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JHA/009/2026

Qualitätsentwicklung der Düsseldorfer Beratungsstellen der Jugendhilfe zur geschlechtlichen, sexuellen und amourösen Vielfalt in Familien (2025–2026)

Informationsvorlage 15.12.2025

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 21.01.2026, TOP 11.1

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Informationsvorlage

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JHA/009/2026
 
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Informationsvorlage
Betrifft:
Qualitätsentwicklung der Düsseldorfer Beratungsstellen der Jugendhilfe zur 
geschlechtlichen, sexuellen und amourösen Vielfalt in Familien (2025–2026)
Fachbereich:
51 - Amt für Soziales und Jugend
Dezernentin / Dezernent:
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Jugendhilfeausschuss 21.01.2026 Kenntnisnahme
 
Sachdarstellung:
1. Ausgangslage und Zielsetzung
Mit Beschluss des Jugendhilfeausschusses (JHA/078/2024) wurde für die Jahre 2025 
und 2026 ein zweijähriger Qualitätsentwicklungsprozess zur Sensibilisierung, 
Qualifizierung und institutionellen Öffnung der Düsseldorfer Beratungsstellen für 
Eltern, Kinder und Jugendliche initiiert um die Regelstrukturen für 
Regenbogenfamilien zu stärken und vorhandene Kompetenzen für die Beratung von 
Regenbogenfamilien und LSBTIAQ+ Personen zu erweitern. Für die Umsetzung 
wurden je 50.000 € bereitgestellt.
Hintergrund ist die zunehmende fachliche Relevanz von Themen wie 
Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung, vielfältige Familienformen, Transition 
und Coming-out. Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien suchen in wachsender Zahl
Rat und Unterstützung, zugleich benötigen Fachkräfte fundiertes Wissen, 
Sprachfähigkeit und Handlungssicherheit. Der Prozess dient daher der fachlichen 
Weiterentwicklung des städtischen Beratungswesens und trägt maßgeblich zur 
diskriminierungsarmen, inklusiven und professionellen Beratungspraxis bei.
 
2. Prozessstruktur und Organisation
Die Umsetzung erfolgt durch eine trägerübergreifende Planungsgruppe mit 
Beteiligung der Erziehungs-, Familien- und Jugendberatungsstellen, der Fachstelle 
für Regenbogenfamilien und der Jugendhilfeplanung.
 
Die Planungsgruppe verantwortet:
- Konzeption und Organisation des Qualifizierungsprogramms

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- Auswahl und Begleitung der Referent*innen
- Ergebnissicherung und digitale Dokumentation
- Evaluation sowie Mittelverwendung
 
Der Prozess ist auf eine systematische, nachhaltige Qualitätsentwicklung angelegt 
und kombiniert Grundlagenvermittlung, Praxisreflexion, Vernetzung und 
institutionelle Weiterentwicklung.
 
3. Qualifizierungsbausteine 2025
eintägige Workshops / Vertiefungsseminare
Im Oktober und November 2025 fanden fünf trägerübergreifende Workshops mit 
insgesamt rund 80 Teilnehmenden statt. Inhalte waren u. a.:
- Grundlagen zu Geschlecht, sexueller Orientierung und amouröser Vielfalt
- geschlechtliche Identitätsentwicklung als Entwicklungsaufgabe
- Beratung bei Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie
- Reflexion eigener Werte und Haltungen
- kollegiale Fallarbeit und Praxistransfer
Referent: Prof. Dr. Agostino Mazziotta (FH Münster)
 
Zweitägige Fachveranstaltung „Queer in der Familie: Verstehen – Begleiten – 
Stärken“
Am 25. und 26. November 2025 fand die zentrale Fachveranstaltung mit rund 110 
Teilnehmenden statt – bestehend aus Vorträgen, Workshops, Fish-Bowl, 
Vernetzungselementen und einem Markt der Möglichkeiten.
Schwerpunkte:
- aktuelle Entwicklungen queerer Identitäten und Lebensweisen
- psychosoziale Unterstützung von trans* und genderdiversen Kindern und 
Jugendlichen
- intersektionale, queersensible Beratung
- Rollenvorstellungen, Stereotype und deren Wirkung im Familiensystem
- Folgen des Selbstbestimmungsgesetzes und Rechtssicherheit in der Beratung
Referierende u. a.: Prof. Dr. Agostino Mazziotta, Josefin Streden, Schlau 
Düsseldorf
Moderation: Melanie Wielens.
 
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv und bestätigten 
Praxisnähe, hohe Relevanz und fachliche Qualität der Veranstaltung.
 
