V/0074/2022
Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Sudmühle, Mariendorf
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Berichtsvorlage
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V/0074/2022 V/0074/2022 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Sudmühle, Mariendorf Beratungsfolge 03.03.2022 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 31.03.2022 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Bericht Bericht: Anlass / Hintergrund Bereits in den Jahren 2016 und 2017 stellten die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster Ost (A-O/0015/2016 „Neuen Stadtteilrahmenplan für die Stadtteile Gelmer, Mariendorf, Sudmühle und Handorf erstellen“) sowie die SPD-Fraktion im Rat (Antrag Nr. A-R/0015/2017 „Masterplan für Handorf – Stadtteilzukunft gestalten“) Anträge zur Erarbeitung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes für die betreffenden Ortsteile. Dabei wurde auch der zuvor noch nicht betrachtete Ortsteil Gelmer erstmals im Antrag der SPD-Fraktion aufgegriffen. Begründet wurden die Anträge insbesondere durch baulich-strukturelle Veränderungen im Ortskern von Handorf, einer unzufrieden stellenden Verkehrssituation im Stadtteil Handorf sowie Fragen hinsichtlich der künftigen Nahversorgung, der Versorgung mit sozialer Infrastruktur und der Bewahrung der lokalen Identität vor dem Hintergrund eines perspektivischen Bevölkerungswachstums, ausgelöst insbesondere durch die Baulandaktivierung in Handorf. Den vier Ortsteilen sollte mit dem Stadtteilentwicklungskonzept ein Rahmen für künftige Entwicklungen vorgegeben werden. Im Zuge der Erarbeitung sollten bestehende Missstände aufgezeigt und darauf abgestimmte Handlungserfordernisse und Maßnahmen erarbeitet werden. Dem Stadtplanungsamt lagen zum Zeitpunkt der Anträge bereits weitere Anträge zur Erarbeitung von Stadtteilentwicklungskonzepten in diversen (Außen-)Stadtteilen Münsters vor, deren Bearbeitung daraufhin priorisiert und abgestimmt erfolgen sollte. Mit der Vorlage V/0391/2018, Beschlusspunkt 2.3, wurde vom Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Mitte 2018 beschlossen, dass für Handorf mit der Erarbeitung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes begonnen werden sollte, sobald die erforderlichen immissionsschutzrechtlichen und liegenschaftlichen Fragestellungen für die geplante, größere Wohnbaufläche, die im Rahmen der Planungswerkstatt 2030 identifiziert worden ist und Eingang in das Wohnsiedlungsflächenkonzept 2030 gefunden hat, abschließend geklärt werden konnten. Da die Fläche nördlich der Kötterstraße im Frühjahr 2019 durch die Stadt angekauft und auch die grundsätzliche Immissionsschutzfrage geklärt werden konnten, lagen folglich die Voraussetzungen Stadtplanungsamt 16.02.2022 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Lutz T elefon:492-1261 LutzR@stadt-muenster.de - 2 - V/0074/2022 vor, um mit der Erarbeitung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes für Handorf, Gelmer, Mariendorf und Sudmühle zu beginnen. Ziel des Ende 2019 gestarteten Prozesses war es, die in den vier Ortsteilen vorhandenen Handlungsbedarfe zu identifizieren, um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Leitbild der zukünftigen Entwicklung von Handorf, Gelmer, Mariendorf und Sudmühle zu entwerfen, welches einen Rahmen für die Entwicklung in den vier Ortsteilen für die nächsten Jahre bieten soll. Dazu sollten im Rahmen eines breiten Öffentlichkeitsprozesses Maßnahmenvorschläge erarbeitet und diskutiert werden, um weitere Impulse und Verbesserungen in den Ortsteilen zu schaffen. Hierzu wurde das Planungsbüro plan-lokal PartmbB aus Dortmund vom Stadtplanungsamt mit der fachlichen Begleitung und Erarbeitung des Stadtteilentwicklungskonzeptes für Handorf, Gelmer, Mariendorf, Sudmühle beauftragt (n.