4152/2019
Verkehrskonzept Rondorf-Nord-West
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/664/1 664 Vorlagen-Nummer 19.12.2019 4152/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 20.01.2020 Verkehrsausschuss 21.01.2020 Verkehrskonzept Rondorf-Nord-West hier: Beschluss des Verkehrsausschusses in der Sitzung am 29.01.2019, TOP 1.1 Beschluss: „Die Verwaltung wird gebeten vor der nächsten öffentlichen Bürgerinformation zu Rondorf Nord-West und noch einmal vor dem entsprechenden Satzungsbeschluss, die Inhalte der Erschließungsmaß- nahmen dem Ausschuss unter Beachtung der folgenden Aspekte der verkehrlichen Entwicklung dar- zustellen: 1) Die genaue Linienführung und der Stand der Planungen für a. Den Fahrradschnellweg mit möglichst wenigen Querungspunkten b. Die Entlastungsstraße c. Die 4. Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn, d. die geplante L92n e. die Ertüchtigung der Straßen am Wasserwerkswäldchen/Kreuzung Militärring f. die Ertüchtigung der Friedrich-Ebert-Straße/Kreuzung L300 2) Zeit-Maßnahmenkatalog für die o. g. Maßnahmen mit, soweit nötig, einer Darstellung von Aus- gleichsflächen und Lärmschutzmaßnahmen. 3) Mögliche Flächen für Mobilitätshubs (E-Ladestationen, Car- und Bike-Sharing, Park/Bike und Ride an Bushaltestellen) auch außerhalb des schienengebundenen ÖPNV. 4) Zwischenlösung bis zur Realisierung der 4. Baustufe (z. B. : Schnellbus, Anbindung Arnoldshöhe an Bahnhof Hürth/Kalscheuren).“ Mitteilung der Verwaltung: Zu 1a): Die Stadt Köln hat für die Erstellung einer Radschnellwegkonzeption für Köln einen externen Gutach- ter beauftragt. Ziel dieses Gutachtens ist es, eine gesamtstädtische Konzeption mit Radschnellwegen und Radvorrangrouten zu erarbeiten. Im ersten Entwurf wurden bereits mögliche Korridore gemein- sam mit der Politik und den Verbänden und Initiativen erarbeitet. Diese Konzeption beinhaltet auch Korridore in den Kölner Süden bzw. an das Wohnbauvorhaben Rondorf-Nord-West. 2 Im Sommer 2019 hat der Gutachter mögliche Trassen innerhalb der Korridore befahren. Derzeit er- folgt die Bewertung der einzelnen Trassen. Anfang 2020 sollen mit der Politik, Verbänden und Initiati- ven diese Trassen abgestimmt werden. Bei der Bewertung der einzelnen Trassen besitzen die Be- wertungspunkte „Erschließungswirkung“ und die „Einhaltung von Qualitätsstandards“ eine hohe Ge- wichtung. Zu 1b): Die Untersuchungen zur Findung der besten Linienführung für die Entflechtungsstraße sind abge- schlossen. Die Beschlussvorlage hierzu befindet sich in der Vorbereitung. Zu 1c): Zukünftig sollen auf dem circa 6,5 Kilometer langen Trassenabschnitt über sechs neue Haltestellen, 16.700 Menschen im Kölner Süden direkten Anschluss an das Stadtbahnnetz erhalten. Zu diesem Zweck werden die planerischen und baulichen Auswirkungen der verschiedenen Streckenführungen begutachtet und bewertet. Insgesamt acht Alternativen werden am Verteilerkereis Süd untersucht; für den Stadtteil Rondorf müssen die Chancen und Auswirkungen zweier möglicher Streckenführungen untersucht werden. Für die Erschließung der Stadtbahn im Bereich Meschenich ist derzeit eine zent- rale und straßenbündige Trassierung über die Brühler Landstraße angedacht. Zusätzlich sind P+R- Parkplätze am Trassenende in Meschenich-Süd sowie in Meschenich-Nord Gegenstand der Planung. Zu 1d): Bei der L92n handelt es sich um eine Landesstraße, die in die Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßenbau NRW fällt. Sie ist nicht im derzeit aktuell geltenden Landesstraßenbedarfsplan von 2006 enthalten. Die Verwaltung befindet sich zu diesem Thema in Gesprächen mit dem Landesbetrieb. Zu 1e) und 1f): Die Untersuchung der Leistungsfähigkeit an der Einmündung der Straße Im