4235/2019
Bildungscampus Kalk des Erzbistums Köln – Ergebnis Architektenwettbewerb
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 613 Tuch Az Vorlagen-Nummer 16.12.2019 4235/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 8 (Kalk) 23.01.2020 Stadtentwicklungsausschuss 30.01.2020 Bildungscampus Kalk des Erzbistums Köln – Ergebnis Architektenwettbewerb Eine Schule in Kalk für Kalk, das soll der neue Bildungscampus des Erzbistums Köln werden. Die Vision, wie diese Idee architektonisch umgesetzt werden kann war Gegenstand eines Realisierungs- wettbewerbs, welchen das Erzbistum Köln im Sommer 2019 durchgeführt hat. Mit dem 1. Preis wurde der Entwurf für das Schulensemble für rund 1.000 Schüler in Grundschule und Gesamtschule, welches das Erzbistum Köln auf dem rund 12.000 m² großen Grundstück an der Dillenburger Straße, Ecke Christian-Sünner Straße plant, des Architekturbüros Hausmann Architekten aus Aachen ausgezeichnet. Das auf Schulbau spezialisierte Büro setzte sich damit in der Preisgerichtssitzung am 30.09.2019 gegen sieben andere Entwürfe durch. Die neunköpfige Jury (Auslober, Architekten, Verwaltung, Poli- tik) hob besonders hervor, dass der Entwurf die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Jahrgangsstufen sehr gut berücksichtigt. So gibt es beispielsweise als festen Bezugspunkt für die Grundschüler eigene „Heimatbereiche“. Darüber hinaus wird das Gebäude aber auch der gewünsch- ten Öffnung in den Stadtteil sehr gut gerecht. Kriterien für den Wettbewerb waren unter anderem die Unterstützung der Idee des pädagogischen Konzepts durch das Gebäude, Realisierbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie die Qualität der architektonischen Gestaltung. Um den Schulbetrieb so schnell wie möglich zu beginnen, startet zum Schuljahr 2020/21 bereits die Grundschule am Übergangsstandort an der Neuerburgstraße. Die vorbereitenden Arbeiten für das Interimsgebäude in Modulbauweise haben bereits im Oktober begonnen. Mit dem Bildungscampus fügt das Erzbistum Köln seinem bereits bestehenden Engagement im Bil- dungsbereich einen neuen wichtigen Baustein hinzu: Die intensiv vernetzte Schule soll Kinder und Jugendliche aus allen Gesellschaftsschichten im Stadtteil vom Kindergarten bis in den Beruf begleiten und ihnen helfen, ihre Talente zu entdecken. Ziel ist es, den jungen Menschen individuelle Chancen für Ihre Zukunft zu eröffnen. Unterstützt wird die Schule dabei durch ein Netzwerk von Partnern aus dem Bildungs- und Sozialbe- reich. Von den Erfahrungen, die mit der vernetzten Arbeit am Bildungscampus gemacht werden, sol- len später auch andere Bildungseinrichtungen profitieren. Anlage Kurzdokumentation Wettbewerbsergebnis gez. Greitemann
Anlage 1
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Architektonischer Realisierungswettbewerb Ä%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³ in Köln-Kalk 5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEQDFK53:±(U]ELVWXP.