Mandari Insight

0405/2018

Beantwortung einer Anfrage der Ratsgruppe BUNT gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates zum Impfschutz in Köln

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 26.02.2018

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Anlage 2 zu 0405/2018

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Anlage 1 zu 0405/2018

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Anlage 2 zu 0405/2018

6960 Zeichen

Der Oberbürgermeister 
Dezernat, Dienststelle 
V/53/530/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 2634/2014  
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Jugendhilfeausschuss 23.09.2014 
Gesundheitsausschuss 23.09.2014 
Ausschuss Soziales und Senioren 23.10.2014 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 27.10.2014 
 
Kinder- und Jugendgesundheit in Köln Bericht 2013 
 
Der aktuelle Bericht zur Kinder– und Jugendgesundheit informiert über die gesundheitliche Situation 
von Kindern und Jugendlichen in Köln. Dabei wurden Daten der Schuleingangsuntersuchungen, des 
Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes, der Zahngesundheit sowie der Frühen Hilfen im Ge-
sundheitsamt ausgewertet. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse ist in Folge dargestellt:  
Der überwiegende Anteil der Kölner Kinder weist bei den Schuleingangsuntersuchungen und bei den 
zahnärztlichen Reihenuntersuchungen eine gesunde und altersentsprechende Entwicklung auf. Dar-
über hinaus haben sich bei den Schuleingangsuntersuchungen die Durchimpfungsrate und die Teil-
nahme an Früherkennungsuntersuchungen gegenüber den Vorjahren weiter verbessert. Ebenso hat 
die Zahngesundheit gemäß den Ergebnissen der Reihenuntersuchungen des Kinder- und Jugend-
zahnärztlichen Dienstes in den vergangenen Jahren im Durchschnitt zugenommen und befindet sich 
momentan auf relativ hohem Niveau. Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass unter anderem 
die gezielten Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung in diesen Bereichen Erfolg ha-
ben.  
 
Dagegen sind Kinder aus sozial benachteiligten Familien von Gesundheitsrisiken besonders betrof-
fen. Dies wird unter anderem durch die Reihenuntersuchungen zur Zahngesundheit belegt. Zu der 
Gruppe von Kindern in Köln, die nach wie vor ein erhöhtes Kariesaufkommen aufweisen, gehören 
überwiegend Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Bei Auswertungen der aktuellen Kölner 
Schuleingangsuntersuchungen bestätigt sich ebenfalls erneut der Zusammenhang zwischen der ge-
sundheitlichen Situation und der sozialen Lage.
 Auch dies entspricht den Trends auf Bundesebene1.  
 
Nach wie vor tritt in Köln ein hoher Anteil an Kindern mit deutlichem Übergewicht und Adipositas auf. 
Dieser Trend ist landes- und bundesweit ebenso wie in den übrigen Industrieländern zu beobachten. 
Er entsteht durch ein vielfältiges Bedingungsgeflecht und wird durch die Rahmenbedingungen unse-
rer Medien- und Konsumgesellschaft begünstigt. In Köln konnte die Situation bisher nicht nachweis-
bar verbessert werden – trotz zahlreicher Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung. 
 
Das Gesundheitsamt begleitet und unterstützt seit Jahren die Weiterentwicklung sowie die Abstim-
mung und Evaluation der Gesundheitsförderprojekte in Köln, unter anderem im Rahmen der kommu-
                                                
 
1 Unicef-Bericht zur Situation von Kindern in Deutschland, 2013, Informationen, Reiche kluge glückliche Kinder, 
www.unicef.de

2 
 
                                                
nalen Gesundheitskonferenz sowie in ressortübergreifender Zusammenarbeit, zum Beispiel mit dem 
Amt für Schulentwicklung und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie. Für die Zahngesundheit wird 
„Gruppenprophylaxe“ in Kindertageseinrichtungen und Schulen vom Kinder- und Jugendzahnärztli-
chen Dienst des Gesundheitsamtes im Auftrag des Kölner Arbeitskreises Zahngesundheit2 auf der 
Grundlage der jeweils aktuellen Daten zur Zahngesundheit durchgeführt.  
 
Darüber hinaus hat das Gesundheitsamt, dort wo an Schnittstellen zum und im Versorgungssystem 
Lücken auftreten, selbst sozialkompensatorische Angebote - wie den Kinder- und Jugendpsychiatri-
schen Dienst und die Frühen Hilfen im Gesundheitsamt
3 - eingerichtet. Diese Angebote sind nied-
rigschwellig konzipiert. Sie erreichen dadurch gezielt Kinder aus sozial benachteiligten Familien und 
vermitteln die Betroffenen in geeignete Unterstützungsangebote des Gesundheitswesens und der 
Jugendhilfe.  
 
Seelische Probleme gewinnen an Bedeutung – eine gesellschaftliche Entwicklung, wie beispielsweise 
der hohe Anteil an Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern im Rahmen des bundesweiten Kinder- und 
Jugendsurveys „KIGGS“
4 zeigt. In Köln äußert sich dies unter anderem im Gesundheitsamt anhand 
des Bedarfs an sozialpsychiatrischer Beratung und Begleitung bei dem Kinder- und Jugendpsychiatri-
schen Dienst. Aber auch bei den Müttern, die bei den Frühen Hilfen durch Familienhebammen Unter-
stützung erhalten, werden mit steigender Tendenz psychische Störungen beobachtet.  
 
