2599/2023
Zwischenstand zur Zielerreichung der Maßnahmen des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025
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Anlage 1: Zwischenstand Zielerreichung_Aktionsplan 22-25
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Zwischenstand zur Zielerreichung der Maßnahmen des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025 Der 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025 wurde am 20. Juni 2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er beinhaltet 6 Handlungsfelder und insgesamt 15 Maßnahmen, die die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln nachhaltig verankern sollen. Schaubild: Eigene Darstellung, vgl. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025, S. 27 Dieser Kurzbericht beinhaltet einen Zwischenstand zur Zielerreichung der Maßnahmen des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025. Er versteht sich nicht als abschließend und vollumfänglich, sondern soll Transparenz schaffen über den aktuellen Stand der Umsetzung (Stichtag 15. August 2023) schaffen. Der Zwischenstand bildet auch die Grundlage für das anstehende Monitoring-Gespräch mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. und den Sachverständigen. Das Monitoring-Gespräch wird voraussichtlich am 16. Oktober 2023 stattfinden. Die Maßnahmen im Aktionsplan sind bis zum Ende der dreijährigen Siegelphase terminiert. Sie finden sich jedoch zum Teil auch in anderen strategischen Planungsprozessen wieder (Verschränkung). Die Zielerreichung wird dementsprechend fortlaufend synchronisiert. Nicht alle Maßnahmen werden nach Ablauf der dreijährigen Siegelphase bereits abgeschlossen sein. Die Koordination des Aktionsplans und des Vorhabens Kinderfreundliche Kommune obliegt aktuell einer Vollzeitstelle, welche als Stabstelle der Amtsleitung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie direkt unterstellt ist. Zum 01. September wird die Stabstelle Kinderfreundliche Kommune um eine weitere Personalstelle mit einem Stellumfang von 25 Stunden verstärkt. 2 2 Maßnahme 1 Etablierung eines stadtweiten, bezirklichen Beteiligungsverfahrens für Kinder und Jugendliche. Maßnahmenziel Die Etablierung eines skalierbaren und standardisierten Verfahrens zur systematischen Implementierung der Kinder- und Jugendperspektive in die städtischen Planungen, Konzepte und Leitlinien. Sicherung durch den Verwaltungsvorstand. 1. 2021: In einem interdisziplinären Projektteam wurde ein Konzept zu einem möglichen standardisierten Verfahren für Kinder und Jugendliche entwickelt. Die Zielgruppe wurde bereits im Entwicklungsprozess beteiligt. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Das Beteiligungskonzept kann hier abgerufen werden. 2. 2022: Das zweistufige Beteiligungsverfahren „Veedels-Check“ wird als Pilotprojekt bis Ende Mai 2022 im Stadtbezirk Köln- Mülheim mit Beteiligung von mindestens 200 Teilnehmer*innen durchgeführt. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Über das Beteiligungsportal der Stadt Köln wurden über 700 Beiträge, 4416 Bewertungen und 30 Kommentare eingereicht. Hinweis: Der Kartendialog wurde während des Dialogzeitraums öffentlich auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln eingebunden. In der Auswertung der Beiträge wurde klar, dass nicht alle Beiträge von Kindern oder Jugendlichen erstellt wurden, sondern zum Teil von Erwachsenen stammen. Viele Veedels -Spaziergänge wurden von Multiplikator*innen begleitet und teilweise durch die Begleitpersonen stellvertretend für die Kinder und Jugendliche eingestellt. Durch das Online- Format kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass Erwachsene den Raum auch für sich genutzt haben, mutmaßlich um die Interessen der Zielgruppe zu vertreten (anwaltschaftliche Vertretung). Neben den digitalen Rückmeldungen wurden zudem auf analogem Weg Beiträge und Einsendungen von Schüler*innen, Kindern aus Kindertagesstätten und weiteren Kindern und Jugendlichen am Aktionsstand am Wiener Platz eingereicht. Der größte Anteil aller Beiträge wurde im Stadtteil Mülheim abgegeben (38 Prozent), davon allein ein Drittel (ca. 33 Prozent) mit inhaltlichem Bezug zum Wiener Platz. In Höhenhaus wurden 12 Prozent der Beiträge abgegeben, in Stammheim 8 Prozent. Es folgen die Stadtteile Dünnwald, Flittard, Dellbrück mit 7 Prozent, gefolgt von Buchheim (6 Prozent) und Buchforst sowie Holweide (jeweils 4 Prozent). Es wurden 139 Beiträge zu positiv bewerteten Orten abgegeben, davon über 30 Prozent zum Wiener Platz und dem direkten Umfeld. Die fünf wichtigsten Oberthemen waren Sauberkeit, Grünflächen, Freizeitangebote, Sicherheit und Mobilität. Diese wurden auf der Veedels-Konferenz mithilfe von Karten und sogenannter Ankerbeiträgen genauer beleuchtet. Diese Beiträge wurden ausgewählt, weil sie besonders hohe Zustimmungswerte erhielten und/ oder sie exemplarisch für das Oberthema und/oder den Stadtteil stehen. Die umfangreiche Auswertung des Kartendialogs kann hier abgerufen werden. Die Veedels-Konferenz als zweite Beteiligungsphase sollte ursprünglich am 20. Mai 2022 stattfinden. Aufgrund einer Unwetterwarnung wurde die Veranstaltung jedoch zum Schutz aller kurzfristig abgesagt. Die Veranstaltung wurde am Freitag, den 24. Juni 2022 nachgeholt. Kinder und Jugendliche diskutierten gemeinsam mit Vertreter*innen aus der Verwaltung, Politik und Multiplikator*innen aus dem Stadtbezirk Mülheim ihre Ideen, Vorschläge und Wünsche für ihr Veedel. Aufgrund der sturmbedingten Verschiebung der Veranstaltung vom 20. Mai auf den letzten Schultag vor den Sommerferien nahmen leider weniger junge Menschen, als ursprünglich angedacht, teil. Insgesamt waren circa 70 Teilnehmer*innen bei der Veedels- Konferenz dabei. Die Themen, die die Kinder und Jugendlichen über das Portal geteilt haben, waren sehr vielfältig. Die Einzelbeiträge sind weiterhin auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln einsehbar. Daher war es für das Format 3 3 unerlässlich, dass unter anderem über 30 verschiedene Fachämter, sowie externe Partner*innen der Kölner Verkehrsbetriebe, der Abfallwirtschaftsbetriebe und der Polizei der Einladung in die Stadthalle gefolgt sind, um ihre Expertise einfließen zu lassen und die Themen der Kinder und Jugendlichen fachspezifisch zu bearbeiten. Schwerpunktmäßig ging es auf der Veedels- Konferenz um die definierten Oberthemen: Sauberkeit, Grünflächen, Freizeitangebote, Sicherheit und Mobilität. Im gesamten Teilnehmer*innen-Kreis wurden darüber hinausgehende Ideen und Vorschläge entwickelt, wie jede*r aus seiner Rolle und Position einen Beitrag zu einem kinder- und jugendfreundlicheren Köln Mülheim leisten kann. Mehr Infos zur Veedels- Konferenz können hier abgerufen werden. 3. 2023: Es wurden mindestens 10 Projekte und Maßnahmen identifiziert, welche innerhalb von 100 Tagen umgesetzt werden können (sogenannte „Quick wins“). Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahmen liegt bei den federführenden Ämtern. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Nach Abschluss der beiden Beteiligungsphasen folgte die Umsetzungsphase: Die Ergebnisse der Veedels-Konferenz und die Einzelbeiträge der Kinder und Jugendlichen wurden gebündelt und an die zuständigen Stellen mit der Bitte zur Prüfung oder Beantwortung koordiniert. Zudem wurden weitere offene Anregungen, Fragen und geäußerten Wünsche der Kinder und Jugendlichen beantwortet. Den Startschuss der 100 Tage Challenge gab die Veedels-Konferenz am 24. Juni. Auf dem Beteiligungsportal wird auch nach Abschluss der 100 Tage Challenge weiterhin fortlaufend über den aktuellen Umsetzungsstand berichtet. Das bedeutet auch, dass der Status der Prüfung von einigen Maßnahmen kommuniziert wird. Ebenso werden Anregungen und Wünsche beantwortet, die nicht umsetzbar sind, sowie dazu jeweils eine Begründung der Entscheidung gegeben. 