|OQ Anlage 1 Übersicht Ergebnisse Festlegung der Rang folge der engeren Wahl $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON • Prof. Ludwig Wappner, Architekt, München • Prof. Gesche Grabenhorst, Architektin, Hannover • Jürgen Minkus, Architekt, Vorsitzender des Gestaltungsbeirats der Stadt Köln, Köln • Martin Struck, Erzdiözesanbaumeister Erzbistum Köln • Markus Greitemann, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Planen und Bauen der Stadt Köln • Generalvikar Msgr. Dr. Markus Hofmann, Erzbistum Köln • Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke, Leiterin der Hauptabteilung Schule/Hochschule Erzbistum Köln • Gordon Sobbeck, Finanzdirektor Erzbistum Köln • Florian Braun, Mitglied des Landtags NRW , CDU • Katherin Bollenbeck, Abteilungsleiterin Bau im Seelsorgebereich Erzbistum Köln • Eva Herr, Leiterin des Stadtplanungsamtes Stadt Köln • Martin Halfmann, Architekt, Köln • Thomas Pitsch, Abteilungsleiter Katholische Schulen in Freier Trägerschaft Erzbistum Köln • Nadine Larisch, Rektorin erzbischöfliche Grundschule am neuen Bildungscampus Köln-Kalk • Dr. Martin Günnewig, Leiter Stabsabteilung Planung, Controlling, Steuern Erzbistum Köln • Sabine Pakulat, Stadtentwicklungsausschuss, Bündnis90/Die Grünen • Dr. Tanja Groß, Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, DieLinke Nach Verlesen der schriftlichen Würdigungen stimmt das Preisgericht über die Rangfol- ge der Arbeiten der engeren Wahl ab. Es beschließt die folgende Reihung: Rang 1 Arbeit 1005 9 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen ein Rang 3 Arbeit 1001 9 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen ein Rang 3 Arbeit 1006 9 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen Das Preisgericht empfiehlt einstimmig, die Arbeit 1005 zu realisieren und dabei die in der schriftlichen Bewertung formulierten Kritikpunkte sowie die Ergebnisse der Vorprü- fung bei der weiteren Planung zu berücksichtigen. Würdigungen der Arbeiten in der engeren Wahl -XU\SURWRNROO±$XV]XJ Empfehlung des Preisgerichtes Preisgericht Fachpreisrichter 6DFKSUHLVULFKWHU VWHOOY3UHLVJHULFKW Fachpreisrichter 6DFKSUHLVULFKWHU Die Verfasser nehmen den Wunsch, die Teilhabe für alle Menschen im Stadtteil zu ermöglichen, als Leitidee auf und setzen diese in eine geschickte städtebauliche Arron- dierung um: Ein aufgelöster eingeschossiger Riegel schafft den Übergang zwischen Chri- stian-Sünner-Straße und dem neuen Schulgebäude mit den beiden im 90-Grad-Winkel angeordneten Schulgebäuden. Während der viergeschossige Riegel zur Dillenburgerstraße eine städtebauliche richtige Setzung zu seinem Gegenüber vornimmt, schafft der dreigeschossige Riegel im nörd- lichen Teil des Grundstücks die folgerichtige Trennung zum Schullandschaftsraum. Diese wiederrum sind in Grundschulhof und Gesamtschulhof unterschieden, was aus Nutzersicht begrüßt wird. Die Christina-Sünner-Straße erhält durch die Setzung des eingeschossigen Gebäudeteils eine neue Bedeutung: Als „Shared Space“ wird sie Treffpunkt und Erschließung zugleich. Die Zufahrt der Tiefgarage liegt richtigerweise an dem Abzweig der Dillenburgestraße im Osten. Der vorgeschlagenen Typologie folgend, befinden sich im erdgeschossigen westlichen Riegel die öffentlichen Nutzungen, wie Café, Forum und Mensa, die in verschiedenen Nutzungsvarianten der Idee der Öffnung in den Stadtteil sehr gut gerecht werden und zum anderen dem öffentlichen Bereich des Forums der Schule entsprechen. Die soge- nannte „Schulstraße“ verbindet den nördlichen öffentlichen Vorplatz mit allen Gebäude- teilen, sodass ein reibungsloser Ablauf im täglichen Schulalltag ermöglicht