0670/2017
Jahresbericht 2016 der Naturschutzwacht Bezirk 9 Ost - Frau Isbaner
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Jahresbericht 2016 Bez. 7 Süd Herr Witt
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Jahresbericht 2016
Hella Isbaner – Landschaftswacht - Dienstbezirk 9: Köln, Mühlheim-Ost
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Sa., 16.01.: Arbeitseinsatz in der Dellbrücker Heide, von 10 – 14 Uhr.
Bei ca. 3 Grad - zwischendurch sehr windig mit Regen- und Graupelschauern - haben wir die zuvor bereits
zurecht gelegten Gehölze oben und unten am See – mittels Traktor
– auf einen Hänger bugsiert. Dabei
kamen auch die dafür vorgesehenen Stahlzugseile zur Erleichterung zum Einsatz. Eine Truppe beförderte
damit die am See bereitgelegten Stämme zusammengebündelt mittels des Traktors auf die Böschung. Die
andere Truppe trug einzeln einiges Schnittgut auf den Hänger, der mehrmals die Stellen wechseln musste.
Zwei Fuhren haben wir zusammen bekommen, die dann am Parkplatz vor dem Haupteingang wieder
ausgeladen werden mussten. Ein Teil davon wurde später vom Kölner Zoo für die Tiere abgeholt.
Eine reife Leistung wurde von allen abgeliefert und hat bei so viel Teamgeist auch Freude gemacht.
Am 30.01. soll der Traktor nochmals zum Einsatz kommen, um die restlichen Arbeiten zu schaffen.
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Noch etwas ist beim Einsatz aufgefallen: direkt am See gegenüber war noch immer ein „Haus oder Zelt“
durch die kahlen Bäume zu sehen. Niemand wusste darüber Bescheid. So haben wir Fotos gemacht, die ich
der ULB nachträglich gesandt habe und auch über diese Thematik per E-Mail informierte.
Meine Fotos vom Tag.
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Über eine bebilderte Infomail, habe ich die Untere Landschaftsbehörde zeitnah informiert.
Bei meinem Rundgang, am Karnevalswochenende im Feburar stellte ich fest, dass das Haus inzwischen entfernt
wurde.
Unsere Ende Januar erneuerten laminierten Zusatzschilder an den verschiedenen Eingängen der Dellbrücker
Heide, waren leider wieder mutwillig abgerissen und entfernt worden. Es gibt jedoch noch vorhandene Schilder,
die wir demnächst wieder befestigen werden. Den BUND habe ich ebenfalls darüber informiert.
18.01. Am Abend bekam ich via Mail eine Info, dass in der Heide eine Rohrdommel im Schildbereich am
Wochenende gesichtet wurde.
Di., 19.01. Als ich davon erfuhr, bin ich am frühen Nachmittag gleich zur Dellbrücker Heide gelaufen. An der
Böschung zum See traf ich erfreulicherweise auf einen gut bekannten Vogelkundler, der sein großes Stativ
und Objektiv dabei hatte! Er sei genau wegen der Dommel dort gewesen. So führte er mich an eine bessere
Stelle, von wo er zuvor die Dommel bereits 2 Stunden beobachtet hatte, sodass ich mir den Vogel durch das
Objektiv ansehen konnte. Es schien, als sei die Dommel tot. Doch nach einiger Zeit schüttelte sie sich, konnte
sich aber nicht weiter bewegen und verharrte weiter in ihrer Position. Vermutlich war die Dommel am Flügel
verletzt, denn durch das Objektiv konnte man Blut am Gefieder erkennen.
Einsatzkräfte vom BUND wollten sie später in einer Rettungsaktion befreien, doch leider konnte sie nur noch
tot geborgen werden.
So sieht sie aus (Foto aus Wikipedia).