4. Bis Ende 2022 wird das Potenzial des „Veedels-Checks“ mit seinen zwei Bausteinen (Vor- Ort-Quartiersbegehung und Großgruppenkonferenz) als möglicher standardisierter Ansatz für alle anderen Veedel bzw. Bezirke der Stadt Köln reflektiert und diskutiert. An diesem Teilziel wird weiterhin gearbeitet. Nach Abschluss des zweiphasigen Beteiligungsverfahrens wurde am Freitag, den 09. September im Rahmen einer Multiplikator*innen- Konferenz im Kulturbunker Mülheim das Beteiligungsverfahren auf seine Zukunftsfähigkeit hin ausgewertet und geprüft. Zudem wurden erste Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Verfahrens diskutiert. Die Veranstaltung richtete sich schwerpunktmäßig an die Mitglieder der Steuerungsgruppe Kinderfreundliche Kommune, stadtweite Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit, sowie politische Vertreter*innen. Weiterhin waren einige Multiplikator*innen aus dem HEY Mülheim Projekt eingeladen, die ihre Erfahrungen einfließen lassen konnten. Die Auswertung und Reflexion des Pilot-Projekt erfolgt in mehreren Schritten: 1. Multiplikator*innen-Konferenz (Status: abgeschlossen) 2. Reflexionsworkshop des Projektteams (Status: abgeschlossen) 3. Einzelrückmeldungen von Multiplikator*innen und Kindern und Jugendlichen (Status: abgeschlossen) 4. Wissenschaftliche Auswertung: Diskursanalyse durch die katholische Hochschule Köln (Status: laufend) Nach Abschluss der Diskursanalyse und auf Grundlage der bereits vorliegenden Ergebnisse der Auswertungsschleifen ist beabsichtigt, das Beteiligungskonzept weiterzuentwickeln. 5. 2023: Sofern das Prüfergebnis für das Ausrollen des Verfahrens auf andere Veedel bzw. Bezirke positiv ausfällt, werden durch einen verwaltungsinternen Beschluss interne Mittel oder durch eine gesonderte Entscheidung in den zuständigen politischen Gremien (Fachausschuss oder Rat) zusätzliche finanzielle und/oder personelle Ressourcen beantragt. Sofern Ressourcen bereitgestellt werden, wird im Jahr 2023 das Verfahren in einem der anderen acht Stadtbezirke durchgeführt. Sofern das Prüferergebnis negativ ausfällt, soll ein abgewandeltes oder alternatives Beteiligungsverfahren entwickelt werden. An diesem Teilziel wird weiterhin gearbeitet. Der Zeithorizont für dieses Ziel wurde auf 2024 verschoben. 4 4 Weitere Infos und Links: Dialog zu HEY Mülheim-Check mit uns dein Veedel! https://meinungfuer.koeln/hey-koeln Status der Maßnahme: in Prüfung, laufend Maßnahme 2 Qualitative Weiterentwicklung der systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung in Bezug auf kinder- und jugendgerechte Formate Im Rahmen der Systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung werden Kinder und Jugendliche als besondere Zielgruppen erkannt. Die Beteiligungsverfahren und zielgruppengerechte Kommunikationsplanung für Kinder und Jugendliche werden bis 2025 weiterentwickelt. 1. 2022: Durchführung des Pilot-Beteiligungsprojektes „Hey Mülheim“ im 1. Halbjahr 2022. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Der Veedels-Check unter dem Titel „HEY Mülheim- Check mit uns dein Veedel“ wurde in einem dreiphasigen Prozess (Dreiphasig meint in diesem Zusammenhang: Veedels- Spaziergänge, Veedels- Konferenz und Re-Check Spaziergang) erfolgreich von März bis Oktober 2022 durchgeführt. 2. 2022: Vorstellung der Evaluationsergebnisse aus dem Pilotverfahren in dem Beirat Öffentlichkeitsbeteiligung im 2. Halbjahr 2022. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Am 10. Mai 2022 wurden dem Beirat für Öffentlichkeitsbeteiligung das Format und die Ergebnisse des Veedels-Checks vorgestellt. 3. 2022: Auf Grundlage der Erfahrungen aus dem „Veedels-Check“ erfolgt eine Weiterentwicklung spezieller Verfahren und Formate der Beteiligung für Kinder und Jugendliche, als auch die Weiterentwicklung regulärer Beteiligungsverfahren, in denen Kinder und Jugendliche eine von vielen angesprochenen Zielgruppen sind. An diesem Teilziel wird weiterhin gearbeitet. Seit 2022 konnten einige weitere stadtweite Beteiligungsverfahren umgesetzt werden, bei denen Kinder und Jugendliche eine der Zielgruppen waren. Exemplarisch sei hier die Neuauflage der Schulentwicklungsplanung für die Kölner Berufskollegs und die Weiterentwicklung der „Kölner Berufskolleglandschaft“ benannt. Das durchgeführte Beteiligungsverfahren adressierte zentrale Akteur*innen in der beruflichen Bildung, ihre Nutzer*innen sowie die interessierte Fachöffentlichkeit. Derzeit erarbeitet die Jugendverwaltung auf Grundlage eines Ratsbeschlusses aus Mai 2022 ein Gesamtkonzept für die stadtweite Kinder- und Jugendbeteiligung. Das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung ist in diesen Prozess miteingebunden. Es besteht seitens der Jugendverwaltung die Zielsetzung die Erfordernisse/ Gelingensbedingungen für erfolgreiche Kinder- und Jugendbeteiligung herauszustellen. Diese sollen auf den Leitlinien für systematische Öffentlichkeitsbeteiligung aufbauen, jedoch im Konzept auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche im Besonderen fokussiert werden. Beispielhaft sei hier eine Gelingensbedingung benannt: Es gelingt besser Kinder und Jugendliche für eine Beteiligung zu gewinnen/ zu erreichen, wenn die Einbindung über sie bekannte Multiplikator*innen, wie zum Beispiel Lehrer*innen oder Fachkräfte in Kinder- und Jugendeinrichtungen erfolgt. Diese und weitere Gelingensbedingungen sollen im Prozess der Erstellung nochmal klarer herausgestellt werden und können hilfreiche Anregungen sein, wenn es darum geht eine Kinder- und Jugendbeteiligung zu planen. 4. 2025: Bis 2025 ist eine Erweiterung des Methodenkoffers des Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung um mindestens zwei weitere Formate für Kinder und Jugendliche erfolgt. 5 5 Das Teilziel hat sich im Verlauf verändert. In der Systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung werden die Methoden und Formate für eine Öffentlichkeitsbeteiligung passgenau zu den Zielen und Zielgruppen entwickelt. Das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung erweitert den Methodenkoffer immer um weitere Formate aus, sofern diese erprobt wurden oder sie davon Kenntnis erlangen. Sofern neue Methoden gefunden werden, die sich auch für eine Kinder- und Jugendbeteiligung eignet, fließen diese in den „Methodenkoffer“ für diese Zielgruppe ein und es wird bei Bedarf an die entsprechenden Dienststellen ein Hinweis gegeben. Weitere Infos und Links: Dialog zu HEY Mülheim-Check mit uns dein Veedel! https://meinungfuer.koeln/hey-koeln Zukunftsbild Berufskollegs in Köln https://meinungfuer.koeln/zukunft-koelner-berufskollegs Status der Maßnahme: planmäßig, laufend Maßnahme 3 Aktionen zur Inanspruchnahme des öffentlichen Raums hier am Beispiel: Elfried – Der elfte Elf Kinder und Jugendliche lernen spielerisch ihre Rechte kennen. Es werden Krachparaden in den Kölner Stadtbezirken durchgeführt. Die Ergebnisse werden in einem begleitenden Podcast aufbereitet. Das Ziel sollte durch folgende nächste Schritte erreicht werden: 1. Akquise von Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen für das Projekt; Fördermittelakquise im 1. Halbjahr 2022. Das Projekt wurde durch die Imhof-Stiftung, die Sparkasse Köln Bonn (Hier mit Herz) und die Stadt Köln ermöglicht. Als Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen des Projekts wurden der Kölner Spielecircus e.V., das Schokoladenmuseum Köln; der Kölner Jugendring e.V., sowie das Kooperative Kinder- und Jugendbüro gewonnen. 2. Konzeptentwicklung für die Durchführung der Krachmacherparaden, Pop-up Bühnen und Podcast-Episoden bis Ende des Jahres 2022. Aufgrund sicherheits- und ordnungsbehördlichen Auflagen und den damit verbundenen Kosten ließ sich die Durchführung von 11 Krachparaden im öffentlichen Raum nicht realisieren. Das Konzept wurde daher angepasst und 10 Krachmacherhöfe auf ausgewählten Schulhöfen in allen neun Stadtbezirken geplant. Als Abschluss soll eine zentrale Krachmacherparade im öffentlichen Raum mit Ausklang am Schokoladenmuseum stattfinden. Das Format adressiert Kölner Kinder (Grundschulalter 6 bis 12 Jahre) jeweils einer Kooperations-Grund- oder Förderschule. 3. Durchführung von Krachmacherparaden in den Kölner Stadtbezirken im Jahr 2023. Im April und Mai 2023 wurde an ausgewählten Schulen (8 Grundschulen, 2 Förderschulen) auf Schulhöfen oder in Turnhallen einen Aktionstag mit einem bunten Mitmach-Programm gestaltet. Verpackt in einer lustigen Geschichte von "Elfried dem elften Elf" wurden den teilnehmenden Schüler*innen spielerisch ihre Rechte gemäß der UN-Kinderrechtskonvention nähergebracht und diese erlebbar gemacht. Ein weiteres Ziel stellte die Sensibilisierung der erwachsenen Kölner*innen für das Thema Kinderrechte dar. Mit Infoschreiben für die Nachbarschaft wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Kinder auch laut sein dürfen und für ein gesundes Aufwachsen ihre Freiräume in der Stadt benötigen. Insgesamt wurden circa 2200 Kinder mit dem Programm erreicht. Die Krachmacherparade war ursprünglich für den 20. Juni 2023 vorgesehen, musste jedoch aufgrund der Wetterlage (Hitze) verlegt werden. Sie ist nun für den 31. August 6 6 2023 terminiert. 