Durch die Angebote des Kinder-und Jugendpsychiatrischen Dienstes und der frühen Hilfen im Ge-
sundheitsamt werden die Belastungen für die betroffenen Kinder oder Jugendlichen sowie deren Fa-
milien gemindert und die Lebenschancen dieser Kinder und Jugendlichen verbess
ert. Diese Hilfen er-
weisen sich damit als dringend erforderliche Bausteine einer Gesamtversorgung, die darauf abzielt, 
flächendeckend Risiken und Fehlentwicklungen bei Kindern und Jugendlichen zu erkennen und so 
weit wie möglich durch Einleitung von Maßnahmen zu beheben.  
 
Im Rahmen des aktuellen Landesprojektes „Optimierung von Früherkennung und Versorgung von 
Kindern und jungen Menschen mit Zeichen einer psychischen Störung“ wird der Kinder- und Jugend-
psychiatrische Dienst mit zwei bezirksbezogenen Angeboten in Regionen mit besonderem Bedarf (im 
Bezirk Kalk und Mülheim) ausgebaut. 
 
Bei den Frühen Hilfen wurde der auf Bundesebene formulierte und benannte Bedarf aufgegriffen. Auf 
der Basis entsprechender gesetzlicher Grundlagen und eines Bundesförderprogrammes konnten der 
Ausbau sozialräumlicher Präsenz und die Vernetzung der „Frühen Hilfen“ in Köln (Köln für Kinder) 
unter Federführung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie erfolgen.  
 
Gesundheitsförderung und Prävention werden auch zukünftig bei der Arbeit des Gesundheitsamtes 
einen hohen Stellenwert einnehmen. Der vorliegende Bericht bildet dabei eine fundierte Grundlage für 
weitere Planungen.  
 
Der Bericht 2013 „Kinder – und Jugendgesundheit in Köln“ wird den Ausschussmitgliedern als Tisch-
vorlage zur Kenntnis gegeben. 
 
 
 
2 An dem „Kölner Arbeitskreis Zahngesundheit“ nehmen das Gesundheitsamt, Krankenkassen sowie niedergelassene 
Zahnärztinnen und Zahnärzte teil und stimmen auf Grundlage eines gemeinsamen Vertrages Zielsetzungen, Vorgehenswei-
sen und Aktionen im Stadtgebiet Köln ab. 
3 Hier. die Frühen Hilfen im Gesundheitsamt, in Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie 
4 Quellen: Hölling, H. u.a., KIGGS Study Group, Psychische Auffälligkeiten und psychosoziale Beeinträchtigungen bei Kin-
dern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren in Deutschland  – Prävalenz und zeitliche Trends zu 2 Erhebungspunk-
ten (2003-2006 und 2009-2012), In: Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 2014, 57: 807-
809, die „BELLA-Studie“ im Rahmen des bundesweiten Kinder- und Jugendsurveys „KIGGS“, Robert Koch-Institut 2006

Anlage 1 zu 0405/2018

18346 Zeichen

Der Oberbürgermeister  
Dezernat, Dienststelle 
V/53/535 
 Vorlage-Nr.: 11.05.2011 
1850/2011 
 
 
Unterlage zur Sitzung im 
öffentlichen Teil 
 
 
Gremium  am TOP 
Gesundheitsausschuss 17.05.2011  
Jugendhilfeausschuss 17.05.2011  
 
Anlass: 
 Mitteilung der Verwal-
tung 
    
      
 Beantwortung von An-
fragen 
aus früheren Sitzungen  
 Beantwortung einer An-
frage  
nach § 4 der Geschäfts-
ordnung 
Stellungnahme zu ei-
nem 
Antrag nach § 3 der 
Geschäftsordnung 
 
 
 
Impfschutz bei Kindern und Jugendlichen in Köln 
 
Zusammenfassung: 
 
Gängige „Kinderkrankheiten“ sind in Deutschland aufgrund zunehmender Durch-
impfung rückläufig, dennoch sind gefährliche Krankheiten wie Masern noch nicht 
ausgerottet, und es kann zu kleinräumigen Ausbrüchen kommen. In Köln sind in 
diesem Jahr bisher 7 Masernfälle aufgetreten.  
 
Das von der Weltgesundheitsorganisation angestrebte Ziel eines kollektiven Impf-
schutzes gegen Masern und Röteln und die Eliminierung dieser Krankheiten konnte 
in Deutschland bisher noch nicht umgesetzt werden. Während sich bei Vorschul-
kindern die hohe Durchimpfungsrate dem Kollektivschutz annähert, zeigen sich bei 
Schulkindern und Heranwachsenden teilweise gravierende Impflücken. Besonders 
betroffen sind ältere Kinder mit Migrationshintergrund. Dieser Trend zeigt sich auch 
in Köln.  
 
