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AN/0031/2017

Benennung eines Teilstückes des Stammheimer Ufers nach Ali Kurt

Antrag nach § 3 der GeschO des Rates 11.01.2017

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Nächste Beratung: Integrationsrat, Sitzung am 23.01.2017, TOP 6.3

Anlage 1- Auszug aus Niederschrift IR

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Anlage 2 - 2014-03-14 KStA Drama am Rhein

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Anlage 6 - 2015-03-03 KStA Gedenklauf für Ali Kurt

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Anlage 7 - 2015-03-13 KR Retter vom Rhein vor 1 Jahr

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Anlage 5 - 2014-05-14 KStA Kommentar

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AK 5 - Antrag zu Straßenbenennung nach Herrn Ali Kurt

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Anlage 4 - 2014-05-13 KStA Streit über Ehrung

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Anlage 3 - 2014-04-02 KStA Letzte Ehre für Ali Kurt

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Anlage 8 - 2015-07-03 KStA - Rettungsringmahnmal von Ali Kurt gestohlen

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Anlage 1- Auszug aus Niederschrift IR

4366 Zeichen

Geschäftsführung  
Integrationsrat 
Herr Vetter 
Telefon:  (0221) 221-23195  
Fax       :  (0221) 221-6523195 
E-Mail:  andreas.vetter@stadt-koeln.de 
Datum: 13.08.2014 
Auszug 
aus der Niederschrift der Sitzung des Integrationsrates vom 
12.05.2014 
öffentlich 
5.2 Antrag auf Benennung eines Platz es oder einer Straße nach Ali Kurt 
AN/0648/2014 
Der Vorsitzende Herr Keltek begründet seinen Antrag. Er beschreibt, dass er auf der 
Trauerfeier von den Angehörigen des Herrn Kurt darum gebeten worden sei, sich 
darum zu kümmern, dass dessen Einsatz nicht in Vergessenheit gerate. 
Die Verwaltung, Frau Beigeordnete Reker, verweist darauf, dass eine gewünschte 
Entscheidung über die Benennung formal erst zwei Jahre nach dem Tod der betrof-
fenen Person erfolgen könne. Eine entsprechende Entscheidung der zuständigen 
Gremien vorausgesetzt, würde die Verwaltung dann unaufgefordert in 1 ½ Jahren 
das Prüfverfahren einleiten. 
RM Frau Mucuk hebt die heldenhafte Leistung von Herrn Kurt hervor. Sie erklärt, 
dass seitens des Herrn Oberbürgermeisters ebenfalls Möglichkeiten des Gedenkens 
überlegt würden. Frau Mucuk führt aus, dass die SPD-Fraktion den vorgelegten An-
trag nicht unterstützen könne, da dies eine Ungleichbehandlung gegenüber den an-
deren Familien sei, aus denen Mitglieder in ähnlicher Weise tragisch ums Leben ge-
kommen seien. Sie bittet die Verwaltung, alternative Möglichkeiten des Gedenkens 
für alle diese Menschen zu prüfen. 
Der Vorsitzende Herr Keltek hält die von Frau Mucuk gegebene Begründung für nicht 
nachvollziehbar. 
RM Frau Laufenberg
 schließt sich der Meinung von Frau Mucuk an. Für die FDP-
Fraktion komme allerdings noch ein weiterer Ablehnungsgrund hinzu. Frau Laufen-
berg erklärt ihre hohe Wertschätzung für die von Herrn Kurt versuchte Rheinrettung 
und führt ergänzend aus, dass allerdings die Polizei, der Wasserschutz und die 
DLRG immer wieder die Bevölkerung darauf hinweisen, dass es verkehrt sei, selber 
retten zu wollen und stattdessen sofort die Rettungskräfte alarmiert werden sollten. 
Vor dem Hintergrund dieser Warnungen an die Bevölkerung halte sie es für falsch, 
eine Art Rettungsmedaille für den Versuch einer Rheinrettung zu verleihen. Den Hel-
fern solle daher in anderer Weise gedacht werden.

