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0163/2026

Evaluation in neun Kölner Familiengrundschulzentren

Mitteilung Ausschuss 30.03.2026

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage1_FGZ Evaluation_Auswertung Übersicht

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Mitteilung Ausschuss

3252 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/IV/2 
 
Vorlagen-Nummer 30.03.2026 
 0163/2026 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 27.04.2026 
Jugendhilfeausschuss 05.05.2026 
 
Evaluation in neun Kölner Familiengrundschulzentren 
Mit der vorliegenden Mitteilung möchte die Verwaltung über die Durchführung der Evaluation 
der Familiengrundschulzentren informieren. 
 
Die Familiengrundschulzentren sind ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Präventi-
onskette. Sie verbinden schulische Bildung mit Angeboten der Familienförderung sowie Ju-
gendhilfe und stellen damit eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Kinder und Eltern im Stadt-
teil dar. Somit sollen Familien frühzeitig unterstützt, Teilhabechancen verbessert und Chan-
cengerechtigkeit erhöht werden (siehe hierzu auch „Aktueller Stand der Familiengrundschul-
zentren“, Session 0155/2026). 
 
Die Erhebung wurde im Zeitraum von Oktober 2022 bis Juli 2025 in den neun Köln Familien-
grundschulzentren (FGZ) „der ersten Stunde“ durchgeführt und umfasste Befragungen der 
Schüler*innen der 3. und 4. Klassen (siehe Session 0164/2026), eine Eltern- sowie Fachkräf-
tebefragung in den FGZ (siehe Session 0182/2024). Ziel der Erhebung war es, systematisch 
zu erfassen, wie Kinder, Eltern und Fachkräfte die Arbeit der Familiengrundschulzentren 
wahrnehmen, welche Bedarfe bestehen und welche Wirkungen die Angebote entfalten. Auf 
diese Weise wurden Stärken und Entwicklungsbedarfe der FGZ identifiziert und daraus Im-
pulse für die Qualitätsentwicklung abgeleitet. 
 
Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse zur passgenauen Ausgestaltung der Angebote 
und tragen zur Umsetzung zur Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken“ bei, um Kinder, Ju-
gendliche und Familien frühzeitig, bedarfsgerecht und wirksam zu unterstützen. 
 
Die Auswertung zeigt, dass die Familiengrundschulzentren von Kindern, Eltern und Fachkräf-
ten als wichtige Orte der Unterstützung, Begegnung und Bildung wahrgenommen werden. Die 
Angebote gelten als niedrigschwellig, alltagsnah und förderlich für die Bildungs- und Teilha-
bechancen. Sie erfüllen ihre präventive und unterstützende Funktion erfolgreich.  
Gleichzeitig werden Entwicklungsbedarfe benannt, insbesondere hinsichtlich Ressourcen, 
Ausstattung und einer stärkeren Beteiligung von Kindern und Eltern. Um die Wirksamkeit 
langfristig zu sichern, sind die Weiterentwicklung der Angebote, die Stärkung personeller Res-
sourcen und die strukturelle Verstetigung zentrale Ansatzpunkte. Die Ergebnisse fließen in die 
strategische Weiterentwicklung der FGZ ein, wobei eine Stärkung personeller Ressourcen 
eine erweiterte landesseitige Förderung voraussetzt. 
 
Aktuell hat das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen eine 
neue Förderrichtlinie zur Förderung von Familiengrundschulzentren veröffentlicht, mit der die

2 
 
Förderung bestehender Standorte fortgeführt und der Aufbau weiterer Familiengrundschulzen-
tren unterstützt wird. Der Aufbau weiterer Familiengrundschulzentren richtet sich ausschließ-
lich an Startchancen-Schulen.  Die Richtlinie gilt ab dem Schuljahr 2026/2027. 
 
Eine zusammenfassende Ergebnisübersicht ist dieser Mitteilung beigefügt (siehe Anlage 1). 
 
