3939/2018
Erfolgreiche China-Reise von Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Oktober/November 2018
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Anlage 1 Fotos Köln-Rotunda
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Anlage 1 Fotos von der Köln-Rotunda-Eröffnung © Stadt Köln Vizebürgermeister von Peking mit OB Reker und dem Künstler HG Esch ©H.G. Esch
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/80/801 Vorlagen-Nummer 05.12.2018 3939/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Wirtschaftsausschuss 06.12.2018 Erfolgreiche China-Reise von Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Oktober/November 2018 Ihre dritte China-Reise als Oberbürgermeisterin führte Henriette Reker vom 26. Oktober bis zum 3. November 2018 zunächst in Kölns Partnerstadt Peking und anschließend in die Wirtschaftsmetropo- len Hangzhou und Shanghai. Begleitet wurde sie von ausgewählten Kölner Unternehmen und Institu- tionen mit China-Bezug, darunter die Film- und Stuntproduktion Action Concept, die Deutz AG, die Industrie- und Handelskammer zu Köln, der 1. FC Köln sowie der Deutsche Zhejiang Unternehmer Verein. Zur Delegation gehörten darüber hinaus Vertreterinnen und Vertreter der Fachverwaltung. Ziel war es, die wirtschaftlichen und partnerschaftlichen Beziehungen ins Reich der Mitte auszubau- en. Am ersten Tag eröffnete Reker in Kölns Partnerstadt Peking feierlich die "Cologne Rotunda", ein Pro- jekt des Fotografen HG Esch, bei dem die Besucherinnen und Besucher einen authentischen Blick vom Kölner Dom über Köln genießen können. Das Projekt war bis zum 3. November 2018 vor dem Olympiastadion „Vogelnest“ in Peking zu sehen. Nach der feierlichen Eröffnung traf Reker den Vize-Minister für Wissenschaft und Technologie der Volksrepublik China, Jianguo Zhang. Im Fokus des Austauschs standen Fragen zum Fachkräfteaus- tausch und zu Wissenschaftskooperationen. Es wurde vereinbart, dass der Austausch der Verwaltun- gen insbesondere im Umweltbereich ausgeweitet werden soll. Auf dem Besuchsprogramm der Oberbürgermeisterin in Peking standen auch das Goethe-Institut und das Künstlerviertel „798“. Reker gratulierte dem Institut zu seinem 30-jährigen Jubiläum und verein- barte mit dem Leiter, Dr. Clemens Treter, dass in Zukunft nach Möglichkeit auch Kölner Künstler am so genannten Residenzprogramm des Instituts teilnehmen werden. Wichtigster Termin in der chinesischen Hauptstadt war sicherlich das Treffen mit Pekings Oberbür- germeister Jining Chen, der erst Mitte September zu Gast in der Domstadt war. Beim Austausch mit Kölns Partnerstadt standen Fragen zu Wirtschafts-, Kultur- und Sportthemen im Vordergrund. Ge- meinsam mit Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, warb Oberbürgermeisterin Reker bei ihrem Pekinger Amtskollegen für eine Kooperation des 1. FC Köln mit dem größten Fußballverein der Partnerstadt, Beijing Guoan Football Club. Michael Wellenzohn, Vorstand der Deutz AG, wiede- rum knüpfte an den Besuch des Pekinger Oberbürgermeisters in der Kölner Unternehmenszentrale im September an. Ausgelotet wurde die Zusammenarbeit im Bereich der Elektro- und Hybridantriebs- technik. Auch die Themen Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung wurden von den beiden Stadtoberhäuptern intensiv diskutiert. Peking baut derzeit ein neues Stadtquartier für circa 1,3 Millionen Menschen, in dem auch die Stadtregierung ab Ende des Jahres ihren neuen Sitz haben wird. Die Oberbürgermeis- terin und ihre Delegation konnten sich vor Ort von der Qualität und vom Tempo der Entwicklung einen Eindruck verschaffen. So führten sie Termine zum Planungszentrum des neuen Stadtzentrums, das bis 2035 komplett fertig sein soll, und in das Museum für Stadtplanung, in dem die eindrucksvolle Entwicklung Pekings nachvollzogen werden kann. Bei einem Treffen mit dem Organisationskomitee für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 wurde eine Kooperation mit der Deut- schen Sporthochschule Köln angeregt. 