2008/0188
Klinikum Darmstadt; Umwandlung der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in eine selbstständige Klinik für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Psychoonkologie
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2008/0188
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 23.04.2008 Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat IV Amt: Klinikum Darmstadt an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Nichtöffentlich: Verteiler: Vorlage-Nr. 2008/0188 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Klinikum Darmstadt; Umwandlung der Abteilung Psychosomatische Medizin und P sychotherapie in eine selbstständige Klinik für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Psychoonkologie Vorlage vom: 18. 4.2008 Beschlussvorschlag: Der Umwandlung der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in eine selbstständige Klinik für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Psychoonkologie und der Einstellung eines eigenständigen Chefarztes wird zugestimmt. Anlagen: Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.04.2008 Mit Feststellungsbescheid des Hessischen Sozialministeriums (HSM) vom 09.01.2006 wurde dem Klinikum Darmstadt der Versorgungsauftrag zur Einrichtung einer Fachabteilung „Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“ erteilt. Die Auftragserteilung erfolgte im Rahmen eines landesweiten Planungskonzeptes zur Verbesserung der stationären Versorgung im Bereich der psychosomatischen Medizin. Nach diesem Konzept wurden in Hessen entsprechende Versorgungsaufträge an 4 Krankenhäuser der Maximalversorgung erteilt. Der Versorgungsauftrag des Klinikums Darmstadt umfasste in einem ersten Schritt 10 Betten bzw. tagesklinische Plätze und wurde vorläufig unter der Bedingung eines noch vorzulegenden Fachkonzeptes erteilt. Zur Erfüllung des Versorgungsauftrags entschied die Betriebsleitung, zunächst den bestehenden Bereich der Psychoonkologie, der dem Institut für Radioonkologie und Strahlentherapie zugeordnet ist, und den neuen Bereich der Psychosomatik zusammenzuführen. Da der Versorgungsauftrag zunächst nur 10 Betten/Plätze umfasste, beschloss die Betriebsleitung die neue Einrichtung in diesem ersten Schritt als Abteilung innerhalb des Instituts für Radioonkologie und Strahlentherapie zu führen, um so vorübergehend die Organisation und Infrastruktur des größeren Instituts zu nutzen. Mit Erweiterung der Bettenzahl und der Einrichtung einer vollstationären Einrichtung sollte die Forderung des Ministeriums nach einer eigenständigen Fachabteilung erfüllt werden. Zur Erarbeitung eines medizinischen Fachkonzeptes beschloss die Betriebsleitung, im Rahmen einer anstehenden Neubesetzung die Leitung des Bereiches Psychoonkologie mit einer Fachärztin (Frau Dr. Mihm) zu besetzen, die sowohl Erfahrung in einer Klinik für Psychosomatische Medizin gesammelt hatte als auch den Bereich der Psychoonkologie qualifiziert abdecken konnte. Die Ärztin erarbeitete das vom Ministerium und vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen geforderte medizinische Konzept und unterstützte die Betriebsleitung bei den anstehenden Budgetverhandlungen mit den Kostenträgern des Klinikums. Am 01.11.2006 konnte so die Tagesklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Eberstadt unter Leitung von Frau Dr. Mihm in Betrieb genommen werden. Nach erfolgreichem Start der Tagesklinik (für 2007 konnte eine Auslastung von über 95 % erreicht werden) stellte das Klinikum in Abstimmung mit dem HSM den Antrag auf Erweiterung um einen vollstationären Bereich. Mit Bescheid vom 16.07.2007 erweiterte das Hessische Sozialministerium den Versorgungsauftrag der Fachabteilung „Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“ auf insgesamt 30 vollstationäre Betten und 20 tagesklinische Plätze. Davon wurden den Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret unter Leitung von Herrn PD Dr. med. Lettgen 10 vollstationäre Betten und 10 tagesklinische Plätze zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung gestellt. Nach Vorlage des Feststellungsbescheides und Umzug der neurologischen Station 41 in das Hauptgebäude der Neurologie (Station 31) wurde mit dem Umbau des ehemaligen Neurologie- Pavillons begonnen. Die Inbetriebnahme der neuen Fachabteilung wurde im Wirtschaftsplan 2008 des Klinikums mit entsprechenden Leistungszahlen, Kosten und Erlösen berücksichtigt. Der Betriebsbeginn der vollstationären Einrichtung ist für Mai 2008 vorgesehen. Die Einrichtung einer neuen Fachabteilung auf Basis eines entsprechenden Feststellungsbescheides erfordert die Vereinbarung eines zusätzlichen Budgets mit den Kostenträgern, das heißt, das notwendige zusätzliche Personal zur Versorgung dieser Patienten wird von den Kostenträgern zusätzlich finanziert. Für den tagesklinischen Bereich besteht bereits eine Budgetvereinbarung, für den vollstationären Bereich wurde mit den beteiligten Krankenkassen im Vorfeld eine Vergütungsregelung in Form von Abschlagszahlungen vereinbart. Eine endgültige Budgetvereinbarung erfolgt im Rahmen der offiziellen Budgetverhandlungen für 2008. Da mit Zunahme der Bettenzahl auch die Bedeutung der Psychosomatischen Medizin gegenüber dem Bereich der Psychoonkologie zunimmt, ist eine Integration in das Institut für Radioonkologie und Strahlentherapie dauerhaft nicht sinnvoll und würde darüber hinaus der Forderung des Hessischen Sozialministeriums (HSM) nach einer selbstständigen Fachabteilung widersprechen. Allerdings wird der Bereich der Psychoonkologie mit in die neue Fachabteilung übernommen. Mit 3 ... der Verselbstständigung der Abteilung ist die letzte Forderung des HSM erfüllt. Die Leitung wird einer eigenständigen Chefärztin / einem eigenständigen Chefarzt übertragen, die /der durch den Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu bestellen ist. Die Krankenhausbetriebskommission hat der Einrichtung einer Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie als eigenständige Fachabteilung im Klinikum Darmstadt in ihrer Sitzung am 27.08.2007 zugestimmt. Die Betriebsleitung schlägt vor, durch die Integration der P sychoonkologie diesen Spezialbereich in die Bezeichnung der neuen Klinik - Klinik für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Psychoonkologie - mit aufzunehmen. Nach Zustimmung des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung ist die Fachabteilung in § 4 der Betriebssatzung für das Klinikum Darmstadt im Rahmen der nächsten Überarbeitung aufzunehmen. Darmstadt, den 18.04.2008 AZ: 01 01 03 Dezernat IV Dr. Dierk Molter Stadtrat
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2008/0188
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 18.04.2008
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00