0299/2026
Sachstandsbericht der Schwerbehindertenstelle
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle I/02/02-6 Vorlagen-Nummer 05.02.2026 0299/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 23.02.2026 Sachstandsbericht der Schwerbehindertenstelle Die Schwerbehindertenstelle berichtet über die aktuelle Situation und die Entwicklung im ver- gangenen Jahr: 1. Schwerbehinderte Menschen in Köln Zum Ende des Jahres 2025 liegt die Anzahl der in Köln gemeldeten Personen mit festgestell- ter Schwerbehinderung bei 118.533. Die Grafik zeigt, wie die Feststellungsentscheidungen mit Blick auf den Grad der Behinderung (GdB) prozentual verteilt sind: Verglichen mit dem Vorjahr ist die Anzahl der schwerbehinderten Bürger*innen nahezu unver- ändert: Zum Ende des Jahres 2024 lag sie bei 118.585. Mit Blick auf die vergangenen Jahre ist die Anzahl stetig leicht angewachsen: Zum Ende des Jahres 2023 lag bei 115.891 Personen in Köln eine festgestellte Schwerbehinderung vor, 2022 lag die Anzahl bei 114.102. 2 2. Kennzahlen Im Jahr 2025 sind bei der Schwerbehindertenstelle knapp 25.200 neue Anträge eingegangen. Parallel wurden 25.000 Anträge durch Bescheid erledigt. Zusätzlich gingen rund 5.500 Widersprüche ein und 5.400 Widerspruchsverfahren wurden ab- geschlossen. In 5.500 Nachprüfungsverfahren wurden bereits in der Vergangenheit erteilte Feststellungsbescheide überprüft und bei Bedarf an die aktuellen gesundheitlichen Verhält- nisse der Antragstellenden angepasst. Die Laufzeiten in den Verfahren haben sich erfreulicherweise weiter verkürzt: Die durch- schnittliche Bearbeitungsdauer eines Antrags lag bei 3,15 Monaten. Widersprüche wurden in- nerhalb von 4,35 Monaten abschließend bearbeitet. Zum Vergleich lagen die durchschnittlichen Landeswerte für die Bearbeitungszeiten der An- träge bei 4,4 Monaten und für Widersprüche bei 4,49 Monaten. Somit liegen die Laufzeiten der Schwerbehindertenstelle der Stadt Köln derzeit unter dem Landesdurchschnitt. 3. Evaluation des beschleunigten Verfahrens Mit dem Ziel, Anträge von schwerst- und potentiell lebensbedrohlich erkrankten Menschen (beispielsweise Krebserkrankungen, Amyotrophe Lateralsklerose) zu priorisieren, werden ent- sprechende Anträge von einem hierfür eingerichteten Team zuverlässig bevorzugt behandelt. Im Jahr 2025 gingen 2.900 Anträge ein, die vorrangig bearbeitet wurden. 1.450 Anträge wurden intern durch eigene Mitarbeitende anhand aussagekräftiger Befundbe- richte beurteilt. Eine eigenständige Bewertung ohne die sonst übliche Hinzuziehung von ärztli- chen Gutachter*innen ist insbesondere bei Krebserkrankungen möglich. Denn der Gesetzge- ber knüpft klare Voraussetzungen an die Feststellung des Grades der Behinderung, die regel- mäßig mithilfe der Befund- und Krankenhausentlassungsberichte geprüft werden können. Durch die wegfallende ärztliche Betrachtung verkürzen sich wiederum die Laufzeiten. Intern beurteilte Anträge konnten daher im vergangenen Jahr durchschnittlich innerhalb von 13 Ka- lendertagen durch Bescheid abgeschlossen werden. Auch dank des Engagements der eingesetzten Kolleg*innen lag die Laufzeit aller beschleunigt bearbeiteten Anträge bei 27 Kalendertagen. Die geringe Bearbeitungsdauer stellt sicher, dass die schwer erkrankten Antragstellenden je- denfalls die ihnen zustehenden Erleichterungen schnellstmöglich in Anspruch nehmen kön- nen. 4. Aktuelle Personalsituation Aktuell ist eine Stelle in der Antragssachbearbeitung vakant, die kurzfristig ausgeschrieben wird. Die übrigen Planstellen der Schwerbehindertenstelle sind sämtlich besetzt. 5. Ausblick 2026 Auch in den ersten Wochen des Jahres bleiben die Vorgangseingänge wie bisher auf einem durchgehend hohen Niveau. Die Schwerbehindertenstelle strebt an, die im Jahr 2025 erzielten, geringen Laufzeiten im Sinne der Antragstellenden zu halten. Gez. Blome
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0299/2026
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 05.02.2026
- Erstellt
- 29.01.2026 09:07