ö. V/0759/2019). Erarbeitungsprozess Im Dezember 2019 startete die prozessbegleitende umfangreiche Öffentlichkeitsbeteiligung mit zwei Auftaktveranstaltungen – eine in Handorf und eine in Gelmer. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sind dem Aufruf gefolgt, dem Planungsbüro sowie der Verwaltung ihre Ideen und Anregungen, ihre Kritik und Bedenken zur Stadtteilentwicklung mitzuteilen, welche in einer umfassenden Analyse der Ortsteile mündeten. Es folgte eine Akteursbeteiligung, in dem sich die Beteiligten mit den zentralen Themen der Ortskernentwicklung Handorf, der Ortskernentwicklung Gelmer sowie dem vernetzenden Landschaftsraum Werse beschäftigten und daraus hervorgehend Ziele für ihr Ortsteile formulierten. Die aus der Analyse sowie aus den formulierten Zielvorstellungen abgeleiteten konkreten Maßnahmenideen wurden im Zuge einer Online-Beteiligung vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Interaktiv konnten zudem weitere eigene Maßnahmenvorschläge in den Prozess eingebracht werden. Den öffentlichen Abschluss fand die Öffentlichkeitsbeteiligung in einer Abschlussveranstaltung im September 2021, die als Video aufgezeichnet wurde und auch im Nachhinein noch auf der Internetseite des Stadtplanungsamtes abrufbar ist. Da ein Stadtteilentwicklungskonzept verschiedenste Themen und Fragestellungen betrifft, erfolgte parallel zur Öffentlichkeitsbeteiligung auch eine breite verwaltungsinterne Begleitung des Prozesses sowie eine Beteiligung der betroffenen Fachämter zur Prüfung der Umsetzbarkeit von Maßnahmenvorschlägen. Darüber hinaus fand eine Beteiligung der KIB (Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen) während der Erarbeitung des Stadtteilentwicklungskonzeptes statt – es erfolgte zweimal eine Berichterstattung in der KIB (jeweils zum Zeitpunkt der Online-Beteiligungsmöglichkeiten zu den Maßnahmenideen und zum Entwurf des Abschlussberichtes) sowie eine Ortsbegehung im Ortskern von Handorf zur Ermittlung von Schwachstellen in der barrierefreien Gestaltung. Wesentliche Ergebnisse des Stadtteilentwicklungsprozesses Durch den fortwährend intensiven Austausch mit der Bürgerschaft, weiteren Akteuren vor Ort und den beteiligten Fachämtern liegen nach Abschluss des Erarbeitungsprozesses für das Stadtteilentwicklungskonzept folgende wesentliche Erkenntnisse und Ergebnisse für die zukünftige Arbeit in Handorf, Gelmer, Mariendorf und Sudmühle vor: Die vier Ortsteile Handorf, Gelmer, Mariendorf und Sudmühle sind differenziert gemäß ihrem eigenen Charakter und ihren Funktionen weiterzuentwickeln. Die vier Ortsteile sind umgeben von hohen Freiraumqualitäten der Naturräume rund um die Werse und der Münsterländer Parklandschaft, die es zu schützen und zu bewahren gilt, um auch weiterhin ein wichtiges Naherholungs- und Vernetzungselement für die Siedlungsräume zu sein. Auch das aktive Gemeinschafts- und Vereinsleben sowie der bestehende gesellschaftliche Zusammenhalt in den vier Ortsteilen stellen eine hohe Qualität dar, die es zu unterstützen gilt. Der gesellschaftliche Zusammenhalt in den Ortsteilen bietet zum einen eine wichtige Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Vernetzung im Stadtteil, zum anderen zeigt das große gesellschaftliche Engagement für den Stadtteil, welches durch die hohe Beteiligungsbereitschaft im - 2 - V/0074/2022 Erarbeitungsprozess deutlich wurde, die Chance, eine von der breiten Öffentlichkeit getragene wohnbauliche Entwicklung in Handorf und Gelmer sowie eine Attraktivierung und Qualifizierung der Ortskerne zu ermöglichen, was sich darüber hinaus auch positiv auf die Infrastruktur in den Ortsteilen auswirken wird. Ortskern Handorf Die in der Vergangenheit im Ortskern von Handorf eingetretenen strukturellen Veränderungen waren u.a. ein Hauptanlass für die Erarbeitung des