Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der SPD-Fraktion der Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) für die Sitzung am 02.09.2025 (AN/1151/2025) betr.: "Umgang mit invasiven Kanadagänsen im Volksgarten und im Rheinpark"
Beantwortung einer Anfrage (BV) 2649/2025 vom 28.08.2025
Stand: Am 02.09.2025 in der Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
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Dezernat, Dienststelle VIII/67/670/4 Vorlagen-Nummer 2649/2025 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 02.09.2025 Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der SPD-Fraktion der Bezirksvertre- tung 1 (Innenstadt) für die Sitzung am 02.09.2025 (AN/1151/2025) betr.: "Umgang mit invasiven Kanadagänsen im Volksgarten und im Rheinpark" Die SPD-Fraktion bittet die Verwaltung um die Beantwortung der folgenden schriftli- chen Anfrage: 1. Gibt es bereits eine abgestimmte Vorgehensweise oder ein Handlungskonzept im Umgang mit den Kanadagänsen in den städtischen Grünanlagen, insbesondere im Volksgarten und im Rheinpark? 2. Welche Maßnahmen wurden bisher ergriffen, um die Verunreinigungen durch Gänsekot zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität in den Parks zu sichern? 3. Sind weitere Schritte oder Kooperationen mit Fachstellen (z. B. Umwelt- und Tier- schutzbehörden) geplant, um die Population nachhaltig zu regulieren? Antwort der Verwaltung: Zu 1: Seit 2023 werden zur Brutzeit (Februar - Juni) an den innerstädtischen Weihern Medi- apark, Ebertplatz/Theodor-Heuss-Park, Clar enbach- und Rautenstrauchkanal, Stadt- waldweiher, Gewässer an der Universitäts- und Stadtbibliothek, Aachener Weiher und Kalscheurer Weiher alle Eier bis auf eines aus den Gelegen entnommen. Jedes Jahr werden weitere Plätze mit hoher Brutdichte ausgemacht und in das sogenannte Gele- gemanagement integriert. Ab 2026 wird der Volksgartenweiher ebenfalls in das Gelegemanagement aufgenom- men. Um dem sog. "Nachlegen" effektiver vorzubeugen, wird zukünftig nur noch mit Gipseiern gearbeitet. Auch wenn sich viele Gänse im Rheinpark aufhalten, liegt dort keine hohe Brutdichte vor, weshalb ein Gelegemanagement dort nicht sinnvoll ist. Zu 2: Die Reinigung erfolgt durch die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH ("AWB") im Auftrag der Stadt Köln. Aufgrund der sehr häufigen, in kurzen Abständen erfolgenden Verunreinigung durch die Gänse, ist eine dauerhafte Reinhaltung der Flächen nicht möglich. 2 Zu 3: Die Gelegeentnahmen werden von zwei freiberuflich tätigen Experten durchgeführt. Gleichzeitig erfolgt auch ein Monitoring an den in Rede stehenden Gewässern. Dar- aus lässt sich ablesen, dass sich die Anzahl der Kanadagänse stabilisiert hat. Die An- zahl der Nilgänse steigt derzeit jedoch an. Der Grund dafür ist der, dass kaum Nilgan- seier entnommen werden können, da Nilgänse im Gegensatz zu Kanadagänsen keine Bodenbrüter sind. Am 04.09.2025 findet daher ein Treffen mit der zuständigen Unte- ren Jagdbehörde der Stadt Köln und weiteren Experten statt. Ziel ist es, ein Konzept auch für die Regulierung der Nilgänse zu erarbeiten. Angedacht ist das gezielte Auf- stellen von Brutplatzvorrichtungen für Nilgänse, mit dem Ziel, dort anschließend regu- lierend Eier zu entnehmen. Eine weitere Möglichkeit zur Vergrämung der Gänse stellen Umgestaltungen der Ha- bitate dar, mit dem Ziel, Orte für die Gänse unattraktiv zu machen. Hierbei muss aller- dings auch beachtet werden, dass sich solche Umgestaltungen nicht auch negativ auf andere Wasservögel auswirken. Zudem ist in vielen Grün- und Parkanlagen der Stadt Köln der Denkmalschutz zu beachten.
Beratungsverlauf
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02.09.2025
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 6.2.2.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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