RM Herr Helling plädiert dafür, Überlegungen anzustellen, welche andere Form der 
Anerkennung gewährt werden könne. Er weist auf die begrenzte Menge der zur Ver-
fügung stehenden Straßen und Plätze und die hohen Kriterien bei einer Benennung. 
Herr Helling spricht sich dafür aus, eine Straßenbenennung nur für Personen vorzu-
nehmen, die die Gesellschaft maßgeblich mitgestaltet haben, wie z.B. Heinrich Böll 
oder Wissenschaftler. 
IRM Herr Özkücük weist auf den ausdrücklichen Wunsch der Familie hin. Es habe 
hier ein Mensch spontan und mutig gehandelt und nicht lange überlegt, ob sein Han-
deln richtig oder falsch sei. Herr Özkücük spricht sich für den Antrag aus und schlägt 
aufgrund des Wohnsitzes von Familie Kurt in Mülheim vor, die Bezirksvertretung 
Mülheim zu bitten, im Stadtbezirk eine Straße oder einen Platz nach Herrn Kurt zu 
benennen. 
RM Herr Detjen erklärt, dass Herr Kurt sehr wohl aktiv an der Gestaltung der Gesell-
schaft mitgewirkt habe. Er hält die Debatte für absolut unwürdig und sei entsetzt über 
die Ablehnung. 
RM Frau Schmerbach sieht eine Einigkeit hinsichtlich eines Andenkens. Es gehe um 
eine adäquate und würdige Form des Andenkens am besten für beide Männer, die 
bei den Rettungsversuchen ums Leben gekommen seien. Frau Schmerbach möchte 
hierbei auch nicht ausschließen, dass dieses Andenken auch in Form der Benen-
nung einer Straße oder eines Platzes erfolgen könne. 
RM Herr Schiele
 fasst die Leistung von Herrn Kurt und die öffentliche Resonanz zu-
sammen.  
Der Vorsitzende Herr Keltek
 stellt einen geänderten Antrag im Sinne der Einlassun-
gen von Frau Schmerbach und Herrn Özkücük zur Abstimmung. 
 
Beschluss: 
Ehrungen für Herrn Yilmaz Acer und Herrn Ali Kurt 
 
Der Integrationsrat bittet den Oberbürgermeister und die Bezirksvertretung Mülheim 
in Kürze zu prüfen, welche adäquaten Ehrungen für die zu Tode gekommenen Hel-
fer, Herrn Yilmaz Acer und Herrn Ali Kurt, vorgenommen werden können, z.B. auch 
durch die Benennung einer Straße oder eines Platzes. 
Abstimmungsergebnis: 
Mit Änderungen im Titel und Beschlusstext einstimmig beschlossen

