0155/2017
Verwaltungsreform - Abschlussbericht der Konzeptphase
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/OB/4 Vorlagen-Nummer 0155/2017 Freigabedatum 23.01.2017 Beschlussvorlage Neufassung zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Verwaltungsreform - Abschlussbericht der Konzeptphase Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat der Stadt Köln nimmt das Konzept der Verwaltungsreform zur Kenntnis und beschließt auf dessen Grundlage die für die Umsetzung erforderlichen finanziellen Mittel für eine externe Unterstüt- zung in Höhe von jährlich 1 Mio. EUR (netto). Diese sind für 2017 bereits im lfd. Haushaltsjahr ver- anschlagt, für die Jahre 2018-2022 werden sie im Haushalt berücksichtigt. Ebenso beschließt der Rat der Stadt Köln die Einrichtung von max. 16 Stellen gemäß der vorliegen- den Projektorganisation. Diese werden im lfd. Haushaltsjahr über verwaltungsinterne Verrechnungs- stellen zur Verfügung gestellt und die Finanzierung über den Gesamthaushalt sichergestellt. Für den Stellenplan 2018 sind Mehrstellen einzurichten. Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 06.02.2017 Finanzausschuss 13.02.2017 Rat 14.02.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen 1 Mio. € b) Sachaufwendungen etc. 1 Mio. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung Im Juli 2016 hat die Stadtverwaltung Köln einen umfassenden Reformprozess auf den Weg gebracht. Bis Dezember 2016 sollte das Konzept für eine Verwaltungsreform mit Begleitung einer externen Un- ternehmensberatung erstellt werden. In einem umfangreichen Beteiligungsprozess mit Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern, Auszubildenden und (Nachwuchs-)Führungskräften der Verwaltung sowie dem Stadtvorstand, der Personal- und Schwer- behindertenvertretung, der Gleichstellungsbeauftragten und Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik wurden die Problemstellungen und Notwendigkeiten eines solchen Reformprozesses heraus- gearbeitet. Mit der vorliegenden Abschlussdokumentation endet die Konzeptphase der Verwaltungsreform. In der als Anlagen beigefügten Management Summary und dem ausführlichen Abschlussbericht wird der Stadtrat über das Reformkonzept und die notwendigen internen und externen Ressourcen infor- miert. Gleichzeitig werden die Reformelemente sowie die Reformschritte beschrieben. Anlagen Anlage 1 – Management Summary Konzeptphase Verwaltungsreform Anlage 2 – Abschlussbericht Konzeptphase Verwaltungsreform
Anlage 4_Beantwortung Anfrage aus dem FA vom 13.02.2017
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OB/4 Stadtrat am 14.2.2017 0155/2017: Verwaltungsreform – Abschlussbericht der Konzeptphase Anfrage von Herrn Börschel im Finanzausschuss am 13.2.2017: Inwieweit wird neben dem nachvollziehbaren Ressourcenbedarf zur Umsetzung der Verwaltungsreform auch die Realisierung der im Haushalt 2016/2017 ff. eingeplanten Effizienzgewinne durch die Reform erwartet? Antwort 1. Planungen im Haushalt 2016/17 Bisher sind in Verbindung mit der Verwaltungsreform im HH 2016/201717 ff. 5 Mio. Euro Effizienzgewinne für 2017 sowie 10 Mio. Euro ab 2018ff als pauschale Kürzungen der Sachkonten der Teilplanzeilen 13 (Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen) und 16 (sonst. Ordentliche Aufwendungen) gebucht, da noch nicht klar war, an welcher Stelle es zu Einsparungen kommen wird. 2. Wirtschaftlichkeitseffekte durch die Verwaltungsreform Ein erfolgreicher Reformprozess wird auch die Wirtschaftlichkeit des Verwaltungshandelns deutlich verbessern. Die Effekte werden teils direkt eintreten, z.B. in Form optimierter Geschäftsprozesse, aber in großen Teilen auch indirekt z.B. durch eine rückläufige Personalausfallquote durch Krankheit. Durch eine Reduzierung der derzeitigen Krankheitsquote um einen Prozentpunkt würde die zusätzliche Kapazität von 180 Stellen (vollzeitverrechneter Arbeitsleistung) pro Jahr zur Verfügung stehen. Dies entspricht einer Steigerung des produktiven Personaleinsatzes um ca. 11 Mio. Euro. Wichtig ist, dass für den Umsetzungsprozess der Verwaltungsreform ein umfassendes und detailliertes Evaluationskonzept vorgesehen ist, mit dem eindeutig die Erreichung von Zielen bzw. Soll-Zuständen beobachtbar ist. Ein darauf aufbauender Transparentbericht ist erstmalig für Ende 2017 und dann im jährlichen Turnus vorgesehen.
Anlage 1_Management Summary Abschlussdoku Konzept VR
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Entwicklung eines Konzeptes zur Verwaltungsreform der Stadt Köln Management Summary zur Abschlussdokumentation Stand: Dezember 2016 Kontakt / Impressum Rödl & Partner GbR Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte Unternehmensberater Büro der Oberbürgermeisterin Die Oberbürgermeisterin Stand Dezember 2016 Stadt Köln Dr. Rainer Heinz Tel.: 0221 - 221 25253 Fax: 0221 - 221 30103 rainer.heinz@stadt-koeln.de Rödl & Partner Kranhaus 1 Im Zollhafen 18 D-50678 Köln Telefon +49 (2 21) 94 99 09-0 Tele fax +49 (2 21) 94 99 09-900 E-Mai l heik o.pech@roedl.de Internet www.roedl.de Seite 1 von 16 Inhalt 1. Das Wichtigste in Kürze ..................................................................................... 2 2. Vorgehen .............................................................................................................. 4 3. Beteiligung – Ergebnisse ................................................................................... 5 4. Konkrete Zielzustände verfolgen ...................................................................... 7 5. Gründe für das Scheitern von Reformprozessen ........................................... 8 6. Klares Projektdesign entwickelt ........................................................................ 9 6.1 Changemanagement als flächendeckendes Reformelement ................................. 11 6.2 Changemanagement mit fünf Bausteinen ................................................................... 12 6.3 Kommunizieren ................................................................................................................... 14 6.4 Qualifizieren und coachen ............................................................................................... 14 6.5 Monitoren .............................................................................................................................. 15 7. Wichtige Erfolgsfaktoren einer Verwaltungsreform ..................................... 15 Die Stadt Köln legt Wert auf eine geschlechterspezifische Sprache. In Fließtexten wird daher die weibliche und männliche Form ausgeschrieben. Zugunsten der besseren Darstellung wird in Tabellen und Grafiken jedoch auf ein Mittel der sprachlichen Darstellung aller sozialen Geschlechter und Geschlechtsidentitäten verzichtet, was keine Form von Diskriminierung darstellt. Seite 2 von 16 1. Das Wichtigste in Kürze In den kommenden fünf Jahren wird in Köln eine tiefgreifende Verwaltungsreform umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen hierbei fünf definierte Handlungsfelder: - Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger - Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse - Systematische und zielorientierte Steuerung - Organisationskultur, Führung und Beschäftigtenzufriedenheit - Innovation Die Planungsphase für dieses umfassende Veränderungsvorhaben wurde nach fünf Monaten im Dezember 2016 mit dem vorliegenden Umsetzungskonzept beendet. Ziele In einem mehrwöchigen Beteiligungsverfahren haben sich rund 3.000 Beschäftigte mit Einschätzungen und Ideen zu den fünf Handlungsfeldern geäußert. In allen Handlungsfeldern sehen die Teilnehmenden deutlichen Handlungsbedarf – auf das Feld „Organisationskultur, Führung und Beschäftigtenzufriedenheit“ entfielen mit rund 30 Prozent die meisten Anregungen und Hinweise, g efolgt vom Handlungsfeld der „ Zufriedenheit der Kundeninnen und Kunden sowie Bürg erinnen und Bürger“ . Die Beschäftigten halten eine Verwaltungsreform für dringend erforderlich. Der Reformbedarf ist in allen fünf Handlungsfeldern mit insgesamt 25 Zielzuständen (siehe Seite 22-26 der Gesamtdokumentation) konkretisiert. Hierzu gehören beispielsweise: - Als Dienstleister in arbeitet die Verwaltung transparent, kompetent, serviceorientiert und organisiert schnellstmögliche Bearbeitungsprozesse. - Eine Stadtstrategie richtet alle Planungs-, Entscheidungs- und Handlungsprozesse an einer nachhaltigen Entwicklung der Stadt Köln aus. - Für die Bürgerinnen und Bürger wird z.B. die Servicequalität besser und für die Politik bedeutet die Reform, dass Verwaltung realistische Vorgaben verlässlich umsetzt. - Die Werte der Organisationskultur sind als Grundlage eines Mit- und Füreinander gemeinsam entwickelt. Alle Beschäftigten beachten und reflektieren diese Werte und Grundsätze, um angestrebte Ziele zu erreichen. Umsetzung in drei Schritten Tiefgreifende Veränderungsvorhaben lösen häufig Verunsicherung und Widerstand in der Belegschaft aus. Dies ist selbstverständlicher Teil eines Wandels, mit dem Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lernen können, umzugehen. Seite 3 von 16 Aus verschiedenen Studien zu Veränderungsprozessen in Großorganisationen sind wesentliche Ursachen für das Scheitern von Reformen bekannt. Nach einer repräsentativen Untersuchung der Technischen Universität München zählen hierzu beispielweise „unzureichendes Engagement der oberen Führungsebene “ (61 Prozent der Befragten), gefolgt von „unklaren Zielbildern der Veränderungsprozesse“ und „f ehlender Erfahrung der Führungskräfte im Umgang mit verunsicherten Mitarbeitern“ (jeweils 56 Prozent). Um solchen Hindernissen von Anfang an zu begegnen , sieht das Projektdesign den Einstieg in die Verwaltungsreform in drei Schritten vor: 1. Grundlagen durch den Stadtvorstand festlegen – seit Januar 2017 2. Reformfundament in allen Dezernaten und Ämtern schaffen – ab Mai 2017 3. Reformprogramm in immer mehr Ämtern umsetzen – ab Mai 2017 Darüber hinaus wird Changemanagement als flächendeckendes Reformelement eingeführt, um mit dem zu erwartenden Widerstand und der Verunsicherungen der Beschäftigten konstruktiv umgehen zu können . Changemanagement ist eine strukturierte Methode, Veränderungsprozesse planvoll zu gestalten und die „ individuell-menschliche“ Seite mit hilfreichen Maßnahmen zu begleiten und zu unterstützen (siehe Seite 49-55 der Gesamtdokumentation). Kontinuierliche und glaubwürdige Kommunikation während des gesamten Reformprozesses auf vielfältigen Kanälen ist hierbei ein zentraler Baustein, um erfolgreiche Veränderungen zu befördern . Hinzu kommen Coachings und Qualifizierungen, die Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befähigen, neue Anforderungen umzusetzen. Mit Feedback und Monitoring werden die Reformschritte begleitet, sodass sie kontinuierlich überprüft und laufend neu justiert werden können. Ressourcen Um dieses umfassende Reformvorhaben erfolgreich zu bewältigen, muss die Verwaltungsreform nach einer qualifizierten Schä tzung – unter Berücksichtigung des Organisationsprofils der Verwaltung, der Veränderungsintensität, des Projektdesigns sowie des Kommunikationsbedarfs und der Beteiligungsintensität – mit einer Mindestausstattung von bis zu 16 Projektmanagementstellen und jährlich einer Million Euro Budgetmittel unterstützt werden (siehe Seite 61 -69 der Gesamtdokumentation ). Zudem ist zu berücksichtigen, dass in der Verwaltung eine große Anzahl an Stellen nicht besetzt ist. Diese Ausgangslage wird im Reformkonzept berücksichtigt: Ämter, in denen die Personallage besonders angespannt ist, werden später in den schrittweise angelegten Re formprozess einsteigen. Fazit: Die in diesem Konzept benannten Schritte, Bausteine und Erfolgsfaktoren schaffen die Voraussetzung, um eine umfassende und nachhaltige Verwaltungsreform anzustreben, für die sich alle Anstrengungen lohnen. Seite 4 von 16 2. Vorgehen Eine nachhaltige Verwaltungsreform auf den zu Weg bringen, ist eines der zentralen Ziele, welche sich die Stadt Köln für die kommenden Jahre auf ihre Agenda gesetzt hat. Tiefgreifende Veränderungen bedeuten für jede Organisation – und vor allem für so eine große wie die Stadt Köln – gewaltige Herausforderungen. Deshalb wird für dieses Projekt von Anfang an auf eine systematische Planung gesetzt, die eine strukturierte Herangehensweise für eine erfolgreiche Umsetzung aufzeigt. Dieser Bericht fasst die wesentlichen Schritte und Ergebnisse der Planungsphase (August bis Dezember 2016) zusammen. Die Planungsphase wurde mit unterschiedlichen Akteur innen und Akteuren innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung umgesetzt. Da Veränderungen nur von den Mitarbeiterinn en und Mitarbeitern selbst realisiert werden können, kam es schon in den vier Planungsabschnitten darauf an, möglichst viele Beschäftigte zu beteiligen. Es wurden Großgruppenveranstaltungen durchgeführt, eine Dialogplattform im Intranet angeboten und Workshops veranstaltet. Die zentrale Frage an alle Beteiligten lautete: „Welche Reformziele sollen erreicht werden und wie kann eine Reform gelingen?“ Abbildung 1: Ablauf der Reformplanung Seite 5 von 16 3. Beteiligung – Ergebnisse Der Beteiligungsprozess mit ca. 3.000 Teilnehmenden zeigt ein klares Bild. Verbesserungen wurden nicht nur benannt, sondern geradezu gefordert . Sie lassen sich in fünf Handlungsfelder kategorisieren: - Zufriedenheit der Kundeninnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger - Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse - Systematische und zielorientierte Steuerung - Organisationskultur, Führung und Beschäftigtenzufriedenheit - Innovation Dabei ist für die Beteiligten – neben dem Handlungsfeld „Organisationskultur, Führung und Beschäftigtenzufriedenheit“ – vor allem „Zufriedenheit der Kundeninnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger“ besonders wichtig. Seite 6 von 16 Abbildung 2: Handlungsfelder der Verwaltungsreform Die Auswertung der Workshops zeigt, we lche Forderungen und Hinweise zu den einzelnen Themen häufig genannt wurden. Abbildung 3: Schwerpunkte der Hinweise aus den Workshops Fazit: V iele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten eine umfassend angelegte Verwaltungsreform für notwendig. Seite 7 von 16 4. Konkrete Zielzustände verfolgen Um den Ist-Zustand zu verändern, muss der Ziel-Zustand definiert werden. Dieser wurde im Beteiligungsprozess bereits mit einem ganzen Bündel an Reformzielen für die fünf Handlungsfelder konkretisiert – insgesamt 25 Soll-Zustände sind in der Gesamtdokumentation aufgelistet (Seiten 22-26). Für alle fünf Handlungsfelder lassen sich die Soll-Zustände in Überschriften zusammenfassen: - „Kompetent und orientiert am Bedarf“ im Handlungsfeld „Zufriedenheit der Kundeninnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger“ - „Effizient durch ergebnisorientierte Prozesse “ im Handlungsfeld „Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse“ - „Leistungsstark durch zielorientierte Steuerung“ im Handlungsfeld „Systematische und zielorientierte Steuerung“ - „Konstruktiv in Zusammenarbeit – Miteinander und F üreinander“ im Handlungsfeld „Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit“ - „Modern und innovativ als lernende Organisation“ im Handlungsfeld „Innovation“. Angesichts d er Fülle von Veränderungsbedarfen müssen die notwendigen Arbeitspakete deutlich definiert und priori siert sein. Dies ist Voraussetzung, um den Wandel überschaubar zu gestalten und so das Engagement der Führungskräfte, Projektteams und Beschäftigten zu fördern und zu erhalten. Vorstellungen aus der Amtsleitungstagung Bei ihrer Tagung im Dezember 2016 ha tten bereits die Amtsleitungen und ihre Stellvertretungen die Möglichkeit, die a us ihrer Sicht notwendigen Prioritäten auf zuzeigen, welche der Stadtvorstand noch aus seiner Sicht bewerten wird. Sie priorisierten: - Beim Thema „Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger“ gehört neben dem guten Service für die Bürger schaft vor allem eine gute Kommunikation zwischen den Beschäftigten mit den Kundinnen und Kunden. - Für die „effizienten und ergebnisorientierten Prozesse“ ist es erforderlich, auf hinreichende Eigenverantwortung bei den Arbeitsabläufen und die Ausstattung mit ausreichenden Ressourcen zu achten. Seite 8 von 16 - Beim Thema „Systematische und zielorientierte Steuerung“ bedarf es einer Gesamtstrategie, die vom Stadtvorstand und der gesamten Führung systematisch verfolgt wird. - Beim Handlungsfeld „Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit“ ist es von Anfang an erforderlich, alle sechs beschriebenen Ziel -Zustände in den Blick zu nehmen und zu verfolgen, um nachhaltige Veränderungen zu erzielen. - Für das Handlungsfeld „Innovation“ soll die Verwaltungsreform schnell ein selbstverständlicher Vorgang der kontinuierlichen Verbesserung werden. Fazit: Die konkreten Ziel -Zustände für alle fünf Handlungsfelder zeig en Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern klar, wohin die Reise geh t. So kann sich jede und jeder mit auf den Weg machen , denn neue Ziel -Zustände werden nur erreicht, wenn alle daran mitwirken. 