Wasserwerkswäldchen/Militärringstraße (B51) und an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße (L92)/Am Forstbotanischen Garten (L300) sind Bestandteile der Verkehrsuntersuchung zum Neubaugebiet und zur Entflechtungsstraße. Im Rahmen der Untersuchung werden die Bestands- wie auch die zukünftigen Situationen detailliert be- trachtet. Es sollen Vorschläge zur Ertüchtigung der Kreuzungen erarbeitet werden. Sofern sich durch die Planungen zur Stadtbahnverlängerung andere Randbedingungen ergeben, wird die dafür zu vergebende Verkehrsuntersuchung diese berücksichtigen. Beide Knotenpunkte befinden sich in der Baulast des Landesbetriebes Straßenbau NRW. Ertüchti- gungen werden rechtzeitig untereinander abgestimmt. Zu 2): Ein Zeit-Maßnahmenkatalog, der die Zusammenhänge zwischen allen Einzelprojekten abbildet, wird derzeit durch eine externe Projektsteuerung erstellt. Eine Darstellung von Ausgleichs- und Lärmschutzmaßnahmen erfolgt, wenn die Lage der Entflech- tungsstraße und die Trassenführung der Stadtbahn konkretisiert sind. 3 Ab 2020 werden die Vorplanungen der Stadtbahnlinie weiter intensiviert mit dem Ziel, bis 2022 eine Vorzugsvariante erarbeiten zu können. Im Jahr 2022 soll die zweijährige Entwurfsplanungsphase der Gesamtmaßnahme starten. Der Beginn der Bauausführung wird ab 2024 angestrebt. Eine Darstel- lung von Ausgleichsflächen und Lärmschutzmaßnahmen ist zum aktuellen Planungsstand noch nicht möglich. Zu 3): Nach derzeitigem Kenntnisstand soll die durch das Plangebiet Rondorf Nord-West verlaufende neue Stadtbahnlinie zwei Haltestellen im Plangebiet umfassen. Flächen für B+R-Anlagen sind an diesen bereits vorgesehen. Im weiteren Planungsverlauf sollen weitere Flächen für zusätzliche Mobilitätsan- gebote (z. B. Sharing-Angebote, Lademöglichkeiten u. ä.) berücksichtigt werden, so dass die Halte- stellen als Mobilitätsstationen für das Quartier dienen können. Ladesäulen/E-Mobilität In Rondorf ist im Ladesäulenkonzept ein B-Standort an der Reiherstr. 23 vorgesehen, d. h. dass die- ser Standort in der ersten Ausbaustufe als Ersatzstandort vorgesehen ist. Weiterhin sollen in späteren Ausbaustufen ein Standort an den neuen Sportplätzen des SC Rondorf sowie am neuen Marktplatz bzw. dem neuen Ortszentrum des Neubaugebiets Rondorf Nord-West auf Umsetzung überprüft werden. Bike-Sharing In der ersten Ausbaustufe des stationsbasierten Bike-Sharing Systems der KVB in den Kölner Au- ßenbezirken, das 2020 implementiert werden soll, ist nach aktuellem Stand auch eine Station im Stadtteil Rondorf vorgesehen. In den weiteren Ausbaustufen stellen die geplanten Haltestellen sinn- volle Anknüpfungspunkte dar. Carsharing Carsharing ist ein weiteres Mobilitätsangebot, das neben den unmittelbaren Haltestellenbereichen auch dezentral im Plangebiet Berücksichtigung finden kann. Zu 4): In der Beschlussvorlage 1037/2018 „Stärkung und Ausweitung des KVB-Busnetzes, hier: Interimsan- gebote“ wurde bereits eine Buserschließung im Vorlaufbetrieb zur Stadtbahnanbindung des Neubau- gebiets angekündigt: “Ein weiteres Angebot soll im Zusammenhang mit der geplanten Siedlungsentwicklung im Bereich Rondorf Nord-West auf dem Abschnitt zwischen Arnoldshöhe – Rondorf Neubaugebiet – Rodenkir- chen zu einem späteren Zeitpunkt eingerichtet werden (Linie 175).“ Die Vorlage wurde am 05.07.2018 vom Rat beschlossen. Die Verwaltung wird in Zusammenarbeit mit der KVB dem Rat zu gegebener Zeit ein entsprechendes Betriebskonzept zur Entscheidung vorlegen. Gez. Blome
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ohne Votum verwiesen mit erneuter Wiedervorlage
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4152/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 19.12.2019
- Erstellt
- 27.11.2019 14:49