Anlage 2 - 2014-03-14 KStA Drama am Rhein

5284 Zeichen

Köln - 
Kölner Stadt-Anzeiger | Köln | Mülheim 
Drama am Rhein-Ufer: Keine Hoffnung für den Retter 
Von Brian Schneider 16.03.14, 19:30 Uhr 
Helfer suchen am Samstag den Rhein nach Ali K. ab – erfolglos. Die Suche 
wird später eingestellt. 
Foto: Brian Schneider 
Sie haben keine Hoffnung mehr. Knapp 20 Stunden, nachdem Ali K. im Rhein bei Köln-Stammheim 
versunken ist, glaubt seine Familie nicht mehr an ein Wunder. Der 47-Jährige hatte von seiner Wohnung in der 
Nähe des Flusses beobachtet, wie zwei kleine Mädchen ins Wasser gefallen waren. Nur mit einem Jogginganzug 
und Turnschuhen bekleidet rannte er ans Wasser und sprang hinein. Eine Sechsjährige konnte er zunächst retten, 
dann verließ ihn wohl die Kraft im zehn Grad kalten Wasser. 
Die Chronologie der Ereignisse: 
Es sind dramatische Szenen, die sich am Samstag gegen 14.30 Uhr am Rhein abspielen 
(/koeln/muelheim/drama-am-rhein-ufer-maedchen-stirbt--helfer-bleibt-vermisst-910916) ? mit schrecklichem 
Ende für zwei Menschen und ihre Familien. Zwei kleine Mädchen (sechs und zehn Jahre) spielen zu dieser Zeit 
allein auf einem Spielplatz in der Nähe des Flusses. Weil sich die ältere der beiden Schwestern leicht an der Hand 
verletzt, laufen beide ans Wasser, um die Wunde zu kühlen. 
Am Stammheimer Ufer herrscht reger Betrieb, Spaziergänger, Radfahrer und Jogger sind unterwegs. Zunächst 
achtet wohl niemand auf die beiden Kinder, die die Böschung zum Ufer hinablaufen. Das Gelände ist an dieser 
Stelle sehr übersichtlich, vom Fußweg aus kann man mehrere hundert Meter überblicken. Weil der Pegel des 
Rheins zurzeit mit knapp 2,20 Metern sehr niedrig ist, müssen die Kinder am Ende über große Steine klettern, um 
das Wasser zu erreichen. 
Als sie unten ankommen, nimmt das Unglück seinen Lauf: "Aus noch ungeklärter Ursache sind beide Mädchen in 
den Rhein gefallen", sagt Volker Ruster von der Feuerwehr Köln. Die ersten Passanten werden auf das Drama 
aufmerksam und kommen zur Hilfe. Die Zehnjährige wird schnell aus dem Wasser gezogen, doch ihre kleine 
Schwester treibt immer weiter ab. 
Als Ali K. dies von seiner Wohnung aus beobachtet, zögert er nicht und läuft los. "Eine Frau hat ihn sogar noch 
gewarnt, in den Fluss zu springen", erzählt sein Schwager Cemal Kerikam am Tag danach. Seine Augen sind 
rotgeweint. Familienangehörige, Freunde und Nachbarn sind am Sonntag nach Stammheim gekommen, um der 
Familie beizustehen. Die Betroffenheit ist deutlich zu spüren. Eine Handvoll Männer stehen vor dem Haus, alle 
sprechen leise, ein Nachbar bringt Tee nach draußen. 
Dass Ali K. trotz aller Gefahren in den Strom gesprungen ist, wundert hier niemanden. "Bei Kindern und alten 
Leuten war er immer sofort zur Stelle, wenn Hilfe nötig war", sagt einer und rührt seinen Tee um. Der Sohn des 
47-Jährigen spielt beim TuS Stammheim Fußball, K. war Betreuer des Teams. 
Im Wasser gelingt es dem muskulösen Mann noch, die Sechsjährige zu packen und zusammen mit einer weiteren 
Helferin ans Ufer zu bringen. Doch er selbst schafft es nicht mehr an Land. Die Frau reicht ihm einen Stock, an 
dem er sich festhalten soll. Sie läuft noch ein Stück neben Ali K. her, doch er treibt immer weiter ab und geht 
Seite 1 von 2Drama am Rhein-Ufer: Keine Hoffnung für den Retter | Kölner Stadt-Anzeiger 
06.01.2017http://www.ksta.de/koeln/muelheim/-rhein-drama-keine-hoffnung-fuer-den-retter--26...

schließlich unter. Die Feuerwehr sucht zwei Stunden mit einem Großaufgebot zu Land, zu Wasser und aus der 
Luft. Vergeblich. 
Am Ufer starten unterdessen die Wiederbelebungsversuche für das kleine Mädchen. Sie war minutenlang unter 
Wasser. Die Retter können sie noch so weit stabilisieren, dass sie in die Uniklinik gebracht werden kann. Dort 
stirbt sie jedoch kurze Zeit später. 
Die Mutter der Mädchen, die aus dem Kongo stammt, ist zum Zeitpunkt des Unglücks zu Hause, kommt aber 
kurze Zeit später auch zum Rheinufer und erlebt das Drama hautnah mit. Sie erleidet einen Schock. Sie, ihre 
zehnjährige Tochter und weitere Helfer müssen von Seelsorgern psychologisch betreut werden. Die 
Staatsanwaltschaft hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, allerdings ohne konkrete Beschuldigte. Dies sei 
in solchen Fällen Routine, sagte ein Polizeisprecher. 
Ali K. hat seit 13 Jahren als Staplerfahrer im Niehler Hafen gearbeitet. Einer seiner Freunde war Yilmaz Acer. Der 
46-Jährige hatte im vergangenen Juni einen zehnjährigen Jungen aus dem Rhein bei Niehl gerettet und war dabei 
ums Leben gekommen. Acer hinterließ zwei Kinder, Ali K. drei - zwei Töchter und einen Sohn. "Wenn wenigstens 
beide Mädchen überlebt hätten", sagt einer seiner Verwandten und spricht den Satz nicht zu Ende. 
Nach muslimischem Glauben müsste der Leichnam so schnell wie möglich beigesetzt werden, im Familiengrab in 
Istanbul. Doch der Retter von Stammheim wird weiter vermisst. Bis jetzt konnte sich seine Familie nicht von ihm 
verabschieden. 
Sechs Fälle in zwölf Monaten 
In Köln gab es in 2013 vier Fälle, bei denen Menschen während der Badesaison im Fluss ums Leben gekommen 
sind. Mit dem jüngsten Fall wächst die Zahl auf sechs Tote: 
Seite 2 von 2Drama am Rhein-Ufer: Keine Hoffnung für den Retter | Kölner Stadt-Anzeiger 
06.01.2017http://www.ksta.de/koeln/muelheim/-rhein-drama-keine-hoffnung-fuer-den-retter--26...

