1425/2018
Konzept des "Väter in Köln e.V."
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Väter-in-Köln-Konzept-2018
65463 Zeichen
- 1 - Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - Väter in Köln e.V. – Vater sein. Da sein. Konzept Arbeit mit Vätern ist Teil der Familienbildung. Wir verstehen sie als proaktiv, präventiv, inklusiv, systemisch und gleichstellungsorientiert. Wir holen Väter in das „Boot“ der Familienbildung und informieren sie über Angebote für sie in Köln, um sie zu stärken und auf die Herausforderungen des Familienalltags vorzubereiten – damit es erst gar nicht zu Problemen kommt. Wir betrachten uns nicht als Konkurrenz zu anderen Angeboten, sondern als Ergänzung. Wir richten uns an Väter, für die fürsorgliches Handeln ein selbstverständlicher Bestandteil ihrer Männlichkeit darstellt bzw. darstellen sollte. Denn wir wissen, wie wichtig die Partnerschaftlichkeit von Müttern und Vätern für das Wohl von Kindern ist und welche Bedeutung sie im Sinne der Gleichstellung von Frauen und Männern hat. Gute Väter erziehen ihre Kinder gewaltfrei, vermitteln wichtige soziale Werte, stärken ihre Töchter und bringen ihren Söhnen bei, zu ihren eigenen Gefühlen und Schwächen zu stehen. „Vater sein. Da sein.“ drückt im doppelten Sinne prägnant aus, worum es uns geht: Ein guter Vater ist für seine Kinder da. Die Vaterschaft an sich prägt sein gesamtes Leben - das „Dasein“. Väter in Köln e.V. wurde im Januar 2010 mit beratender Unterstützung durch die Kölner Freiwilligenagentur gegründet. Die Initiative dazu ging von Mitgliedern des „Männer-Väter-Forum Köln“ aus, einem Netzwerk von Männer- und Väter – Expert*innen verschiedener Professionen (Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Theologie, Familienbildung und Öffentlichkeitsarbeit), die sich seit langer Zeit regelmäßig im Sozialpädagogischen Institut (SPI) der Fachhochschule Köln treffen und sich fachlich über die Entwicklung der Jungen- und Väterarbeit, Männlichkeitsforschung und Geschlechterforschung in Theorie und Praxis austauschen. Die Motivation, die uns auch heute noch leitet, ist die Erkenntnis, dass in Köln bereits bestehende Angebote für engagierte Väter für diese teilweise schwer aufzufinden sind, dass es zielführender ist, sie vor allem über digitale Medien zu erreichen, dass Väter ein offenes, verlässliches Vätercafé als Treffpunkt benötigen, der unterschiedliche Altersgruppen sowohl der Väter als auch der Kinder zusammenbringt. Dieser dient als vertrauensvolle Basis dazu, Informationen an sie weiterzugeben und von ihnen selbst erfahren, welche Probleme, Bedarfe und Wünsche sie haben. Viele unserer Projekte sind durch in anderen Regionen Deutschlands bereits erfolgreich bestehende Angebote angeregt (insbesondere durch das Väterzentrum Berlin) oder werden von nach dem Prinzip „Bedarfe erkennen, Chance nutzen, Ideen umsetzen.“ Viele Erkenntnisse ergeben sich während des Machens – im Sinne eines „work in progress“. Väter in Köln e.V. besitzt bislang keine eigene Einrichtung, weder einen hauptamtlichen Geschäftsführer noch festangestellte Mitarbeiter. Die reine Vorstandsarbeit wird ehrenamtlich geleistet. Unsere Bürokosten tragen wir selbst. Für die jeweiligen Projekte bzw. Angebote werden freiberufliche Honorarkräfte bezahlt - wenn Mittel vorhanden sind. Teilweise werden diese Honorarkräfte, wie z.B. das Vätercafé, von Ehrenamtlern unterstützt. Ein eigenes "Väterzentrum" - so wie in Berlin seit zehn Jahren vorhanden - existiert als solches momentan rein "virtuell" bzw. "ideell", das heißt: Wir sind auf Räumlichkeiten von Vernetzungspartnern angewiesen, die uns diese stellen oder eine kleine Miete erhalten. Nach einer kleinen Initialförderung der Bethe-Stiftung im Jahr 2010 förderte die Rheinenergie Stiftung Familie drei Jahre lang das Projekt „papamotion – Väter in Bewegung“. Dies ermöglichte uns - auch über die Kooperation und Vernetzung mit anderen Trägern (z.B. KiTas) - den Aufbau verschiedener Angebote, die zum Teil noch heute noch erfolgreich existieren, durch neue ergänzt wurden. - 2 - Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - 2014 bis 2016 förderte das Landesjugendamt NRW das Modellprojekt „juPa.pa – junge Papas packen es!“, das „frühe“ Väter (adoleszente) Väter im Fokus hatte, zu dem Väter in Köln zwei gut besuchte Fachtagungen im LVR-Horionhaus durchführte. Dieses Projekt konnte wegen finanzieller Mittel nicht fortgeführt werden. Andere unserer Angebote (wie das Vätercafé, s.u.) konnten und können zum Teil durch das ehrenamtliche Engagement von Vätern weiterhin angeboten werden. Auch das ist – neben vielem anderen Erfahrungen – eine wichtige Erkenntnis im Hinblick auf die Wechselwirkung von Wertschätzung und Wertschöpfung aktiver Väter. Auch andere Träger, die einmal mit der Väterarbeit begonnen haben, bestätigen uns dies. Wenn Väter spezifisch angesprochen werden, man ihnen Orte und Ressourcen zur Verfügung stellt, selbst etwas Geduld mitbringt bzw. langen Atem beweist, dann können sie nachhaltig aktiviert werden. Das heißt auch, dass Väter nicht nur das Potenzial haben, sich selbst zu organisieren, sondern auch die Power, um sich für andere einzubringen (z.B. in KiTas, in der Schule, in der Stadtteilarbeit oder bei Veranstaltungen), um wiederum auch soziale Fachkräfte zu entlasten. Vater-Kind-Café Wir bieten Vätern einen Ort. Unser Vätercafé und weitere Angebote können seit über sieben Jahren jeden Samstagvormittag im Familienraum des Katholischen Familienzentrums Ehrenfeld, OT St. Anna, stattfinden, den sich der Verein anderen Angebote teilt. Für den Raum zahlen wir eine geringe Miete. Zu jedem Treffen kommen ca. zehn Väter mit ihren Kindern im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren, und zwar jeweils eine Mischung, die zur Hälfte aus „Stammgästen“ und zur anderen Hälfte aus wechselnden und neuen Besuchern besteht. Der Familienraum ist während der Woche mit über 20 anderen Angeboten (wie z.B. Krabbel-Gruppen) leider belegt und für uns nur abends und am Wochenende verfügbar. Als Treffpunkt ist das Vätercafé gut im Stadtteil Köln-Neuehrenfeld verankert. Auch Väter aus anderen Stadtteilen kommen hierher, nicht zuletzt deswegen, weil es stadtweit keinen weiteren uns bekanntes „Vätercafé“ gibt. Der offene niederschwellige Charakter spricht alle Väter an, die gemeinsam mit ihren Kindern im Alter von ca. 6 Monaten bis 6 Jahren wertvolle Zeit unternehmen und mit anderen Vätern ins Gespräch kommen möchten. Im Vätercafé steht die Möglichkeit der Kommunikation unter Vätern in einer angenehmen Atmosphäre im Vordergrund. Dabei wird zusammen an einem großen Tisch zum Selbstkostenpreis gefrühstückt. Für die Kinder ist das gemeinsame Erlebnis mit Essen immer wieder aufs Neue ein Highlight. Das unterschiedliche Alter der Kinder ist für Väter besonders attraktiv: Väter von Babys profitieren von den Erfahrungen der Väter von Kindern in der Trotzphase oder in der Schuleingangsphase. Wichtigste Botschaft: „Gelassen bleiben, ich habe das auch überlebt. Du schaffst das schon.