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Ampeln in Köln – Sicherheit oder Stressfaktor?

Parteilos Anfrage nach § 4 AN/1425/2017 vom 29.09.2017

Stand: Am 10.10.2017 im Verkehrsausschuss beraten. Ergebnis: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen.

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  • Piraten Anfrage nach § 4

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    An den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses Herrn Andreas Wolter An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker Thomas Hegenbarth Lisa Gerlach Rathaus - Spanischer Bau 50667 Köln Tel.: +49 (221) 221 - 25541 Mail: Thomas.Hegenbarth@stadt-koeln.de Mail: Lisa.Gerlach@stadt-koeln.de Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 29.09.2017 AN/1425/2017 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Verkehrsausschuss 10.10.2017 Ampeln in Köln – Sicherheit oder Stressfaktor? Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Wolter, die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Verkehrsausschusses zu nehmen: Viele Städte richten sich gegenwärtig auf die verkehrstechnischen Probleme der Zukunft aus. Dazu gehören neue, teils digitale Konzepte der Verkehrsführung für Fußgänger und Radfahrer über zu installiere nde Knöpfe, Microchips oder gar Smartphone -Apps, die via GPS-Satellit Informationen ins Verkehrsleitsystem einspeisen und so Ampelzeiten etwa für Ältere oder Kinder verlängern können. Zum neuen Schuljahr wurde viel über „Elterntaxis“ geredet, auch in Köl n. Damit Eltern ihre Kinder aber guten Gewissens morgens in den Verkehr entlassen können, müssen sie sich auf eine gute Verkehrsführung auch an den Fußgängerampeln verlassen können. Ob gerade auf großen mehrspurigen Straßen die Grünzeiten für Fußgänger so bemessen sind, dass Kinder sie sicher und möglichst in einem Zuge passieren können, ist aus unserer Sicht fra g- lich. Dazu gehört, die Grünzeiten so zu schalten, dass die bei Kindern stets große Vers u- chung, den Verkehr trotz Rotzeichen zu queren, gering geha lten wird. In Neu -Ulm ist dieses Jahr etwa eine „sprechende“ Ampel vorgestellt worden, bei der eine Kinderstimme auf ve r- ringerter Höhe mit denen „spricht“, die den Ampelknopf betätigen. Die Rektorin einer örtl i- chen Grundschule will als Effekt beobachtet ha ben, dass Kinder, die früher bei Rot die A m- pel gekreuzt hätten, nun lieber die Stimme hören wollten. 1 Im niederländischen Tilburg läuft 1 http://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/sprechende-ampel-neu-ulm-100.html - 2 - gegenwärtig eine Testphase für eine App, die Senioren bei sich tragen und mit der die Grü n- phasen der Ampeln, denen sie s ich nähern, automatisch erhöht wird. 2 Manche Kommunen haben Countdowns an ihren Lichtsignalen angebracht, die ein frühzeitiges Überqueren bei Rot minimieren. An anderen Orten wird mit Systemen experimentiert, die „Grünwellen“ für Radfahrer*innen, aber sogar auch etwa für Krankenwagen herstellen sollen. Die Entlastung, die solche Systeme für den kommunalen Verkehr mit sich brächten, liegt auf der Hand. Die Stadt Münster hat seit 2011 mehr als 50 Fahrradampeln auf Augenhöhe installiert, sei t- her sind dort die Unfallzahlen deutlich zurückgegangen.3 Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung: 1. Sind gegenwärtig verkehrstechnische Konzepte oder gar größere Projekte für den B e- reich der Stadt Köln in Planung, die sich im oben vorgestellten Sinne einer E ntlastung des Verkehrs und der größeren Sicherheit für besonders bedürftige Personenkreise wi d- men? 2. Gibt es vor Ort Forschungen zu Apps, intelligenteren Knopfsystemen, neuen Ampeld e- signs usw.? Wenn ja: in welcher Form kooperiert die Stadt Köln mit solchen Vorhaben? 3. Wo gibt es spezielle Ampelanlagen für Fahrradfahrer*innen in Köln? (Bitte jeweils mit Kennzeichnung, ob sich diese auf Augenhöhe befinden) 4. Plant die Stadtverwaltung weitere Fahrradampeln, und wenn ja: wo und wann? 5. Plant die Stadtverwaltung, b estehende Ampelanlagen (insbesondere älteren Baujahrs) um Fahrradampeln (auf Augenhöhe) zu erweitern, und wenn ja, mit welchen Kosten rechnet die Stadtverwaltung? gez. Thomas Hegenbarth gez. Lisa Hanna Gerlach 2 https://kommunal.de/artikel/fussgaenger-gruenphasen/ + http://www.tagesspiegel.de/berlin/ampeln- in-berlin-mehr-gruen-fuer-fussgaenger/11370726.html 3 http://www.wn.de/Muenster/2016/06/2424615-50-Signalanlagen-seit-2011-installiert- Fahrradampeln-in-Augenhoehe

Beratungsverlauf

  1. 10.10.2017

    Verkehrsausschuss

    TOP 1.1, Antrag / Anfrage. Ergebnis: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen

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