Wie bei jedem Rundgang oder Einsatz, spreche ich immer wieder Hundehalter auf die Anleinpflicht an und
informiere sie über – auch mittels Flyer – über Notwendigkeit und die Aktivitäten in der Heide. Es wird immer
leider immer Uneinsichtige Halter geben, die gegen die Bestimmung zum Verhalten im Naturschutzgebiet
„immun“ sind. Erfreulicherweise überwiegen die verständnisvolleren Spaziergänger, die durchaus offen für
die Infos sind. Im Gespräch und mittels Flyer, kann ich auch noch auf unsere Aktivitäten in der Heide
hinweisen bzw. damit das Bewusstsein für den Erhalt der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt weiter
verdeutlichen bzw. wecken. Ein Lob an die überwiegend aufmerksame Bevölkerung hierzu.
30.01. – Sa.
Es war geplant, wieder mittels Traktoreinsatz und Hänger, das aufbereitete und zurechtgelegte restliche
Schnittgut aufzuladen und der Weiterverwertung zuzuführen. Am vereinbarten Treffpunkt traf ich jedoch nur
einen BUND-MA an. Sie teilte mir mit, dass keiner weiter gekommen sei und der Einsatz im geplanten Sinne
somit heute leider nicht durchführbar ist, weil der Traktor defekt war und nicht rechtzeitig repariert werden
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konnte. So gingen wir in die Heide, um im Gelände anstehende sonstige Arbeiten zu besprechen.
Unterwegs trafen wir wieder auf einige Hundehalter, wovon einige ihre Hunde wieder nicht angeleint hatten,
obwohl sie schon mehrmals darauf angesprochen wurden. Nochmals wagte ich diese über die Notwendigkeit
der Anleinpflicht zu informieren. Doch es kam nur: „Ich leine meinen Hund nicht an!“ und er regte sich dabei
gleich über verschiedene Dinge auf. Im Verlaufe des Gespräches stellte sich dann heraus, dass er doch ein
sehr aufmerksamer und hilfsbereiter Mann ist, der wachsam ist. So ergab letztendlich das Gespräch doch
noch ein beiderseits erfreuliches Ergebnis. Anderen Haltern übergab ich einen Flyer zur Information mit, die
nach einem kurzen Gespräch auch verständnisvoll waren.
13.02. – Sa. - 2. Traktoreinsatz
Ankunft Traktor
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27.02. – Sa.
Aufräumungsarbeiten und teilweise Barrieren errichten an verschiedenen Stellen in der Dellbrücker Heide
(leider nur mit insgesamt 3 Leuten)
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Da wir nur zu dritt waren, haben wir uns vornehmlich der Aufräumung gewidmet und sowie noch sonstige
"Kleinigkeiten" vor Ort bearbeitet.
Wir hoffen sehr, dass sich mit der Zeit doch noch mehr Leute zum Mithelfen gewinnen lassen, denn wo mehr
mitarbeiten, kann auch gemeinsam mehr geschafft werden.
An der "Kiffer-Bucht" war "reger Verkehr" von Radfahrern(!?) und ein ausländischer Opa mit Rollator(!), der
dort offenbar regelmäßig immer Flaschen sammelt, aber leider nur wenige deutsche Sprachkenntnisse
besaß. Er regte sich lauthals auf, weil er da nun nicht mit seinem Rollator so einfach mehr durchkonnte und
wieso, weshalb, warum. Ich musste ihn erst einmal beruhigen und über die örtlichen Gegebenheiten
aufklären, dass dort keine offiziellen Wege sind - weil Naturschutzgebiet (hat er offenbar noch nie gehört(?) –
was natürlich viel Fingerspitzengefühl erforderte, aber auch Nerven kostete.
Ob er mich verstanden hat, weiß ich nicht, doch er zog murrend wieder ab.
Die dort ausgetretenen und inzwischen eingefahrenen Wege durch Radfahrer, sollten schon noch mit
weiteren Barrieren versehen werden, damit die Leute erkennen, dass sie da nicht durchfahren dürfen,
vielleicht auch mit einem Durchgangsverbotsschild? Die Thematik wird noch weiter verfolgt.
Sa., 19.03. - 19.03. 19.03. – Einsatzleitung und 3 Helfer
Aus den ab 26.02. geltenden Maßnahmenvorgaben für 2016 haben wir uns Punkt 6 gewidmet:
So wurde von uns die Knöterich-Fläche zusammen weitestgehend frei geharkt; mit dem entsprechenden
Abfallmaterial Barrieren, auch zur Lerchenwiese hin, errichtet bzw. verdichtet; Knöterich Wurzeln wurden
bereits vom Freitagsteam am Rand als Barriere gestapelt und weitere sind nun dazugekommen zum
Austrocknen. Diese Fläche ist somit bereit zum Sensen ab Frühjahr.
