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A-O/0004/2021

Klimaschonende Mobilität für einen wachsenden Stadtteil - Wiedereröffnung des Bahnhaltepunktes Münster-Handorf

Antrag an die BV Ost 19.05.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Ost, Sitzung am 27.05.2021, TOP 7.3

Originalantrag A-O/0004/2021

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Originalantrag A-O/0004/2021

4970 Zeichen

A-0/0004/2021

Anregung der Bezirksvertretung Münster-Ost an den Rat der Stadt gem. 8 21, 5 der Hauptsatzung
der Stadt

Klimaschonende Mobilität für einen wachsenden Stadtteil-
Wiedereröffnung des Bahnhaltepunktes Münster-Handorf
Anregung:

1. Die Bezirksvertretung Münster Ost fordert den Ausbau aller drei Bahn-Haltepunkte im Bezirk
Münster-Ost

- auf der Strecke von Münster nach Osnabrück der Haltepunkt Sudmühle bzw. Dorbaum und

- _ auf.der Strecke von Münster nach Warendorf die Haltepunkte Mondstraße und Handorfer Str.
(jeweils an der Warendorfer Str.) - 1

als wichtige Bestandteile für eine moderne und zukunftsweisende Mobilität.

2. Mit Bezug auf die Neubaugebiete Kirschgarten und Kötterstraße in Handorf spricht sich die
Bezirksvertretung Müster-Ost dafür aus, den Ortsteil Münster-Handorf so schnell wie möglich
wieder mit der Eisenbahnstrecke MS — WAF — Rheda (KBS 406) zu verbinden und den
Haltepunkt Münster-Handorf zu reaktivieren und als aufwärts-kompatible Zwischenstufe für
die Münsterland-S-Bahn vorzeitig zu realisieren.

3. Der Rat beauftragt die Verwaltung, ein Konzept für die schnellstmögliche Wiedereröffnung
des Haltepunktes Münster-Handorf zu erstellen und mit dem Zweckverband NWL
abzustimmen.

4. Weiteres Ziel soll es sein, den Haltepunkt in das Streckennetz für die Münsterland S-Bahn
einzufügen und in den in Aufstellung befindlichen Nahverkehrsplan für Westfalen zu
integrieren.

5. Der Rat möge eine entsprechende Erklärung an den an den Zweckverband Nahverkehr
Westfalen-Lippe (NWL) abgeben und seine über den Schienen-Personen-Nahverkehr (ZVM) in
den NWL delegierten Ratsmitglieder anhalten, sich für dieses Ziel einzusetzen.

6. Über den weiteren Fortgang ist die Bezirksvertretung Münster Ost zu informieren.

Begründung:

1. Die Bürgerinnen und Bürger im wachsenden Stadtteil Handorf erwarten hingegen, dass Politik und
Verwaltung die Voraussetzungen für eine klimaschonende Mobilität schaffen.

In Münster kommt hinzu, dass alle Parteien bei unterschiedlichen Vorstellungen im Detail sich für
eine Verringerung des Autoverkehrs in der Innenstadt aussprechen. Diese berechtigten Wünsche
dürfen aber nicht zu Lasten der Verbindung Handorfs mit der Innenstadt gehen.

2. Um das Angebot für den SPNV im Münsterland zu verstetigen, zu vereinheitlichen und den
künftigen Anforderungen gerecht zu werden, haben die Stadt Münster und die Landkreise des

Münsterlandes unter Einbindung des Verkehrsministeriums NRW, der Bezirksregierung und des NWL
im Frühjahr 2019 vereinbart, ein weitreichendes Angebotskonzept zu entwickeln. Dabei soll
insbesondere geprüft werden, in wie weit ein tragfähiges S-Bahn-System für das Münsterland
konzipiert werden kann. In diesem Zielkonzept wurde zunächst nur der Haltepunkt Sudmühle bzw.
Dorbaum aufgenommen. Mit Ratsbeschluss vom 02.06.2020 wurde mit der Vorlage V/1179/2019 der
NWL aufgefordert, auch die beiden anderen Haltepunkt in das Zielkonzept aufzunehmen.

2. Die Realisierung des Konzeptes der Münsterland-S-Bahn verschiebt sich jedoch in den Zeithorizont
2035. Auch lässt das Konzept des NWL für die Münsterland S-Bahn den Haltepunkt Münster-Handorf
leider außen vor. Einziger Lichtblick ist die im Februar 2019 vom Rat der Stadt beschlossene
Aufforderung, der NWL möge prüfen, ob der Haltepunkt Münster-Handorf in das S-Bahnkonzept
aufgenommen werden kann. Dieser Forderung schließt sich die Bezirksvertretung Münster-Ost gern
an.

Für Handorf ist diese ungewisse Situation aber nicht tragbar. Die 500 Familien, die in unseren neuen
Baugebieten eine Heimat finden sollen, müssen wissen, woran sie sind. Es ist absurd, dass die
Innenstadt von Westbevern-Vadrup mit dem ÖPNV in acht Minuten zu erreichen ist, von Handorf
hingegen in 30 Minuten.

3. So ist aus Gründen des Klimaschutzes und aus Gründen der Sicherung der Mobilität eine
schnellstmögliche Bahnanbindung für den Stadtteil Handorf geboten, möglichst rechtzeitig zur
Fertigstellung der Baugebiete Kirschgarten und Kötterstraße, damit die neuen Bürgerinnen und
Bürger Handorfs von Anbeginn ihrer neuen Lebenssituation an ein bereits vorhandenes attraktives
Verkehrsangebot nutzen können.

Wir meinen, dass der Haltepunkt unverzichtbar ist, und dass endlich ein Zeichen für den Ausbau des
öffentlichen Verkehrs im Münsteraner Osten gesetzt werden muss. Aus Sicht der Bezirksvertretung
muss die Eisenbahnstrecke Münster-Warendorf-Rheda dabei eine vorrangige Rolle spielen.

4. Damit möglichst zeitnah erste Schritte auf dem Weg zu einer Bahnverbindung des wachsenden
Stadtteils Handorf getan werden, soll die Verwaltung ein Konzept für die Wiedereröffnung des
Bahnhaltepunktes erstellen und mit den zuständigen Stellen des NWL abstimmen. Weiteres Ziel des
Konzeptes soll es sein, den Haltepunkt in das künftige S-Bahnnetz einzufügen und als Vorhaben in den
in Aufstellung befindlichen Nahverkehrsplan für Westfalen zu integrieren.

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL
In der BV Münster Ost
Meinolf Sellerberg

Fraktionsvorsitzender

Beratungsverlauf (1)

27.05.2021 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 7.3 Antrag Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Warendorfer Straße
  • Handorfer Straße
  • Mondstraße
  • Kirschgarten
  • Kötterstraße

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Details

Aktenzeichen
A-O/0004/2021
Typ
Antrag an die BV Ost
Datum
19.05.2021
Erstellt
19.05.2021 07:53