5. Gründe für das Scheitern von Reformprozessen Auf jeder Reise muss mit Hindernissen gerechnet werden. Dies gilt gerade bei e inem Veränderungsprozess für eine Großorganisation wie die Stadt Köln mit ihren neun Dezernaten (Stand 01/2017), rund 70 Ämtern und Dienststellen sowie 19.000 Beschäftigten. Dass solche Vorhaben miss lingen können, haben schon einige Großorganisationen bei umfassenden Veränderungsprozessen erfahren. Und auch in der Stadt Köln steht eine Verwaltungsreform nicht zum ersten Mal auf der Agenda. Die Gründe für das Scheitern von Veränderungen wurden in den vergangenen Jahren empirisch erforscht . Den traurigen Spitzenplatz belegt der Grund „ unzureichendes Engagement der oberen Führungsebene “. Hier zeigt sich, dass Beschäftige ein feines Gespür haben, ob eine Veränderung wirklich gewollt ist. Wird in der Führungsebene nicht aktiv gehandelt und kann dort auch nur wenig Begeisterung für den Reformprozess beobachtet werden, wird dies als fehlendes Engagement bewertet . Die Folge: Die Belegschaft fragt sich, wozu sie sich beteiligen soll, wenn schon die Verantwortlichen nicht engagiert mitmachen. Weitere Gründe zum Scheitern zeigt Abbildung 4. Seite 9 von 16 Abbildung 4: Gründe für gescheiterte Veränderungsprozesse Fazit: Reformprojekte misslingen meist nicht wegen sachlich er/fachlicher Fragen. Sie scheitern vor allem am gestörten Miteinander zwischen Führung und Beschäftigten in Verbindung mit unklaren Zielen und fehlenden Ressourcen. 6. Klares Projektdesign entwickelt Die Projektplanung greift die bekannten Hindernisse für den Reformprozess schon im Vorfeld auf, indem sie: - von Anfang an die Führung als Motor der Reform positioniert und - den Dezernaten und Ämtern die Eigenverantwortung in den einzelnen Veränderungsprojekten überlässt, die sie dezentral ausrichten und bearbeiten. Damit in den kommenden fünf Jahren die Balance zwischen richtungsweisenden Reformzielen und dezentral verantworteten Veränderungsprojekten gelingt, erfolgt der Einstieg in die Verwaltungsreform in drei Schritten: 1. Grundlagen durch den Stadtvorstand festlegen – seit Januar 2017 2. Reformfundament in allen Dezernaten und Ämtern schaffen – ab Mai 2017 3. Reformprogramm in immer mehr Ämtern umsetzen – ab Mai 2017 Seite 10 von 16 Was sieht das Projektdesign für jeden der drei Schritte konkret vor? Verwaltungsreform gelingt erst, wenn jede und jede r Beschäftigte den eigenen Beitrag zu Ergebnissen und Organisationskultur leiste t. Um hier zu motivieren, kommt gerade den Vertreterinnen und Vertreter n der ersten Führungsebene – wie erläutert – eine besondere Rolle zu, denn ihr Handeln und ihr Engagement beeinflussen wesentlich d as Gelingen des Reformprozesses. Der Stadtvorstand geht auf diese Erfahrung ein und hat im Januar 2017 den Reformprozess mit einem Grundlagenprojekt bei sich selbst gestartet. Er entwickelt ein gemeinsames Verständ nis, wie der Stadtvorstand als Führungsteam zum Treiber des Reformprozesses wird und wie die strategische Ausrichtung sein sollte . Die Vorschläge der Amtsleitungen zur Zielpriorisierung werden dort ebenfalls aufgegriffen. Für Schritt 1 „Grundlagen durch den Stadtvorstand festlegen“ stehen sechs wesentliche Aspekte an, die jeweils durch entsprechende Projekte umgesetzt werden: Was soll erreicht werden? 1. Den Stadtvorstand als bereichsübergreifenden Vorstand positionieren. 2. Die Dezernentinnen und Dezernenten als Führungsspitze positionieren. 3. Die strategische Ausrichtung für 2017 ff. klären. 4. Das Steuerungs- und Führungssystem für die Umsetzung festlegen. 5. Die Leitgedanken zur Organisationskultur der Stadtverwaltung entwickeln. 6. Die dezernatsübergreifenden Prozesse und Quick-Win-Projekte festlegen. Nach dem Stadtvorstand sollen die Dezernate und Ämter eigenverantwortlich die stadtweiten Ziele und Prioritäten der Reform durch passgenaue dezentrale P rojekte und Maßnahmen erreichen. Hierfür starten ab Mai 2017 die Schritte 2 und 3 des Reformprogramms. Für Schritt 2 „Reformfundament für alle Dezernate und Ämter“ relevante Aspekte: Was soll erreicht werden? 1. Ausrichtung und Reformziele der Dezernate und ihrer Ämter definieren. 2. Die Pilotämter für die Umsetzung der Reformziele auswählen. 3. Die dezentralen Projekte zur Zielerreichung planen. 4. Reformziele und Projekte in ein Steuerungs- und Führungssystem integrieren. 5. Die Leitgedanken zur Organisationskultur konkretisieren. 6. Bei der Optimierung dezernatsübergreifender Prozesse mitwirken. Seite 11 von 16 Es ist weder möglich noch gewollt , dass alle 70 Ämter zeitgleich mit dem Reformprozess starten und sie adäquat begleitet werden. Daher werden ab Mai 2017 zunächst Pilotämter für den Reformstart ausgewählt, die n ach Beratung im Stadtvorstand und durch Beauftragung der Oberbürgermeisterin mit den Veränderungsprojekten starten. Hierbei ist zu erwarten, dass die Ämter – je nach Status quo – sehr unterschiedliche Themen zu bewältigen haben, um ihre Ziele zu erreichen. Gerade vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass alle Veränderungsprojekte transparent sind und gut gesteuert werden. Gute Steuerung bedeutet, dass Ergebnisse und Wirkung en vordringlich beobachtet werden. Nur so können die Reformziele gesamtstädtisch und in den Organisationseinheiten erreicht werden. In Schritt 3 „Reformprogramm in immer mehr Ämtern umsetzen“ stehen folgende Aspekte im Vordergrund: Was soll erreicht werden? 1. Den Status Quo analysieren. 2. Lösungsbezogene Maßnahmen auf der Sachebene beschreiben. 3. Diese Maßnahmen mit Changemanagement verknüpfen und in einem Projektplan verankern. 4. Den Projektplan umsetzen und den Projektfortschritt steuern. 5. Den Zielfortschritt evaluieren. 6. Das Veränderungsergebnis in einen dauerhaften Lernprozess überführen. Fazit: Das Projektdesign liegt für die ersten drei Schritte in der Verwaltungsreform bereits konkret vor und Schritt 1 „Grundlagen durch den Stadtvorstand legen“ wurde im Januar 2017 gestartet. 6.1 Changemanagement als flächendeckendes Reformelement Eine wesentliche Erkenntnis aus vielen Veränderungsprozessen lautet: Sachlich richtige Projekte allein führen nicht zum Erfolg. Ziele, Strategien, Führung, Prozesse und Systeme sind Sachthemen , die nicht frei von Emotionen sind. Denn gerade be i Veränderungsprozessen geht es auch um Identität, Werte, Überzeugungen, Wissen, Fähigkeiten und Verhalten von Menschen. Die Beschäftigten fragen sich skeptisch: „Warum und wozu das Ganze?“ oder sorgenvoll: „Kann ich das?“ und auch kritisch: „Will ich das?“ . Unbeantwortete Fragen führen zu berechtigten Widerständen. Seite 12 von 16 In vielen Reformprojekten werden diese Widerstände ignoriert, meist indem beharrlich eine sachorientierte Projektarbeit praktiziert wird. Doch alle Erfahrungen zeigen, dass solch ein Vorgehen nic ht erfolgreich ist. Denn Menschen wollen mit ihren Befindlichkeiten wahrgenommen und abgeholt werden. Mit Changemanagement wird ein flächendeckendes Reformelement etabliert , das die fachlich -sachliche Seite der Reform – also das Projektmanagement – mit der „individuell -menschlichen“ Seite der Reform – also dem Changemanagement – verknüpft. Es ist eine strukturierte Methode, die Veränderungsprozesse planvoll gestaltet und die Menschen bei der Umsetzung der Veränderung mit hilfreichen Maßnahmen unterstützt. Abbildung 5: Sach- und Veränderungsebene im Changemanagement 6.2 Changemanagement mit fünf Bausteinen Verbunden werden Sachebene und Veränderungsebene mit Hilfe von fünf Bausteinen, deren Einsatz die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungsprozessen befördert – so die Erkenntnis aus empirischen Langzeitstudien . Welche Bausteine das sind, welche Ziele mit ihnen verfolgt und wie die Ziele umgesetzt werden, zeigt Abbildung 6. Seite 13 von 16 Abbildung 6: Bausteine des Changemanagements Sachebene und Veränderungsebene werden miteinander verzahnt, indem beispielsweise die Projekte aus „Organisationskultur und Prozesse“ mit den Maßnahmen aus den Bausteinen „Führungskräfte ins Boot holen“ und „Kommunizieren“ verbunden werden (siehe Abbildung 7). Mit diesem Vorgehen wird von Beginn an die Veränderungsbereitschaft der Beteiligten unterstützt und berechtigte Widerstände können überwunden werden. Abbildung 7: Verbindung von Sach- und Veränderungsebene P Führungskräfte ins Boot holen Kommunizieren Qualifizieren Mobilisieren Monitoren Veränderungs- ebene Programm-/ Sachebene Organisationskultur Prozesse Bürger/Kunden Steuerung Innovation P P P P P P P P P zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt MaßnahmenBausteine „Motivation für Veränderung“ Seite 14 von 16 6.3 Kommunizieren Kommunikation und Beteiligungsverfahren sind wesentlich im Changemanagement. An der Planung der Verwaltungsreform haben sich bisher rund 3.000 Beschäftigte beteiligt, die vielfältige Hinweise und wertvolle Anregungen zu den Reformzielen und zur Umsetzung d er Verwaltungsreform gegeben haben. Dieses Engagement wird auch zukünftig ermöglicht und gefördert – beispielsweise über die bereits genutzte ver waltungsinterne Dialogplattform. Darüber hinaus werden andere aktivierende Formate eingesetzt – vor allem auch für Bereiche und Zielgruppen, die über keinen Intranet zugang verfügen. Partizipation und Austausch über alle Ebenen der Verwaltung werden zudem in dezernats - und ämterübergreifenden Workshops realisiert. Wirkungsvolle Kommunikation schafft Aufmerksamkeit u nd Verständnis für die Veränderungen. Die Fragen der interessierten sowie der skeptischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen glaubwürdig und plausibel beantwortet werden. Dafür wird über die Reform regelmäßig und verständlich auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen informiert. Neben Information en stehen Dialog und direkter Austausch im Mittelpunkt der Kommunikation – beispielsweise durch Amtsleitungstagungen, Führungskräfte -Meetings oder Groß- und Teamveranstaltungen mit Beschäftigten. Umgang mit Fehlern und Schwierigkeiten erlernen Der Reformprozess wird auch Täler durchschreiten. Projekte werden nicht rechtzeitig beendet oder Ziele werden zunächst nur zum Teil erreicht. Alle Beteiligten werden das bei einem so umfassenden Vorhaben als normal b egreifen. Und die Kommunikation wird dies offen, ehrlich und transparent vermitteln. 6.4 Qualifizieren und coachen Darüber hinaus sind auch vielfältige Qualifizierungen sinnvoll, denn sie tragen bei Führungskräften und Belegschaft dazu bei, Unsicherheiten und Ängste abzubauen. Schon von den Amtsleitungen wurde der Wunsch geäußert, beim Aufbau von Kompetenzen für Moderation und Projektmanagement unterstützt zu werden. Wichtig ist auch ein persönliches Coaching im Veränderungsprozess. Die fehlende Erfahrung von Führungskräften im Umgang mit der Verunsicherung von Beschäftigen ist schließlich der dritthäufigste Grund für gescheiterte Reformprozesse. Es werden immer wieder „kleinere“ und „größere“ , nicht geplante und auch nicht antizipierbare Hindernisse, Barrieren und Sorgen entstehen, die aufgegriffen werden müssen . Um darauf einz ugehen, werden Kommunikationsformate etabliert, bei denen Sachverhalte persönlich besprochen, reflektiert und gelöst werden. Seite 15 von 16 6.5 Monitoren Der Reformprozess ist auf fünf Jahre angelegt. Das ist ein langer Zeitraum, in dem erzielte Erfolge und Entwicklungen immer wieder sichtbar zu machen sind. Dafür ist Feedback wichtig, mit dessen Hilfe deutlich wird, was bereits gelungen ist und was noch stärker oder anders angegangen werden muss. Hier können zum Beispiel auch Bürgerinnen und Bürger mit ihren Rückmeldungen aktiv zur Ausrichtung von Reformschwerpunkten beitragen und Impulse geben . Die Rückmeldungen w eiterer städtischer Akteure sind erwünscht, z.B.: Politik, Stadtvorstand, Amtsleitungen, Führungskräfte, Nachwuchsführungskräfte, Beschäftigte, Auszubildende, Personalrä te, Gleichstellung sbeauftragte und Schwerbehindertenvertretungen. Feedbacks bleiben bedeutungslos , wenn nicht auch die tatsächlichen Reformerfolge frühzeitig und integriert überprüft und gesteuert werden. Ein effektives Projektmanagement ist der Schlüssel, um die Umsetzung der Verwaltungsreform erfolgreich zu steuern , die mit über 70 zentralen und dezentral en Veränderungsprojekten laufen wird. Hierfür eignet sich ein Projektmanagement-Tool, das den Status der Zielerreichung der Projekte erfasst. Der Projektfortschritt wird transparent eingeschätzt – vom Stadtvorstand über die Amtsleitungen bis zur hin Ebene der Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter. 7. Wichtige Erfolgsfaktoren einer Verwaltungsreform Der Beteiligungsprozess hat eindrucksvoll gezeigt, wie sehr Veränderungen gewünscht und gewollt sind. Die Leistungsfähigkeit und das Image der Stadtverwaltung sollen wieder in Einklang gebracht werden. Für das Gelingen dieser Verwaltungsreform müssen einige Erfolgsfaktoren erfüllt sein. Angemessene personelle Unterstützung Ein bedeutender Faktor ist die Personalstärke. Für den Reformprozess sind bisher rund 70 Veränderungsprojekte vorgesehen. Hinzu kommt die Umsetzung zusätzlicher Aktivitäten aus den damit verknüpften Bausteinen. Dies führt zu erweiterten und neuen Rollen, A ufgaben und Verantwortlichkeiten insbesondere bei den Führungskräften. In einzelnen Ämtern bestehen erhebliche Personal- und Arbeitsplatzprobleme . Dieser Umstand wird bei der Auswahl der Pilotämter für das Reformprogramm berücksichtigt. Seite 16 von 16 Um das umfassende Reformvorhaben erfolgreich zu bewältigen, muss die Verwaltungsreform nach einer qualifizierten Schätzung – unter Berücksichtigung des Organisationsprofils der Stadtverwaltung, der Veränderungsintensität, des Projektdesigns sowie des Kommunikationsbedarfs und der Beteiligungsintensität – mit einer Mindestausstattung von bis zu 16 Projektmanagementstellen unterstützt werden. Für die aktuell neun Dezernate ist je eine Vollzeitstelle für die Betreuung der dezentralen Veränderungsprojekte vorzusehen. Für die zentrale Gesamtprojektleitung, das Gesamtprojektmanagement und zur dezentralen Unterstützung der Dezernate sollten weitere sieben Vollzeitstellen eingeplant werden. Neben diesen max. 16 Vollzeitstellen kann auch eine mit signifikanten P rojektmitteln ausgestattete externe Beratung für eine wirksame Unterstützung bei Dezernaten und Ämtern sowie dem zentralen Projektmanagement sorgen. Projektorganisation Die Verwaltungsreform folgt keiner starren Projektplanung , sondern setzt auf einen zielbezogenen Entwicklungsprozess. Dabei übernimmt der Stadtvorstand die Rolle einer Steuerungsgruppe und bestimmt die strategische Ausrichtung des Gesamtprojekts. Auf dieser Basis beauftragt die Oberbürgermeisterin einzelne Projekte zur Verwaltungsreform. Wichtige Impulse in diesem Entwicklungsprozess geben Projektbeiräte: - Ein Politikbeirat, der Themen zwischen Verwaltung und Politik abstimmt. - Ein externer Fachbeirat mit Akteur innen und Akteuren aus Stadtgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft, der Feedback von außen gibt. - Ein Verwaltungsbeirat – bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen Dezernaten und aus allen Hierarchieebenen – der als Resonanzteam (sounding - board) aktiv ist. Fazit: Die Reformanstrengungen werden sich lohnen! - Alle bisher Beteiligten haben einen umfassenden Reformbedarf festgestellt. - Die Reform soll angegangen werden, um die Leistungsfähigkeit zu steigern und das Vertrauen in die Stadtverwaltung zu stärken. - Das Konzept zeigt, wie die Reform erfolgreich umgesetzt werden kann.
