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A-M/0123/2005

Innenstadtnaher Aufstellplatz für Wohnmobil-Touristen

Antrag an die BV Mitte 04.05.2005

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Mitte, Sitzung am 21.06.2005, TOP 7.2

Originalantrag

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Stellungnahme

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Ansehen

Originalantrag

1036 Zeichen

Anregung/Antrag A-M/0123/2005 
der CDU-Fraktion 
vom 04.05.2005 
 
 
CDU-Fraktion in der BV Mitte 
 
Münster, den 4. Mai 2005 
 
Die Bezirksvertretung Münster-Mitte möge beschließen: 
 
Der Stadt Münster fehlt ein innenstadtnaher Parkplatz, der sich als Aufstell-/ Abstellplatz für 
Wohnmobil-Touristen eignet und entsprechende Ent- und Versorgungsstationen bereit hält 
sowie optimalerweise auch bewacht sein sollte. Daher beauftragt die Bezirksvertretung 
Münster-Mitte die Stadtverwaltung ein Konzept zur Realisierung dieses Vorschlags zu 
erarbeiten. 
 
Begründung: 
Für die besonderen Bedürfnisse von Wohnmobilisten gibt es in Münster kaum entsprechende 
Angebote. Campingplätze liegen meist zu weit außerhalb und sind für Wohnmobilfahrer nicht 
attraktiv genug. Andere Städte haben Münster in dieser Beziehung Einiges voraus.  
 
Aus unserer Sicht berührt dieser Antrag daher gleichermaßen den Planungsbereich, wie auch 
Münster-Marketing. 
 
 
gez.: 
Speker 
Bleckmann 
Brüning 
Gericke 
Peitz 
von Ungern-Sternberg 
Dr. Wiengarn

Stellungnahme

20537 Zeichen

61.2.100          28.11.2005 
Herr Krause-Kämereit         61 11 
 
 
 
 
 
 
 
Bezirksvertretung Münster – Mitte  
01.  Bezirksverwaltung Münster-Mitte 
 
 
über Herrn Stadtdirektor Schultheiß 
 
 
 
 
Stellungnahme zum Zwischenstand der Bearbeitung  
 
der Anregung/Antrag Nr. A-M/0123/2005 der CDU-Fraktion in der BV Münster-Mitte  
vom 04.05.2005  „Innenstadtnaher Aufstellplatz für Wohnmobil-Touristen“ 
 
Mit der Anregung/dem Antrag Nr. A-M/0123/2005 hat d ie BV Münster-Mitte die Verwaltung 
beauftragt, ein Konzept zur Realisierung des Vorsch lags „Anlegung eines innenstadtnah 
gelegenen Aufstellplatzes für Wohnmobile mit Ver- u nd Entsorgungsstation und -optimaler-
weise- Bewachung“ zu erarbeiten.  
 
Mit der vorliegenden Stellungnahme zum Zwischenstan d (s. Anlage) legt die Verwaltung 
noch nicht das gem. Anregung/Antrag Nr. A-M/0123/20 05 geforderte Konzept zur Realisie-
rung eines innenstadtnah gelegenen Wohnmobil-Stellp latzes mit Ver- und Entsorgungs-
station vor.  
Vorgelegt wird zunächst ein Zwischenstand der Bearbeitung, der eine Sammlung von Grund-
lagen, von von Bürgern eingereichten Standortvorsch lägen sowie von Rahmenbedingungen 
zum Thema Errichtung eines  Wohnmobil-Stellplatzes  allgemein sowie spezifisch in der Stadt 
Münster umfasst. Basierend auf diesem Zwischenstand  wird die Verwaltung nachfolgend 
eine Konzeption mit geeigneten Standortvorschlägen erarbeiten, und anschließend – mög-
lichst noch im 1. Quartal 2006 - den parlamentarisc hen Gremien einen entsprechenden 
Bericht vorlegen.  
 
 
 
gez. 
 
