AN/1640/2017
Änderungsantrag zu Top 3.1.5 "Stärkung und Ausweitung des KVB-Busnetzes"
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Linke Änderungsantrag nach § 13
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Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221-27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 14.11.2017 AN/1640/2017 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 14.11.2017 Änderungsantrag zu Top 3.1.5 "Stärkung und Ausweitung des KVB-Busnetzes" Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, folgenden Änderungsantrag zu Top 3.1.5 auf die Tagesordnung der heutigen Ratssitzung zu nehmen: Beschluss: Die Entlastung durch Busse auf der Linie 4 soll nicht nur, wie im Antragstext vorgesehen, zwischen Höhenhaus und Wiener Platz erfolgen. Die entsprechende Passage in Punkt 2 des vorliegenden Antrages wird daher wie folgt geändert: Die Entlastungsbusse parallel zur Linie 4 sind von Höhenhaus bis zum Deutzer Bahnhof zu führen. Nach dem zweiten Punkt im Beschlusstext werden die folgenden Beschlusspunkte hinzugefügt: 3. Bei allen zur Entlastung des Stadtbahnetzes einzurichtenden Busergänzungen sind Vorrangeinrichtungen für den Bus zu prüfen. 4. Auf der Strecke der Linie 250 (Köln Hbf. – Leverkusen-Wiesdorf – Leverkusen- Opladen – Leichlingen – Solingen) sind zumindest im Bereich zwischen Köln-Deutz und Opladen Verstärkerbusse( durch KVB oder RVK) einzusetzen. Zwischen Windmühlenstraße in Köln-Mülheim und Stadtgrenze Leverkusen sind Vorrangeinrichtungen für den Bus zu installieren. Der bisherige Beschlusspunkt 4 (nach obiger Ergänzung: Punkt 6) ist wie folgt zu ersetzten: Die Verwaltung erarbeitet gemeinsam mit Vorstand und Aufsichtsrat der KVB ein Finanzierungskonzept und legt dieses dem Rat der Stadt Köln zur Beschlussfassung vor. Begründung: Eine Ausweitung der Buslinien kann deutlich kurzfristiger als Maßnahmen im schienengebundenen ÖPNV Kapazitätsprobleme lösen. Entlang besonders mit Luftschadstoffen belasteter Straßen kann so ein Beitrag zur Luftreinhaltung geleistet werden. Die Nutzung des ÖPNV ist nur dann attraktiv, wenn der Bus nicht im Stau steht. Daher müssen zeitgleich mit einem Ausbau des Busverkehrs Maßnahmen umgesetzt werden, mit denen der Bus gegenüber dem Auto Vorrang erhält. Der Finanzierungsvorschlag im vorgelegten Antrag ist unseriös. Es ist jeweils zum Beginn des Geschäftsjahres nicht sicher absehbar, wie hoch das Gesamtdefizit der KVB am Ende des Geschäftsjahres tatsächlich sein wird. Nimmt man die vergangenen Jahre als Maßstab, dann hätten zur Umsetzung des Antrages in 2016 etwa 13,9 Mio. zur Verfügung gestanden, in 2015 wären es dagegen nur 1,6 Mio. Euro gewesen. Eine seriöse Planung des Ausbaus des Busverkehrs ist auf dieser Grundlage nicht möglich. Ebenso wäre die Aufrechterhaltung der einmal geschaffenen Buslinien von Jahr zu Jahr gefährdet. Das Finanzierungsmodell ist zudem nicht mit der Arbeitnehmervertretung besprochen. Dies ist besonders pikant, da die Arbeitnehmer der KVB seit 2003 einen Konsolidierungsbeitrag von 375 Mio. Euro für das Unternehmen geleistet haben. Der Finanzierungsvorschlag entspricht der Logik einer Milchmädchenrechnung, da jede Defiziterhöhung der KVB durch den Stadtwerkekonzern gedeckt wird und sich mittelbar in der Reduzierung der Ausschüttung von Seiten SWK in den städtischen Haushalt niederschlagen muss. Mit freundlichen Grüßen Gez. Michael Weisenstein Geschäftsführer Fraktion DIE LINKE
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/1640/2017
- Typ
- Die Linke. Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 14.11.2017
- Erstellt
- 14.11.2017 11:08