Anlage 2_ Abschlussdokumentation Konzept VR
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Büro der Oberbürgermeisterin Entwicklung eines Konzeptes zur Verwaltungsreform der Stadt Köln Abschlussdokumentation Dezember 2016 © Paulo dos Santos Seite 1 Büro der Oberbürgermeisterin Inhalt (I) Nr. Inhalt Seite 1. Management Summary eigenes Dokument 2. Aufgaben und Ziele der Planungsphase 5 3. Planung der Verwaltungsreform im Überblick 6 4. Phase 1: Start der Planung 7 5. Phase 2: Umsetzung eines Beteiligungsprozesses 8 5.1 Beteiligte und Beteiligungsformate 8 5.2 Datenerfassung, Auswertung und Analyse 10 5.3 Ergebnisse des Beteiligungsprozesses 11 6. Entwicklung der Reformziele 21 6.1 Reformziele 21 6.2 Zielpriorisierung 27 6.3 Ergebnisse der Zielpriorisierung 33 Seite 2 Büro der Oberbürgermeisterin Nr. Inhalt Seite 7. Planung des Reformprozesses 34 7.1 Warum scheitern Veränderungsprozesse in Großorganisationen? 35 7.2 Leitlinien zur Planung 36 7.3 Der Einstieg in den Reformprozess im Überblick 37 7.4 Die zentralen Projekte für den Reformprozess im Überblick 38 7.5 Projektbeschreibungen 40 7.6 Changemanagement als integraler Bestandteil der Verwaltungsreform 49 7.7 Bausteine für das Changemanagement 50 7.8 Maßnahmen zur Umsetzung der Bausteine 53 7.9 Changemanagement – Hinweise aus der Amtsleitungstagung 55 Inhalt (II) Seite 3 Büro der Oberbürgermeisterin Nr. Inhalt Seite 8. Projektorganisation und Ressourcenplanung 56 8.1 Steuerungsgruppe und dezentrale Verantwortung im Projekt 57 8.2 Gesamtprojektleitung Verwaltungsreform und Gesamtprojektmanagement 58 8.3 Rollen, Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege 59 8.4 Ressourcenplanung 61 9. Projektsteuerung 70 10. Bisherige Kommunikationsmaßnahmen 73 11. Die nächsten Schritte 75 12. Abschließend: Vier Punkte für eine gelungene Reform 76 Inhalt (III) Die Stadt Köln legt Wert auf eine geschlechterspezifische Sprache. In Fließtexten wird daher die weibliche und männliche Form ausgeschrieben. Zugunsten der besseren Darstellung wird in Tabellen und Grafiken jedoch auf ein Mittel der sprachlichen Darstellung aller sozialen Geschlechter und Geschlechtsidentitäten verzichtet, was keine Form von Diskriminierung darstellt. Seite 4 Büro der Oberbürgermeisterin Die Stadt Köln startet die Verwaltungsreform mit einer Konzeptphase Aufgaben und Ziele der Konzeption beteiligt Das Konzept soll Folgendes umfassen: Definition der Leitziele für die Verwaltungsreform Begründete Auswahl der erforderlichen Projekte und deren Verknüpfung in einem Projektplan (grober Arbeits- und Zeitplan) Vorschlag zur Projektorganisation Schätzung der Stellenbedarfe für die verwaltungsinterne zentrale Projektsteuerung in Verbindung mit einer qualifizierten externen Begleitung (Beratungstage) Benennung der zentralen Erfolgsfaktoren für den Prozess der Verwaltungsreform Ziel: Erstellung eines schlüssigen und realisierbaren Umsetzungsplans Akteursgruppen Mitglieder des Stadtrates Stadtvorstand Amtsleitungen und Stellvertretungen Führungskräfte/Führungskräfte-Nachwuchs Beschäftigte Personal- und Schwerbehindertenvertretung und Gleichstellungsbeauftragte Städtisches Projektteam Projektbeirat Externe Beratung: Rödl & Partner Seite 5 Büro der Oberbürgermeisterin Planung starten Beteiligungs- prozess umsetzen Reformziele entwickeln Reformprozess planen Zum Start wurde das Vorgehen zur Planung der Verwaltungsreform zeitlich, inhaltlich und methodisch festgelegt. Großgruppenveranstaltungen, Workshops und eine Dialogplattform boten Möglichkeiten zur Mitwirkung an der Planung der Verwaltungsreform. Alle Ideen und Hinweise der Teilnehmenden wurden erfasst und ausgewertet. Aus Ideen, Hinweisen und fachlichen Standards wurden die Reformziele abgeleitet. Ablauf, Inhalte, Verantwortlichkeiten, Organisation und Steuerung des Reformprozesses wurden unter Berücksichtigung empirisch bekannter Erfolgsfaktoren geplant. Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 Ablauf und Inhalte In vier Phasen zur Konzeption Aug 16 Sep-Okt 16 Nov 16 Nov-Dez 16 Seite 6 Phase 1: Planung starten Analyse des Reformbedarfs Organisationskultur, Führung, Beschäftigten- zufriedenheit Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse Systematische und zielorientierte Steuerung Innovation Kunden- und Bürger- zufriedenheit Nach Einschätzung von Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit braucht Köln eine spürbare und schnelle Verwaltungsreform. In der Konzeptphase sollten die Handlungsfelder und die Reformziele bestimmt werden. Nicht zufällig sondern systematisch begründet. Deswegen wurden die Erfolgsfaktoren starker Organisationen (links, Punkte 1-5) von Beginn an im sachlichen Zusammenhang betrachtet: Eine gelebte Organisationskultur mit wirksamer Führung schafft zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zusammen mit effizienten und ergebnisorientierten Prozessen entstehen serviceorientierte Dienstleistungen und zufriedene Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger. Möglich wird dies durch eine zielorientierte Steuerung und die Fähigkeit zur Innovation. Einschätzungen aber auch Erwartungen, Hinweise und Vorschläge zum Veränderungsbedarf wurden über einen Beteiligungsprozess gewonnen. Die Beschäftigten konnten sich in Großgruppenveranstaltungen (konzipiert als Workshops) und/oder über eine Dialogplattform im Intranet beteiligen. 1 2 3 4 5 Büro der Oberbürgermeisterin Seite 7 Büro der Oberbürgermeisterin Akteursgruppen beteiligten sich in Workshops Organisationskultur, Führung, Beschäftigten- zufriedenheit Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse Systematische und zielorientierte Steuerung Innovation Kunden- und Bürgerzufriedenheit Phase 2: Beteiligungsprozess umsetzen 922 Personen nahmen teil: Projektbeirat Auszubildende (Nachwuchs-)Führungskräfte Stadtvorstand Personal- und Schwerbehinderten- vertretung, Gleichstellungsbeauftragte Interessierte Beschäftigte Politische Vertreterinnen und Vertreter Zusätzlich: Amtsleitungen/Stellvertretungen bei zwei Amtsleitungstagungen Folgende Leitfragen wurden erörtert: Was soll erreicht werden (zur Orientierung dienten potenzielle Ziel-Zustände (vgl. Seiten 13-17)? Was halten Sie für besonders wichtig? Was muss passieren, um eine Veränderung zu bewirken? Welche Barrieren müssen abgebaut werden? Welche Ideen und Vorschläge haben Sie noch für die Information und Beteiligung der Beschäftigten im Umsetzungsprozess? Seite 8 Büro der Oberbürgermeisterin Beschäftigte nutzten die Dialogplattform im Intranet Organisationskultur, Führung, Beschäftigten- zufriedenheit Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse Systematische und zielorientierte Steuerung Innovation Kunden- und Bürgerzufriedenheit Phase 2: Beteiligungsprozess umsetzen – Dialogplattform Nutzer: 5.675 Aufrufe 73 Autorinnen und Autoren 182 Beiträge verfasst Die Leitfragen entsprachen denen der Workshops (siehe Seite 8). Seite 9 Alle Anregungen aus Workshops und Dialogplattform flossen in die Konzeption der Verwaltungsreform ein Büro der Oberbürgermeisterin Die Auswertung der Ideen und Hinweise war von folgendem Erkenntnissinteresse gelenkt: Sind alle vorgeschlagenen Themen von Bedeutung? Weichen die Sichtweisen von Führungskräften und Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter voneinander ab? Welches Thema steht besonders im Fokus? Gibt es besonders wichtige Zielzustände? Sind die Anregungen abhängig vom Beteiligungsformat (Workshop oder Dialogplattform)? Auswertung und AnalyseDatenerfassung Die Ergebnisse der Workshops, der Dialogplattform und direkte Rückmeldungen wurden in einer Excel-Datei erfasst. Die Rückmeldungen konnten den potenziellen Reformthemen zugeordnet werden. Zur Identifikation von Schwerpunkten sind Mehrfachnennungen berücksichtigt. Seite 10 Büro der Oberbürgermeisterin 832 528 498 362 516 0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 Organisationskultur, Führung, Mitarbeiter/innenzufriedenheit Kunden- und Bürgerzufriedenheit Effiziente ergebnisorientierte Prozesse Systematische zielorientierte Steuerung Innovation Verteilung der Anregungen aller beteiligten Akteursgruppen Gesamtsumme der Anregungen: 2736. Beteiligte Akteursgruppen: Projektbeirat, Stadtvorstand, Führungskräfte, Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter, Auszubildende, Vertreterinnen/Vertreter aus Deutlicher Veränderungsbedarf in allen 5 Handlungsfeldern Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit Seite 11 Büro der Oberbürgermeisterin Gegenüberstellung der Anregungen von Führungskräften und Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter 207 34% 105 17% 107 17% 56 9% 139 23% 558 28% 404 21% 370 19% 284 14% 352 18% 0 100 200 300 400 500 600 Organisationskultur, Führung, Mitarbeiter/innenzufriedenheit Kunden- und Bürgerzufriedenheit Effiziente ergebnisorientierte Prozesse Systematische zielorientierte Steuerung Innovation Anzahl der Anregungen pro Thema unterteilt nach Führungskräften und Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter Führungskräfte MitarbeiterMitarbeiterinnen und Mitarbeiter inkl. Auszubildende Führungskräfte inkl. Stadtvorstand Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit innen/Mitarbeiter Seite 12 Büro der Oberbürgermeisterin 55 200 97 75 54 79 193 79 0 50 100 150 200 250 Politik und Verwaltung arbeiten vertrauensvoll, offen und transparent miteinander. Die Beschäftigten werden entsprechend der jeweiligen Anforderungen qualifiziert und entsprechend der persönlichen Motivation, Leistung und des Potenzials gefördert. Feedback bei der Stadt Köln ist offen, wertschätzend und konstruktiv. Entscheidungen werden zügig und ergebnisorientiert getroffen. Zur optimalen Aufgabenerfüllung sind die notwendigen Ressourcen bereitgestellt. Ziel-, aufgaben- und prozessbezogene Zusammenarbeit ist selbstvberständlich. Aufgaben, Rolle und Selbstverständnis von Führung und der Führungskräfte Work-Life Balance, Arbeitsplatzzufriedenheit, Mitarbeiterorientierung, Verteilung aller Anregungen auf die Ziel-Zustände (Aussagen unterhalb der Säulen): gesamt 832 Ergebnisse im Handlungsfeld „Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit“ Seite 13 Büro der Oberbürgermeisterin 127 252 42 106 0 50 100 150 200 250 300 Jede Entscheidungsfindung berücksichtigt Auswirkungen auf das Gemeinwohl und denkt Bürgerbeteiligungselemente mit. Das Verwaltungshandeln ist kunden- und serviceorientiert ausgerichtet und passt sich den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden bzw. Bürger kontinuierlich an. Rückmeldungen werden zum Anlass für kontinuierliche Verbesserungen genommen. Image, Außendarstellung und Wirkung Verteilung aller Anregungen auf die Ziel-Zustände: gesamt 528 Ergebnisse im Handlungsfeld „Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger“ Seite 14 Büro der Oberbürgermeisterin 172 39 43 88 155 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 Die Arbeitsabläufe sind optimiert und werden laufend geprüft. Dezentrale Fach- und Ressourcenverantwortung basieren auf klaren und realistischen Zielen. Die zu erreichenden Ziele sind hinreichend konkret, messbar, realistisch, akzeptiert und terminiert Die ausführenden Stellen nehmen ihre Aufgaben eigenverantwortlich wahr und tragen damit die Verantwortung für das Gesamtergebnis. Eine effektive und effiziente Aufbau- und Ablauforganisation mit klar definierten Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten ist etabliert. Verteilung aller Anregungen auf die Ziel-Zustände: gesamt 498 Ergebnisse im Handlungsfeld „Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse“ Seite 15 Büro der Oberbürgermeisterin 122 78 104 27 30 0 20 40 60 80 100 120 140 Ein regelmäßig überprüftes Organisationsleitbild sowie mittel- und langfristige Organisationsziele sind bekannt, dienen der Orientierung allen Verwaltungshandelns und als Grundlage von Strategie- und Maßnahmenplanungen. Führungskräfte werden befähigt, anlassgerechte und moderne Führungsinstrumentarien zur einheitlichen Führung und effizienten Steuerung einzusetzen. Die Verwaltungsspitze entwickelt die Stadtausrichtung in einem nach innen und außen offenen Beteiligungsprozess fort. Datenmanagement sichert die erforderliche Qualität für Entscheidungen ab. Für alle Produkte sind die damit verbundenen Wirkungen bekannt und werden über Kennzahlen gemessen. Verteilung aller Anregungen auf die Ziel-Zustände: gesamt 362 Ergebnisse im Handlungsfeld „Systematische und zielorientierte Steuerung“ Seite 16 Büro der Oberbürgermeisterin 69 182 140 125 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 Es werden Werkzeuge des Ideen- und Innovationsmanagements genutzt. Die Verwaltung ist eine lernende Organisation, Ideen und Fehler werden für Veränderungen genutzt, Innovationen gefördert. Die Grundhaltungen und Werte der Beschäftigten sind mit dem Reformvorhaben kompatibel. Vorschläge für Innovation Verteilung aller Anregungen auf die Ziel-Zustände: gesamt 516 Ergebnisse im Handlungsfeld „Innovation“ Seite 17 Die Erkenntnisse aus den Workshops werden durch die Dialogplattform bestätigt Büro der Oberbürgermeisterin Beschäftigtenzufriedenheit Seite 18 Büro der Oberbürgermeisterin Häufige Anregungen und Anzahl der Stimmen Organisationskultur, Führung, Beschäftigten- zufriedenheit Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse Systematische und zielorientierte Steuerung Innovation Kunden- und Bürgerzufriedenheit Änderung des Führungsverhaltens, Schulung der Führungskräfte (396) Mehr Zeit und höhere Wertschätzung für Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter/Auszubildende (280) Verbesserung der Infrastruktur (Dienstgebäude, Arbeitsmaterial) (152) Bürgerfreundlicher Service in allen "bürgernahen" Bereichen (38) Schnelle, transparente Entscheidungen (12) Akzeptanz durch Priorisierung von Ausgaben nach Aspekten des Gemeinwohls (18) Beschleunigung Stellenbesetzungsverfahren/Möglichkeiten des Wissenserhalts (110) Ausbau der Digitalisierung und EDV Ausstattung (29) Ämter könnten durch dezentralere Planung in der Autonomie gestärkt werden (17) Vorrang der Ämterinteressen zu Gunsten des Stadtinteresses abbauen (8) Zielvereinbarungen auf allen Ebenen im Leistungs-, Finanz- und Orga-Bereich (8) Bereitstellung von Instrumenten Innovation (15) Unterstützung zur dezentralen Innovation statt zentralem Management (12) Motivation und Anerkennung der Beschäftigten als Basis für Innovation (8) Anregungen der Beschäftigten über die Dialogplattform Seite 19 An den Workshops nahmen 922 Personen teil. Die Dialogplattform verzeichnete 5.675 Aufrufe. Die Teilnehmenden der Workshops gaben 2.736 Anregungen mit Hinweisen, Vorschlägen und Bedenken zu den 5 Handlungs- feldern. Die Nutzerinnen und Nutzer der Dialogplattform gaben 1.938 Kommentare und „Gefällt mir“-Wertungen ab. 34 % der 2.736 Anregungen aus den Workshops richten sich auf das Thema „Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit“. Von den „Gefällt mir“ Wertungen waren es 75%. Führungskräfte und Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter sehen den meisten Veränderungsbedarf im Handlungsfeld „Organisationskultur, Führung und Beschäftigtenzufriedenheit“. über alle Handlungsfelder gab es besonders viele Anregungen zu Qualifizierung der Beschäftigten Aufgaben, Rolle und Selbstverständnis von Führung Serviceorientierung Optimierung von Arbeitsabläufen Klar definierten Verantwortlichkeiten Umsetzung einer Gesamtstrategie Rolle eines bereichsübergreifend denkenden Stadtvorstandes Lernende Verwaltung Ideenmanagement und konstruktive Fehlerkultur Die Anregungen bildeten die Grundlage für die Entwicklung der Reformziele. Ergebnisse des Beteiligungsprozesses in der Zusammenfassung Büro der Oberbürgermeisterin Seite 20 Büro der Oberbürgermeisterin Für alle fünf Handlungsfelder wurden Reformziele erarbeitet. Die Reformziele werden als qualitative Ziel-Zustände dargestellt. Die Ziel-Zustände beschreiben was mit der Verwaltungsreform erreicht werden soll. Die Ziel-Zustände dienen den Akteursgruppen als Grundlage für Selbstreflexion, Feedback und Evaluierung. Für den Start der Verwaltungsreform wurde von den Amtsleitungen und den Stellvertretungen