Stadtteilentwicklungskonzeptes, um zukünftige Entwicklungsabsichten im Kontext der gemeinschaftlich erarbeiteten Zielformulierungen für den Stadtteil betrachten und beurteilen zu können und somit mögliche Fehlentwicklungen ggf. anpassen oder vermeiden zu können. Der Ortskern von Handorf zeichnet sich positiv durch seinen kleinteiligen Geschäftsbesatz und das gute Nahversorgungsangebot – insbesondere durch die Neubau- bzw. Umbauprojekte der vergangenen Jahre – aus, was eine gute Voraussetzung für einen attraktiven Ortskern darstellt. Gehemmt wird der Eindruck primär durch eine hohe Verkehrsbelastung der Handorfer Straße, Gestaltungsdefizite in der Platz- und Straßengestaltung sowie einem fehlenden Bezug zur Werse. Auch wenn sich für die Handorfer Straße aktuell kaum Veränderungsspielräume darstellen lassen, so wird sich dies mit der Fertigstellung der B481n und einem damit verbundenen Rückgang der Verkehrsbelastung voraussichtlich ändern. Es besteht das Ziel, die Aufenthaltsqualität, die Sicherheit und die Attraktivität der Handorfer Straße zu verbessern. Verschiedene Anregungen zur Verbesserung der Situation auf der Handorfer Straße wurden intensiv geprüft, können aber erst nach Fertigstellung der B481n weiter beurteilt werden, wenn sich als Folge daraus auch eine Reduzierung des Schwerlastverkehrs auf der Handorfer Straße ergibt. Auch die intensive Diskussion um die Perspektive der beiden Plätze im Ortskern – dem Petronilla- Platz und dem Hugo-Pottebaum-Platz – zeigte das Handlungserfordernis auf, zukünftig eine Aufwertung und Qualifizierung der Plätze vorzunehmen, bei der auch Wege- und Blickbeziehungen zur Werse zu berücksichtigen sind. Der Petronilla-Platz soll in seiner Funktion als attraktiver Aufenthaltsort und als räumliches Bindeglied zwischen Werse und Ortsmitte, zwischen Sudmühlenstraße und Hugo-Pottebaum-Platz aufgewertet und gestärkt werden sowie – stärker als bisher – einen Treffpunkt für alle Generationen bilden. Wesentliche prägende Elemente, wie z. B. der Niveau-Unterschied, die Pergola und das Natursteinpflaster sollen, beibehalten und um neue Elemente bzw. Veränderungen unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit ergänzt werden. Im Gegensatz dazu soll der Hugo-Pottebaum-Platz in seiner Funktion als Park- sowie als Veranstaltungsplatz weiter zu einem multifunktionalen Stadtteilplatz qualifiziert werden. Die Entwicklung des T ankstellen- und Kirchengrundstücks an der Sudmühlenstraße im Eingangsbereich des Ortskerns stellt ein Schlüsselprojekt für den Ortskern dar, welches das Potenzial bietet das Stadtteilzentrum weiter aufzuwerten und darüber hinaus einen besseren Freiraumbezug zur Werse herzustellen. Ortskern Gelmer In Gelmers Ortskern liegen verschiedene Nutzungen räumlich nah beieinander: Grundschule, Kindergarten, Mehrzweckhalle, Nahversorgung (Frischmarkt Gelmer) und „Mehrzweck-Wiese“. Letztere hat für die Gelmeraner eine hohe Bedeutung und soll daher auch zukünftig als Freifläche bewahrt werden sowie darüber hinaus langfristig auch als Treffpunkt und Identifikationsort für alle Generationen mit hoher Aufenthaltsqualität weiterentwickelt werden. Derzeit wird die Funktion der Wiese jedoch durch temporäre Schul- und Kindergartenpavillons stark eingeschränkt. Langfristig lässt sich die Funktion der „Mehrzweckwiese“ nur wiederherstellen, wenn für die Schule und den Kindergarten Verlagerungs- bzw. Neubaumöglichkeiten gefunden werden können. Eine Verlagerung bzw. ein Neubau der Grundschule wird von Seiten der Bürgerschaft im Zuge einer neuen Wohngebietsentwicklung oder auf einem separaten Grundstück in fußläufiger Erreichbarkeit - 2 - V/0074/2022 zum Ortskern gewünscht. Ein Neubau der Schule sollte als mindestens zweizügige Einrichtung inklusive einer Zweifachsporthalle sowie mit den notwendigen Räumlichkeiten für den