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KRS 7/2022

Anfrage der FDP-Fraktion ,,Besser ist nicht gut genug?''

Sitzungsvorlage KRS 04.03.2022

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Nächste Beratung: Kommission für Regionalplanung, Strukturfragen und Digitales, Sitzung am 04.03.2022, TOP 6.2

Sitzungsvorlage KRS (Anfrage der FDP-Fraktion ,,Besser ist nicht gut genug?'')

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Sitzungsvorlage KRS (Machbarkeitsstudie)

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Sitzungsvorlage KRS (Anfrage der FDP-Fraktion vom 28.02.2022)

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Sitzungsvorlage KRS (Anfrage der FDP-Fraktion ,,Besser ist nicht gut genug?'')

594 Zeichen

Seite 1 von 1 
Sitzungsvorlage KRS 
- öffentlich - 
KRS 7/2022 
Dezernat 
Regionalplanung, 
Braunkohlenplanung, 
Geschäftsstelle 
Ansprechperson 
Herr Martin Nuß-
baum, Frau Celina 
Kuhn 
Telefon 0221-147 3673 , 
0221-147 3421 
BEZIRKSREGIERUNG 
Köln 
 
 
Datum 02.03.2022 
 
Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion 
Kommission für Regionalplanung und Struktur-
fragen 04.03.2022 6.2 zur Kenntnis 
 
TOP: 
Anfrage der FDP-Fraktion ,,Besser ist nicht gut genug?'' 
 
 
 
 
Erläuterungen: 
Mündliche Beantwortung 
 
Anlage(n): 
1. Anfrage der FDP-Fraktion vom 28.02.2022  
2. Machbarkeitsstudie

Sitzungsvorlage KRS (Machbarkeitsstudie)

43717 Zeichen

Eine Niederlassung der Björnsen Beratende Ingenieure GmbH · Maria Trost 3 · 56070 Koblenz 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
März 2021 
TF/str1718821 
Björnsen Beratende Ingenieure GmbH 
Niederlassung Köln 
Karlstraße 40-44 · 50679 Köln 
Telefon 0221 689308-0 · Telefax 0221 689308-11 
 
 
 
TEILOFFENE VERBINDUNG DER STRUNDE UND DES 
FLEHBACH / FAULBACH MIT DEM RHEIN 
 
MACHBARKEITSSTUDIE 
 
 
Kurzfassung

Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB)  
Machbarkeitsstudie: Teiloffene Verbindung der Strunde und des Flehbachs/Faulbachs mit dem Rhein 
Kurzfassung 1 
P:\str1718821\04_Pl\01_St\02_Erl+Anl-A+B\02_Dok\20210315_MbSt_Kurzfassung_Endfassung.docx Björnsen Beratende Ingenieure GmbH 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
Erläuterungsbericht Seite 
 
Abbildungsverzeichnis 2 
Tabellenverzeichnis 2 
 
1
  Veranlassung 3 
2  Zielsetzung 3 
3  Methodik 4 
3.1  Überblick 4 
3.2  Stufe 1 5 
3.3  Stufe 2 6 
3.4  Stufe 3 8 
4  Ergebnisse 9 
4.1  Beschreibung der Varianten 9  
4.2  Kosten 13 
4.3  Variantenbewertung und Ableitung einer Vorzugsvariante 16  
5  Fazit 21 
 
 
 
Anlagen 
 
Blatt Maßstab 
 
B-1 Übersichtsplan  
B-1.2.1 Variantenübersicht Stufe 1 1 : 5.000 
 
B-4 Lagepläne 
B-4.1.3 Lageplan Flehbac h / Faulbach Variante 4, Stufe 2 (F4.2)  1 : 2.500 
B-4.1.4 Lageplan Strunde Variante  2, Stufe 2 (S2.2)  1 : 2.500

Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB)  
Machbarkeitsstudie: Teiloffene Verbindung der Strunde und des Flehbachs/Faulbachs mit dem Rhein 
Kurzfassung 2 
P:\str1718821\04_Pl\01_St\02_Erl+Anl-A+B\02_Dok\20210315_MbSt_Kurzfassung_Endfassung.docx Björnsen Beratende Ingenieure GmbH 
Abbildungsverzeichnis 
Seite 
Abbildung 1:  Übersicht über die Bearbeitungsschritte zur Stufe 1 5  
Abbildung 2:  Übersicht über die Bearbeitungsschritte zur Stufe 2 7  
Abbildung 3:  Übersicht über die Bearbeitungsschritte zur Stufe 3 8  
Abbildung 4:  Variantenübersicht zum Flehbach / Faulbach 10  
Abbildung 5:  Variantenübersicht zur Strunde 11  
Abbildung 6:  Lageplanausschnitt mit Darste llung der Kostenbausteine zur 
Strunde-Variante „Buchforst“ (S2) 14  
Abbildung 7:  Gegenüberstellung der Herstell ungskosten zu den Varianten, 
Bruttowerte inklusive 19% Mehrwertsteuer 16  
Abbildung 8:  Gegenüberstellung der spezifischen Herstellungskosten (auf die 
Gewässerlänge bezogen) zu den Varianten, Bruttowerte 
inklusive 19% Mehrwertsteuer 16  
 
 
Tabellenverzeichnis 
Seite 
Tabelle 1:  Gesamtübersicht über betrachtete Varianten 9  
Tabelle 2:  Kostenrahmen der Herstellungsko sten (Baukosten zzgl. 10% 
Baunebenkosten; Bruttowerte inkl. 19% Mehrwertsteuer) 15  
Tabelle 3:  Planungsziele und Zielgewichtungen (ZG) für die 
Bewertungsmatrix 19  
Tabelle 4:  Bewertungsmatrix Flehbach / Faulbach (zur Stufe 3) 20  
Tabelle 5:  Bewertungsmatrix Strunde (zur Stufe 3) 20

Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB)  
Machbarkeitsstudie: Teiloffene Verbindung der Strunde und des Flehbachs/Faulbachs mit dem Rhein 
Kurzfassung 3 
P:\str1718821\04_Pl\01_St\02_Erl+Anl-A+B\02_Dok\20210315_MbSt_Kurzfassung_Endfassung.docx Björnsen Beratende Ingenieure GmbH 
1 Veranlassung 
Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB) beabsichtigen, das rechtsrheinische Gewäs-
sersystem von Strunde und Flehbach / Faulbach durchgängiger mit dem Rhein zu verbinden. 
 
Die Bezirksvertretung Mülheim hatte 2015 die Verwaltung mit ein er Prüfung beauftragt, ob der 
Altarm Strunde in Köln-Buchheim durch eine Offenlegung oder Tei loffenlegung mit dem Rhein 
verbunden und so wieder mit Wasser befüllt werden kann. 
 
Die StEB Köln haben dies zum Anlass genommen, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben 
und das Thema (Teil-)Offenlegungspo tenziale ganzheitlich zu bet rachten. Das Gewässersys-
tem Strunde und Flehbach / Faulbach mit allen Nebengewässern (i nklusive Rheinisch-Bergi-
scher Kreis) ist ausschließlich über eine Verrohrung an den Rhe in angebunden. Dies stellt ein 
Durchgängigkeitshindernis für alle  Gewässer dieses Gewässersyst ems dar. Eine verbesserte 
Durchgängigkeit zwischen dem Gew ässersystem Flehbach / Faulbach  und Strunde mit dem 
Rhein würde die Zielsetzung im Sinne der Europäischen Wasserrah menrichtlinie (EG-WRRL), 
den guten Zustand bzw. das gute ökologische Potenzial bis spätestens 2027 zu erreichen, deut-
lich fördern.  
 