 
Schowe 
 
Anlage

Anlage 
 
Zwischenstand der Bearbeitung  
 
der Anregung/Antrag Nr. A-M/0123/2005 der CDU-Fraktion in der BV Münster-Mitte  
vom 04.05.2005  „Innenstadtnaher Aufstellplatz für Wohnmobil-Touristen“ 
 
 
I. Anlässe / Sachstand 
 
A. Schreiben an die Verwaltung 
Bereits in der Vergangenheit bzw. in aktuellen Schr eiben haben mehrere Anreger den 
Vorschlag unterbreitet, in Münster – zentral gelege n – an einem oder besser mehreren 
Standort(en) Aufstellmöglichkeiten für Wohnmobile vorzusehen: 
Einige Anreger aus Münster, aber auch aus anderen Städten in Deutschland, (Schreiben aus 
den Jahren 2001, 2003 - 2005) kritisieren, dass die  im Stadtgebiet Münster vorhandene 
Abstellmöglichkeit am Campingplatz Stapelskotten ni cht genüge und zu weit außerhalb 
gelegen sei. Die Wohnmobilszene vermisse einen zent ral gelegenen Wohnmobilstellplatz, 
der die spezifischen Anforderungen der Nutzer an di ese Einrichtung erfülle. Sie schlagen die 
Einrichtung eines stadtnah gelegenen Platzes (oder ggf. sogar mehrere) vor, dabei stehe die 
nutzerspezifische Praktikabilität der Anlage im Vor dergrund: Um den Ansprüchen zu genü-
gen, müsse der Platz eine schöne und zentrale Lage aufweisen und über eine Ver- und 
Entsorgungsstation verfügen; am Standort werde kein Campingleben stattfinden.  
Von den Anregern werden die nachfolgend aufgelisteten Standortvorschläge unterbreitet:  
Lage im Hafengebiet 
/am Kanal , im Nahbereich des Aasees ,  im Mühlenhof-Umfeld .  
 
Ein Anreger aus Münster schlägt als möglichen Stand ort die Westerholtsche Wiese 
 vor. 
Zugleich wird der mögliche Vorschlag Hindenburgplat z  als unsicher in der Nacht – Lage auf 
dem Präsentierteller als potenzieller innerstädtischer Standort  abgelehnt. In seinem 
Schreiben fasst der Anreger zusammen, welche Aussta ttungserwartung in der Wohnmobil-
Szene an einen Reisemobilhafen 1 gestellt werden: Eine geschotterte Fläche als 
Untergrund, eine Ver- und Entsorgungsanlage, Stroms äulen und Schranke zur Abgrenzung 
des Parkplatzes. Erlöse würden von einer solchen An lage erzielt durch: -Platzmiete, -Ver- u. 
Entsorgungsgebühren, -Stromgebühr. 
 
Ein Anreger aus Münster (Schreiben aus September 20 05) regt an, auf dem Hindenburg-
platz , wo in den Sommermonaten häufig Wohnmobile anzutre ffen sind, aber keine Ver- und 
Entsorgungsmöglichkeit für die Wohnmobile besteht, eine solche Ver- und Entsorgungs-
station einzurichten. Der Anreger hat seinem Schrei ben einen Herstellerprospekt für eine 
Ver- und Entsorgungsstation beigefügt. 
 
Ergänzend ist mitzuteilen, dass bei Münster Marketi ng (MM) jährlich ca. 500 Anfragen zu 
zentral gelegenen Wohnmobilstellplätzen im Stadtgeb iet Münster auflaufen, weshalb MM zu 
der Schlussfolgerung kommt: Der Campingplatz Stapelskotten reicht nicht aus und ist zu weit 
außerhalb gelegen; MM befürwortet deshalb den Bau z entraler Stellplätze an verschiedenen 
Standorten in der Innenstadt.   
 