Das Kölner Gesundheitsamt führt in Kooperation mit der niedergelassenen Ärzte-
schaft, mit dem Deutschen Roten Kreuz, dem Kölner Bündnis für Gesunde Lebens-
welten und weiteren Kooperationspartnerinnen und –partnern vielfältige Aktionen 
durch, um den Impfschutz der Kölner Bevölkerung zu verbessern, die Durchimp-
fung der Vorschulkinder zu erhöhen und die Impflücken bei Heranwachsenden zu 
schließen. Dazu gehören Impfberatungen der Eltern durch den Kinder- und Jugend-
gesundheitsdienst des Gesundheitsamtes sowie jährliche Aktionen mit dem vom 
Land NRW zur Verfügung gestellten Impfmobil mit Beratungs- und Impfangebot in

2
                                           
Kindergärten, Schulen und Flüchtlingseinrichtungen als auch Unterrichtseinheiten 
in weiterführenden Schulen. Begleitet werden diese Aktionen durch eine entspre-
chende Öffentlichkeitsarbeit. 
„Kinderkrankheiten“ in Deutschland 
Anlässlich der 6. Europäischen Impfwoche vom 23. bis zum 30. April 2011 wird nach-
drücklich zum Impfen als wirkungsvollen und sicheren Schutz gegen gängige Infektions-
krankheiten aufgerufen. In Deutschland ist die Häufigkeit von sogenannten „Kinderkrank-
heiten“ wie Masern, Mumps und Röteln innerhalb der letzten Jahrzehnte durch zuneh-
mendes Impfen deutlich zurückgegangen. Dennoch sind Krankheiten wie Masern noch 
nicht besiegt, und es kommt immer wieder zu kleinräumigen Ausbrüchen wie beispielswei-
se 2006 in Nordrhein-Westfalen. Dabei erkrankten mehr als 1.700 Personen, 7 Personen 
erlitten eine schwere Gehirn- oder Hirnhautentzündung, 2 Kinder starben, darunter ein 
dreijähriges Kind, das wegen einer anderen Erkrankung nicht geimpft werden konnte.  
 
2010 wurden dem Robert-Koch-Institut
1 bundesweit 780 Masernfälle gemeldet, davon 185 
in NRW. In Köln gab es im vergangenen Jahr keine Meldung, in diesem Jahr sind bisher 7 
Masernfälle aufgetreten. In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass insbesondere älte-
re Kinder ab 10 Jahren von Masernerkrankungen betroffen sind.  
 
Impfschutz in Deutschland 
Schutzimpfungen haben einen dreifachen Nutzen: sie schützen vor Infektionskrankheiten, 
für die es keine oder nur beschränkte Behandlungsmöglichkeiten gibt, sie schützen unge-
borenes Leben, wenn die werdende Mutter geimpft ist, und sie bieten einen kollektiven 
Schutz der Menschen, die zusammen leben, wenn ein ausreichender Anteil geimpft ist. 
Das Bundesministerium für Gesundheit hat eine Ständige Impfkommission (STIKO) als 
Expertengremium für Impfempfehlungen berufen. Diese sieht für Kinder und Jugendliche 
folgende Impfungen vor: gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B, Kinder-
lähmung (Polio), Haemophilus influenza Typ b (Hib), Masern, Mumps, Röteln, Varizellen, 
Meningokokken, Pneumokokken; Humane Papillomaviren (HPV) nur für Mädchen im Alter 
von 12 bis 17 Jahren. Eine gesetzliche Impfpflicht existiert in Deutschland nicht.  
Von der Weltgesundheitsorganisation wird das Ziel angestrebt, die Infektionskrankheiten 
endemische Masern und Röteln zu eliminieren
2. Dafür soll die Durchimpfungsrate bei Ma-
sern (zweifache Impfung) und bei Röteln (einfache Impfung) 95 % betragen, damit bei der 
Gesamtbevölkerung ein Kollektivschutz gewährleistet werden kann. Dieses Ziel konnte in 
Deutschland bisher noch nicht verwirklicht werden. 
Von Mai 2003 bis Mai 2006 wurde im Rahmen eines bundesweiten Kinder- und Jugend-
gesundheitssurveys (KiGGS) auch der Impfstatus von 16.460 Kindern und Jugendlichen in 
der Altergruppe von 0 bis 17 Jahren auf Grundlage der vorgelegten Impfpässe erfasst und 
damit eine differenzierte Analyse der Durchimpfung von Kindern und Jugendlichen aller 
Altersgruppen in Deutschland ermöglicht3. Die Quoten der vollständigen Grundimmunisie-
 
1 Angaben des Robert Koch-Instituts, www3.rki.de, Stand 20.04.2011 
2 Quelle: Website WHO, http://www.euro.who.int/Document/E87772G.pdf?language=German,  
Stand 22.02.10. 
3 Poethko-Müller, C., Kuhnert, R., Schlaus, M., Robe rt Koch-Institut, „Durchimpfung und Determinaten des 
Impfstatus in Deutschland, Ergebnisse des Kin der- und Jugendgesundheitssurveys“, in Bundesgesund-
heitsbl.- Gesundheitsforsch-Gesundheitsschutz 5/6-2007, S. 851 ff.