 
Gez. Voigtsberger

Anlage1_FGZ Evaluation_Auswertung Übersicht

10001 Zeichen

Anlage 1 
- 1 - 
 
Evaluation in neun Kölner Familiengrundschulzentren – 
Ergebnisübersicht  
 
Hintergrund 
Die Evaluation der neun Kölner Familiengrundschulze ntren der ersten Stunde 
(Entwicklung seit 2020 im Rahmen des NRW-Förderprog ramms „kinderstark - NRW 
schafft Chancen“) wurde im Zeitraum von Oktober 202 2 bis Juli 2025 durchgeführt, 
angelehnt an das Modell des wirkungsorientierten Mo nitorings der LVR-
Landesjugendamts Rheinland.1  
Ziel war es, die Erfahrungen, Bedarfe und Perspekti ven der Kinder, Eltern und 
Fachkräfte systematisch zu erfassen. Die Ergebnisse  dienen der Weiterentwicklung 
der Familiengrundschulzentren in Köln.  
 
Untersuchungsdesign 
Elternbefragung Methode : Papierfragebogen (quantitativ)  
Befragungszeitraum : 10.2022  
Teilnehmende : 559 Erziehungsberechtigte aller 
Jahrgangsstufen  
Themen : Wohlbefinden, Nutzung, Bekanntheit der 
Angebote, Engagement, Sozialraum 
Fachkräftebefragung 
(Schulleitungen, 
Lehrkräfte, 
Elternvertretungen, FGZ-
Leitungen, 
Gesundheitslots*innen, 
Schulbegleitungen, 
Schulsozialarbeiter*innen)   
Methode : Online-Befragung und leitfadengestützte 
Interviews (quantitativ & qualitativ)  
Befragungszeitraum : 05.2023-10.2023  
Teilnehmende : 109 Personen (Online-Befragung) 
sowie 7 Interviewpartner*innen  
Themen : Umsetzung, Strukturen, Wahrnehmung, 
Entwicklungsbedarfe 
Kinderbefragung 
(Durchführung durch die 
Katholische Hochschule 
Nordrhein-Westfalen / 
KatHo NRW) 
Methode : standardisierter Kinderfragebogen und 
Gruppeninterviews (quantitativ & qualitative 
Ergänzungen) 
Befragungszeitraum : 06.2024-05.2025  
Teilnehmende : 731 Schüler*innen der 3. und 4. 
Klassen und 15 ergänzende Gruppeninterviews mit 
Schüler*innen der 3. und 4. Klassen 
Themen : Zufriedenheit, Sozialraum, 
Schulatmosphäre, Schulische Angebote & Potenziale, 
 
1 Siehe LVR-Landesjugendamt Rheinland (2021) „ Wissen, was wirkt - Arbeitshilfe für ein 
wirkungsorientiertes Monitoring kommunaler Präventionsketten gegen Kinderarmut .“. Online abrufbar  
(01.12.2025).

Anlage 1 
- 2 - 
 
Hilfsangebote & Einschätzungen, Streit- & 
Konfliktwahrnehmung, Einbindung der Eltern, 
Kinderrechte & Partizipation, Subjektives 
Wohlbefinden & Lebenszufriedenheit 
 
Kernergebnisse (Kurzüberblick)  
Elternperspektive - Eltern spüren eine starke Willkommenskultur  in den 
FGZ: Zwei Drittel fühlen sich willkommen an der 
Schule/am FGZ. 
- Eltern lernen über das FGZ weitere  Angebote und 
Einrichtungen im Sozialraum kennen. Dazu zählen 
zum Beispiel Jugendeinrichtungen, Sportvereine, 
Integrationskurse, Elterncafé in der Kita, Familienhaus, 
Bürgertreff. 
- Eltern sind bereit zu mehr Engagement im FGZ  und 
benennen hier auch konkrete Vorschläge: Über die 
Hälfte der Eltern würden sich gern mehr in der Schule 
engagieren. Dazu zählen die Unterstützung bei der 
Organisation und Umsetzung von Angeboten (Basteln, 
Elterncafé, Deutsch lernen), Veranstaltungen 
(Sommerfeste, Weihnachtsfeiern, St. Martin, Karneval) 
und Ausflüge sowie Hilfe bei Arbeiten am 
Schulgebäude und im Schulgarten. 
- Knapp Dreiviertel der Eltern empfinden die Kontakte 
zum Gesundheitslotsendienst als hilfreich .  
 