Neben den positiven Auswirkunge n hinsichtlich der ökologischen Komponenten Durchgängig-
keit, Fische und Makrozoobenthos  können von der Maßnahme auch p ositive Effekte für das 
Stadtbild, das Landschaftsbild, die Erlebbarmachung von Gewässe rn, die Hitzevorsorge, die 
Überflutungsvorsorge bei Starkregenereignissen und die Annäheru ng an historische Bachver-
läufe erwartet werden. 
 
Die (Teil-)Offenlegung von Flehbach / Faulbach bzw. Strunde wurde in das Gewässerentwick-
lungskonzept 2020 als neue Maßnahme aufgenommen. Sollte sich he rausstellen, dass eine 
(Teil-) Offenlegung technisch nicht realisierbar ist, so gilt auch weiterhin das wasserwirtschaftli-
che Ziel, die bestehenden und nicht durchgängig mit dem Rhein verbunden Teilabschnitte die-
ser Bäche zumindest untereinander, d. h. aus Kölner Sicht von der Stegwiese in Köln-Buchheim 
bis zur Stadtgrenze mit Bergisch Gladbach durchgängig miteinander zu verbinden. 
 
Aus den vorgenannten Gründen wurde die Björnsen Beratende Ingen ieure GmbH mit der Be-
arbeitung einer Machbarkeitsstudie beauftragt, deren Zielsetzun g im nachfolgenden Abschnitt 
konkretisiert wird. 
2 Zielsetzung 
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie werden für die Gewässer Strunde und Flehbach/Faulbach 
folgende Ziele verfolgt:

Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB)  
Machbarkeitsstudie: Teiloffene Verbindung der Strunde und des Flehbachs/Faulbachs mit dem Rhein 
Kurzfassung 4 
P:\str1718821\04_Pl\01_St\02_Erl+Anl-A+B\02_Dok\20210315_MbSt_Kurzfassung_Endfassung.docx Björnsen Beratende Ingenieure GmbH 
1. möglichst offene Führung des B achwassers bis zum Rhein, d.h. offene Gerinne anstelle 
von Verrohrungen; 
2. möglichst ökologisch durc hgängige Gestaltung der Gewässer 
3. möglichst große positive Effe kte auf Stadtbild, Landschaftsb ild, Erlebbarmachung von 
Gewässern, Hitzevorsorge, Überflutungsvorsorge bei Starkregenereignissen und Histo-
rie. 
 
Grundsätzlich wird die Verwirk lichung aller Ziele angestrebt. A ufgrund des hohen Grads von 
Restriktionen im städtischen Umfeld ist aber bei realistischer Betrachtung davon auszugehen, 
dass die Ziele nur teilweise v erwirklicht werden können. Dabei werden die Prioritäten in der 
Reihenfolge der oben stehenden Listung gesetzt. Außerdem wird e ine Gewichtung möglicher 
Lösungen nach unterschiedlichen Kriterien vorgenommen. So könnte im individuellen Fall bei-
spielsweise die Durchgängigkeit durchaus gegenüber der Erlebbarkeit oder der städtebaulichen 
Einbindung zurückstehen. 
 
Rückblickend ist zu sagen, dass ein weiteres, übergeordnetes ge setzliches Ziel, nämlich die 
Abkopplung des Bachwassers von der Vorflut zur Kläranlage, für das gesamte Gewässersystem 
bereits erreicht wurde. Die Strunde, die im Bereich der Kattowitzer Straße früher unmittelbar 
hinter dem Einlaufbauwerk in die Kanalisation an einen städtischen Hauptsammler angeschlos-
sen war und dort mit Abwasser vermischt wurde, wurde vor einige n Jahren trockengelegt. Der 
Abfluss der Strunde wird seitdem oberhalb des Hauses Herl am Buchheimer Ring vollständig in 
den Flehbach / Faulbach übergeleitet. Der vom Haus Herl zum Kan aleinlaufbauwerk verlau-
fende Gewässerabschnitt stellt sich als trockener Strunde-Altarm dar, der im Zuge der hier ver-
folgten Maßnahmen wieder reaktiviert werden könnte. 
3 Methodik 
3.1 Überblick 
Die Machbarkeitsstudie umfasst ei n dreistufiges Variantenstudiu m zur Findung jeweils einer 
Vorzugsvariante sowohl für die Strunde als auch für den Flehbach/Faulbach: 
 
 Stufe 1: Trassenideen 
 Stufe 2: Technisch realisierbare Trassenvarianten 
 Stufe 3: Trassenvarianten zur Weiterverfolgung / Vorzugsvariante 
 
Zunächst wird ein Suchraum bzw. Planungsraum festgelegt sowie eine Bestandsaufnahme für 
die Fließgewässer Strunde und Fl ehbach/Faulbach innerhalb des S uchraumes durchgeführt.

Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB)  
Machbarkeitsstudie: Teiloffene Verbindung der Strunde und des Flehbachs/Faulbachs mit dem Rhein 
Kurzfassung 5 
P:\str1718821\04_Pl\01_St\02_Erl+Anl-A+B\02_Dok\20210315_MbSt_Kurzfassung_Endfassung.docx Björnsen Beratende Ingenieure GmbH 
Die Bestandsaufnahme umfasst insbesondere Details zu den wasserbaulichen und naturräum-
lichen Gegebenheiten und die Ermi ttlung des Leitbildes für die beiden Fließgewässer. Im An-
schluss folgt eine Darstellung der wasserwirtschaftlichen Grundlagen. 
 
Der Grundgedanke des stufenweis en Vorgehens ist die Verwendung eines über die Bearbei-
tungszeit zunehmend verdichteten,  „dynamischen“ Restriktionspla ns, um in der ersten Stufe 
noch vergleichsweise unbelastete Trassenideen erarbeiten zu kön nen, abschließend aber mit 
technisch umsetzbaren und grundsätzlich auch genehmigungsfähigen Varianten zu enden. 
 
In den nachfolgenden Abschnitten wird zunächst die Methodik detaillierter erläutert. Die konkre-
ten Ergebnisse des Variantenstudiums sind in Kapitel 4 dargestellt. 
3.2 Stufe 1 
Die Stufe 1 dient der Findung erster Trassenideen. Eine Übersicht der Bearbeitungsschritte zur 
Stufe 1 ist der Abbildung 1 zu entnehmen. 
 
 
Abbildung 1: Übersicht über die Bearbeitungsschritte zur Stufe 1 
Die erste Fassung des Restr iktionsplans umfasst die Topographie (DGM1) des Suchraums 
sowie vorhandene Bebauungen bzw. Bebauungsplangrenzen und Grün- bzw. Freiflächen, 
die in einem ersten Schritt durch Auswertung von Luftbildern und Karten abgegrenzt werden. 
 
Grundsätzlich ergeben sich somit die Restriktionen für die Trassenfindung aus der bereits vor-
handenen Bebauung bzw. der an der Oberfläche sichtbaren Flächennutzung. Zusätzlich werden

Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB)  
Machbarkeitsstudie: Teiloffene Verbindung der Strunde und des Flehbachs/Faulbachs mit dem Rhein 
Kurzfassung 6 
P:\str1718821\04_Pl\01_St\02_Erl+Anl-A+B\02_Dok\20210315_MbSt_Kurzfassung_Endfassung.docx Björnsen Beratende Ingenieure GmbH 
die Geltungsbereiche von Bebauungsplänen mit bereits erteiltem Aufstellungsbeschluss in die 
Restriktionspläne übernommen und als sogenannte „Warnflächen“ ausgewiesen. 
 