Anlage 6 - 2015-03-03 KStA Gedenklauf für Ali Kurt

1735 Zeichen

Köln - 
Kölner Stadt-Anzeiger | Köln 
Ertrunkener Familienvater: Kölner planen Gedenklauf für Ali Kurt, 
den „Retter vom Rhein“ 
Von Bettina Janecek 03.03.15, 17:05 Uhr 
Große Anteilnahme am Ort der Tragödie in Köln-Stammheim. 
Foto: Arton Krasniqi 
Exakt ein Jahr nach dem Tod von Ali Kurt wollen Kölner Bürger mit einem Gedenklauf an den „Retter vom 
Rhein“ erinnern. Der dreifache Familienvater war am 15. März 2014 beim Versuch, zwei Mädchen aus dem Rhein 
zu retten, ertrunken. Ein Mädchen überlebte, seine sechsjährige Schwester Claudette starb kurz nach dem 
Unglück im Krankenhaus. 
Startpunkt des Laufs ist an Ruderabteilung RTHC Bayer Leverkusen, Am Stammheimer Schloßpark 20. Von dort 
geht es über 3,6 Kilometer bis zur Mülheimer Brücke. Für die Teilnahme ist eine Gebühr von fünf Euro zu 
entrichten, der Gewinn soll dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst zugute kommen. Neben dem Lauf 
gibt es Informationen zum Thema Erste Hilfe sowie zur Verhaltensweise bei Notfällen am Rhein. 
Mit dem Lauf wolle er den Helden Ali Kurt ehren, sagt Organisator Engin Olguner. Die Veranstaltung solle zudem 
für die Gefahren beim Baden im Rhein sensibilisieren. Zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens haben die 
Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen, darunter auch NRW-Innenminister Ralf Jäger, Kölns 
Sozialdezernentin und OB-Kandidatin Henriette Reker und der türkische Generalkonsul Hüseyin Emre Engin. 
Teilnehmer müssen sich spätestens bis 11 Uhr am Veranstaltungstag anmelden, der Startschuss fällt um 12 Uhr. 
Seite 1 von 1Ertrunkener Familienvater: Kölner planen Gedenklauf für Ali Kurt, den „Retter vom... 
06.01.2017http://www.ksta.de/koeln/ertrunkener-familienvater-koelner-planen-gedenklauf-fuer-a...

Anlage 7 - 2015-03-13 KR Retter vom Rhein vor 1 Jahr

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Anlage 5 - 2014-05-14 KStA Kommentar