3
rung gegen Tetanus, Diphtherie und Polio sowie der ersten Impfungen gegen Masern, 
Mumps und Röteln für 2-bis17-Jährige lagen danach durchschnittlich über 90 %.  
Bei den jüngeren Altersgruppen zeigten sich deutlich bessere Durchimpfungsraten als bei 
Schulkindern und Heranwachsenden. Ältere Kinder und Jugendliche in der Altersgruppe 
von 7 bis 17 Jahren wiesen hingegen häufig Impflücken auf. Überproportional betroffen 
waren davon Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. 
 
Bezogen auf den Sozialstatus zeigten sich die höchsten Impfquoten bei Kindern und Ju-
gendlichen aus Familien mit mittlerem sozioökonomischem Status. Fehlender Impfschutz 
gegen Masern, Mumps und Röteln trat am häufigsten bei Familien mit hohem Sozialstatus 
auf.  
 
Impfschutz in Köln 
Daten zur Durchimpfungsrate in Köln liegen auf Basis der Schuleingangsuntersuchungen 
für Vorschulkinder vor und wurden exemplarisch für  Masern, Mumps und Röteln ausge-
wertet. 
Bei den Schuleingangsuntersuchungen der Jahre 2004 bis 2009 wurden insgesamt 
54.168 Kinder aus dem Stadtgebiet Köln dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst der 
Stadt Köln vorgestellt, davon 8.953 Kinder in 2009 und 8.873 Kinder in 2008 (siehe Tabel-
le unten). 
Tabelle: Untersuchte Kinder nach Untersuchungsjahr 
  
 
Jahrgang der Einschu-
lung         
  2004 2005 2006 2007 2008 2009 Gesamt 
Anzahl 
Kinder 
 
9.440 9.027 8.874 9.001 8.873 8.953 54.168 
 
Der Anteil der Kinder, die in der Schuleingangsuntersuchung einen Impfpass vorlegten, 
stieg im Zeitraum von 2004 auf 2007 von 84,6 % auf 89,7 % an, fiel im Einschulungsjahr-
gang 2008 mit 85,2 % leicht ab und erhöhte sich im Einschulungsjahrgang 2009 wieder 
auf 86,5 %.  
Bei der Schuleingangsuntersuchung wird das Herkunftsland der Mutter erfasst und als 
Hinweis auf Migrationshintergrund in die Auswertung einbezogen. Danach erwies sich im 
Einschulungsjahr 2009 der Anteil an Kindern, die keinen Impfpass vorlegten, bei den 
Kindern mit deutscher Herkunft (8,1 %), bei den Kindern türkischer Herkunft (8,6 %) und 
bei den Kindern mit Herkunft aus den GUS-Staaten (6,8 %) ungefähr gleich. Bei der Grup-
pe der Kinder anderer Herkunft (31,9 %) hingegen fiel dieser Anteil sehr viel höher aus.  
Gegenüber NRW4 (91,8 % bei n= 163.745) war der Anteil an vorgelegten Impfpässen im 
Einschulungsjahrgang 2009 in Köln mit 86,5 % leicht unterdurchschnittlich. 
                                            
4 Vorläufiges Ergebnis, Quelle: LIGA vom 14.04.2011

4
Bei der Kölner Schuleingangsuntersuchung 2009 verfügten 90,3 % aller Kinder mit vorge-
legtem Impfpass über eine zweifache Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps 
und Röteln und damit über einen vollständigen Schutz gegen diese Infektionskrankheiten. 
Dies bedeutet einen kontinuierlichen Anstieg und eine erhebliche Verbesserung gegen-
über dem Einschulungsjahrgang 2004 mit einer Durchimpfungsrate von 63,2 % (siehe Ab-
bildung). 
Abbildung: Anteil untersuchter Kinder mit zweifacher Masern-, Mumps- und Röteln-
impfung nach Einschulungsjahrgängen an allen vorlegten Impfpässen 
in Köln (n=46.818, davon Schuleingangsuntersuchung 2004: n=7.981, 2005: n=7.619, 
2006: n=7.851, 2007: n=8.069, 2008: n=7.561, 2009: n=7.737) 
Anteil  Kinder mit vollständigem Masern-, Mumps- und 
Rötelnschutz (2 Impfungen) in Köln
85,5 %77,6 %
71,5 %
63,2 %
88,4 % 90,3 %
0
20
40
60
80
100
2004 2005 2006 2007 2008 2009
E inschulungsjahrgänge
 Prozent
Anteil Kinder mit vollständigem MMR-Impfschutz, prozentuiert auf vorgelegte
I m pfpässe
 