“ Der anwesende Leiter/Gastgeber moderiert die Vorstellungs- und Themenrunde und dient eher beiläufig als Ansprechpartner (z.B. bei den Themen Einschlafprobleme, Vereinbarkeit, Förderung der kindlichen Entwicklung etc.). Wichtig ist hierbei die Lotsenfunktion. Er gibt fundierte Hinweise z.B. zu Erziehungs- oder Paarberatungsstellen und verweist auf die Funktion anderer Institutionen wie das Jugendamt. Entsprechende Informationsmaterialien liegen im Vätercafé aus. Die Teilnehmer können ihre Kinder in einer sicheren und kindergerechten Umgebung im Café-Raum mit vielen Spielmöglichkeiten ihre eigenen „Entdeckungen“ machen lassen. Vater-Kind-Interaktionen verlaufen hier ruhig und gelassen, so dass Väter – auch das beiläufig – wertvolle deeskalierende Konfliktlösungs- Strategien beobachten. Saisonal bedingt werden unterschiedliche Aktionen angeboten: Malen, gemeinsames Plätzchen- oder Waffelbacken, Eierfärben, Kinderschminken oder Vogelhäuser bauen… Diese informelle Form des Lernens beim Treffen von Vätern und Kindern im Vätercafé bietet gute Chancen, die Väter für vertiefende Informationsveranstaltungen oder gezielte Lern- und Bildungsmöglichkeiten z.B. in außerhalb der Vätergruppe anzusprechen, zu motivieren und zu gewinnen. Somit ist das Vätercafé auch als Ausgangspunkt für Väterarbeit zu verstehen. - 3 - Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - Der Familienraum im Vätercafé lässt sich im Frühjahr/Sommer durch einen direkt nebenan gelegenen Spielplatz erweitern, der sich durch eine Außentür sicher erreichen lässt, wodurch die Attraktivität des Ortes gesteigert wird. Die Väter kommen aus verschiedenen Lebenslagen, befinden sich in Lebenspartnerschaft, sind verheiratet, alleinerziehend, getrennterziehend, arbeiten in Teilzeit oder sind arbeitsuchend. Auch Stief- und Pflegeväter und Väter mit Behinderung befanden/befinden sich unter den Gästen. Viele von ihnen sind oft „Zugezogene“, die aus beruflichen Gründen nach Köln gegangen sind. Ihre eigenen Eltern leben weit entfernt, so dass sie als Ansprechpartner und Betreuungspersonen ausfallen. Teilweise haben sich bereits Freundschaften zwischen den Teilnehmern gebildet. Das Vätercafé findet an bis zu 40 Wochenenden im Jahr statt. Zu den Treffen mit jeweils rund zehn Vätern kommen bis zu 16 Kinder. So können jährlich ca. 400 Väterkontakte gemacht werden. In der entsprechenden Mailingliste zum Vätercafé befinden sich 131 Väter. Über ein Jahr hinweg wurde darüber hinaus alle 14 Tage im SKM-Familienhaus Ossendorf ein Vater-Kind-Spieltreff angeboten. Vätercafé „Schäl Sick“ (in Planung) Da in der Millionenstadt Köln nicht nur auf der linken Rheinseite Väter leben und die Anfahrtswege teilweise recht weit und lang sind, äußerten einige Väter den Wunsch, ein entsprechendes Angebot auch auf der rechten Rheinseite umzusetzen. Wir befinden uns momentan auf der Suche nach einem geeigneten Ort und Kooperationspartnerdort. Erstes Treffen im Freien fanden bereits statt. Gespräche werden bereits geführt. Weitere Hinweise sind erwünscht. Elternzeit-Vätergruppe „Daddys“ Wir bieten Vätern in Elternzeit neue Vernetzungsmöglichkeiten. Elternzeitväter, die länger in Elternzeit gehen, sind hochgradig mobil und hochmotiviert, Neues zu entdecken und auszuprobieren. In der Elternzeit-Vätergruppe Daddys, die - einmalig in NRW – sind über Mailingliste und WhatsApp momentan 65 Väter miteinander vernetzt. Die Väter verabreden sich in verschiedenen Konstellationen an unterschiedlichen Orten in Köln, sei es zum Vater-Kind-Treff in der evangelischen Familienbildungsstätte am Kartäuserwall (FBS), in diversen (kommerziellen) Familiencafés, im Lindenthaler Tierpark, im Zoo, am Rheinufer oder im Kalker Naturfreundehaus zum gemeinsamen Musizieren oder zum „Krabbeltheater“ für Kleinkinder im Horizont-Theater am Thürmchenswall. Nicht dass sie nicht auch an „Elternstart“-Angeboten oder Krabbelgruppen allgemein teilnehmen (wollen), sie suchen aber gezielt auch den Austausch unter Vätern, auch wenn sie dann letztlich die gleichen Themen wie Mütter besprechen. Es geht ihnen dabei darum, sich nicht als Minderheit in einer Gruppe von Müttern beobachtet oder bewertet zu fühlen. Dies geschieht vielleicht gar nicht, aber die Väter sind sich da nicht immer so sicher… Eine Herausforderung besteht darin, die Fluktuation in der Gruppe – die Elternzeit geht ja auch zu Ende - dadurch aufzufangen, dass „Neuzugänge“ immer auch persönlich begrüßt und motiviert werden sowie den Teilnehmern immer wieder informative Inputs mit weiterführenden Informationen und Anregungen zu geben. Über die WhatsApp-Gruppe werden auch hilfreiche und weiterführende Informationen unserseits eingebracht. Auch zu Möglichkeiten, mit den Kindern andere Angebote wahrzunehmen, wenn sie älter sind – nach dem Motto: Die Elternzeit endet, das Vatersein nicht. Vätergruppe PapaPalaver/Talking Dads Wir bringen Väter zum Reden. Die alle 14 Tage stattfindende Gesprächsgruppe PapaPalaver bringt berufstätige Väter aus allen Lebenslagen zusammen, die sich auch ohne Kinder in aller Ruhe untereinander über ihre Sorgen in der Familie austauschen. - 4 - Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - Hier geht es in erster Linie um das konstruktive Gespräch unter Männern mit Familien in belastenden Situationen, sei es Arbeitslosigkeit, Paarkonflikte, Erziehung, Schulprobleme des Kindes, Krankheit, Behinderung usw. Der Kreis wird als Schutzraum empfunden. Öffentlichkeitsarbeit Rollenwandel benötigt Öffentlichkeitarbeit. Wir „warten“ nicht auf die Väter. Unsere Öffentlichkeitarbeit geht von den Prämissen aus, dass Männer/Väter über „plakative“ Signale besonders gut angesprochen werden können. Über Leitbilder darf nicht nur geschrieben oder gesprochen werden. Sie müssen sichtbar werden. Daher arbeiten wir mit plakativen Farben, mit Fotos und Filmen. Vor allem werdende, „frisch gebackene“ und junge Väter informieren sich gerne im Internet, vernetzen sich über Social Media und Messenger-Dienste. Zu ihnen kann darüber auch weiterhin gut Kontakt gehalten werden (gilt auch für Mütter). Väterarbeit sollte generell digitale Kommunikationsmittel nutzen, hier gibt es aber des Öfteren Berührungsängste bei Fachkräften – ohne das als Bewertung zu verstehen, denn es ist auch nicht ihre ursächliche Aufgabe. Übrigens erachten wir die Diskussion über evtl. Datenmissbrauch als widersprüchlich und, soll hier nicht näher beleuchtet werden. Dass wir die Regeln des aktuell gültigen Datenschutzes einhalten, versteht sich von selbst. Im Sinne einer Bewerbung bzw. Vermarktung eines neuen Angebotes und zur Vernetzung mit Teilnehmenden sind digitale Medien ohnehin nicht mehr wegzudenken. Väter lediglich über „Mundpropaganda“ und Flyer erreichen zu wollen, ist hingegen schwierig. Im Feld des Austauschs über familiale Ressourcen sind sie zum Großteil ungeübt. Vor allem Vätern kleiner Kinder lassen sich gut über die KiTas ansprechen. Dort verteilen wir Flyer für neue Angebote. „Digitale Niedrigschwelligkeit“ Mit unseren E-Mail- Newslettern (momentan etwa vier Mal im Jahr), über Mailinglisten und WhatsApp-Gruppen versorgen wir Väter, Mütter sowie Fachkräfte/Multiplikator*innen mit aktuellen Informationen zu Angeboten zur Väterarbeit. Dies möchten wir gerne regelmäßiger und in höherer Frequenz anbieten. Momentan haben 352 Abonnent*innen den Newsletter abonniert. In unsere verschiedenen Mailinglisten können sich Väter online selber leicht eintragen. In der Liste zum Vätercafé befinden sich zurzeit 131 Väter. Die WhatsApp-Gruppe für ein neues und damit erstes Vätercafé auf der rechten Kölner Rheinseite („Vätercafé Schäl Sick“) hat momentan bereits 30 Mitglieder. Über die Mailingliste „Daddys“ halten wir permanent Kontakt zu durchschnittlich 65 Elternzeit-Vätern, die sich länger als zwei Monate in Elternzeit befinden (dazu unten mehr). Auch und gerade, weil die digitalen Kommunikationsmedien schneller und damit einfacher wirken, müssen sie sorgfältig betreut und die Beiträge darin kontrolliert und moderiert werden. Kölner „Väterportal“ im Internet Väter in Köln e.V. setzt von Beginn an die eigene Homepage www.koelnervaeter.de auch als Online- Portal ein, das mit Links und Kurzbeschreibungen möglichst auf alle anderen väteraffinen Angebote und Beratungsstellen anderer Kölner Anbieter hinweist und verlinkt – seien es Erziehungs-, Familienbildungs-, Beratungs- oder Freizeitangebote. Seien sie katholisch, evangelisch, muslimisch oder städtisch. Auch das ist ein Angebot, dass so in Köln einzigartig ist. Väter in Köln e.V. möchte damit Vätern nicht nur Informationen aus einer Hand bieten, sondern ihnen auch Mut machen, diese Angebote aktiv wahrzunehmen. Das Väterportal soll visuell attraktiver gestaltet, muss bekannter gemacht und permanent aktualisiert werden. Ablauf: Die Anbieter/Träger mailen uns ihre Texte und Fotos zu, für das Väterportal werden sie evtl. überarbeitet und eingepflegt. Und so profitieren alle davon, ohne sich gegenseitig „Konkurrenz“ zu machen. „Vatertag der Vielfalt“ Wir signalisieren Vätern, dass sie mit Ihrer Fürsorglichkeit gebraucht werden. Daher zählen wir zur Öffentlichkeitarbeit für eine aktive Vaterrolle auch den „Vatertag der Vielfalt“, einem Fest, das sich - 5 - Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - dieses Jahr zum 4. Mal am „Vatertag“ (Christi Himmelfahrt) an Väter und Kinder richtet. Hierüber werden jedes Mal an einem Tag bis zu 300 Väter erreicht. Diese Veranstaltung ist einzigartig