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April und Mai hatte ich zwar Einsatzleitung, doch leider kam kein Helfer. Demzufolge konnte ich die anderen
LSG und NSG-Gebiete inspizieren bzw. durchfahren.
Wie immer erfolgte auch das Ansprechen von Hundehaltern, teils einsichtige, teils aufklärungsresistente
Besucher. Müll ist immer wieder ein Thema. Auch hierbei Ansprache der Spaziergänger, mit der Bitte um
Mithilfe und Aufmerksamkeit gegenüber Müllsündern und auch Meldung ans Ordnungsamt oder AWB.
Mai, Juni und Juli war aus gesundheitlichen Gründen für mich leider kein weiterer aktiver Einsatz möglich.
20. Juli (Mi.) – Erste Mal wieder aktiv mit dem Rad in den Gebieten unterwegs und Einsatzruf des
Ordnungsamts:
Aufgrund von sehr heißen Temperaturen fuhr ich auch zur DH. Erwartungsgemäß waren um die Mittagszeit
bereits einige „Badegäste“ munter dabei mit Luftmatratzen und auch sonst dort zu schwimmen oder zu
campieren.
Ich informierte sofort mobil das Ordnungsamt, was gleich weitergeleitet wurde. Jedoch seien viele
Mitarbeiter schon an anderen Stellen unterwegs und es gibt nicht genug Mitarbeiter. Dennoch wartete ich
auf die Ankunft der Ordnungskräfte .Und es dauerte auch nicht lange, da kamen sie mit zwei Autos und 1
Motorrad (4 Männer und eine Frau) an. Ich instruierte sie kurz über die Situation und die Männer gingen
zum See. Derweil ging ich zum Ausgang, wo die Mitarbeiterin des Ordnungsamts die Autos bewachte, was
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seinen Grund darin hatte, dass sogar die Autos des Ordnungsamtes mehr oder weniger oft stark attakiert
würden.
So tauschten wir uns eine ganze Weile über die aktuelle und allgemeine Thematik aus. Beweggründe sind
meistens Bequemlichkeit, Uneinsichtigkeit, mangelndes Verständnis und Bildung. Während unseres
Gespräches mussten wir immer wieder ankommende Personen „umleiten“ zum Höhenfelder See. Vorteilhaft
war, dass ich immer meine BUND-Informations- und Wegeflyer dabei habe. So klärten wir diese Personen
diplomatisch und auf Augenhöhe auf und baten um Verständnis und ihre Mithilfe. Unsere angebrachten
Argumente haben sie jedoch mehr oder weniger eingesehen.
Dieser Einsatz vor Ort dauerte insgesamt über 2 Stunden. Als die Männer zurückkamen gab es erst einmal
Mitteilung was diese erlebten. Ein Mitarbeiter berichtete, dass sie zuvor auch schon öfters mal in die DH
schon – ohne vorherige Anrufe – ihren Dienst verrichetet haben. Prima! Nicht mehr Schilder, sonder mehr
Präsenz der Ordnugnskräfte ist in jedem Fall wirkungsvoller! Regelmäßigkeit und konsequentes Vorgehen ist
und bleibt das A und O, da es effektiver ist. Das war eine sichere Unterstützung, da ich diese Situation allein
keinesfalls bewältigen kann. Mit einem herzlichen Dankeschön für die schnelle Hilfe vor Ort verabschiedeten
wir uns… bis zum nächsten Mal. ☺
Leider sind schon wieder die bereits neu angebrachten Metallschilder teilweise besprüht worden (Rückseite
Eingang vom Annemonenweg aus kommend. Siehe Fotos.