offenen Ganztag ausgerichtet sein. Da das Gebäude der Astrid-Lindgren-Grundschule als ortsbildprägend angesehen wird, sind in diesem Zuge Nachnutzungsmöglichkeiten zu prüfen. Vor dem Hintergrund des temporären Kindergartenpavillons auf der „Mehrzweck-Wiese“, könnte das Beziehen des Grundschulgebäudes durch den Kindergarten eine geeignete Möglichkeit darstellen, um die Wiese zukünftig wieder uneingeschränkt für andere Aktivitäten nutzen zu können. Einen elementaren Beitrag zur Attraktivität des Ortsteils Gelmers leistet das Nahversorgungsangebot des Frischmarktes Gelmer. Dieses Angebot ist weiterhin zu sichern und im Bedarfsfall, bei einem möglichen Erweiterungs- oder Entwicklungsinteresse des Betreibers, konstruktiv zu unterstützen. Eventuell zukünftige Planungen eines Lebensmittelmarktes mit einer Verkaufsflächengröße bis zu 800 m² sind gemeinsam mit dem Betreiber zu entwickeln. Ein möglicher Ansiedlungsstandort für einen entsprechenden Nahversorger wäre an der Ortseinfahrt östlich der Straße Alte Schifffahrt bei Anpassung des Planungsrechts und nach Abstimmung mit der Landesplanung grundsätzlich denkbar. Die Ansiedlung eines großflächigen Lebensmittelmarktes mit mehr als 800 m² Verkaufsfläche ist planungsrechtlich voraussichtlich nicht darstellbar und aus absatzwirtschaftlicher Sicht unrealistisch. Wohnbauliche Entwicklung in Handorf, Gelmer, Mariendorf, Sudmühle Die wohnbauliche Entwicklung in den vier Ortsteilen ist differenziert zu betrachten: Im Ortsteil Handorf konzentriert sich die, auch durch die insgesamt hohe Wohnraumnachfrage in Münster beförderte, Wohnbaulandentwicklung auf das Baugebiet Kirschgarten sowie das Baugebiet nördlich der Kötterstraße. Das Bauleitplanverfahren zum Baugebiet Kirschgarten soll durch Satzungsbeschluss voraussichtlich im 2. Quartal 2022 abgeschlossen werden, sodass mit der Realisierung ab ca. 2024 begonnen werden kann. Im direkten Zusammenhang mit der Baugebietsentwicklung steht auch die Verlagerung und der Neubau der Matthias-Claudius- Grundschule, die gemäß Ratsbeschluss (s. V/0425/2020/1) vor dem Hintergrund vorhandener Sanierungsbedarfe im Bestand und perspektivisch nicht mehr ausreichender Kapazitäten im Baugebiet Kirschgarten als vierzügige Grundschule neu gebaut werden soll. Nach Verlagerung und Neubau der Grundschule sowie Abriss des alten Schulgebäudes ist dort der Neubau einer Dreifach- Sporthalle beabsichtigt. Für die Fläche nördlich der Kötterstraße hingegen startete, verzahnt mit der Erarbeitung des Stadtteilentwicklungskonzeptes, Mitte 2020 ein Werkstattverfahren unter Beteiligung von interdisziplinär besetzten Planungsteams zur Erarbeitung von drei städtebaulich- freiraumplanerischen Entwürfen. Der Entwurf des Büros REICHER HAASE ASSOZIIERTE GmbH soll weiterqualifiziert werden und bildet die Grundlage für das Bauleitplanverfahren. Angesichts der im Frühjahr 2021 geschlossenen EDEKA-Filiale an der Ludwig-Wolker-Straße und absehbar steigenden Einwohnerzahlen würde Handorf im Lebensmittelsegment zukünftig tendenziell unterversorgt sein. Um dies zu verhindern, wurden verschiedene Standorte in Handorf zur Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes geprüft und im Ergebnis die Fläche an der Hobbelstraße im neuen Baugebiet nördlich der Kötterstraße vorgeschlagen. Die Lebensmittelmarktansiedlung mit einer Verkaufsflächengröße von ca. 1.000 m² wird damit Bestandteil der weiteren städtebaulichen Qualifizierung des neuen Baugebietes und in das angestoßene Bauleitplanverfahren integriert. Zur Förderung Kfz-reduzierter Baugebiete ist u.a. vorgesehen, dass zukünftig eine Stadtbuslinie über die Hobbeltstraße geführt wird, um die Anbindung der neuen Wohngebiete Kirschgarten und Kötterstraße mit einem 20-Minuten-T aktzu gewährleisten. In Gelmer befinden sich verschiedene Potenzialflächen in der