SV-2009/0060
Antrag der CDU-Fraktion vom 21.09.2009 betr. Wettbewerb Konversionsflächen
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
SV-2009/0060
5562 Zeichen
Vorlage-Nr. SV-2009/0060
Antrag der CDU-Fraktion vom 21.09.2009 betr. Wettbewerb Konversionsflächen
CDU-Stadtverordnetenfraktion • Steubenplatz 12 • 64293 Darmstadt
21.09.2009
Antrag Nutzung der in Darmstadt freiwerdenden militärischen Konversionsflächen für Wohnen
und Gewerbe – städtebaulicher Wettbewerb
Die Nutzung des freiwerdenden amerikanischen Kasernengeländes (Konversionsareale) bietet für
eine zukünftige Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Jahrhundertchance, die
wohlvorbereitet, aber auch zügig, im Einklang mit den Erwartungen der Bürgerschaft vorangetrieben
werden muss.
Die in der MV 2008/313 zusammengetragenen Stellungnahmen der städtischen Ämter müssen vom
Magistrat priorisiert und mit einer eindeutigen Zielsetzung versehen werden. Die MV 2008/314 (IWU-
Gutachten Wohnungswirtschaftliche Entwicklungsperspektiven der Konversionsareale in Darmstadt)
zeigt die vielfältigen Problemkreise auf – Erwerb, Nutzung usw., wie sie in anderen Städten bewältigt
worden sind, sie ist um die Möglichkeiten gewerblicher Nutzung zu erweitern und entsprechend zu
berücksichtigen. Die MV 2009/0139 markiert immerhin den Beginn notwendiger Untersuchungen, die
MV 2009/0376 den Beginn der Beteiligung der Öffentlichkeit, speziell im Hinblick auf einen
zukünftigen städtebaulichen Wettbewerb für Cambrai-Fritsch-Kaserne und Jefferson-Siedlung.
Die Stadtverordnetenversammlung möge deshalb beschließen, der Magistrat möge
1. – ein Konzept vorlegen, das die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten der in Frage stehenden
Konversionsflächen (Cambrai-Fritsch-Kaserne, Jefferson-Siedlung, Lincoln-Siedlung, Barbara-
Siedlung, Kelley Barracks und Nathan Hale Depot) z. B. für den geförderten Wohnungsbau, den
freifinanzierten Geschosswohnungsbau, familienorientierten kostengünstigen Wohnungsbau,
Immobilien des hochwertigen Segments und für die gewerbliche Nutzung aufzeigt.
2. – ein Konzept erstellen, das die zeitliche und inhaltliche Verfügbarkeit der Flächen aufzeigt unter
Berücksichtigung der möglichen Einflussbereiche (z. B. Denkmalschutz, Altlastenbeseitigung,
Weiternutzung vorhandener Infrastruktur wie z. B. Sportanlagen usw.)
3. – einen Zeitplan vorlegen mit einer Reihenfolge der notwendigen Schritte seitens der Stadt. Hierzu
gehört die Nennung eines Zeitpunkts für die Ausschreibung des städtebaulichen Wettbwerbs für
Cambrai-Fritsch-Kaserne und Jefferson-Siedlung mit der entsprechenden Beteiligung der städtischen
Gremien.
4. – ein Organisations- und Finanzierungsmodell entwickeln, das eine zeitnahe und marktgerechte
Verwertung der Flächen ermöglichen wird, da die Stadt aufgrund der finanziellen Situation
voraussichtlich nicht selbst als Investor tätig werden kann. Hierbei sollen die Erfahrungen
Berücksichtigung finden, die in anderen Städten, z. B. Tübingen, Mainz, Augsburg, Kassel usw.
entstanden sind (s. IWU-Gutachten), z. B. eine direkte Verwertung der Grundstücke an bauwillige
Familien.
in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Steubenplatz 12
64293 Darmstadt
Tel. 0 61 51 / 17 12 18
Fax 0 61 51 / 17 12 19
Internet: www.cdu-darmstadt.de
2
5. – eine Projektpriorisierung vorzunehmen mit dem Ziel, vorhandene und ad hoc nutzbare
Wohnbebauung schnellstmöglich dem Darmstädter Immobilienmarkt zuzuführen, auch unter dem
Gesichtspunkt der Werterhaltung.
6. – die konkrete Bearbeitung der einzelnen Teilbereiche mit Cambrai-Fritsch-Kaserne und Jefferson-
Siedlung zu beginnen.
Zur Sicherung der städtebaulichen Qualität ist für diesen Bereich ein städtebaulicher Wettbewerb
auszuloben. Ziel ist ein Wohngebiet mit Einfamilienhausstrukturen, mit Mindestgrößen für
Grundstücke und Mindestquerschnitten für Wohnwege. Oberstes Gebot ist eine gestalterisch
hochwertige und möglichst effiziente und wirtschaftliche Erschließung. Zur Aufgabenstellung gehören:
- Entwicklung eines „Masterplans“ zur abgestuften Erschließung des Gesamtgebiets, mit
einer gewissen Flexibilität der Entwicklung der einzelnen Teilbereiche.
- Aussagen zu grundsätzlichen Nutzungsstrukturen, Baustrukturen und Geschossigkeiten/
Höhen und Verdichtungen, Gewährleistung der Qualität der Nebenanlagen.
- Ein städtebauliches Konzept mit Aussagen über Freiflächengestaltung und Differenzierung
von Grünflächen, privates Grün soll gegenüber öffentlichem Grün nicht
zurücktreten.
- Aussagen zum Verkehrskonzept mit ÖPNV-Anbindung, Individualverkehr, Unterbringung
des ruhenden Verkehrs, Fußgänger- und Radwegebeziehungen.
- Reaktion auf die jeweiligen Ränder des Planungsgebiets (Bessungen/Eberstadt) in
Bebauungsstruktur und verkehrlicher Anbindung.
- Möglichkeit von Dachausrichtungen zur Nutzung von Solarenergie,
Prüfung weiterer regenerativer Energieformen als Nutzungsmöglichkeit.
- Besondere Berücksichtigung der Erfahrungen des Vermessungsamts (MV 2008/0313)
mit Grundstückseigentümern und Bauinteressenten im Gebiet E – 44/Wolfhartweg.
- Möglichkeiten einer Platzsituation auf dem Cambrai-Fritsch-Gelände mit zentralen
Funktionen, die evtl. durch nach Vorgaben des Denkmalschutzes dort zu erhaltende
Gebäude entsteht.
- Aussagen zur schulischen und sozialen Infrastruktur nach den Vorgaben der Stadt.
7. – entsprechende Konzepte auch für die anderen freiwerdenden Flächen zu entwickeln.
Weitere Begründung erfolgt mündlich.
Helmut Schmidt
Ludwig Achenbach
Ctirad Kotoucek Rafael Reißer MdL
Stadtverordnete Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Steubenplatz 12
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2009/0060
- Typ
- Antrag
- Datum
- 21.09.2009
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00