B. Bisherige Initiativen der Stadt Münster bzw. von  Privatinvestoren 
Bereits im Zeitraum 2000/2001 wurden verwaltungssei tig Planungen für die Errichtung  einer 
Entsorgungsstation für Wohnmobile im Grundsatz gepr üft. Nach Angaben von Amt 66 
wurden diese Planungen jedoch eingestellt, weil sic h solche Einrichtungen andernorts als 
                                                 
1 Reisemobilhafen  ist der in der Wohnmobil-Szene wie auch in der Fachp resse verwendete gängige 
Begriff für eine nutzerspezifisch ausgestattete Woh nmobil-Stellplatzanlage. Daher wird dieser Begriff 
im vorliegenden Text im Weiteren für diese Einrichtung benutzt.

vollständig unrentabel erwiesen hätten, so dass für  die Einrichtung kein privater Betreiber zu 
finden gewesen sei. Auch die in dieser Angelegenhei t angesprochenen Tankstellenbetreiber 
waren für eine solche Einrichtung nicht zu begeistern.  
 
Andererseits legt eine aktuell der Verwaltung vorli egende Anfrage eines Investors die Ver-
mutung nahe, dass der Betrieb eines Reisemobilhafen s durch einen privaten Investor durch-
aus wirtschaftlich tragfähig erscheint, wenn der St andort die aus Nutzer- wie Betreibersicht 
richtige Lage aufweist. 
Mit Schreiben vom 12.09.2005 bekundet ein Investor aus Norddeutschland das Interesse, in 
Münster einen Reisemobilhafen betreiben zu wollen. Der Investor betreibt bereits in Kiel 
einen Reisemobilhafen. In erster Linie denkt der In vestor dabei an die Realisierung eines 
saisonalen (1. März bis 31. Oktober) und mobilen Ko nzeptes, für das eine Fläche von ca. 
5.000 m² oder größer benötigt wird. Die erforderlic he Infrastruktur, bestehend aus Zäunen, 
Platzabgrenzungen, Stromkästen, Wasserautomaten etc ., würde er mitbringen. Die Fläche 
müsse dafür möglichst folgende Infrastruktur aufweisen: Starkstromanschluss, Frischwasser-
anschluss, Nutz- bzw. Grauwasserkanalisation, die g eeignet sind, die von der Fa. o. g. 
mitgebrachten Ver- und Entsorgungsgeräte anschließe n zu können. Der Standort sollte über 
eine landschaftlich schöne Lage verfügen und in Näh e des Stadtzentrums liegen, um den 
gehobenen Ansprüchen der Wohnmobilisten zu genügen. 
Die Verwaltung hat den Investor angeschrieben und a uf die in der Erarbeitung befindliche 
Konzeption verwiesen. Erst auf der Grundlage einer beschlossenen Konzeption könne 
seitens der Verwaltung auf das Angebot konkret eingegangen werden.   
 
C. Wohnmobilisten als Wirtschaftsfaktor / wirtschaf tliche Bedeutung für Münster 
Die wirtschaftliche Bedeutung eines oder mehrerer z entral gelegener Reisemobilhäfen sowie 
deren Bedeutung als wichtiges Infrastrukturangebot für den Städtetourismus geht aus 
verschiedenen Veröffentlichungen und Stellungnahmen hervor.  
 
Der Deutsche Tourismusverband  (DTV)  hat am 30.08.2005 im Rahmen des Caravan 
Salon Düsseldorf gemeinsam mit dem Allgemeinen Deut schen Automobil-Club (ADAC), dem 
Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland (BVCD), dem Caravaning Industrie 
Verband (CIVD), dem Deutschen Caravaning Handels-Ve rband (DCHV), dem Euro Motor-
home Club (EMHC) sowie der Reisemobil Union (RU) – Dachverband der Reisemobilfahrer 
Deutschland – die nach 2002 erweiterte Planungshilfe für Wohnmobilstellplätze  der Öffent-
lichkeit präsentiert. Ziel der Planungshilfe ist es , den kommunalen und privaten Anbietern 
verlässliche Empfehlungen zur Anlage und Ausstattun g von Wohnmobilstellplätzen zu 
geben. Gleichzeitig versteht sich die Planungshilfe  als vorbereitender Schritt zu einer Verein-
heitlichung der unterschiedlichen Vorgaben für die Einrichtung von Wohnmobilstellplätzen. 
 
