0001/2026
Sachstandsbericht zum Projekt Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln (MiQua) - Stand 26. Januar 2026
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Anlage 1 - Sachstandsbericht
11366 Zeichen
MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln 1. Kerndaten des Projektes Standort: Rathausplatz Bauherrin: Dezernat für Kunst und Kultur Planungszeit:Juli 2008 bis heute Bauzeit: 2014 - 2028 Projektbeschreibung: 2. Termine Meilensteine: Planungsbeschluss 09/2008 GU-Paket Ausbau + TGA (Abgabe finale Angebote) 17.09.2025 Baubeschluss (51,773 Mio. €) 07/2011 GU-Paket Ausbau + TGA (Beauftragung) 01/2026 Ratsbeschluss (77,0 Mio. €) 07/2017 Baugenehmigung 01/2014 Baubeginn 07/2015 Haushaltsrechtl. Unterrichtung (127,0 Mio. €)05/2021 Haushaltsrechtl. Unterrichtung (190,0 Mio. €)10/2024 Fertigstellung Bau 06/2028 Nutzungsbeginn 12/2028 3. Kosten Ratsbeschluss Juli 2011: Baukosten 35,417 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 72% Baunebenkosten inkl. Grabungskosten 16,356 Mio. € Fördermittel des Landes 28% Gesamtsumme (brutto) 51,773 Mio. € ∑ 100% Kostenberechnung Opt. III 2015: Baukosten 37,777 Mio. € Baunebenkosten 16,622 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 47% Grabungskosten 7,179 Mio. € Fördermittel des Landes 53% Gesamtsumme (brutto) 61,578 Mio. € ∑ 100% Ratsbeschluss Juli 2017: Kostenberechnung Opt. III 2015 61,578 Mio. € Erhöhung Projektbudget Ratsbeschluss 07/201711,817 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 58% zzgl. Risikoaufschlag 3,670 Mio. € Fördermittel des Landes 42% Gesamtsumme (brutto) 77,000 Mio. € ∑ 100% Ratsbeschluss Mai 2021: Ratsbeschluss 07/2017 77,000 Mio. € Erhöhung Anteil Entscheidungsvorlagen 3,674 Mio. € Erhöhung Anteil Mehrkosten Projektdurchführung34,374 Mio. € Zwischensumme (brutto) 115,000 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 73% zzgl. Risikoaufschlag 11,571 Mio. € Fördermittel des Landes 27% Gesamtsumme (brutto) 127,000 Mio. € ∑ 100% Ratsbeschluss Oktober 2024: Ratsbeschluss 05/2021 127,000 Mio. € 22,000 Mio. € 149,000 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 82% 41,000 Mio. € Fördermittel des Landes 18% Gesamtsumme (brutto) 190,000 Mio. € ∑ 100% 33,700 Mio. € 190,000 Mio. € 14,300 Mio. € 51,773 Mio. € 28,878 Mio. € 61,578 Mio. € 32,700 Mio. € 26.01.2026 04 Stand: Index: 37,473 Mio. € Sachstandsbericht für den Bauausschuss am 27.01.2026 und den Ausschuss für Kunst und Kultur am 29.01.2026 Vor dem historischem Rathaus befindet sich ein großes Ausgrabungsfeld mit Überresten aus der Römerzeit und einer alten jüdischen Gemeinde. Das Grabungsfeld erhält eine Betondecke, unter der die Ausstellung eingerichtet wird. Entlang Marspfortengasse und Unter Goldschmied, im Bereich der alten jüdischen Synagoge, ensteht der oberirdische Teil das "MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln". Mehrkosten Teil 2 44,300 Mio. € 32,700 Mio. € 77,000 Mio. € 93,300 Mio. € 33,700 Mio. € Zwischensumme (brutto) Mehrkosten Teil 1 127,000 Mio. € 156,300 Mio. € 1 von 4 MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln 26.01.2026 04 Stand: Index:Sachstandsbericht für den Bauausschuss am 27.01.2026 und den Ausschuss für Kunst und Kultur am 29.01.2026 Prognose Gesamtkostensituation: 06.01.2026 Zahlungsstand= 115,316 Mio. € 4. Risiken GrünGelb Rot 1 Baugrund (Schadstoff, Denkmal, ...) - Restabwicklung Bereich OK Gelände / Böschungsbereiche 2 Änderung der Planung durch Nutzer 3 Gesetzliche Änderungen 4 Insolvenzen 5 Mangelhafte Fremdleistungen 6 Genehmigungsverfahren 7 Vergaberisiko (Vergaberügen, wiederholte Ausschreibungen) 8 Bauablauf (Verzögerungen im Bauablauf) 9 Baupreisentwicklung und Marktrisiko (Preissteigerungen durch Corona-Pandemie sowie den Krieg in der Ukraine) 5. Erläuterung Sachstand - Projekt MiQua Auszug Rahmenterminplan (Stand: 01/2026): Planung / Ausschreibung / Vergabe: Verfügt (Auftragsstand = HA + NV + bekannte Mehrkosten) = 190,0 Mio. € Die Auftragszusage an den Generalunternehmer für die Gewerke Ausbau + Technische Gebäudeausrüstung erfolgte am 22.12.2025. Das Ausschreibungspaket "GU-Ausstellung" wird frühestens zum Ende des 1. Quartals 2026 veröffentlicht. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft, aufgrund des Vergaberisikos für das auszuschreibende Paket der Ausstellungsgewerke. Die Risiken werden entsprechend des Projektstandes und der Erkenntnisse aus Planung und Ausführung sukzessive fortgeschrieben und bewertet. Auf Basis des derzeitigen Planungsstandes (LPH 5 abgeschlossen) sind insbesondere die folgenden Risiken zu beachten: 0020406080100120140160180200Σ 190,0 Mio. €115,316190,0ZahlungsstandVerfügt 2 von 4 MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln 26.01.2026 04 Stand: Index:Sachstandsbericht für den Bauausschuss am 27.01.2026 und den Ausschuss für Kunst und Kultur am 29.01.2026 Ausführung: Kosten: Termine: 6. Erläuterung Sachstand - Projekt Praetorium / MPZ Auszug Rahmenterminplan (Stand: 01/2026): Planung / Ausschreibung / Vergabe: Ausführung: Kosten: Termine: Die Verzögerungen im Bereich der Montage Fassaden- und Dacharbeiten wegen des Tauwasseranfalls haben keinen Einfluss auf den Start der Arbeiten des GUs Ausbau/TGA. Der Kick-Off-Termin mit dem neuen GU Ausbau/TGA soll noch im Januar 2026 erfolgen. Die Dach- und Fassadenarbeiten sollen weiterhin bis zum Ende des 1. Quartals 2026 abgeschlossen werden. Aufgrund eines Insolvenzverfahrens besteht ein hohes Risiko, dass noch ausstehende Teilleistungen im Bereich der Metall-Glas-Fassade erneut ausgeschrieben werden müssen. Mögliche Lösungsansätze werden derzeit geprüft. Parallel wurden nahezu 95% der Arbeiten an der Natursteinfassade zum Ende 2025 abgeschlossen. Die Arbeiten im Gewerk Stahlbau sind abgeschlossen und die Verhandlungen zur Schlussrechnung sind in Vorbereitung. Im Bereich der Archäologie (Ebene 0) ergeben sich durch erneute archäologische Funde (Lararium) in enger Abstimmung mit der Denkmalpflegekommission Änderungen am Parcoursweg. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft, aufgrund der parallel ablaufenden Bauaktivitäten des GU- Ausbau/TGA sowie der andauernden und laufenden Arbeiten in der archäologischen Zone (Ebene 0). Im Rahmen der GU-Ausschreibung ergaben sich zahlreiche Bieterfragen sowie Anfragen zu Submissionsfristverlängerungen. Durch die Aufklärung aller offenen Fragen und die Sicherstellung einer möglichst lückenlosen Kalkulationsgrundlage zur Abgabe eines wirtschaftlichen Angebots durch die Bieter ergibt sich eine vorläufige Verschiebung der baulichen Fertigstellung um 6 Monate zum 30.06.2028. Im Anschluss erfolgt eine 6-monatige Phase des Probebetriebs. Dieser Fertigstellungstermin ist jedoch vorbehaltlich der geplanten Zeitschienen der Generalunternehmer für die Ausbau- und TGA- Gewerke. Erst nach der Festlegung eines vertraglich bindenden Meilenstein-Terminplans im Rahmen der Beauftragung des Generalunternehmers kann ein verifizierter Terminplan erstellt werden. Ebenfalls werden in diesem Zuge mögliche Kompensationsmaßnahmen mit dem Generalunternehmer geprüft. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft. Der Rat hat im Rahmen einer haushaltsrechtlichen Unterrichtung am 01.10.2024 die Mehrkosten i.H.v. 63 Mio. € zur Kenntnis genommen. Das Budget beläuft sich nun auf 190 Mio. Euro brutto. Durch die enorm gestiegenen Kosten im Gewerk Stahlbau und die Beauftragung des Generalunternehmers Ausbau/TGA sind die verfügten Mittel auf knapp 190 Mio. € brutto angestiegen. Zur Zeit werden Einsparpotentiale in zweistelliger Millionenhöhe in den verfügten Mitteln geprüft. Das Risiko wird als "hoch" eingestuft, da das Gesamtbudget i.H.v. 190 Mio. € durch die Beauftragung des GU Ausbau/TGA erreicht wurde. Das Risiko wird als "planmäßig" eingestuft, da alle Baugewerke des Teilprojektes Praetorium / MPZ vergeben sind. Bei der Maßnahme MPZ sind alle Planungen erstellt und die Werk- und Montageplanungen freigegeben. Bei der Maßnahme Praetorium sind ebenfalls alle Planungen erstellt. Die Firma befindet sich in der finalen Bearbeitung der Werk- und Montageplanungen. Ebenso sind alle Vergaben erfolgt. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft, aufgrund der Ablaufprobleme, die typischerweise beim Bauen im Bestand auftreten können. Bei der Maßnahme MPZ fand zuletzt Ende Dezember 2025 erfolgreich der 2. TÜV-Termin statt, um die bisherigen Elektroarbeiten zu begutachten. Die noch ausstehenden Elektroarbeiten sollen weitestgehend im Laufe des 1. Quartals 2026 abgeschlossen werden. Anschließend werden die Lüftungs- und Trockenbauarbeiten wieder aufgenommen und finalisiert. Dann finden Abnahme- und Inbetriebnahmeprozesse bis Mitte 2026 statt. Bei der Maßnahme Praetorium wurde zum Endes des Jahres 2025 mit den Arbeiten begonnen und diese laufen dann bis in den Oktober 2026. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft. Der Rat hat im Rahmen einer haushaltsrechtlichen Unterrichtung am 01.10.2024 die Mehrkosten i.H.v. 63 Mio. € zur Kenntnis genommen. Das Budget beläuft sich nun auf 190 Mio. Euro brutto. Das Teilprojekt Praeorium / MPZ ist in diesen Kosten inkludiert. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft. Eine Fertigstellung des MPZs wird im 2. Quartal 2026, im Praetorium im 3. Quartal 2026 angestrebt. 3 von 4 MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln 26.01.2026 04 Stand: Index:Sachstandsbericht für den Bauausschuss am 27.01.2026 und den Ausschuss für Kunst und Kultur am 29.01.2026 7. Erläuterung Sachstand - Projekt Sanierung Praetoriumsdecke inkl. Treppenanlage Spanischer Bau Auszug Rahmenterminplan (Stand: 01/2026): Planung / Ausschreibung / Vergabe: Ausführung: Kosten: Termine: Legende planmäßig mittleres Risiko hohes Risiko Mit dem Rückbau der Treppe am Haupteingang zum Spanischen Bau wird voraussichtlich nach Karneval begonnen bzw. sobald die endende Winterperiode die Arbeiten zulässt. Danach folgen der Wiederaufbau der Treppenanlage und dann die Finalisierung der Platzfläche in diesem Bereich (2.BA). Die geplante Rampenanlage zur barrierefreien Erschließung des Spanischen Baus erfolgt im Zuge der Gesamtfertigstellung der Freianlagen. Für den Übergangszeitraum wird eine provisorische Rampe vorgehalten. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft. Das Teilprojekt Altschädensanierung Spanischer Bau wird nicht über das Projektbudget des MiQua finanziert, sondern aus Bauunterhaltungsmitteln. Eine valide Kostenberechnung für die Erneuerung der Treppenanlage wird derzeit erstellt. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft. Gemäß den obigen Ausführungen, schiebt sich die Fertigstellung der neuen und sanierten Treppenanlage in Richtung 2. Quartal 2026. Die Finalisierung der Oberfläche 2. BA erfolgt im unmittelbaren Anschluss an die bauliche Fertigstellung der Treppenanlage. Weitere Informationen zum Projekt unter www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/gebaeudewirtschaft-der-stadt-koeln/miqua- das-museum-im-quartier Das Risiko wird als "gering" eingestuft, da mittlerweile das Schadensbild der Treppe und die Umsetzung der Sanierung geklärt sind. Nach erfolgter Grundlagenermittlung, Vorplanung und Ausführungsplanung ist die Ausschreibung für den Rückbau und späteren Wiederaufbau der Treppe in Vorbereitung. Es wurde zuletzt noch im Dezember 2025 die noch ausstehende Statik für die Platzfläche 2.BA erstellt. Diese wird im Januar 2026 mit dem Bauaufsichtsamt durchgesprochen, damit die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen für die Treppensanierung erfolgen können. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft, da aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen ein der Start der Treppensanierung noch nicht exakt festgelegt werden kann. 4 von 4
Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 27.01.2026 0001/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Bauen und Wohnen 27.01.2026 Ausschuss Kunst und Kultur 29.01.2026 Sachstandsbericht zum Projekt Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln (MiQua) - Stand 26. Januar 2026 Der Sachstandsbericht zum „MiQua. LVR- Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“, Stand 26. Januar 2026, wird zur Kenntnisnahme vorgelegt. Gez. Greitemann
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0001/2026
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 27.01.2026
- Erstellt
- 05.01.2026 09:16