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Ergebnis des Wettbewerbs zum EnergyHub/Energiezentrale und Umspannwerk, Baufeld Ost 04, Deutzer Hafen

Mitteilung Ausschuss 1706/2022 vom 23.05.2022

Stand: Am 09.06.2022 in der Bezirksvertretung 7 (Porz) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

Dokumente

  • Anlage1 Plangrundlagen

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    Luftbild: Geplanter Standort EnergyHub (Baufeld Ost 04) Integrierter Plan Deutzer Hafen: Geplanter Standort EnergyHub (Baufeld Ost 04) Plangrundlagen Wettbewerb EnergyHub, Deutzer Hafen Anlage 1 3D-Modell Deutzer Hafen (Ausschnitt): Mögliche Kubatur EnergyHub Plangebiet EnergyHub, Baufeld Ost 04 mit Bereich für 1. und 2. Bauabschnitt
  • Anlage 2 Ergebnisse

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    Ergebnisse Wettbewerb EnergyHub, Deutzer Hafen Anlage 2 1. Preis: Heide & von Beckerath, Berlin Lageplan Axonometrien der drei Gebäude: Energiezentrale, Umspannwerk, Mobilitätshub Perspektive (Ansicht Nord: „Mobilitätsplatz“, Am Schnellert/Siegburger Straße) Perspektive (Ansicht Süd: Poller Kirchweg) 2. Preis: raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, Frankfurt a.M. Perspektive (Ansicht Nord: „Mobilitätsplatz“, Am Schnellert/Siegburger Straße) Lageplan 3. Preis: Virkunnen & Co Architects Ltd, Helsinki Perspektive (Ansicht Nord: „Mobilitätsplatz“, Am Schnellert/Siegburger Straße) Lageplan
  • Mitteilung Ausschuss

