V/0472/2015
Antrag Nr. A-R/0023/2014 der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 07.03.2014 - „Marketing-Aktivitäten außerhalb der Innenstadt verstärken“
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Anlage_Antrag_Nr_A-R_0023_2014
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0023/2014 SPD -Frakti on im Rat der Stadt Münster Bahnhofstraße 9 48143 Münster Tel. (0251) 45 314 Fax (0251) 511 750 www.spd-muenster.de Marketing-Aktivitäten außerhalb der Innenstadt verstärken Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: Die Vermarktungsaktivitäten von Münster-Marketing werden in Zukunft auch verstärkt auf die großen Einkaufsstraßen außerhalb der City und dem Bahnhofsviertel konzentriert. Dafür wird ein Konzept erarbeitet unter Einbeziehung der Kaufmannschaft von Wolbecker, Warendorfer und Hammer Straße und angrenzender Bereiche. Begründung: Bei Gesprächen mit Kaufleuten der oben genannten Straßen wurde wiederholt deutlich, dass man sich in Zukunft mehr Unterstützung von Münster-Marketing wünscht. Für die Innenstadt und das Bahnhofsviertel wurden erfolgreiche Konzepte unter Einbeziehung aller Akteure entwickelt. Dieses Vorgehen muss auf die oben genannten Bereiche ausgedehnt werden. Gerade vor dem Hintergrund langjähriger Straßenbaumaßnahmen in Wolbecker und Warendorfer Straße und dadurch ausgelöste Leerstände oder häufigen Geschäftswechsel, ist es dringend geboten, die Attraktivität auch dieser Einkaufsbereiche zu steigern. Sozialdemokratische Partei Deutschlands Fraktion im Rat der Stadt Münster Dr. Michael Jung Dr. Fritz Baur Thomas Fastermann Philipp Gabriel Beanka Ganser Anne Hakenes Ralf Hubert Mathias Kersting Marianne Koch Stephan Brinktrine Gaby Kubi g-Steltig Doris Lammert Robert von Olberg Kurt Pölling Friedhelm Schade Anne Schulze Wintzler Petra Seyfferth Beate Vilhjalmsson Holger Wigger Maria Winkel 07.03.2014
Beschlussvorlage
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V/0472/2015 DER OBERBÜRGERMEISTER Münster Marketing Betrifft Antrag Nr. A-R/0023/2014 der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 07.03.2014 - „Marketing-Aktivitäten außerhalb der Innenstadt verstärken" Beratungsfolge 16.06.2015 Betriebsausschuss Münster Marketing Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung 1. Der Betriebsaussc huss Münster Marketing nimmt die bisherigen Aktivitäten von Münster Marketing in den Stadtteilen und für die Einfahrtstraßen außerhalb des Promenadenrings zur Kenntnis. 2. Der Betriebsausschuss Münster Marketing beauftragt Münster Marketing, die Eigen- initiative privater Akteure mit geeigneten Maßnahmen zu motivieren und zu unte r- stützen. Dabei soll v or dem Hintergrund begrenzter personeller und finanzieller ö f- fentlicher Ressourcen privates Engagement zunächst vorrangig durch Erfahrungs - und Informationsvermittlung – auch unter Einbeziehung bereits erfolgreicher Stad t- teilinitiativen - befördert werden. Der Antrag ist hiermit erledigt. II. Finanzielle Auswirkungen Es ergeben sich keine finanziellen Auswirkungen. Begründung: Der Antrag Nr. A -R/0023/2014 der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 07.03.2014 „Mar- keting-Aktivitäten außerhalb der Innenstadt verstärken“ ist mit Beschluss am 03.12.2014 an den Betriebsausschuss Münster Marketing verwiesen worden. Vorbemerkung: Vorlagen-Nr.: V/0472/2015 Auskunft erteilt: Frau Spinnen Ruf: 492 27 00 E-Mail: spinnen@stadt-muenster.de Datum: 29.05.2015 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0472/2015 Münsters Stadt und Tourismusmarketing arbeitet an Fragen der Profilentwicklung (Was will Mün s- ter sein? Was kann Münster sein?) und der Stadtkommunikation. Die Fragen, wie sich Mün ster im Wettbewerb der Städte positionieren kann, mit welchen Themen eine überregionale Wahrnehmung überhaupt zu erreichen ist und wie die Stadt als Standort für Wirtschaftsbetriebe, als L ebens- und Arbeitsumfeld der Hochschulen, als Lebensmittelpunkt der Bürgerinnen und Bürger und als Ma g- net für Gäste attraktiv werden und bleiben kann, stehen im Mittelpunkt der Arbei t des Eigenb e- triebs. Dies umfasst notwendigerweise auch