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Präventionsarbeit zu sexueller Gewalt in Köln stützen

Parteilos Antrag nach § 3 AN/0210/2017 vom 02.02.2017

Stand: Am 20.06.2017 im Jugendhilfeausschuss ungeändert beschlossen.

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  • Piraten Antrag nach § 3 (1)

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    An Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Thomas Hegenbarth Lisa Gerlach Rathaus - Spanischer Bau 50667 Köln Tel.: +49 (221) 221 - 25541 Mail: Thomas.Hegenbarth@stadt-koeln.de Mail: Lisa.Gerlach@stadt-koeln.de Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 02.02.2017 AN/0210/2017 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 14.02.2017 Präventionsarbeit zu sexueller Gewalt in Köln stützen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Rates zu setzen: Der Rat der Stadt Köln möge beschließen: 1. Die Stadtverwaltung schafft eine Einrichtung zur Arbeit mit Jugendlichen und jungen E r- wachsenen mit sexuell grenzverletzendem Verha lten in Köln. Diese richtet sich nach den Richtlinien, die die Bundesarbeitsgemeinschaft „Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit sexualisiert grenzverletzendem Verhalten“ e.V. (BAG KJSGV) für dieses Aufgabenfeld formuliert hat, und str ebt eine Mitgliedschaft in der Arbeitsg e- meinschaft an. 2. Die Stadtverwaltung unterstützt das Projekt „Heroes Köln“ des Kölner Trägervereins HennaMond e.V. Die geeignete Höhe einer finanziellen oder anderweitigen Unterstü t- zung soll nach Prüfung in einer weit eren Beschlussvorlage durch die Verwaltung dem Rat oder den entscheidenden Gremien spätestens Anfang des 2. Halbjahres 2017 vorg e- legt werden. Die „Heroes“ leisten einen kaum zu überschätzenden Beitrag, Männer aus Ehrenkulturen mit den problematischen Impli kationen ihrer Werte zu konfrontieren, sie in Selbstreflexion anzuleiten und sie zu Multiplikatoren auszubilden, damit sie in ihrem U m- feld die vielfältigen Formen der Unterdrückung und Gewalt gegen Mädchen, Jungs, Frauen und Männer wegen ihrer Sexualität h interfragen und möglichst unterbinden kö n- nen. - 2 - Begründung: Seit der Silvesternacht 2015/16 hat das Thema „Sexuelle Gewalt“ wieder mehr Aufmerksa m- keit erfahren, ist aber leider in einer die Täter sexueller Gewalt ethnisierenden Debatte ste l- lenweise untergegangen. Das Silvesterschutzkonzept für die Feiern 2016/17 sah Informat i- onsangebote an Frauen und Mädchen vor, wie sie sexueller Gewalt beim Feiern entgehen können, sowie Beratungsangebote, um Mädchen und Frauen nach einer Gewalttat zu helfen. In der Zusamm enfassung der beteiligten Behörden und Ämter über die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht 2016/17 wird auf das Beratungsmobil „Anlaufstelle für Frauen und Mädchen“ auf dem Alter Markt hingewiesen, das über den ganzen Zeitraum hinweg nicht angefragt wur de.1 Natürlich ist es sinnvoll und notwendig, dieses Beratungsangebot auch weiterhin bei Großveranstaltungen und darüber hinaus anzubieten. Auch ist die Plakataktion der „Kölner Initiative gegen Sexualisierte Gewalt“ ein guter Schritt in die richtige Richtung.2 Die Piratengruppe im Rat der Stadt Köln schlägt weitergehende Maßnahmen vor, die das Ziel haben, sexuelle und sexualisierte Gewalt insofern ernstzunehmen, als sie nur durch eine Verhaltensänderung aufseiten von Männern sinnvoll bekämpft werden kann – sowohl bei (potentiellen) Tätern als auch bei einem männlichen sozialen Umfeld, das einen gewalttät i- gen sexuellen Umgang mit Frauen oft verharmlost, glorifiziert, relativiert oder ins Lächerliche zieht. Daneben darf das Problem mit Intensivtätern, die i hre Wurzeln im nordafrikanischen Raum haben, natürlich nicht relativiert werden. Es darf aber auch nicht die Ausmaße des Problems mit sexueller Gewalt in der Mehrheitsgesellschaft, die durch Forschungen und Kriminalstatistiken belegt sind, überstrahlen. Deshalb beantragt die Piratengruppe, in einem ersten Schritt folgende Projekte in einem P a- ket nach Köln zu bringen, und betont, dass der Kampf gegen sexuelle Gewalt nur Erfolg h a- ben kann, wenn diese als ein weitverbreiteter Bestandteil unserer Gesellschaft betrachtet wird – und eben nicht als Ausnahme. gez. Thomas Hegenbarth gez. Lisa Hanna Gerlach 1 https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0050.asp?__ktonr=219111 2 http://www.koelner-initiative-gegen-sexualisierte-gewalt.de/

Beratungsverlauf

  1. 14.02.2017

    Rat

    TOP 3.1.5, Antrag / Anfrage. Ergebnis: verwiesen in nachfolgende Gremien (ohne Rücklauf)
  2. 20.06.2017 zuletzt

    Jugendhilfeausschuss

    TOP 5.1.1, Antrag / Anfrage. Ergebnis: ungeändert beschlossen

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