Fachkräfteperspektive  - Die Mehrheit der Fachkräfte berichtet, dass sich ihre 
Arbeit durch das FGZ positiv verändert hat – vor allem 
durch die Arbeitsentlastung , den intensiveren  
interdisziplinären Austausch  und klarere 
Aufgabenverteilung . 
- Die Angebote des FGZ werden gut angenommen und 
tragen zu stabileren Beziehungen zwischen Schule 
und Familien  sowie zu einer stärkeren 
Quartiersvernetzung  bei. 
- Das FGZ-Konzept überzeugt durch niedrigschwellige 
Zugänge, multiprofessionelle Zusammenarbeit  und 
wirksame Elternorientierung .  
- Der Gesundheitslotsendienst  wird als wertvolle 
Ergänzung wahrgenommen und stärkt die 
gesundheitsbezogene Prävention  im Schulalltag. 
- Weiterentwicklungspotenziale liegen für die Fachk räfte 
in der Sicherstellung von Ressourcen , der 
Sichtbarkeit der Angebote  und der räumlichen 
Infrastruktur .

Anlage 1 
- 3 - 
 
Kinderperspektive - Die meisten Kinder fühlen sich an ihrer Schule wo hl 
und erleben ein starkes Zugehörigkeitsgefühl . 
- Angebote im Bereich Sport, Kreativität und Natur  
stoßen auf großes Interesse.  
- Kinder nehmen Unterstützungen durch schulisches 
Personal als wirksam und hilfreich  wahr, wenn sie 
diese benötigen.  
- Es besteht ein ausgeprägtes Interesse der Kinder an 
mehr Mitbestimmung  und der aktiven Wahrnehmung 
ihrer Rechte.  
- Die meisten Kinder fühlen sich in ihrem Stadtteil 
wohl . 
- Elternbeteiligung  wird bereits wahrgenommen und 
bietet Potenzial, um weiter gestärkt zu werden. 
 
 
 
Zitate aus den Fachkräfteinterviews (Auswahl) 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
„Die Eltern, die dorthin kommen, die 
kommen gerne dahin.“ Elternvertretung  
„Die Arbeit der Kolleg*innen hat sich 
insofern verändert, weil sie bestimmte 
Beratungsaufgaben weniger haben.“ 
Schulleitung   
„Die Schule ist auf jeden Fall offener 
und lebendiger geworden.“ Lehrkraft   
Bei Wegfall des FGZ: „Das würde für 
die Familien bedeuten, dass viele 
Kinder nicht die medizinische 
Versorgung bekommen, die sie 
eigentlich bräuchten.“ 
Gesundheitslotsin  
„[Das Konzept des FGZ] ist bei allen 
angekommen. Wir werden auch immer 
wieder zu verschiedenen Aktionen 
eingebunden oder eingeladen.“ 
Lehrkraft   
„Die Eltern sind gegenüber der Schule 
viel offener und nehmen sie nicht mehr 
als Institution wahr, sondern als 
Begegnungsort.“ Koordination 
Schulbegleitung 
„Es hat sich hier so entwickelt, dass wir 
jetzt als Knotenpunkt im Sozialraum 
agieren.“ FGZ-Leitung   
„Aus meiner Sicht ist es so, dass der 
Gesundheitslotsendienst enorme 
Bedeutung hat für die Familien hier 
im Viertel, weil es eine unglaublich 
große Fülle von Hilfen gibt […], die 
aber diese Elternschaft teilweise 
nicht erreichen kann, weil sie 
überhaupt nicht orientiert sind im 
System.“ Schulleitung  
Bei Wegfall des FGZ: „Ich glaube, wir 
würden sehr viel Elternkontakt 
verlieren.“ Koordination 
Schulbegleitung

