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1843/2025

Beantwortung e. mündl. Anfrage der Frau Steinmann aus der Sitzung des Digitalisierungsausschusses am 12.05.2025 betreffend "Masterplan Digitales Köln"

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 11.06.2025

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Nächste Beratung: Digitalisierungsausschuss, Sitzung am 16.06.2025, TOP 1.3

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

10618 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/12 
 
Vorlagen-Nummer 11.06.2025 
 1843/2025 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Digitalisierungsausschuss 16.06.2025 
 
Beantwortung e. mündl. Anfrage der Frau Steinmann aus der Sitzung des 
Digitalisierungsausschusses am 12.05.2025 betreffend "Masterplan Digitales Köln" 
I. Beauftragung Masterplan Digitalisierungsausschuss 
 
Der Digitalisierungsausschuss hat in der Sitzung am 11.02.2022 die Verwaltung mit der Er-
stellung eines digitalen Masterplans mit den folgenden (gekürzten) Punkten beauftragt: 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage der Weiterentwicklung der bisherigen 
digitalen Einzelkonzeptionen und Aktivitäten, einen umfassenden und integrierten Master-
plan zu erarbeiten.  
2. Die Verwaltung legt für den Zeitraum bis zur Fertigstellung des Masterplans entspre-
chende Zwischenberichte vor. 
3. Die Verwaltung stellt sicher, dass in die Erarbeitung des Masterplans die Digitalisierungs-
strategien und Maßnahmen der städtischen Gesellschaften eingearbeitet werden. 
4. Die Verwaltung wird gebeten, eine dezidierte Stelle bzw. ein Amt zu benennen, die/das 
nach Fertigstellung des Masterplans dessen Umsetzung betreut. Sie erfüllt eine übergrei-
fend koordinierende Funktion für die vielen einzelnen Maßnahmen in der Verwaltung, die 
bereits inhaltlich an Digitalisierungsthemen arbeiten.  
 
II. Weitere Aktivitäten 
 
In Folge des o. g. Beschlusses wurden drei Teilstrategien für den Masterplan Digitales Köln 
festgelegt:  
 
1. Teilstrategie „Digital Governance“  
2. Teilstrategie „Datenökosystem“  
3. Teilstrategie „Smart City“  
 
Alle drei Teilstrategien zielen auf eine nachhaltige, zielgerichtete und wirkungsvolle Digitalisie-
rung der Kölner Stadtverwaltung ab.  
Die beiden Teilstrategien, „Datenökosystem“ und „Smart City“, haben sowohl strategische als 
auch inhaltliche Verflechtungen und bedingen sich gegenseitig. Daher werden diese beiden 
Teilstrategien sowohl gemeinsam entwickelt als auch konzipiert und umgesetzt. 
 
Beauftragung eines externen Unternehmens zur Entwicklung des IT-Planungsprozesses (Teil-
strategie „Digital Governance) in Q3 2023:

2 
 
- Vorstellung des Grobkonzeptes „IT-Planungsprozess“ im Verwaltungsvorstand im Sep-
tember 2024 sowie die Einholung dessen Freigabe zur gesamtstädtischen Einführung im 
Dezember 2024.  
- Präsentation des IT-Planungsprozesses („Der neue Weg in die Digitalisierung“) im Digita-
lisierungsausschuss im Dezember 2024 
- Die Organisationsverfügung zur Fusion des (ehem.) Amtes für Informationstechnik und 
der Stabsstelle Digitalisierung 
 
Parallel zur strategischen Konzeption des Masterplans Digitales Köln wurde eine tiefgreifende 
organisatorische Neuausrichtung im Amt 12 initiiert. Durch die Fusion mit der Stabsstelle Digi-
talisierung entstand das Amt – „12/Digitalisierung und Informationstechnik“. Die Neustrukturie-
rung schafft optimale Voraussetzungen, die Digitalisierung in der Verwaltung und smarten City 
Köln aktiv zu gestalten. 
 