4. Nachhaltige Ergebnissicherung durch die Aufbereitung der Podcast-Episoden und die Bereitstellung der QR-Code Schnitzeljagd. Dieses Ziel hat sich durch die Neu-Konzipierung überholt. Bereits im Jahr 2022 wurde eine QR- Code Schnitzeljagd umgesetzt, in der „Elfried“ in ganz Köln 11 kinderfreundliche Orte vorstellt und seinen Freund, den „Frohsinn“, sucht. In der begleitenden Broschüre werden auch Kinderrechte vermittelt. Zudem wurde eine externe Website, sowie ein Instagram-Account von Elfried, dem elften Elf seitens des Kunstkönner e.V. umgesetzt. Auch über die Social Media Kanäle des Kooperativen Kinder-und Jugendbüros und des Kölner Jugendrings wurde über die Krachmacherhöfe informiert. 5. Eine Weiterentwicklung und Fortbestand des „elften Elf“ über die Jubiläumssession hinaus wird in der Auswertung geprüft und evaluiert. An diesem Zwischenziel wird derzeit gearbeitet. Es konnten bereits neue Fördermittel für 2024 akquiriert werden. Derzeit wird im Projektteam eruiert, wie das Projekt nachhaltig verankert werden kann. Links und weitere Infos: Artikelseite zu den Krachmacherhöfen https://www.stadt-koeln.de/artikel/72595/index.html Veranstaltungskalender zu der Krachmacherparade https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/veranstaltungen/daten/32901/index.html Website von Elfried dem elften Elf https://www.derelfteelf.de/ Instagram https://www.instagram.com/der_elfte_elf/ Broschüre von Elfried dem elften Elf https://www.derelfteelf.de/ueber-uns/ Nächste Termine und Schritte sind: Durchführung der Krachmacherparade am 31. August 2023 „Der elfte Elf“ auf dem Weltkindertagsfest am Sonntag, den 17.September 2023 „Der elfte Elf" beim Familiensonntag in der Kölner Zentralbibliohek am 12.November 2023 Evaluation und Weiterentwicklung des „elften Elf“ Status der Maßnahme: planmäßig, laufend 7 7 Maßnahme 4 Einführung einer kommunalen Familienkarte „FamilienPlusPunkt“ Durch die „FamilienPlusPunkt“-Karte wird die Kinder- und Familienfreundlichkeit nachhaltig als Standortfaktor gestärkt und in der Stadtgesellschaft verankert. 1. 2022: Die Maßnahme „FamilienPlusPunkt“ startet im Jahr 2022 mit mindestens 50 Kooperationspartner*innen. An diesem Teilziel wird derzeit gearbeitet. Aufgrund unbesetzter Stellen im Familienbüro der Stadt Köln und internen Verzögerungen bei der Koordination zielgerichteter Erstellung von Akquise-Materialien, wie etwa eines Flyers zur Anwerbung von Kooperationspartner*innen, ist die Maßnahme verzögert gestartet. Der Flyer für die Kooperationspartner*innen wurde mittlerweile erfolgreich fertiggestellt und der Akquise-Prozess von Kooperationspartner*innen trotz unbesetzter Stellen gestartet. Zudem wurde bereits eine Artikelseite auf der Stadt Köln Homepage vorbereitet, welche online geschaltet werden soll, sobald die ersten 50 Kooperationspartner*innen angeworben wurden. 2. 2023: Bis Ende 2023 haben mindestens 10.000 in Köln lebende Familien, Elternteile/Lebensgemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen Kind die „FamilienPlusPunkt“-Karte beantragt und profitieren von den Vorteilen. (Die Anzahl entspricht ca. 10% der aktuell in Köln bestehenden Haushalte mit Kindern (Aktuell circa 104.000 - Stand: Februar 2022). Dieses Teilziel wurde noch nicht begonnen. Die Zeitschiene wird dahingehend angepasst, dass bis Ende 2024 mindestens 10.000 in Köln lebende Familien, Elternteile/Lebensgemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen Kind die „FamilienPlusPunkt“-Karte beantragt haben und von den Vorteilen profitieren. 3. 2024: Bis Ende 2024 konnten die Kooperationspartner*innen auf mindestens 150 erweitert werden. Dieses Teilziel wurde noch nicht begonnen. Die Zeitschiene wird dahingehend angepasst, dass bis Ende 2025 die Kooperationspartner*innen auf mindestens 150 erweitert werden konnten. 4. 2025: Bis zur Evaluation der Maßnahme konnten insgesamt mindestens 20.000 in Köln lebende Familien, Elternteile/Lebensgemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen Kind mit der „FamilienPlusPunkt“-Karte erreicht werden. (Die Anzahl entspricht ca. 20 % der aktuell in Köln bestehenden Haushalte mit Kindern (Aktuell circa 104.000 - Stand: Februar 2022). Dieses Teilziel wurde noch nicht begonnen. Der Zielhorizont dieses Teilziels wird auf 2026 ausgeweitet. Nächste Schritte und Termine: Akquise von Kooperationspartner*innen der „FamilienPlusPunkt“-Karte Veröffentlichung der Website Erstellung eines Info-Flyers für Familien Status der Maßnahme: verzögert, laufend 8 8 Maßnahme 5 Erschließung von Freiflächen zur Nutzung für Graffiti/Streetart im öffentlichen Raum. 1. 2022: Im zweiten Halbjahr 2022 wird die „Hall of Fame Kalkberg“ eröffnet. Am Freitag den 23.09.2022 eröffneten Robert Voigtsberger, Dezernent für Bildung, Jugend und Sport und Norbert Fuchs, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Mülheim feierlich die „Hall of Fame Kalkberg“. Im Voraus engagierten sich die beteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr, um zu erreichen, dass die Wand langfristig in eine „Hall of Fame“ umgewidmet wird. Der fraktionsübergreifende Antrag, die Stützwand des Kalkbergs Am Bischofsacker/ Ecke Kalk- Mülheimer Straße für die dauerhafte Nutzung als legale Graffiti-Fläche freizugeben, wurde am 17.01.2022 in der Bezirksvertretung Mülheim einstimmig beschlossen. Damit wird im Stadtbezirk Mülheim Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit gegeben, öffentlichen Raum auf rund 900 Quadratmetern jederzeit selbst zu gestalten. Das Event „Veedel Stars Vol. IV“ wurde wie in den vergangenen Jahren in enger Kooperation zwischen den Mittwochsmaler*innen des Sozialdienstes Katholischer Männer Köln e.V. (SKM Köln e.V.) und der Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln geplant und durchgeführt. Es fand erneut im Rahmen der NRW- weiten Veranstaltung „Nacht der Jugendkultur – Nachtfrequenz“ statt und wird unter anderem durch das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, das Amt für öffentliche Ordnung sowie die Bezirksvertretung Mülheim unterstützt. 2. 2023: Die Nutzung der „Hall of Fame Kalkberg“ wird evaluiert und falls nötig konzeptionell angepasst. Da die Hall of Fame in 2022 erst kurz vor der Wintersaison eröffnet wurde, wird eine Evaluation erst nach der Sommersaison 2023 angestrebt, um die Nutzung der Fläche in den letzten Monaten und die aufgetretenen Herausforderungen valide bewerten und eventuelle konzeptionelle Anpassungen daraus ableiten zu können. 2024/2025: Weitere Freiflächen zur Nutzung für Graffiti/Streetart im öffentlichen Raum wurden erschlossen. Einrichtung/Akquise von Flächen wird in möglich vielen Stadtbezirken angestrebt. Im Spätsommer 2023 wird in Abstimmung mit der Bezirksvertretung Mülheim die Gestaltung von Flächen am Wiener Platz durch die Mittwochsmaler*innen des SKM Köln e.V. umgesetzt. Das Amt für Kinder, Jugend und Familie und der SKM Köln e.V. arbeiten hier wieder als Planungstandem in Kooperation mit verschiedenen Fachämter der Stadt Köln zusammen. Der Gestaltung geht ein längerer Prozess abgeleitet von der Entwicklung der Hall of Fame am Kalkberg und dem Wunsch nach weiteren gestalteten Flächen im Stadtbezirk voraus. Zudem war ein Ergebnis des Pilotprojekts „Hey! Mülheim – Check mit uns dein Veedel!“, welches ebenfalls im Rahmen des Gesamtvorhabens „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ in 2022 stattfand, dass sich viele Kinder und Jugendliche eine Umgestaltung und Verschönerung des Wiener Platz wünschen. Dieser Tatsache wird mit diesem Projekt somit ebenfalls Rechnung getragen. Im Rahmen des Weltkindertages im September 2023 werden am Neumarkt als einer der zentralen Plätze im öffentlichen Raum in Köln Bauzaunplanen in einem durch einen Künstler angeleiteten Workshop durch Jugendliche zum Thema „Kinderrechte“ gestaltet. Die Planen werden mehrere Wochen am Neumarkt ausgestellt sowie im Kontext des Weltkindertagfestes präsentiert. Links und weitere Infos: Instagram-Kanal der Mittwochsmaler*innen mittwochsmalercologne Mitteilungsvorlage zur Gestaltung am Wiener Platz BV Mülheim Vorlagennummer 2503/2023 Gestaltungskonzept Wiener Platz 9 9 Status der Maßnahme: planmäßig, laufend Maßnahme 6 Entwicklung eines stadtweiten Leitbilds „kinder- und jugendfreundliches Köln“ 1. Bis Ende 2022 wurde eine Arbeitsgruppe zur „Entwicklung eines Leitbilds einer Zielvision für ein „kinder- und jugendfreundliches Köln“ eingerichtet und ein regelmäßiger Sitzungsturnus etabliert. Das Teilziel hat sich im Verlauf der Maßnahme verändert. Die Schlüsselprojekte werden immer einer Handlungsempfehlung aus der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“ zugeordnet. Die Kinderfreundliche Kommune wurde der Handlungsempfehlung 8 „Stadt- Leben“ zugeordnet. Im Jahr 2022 ist es erfolgreich gelungen dem Stadtentwicklungsteam, kurz Stek-Team die Leitbildentwicklung als Schlüsselprojekt der Stadtstrategie vorzuschlagen und zu definieren. Neben der Leitbildentwicklung „kinder- und jugendfreundliches Köln“ wurden dem Verwaltungsvorstand 16 weitere neue Vorhaben (Konzepte, Projekte und Impulse), die in besonderer Weise zur Umsetzung der Stadtstrategie beitragen, durch das Stek-Team empfohlen. Wie auch im vorherigen Jahr folgte der VV der Empfehlung, die diesmal auch vier Schlüsselprojekte des Stadtwerkekonzerns (SWK) umfasste. Im März 2023 wurden die 17 neuen Schlüsselprojekte im Stadtentwicklungsausschuss präsentiert. Durch die Heraushebung als Schlüsselprojekt wird die stadtweite Bedeutung des Themas betont. Zudem trägt es dazu bei eine dezernats- und ämterübergreifende Umsetzung zu unterstützen. 