wird. Positiv zu werten ist die Anordnung der Turnhalle im Untergeschoss mit Öffnung über die gesamte Nordseite, wodurch der im Erdgeschoss anschließende Aufenthaltsbereich im Übergang zum Schulhof mit Kiosk Einblicke in die Halle ermöglicht. Noch zu klären ist die unabhängige Erschließung der Sporthalle in den Abendstunden zum Beispiel für den Vereinssport. Direkt am nördlichen Eingang ist die gesamte Verwaltung gut auffindbar positioniert. Über den Erdgeschossgrundriss verteilen sich unterschiedliche gemeinsam nutzbare Funktionen mit guter Aufenthaltsqualität. Eine geschickte Zäsur im Schulhofbereich stellt die Abtreppung für die Belichtung und Inszenierung der Ateliers „ Werken“ dar. Grundsätzlich ist die Barrierefreiheit im Gebäude gesichert. Zwei Erschließungskerne in unterschiedlicher Form führen in die beiden Lehrriegel zu den Unterrichtsclustern. Während bei den Grundschülern eine intimere Form um einen Marktplatz angeordnet wird, sind für Naturwissenschaften sowie Mittel- und Oberstufe die Räume linear an- geordnet und lösen sich in Aufenthaltsbereiche oder Loggien am Ende des Riegels auf. Positiv zu werten ist die Belichtung der gesamten Räume und den dazugehörigen Auf- enthaltsbereichen. Das Konzept zeigt eine klare Gliederung für die unterschiedlichen Jahrgangsstufen. Die Orientierung und Auffindbarkeit ist positiv zu bewerten, eine Bespielung der gemein- samen Bereiche lassen der „Phantasie keine Grenzen“ – Teilhabe pur. In ihrer Kompaktheit lässt sich ein wirtschaftliches aber auch hochwertiges Gebäude realisieren. Die vorgeschlagene Betonskelettkonstruktion lässt die nötige Flexibilität er- warten. Laut Verfasser werden die Ausbauteile und geschlossene Fassadenelemente als gefärbte Leichtbetonplatten standardisiert ausgebildet. Die offenen Fassaden sind als ele- mentierte Holz-Aluminium Konstruktion mit Dreifachverglasung konzipiert. Die Arbeit liegt mit den Gesamtkosten im unteren Bereich. $UEHLW 1. Rang Hausmann Architekten Aachen $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON Die Vorschläge des Teilnehmers zum nachhaltigen Betrieb des Gebäudes werden be- grüßt: Für die Dachflächen sind Photovoltaik oder thermischen Solaranlagen zur Inte- gration regenerativer Energien vorgesehen. Insgesamt stellt die Konzeption für den neuen Bildungscampus einen innovativen Ansatz dar, sowohl in der städtebaulichen Setzung, aber auch mit der inhaltlichen Ausarbeitung des Schulkonzepts ist den Verfassern ein sehr guter Beitrag gelungen, der den Anforde- rungen des Auslobers in vollstem Umfang Rechnung trägt. 1. Rang Arbeit 1005 / Kennzahl 291427 Hausmann Architekten GmbH, Aachen Verfasser Prof. Dipl.-Ing. Frank Hausmann Mitarbeit MA Architekt Oliver Kratz, B.A. Jonas Ritgen Fachplaner arge studio urbane Landschaften – Bildung, Hamburg $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON Die klare städtebauliche Setzung der Arbeit kann überzeugen. Ein L-förmiges Gebäude- ensemble umschließt einen großzügig bemessenen Freiraum: den Schulhof. Hierin mün- det der zentrale Kalker Grünzug und findet so einen wahrnehmbaren Endpunkt. Die Grundschule und die SEK I und II bekommen jeweils eigene, gut ablesbare Baukör- per zugewiesen. Diese Trennung in einzelne Gebäude entspricht zwar zunächst nicht den in der Auslobung formulierten