im Rheinland, wenn nicht gar in ganz Nordrhein-Westfalen. Sie wird mit bezirklichen Mitteln unterstützt und in Kooperation mit anderen Vereinen durchgeführt. Die Idee dazu entwickelte sich Rahmen des ersten von der Rheinenergie Stiftung Familie geförderten Projekts „papamotion“. Das interkulturelle Fest findet am im Mai gelegenen Feiertag „Christi Himmelfahrt“ statt, der landläufig „Vatertag“ genannt wird. Dieser Feiertag ist leider immer wieder mit unschönen Bildern dominanter Männlichkeit - angetrunkene kinderferner Männergruppen - verbunden. Wir setzen dem ein positives Signal für gutes Vatersein und friedliches interkulturelles Miteinander entgegen. Auf dem großen und wunderschönen Spielplatz Glasstraße in Köln-Ehrenfeld veranstalten wir ein buntes Fest für alle Väter und Kinder - und das ohne Alkohol. Für mehrere Stunden erfahren Väter jeglicher Herkunft, wie man mit Kindern Spaß haben und sich mit ihnen sinnvoll beschäftigen kann. Absicht ist dabei auch, den "neuen Vätern", die aktiv und engagiert bei der Familienarbeit mitwirken und wenn möglich Elternzeit nehmen, öffentliche Wertschätzung zukommen zu lassen und sie darin zu bestärken, familiär "am Ball" zu bleiben. Und dafür zu sorgen, dass Bilder und Eindrücke eines lebendigen Miteinanders in der Öffentlichkeit entstehen, um nachhaltige positive Effekte zu erzielen. Der Unterschied zu klassischen Kinderfesten: Bei uns werden die Väter aktiv animiert, inspiriert und integriert, sie treten gegen ihre Kinder in spielerischen Wettbewerben an, sie können gemeinsam malen, basteln, muszieren und sich natürlich über das Vatersein in Köln informieren. Und es kommt der „Gleichstellungs-Kasperl“ mit dem Stück „Der Teilzeit-König“. Dieser „Vatertag der Vielfalt“ wurde bereits 2012, 2013 und 2014 durchgeführt. Auch für den 10. Mai 2018 ist wieder viel Action geplant: der Kölner Spielezirkus kommt, Show-Event Terbrüggen ist mit einer Bausteine- und Maisbausteine-Bastelstation und dem "kleinen Drachen Kokosnuss" dabei, die Polizei ist angefragt, mit dem Jugendfreizeitwerk wird getöpfert, mit dem „Kölner Appell gegen Rassismus e.V.“ gemalt, der „Väterclub“ des „Begegnungs-und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. (BFmF)“ informiert über seine Arbeit, das Bürgerzentrum Ehrenfeld BüZe über seine Angebote und der interkulturelle Chor "Musaïq", bestehend aus 15 Nationalitäten, singt für und mit den Vätern und Kindern. Die Zeitung KÄNGURU übernimmt die Medienpatenschaft. Die Bezirksvertretung Ehrenfeld, die DEVK und die Sparda-Bank West unterstützen das Fest. Es ist die derzeit einzige derartige Veranstaltung im Rheinland. Lediglich der Evangelische Kirchenkreis Unna veranstaltet ein größeres „Vater-Kind-Festival“ mit ca. 700 Vätern und ihren Kindern. Vater-Kind-Wochenenden Jedes Jahr unternehmen wir mindestens ein Zelt-Wochenende mit Vätern und Kindern die sich hauptsächlich im Alter ab 6 Jahren befinden. Mal ist es trocken, mal nass, mal heiß, mal kalt, aber immer aufregend. Höhepunkte sind: Zelten unter freiem Himmel, Spielen im Freien, Lagerfeuer mit Stockbrot, Grillen, Wasserschlachten im Fluss und viel Spaß. Jedes Mal gibt es ein außergewöhnliches Thema, das über den Klassiker „Indianerlager“ hinausgeht: zum Beispiel: „Weltraum-Camp“ mit Raketenbau oder „Detektiv-Camp“ mit Spurensuche. Warum ist das Vater-Kind- Zelten mehr als „nur“ ein Freizeit-Angebot? Auch dies ist ein Bildungsangebot im Sinne von „Learning by doing“: Väter unter sich erleben sich anders als im Alltag bzw. sie erleben sich überhaupt zum ersten Mal außerhalb einer Konkurrenzsituation. Sie erfahren sich als "gleichgestellt", trotz unterschiedlicher Einkommenshöhe und Hierarchie-Ebene. Auf einem Zeltplatz ist es für jeden gleich heiß, nass, windig oder kalt. Dies mindert den alltäglichen Konkurrenzdruck unter Männern und lässt sie andere Väter als potenzielle Ansprechpartner und „Ansprechpartner in der Not“ wahrnehmen. Sie lernen andere Väter erkennen, die anders als sie mit - 6 - Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - ähnlichen Herausforderungen durch ihre Kinder umgehen. Sie relativieren so ihre Perspektive auf eigene scheinbar festgeschriebene Verhaltensnormen und Reaktionsmuster. Zudem gibt es zwei Reflexionsrunden unter Vätern, bei denen der individuelle Alltag als Vater und Erziehungspartner („Trotz“, „Pubertät“…) thematisiert wird. Dass das Zeltlager sich an einem Fluss befindet, dass es ein Lagerfeuer gibt und dass improvisiert werden muss, verstärkt den vermeintlichen Abenteuer- Effekt. Hier können Väter ihren Kindern zeigen, wie man mit "Gefahren" umgeht, mit der Dunkelheit, mit unheimlichen Geräuschen, mit Feuer... und vielem mehr. Am ersten Tag des Wochenendes wird immer im Team vegan gekocht. Generell hat jeder Vater Spüldienst und/oder muss andere Aufgaben übernehmen. So wird nebenher haushaltsnahes Teamwork eingeübt. Zum Abschluss gibt es ein besonderes Ritual: Jeder Teilnehmende, gleich ob Kind oder Erwachsener, wird mit einem Papp -„Orden“ geehrt. Die Gruppe begründet dies mit einer positiven Eigenschaft oder einer kooperativen Verhaltensweise, die der jeweilige Teilnehmende an den Tag gelegt hat. Die Väter fühlen: diese Erlebnisse - auch und gerade wenn sie nur einmal im Jahr stattfinden - sind einzigartig. Und ihre Kinder berichten davon lange. Vater-Kind-Wochenenden werden immer von zwei Leitern geleitet und sind kostenpflichtig, bei Bedarf wird der Preis für Geringverdiener um die Hälfte reduziert. Wir sind nicht der einzige Träger, die Vater-Kind-Wochenenden durchführen, das ist uns bewusst. Wir glauben im Gegenteil, dass es noch viel mehr Angebote sein könnten, dass auch hier der fachliche Austausch notwendig ist, und entsprechende „Väter-Teamer“ bzw. „Väter-Trainer“ in Köln qualifiziert werden sollten (ähnlich, wie es bei der Vater-Kind-Agentur NRW der Evangelischen Familienbildung der Männerarbeit der Landeskirchen von Westfalen u. Rheinland schon lange der Fall ist). Erstberatung Unsere psychosoziale Erstberatung wird Vätern unter vier Augen dezentral und in flexibler Absprache mit ihnen auch abends angeboten. Sie wird von einem Pädagogen, einem Soz.-Arbeiter und einem Psychotherapeuten neben ihrem Hauptberuf durchgeführt. Sie dient in erster Linie dazu, hilflose und verzweifelte Väter aufzufangen, die den Weg zu den vorhandenen hilfreichen Angeboten nicht finden oder denen droht, an unprofessionelle Angebote Dritter zu geraten, die sie in einen „Geschlechterkrieg“ bzw. sinnlosen Rechtsstreit treiben möchten. Die erfahrenen Berater geben einen einmaligen professionellen Input, der die Väter dazu motiviert, eine eigenverantwortliche und psychische - keine rechtliche - Strategie entwickeln, bevor sie sich in einer sie selbst, das Kind und die Mutter gefährdenden Konfliktspirale verstricken. Sie werden grundsätzlich dazu aufgefordert, Angebote Dritter zu nutzen (Männer SKM und Väter-Beratung Esperanza, Anti-Gewalt-Arbeit, Vater- Kind-Kur oder Psychotherapie…). So gab es bislang auch einen Fall, bei dem ein gewaltausübender Vater dazu aufgefordert wurde, sich Hilfe direkt beim Jugendamt zu suchen, sonst hätte ihn der Berater gemeldet. Coaching-Gruppe „VäterWege“ Unsere Coaching-Gruppe, die den Namen "VäterWege" trägt, lehnt sich eng an das vom „Väterzentrum Berlin e.V.