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1817/2018

Darstellung der Sparten

Mitteilung Ausschuss 06.06.2018

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 - Szenebericht Freie Musik 2018

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

1807 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/41-22 
Vorlagen-Nummer 06.06.2018 
 1817/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 19.06.2018 
Integrationsrat 04.09.2018 
 
Darstellung der Sparten 
hier: Szenebericht Freie Musik 
In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Kulturausschuss die Verwaltung beauftragt, „den Sparten 
Musik, Darstellende Kunst (mit Theater und Tanz), Bildende Kunst (Fotografie) und Medien (Film, 
Literatur) die Möglichkeit zu geben, dem Ausschuss Kunst und Kultur regelmäßig über das Gesche-
hen, die aktuelle Situation und die Perspektiven ihrer Arbeit schriftlich zu berichten.“ Dabei sollen die 
Spartenvertretungen in ihren jeweiligen Bereichen auch die interkulturellen Aktivitäten und Entwick-
lungen berücksichtigen. Der Bericht soll – wie in der Vergangenheit – drei Seiten nicht überschreiten. 
Außerdem muss erkennbar sein, wer die Unterlage erstellt hat und wer in die Erstellung einbezogen 
worden ist. 
 
Entsprechend dem Beschluss hat die Verwaltung auch 2018 Vertreter der Sparte Musik um eine Dar-
stellung im oben genannten Sinne gebeten. Als Vorgabe wurde wiederum lediglich formuliert, dass 
der Bericht möglichst nicht drei Seiten überschreiten solle und dass erkennbar werden müsse, von 
wem der Bericht erstellt und wer in die Erstellung des Berichts einbezogen wurde. 
 
In der Anlage findet sich der in Abstimmung mit den Sprecherräten der Teilszenen Globale Musik, 
Elektronik und Klangkunst, Klassik, Neue Musik, Jazz und improvisierte Musik sowie Alte Musik er-
stellte Bericht. Die Verfasser sind die drei Vorstandsmitglieder des IFM e.V. Birgit Ellinghaus, Tobias 
Kassung und Daniel Mennicken, die in der Sitzung dem Ausschuss für Rückfragen zur Verfügung 
stehen. 
 
 
 
gez. Laugwitz-Aulbach 
 
 
 
Anlage

Anlage 1 - Szenebericht Freie Musik 2018

16096 Zeichen

1 
 
Bericht der freien Musikszene Köln für den Kulturau sschuß am 19.06.2018 
Im Herbst 2017 hat sich die freie Musikszene in Köl n neu im Dachverband IFM e.V. (Initiative Freie Mus ik) 
aufgestellt, in dem nun sechs Sparten (Alte Musik, Elektronik & Klangkunst, Globale Musik, Jazz, Klass ik und 
Neue Musik) mit dem Ziel zusammengeschlossen sind, die Interessen freier Musiker*innen zu vertreten, i hre 
Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern, ihre Aktivitäten zu unterstützen und Raum für Innovation  und 
Kreativität in der Stadt zu schaffen. Die Arbeit de s IFM e.V. als Mitglieder basierte Organisation mit  aktuell gut 
500 professionellen Akteuren der freien Musik in Kö ln wird bisher ehrenamtlich getragen. Der IFM e.V. setzt sich 
ein für das aktive Bekenntnis zur Musikstadt Köln, um die neben Berlin stärkste und dynamischste Musik szene zu 
einem Markenzeichen in Deutschland, in Europa und d arüber hinaus zu machen. Der IFM e.V. hat fünf 
Meilensteine identifiziert, die als Schlüsselforder ungen an Kulturpolitik und -verwaltung gerichtet si nd, um diese 
Ziele zu erreichen: 
 
•• •• Förderung der Einrichtung von spartenspezifischen A nlaufstellen für alle sechs Musiksparten bzw. 
Ausbau der Förderung der bereits bestehenden Anlauf stellen 
•• •• Förderung der Einrichtung einer IFM-Geschäftsstelle  
•• •• Schaffung eines “Hauses der Musik“ zur Verortung de r freien Musikszene in Köln 
•• •• Vertretung aller sechs Sparten mit eigener Stimme i m städtischen Musikbeirat 
•• •• Prozentuale Koppelung der Förderung der freien Musi kszene an die Finanzierung der institutionellen 
Kultureinrichtungen (10%) und Erhöhung bzw. Zugang zu Projektmitteln und mehrjährigen 
Kooperationsförderungen für alle Sparten 
 