Sofern weitere Informationen bezüglich geplanter Nutzungen der Bebauungsabsichten im Gel-
tungsbereich vorliegen, werden sie bei der Trassenfindung mit b erücksichtigt (bspw. „I/D Co-
logne“ / ehemaliger Güterbahnhof M ülheim). Andernfalls wird in Absprache mit den StEB be-
schlossen, dass die Flächen in diesen Bereichen nach aktuellem Ausbauzustand in der Planung 
zu beachten sind, entsprechend der örtlichen Inaugenscheinnahme. 
 
Vorhandene Grün- bzw. Freiflächen werden als „Potenzialflächen“ ausgewiesen und gezielt 
für die Trassenentwicklung genutzt. 
 
Nach Erarbeitung eines ersten Entwurfs von Trassenideen folgt eine systematische Quartiers-
begehung zur Verifizierung und Anpassung dieser Ideen sowie einer Verdichtung des Restrik-
tionsplans, indem bebaute Flächen, die nicht in den verwendeten Kartenwerken enthalten sind, 
gemäß der Ortsbegehung ergänzt werden.  
 
Im letzten Schritt der Stufe 1 werden die Trassenideen diskutiert und vor Aufnahme der nächs-
ten Bearbeitungsstufe modifizier t oder – falls sich hier bereit s erhebliche Hindernisse durch 
mangelnde Flächenverfügbarkeit ergeben – gestrichen.  
3.3 Stufe 2 
In der zweiten Stufe des Variant enstudiums werden die Trassenid een weiter verfolgt und in 
Richtung technisch realisierbarer Trassenvarianten vertieft.  
Eine Übersicht über die Arbeitsschritte der Stufe 2 stellt die Abbildung 2 dar.

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Machbarkeitsstudie: Teiloffene Verbindung der Strunde und des Flehbachs/Faulbachs mit dem Rhein 
Kurzfassung 7 
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Abbildung 2: Übersicht über die Bearbeitungsschritte zur Stufe 2 
Zunächst wird der Restriktions plan fortgeschrieben, indem zusät zlich der Kanalbestand, grö-
ßere Versorgungsleitungen und die Gleisanlagen (KVB und DB) erfasst werden.  
 
Im Rahmen einer Trassenanalyse erfolgen eine Auswertung im Längsschnitt mit konkretem 
Höhenbezug und die Entwicklung des Flächenbedarfs im Lageplan. Diese Trassenanalyse er-
folgt in mehreren Schritten: 
 
Schritt 1: Festlegung eines Sohlgefälles zur Ermittlung der Höhenverhältn isse zwischen ge-
planter Gewässersohle und Gelände oberkante (Einschnitttiefe) au f Grundlage der 
Höhenschnitte in den Trassenlinien.  
 
Schritt 2: Kontrolle von Mindestüberdeckungen  mit dem Sohlgefälle nach Sc hritt 1, ggf. ab-
schnittsweise Anpassung des Sohlgefälles..  
 
Schritt 3: Prüfung der Einschnitttiefe und ggf. Anordnung von Pumpwerken bei zu tiefen Ein-
schnitten in das Gelände.  
 
Schritt 4: Erzeugung eines „Trassenbandes“, d .h. Darstellung der Gewässerbreite an der Ge-
ländeoberkante in Abhängigkeit von der Einschnitttiefe durch da s Festlegen eines 
Regelquerprofils, zunächst einheitlich in Form eines Trapezquerschnitts.  
 
Schritt 5: Kritische Prüfung der so ermittelten Bettbreite an der Geländeo berkante (Schritt 4) 
auf Konflikte vor dem Hintergrund verfügbarer Flächen und vorhandener Bebauung.

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Machbarkeitsstudie: Teiloffene Verbindung der Strunde und des Flehbachs/Faulbachs mit dem Rhein 
Kurzfassung 8 
P:\str1718821\04_Pl\01_St\02_Erl+Anl-A+B\02_Dok\20210315_MbSt_Kurzfassung_Endfassung.docx Björnsen Beratende Ingenieure GmbH 
Bei Konflikten ist eine Reduzieru ng der Gewässerbreite notwendi g. Dabei soll das 
größtmögliche Flächenpotenzial fü r das Gewässer im Fokus stehen . Dazu werden 
zwei weitere Regelquerprofile defin iert, ein einseitig vertikal  verbautes und auf der 
gegenüberliegenden Seite geböschtes Gewässerprofil sowie ein doppelseitig vertikal 
verbautes Profil. 
 
Nach der Trassenanalyse wird eine erste Trassenbewertung auf de r Grundlage einer Bewer-
tungsmatrix nach „Blauer Richtlin ie NRW“ durchgeführt. Die Plan ungsziele und ihre Gewichte 
werden mit den Projektbeteiligt en abgestimmt. Auf der Grundlage  der Erstbewertung werden 
weitere Gewässertrassen verworfen. 
3.4 Stufe 3 
Die dritte Stufe dient der Ermittlung einer oder mehrerer Vorzu gsvarianten. Dazu werden die 
verbleibenden Tassenvarianten anhand des weiter fortgeschriebenen Restriktionsplans vertieft 
weiter untersucht. Eine Übersicht der Bearbeitungsschritte zur Stufe 3 ist in der Abbildung 3 
dargestellt. 
 
 
Abbildung 3: Übersicht über die Bearbeitungsschritte zur Stufe 3 
Die Restriktionspläne werden mit genehmigungsrelevanten Restriktionen ergänzt, das heißt mit 
Grundeigentumsverhältnissen, Schutzgebieten (Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzge-
biete) sowie Altlasten (Altdeponien und Altlastenverdachtsflächen). 
 
Im Anschluss wird als Grundlage für die abschließende Trassenbe wertung eine Abschätzung 
des Kostenrahmens zu den jeweiligen Trassenvarianten vorgenommen.

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Machbarkeitsstudie: Teiloffene Verbindung der Strunde und des Flehbachs/Faulbachs mit dem Rhein 
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P:\str1718821\04_Pl\01_St\02_Erl+Anl-A+B\02_Dok\20210315_MbSt_Kurzfassung_Endfassung.docx Björnsen Beratende Ingenieure GmbH 
Damit wird die in Stufe 2 aufges tellte Bewertungsmatrix fortgeschrieben, indem die ermittelten 
Kosten sowie eine Einschätzung de r Akzeptanz auf Seiten der Öff entlichkeit und der Träger 
öffentlicher Belange (TÖB) Berücksichtigung finden. Diese qualitativen Einschätzungen der Ak-
zeptanz werden als maßgebliche I ndikatoren der späteren Genehmi gungsfähigkeit einer ent-
sprechenden Gewässerausbauplanung gewertet. 
 
Anhand der fortgeschriebenen Bewertungsmatrix werden schließlich Vorzugsvarianten zur zu-
künftigen Weiterverfolgung abgeleitet. 
4 Ergebnisse 
4.1 Beschreibung der Varianten 
Gesamtübersicht 
In der Stufe 1 des Variantenstudiums werden auf Grundlage des R estriktionsplans jeweils vier 
mögliche Trassenverläufe für die Strunde und den Flehbach/Faulb ach entworfen (siehe Abbil-
dung 4 und Abbildung 5 bzw. Übersi chtsplan B-1.2.1). Dies stell t somit die Gesamtheit aller 
betrachteten Varianten dar, die in nachfolgender Tabelle 1 zusammengefasst ist. 
Tabelle 1: Gesamtübersicht über betrachtete Varianten 
Gewässer Kürzel Langname Ergebnis 
Flehbach/Faulbach F1 „Carlswerk verrohrt“ Entfall nach Stufe 2 
Flehbach/Faulbach F2 „Keupstraße“ Entfall nach Stufe 1 
Flehbach/Faulbach F3 „Carlswerk offen“  
Flehbach/Faulbach F4 „Nordumrundung“  
Strunde S1 „Rheinpark“ Entfall nach Stufe 1 
Strunde S2 „Buchforst“ Vorzugsvariante 
Strunde S3 „Friedhof“  
Strunde S4 „Deutz-Areal“  
 
Flehbach / Faulbach 
Die Trassenideen F 1 – F 4 sind in Abbildung 4 dargestellt. Sie  greifen zu unterschiedlichen 
Teilen die vorhandenen Potenzialflächen auf. Grundsätzlich sind in Richtung Rhein die Flächen

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Machbarkeitsstudie: Teiloffene Verbindung der Strunde und des Flehbachs/Faulbachs mit dem Rhein 
Kurzfassung 10 
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des „Carlswerks“ (ehemals „Schanzenviertel“) zu queren, die topografisch ein Hochplateau dar-
stellen. 
 