“ entwickelte Konzept „Vom Kind getrennt – stark und verantwortlich“ an. Das Angebot geht über eine Selbsthilfegruppe hinaus und erreicht vor allem Väter in konflikthaften Trennungslagen, wobei es einem strukturierten, deeskalierenden Konzept folgt, das sich über zehn Abendtermine erstreckt. Hierbei geht es darum, verantwortliche, angemessene und kooperative Strategien für den Umgang mit allen am Trennungsprozess Beteiligten zu erarbeiten: mit (Ex-) Partnerin, Kind, Jugendamt, Anwalt und Gericht. Hochkonflikthafte Trennungen sollen im besten Fall vermieden bzw. deeskaliert werden. Themen sind der „Unterschied Paarebene – Elternebene“, das eigenes Vaterverständnis, Ziele für einen neuen Lebensabschnitt, das Kontakthalten zum Kind, das Erkennen eigener - 7 - Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - Konfliktlösungsstrategien, das Kennenlernen von alternativen Lebensmodellen, das Elternsein zu managen. Dabei werden Methoden der gewaltfreien Kommunikation, Rollenspiele und die sogenannte kollegiale Fallberatung (RT Reflecting Team) angewandt. Väter geben einander Rückmeldung zu ihren Erfahrungen und eröffnen einander neue Blickwinkel. Reflexion verhindert Aggression. Entspannungsübungen tragen zu einem guten Klima bei. Gerne stellen wir das genaue Konzept auf Nachfrage vor. Ein Angebot des Programms „Kinder im Blick“ ist beabsichtigt. Jungen / Geflüchtete Aus Jungen werden Männer und können Väter werden. Daher ist auch Arbeit mit Jungen eine Form der Väterarbeit. Zudem: 90 Prozent der Geflüchteten sind männlich, die meisten von ihnen alleinstehend und ohne Familienangehörige. Viele geflüchtete Jugendliche haben belastende – wenn nicht gar traumatisierende – Erfahrungen in ihren Herkunftsländern und/oder auf der Flucht gemacht. Die Folgen können Ängste, Verunsicherung und/oder Aggression und (in Ausnahmen) sexualisierte Gewalt gegen Frauen sein. Hier setzen wir das Projekt „WAM! Wertevermittlung und Aufklärung für junge geflüchtete Männer bis 27 Jahre“ in Kooperation mit div. Schulen durch. Es wurde gefördert von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. Leider sind die Mittel zu knapp, um ein langfristiges Angebot vorzuhalten. Auch hier gibt es Bedarf. Vorbereitung für werdende Väter Nachdem wir in der Vergangenheit unregelmäßig Väterrunden im Rahmen von Paarkursen zur Geburtsvorbereitung geleitet haben, glauben wir, dass es einen Bedarf nach einem Angebot, dass sich auf werdende Väter konzentriert. Diese sollen in einem „Crashkurs“ nach einem neuen Konzept die Herausforderungen ihrer zukünftigen Rolle wie kindliche Bedürfnisse, Erziehung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie – reflektieren. Fach- und Vernetzungstreffen, Fortbildungen Wir verbreiten Fachwissen: Väter anzusprechen und einzubinden kann für Kindertagesstätten, die Familienbildung, für die Stadtteil-Arbeit, für Schulen, für die städtische Verwaltung und für Unternehmen langfristig gewinnbringend sein. Engagierte Väter in KiTas und Schulen organisieren sich gerne selbst, reparieren und renovieren, kochen mit Kindern, veranstalten Feste, grillen und basteln. Engagierte Väter in Stadtteilen aktivieren andere Männer/Väter, mindern durch ihre Präsenz Gewalt und Vandalismus, pflegen Grünflächen und Spielplätze. Sie motivieren ihre Kinder, stärken ihren Bildungserfolg und sind gute Vorbilder. Wir konzipieren Fach – und Vernetzungstreffen, Väter-Info- und Aktivierungs-Abende oder Vater- Kind-Aktivitäten in KiTas, Team-Fortbildungen - bis hin zu Fachtagungen und Qualifizierungsmaßnahmen. Über bislang vier Fach- und Vernetzungstreffen und von uns zwei durchgeführte Fortbildungen haben wir zum Thema „Arbeit mit Vätern mit und ohne Migrationshintergrund“ (u.a. im Bürgerzentrum Ehrenfeld, BüZe) jeweils bis zu 30 Fachkräfte vernetzt, informiert und inspiriert. Daraus sind Kooperationen bzw. Verbindungen hervorgegangen, die heute noch tragen. Zurzeit bestehen Austausch oder Kooperationen mit dem Katholischen Familienzentrum Ehrenfeld, dem Kath. Familienzentrum Rheinbogen, dem Familienzentrum Brunnenkinder e.V., dem „Väterclub“ des Begegnungs-und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen (BFmF e.V.), der mit uns an jedem Vatertag der Vielfalt kooperiert, und der KoelnKita Takustraße. Erzieher*innen der KölnKitas haben zudem auch an einer Fortbildung teilgenommen. Väterfreundliche öffentliche und private Organisationen und Betriebe, die männlichen Mitarbeitern die Inanspruchnahme von Elternzeit, Homeoffice und/oder Teilzeit erleichtern, bieten attraktive - 8 - Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - Argumente für qualifizierte Fachkräfte beiderlei Geschlechts. Sie wirken aktiv an der Verbesserung der Gleichstellung von Männern und Frauen und sorgen für mehr Familienfreundlichkeit in Köln. Es ist nicht unbedingt notwendig, dass Fachkräfte, die mit Vätern arbeiten, selber männlich sind oder Väter sind, es erleichtert aber den Zugang zu Vätern. Väter ohne pädagogische Grundausbildung, aber mit väterspezifischen Wissen können als Referenten bzw. „Vater-Kind-Teamer“ bis hin zum „Väterpaten“ wirken (hier gibt es bereits viele Beispiele guter Praxis). Fachkräfte sollten vor allem eine wertschätzende und professionelle Haltung gegenüber Vätern besitzen. Dazu gehört auch die Reflexion des Vater-Erlebens in der eigenen Kindheit und der gesellschaftlichen Rollenbilder. Angedacht ist auch die Entwicklung einer zertifizierten Fortbildung in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie Hochschulen bzw. Wohlfahrtsorganisationen und KiTa-Trägern. (s.u.). Tagungen Auf der in einer Kooperation mit der Fachhochschule Köln und vom Bundesfamilienminsterium geförderten durchgeführten Fachtagung „Männer in Kitas – hereinholen, stärken, halten!“ konnten bereits im Jahr 2011 über 250 Fachkräfte aus ganz Deutschland erreicht werden. Eine neue Tagung zum Thema „Vater sein.“ ist für das nächste Jahr angedacht. Wir unterstützen Wissenschaft und Studierende, die auf der Suche nach Vätern in unterschiedlichen Lebenslagen, wie z.B. junge und Elternzeitväter, sind. Wir haben so u.a. die Universität Köln, Fachhochschule Dortmund und vielen weiteren geholfen. Dadurch konnten wichtige Studien und B.A. – und M.A.-Arbeiten bereichert werden. Vision: „Fachbüro Väterarbeit in Köln“, Viele von den vorgenannten Punkten finden momentan nur eingeschränkt statt und sind mit eingeschränkten Mitteln kaum befriedigend umzusetzen. Langfristiges Ziel ist es, die Professionalisierung durch Mitarbeiter und eigene Räume zu erreichen, mit denen wir gerne auch Untermieter bei einem anderen Träger sein könnten. Wir streben ein „Fachbüro Väterarbeit Köln“, das als Service- Informations- und Fortbildungs- und Organisationsbüro und Treffpunkt den Themen aktive Vaterschaft und Väterarbeit den aus unserer Sicht notwendigen Aufschwung in Köln verleiht. Bis dahin gilt: Nicht alles muss neu erfunden werden, Einiges gibt es schon, anderes leider noch nicht. Wir kooperieren und vernetzen uns aber gerne, da wir Väterarbeit ohnehin als gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe betrachten. Insbesondere Fachkräfte sollten vernetzt, fachlich stärker gestützt und entlastet werden. Aus all diesen Gründen besteht daher ein langfristiger Finanzierungsbedarf. Unser inspirierendes Vorbild ist das Väterzentrum Berlin e.V., mit dem wir in fachlichem Austausch (www.vaeterzentrum-berlin.de) stehen. Generell ist leider festzustellen, dass weder Bundesmittel noch nordrhein-westfälische Landesmittel für den neuen Aufbau einer dauerhaften, dezentralen Struktur präventiver und proaktiver Väterarbeit zur Verfügung stehen. Das Land NRW hat immerhin vor etwa 12 Jahren die Webseite www.vaeter.nrw veröffentlicht, auf der seitdem wertvolle aktuelle Informationen zum Thema Vatersein und Väterforschung zur Verfügung gestellt werden. Vor etwa drei Jahren wurde die Fachstelle Väterarbeit NRW eingerichtet, die lokale Werkstattgespräche zur Väterarbeit organisiert und Wissen zum Thema verbreitet. Es sei auch erwähnt, dass das Landesministerium für Familie NRW die Einrichtung von Schutzhäusern für Männer plant und eine Zentralstelle für die Belangung von zahlungssäumigen Trennungsvätern, beides intervenierenden, keine präventiven Maßnahmen. Doch Väterarbeit beginnt am besten so früh wie möglich. - 9 - Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - Weitere Informationen zur Arbeit mir Vätern – Was ist das? Man könnte fragen: Warum aus Vätern „eine neue Zielgruppe“ machen? Unter dem Titel „Familienbildung“ seien doch auch die Väter mitgedacht, so könnte man meinen. Warum sie überhaupt explizit benennen? Väterrolle heute Fürsorgliche und verantwortungsvolle Väter sind für die gedeihliche Entwicklung ihrer Kinder nachweislich von großer Bedeutung. Auch möchten sie laut vieler Studien (die erste: „Männer in Bewegung“ Volz / Zulehner, 2009) auch selber in der Familie zeitlich präsenter und aktiver sein und die Entwicklung ihrer Kinder begleiten und fördern. Sie sind mehr als je zuvor gefordert, ihren Kindern nicht nur eine verlässliche Zuwendung zu geben, sondern ihren Partnerinnen auch selbstbewusst und partnerschaftlich zur Seite zu stehen. Neben