2. In der Arbeitsgruppe wurde eine Projektskizze (Ablauf- und Terminplanung, Ressourcen- und Kostenplanung, Beteiligungsformen etc.) entwickelt. Das Teilziel hat sich im Verlauf der Maßnahme verändert. Vgl. hierzu Punkt 3. 3. Bis Ende 2024 wurde in umfangreichen Beteiligungsprozessen ein Entwurf des Leitbilds erarbeitet. An diesem Teilziel wird derzeit gearbeitet. Der Rat der Stadt Köln hat die Verwaltung in seiner Sitzung am 05. Mai 2022 beauftragt, einen Fachtag zum Thema Kinder- und Jugendpartizipation zu organisieren. Dieser sollte gemäß dem Beschluss gemeinsam mit Kommunalpolitiker*innen, Fachverwaltungsmitarbeiter*innen, Fachkräften aus der freien Trägerlandschaft, weiteren Akteur*innen aus der Kinder- und Jugendhilfe (hier u.a. Fachberatung „Eigenständige Jugendpolitik und Partizipation“ des LVR) und jungen Menschen organisiert werden und dient als Startpunkt für die Entwicklung einer langfristigen, gesamtstädtischen Partizipationsstrategie. Am 28.04.2023 fand der Fachtag „Misch MIT! – Kinder- und Jugendbeteiligung in Köln“ im Kalk Karree statt. Mehr als 300 Besucher*innen aus Politik, Fachverwaltung und der Kinder- und Jugendhilfe sowie junge Menschen ab Klasse 7 begegneten sich bei verschiedenen Aktionen und Workshops und kamen in einen konstruktiven Austausch zur zukünftigen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Köln. Auf dem Fachtag wurde ein Workshop zur Leitbildentwicklung unter dem Titel „Reise mit uns in die Zukunft und schau dir an, wie unser kinder- und jugendfreundliches Köln im Jahr 2030+ aussieht“ angeboten. Die Teilnehmer*innen des Fachtags hatten während der gesamten Veranstaltung die Chance, den Workshop zu besuchen. Es gab insgesamt 7 „Planetenstationen“, an denen junge Menschen ihre Ideen für ein kinder- und jugendfreundliches Köln 2035+ notieren konnten. Die zentralsten Ideen und Punkte wurden bereits auf dem Fachtag geclustert und „live“ in ein Graphic Recording übertragen. 10 10 Im Ergebnis wurden eine Vielzahl zielgruppenspezifischer Wünsche/ Einzelthemen geäußert, aber auch viele übergeordnete Ziele von den jungen Menschen benannt. Letztere lassen sich auch im Zielgerüst der Stadtstrategie wiederfinden (zum Beispiel Stadtraum, nachhaltige Mobilität). Bei den zielgruppenspezifischen Einzelthemen muss geprüft werden, wo und wie die Ideen, Forderungen und Wünsche in weitere Prozesse und Planungen einmünden können. Im ersten Schritt wurde das Graphic Recording bereits beim Strategietag „Kölner Kinder stärken!“ am 12.05.2023 dargestellt und erste Ideen sind in diesen Prozess eingeflossen. Die übergeordneten Themen sollen als 1. Beteiligungsebene in die Leitbildentwicklung für ein kinder- und jugendfreundliches Köln 2035+ einmünden. Es besteht die Zielsetzung die Leitbildentwicklung mit der Entwicklung des gesamtstädtischen Konzepts zur Kinder- und Jugendbeteiligung zu verbinden. 4. Das Leitbild „kinder- und jugendfreundliches Köln“ wird vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Dieses Teilziel wurde noch nicht begonnen. Weitere Infos und Links: Kölner Perspektiven 2030+ – Vorschläge für Handlungsempfehlungen und Schlüsselprojekte Schlüsselprojekt Kinderfreundliche Kommune Fachtag Misch MIT! (vgl. Seiten 36-42) Misch MIT Gesamtauswertung und nächste Schritte Status der Maßnahme: planmäßig, laufend Maßnahme 7 Kinder- und Jugendbeteiligung an der Gestaltung der Mobilitätswende der Stadt Köln Kinder und Jugendliche werden als eine wichtige Zielgruppe am SUMP-Prozess beteiligt. Die Ergebnisse der Beteiligung fließen in die weitere Erarbeitung des SUMP ein. 1. 2023/2024: Bis Ende 2024 wurden Kinder und Jugendliche an der Erarbeitung der ersten Stufe (Leitbildprozess, Analyse und Strategieentwicklung) des im Jahr 2022 gestarteten SUMP-Prozesses beteiligt. Dieses Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Im nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln“, den die Stadt Köln aktuell erstellt, wurde zunächst ein Leitbild für die Mobilität in Köln 2035 erarbeitet. Dieses Leitbild wurde im September 2023 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Um den Vorrang des Kindeswohls zu gewährleisten, sind daher bereits in die Leitbildentwicklung die Perspektiven und besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingeflossen. In einer nächsten Phase werden die Schwächen der heutigen Mobilität sowie die Chancen für die zukünftige Mobilität analysiert. Um ein möglichst heterogenes und aktuelles Meinungsbild von Kindern und Jugendlichen zu erhalten, wurden Schulen unterschiedlicher Schulformen, sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen in allen neun Stadtbezirken beteiligt. Die Kinder und Jugendlichen wurden dabei in ihrem räumlichen und sozialen Umfeld befragt. Die eigens entwickelten Module sollten die jungen Kölner*innen in Einzel- oder Gruppenarbeit umsetzen und nach Möglichkeit mit ihrer Klasse oder Gruppe diskutieren. Alle teilnehmenden Klassen oder Gruppen erhielten ein Beteiligungspaket, in dem alle erforderlichen Materialien zu drei Modulen in ausreichender Anzahl enthalten waren. Zudem enthielt das Beteiligungspaket auch eine Durchführungsanleitung, die das Vorgehen bei den einzelnen Modulen detailliert erläuterte. Weiterhin wurde ein digitaler Briefing-Termin für die erwachsenen 11 11 Begleitpersonen oder Multiplikator*innen offeriert, in dem die Module nochmal erläutert und mögliche offene Fragen geklärt wurden. Nach der Bearbeitung der Module konnten alle Ergebnisse in ein vorfrankiertes Paket verpackt und für die Auswertung an eine beauftragte Agentur zurückgeschickt werden. Modul 1 fragt ab, wie die Kinder und Jugendlichen heute in Köln unterwegs sind und wie sie die Wege und Verkehrsmittel wahrnehmen. Bei beiden Gruppen wurden zunächst die am häufigsten genutzten Verkehrsmittel identifiziert. Die Kinder wurden dann befragt, was sie auf ihren Wegen hören, sehen und riechen. Zudem sollten sie ausführen, was gute Wege und schlechte Wege für sie ausmachen. Die Jugendlichen wurden gebeten, die unterschiedlichen Mobilitätsformen zu bewerten. Zudem wurden sie konkret um ihrer Einschätzung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gebeten. Modul 2 befasst sich damit, wie sich die Kinder und Jugendlichen die Mobilität in Köln zukünftig wünschen. Kinder und Jugendliche wurden in diesem Modul kreativ und zu Stadtgestalter*innen. Die Kinder malten dazu zwei Mal die gleiche Stelle im öffentlichen Raum auf einem Bild. Zuerst wurde der heutige Zustand dargestellt und auf dem anderen Bild skizziert, wie sie sich die Straße oder den Platz zukünftig wünschen. Die Jugendlichen befassten sich mit der Frage, wie eine gerechte Mobilität aussieht. Dazu befassten sie sich unter anderem mit der barrierefreien Mobilität und vollzogen mithilfe eines Maßbandes einen Perspektivwechsel und betrachteten die städtischen Wege aus der Größe von Kindern und Rollstuhlfahrenden. Modul 3 umfasste eine Übersicht über circa 20 mögliche Maßnahmen, die alle zur Verbesserung der Mobilität in Köln beitragen können. Aufgabe war es hier zu priorisieren, welche Maßnahmen aus Sicht der Kinder und Jugendlichen als besonders wichtig erachtet werden. Die Jugendlichen sollen sich zudem dazu austauschen, welche Maßnahmen sie für schnell beziehungsweise langsam umsetzbar halten und wie sie sich die Kosten vorstellen. Diese Einschätzungen helfen der Stadt neben der Maßnahmengestaltung auch bei der Kommunikation, warum welche Schritte zu einem bestimmten Zeitpunkt umgesetzt werden. Die Vorstellungen zu der Umsetzungsgeschwindigkeit und den Umsetzungskosten wurden im Rahmen der Auswertung mit den tatsächlichen Daten abgeglichen. Insgesamt haben sich 25 Schulen (aller Schulformen) und offene Kinder- und Jugendeinrichtungen aus allen 9 Stadtbezirken beteiligt. In Zahlen wurden 282 Kinder und 337 Jugendliche, also