A-N/0008/2007
Keine weiteren Planungen für die Entlastungsstraße Nord
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Keine weiteren Planungen für die Entlastungsstraße Nord
2373 Zeichen
16. März. 2007
Antrag
Die Bezirksvertretung möge beschließen:
In der Anlage zur Vorlage V/0120/2007 (Entwurf Arbeitsprogramm Verkehrsplanung 2007 - 2008) wird
die Maßnahme „Plan-UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) Entlastungsstraße Nord“ (Projekt-Nr. N 1)
gestrichen.
Begründung
Wie schon in der Vergangenheit mehrfach festgestellt, ist es völlig unangemessen, die Planung für ein
solch überflüssiges Vorhaben wie die III. Nordtangente mit einem Gesamtvolumen von rund 7
Millionen Euro im Rahmen der mittelfristigen Finanzplanung weiter zu betreiben. Das umso mehr, als
im gleichen Zeitraum ein Haushaltskonsolidierungsbeitrag der Stadt Münster in Höhe eines
zweistelligen Millionenbetrages zu leisten ist.
Das ganze Vorhaben ist nicht nur widersprüchlich, sondern auch in hohem Maße unsozial. Hat doch
der Rat mit den Stimmen von CDU und FDP im vergangenen Jahr eine Übernahme des Eigenanteils
für Schulbücher für SGB-II-Empfänger und Empfänger von Leistungen nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz abgelehnt. Dabei ging es um eine Summe (84.000,- €), die im Verhältnis
zur III. Nordtangente (7.000.000,- €) geradezu lächerlich erscheint. Das ist etwas mehr als 1%.
In diesem Jahr die konsequente Fortsetzung von CDU und FDP , Einsparungen auf dem Rücken der
Schwachen auszutragen. In der Märzsitzung der BV-Nord lehnten sowohl die christliche CDU als auch
die liberale FDP einen SPD-Antrag ab, zur Förderung der Einrichtungen der offenen und mobilen
Kinder- und Jugendarbeit in Münster rund 50.000,- € aus dem allgemeinen Haushalt bereitzustellen.
Eine Summe, die im Vergleich zur III. Nordtangente in Prozenten (0,71%) kaum mehr darzustellen ist.
Zur Finanzierung wurden vielmehr die freien Träger gegeneinander ausgespielt und zur Kasse
gebeten: Die Regionalstelle für Frauen mit 10.000,- €, die Investitionen zur Förderung von
Jugendeinrichtungen mit 29.500,- € und der Überbrückungsfond für offene Kinder- und Jugendarbeit
mit 10.000,- €.
Eine solch widersprüchliche und völlig unsoziale Finanz- und Sparpolitik ist den Bürgerinnen und
Bürgern weder zu vermitteln noch zuzumuten. Daher ist die weitere Planung für die III. Nordtangente
einzustellen.
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Frese Herholz Igelbrink Lamken Langela Urbscheit
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- A-N/0008/2007
- Typ
- Antrag an die BV Nord
- Datum
- 12.04.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37