den drei Grundmotiven guter Väterlichkeit „Ernähren, Schützen und Fördern“ (Verlinden) sind nun die Kompetenzen „Pflegen, Aushandeln und Organisieren“ hinzugekommen. Diese Fähigkeiten galten lange Zeit als „typisch weiblich“ und werden von Vätern heute wie selbstverständlich erwartet. Ohne aber zu bedenken, dass Männer bei der „Reform“ des von ihnen verinnerlichten jahrzehntelang gültigen Geschlechterkonstruktion „Hegemoniale Männlichkeit“ im Sinne des Patriarchats sich nur selten an von ihnen selbst erlebten männlichen progressiven Vorbildern orientieren konnten oder können. Seit Jahrhunderten galt schwere körperliche Arbeit und gefährlicher Dienst als das zweifelhafte Privileg von Männern - inklusive gesetzlich verankerter Beschäftigungsverbote für Frauen. Dies sicherte zwar Männern einerseits die Macht in Wirtschaft, Politik und als Familienoberhaupt (s. früheres BGB) zu, andererseits bedingte dies auch die (oft notwendige) Unterdrückung der Gefühlswelt, ihre längere zeitliche Abwesenheit von Haushalt und Familie und ihre große gesundheitliche Belastung. Speziell in Deutschland hatten Väter in der Nachkriegszeit für viele Heranwachsende ihre Autorität als abwesende, strafende, verstorbene oder politisch belastete Väter verspielt oder verloren. Hinzu kommt: Einige Männer/Väter von heute waren in ihrer Kindheit selber von Gewalt, Missbrauch oder Trennung betroffen – und haben große Angst oder Schwierigkeiten, darüber zu sprechen. Auch heute noch werden Jungen oft einzig nach schlichten elterlichen Vorgabe erzogen, sie sollten - sinngemäß - „ihre Schmerzen unterdrücken“, „sich durchsetzen“, später „einmal eine Familie ernähren können“, vielleicht ergänzt mit der Warnung, „bloß ja nicht zu früh Vater zu werden“. Eine vielgestaltige Auseinandersetzung mit einer zukünftigen zeitgemäßen, empathischen Vaterrolle wurde und wird im Allgemeinen nach wie vor kaum angeregt. Die Rolle des Alleinverdieners und „Haushaltungsvorstandes“ ist jedoch obsolet. Der Prozess, Vater zu werden, scheint immer noch auf die kurze Zeit der Entbindung reduziert zu werden, dabei ist er eine lange transitorische Phase, die Mütter im Allgemeinen bewusster wahrnehmen. Diese mangelnde Vorbereitung auf eine moderne Partnerschaft kann Väter, ihren Partner*innen und ihren Kindern schaden. Eine rückschrittliche und schlecht ausgeprägte Vateridentität kann in einer Partnerschaft Missverständnisse, Verunsicherungen, Paarkonflikte, Gewalt und konflikthafte Trennungen verursachen. Väterliche Ressourcen sind jedoch bei jedem Jungen oder Mann und werdenden oder jungen Vater vorhanden und müss(ten) lediglich wertgeschätzt und gestärkt werden. Immer mehr von ihnen begeben sich auf die Suche nach Antworten, nach Anlaufstellen, Angeboten und Gleichgesinnten. Dieses „Empowerment“ von Vätern beabsichtigt die (vermeintlichen) Schwächen von Männern zu stärken. Väter wollen und sollen aktive Teamplayer im System Familie sein - weder „Chefs“ noch „Assistenten“. Unter diesen Voraussetzungen zielt Väterarbeit darauf ab, Männer darin zu stärken, ihr Lebens- und Beziehungsgefüge zum Kind und ihrer Partnerin/ihrem Partner empathisch und bewusst wahrzunehmen und ihre Präsenz in der Familie individuell und verantwortungsvoll zu gestalten. Dabei steht das Wohl des Kindes im Vordergrund, das nach entwicklungspsychologischen - 10 Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - Erkenntnissen das Bedürfnis nach einer stabilen, gewaltfreien, freudvollen und anregungsreichen Bindung zu Mutter und Vater hat. Väterarbeit ist die psychosoziale oder kognitive Arbeit mit Männern, die Vater werden oder die als Vater wirksam sind. Sie betrachtet Vaterschaft als einen lebenslangen Prozess, der beeinflusst wird von der eigenen Kindheit und Vater-Erfahrung, von gesellschaftlichen bzw. religiösen Idealen, der Entwicklung des Kindes, der Beziehung zur Mutter und aktuellen äußeren Einflüssen. Gleichstellung von Männern und Frauen Mutter zu werden und der oft damit verbundene längere (Teil-) Ausstieg aus der Berufstätigkeit gilt in Deutschland noch immer als wichtigster Einschnitt in die weibliche Erwerbsbiographie. Immer noch werden berufstätige Frauen mit der Geburt des ersten, erst recht mit dem eines zweiten Kindes - oft unreflektiert, oft ungewollt – zurück in die Rolle der Hausfrau oder Teilzeitmutter gedrängt. Grund ist die geschlechterspezifische Einkommensverteilung („Gender Pay Gap“), die ökonomisch den Mann darin bestärkt - ebenso unreflektiert, oft ungewollt - die Rolle des vollzeitarbeitenden „Mehr- oder Alleinverdieners“ zu übernehmen. Väter mit Kindern unter 13 Jahren arbeiten im Durchschnitt 42 Stunden, Mütter dagegen nur 24 Stunden. Nur jeder zehnte Mann (Frauen: jede zweite) arbeitet in Teilzeit, mit der Folge, dass er weniger Zeit für seine Kinder hat. Auch bei der Pflege kranker oder älterer Familienangehörigen sind Frauen nach wie vor stärker als Männer engagiert und reduzieren auch dafür ihre Arbeitszeit. Negative Folgen sind weniger Einkommen, Rente und eine starke Armutsbedrohung. Also hängt die Gleichstellung von Männern und Frauen davon ab, in welchem Maße es gelingt, Männer/Väter dafür stärker zu aktivieren, sich früher und nachhaltiger mit den Themen Erziehung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf auseinanderzusetzen, ihre Partnerinnen in Puncto Familienarbeit stärker zu entlasten. Gute Väterarbeit fördert die Gleichstellung von Männern und Frauen in ökonomischen, sozialen und psychologischen Zusammenhängen. Gleichstellungsorientierte Väterarbeit von heute sieht den „neuen Vater“ emanzipierter als in dem traditionellen Rollenbild, das gemeinhin mit dem Begriff Patriarchat“ gekennzeichnet ist. Sie lehnt die Zuschreibung der alleinigen ökonomischen, juristischen und physischen Machtposition an Männer zurück. Sie betrachtet das Rollenbild, in dem Männer ihre „weichen“ Wesensanteile abspalten und lediglich eine ökonomische Funktion erfüllen sollen, als nachteilig für ihre eigene Psyche und für eine gute Partnerschaftlichkeit. Sie hinterfragt auch die traditionell als „männlich“ gekennzeichnete Attribute wie „Heterosexualität“ als vermeintlich einzige Voraussetzung für gelingende Vaterschaft und fokussiert auf die verantwortliche Beziehung zum Kind und zur Partnerin/zum Partner. Bindungsforschung und Familienkonzepte im Wandel Die Bindungstheorie wurde ab etwa Mitte der 1940er Jahre in den USA entwickelt und sorgte u.a. Mitte der 1970er Jahre für die notwendige Reform vor allem der elternfernen stationären Heimunterbringung. Erst nach und nach entwickelte sich die „Jugendfürsorge“ zur Kinder- und Jugendhilfe mit ihren beratenden, familienentlastenden und präventiven Diensten von heute, bis hin zu den „Frühen Hilfen“. Das wachsende Wissen um die Bedürfnisse von Kindern galt dann lange Zeit in Deutschland als entwicklungspsychologische Begründung für die Betonung der Mutterrolle: Die Erkenntnis, das Kind bedürfe eine sichere Bindung zu mindestens einer Person, wurde dahingehend interpretiert, das Kind könne nur zu seiner Mutter eine sichere Bindung aufbauen. Vätern wurde zum Teil die Fähigkeit abgesprochen, eine Bindung zum Kind überhaupt entwickeln zu können oder auch nur zu wollen. Heute ist dagegen wissenschaftlich bewiesen, dass neben der Mutter-Kind-Bindung eine Vater-Kind-Bindung nicht nur möglich und wünschenswert ist, sondern das darüber hinaus sogar weitere Kind-Bindungen hilfreich sind – vorausgesetzt die kindlichen Bedürfnisse werden befriedigt. Das Kind macht dank mehrerer ihm zugewandter Erziehungs- und Bindungspersonen wertvolle sogenannte Differenzerfahrungen im Sinne von: „Die andere Person sorgt sich anders um mich und - 11 Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - agiert anders mit mir, sie erweitert meinen Blick auf die Welt und hilft mir bei der Loslösung und Verselbständigung.