eine Priorisierung der Ziele vorgenommen. Im folgenden werden die Reformziele und die priorisierten Ziele dargestellt. Beteiligungsprozess Reformziele Zielpriorisierung für den Einstieg Phase 3: Reformziele entwickeln Seite 21 Büro der Oberbürgermeisterin Organisations- kultur, Führung, Beschäftigten- zufriedenheit Die Werte der Organisationskultur sind als Grundlage eines Mit- und Füreinander gemeinsam entwickelt. Alle Beschäftigten beachten und reflektieren diese Werte und Grundsätze, um angestrebte Ziele zu erreichen. Die Werte werden von den Führungskräften gelebt und prägen dadurch das Verhalten jedes einzelnen Beschäftigten. Entscheidungen werden zügig und transparent getroffen und verantwortet. Führungskräfte sind Vorbilder, Wegweiser und offen für Anregungen. Sie agieren wertschätzend und kooperativ. Ergebnisse aus einem Führungsfeedback werden für die eigene Entwicklung genutzt. Alle Beschäftigten sind entsprechend der jeweiligen Anforderungen qualifiziert und werden nach persönlicher Motivation und Leistung gefördert. Politik und Verwaltung arbeiten vertrauensvoll, offen, verlässlich und transparent miteinander. Konstruktiv in Zusammenarbeit, Miteinander und Füreinander Zielzustände für Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit Seite 22 Büro der Oberbürgermeisterin Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger Als Dienstleister arbeitet die Verwaltung transparent, kompetent, serviceorientiert und organisiert schnellstmögliche Bearbeitungsprozesse. Die Verwaltung wägt bei ihren Entscheidungen Einzel- und Gemeinwohlinteressen ab. Eine Beteiligungskultur ist durch Leitlinien und Regeln etabliert. Die Kommunikation ist wertschätzend, klar und verständlich. Feedback wird regelmäßig eingeholt, ausgewertet und für kontinuierliche Verbesserungen genutzt. Kompetent und orientiert am Bedarf Zielzustände für Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger Seite 23 Büro der Oberbürgermeisterin Effiziente und ergebnis- orientierte Prozesse Eine effektive und effiziente Aufbau- und Ablauforganisation mit klar definierten Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten ist etabliert. Die ausführenden Stellen nehmen ihre Aufgaben eigenverantwortlich wahr und sind mit der entsprechenden Entscheidungskompetenz ausgestattet. Die im Tagesgeschäft zu erreichenden Qualitätsziele sind bekannt, konkret, messbar, realistisch und akzeptiert. Dabei unterstützt eine regelmäßiges Feedback. Alle Prozesse, auch bereichsübergreifende, sind optimiert und transparent. Möglichkeiten der Digitalisierung werden genutzt. Die für die Aufgabenerfüllung notwendigen Ressourcen stehen in Abhängigkeit der zu erreichenden Qualitätsziele zur Verfügung und werden effizient eingesetzt. Die dafür erforderlichen Kompetenzen werden definiert, geschaffen und fortentwickelt. Effizient durch ergebnisorientierte Prozesse Zielzustände für effiziente und ergebnisorientierte Prozesse Seite 24 Büro der Oberbürgermeisterin Systematische und zielorientierte Steuerung Eine Stadtstrategie richtet alle Planungs-, Entscheidungs- und Handlungsprozesse an einer nachhaltigen Entwicklung der Stadt Köln aus. Die Verwaltungsspitze prägt die Verwaltungsausrichtung durch handlungsleitendende Ziele, die in Form von zu erreichenden Zuständen beschlossen, kommuniziert und fortentwickelt werden. Eine zielorientierte Führung ist auf allen Führungsebenen umgesetzt. Führungskräfte setzen dabei Führungsinstrumentarien zur Steuerung ein. Ein integratives Datenmanagement ist dafür realisiert. Allen Beschäftigten ist der individuelle Beitrag zur Erreichung der Leitziele vermittelt. Die Zielerreichung und der Umsetzungsstand von Projekten wird regelmäßig evaluiert. Dabei wird die Möglichkeit zur Selbstreflexion auf allen Ebenen ermöglicht. Die halbjährliche Einschätzung der Verwaltungsspitze zum Stand der Umsetzung der Leitziele ist für alle Beschäftigten transparent. Leistungsstark durch zielorientierte Steuerung Zielzustände für eine systematische und zielorientierte Steuerung Seite 25 Büro der Oberbürgermeisterin Innovation Die Stadtverwaltung ist eine lernende Organisation. Es wird jährlich entschieden und kommuniziert, welche notwendigen Fähigkeiten wie weiterentwickelt werden. Alle Beschäftigten haben jederzeit die Möglichkeit sich mit ihren Ideen einzubringen. Sie erhalten eine zeitnahe Rückmeldung wie mit ihren Ideen umgegangen wird. Jährlich wird über die Beteiligungsquote und die Umsetzung der Ideen berichtet. Die für ein Ideenmanagement notwendigen Werkzeuge und Strukturen sind etabliert. Die Anregungen der Beschäftigten aus dem Beteiligungsprozess sind im Reformvorhaben berücksichtigt. Modern und innovativ als lernende Organisation Zielzustände für Innovation Seite 26 Büro der Oberbürgermeisterin Während der Amtsleitungstagung am 01.12.2016 wurden die aus dem Beteiligungsprozess entstandenen Ziel-Zustände gesichtet und priorisiert. Jede Amtsleitung/Stellvertretung konnte pro Handlungsfeld entweder 2 Punkte für einen Ziel- Zustand oder jeweils einen Punkt verteilt auf zwei Ziel-Zustände vergeben. • Die Zielpriorisierung dient dem Stadtvorstand zur Ausrichtung des Reformprozesses. Beteiligungsprozess Reformziele Zielpriorisierung für den Einstieg Die Reformziele wurden für den Start von den Amtsleitungen und den Stellvertretungen priorisiert Seite 27 Büro der Oberbürgermeisterin Zielpriorisierung – Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit Die Werte der Organisationskultur sind als Grundlage eines Mit- und Füreinander gemeinsam entwickelt. Alle Beschäftigten beachten und reflektieren diese Werte und Grundsätze, um angestrebte Ziele zu erreichen. Die Werte werden von den Führungskräften gelebt und prägen dadurch das Verhalten jedes einzelnen Beschäftigten. Entscheidungen werden zügig und transparent getroffen und verantwortet. Führungskräfte sind Vorbilder, Wegweiser und offen für Anregungen. Sie agieren wertschätzend und kooperativ. Ergebnisse aus einem Führungsfeedback werden für die eigene Entwicklung genutzt. Alle Beschäftigten sind entsprechend der jeweiligen Anforderungen qualifiziert und werden nach persönlicher Motivation und Leistung gefördert. Politik und Verwaltung arbeiten vertrauensvoll, offen, verlässlich und transparent miteinander. A B C D E F A B C D E F Anzahl der vergebenen Punkte 17 48 56 48 36 33 0 10 20 30 40 50 60 Punkte 7,1% 20,1% 23,6% 20,1% 15,1% 13,9% Seite 28 Als Dienstleister arbeitet die Verwaltung transparent, kompetent, serviceorientiert und organisiert schnellstmögliche Bearbeitungsprozesse. Die Verwaltung wägt bei ihren Entscheidungen Einzel- und Gemeinwohlinteressen ab. Eine Beteiligungskultur ist durch Leitlinien und Regeln etabliert. Die Kommunikation ist wertschätzend, klar und verständlich. Feedback wird regelmäßig eingeholt, ausgewertet und für kontinuierliche Verbesserungen genutzt. Zielpriorisierung – Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger A B C D Anzahl der vergebenen Punkte 95 23 91 28 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Punkte A B C D 40,1% 9,7% 38,4% 11,8% Büro der Oberbürgermeisterin Als Dienstleisterin arbeitet die Verwaltung Seite 29 Büro der Oberbürgermeisterin Zielpriorisierung – Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse 22 72 14 35 77 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 Punkte Anzahl der vergebenen Punkte Eine effektive und effiziente Aufbau- und Ablauforganisation mit klar definierten Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten ist etabliert. Die ausführenden Stellen nehmen ihre Aufgaben eigenverantwortlich wahr und sind mit der entsprechenden Entscheidungskompetenz ausgestattet. Die im Tagesgeschäft zu erreichenden Qualitätsziele sind bekannt, konkret, messbar, realistisch und akzeptiert. Dabei unterstützt eine regelmäßiges Feedback. Alle Prozesse, auch bereichsübergreifende, sind optimiert und transparent. Möglichkeiten der Digitalisierung werden genutzt. Die für die Aufgabenerfüllung notwendigen Ressourcen stehen in Abhängigkeit der zu erreichenden Qualitätsziele zur Verfügung und werden effizient eingesetzt. Die dafür erforderlichen Kompetenzen werden definiert, geschaffen und fortentwickelt. A B C D E A B C D E 10,0% 32,7% 6,4% 15,9% 35,0% Seite 30 Büro der Oberbürgermeisterin Zielpriorisierung – Systematische und zielorientierte Steuerung 61 59 53 25 27 5 0 10 20 30 40 50 60 70 Punkte Anzahl der vergebenen Punkte A B C D E F Eine Stadtstrategie richtet alle Planungs-, Entscheidungs- und Handlungsprozesse an einer nachhaltigen Entwicklung der Stadt Köln aus. Die Verwaltungsspitze prägt die Verwaltungsausrichtung durch handlungsleitendende Ziele, die in Form von zu erreichenden Zuständen beschlossen, kommuniziert und fortentwickelt werden. Eine zielorientierte Führung ist auf allen Führungsebenen umgesetzt. Führungskräfte setzen dabei Führungsinstrumentarien zur Steuerung ein. Ein integratives Datenmanagement ist dafür realisiert. Allen Beschäftigten ist der individuelle Beitrag zur Erreichung der Leitziele vermittelt. Die Zielerreichung und der Umsetzungsstand von Projekten wird regelmäßig evaluiert. Dabei wird die Möglichkeit zur Selbstreflexion auf allen Ebenen ermöglicht. Die halbjährliche Einschätzung der Verwaltungsspitze zum Stand der Umsetzung der Leitziele ist für alle Beschäftigten transparent. A B C D E F 26,5% 25,6% 23,0% 10,9% 11,7% 2,1% Seite 31 Büro der Oberbürgermeisterin Zielpriorisierung – Innovation 76 56 38 28 0 10 20 30 40 50 60 70 80 Punkte Die Stadtverwaltung ist eine lernende Organisation. Es wird jährlich entschieden und kommuniziert, welche notwendigen Fähigkeiten wie weiterentwickelt werden. Alle Beschäftigten haben jederzeit die Möglichkeit sich mit ihren Ideen einzubringen. Sie erhalten eine zeitnahe Rückmeldung wie mit ihren Ideen umgegangen wird. Jährlich wird über die Beteiligungsquote und die Umsetzung der Ideen berichtet. Die für ein Ideenmanagement notwendigen Werkzeuge und Strukturen sind etabliert. Die Anregungen der Beschäftigten aus dem Beteiligungsprozess sind im Reformvorhaben berücksichtigt. Anzahl der vergebenen Punkte A B C D A B C D 38,3% 28,3% 19,1% 14,4% Seite 32 Büro der Oberbürgermeisterin Aus Sicht der Amtsleitungen/Stellvertretungen sind besonders wichtig: alle Ziele im Handlungsfeld „Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit“ in ihrem Gesamtzusammenhang bearbeiten Kundinnen, Kunden, Bürgerinnen und Bürger benötigen neben gutem Service vor allem auch eine gute Kommunikation Arbeitsabläufe werden vor allem mit hinreichender Eigenverantwortung und ausreichenden Ressourcen erfolgreich erledigt erfolgreiche Steuerung benötigt eine klare Gesamtstrategie, die vom Stadtvorstand und der gesamten Führung systematisch verfolgt wird eine erfolgreiche Verwaltungsreform macht die Verwaltung zu einer lernenden Verwaltung Zielpriorisierung durch die Amtsleitungen und Stellvertretungen – Die Ergebnisse im Überblick Seite 33 Büro der Oberbürgermeisterin Die Planung der Verwaltungsreform orientierte sich an Leitfragen: Wie wird aus der Verwaltungsreform einer erfolgreicher Prozess? Was sind die Erfolgsfaktoren im Reformprozess? Warum scheitern Reformprozesse und was lässt sich daraus lernen? Wie entsteht eine Bereitschaft für Engagement und Mitwirkung? Wie können Widerstände aufgelöst werden? Welche organisatorischen Voraussetzungen sind zu schaffen? Welche Unterstützung benötigen Führungskräfte? Für alle Fragen wurden Antworten und eine schlüssige Reformplanung erarbeitet. Beteiligungsprozess Reformziele Zielpriorisierung für den Einstieg Projekte zur Zielerreichung Phase 4: Reformprozess planen Seite 34 Büro der Oberbürgermeisterin 36% 37% 43% 46% 50% 52% 56% 56% 56% 61% 400 10 30 50 60 7020 Einflussfaktoren nach der Reihenfolge ihrer Erfolgsrelevanz Unzureichendes Engagement der oberen Führungsebene Unklare Zielbilder der Veränderungsprozesse Uneinigkeit auf den obersten Führungsebenen (sprechen nicht mit einer Stimme) Mangelnde Unterstützung aus dem Linienmanagement Lückenhafte und verspätete Information an die Beschäftigten Ungenügende personelle Ressourcen Wenig Vertrauen in der Kommunikation zwischen Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern und Führungskräfte Unzureichende Möglichkeiten zur Bewältigung von Ängsten und Widerständen der Beschäftigten Vernachlässigung psychologischer Faktoren in der Projektplanung Fehlende Erfahrung der Führungskräfte mit der Verunsicherung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die zehn wichtigsten Gründe für das Scheitern von tiefgründigen Veränderungsprozessen in Großorganisationen Quelle: C4 Consulting/ TU München: Veränderungen erfolgreich gestalten. Repräsentative Untersuchung über Erfolg und Misserfolg im Veränderungsmanagement Seite 35 Büro der Oberbürgermeisterin Für eine erfolgreiche Verwaltungsreform sind sieben Punkte zu berücksichtigen 1 Engagement und Eigenverantwortung von Führungskräften ermöglichen 2 Zielklarheit schaffen - Wichtiges fokussieren - mittlere Führungsebenen gewinnen 3 Realistisch bleiben: Es geht nicht alles überall und gleichzeitig! 4 Der Reformprozess kann nicht über statische Projektpläne realisiert werden 5 Widerstände als normal begreifen und einen konstruktiven Umgang damit finden 6 Umfassende und ehrliche Kommunikation im Reformprozess 7 Veränderung als dauerhafte Aufgabe verankern Seite 36 Büro der Oberbürgermeisterin Die ersten Schritte – Dezentrale Verantwortung von Beginn an Grundlagen durch den Stadtvorstand legen Reformfundament in allen Dezernaten u. Ämtern schaffen Reformprogramm in immer mehr Ämtern umsetzen Den Stadtvorstand als bereichsübergreifenden Vorstand positionieren. 1.1 2.2 Die Ausrichtung und die Reformziele der Dezernate und ihrer Ämter definieren. 1.1 Den Status Quo analysieren. 1.2 2.2 2.3 2.4 3.1 4.1 5.1 Die Dezernentinnen und Dezernenten als Führungs- spitze positionieren. 1.1 2.2 Die Pilotämter für die Umsetzung der Reformziele auswählen. 1.1 Lösungsbezogene Maßnahmen (auf der Sachebene) beschreiben. Die strategische Ausrichtung für 2017 ff. klären. 1.1 Die dezentralen Projekte zur Zielerreichung planen. 1.1 Diese Maßnahmen mit Changemanagement verknüpfen und in einem Projektplan verankern. Das Steuerungs- und Führungssystem für die Umsetzung festlegen. 1.1 2.2 Reformziele und Projekte in ein Steuerungs- und Führungssystem integrieren. 1.1 2.2 Den Projektplan umsetzen und den Projektfortschritt steuern. 1.1 2.2Die Leitgedanken zur Organisationskultur der Stadtverwaltung entwickeln. 2.1 Die Leitgedanken zur Organisationskultur konkretisieren. 2.1 Den Zielfortschritt evaluieren. Die zu optimierenden dezernatsübergreifenden Prozesse und Quick-Win- Projekte festlegen. 4.1 Bei der Optimierung dezernatsübergreifender Prozesse mitwirken. 4.1 Das Veränderungsergebnis in einen dauerhaften Lern- prozess überführen. 5.1 ab 01/2017 ab 05/2017 ab 05/2017 3 Die Nummern beziehen sich auf die nachfolgend dargestellten zentralen Projekte. 