Dabei zeigte sich im Jahrgang 2009 wie bereits in den Vorjahren5 eine geringere Durch-
impfungsrate bei Kindern deutscher Herkunft (88,1 %) gegenüber den Kindern mit türki-
scher Herkunft (96,5 %), Kindern mit Herkunft aus den GUS-Ländern (94,2 %) und Kin-
dern anderer Herkunft (91,8 %). 
Im Einschulungsjahrgang 2009 erwies sich die Durchimpfungsrate bei den Kindern mit 
vorgelegtem Impfpass in NRW geringfügig höher als in Köln, sowohl bei der Einmalimp-
fung gegen Röteln (Köln: 95,7 %, Land NRW: 97,0 %) als auch bei der zweifachen Imp-
fung gegen Masern (Köln: 90,8 %, Land NRW: 92,6 %)6.  
Da bei der Kölner Schuleingangsuntersuchung zu etwa einem Zehntel der Kinder keine 
Angaben zum Impfstatus erfasst werden konnten, ist keine gesicherte Aussage über die 
tatsächliche Durchimpfungsrate möglich. Es wird vermutet, dass ein Teil der Kinder ohne 
vorgelegten Impfpass geimpft ist, die Impfquote bei dieser Gruppe jedoch deutlich geringer 
ausfällt als bei den Kindern mit vorgelegtem Impfpass. Im ungünstigsten Fall, wenn keines 
der Kinder mit undokumentiertem Impfstatus eine Impfung gegen Masern, Mumps und 
Röteln erhalten hätte (Worst-Case-Szenario), läge im Jahrgang 2009 der Anteil zweifach 
                                            
5 Siehe „Kindergesundheit im Vorschulalter“, Gesundheitsbericht 2009, Stadt Köln, Ostermann, S. 24 
6 Vorläufiges Ergebnis NRW, Quelle: LIGA vom 14.04.2011

5
geimpfter Kinder gegen Masern, Mumps und Röteln bei 78,1 %, der Anteil an Kindern mit 
einer Rötelnimpfung bei 82,8 %.  
Abbildung Stadtkarte: stadteilbezogene Quote vollständiger Impfschutz Mumps-, 
Masern-, Röteln bei Vorschulkindern mit vorgelegtem Impfpass in Köln bei den 
Schuleingangsuntersuchungen 2008/09 
 
Stadtteilbezogen variiert die Impfquote 2008/2009 der Kinder mit vollständigem Impfschutz 
gegen Masern, Mumps und Röteln (prozentuiert auf vorgelegte Impfpässe) in Köln zwi-
schen 71,4 % in Delbrück und 100 % in Roggendorf (siehe Abbildung Stadtkarte oben, die

6
                                           
kartographische Darstellung in Farbausdruck liegt als Tischvorlage vor). Im Gesundheits-
bericht 2009 wurde bereits festgestellt, dass die Durchimpfungsrate in Stadtteilen mit ge-
ringer Hilfeempfängerdichte7 am niedrigsten ist. Dieses Ergebnis deckt sich mit den oben 
erwähnten Auswertungen der KIGGS-Studie. 
Als Fazit der Kölner Auswertungen kann festgehalten werden, dass der Impfschutz der 
Vorschulkinder gegen Masern, Mumps und Röteln sich im Zeitraum von 2004 bis 2009 
erheblich verbessert hat. Es liegt eine hohe Durchimpfungsrate vor, ein Kollektivschutz 
aller Vorschulkinder gegen Masern und Röteln ist jedoch noch nicht erreicht worden. Kin-
der mit türkischem Migrationshintergrund und Kinder mit Migrationshintergrund aus den 
GUS-Staaten weisen eine höhere Durchimpfungsrate auf als Kinder deutscher Herkunft. 
Dies ist unter anderem auf einen höheren Anteil an Impfskeptikern bei Eltern deutscher 
Herkunft zurückzuführen. Zu Kindern anderer Herkunft lässt sich keine gesicherte Aussa-
ge tätigen, da der Anteil der Kinder ohne Impfpass überproportional hoch ist. 
Bei älteren Kindern liegen keine Angaben zur Impfquote vor. Es weist jedoch nichts darauf 
hin, dass die Angaben der KIGGS-Studie nicht auch auf Köln übertragbar sind. Das be-
deutet, dass auch in Köln Impflücken bei älteren Kindern und Jugendlichen, insbesondere 
Heranwachsenden mit Migrationshintergrund vorhanden sind und geschlossen werden 
sollten. Bestätigt wurde diese Annahme anhand der unten aufgeführten Impfaktion 2010 
an einem Berufskolleg in Deutz mit Schülerinnen und Schülern aus 18 Ländern zweier 
internationaler Förderklassen. Der Impfstatus der meisten Schülerinnen und Schüler er-
wies sich als unbekannt oder nicht vorhanden. 
Maßnahmen zur Verbesserung des Impfschutzes in Köln 
Das Kölner Gesundheitsamt hat in den letzten Jahren in enger Kooperation mit der nie-
dergelassenen Ärzteschaft, dem Deutschen Roten Kreuz und weiteren Kooperationspart-
ner/innen vielfältige Aktionen durchgeführt, um die Bevölkerung für das Thema Impfen zu 
sensibilisieren und den Impfschutz insbesondere von Kindern und Jugendlichen zu 
verbessern.  
 