Diskussion, um die bestehenden Bedarfe nach Wohnraum zu decken. Seitens der Bürgerschaft wird eine Fläche südlich der Straße Zur Eckernheide favorisiert. Unmittelbar steht in Gelmer jedoch keine der verschiedenen Potenzialflächen zur Verfügung. Da mit der Wohnbaulandentwicklung in Gelmer auch die Chance - 2 - V/0074/2022 zur Verbesserung von sozialer Infrastruktur für den Ortsteil und der Situation der zentralen „Mehrzweck-Wiese“ verbunden ist, ist die weitere Prüfung von Voraussetzungen für einen Grundstückserwerb voranzutreiben. Für Mariendorf und Sudmühle liegt der Fokus auf der Bestandsentwicklung und der Prüfung einer kleinteiligen bestandsorientierten Baulückenschließung. Beide Ortslagen haben nicht die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine umfangreichere bauliche Entwicklung. Eine solche würde zudem dem Ziel einer nachhaltigen, landschafts- und klimaschonenden Entwicklung (Konzentration der Siedlungsflächenentwicklung auf die größeren Ortslagen) widersprechen. Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders im Stadtteil Der Münsteraner Nordosten ist bereits durch eine vielfältige Vereinskultur und ein hohes gesellschaftliches Engagement der Bürgerinnen und Bürger für ihren Stadtteil geprägt. Ziel ist es daher, das gesellschaftliche Zusammenleben, wo nötig, noch weiter zu unterstützen, wie z.B. bei dem Aufrechterhalten der Website www.muenster-ost.de oder bei der Etablierung offener Bürgertreffpunkte, wie dem auf der Gittruper Str. 14 in Gelmer. Auch die Diakonie Münster trägt mit dem Projekt „Miteinander und nicht allein in Handorf“ einen wertvollen Beitrag für einen sozialen Austausch im Stadtteil und zur Förderung eines gesellschaftlichen Zusammenlebens unter allen Generationen bei. Die Frage nach der zukünftigen Funktion der Bürgerwiese in Handorf, konnte im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprozesses nicht abschließend geklärt werden. Der fortwährende konstruktive Dialog mit den Beteiligten, Vereinen und Akteuren ist weiterhin aufrecht zu erhalten, um nach entsprechender Abwägung der Möglichkeiten eine Entscheidung in den politischen Gremien treffen zu können. Mobilität und Erreichbarkeit Der Nordosten Münsters ist verkehrlich gut erschlossen und ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern eine gute Erreichbarkeit von lokalen, regionalen und überregionalen Orten. Die hohe Qualität der Erreichbarkeit gilt es aufrechtzuerhalten. Hinsichtlich Radverkehr, ÖPNV und MIV bestehen jedoch Optimierungspotenziale, die im Stadtteilentwicklungskonzept identifiziert wurden. Einen wichtigen Beitrag zur Optimierung der Verkehrssituation in den Ortsteilen können Mobilstationen leisten, die eine Verknüpfung unterschiedlicher Mobilitätsangebote wie z.B. ÖPNV, Rad, CarSharing, BikeSharing, Park + Ride herstellen. Verschiedene Standorte für Mobilstationen wurden von den Bürgerinnen und Bürgern vorgeschlagen, die im Zuge des Prozesses zur Erarbeitung des Masterplans Mobilität 2035+ (s. V/0802/2017) weiter koordiniert geprüft werden. Eine Verbesserung für den MIV kann es langfristig durch die Beseitigung der Bahnübergänge in Mariendorf und Sudmühle geben, wodurch lange Wartezeiten entfallen werden. Auch hinsichtlich des Radwegenetzes wurden von den Bürgerinnen und Bürgern einige Optimierungspotenziale bzw. Schwachstellen im Radverkehrsnetz identifiziert, die koordiniert im Rahmen der Erarbeitung des Fahrradnetzes 2.0 (s. V/1186/2019) als T eil des Masterplanprozess Mobilität Münster 2035+ geprüft werden. Landschaftsraum Werse Der Landschaftsraum des Münsteraner Nordostens besitzt eine hohe Freiraumqualität und ist ein wesentlicher Faktor für die hohe Wohnzufriedenheit in den vier Ortsteilen. Die Münsterländer Parklandschaft bietet ein attraktives Landschaftsbild mit zahlreichen Gewässern und wird