Groß ist inzwischen die Zahl der Gemeinden, Freizei tparks oder auch Restaurants, die dem 
rasant ansteigenden Trend zum Reisen mit dem Wohnmo bil Rechnung tragen und ihren 
Kunden Stellplätze zur Verfügung stellen: Mit bunde sweit rund 430.000 und europaweit ca. 
eine Million zugelassenen Wohnmobilen sowie über 26  Millionen Tagesreisen und Über-
nachtungen mit Wohnmobilen außerhalb von Campingplä tzen ist das Wohnmobilreisen ein 
profitables Geschäft, das mit einem Bruttoumsatz vo n rund 982 Millionen Euro verbundenen 
ist.  
 
Die Reisemobiltourismusbranche ist sich einig, dass  diese Branche große Potenziale für die 
Zukunft birgt. In den vergangenen 10 Jahren ist die  Anzahl der zugelassenen Reisemobile 
tendenziell zunehmend, während die Anzahl der Neuzu lassungen von Wohnwagenanhän-
gern rückläufig ist. Eine Untersuchung zur soziodem ographischen Struktur der Haushalte mit 
Reisemobilen
2 hat zu folgenden Hauptaussagen geführt: Die Nutzer  von Reisemobilen leben 
                                                 
2 Quelle: Obier/Peters 2003, Reisemobiltourismus in Deutschland; Veröffentlichung in PROJEKT M 
Newsletter Nr. 03/05, Lorenz Tourismusberatung GmbH, Tempelhofer Ufer 23/24, 10963 Berlin

zu fast 80 % 3 in Zwei-Personen-Haushalten ohne Kinder; 67 % sind  älter als 50 Jahre, etwa 
die Hälfte davon älter als 60 Jahre. Sie verfügen ü ber viel freie Zeit und sind sehr reise-
intensiv. Ca. 32 % der befragten Haushalte verfügen  über ein monatliches Nettoeinkommen 
von über 2.000 €, 33 % über ein Einkommen von über 3.000 €. 
Reisemobilisten verstehen sich als eigenständige Zi elgruppe mit speziellen Ansprüchen. 
Neben dem Angebot auf klassischen Campingplätzen, d as nur von ca. 30 % der Reise-
mobilisten genutzt wird, benötigen sie deshalb in e iner Kommune optimalerweise ein zusätz-
liches Angebot von einem oder besser noch mehreren spezifischen Reisemobilhäfen. 
 
 
II. Strategische Ansätze 
 
A. Bestandsaufnahme 
 
Wohnmobilisten finden in Münster zurzeit folgende Unterbringungsmöglichkeiten vor:  
  
• Campingplatz Stapelskotten  
Vor dem Campingplatz gibt es einen Übernachtungspla tz mit einer Stellfläche für 
etwa 20 Wohnmobile, der für eine Übernachtung genut zt werden darf. Die Motor-
caravan-Servicestelle befindet sich direkt am Platz  und die Sanitäreinrichtungen des 
Campingplatzes dürfen genutzt werden.  
 
• In Ermangelung eines zentral gelegenen Reisemobilh afens in Münster halten sich 
Wohnmobilisten gern auf Stellplätzen rund um den Aa see auf; sie wurden auf 
folgenden Stellplatzanlagen gesehen: Zoo-Parkplatz,  Mühlenhof-Parkplatz, Himmel-
reichallee, Mecklenbecker Straße (Parkplatz westlic h Yachtclub) sowie auf dem 
Hindenburgplatz bzw. Kalkmarkt. Keiner dieser Stand orte verfügt über eine Ver- und 
Entsorgungsmöglichkeit.  
 