Als außerordentlich fruchtbar haben sich die bereit s durch die Stadt geförderten Anlaufstellen ON – Ne ue Musik 
Köln und ZAMUS – Zentrum für Alte Musik erwiesen. S ie haben höchste Bedeutung für die fachspezifische 
Koordination der Aktiven und die qualitative Entwic klung der Arbeit dieser beiden Sparten, die weit üb er die 
Stadtgrenzen hinaus wahrnehmbar ist. Diese Förderun g sollte fortgesetzt und ausgebaut werden und gleic hzeitig 
als Modell und Maßstab für eine gleichwertige Förde rung aller anderen Musiksparten in Köln dienen. Die  Sparten 
Elektronik & Klangkunst, Globale Musik, Jazz und Kl assik fordern deshalb dringend eine vergleichbare F örderung 
zur Einrichtung fachspezifischer Anlaufstellen, um einen nachhaltigen Strukturaufbau auch in ihren Ber eichen 
leisten zu können durch Stärkung der Selbstorganisa tion jeder Sparte, fachspezifische Vernetzung, 
Repräsentanz im kulturpolitischen Dialog in NRW, na tional und international, praktische und juristisch e 
Hilfestellungen bei Antragverfahren; Assistenz bei der Erarbeitung von innovativen musikalisch-künstle rischen 
Konzepten, logistische Unterstützung bei Projekten,  Organisation von fachspezifischen 
Fortbildungsmöglichkeiten, Verbesserung der sparten spezifischen Öffentlichkeitsarbeit, Ausschreibungen  und 
Abwicklungen von spartenspezifischen Miniförderunge n; Koordination, Durchführung und nachhaltige Veror tung 
von herausragenden repräsentativen Projekten bzw. F estivals der jeweiligen Sparten u.v.a.m. 
Die adäquate Spartenförderung für sechs Anlaufstell en sollte deshalb zeitnah auf der Grundlage des 
Leitprojektes „Stärkung der freien Szene“ im Kultur haushalt vorgesehen werden. Dabei sollte auch die a nvisierte 
prozentuale Koppelung der Förderung der freien Musi kszene an die Finanzierung der Institutionellen 
Kultureinrichtungen realisiert werden. 
 
Ergänzt wird das Spartenkonzept des IFM e.V. dadurc h, daß sich der Dachverband als zentraler Ansprechp artner 
für die Gesamtheit der freien Musikszene  im Dialog mit der Kulturverwaltung, den Kulturinsti tutionen und der 
Kulturpolitik in Köln positioniert und die freie Mu sikszene Kölns auf internationalen Foren und Musikp lattformen 
repräsentiert. Als Werkzeug der Öffentlichkeitsarbe it wird gerade die zentrale Website www.musik-in-ko eln.de 
aufgebaut, die durch den Input der sechs Sparten un d durch Fachredakteure gespeist werden wird, die vo m IFM 
e.V. koordiniert werden. So wird mit der bereits be willigten Förderung der Stadt Köln ein attraktives digitales 
Schaufenster entstehen, das die musikalisch vielfäl tige und reiche Musikstadt Köln eindrucksvoll darst ellt. 
Weiterhin wird der IFM e.V. zukünftig auch bei der Akquirierung, Antragstellung, Bündelung und Abwickl ung von 
Fördermitteln (z.B. Bund, EU, Auswärtige Kulturinst itute) sowie bei der Konzeptionierung von neuen Pro jekten, 
Veranstaltungsformaten und Festivals der gesamten f reien Musikszene Kölns fungieren können. 
Zur qualifizierten Erfüllung dieser Aufgaben ist di e Einrichtung einer Geschäftsstelle, mit einer Pers onalstelle 
zeitnah erforderlich. Sie soll neben der Betreuung des Mitgliederbereichs auch weitere Ressourcen der freien 
Musikszene kostensparend, kompetent und zentral für  alle Sparten übernehmen um Doppel- bzw. Mehrfach-
Strukturen in den Sparten zu vermeiden. 
Perspektivisch halten die Selbstorganisationen der sechs Sparten und der Dachverband IFM e.V. eine Ver ortung 
der freien Musikszene in einem Haus der Musik  für die adäquate nachhaltige Lösung, die allen Akti ven in der 
Musikstadt Köln angemessene Arbeitsbedingungen ermö glicht. Dazu wird angeregt das Gebäude des 
ehemaligen Rautenstrauch-Joest-Museums am Ubierring  entsprechend herzurichten mit:

2 
 
•• •• einem akustisch hervorragenden kleinen Kammermusiks aal für 250 Personen.  
•• •• Professionell ausgestatteten Proben- und Produktion sräumen unterschiedlicher Größe, für Solisten und 
Ensemblearbeit, Werkstätten für Residenzen und klei ne Säle für öffentliche Präsentationen und nicht 
akademische Workshops.  
•• •• Lagerräume für den Technik-Pool mit künstlerisch-te chnischem Personal sowie für einen Instrumenten-Poo l 
globaler Musikkulturen, die nicht in Deutschland an zumieten und nur sehr kostspielig zu transportieren  sind. 
•• •• Büros der Anlaufstellen der sechs Musiksparten und Sitz der Geschäftsstelle des IFM e.V. sowie von 
regionalen Netzwerken und Projektbüros des künstler ischen freien Musikbereichs. 
•• •• Informations- und Dokumentationszentrum und Archiv 
Ein Haus der Musik am Ubierring würde, zentral im S üden der Stadt gelegen, die bisherigen Leuchtturm-O rte 
der freien Musikszene wie Stadtgarten, LOFT, MusikF abrik und ZAMUS durch einen Ort für neue 
Kooperationen ergänzen, Ideenschmiede und Szene-Tre ffpunkt sein und ein innovatives Juwel der Musiksta dt 
Köln sein.  
 
