A-O/0004/2021
Klimaschonende Mobilität für einen wachsenden Stadtteil - Wiedereröffnung des Bahnhaltepunktes Münster-Handorf
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Originalantrag A-O/0004/2021
4970 Zeichen
A-0/0004/2021 Anregung der Bezirksvertretung Münster-Ost an den Rat der Stadt gem. 8 21, 5 der Hauptsatzung der Stadt Klimaschonende Mobilität für einen wachsenden Stadtteil- Wiedereröffnung des Bahnhaltepunktes Münster-Handorf Anregung: 1. Die Bezirksvertretung Münster Ost fordert den Ausbau aller drei Bahn-Haltepunkte im Bezirk Münster-Ost - auf der Strecke von Münster nach Osnabrück der Haltepunkt Sudmühle bzw. Dorbaum und - _ auf.der Strecke von Münster nach Warendorf die Haltepunkte Mondstraße und Handorfer Str. (jeweils an der Warendorfer Str.) - 1 als wichtige Bestandteile für eine moderne und zukunftsweisende Mobilität. 2. Mit Bezug auf die Neubaugebiete Kirschgarten und Kötterstraße in Handorf spricht sich die Bezirksvertretung Müster-Ost dafür aus, den Ortsteil Münster-Handorf so schnell wie möglich wieder mit der Eisenbahnstrecke MS — WAF — Rheda (KBS 406) zu verbinden und den Haltepunkt Münster-Handorf zu reaktivieren und als aufwärts-kompatible Zwischenstufe für die Münsterland-S-Bahn vorzeitig zu realisieren. 3. Der Rat beauftragt die Verwaltung, ein Konzept für die schnellstmögliche Wiedereröffnung des Haltepunktes Münster-Handorf zu erstellen und mit dem Zweckverband NWL abzustimmen. 4. Weiteres Ziel soll es sein, den Haltepunkt in das Streckennetz für die Münsterland S-Bahn einzufügen und in den in Aufstellung befindlichen Nahverkehrsplan für Westfalen zu integrieren. 5. Der Rat möge eine entsprechende Erklärung an den an den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) abgeben und seine über den Schienen-Personen-Nahverkehr (ZVM) in den NWL delegierten Ratsmitglieder anhalten, sich für dieses Ziel einzusetzen. 6. Über den weiteren Fortgang ist die Bezirksvertretung Münster Ost zu informieren. Begründung: 1. Die Bürgerinnen und Bürger im wachsenden Stadtteil Handorf erwarten hingegen, dass Politik und Verwaltung die Voraussetzungen für eine klimaschonende Mobilität schaffen. In Münster kommt hinzu, dass alle Parteien bei unterschiedlichen Vorstellungen im Detail sich für eine Verringerung des Autoverkehrs in der Innenstadt aussprechen. Diese berechtigten Wünsche dürfen aber nicht zu Lasten der Verbindung Handorfs mit der Innenstadt gehen. 2. Um das Angebot für den SPNV im Münsterland zu verstetigen, zu vereinheitlichen und den künftigen Anforderungen gerecht zu werden, haben die Stadt Münster und die Landkreise des Münsterlandes unter Einbindung des Verkehrsministeriums NRW, der Bezirksregierung und des NWL im Frühjahr 2019 vereinbart, ein weitreichendes Angebotskonzept zu entwickeln. Dabei soll insbesondere geprüft werden, in wie weit ein tragfähiges S-Bahn-System für das Münsterland konzipiert werden kann. In diesem Zielkonzept wurde zunächst nur der Haltepunkt Sudmühle bzw. Dorbaum aufgenommen. Mit Ratsbeschluss vom 02.06.2020 wurde mit der Vorlage V/1179/2019 der NWL aufgefordert, auch die beiden anderen Haltepunkt in das Zielkonzept aufzunehmen. 2. Die Realisierung des Konzeptes der Münsterland-S-Bahn verschiebt sich jedoch in den Zeithorizont 2035. Auch lässt das Konzept des NWL für die Münsterland S-Bahn den Haltepunkt Münster-Handorf leider außen vor. Einziger Lichtblick ist die im Februar 2019 vom Rat der Stadt beschlossene Aufforderung, der NWL möge prüfen, ob der Haltepunkt Münster-Handorf in das S-Bahnkonzept aufgenommen werden kann. Dieser Forderung schließt sich die Bezirksvertretung Münster-Ost gern an. Für Handorf ist diese ungewisse Situation aber nicht tragbar. Die 500 Familien, die in unseren neuen Baugebieten eine Heimat finden sollen, müssen wissen, woran sie sind. Es ist absurd, dass die Innenstadt von Westbevern-Vadrup mit dem ÖPNV in acht Minuten zu erreichen ist, von Handorf hingegen in 30 Minuten. 3. So ist aus Gründen des Klimaschutzes und aus Gründen der Sicherung der Mobilität eine schnellstmögliche Bahnanbindung für den Stadtteil Handorf geboten, möglichst rechtzeitig zur Fertigstellung der Baugebiete Kirschgarten und Kötterstraße, damit die neuen Bürgerinnen und Bürger Handorfs von Anbeginn ihrer neuen Lebenssituation an ein bereits vorhandenes attraktives Verkehrsangebot nutzen können. Wir meinen, dass der Haltepunkt unverzichtbar ist, und dass endlich ein Zeichen für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Münsteraner Osten gesetzt werden muss. Aus Sicht der Bezirksvertretung muss die Eisenbahnstrecke Münster-Warendorf-Rheda dabei eine vorrangige Rolle spielen. 4. Damit möglichst zeitnah erste Schritte auf dem Weg zu einer Bahnverbindung des wachsenden Stadtteils Handorf getan werden, soll die Verwaltung ein Konzept für die Wiedereröffnung des Bahnhaltepunktes erstellen und mit den zuständigen Stellen des NWL abstimmen. Weiteres Ziel des Konzeptes soll es sein, den Haltepunkt in das künftige S-Bahnnetz einzufügen und als Vorhaben in den in Aufstellung befindlichen Nahverkehrsplan für Westfalen zu integrieren. Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL In der BV Münster Ost Meinolf Sellerberg Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (5)
- Warendorfer Straße
- Handorfer Straße
- Mondstraße
- Kirschgarten
- Kötterstraße
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Details
- Aktenzeichen
- A-O/0004/2021
- Typ
- Antrag an die BV Ost
- Datum
- 19.05.2021
- Erstellt
- 19.05.2021 07:53