2830 Zeichen

Köln - 
Kölner Stadt-Anzeiger | Politik 
Kommentar zur Ehrung von Ali Kurt: Die Entscheidung ist völlig 
daneben 
Von Helmut Frangenberg 14.05.14, 12:00 Uhr 
Ali Kurt will zwei Mädchen vor dem Ertrinken im Rhein retten. Doch den 
47-Jährigen verlassen die Kräfte im zehn Grad kalten Wasser, und er wird 
von der Strömung mitgerissen. Eines der Mädchen stirbt kurz nach ihrer 
Rettung im Krankenhaus, die Leiche von Ali Kurt wird 100 Kilometer 
nördlich von Köln aus dem Rhein gezogen. 
Foto: Arton Krasniqi, KSTA 
Natürlich kann man eine Straße nach dem verstorbenen Kölner Ali Kurt benennen. Mehr als 5600 
Straßennamen gibt es Köln, Tausende haben keinerlei Bedeutung. Und wenn Persönlichkeiten namensgebend 
sind, sind weitaus weniger bedeutungsvolle darunter als die des türkischstämmigen Kölners, der sein Leben 
riskierte, um zwei Mädchen zu retten. 
Nicht ein im Integrationsrat vorgetragenes Gegenargument ist überzeugend: Man dürfe nicht einen einzelnen 
Retter herausgreifen, weil es auch andere gab. Wenn das ein Kriterium wäre, müssten Hunderte Namen aus dem 
Straßenland verschwinden. 
Es gibt Straßen mit Namen von Kommunalpolitikern ohne große Bedeutung, während andere, durchaus wichtige 
nicht verewigt wurden. Man findet Namen aus den Bereichen Kultur, Stadtleben und Wissenschaft, bei denen 
man berechtigt anzweifeln kann, ob sie wirklich „die Gesellschaft mitgeprägt haben“, wie es die Grünen zur 
Bedingung machen wollen. Völlig daneben ist der Versuch der FDP, im Nachhinein Ali Kurts mutiges und 
selbstloses Handeln als unvernünftige Kurzschlussreaktion zu diffamieren. 
Die Tat allein würde schon ausreichen, um eine Ehrung zu begründen. Doch die Geschichte von Ali Kurt steht ja 
längst für weitaus mehr. Das Schicksal der betroffenen Familien zog die ganze Stadt in ihren Bann. In mehrfacher 
Hinsicht wurde der Umgang mit Kurts Tod auch zum Ausdruck einer identitätsstiftenden Solidarität unabhängig 
von nationalen Herkunftsländern. Kurts Familie entschied sich bewusst dafür, dass er in Köln und nicht in der 
Türkei begraben werden sollte – 20 Meter entfernt von dem ertrunkenen Mädchen mit familiären Wurzeln im 
Kongo, das er nicht retten konnte. 
Kurt wurde zurecht als „kölscher Held“ gefeiert. Eine Straße nach ihm zu benennen, wäre auch Ausdruck der 
Vielfalt einer sich veränderten Stadt. Unter den 5600 Straßennamen gibt es nur einen einzigen aus dem 
Kulturkreis der vielen Familien mit Wurzeln in der Türkei. Und die trägt den Namen eines Opfers des 
Brandanschlags von Mölln. Dass ausgerechnet der Integrationsrat die Straßenbenennung ablehnte, macht die 
Entscheidung noch unverständlicher. 
Seite 1 von 1Kommentar zur Ehrung von Ali Kurt: Die Entscheidung ist völlig daneben | Kölner ... 
06.01.2017http://www.ksta.de/politik/kommentar-zur-ehrung-von-ali-kurt-die-entscheidung-ist-v...

AK 5 - Antrag zu Straßenbenennung nach Herrn Ali Kurt

4007 Zeichen

AK Allg. Rechtsfragen, Interkulturelle Öffnung und Antidiskriminierung  06.01.2017 
 
 
 
 
An den  
Vorsitzenden des Integrationsrates 
Herrn Keltek 
 
An die  
Geschäftsstelle des Integrationsrates 
Herrn Andreas Vetter 
 
Antrag gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates 
 
Gremium Datum der Sitzung 
Integrationsrat 23.01.2017 
 
Benennung eines Teilstückes des Stammheimer Ufers nach Ali Kurt 
 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender Keltek, 
es wird gebeten folgenden Beschlusstext zur Abstimmung zu stellen: 
 
 
Beschluss:  
„Der Integrationsrat bittet Frau Oberbürgermeisterin Reker und die Bezirksvertretung Mül-
heim ein ca. 1,2 km langes Teilstück (zwischen Domagkstr. und Hofstr.) des von Mülheim 
nach Flittard führenden Weges ‚Stammheimer Ufer‘ in ‚Ali-Kurt-Weg‘ oder ‚Ali-Kurt-Ufer‘ um-
zubenennen. Dieses Teilstück liegt in unmittelbarer Nähe des damaligen Wohn- und Un-
glücksortes.“ 
 