Ausgehend vom bestehenden Zulauf in die heutige Verrohrung verl aufen alle vier Varianten 
zunächst in Richtung Norden. 
 
Die Trassenlinien F 1 – F 3 durchqueren anschließend den Bereic h „Carlswerk“ von Ost nach 
West, wobei die Trassenideen F 1 und F 2 verrohrt, die Trassenidee F 3 offen ausgebildet sind. 
In Variante F 3 muss der Abfluss allerdings mit einem Bachpumpwerk an die Oberfläche geho-
ben werden. 
 
Die Trassenidee F 4 verläuft hingegen zuerst entlang des äußeren Grüngürtels im oberen Such-
raum und anschließend von Nord nach Süd durch den westlichen Bereich der Bebauungsplan-
grenzen „Schanzenstraße Nord“ und „Ehemaliger Güterbahnhof“. Es muss ebenfalls ein Bach-
pumpwerk eingesetzt werden. 
 
Im unteren, westlichen Suchraum w ird die Potenzialfläche „Böcki ng-Park“ von den drei Tras-
senideen F 1, F 3 und F 4 aufgenommen. 
 
 
Abbildung 4: Variantenübersicht zum Flehbach / Faulbach 
Beginn 
Verrohrung 
„Carlswerk“ 
„Nordumrandung“ (F 4.1)
„Carlswerk offen“ (F 3.1) 
„Keupstraße“ (F 2.1) 
Entfall in Stufe 1 
„Carlswerk verrohrt“ (F 1.1 
Entfall in Stufe 2) 
Böcking-Park

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Trasse F 2 hingegen verläuft weiter südlich entlang einer Spielplatzfläche und mündet anschlie-
ßend über den bereits vorhandenen, verrohrten Abschnitt des Fle hbach/Faulbachs in den 
Rhein. 
 
Die Lauflängen der vier Trassenlinien variieren zwischen 2,1 km (F 2) und 3,9 km (F 4). 
Strunde 
Für die Strunde ist anhand des DGM festzustellen, dass eine großräumige Geländemulde vom 
Ort des ehemaligen Anschlusses an die städtische Kanalisation bis hin zum Rhein existiert. An 
deren Nordrand bewegt sich auch der historische Gewässerverlauf der Strunde. Diese Gelän-
demulde wird heute insbesondere von der Bahnlinie durchschnitten. 
 
Vorhandene Potenzialflächen im südlichen Bereich des Suchraums sind unter anderem die zwei 
Grünzüge auf der Südseite der Bahntrasse und entlang der Mülheimer Brücke, der Bereich des 
Stadtgartens sowie ein geplanter G rünstreifen im Bereich der Be bauungsplangrenze des 
„Deutz-Areals“. Diese Potenzialflächen werden in unterschiedlichem Maße von den entwickel-
ten Trassenideen aufgegriffen. 
 
 
Abbildung 5: Variantenübersicht zur Strunde 
„Deutz-Areal“ (S 4.1) „Friedhof“ (S 3.1) 
„Buchforst“ (S 2.1) 
Vorzugsvariante 
Beginn 
Verrohrung 
Stadtgarten
„Rheinpark“ (S 1.1) 
Entfall in Stufe 1

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Machbarkeitsstudie: Teiloffene Verbindung der Strunde und des Flehbachs/Faulbachs mit dem Rhein 
Kurzfassung 12 
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Während die Trassen S 2 und S 3 den Mülheimer Stadtgarten durchqueren, um anschließend 
entlang des Grünzugs an der Mülheimer Brücke in den Rhein zu münden, verläuft S 4 in Rich-
tung Westen, durchzieht den Grün streifen des „Deutz-Areals“ unt er Anordnung eines Bach-
pumpwerks und wird anschließend in den Rhein geleitet.  
 
Der Verlauf der Trasse S 1 entspricht zunächst dem der Trassenideen S 2 und S 4 in den zwei 
Grünzügen auf der Südseite der Bahntrasse. Im Bereich des Pfälz ischen Rings knickt S 1 je-
doch Richtung Süden ab und mündet südlich der Zoobrücke in den Rhein. 
 
Allen vier Varianten ist gemeins am, dass der trockene Strunde-A ltarm am Haus Herl bis zum 
Kanaleinlaufbauwerk wieder reakt iviert wird. Dabei wird, zuguns ten der Durchgängigkeit, der 
zurzeit verrohrte Bereich am Haus Herl südlich entlang des Hauses Herl offen ausgelegt. 
 
Die Lauflängen der Trassenideen variieren von 3,3 km (S 3) bis 4,9 km (S 1). 
Ausschluss von Varianten 
Nach erster Abwägung und Vergleich mit den übergeordneten Zielsetzungen scheiden zwei der 
acht ersten Ideen in der Stufe 1 bereits aus (die Trassen „Keupstraße“ / F 2 und „Rheinpark“ / 
S 1, vgl. Tabelle 1):  
 
 Die Trasse „Keupstraße“ F 2 verläuft gegenüber den anderen Tra ssenideen des Fleh-
bachs / Faulbachs größtenteils ve rrohrt. Lediglich im Bereich „ Carlswerk“ und im Be-
reich des Spielplatzes an der „Keupstraße“ wird das Gewässer offen gelegt. Im Bereich 
des Spielplatzes stellt sich außerdem ein Anstieg des Sohlniveaus um rund 2,5 m dar, 
welches zu großen Einschnitttiefen bei offenem Gewässerverlauf mit Freigefälle führt. 
In Summe wird das Potenzial der Trasse F 2 gegenüber den andere n Ideen daher 
grundsätzlich als gering eingestuft. 
 
 Die Trasse „Rheinpark“ S 1 führt zunächst entlang des Grünstre ifens am Pfälzischen 
Ring durch eine Senke (ca. 44 mNHN) und steigt danach wieder auf eine Höhe von ca. 
49 mNHN an. Aufgrund des durchgehend stark fluktuierenden Höhen verlaufs und der 
stellenweisen Trassierung entlang der Bundesstraße 55a wird das  Potenzial dieser 
Trasse gegenüber den anderen Trassen ebenfalls als gering eingestuft. 
 
Die übrigen sechs Trassenideen finden Eingang in die nächste Stufe.  
 
In Stufe 2 wird eine weitere Variante (für den Flehbach / Faulbach) verworfen, nämlich die ver-
rohrte Querung des Carlswerks (F 1), die gegenüber der offenen Querung (F 3) im Hinblick auf 
die Ziele der Studie keine signifikanten Vorteile bietet. 
 
Die übrigen fünf Varianten werden schließlich der Bearbeitungsstufe 3 unterzogen.

