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1160/2024

Benennung von drei Planstraßen im Baugebiet Simonskaul in Köln-Weidenpesch

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 07.05.2024

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 5 (Nippes), Sitzung am 20.06.2024, TOP 9.1.1

Anlage1_ Benennungsplan Simonskaul

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Anlage2_Empfehlungsschreiben Gertrud Koch anonymisiert

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Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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Anlage1_ Benennungsplan Simonskaul

122 Zeichen

Benennungsplan Baugebiet Simonskaul Köln-Weidenpesch
N
Anlage
Gertrud-Koch-Straße Margarete-Humbach-Straße Em Simonsveedel

Anlage2_Empfehlungsschreiben Gertrud Koch anonymisiert

1158 Zeichen

4520

T

Dabei handelt es sich zum einen um Gertrud „Mucki“ Koch, die am 01.06.1924 in Köln
geboren wurde und am 21.06.2016 in ihrer Heimatstadt starb. Frau Koch wuchs in einem
kommunistisch geprägten Elternhaus auf. Ihr Vater wurde von den Nationalsozialisten ver-
haftet und starb 1942 im KZ Börgermoor. Mucki Koch engagierte sich bereits als junges
Mädchen gegen den Nationalsozialismus. Sie war als „Edelweißpiratin” aktiv; unter anderem
verteilte sie Flugblätter. Mehrfach wurde sie von der Gestapo verhaftet und musste das EL-
DE-Haus sowie das Gefängnis Brauweiler durchleiden, bis sie mit ihrer Mutter aus Köln flie-
hen konnte. Nach 1945 war sie weiterhin politisch aktiv. Besonders in ihren letzten beiden
Lebensjahrzehnten trat sie als wichtige Zeitzeugin in Schulen und auf Veranstaltungen in
Erscheinung. Sie gehört zu den Mitbegründer/innen des seit vielen Jahren populären „Edel
weißpiratenfestivals". 2006 erschien ihre Autobiographie „Edelweiß. Meine Jugend als Wi-
derstandskämpferin". 2011 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande

Sollten Sie weitere Informationen benötigen, lassen Sie mich das bitte wissen

Mit freundlichen Grüßen

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

3977 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/23/235/1 
235/1-Go 
Vorlagen-Nummer 
 1160/2024 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Benennung von drei Planstraßen im Baugebiet Simonskaul in Köln-Weidenpesch 
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Nippes beschließt, 
 
die Planstraße 1, die im Süden des Baugebiets an der Straße Simonskaul beginnt, 
etwa 180 Meter in östliche Richtung verläuft und an der Planstraße 2 endet, zu benen-
nen in 
 
    Gertrud-Koch-Straße, 
 
die Planstraße 2, die östlich an die Planstraße 1 anschließt und ringförmig als Rand-
bereich um den Quartiersplatz verläuft, zu benennen in 
 
    Margarete-Humbach-Straße 
 
und die Planstraße 3, die an der Neusser Straße im Nordosten des Baugebietes be-
ginnt, etwa 80 Meter in westliche Richtung verläuft und an der  
Planstraße 2 endet, zu benennen in  
 
Em Simonsveedel.  
 
 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 20.06.2024

2 
Begründung: 
 
Im Baugebiet Simonskaul in Köln-Weidenpesch entstehen 387 Miet- und Eigentums-
wohnungen, eine viergruppige Kita, neue Räumlichkeiten für die Jungendeinrichtung 
Dachlow, zwei öffentliche Spielplätze sowie ein öffentlich zugänglicher Quartierspark 
mit diversen Spielangeboten. Für den ruhenden Verkehr werden insgesamt drei Tief-
garagen errichtet. Des Weiteren werden 900 Fahrradstellplätze sowie Car- und Bike-
sharing und Lastenräder für die Hausgemeinschaften zur Verfügung gestellt. 
 
Es bauen die Bonava und die GAG (Gemeinnützige AG für Wohnungsbau). 
Ein Erschließungsvertrag wurde vom Bauverwaltungsamt der Stadt Köln, mit der 
Bonava und der GAG (Gemeinnützige AG für Wohnungsbau) geschlossen. 
 
Das Baugebiet wird von den Bahngleisen im Norden, der Neusser Straße im Nordos-
ten, der vorhandenen Bebauung im Südosten und der Simonskaul im Südwesten, ein-
gegrenzt.  
 
Bei der Auswahl der Straßennamen wurde der Ratsbeschluss vom 15.06.2023 be-
rücksichtigt. Dieser sieht vor, zur Förderung der Gendergerechtigkeit, Straßen bevor-
zugt nach Frauen und non-binären Personen zu benennen, bis Geschlechterparität er-
reicht ist. 
 
Zu den Benennungen:  
 
Gertrud Koch 
 
* 01.06.1924 in Köln 
+ 21.06.2016 ebenda 
 
Gertrud Koch, auch Mucki genannt, engagierte sich bereits als junges Mädchen im 
Widerstand gegen den Nationalsozialismus und war als Edelweißpiratin aktiv. Sie ver-
teilte Flugblätter, wurde mehrfach von der Gestapo verhaftet und musste das EL-DE-
Haus sowie das Gefängnis Brauweiler durchleiden. Nach 1945 war sie weiterhin poli-
tisch aktiv. Sie trat als wichtige Zeitzeugin in Schulen und auf Veranstaltungen in Er-
scheinung. Sie war das letzte lebende Mitglied der Edelweißpiraten. 2011 erhielt sie 
das Bundesverdienstkreuz am Bande. In Troisdorf-Sieglar wurde in 2019 eine Ge-
samtschule nach ihr benannt.  
Später engagierte sie sich in der Seniorenvertretung Ehrenfeld. 
Gertrud Koch lebte bis zuletzt in Köln-Nippes. 
 
Ein Empfehlungsschreiben des NS-Dokumentationszentrums zur Benennung einer 
Straße nach Gertrud Koch liegt vor und ist als Anlage beigefügt 
 
Margarete Humbach 
 
* 22.02.1905 in Osnabrück 
+ 20.04.2005 in Köln 
 
Margarete Humbach war Widerstandskämpferin, ab 1920 Mitglied der sozialistischen 
Arbeiterjugend, ab 1924 Jungsozialistin, ab ca. 1925 Mitglied des ISK (Internationaler 
Sozialistischer Kampfbund) und ab 1943 Mitglied des Nationalkomitees Freies 
Deutschland. 
Margarete Humbach hat jahrelang die Einladungen zu den 27.-Januar-Gedenkfeiern 
koordiniert. Anlass war die Erinnerung an die Befreiung der Überlebenden des Kon-
zentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee am

3 
27. Januar 1945. 
 
Margarete Humbach wurde vom NS-Dokumentationszentrum vorgeschlagen.  
 
Em Simonsveedel 
 
Diese Benennung wurde vom Arbeitstitel des Baugebiets Simonskaul in Köln-Weiden-
pesch abgeleitet.  
 
Anlagen 
Benennungsplan 
Anonymisiertes Empfehlungsschreiben zu Gertrud Koch

Beratungsverlauf (1)

20.06.2024 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 9.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Gertrud-Koch-Straße
  • Neusser Straße
  • Simonskaul

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Details

Aktenzeichen
1160/2024
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
07.05.2024
Erstellt
03.04.2024 13:44