Kontakte des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes mit Eltern werden für die Überprü-
fung des Impfstatus bei dem Kind sowie für die Impfaufklärung und –beratung genutzt. 
Diese Möglichkeit bietet sich insbesondere bei den flächendeckenden Schuleingangsun-
tersuchungen für Vorschulkinder sowie bei dem „Gesundheitscheck“, den 2007 durch den 
Rat beschlossenen Untersuchungen für vierjährige Kitakinder. Ziel dieser Untersuchung ist 
es, frühzeitig Entwicklungsauffälligkeiten zu entdecken, die Eltern zu beraten und entspre-
chende Maßnahmen einzuleiten. Der Gesundheitscheck wird in etwa einem Drittel aller 
Einrichtungen durchgeführt, vorrangig in Stadtteilen mit einer hohen Dichte an sozial 
benachteiligen Familien.  
 
Darüber hinaus wurde bereits 2003 durch die Kommunale Gesundheitskonferenz Köln 
(KGK) Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Durchimpfungsraten gegen Ma-
sern, Mumps und Röteln beschlossen und in jährlicher Beteilung an landesweiten „Impf-
mobil“-Kampagnen umgesetzt. Durch den Beschluss der KGK sind alle wichtigen Partne-
rinnen und Partner, beteiligte Ämter der Stadt Köln, die kassenärztliche Vereinigung, nie-
dergelassene Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte, Krankenkassen und die Apothe-
kerschaft in die Kampagne eingebunden und wirken praktisch bei der Umsetzung mit.  
 
7 Siehe „Kindergesundheit im Vorschulalter“, Gesundheitsbericht 2009, Stadt Köln, Ostermann, S. 25

7
                                           
 
Das Impfmobil ist ein vom Land NRW zur Verfügung gestellter „Impfbus“, der durch die 
Stadt tourt. An öffentlichen Plätzen, beispielsweise Einkaufsstraßen sowie ausgewählten 
Standorten wie Schulen, Kindertagesstätten und Flüchtlingswohnheimen wird der Impfsta-
tus überprüft sowie Impfberatungen und kostenlose Impfungen angeboten. Der Einsatz 
erfolgt durch Ärztinnen, Ärzte, Arzthelferinnen, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Die 
gesamte Aktion wird durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit vorbereitet, begleitet und evalu-
iert.  
 
Bei der landesweiten Impfkampagne 2007/2008 wurden an insgesamt 29 Kölner Schulen 
mit rund 25.000 Schülerinnen und Schülern Impfpässe kontrolliert und entsprechende 
Impfempfehlungen ausgesprochen. 2009 standen die Bewohnerinnen und Bewohner von 
15 ausgewählten Kölner Flüchtlingswohnheimen im Mittelpunkt der Impfmobilaktion. An-
geboten wurden kostenlose Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Tetanus, Diphthe-
rie, Polio, Keuchhusten und gegen Hepatitis B. In 2010 standen im Fokus die Schüler und 
Schülerinnen der internationalen Förderklasse eines Berufskollegs. 
 
Perspektiven für 2011 
Der Schwerpunkt der Aktionen im Jahr 2011 wird auf der Verbesserung des Impfschutzes 
bei Kindern und Jugendlichen in weiterführenden Schulen liegen:  
 
Die im Dezember 2010 begonnene Kampagne zur Erhebung des Impfstatus an ausge-
wählten Klassen in Kölner Berufskollegs – hier besonders in internationalen Förderklassen 
mit Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und mit einem hohen Anteil von 
Kindern aus Flüchtlingsfamilien – wird im laufenden Jahr an weiteren Berufskollegs fortge-
setzt. Dabei festgestellte Impflücken werden anhand kostenloser Impfungen gegen Hepati-
tis B und Kombi-Impfungen gegen Masern/Mumps/Röteln sowie gegen Diphte-
rie/Keuchhusten/Kinderlähmung/Tetanus sofort geschlossen. Die Impfungen werden durch 
Ärztinnen und Ärzte des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes des Gesundheitsamtes 
durchgeführt. 
 
Darüber hinaus wird es im Jahr 2011 eine Aufklärungskampagne zum Thema Impfen an 
den Kölner Hauptschulen geben: In Kooperation mit dem „Kölner Bündnis für gesunde 
Lebenswelten
8“, das in den vergangenen zwei Jahren an fast allen Kölner Hauptschulen 
sogenannte „Gesundheitsteams“ aus Lehrer/innen, Schülern/innen, Sozialpädago-
gen/innen und Eltern etabliert hat, wird das Thema Impfen im Unterricht behandeln. Be-
gleitet und verstärkt wird die Aktion voraussichtlich durch das vom Land NRW zur Verfü-
gung gestellte „Impfmobil“, das mit Ärztinnen/Ärzten und Arzthelferinnen des Gesund-
heitsamtes und mit umfangreichem Informations- und Aufklärungsmaterial zum Thema 
Impfen im Herbst 2011 zwei Wochen lang durch die Kölner Hauptschulen touren wird. Ne-
ben Information und Aufklärung geht es auch hier um die Erhebung des Impfstatus der 
Schülerinnen und Schüler. Zur Schließung dabei eventuell festgestellter Impflücken wer-
den dann Schülerinnen und Schüler an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte (Kinder- 
und Jugendärzte/innen, Hausärzte/innen) verwiesen. 
 