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Machbarkeitsstudie: Teiloffene Verbindung der Strunde und des Flehbachs/Faulbachs mit dem Rhein 
Kurzfassung 13 
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In der Stufe 3 des Variantenst udiums stellt sich auf Grundlage der abschließenden, formalen 
Bewertung heraus, dass die Strunde-Variante „Buchforst“ (S 2) insgesamt als Vorzugsvariante 
zu bezeichnen ist (siehe Lageplan B-4.1.4). Mit einer Fließlänge von ca. 3967 m und einer mög-
lichen Offenlegung von ca. 75 % besitzt die Variante S 2 gegenüber den anderen Strunde-Va-
rianten S 3 (Fließlänge ca. 3352 m;  Offenlegung ca. 61 %) und S  4 (Fließlänge ca. 3586 m; 
Offenlegung ca. 72 %) ein höheres Potenzial zur Erreichung der Planungsziele hinsichtlich der 
Ökologie, Durchgängigkeit, Freiraumaufwertung und Mikroklima.  
Die Nordumrandung (F 4) besitzt eine Gesamtfließlänge von ca. 3886 m und eine Offenlegung 
von ca. 76 %. Gegenüber der Variante „Carlswerk, offen“ (Fließlänge ca. 2828 m; Offenlegung 
ca. 46 %) verläuft die Variante Nordumrandung deutlich häufiger durch Grünflächen. Nachteilig 
stellt sich jedoch bei der Vari ante F 4 die teilweise stark bew aldeten Flächen innerhalb der 
Grünflächen dar, die zunächst gerodet werden müssten. 
 
Allein für den Flehbach/Faulbach ergibt sich die „Nordumrandung “ (F 4) als Vorzugsvariante 
(siehe Lageplan B-4.1.3).  
 
Im Folgenden werden die Ergebnisse der Stufe 3 noch detailliert er dargestellt (Kosten, Wert-
zahlmatrix und Ableitung einer Vorzugsvariante). 
4.2 Kosten 
Einerseits ist ein möglichst differenziertes Bild der zu erwartenden Baukosten wünschenswert, 
andererseits sind Angaben mit der  Bearbeitungstiefe einer Machb arkeitsstudie in Anbetracht 
der umfangreichen Restriktionsku lisse des innerstädtischen Plan ungsraums nur vergleichs-
weise unscharf möglich. Die Ableitung von Kosten beruht auf folgender Methodik: 
 
 Bildung von Kostenbausteinen auf der Basis parametrierter Kostenkennwerte.  
Die einzelnen Varianten werden vo llständig in eine Reihe diskre ter Kostenbausteine 
aufgebrochen. Die Summe der Kostenbausteine ergibt die Gesamtkosten der Variante. 
Kostenbausteine werden für zusammenhängende, typische und wiede rkehrende Bau-
maßnahmen gebildet, z.B. Herst ellung eines geböschten Trapezpro fils angegebener 
Tiefe und Breite. Der Wert eines jeden Kostenbausteins wird anhand einer universellen, 
parametrierten Kostenkennwertberechnung ermittelt, d.h. aus dem universellen Kosten-
kennwert „Trapezprofil“ werden die Kostenbausteine zu Gewässera bschnitten unter-
schiedlicher Tiefe und Breite generiert. 
 
 Berücksichtigung von Kostenbandbreiten innerhalb der Kostenkennwerte.  
Sofern zum Beispiel Entsorgungskosten oder besondere Bauverfahren zum gegenwär-
tigen Zeitpunkt nicht konkret benan nt werden können, werden die  dazugehörigen

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Kosten mit einem Minimum, einem  Maximum und einem „Erwartungswe rt“ ausgewie-
sen. Auf diesem Wege resultiert auch für die Gesamtkosten eine Bandbreite zwischen 
Minimum und Maximum. Selbst diese Einschätzung der Bandbreite ist nur überschlägig 
zu verstehen, und der „Erwartungswert“ stellt eine auf Grundlage der gegenwärtig 
verwendeten Grundlagen und Methoden sinnvoll vertretbare Erwart ung an die Kosten-
summe dar. 
 
 
Abbildung 6: Lageplanausschnitt mit Darste llung der Kostenbausteine zur Strunde-Va-
riante „Buchforst“ (S2) 
Dabei werden folgende Kostenkennwerte für die Studie aufgestellt: 
 geböschtes Trapezprofil, 
 einseitig verbautes Profil, 
 doppelseitig verbautes Profil, 
 Verrohrung, in offener Bauweise hergestellt,

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 Verrohrung, im Rohrvortrieb hergestellt, 
 Kanalkreuzung (Umbau eines  zu kreuzenden Kanals), 
 Leitungsverlegung. 
 
In der Abbildung 6 ist ein Aussc hnitt der Variante „Buchforst“ (S 2) mit exemplarischer Anord-
nung von Kostenbausteinen dargestellt. 
 
In der Tabelle 2 sowie in Abbildung 7 sind die minimalen, „erwarteten“ und maximalen Herstel-
lungskosten zusammengefasst. Sie stellen die Summe der einzelnen Kostenbausteine zu jeder 
Variante dar, zuzüglich 10% B aunebenkosten. Die Unter- und Ober grenzen der Herstellungs-
kosten liegen insgesamt in einem Rahmen zwischen 5,5 und 24,5 Mio. EUR brutto. 
Tabelle 2: Kostenrahmen der Herstellungskosten (Baukosten zzgl. 10% Bauneben-
kosten; Bruttowerte inkl. 19% Mehrwertsteuer) 
Nr. Bezeichnung GPMin brutto, gerundet 
[€]
GPErw brutto, gerundet 
[€] 
GPMax brutto, gerundet
[€]
1 F 3 „Carlswerk offen“ 6.170.000,00 10.160.000,00 15.920.000,00
2 F 4 „Nordumrandung“ 9.080.000,00 15.540.000,00 24.500.000,00
3 S 2  „Buchforst“ 7.560.000,00 12.850.000,00 20.390.000,00
4 S 3  „Friedhof“ 5.960.000,00 10.130.000,00 16.160.000,00
5 S 4  „Deutz-Areal“ 5.540.000,00 9.540.000,00 15.310.000,00
 
Die Variante „Nordumrundung“ (F 4) fällt am teuersten aus. Sie ist mit einer Gesamtlänge von 
ca. 3886 m eine der längsten Varianten. Die Varianten der Strunde besitzen eine Gesamtfließ-
länge zwischen 3352 m und 3967 m,  wobei hier eine Reaktivierung  des Altarmes von ca. 
1169 m mit einhergeht. Zur Reaktivierung des Strunde-Altarms entstehen jedoch keine Herstel-
lungskosten. 
 
Eine auf die Fließlänge bezogene Da rstellung der spezifischen Kosten zeigt Abbildung 8. Hin-
sichtlich der spezifischen Kost en ist die Variante „Friedhof“ ( S 3) am teuersten, die Variante 
„Nordumrundung“ (F 4) ist hingegen am günstigsten. Die Fließlän ge der Reaktivierung des 
Strunde-Altarms wurde in dieser Betrachtung ebenfalls außen vorgelassen.

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Abbildung 7: Gegenüberstellung der Herstellung skosten zu den Varianten, Bruttowerte 
inklusive 19% Mehrwertsteuer 
 
 
Abbildung 8: Gegenüberstellung der spezifisch en Herstellungskosten (auf die Gewäs-
serlänge bezogen) zu den Varianten,  Bruttowerte inklusive 19% Mehr-
wertsteuer  
4.3 Variantenbewertung und Able itung einer Vorzugsvariante 
Die Bewertung und Ableitung von Vo rzugsvarianten wird auf der G rundlage einer Wertzahl-
matrix nach „Blauer Richtlinie NRW“ durchgeführt. Die Wertung erfolgt in vier Schritten: 
 
1. Zusammenstellung der Planungsziele; 
0,00
5.000.000,00
10.000.000,00
15.000.000,00
20.000.000,00
25.000.000,00
30.000.000,00
F 3.3 F 4.3 S 2.3 S 3.3 S 4.3
Kosten [€]
GPMin brutto
GPErw brutto
GPMax brutto
0
2000
4000
6000
8000
10000
12000
F 3.3 F 4.3 S 2.3 S 3.3 S 4.3
Kosten [€/m]
gPMin brutto
gPErw brutto
gPMax brutto

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2. Festlegung der Zielgewic hte aller Planungsziele  
(- die Summe aller Zielgewichte ergibt 100); 
3. Festlegung der Zielrealisieru ngsgrade zu allen Planungszielen; 
4. Ermittlung der Rangordnung. 
 