Anlage 1 
- 4 - 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zusammenführung der Perspektiven  
Die Auswertung der Eltern-, Fachkräfte- und Kinderb efragung an den 
Familiengrundschulzentren zeigt eine insgesamt sehr positive Entwicklung. Eltern und 
Kinder berichten über eine ausgeprägte Willkommens-  und Zugehörigkeitskultur, 
während Fachkräfte deutliche Verbesserungen in der Zusammenarbeit sowie eine 
spürbare Entlastung durch die multiprofessionellen Strukturen wahrnehmen. 
Unterstützungs- und Beratungsangebote werden von al len Gruppen als wirksam 
eingeschätzt, und die FGZ tragen sichtbar zu stabil eren Beziehungen zwischen 
Schule, Familien und Quartier bei. 
Übergreifend wird ein starkes Interesse an Teilhabe  deutlich: Eltern möchten sich 
stärker engagieren, Kinder wünschen sich mehr Mitbe stimmung, und Fachkräfte 
beobachten eine zunehmende Elternorientierung. Glei chzeitig benennen die 
Befragungsgruppen übereinstimmend strukturelle Weit erentwicklungsbedarfe. Dazu 
zählen insbesondere die Verstetigung personeller un d räumlicher Ressourcen, die 
Erhöhung der Sichtbarkeit bestehender Angebote sowi e die Weiterentwicklung von 
verschiedenen Angebotsbereichen. 
Diese Hinweise bestätigen die eingeschlagene Richtu ng der FGZ-Entwicklung und 
liefern wichtige Impulse für die weitere fachliche Ausgestaltung und nachhaltige 
strukturelle Verankerung der Familiengrundschulzentren.  
 
Implikationen für die Weiterentwicklung der FGZ  
Die Ergebnisse der Evaluation der Kölner Familiengrundschulzentren zeigen, dass die 
FGZ eine hohe Wirksamkeit entfalten und zugleich kl are Ansatzpunkte für die 
Weiterentwicklung bieten. Vorrangig ist eine bedarfsorientierte Weiterentwicklung der 
Angebotsstruktur, die die Bedürfnisse von Kindern und Familien konsequent aufgreift. 
Ebenso zentral ist die Stärkung der personellen, rä umlichen und finanziellen 
Ressourcen, um Präventions- und Unterstützungsarbei t nachhaltig abzusichern. Hier 
Bei Wegfall des FGZ: „Wir wären 
weniger in Kontakt mit der Elternschaft 
und hätten auf jeden Fall wieder ein 
großes Mehr an Arbeit, was wir 
auffangen müssten, was wir jetzt 
vertrauensvoll outsourcen können.“ 
Lehrkraft  
„Wir können diese Familien nicht 
alleine lassen. Die haben genauso 
Rechte auf die Hilfen, die sie 
brauchen, wie andere Familien […]. 
Und unsere Eltern schaffen es nicht, 
die Bedarfe ihrer Kinder so zu 
formulieren und zu artikulieren, dass 
sie ihre Rechte durchsetzen. Sie 
wissen es oft gar nicht. Und dafür 
sind wir da, um sie zu unterstützen. 
Damit die, die es am meisten 
brauchen auch am meisten kriegen.“  
Schulleitung

Anlage 1 
- 5 - 
 
wäre eine erweiterte landesseitige Förderung im Kontext der bestehenden Förderlinien 
notwendig, um das in Nordrhein-Westfalen entwickelt e, innovative Konzept der 
Familiengrundschulzentren weiter zu stärken. 
Eine verbesserte Sichtbarkeit der Angebote sowie ni edrigschwellige und klar 
kommunizierte Zugänge können die Teilnahmebereitsch aft weiter erhöhen und 
zusätzliche Familien erreichen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollten darüber hinaus 
gezielt genutzt werden, um schul- und stadtteilbezo gene Kooperationen auszubauen 
und eine Rolle der FGZ als vernetzte Anlaufstellen im Sozialraum weiter zu festigen.  
Der Gesundheitslotsendienst hat sich als wertvolle Ergänzung erwiesen und sollte 
stärker in die präventive Arbeit eingebunden werden  – insbesondere durch mehr 
Präsenz, klare Strukturen und geeignete räumliche B edingungen. Insgesamt 
bestätigen die Befunde den positiven Entwicklungswe g der FGZ und liefern konkrete 
Impulse für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung.  
 
Weiterführende Informationen 
Weitere Informationen sind in folgenden vorausgegangene Session Vorlagen zu 
finden:  
- Session 0182/2024 : Zwischenergebnisse der Evaluation in neun Kölner 
Familiengrundschulzentren: Fachkräftebefragung 
- Session 0164/2026 : Zwischenergebnisse der Evaluation in neun Kölner 
Familiengrundschulzentren: Kinderbefragung

Beratungsverlauf (2)

27.04.2026 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 8.8 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
05.05.2026 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0163/2026
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
30.03.2026
Erstellt
19.01.2026 10:38