Begründung: 
In der Sitzung des Integrationsrates am 12.05.2014 wurde einstimmig folgender Beschluss 
gefasst:  
Beschluss:  
„Der Integrationsrat bittet den Oberbürgermeister und die Bezirksvertretung Mülheim 
in Kürze zu prüfen, welche adäquaten Ehrungen für die zu Tode gekommenen Helfer, 
Herrn Yilmaz Acer und Herrn Ali Kurt, vorgenommen werden können, z.B. auch durch 
die Benennung einer Straße oder eines Platzes.“ 
Begründungstext:  
„Menschen mit türkischer Zuwanderungsgeschichte sind seit Jahrzehnten in Deutsch-
land regelmäßig Zielscheibe und Opfer menschenverachtender Angriffe und Morde 
wie z.B. in Mölln, Solingen und bei der Mordserie der NSU. Dies geschieht in einem 
latent zuwanderungsfeindlichen Klima, dem insbesondere Menschen türkischer Her-
kunft ausgesetzt sind. Trotzdem hat bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres 
ein Kölner mit türkischer Zuwanderungsgeschichte Verantwortung für seine Stadt 
übernommen und hat sein Leben bei dem Versuch ein Kind zu retten, verloren.  
Dieses besondere menschliche Verhalten muss in der Erinnerung der Kölnerinnen 
und Kölner bewahrt werden und es sollte eine angemessene Form gefunden werden 
ihn in Erinnerung zu behalten. Dies entspricht ausdrücklich dem seitens der Familie 
von Herrn Ali Kurt bei der Trauerfeier gegenüber Frau Bürgermeisterin Scho-
Antwerpes geäußerten Wunsch. Als gewählte Interessenvertretung dieser Menschen 
regt der Integrationsrat an, einen Platz oder eine Straße nach Herrn Kurt zu benen-
nen.“

In der Sitzung der Bezirksvertretung am 03.11.2014 hatte Herr Bezirksbürgermeister Fuchs 
gebeten,  
„den Wunsch des Integrationsrates auf Wiedervorlage zu legen, da eine Benennung 
nach Personen gem. den Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von 
Straßen und Plätzen erst zulässig ist, wenn der Todestag mind. 2 Jahre zurückliegt.“ 
Der tragische Tod von Herrn Ali Kurt und Herrn Yilmaz Acer liegen jetzt knapp 3 Jahre zu-
rück und hatte die Stadtgesellschaft erschüttert.  
Ali Kurt und auch Yilmaz Acer wurden seinerzeit in die Vorschlagliste des städtischen Zent-
ralen Namensarchivs aufgenommen, um bei passender Gelegenheit für Neubenennungen 
vorgeschlagen zu werden. Offensichtlich hat sich hier noch keine Gelegenheit ergeben, zu 
der z.B. eine neue Straße oder ein neuer Platz im Stadtteil Mülheim entsprechend benannt 
hätte werden können. Der Weg ‚Stammheimer Ufer‘ verläuft von Mülheim bis an die Orts-
grenze von Flittard – und führt direkt am damaligen Unfallort vorbei. Es bietet sich an dieses 
Teilstück in Ali-Kurt-Weg umzubenennen. 
Aktuell geführte Gespräche mit der Witwe und den Kindern von Herrn Kurt haben deutlich 
gemacht, dass – insbesondere auch nach dem Diebstahl des provisorischen Denkmals (ein 
entsprechend gestalteter Rettungsring) der große Wunsch nach Würdigung dieser selbstlo-
sen Tat z.B. durch Benennung einer Straße am Unglücksort besteht.  
Anlagen: 
 Auszug aus der Niederschrift der Sitzung des Integrationsrates vom 12.05.2014 
 Diverse Presseartikel 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Ahmet Edis (Sprecher des AK) 
Tayfun Keltek 
Eli Abeke