06. Aug. Sa:
Naturführung am Höhenfelder See, um die heimische Pflanzen- und Tierwelt in Augenschein zu nehmen:
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26.08.-Fr.: Rundgang u. a. zum NSG Dellbrücker Heide:
Bei heißen Temperaturen die ganze Woche „tummelten“ sich wieder „Besucher“ am und im See. Deshalb
habe ich wiederholt das Ordnungsamt angerufen, die versprachen, sich darum zu kümmern. Unterwegs habe
ich mit ankommenden Besuchern gesprochen, die Badesachen dabei hatten. Hinweise von mir, warum das
Baden, etc. im NSG verboten ist, wurde unterschiedlich aufgenommen. Einige waren vernünftig und
einsichtig, doch andere leider eben nicht. Aufgrund der Leute am See, ist auch wieder vermehrt Müll zu
sehen, der einfach weggeworfen oder liegen gelassen wird!
Nachfolgend ein paar viuselle Eindrücke vor Ort, was – wie schon sehr oft dem Ordnungsamt mitgeteilt – sich
jedesmal bei „Badewetter“ genauso bzw. ähnlich darstellt, siehe Handy-Fotos:
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Im September führte ich mehrere Rundfahrten durch die LSG- und NSG-Gebiete durch.
15. Oktober – Einsatzleitung
Es standen wiederholt Entbuschungsmaßnahmen und Errichtung von Barrieren auf dem Programm.
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Sa., 29.10. – Einsatzleitung:
Mit insgesamt drei Personen haben wir uns der Aussichtsplattform auf dem Plateau zum See gewidmet,
damit diese überhaupt einsehbar und überschaubar wird. Dazu war es nötig viel Buschwerk (Brombeeren)
und Traubenkirschen zu bearbeiten und zu lichten.
Vorher:
Nachher:
19. Nov. Einsatzleitung:
Hinter dem Sportplatz 1 haben wir weiter entbuscht, aufgeräumt und Barrieren errichtet.
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2. Teil der Aufräumaktion an der weiter hinten befindlichen Fläche:
Vorher Nachher
Und Barrieren weiter verdichtet:
07. Dez: Ganztätige Landschaftswachtschulung auf „Gut Leidenhausen“ in der Jagdremise
Allen Referenten, die uns aktuelles Wissen vermittelten und allen Organisatoren(innen), die für einen
wirklich gelungenen Tag und für das leibliche Wohl gesorgt haben, sei nochmals herzlich gedankt.
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Sa, 17.12. – Einsatzleitung, der letzte Samstagseinsatz des Jahres 2016:
Auf Sportplatz 1 gibt es immer viel zu tun. Wir haben uns dort des Heidekrauts gewidmet, was stark vom
Ginster verbuscht ist. Teilweise standen auch einige Traubenkirschen direkt im Heidekraut.
So haben wir uns zu viert an diese Aufgabe gemacht und mit vereinten Kräften wirklich einen Lichtblick für
das Heidekraut geschaffen. Es kann zumindest auf diesem Areal wieder besser atmen und sich ausbreiten.
Das Buschwerk konnten wir gegenüber der bereits vorhandenen Barriere weiter verbauen. Der Ginster hat in
der Dellbrücker ebenso seine Daseinsberechtigung. So blieben weitestgehend freie Flächen für den Ginster,
und zwar dort, wo sich kein Heidekraut darunter befindet.
Zur Veranschaulichung 2 Fotos vorher und 3 Bilder nach der Arbeit. (Heidekraut und Ginster)
Barriere weiter verdichtet
Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57/571 Vorlagen-Nummer 0670/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 24.04.2017 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 29.05.2017 Jahresbericht 2016 der Naturschutzwacht Bezirk 9 Ost - Frau Isbaner Stellungnahme der Verwaltung zu den Anmerkungen von Frau Isbaner: Einsätze des Ordnungsdienstes in den Naturschutzgebieten der Stadt Köln Wie Frau Isbaner berichtet, sind die Einsätze des Ordnungsdienstes regelmäßiger geworden und sie sieht hier auch vermehrt Erfolge, vor allem beim Anleinen von Hunden. Die Verwaltung wird diese Einsätze weiter fortführen. Beschilderung Die fehlenden bzw. unkenntlich gemachten Naturschutzgebietsschilder wurden im März 2017 ersetzt und die Zusatzschilder angepasst.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0670/2017
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 07.04.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27