1 2 Seite 37 Büro der Oberbürgermeisterin Mindeststandards für dezentrale Veränderungsprojekte erarbeiten Thema Neun zentrale Projekte 1 Systematische und zielorientierte Steuerung 1.1 Steuerungssystem 1.2 Dezentrale Ressourcenverantwortung 2 Organisationskultur, Führung, Mitarbeiter/innen- zufriedenheit 2.1 Organisationskultur und Werte 2.2 Führungsaufgaben und Führungsqualität 2.3 Führungskompetenzen, Führungskräfteauswahl und - entwicklung 2.4 Arbeitsplatzzufriedenheit 3 Kunden- und Bürgerzufriedenheit 3.1 Kundenservice, Öffentlichkeitsarbeit und Image 4 Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse 4.1 Digitalisierung, Prozessmanagement und Ressourcenplanung 5 Innovation 5.1 Ideenmanagement Dezentrale Verantwortung funktioniert, wenn für Führung, Steuerung, Prozesse und Innovation einheitliche Mindeststandards eingehalten werden. Deshalb sind neun zentrale Projekte zu realisieren. Drei Projekte (rot dargestellt) davon sind von Beginn in allen Dezernaten und Ämtern prioritär umzusetzen. Die neun zentralen Projekte sind beschrieben durch: Projektskizze Ergebnissen und Wirkungen Bausteine … Seite 38 Büro der Oberbürgermeisterin Erläuterungen zur Planung der zentralen Projekte Element Hinweise Die Projektskizzen beschreiben welche Grundlagen, Standards und Hilfsmittel entwickelt werden. Die Vorgabe von dezentralen Projekten ist weder möglich noch sinnvoll. Die Projekte entstehen aus der Analyse des Status quo in den Ämtern, spezifischen Handlungsfeldern und der Diskussion von Lösungsansätzen. Für jedes der neun Projekte sind komplexe Bausteine als wichtige Schlüsselthemen für eine erfolgreiche Verwaltungsreform benannt. Die Bausteine sind aus dem Beteiligungsprozess heraus entstanden und spiegeln das Meinungsbild der Beschäftigten wider. Aus fachlicher Sicht wurden sinnvolle Ergänzungen vereinzelt hinzugefügt. Für die zentralen Projekte sind die angestrebten Ergebnisse und Wirkungen definiert. Diese werden für eine ergebnisorientierte Projektsteuerung genutzt. Damit wird von Beginn an ein kontinuierlicher und klärender Prozess zu angestrebten Ergebnissen und Wirkungen initiiert. Der Steuerungsfokus wird auf die tatsächliche Veränderung und nicht auf das Bearbeiten von Aktivitäten und Meilensteinen gelegt. Dadurch entsteht bei allen Beteiligten sehr früh ein geschärftes Bild für die angestrebten Ziel- Zustände. Unklarheiten und Ziel-Abweichungen werden schnell festgestellt und aufgelöst. Projekt- skizzen Ergebnisse Wirkungen Bausteine Seite 39 Büro der Oberbürgermeisterin Thema 1: Systematische und zielorientierte Steuerung Projekt: 1.1 Steuerungssystem Projektskizze: Mit Beginn der Umsetzung der Verwaltungsreform im Jahr 2017 werden die angestrebten Zielzustände durch den Stadtvorstand beschlossen. Dabei wird definiert, welche Zielzustände prioritär bearbeitet werden. Auf dieser Grundlage bestimmen die Dezernats- und Amtsleitungen innerhalb von vier Monaten ihre spezifischen Ziele und die Pilotämter planen die notwendigen Veränderungsprozesse. Die daraus resultierenden Veränderungsprojekte der Dezernate und Ämter werden im Stadtvorstand beraten und durch die Oberbürgermeisterin freigegeben. Anschließend startet die Umsetzung der Veränderungsprojekte: die Ziele und Projekte der Dezernate und Ämter werden in einem Steuerungssystem/Projektsteuerung abgebildet. Notwendige Grundlagen, Hilfsmittel und Instrumente werden durch das Projektmanagement bereitgestellt. Die Umsetzung der Projekte sowie die erreichten Ziele werden sowohl dezentral als auch zentral gesteuert. Bausteine: Integration der Verwaltungsreformziele in die Gesamtstrategie und das Steuerungssystem Ausbau eines zentralen und integrativen Datenmanagements für Steuerungszwecke/Berichtswesen Operationalisierung der Reformziele auf den Ebenen Stadtvorstand, Dezernate und Ämter Etablierung eines Beschlusscontrolling Umsetzung eines kontinuierlichen Prozesses zur Planung und Kommunikation von Veränderungsprojekten Stand der Zielerreichung ist für alle Beschäftigten im Intranet einsehbar Auf allen Führungsebenen erfolgt regelmäßige Selbstreflexion zu den Veränderungsprojekten und zur Zielerreichung Prozess etabliert, um Ziele kontinuierlich fortzuschreiben und zu evaluieren Ergebnisse und Wirkungen: Das Fundament für eine zielorientierte Führung ist gelegt. Der jeweilige Zielerreichungsstand wird transparent abgebildet und auf allen Führungsebenen regelmäßig reflektiert. Auf dieser Basis bewertet der Stadtvorstand halbjährlich die Fortschritte und entscheidet über die Fortschreibung der Ziele. Stetige Veränderung ist in der Stadtverwaltung als Prinzip verankert – insbesondere bei den jährlichen Planungen. Ziele, Zielerreichung und Zielfortschreibung werden systematisch kommuniziert. Seite 40 Büro der Oberbürgermeisterin Thema 1: Systematische und zielorientierte Steuerung Projekt: 1.2 Dezentrale Ressourcenverantwortung Projektskizze: Es wird ein Arbeitsteam gebildet, das eine stärkere dezentrale Ressourcenverantwortung inhaltlich beschreibt und die dafür notwendigen Instrumente erarbeitet. Dazu gehört auch, zu prüfen, wie sich Rollen, Aufgaben und Schnittstellen zu den Querschnittsfunktionen verändern und wie sich diese Veränderungen realisieren lassen. Zu dieser Konzeption geben alle Amtsleitungen ihr Feedback. Auf dieser Grundlage erarbeiten die zuständigen Fachämter ein Budgetierungskonzept, das anschließend im Stadtvorstand beraten wird, sodass es ab dem Jahr 2018 umgesetzt werden kann. Die zur Übernahme der Ergebnisverantwortung notwendigen Führungsanforderungen werden in den Projekten „Führungsaufgaben und Führungsqualität“ sowie „Führungskompetenzen, Führungskräfteauswahl und Führungskräfteentwicklung“ definiert. Das Arbeitsteam berät im Jahr 2018 über die Erfahrungen mit der dezentralen Ressourcenverantwortung. Bei Bedarf werden die Regelungen für das Haushaltsjahr 2019 fortgeschrieben. Bausteine: Klärung der Verantwortung / Entscheidungskompetenzen auf den Organisationsebenen Realisierung der Umsetzungsbedingungen für die Wahrnehmung der dezentralen Ressourcenverantwortung Rollen, Aufgaben, Schnittstellen zu Querschnittsfunktionen prüfen und ggf. neu definieren Umsetzung einer datenbasierten und zielorientierten Produkt- und Budgetplanung Entscheidung für ein Budgetierungskonzept, um eine stärkere dezentrale Ressourcenverantwortung umzusetzen Führungskräfte übernehmen Ergebnis-Verantwortung und -Steuerung Ergebnisse/Wirkungen: Ein Budgetierungskonzept ist erarbeitet und wird umgesetzt. Auf Produktebene sind realistische - also budgetkonforme - Ziele dargestellt. Die Einhaltung der Budgets wird von den Amtsleitungen in Eigenverantwortung dezentral gesteuert. Sie berichten rechtzeitig über abzusehende Abweichungen zu den vereinbarten Budgets. Die notwendigen Instrumente zur Budgetsteuerung sind bereitgestellt. Alle Ämter übernehmen mehr dezentrale Verantwortung. Seite 41 Büro der Oberbürgermeisterin Thema 2: Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit Projekt: 2.1 Organisationskultur und Werte Projektskizze: Der Stadtvorstand initiiert gemeinsam mit den Führungskräften einen Prozess, in dem mit allen Beschäftigtengruppen die prägenden Elemente der städtischen Organisationskultur bestimmt werden. Dafür entwickelt der Stadtvorstand in 2017 erste Überlegungen, die sowohl in Diskussionsformaten als auch über Beteiligungsformate vertieft und um weitere Ideen zur Organisationskultur ergänzt werden. Auf dieser Grundlage beschließt der Stadtvorstand zentrale Leitgedanken für die städtisch e Organisationskultur, die danach in den Dezernaten weiter konkretisiert werden. Dezernats - und Amtsleitungen verständigen sich auf konkrete Verhaltensgrundsätze. Sie werden mit den Führungskräften schriftlich vereinbart. Im laufenden Monitoring wird gemessen, ob die Leitgedanken allen Beschäftigten bekannt sind, inwieweit die Verhaltensgrundsätze realisiert werden und der Wertewandel gelingt. Bausteine: Klärung: Was ist unsere Organisationskultur und welche Elemente prägen diese? Umsetzung von Werten für die Zusammenarbeit in der täglichen Praxis durch konformes Verhalten Entwicklung von Führungsleitlinien Entwicklung eines Systems zur Einhaltung der Verhaltensgrundsätze Leitgedanken zur Organisationskultur insbesondere Führung und Zusammenarbeit werden verwaltungsweit kommuniziert Zentrale Leitgedanken zur städtischen Organisationskultur werden bei der Personalauswahl berücksichtigt und in Trainingspläne von Beschäftigten integriert Konkrete Verhaltensgrundsätze in den Dezernaten und Ämtern verabreden Monitoring des Veränderungsfortschritts im Reformprozess Ergebnisse und Wirkungen: Die Organisationskultur der Stadtverwaltung ist gemeinsam erarbeitet und kommuniziert. Sie wird bei Reflektionsgesprächen und anderen Feedbackprozessen herangezogen. In Führungskräfte -Trainings wird reflektiert, wie die verabredeten Verhaltensgrundsätze umgesetzt werden können. Verhaltensabweichungen werden partnerschaftlich und konstruktiv angesprochen. Die Zusammenarbeit ist durch ein Mit - und Füreinander geprägt. Die Beschäftigen fühlen sich mindestens respektiert und zunehmend wohl. Seite 42 Büro der Oberbürgermeisterin Thema 2: Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit Projekt: 2.2 Führungsaufgaben und Führungsqualität Projektskizze: In den Dezernaten und Ämtern wird im Jahr 2017 ein Prozess gestartet, der die Wirksamkeit von Führung über alle Führungsebenen steigert. Hierfür werden zunächst die gegenwärtigen Führungsaufgaben evaluiert und mögliche Hemmnisse für eine wirksame Führung ermittelt. Auf dieser Grundlage wird ein Arbeitsteam die zukünftigen Führungsaufgaben verbunden mit einer definierten Führungsqualität beschreiben und als Element der Organisationskultur verankern. Nach Beratung im Stadtvorstand werden die Führungsaufgaben und Führungsqualität zwischen Oberbürgermeisterin und Führungskräften vereinbart. Dabei wird auch das Anforderungsprofil für ein IT-gestütztes Führungssystem definiert. Die für die Wahrnehmung der Führungsaufgaben notwendigen Führungskompetenzen werden im Projekt „ Führungskompetenzen, Führungskräfteauswahl und Führungskräfteentwicklung“ geklärt und in einen systematischen Entwicklungsprozess überführt. Bausteine: Identifizierung und Abbau von Hemmnissen (z.B. institutionell) für eine wirksame Führung Vereinbarung der Führungsqualität zwischen Stadtvorstand/Oberbürgermeisterin Klärung der Führungsrollen für alle Hierarchien Umsetzung, Selbstreflexion und Evaluierung der definierten Führungsqualität in den Dezernaten und Ämtern Beschreibung von Führungsaufgaben Planung der Anforderungen an ein IT-gestütztes Führungssystem Zuordnung von Führungsaufgaben zu den jeweiligen Führungsrollen Ergebnisse / Wirkungen: Die Führungsaufgaben sind präzise beschrieben. Die Führungskräfte reflektieren regelmäßig ihr Führungshandeln und tauschen sich dabei mit dem Vorgesetzten aus. Probleme bei Führungsfragen werden in konstruktiven Feedbackprozessen bearbeitet. Führung wird von den Beschäftigten werte- und zielorientiert, entscheidungsfreudig und kooperativ wahrgenommen. Angestrebte Ziele werden erreicht. Seite 43 Büro der Oberbürgermeisterin Thema 2: Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit Projekt: 2.3 Führungskompetenzen, Führungskräfte- auswahl und Führungskräfteentwicklung Projektskizze: Im Jahr 2018 optimiert ein Arbeitsteam gemeinsam mit der Personalentwicklung den Prozess der Führungskräfteentwicklung. Die aktuell zugrunde gelegten Kompetenzanforderungen und Fortbildungsprogramme in den Kompetenzfeldern Verwaltungs -, Mitarbeiterinnen-/Mitarbeiter- und Selbstführung werden unter Beachtung der im Projekt „Führungsaufgaben und Führungsqualität“ geklärten Führungsaufgaben reflektiert, aktualisiert und vervollständigt. Die Anforderungen werden je nach Führungsrolle in einem generell gültigen Kompetenzprofil definiert. Der Prozess zur Führungskräfteauswahl wird entsprechend angepasst. Die Führungskräfte werden in ihrer Rolle als „dezentrale Personalentwickler“ bedarfsorientiert geschult. Bausteine: Definition der Felder für Führungs- und Handlungs- kompetenzen / Festlegung des Anforderungsprofils Anpassungen des Fortbildungsprogramms für Führungskräfte (Basistrainings für Kompetenzfelder) Führungskompetenzen verwaltungsweit kommunizieren Umsetzung eines Führungskräftefeedbacks Optimierung des Prozesses zur Besetzung von Führungsstellen Institutionalisierung eines Führungskräfte- erfahrungsaustausches Bedarfsklärung für Führungskräftetrainings Umsetzung einer verbindlichen, strukturierten und gesteuerten Führungskräfteentwicklung (zentral/dezentral) Ergebnisse / Wirkungen: Auf der Grundlage von Kompetenzprofilen werden Entwicklungsziele und -maßnahmen mit Führungskräften vereinbart und im Fortbildungsprogramm aufgenommen. Die Führungskräfte reflektieren regelmäßig die Umsetzung und Wirkung ihrer realisierten Entwicklungsmaßnahmen. Diese Einschätzung erfolgt in Feedbackprozessen. Führung wird von den Beschäftigten als wertschätzend, kooperativ und kompetent wahrgenommen. Selbstführung und eine kontinuierliche Persönlichkeitsentwicklung finden statt. Seite 44 Büro der Oberbürgermeisterin Thema 2: Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit Projekt: 2.4 Arbeitsplatzzufriedenheit Projektskizze: In einem Arbeitsteam werden mit der Personalvertretung im Jahr 2017 die wesentlichen und steuerbaren Kriterien für die Zufriedenheit der Beschäftigten mit ihren Arbeitsplatz erarbeitet. Dabei werden auch die Ergebnisse aus der BGM - Beschäftigtenbefragung und dem bisherigen Beteiligungsprozess umgesetzt, indem fünf zentrale Sofortmaßnahmen auf den Weg gebracht und verwaltungsweit kommuniziert werden. Das Arbeitsteam definiert Handlungsanleitungen für die Führungsaufgabe „Fördern der Mitarbeiterentwicklung und -zufriedenheit“. Dies wird ein Bestandteil der im Projekt „Führungsaufgaben und Führungsqualität“ entwickelten Standards. Ab 2018 schlagen alle Dezernate und Ämter ein Projekt zur Erhöhung der Arbeitsplatzzufriedenheit vor. Bausteine: zentrale Merkmale der Arbeitsplatzzufriedenheit bestimmen, kommunizieren und steuern Optimierung des Stellenbesetzungsverfahrens Potentiale von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter identifizieren, als Führungsaufgabe verankern Optimierung der internen Unternehmenskommunikation Entwicklung von Kompetenzprofilen und Verzahnung mit der jährlichen Fortbildungsplanung Umsetzung einer verbindlichen, strukturierten und gesteuerten Personalentwicklung (dezentral, zentral) Ergebnisse/Wirkungen: In regelmäßigen Abständen wird die Arbeitsplatzzufriedenheit gemessen, um Rückschlüsse für Veränderungsprojekte zu ziehen. Für die Beschäftigten ist transparent, welche Projekte jährlich initiiert werden, um die Arbeitsplatzzufriedenheit zu erhöhen. Projektfortschritte sowie -ergebnisse werden den Beschäftigten kommuniziert. Sie schätzen, dass die Arbeitergeberin sich für die Erhöhung ihrer Arbeitsplatzzufriedenheit engagiert. Seite 45 Büro der Oberbürgermeisterin Thema 3: Zufriedenheit der Kundinnen/Kunden sowie Bürgerinnen/Bürger Projekt: 3.1 Kundenservice, Öffentlichkeitsarbeit und Image Projektskizze: Aus den Erfahrungen mit dem Leitlinienprozess Bürgerbeteiligung werden Hinweise gewonnen, wie i n einem partizipativen Prozess mit Anspruchsgruppen aus der Stadtgesellschaft der Kundenservice optimiert werden kann. In einem Arbeitsteam werden Erfolgsfaktoren für den Kundenservice (im Rahmen der Gesamtstrategie) erarbeitet. Aus den externen Impulsen werden Hinweise zu den organisatorischen Schlüsselbereichen aufgenommen. In den dezentralen Veränderungsprozessen werden durch eine Stärken-Schwächen-Betrachtung Handlungsoptionen für Qualitätssteigerungen entwickelt und umgesetzt. Um die Impulse für den Reformprozess bereits in der Startphase zu nutzen, sollte das Projekt im zweiten Quartal 2017 beginnen und die Gespräche und Veranstaltungen mit den Anspruchsgruppen sollten bis Ende des dritten Quartals 2017 abgeschlossen sein. Die Projektergebnisse werden mit den Anspruchsgruppen und Beschäftigten kommuniziert. Bausteine: Erfolgsfaktoren für den Kundenservice benennen Umsetzung laufender Befragungen als Element der Qualitätssteigerung Identifikation von organisatorischen Schlüsselbereichen und Umsetzung von Handlungsoptionen Einführung eines systematischen gesamtstädtischen Beschwerdemanagements mit einem Controlling Ausbau digitaler Dienstleistungen Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit / externen Unternehmenskommunikation Trainings von Beschäftigten mit Kundenkontakt optimieren Ergebnisse/Wirkungen: Die Erfolgsfaktoren für einen optimierten Kundenservice sind definiert und die Qualität wird laufend gemessen. Die Beschäftigten sind sich bewusst, dass die Qualität ihrer Arbeit direkt und untrennbar mit der Bürgerwahrnehmung und dem Image der Stadtverwaltung verbunden ist. Qualitätsverbesserungen und dafür eingeschlagene Wege werden über die Öffentlichkeitsarbeit kommuniziert. Seite 46 Büro der Oberbürgermeisterin Thema 4: Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse Projekt: 4.1 Digitalisierung, Prozessmanagement und Ressourcenplanung Projektskizze: Ab dem Jahr 2017 ff. werden in den Dezernaten und Ämtern erfolgskritische Prozesse optimiert. Auch werden vom Stadtvorstand jährlich kriteriengeleitet