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3975/2018

Relief von Karl Hartung

Mitteilung Ausschuss 03.12.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 11.12.2018, TOP 8.4

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

5015 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/VII/2 
 
Vorlagen-Nummer  03.12.2018 
 3975/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 11.12.2018 
Relief von Karl Hartung 
In den Jahren 1958 bis 1959 erschuf der Bildhauer Karl Hartung das „Relief I“ für den WDR 
am sogenannten Filmhaus in der Röhrergasse. Die Maße des Reliefs betragen gut vier Meter 
in der Höhe und 21 Meter in der Länge. Von dem gleichen Künstler stammt auch das so ge-
nannte „Relief II“ gegenüber dem Museum für Angewandte Kunst, das aus weißem Carrara 
Marmor gefertigt ist. 
 
Karl Hartung (* 1908 Hamburg - † 1967 Berlin) gehört zu den bedeutendsten deutschen Bild-
hauern des 20. Jahrhunderts. Er ist einer der Vorreiter der Abstraktion in der Plastik. Bekannt 
ist er für seine in der Formensprache stark auf das Wesentliche reduzierten, kraftvollen, mo-
numentalen Plastiken aus Bronze und Skulpturen aus Holz, Stein und anderen Materialien 
und seine opulenten Darstellungen des menschlichen Körpers. 
Er seine künstlerische Ausbildung nach dem Abschluss einer Holzbildhauerlehre in Hamburg 
(1923-25) mit einem Studium an der staatlichen Hochschule für freie und angewandte Kunst 
in Hamburg. 1946 findet seine erste größere Einzelausstellung in Berlin in der Galerie Gerd 
Rosen statt. Es gelingt endgültig der künstlerische Durchbruch und mit seinen schon in den 
Dreißigern heimlich geschaffenen abstrakten Werken schafft er es, sich als ein angesehener 
Vertreter der Klassischen Moderne zu etablieren. Es folgt eine rege repräsentative Ausstel-
lungstätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene mit Plastiken und auch Zeichnungen, 
die stark vom Informel geprägt sind. Er folgt dem Ruf Karl Hofers 1950 an die Berliner Hoch-
schule für Bildende Künste und erhält eine Professur für Bildhauerei. Karl Hartung erfährt 
zahlreiche Ehrungen mit Künstlerpreisen und bekommt viele öffentliche Aufträge, u.a. einen 
Quellenraum für die Weltausstellung in Brüssel, die Wachsenden Flügel für den Ernst Reu-
ter-Platz in Berlin und die Säule Columna im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, 
uvm. Nach dem Tod Karl Hofers wird er 1955 Vorsitzender des deutschen Künstlerbundes. 
Er stirbt nach schwerer Krankheit 1967 in Berlin. 
 
Über die Reliefwand von Hans Hartung in der Röhrergasse spannt sich ein Fugennetz aus 
18 Achsen unterschiedlicher Breite und fünf gleich dimensionierten Zeilen. Die aus Michel-
nauer Tuff hergestellten Blöcke sind so ausgewählt, dass sie beiden oberen Zeilen einen at-
tikaartigen abschließenden rotbraunen Streifen ausbilden 
 
Im Rahmen der allgemeinen Optimierung der Liegenschaften des WDR hat im Jahr 2015 ein 
Architektenwettbewerb stattgefunden, in dem er die Bauaufgabe wir folgt formulierte:  
„Der WDR plant die Generalsanierung des so genannten Filmhaus am Appellhofplatz 2 in 
Köln. Es handelt sich um einen 1974 errichteten, elfgeschossigen Büro- und Produktions-
komplex mit einer BGF von ca. 25 600 m². Es soll durch den umfassenden Umbau ein Ge-
bäude entstehen, dass in seiner Architektur und Infrastruktur den modernen Anforderungen

2 
 
einer crossmedialen, integrierten Redaktions- und Produktionsnutzung entspricht und auch 
zukünftigen Ansprüchen an eine sich dynamisch weiter wandelnde Medienproduktion genügt. 
Es soll ein workfloworientiertes Funktionsgebäude für die Medienproduktion entstehen. Um 
eine angemessene Lösung zu finden, ist ein hochbaulicher Wettbewerb mit 20 Teilnehmern 
nach RPW 2013 mit anschließendem VOF-Verhandlungsverfahren vorgesehen. Der Wett-
bewerb richtet sich an Architekten/Generalplaner unter Einbeziehung fachplanerischer Leis-
tungen der Technischen Gebäudeausrüstung. Im Falle einer Einladung zu den Verhand-
lungsgesprächen im Anschluss an den Wettbewerb soll der Bieter (die prämierten Preisträ-
ger) darstellen, wie die weiteren fachplanerischen Leistungen, z. B. Tragwerksplanung etc., 
bearbeitet werden.“ 
 
Das damalige Preisgericht bestand aus: Heiner Farwick [Vorsitz], Franz-Josef Höing, Jürgen 
Minkus, Walter von Lom, Tom Buhrow, Jörg Schönenborn, Britta Frielingsdorf, Wolfgang 
Wagner und Birgit Gordes. Darüber hinaus war der Stadtkonservator beteiligt. 
 
Der Siegerentwurf von Buchner Bündner aus Basel gibt nun das Relief auf und sieht auch 
keinen weiteren Einbau in die neu gestaltete Fassade vor. 
 
Die Erbengemeinschaft  von Karl Hartung hat sich unter anderen an die Kulturdezernentin 
mit der Bitte um Hilfe gewandt. Gemeinsam mit dem Kunstbeirat hat man bei der Intendanz 
des WDR interveniert und um Prüfung des Verbleibes gebeten. Alternativ hat sie eine Über-
gabe an die Erbengemeinschaft angeregt.  
 
Zwischenzeitlich hat sich auch Frau Ministerin Pfeiffer Poensgen eingeschaltet, der Anfang 
November durch die Intendanz versichert wurde, das Relief möglichst unbeschadet aus der 
Fassade zu nehmen. 
 
Durch das Kulturdezernat ist beabsichtigt, die Abnahme des Reliefs fotografisch zu doku-
mentieren, ebenso den weiteren Verbleib. 
 
 
 
 
gez. Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf (1)

11.12.2018 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
3975/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
03.12.2018
Erstellt
29.11.2018 13:25