sowohl von den Bewohnerinnen und Bewohnern als auch von den Gästen geschätzt. Die ausgeprägte Freizeit- und Erholungsfunktion des Werseraums ermöglicht unterschiedliche Freizeit-Aktivitäten wie Radfahren, Wandern, Reiten und Kanufahren. Die ökologische Qualität der Werse ist jedoch verbesserungswürdig, wie auch T eile der touristischen Infrastruktur. Zur Verbesserung der - 2 - V/0074/2022 ökologischen Qualität der Werse werden Maßnahmen aus dem Bewirtschaftungsplan zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt. Zur Steigerung der Erlebbarkeit des Werseraums sind verschiedene Maßnahmenansätze weiter zu verfolgen, wie eine stärkere Verknüpfung des Werserad- und Wanderwegs mit den Ortskernen, die Errichtung des Bootsanlegers in Handorf oder die Ausweitung des Reitwegenetzes durch den Neubau der Haskenau-Brücke. Weiteres Vorgehen Der vorliegende Ergebnisbericht zum Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Mariendorf, Sudmühle kann von den Ratsgremien genutzt werden, um auf Grundlage der darin formulierten Maßnahmenvorschläge einzelne Projekte anzustoßen und evtl. die erforderlichen finanziellen Mittel bereitzustellen. Es gibt bereits einige konkrete Projekte, mit denen erste Maßnahmenbausteine für die Umsetzung vorbereitet werden können. Die Vorbereitung und Umsetzung anderer Projekte wird hingegen einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Insbesondere folgende Arbeitsschritte werden derzeit vorbereitet bzw. können zeitnah erfolgen: Erarbeitung eines städtebaulichen Konzeptes für den Bereich des T ankstellen- und Kirchengrundstücks an der Sudmühlenstraße und Änderung (soweit erforderlich) des vorhandenen B-Plans Ersatz der bestehenden oberirdischen Glascontainer auf dem Hugo-Pottebaum-Platz durch Unterflurcontainer (Finanzierung ist gesichert) Einrichtung von E-Ladesäulen und Car-Sharing Stellplätzen auf dem Hugo-Pottebaum-Platz und an der Westerheide in Gelmer (s. V/0341/2021 und V/0312/2021) Abschluss des Baugenehmigungsverfahrens für den Neubau von 24 barrierefreien Mietwohnungen auf dem Grundstück des ehemaligen Pfarrhauses in Gelmer und einem anschließenden Abriss des Bestandes und Neubau der Mietwohnungen Qualifizierung des städtebaulichen Entwurfes für das Baugebiet nördlich Kötterstraße unter Berücksichtigung eines Nahversorgungsstandortes im Gebiet sowie Aufstellung eines Bebauungsplanes Abschluss des Bauleitplanverfahrens für das Baugebiet Kirschgarten durch Satzungsbeschluss voraussichtlich im 2. Quartal 2022 Durchführung eines kombinierten Wettbewerbs für Architekten und Landschaftsarchitekten zur Erlangung des Planungskonzeptes für den Neubau eines 4-zügigen Grundschulgebäudes (Matthias-Claudius-Schule Handorf) Aufrechterhalten des Dialoges mit den Vereinen und Akteuren zur Nutzungsperspektive der Bürgerwiese in Handorf Unterstützung der verschiedenen sozialen Initiativen, der Vereine und Akteure zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts im Stadtteil Realisierung des Bootsanlegers in Handorf am linken Werseufer / Mittel für die Umsetzung sind im Haushalt der Stadt Münster für 2022 eingestellt Die folgenden Arbeitsschritte sind insbesondere abhängig davon, dass in den betroffenen Fachämtern personelle Ressourcen zur Bearbeitung dieser Projekte bestehen und entsprechende finanzielle Mittel bereitgestellt werden: Vorbereitung einer öffentlichen Ausschreibung zur Erarbeitung eines Gestaltungskonzeptes für den Petronilla-Platz und den Hugo-Pottebaum-Platz Prüfung der Voraussetzungen für einen Grundstückserwerb in Gelmer zur wohnbaulichen Entwicklung (und als Voraussetzungen für die Entwicklungsperspektiven im Ortskern) Weitergehende Prüfung von Maßnahmen zur Umgestaltung der Handorfer Straße nach Fertigstellung der B481n Die Begleitung des Umsetzungsprozesses wird im Stadtplanungsamt