die Aufgabe, die Bürgerinnen und Bürger an die Stadt zu binden und sie zu Botschaftern und Kommunikatoren zu machen. Und: Es beinhaltet die Aufga- be, möglichst viele an der ständigen Weiterentwicklung und Profilierung der Stadt zu beteiligen - sei es durch eigene Ideen und Projekte, sei es durch finanzielle Unterstützung oder professionelles Know-how. Das Citymanagement bei Münster Marketing spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Ro lle. Es ist ein obligatorisches Geschäftsfeld jeder Stadtmarketingorganisation in Deutschland und im deutschsprachigen Raum und umfasst die Koordination und Steuerung der Aktivitäten der ve r- schiedensten Akteure zur Weiterentwicklung der Innenstadt. Dazu gehören neben dem Handelsmarketing alle Maßnahmen zur Wahrung und Weiterqualifizi e- rung des Stadtbildes und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität, aber auch die Entwicklung von profilbildenden Veranstaltungen im öffentlichen Raum oder eine Optimierung der Orientierungshi l- fen für Gäste und Einheimische. Der Rat der Stadt Münster hat im Rahmen des integrierten Stadtentwicklungs - und Stadtmarke- tingprozesses 2004 eine Zielvorgabe für die Innenstadt beschlossen, die seitdem vom Stadtmarke- ting, aber auch von allen anderen bete iligten Ämtern und Einrichtungen (Stadtplanung, Wir t- schaftsförderung u.a.) umgesetzt wird: „Wir werden das unverwechselbare Stadtbild bewahren und die City als Ort der Begegnung, als Marktplatz und als Motor der Stadtentwicklung stärken“ (B e- schluss des Rates vom 26. Mai 2004). Ein Wesensmerkmal des Citymanagements ist die organisierte Zusammenarbeit mit privaten Ak - teuren. Das heißt: Ein Citymanagement ist nur so effektiv, wie es ihm gelingt, privates Engagement auch in finanzieller Hinsicht zu aktivieren und die einzelnen Akteure in der Innenstadt möglichst auf ein Ziel zu verpflichten: Die Orientierung an der Aufwertung der Innenstadt insgesamt und der Ver- ständigung auf einheitliche Qualitätsstandards. Ein professionelles zunächst auf die Innenstadt bezo genes Citymanagement ist ein wichtiges I n- strument moderner Stadtentwicklung und eines zeitgemäßen Stadtmanagements. Münster gilt als Vorzeigemodell für erfolgreiches Citymanagement in Deutschland. Durch die Gründung der ISI (Initiative Starke Innenstadt) u nd der ISG (Immobilien- und Standortgemeinschaft) am Bahnhof ist es gelungen, zuverlässig und langfristig agierende private Bündnisse zu entwickeln, die selbst f i- nanzielle und inhaltliche Mi tverantwortung für die Weiterentwicklung der Innenstadt übernehmen . Es ist damit gelungen, Potentiale zu bündeln und Netzwerke zu etablieren, die sich für die Weite r- entwicklung der Innenstadt stark machen und Einzelinteressen zu relativieren. Ein Erfolg ist auch, dass die privaten Akteure eng an die Stadt gebunden sind und in Abwägungsprozesse einbezogen werden, die letztendlich politisch entschieden werden müssen. Zu 1.: Auch die innenstadtnahen Stadtquartiere außerhalb des Promen adenrings wie auch die Stadtteile stehen im Fokus von Stadtentwicklung und Stadtmarketin g. Die herausragende Lebensqual ität Münsters ist keine, die sich allein auf die Innenstadt bezieht. Gerade in den Stadtteilen als Wohn - und Lebensorte für viele Menschen muss sich realisieren, was die Bürgeri nnen und Bürger als wirklich lebenswert empfinden. In den vergangenen Jahren hat Münster Marketing in Kooperation mit weiteren Ämtern und Ei n- richtungen der Stadt daher für die Stadtteile einen Förderwettbewerb „Stadtteilmarketing“ mit gr o- ßem Erfolg durchgeführt. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung s ind die Mittel dafür (30.000 € - 3 - V/0472/2015 im Budget von Münster Marketing) sukzessive gestrichen worden. Dennoch arbeiten die meisten Stadtteile auch heute noch erfolgreich mit den Ergebnissen weiter, wünschen sich aber eine gr ö- ßere finanzielle und personelle Unterstützung durch Münster Marketing. Die Quartiere an den Einfallstraßen (u. a. Warendorfer, Wolbecker, Hammer Straße) sind L ebens- und Wohnstandorte und zugleich Nahversorgungszentren. Zusätzlich haben sie eine Entréefunkt i- on für die Altstadt. Es ist verständ lich, dass sich auch Akteure in diesen Quartieren eine (verstär k- te) Unterstützung ihrer Arbeit durch das Stadtmarketing wünschen. Diese wurde ihnen auch bi s- lang zuteil, sofern – das war und ist immer die Voraussetzung - die Anliegen bzw. die Initiative von einer nennenswert großen Gruppe von Anrainern getragen wurde. So wird beispielsweise die alljährliche Weihnachtsbeleuchtung etwa entlang der Warendorfer und der Hammer Straße in e nger Rückkopplung mit den Gewerbetreibenden der jeweiligen Straße umgesetzt. Voraussetzung ist, dass sich die privaten Anrainer hälftig an den Kosten für die Wei h- nachtsbeleuchtung beteiligen, was bislang an der Hammer Straße überdurchschnittlich gelingt, in der Warendorfer Straße nur punktuell und an der Wolbecker Straße derzeit gar nicht. Auch bei Planungen von Straßenfest-Aktivitäten oder ähnlichem unterstützt und koordiniert der Eigenbetrieb projektbezogen. Darüber hinaus unterstützt Münster Marketing derzeit auf Bitten der Akteure in den Stadtteilen die Prozesse zur Profilierung und zur Entwicklung der Stadtteilzentren (z.B. Kinderhaus) und Ortske r- ne (z.B. Wolbeck). Zu 2.: Für das Citymanagement stehen bei Münster Marketing 1,5 Personalstellen zur Verf ügung, die zusätzlich auch in das Veranstaltungsmanagement eingebunden w erden müssen. Finanzmittel für diese Arbeit sind kaum vorhanden. Alle Projekte müssen privat finanziert werden (bzw. mitfina n- ziert werden, s. Weihnachtsbeleuchtung). Aus diesem Grund kann eine Unterstützung des privaten Engagements in Stadtteilen und Einfa llstraßen unter den gegebenen Voraussetzu ngen maximal punktuell im bisherigen Umfang erfolgen. Dies gilt umso mehr als auch in der Innenstadt durchaus erhöhter Handlungsbedarf und –druck in der Quartiersentwicklung gegeben ist. Die Anrainer des Verspoel benötigen dringend eine Weiter- entwicklung ihrer Geschäftslagen, um wirtschaftlich überleben zu können; Kiepenkerl - und Ku h- viertel gehören nicht zu den Gewinnern der Neuakzentuierungen der Innenstadt durch die Invest i- tionen in Stubengasse, Hanse -Carré und K önigsstraße. Der Planungsprozess Windthorststraße bis zum Harsewinkelplatz wird nach seinem Abschluss eine kraftvolle und professionelle Unte r- stützung zur Aktivierung privater Beteiligung für die Umsetzungsmaßnahmen verlangen. Münster Marketing wird sich weiterhin in den Stadtteilen und Einfallstraßen engagieren – auf Basis der begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen: 1. Der Eigenbetrieb unterstützt auch künftig punktuelle Initiativen und Problemlagen der Ei n- fallstraßen und der Stadtteile - gemeinsam etwa mit der Wirtschaftsförderung und dem Stadtplanungsamt. Bedingung dafür ist allerdings nach wie vor, dass die Aktivitäten vor Ort entstehen und von einer starken Beteiligung vor Ort getragen werden, d. h. mehr sind als Interessen Einzelner. 2. Münster Marketing wird eine zentrale Veranstaltung für alle Stadtteilinitiativen durchführen, Beispiele vorstellen, den Erfahrungsaustausch der Akteure organisieren und dazu auch professionelles Know-how einbinden. 3. Münster Marketing wird besonders die Stadtt eilprojekte aus „Gutes Morgen Münster“ d a- raufhin prüfen, ob und wie sie weiterentwickelt und unterstützt werden können. - 4 - V/0472/2015 4. Münster Marketing wird bei Bedarf gemeinsam mit der ISG und ISI ein Gespräch mit den Akteuren der Einfallstraßen organisieren, um ggf. Kooperationen herzustellen und den E r- fahrungsaustausch zu befördern. I.V. Hartwig Schultheiß Stadtdirektor Anlage Antrag Nr. A-R/0023/2014 der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 07.03.2014 - „Marketing-Aktivitäten außerhalb der Innenstadt verstärken“
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (10)
- Hammer Straße
- Warendorfer Straße
- Wolbecker Straße
- Stubengasse
- Bahnhofstraße 9
- Harsewinkelplatz
- Windthorststraße
- Kinderhaus
- Verspoel
- Kiepenkerl
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Details
- Aktenzeichen
- V/0472/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 29.05.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37