dezernatsübergreifende Prozesse zur Optimierung ausgewählt. Die Verbesserungen werden jeweils von den Amtsleitungen, Abteilungsleitungen, den Sachgebietsleitungen und ausgewählten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgenommen. Die Optimierung wird nicht nur als projektbezogene Maßnahme gesehen, sondern dient gleichzeitig dazu, die Führungsaufgabe „Prozesse steuern“ zu etablieren. Die Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bei Bedarf in der Prozessanalyse und im laufenden Prozessmanagement trainiert. Die Prozessoptimierungen werden nahtlos in ein zielorientiertes Prozessmanagement überführt. Bausteine: Strukturierung eines laufenden Prozess- und Risikomanagements Verbindung von Ziel- und Ressourcenplanung („ehrliche“ Ziele festlegen) Verankerung der Prozessverantwortung auch für bereichsübergreifende Prozesse Optimierung der Personalverfügbarkeit Etablierung einer laufenden Prozessoptimierung Etablierung eines laufenden Prozessfeedbacks Realisieren von Potenzialen aus der Digitalisierung Umsetzung eines Berichtswesens zur Messung der Prozesszielerreichung Ergebnisse / Wirkungen: Die Qualität der Prozesse wird zielorientiert und durch ein kontinuierliches Feedback gesteuert. Abweichungen von vereinbarte n Prozessqualitäten sind für die jeweils verantwortlichen Führungskräfte der Hierarchieebenen transparent. Problemlösungen werden in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess vom Prozessverantwortlichen herbeigeführt. Die Kundinnen, Kunden, Bürgerinnen und Bürger nehmen die Verwaltung als transparent, kompetent, serviceorientiert und schnell in den Bearbeitungsprozessen wahr. Seite 47 Büro der Oberbürgermeisterin Thema 5: Innovation Projekt: 5.1 Ideenmanagement Projektskizze: Unter Berücksichtigung von Vorarbeiten optimiert ein Arbeitsteam den Prozess zum Sammeln und Umsetzen von internen Ideen. Dafür werden die aus unterschiedlichen Kanälen (z.B. aus Feedbackprozessen) generierten Ideen den Leitzielen zugeordnet. Für den jeweiligen Ideengeber wird transparent, wie mit den Ideen umgegangen wird. Die Struktur für das Ideenmanagement wird in Pilotämtern getestet. Die Erfahrungen werden im Arbeitsteam aufbereitet und zur konzeptionellen Fortentwicklung genutzt. Ab 2019 ff. nutzen die Ämter die entwickelte Struktur zur Umsetzung ihres Ideenmanagements. Bausteine: Innovationsbarrieren werden erfasst und bearbeitet Konzept, wie Innovationen im Zielsystem verankert werden Fortschreibung von Formaten bzw. Strukturen zur institutionalisierten Ideengewinnung Entwicklung eines Berichtswesens für das Ideenmanagement Optimierung der Zugriffsmöglichkeiten auf internes und externes Wissen Lernende Organisation etablieren unter Nutzung der Instrumente des Veränderungsmanagements Weiterentwicklung eines Standardprozesses zum Einbringen, Bearbeiten und Realisieren von Ideen Ergebnisse/Wirkungen: Alle Beschäftigten können ihre Ideen einbringen. Sie erhalten zeitnah eine Rückmeldung, wie mit ihren Ideen umgegangen (bearbeiten, weiterleiten, annehmen, ablehnen) wird. Die Ergebnisse des Ideenmanagements (Beteiligungsquote, Ideenquote, Umsetzungsquote) werden in einem aggregierten jährlichen Bericht zusammengefasst und ausgewertet. Die Fähigkeit der Organisation zum Lernen ist gesteigert. Seite 48 Büro der Oberbürgermeisterin Neue Wege gehen: Eine erfolgreiche Verwaltungsreform erfordert ein integratives Changemanagement Der Reformprozess stößt tiefgreifende Veränderungen bei Ausrichtung, Organisationskultur, Führung, Prozessen und Steuerung an. Veränderungen auf der Sachebene lösen Emotionen, Widerstände und Blockaden aus. Zur Förderung der Veränderungsbereitschaft werden fünf Bausteine für ein Change- management geplant: Führungskräfte ins Boot holen Kommunizieren Qualifizieren Mobilisieren Monitoren Die Bausteine für das Changemanagement werden entlang des Verlaufs der Projekte auf der Sachebene realisiert (siehe Folgegrafik). Seite 49 Büro der Oberbürgermeisterin Sach- und Veränderungsebene sind miteinander verbunden Führungskräfte ins Boot holen Kommunizieren Qualifizieren Mobilisieren Monitoren Veränderungs- ebene Programm-/ Sachebene Organisationskultur Bürger/Kunden Prozesse Steuerung Innovation P P P P P P P P Maßnahmen (Seite 53-54)Bausteine (Seite 52) P zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt „Motivation für Veränderung“ P Seite 50 Büro der Oberbürgermeisterin Warum und wozu das Ganze? Was ist das Ziel der Veränderung und erscheint es mir plausibel? Sind alle Dinge der Veränderung schon transparent, oder wird etwas verschwiegen? Muss es gerade diese Veränderung sein, gibt es nichts Wichtigeres? Will ich das? Was bringt mir das Ganze? Ist meine neue Aufgabe gut angesehen, mit welchen Personen komme ich dadurch in Kontakt? Was gewinne/verliere ich mit der Veränderung? Kann ich das? Bin ich dem, was auf mich zukommt, gewachsen? Kann ich die zusätzlichen Aufgaben erfüllen? Wie stehen meine Chancen auf gute Arbeitsergebnisse und persönlichen Erfolg? Mit den Bausteinen werden die typischen Fragen in Veränderungsprozessen adressiert Seite 51 Büro der Oberbürgermeisterin Einbindung in die Planung der Veränderung Abstimmung des Vorgehens bei der Umsetzung der Veränderung Herstellung einer breiten Führungskoalition Ziel: Commitment der Führungskräfte Führungskräfte ins Boot holen Gemeinsame Schulung von neuen Rollen, Verhaltensanforderungen, neuen Prozessen und evtl. Systemen Reflexion der neuen Rollen Qualifizieren Ziel: Anforderungs- und zeitgerechte Qualifikation der Betroffenen Gemeinsame Vorstellung und Commitment zum Gesamtprogramm Optimale Zusammenarbeit Verbindliche Einhaltung von gemeinsam getroffenen Entscheidungen Mobilisieren der Projektteams Ziel: Ausrichtung der Projektbeteiligten Beteiligung der Betroffenen Anpassung des Verhaltens an die veränderten Rollen, Prozesse, Aufgaben und Systeme Herstellung und Bekräftigung des Commitments zur Veränderung Mobilisieren der Betroffenen Ziel: Einstellung und Verhalten der Betroffenen Projektübergreifend SituationsgerechtKommunizieren Ziel: Aufmerksamkeit und Verständnis für die Veränderung Zielgruppenorientiert Offen, aktuell und transparent Die Bausteine sollen die Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit absichern Monitoren Ziel: Erhebung des Veränderungs- fortschritts Zielgruppenorientiert Rückspiegelung an Führungskräfte Außenkommunikation Seite 52 Büro der Oberbürgermeisterin Potenzielle Maßnahmen zur Umsetzung der Bausteine (I) 1. Führungskräfte „ins Boot holen“ 2. Kommunikation 3. Qualifizierung Aufsetzen von Entwicklungsprozessen in den Führungsteams (Stadtvorstand, Dezernats- und Amtsleitungen) Umsetzen eines umfassenden mit den Erfordernissen der Projekte auf der Sachebene integrierten Masterplans (Amtsleitungsrunden) als Basis für den Aufbau und die Umsetzung der gesamten Veränderungsarchitektur Crossfunktionale und hierarchie- übergreifende Workshops mit allen Führungskräften zu den Heraus- forderungen der Verwaltungsreform und den “neuen“, veränderten Anforderungen an die Führungsarbeit Regelmäßige Information aus dem Projekt über geeignete, aufmerksamkeitsstarke Medien (z.B. Zeitung, Plakate/Poster, E-Mail, Flyer, Intranet-Auftritt, Podcasts, Blogs, Twitter, Film etc.); Definition der geeigneten Inhalte, Zielgruppen und Medien nach gemeinsamer Bestandsaufnahme, was bei den Beschäftigten und Stakeholdern „wirkt“; Fokus auf das „große Ganze“, das die Einordnung von Details zulässt Regelmäßige Kommunikationsforen, um die Mobilisierung der betroffenen Beschäftigten und Stakeholder zu initialisieren und aufrechtzuerhalten (z.B. Führungskräftekonferenz, Dialogforen, Großgruppenveranstaltungen (mit verschiedenen Zielgruppen), Bereichs-/Abteilungs-/Teamrunden, "Straight Talk-Sessions“ etc.); Definition der geeigneten Inhalte, Zielgruppen und Medien nach gemeinsamer Bestandaufnahme, was bei den Beschäftigten, Führungs- kräften und Stakeholdern „wirkt“ Qualifikation von Führungskräften und Projektleiterinnen/Projektleitern mit Changemanagement-Inhalten, Projektmanagement und Vorbereitung auf ihre Multiplikatorenrolle Umsetzung eines Qualifikations- programms mit Blick auf die neuen bzw. geänderten Rollen, Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Schnittstellen auf Beschäftigten und Führungsebene Führungskräftetrainings um Kompetenzentwicklung anzustoßen und erste Kompetenzanforderungen zu umzusetzen Beschäftigtentrainings um Kompetenzentwicklung anzustoßen und erste Kompetenzanforderungen umzusetzen Seite 53 Büro der Oberbürgermeisterin 4. Mobilisierung 5. Monitoring persönlich: Change Coaching Durchführung von Kick-off- Großgruppenveranstaltungen für alle Projektbeteiligten, um das „große Ganze“, Rollen, Verantwortung, Vorgehensweise etc. zu klären und erste Veränderungsenergie zu erzeugen; hier insbesondere deutlich sichtbares Commitment der Oberbürgermeisterin und des Stadtvorstands Systematischer Einsatz von Multiplikatoren; gemeinsame Reflexion der Wahrnehmungen, Interpretationen und Ideen der Multiplikatorinnen/Multi- plikatoren in Workshops; Fokus v.a. auf Hindernisse, Barrieren und Sorgen bei Projektbeteiligten und –betroffenen (Ko-)Moderation von kritischen Workshops auf Sachebene bzw. Reflexion von Haltungen und Verhaltensmustern am Ende von solchen Workshops Konfrontation und gemeinsame Reflexion von Wahrnehmungen und Interpretationen entlang der Sach- und Veränderungsebene Erhebung des Veränderungsfortschritts aus Perspektive der unterschiedlich beteiligten und betroffenen Gruppen (Führungsteam, Projektteam, Beschäftigte, Stakeholder etc.) über effiziente Medien (z.B. Online Befragung), sowohl auf Sach- als auch Veränderungsebene Rückspiegelung der Ergebnisse (auch die aus den Workshops der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren) an das Führungsteam und die Projektverantwortlichen; Ableitung von Anpassungen bzw. Maßnahmen Kommunikation des Veränderungsfortschritts an die Stakeholder im Prozess werden wir immer wieder „kleinere“ und „größere“ nicht geplante und auch nicht antizipierbare Hindernisse, Barrieren, Sorgen, aber auch Chancen entstehen; dafür bietet es sich an, ohne großen Formalismus eine telefonische bzw. vor Ort „Sprechstunde“ zu installieren, in der die Sachverhalte besprochen und reflektiert werden können Anschließend ggf. Ableitung von Anpassungen bzw. Maßnahmen Potenzielle Maßnahmen zur Umsetzung der Bausteine (II) Seite 54 Büro der Oberbürgermeisterin Austausch zum Changemanagement anlässlich der Amtsleitungstagung Aus Sicht der Amtsleitungen/Stellvertretungen ist im Veränderungsprozess besonders wichtig: Beschäftigte durch Überzeugung, Begeisterung und Eigeninitiative zu gewinnen Widerstände durch Klärung, Wertschätzung, Zielorientierung und Entscheidungsfreude zu lösen Kompetenzen für Moderation und Projektmanagement aufzubauen ein persönliches Coaching zu erhalten und an einem ehrlich gemeinten Reformprozess mit regelmäßigen Ergebnisinformationen mitwirken zu können Seite 55 Büro der Oberbürgermeisterin Eckpunkte für die Entwicklung der Projektorganisation Die strategische Ausrichtung und Umsetzung der Verwaltungsreform ist von Beginn durch die Oberbürgermeisterin und den Stadtvorstand zu steuern. Die Verantwortung für die Umsetzung der Veränderungsprojekte obliegt den Führungskräften (Dezernatsleitungen, Amtsleitungen). Die Gesamtleitung „Verwaltungsreform“ und das Gesamtprojektmanagement schaffen die Voraussetzungen für dezentrale Veränderungsprojekte. Die Rollen, Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Kommunikationswege aller Akteure sind zu definieren. Auf allen Ebenen der Projektorganisation sind notwendige Ressourcen bereitzustellen. Seite 56 Büro der Oberbürgermeisterin Steuerung durch Oberbürgermeisterin und Stadtvorstand bei dezentraler Verantwortung in den Dezernaten und Ämtern Oberbürgermeisterin / Stadtvorstand Steuerungsgruppe … … … P P Oberbürgermeisterin und Stadtvorstand bilden die Steuerungsgruppe. Die zur Erreichung der Reformziele nötigen Projekte (P) in allen Dezernaten werden von der Oberbürgermeisterin nach Beratung in der Steuerungsgruppe beauftragt. Alle Projekte in den Dezernaten werden von den Dezernatsleitungen verantwortet. Die Ämterprojekte werden von den zuständigen Amtsleitungen geleitet und verantwortet. In den Dezernaten unterstützt das dezentrale Projektmanagement bei der Projektrealisierung. Amts- leitung Amts- leitung Dezernatsleitung P P Dezentrales Projektmanagement Dezentrales Projektmanagement Seite 57 Büro der Oberbürgermeisterin Oberbürgermeisterin / Stadtvorstand Steuerungsgruppe Dezernat 1 Oberbürgermeisterin und Steuerungsgruppe beauftragen die Gesamtleitung Verwaltungsreform-OB/4 mit allen Aufgaben der Verwaltungsreform. Dazu gehört auch die Steuerung der externen Beratung. Die Gesamtleitung Verwaltungsreform berichtet der Steuerungsgruppe und führt notwendige Entscheidungen herbei. Die Gesamtleitung Verwaltungsreform wird von einem Gesamtprojektmanagement bei Dez. I unterstützt. Dem Gesamtprojektmanagement obliegt die Leitung der neun zentralen Projekte , die von der Gesamtleitung Verwaltungsreform beauftragt und abgenommen werden. Die zentralen Projekte werden von Arbeitsteams bearbeitet. Die Mitglieder der Arbeitsteams werden aus der Stadtverwaltung rekrutiert. Das Gesamtprojektmanagement unterstützt das dezentrale Projektmanagement. Drei Projektbeiräte dienen als kollegiales Beratungs- gremium. Gesamtprojekt- management Gesamtprojektleitung und Gesamtprojektmanagement koordinieren die Verwaltungsreform Gesamtprojektleitung Verwaltungsreform OB/4 P P Arbeitsteams Zentrale Projekte (Seiten 40-48) Projektbeiräte (Verwaltungsbeirat, Politikbeirat, Fachbeirat) P Amts- leitung Amts- leitung Dezernatsleitung P P Dezentrales Projektmanagement Seite 58 Büro der Oberbürgermeisterin Rollen, Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege (I) Rollen Verantwortlichkeiten Auftraggeber/ Projekt-Eigner Oberbürgermeisterin und Dezernatsleitungen bilden die Steuerungsgruppe. Sie beraten die strategische Ausrichtung des Gesamtprojekts. Die Oberbürgermeisterin beauftragt die Bearbeitung der Projekte zur Verwaltungsreform auf zentraler Projektebene sowie die Umsetzung der Projekte in den Dezernaten und Ämtern. Oberbürgermeisterin und Dezernatsleitungen steuern die gesamtstädtische Reformzielerreichung. Dezernatsleitung Die Dezernatsleitungen koordinieren und verantworten alle Reformprojekte im eigenen Dezernat. Sie berichten im Stadtvorstand über den Projektfortschritt. Die Dezernatsleitungen stimmen sich bei dezernatsübergreifenden Projekten bzgl. Aufgaben und Verantwortlichkeiten ab. Amtsleitungen Die Amtsleitungen leiten die Umsetzung der Veränderungsprozesse im Rahmen ihrer Führungsaufgaben. Sie steuern die Zielerreichung und den Projektfortschritt und berichten gegenüber den Dezernatsleitungen. Gesamt- projekteitung Verwaltungs- reform Alle Reformaktivitäten werden zeitlich und sachlich durch die Gesamtprojektleitung Verwaltungsreform koordiniert und gesteuert. Die Beschlussvorlagen für Oberbürgermeisterin/Stadtvorstand werden von der Gesamtprojektleitung eingebracht. Die Gesamtprojektleitung ist zuständig für eine abgestimmte Kommunikation mit allen Anspruchsgruppen. Gesamtprojekt- management Das Gesamtprojektmanagement leitet die zentralen Projekte und verknüpft die Bausteine methodisch, sachlogisch und berichtet der Gesamtprojektleitung über die Projektergebnisse. Die Mitglieder des Gesamtprojektmanagements arbeiten in den Arbeitsteams mit und dienen als Ratgeberinnen/Ratgeber für das dezentrale Projektmanagement in den Dezernaten und Ämtern. Seite 59 Büro der Oberbürgermeisterin Rollen Verantwortlichkeiten Arbeitsteams Die Bearbeitung der zentralen Projekte und deren Bausteine erfolgt in Arbeitsteams. Die Sitzungen der Arbeitsteams werden vom Gesamtprojektmanagement vorbereitet, moderiert und dokumentiert. Die Resultate der Arbeitsteams werden vom Gesamtprojektmanagement zusammengeführt und immer wieder auf sachlogische Stimmigkeit überprüft. Dezentrales Projekt- management Die Umsetzung von dezentralen Veränderungsprojekten liegt in der Verantwortung der Dezernats- und