2001/2018
Fertigstellung des Monitoring Stadtentwicklung Köln
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Anlage 1_Monitoring_Stadtentwicklung_Anlage_zur_Mitteilung
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Monitoring Stadtentwicklung Köln Inhalt 1. Ziel des Monitoring Stadtentwicklung Köln ...... .............................................................................. 2 2. Inhaltliche Struktur ........................... ............................................................................................... 3 3. Methodik ....................................... .................................................................................................. 6 4. Status, Dynamik und Entwicklungstypen am Beispie l der Transferleistungsdichte ........................ 9 5. Aktive Berichtsoberfläche ...................... ....................................................................................... 14 6. Sachstand und Ausblick ......................... ........................................................................................ 15 Anhang: Struktur der Handlungsfelder ................................................................................................. 16 2 Monitoring Stadtentwicklung Köln Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 1. Ziel des Monitoring Stadtentwicklung Köln Städte unterliegen einem kontinuierlichen Wandel. Entwicklungen sind in allen für das Verwaltungs- handeln relevanten Handlungsfeldern zu beobachten. Dabei folgen die Veränderungen keinen ein- heitlichen gesamtstädtischen Trends, sondern sind oftmals kleinräumig höchst unterschiedlich aus- geprägt. Notwendige und zeitnahe Reaktionen seitens Politik und Verwaltung erfordern eine zuver- lässige kleinräumige Daten- und Informationsbasis, mit der entwicklungsbedeutsame Veränderungen in den kommunalen Handlungsfeldern identifiziert und beobachtet werden können. Gleichzeitig sol- len diese Informationen leicht zugänglich und einfach zu interpretieren sein. Der qualitativ und quantitativ gestiegene Informationsbedarf seitens kommunaler Politik und Verwal- tung lässt sich mit herkömmlichen Mitteln der Datenbereitstellung und Berichtsformaten nicht mehr effektiv bewältigen. Bislang erfolgt die Berichterstattung zu zentralen Handlungsfeldern getrennt voneinander mit Hilfe vieler bzw. themenbezogener Einzelberichte. Bis heute fehlte ein aussagekräf- tiges Instrument, das eine schnelle Darstellung der Situation und Entwicklung in Köln und seinen Teil- räumen liefert. Deshalb hat das Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln auf Grundlage der Ratsbe- schlüsse (1191/006 und 1754/2009) und des Beschlusses des Stadtentwicklungsausschusses (2474/2012) ein integriertes Mehrthemen-Monitoring zur kleinräumigen Beobachtung der Entwick- lung der Stadt erarbeitet. Ziel des Monitoring Stadtentwicklung Köln ist es, Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit kontinuier- lich in einer kompakten und übersichtlichen Form über Zustand und Entwicklung der Stadt in ihren Teilräumen in den kommunalen Handlungsfeldern zu informieren. Das Monitoring kann und soll bestehende Fachanalysen und -konzepte nicht ersetzen, sondern er- gänzen und deren Erarbeitung erleichtern. In der Stadtverwaltung bereits bestehende Beobach- tungssysteme werden durch das Monitoring Stadtentwicklung aufgegriffen (z.B. die Sozialraumanaly- se in der Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung bzw. ihre aktuelle Weiterentwicklung in Rich- tung einer sozialräumlichen Analyse von Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendli- chen im Rahmen des Landesprogramms „Kommunale Präventionsketten/ Kein Kind zurücklassen“). Monitoring Stadtentwicklung Köln 3 Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 