4. Ergebnisse, Mehrwerte und fachliche Effekte
Der Prozess hat bereits im ersten Jahr zu deutlichen Fortschritten geführt:
 
Verbesserte Beratungskompetenzen
- Erhöhte Handlungssicherheit im Umgang mit Fragen zu Geschlecht, Sexualität
und Beziehungsvielfalt
- Stärkung der Sprachfähigkeit und einer diskriminierungssensiblen Haltung
- Fundiertes Wissen zu Identitätsentwicklung, Transition, rechtlichen 
Rahmenbedingungen

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Institutionelle und strukturelle Weiterentwicklung
- erste Schritte zu einer gendersensiblen, intersektionalen Öffnung der 
Beratungsstellen
- Vernetzung und Austausch mit spezialisierten Fach- und Anlaufstellen in 
Düsseldorf und der Region
 
Stärkung der System- und Netzwerkqualität
- gemeinsame fachliche Ausrichtung und Standards
- Aufbau eines stadtweiten Verständnisses zu Beratungsbedarfen queerer 
Kinder, Jugendlicher und Familien und Intensivierung trägerübergreifender 
Kooperationen
 
5. Ergebnissicherung und Wissenstransfer
Alle Ergebnisse und Materialien der Workshops und der Fachveranstaltung wurden 
auf einer digitalen Arbeitsplattform (Padlet) bereitgestellt.
 
Ziele:
- Sicherung praxisrelevanter Inhalte
- Transparenz und Zugriff für alle Beratungsfachkräfte
- laufende Ergänzung und Weiterentwicklung durch die Planungsgruppe
 
Dadurch ist ein dauerhaft nutzbarer und aktualisierbarer Wissensspeicher 
entstanden.
 
6. Evaluation und Schwerpunkte 2026
Der gesamte Prozess wird kontinuierlich evaluiert. Erste Ergebnisse zeigen einen 
hohen Bedarf an vertiefender Qualifizierung und an strukturellen 
Entwicklungsschritten.
 
Für 2026 werden auf den bereits entwickelten Grundlagen zur geschlechtlichen, 
sexuellen und amourösen Vielfalt in Familien voraussichtlich folgende Schwerpunkte 
gesetzt:
- Weiterentwicklung geschlechtssensibler und intersektionaler Beratungsansätze
- vertiefte Auseinandersetzung mit Rollenbildern und gesellschaftlichen 
Erwartungen an Jungen und Mädchen, an Männer und Frauen sowie Mütter 
und Väter
- sowie deren Einfluss auf Familienbeziehungen, psychosoziale Entwicklung von 
Kindern und Jugendlichen sowie Unterstützung von Familien bei der 
Gestaltung gleichberechtigter, respektvoller und tragfähiger Rollen- und 
Verantwortungsmodelle
- institutionelle Öffnung (z. B. Leitfäden, inklusive Außenkommunikation, 
Zugangsstrukturen)
- Ausbau der Materialausstattung (Anschauungs-, Beratungs- und 
Therapiematerialien)
- Stärkung der regionalen Vernetzung

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7. Verantwortliche und transparente Mittelverwendung
Die zur Verfügung gestellten 50.000 € wurden wirtschaftlich und zweckgebunden 
eingesetzt.
 
Kosten entstanden insbesondere für:
- Honorare der Fachreferent*innen
- Raummiete und Catering der Workshops und der zweitägigen 
Fachveranstaltung
- Moderation
- technische und organisatorische Rahmenbedingungen
 
Die Mittelverwendung erfolgte vollständig gemäß Auftrag, transparent und mit 
hohem fachlichem Nutzen.
 
8. Fazit
Der Qualitätsentwicklungsprozess stellt einen zentralen Beitrag zur 
Weiterentwicklung der Düsseldorfer Beratungslandschaft dar. Die Kombination aus 
Qualifizierung, Vernetzung und struktureller Weiterentwicklung hat die 
Beratungspraxis nachhaltig gestärkt.
Die Beratungsstellen verfügen nun über erweiterte Kompetenzen, reflektierte 
Haltungen und praxisorientiertes Wissen, um die Vielfalt geschlechtlicher, sexueller 
und amouröser Identitäten in Familien professionell zu begleiten. Damit wurde ein 
wichtiger Schritt zur Chancengerechtigkeit und zur fachlich fundierten Unterstützung 
aller Kinder, Jugendlichen und Familien in Düsseldorf geleistet.

Beratungsverlauf (2)

21.01.2026 Jugendhilfeausschuss
TOP 11.1 Kenntnisnahme Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
Kenntnisnahme

Details

Aktenzeichen
JHA/009/2026
Typ
Informationsvorlage
Datum
15.12.2025
Erstellt
15.12.2025 07:59