“ Ein möglicher Rückschluss daraus, damit solle in Abrede gestellt werden, eine alleinstehende Mutter oder Vater eine „Ein-Eltern-Familie“ oder eine gleichgeschlechtliche Elternschaft könne keine verantwortliche Beziehungsarbeit leisten, wäre falsch, wie die Forschung belegt. Jeder weitere erwachsene Mensch kann als Bindungsperson hilfreiche Differenzerfahrungen ermöglichen. Oder um es mit anderen bekannten Worten auszudrücken: „Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ Schädlich wäre für das Kind hingegen die Isolation (und andere das Wohl des Kindes schädigende Verhaltensweisen). Es steht fest: Die traditionelle Familienform des heterosexuellen, in einer häuslichen Gemeinschaft lebenden verheirateten Paares mit eigenen Kindern, ist heutzutage nicht mehr die einzig gültige. Vielmehr gilt heute in etwa: „Familie ist überall dort, wo Erwachsene sich gemeinsam um Kinder sorgen“ (gleich welches Geschlecht diese haben oder welche Sexualität sie leben). Eine Garantie für ein gelingendes, konfliktfreies Zusammenleben gibt es ohnehin bei keinem Lebensmodell, von daher nehmen Familienbildung und Jugendhilfe ohne ideologische Scheuklappen diese Vielfalt zu Recht im Sinne des Kindeswohls ressourcenorientiert in den Blick. Nichtsdestotrotz bevorzugen die meisten Menschen nach wie vor das oben genannte („bürgerliche“) Familienkonzept – sicherlich auch, weil es dank vieler (umstrittener, wie das Ehegatten-Splitting) ökonomischer Anreize am leichtesten zu realisieren ist. So leben 70 Prozent aller Kinder in Deutschland nach wie vor bei Mutter und Vater. Weitere 20 % Kinder leben bei Alleinerziehenden, wovon 91 % Mütter sind. Diese Zahlen liegen sind seit etwa zehn Jahren konstant. Seien es Veröffentlichungen und Tagungen des Deutschen Jugendinstituts, der BzgA oder des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen: Männer/Väter werden heutzutage als gleichwertige - nicht als bessere - Bindungspersonen wissenschaftlich ernst genommen und spielen gerade bei einem systemisch-therapeutischen Blick auf die Familie eine wichtige Rolle (Stichwort: „Vater-Mutter-Kind- Triade“) Väterarbeit bezieht alle Formen von Vaterschaft mit ein: soziale Väter, Stief-, Adoptiv- und Pflegeväter. Es geht ihr nicht darum, einen „Ersatzvater“ zu stellen, sondern darum, dabei zu helfen, eine positive Vater-Identität zu entwickeln und diese zu stärken. Väterarbeit ist interdisziplinär und kann und sollte in der Familien- und Erwachsenenbildung, in der Jugendhilfe, bei der Gleichstellungs- und Integrations-arbeit, in Medizin und Gesundheitswesen, in der Personalpolitik und in der Familien- und Wirtschaftspolitik eine Rolle spielen. Für alles das gibt es Beispiele. Elternzeit und die Auswirkungen Im Jahr 2007 ersetzte die Gesetzgebung auf Grund der Forderungen gleichstellungsorientierter Politik sowie Teilen der Wirtschaft den bis dahin geltenden Anspruch auf Erziehungsurlaub (!) und einheitlichem Erziehungsgeld, welche Mütter und Väter in ihren traditionellen Rollen eher festgehalten hatten, durch die Elternzeit mit einkommensabhängigem und damit höherem Elterngeld (Einführung in Schweden: 1974). Als geradezu „revolutionär“ galt damals die Einführung zweier zusätzlicher freiwilliger „Partnermonate“, die sich vornehmlich an Väter richteten. In der Öffentlichkeit wurden sie dementsprechend als „Papa-oder Vätermonate“ bezeichnet. Einige glaubten daraufhin irrigerweise, nur Väter dürften - und diese auch nur zwei Monate - Elternzeit nehmen. Daher wird dieser zusätzliche Anspruch heute offiziell als „Partnerschaftsbonus“ bezeichnet. Nach rund zehn Jahren Elterngeldgesetz ist festzustellen: Die Rollenbilder bzw. Geschlechterstereotype befinden sich (wieder) in einem rasanten Wandel. 34,2 Prozent aller Väter nehmen im Bundesdurchschnitt Elternzeit, was im Vergleich zu früheren Zeiten ein Riesenfortschritt ist. Neue Bewegung in das Thema „Väter und Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ hat die Einführung des „Elterngeld Plus“ ab 1. Juli 2015 gebracht. Es ermöglicht alternativ zum nun betitelten - 12 Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - „Basiselterngeld“ (12 Monate plus 2 Monate Partnerschaftsbonus) eine längere und bessere Kombination mit Teilzeitarbeit (24 Monate plus 4 Monate Partnerschaftsbonus). Insgesamt gibt es nicht mehr Elterngeld als bei der alten Regelung, es wird lediglich vorteilhaft gestreckt. Eine Allensbach-Studie belegt, dass das neue Elterngeld Plus bereits von einem Drittel aller Paare gewählt wird, Müttern den schnelleren Wiedereinstieg in den Beruf erleichtert und bei Vätern mehr Anreize schafft, länger teilweise aus dem Beruf zugunsten des Kindes auszusteigen. Andererseits ist der Anteil der Väter an der Elternzeit und in Teilzeit in Deutschland immer noch steigerungsfähig. Durchschnittlich gehen Väter zwar für 3,1 Monate in Elternzeit, Mütter mit 11,6 Monaten jedoch wesentlich länger. So empfiehlt u.a. die im Februar 2017 erschienene OECD-Studie "Dare to Share“ Deutschland „(…) mehr Väter zur Inanspruchnahme von Elternzeit zu ermutigen (…)“, damit der Wiedereinstieg berufstätiger Frauen nach der Geburt schneller gelingt. Die Inanspruchnahme von Elternzeit muss aber auch angeregt werden. Väter müssen nicht nur darin beraten werden, wie sie Anträge ausfüllen, sondern auch Angebote vorfinden, die die Elternzeit attraktiv macht. Elternzeit-Väter in Köln Im Stadtgebiet Köln nehmen immerhin 34,7 Prozent aller Väter Elternzeit (2016: 3.892). Diese Zahl liegt etwas höher als der Bundesdurchschnitt und es sind wesentlich mehr als in gesamt Nordrhein- Westfalen mit 26,8 Prozent. Und es sind auch mehr als in Düsseldorf mit 30,3 %, aber nicht so viele wie in Bonn (38,4 %) oder gar in Münster (42,7 %). Die Kölner Elternzeit-Väter liegen mit einer durchschnittlichen Bezugsdauer von 3,6 Monaten auch höher als der Bundesdurchschnitt. Die Kölner Väter bleiben immerhin 30 Prozent aller Elternzeit-Väter länger als die sogenannten obligatorischen zwei Partner-Monate zu Hause. Jährlich sind dies etwa 1.200 Väter. Das gesamte Land Nordrhein-Westfalen bei der Beteiligung von Vätern an der Elternzeit in der Statistik der Bundesländer seit Jahren ganz unten, momentan auf dem vorletzten Rang. Bundesweit stehen Sachsen und Bayern an erster Stelle, was viele überraschen mag, aber leicht zu erklären ist: In den ostdeutschen Bundesländern spielte Gleichstellung und weibliche Berufstätigkeit immer schon eine große Rolle. In Bayern ist sowohl die Frauenerwerbsquote höher und die geschlechterspezifische Lohnlücke zum Nachteil von Frauen geringer als in NRW. Dies bedeutet: Je eher Frauen berufstätig sind und je höher ihr Verdienst, desto eher beteiligen sich Männer an der Familienarbeit. Und im Umkehrschluss: Je mehr Männer sich an der Familienarbeit beteiligen, desto eher verdienen Frauen mehr und desto geringer die Lohnlücke. Dies hat auch „Business and Professional Women Club Cologne e.V.“ erkannt, der im März dieses Jahres den Equal Pay Day-Event im VHS-Forum organisierte. Väter in Köln e.V. wirkte hier als Kooperationspartner mit und stellte einen Elternzeit-Vater für eine Bühnenpräsentation als „Role Model“ zur Verfügung. Er war sechs Monate in Elternzeit und schilderte seine Motive und Erfahrungen – erstmalig bei einer solchen Veranstaltung. Bei der relativ großen Menge allein der (Elternzeit-)Väter in Köln und der großen Bedeutung, die sie für das Kindeswohl und Gleichstellung haben, stellt sich die Frage, ob die wenigen explizit auf ausgerichteten Angebote, die es für sie gibt, ausreichen. Und da uns ob zum Teil schlechter Teilnehmerzahlen bei Männer/Vätern in der Familienbildung nicht ein Zeichen für eine verbesserungswürdige Außendarstellung sein. In Bezug auf Väter scheint es einen großen Nachhol- und Handlungsbedarf zu geben, für den wir eine Lösung anbieten: das oben genannte „Online- Väterportal“, das alle väterspezifischen Angebote leichter auffindbar. Macht Erkenntnisse der Väterforschung Die Disziplin der „Väterforschung“, als Teil der Familien- und Genderforschung (Gender Studies), welche sich anfänglich auf Frauen konzentrierte, befindet sich im Wachstum. Der Anteil - 13 Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - väterbezogener Studien ist zwar mit rund 7% an der Gesamtmenge geschlechter- und familienbezogener Forschung – die vor allem außerhalb Deutschlands stattfindet – noch marginal, hat aber schon zu wichtigen Erkenntnissen geführt: Eine schwedische Studie stellte bereits vor Jahren fest, dass auf Grund der stärkeren Beteiligung von Vätern an der Familienarbeit die Paarzufriedenheit steigt und die Anzahl der Eltern-Trennungen