Mandari Insight

AN/0824/2018

Energetische Erneuerungsmaßnahmen bei der Straßenbeleuchtung und Unterführungen

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne) 24.05.2018

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Verkehrsausschuss, Sitzung am 31.12.2025, TOP 1.22

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

· application/pdf

Ansehen

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

5322 Zeichen

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Ratsgruppe GUT 
 
 
An die Vorsitzende 
des Rates 
 
Frau 
Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 24.05.2018 
 
AN/0824/2018 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 07.06.2018 
 
Energetische Erneuerungsmaßnahmen bei der Straßenbeleuchtung und 
Unterführungen 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung der Sit-
zung des Rates am 7. Juni 2018 aufzunehmen: 
 
 
Beschluss: 
 
1. Der Rat hat im Rahmen seines Haushaltsbeschlusses für das Haushaltsjahr 
2018 die Mittel für energetische Erneuerungsmaßnahmen bei der 
Straßenbeleuchtung im Rahmen des sogenannten 17 Mio. €-Paketes 
(AN/1514/2017) einmalig um 1 Mio. € erhöht. Die Verwaltung wird gebeten, 
mit der RheinEnergie zu vereinbaren, dass auch für die kommenden Jahre die 
Sanierungsquote erhöht und eine Umrüstungsquote von 5 bis 6% angestrebt 
wird. Der dafür nötige Aufwand soll in der weiteren Haushaltsplanung 
vorbehaltlich der zukünftigen Haushaltsbeschlüsse berücksichtigt werden. 
 
2. Die Verwaltung berichtet kurzfristig an den Verkehrs- und Finanzausschuss 
über den Umsetzungsstand der LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung und 
der dafür bereits verausgabten Aufwände sowie die weitere Umsetzungspla-
nung. 
 
3. Die Umrüstung der Beleuchtung von Unterführungen im Rahmen des 
Projektes „Schaffung von Lichtpassagen“ soll fortgesetzt werden. Für 
mindestens eine Passage pro Jahr sollen Mittel im Haushaltsplan 
veranschlagt werden.

- 2 - 
 
4. Bei der für Ende des Jahres vorgesehenen Neufassung des Leuchten-
Konzeptes ist bei der Auswahl der Leuchten und deren Konstruktion stärker 
als bisher das Problem der Lichtverschmutzung und die Insektenfreundlichkeit 
zu berücksichtigen. Prinzipiell sind Leuchten zu wählen, die durch 
Ausrichtung, Abschirmung und Reflektoren den größtmöglichen Anteil des 
Lichtstroms auf die zu beleuchtende Fläche fokussieren und nicht in die 
Umwelt emittieren. 
 
 
Begründung: 
 
Mit den zusätzlich 1 Mio. € aus dem Haushaltsbeschluss 2018 (AN/1514/2017, Finanzaus-
schuss vom 13.10.2017) können einschließlich Bundesförderung ca. 1.500 Leuchten zusätz-
lich auf LED umgerüstet werden. Die Zusage über die Bundesförderung wird bis Juli erwar-
tet. Dann hat die RheinEnergie ein Jahr Zeit für die Umsetzung der Maßnahme. 
Dazu müssen die personellen Ressourcen entsprechend erhöht werden. Es wäre sinnvoll 
diese erhöhten Ressourcen auch für die Folgejahre zu nutzen um die Umrüstungsquote zu 
verdoppeln. Die Mehrkosten betragen ohne zusätzliche Bundesförderung max. 500.000 €. 
Durch die Umrüstung wird eine signifikante Stromkostenreduzierung erzielt.  
 
Im Kölner Stadtgebiet stehen ca. 85.000 Straßenleuchten. Etwa 10.000 davon sind bereits 
auf LED umgerüstet. Damit gehört Köln deutschlandweit zu den Vorreitern nachhaltiger 
Stadtbeleuchtung. Allerdings werden zurzeit jährlich nur 3% der Beleuchtungsanlagen 
umgebaut (Antwort auf Anfrage 1757/2017). Bei diesem Tempo würde die Umrüstung viel zu 
lange dauern. Für die Umwelt wie auch für die künftigen Kosten der Beleuchtung wäre eine 
schnellere Umrüstung wünschenswert. 
 
So sinkt der Stromverbrauch einer Lampe mit LED-Technik gegenüber den heute noch vor-
herrschenden Lampen um 64% bzw. 514,6 kWh pro Jahr (Daten der RheinEnergie).  Das 
erspart pro Lampe und Jahr die Emission von 271 kg CO2. Kommt dann noch Lichtmanage-
ment durch Dimmen der Lampen zwischen 23 und 5 Uhr dazu, steigt die Einsparung auf 325 
kg CO2/a. 
Bei einer zusätzlichen Umrüstung von 1.000 Lampen jährlich sind dies jedes Jahr 325 t  
CO2–Ersparnis, welche sich über die Jahre aufkumulieren. 
Die Stromkosten für die Beleuchtung sanken durch Umrüstung trotz Preissteigerungen von 
3,1 Mio. € im Jahre 2008 auf 2,2 Mio. € 2015 (Beantwortung der Anfrage 1615/2016). Das 
heißt:  Auch die Stromkosten für die Beleuchtung könnten durch schnellere Umrüstung noch 
weiter sinken. 
 
Für das aus stadtgestalterischen Gründen wie zur Vermeidung von Angsträumen äußerst 
sinnvolle Projekt Lichtpassagen stehen zurzeit überhaupt keine Mittel bereit. Zum Beispiel in 
der Unterführung Marzellenstraße, die als Lichtpassage umgerüstet wurde, wird die positive 
Wirkung sichtbar. 
 
Die bisherigen Leuchten-Konzepte für die Innenstadt und die Bezirke 2 – 9 enthalten noch 
Leuchten, die nach allen Seiten und auch Richtung Himmel abstrahlen. Solche Leuchten 
führen ohne Veränderung zu einer unnötigen Lichtverschmutzung. 
Gleichzeitig beobachten wir in den letzten Jahren ein massives Insektensterben. Ein Grund 
dafür ist auch die zunehmende künstliche Beleuchtung. Schätzungen gehen davon aus, 
dass jährlich bis zu 150 Billionen Insekten an deutschen Straßenlaternen verenden (NABU-
Info). Mit modernen LED–Lampen kann das Licht wesentlich zielgenauer eingesetzt werden. 
Damit können negativen Auswirkungen auf die Insekten und Fledermäuse reduziert werden.

- 3 - 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Niklas Kienitz    gez. Jörg Frank 
CDU- Fraktionsgeschäftsführer   GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. Ulrich Breite    gez. Thor Zimmermann 
FDP- Fraktionsgeschäftsführer   Ratsgruppe GUT

Beratungsverlauf (2)

07.06.2018 Rat
TOP 3.1.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
31.12.2025 Verkehrsausschuss
TOP 1.22 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: für das Digitale Berichtswesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0824/2018
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
Datum
24.05.2018
Erstellt
24.05.2018 15:44