Vorstellungen, ist aber grundsätzlich denkbar. Dadurch sind auch die Eingänge der beiden Schulteile, wie gewünscht, getrennt voneinander reali- siert. Der Zugang zur Grundschule ist jedoch nicht gänzlich überzeugend, insbesondere wird die Überlagerung mit dem Zugang zur Sporthalle kritisiert. Eine „gemeinsame Mitte“ verbindet auf der Erdgeschossebene auf angenehme Weise die beiden Schulbaukörper und richtet sich einladend zum Stadtteil. Sie umfasst die Funkti- onsbereiche Mensa/Speisesaal und Cafe. Für Letzteres wäre eine direktere Anbindung an den öffentlichen Raum wünschenswert. Die Funktionseinheiten Küche und Lehrküche sind gut angeordnet. Lage und Anordnung des Verwaltungsbereichs für die SEK I und II im Erdgeschoss ent- spricht grundsätzlich den Vorgaben. Kritisch gesehen wird, dass die Verwaltung und das Lehrerzimmer der Grundschule räumlich getrennt und weit entfernt untergebracht ist, daher kann die Beratungsraumschiene nicht vollständig überzeugen. Logisch und funktional richtig angeordnet ist der musikalische Bereich, lediglich die Ausrichtung als Bühne – quer zum Hauptraum – lässt zu wünschen übrig. Eine Be- sonderheit stellt die vorgeschlagene Anordnung der Werkräume im Untergeschoß dar. Sowohl Lage als auch Belichtung werden kritisch gesehen. Die Cluster der Grundschule in den Obergeschossen sind funktional gut gelöst. Zu wünschen lässt dabei die langge- streckte Proportion des Fachraumes. Die Räumlichkeiten/Cluster der SEK I und II im 1. und 2. Obergeschoß werden funktio- nal positiv gesehen. Gute Tageslichtverhältnisse in den erweiterten Lernflächen müssten nachgewiesen werden. Die Anordnung der Fachräume im 3. Obergeschoß zusammen mit den Räumen der SEK II wird positiv gesehen. Einzelne Raumzuordnungen – Abtei- lungsleiter, Unterrichtsraum – sind jedoch falsch positioniert bzw. abgehängt. Bemängelt wird der fehlende Turnschuhgang in der Sporthalle, ebenso erschließt sich die Lage des Aussensportfeldes nicht. Bei der Zufahrt zur Tiefgarage sind die notwendi- gen Radien offensichtlich nicht vorhanden. Die Tauglichkeit der Rettungswege erscheint teilweise unzureichend. Sowohl in der städtebaulichen als auch in der architektonischen Ausprägung zeigt die Arbeit einen qualitätvollen Beitrag und somit eine Bereicherung des Stadtteils Kalk. ein 3. Rang Arbeit 1001 / Kennzahl 270113 3pass Architekten Stadtplaner Part GmbH Kusch Mayerle BDA, Köln Verfasser Judith Kusch, Jens Mayerle Mitarbeit Dipl.-Ing. Sonja Nossuta, Dipl.-Ing. Monika Kehne-de Tintis, B.Sc. Kay Bucher, B.Sc. Benedikt Völkl Fachplaner urbanegestalt Part GmbH, Köln, Verfasser Johannes Böttger, Mitarbeit B.Sc. Mostafa Farahat, M.Sc. Lia Pollak $UEHLW 3. Rang 3pass Architekten 6WDGWSODQHU Köln $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON Das Grundstück des Bildungscampus wird in vier Quadranten geteilt. Zwei davon wer- den mit Schulhäusern für die „Kleinen“ bzw. „Großen“ besetzt, eines mit der Sporthalle. Der vierte Quadrant wird als Schulhof Bestandteil des von Norden kommenden Grün- zuges. Dieses Konzept erscheint zunächst schlüssig, wird dem eigenen Anspruch jedoch nicht gerecht, die Sporthalle als Element und Endpunkt des Grünzuges zu addieren. Die Dachfläche bleibt weitgehend ungenutzt und wird nicht – wie städtebaulich und im Schwarzplan suggeriert – vom Schulhof erschlossen, sondern über eine Brücke aus dem Schulgebäude. Die Stellung der Schulhäuser teilt den Schulhof ganz selbstverständlich in zwei Bereiche für die verschiedenen Jahrgangsstufen, die Tiefgarageneinfahrt erfolgt störungsfrei und konsequent von Osten. Große innenräumliche Qualität entwickelt das Erdgeschoss, in dem sich alle Funkti- onen außerhalb des allgemeinen Unterrichts in einer offenen Schullandschaft vereinen. Der zentrale Eingang ist richtig gesetzt und führt direkt zu Forum und Mensa, die Ne- beneingänge für die Sporthalle und die Jahrgangsstufen 1 bis 6 bzw. 7 bis 13 sind gut positioniert. Auch wenn der fließende Innenraum unter Brandschutz- und Haustechnik- Aspekten nicht so offen wird bleiben können wie dargestellt, lässt er eine eindeutige Orientierung für Schüler jeden Alters zu. Die einzelnen Raumgruppen sind einander funktional gut zugeordnet, die Zuschnitte im Bereich der Verwaltung teilweise unglück- lich proportioniert. Der Werkstättentrakt als räumlicher Bestandteil der Sporthalle kann überzeugen, die Doppelnutzung der Passage als Laufbahn und Außenatelier funktioniert jedoch nur mit Kompromissen. Die Cluster für den allgemeinen Unterricht sind in beiden Schulhäusern sinnvoll und funktional gelöst, die Erschließung über die großzügigen mittigen Treppenhäuser ist ebenso stimmig wie die Rettungswege über die Fluchtbalkone. Die bis zum Erdgeschoss durchgestanzten Innenhöfe mögen in den obersten Geschossen als Belichtung funktio- nieren, sind jedoch zu klein dimensioniert, um in den unteren Geschossen einen nen- nenswerten Beitrag zur Raumqualität zu leisten. In den Unterrichtsetagen teilen sie die Lernzonen der Cluster in jeweils zwei Teile und verhindern damit die Chance auf eine räumlich erfahrbare gemeinsame Mitte für die einzelnen Jahrgangsstufen. So bleiben die Grundrisse der Cluster schematisch und können atmosphärisch nicht restlos überzeu- gen. Die Fassaden sind hingegen feingliedrig gestaltet und spiegeln ein transparentes, offenes und modernes Schulgebäude in einem industriell geprägten Kontext, auch wenn die Nachhaltigkeit einer nahezu vollständigen Verglasung kritisch hinterfragt werden kann. Bezogen auf die BGF ergibt sich ein im Verhältnis zu den anderen Wettbewerbsarbeiten eher hoher Quadratmeterpreis, was sicherlich auch dem ungünstigen A/V-Verhältnis geschuldet ist. ein 3. Rang Arbeit 1006 / Kennzahl 042722 trint + kreuder d.n.a achitekten Part GmbH, Köln Verfasser Kay Trint, Hanno Kreuder, Matthias Breithack Mitarbeit Anna Niesbach, Marc Bolz $UEHLW 3. Rang trint + kreuder Köln $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON :UGLJXQJHQGHU$UEHLWHQGHV5XQGJDQJV Die städtebauliche Figur wird als umsetzbar bewertet. Das Absenken und landschaftspla- nerische Gestalten der Sporthalle wird positiv bewertet. Das Wiederholen der Grundriss- form als Plangrafik in einem nordwestlich gelegenen Grünbereich und einem Wasserbe- cken vor dem Eingang erscheint manieriert. Es fehlen die in der Auslobung geforderten zwei Eingänge für die unterschiedlichen Schulbereiche. Die Anordnung der Cluster um einen zentralen Foyerbereich wird insofern positiv bewertet, als dass die Cluster funktio- nal gut organisiert sind. Das geforderte Raumprogramm innerhalb der Cluster lässt sich gut abbilden. Der