Mit dem Campingplatz Stapelskotten und dem angegliederten Übernachtungsplatz für Wohn-
mobile verfügt die Stadt Münster im Stadtgebiet zwa r über einen Anlaufpunkt für Reisemobi-
listen, nach deren einhelliger Meinung (s. Kap. I. A.) entspricht dieses Angebot aber nicht 
den Standort-Erwartungen der Reisemobil-Szene, weil  der Standort u. a. zu weit von der 
Innenstadt von Münster als dem Hauptziel entfernt liegt.  
Gemäß einer Einschätzung von MM ist es möglich und zudem wünschenswert, die Ziel-
gruppe „Reisemobilisten / Camping“ stärker für die Stadt Münster zu interessieren. Eine 
wesentliche Bedingung für ein solches Gelingen ist jedoch u. a. das Angebot eines Reise-
mobilhafens (bzw. mehrerer) in zentraler Lage 
 und mit ansprechendem Umfeld bzw. Infra-
strukturangebot.  
Denn ein einziger, zentral gelegener Reisemobilhafen dürfte bereits zu einer Erwähnung von 
Münster in den einschlägigen Szene-Magazinen der Re isemobilisten und damit zur Steige-
rung des Bekanntheitsgrades von bzw. der Aufmerksam keit für Münster führen. Bei der 
Größenordnung potenzieller Reisemobil-Besucher von Münster könnte dies in der Saison 
schnell zur vollständigen Auslastung der angestrebt en Anlage führen, was sicher auch 
gewünscht ist. Es blieben dann ergänzend folgende M öglichkeiten zur weiteren Unterbrin-
gung:  
• Verweis auf den Campingplatz Stapelskotten mit sei nem Angebot (auch dieser erfüllt 
mit Ausnahme der zentralen Lage die meisten angeführten Standortkriterien); 
• zusätzlich zu dem zentralen Reisemobilhafen könnte auf verschiedene bestehende 
öffentliche Stellplatzangebote verwiesen werden, di e mit Ausnahme der technischen 
Infrastruktur die anderen wichtigen Kriterien (schö ne Lage, Freizeit, zentrale Lage,  
ÖPNV-Anschluss, Gastronomie) vollständig bzw. überw iegend erfüllen; ggf. sollten 
auf den entsprechenden Stellplatzanlagen (saisonal abhängig) einige Stellplätze für 
Reisemobile reserviert werden.  
                                                
 
3 Befragt wurden 1.381 Haushalte mit Reisemobilen

B. Anforderungen / Ausstattung 
 
Wünschenswerte Ausstattung 
Die Planungshilfe für Wohnmobilstellplätze  des Deutschen Tourismusverbands (DTV) listet 
alle aktuell wünschenswerten Anforderungen und Auss tattungsmerkmale bei der Einrichtung 
eines Reisemobilhafens auf. Der Planungshilfe beige fügt ist eine Übersicht der auf dem 
Herstellermarkt gängigsten Ver- und Entsorgungsstationen.  
 
Das Grundstück eines Reisemobilhafens sollte über f olgende Anschlüsse als wünschens-
werte Voraussetzung verfügen:  
 Stromversorgung 
: Ausreichend Stromanschlüsse der Norm VDE 0100 mit einer 
ausreichenden Stromabsicherung mit 16 Ampere; 
 Frischwasserversorgung : Wasserentnahmestellen, ausgestattet mit ¾-Zoll-Gewinde; 
 Kanalanschluss zur Abwasserentsorgung . 
Die Standplätze sollten eben und mit einer guten Ob erflächenentwässerung/-versickerung 
versehen sein. Die Tragfähigkeit des Untergrunds sollte mindestens für Fahrzeuge mit einem 
Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen ausgelegt sein. 
 
Flächenbedarf 
 Der Deutsche Tourismusverbands (DTV) geht von eine r optimalen Flächenversorgung 
für Wohnmobile bei einer Abmessung je Stellplatz vo n 5 x 10 m = 50 m² zzgl. Erschlie-
ßung (ca. 25 – 35 m²) aus. 
 