insgesamt 619 junge Menschen mit der Beteiligung erreicht. Hinweis: Wie bei allen Beteiligungsformaten sind auch die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung nicht repräsentativ und werden auch nicht als solche behandelt. Die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung flossen nun bereits unmittelbar in die Leitbildentwicklung ein und werden auch in den weiteren Prozess der Entwicklung des nachhaltigen Mobilitätsplans Besser durch Köln einmünden. Sie wurden auch bereits auf verschiedenen Veranstaltungen ausgestellt oder diskutiert. Am 28. April hat ein stadtweiter Fachtag unter dem Titel „Misch MIT! Kinder-und Jugendbeteiligung“ stattgefunden. Im Rahmen eines „Marktes der Beteiligungsmöglichkeiten“ wurden die Teilnehmer*innen über den nachhaltigen Mobilitätsplan und die stattgefundene Kinder- und Jugendbeteiligung informiert. Zudem wurden einige ausgewählte Bilder aus der Kinderbeteiligung ausgestellt. Vom 26. Bis 28. Mai (Pfingstwochenende) fand das polisMOBILITY camp statt. Das Areal zwischen Rudolfplatz und Friesenplatz verwandelte sich in dieser Zeit in einen Erfahrungsraum für die Mobilität der Zukunft. Die Stadt Köln hatte einen Stand auf dem Camp und informierte dort über den nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln“. Am Samstag, den 27. Mai fand eine sogenannte Panel-Diskussion über die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung statt. Das Panel bewegte sich auf der Metaebene zum Thema "Mobilitätsbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen" und trug den Titel "Wir wollen mitgestalten – Wie sich Kinder und Jugendliche die Mobilität von morgen wünschen". 12 12 In folgenden Gremien, die an der Entwicklung des nachhaltigen Mobilitätsplans beteiligt sind, werden die Interessen der Kinder und Jugendlichen vertreten: Im Mobilitätsbeirat hat der Kölner Jugendring e.V. einen festen Sitz, in der dezernatsübergreifenden Projektgruppe ist die Koordination Kinderfreundliche Kommune festes Mitglied, im Lenkungskreis ist u.a. das Dezernat für Bildung, Jugend und Sport vertreten und im Runden Tisch Mobilität und Gesellschaft ist unter anderem die Kidical Mass vertreten. 2. 2025 f.: Die Ergebnisse aus der Kinder- und Jugendbeteiligung fließen in die Erarbeitung der zweiten Stufe des SUMP (Erarbeitung eines Handlungs-, Umsetzungs- und Evalua- tionskonzepts) ein. An diesem Ziel wird weitergearbeitet, sobald die Stufe 1 des nachhaltigen Mobilitätsplans – bestehend aus Grundlagenanalyse, Leitbilderstellung, Chancen- und Mängelanalyse und Strategieentwicklung – erfolgreich abgeschlossen wurde. Links und weitere Infos: Besser durch Köln. Der nachhaltige Mobilitätsplan https://meinungfuer.koeln/mobilitaetsplan Nächste Termine und Schritte: Das Leitbild des nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“ wird am 22. August in den Verkehrsentwicklungsausschuss eingebracht und am 07.09.2023 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Die wichtigsten Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung werden am 22. August in der Steuerungsgruppe Kinderfreundliche Kommune vorgestellt. Im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche findet zwischen dem 15. September und 22. September aufsuchende Beteiligung auf verschiedenen Plätzen in Köln statt. Kinder und Jugendliche sind hier nicht die erstangesprochene Zielgruppe haben aber wie jede*r andere Kölner*in die Möglichkeit sich zu beteiligen. Am 23. September findet ein Mobilitätsforum im historischen Rathaus statt. Junge Menschen sind hier ebenfalls eingeladen sich zu beteiligen. Status der Maßnahme: planmäßig, laufend Maßnahme 8 Verankerung des Querschnittsthemas „Kinder- und Jugendfreundlichkeit“ in allen Verwaltungsressorts Bis 2025+ wurde das Querschnittsthema Kinder- und Jugendfreundlichkeit in allen Verwaltungsressorts der Stadtverwaltung Köln fest verankert. Dies soll im ersten Schritt durch folgende Maßnahmen erreicht werden: 1. Es besteht die Zielsetzung das Gesamtvorhaben Kinderfreundliche Kommune Köln mit anderen stadtweiten Planungen und Prozessen zu verschränken. Die Herstellung von Verbindungslinien ermöglicht es Doppelstrukturen zu vermeiden und Synergieeffekte hinsichtlich der gemeinsamen Zielerreichung herzustellen. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Es ist und bleibt eine große Herausforderung in einer so großen Stadt(-verwaltung) das Querschnittsthema Kinder- und Jugendfreundlichkeit ämter- und dezernatsübergreifend zu verankern. Es hat sich daher als hilfreich und gewinnbringend erwiesen, das Thema mit anderen stadtweiten Planungen und Prozessen zu verschränken. Die Kinder- und Jugendfreundlichkeit findet sich beispielsweise bereits im Zielgerüst der Kölner Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ wieder. Im 13 13 Jahr 2022 ist es erfolgreich gelungen dem Stadtentwicklungsteam, die Leitbildentwicklung kinder- und jugendfreundliches Köln als Schlüsselprojekt der Stadtstrategie vorzuschlagen und zu definieren. Darüber hinausgehende erfolgreiche Verschränkungen lassen sich auch in den anderen Maßnahmen herauslesen. Hier seien beispielsweise die Verschränkung mit dem Kommunalen Kinder- und Jugendförderplan 2022-2025, aber auch die Zusammenarbeit im Rahmen der Erstellung des nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“ benannt. 2. Für die Umsetzung des Kindeswohlvorrangs werden aus allen Fachämtern verbindliche Ansprechpersonen benannt. Die Ansprechpersonen fungieren als Multiplikator*innen zum Thema Kinderrechte und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus ihrem jeweiligen Fachbereich. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe fungieren gleichzeitig als Multiplikator*innen für das Gesamtvorhaben. Weiterhin setzt sich auch Herr Voigtsberger als Dezernent für Jugend, Bildung und Sport sehr aktiv dafür ein, das Thema gesamtstädtisch und auch in der Verwaltungsspitze zu platzieren. Am 21. November findet auf Einladung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker ein Amtsleitungstag aller Amtsleitungen der Stadt Köln statt, auf der unter anderem das Vorhaben Kinderfreundliche Kommune als Thema gesetzt wurde. 3. Es besteht die Zielsetzung die Steuerungsgruppe Kinderfreundliche Kommune um fehlende Verwaltungsressorts zu ergänzen. Dadurch soll der gesamtstädtische Austausch über Kinderrechte und die Umsetzung der Kinder- und Jugendfreundlichkeit verbessert werden. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Die Steuerungsgruppe wird sukzessiv um fehlende Verwaltungsressorts ergänzt. Darüberhinausgehend wird geschaut wann und wie anlass- und themenbezogen Personen zur Steuerungsgruppe eingeladen werden. Im Rahmen der Steuerungsgruppe wurde zudem die Frage diskutiert und Maßnahmen besprochen wie auch der Mitgliedskreis der Steuerungsgruppe diverser aufgestellt werden könnte, um perspektivisch auch in diesem steuernden Gremium die Interessen von z.B. LSBTI Kindern und Jugendlichen oder Kinder und Jugendlichen mit Einschränkungen oder Behinderungen im Rahmen des Vorhabens besser zu berücksichtigen. 4. Entwicklung und Durchführung eines Schulungskonzepts zur Information und Sensibilisierung von Multiplikator*innen für die Umsetzung von Kinderrechten im Verwaltungshandeln. Die geschulten Multiplikator*innen können dann als Expert*innen zum Thema Kinderrechte und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nach innen in ihre Ämter wirken. Dieses Teilziel wurde noch nicht begonnen. 5. Eine weitere Verankerung wird auch durch die Erstellung eines stadtweiten Leitbilds eines kinder- und jugendfreundliches Köln erreicht. An diesem Teilziel wird weiterhin gearbeitet (Vergleiche Maßnahme 6). Links und weitere Infos: Kölner Perspektiven 2030+ – Vorschläge für Handlungsempfehlungen und Schlüsselprojekte Schlüsselprojekt Kinderfreundliche Kommune Nächste Termine und Schritte: Steuerungsgruppentreffen am 22. August 2023. Vorstellung von KFK auf dem Amtsleitungstag am 21. November 2023. Status der Maßnahme: planmäßig, laufend 14 14 Maßnahme 9 Strukturelle Stadtinformationskampagnen (SIKA) zur Information und Sensibilisierung der Kölner Stadtgesellschaft. Ziel: Es werden jährliche Stadtinformationskampagnen zur Information und Sensibilisierung der Kölner Stadtgesellschaft durchgeführt. Die Stimmen von jungen Menschen in unserer Stadt werden hör- und sichtbar(er). Das Ziel soll durch folgende Teilschritte erreicht werden: 1. Jährliche Anmeldung einer SIKA Kampagne für die Kinderfreundliche Kommune Köln. Die Anmeldung der Stadtinformationskampagnen erfolgt im halbjährlichen Turnus. Im Jahr 2022 wurde aufgrund der Siegelverlängerung Kinderfreundliche Kommune eine umfangreiche Stadtinformationskampagne (Mini-Poster, Roadside-Screens, City Light und Mega Light Poster) vom 26. September bis 9. Oktober 2022 umgesetzt. Es wurden folgende drei Kinderrechte thematisch in den Mittelpunkt der Kampagne gestellt: Das Recht auf Freizeit und Erholung, das Recht auf Gesundheit und das Recht auf Meinungsäußerung. Vom 14. September bis 27. September 2022 wurden zusätzlich die Deutzer Brücke und die Zoobrücke entsprechend beflaggt. 