Anlage 4 - 2014-05-13 KStA Streit über Ehrung

3667 Zeichen

Köln - 
Kölner Stadt-Anzeiger | Köln 
Keine Ali-Kurt-Straße: Streit über Ehrung des Retters 
Von Helmut Frangenberg 13.05.14, 18:34 Uhr 
Ali Kurt will zwei Mädchen vor dem Ertrinken im Rhein retten. Doch den 
47-Jährigen verlassen die Kräfte im zehn Grad kalten Wasser, und er wird 
von der Strömung mitgerissen. Eines der Mädchen stirbt kurz nach ihrer 
Rettung im Krankenhaus, die Leiche von Ali Kurt wird 100 Kilometer 
nördlich von Köln aus dem Rhein gezogen. 
Foto: Arton Krasniqi, KSTA 
„Dä Ali Kurt, dat es su 'ne Mann, do sollten mir Kölsche e paar vun han“, reimte Mundartautor Hanjo 
Schiefer. Oberbürgermeister Jürgen Roters sagte am Grab des ertrunkenen Lebensretters, die Stadt sei „stolz auf 
einen kölschen Helden“. Die tragischen Ereignisse am Stammheimer Rheinufer, wo Ali Kurt im März in den Fluss 
sprang, um zwei Mädchen zu retten, zogen wochenlang die ganze Stadt in ihren Bann. Hunderte beteiligten sich 
an der Suche nach dem Leichnam. Die Beerdigung und viele beeindruckende Solidaritätsbekundungen mit der 
Familie wurden zu einem völkerverbindenden Ereignis. 
Ausgerechnet der Ratsausschuss für Integration begrub nun die naheliegende Idee, eine Straße nach dem Kölner 
Lebensretter mit türkischen Wurzeln zu benennen. Der Ausschussvorsitzende Tayfun Keltek hatte eine 
entsprechende Initiative aus dem familiären Umfeld Kurts aufgegriffen und einen Antrag formuliert. 
Sozialdezernentin Henriette Reker hatte bereits zugesagt, alle Weichen für die Benennung einer Straße stellen zu 
wollen, als die Vertreter der großen Ratsfraktionen in einer teilweise recht bizarren Debatte dem Plan eine Abfuhr 
erteilten. 
Einigung auf vagen Kompromiss 
Am Ende einigte man sich auf einen schwachen Kompromiss, den die SPD vorgeschlagen hatte: Die 
Stadtverwaltung soll sich Gedanken machen, wie man allen Kölnern, die bei einem Rettungsversuch ihr Leben 
ließen, angemessen gedenken kann. Eine Straße, die nur den Namen Ali Kurts tragen soll, wird es demnach nicht 
geben. 
Man könne nicht einen Retter ehren und andere nicht, meinte Gonca Mucuk für die SPD. Ossi Helling von den 
Grünen überraschte mit der Meinung, dass Straßen nur nach Menschen benannt werden sollten, die die 
Gesellschaft mitgestaltet haben, was auf unzählige Straßennamen nicht zutreffen dürfte. So streitet sein 
Parteifreund und Bezirksbürgermeister Andreas Hupke zur Zeit dafür, einer Straße den Namen eines wenig 
bedeutsamen Ärztefunktionärs abzuerkennen, um sie nach der Kultwirtin aus dem Studentenviertel, Paula 
Kleinmann, zu benennen. 
Für noch mehr Staunen sorgte die FDP-Vertreterin Syliva Laufenberg, die sogar die Prüfung des Innenministers 
anzweifelte, der Kurt möglicherweise posthum die Rettungsmedaille des Landes verleihen wird. Kurt habe 
unvernünftig gehandelt, so Laufenberg. Ohne einen Rettungsschwimmerschein dürfe man gar nicht in den Rhein 
springen, um Kinder aus den Fluten zu ziehen. 
Das wenig würdige Politgerangel wurde damit beendet, dass sich die Vertreter der Kölner Migranten im 
Ausschuss nach den Reden der Fraktionsvertreter nicht mehr trauten, die Initiative weiter zu verfolgen. Die 
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06.01.2017http://www.ksta.de/koeln/keine-ali-kurt-strasse-streit-ueber-ehrung-des-retters-1679084

Mehrheitsverhältnisse im Ausschuss hätten es möglich gemacht, die Ratsparteien zu überstimmen. Doch dazu 
kam es nicht. Stattdessen stimmten alle dem vagen Kompromiss zu. 
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Anlage 3 - 2014-04-02 KStA Letzte Ehre für Ali Kurt