C. Standorte  
 
Hinsichtlich der Standortsuche für einen bzw. mehre re zentral gelegene Reisemobilhäfen in 
Münster wurden von den in Kap. I. A. aufgeführten A nregern bereits einige konkrete Stand-
ortvorschläge genannt. Im Folgenden können diese Vo rschläge im Einzelnen noch nicht 
abschließend bewertet werden, weil die hierzu notwe ndige Prüfung und Abstimmung inner-
halb der Verwaltung noch andauert. Bei einigen gena nnten Standorten steht aber bereits 
fest, dass eine Nutzung als Reisemobilhafen nicht möglich ist.  
Grundsätzlich schlägt die Verwaltung jedoch Untersu chungen hinsichtlich geeigneter Stand-
orte für die nachfolgend genannten Suchräume Suchräume vor:  
 
Suchraum „Zentraler City-Standort“ 
Seitens der Reisemobilisten wird ein möglichst zent ral gelegener, eher altstadtbezogener 
Standort gewünscht. Bei der Auflistung von bereits heute genutzten Abstellmöglichkeiten für 
Wohnmobile werden u. a. immer wieder die Standorte Hindenburgplatz, Kalkmarkt oder 
Westerholtsche Wiese genannt.  
 
Als nicht geeignet stuft die Verwaltung allerdings folgende Standort-Vorschläge ein: 
 
Standortvorschlag Kalkmarkt 
 
Der Parkplatz Kalkmarkt kommt wegen seiner geringen  Größe (17 Pkw-Stellplätze gem. 
Parkraumkonzept Münster 2010 Altstadt / Hbf.-Bereich) nicht in Betracht.  
 
Standortvorschlag  Westerholtsche Wiese 
 
Amt 67 nennt folgende Gründe, die gegen die Nutzung als Reisemobilhafen sprechen:  
 Der Bereich ist stadthistorisch, stadtgestalterisc h sowie grünplanerisch besonders 
sensibel; Nutzungen müssen sich diesen Ansprüchen unterordnen; 
 Eine direkte Zufahrt zum I. Ring ist aus verkehrli chen Gründen sehr schwierig, eine 
mögliche Zufahrt besteht allerdings über die Anbindung Badestraße – Fritz-Greis-Weg;  
 Eine Nutzung als Parkplatz ist wegen der Hochwasse rgefahr (Lage unmittelbar neben der 
Münsterschen Aa) und der Gefährdung des Gewässers ohne sehr teure Schutzeinrich-
tungen nicht möglich.

Als weitere Suchräume sieht die Verwaltung folgende Bereiche:  
 
Suchraum „Südschiene / Stadthäfen / Halle Münsterland“ 
 
• Reisemobilhafen 
Im  Zusammenhang  mit diesem Suchraum  besitzt der Fachbegriff Reisemobilhafen  eine 
spezielle Münsteraner (Be-)Deutung mit doppeltem Wo rtsinn: Reisemobilhafen 
 – in dem in 
der Wohnmobil-Szene (Reisemobilisten) gängigen Begr iff für einen Wohnmobil-Stellplatz 
schwingen – aus Münsteraner Sicht – die Worte Wasse r – Hafen – Kanal (DEK) mit, die als 
wichtige Standortkriterien gelten können, was das A mbiente im Umfeld eines möglichen 
Standorts betrifft, und die im Zusammenhang mit dem  Strukturwandel des Hafenquartiers 
inzwischen für eine spezifische Standortqualität stehen.  
 
Als weitere wichtige Standort-Kriterien werden vom DTV genannt:  
- ÖPNV-Anschluss mit guter Erreichbarkeit der City/ Altstadt, 
- Freizeit- und Gastronomieangebot in unmittelbarer  Nähe. 
 
Beide Kriterien mit dem Standortfaktor Hafen/Kanal verknüpft ergibt Standorte im Bereich 
Südschiene – Stadthäfen – Halle Münsterland, weil hier die Elemente  
 Wasser/Hafen 
: DEK, Stadthafen 1,  
 Gastronomie:  Kreativkai, Hansaring,   
 Freizeit:  Cineplex-Kino, W.-Borchert-Theater, Halle Münsterland,  
 ÖPNV-Anschluss  (auf dem Albersloher Weg gegeben)  
zusammentreffen und Synergien eingehen. 
 