2. Partizipative Entwicklung der Kampagne mit Kindern und Jugendlichen. 3. Umsetzung einer zielgruppen- und adressatengerechten Kampagne. Für das Jahr 2023 wurde vom 12. September bis 19. September eine Stadtinformationskampagne angemeldet. Diese wird sich in diesem Jahr auf das partizipativ entwickelte Motto „Misch MIT! Kinder- und Jugendbeteiligung“ beziehen und das Recht auf Beteiligung thematisch in den Mittelpunkt der Kampagne stellen. 4. Bewerbung der Kampagne und Hinterlegen von Informationen zur Kampagne auf der Stadt Köln-Homepage. Die Informationen zur Kampagne aus dem Jahr 2022 wurden auf der Homepage der Stadt Köln hinterlegt. Für die Kampagne im Jahr 2023 ist ein Dialog auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln geplant, der auch den weiteren Prozess der Erstellung eines kommunalen Gesamtkonzepts zur Kinder- und Jugendbeteiligung transparent darstellt. 5. Es sollen Kommunikationsanlässe geschaffen werden, in denen ein generationenübergreifender Austausch stattfindet. An diesem Ziel wird fortlaufend gearbeitet. Links und weitere Infos: Kinderrechteseite Stadt Köln https://www.stadt-koeln.de/artikel/68232/index.html Misch MIT! Fachtag https://meinungfuer.koeln/veranstaltungen/misch-mit-kinder-und-jugendbeteiligung-koln Nächste Termine und Schritte: Finalisierung des Plakatentwurfs für SIKA Kampagne Aufsetzen eines Dialogs auf dem Meinungsportal der Stadt Köln und/ oder Artikelseite Website Stadt Köln Planung einer begleitenden Social Media Kampagne über den Kinder- und Jugendbüro- Account Status der Maßnahme: planmäßig, laufend 15 15 Maßnahme 10 Digitalisierung der Kinderstadtpläne zur Verbesserung des Zugangs zu relevanten Informationen Ziel: Bis 2025 wurden alle 9 Kinderstadtpläne digitalisiert und stehen allen Familien und Kindern als dauerhaftes, kostenfreies Informationstool zur Verfügung. Die Aktualität wird regelmäßig überprüft. Das Ziel soll durch folgende Teilschritte erreicht werden: 1. Es wurde eine Projektskizze erstellt, in der grundlegende Fragestellungen beantwortet werden und erste grundlegende Funktionen für die Basis-Anwendung enthalten sind. Eine Projektskizze wurde erstellt, in der Ziele, mögliche Funktionen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten, sowie erforderliche Ressourcen (finanziell und personell) festgehalten wurden. 2. Anhand der Projektskizze werden sukzessive alle 9 Kinderstadtpläne digitalisiert. Das Ziel wurde noch nicht begonnen. 3. Die Implementierung der digitalen Kinderstadtpläne werden fortlaufend evaluiert (mit der Zielgruppe). Das Ziel wurde noch nicht begonnen. 5. Auf Basis der Evaluation werden eventuelle Weiterentwicklungsmöglichkeiten festgelegt. Das Ziel wurde noch nicht begonnen. Links und weitere Infos: Stadtplan für Kinder https://www.stadt-koeln.de/artikel/69791/index.html Nächste Termine und Schritte: Im ersten Schritt werden im Jahr 2023 die analogen Kinderstadtpläne der Stadtbezirke Innenstadt, Lindenthal und Kalk aktualisiert und neu aufgelegt. Die Aktualisierung stellt die Grundlage für die Digitalisierung der Pläne dar. Es muss eine Klärung der benötigten finanziellen Ressourcen erfolgen (Drittmittelakquise). Zum 01. September wird der Koordination Kinderfreundliche Kommune eine Stelle mit einem Umfang von 25 Stunden zugesetzt, so dass eine zielgerichtete Begleitung der Maßnahme zu erwarten ist. Die Umsetzung der Maßnahme soll im 1. Halbjahr 2024 weiterverfolgt werden. Status der Maßnahme: verzögert; noch nicht begonnen Begründung: fehlende personelle Ressourcen in der Koordination des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune Köln. 16 16 Maßnahme 11 Erschließung neuer Informations- und Kommunikationskanäle für Kinder und Jugendliche 1. 2022: Entwicklung eines Konzeptes mit Ansätzen für neue Informations- und Kommunikationskanäle auf Grundlage der Erkenntnisse aus dem Verwaltungsreformprojekt. Im Rahmen eines Verwaltungsreformprojekts hat sich ein ämterübergreifendes Projektteam mit dem Thema „Verbesserung der zielgruppenspezifischen Kommunikation“ auseinandergesetzt. Zunächst wurde eine Stakeholder-Analyse durchgeführt, die vier unterschiedliche Zielgruppen für die Entwicklung einer Kommunikations- und Informationsstruktur aufzeigte: Kinder unterhalb von sechs Jahren Kinder im Grundschulalter Jugendliche und junge Erwachsene Eltern und Familien In Kleingruppen wurden vier Interviewleitfäden entwickelt, mit deren Hilfe qualitative und quantitative Daten rund um die Wünsche und Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppe erhoben werden konnten. Nachdem die Erkenntnisse aus den geführten Interviews untereinander vorgestellt und zusammengetragen wurden, verschob sich der Fokus des Projektes auf die verschiedenen Möglichkeiten der digitalen Informations-, Kommunikations- und Beteiligungskanäle. Die digitale Welt hat sich zu einem nicht mehr wegzudenkenden Einflussfaktor entwickelt, der seitens des Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Köln bereits auf vielfältigen Kommunikations- und Informationskanälen zur Information der Bürger*innen genutzt wird. Für die definierten Zielgruppen zeigte sich hier jedoch insbesondere bezüglich der genutzten Sprache, der Erreichbarkeit und der Kommunikationsart ein weiterer Optimierungsbedarf. Durch die Methode des „Service Design Thinking“ wurden in Brainstorming-Workshops verschiedene Kanäle, wie beispielsweise eine Website oder mobile Applikation, durchdacht und visualisiert. Im Projektteam wurde festgestellt, dass die Gruppen der Kinder unterhalb von sechs Jahren und Kinder im Grundschulalter, die Gruppe der Familien und Eltern sowie die Gruppen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnislage verschieden gestaltete Kanäle benötigen. Durch das Verwaltungsreformprojekt wurde erkennbar, dass die Umsetzung verschiedener und neuer Informations- und Kommunikationskanäle zur Verbesserung der zielgruppenspezifischen Kommunikation benötigt wird und dies nicht im Rahmen des Projektes abschließend bearbeitet werden kann. Aus diesem Grund ist das Ziel als eine Maßnahme in den Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025 eingeflossen. Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro hat seitdem seine Social-Media-Kanäle sukzessive weiter ausgebaut. Über den Instagram Kanal des Jugendbüros werden Informationen zum Beispiel zu Kinderrechten, Beteiligungsmöglichkeiten und Veranstaltungen zielgruppengerecht aufgearbeitet. Die Reichweite des Accounts konnte ebenfalls sukzessive ausgebaut werden. Über den Account des Jugendbüros werden auch zahlreiche Multiplikator*innen erreicht, welche die Informationen ebenfalls nochmal an ihre Zielgruppen weitergeben können. Zudem wurde auch ein TikTok Kanal eröffnet, über den ebenfalls Informationen an die Zielgruppe transportiert werden. Darüber hinaus besteht weiterhin die Zielsetzung die Informations- und Kommunikationskanäle weiter auszubauen. 2. 2023: Erste Entwicklung eines digitalen Tools, Erstellung eines „Minimum viable Products“. Das Teilziel wurde nicht umgesetzt. 3. 2024: Feedback-Schleifen mit den Nutzer*innen. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. 4. 2025+: Umsetzung des erhaltenen Feedbacks und Herausgabe der neuen Kommunikations- und Informationskanäle. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Vgl. hierzu auch andere Maßnahmen zum Themenfeld 17 17 Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Links und weitere Infos: Innovative Stadt Köln Verwaltungsreformprojekt Zielgruppenspezifische Kommunikation Instagram Account des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros: jugendbuerokoeln TikTok Kanal des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros: tiktok.com/@jugendbuerokoeln Status der Maßnahme: verzögert Begründung: fehlende personelle Ressourcen in der Koordination des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune Köln. Maßnahme 12 Sicherstellung des Kinderschutzes für besonders herausfordernde Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld zwischen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe Ziel: Der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Spannungsfeld zwischen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe ist sichergestellt; die Basis für eine regelkonforme gesellschaftliche Teilhabe ist geschaffen. Dieses Ziel sollte durch folgende Schritte angegangen werden: 1. Kontaktaufnahme des Jugendamtes mit potentiellen Kooperationspartner*innen mit dem Ziel des Abgleichs von Aufgabenbereichen, Zuständigkeiten und Schnittstellen. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Es besteht eine verbindliche Kooperationsvereinbarung zwischen den Institutionen. Zudem finden regelmäßige Arbeitstreffen zur Auswertung und Weiterentwicklung der Kooperation zwischen der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Köln, sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie Holweide und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie statt. In einem der Arbeitstreffen ist von beiden Kooperationspartner*innen der Bedarf benannt worden, bei häufiger werdenden „schwierigen“ Fällen noch enger zusammenzuarbeiten. Als positives Beispiel wurde in diesem Zusammenhang ein Konzept aus den Würzburger Fachtagen angeführt. Im Würzburger Modell wurden die beiden „Systeme“ Kinder- und Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) gegenübergestellt. Dabei wurden die verschiedenen Versorgungssettings (ambulant, teilstationär, stationär), sowie die Schulform unterschieden. Zielsetzung bei dem Konzept ist es die verschiedenen Systeme gut aufeinander abzustimmen und mögliche „Versorgungslücken“ zu schließen. Im Ergebnis ist daraus eine gemeinsame Unterbringungsform im Zusammenschluss der KJP mit der Kinder- und Jugendhilfe entstanden. Eine deckungsgleiche Übertragung eines „Würzburger Modells“ erschien jedoch aufgrund der Größe der beteiligten Institutionen nicht umsetzbar, so dass die Idee entwickelt wurde, ein gemeinsames Gremium zu bilden, welches ein mögliches „Kölner Modell“ daraus ableitet. Es gab bereits einige Arbeitstreffen des gemeinsamen Gremiums mit dem Ziel des Abgleichs von Aufgabenbereichen, Zuständigkeiten und Schnittstellen. Aufgrund personeller Wechsel und Vakanzen auf beiden Seiten musste die Arbeit des Gremiums zunächst ruhend gestellt werden. Zum 1. November wird die Stelle der Abteilungsleitung Pädagogische und Soziale Dienste nachbesetzt. Auch seitens der Kinder- und Jugendpsychiatrien sind die vakanten Stellen nachbesetzt. Es ist beabsichtigt 18 18 die Arbeit des Gremiums zeitnah wiederaufzunehmen. Das grundsätzliche Ziel und der Bedarf bestehen fort. 2. Betrachtung und Verifizierung von Stolpersteinen in der Kooperation und Lücken in der Angebotsstruktur. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. In den regelmäßigen Arbeitstreffen zwischen der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Köln, der Kinder- und Jugendpsychiatrie Holweide und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie werden auf beiden Seiten Bedarfe oder Stolpersteine benannt und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Aufgrund der sich ständig verändernden Bedarfslagen handelt es sich hierbei um einen fortlaufenden Prozess. 3. Gemeinsame Entwicklung eines Konzeptes zur Optimierung der Kooperation, ggf. Konzeptionierung eines pädagogischen Angebotes. Dieses Teilziel wurde noch nicht begonnen. Weiteres Auch grundsätzlich genießt der Kinderschutz in der Stadt Köln eine hohe Aufmerksamkeit und wurde stets weiterentwickelt und entsprechend der gesetzlichen Anforderungen ausgebaut. Ein weiterer bedeutsamer Schritt für die zielgerichtete Weiterentwicklung wird nun in der Umsetzung des Kinderschutzentwicklungsplanes gesehen. Im November 2022 wurde seitens des Jugendhilfeausschuss beschlossen, einen Kinderschutzentwicklungsplan für Köln zu entwickeln. Der Kinderschutzentwicklungsplan stellt ein kommunales Gesamtkonzept zum Kinderschutz dar. Seine grundsätzliche Zielsetzung ist die Sicherung des Rechts des Kindes auf Schutz und Hilfe. Die klare Ausrichtung des Konzeptes auf dieses Ziel macht es erforderlich, die zentralen Bausteine des kommunalen Handelns hieran auszurichten und dadurch die größtmögliche Wirkung im Sinne eines differenzierten präventiven, als auch reaktiven Kinderschutzes zu erreichen. Zur Entwicklung des Kinderschutzentwicklungsplans wird eine Stabstelle bei der Amtsleitung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie eingerichtet. Eine Verschränkung des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune mit dem Kinderschutzentwicklungsplan wird angestrebt. Links und weitere Infos: „Würzburger Modell“ Uniklinikum Würzburg Würzburger Familiensymposium Kinderschutzentwicklungsplan Vorlage zum Kinderschutzentwicklungsplan 3244/2022 Status der Maßnahme: verzögert, laufend 19 19 Maßnahme 13 Erstellung eines Erklärfilms für Kinder zu den Leitlinien „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“ Ziel: Alters- und zielgruppengerechte Vermittlung der Leitlinien „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“ zur niedrigschwelligen Information von Kindern über ihre eigenen Rechte und ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten in den städtischen Kindertageseinrichtungen. Dieses Ziel soll durch folgende Schritte erreicht werden: 1. Erstellung eines zielgruppengerechten Drehbuchs für den Kinder-Erklärfilm. Dieses Teilziel wurde bereits abgeschlossen. Im Laufe des Jahres 2022 wurde auf Grundlage der Leitlinien ein Drehbuch für den Film erstellt. 2. Beauftragung eines Filmemachers zur Erstellung des Erklärfilms. Nach Möglichkeit soll das Einsprechen der Texte durch ein Kind erfolgen. Dieses Teilziel wurde bereits abgeschlossen. Es wurde ein Filmemacher mit der Erstellung des Erklärfilms beauftragt und eine junge Sprecherin gefunden, welche als Erzählerin durch den Film führt. 3. Der Film wird einer Gruppe von Kita-Kindern im „Pre-Test“ präsentiert und auf Verständlichkeit hin überprüft und gegebenenfalls nachbearbeitet. Dieses Teilziel wurde nicht umgesetzt. Aufgrund der noch vorherrschenden Corona Regeln im Jahr 2022 konnte ein Pre-Test nicht wie geplant umgesetzt werden. Die junge Sprecherin hat aber den Text auf Verständlichkeit hin getestet und im Erstellungsprozess wurden Anpassungen vorgenommen. 4. Der Kinder-Erklärfilm wird zunächst den erwachsenen Fachkräften auf der großen Dienstbesprechung der Abteilung „Tageseinrichtungen für Kinder“ (513) am 17.10.2022 vorgestellt. Dieses Teilziel wurde bereits abgeschlossen. Aufgrund des veränderten Corporate Design der Stadt Köln wird der Kinder- Erklärfilm derzeit nochmal aktualisiert. Er wurde mittlerweile auf dem städtischen You Tube Kanal veröffentlicht, sowie auf der Homepage der Stadt Köln weiteren Zuschauer*innen zugänglich gemacht. 5. Einführung des Kinder-Erklärfilms als verbindlicher Baustein im Kita-Alltag aller 215 städtischen Kindertageseinrichtungen. Es besteht die Zielsetzung den Film als Teil der Methode der Qualitätsentwicklung in den Bereich Kinderbeteiligung/ Partizipation als festen Baustein zu etablieren. Er soll auch Teil der Fortbildungsangebote für städtische Pädagog*innen in den Kindertageseinrichtungen werden. Zudem soll eine Methodensammlung entstehen, welche den Pädagog*innen Anregungen gibt, wie sie den Film sinnvoll in den pädagogischen Alltag einbetten können. Nächste Schritte und Termine: Vorstellung des Films in der Steuerungsgruppe Kinderfreundliche Kommune am 22. August 2023 Links und weitere Infos: Artikelseite zur Qualitätsoffensive, auf der auch der Kinder-Erklärfilm eingebunden ist https://www.stadt-koeln.de/artikel/69118/index.html Qualitätshandbuch der städtischen Kindertageseinrichtungen https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf51/kitas/qualitaetshandbuch-01-2020.pdf Status der Maßnahme: verzögert, laufend 20 20 Begründung: Die Verzögerungen begründen sich in den Auswirkungen der Corona Pandemie und den notwendig gewordenen Änderungen am Film bezüglich des neuen Corporate Designs der Stadt Köln. Maßnahme 14 Etablierung von regelmäßigen Kinderrechte-Workshops mit dem Schwerpunkt Mitbestimmung an Förderschulen der Stadt Köln Ziel: Die Etablierung des Workshops im Peer-to-Peer Ansatz an allen 23 Förderschulen in Köln. Die Andockung des Formates an einen Träger, der im Bereich Inklusion verortet ist, wird angestrebt. Ziele des Workshops: Aufklärung über die eigenen (Beteiligungs-)Rechte in Köln und in der Schule Informationsvermittlung zu vorhandenen Mitbestimmungsmöglichkeiten Abbau von möglichen Vorurteilen im Peer-to-Peer Ansatz Kontaktaufnahme zu marginalisierten Gruppen von Kindern und Jugendlichen Möglichkeit der eigenen