2. Inhaltliche Struktur Das Kölner Monitoring ist ein integriertes Mehrthemen-Monitoring – Es berichtet über den aktuellen Stand und die Entwicklung der Stadt Köln und ihrer Teilräume in verschiedenen kommunalen Hand- lungsfeldern. Derzeit umfasst das Monitoring vier Handlungsfelder: Abbildung 1: Handlungsfelder des Monitoring Stadtentwicklung Köln Die Handlungsfelder orientieren sich an den Aufgabenfeldern der Stadtverwaltung. Die Umsetzung weiterer Handlungsfelder (z.B. zu den Themen „Umwelt“ und „Gesundheit“) ist geplant, jedoch ab- hängig von der Verfügbarkeit geeigneter kleinräumiger Daten. Jedes Handlungsfeld besteht aus einem Set von Indikatoren. Diese basieren auf den Datenbeständen des Data Warehouse der Statistik, in welchem eine Vielzahl von Daten aus Verwaltungsverfahren gespeichert wird, sowie auf Umfrageergebnissen der Leben in Köln -Umfrage. Die Indikatorensets der Handlungsfelder sind mit den thematisch zuständigen Fachdienststellen der Verwaltung abgestimmt und an deren spezifische Bedarfe angepasst. Inhaltliche Überschneidungen zwischen den Handlungsfeldern sind möglich, denn die Handlungsfelder stehen nicht isoliert neben- einander. Die Berechnung der Kennzahlen für die einzelnen Handlungsfelder beruht auf einer abge- stimmten und gleichartigen Methodik. Sie können direkt miteinander in Beziehung gesetzt und ver- glichen werden. Die inhaltliche Ausrichtung der Handlungsfelder kann folgendermaßen zusammengefasst werden: Sozialer Status Das Handlungsfeld umfasst zentrale Dimensionen sozialer Ungleichheit, wie der wirtschaftliche Situa- tion, der politisch-kulturellen Teilhabe und dem (subjektiven) Gesundheitszustand. Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen Das Indikatorenset baut auf einem mehrdimensionalen Ansatz der Teilhabechancen auf, welcher neben Bildungschancen auch ökonomische Lebensverhältnisse, Integration und Zuwanderung, ge- sundheitliche Chancen und die Umwelt- und Wohnqualität der Kinder und Jugendlichen einbezieht. 4 Monitoring Stadtentwicklung Köln Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 Demografie Im Handlungsfeld werden die demografischen Strukturen der Bevölkerung anhand von Indikatoren aus den Bereichen Alter, Migrationshintergrund und Haushaltsstruktur untersucht und der demogra- fische Wandel in Köln kleinräumig dargestellt. Wohnen Das Handlungsfeld umfasst die Themen Wohnkosten- und Qualität, Einwohnerentwicklung und Ver- sorgung mit Infrastruktureinrichtungen sowie ein Indikatorenset aus der Leben in Köln-Umfrage zur Einschätzung der Befragten zu ihrem Wohnumfeld. Inhaltliche Ebenen des Monitorings Im Monitoring Stadtentwicklung werden Zustand und Entwicklung aller Einzelindikatoren sowohl für ganz Köln als auch für seine Teilräume dargestellt. In den Handlungsfeldern „Sozialer Status“, „Bil- dungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen“ und „Demografie“ werden ein Teil der Indikatoren darüber hinaus zu Indizes zusammengefasst. In den ersten beiden Handlungsfeldern wird aus diesen Teilindizes abschließend ein Gesamtindex gebildet (siehe Anhang). Anhand der so gebilde- ten Indizes können mehrdimensionale sozioökonomische- und demografische Phänomene beobach- tet werden. So wird z.B. die wirtschaftliche Benachteiligung („Gesamtindex wirtschaftliche Benachtei- ligung“; siehe Abbildung 10 im Anhang) anhand von Indikatoren des Transferleistungsbezugs und der Arbeitslosigkeit beschrieben. Ergebnisse aller drei Strukturebenen (Einzelindikatoren, (Teil)Indizes und Gesamtindizes) werden im Monitoring dargestellt. Abbildung 2: Indexebenen der Handlungsfelder Das Monitoring Stadtentwicklung ist technisch in das statistische Data Warehouse integriert. Die Umsetzung der Indexwertberechnung wurde so angelegt, dass Änderungen an der Struktur der Handlungsfelder