III. Aktueller Sachstand in Entwicklung und Umsetzung: 
 
Derzeit sind in der Umsetzung: 
 
- Ein europaweites Vergabeverfahren zur Beauftragung eines externen Beratungsunter-
nehmens zur Konzeptionierung der Teilstrategien 2 und 3 
- Die gesamtstädtische Einführung des IT-Planungsprozesses 
 
Im Folgenden werden die konkreten Fortschritte der einzelnen Teilstrategien dargestellt: 
 
 
1. Teilstrategie „Digital Governance“ 
 
Zentrales Element der Digital Governance ist der neu entwickelte IT-Planungsprozess der 
Stadt Köln, der auf etablierten Industriestandards basierend auf die Anforderungen der Stadt 
Köln zugeschnitten wurde. Ziel ist es, über den Planungsprozess diejenigen Maßnahmen und 
Projekte zu identifizieren und umzusetzen, die stadtweit die höchste digitale Rendite generie-
ren. Die digitale Rendite soll neben finanziellen und zeitlichen Effizienzgewinnen den best-
möglichen Nutzen für die Verwaltung, die Mitarbeitenden und die Bürger*innen im Umgang 
mit der Verwaltung generieren. 
 
Der IT-Planungsprozess befindet sich seit Januar 2025 in der Erprobungs- und anschließen-
den Evaluationsphase. Er bildet die zukünftige Grundlage für die gezielte Steuerung sämtli-
cher IT- und Digitalisierungsprojekte der Kölner Stadtverwaltung und ermöglicht eine strategi-
sche, effiziente sowie transparente Digitalisierung. Die Priorisierung der IT- und Digitalisie-
rungsprojekte erfolgt anhand einer Bewertungskennzahl, die die digitale Rendite, die Wirt-
schaftlichkeit und den Nutzen des jeweiligen Projekts misst. Diese Kennzahl setzt sich aus 
den Dimensionen „Unabweisbarkeit“, „strategischer Nutzen“, „Wirtschaftlichkeit“, „Umset-
zungsrisiko“ und „Dezernatspriorität“ zusammen. Der strategische Nutzen, die Hauptdimen-
sion der digitalen Rendite, umfasst sieben Einzelkriterien, darunter das Automatisierungs- und 
Effizienzsteigerungspotenzial sowie den angestrebten Reifegrad der Ende-zu-Ende-Digitali-
sierung. 
 
Die gesamtstädtische IT-Portfolioplanung 2026 durchläuft derzeit innerhalb des Planungspro-
zesses die Bewertungsphase, die Ende Juni abgeschlossen sein wird. Ziel ist es, aus den der-
zeit fast 500 im Prozess befindlichen Maßnahmen- und Projektvorschlägen das zu priorisie-
rende IT-Planungsportfolio 2026 im Herbst 2025 final festzulegen. Da in diesem ersten Durch-
gang des IT-Planungsprozesses die Erprobung, Evaluierung und Verbesserung des Prozes-
ses im Vordergrund steht, muss davon ausgegangen werden, dass es auch im „finalen Portfo-
lio“ noch zu Anpassungen und Änderungen kommen wird. 
 
Das IT-Portfoliomanagement ist zentral in der „Stabsstelle Digitale Governance“ verankert und 
wird durch die dezentralen Digitalen Lots*innen unterstützt. Diese übernehmen neben ihrer 
Rolle als Multiplikator*innen auch die koordinierende Rolle der Dezernats-Portfoliomana-
ger*innen. Im Rahmen eines umfangreichen Change-Managements wurden diese auf ihre 
Aufgaben vorbereitet und werden über das gesamte Jahr 2025 hinweg kontinuierlich begleitet

3 
 
und beraten. Unterstützt wird die Entwicklung und Erprobung des IT-Planungsprozesses 
durch das externe Beratungsunternehmen Capgemini. 
 
Durch die außerordentlich hohe Akzeptanz und Beteiligungsbereitschaft aller Dezernate konn-
ten unter der Federführung des Amtes Digitalisierung und Informationstechnik in den vergan-
genen Monaten sowohl inhaltlich wegweisende Fortschritte, als auch im Bewusstsein aller Be-
teiligten für eine zukunftsorientierte Digitalisierung der Stadtverwaltung erzielt werden. 
 
 
2. und 3. Teilstrategie „Datenökosystem und Smart City“ 
 
Ein weiterer entscheidender Baustein für die künftigen Digitalisierungserfolge der Stadt Köln 
war die Einrichtung des Sachgebietes „Smart City“ im Rahmen der Neuorganisation des Am-
tes 12. Es bündelt die städtischen Kompetenzcenter für „KI und Datenmanagement“, „Geoin-
formationssysteme (GIS)“ sowie „Digitale Technologien“. Dieses Sachgebiet übernimmt eine 
Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Teilstrategien 2 und 3 und stärkt die koordinierte Steue-
rung stadtweiter Digitalisierungsinitiativen inkl. städtischer Gesellschaften. 
Zur Entwicklung und Umsetzung der zweiten und dritten Teilstrategien „Smart City“ und „Da-
tenökosystem“ erfolgt derzeit ein europaweites Vergabeverfahren mit vorgeschaltetem Teil-
nahmewettbewerb zur Beauftragung eines externen Beratungsunternehmens (vgl. Beschluss-
vorlage 2272/2024). Der Projektstart ist das vierte Quartal 2025. 
 