Die Planungsziele und die dazugehörigen Zielgewichtungen sind für alle betrachteten Varian-
ten in der Tabelle 3 zusammengefasst. Für alle Varianten gelten die gleichen Planungsziele. In 
Abstimmung mit den StEB werden insgesamt zwölf Planungsziele fe stgelegt. Sie begründen 
sich folgendermaßen: 
 
Planungsziel 1 - Ökologie zielt auf die Entwicklung eines naturnahen Fließgewässers ab, bei 
dem der Fokus auf Strukturaufwertung, der Schaffung von Lebensräumen und dem Erhalt oder 
der Schaffung eines Biotopverbunds liegt. 
 
Das Planungsziel 2 - Durchgängigkeit (Fischdurchgängigkeit)  und das Planungsziel 3 
Durchgängigkeit (benthische Durchgängigkeit) stellen jeweils wesentliche Teilaspekte der 
Ökologie eines naturnahen Fließgewässers dar, die hier wegen ihrer Bedeutung gesondert un-
tersucht werden. 
 
Das Planungsziel 4 - Freiraumaufwertung bezieht sich insbesondere auf die Wertsteigerung 
des öffentlichen Stadtraums, die m it einer Offenlegung des Gewässers und einer deutlicheren 
Erlebbarkeit des Elements Wasser erzielt werden kann, sowie auf  den damit verbundenen Er-
holungswert im urban geprägten Umfeld. 
 
Mit dem Planungsziel 5 - Stadtbild wird der potenziell positive gestalterische Einfluss des of-
fengelegten Gewässers auf die Erscheinung des Stadtbildes berücksichtigt. 
 
Die Offenlegung des fließenden Gewässers sowie die damit einher gehende Vegetationsent-
wicklung ergeben einen direkten Einfluss auf die örtliche Temperatur, den Licht- und Schatten-
wurf sowie auf die Windverhältnisse und somit auf das örtliche Mikroklima. Diese Aspekte wer-
den mit dem Planungsziel 6 – Mikroklima abgedeckt. 
 
Der Flehbach / Faulbach und die Strunde besitzen im Kölner Raum  einen hohen historischen 
Stellenwert. Das Planungsziel 7 – historische Konsistenz  verfolgt das Interesse, eine weit-
gehende Überlagerung der geplanten (offengelegten) Gewässerstre cke mit dem historischen 
(nicht verrohrten) Verlauf des jeweiligen Gewässers zu erzielen (Kulturgut). 
 
Die Offenlegung beider Gewässer st ellt eine zusätzliche Vorflut möglichkeit in ausgewiesenen 
Überflutungsschwerpunkten dar. Insbesondere bei Starkregenereignissen bestehen daher Sy-
nergien, weil durch die zusätzliche Vorflutkapazität der Hochwasserschutz gefördert wird. Diese

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wasserwirtschaftliche Betrachtung wird mit dem Planungsziel 8 – Hochwasserschutz im Kon-
text Starkregen abgedeckt. 
 
Das Planungsziel 9 - Grundwasserveränderungen  stellt ebenfalls einen wasserwirtschaftli-
chen Gesichtspunkt der Planung dar und kann im entfernteren Sin ne ebenfalls als Hochwas-
serschutzaspekt betrachtet werd en. Eine naturnahe Entwicklung d er Gewässer darf nicht mit 
grundwasserbedingten Beeinträchtigungen umliegender Nutzungen o der Schäden an umlie-
gender Bebauung einhergehen.  
 
Das Planungsziel 10 – Kosten  stellt sich überwiegend aus dem  Kostenrahmen der Bearbei-
tungsstufe 3 dar. Zusätzlich wird der Umfang betroffener Fremdgrundstücke als kostenrelevan-
ter Faktor berücksichtigt. 
 
Ganz unabhängig davon, ob die Variante offen oder verrohrt ausgebildet wird, werden sich ent-
lang des Gewässerverlaufs Konfli kte mit dem aktuellen Bestand e rgeben. Konflikte können 
durch oberirdische oder unterirdische Bebauung, Kanalleitungen,  Versorgungsleitungen, Stra-
ßenbahnen, Eisenbahnen, U-Bahnen, S traßen, Baumbestand, etc. en tstehen. Die Akzeptanz 
dieser Konflikte wird mit dem Planungsziel 11 – Akzeptanz Öffentlichkeit  und mit dem Pla-
nungsziel 12 – Akzeptanz TöB berücksichtigt. 
 
Die Gewichtungen der Planungsziele sind in der nachfolgenden Tabelle 3 dargestellt.

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Tabelle 3: Planungsziele und Zielgewicht ungen (ZG) für die Bewertungsmatrix 
 
 
Hinsichtlich der EU-WRRL stell en die Planungsziele 1 bis 3 das übergeordnete Anliegen des 
Vorhabens dar. Sie werden mit einer Zielgewichtung von jeweils 10 % belegt. 
 
Die Planungsziele 4 bis 9 werden in der Bewertungsmatrix mit einer Zielgewichtung von jeweils 
5 % berücksichtigt. Die geringere Einzelgewichtung der jeweiligen Planungsziele soll dabei nicht 
in erster Linie eine reduzierte Bedeutung ausdrücken. Vielmehr erlangen die in größerer Zahl 
vorhandenen, nicht-ökologischen Planungsziele 4 bis 9 damit in Summe das gleiche Gewicht 
wie die ökologischen Ziele (1-3), d.h. das Bewertungsergebnis weist diesbezüglich eine ausge-
wogene Sensitivität auf. 
 
 
Die Gewichtung der drei letzten Ziele beläuft sich auf insgesamt 40 Punktwerte. Dabei wird das 
Planungsziel Nr. 10 mit 20 Punkten, das Planungsziel Nr. 11 mit 10 Punkten und das Planungs-
ziel Nr. 12 mit 10 Punkten angesetzt. 
 
Die Ergebnisse der matriziellen Bewertung sind in der Tabelle 4  für den Flehbach / Faulbach 
sowie in der Tabelle 5 für die Strunde dargestellt. 
Zielgewicht
ZG
[2]
1 10
2 10
3 10
4 5
5 5
6 5
7 5
8 Hochwasserschutz im Kontext Starkregen 5
9 5
10 20
11 10
12 10
[1]
Planungsziel
Freiraumaufwertung (Erlebbarkeit, Erholungswert)
Grundwasserveränderungen
Kosten (Stufe 3)
Durchgängigkeit - Fischdurchgängigkeit
Ökologie (Strukturaufwertung, Lebensräume, Biotopverbund)
Stadtbild
Durchgängigkeit - Benthische Durchgängigkeit
Historische Konsistenz (Kulturgut)
Mikroklima 
Akzeptanz TÖB (Stufe 3)
Akzeptanz Öffentlichkeit (Stufe 3)

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Tabelle 4: Bewertungsma trix Flehbach / Faulbach (zur Stufe 3) 
 
Tabelle 5: Bewertungsmatrix  Strunde (zur Stufe 3) 
 