mit geringem Aufwand vorgenommen werden können. Es kann so an zukünftige Anforderungen, veränderte Bedarfslagen und Entwicklungen der Datenbasis angepasst werden. Als Beispiel kann hier das Handlungsfeld Sozialer Status genannt werden, dessen Ergebnisse in der der- zeit unter Federführung von Dezernat V erstellten Lebenslagenberichterstattung genutzt werden Monitoring Stadtentwicklung Köln 5 Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 sollen. Sollten sich im Zuge der Erstellung Ergänzungs- und Änderungsbedarfe ergeben, kann die Struktur des Handlungsfelds angepasst werden. Räumliche Ebenen Das Monitoring beobachtet die Entwicklungen der Stadt in ihren Teilräumen. Die Indikatoren und Indizes werden sowohl für die 86 Stadtteile als auch für die neun Stadtbezirke dargestellt. Bei ent- sprechend verfügbaren Daten werden die Ergebnisse auch für die 294 Stadtviertel mit mindestens 500 Einwohnern berechnet. Für integrierte Stadtentwicklungskonzepte sind die elf Kölner Sozialräu- me von besonderer Bedeutung. Da sich die Sozialräume jeweils aus mehreren Stadtvierteln zusam- mensetzen, können Ergebnisse für diese nur dann berechnet und dargestellt werden, wenn die Indi- katoren und Indizes auf der Stadtviertelebene vorliegen. Auch neu definierte Planungsräume können bei entsprechender Datenverfügbarkeit mit dem Monitoring Stadtentwicklung beobachtet werden. Abbildung 3: Räumliche Ebenen des Monitorings 6 Monitoring Stadtentwicklung Köln Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 3. Methodik Die Handlungsfelder des Monitorings basieren auf umfassenden Sets von Indikatoren. Diese Indikato- ren werden in unterschiedlichen Maßeinheiten gemessen – wie Anteilswerte (z.B. Arbeitslosenquo- ten), Zeiträume (z.B. durchschnittliche Wohndauer in Jahren) oder Preise (z.B. Durchschnittsmieten pro Quadratmeter). Es werden sowohl Status (Zustand der Teilräume in einem bestimmten Jahr) als auch Dynamik der Indikatoren (Entwicklung zwischen zwei Zeitpunkten) beobachtet. Status- und Dynamikwerte werden im Monitoring durch ein Standardisierungsverfahren vergleichbar gemacht. Durch dieses Verfahren entstehen Indexwerte, die anzeigen, ob bzw. wie weit ein Indikator in einem Teilraum über- oder unterhalb des gesamtstädtischen Durchschnittswertes liegt oder die- sem genau entspricht. Der Abstand vom gesamtstädtischen Wert wird in Einheiten gemessen, die der der durchschnittlichen Abweichung aller Teilräume vom Gesamtstadtwert entsprechen. Die Rangfol- ge und Streuung der Originalausprägungen der Indikatoren bleiben durch diese Transformation er- halten. Die standardisierten Indikatoren können – aufgrund ihrer Maßgleichheit – in ihren Werten direkt miteinander verglichen werden. Abbildung 4: Methodik – Standardisierung der Indikatoren Monitoring Stadtentwicklung Köln 7 Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 Die berechneten Indexwerte werden bei allen Handlungsfeldern jeweils in fünf Kategorien eingeord- net (siehe Tabelle 1). Tabelle 1: Kategorisierung der standardisierten Indexwerte (Status und Dynamik) Indexwert Kategorie > 1,5 stark überdurchschnittlich 0,5 – 1,5 überdurchschnittlich -0,5 – 0,5 durchschnittlich (0 = gesamtstädtischer Durchschnitt) -1,5 - -0,5 unt erdurchschnittlich <-1,5 stark unterdurchschnittlich Die standardisierten Indexwerte sind auf den jeweiligen gesamtstädtischen Durchschnittswert zentriert und daher immer mit Bezug zu diesem zu interpretieren: Statusindexwerte zeigen an, wie weit ein Indikator in einem Teilraum zu einem bestimmten Zeit- punkt über oder unter dem gesamtstädtischen Durchschnittswert liegt, oder ob er diesem entspricht. Dynamikindexwerte zeigen an, wie weit die Entwicklung eines Teilraums zwischen zwei Zeitpunkten über oder unter der durchschnittlichen gesamtstädtischen Entwicklung