Amtsleitungen. Dezentrale Projekt- und Veränderungsmanagerinnen und -manager unterstützen bei der Erarbeitung von Projektplänen, die von den Dezernats- und Amtsleitungen freigegeben werden. Die dezentralen Projektmanagerinnen und Projektmanager dokumentieren im Auftrag der Dezernats- und Amtsleitungen den Projektfortschritt sowie die erreichten Ziele (Projektcontrolling auf Dezernats- und Amtsebene). Externe Beratung Die externe Begleitung unterstützt den Stadtvorstand, die Dezernate und Ämter sowie die Gesamtleitung Verwaltungsreform und das Gesamtprojektmanagement mit Impulsen, Erfahrungen und Durchführungsexpertise. Projektbeiräte Die Projektbeiräte (Verwaltungsbeirat, Politikbeirat, Fachbeirat) dienen als kollegiales Beratungsgremium und Resonanzkörper für Ideen, Projekte und Lösungen. Die Beratungsergebnisse werden von der Gesamtprojektleitung aufgenommen und in das Projekt eingespielt. Rollen, Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege (II) Seite 60 Büro der Oberbürgermeisterin Grundlagen für eine qualifizierte Schätzung des Ressourcenbedarfs Bedarfselement Basis Organisationsprofil - Zahl der Beschäftigten und Verwaltungsstruktur - Klassifizierung Veränderungs- intensität - Anzahl der betroffenen Handlungsfelder - Umfang geplanter Zielzustände - Projektlaufzeit Projektdesign - Anzahl der zentralen und dezentralen Projekte - Verantwortung für die Projektumsetzung - Intensität des Changemanagements - Steuerungsintensität für Projektrealisierung und Zielerreichung Schulungsprogramm - Schulungsbereiche - Potenzielle Anzahl von Schulungsteilnehmenden Kommunikations- bedarf - Anzahl Kommunikationsstränge - Zielgruppenbreite - Kommunikationsintensität Beteiligungsintensität - Umfang und Art von Veranstaltungen (Workshops / Großgruppen) Erfahrungen anderer Kommunen - Eingesetzte Reformmittel entsprechend der Verwaltungsgröße Seite 61 Büro der Oberbürgermeisterin Bedarfselement Basis Organisationsprofil 19.000 Beschäftigte rd. 1.500 Führungskräfte 9 Dezernate rd. 70 Ämter und Institutionen mehrstufige Führungsorganisation hohe Standortdiversität an Verwaltungseinrichtungen sehr breites zentrales und dezentrales Aufgabenspektrum Veränderungs- intensität Schrittweise Verwaltungsreform in allen rd. 70 Ämtern und Institutionen 5 Handlungsfelder für die Verwaltungsreform Organisationskultur, Führung und Beschäftigtenzufriedenheit Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger Effiziente und ergebnisorientierte Prozesse Systematische und zielorientierte Steuerung Innovation 25 mit der Verwaltungsreform angestrebte Ziel-Zustände verteilt über die fünf Handlungsfelder 5-jährige Projektlaufzeit Köln: Eine erfolgreiche Reform der komplexen Organisation erfordert eine sehr hohe Veränderungsintensität Seite 62 Büro der Oberbürgermeisterin Bedarfselement Basis Projektdesign 9 zentrale Grundlagenprojekte mit rd. 70 Bausteinen mindestens 350 dezentrale Veränderungsprojekte über die Projektlaufzeit von fünf Jahren (Annahme: pro Amt (70) ein Projekt in jedem Handlungsfeld (5)) hohe dezentrale und zentrale Verantwortung für die Reformumsetzung: mindestens 350 dezentrale fortlaufende Projektberichte für die Projektlaufzeit rd. 70 fortlaufende Projektberichte für die Realisierung der Bausteine in den Grundlagenprojekten 125 zentrale Beobachtungspunkte (Zustände, Kennzahlen) für die Evaluierung der Zielerreichung Komplette Change-Breite mit den 5 Bausteinen Führungskräfte ins Boot holen Kommunizieren Qualifizieren Mobilisieren Monitoren Schulungsprogramm Entwicklungsthemen: Projektsteuerung, Change-Management, Führungskräftetrainings potenzielle Zielgruppe (1.500 Führungskräfte je nach Bedarf) 200 Schulungsmaßnahmen (Annahme: 500 Führungskräfte (1/3) mit Bedarf an 2 Entwicklungsthemen im Umfang von 2 Tagen, Gruppengröße 10) Die Verwaltungsreform umfasst alle städtischen Ämter und Institutionen Seite 63 Büro der Oberbürgermeisterin Bedarfselement Basis Kommunikations- bedarf 3 Kommunikationsstränge Breitenkommunikation Führungskräftekommunikation Change-Projektkommunikation geschätzte 50 Zielgruppen 360 Kommunikationsmaßnahmen (60 Kommunikationsmonate bei einer Projektlaufzeit von 5 Jahren, durchschnittlich zwei Kommunikationen pro Kommunikationsstrang und Monat) Beteiligungsintensität Auswahl an Veranstaltungen mit hohem Vorbereitungs-, Durchführungs- und Nachbereitungsaufwand: 50 „große“ Führungskräfte-Workshops (halbtägig a‘ 150 Personen, zweimal pro Jahr, über fünf Jahre) 5 Großgruppenveranstaltungen mit geschätzten 5.000 Teilnehmenden pro Veranstaltung über fünf Jahre Dialogplattform zur projektbezogenen Interaktion mit den Beschäftigten (Annahme: 5.000 Nutzer/innen pro Dialogmaßnahme, 1.500 Anregungen pro Dialogmaßnahme, 2 Dialogmaßnahmen pro Jahr) Die Verwaltungsreform ist kommunikations- und beteiligungsintensiv Seite 64 Büro der Oberbürgermeisterin Bedarfselement Basis Interne Ressourcen Wesentliche Leistungen der internen Projekt- und Changemanager sollen sein: Begleitung der Umsetzung von dezentralen Veränderungsprojekten in allen Dezernaten und Ämtern Planung und Bearbeitung aller zentralen Projekte inkl. der Moderation von Sitzungen der Arbeitsteams Unterstützung bei der Erarbeitung von Projektplänen Dokumentation des Projektfortschritts Erstellung der Projektberichte im Auftrag der Dezernats- und Amtsleitungen Inhaltliche Planung von Schulungsmaßnahmen Organisation von Feedbackprozessen Vorbereitung und Durchführung von zentralen Workshops und Großgruppenveranstaltungen Evaluierung der Ziele der Verwaltungsreform, Dokumentation und Kommunikation der Evaluierungsergebnisse Koordination und Steuerung aller Reformaktivitäten Erstellung von Beschlussvorlagen für Oberbürgermeisterin und Steuerungsgruppe Bündelung und Koordination der Kommunikation gegenüber allen Anspruchsgruppen geschätzte jährliche Betreuungsintensität für die Dezernate und Ämter bis zu 1 Vollzeitstelle pro 1.000 Beschäftigte ca. 1 Vollzeitstelle für 4 Ämter Bereitstellung von angemessenen Ressourcen als Erfolgsfaktor von tiefgründigen Veränderungsprozessen Seite 65 Büro der Oberbürgermeisterin Bedarfselement Basis Externe Unterstützung Wesentliche Leistungen der externen Unterstützung sollen sein: Beratung und Mitwirkung bei der Projektsteuerung Beratung und Mitwirkung bei der Konzeption und Umsetzung konkreter Veränderungsprozesse und -projekte, insbesondere unter dem Aspekt Changemanagement Entwicklung und Mitwirkung bei der Umsetzung der reformbezogenen Kommunikations- und Beteiligungsstrategie Konzeption und Mitwirkung bei der fortlaufenden Reformevaluation unter der daraus resultierenden Fortschreibung der Reformplanungen Mitwirkung in Qualifizierungs- und Coachingprozessen Leitung/Moderation zentraler Reformveranstaltungen und Unterstützung der Dezernate und Ämter bei der Umsetzung dezentraler Reformprojekte ca. 600 Beratertagen/Jahr als jährliche Beratungsintensität 50 Beratertage (inkl. Vor- und Nachberatung) pro Dezernat (= 1 Tag pro Woche) 5 Beratertage pro Monat für Unterstützung der dezernatsübergreifenden Reformprojekte und der Projektsteuerung 5 Beratertage pro Monat (ohne Urlaubs- und Ferienzeit) für Schulungsmaßnahmen 2 Beratertage pro Monate für die Realisierung von Coachingprozessen 4 Beratertage pro Quartal für die Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen Ausreichend Unterstützung durch externe Spezialisten als weiterer Erfolgsfaktor Seite 66 Büro der Oberbürgermeisterin Bedarfselement Basis Erfahrungen anderer Kommunen Laut einem ersten Austausch mit der KGSt ist das beabsichtigte Reformvorgehen Kölns bemerkenswert innovativ. Auf einschlägige Erfahrungen anderer Kommunen kann nicht zurückgegriffen werden. Die Stadt Mannheim hat sich mit dem Projekt CHANGE2 – Wandel im Quadrat zum Ziel gesetzt, sich zu einer der modernsten Stadtverwaltungen in Deutschland zu entwickeln. Die Projektkosten werden in Mannheim für den Zeitraum von 2008 bis 2013 mit 10,6 Mio. EUR angegeben; dies stellt ein Anteil am jährlichen Haushalt von 0,09 % dar (vgl. CHANGE2 – Wandel im Quadrat: Verwaltungsmodernisierung bei der Stadt Mannheim 2008-2013: Ein Rückblick auf sechs Jahre Veränderung). Die Projektkosten verteilen sich in Mannheim auf: Kerngruppe (39%), Personal- und Organisationsentwicklung (23%), Projektarbeit (26%) und Kommunikationskultur (12%) bei einem fast gleichen Verhältnis von Personal- und Sachkosten. Überträgt man die Kalkulation der Gesamtkosten der Stadt Mannheim für ihren Reformprozess auf die Größe der Stadt Köln würde sich ein Gesamtaufwand von ca. 6,5 Mio. EUR/Jahr ergeben. Erfahrungswerte aus anderen Kommunen bieten keinen Anhaltspunkt Seite 67 Büro der Oberbürgermeisterin Effektiver und wirtschaftlicher Mix von externen und internen Ressourcen die Organisation der Stadtverwaltung in Verbindung mit der Veränderungsintensität und dem Projektdesign führen zu einem hoch anspruchsvollen, vielschichtigen und komplexen Reformvorhaben das Reformfundament mit den Themen "Organisationskultur, Führung, Beschäftigtenzufriedenheit" sowie "Systematische zielorientierte Steuerung" muss von Beginn an bereichsübergreifend und flächendeckend mit der erforderlichen Kraft bearbeitet werden die schrittweise Umsetzung des Reformansatzes durch eine Einbeziehung von zunehmend mehr Ämtern spart in erheblichen Umfang interne und externe Ressourcen die Umsetzung des Reformvorhabens erfordert dezentral und zentrale eine hohe Bereitschaft zur Mitwirkung der Beschäftigen trotz der Belastungen aus dem Tagesgeschäft ungenügende personelle Ressourcen sind aber ein Grund für das Scheitern von tiefgründigen Veränderungsprozessen in Großorganisationen (siehe Seite 35) deshalb sind die im Folgenden dargestellten Ressourcen für das dezentrale Projektmanagement, die Gesamtprojektleitung Verwaltungsreform, das Gesamtprojektmanagement und die externe Beratung eine Mindestausstattung für eine erfolgreiche Reform Seite 68 Büro der Oberbürgermeisterin Zur Umsetzung der entwickelten Verwaltungsreform mindestens notwendige interne und externe Ressourcen Ressourcen Umfang Dezentrales Projektmanagement eine Vollzeitstelle je Dezernat (Projektmanager/in) für alle Dezernate - Max. 9 Vollzeitstellen x A 12 (abhängig von der Zahl der Dezernate) Gesamtprojektleitung Verwaltungsreform zwei Vollzeitstellen (Projektmanager/in) - 1 x A 13 - 1 x A 9/A 10 Gesamtprojekt- management fünf Vollzeitstellen (Projektmanager/in) - 1 x A 13 - 3 x A 12 - 1 x A 9/A 10 Summe = maximal 16 Vollzeitstellen (abhängig von der Zahl der Dezernate) Externe Beratung Projektmittel im Umfang von ca. 1 Mio. EUR / Jahr (netto) für fünf Jahre Seite 69 Projektsteuerung Elemente Erläuterung (Seite 66 f.) 1. Ist eine Veränderungsbereitschaft feststellbar? 2. Laufen die Projekte ergebnisorientiert? 3. Werden die Reformziele erreicht? Büro der Oberbürgermeisterin Feedback und Evaluierung von Beginn an – Aufbau der ergebnisorientierten Projektsteuerung Erfolgreiche Verwaltungsreform Richtige Sachinhalte/ Projekte + += Steuerungsebenen Evaluierung Zyklen Reporting Feedback Kommunikation Werkzeug Nachhaltiges Change- management Effektive Projekt- steuerung Seite 70 Eine präzise Projektsteuerung leistet einen wichtigen Beitrag zum Projekterfolg (I) Büro der Oberbürgermeisterin Elemente Umsetzung Steuerungsebenen Stadtverwaltung, Dezernate und Ämter Evaluierung Was: Projektfortschrittsmessungen für dezentrale und zentrale Veränderungsprojekte mit Fokus Ergebnisse und Wirkungen laut Projektskizzen (Seite 40-48) Messung der Zielerreichung mit Zustandsprofilen und zu definierender Kennzahlen Wie: Einschätzung des Projektfortschritts und der Zielerreichung durch Oberbürgermeisterin, Stadtvorstand, Dezernatsleitungen, Amtsleitungen durch Selbst- und Teamreflexion Regelmäßige dezentrale/zentrale Erfassung von Kennzahlen zur Beurteilung der Reformzielerreichung Zyklen ab 2017: monatliche Messung des Projektfortschritts (zentral und dezentral) durch verantwortliche Führungskraft (Dezernats- und Amtsleitung, Gesamtprojekt- management, Gesamtprojektleitung) ab 2018: regelmäßige Reflexion der Zielerreichung als Steuerungsgrundlage für Gesamtprojektleitung VR, für turnusmäßige SV-Beratung und jährliche Fortschreibung der Projekte zur Verwaltungsreform Reporting Quartalsweiser Projektbericht zur Verwaltungsreform mit Einschätzung zu Status und Prognose der Projektzielerreichung auf allen Steuerungsebenen Quartalsweise Erörterung des Projektfortschritts durch den Stadtvorstand und Beratung über Steuerungsmaßnahmen Seite 71 Eine präzise Projektsteuerung leistet einen wichtigen Beitrag zum Projekterfolg (II) Büro der Oberbürgermeisterin Elemente Inhalte Feedback Befragungen von Kundinnen/Kunden sowie Bürgerinnen/Bürger zu Reformschwerpunkten, Feedback-Gespräche mit Vertretungen betroffener Handlungsfelder Verwaltungsinterne Dialogplattform für alle Beschäftigten zu bereichsübergreifenden Entwicklungen und Fragen, inkl. aktivierender Formate für Bereiche/Zielgruppen ohne eigenen Zugang zum Intranet am Arbeitsplatz Workshops für wesentliche Akteursgruppen (Politik, Stadtvorstand, Amtsleitungen, Führungskräfte, Nachwuchsführungskräfte, Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter, Auszubildende, Personalrat, Gleichstellungsbeauftragte, Schwerbehindertenbeauftragte) sowie Dialogformate für weitere Teilgruppen der Verwaltung (z.B. Teilzeitkräfte, Quereinsteigerinnen/Quereinsteiger, ältere Beschäftigte, Beschäftigte mit Migrationshintergrund etc.) Dezernats- und ämterbezogene Befragungen und Feedbackrunden zu bereichsbezogenen Reformfragen und -schwerpunkten Kommunikation Kommunikation für Beschäftigte der Dezernate und Ämter zu den spezifischen Veränderungsprojekten und erreichten Reformzielen Kommunikation für alle Beschäftigen der Stadtverwaltung zu erreichten Reformzielen Werkzeug IT-Unterstützung für Projektsteuerung einschließlich Projektberichte und Messung der Reformzielerreichung Seite 72 Bereits in der Konzeptphase wurde die Verwaltungsreform intensiv kommuniziert (I) Büro der Oberbürgermeisterin Datum Kommunikationsmaßnahmen 06.06.2016 Präsentation „Start“ 07.06.2016 Pressemitteilung „Oberbürgermeisterin Henriette Reker startet Verwaltungsreform“ 05.07.2016 Projektstart und -kommunikation beim Amtsleitungstag 08.07.2016 Brief der Oberbürgermeisterin an Beschäftigte im Intranet zum Start der Verwaltungsreform 08.07.2016 Start der Themenseite „Verwaltungsreform“ im Intranet 26.07.2016 Kommunikation der Projektorganisation im Stadtvorstand 16.09.2016 Vorstellung und Erörterung der Konzeptphase in einem Workshop mit dem Projektbeirat 19.09.2016 Ideen-Workshop mit dem Stadtvorstand 29.09.2016 Ideen-Workshop mit den Auszubildenden 29.09.2016 Ideen-Workshop mit den (Nachwuchs-)Führungskräften 04.10.2016 Ideen-Workshop mit Personal- und Schwerbehindertenvertretung 05.10.2016 Ideen-Workshop mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Seite 73 Bereits in der Konzeptphase wurde die Verwaltungsreform intensiv kommuniziert (II) Büro der Oberbürgermeisterin Datum Kommunikationsmaßnahmen 07.10.2016 Start der Dialogplattform zur aktiven Beteiligung aller Beschäftigter an der Verwaltungsreform 11.10.2016 Status-Präsentation im Stadtvorstand 27.10.2016 Workshop mit Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik 07.11.2016 Statuspräsentation in der AVR-Sitzung 10.11.2016 Dankesschreiben der Oberbürgermeisterin an die Beschäftigten für ihre bisherige Beteiligung 16.11.2016 Veröffentlichung erster Ergebnisse aus der Beteiligungsphase (inkl. aller Fotodokumentationen der Workshops ) auf der Themenseite „Verwaltungsreform“ im Intranet 28.11.2016 Workshop zum Planungsstand der Verwaltungsreform im Projektbeirat 28.11.2016 Workshop zum Planungsstand der Verwaltungsreform im Gesamtpersonalrat 01.12.2016 Workshop zur Konzeption der Verwaltungsreform mit den Amtsleitungen Seite 74 Büro der Oberbürgermeisterin Nächste Schritte in den Monaten Januar bis Mai 2017 Arbeitsinhalte Projektarbeit Bearbeitung des Grundlagenprojekts im Stadtvorstand Start mit einem Veränderungsprojekt im Dezernat der Oberbürgermeisterin Kommunikation Verabschiedung eines Kommunikationskonzepts zur Konzeption der Verwaltungsreform Start der Change-Kommunikation Start der Außen-Kommunikation Vermittlung der Verwaltungsreform in den Dezernaten und Ämtern Projektorganisation Auswahl und Besetzung der Projektstellen (Dezentrales Projektmanagement, Gesamtprojektmanagement, Gesamtleitung Verwaltungsreform) Auswahl der externen Beratung Vorauswahl potenzieller Mitglieder der Arbeitsteams Projektmanagement und -steuerung Beschreibung der Aufgaben der zentralen und dezentralen Projektmanagerinnen und Projektmanager (Soll-Ausführungsqualität) Definition der Kompetenzen der Projektmanagerinnen und Projektmanager Planung und Durchführung von Schulungen notwendiger Kompetenzen Aufbau der Routinen zur Projektsteuerung Entwicklung des Projektberichtswesens Seite 75 Büro der Oberbürgermeisterin Die Reform kann gelingen wenn … 1 Oberbürgermeisterin, Dezernatsleitungen und Amtsleitungen sich persönlich engagieren und die Beschäftigen gewinnen 2 Die Reformziele in den Dezernaten und Ämtern konkretisiert werden 3 Berechtigte Einwände offen und konstruktiv bearbeitet werden 4 Die Erreichung der Reformziele und der Projektfortschritt evaluiert werden und die Zielrichtung als anstrebenswert betrachtet wird + Beteiligung und Kommunikation Seite 76 Büro der Oberbürgermeisterin Das Team Verwaltungsreform Projektleitung Dr. Rainer Heinz Projektorganisation Marion Lück Maik Dick Externe Beratung Rödl & Partner Projektleitung Heiko Pech Seite 77 Büro der Oberbürgermeisterin Kontakt/Impressum Seite 78 Stadt Köln Dr. Rainer Heinz Tel.: 0221 – 221 25253 Fax: 0221 – 221 30103 rainer.heinz@stadt-koeln.de Die Oberbürgermeisterin Büro der Oberbürgermeisterin Rödl & Partner Kranhaus 1 Im Zollhafen 18 D-50678 Köln Tel.: +49 (221) 94 99 09-0 Fax: +49 (221) 94 99 09-900 E-Mail: heiko.pech@roedl.de Internet: www.roedl.de Rödl & Partner GbR Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte Unternehmensberater