Der Auftrag an das dann ausgewählte Beratungsunternehmen zur strategischen Entwicklung, 
Aufbau und Umsetzung der Smarten City Köln basiert auf einer klaren Vision:  
 
Durch innovative Datennutzung und -verwaltung gestalten wir eine vernetzte und integrierte 
städtische Infrastruktur, die die digitale Transformation der Verwaltung vorantreibt und intelli-
gente, bürgernahe und vertrauenswürdige Lösungen für eine nachhaltige Zukunft schafft. Mit 
modernsten Technologien schaffen wir eine datengetriebene städtische Umgebung, die Effizi-
enz, Wirksamkeit und Reaktionsfähigkeit steigert, Ressourcen optimal einsetzt und die Le-
bensqualität der Kölner Bürger*innen verbessert. Im Mittelpunkt steht ein umfassendes Daten-
ökosystem, das den sicheren, datenschutzkonformen und geregelten Austausch von Daten 
innerhalb der Stadtverwaltung, zwischen städtischen Akteuren und der Stadtgesellschaft er-
möglicht und datenbasierte Entscheidungen fördert. Hierbei dienen moderne, mehrdimensio-
nale Visualisierungs- und Analysemethoden, wie beispielsweise das kontinuierlich weiterent-
wickelte digitale 3D-Stadtmodell, als Grundlage und Katalysator fachlicher sowie politischer 
Diskussionen - für eine smarte, lebenswerte und zukunftsorientierte Stadt. 
 
In unsere derzeit in der Entwicklung und Testphase befindlichen KI-Plattform und den darin 
enthaltenen digitalen Assistenten werden diese Daten zielgerecht eingesetzt, um intelligente 
und effiziente Lösungen bereitzustellen. Die integrierten Anwendungen cAssistant und 
cTranscript bieten umfassende Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben, wie der Transkription 
von Audiodateien, der Erstellung von Protokollen und der Beantwortung von Fragen, basie-
rend auf einer benutzerdefinierten Vorgabe von Dokumenten und Inhalten. 
 
In die Strategieentwicklung wird das seit mehreren Jahren erfolgreich von der Stadtverwaltung 
und dem Stadtwerke Köln Konzern (SWK) etablierte Programm „Digitale Zukunftsstadt“ inte-
griert. Ein partnerschaftlicher Ansatz wurde etabliert, der Stadtverwaltung und Konzerngesell-
schaften gezielt in den Themenfeldern Smart City und Datenökosystem miteinander verzahnt. 
So werden aktuell im Rahmen eines PoCs Schnittstellen zwischen den IT-Systemen der KVB 
und der städtischen Geodateninfrastruktur geschaffen bzw. erprobt. 
 
Weiter soll im Rahmen der Strategieentwicklung ein partnerschaftliches, zielgerichtetes und 
effizientes Governance- und Zusammenarbeitsmodell aufgesetzt werden, das neben dem 
SWK weitere zentrale Akteure wie die IHK, KölnBusiness, Hochschulen, Wirtschaft, For-
schung und Wissenschaft einbezieht. Auch innovative Beteiligungsformate wie un:box co-
logne (MPSC) und der operative Einsatz der städtischen Datenplattform „KUDOS“ werden in 
die Strategieentwicklung einbezogen. 
 
Daneben erfolgt bereits ein gezielter Wissens- und Erfahrungsaustausch auf nationaler

4 
 
Ebene, unter anderem mit der Freien und Hansestadt Hamburg zu den Themen DataHub und 
Digitaler Zwilling, sowie im Rahmen des Modellprojekts Smart City mit Städten wie Freiburg 
(z. B. Wirkungs- und Fortschrittsmessung). 
 
Gez. Haack

Beratungsverlauf (1)

16.06.2025 Digitalisierungsausschuss
TOP 1.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1843/2025
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
11.06.2025
Erstellt
06.06.2025 08:47