liegt, oder ob sie dieser ent- spricht. Gesamtstädtische Trends und Entwicklungen werden dadurch aus den kleinräumigen Werten herausgerechnet. Die Kombination von Status- und Dynamik als Frühwarnsystem Status- und Dynamikindexwerte können aufgrund der gleichartigen Methodik und der identischen Abgrenzung der Kategorien kombiniert werden. Im Monitoring Stadtentwicklung werden die fünf Status- und Dynamikkategorien in Bezug zueinander gesetzt. Durch diese Kombination können neun sogenannte Entwicklungstypen abgebildet werden (siehe Abbildung 5). Die Entwicklungstypen ermöglichen es - frühzeitig negative Entwicklungen status-hoher Gebiete, aber auch Verbesserungsprozesse in benachteiligten Gebieten sicher zu identifizieren. - Aussagen über die Entwicklung der „Schere“ zwischen benachteiligten und besser gestellten Teilräumen zu treffen. - Unterschiedliche Entwicklungen status-gleicher Gebiete zu erkennen. 8 Monitoring Stadtentwicklung Köln Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 Abbildung 5: Methodik – Bildung der Entwicklungstypen aus Status und Dynamikindexwerten Monitoring Stadtentwicklung Köln 9 Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 4. Status, Dynamik und Entwicklungstypen am Beispiel der Transferleistungsdichte Die Transferleistungsdichte ist der Anteil der Personen, die Leistungen nach SGB II und SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) erhalten. Sie umfasst somit den Teil der Bevölkerung, der auf existenzsichernde Leistungen angewiesen ist und gibt einen Eindruck über die in den Teilräumen Kölns bestehende Hilfebedürftigkeit. Der gesamtstädtische Wert der Transferleistungsdichte lag für Köln im Jahr 2016 bei 13,2 Prozent. Zwischen 2013 und 2016 stieg sie um 0,2 Prozentpunkte an. Die Transferleistungsdichte ist im Monitoring ein Indikator des „Teilin- dex Transferleistungen“ im Handlungsfeld Sozialer Status Abbildung 6: Transferleistungsdichte nach Stadtteilen 2016 (Status 2016) Das Monitoring zeigt, dass die Transferleistungsdichte im Jahr 2016 in vielen rechtsrheinischen Stadt- teilen (in den Bezirken Mülheim, Kalk und dem nördlichen Porz) sowie in Chorweiler, Seeberg, Bock- lemünd/Mengenich und Meschenich deutlich über dem gesamtstädtischen Durchschnittswert lag (siehe Abbildung 6). Besonders auffällig zeigen sich Chorweiler und Finkenberg, hier liegt der Trans- ferleistungsquote mit über 42 Prozent am höchsten. Anders sah es im Innenstadtbereich und in weiten Teilen der angrenzenden Stadtteile in den Bezir- ken Lindenthal und Rodenkirchen aus: die Transferleistungsdichte liegt hier deutlich unter dem städ- tischen Durchschnitt. Besonders niedrig ist sie mit jeweils unter 3 Prozent in Hahnwald, Fühlingen und Lindenthal. 10 Monitoring Stadtentwicklung Köln Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 Abbildung 7: Entwicklung der Transferleistungsdichte nach Stadtteilen 2013-2016 (Dynamik 2013-2016) Ein Blick auf die Entwicklung zwischen 2013 und 2016 macht deutlich, dass die Transferleistungsdich- te in den am Stadtrand gelegenen Stadtteilen der Bezirke Mülheim und Chorweiler stärker angestie- gen ist als im gesamtstädtischen Durchschnitt. Gleiches gilt auch für Teile von Porz, Kalk und Ro- denkirchen. Besonders stark war der Anstieg mit einem Plus von jeweils knapp drei Prozentpunkten in Finkenberg, Gremberghoven und Godorf. Deutlich besser als die Gesamtstadt entwickelten sich vor allem Stadtteile am Stadtrand von Porz und in Teilen der Stadtbezirke Chorweiler, Ehrenfeld, Rodenkirchen und Kalk. Heraus sticht die Entwick- lung in Ostheim, hier verringerte sich die Transferleistungsdichte zwischen 2013 und 2016 um 3,4 Prozentpunkte, aber auch Ossendorf und Lindweiler können Abnahmen von knapp zwei Prozent- punkten vorweisen. Die Entwicklungstypen am Beispiel der