Allenfalls der momentane Zustand der gewerblich/ind ustriell genutzten Flächen bzw. Gewer-
bebrachen im Bereich der Stadthäfen 1 + 2 entsprich t aktuell noch wenig dem geforderten 
landschaftlich – schönen  Ambiente für einen Reisemobilhafen-Standort. Gleichwohl biet en 
gerade auch die vorhandenen Brachen möglicherweise den Ansatz für einen temporär 
befristet zu nutzenden Standort am DEK mit den o. g . Standortvorteilen, bis eine neue 
Dauernutzung realisiert wird. Dieser Suchraum besit zt auch den Vorteil, dass der Bereich 
über den Albersloher Weg direkt und auf kurzem Wege an das überregionale Hauptverkehrs-
straßennetz (B 51) angebunden ist.  
 
• Standort Halle Münsterland 
Ergänzend zu den vorgenannten Überlegungen zum Hafe nbereich wäre Folgendes auch zu 
beachten: In einer 2003 vom Stadtplanungsamt durchgeführten ersten Standortuntersuchung 
zur Errichtung Wohnmobil-Stellplatzes anlässlich ei ner Anregung eines Bürgers wird als 
weiterer, potenziell geeigneter Standort ein Bereic h im Umfeld der Halle Münsterland 
genannt. Begründung: Für die Halle Münsterland GmbH  wäre die Errichtung eines Reise-
mobilhafens u. U. deshalb interessant, weil ein Tei l der Besucher der dort stattfindenden 
Veranstaltungen (u. a. Messen, Konzerte) sicherlich auch mit dem Wohnmobil anreist.  
Der Wohnmobiltourismus ist ein überwiegend saisonal es Geschäft unter Ausschluss der 
Wintermonate; wegen der ganzjährig stattfindenden V eranstaltungen der Halle Münsterland 
wäre aber hier ggf. der ganzjährige Betrieb eines Reisemobilhafens wirtschaftlich tragfähig. 
 
Suchraum „Aasee“ 
Bei der Auflistung von bereits heute genutzten Abst ellmöglichkeiten für Wohnmobile werden 
u. a. immer wieder folgende Standorte rund um den A asee genannt: Zoo-Parkplatz, Mühlen-
hof-Parkplatz, Himmelreichallee, Mecklenbecker Straße (Parkplatz westlich Yachtclub).  
Nördlich des Aasees liegen die räumlich benachbarte n vier Einrichtungen Zoo 
, Naturkunde-
Museum , Hippomaxx-Museum  und Freilichtmuseum Mühlenhof , die jeweils über ein hohes 
Besucheraufkommen – teilweise weit über die Stadtgrenze hinaus – sowie eine Einbettung in 
ein höchst attraktives landschaftliches Umfeld verf ügen. Das bietet Anlass genug, Überle-
gungen über die Errichtung eines Reisemobilhafens i n unmittelbarer Nähe anzustellen. 
Gemeinsam wird bereits der Großparkplatz an der Sen truper Straße betrieben und unter-

halten. Ggf. besteht darüber hinaus auch das Intere sse an der gemeinsamen Errichtung und 
Betreibung eines Reisemobilhafens, zumal die Lage w estlich des Aasees so ziemlich den 
Idealvorstellungen der Reisemobilisten entspricht.  
 
 
Im Rahmen der Standortsuche wäre zu differenzieren,  ob ein Standort dauerhaft angeboten 
werden soll oder ob z. B. an einem Standort zuminde st für eine Übergangszeit eine Nutzung 
als Reisemobilhafen als Zwischennutzung sinnvoll wä re, zumindest so lange, bis zu einem 
späteren Zeitpunkt eine endgültig geplante Nutzung umgesetzt wird.  
  
Sofern geeignete Standorte im Innenstadtbereich ide ntifizierbar sind, wäre anschließend 
noch die jeweilige Betreiberfrage zu klären.

Beratungsverlauf (1)

21.06.2005 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 7.2 Antrag Entscheidung

Beschluss: eingebracht

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Mecklenbecker Straße
  • Himmelreichallee
  • Fritz-Greis-Weg
  • Hansaring
  • Albersloher Weg
  • Badestraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
A-M/0123/2005
Typ
Antrag an die BV Mitte
Datum
04.05.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37