vor allem durch eine Stadtteilkümmerin übernommen. Diese wird zentrale Ansprechpartnerin für die Begleitung der Umsetzung der im Stadtteilentwicklungskonzept genannten Maßnahmen sein und dabei stets im - 2 - V/0074/2022 engen Austausch mit den zuständigen Fachämtern stehen. Zudem stehen im Stadtteil- und Quartiersmanagement von Münster Marketing weitere Kolleginnen zur Verfügung, die in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt weitere ausgewählte Projekte auf Grundlage der Ergebnisse des Stadtteilentwicklungsprozesses initiieren und deren Umsetzung begleiten werden können. Die Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Akteure aus dem Stadtteil sollen im Rahmen geeigneter Beteiligungsformate ebenfalls weiterhin aktiv und intensiv in die zukünftige Stadtteilarbeit eingebunden werden. Die Umsetzung der Maßnahmen im Stadtteilentwicklungskonzept können dabei auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie 2030 leisten. Maßnahmenvorschläge im Stadtteilentwicklungskonzept Projekte der Nachhaltigkeitsstrategie 2030 W9 Neues Wohnen in Gelmer (Potenzialflächen) W10 Neues Wohnen in Handorf (Kötterstraße) W11 Neues Wohnen in Handorf (Kirschgarten) Q1 Umsetzung des Baulandprogramms 2018–2025 und des „Handlungskonzeptes Wohnen“ Q2 Förderung und Stärkung des öffentlichen Wohnungsbaus Q3 Umsetzung der „Sozialgerechte Bodennutzung Münster (SoBo Münster)“ Q4 Stärkung der Realisierung gemeinschaftlicher und bedarfsgerechter Wohnformen ZSE 13 Förderung kultureller und gesellschaftlicher Aktivitäten in den Ortsteilen ZSE 17 Miteinander und nicht allein in Handorf S 11 Stärkung der Stadtteilkultur / Vielfalt der freien Szene ZSE 16 Prüfung eines neuen Einzelhandelsstandortes in Handorf W4 Umsetzung des Einzelhandels und Zentrenkonzeptes NM18 Qualifizierung und Aufwertung des Radverkehrsnetzes NM19 Standorte für Mobilstationen NM20 Weiterentwicklung des ÖPNV- Angebots M3 Erarbeitung „Masterplan Mobilität 2035+“ Umsetzung des Radverkehrskonzepts 2025 GWB21 Ökologische Aufwertung der Werse GWB22 Steigerung der Erlebbarkeit des Werseraumes SOH5 WerseRundweg Handorf U10 Grün und Natur in der Stadt U13 Stärkung der innerstädtischen Freiraumfunktion und der innerstädtischen Grünanlagen In Vertretung gez. Robin Denstorff Stadtbaurat - 2 - V/0074/2022 Anlagen: Anlage A Anlage 1: Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Sudmühle, Mariendorf Anlage 2: Anhang zum Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Sudmühle, Mariendorf
Anlage 2: Anhang zum Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Sudmühle, Mariendorf
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Stadtplanungsamt Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Sudmühle, Mariendorf Übersicht Bürgeranmerkungen, die nicht Eingang in das Konzept gefunden haben IMPRESSUM Stadt Münster Stadtplanungsamt Albersloher Weg 33 48155 Münster Gerd Franke, Mattias Bartmann, Maria Dirking, René Lutz Bovermannstraße 8 44141 Dortmund 0231.952083.0 www.plan-lokal.de Alfred Körbel, Kathrin Feigs, Jakob Hamborg, Martin Radtke (Projektassistenz) Januar 2022 AUFTRAGGEBERIN / HERAUSGEBERIN AUFTRAGNEHMER / BEARBEITUNG 1 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 2 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 3 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 4 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 5 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 6 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 7 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 8 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 9 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 10 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 11 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 12 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 13 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 14 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 15 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 16 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 17 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 18 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal 19 STADT MÜNSTER - STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT HANDORF, GELMER, SUDMÜHLE, MARIENDORF ÜBERSICHT ÜBER NICHT BERÜCKSICHTIGTE ANMERKUNGEN AUS DER BÜRGERSCHAFT plan-lokal