Transferleistungsdichte Die Analyse der Entwicklungstypen zeigt, wie sich in Kölner Teilräumen Status und Dynamik in ihrer Überlagerung entwickelt haben. Mit den Entwicklungstypen wird ein tieferer Einblick in die klein- räumige Struktur der Stadt und Hinweise auf Entwicklungen gegeben, die in den derzeitigen Merk- malsausprägungen noch nicht erkennbar sind. So werden auch negative Entwicklungen in Status- unauffälligeren Gebieten sichtbar und es können aktuell benachteiligte Räume identifiziert werden, die sich bereits auf einem positiven Entwicklungspfad befinden. Monitoring Stadtentwicklung Köln 11 Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 An vier Stadtteilen wird die Interpretation der Entwicklungstypen beispielhaft verdeutlicht (siehe Abbildung 8). Es werden jeweils zwei Stadtteile beschrieben, deren Transferleistungsdichte auf ver- gleichbarem Status-Niveau liegt, welche sich in der Dynamik jedoch voneinander unterscheiden. Abbildung 8: Entwicklungstypen der Transferleistungsdichte nach Stadtteilen 2016 (Status 2016 / Dynamik 2013-2016) Chorweiler Indexwert Rang Originalwert Entwicklungstyp Transferleistungsdichte Status 2016 3,34 86/86 42,9% 31 Status überdurchschnittlich hoch & Entwicklung besser als Gesamtstadt Dynamik 2013-2016 -0,92 19/86 -0,6%-Punkte Im Stadtteil Chorweiler war die Transferleistungsdichte 2016 stark überdurchschnittlich ausgeprägt, hat sich in den Jahren 2013-2016 aber besser entwickelt als die Gesamtstadt. Ein Blick auf die Originalwerte zeigt, dass Chorweiler 2016 die höchste Transferleistungsdichte aller Kölner Stadtteile hatte. Zwischen 2013 und 2016 ist diese im Stadtteil jedoch leicht gesunken und zeigte damit eine bessere Entwicklung als die Gesamtstadt. Chorweiler weist zwar 2016 immer noch die höchste Transferleistungsdichte aller Stadtteile auf, zeig- te aber seit 2013 eine positive Entwicklungstendenz beim Transferleistungsbezug, der sich um 0,6 Prozentpunkte verringerte. 12 Monitoring Stadtentwicklung Köln Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 Finkenberg Indexwert Rang Originalwert Entwicklungstyp Transferleistungsdichte Status 2016 3,29 85/86 42,4% 33 Status überdurchschnittlich hoch & Entwicklung schlechter als Gesamtstadt Dynamik 2013-2016 3,55 86/86 +3,0%-Punkte Der Stadtteil Finkenberg wies bei der Transferleistungsdichte 2016 einen sehr hohen Wert auf. In den Jahren 2013-2016 hat Transferleistungsdichte stärker zugenommen als in der Gesamtstadt im Durch- schnitt. Die Originalwerte zeigen, dass die Transferleistungsdichte in Finkenberg nur wenig geringer ist als im Stadtteil Chorweiler (siehe oben). Finkenberg hatte in 2016 damit die zweithöchste Transferleis- tungsdichte aller Stadtteile vorzuweisen. Anders als in Chorweiler ist die Transferleistungsdichte in den Jahren zwischen 2013 und 2016 zudem überdurchschnittlich gestiegen. Finkenberg zeigte von allen Stadtteilen den höchsten Anstieg der Transferleistungsdichte. Finkenberg ist mit Blick auf die Transferleistungsdichte ein stark benachteiligter Stadtteil, dessen prekäre Lage durch den weiteren Anstieg der Transferleistungsdichte zusätzlich verstärkt wird. Bayenthal Indexwert Rang Originalwert Entwicklungstyp Transferleistungsdichte Status 2016 -0,72 24/86 6,7% 11 Status unterdurchschnittlich & Entwicklung besser als Gesamtstadt Dynamik 2013-2016 -1,34 12/86 -0,9%-Punkte Der Stadtteil Bayenthal wies im Jahr 2016 eine (stark) unterdurchschnittliche Transferleistungsdichte auf, welche sich in den Jahren 2013-2016 zudem besser entwickelte, als die Gesamtstadt. In 2016 lag die Transferleistungsdichte in Bayenthal weit unter dem gesamtstädtischen Durch- schnittswert und kann als Status-unauffällig bezeichnet werden. Auch die Entwicklung der Transfer- leistungsdichte war in den Jahren 2013-2016 besser als in