Foyerbereich scheint jedoch überdimensioniert und im Schulalltag problematisch, insbesondere in Bezug auf die Akustik. Grundsätzlich scheint die Geste des über alle Geschosse laufenden Atriums nicht angemessen. Die architektonische Ge- staltung der Fassade wird kontrovers diskutiert. Die Bezüge und Vorbilder erschließen sich weder aus dem Standort, der Bauaufgabe noch aus den inhaltlichen Zielen des Bau- herrn. Arbeit 1002 / Kennzahl 124837 Kaspar Kraemer Architekten GmbH, Köln Verfasser Kaspar Kraemer Mitarbeit Architekt Daniel Böger, Fabian Kieven, Paul Kissler, Phillipp Beckmann Fachplaner be+p Ingenieursgesellschaft für das Bauwesen mbH, Köln Die städtebauliche Figur, die auf eine Fortführung des Grünzugs abzielt, wird grund- sätzlich positiv bewertet, allerdings wird der auf den Haupteingang spitz zulaufende Schulhof kontrovers diskutiert. Die spitze Form erscheint übertrieben, weiterhin wird diskutiert, ob Haupt- und zweiter Eingang im Verhältnis zur Grundrissorganisation rich- tig zugeordnet sind. Die Lage der Eingänge ermöglicht keine eindeutige Zuordnung zu den verschiedenen Schulbereichen. Die abgesenkte Turnhalle wird grundsätzlich positiv bewertet. Die von der Turnhalle auf die Wand des Schulgebäudes zulaufende Freitreppe wird kritisch gesehen und scheint im Zusammenhang der Gebäude nicht adäquat platziert. Die Grundrissorganisation wird in wesentlichen Teilen positiv bewertet. Die Funktionalität der kleinen Lichthöfe über scheint vier Geschosse nicht gegeben. Die ar- chitektonische Gestaltung wird kontrovers diskutiert, insbesondere die im Haupteingang konvex zulaufende Backsteinfassade scheint zu eng und zu wenig einladend. Arbeit 1003 / Kennzahl 280729 caspar.schmitzmorkramer gmbh, Köln Verfasser Caspar Schmitz-Morkramer Mitarbeit Albert Bronder, Philipp Meise, Felix Grauer, Jasmin Blum Fachplaner KRAFT.RAUM Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, Krefeld, Verfasser René Rheims, Mitarbeit Katarzyna Briewska, Johanna Katharina Herz $UEHLW Kaspar Kraemer Köln $UEHLW caspar.schmitzmorkramer Köln $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON Das angebotene Konzept einer „ Wege-Schule“ wird von den Verfassern sowohl funkti- onal wie auch städtebaulich versucht umzusetzen. Dabei wird der durchaus nachvoll- ziehbare städtebauliche Ansatz des Mäanders durch die Lage der Sporthalle und der Mittelzone konterkariert, da hier eine eigenartige, perforierte Binnenzone entsteht, die wenig gute Funktionsräume bietet. Die lineare Reihung der schulischen Einrichtungen wird von Teilen der Nutzer als wenig geeignet angesehen. Die Sprache der sehr offenen Fassaden und auch deren plastische Anmutung werden kritisch gewürdigt. Arbeit 1004 / Kennzahl 295740 Wichmann Architekten Ingenieur GmbH, Neuss Verfasser Richard Wichmann Mitarbeit Sophia Pachiadakis, Marvin Keim Fachplaner Safe-Tec Consulting GmbH, Kaarst; Gehlen Partnerschaft Beratender Ingenieure, Düsseldorf; Ingenieursgesellschaft für Wärme- und Klimatechnik mbH Strauchwerk Landschaftsarchitekten, Düsseldorf Die „große Geste“ einer städtischen Schule mit starker architektonischer Strahlkraft in den umgebenden Stadtraum wird zunächst von der Jury als interessant empfunden. Nicht nachvollziehbar ist dann allerdings die „hinter den Fassaden“ innenliegende Mitte