8 Das „Kölner Bündnis für Gesunde Lebenswelten“ ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Köln unter aktiver 
Beteiligung des Gesundheitsamts mit der Lernenden Regi on Netzwerk Köln e.V., der Deutschen Sporthoch-
schule Köln, dem Stadtsportbund Köln und vielen weit eren Partner/innen und Projekten. Das „Kölner Bünd-
nis für Gesunde Lebenswelten“ versteht sich dabei al s ein infrastrukturelles „Netzwerk der Netzwerke“ und 
verfolgt das Anliegen, bei Kindern und Jugendlichen die Bewegungsaktivitäten, das gesunde Ernährungs-
verhalten und die Stressregulation zu steigern und damit zu einem gesunden Lebensstil beizutragen. 
gez. Reker

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

7494 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/53/530/1 
 
Vorlagen-Nummer  26.02.2018 
 0405/2018 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 05.03.2018 
Gesundheitsausschuss 13.03.2018 
 
Beantwortung einer Anfrage der Ratsgruppe BUNT gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
zum Impfschutz in Köln 
Die Ratsgruppe „Bunt“ stellt zur Sitzung des Ratsausschusses „Schule und Weiterbildung“ am 
22.01.2018 die Anfrage AN/0080/2018 gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates und bittet um Be-
antwortung von Fragen zum Thema Impfschutz in Köln:  
 
 
Frage 1 und 2:  
Welche Erkenntnisse hat die Stadt über die Impfquote Köln? (Bitte Erkenntnisse zu Schulen 
und KiTa gesondert aufführen)  
 
Welche Erkenntnisse hat die Stadtverwaltung Köln über die Durchimpfungsraten von Kindern 
und Jugendlichen in Köln seit der Vorlage 1850/20111? (Bitte Erkenntnisse zu Schulen und 
KiTa gesondert aufführen) 
 
Antwort der Verwaltung: 
Der Stadt Köln liegen Daten zur Durchimpfungsrate der Vorschulkinder gegen gängige Infektions-
krankheiten auf Basis der Schuleingangsuntersuchungen vor. Allerdings kann nur bei Kindern, die 
den Impfpass in der Schuleingangsuntersuchung vorlegen, der Impfstatus festgestellt und ausgewer-
tet werden. Daher wird bei der Einladung zur Schuleingangsuntersuchung darauf hingewiesen, dass 
der Impfpass bei dem Untersuchungstermin mitzubringen ist. Beim Einschulungsjahrgang 2016 leg-
ten von 9.476 Kindern 8.465 (89,3 Prozent) den Impfpass vor. Auch bei den vorangegangenen vier 
Jahrgängen lag dieser Anteil zwischen 89 und 91 Prozent. Er ist damit gegenüber dem Einschulungs-
jahrgang 2009 mit 86,5 Prozent (siehe Vorlage 1850/2011, die als Anlage 1 beigefügt ist) leicht ange-
stiegen.  
Beim Kölner Einschulungsjahrgang 2016 verfügten 93,9 Prozent der Kinder mit vorgelegtem Impfpass 
über einen vollständigen Impfschutz gegen Masern (siehe nachfolgende Abbildung). Damit hat sich 
die Durchimpfungsrate der Vorschulkinder bei Masern seit dem Jahrgang 2004 stetig erhöht. 
                                                 
1  https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=27954

2 
 
 
 
Abbildung: Schuleingangsuntersuchung Köln, Vergleich Jahrgänge 2004, 2008, 2012, 2016,  
Anteil an Kindern mit vollständigem Impfschutz (zweifache Impfungen) Masern bei vorgelegten Impfpässen in 
Köln nach Einschulungsjahrgängen  
 
 
Tabelle: Schuleingangsuntersuchung Köln 2016, stadtbezirksbezogener Anteil an Kindern mit vollständigem 
Impfschutz gegen Masern (mindestens zwei Dosen), prozentuiert auf alle untersuchten Kinder mit stadtbezirks-
bezogenen Angaben und vorgelegten Impfpässen 
Kölner Stadtbezirke 
Anzahl unter-
suchter Kinder 
mit vorgelegtem 
Impfpass  
Quote an Kindern 
mit vollständigem 
Impfschutz Masern 
(zweifache Imp-
fung)  
in Prozent 
1 / Innenstadt 586 91,98 
2 / Rodenkirchen 692 93,21 
3 / Lindenthal 1.091 94,87 
4 / Ehrenfeld 782 93,86 
5 / Nippes 881 93,53 
6 / Chorweiler 746 95,31 
7 / Porz 741 92,44 
8 / Kalk 1.162 95,09 
9 / Mülheim 1.244 94,05 
 
Eine differenzierte Auswertung zum Impfschutz in Köln wurde im Nachgang zu der Vorlage 
1850/2011 anhand der Mitteilung 2634/2014 vom 23.09.2014 (als Anlage 2 beigefügt) und dem Be-
richt 2013 „Kinder- und Jugendgesundheit in Köln“ den Fachausschüssen zur Kenntnis gegeben. Auf 
der Website der Stadt Köln ist der Bericht online eingestellt und abrufbar unter dem Link:  
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/gesundheit/downloadservice.