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/611/2 611/2 Trin Az Vorlagen-Nummer 23.05.2022 1706/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 02.06.2022 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 02.06.2022 Bezirksvertretung 7 (Porz) 09.06.2022 Ergebnis des Wettbewerbs zum EnergyHub/Energiezentrale und Umspannwerk, Baufeld Ost 04, Deutzer Hafen Anlass und Ziel Das Gebiet des Deutzer Hafens soll in den kommenden Jahren als eines der zentralen städtebauli- chen Projekte Kölns zu einem urbanen Quartier für Wohnen und Arbeiten entwickelt werden. Auf dem innerstädtischen Standort werden rund 3.000 Wohnungen für 6.900 Einwohner und Büroflächen für etwa 6.000 Arbeitsplätze neu entstehen. Das Projekt gibt damit einen wichtigen Impuls nicht nur für die Entwicklung des rechtsrheinischen Stadtgebietes, sondern für die Entwicklung der gesamten Stadt Köln. Geplant ist ein dichtes, gemischtes Stadtquartier am Rhein, das neue städtebauliche Ak- zente setzt, ein zusätzliches Freiraumangebot schafft und mit den angrenzenden Stadtteilen vernetzt wird. Innerhalb des Plangebiets Deutzer Hafen befindet sich ein Umspannwerk zwischen Siegburger Stra- ße und Poller Kirchweg, das die Stadtteile Deutz und Poll versorgt. Die Kapazität des bestehenden Umspannwerks, wird langfristig nicht mehr ausreichen. Der steigende Strombedarf wird zum einen durch die Entwicklung des neuen Stadtquartiers Deutzer Hafen und zum anderen durch die zukünfti- gen Anforderungen insb. im Bereich der E-Mobility bedingt. Der Standort für das neue Umspannwerk liegt zwischen Siegburger Straße, Poller Kirchweg und Am Schnellert auf Baufeld Ost 04. Geplant ist die Kombination eines Umspannwerks zur übergeordneten Stromversorgung mit einer Energiezentrale zur Kälte- und Wärmeversorgung für das Quartier. Beide Gebäude werden als "EnergyHub" zusammengefasst, das beispielhaft für eine nachhaltige und zu- kunkftsgerichtete Stadtentwicklung stehen soll. Auf dem Baufeld ist außerdem die Ergänzung eines Parkhauses vorgesehen, das in einem 2. Bauab- schnitt zu einem späteren Zeitpunkt errichtet werden soll. Es soll als Quartiersgarage dienen und be- inhaltet des Weiteren eine Mobilitätsstation sowie die Option, weitere mobilitäts- und energieaffine Angebote, wie z.B. Energieberatung, E-Ladestationen, Solarenergie, Fahrradwerkstatt u.ä. zu integ- rieren. Das EnergyHub wird das erste Gebäude im neuen Quartier Deutzer Hafen sein. Aus diesem Grunde sowie der hohen Komplexität der Aufgabe, wurde die Gestaltung der Gebäude als Wettbewerbsver- fahren ausgelobt. Verfahren Das Verfahren wurde als einphasiger nicht-offener Realisierungswettbewerb mit insgesamt sechs 2 gesetzten Architekturbüros durchgeführt. Eine Beratung für die Tragwerkplanung wurde empfohlen. Ausloberin des Wettbewerbs war die RheinEnergie AG gemeinsam mit der Rheinischen NETZGesell- schaft mbH (RNG) in Abstimmung mit der Stadt Köln und der moderne stadt (Gesellschaft zur Förde- rung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH). Die Preisgerichtssitzung hat am 06.04.2022 stattgefunden. Die Jury bestand aus externen Fachpreis- richter*innen, Vertreter*innen der Verwaltung und der Politik. Auf Vorschlag von Herrn Dr. Steinkamp wird Herr Prof. Jörg Aldinger bei dessen Stimmenthaltung einstimmig zum Vorsitzenden des Preisge- richtes gewählt. Der Wettbewerb wurde nicht anonym durchgeführt, die Konzepte wurden während der Jurysitzung durch die Verfasser*innen vorgestellt. Bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten wurde besonderes Augenmerk auf folgende Beurtei- lungskriterien gelegt: - Städtebauliche Qualität, u.a. Erfüllung des Baurechts - Architektonische Qualität - Wirtschaftlichkeit - Funktionalität in Bezug auf die Erfüllung des Raum- und Funktionsprogramms und der techni- schen Vorgaben - Nachhaltigkeit Ergebnis Das Preisgericht beschließt einstimmig, die Vergabe der Preise wie folgt: 1. Preis: Heide & von Beckerath, Berlin 2. Preis: raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, Frankfurt a.M. 3. Preis: Virkunnen & Co Architects Ltd, Helsinki Der Siegerentwurf des Büros Heide & von Beckerath sieht ein Ensemble aus drei jeweils eigenstän- dig entwickelten Baukörpern vor, bestehend aus Umspannwerk, Energiezentrale und Mobilitäts- hub/Parkhaus, die sich als neuer Stadtbaustein in den urbanen Kontext einfügen sollen. Die Energie- zentrale ist rechtwinklig zum Umspannwerk angeordnet, der in einem zweiten Bauabschnitt vorgese- hene Mobilitätshub schließt das Baufeld nach Norden ab. Im Süden entsteht ein dreieckiger Freiraum, der als bepflanzte Fläche eine natürliche Barriere zu den Gebäuden schaffen soll. Jedes Gebäude ist eigenständig entwickelt und kommuniziert über seine Figur die im Inneren verborgenen Prozesse in den Außenraum. Die notwendigen Öffnungen zum Austausch technischer Komponenten sind präzise in die Fassadenstruktur eingefügt, großformatige Fenster machen die Transformatoren des Um- spannwerks erlebbar. Die Fassade des Umspannwerks besteht aus transluzenten Pressglaspaneelen, die aus recyceltem Altglas hergestellt werden und nutzt so Ansätze des zirkulären, ressourceneffizienten Bauens. Die reflektierende Fassade der Energiezentrale wird aus ebenen, polierten Edelstahlelementen gebildet. Die Spiegelung des Umfelds lässt den Baukörper zurücktreten. Das Gebäude des Mobili- tyhubs/Parkhauses ist als robuste Trägerstruktur für zukünftige alternative Nutzungen konzipiert, das sich entsprechend der Auslegung anpassen lässt. Im Zusammenspiel der Gebäude als Bauensemble wird eine besondere atmosphärische Wirkung angestrebt. Die Jury würdigt den Beitrag als einen sehr individuell auf die Funktion und den Ort ausgearbeiteten Beitrag. Insbesondere die identifikationsbildende Kubatur der Gebäude wird in ihrer Eigenständigkeit als positiver Beitrag zur weiteren Entwicklung des Quartiers gewertet. Durch den Einsatz von rezykliertem Material bei der Fassade des Umspannwerks teilt sich dem Betrachter mit, dass sich die Anlagenbetreiber zur Versorgung mit nachhaltiger Energie aber auch dem nachhaltigen Bauen verpflichtet sehen. In der angestrebten Inszenierung des öffentlichen Raums wird das Gebäudeensemble mit seiner ab- lesbaren Silhouette als zukunftsweisender Katalysator für die weitere Entwicklung des Quartiers wahrgenommen. 3 Ausblick Das Preisgericht empfiehlt eine Überprüfung der Edelstahlpaneele als Fassadenmaterial, der Gebäu- destellung sowie der Möglichkeit Nutzungen des 2. Bauabschnitts (Mobilityhub) bereits im Zuge des 1. Bauabschnitts zu realisieren. Auch das Thema Nachhaltigkeit soll noch stärker in das Konzept in- tegriert werden, z.B. die verstärkte Nutzung von Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach und als Fassa- denmaterial. Es ist vorgesehen, die Leistungen stufenweise zu beauftragen. Eine zügige Umsetzung des 1. Bauabschnitts (EnergyHub mit Umspannwerk und Energiezentrale) wird angestrebt, um bereits während der Bauphase der weiteren Baufelder im Deutzer Hafen die Stromversorgung sicher zu stellen. Die Realisierung des 2. Bauabschnitts (Parkhaus mit Mobilitätsstation) erfolgt, sobald die Nutzungen des bestehenden Gebäudes auf dem Nachbargrundstück aufgegeben und das Gebäude niedergelegt wurde. Anlagen Anlage 1 Plangrundlagen Anlage 2 Wettbewerbsergebnisse Gez. Greitemann

Beratungsverlauf

  1. 02.06.2022

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 18.5, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 02.06.2022

    Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)

    TOP 9.12, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 09.06.2022 zuletzt

    Bezirksvertretung 7 (Porz)

    TOP 10.2.10, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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