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Stammheim - 
Kölner Stadt-Anzeiger | Köln | Mülheim 
Beerdigung von Ali Kurt: Letzte Ehre für den Retter vom Rhein 
Von Tim Stinauer 02.04.14, 18:18 Uhr 
Mit einem roten Tuch bedeckt wird der schlichte Holzsarg zum Grab 
getragen. 
Foto: Arton Krasniqi 
Als der schlichte Holzsarg, bedeckt mit einem roten Tuch, in die Erde hinab gelassen wird, stehen 
auch den Bestattern die Tränen in den Augen. Männern, die schon zahllose Beerdigungen miterlebt haben; von 
denen man annehmen darf, dass eine Bestattung einigermaßen Routine für sie ist. Aber die Szenen, die sich am 
Mittwoch vor dem offenen Grab des ertrunkenen Ali Kurt abspielen, sind nur schwer auszuhalten. 
Am Vormittag hatten mehr als 300 Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn in Braunsfeld bei einer 
Trauerfeier der Alevitischen Gemeinde Abschied von Ali Kurt genommen. Am Nachmittag folgte die Beisetzung 
auf dem Friedhof in Stammheim. 
Vor zweieinhalb Wochen war der 47-Jährige in Stammheim in den Rhein gesprungen, um zwei Mädchen zu 
retten, die in den Fluss gefallen waren. Die sechsjährige Claudette konnte der gebürtige Türke zwar noch ans Ufer 
drücken, aber sie starb kurz darauf im Krankenhaus. Ihre zehnjährige Schwester überlebte. Ali Kurt ging unter 
und ertrank. Seine Leiche wurde 13 Tage später hundert Kilometer nördlich von Köln bei Xanten aus dem Rhein 
geborgen. 
„Stolz auf einen kölschen Helden“ 
Auch Oberbürgermeister Jürgen Roters ist zur Beerdigung gekommen. Er hält eine weiße Rose in der Hand. Mit 
leiser Stimme spricht er am Grab: „Du bleibst in unserem Herzen als jemand, der sich selbstlos für andere 
eingesetzt hat. Alle hier sind stolz auf dich, stolz auf einen kölschen Helden.“ 
Die kongolesische Familie der verstorbenen Sechsjährigen singt afrikanische Lieder. Viele halten kleine Plakate 
mit einem Foto von Ali Kurt in der Hand. Gülsen Kurt hatte vor einer Woche auch an Claudettes Beisetzung 
teilgenommen. Die Gräber der beiden liegen keine 20 Meter voneinander entfernt. 
Eine Bestattung in der Türkei kam für Ali Kurts Familie nicht in Frage. „Seine drei Kinder leben hier in Köln“, sagt 
sein Neffe Oktay Ilgaz – außer dem elfjährigen Sohn auch zwei sieben und 27 Jahre alte Töchter. „Sie brauchen 
einen Ort zum Trauern. Sie sollen ihrem Vater immer nahe sein.“ 
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Anlage 8 - 2015-07-03 KStA - Rettungsringmahnmal von Ali Kurt gestohlen

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Mülheim - 
Kölner Stadt-Anzeiger | Köln 
Zeugensuche: Mahnmal von Ali Kurt in Köln-Mülheim gestohlen 
03.07.15, 16:08 Uhr 
Die Erinnerung an seinen Onkel Ali Kurt ist gestohlen worden. Oktay Ilgaz 
in Mülheim 
Foto: Krasniqi 
Der Rettungsring, der als Mahnmal für den im vergangenen Jahr im Rhein ertrunkenen Ali Kurt, 
aufgestellt wurde, ist am Donnerstagmorgen gestohlen worden. 
Wie die Polizei mitteilt, sollen zwei junge Erwachsene gegen 11 Uhr den Rettungsring auf der Promenade an der 
Düsseldorfer Straße von der Halterung gelöst und mit sich genommen haben. Das hat ein Passant beobachtet. 
Zeugensuche 
Die Polizei sucht nun weitere Zeugen, die die Tat beobachtet haben. Sie können sich unter der Telefonnummer 
0221/229 0 oder per E-Mail 
poststelle.koeln@polizei.nrw.de (mailto:poststelle.koeln@polizei.nrw.de) an die 
Beamten wenden. 
Im März 2014 war der 47-jährige Ali Kurt auf tragische Weise ums Leben gekommen. Er sah zwei Mädchen im 
Rhein treiben und sprang ins Wasser, um zu helfen. Die Kinder konnten an Land gerettet werden, wobei eines der 
Mädchen später im Krankenhaus verstarb. Kurt wurde aber durch die Strömung mitgerissen und abgetrieben. 
Zwei Wochen später fand man seine Leiche in der Nähe von Xanten. (stö) 
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Beratungsverlauf (1)

23.01.2017 Integrationsrat
TOP 6.3 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0031/2017
Typ
Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
Datum
11.01.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27