Anlage 3 Auszug aus dem AVR vom 06.02.2017
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Anlage 3 Geschäftsführung Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales Frau Mahmod Telefon: (0221) 25001 Fax : (0221) 26565 E-Mail: midia.mahmod@stadt-koeln.de Datum: 10.02.2017 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der Sitzung des Ausschusses Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales vom 06.02.2017 öffentlich 10.5 Verwaltungsreform - Abschlussbericht der Konzeptphase 0155/2017 Der Vorsitzende informiert darüber, dass der Finanzausschuss in die Beratungsfolge der Vorlage mitaufgenommen wird. Herr Dr. Heinz ergänzt in Bezug auf den Beschlusstext der Vorlage, dass das Wort „genehmigt“ durch „beschließt“ ersetzt worden ist. MdR Krupp wiederh olt das Versprechen der SPD -Fraktion, das Vorhaben der Ve r- waltungsreform kritisch konstruktiv zu begleiten; an diesem werde nach wie vor fes t- gehalten. Die Fraktion sehe die Notwendigkeit einer Verwaltungsreform als gegeben an und werde der Beschlussvorlage zustimmen, allerdings nicht ohne Kritik. Man müsse bedenken, dass Kosten i. H. v. 1.000.000€ pro Jahr für externe Beratung und zusätzlich die Zusetzung von 16 Stellen recht viel sei. In Bezug auf die Stellenzuse t- zungen hätte sich die Fraktion eine ausführ lichere Darlegung der Notwendigkeit g e- wünscht. Hintergrund sei, dass innerhalb der Verwaltung bekanntlich um Stellen g e- kämpft werde. So würden Ämter zum Teil um 1,00 oder 0,5 Stellen kämpfen, wä h- rend hier 16,00 Stellen auf einmal zugesetzt werden sollen. A ußerdem hätte sich die Fraktion gewünscht, dass die Daten und Fakten, die in der Präsentat ion enthalten sind, auch in der Verwaltungsvorlage vorkommen. Es gebe zwar Verwaltungsvorl a- gen, die durchaus zu umfangreich sind, bei einem so wicht igen Thema mit ein em solchen Volumen hätte sich die Fraktion in der Vorlage allerdings eine deutlichere Auseinandersetzung mit den Daten und Fakten gewünscht. Er betont, dass von Seiten der SPD -Fraktion in Bezug auf das Vorhaben jetzt ein Vertrauensvorschuss gegeben und anschließend der Erfolg anhand von herausgea r- beiteten Kriterien gemessen werde, beispielsweise ob der Schulbau tatsächlich schneller erfolgt, die Anzahl der Baugenehmigungen gestiegen und der Kranke n- stand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesunken ist. Di es seien durchaus harte Aspekte, an welchen man den Erfolg messen könne, und nicht nur rein subjektive Faktoren. In diesem Sinne werde die SPD -Fraktion das Vorhaben kritisch konstruktiv begleiten, der Vorlage zustimmen, einen Vertrauensvorschuss geben und anschlie- ßend präzise prüfen. MdR Richter teilt mit, dass die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen das Vorhanden ko n- struktiv, aufmerksam und wohlwollend begleiten werde. Er gibt zu bedenken, dass es sich um einen langen Prozess mit 19.000 Kolleginnen und Kolleg en, mit sehr vielen Projekten, Invest und Manpower sowie externer Beratung handele. Unabhängig von allen Erfolgskriterien, die selbstverständlich vorhanden sein werden, müsse man auch bei sich selbst anfangen und überlegen, was die einzelnen Fraktionen und die Politik für die Verwaltungsreform beitragen könnten, d. h. nicht nur Anforderungen stellen, sondern auch selbst Beiträge für ein gutes Gelingen miteinbringen. Er bezieht sich auf die Zusetzung 1,0 Stelle pro Dezernat und bittet um kurze Erlä u- terung des Aufgabenspektrums und möchte wissen, ob die Person in ihrer Funktion direkt an den Dezernenten berichtet. MdR Dr. Elster verkündet, dass die CDU -Fraktion das Projekt sehr positiv begleiten werde. Bekanntlich sei dies für die CDU auch im OB -Wahlkampf ein wichtiges Th e- ma gewesen. Es sei offensichtlich, dass sich die Kölner Verwaltung modernisi eren müsse und im 21. Jahrhundert ankommen muss. Da man in den nächsten 10 Jahren eine vollständige Generation an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der Stad t- verwaltung in den Ruhestand entlassen werde, benötige man selbstverständlich fr i- sche Arbeitskräfte sowie einen attraktiven und interessanten Arbeitgeber, der am Wettbewerb um die besten Köpfe teilnehmen kann. Dies funktioniere allerdings nicht, wenn man einen so hohen Krankenstand auszuweisen hat, ein hohes Unzufriede n- heitspotential in der Verwaltung vo rhanden ist, und - man habe es in den Interviews, die der Herr Stadtdirektor Dr. Keller geg eben hat, lesen können - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Bü rgeramt feststellen, dass die Kundinnen und Kunden fast 1,5 Stunden im Durchschnitt warten mü ssen; es habe sogar Personen gegeben, die für eine reguläre Passverlängerung ggf. 3 Stunden gewartet haben. Dies trage s i- cherlich nicht zur Zufriedenheit bei. Vor diesem Hinte rgrund sei es daher dringend erforderlich, dass das hier vorgestellte Pr ojekt in den nächsten Jahren abgearbeitet wird. Er sei froh, dass das Projekt nicht verspricht, die Stadtverwaltung „quick and dirty“ innerhalb eines halben Jahres ne uaufzustellen. Dies könne möglicherweise bei dem einen oder anderen Prozess gemacht werden, indem man beispielsweise digita- lisiert, eine Organisation mit ca. 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umzule n- ken brauche allerdings eine gewisse Zeit und müsse in Ruhe geschehen. Er betont, dass eine sehr klare Projektstruktur vorgegeben sei und die Verwaltung der Politik nach Auffassung der Fraktion zu den bereits definierten Meilensteinen r e- gelmäßig Bericht erstatten möchte. Insofern sei die Fraktion diesbezüglich sehr ent- spannt. Darüber hinaus habe Herr Stadtdirektor Dr. Keller auf der operativen Seite bereits teilweise verlautbart, wo er in etwa seine Schwerpunkte setzen möchte. Se i- ner Meinung nach sei man auf einem überaus guten Weg und müsse nun die näch s- ten Ergebnisse abwarten, ohne Kritik anzudrohen. MdR Hegenbarth lobt die Tatsache, dass die Verwaltungsreform jetzt angegangen wird. Bekanntlich habe das Vorhaben bei Frau Oberbürgermeisterin Reker und Herrn Stadtdirektor Dr. Keller recht hohe Priorität. Er teil t mit, dass die Gruppe Piraten ebenfalls zustimmen und das Vorhaben begleiten werde und mit Absicht bislang e i- nige Themen in diesem Zusammenhang zurückgehalten habe. Er bezieht sich auf das Beteiligungsverfahren, welches im Jahr 2016 durchgeführt worden ist, und möchte wissen, inwieweit dieses auch in dem für das Jahr 2017 vo r- gesehenen ambitionierten Zeitrahmen durchgeführt wird. Dies könne er nur empfe h- len und bittet die Verwaltung, hierauf näher einzugehen. Er bezieht sich auf Seite 8 und 9 der Management Summary zur Abschlussdokumen- tation (Anlage 1 der Vorlage), auf welcher die Gründe für das Scheitern von Refor m- prozessen dargestellt werden. Er merkt an, dass die ersten vier Punkte Unzureichendes Engagement der oberen Führungsebene Unklare Zielbilder der Veränderungsprozesse Fehlende Erfahrung der Führungskräfte mit der Verunsicherung von Beschä f- tigten Uneinigkeit auf den obersten Führungsebenen (sprechen nicht mit einer Stimme) ausnahmslos auf die Persönlichkeiten der Führungsebene abzielen, abgesehen vo n „unklare Zielbilder der Veränderungsprozesse“ (Punkt 2). Dieser Grund sei für ihn der wichtigste, da er unterstelle, dass Frau Oberbürgermeisterin Reker und Herr Stadtdirektor Dr. Keller kein „unzureichendes Engagement“ (Punkt 1) zeigen. Au f- grund unklare r Zielbilder seien Reformprozesse in der Vergangenheit in anderen Kommunen auch zum Teil schief gegangen, da das Vorhaben zu abstrakt oder a b- gehoben gewesen sei. Er appelliert daher, an Beispielen noch deutlicher zu machen, was konkret die Verwaltungsreform für die einzelnen Bürgerinnen und Bürger vor Ort bedeutet. Herr Dr. Heinz beantwortet die Fragen der Ausschussmitglieder. In Bezug auf die Ausführungen von MdR Krupp teilt er mit, dass das Thema Evalua- tion sehr ernst genommen werde. Die Verwaltung werd e eindeutig messbare B e- obachtungsfaktoren festlegen und kommunizieren. Dies sei ohnehin notwendig, um ein Projekt einer solchen Größe überhaupt steuern zu können. Außerdem sei es man der Politik und der Öffentlichkeit auch schuldig, stetig aufzuzeigen, auf welchem Weg man sich befindet und offen zu sagen, in welchen Bereichen man noch nicht auf dem Weg sei und warum dies so ist und was man daraus lerne. Dies sei ein zentraler A s- pekt, aber vor dem Hintergrund, dass dies in der Abschlussdokumentation (Anlage 2 der Vorlage) lediglich auf Seite 17 dargestellt worden sei, könne er den Wunsch nachvollziehen, dass die Verwaltung an dieser Stelle tiefgreifender und umfassender informieren solle. Bezug nehmend auf die Ausführungen von MdR Hegenbarth zum Thema Beteili- gungsverfahren teilt er mit, dass mit dem eigentlichen Reformprozess das Beteili- gungsverfahren deutlich größer werden müsse. Er betont, dass ein solches Großpr o- jekt nur mit umfassender Beteiligung funktionieren könne; letztlich habe man bislang unter Zeitd ruck eigentlich nur den Start gemacht. Einer der Erfolgsfaktoren sei die Kommunikation nach innen, gewiss werde es aber auch an den Schnittstellen mit den Kundi nnen und Kunden sowie den Bürgerinnen und Bürgern als auch mit der Politik selbstverständlich ausführliche Beteiligungsverfahren geben. Er teilt mit, dass er den Hinweis in Bezug auf das angesprochene Thema Personal gerne annimmt. Für die Projektmanager gebe es selbstverständlich entsprechende Aufgabenprofile. Man sei in diesem Zusammenhang allerdin gs der Meinung gew e- sen, dass diese zu ausführlich seien, um sie an dieser Stelle darzulegen, könnte sie aber nachreichen. Er erläutert, dass die Zusetzung von insgesamt 16,00 Stellen für Projekt- und Changemanagement letztlich 1,00 Vollzeitstelle für 4 Ämt er bzw. 0,25 Stelle pro Amt bedeute. Dies mache zumindest deutlich, dass hier eine sehr knappe Kalkulation gemacht wurde. Wenn gewollt ist, dass die Dezernate die eigentlichen Träger des Reformpr ozesses sind, könne man dies nicht einfach als Zusatzaufgabe ansehen, sondern müsse ta t- sächlich unterstützen. Daher würden die dezentralen Projektmanager direkt bei den Beigeordneten angebunden werden und eine Fortbildung im Hinblick auf Chang e- management absolvieren. Der Vorsitzende nutzt die Gelegenheit, nicht nur dem Projektteam sondern auch der gesamten Verwaltung für den sehr engagierten Einsatz recht herzlich zu danken. Es habe sich gezeigt, dass ein sehr gutes Zusammenspiel zwischen der Führung der Stadtverwaltung, angefangen beim Stadtvorstand über die daru nter liegenden Eb e- nen, bis hin zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stattfindet. Dies sei exakt die Aufbruchsstimmung, die benötigt werde. Im Namen des Ausschusses teilt er mit, dass dies sehr positiv begleitet werde, da nicht nur die Verwaltung selbst , sondern auch die Stadt von dem Vorhaben sehr stark profitieren werde. Beschluss: Der Ausschuss empfiehlt dem Rat, wie folgt zu beschließen: Der Rat der Stadt Köln nimmt das Konzept der Verwaltungsreform zur Kenntnis und beschließt auf dessen Grundlage die für die Umsetzung erforderlichen finanziellen Mittel für eine externe Unterstützung in Höhe von jährlich 1 Mio. EUR (netto). Diese sind für 2017 bereits im lfd. Haushaltsjahr veranschlagt, für die Jahre 2018 -2022 werden sie im Haushalt berücksichtigt. Ebenso beschließt der Rat der Stadt Köln die Einrichtung von max. 16 Stellen g e- mäß der vorliegenden Projektorganisation. Diese werden im lfd. Haushaltsjahr über verwaltungsinterne Verrechnungsstellen zur Verfügung gestellt und die Finanzierung über den Gesamthaushalt sichergestellt. Für den Stellenplan 2018 sind Mehrstellen einzurichten. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
Beschlussvorlage Rat (1)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/OB/4 Vorlagen-Nummer 0155/2017 Freigabedatum 23.01.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Verwaltungsreform - Abschlussbericht der Konzeptphase Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat der Stadt Köln nimmt das Konzept der Verwaltungsreform zur Kenntnis und genehmigt auf dessen Grundlage die für die Umsetzung erforderlichen finanziellen Mittel für eine externe Unterstüt- zung in Höhe von jährlich 1 Mio. EUR (netto). Diese sind für 2017 bereits im lfd. Haushaltsjahr ver- anschlagt, für die Jahre 2018-2022 werden sie im Haushalt berücksichtigt. Ebenso genehmigt der Rat der Stadt Köln die Einrichtung von max. 16 Stellen gemäß der vorliegen- den Projektorganisation. Diese werden im lfd. Haushaltsjahr über verwaltungsinterne Verrechnungs- stellen zur Verfügung gestellt und die Finanzierung über den Gesamthaushalt sichergestellt. Für den Stellenplan 2018 sind Mehrstellen einzurichten. Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 06.02.2017 Rat 14.02.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen 1 Mio. € b) Sachaufwendungen etc. 1 Mio. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung Im Juli 2016 hat die Stadtverwaltung Köln einen umfassenden Reformprozess auf den Weg gebracht. Bis Dezember 2016 sollte das Konzept für eine Verwaltungsreform mit Begleitung einer externen Un- ternehmensberatung erstellt werden. In einem umfangreichen Beteiligungsprozess mit Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern, Auszubildenden und (Nachwuchs-)Führungskräften der Verwaltung sowie dem Stadtvorstand, der Personal- und Schwer- behindertenvertretung, der Gleichstellungsbeauftragten und Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik wurden die Problemstellungen und Notwendigkeiten eines solchen Reformprozesses heraus- gearbeitet. Mit der vorliegenden Abschlussdokumentation endet die Konzeptphase der Verwaltungsreform. In der als Anlagen beigefügten Management Summary und dem ausführlichen Abschlussbericht wird der Stadtrat über das Reformkonzept und die notwendigen internen und externen Ressourcen infor- miert. Gleichzeitig werden die Reformelemente sowie die Reformschritte beschrieben. Anlagen Anlage 1 – Management Summary Konzeptphase Verwaltungsreform Anlage 2 – Abschlussbericht Konzeptphase Verwaltungsreform
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0155/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 06.02.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27