der Schule mit direkt abgegliederter Dreifachsporthalle. Diese „große Idee“ scheitert nicht nur an funktionalen und bautechnischen Problemen, sondern wirkt auch für die ausgelobte Schulphilosophie als maßlos überzogen. Resultierend aus dem großen Fußabdruck verbleibt kein guter Freibereich im Norden. Der auf dem Dach über der Mitte angebotene Pausenbereich für die Grundschule kann die Nutzer wenig begeistern, da er isoliert ist und stark eingeschränkt wird durch die Oberlichtkonstruktion. Innere Strukturen bedürfen in Teilbereichen noch einer bessern Belichtung mit Tageslicht. Die Fassaden sind ambitioniert dargestellt, erscheinen aber so bis zur Realisierung nicht haltbar. Arbeit 1007 / Kennzahl 535353 LK Architektenn, Regina Leipertz und Martin Kostulski Part GmbH, Köln Verfasser Regina Leipertz, Martin Kostulski Mitarbeit Dipl.-Ing. Christoph Wieczorek, Leon Oosterhagen, Marie Luise Sieber Fachplaner Burckhardt, Pabst und Partner, Köln HIG Hempel Ingenieure, Köln $UEHLW Wichmann Architekten Neuss $UEHLW LK Architektenn Köln $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON Diese Arbeit wir in der Jury im Hinblick auf den Städtebau sehr kontrovers diskutiert, da der große Stadtbaustein der Schule zusammen mit der direkt angebauten Sporthalle we- nig verfügbaren Freiraum für Pausen und Sport übrig lässt. Der grundsätzliche bauplas- tische Ansatz, mittels einer „Großskulptur“ sich in den gebauten Kontext zu integrieren, wird gewürdigt, benötigt aber mit den drei großen Einschnitten genau den Raum, der für die Pausenflächen fehlt. Die Grundrisskonfigurationen gemäß Raumprogramm sind vielfältig und gut nutzbar, bergen aber sowohl im Brandschutz als auch im Hinblick auf Tagesbelichtung offene und ungelöste Fragen. Die Fassadensprache in Zusammenhang mit der Viergeschossigkeit lassen das Gebäude sehr mächtig und in Teilbereichen eher abweisend erscheinen. Arbeit 1008 / Kennzahl 091011 Schilling Architekten, Köln Verfasser Prof. Dipl.- Ing. Johannes Schilling, Architekt BDA Mitarbeit Dipl.-Ing. Norbert Meis, Dipl.-Ing. Moritz Eßer $UEHLW 6FKLOOLQJ$UFKLWHNWHQ Köln $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON Lagepläne $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON 5DQJ+DXVPDQQ$UFKLWHNWHQ*PE+Aachen | 1005 $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON 5DQJSDVV$UFKLWHNWHQ6WDGWSODQHU3DUW*PE+.XVFK0D\HUOH%'$Köln | 1001 $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON WULQWNUHXGHUGQDDUFKLWHNWHQ3DUW*PE+Köln | 1006 $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON 5DQJ .DVSDU.UDHPHU$UFKLWHNWHQ*PE+Köln | 1002 $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON 5XQGJDQJ FDVSDUVFKPLW]PRUNUDPHUJPEKKöln | 1003 $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON 5XQGJDQJ :LFKPDQQ$UFKLWHNWHQ,QJHQLHXU*PE+Neuss | 1004 $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON 5XQGJDQJ /.$UFKLWHNWHQ5HJLQD/HLSHUW]XQG0DUWLQ.RVWXOVNL3DUW*PE+Köln | 1007 $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON 5XQGJDQJ 6FKLOOLQJ$UFKLWHNWHQKöln | 1008 $UFKLWHNWRQLVFKHU5HDOLVLHUXQJVZHWWEHZHUEÄ%LOGXQJVFDPSXV1HXH(U]ELVFK|ÀLFKH6FKXOH.|OQ.DON³LQ.|OQ.DON 5XQGJDQJ
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4235/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.12.2019
- Erstellt
- 04.12.2019 11:34