Zielgewicht
ZG ZR WZ ZR WZ ZR WZ
[2] [3] [4] [7] [8] [9] [10]
1 10 0 0 4 40 5 50
2 10 0 0 3 30 4 40
3 10 0 0 2 20 4 40
4 50 03 1 5 3 1 5
5 50 04 2 0 6 3 0
6 50 04 2 0 6 3 0
7 50 01 5 2 1 0
8 Hochwasserschutz im Kontext Starkregen 5 0 0 6 30 6 30
9 56 3 0 2 1 0 0 0
10 20 6 120 4 80 2 40
11 10 3 30 3 30 3 30
12 10 3 30 2 20 2 20
Summe der Wertzahlen 100 210 320 335
Rangposition Faulbach
Faulbach - F3
Faulbach - F4
IST-Zustand
31 2
Ökologie (Strukturaufwertung, Lebensräume, Biotopverbund)
Stadtbild
Durchgängigkeit - Benthische Durchgängigkeit
Historische Konsistenz (Kulturgut)
Mikroklima 
Akzeptanz TÖB (Stufe 3)
Akzeptanz Öffentlichkeit (Stufe 3)
[1]
Planungsziel
Freiraumaufwertung (Erlebbarkeit, Erholungswert)
Grundwasserveränderungen
Kosten (Stufe 3)
Durchgängigkeit - Fischdurchgängigkeit
Zielgewicht
ZG ZR WZ ZR WZ ZR WZ ZR WZ
[2] [3] [4] [11] [12] [13] [14] [15] [16]
1 10 0 0 6 60 5 50 5 50
2 10 0 0 4 40 4 40 4 40
3 10 0 0 6 60 5 50 3 30
4 50 06 3 0 6 3 0 4 2 0
5 50 06 3 0 6 3 0 5 2 5
6 50 06 3 0 4 2 0 5 2 5
7 50 04 2 0 4 2 0 3 1 5
8 Hochwasserschutz im Kontext Starkregen 5 0 0 4 20 4 20 2 10
9 5 6 3 0 00 15 15
10 20 6 120 3 60 4 80 4 80
11 10 3 30 4 40 4 40 3 30
12 10 3 30 3 30 3 30 2 20
Summe der Wertzahlen 100 210 420 415 350
Rangposition Strunde 123
IST-Zustand
4
Ökologie (Strukturaufwertung, Lebensräume, Biotopverbund)
Stadtbild
Durchgängigkeit - Benthische Durchgängigkeit
Historische Konsistenz (Kulturgut)
Mikroklima 
Akzeptanz TÖB (Stufe 3)
Akzeptanz Öffentlichkeit (Stufe 3)
Strunde - S2
Strunde - S3
Strunde - S4
[1]
Planungsziel
Freiraumaufwertung (Erlebbarkeit, Erholungswert)
Grundwasserveränderungen
Kosten (Stufe 3)
Durchgängigkeit - Fischdurchgängigkeit

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Für den Faulbach / Flehbach  stellt sich in Stufe 3 die Variante „Nordumrandung“ (F 4) mit 
insgesamt 335 Punkten als Vorzugs variante dar. Mit 15 Punkten w eniger fällt die Variante 
„Carlswerk offen“ (F 3) auf R ang 2 und steht mit insgesamt 320 Punkten vor dem Ist-Zustand 
(210 Punkte). 
 
Für die Strunde erweist sich die Variante „Buchf orst“ (S 2) als Vorzugsvariante  mit einer Ge-
samtpunktzahl von 420 Punkten. Der Abstand vom Ist-Zustand (210 Punkte) ist größer. Insge-
samt schneiden alle drei betrachteten Varianten besser ab als der Ist-Zustand. 
 
Stellt man Faulbach / Flehbach und Strunde gegenüber, zeigt sic h, dass die Variante „Buch-
forst“ (S 2) für die Strunde ins gesamt die meisten Punkte erhält und daher auch übergeordnet 
als Vorzugsvariante zu bezeichnen ist. 
5 Fazit 
Für die Strunde stellt sich die sogenannte Vari ante „Buchforst“ (S 2) als Vorz ugsvariante dar. 
Die Trasse aktiviert zunächst den heute trockenen Altarm zwisch en Haus Herl und dem ehe-
maligen Einlaufbauwerk in die st ädtische Mischwasserkanalisation. Von dort bewegt sie sich 
zunächst auf der Südseite der Deutschen Bahn durch den Stadtteil Buchforst in Richtung Wes-
ten, um auf Niveau der Kalk-Mülheimer Straße nach Norden zu verschwenken, den Stadtgarten 
in Süd-Nord-Richtung zu passieren und schließlich in der Achse der vorhandenen Grünanlagen 
auf der Südseite der Mülheimer Brücke, eng angelehnt an den his torischen Gewässerverlauf, 
den Weg zum Rhein zu finden. In der förmlichen Bewertung erreic ht die Variante 420 Punkte. 
Der Kostenrahmen der Variante liegt  bei rd. 12,8 Mio. EUR brutt o (zwischen rd. 7,5 und 20,5 
Mio. EUR brutto, Herstellungskosten). 
 
Für den Flehbach / Faulbach ergibt sich die sogenannte Variante „Nordumrundung“ als Vor-
zugsvariante, die sich östlich der Deutschen Bahn zunächst weitgehend an vorhandenen Grün-
zügen orientiert, dann das Carlswerk nördlich durchquert, auf der Westseite des Carlswerks den 
Mülheimer Böcking-Park passiert und von dort durch den Böcking-Park Richtung Rhein gelangt. 
In der förmlichen Bewertung erreic ht die Variante insgesamt 335  Punkte. Der Kostenrahmen 
liegt bei rd. 15,5 Mio. EUR brutto (zwischen rd. 9 und 24,5 Mio. EUR brutto, Herstellkosten). 
 
Allen untersuchten Varianten ist gemeinsam, dass in Anbetracht der dichten Restriktionskulisse 
des Stadtraums ein ökologisch durchgängiger Gewässerausbau nach  den Kriterien der EU-
WRRL und den daran anknüpfenden, einschlägigen Regelwerken nicht möglich erscheint. Ab-
träglich sind bereits die unabdingbaren Verrohrungsabschnitte, die in allen Varianten eingerich-
tet werden müssen, um wesentlic he und irreversible Bauhindernis se zu queren – z.B. die

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Strecke der Deutschen Bahn, die das östliche Stadtgebiet in Nord-Süd-Richtung auf der gesam-
ten Erstreckung des Stadtteils Mülheim vom Rhein trennt. Durch die in der Studie vorgeschla-
genen Maßnahmen lassen sich dennoch Verbesserungen erzielen. Im  Fokus stehen hier die 
städtebaulichen, landschaftlichen, freizeitlichen, historischen und klimabedingten positiven Ef-
fekte. 
 
Da im Bestand östlich des Buc hheimer Rings bereits mehrere Bauw erke zur Aufteilung des 
Abflusses zwischen den beiden Gewässern existieren, besteht grundsätzlich (mit weiteren, hier 
nicht bewerteten Umbauten) auch die Möglichkeit, die Anbindung an den Rhein über ein ge-
meinsames Gewässerbett zu erreic hen, also z.B. durch Nutzung de r Strunde-Variante „Buch-
forst“ auch zur wasserwirtschaftlich-ökologischen Anbindung des Flehbachs/Faulbachs. 
 
Im Rahmen der Studie werden ferner keine Kreuzungen zwischen de n insgesamt acht unter-
suchten Varianten unternommen. Die Bildung zusätzlicher Varianten („Derivate“) ist durch Kom-
bination von Teilen der Einzelvar ianten grundsätzlich nach dem Baukastenprinzip möglich. Zu 
beachten ist dabei allerdings der potenziell unterschiedliche Raumgriff, der sich bei abweichen-
der Abwicklungslänge durch unterschiedliche Tiefenlagen ergibt. 
 