Interessensvertretung Aufklärung über SV- Arbeit (durch die BSV) als Möglichkeit der Mitbestimmung Förderung von Selbstorganisation an der Schule Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro ist in die Begleitung und Finanzierung der Workshops aktiv als Projektpartner*in eingestiegen. Gemeinsam mit der Bezirksschüler*innenvertretung wurde ein Workshop-Konzept entwickelt. Der konzipierte Workshop fokussiert folgende drei Fragestellungen: Was bedeutet eigentlich Mitbestimmung? Was würde ich in Köln gerne ändern, wenn ich könnte? Welche Rechte habe ich an der Schule? Der Schwerpunkt liegt auf der niedrigschwelligen Vermittlung von Wissen, sowie Empowerment von Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Ein Teil des Workshops beschäftigt sich außerdem mit dem aktiven Austausch über die eigenen Erfahrungen mit dem Thema Mitbestimmung in Köln und an der Schule, sowie einer Befragung, was die Schüler*innen gerne in Köln verändern oder verbessern würden. Die Befragung wird dabei, je nach Ressourcen der Schule, sowohl per Mentimeter-Umfrage als auch analog durchgeführt und die Ergebnisse dort direkt dokumentiert. Bei den Aussagen, Themen, Forderungen und Ideen der Schüler*innen aus verschiedenen Klassen und Schulen, konnten einige Übereinstimmungen festgestellt werden. Diese wurden im Nachhinein aufbereitet und in folgende Themenschwerpunkte zusammengefasst: Verbesserung der Mobilität in Köln Entstigmatisierung von Förderschulen Verschönerung des Schulhofes und der Schulen Ausbau von Freizeitgestaltungsmöglichkeiten (Spielplätze, Fußballplätze…) Abbau von Diskriminierung von Förderschüler*innen Verbesserung der Lebensbedingungen von geflüchteten Menschen Im Durchführungsprozess wurde an verschiedenen Schulen der Wunsch nach einem Workshop zum Thema „SV-Arbeit“ geäußert, sodass ein speziell auf die Schülervertretungen (SV) ausgerichteter Workshop entwickelt und das Angebot somit um einen zweiten Workshop erweitert wurde. Durch das Workshop-Angebot wurde außerdem eine intensive Vernetzung mit den Förderschulen gefördert. In dem Zuge haben der Kölner Jugendring und die BSV bereits zwei Klassen in das Kooperative Kinder- und Jugendbüro eingeladen und auch für die Teilnahme der Kinder- und Jugendbeteiligung am nachhaltigen Mobilitätsplan konnten über diesen Weg zwei Förderschulen für die Teilnahme gewonnen werden. 21 21 Die Bezirksschüler*innen-Vertretung führt die Workshops im Peer-to-Peer Ansatz durch. Im 2. Halbjahr 2022 und 1. Halbjahr 2023 konnten bereits 7 Workshops an Förderschulen durchgeführt werden. Dabei wurden ca. 80 Schüler*innen erreicht. Das Workshop-Format wurde im ersten Schritt auf den Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ und „Lernen“ ausgerichtet und um den Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ erweitert. Links und weitere Infos: Instagram-Account der Bezirksschüler*innen-Vertretung: bsv_koeln Instagram Account des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros: jugendbuerokoeln Nächste Termine und Schritte: Der Kontakt zu den Förderschulen soll weiterhin gehalten werden, um die Entwicklungen und Umsetzungen der Themen, Forderungen und Ideen der Schüler*innen an die Zielgruppe rückzukoppeln. Um auch andere Förderschwerpunkte zu erreichen, soll im nächsten Schulhalbjahr der Fokus auf die Förderschwerpunkte "Sehen" und "Hören und Kommunikation" gelegt werden. Dafür wurde die Workshop- Broschüre beispielsweise bereits in Brailleschrift übersetzt und gedruckt. Die Zusammenarbeit mit den Schüler*innen der BSV wird weiterhin fortgeführt, wobei die Erweiterung des Pools aus Freiwilligen wünschenswert ist. Status der Maßnahme: planmäßig, laufend Maßnahme 15 Herstellung eines barrierefreien Zugangs für Kinder und Jugendliche zu relevanten Informationen Ziel: Kinder und Jugendliche erhalten einen barrierefreien Zugang zu relevanten Informationen der Kinderfreundlichen Kommune Köln. Dieses Ziel wird durch folgende Teilschritte erreicht: 1. Erstellung und Bereitstellung von Druckerzeugnissen in zwei Varianten. Eine Variante adressiert Kinder und Jugendliche und ist in junger Sprache verfasst. An diesem Teilziel wird zurzeit gearbeitet. Aufgrund fehlender personeller Ressourcen in der Koordination des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune konnte der Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025 in kinder- und jugendgerechter Sprache bislang noch nicht veröffentlicht werden. Ein erster Entwurf der Kinder- und Jugendversion des Aktionsplans liegt jedoch mittlerweile vor. Für die Unterstützung bei der Erstellung wurde das Büro für junge Sprache beauftragt. Der vorliegende Entwurf befindet sich derzeit in der internen Abstimmung mit dem Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, sowie weiteren internen Partner*innen. Das Layout soll sich an der Kinder- und Jugendversion des Abschlussberichts des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2018-2021 anschließen. Es wird beabsichtigt hierzu wieder mit dem Känguru Colonia Verlag/ Frau Sonnenberg zusammen zu arbeiten. 2. Erschließung neuer Informations- und Kommunikationskanäle für Kinder und Jugendliche. (Vgl. hierzu auch die Maßnahmen im Feld zielgruppengerechte Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit) Als Querschnittsthema wird bei allen Maßnahmen darauf geachtet leichte und/ oder einfache Sprache 22 22 zu verwenden, um einen möglichst barrierefreien Zugang zu Informationen zu gewährleisten. Es hat sich bewährt sowohl im partizipativen Prozess, als auch im Nachgang z.B. Materialien oder Texte von der Zielgruppe auf Verständlichkeit „checken“ zu lassen. So kann gewährleistet werden, dass die Inhalte, welche transportiert werden sollen, für junge Menschen verständlich und ansprechend sind. Weitere Infos und Links: Büro für junge Sprache https://junge-sprache.de/ Status der Maßnahme: verzögert, laufend Begründung: fehlende personelle Ressourcen in der Koordination des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune Köln. Gesamteinschätzung des Umsetzungsstands Die Maßnahmen im Aktionsplan sind bis zum Ende der dreijährigen Siegelphase terminiert. Sie finden sich jedoch zum Teil auch in anderen strategischen Planungsprozessen wieder (Verschränkung). Die Zielerreichung wird dementsprechend fortlaufend synchronisiert. Nicht alle Maßnahmen werden nach Ablauf der dreijährigen Siegelphase bereits abgeschlossen sein. In der Maßnahmenplanung erfolgte bereits eine Risikoanalyse. Diese diente dazu in den beschriebenen Maßnahmen das Risiko abzuwenden, zu minimieren oder durch andere Methoden den Risiken möglichst effizient zu begegnen. Die Zwischenbilanz des Umsetzungsstands fällt positiv aus: 9 Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung und verlaufen planmäßig; 5 Maßnahmen laufen, sind jedoch aus unterschiedlichen Gründen verzögert gestartet oder weichen von der Zeitplanung ab. Lediglich 1 Maßnahme konnte bislang nicht begonnen werden. Zudem haben sich im Umsetzungszeitraum weitere Maßnahmen („Misch MIT!“-Prozess) entwickelt, welche auf die Umsetzung des Gesamtziels kinder- und jugendfreundliches Köln einzahlen.
Mitteilung Ausschuss
1277 Zeichen
Dezernat, Dienststelle IV/51 Vorlagen-Nummer 21.08.2023 2599/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 29.08.2023 Zwischenstand zur Zielerreichung der Maßnahmen des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025 Der 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025 wurde am 20. Juni 2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er beinhaltet 6 Handlungsfelder und insgesamt 15 Maß- nahmen, die die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln nachhaltig verankern sol- len. Dieser Kurzbericht beinhaltet einen Zwischenstand zur Zielerreichung der Maßnahmen des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025. Er versteht sich nicht als ab- schließend und vollumfänglich, sondern soll Transparenz schaffen über den aktuellen Stand der Umsetzung (Stichtag 15. August 2023) schaffen. Der Zwischenstand bildet auch die Grundlage für das anstehende Monitoring-Gespräch mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. und den Sachverständigen. Das Monitoring- Gespräch wird voraussichtlich am 16. Oktober 2023 stattfinden. Anlagen: -Kurzbericht zum Zwischenstand der Zielerreichung der Maßnahmen des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025 Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (10)
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Details
- Aktenzeichen
- 2599/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 21.08.2023
- Erstellt
- 14.08.2023 15:41