der Gesamtstadt im Durchschnitt. Der Stadtteil zeigt hinsichtlich der Transferleistungsdichte sowohl in Status als auch Dynamik sehr positive Werte. Monitoring Stadtentwicklung Köln 13 Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 Brück Indexwert Rang Originalwert Entwicklungstyp Transferleistungsdichte Status 2016 -0,63 28/86 7,6% 13 Status unterdurchschnittlich hoch & Entwicklung schlechter als Gesamtstadt Dynamik 2013-2016 2,04 81/86 +1,8%-Punkte Der Stadtteil Brück weist im Jahr 2016 eine unterdurchschnittliche Transferleistungsdichte auf, wel- che zwischen 2013 und 2016 jedoch stärker zugenommen hat, als in der Gesamtstadt im Durch- schnitt. In 2016 lag die Transferleistungsdichte in Brück knapp einen Prozentpunkt über dem Wert des Stadt- teils Bayenthal (siehe oben). Beide Stadtteile gehörten damit zu den Status-unauffälligen Gebieten. Anders als in Bayenthal hat sich die Transferleistungsdichte in Brück zwischen 2013-2016 schlechter entwickelt als in der Gesamtstadt im Durchschnitt. Nur fünf Stadtteile zeigten im gleichen Zeitraum einen stärkeren Anstieg der Transferleistungsdichte. Brück hatte im Jahr 2016 eine unterdurchschnittliche Transferleistungsdichte und zeigte in den drei Jahren zuvor aber eine überdurchschnittliche Zunahme der Transferleistungsdichte. Daher muss der Stadtteil Brück in seiner weiteren Entwicklung genau beobachtet werden. 14 Monitoring Stadtentwicklung Köln Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 5. Aktive Berichtsoberfläche Die Ergebnisse des Monitoring Stadtentwicklung können über eine eigens für diesen Zweck pro- grammierte Anwendung abgerufen und analysiert werden. Derzeit ist die Anwendung für den Ge- brauch in der Verwaltung konzipiert und einsetzbar. Die Programmierung einer Anwendung für die Politik und die Veröffentlichung der Ergebnisse im Internet ist bis Ende 2018 geplant. Abbildung 9: Aktive Berichtsoberfläche (Screenshot) Eigenschaften und Handhabung der aktiven Berichtsoberfläche des Monitorings: - Darstellung aller Ergebnisse (Status- und Dynamikindexwerte, Entwicklungstypen) der Indika- toren und Indizes sowie der Originalwerte der Merkmale. - Einordnung der teilräumlichen Ergebnisse in den gesamtstädtischen Kontext - Visualisierung der Ergebnisse in Karten und Diagrammen - Darstellung der Ergebnisse auf allen verfügbaren räumlichen Ebenen - Export der Ergebnisse zur individuellen Weiterverarbeitung Monitoring Stadtentwicklung Köln 15 Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 6. Sachstand und Ausblick Die Berechnung der Indexwerte des Monitorings im Data Warehouse der Statistik und die Umsetzung der vier Handlungsfelder in der dargestellten Struktur sind abgeschlossen. Mit der aktiven Berichts- oberfläche wird der Verwaltung ein direkter Zugang zu den Ergebnissen bereitgestellt. So können die Ergebnisse des Monitorings in kommenden Planungen und Arbeiten genutzt werden. Eine weitere Anwendung für die Politik ist in Vorbereitung. Mit ihr können die Ergebnisse zielgrup- pengerecht auf mobilen Endgeräten (v.a. Tablets) dargestellt werden. Die Veröffentlichung der Er- gebnisse des Monitorings im Internet, um diese in geeigneter Form der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist für das Jahresende geplant. Die Ergebnisse des Monitorings werden darüber hinaus in einem Bericht zusammengefasst. Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“, die unter Federführung von Dezernat V erstellte Le- benslagenberichterstattung und das in Dezernat IV federführend begleitete Landesprogramm „Kommunale Präventionsketten/ Kein Kind zurücklassen“ mit seinem Fokus auf die Bekämpfung von Kinder-, Jugend- und Familienarmut sind erste Anwendungsbeispiele mit gesamtstädtischer Bedeu- tung, in welchen die Ergebnisse des Monitorings genutzt werden. Die Ergebnisse des Monitoring Stadtentwicklung werden jährlich fortgeschrieben. 16 Monitoring Stadtentwicklung Köln Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 Anhang: Struktur der Handlungsfelder Abbildung 10: Struktur des Handlungsfelds „Sozialer Status“ Abbildung 11: Struktur des Handlungsfelds „Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen“ Monitoring Stadtentwicklung Köln 17 Amt für Stadtentwicklung und Statistik Juni 2018 Abbildung 12: Struktur des Handlungsfelds „Demografie“ Abbildung 13: Struktur des Handlungsfelds „Wohnen“
