 145.000,00 EURO (Erweiterung Werkstatt: 70.000,00 EURO, Sanierung Recyclinghof: 75.000,00 EURO) im Wirtschaftsplan veranschlagt. I.V. Joksch Stadtbaurat
Anlage
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Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0340/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 02.05.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37