bzw. Scheidungen sinkt. Ähnliches gilt in Bezug auf die positive Langzeitwirkung der Teilnahme von Vätern an Geburtsvorbereitungskursen. Eine Schweizer Studie konnte vor kurzem belegen, dass Trennungen einvernehmlicher bzw. partnerschaftlicher verlaufen, wenn beide Elternteile sich die Familienarbeit zuvor paritätisch aufgeteilt hatten. Thema Gewalt/Missbrauch: Dunkelfeld - Schätzungen gehen davon aus, dass 82 Prozent aller Fälle häuslicher Gewalt von Männern ausgeübt werden. Aus dem Zwischenbericht der „Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“, eingesetzt von der Bundesregierung geht hervor, dass in mehr als der Hälfte der von Opfern geschilderten Fälle Väter bzw. Personen, die die Vaterrolle übernommen haben, wie Stiefväter, Bruder/Stiefväter, Onkel und Großväter, als Täter genannt wurden. Es gilt als gesichert, dass verantwortungsvolle und fürsorgliche Vaterschaft (sexualisierte) Gewalt gegen Frauen und Kinder vermindert bzw. vermeidet. Väterarbeit fördert gute Vaterschaft. Darüber hinaus belegen amerikanische Studien einen weiteren nachhaltigen Effekt: Kinder, zumal wenn sie männlich sind, von ihnen zugewandten Vätern, werden statistisch durchschnittlich weniger oft straffällig. Es liegt zudem nahe, anzunehmen, dass Väter, die in Elternzeit gehen, durch ihre Betreuungsarbeit den Druck auf das Tagespflege- und U3-Betreuungsangebot mindern bzw. fehlende Betreuungsangebote vorübergehend ausgleichen. Engagierte Väter bringen sich in die Elternarbeit ein und entlasten tatkräftig das unter hohem Druck stehende Personal und KiTa-Leitungen, sei im Elternbeirat, bei der Organisation von Festen, bei der Gestaltung der Freiflächen, der Reparatur von Spielgeräten-/ und Spielzeug und der Renovierung. Der Wert von engagierten Vätern mit Migrationshintergrund in Bezug auf Integration und Schulerfolg ihrer Kinder kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Weiterhin meinen Expert*innen, dass Väter, die einmal involviert in Themen Erziehung und Betreuung sind, mehr Empathiefähigkeit entwickeln, sich stärker ehrenamtlich engagieren und mehr an der (häuslichen) Pflege von Familienangehörigen beteiligen. Werdende Väter Der größte Kulturwandel ist bei Geburt und der Geburtsvorbereitung festzustellen. Schätzungsweise 70 – 90 Prozent aller werdenden Väter sind heute wie selbstverständlich bei Geburten anwesend. Wie viele von ihnen zuvor an einem Geburtsvorbereitungskurs teilgenommen haben, wobei nur einige Krankenkassen ihren Kostenanteil in Höhe von 60 – 80 Euro tragen, ist bislang nicht evaluiert worden. Es sind zwar viele Väter, aber sicher nicht alle und wahrscheinlich auch nicht die, die es am besten teilnehmen sollten. Zumindest Vätern mit wenig Geld sollte eigentlich eine Teilnahme ermöglicht werden. Immerhin werden im Rahmen einiger Geburtsvorbereitungskursen Väter in sogenannten „Partner- oder Männerrunden“ gezielt angesprochen. Sogenannte „Crashkurse“ ausschließlich für werdende Väter sind in Deutschland selten (in NRW: SkFM Wattenscheid). Eine wirklich gute Geburtsvorbereitung für werdende Väter geht über den Akt der Entbindung hinaus und regt sie mit der Auseinandersetzung mit den auf sie zukommenden Herausforderungen der Beziehung und Erziehung sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf an und benennt entsprechende Informations- und Anlaufstellen. - 14 Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - Väter in der Familienbildung Wenn auch gute Väter dringend benötigt werden und Väter – genauso wie Mütter – familiale Ressourcen benötigen und Kompetenzen erwerben sollen, liegt der Anteil der männlichen Teilnehmenden in Angeboten der Familienbildung im Allgemeinen dennoch bei (nur) rund 15 %, in Krabbelgruppen (PEKiP etc.) sogar nur bei 2 %, auch wenn sie dort meist gern gesehen sind und euphorisch begrüßt werden. Offensichtlich konnten die bis Mitte der 1970er Jahre und lange darüber hinaus die als „Mütterschulen“ bekannten Familienbildungsstätten mit ihren auf Mütter und Hausfrauen ausgerichteten Schwerpunkten - in den Augen von Männern (!) - trotz guter Absichten - ihr altes Image nicht gänzlich ablegen. Selbst mit den Wörtern „Familie“ und „Eltern“ fühlen diese sich meist nicht unbedingt mitgemeint. „Stillgruppen“ sind nach wie vor auf Mütter ausgerichtet, ohne das weiter zu hinterfragen, denn es geht darin ja nicht nur um das Stillen. Uns berichteten Väter, dass sie dort abgewiesen wurden, genauso, wie wiederum ein anderer Elternzeit-Vater mitteilte, dass es bei einem „Stilltreff“ (außerhalb) hochwillkommen war und sich zu einem „Experten für Beikost“ entwickelte. Nach wie vor werden Väter nur punktuell angesprochen und explizit als „Väter“ benannt. Nicht zuletzt die visuelle Gestaltung - oft ohne Väterfotos - und die Formulierung der Angebotstexte wird von ihnen als nicht als väteraffin wahrgenommen. Das größte Ausschlusskriterium sind jedoch die Uhrzeiten, die meist in der Zeit von Montag bis Freitag tagsüber liegen und es Berufstätigen schwermachen, sie wahrzunehmen – es sei denn, es handelt sich um Angebote für Väter in Elternzeit. Eine lobenswerte Ausnahme bildet das Kursangebot „Starke Eltern – Starke Kinder“, an dem laut Schätzung des Deutschen Kinderschutzbund Bundesverband e.V. 30 Prozent der Teilnehmenden Väter sind. Das Kursangebot spricht Väter an, zeigt sie auf Fotos, und die Kurse finden meist abends an verschiedenen väternahen Orten (z.B. in Familienzentren, Kirchen- und Moschee-Gemeinden) oder werden in Eltern-Freizeiten durchgeführt, dort also, wo Väter sich in einem ihnen vertrauten oder entspannenden Terrain befinden oder sie unter sich sind. Der gleiche positive Effekt gilt gerade auch für Vater-Kind-Wochenenden, die an verschiedenen KiTas/Familienzentren und Kirchengemeinden bereits erfolgreich - auch in Eigeninitiative - stattfinden, aber durchaus nicht die Regel sind. In Folge des Rollenwandels entstanden in Deutschland auch die Projekte rund um „(Mehr) Männer in Kitas“, um verstärkt mehr Männer für den Beruf des Erziehers zu interessieren und sie darin auszubilden (ihr Anteil im Bundesdurchschnitt vor 6 Jahren: 3,6 %; heute: 5,2 %.) Es gibt auch immer mehr Tagesväter. Wenn ihre Zeit es zulässt, nehmen Väter gerne an Baby-Kursen hin zur Babymassage für Väter teil, wovon letztere immer öfter von männlichen Kursleitern geleitet werden. In Schweden gibt es übrigens bereits seit den 1970er Jahren „Väter-Trainings, die die Einführung der Elternzeit begleiteten. Trennungen als Problemfeld Väter empfinden eine Bindung zum Kind (und umgekehrt), sei sie für Dritte auch kaum wahrnehmbar, und haben Angst vor Bindungsverlust. Sie wollen - manchmal aus Sicht der Mutter oder der von Dritten „zum ersten Mal“ - auch nach einer Trennung eine bedeutende Rolle im Leben ihres Kindes spielen. Sie fühlen sich als „Versager“ in ihrer eigentlich obsoleten (s.o.) Rolle, und kämpfen um das Umgangs- und Sorgerecht. Sie kennen sich aber im Familienrecht nicht aus, dem sie unterstellen, grundsätzlich die Mütter zu bevorzugen (ohne das jetzt weiter zu bewerten). Das lässt sie ohnmächtig fühlen und in der Folge oft aggressiv werden. Heute wünschen sich viele von ihnen ein - staatlich verordnetes - „Wechselmodell“, ohne ihre Kompetenz zuvor in Partnerschaftlichkeit und paritätischer Aufgabenteilung bewiesen zu haben und/oder ohne über realistische Ressourcen (reduzierte Arbeitszeit und Wohnungsraum) zu verfügen. Mütter wiederum fühlen sich, zumal, wenn - 15 Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - sie ökonomisch (s.o.) unterlegen sind, unter Druck gesetzt, und reagieren darauf oft mit entsprechender Abwehr, ob zu Recht oder Unrecht soll hier keine Rolle spielen. An dieser Stelle soll auch nicht weiter auf die Dynamik von Konfliktspiralen eingegangen werden, zu der beide Seiten beitragen können. Tatsache ist, dass ca. 40 Prozent aller Ehen geschieden werden. Von hochkonflikthaften Trennungen sind jährlich schätzungsweise 30.000 Kinder betroffen, welche unter Loyalitätskonflikte, bis hin zu psychosoziale Schäden, leiden können. Dies fordert zunehmend Jugendhilfe und Familiengerichte heraus. Eine Minderheit - bestehend aus zwei Lagern, auf der einen Seite „Trennungsväter“, auf der anderen Seite „Trennungsmütter“ - dominieren