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/153 153/1 Vorlagen-Nummer 25.06.2018 2001/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss zurückgestellt 28.06.2018 Stadtentwicklungsausschuss 28.03.2019 Ausschuss Soziales und Senioren 02.05.2019 Ausschuss Schule und Weiterbildung 06.05.2019 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 13.05.2019 Jugendhilfeausschuss 14.05.2019 Fertigstellung des Monitoring Stadtentwicklung Köln Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat im Auftrag des Rates und zuletzt auf Grundlage des Beschlusses des Stadtentwicklungsausschusses (Vorlagen-Nr. 2474/2012) ein kleinräumiges Be- obachtungssystem der Stadt Köln in Form eines Monitorings entwickelt. Ziel des Monitoring Stadtentwicklung ist es, Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit kontinuierlich in ei- ner kompakten und übersichtlichen Form über Zustand und Entwicklung der Stadt in ihren Teilräumen in den kommunalen Handlungsfeldern zu informieren. Mit dem Monitoring Stadtentwicklung werden anhand ausgewählter Indikatoren Zustand und Entwick- lung der Stadt und ihrer Teilräume in verschiedenen kommunalen Handlungsfeldern beobachtet. Das Monitoring umfasst derzeit vier Handlungsfelder: Sozialer Status Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen Demografie Wohnen Deren Struktur ist mit den thematisch zuständigen Fachdienststellen der Verwaltung abgestimmt und an deren spezifische Bedarfe angepasst. Aus den Indikatoren werden im Monitoring standardisierte Indexwerte berechnet, die es ermöglichen alle Indikatoren themenübergreifend direkt miteinander zu vergleichen, um eine Häufung von Problemlagen und Zusammenhänge zwischen den Indikatoren zu identifizieren. Zustand und Entwicklung zu kombinieren, um ein detailliertes Bild über kleinräumige Entwick- lungen in Köln zu erhalten. Das Monitoring stellt die unterschiedlichen Merkmale in Form von Indexwerten dar. Das Monitoring und die gesamte vorlaufende Berechnung wurden in das statistische Data Warehouse implementiert. 2 Dies ermöglicht es, künftig Änderungen an der Struktur der Handlungsfelder mit geringem Aufwand vorzunehmen. Es kann so an zukünftige Anforderungen, veränderte Bedarfslagen und Entwicklungen der Datenbasis flexibel angepasst werden. Die Ergebnisse des Monitoring Stadtentwicklung können über eine eigens für diesen Zweck pro- grammierte Anwendung abgerufen und analysiert werden. Im ersten Schritt ist die Anwendung für den verwaltungsinternen Gebrauch fertiggestellt. Die Programmierung einer Anwendung für Politik, Stadt- und Verwaltungsspitze wird voraussichtlich bis Ende 2018 fertiggestellt sein. Die Ergebnisse werden darüber hinaus in einem Ergebnis bzw. Lagebericht zusammengefasst. Das Monitoring Stadtentwicklung soll künftig jährlich fortgeschrieben werden. Die Umsetzung weiterer Handlungsfelder – wie Umwelt und Gesundheit – ist geplant, jedoch abhängig von der Verfügbarkeit relevanter kleinräumiger Daten. Eine detaillierte Beschreibung des Monitoring Stadtentwicklung mit Anwendungsbeispielen ist der Anlage zu entnehmen. Gez. Greitemann
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2001/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 28.02.2019
- Erstellt
- 12.06.2018 14:09