Die vorliegende Machbarkeitsstudie stellt eine Grundlage dar für die weitere Diskussion im fach-
lichen und politischen Rahmen. Die P otenziale der Varianten sin d auf Seiten der StEB insbe-
sondere auch mit den zuständigen Genehmigungsbehörden und Fördermittelgebern abzustim-
men. Bei positiver Entscheidung über eine oder mehrere der vorgeschlagenen Lösungen oder 
deren Derivate ist im nächsten Schritt eine klassische Gewässer entwicklungsplanung vorzu-
nehmen, um technische Lösungen und Kosten weiter zu konkretisieren. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sachbearbeiter: Köln, im März 2021 
M.Sc. J. Binias Björnsen Beratende Ingenieure GmbH 
M.Sc. T. Faber Niederlassung Köln 
Dipl.-Ing. N. Mahler ppa. 
Dr.-Ing. S. Rubbert 
 Dr.-Ing. S. Rubbert

Sitzungsvorlage KRS (Anfrage der FDP-Fraktion vom 28.02.2022)

5101 Zeichen

FDP Fraktion im Regionalrat Köln   Breite Straße 159, 50667 Köln    Telefon: +49 221 25 37 26, Telefax: +49 221 25 37 24 Fraktionsvorsitzender: Reinhold Müller E-Mail: info@fdp-regionalrat-koeln.de  Fraktionsgeschäftsführer: Stefan Westerschulze Internet: www.fdp-regionalrat-koeln.de 
Anfrage der FDP-Fraktion zur 3.Sitzung der Kommission für Regionalplanung und Strukturfragen des Regionalrates des Regierungsbezirks Köln am 4. März 2022   Sehr geehrter Herr Windhuis,  wir bitten folgende Anfrage unter TOP 6 „Maßnahmen zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) - Förderprogramm-Abwicklung 2021 - Ausblick auf das Förderprogramm 2022“ auf die Tagesordnung zu nehmen:  „Besser ist nicht gut genug?“ Zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie   Die Landesregierung verfolgt das Ziel, die Gewässerqualität im Land nachhaltig zu verbessern und die Gebietskörperschaften bei der Klimaanpassung zu unterstützen. Beides wird von unterschiedlichen Fachabteilungen aus unterschiedlichen Fördertöpfen mit unterschiedlichen Regeln intensiv betrieben. Gegenstand dieser Anfrage ist ein Beispiel, bei dem eine Verbesserung der Situation bei Gewässerzustand und Klimaanpassung nach Kenntnis der Kommune nicht realisierbar ist, weil Kräfte in NRW – anders als in anderen Bundesländern – nicht gebündelt werden dürfen.  Die Strunde ist ein Bach, der im Rheinisch-Bergischen Kreis entspringt und erdgeschichtlich an der Stadtgrenze zu Köln versickerte1. Bereits vor vielen hundert Jahren wurde der Bach künstlich zum Rhein verlängert, um CO2-neutral Energie zu gewinnen. Das ist Geschichte - heute wird nur noch ein Teil des alten Bachlaufs offen geführt. Ab Beginn der dichten Bebauung fließt das Wasser er über mehr als einen Kilometer in einem Rohr unter der Bebauung hindurch zum Rhein. Das ist aus Sicht der Gewässerökologie und aus Sicht des Mikroklimas keine gute Lösung: schließlich könnte ein offener Bachlauf auch zur Kühlung eines dicht besiedelten Stadtteils beitragen – möglicherweise auch zur Ableitung von Starkregen. Daher hat die Stadt Köln über ihre Stadtentwässerungsbetriebe beim Büro Björnsen eine Machbarkeitsstudie zur teiloffenen Verbindung der Strunde und des 	1 Die Wiederherstellung der Versickerung wurde geprüft und ist nach Bundesbodenschutzgesetz nicht zulässig, da der natürliche Zinkgehalt eine Versickerung illegal macht.  	
FDP-Fraktion im Regionalrat Köln · Breite Straße 159 · 50667 Köln  An den Vorsitzenden der Kommission für Regionalplanung und Strukturfragen des Regionalrates Herrn Wilhelm Windhuis Bezirksregierung Köln Zeughausstr. 2-10 50667 Köln 
Köln, 28. Februar 2022   Stefan Westerschulze Fraktionsgeschäftsführer  stefan.westerschulze@fdp-regionalrat-koeln.de  www.fdp-regionalrat-koeln.de  FDP Fraktion im Regionalrat Köln Breite Straße 159 50667 Köln  T: 0221 25 37-26 F: 0221 25 37 24

FDP Fraktion im Regionalrat Köln   Breite Straße 159, 50667 Köln    Telefon: +49 221 25 37 26, Telefax: +49 221 25 37 24 Fraktionsvorsitzender: Reinhold Müller E-Mail: info@fdp-regionalrat-koeln.de  Fraktionsgeschäftsführer: Stefan Westerschulze Internet: www.fdp-regionalrat-koeln.de 
Flehbach/Faulbach mit dem Rhein in Auftrag gegeben (https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=104991) Das Ergebnis zeigt, dass bei ökologischer Durchlässigkeit des Gewässers, beim Mikroklima und bei der Ableitung von Starkregen erhebliche Verbesserungen möglich sind. Die vollständige Umsetzung einer ökologischen Durchlässigkeit scheitert vor allem an Infrastruktur des schienengebundenen ÖPNVs.  Eine Förderung aus Mitteln der Gewässerökologie gilt daher als ausgeschlossen, weil der  „große Wurf aus einem Guss“ nicht möglich ist. Der betroffene Kölner Stadtbezirk Köln-Mülheim hat schon bei der Regionale 2010 Städtebauförderung des Landes erhalten – die sozialen Kennzahlen deuten auf sehr begrenzten Erfolg und weiteren Handlungsbedarf hin. Dennoch wird eine Förderung des Gesamtprojektes aus Mitteln der Städtebauförderung mit dem Ziel der Klimafolgenanpassung (Kühlung) ebenfalls als extrem unwahrscheinlich angesehen.  Das Ingenieurbüro, das die Machbarkeitsstudie erstellt hat, deutete an, dass es Bundesländer gebe, die die Aufteilung von Projekten nach Schwerpunkten und die Kombination von Förderungen unterstützten. Dies sei in Nordrhein-Westfalen nicht gewollt und möglich.  Wir fragen vor diesem Hintergrund:  1. Inwieweit ist die zitierte Machbarkeitsstudie zur Strunde der Bezirksregierung in den betroffenen Bereichen der Wasserwirtschaft und des Städtebaus bekannt und inwieweit gibt es eine fachliche Meinung dazu?  2. Inwieweit gibt es im Regierungsbezirk Köln so viele Projekte, welche die ökologischen Ziele voll erreichen, dass die verfügbaren Fördermittel auch an voll passende Maßnahmen abfließen können?  3. Inwieweit sieht die Bezirksregierung die Möglichkeit, Förderungen zu kombinieren, um Maßnahmen nachhaltiger Entwicklung zu realisieren, die für einzelne Förderungen nicht gut genug sind? Kann dies ggf. durch abschnittsweise Aufteilung geschehen? gez. Reinhold Müller, Ulrich Göbbels, Stefan Westerschulze und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

04.03.2022 Kommission für Regionalplanung, Strukturfragen und Digitales
TOP 6.2
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Details

Aktenzeichen
KRS 7/2022
Typ
Sitzungsvorlage KRS
Datum
04.03.2022
Erstellt
02.03.2022 10:19