leider oft lautstark die öffentliche Debatte rund um das grundsätzliche Verhältnis zwischen Männer und Frauen. Sie verwickeln mit ihrem Dogmatismus andere in ihre ideologischen Grabenkämpfe. Dabei wird die Frage danach vernachlässigt, was Väter und Mütter vorab benötigen, um ihre Verantwortlichkeit als Eltern partnerschaftlich über eine Trennung/Scheidung hinaus zu leben. Das relativ neue Kursangebot „Kinder im Blick“ bietet hier einen hilfreichen intervenierenden Ansatz. Es besteht darüber hinaus ein präventiver Bedarf speziell für Väter. Besonders deutlich wird dies in Bezug auf die Diskussion um das „Wechselmodell“ nach Trennungen, das bestenfalls voraussetzt, dass die partnerschaftliche Aufteilung der Familienarbeit bereits zuvor gelebt wird. Väter in Trennungslagen sind aus zwei Gründen eine „brisante“ Gruppe: Auf der Suche nach Hilfe und Rechtsberatung sind sie anfällig dafür, antifeministischen, frauenfeindlichen und teilweise rechtsgerichteten selbsternannten „Väterrechtlern“ bzw. „Maskulinisten“ in die Fänge zu gehen. Zweitens besteht der Verdacht, dass einige von ihnen - trotz vorhandener Möglichkeiten – sich absichtlich der Unterhaltspflicht entziehen. Von diesen Gruppierungen grenzen wir uns ausdrücklich ab, halten es aber für geboten, dem Dialog mit ihnen nicht auszuweichen. Väter in der Beratung Die Nachfrage nach einer spezifischen Männer- bzw. Väterberatung ist hoch, was dem weiter oben gesagten über „zu wenige“ Vätern in der Familienbildung keineswegs widerspricht, wird eine Beratung von Männern/Therapie oft erst dann wahrgenommen, wenn „das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“, also wenn sie in einer Partnerschafts- oder Lebenskrisen stecken, häusliche Gewalt vorgefallen ist oder Trennung/Scheidung droht und dann oft erst, wenn die Teilnahme vom Lebenspartner/ von der Lebenspartnerin eingefordert oder von einem Amt oder Gericht auferlegt wurde. Hier sei auf das Angebot „Mann sein ohne Gewalt“ hingewiesen, dessen Teilnehmerzahlen innerhalb weniger Jahre angestiegen ist. Die Angebote „Echte Männer reden“ (Caritas/SKM), die „Esperanza-Väterberatung“ (SkF) des Erzbistums sowie die von proFamilia sind unserer Meinung nach wichtige Anlaufstellen. Väter- Expert*innen sind jedoch einhellig der Auffassung, dass Männern/Vätern nicht erst dann, wenn eine Krise eingetreten ist, erreicht werden sollten, sondern so früh wie eben möglich. In diesem Sinne ist unsere präventive und proaktive Väterarbeit hauptsächlich gedacht. Erreicht werden können Väter auch über ihre Partner*innen, die sie dazu auffordern, Angebote wahrzunehmen. Väterarbeit sollte als verlässlicher und bedeutender Bestandteil in die Jungenarbeit, die Geburtsvorbereitung, die Frühen Hilfen und stärker in der Familienbildung selbst integriert werden. - 16 Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - Anhang: Aus der Satzung von Väter in Köln e.V.: § 2 Der Zweck des Vereins ( 1 ) Der Satzungszweck des Vereins wird insbesondere verwirklicht durch die Förderung: der Erziehungskompetenz in der Familie, der Gleichberechtigung von Männern und Frauen, einer partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs-, Haus- und Erziehungsarbeiten. ( 2 ) Das Ziel des Vereins ist es, fürsorgliche Väterlichkeit als positives individuelles wie gesellschaftliches Geschlechterleitbild öffentlich zu bewerben und zu fördern. Der Verein arbeitet zielstrebig darauf hin, dass individuell, gesellschaftlich und institutionell Entwicklungen gefördert werden, so dass a) fürsorgliches und aktives Vatersein ermöglicht wird, b) Väter ihre Balance zwischen Kindern, Partnerschaft, Beruf und Freizeit gestalten können, c) Väter sich für das Wohl ihrer Kinder einsetzen, d) Männer unterstützt werden, ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen zu entwickeln, die sie für erfolgreiches Vatersein benötigen. e) Der Verein sieht sein Eintreten für Väter als Beitrag von Männern zum Gender- Mainstreaming. ( 3 ) Der Verein „Väter in Köln“ verfolgt seinen Satzungszweck insbesondere durch folgende Maßnahmen: a) einen Treffpunkt als Anlaufstelle für alle potentiellen, werdenden und aktiven Väter zu bieten, um deren familiäre und väterliche Kompetenzen zu stärken. Dabei richten sich die Angebote, Aktivitäten und Beratungen an alle Väter - jeweils in angemessener Weise und möglichst zielgerichtet gemäß ihrer sozialen oder ethnischen Zugehörigkeit, ihres Alters, ihrer sexuellen Orientierung und ihren Lebens-, Familien- und Beziehungssituationen. b) die Kooperation und Vernetzung mit Trägern und Akteuren im Bereich der Männer-, Väter- und Jungenarbeit und relevanter Arbeits- und Politikfelder, um die Vereinbarkeit von Familie, Arbeit und Leben als gemeinsame Herausforderung von Männern und Frauen partnerschaftlich zu gestalten. c) die Zusammenarbeit mit Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, der Eltern- und Familienbildung sowie mit Schulen und anderen relevanten Organisationen d) als Ansprech- und Beratungspartner im Bereich Väter- und Familienbewusstsein von Unternehmen, Behörden und anderen Institutionen zur Verfügung zu stehen. e) neue Projekte im Bereich Väterarbeit und Familienbildung, auch durch freiwilliges Engagement und Selbsthilfe zu entwickeln und zu fördern. Rechtsgrundlage nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz: §16 SGB 8: (1) „…Vätern sollen Leistungen der allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie angeboten werden. Sie sollen dazu beitragen, dass (…) Väter ihre Erziehungsverantwortung besser wahrnehmen können. Sie sollen auch aufzeigen, wie Konfliktsituationen in Familien gewaltfrei gelöst werden können.“ - 17 Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - §16 SGB 8 (3) „… Vätern… und werdenden Vätern sollen Beratung und Hilfe in Fragen der Partnerschaft und des Aufbaus elterlicher Erziehungs- und Beziehungskompetenzen angeboten werden.“ § 2 KKG (Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz – „Frühe Hilfen“): „...werdende Mütter und Väter sollen über Leistungsangebote im örtlichen Einzugsbereich zur Beratung und Hilfe in Fragen der Schwangerschaft, Geburt und der Entwicklung des Kindes in den ersten Lebensjahren informiert werden. Aus der Gütesiegel-Checkliste zur Zertifizierung zum „Familienzentrum NRW“: 2.13: „Das Familienzentrum macht Angebote zur Stärkung der Kompetenz speziell von Vätern (mindestens ein Angebot pro Kindergartenhalbjahr). (Verbund: Verbundleistung)“ Aus dem aktuellen Koalitionsvertrag von CDU und SPD: "Zeitgemäße Gleichstellungspolitik nimmt auch Jungen und Männer in den Blick. Auch sie müssen sich auf gesellschaftliche Entwicklungen und neue Anforderungen einstellen. Dies wollen wir politisch unterstützen." - 18 Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - Fotos unserer Arbeit: rechts: ein Teamfoto vom einem Vatertag der Vielfalt Links: Vernetzungstreffen Vatertag der Vielfalt links: große und kleines Publikum am Vatertag der Vielfalt rechts: Kinder „füttern“ Väter – Umkehr der Rollen - 19 Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - links: am Vatertag der Vielfalt haben auch Väter mit Migrationshintergurnd Spaß mit ihren Kindern. Ein wertvoller Eindruck auch für Außenstehende. rechts und unten: Blicke ins Vätercafé oben: Elternzeit-Väter im Zoo oben: Blicke ins Vätercafé - 20 Väter in Köln e.V.– www.koelnervater.de - rechts: jedes Jahr beteiligen wir uns am Fest zum Weltkindertag links: Fach- und Vernetzungstreffen rechts und unten: das Vater-Kind-Zelten.
Mitteilung Ausschuss
581 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/512/2 Vorlagen-Nummer 03.05.2018 1425/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 08.05.2018 Konzept des "Väter in Köln e.V." Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie hat in seiner Sitzung am 10. April 2018 im Rahmen der Beschlussfassung über die der politischen Veränderungsnachweisung zugesetzten finanziellen Mittel die Verwaltung gebeten, das Konzept des ‘‘Väter in Köln e.V.‘‘ vorzulegen. Das Konzept des ‘‘Väter in Köln e.V.‘‘ ist dieser Mitteilung angefügt. Gez. Dr. Klein
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1425/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 03.05.2018
- Erstellt
- 30.04.2018 09:45