2 Anknüpfungspunkte für eine intensivere Zusammenarbeit mit der größten Volkswirtschaft der Welt sieht Oberbürgermeisterin Reker auch in den Bereichen Digitalisierung, E-Mobilität und Startups. So besuchte sie mit ihrer Delegation den Internetriesen Tencent in Peking (WeChat etc.). Dort warb sie offensiv für eine Ansiedelung des Geschäftsbereichs "Tencent Pictures" in Köln und lud Vertreter des Unternehmens nach Köln ein. Zweite Station der China-Reise war die 9-Millionen-Metropole Hangzhou, Hauptstadt der Provinz Zhejiang (56 Millionen Einwohner). Dort war die Delegation u. a. bei Chinas größtem IT-Unternehmen Alibaba zu Gast, um sich über die verschiedenen Geschäftsbereiche zu informieren und Möglichkei- ten der Kooperation für Köln zu erörtern. Es folgte ein Treffen mit dem Minister für Wirtschaft und Handel der Provinz, Quiping Sheng. Im Mit- telpunkt des gut eineinhalbstündigen Gesprächs stand eine mögliche Eisenbahnverbindung nach Köln im Rahmen der von chinesischer Seite mit Nachdruck betriebenen Seidenstraßen-Initiative. Vor dem Hintergrund einer weiteren Expansion der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen unter- stützt Oberbürgermeisterin Reker die Errichtung einer solchen Güterverkehrsverbindung auf der Schiene. Bei einem Treffen mit dem privaten Betreiber eines Zuges aus Yiwu auf chinesischer Seite warb sie für eine Ausweitung der Kooperation. Dieser Zug soll aus der Stadt Yiwu (Provinz Zhejiang etwa 250 km südlich von Shanghai gelegen), über Kasachstan, Russland, Weißrussland und Malas- zewicze in Polen nach Köln fahren. Um die weitere Akquisition von chinesischen Unternehmen ging es bei den stark frequentierten Standortpräsentationen in Peking und Shanghai, die in Kooperation mit der Landeswirtschaftsförde- rung NRW.INVEST durchgeführt wurden. Daqing Huang, geschäftsführender Direktor Genertec TEMAX Europe GmbH, ergänzte als Testimonial in Peking die Standortpräsentation des kommissari- schen Leiters der Kölner Wirtschaftsförderung, Michael Josipovic, mit den Erfahrungen seines Unter- nehmens. Die Präsentation des Standortes Köln als idealer Brückenkopf für chinesische Unterneh- men in Europa stand auch bei der gemeinsamen Veranstaltung mit der Hangzhou Economic and Technological Development Area (HEDA) im Zentrum. HEDA ist eine nationale Entwicklungszone, die der Beziehung zu Köln eine hohe Bedeutung beimisst. Der Direktor Lichun Shao unterzeichnete mit Michael Josipovic ein Memorandum of Understanding. Beide Seiten verpflichten sich darin, in Zukunft enger zusammenzuarbeiten. Sowohl in Hangzhou als auch in Shanghai schilderte Xuhan Zheng, Vorsitzender des Deutschen Zhejiang Unternehmer Ver- eins, den Teilnehmern der Veranstaltungen Kölns Standortqualitäten und seine persönlichen Erfah- rungen mit der Stadt Köln. Letzte Station der Reise war die Wirtschaftsmetropole Shanghai. Dort wurde die Delegation von Vi- zebürgermeister Kunlin Xu empfangen. Das Gespräch eröffnete zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen Köln und Shanghai. Insbesondere in den Bereichen Kultur, Messewesen, Wissenschaft, Dienstleistungen, Infrastruktur, E-Mobilität und der Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs soll der Austausch vertieft werden. Abschließend besuchte die Delegation das Unternehmen NIO, das sich in kürzester Zeit als Produ- zent von Elektroautomobilen einen Namen gemacht hat und intensiv zum „autonomen Fahren“ forscht. Oberbürgermeisterin Reker und die anderen Delegationsmitglieder konnten sich bei einer Probefahrt mit dem Verkaufsschlager ES8 selbst einen Eindruck von der beeindruckenden Leistungs- kraft dieses „Startups“ überzeugen. Alles in Allem konnten mit dieser China-Reise sowohl die wirtschaftlichen als auch die partnerschaftli- chen Beziehungen mit drei wirtschaftsstarken Großstädten Chinas intensiviert und zahlreiche Impulse für weitere Kooperationen gesetzt werden. Gleichzeitig hat die Oberbürgermeisterin persönlich für das Chinafest und die Wirtschaftskonferenz „Business and Investors Forum China 2019“ geworben und Einladungen ausgesprochen. Diese beiden Veranstaltungen werden im September 2019 in Köln stattfinden. Gez. Reker
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3939/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 05.12.2018
- Erstellt
- 27.11.2018 15:10