3 
 
Ein aktueller Bericht „Kindergesundheit in Köln 2017/2018“ mit entsprechenden Auswertungen zum 
Impfschutz wird derzeit fertiggestellt und voraussichtlich im Frühjahr 2018 den Fachausschüssen vor-
gelegt werden.  
 
Fragen 3, 4 und 5 
Wann fand die let zte große Impfkampagne des Kölner Gesundheitsamtes statt? (Bitte Ka m-
pagnen in Schulen und KiTa gesondert aufführen) 
 
Wie sah das Konzept der damaligen Impfkampagne aus, und wie bewertet die Stadtverwaltung 
die Ergebnisse? 
 
Sieht das Gesundheitsamt, z. B. i n Zusammenarbeit mit dem Schulträger, eine Möglichkeit, in 
diesem Jahr angesichts der aktuellen Welle von Masernerkrankungen eine Impfkampagne 
durchzuführen? 
 
Antwort der Verwaltung: 
Im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung sowie des Gesundheitschecks für Vierjährige in Kinder-
tageseinrichtungen erhalten die Sorgeberechtigten der untersuchten Kinder von den Schulärztinnen 
und Schulärzten eine Impfberatung gemäß der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des 
Robert Koch-Instituts. Eine besonders ausführliche Beratung erfolgt, wenn keine vollständige alters-
entsprechende Durchimpfung im Impfausweis nachgewiesen werden kann. Bei zugewanderten Kin-
dern und Jugendlichen, die bereits beschult waren, wurde eine Seiteneinsteigeruntersuchung mit ent-
sprechender Impfberatung durchgeführt. Bei den Seiteneinsteigeruntersuchungen im Gesundheitsamt 
werden seit 2017 im Bedarfsfall die von der STIKO empfohlenen Impfungen angeboten. 
Diese Angebote sind als besonders wirkungsvoll zu bewerten, da sie auf die individuelle Situation der 
einzelnen Familie ausgerichtet werden. Darüber hinaus werden in der Regel die Sorgeberechtigten 
der Vorschulkinder anhand der Schuleingangsuntersuchung flächendeckend erreicht. Bei der Durch-
führung wird von Seiten des Gesundheitsamts eng mit den KiTa und Schulen kooperiert, um geeigne-
te Rahmenbedingungen für die Untersuchungen zu ermöglichen.  
 
Einen weiteren Schwerpunkt der Impfberatung legte das Gesundheitsamt in den vergangenen Jahren 
auf ein aufsuchendes Angebot für Geflüchtete, die in Köln neu angekommen waren. Sprachbarrieren 
und fehlende Kenntnis des gesundheitlichen Versorgungssystems erschweren diesem Personenkreis 
den Weg zur ärztlichen Versorgung. Insbesondere bei Geflüchteten aus Krisenregionen mit nicht 
mehr funktionierender Gesundheitsversorgung besteht jedoch ein erhöhtes Risiko fehlender Durch-
impfung. In städtischen Flüchtlingsunterkünften werden daher durch den Kinder- und Jugendärztli-
chen Dienst des Gesundheitsamtes – bis Herbst 2017 auch mit Unterstützung von niedergelassenen 
Kinderärztinnen und Kinderärzten – eine Vielzahl regelmäßiger Impfsprechstunden angeboten. Auf 
der Basis der Erfahrungen des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes zeigt sich hier aus fachlicher 
Sicht auch weiterhin ein erhöhter Bedarf. Daher ist geplant, auch zukünftig dieses aufsuchende Impf-
angebot in Flüchtlingsunterkünften beizubehalten. Bei Bedarf werden auch Riegelungsimpfungen2 
durchgeführt. 
 
Die von der STIKO empfohlenen und von den Krankenkassen oder über die Gesundheitskarte erstat-
teten Regelimpfungen werden in anderen Fällen durch die niedergelassenen Kinderärztinnen und -
ärzte sowie Hausärztinnen und -ärzte durchgeführt.  
 
Eine „Welle von Masernerkrankungen“ kann für Köln nicht bestätigt werden. 
Ein isolierter Ausbruch in Meschenich im Sommer 2017 konnte durch eine gute Zusammenarbeit mit 
den Kinderärztinnen vor Ort, Impfangeboten des Gesundheitsamtes in den Räumen der Caritas sowie 
Informationen und Impfbuchkontrollen in Schulen und KiTas in kurzer Zeit beherrscht und beendet 
werden. Somit greifen sowohl präventive Maßnahmen als auch die Interventionen im Ausbruchsfall. 
 
Gez. Dr. Rau 
 
                                                 
2 Riegelungsimpfungen werden örtlich begrenzt nach dem Ausbruch einer Erkrankung durchgeführt und dienen 
dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung (Infektionsschutzgesetz).

Beratungsverlauf (2)

05.03.2018 Ausschuss Schule und Weiterbildung
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
13.03.2018 Gesundheitsausschuss
TOP 6.6 Kenntnisnahme (Mitteilung)

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0405/2018
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
26.02.2018
Erstellt
01.02.2018 14:54