Anlage A
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Anlage A zur V/0074/2022 Kurzüberblick Unter reger Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner hat die Verwaltung ein Stadtteilentwicklungskonzept für Handorf, Gelmer, Mariendorf, Sudmühle erarbeiten lassen. Dieses soll den vier Ortsteilen einen Rahmen für zukünftige Entwicklungen geben. Auf Basis der erarbeiteten Ziele und Leitlinien sollen – durch Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen – die vier Ortsteile zu attraktiven Wohn- und Lebensorten weiterentwickelt werden. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit dieser Vorlage wird das Ziel „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft“ verfolgt. Insbesondere liegt der Fokus auf dem Ziel der Weiterentwicklung von Handorf, Gelmer, Mariendorf und Sudmühle mit hoher Wohn- und Lebensqualität. Der vorliegende Ergebnisbericht zum Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Mariendorf, Sudmühle kann von den Ratsgremien genutzt werden, um auf Grundlage der darin formulierten Maßnahmenvorschläge einzelne Projekte anzustoßen und evtl. die erforderlichen finanziellen Mittel bereitzustellen. Die Umsetzung der Maßnahmen im Stadtteilentwicklungskonzept können dabei auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie 2030 leisten. Finanzierung Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja Nein Es handelt sich um eine reine Berichtsvorlage, mit der keinerlei Kosten verbunden sind. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig X überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Mit der Vorlage V/0391/2018, Beschlusspunkt 2.3, wurde vom ASSVW Mitte 2018 beschlossen, dass für den Stadtteil Handorf mit der Erarbeitung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes begonnen werden soll, sobald die erforderlichen immissionsschutzrechtlichen und liegenschaftlichen Fragestellungen für die geplante, größere Wohnbaufläche, die im Rahmen der Planungswerkstatt 2030 identifiziert worden ist und Eingang in das Wohnsiedlungsflächenkonzept 2030 gefunden hat, abschließend geklärt sind. Das Stadtteilentwicklungskonzept als informelles Plankonzept dient als Vorbereitung konkreter Bauleitplanung. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Ergebnisse des Stadtteilentwicklungsprozesses nehmen in verschiedenen Bereichen auch Themen des Demografischen Wandels auf, da für verschiedene Zielgruppen u.a. auch für Senioren bedarfsgerecht weiterer Wohnraum geschaffen und die soziale Infrastruktur für den Stadtteil für alle Bevölkerungsgruppen (u.a. Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschenbewahrt und weiterentwickelt werden soll. Mit der Umsetzung verschiedener Maßnahmen kann ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie 2030 und damit auch zum Klimaschutz geleistet werden.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (13)
- Kötterstraße
- Handorfer Straße
- Sudmühlenstraße
- Ludwig-Wolker-Straße
- Hobbeltstraße
- Gittruper Straße 14
- Hugo-Pottebaum-Platz
- Zur Eckernheide
- Alte Schifffahrt
- Albersloher Weg 33
- Kirschgarten
- Westerheide
- Werse
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0074/2022
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.02.2022
- Erstellt
- 28.01.2022 13:26