Die Kulturverwaltung wird weiterhin gebeten kurzfri stig ein Mapping verfügbarer städtischer, akustisch  und 
atmosphärisch geeigneter Räume für die Bedürfnisse freier Künstler*Innen zu erstellen und diese zentra l 
verwaltet an die Musiker*innen der freien Szene zu vermitteln, um den Raumbedarf kurzfristig zu linder n bis ein 
Haus der Musik eine nachhaltige Lösung bietet. Darü ber hinaus wird die Kulturverwaltung gebeten, Konta kte zu 
Drittanbietern und Institutionen zu vermitteln, mit  diesen Sonderkonditionen auszuhandeln für günstige  Mieten bei 
der Nutzung durch lokale Musiker/ Projekte . Weiterhin wird die Kulturverwaltung gebeten, Synerg ien zwischen 
der freie Musikszene und dem Leitprojekt „Kulturmar keting “ aktiv aufzugreifen und zu nutzen z.B. durch die 
Bewerbung als UNESCO Creative City of Music.   
 
Über diese zentralen Forderungen und Visionen hinau s gibt es folgendes aus den Sparten zu berichten: 
Bereits in den 1950er Jahren entwickelte sich Köln mit der Gründung der Cappella Coloniensis zu einem 
Kreativzentrum für Alte Musik . Heute tragen zahlreiche hochkarätige Ensembles de n Namen Kölns in die Welt 
und das etablierte Fest für Alte Musik hat internat ionale Aufmerksamkeit erlangt. Dank der städtischen  Mittel 
konnten die Räumlichkeiten der bundesweit einmalige n Einrichtung des Zentrums für Alte Musik ZAMUS in der 
Heliosstraße ertüchtigt werden, deren augenblicklic h vakante Stelle des Geschäftsführers im September 2018  
neu besetzt wird. Mittelfristig soll das ZAMUS eine rseits als künstlerische Plattform mit großer inter nationaler 
Strahlkraft, sich andererseits auch als Ort der Beg egnung und des gesellschaftlichen Dialogs entwickel n, um alle 
Teile der Stadtgesellschaft Teilhabe an der Arbeit zu ermöglichen. Dazu sollen langfristige lokale Par tnerschaften 
im Bereich der kulturellen Bildung für Kinder und J ugendliche entwickelt, wissenschaftliche Auseinande rsetzung 
mit aktuellen Fragen der historischen Aufführungspr axis initiiert werden und eine Vernetzung mit vergl eichbaren 
Institutionen im internationalen Raum erfolgen. Um diese Ziele umzusetzen, werden zusätzliche Finanzmi ttel 
erforderlich, da das ZAMUS dafür ganzjährig bespiel t werden wird.  
Die vielseitigen und lebendigen Szenen der Elektron ischen Musik in Köln, wie auch die transdisziplinär  
arbeitenden Szenen der Klangkunst haben sich im Mai  2017 im Netzwerk der Interessenvertretung Elektronik & 
Klangkunst  zusammengeschlossen, um zukünftig verstärkt gemein same Veranstaltungen zu realisieren. Wegen 
der langfristig angelegten inhaltlichen Struktur de r musikalisch-künstlerischen Arbeit mit europäische n Partnern 
im Bereich der Elektronik & Klangkunst fordert die Interessensvertretung eine mehrjährige Kooperations förderung 
sowie den Ausbau der Zusammenarbeit mit der Kulturv erwaltung. 
Die vitale Szene Globaler Musik  in Köln hat sich 2017 als Sparte im Dachverband IF M e.V. formiert. 
Konstituierendes Element ist ausdrücklich kein musi kalisch-stilistisches Genre, sondern die Pluralität  aller 
Spielarten der Subgenres World Music/Weltmusik, Fol k, außereuropäische Klassik, traditioneller Musik, sowie 
regional basierten Musikkulturen und Fusionen versc hiedener Musikstile. In regelmäßigen Konsultationen  treffen 
sich seit dem zahlreiche Aktive, um sich über die p rekäre Situation in Köln auszutauschen, sich für ei ne 
Verbesserung einzusetzen und gemeinsame Aktivitäten  zu entwickeln. Diese professionelle Szene wird bis her im 
Wesentlichen von privaten, ehrenamtlichen und gemei nnützigen Initiativen getragen, ohne systematische 
öffentliche Förderung und ohne eigene Stimme im Mus ikbeirat. Feste Veranstaltungsformate sind Konzerte  des 
Netzwerkes globaler Musik Klangkosmos NRW sowie im Club Bahnhof Ehrenfeld. Darüber gehören lokale 
Festivals und Community-Veranstaltungen (z.B. Humba  Party, Zigeunerfestival, Newroz Fest, Afrika Festi val), 
außereuropäische und europäische Austauschprojekte,  Ko-Produktionen und internationale Konzerttouren K ölner 
Musiker*Innen zu den festen Aktivitäten. Hervorzuhe ben ist, daß im Februar 2018 die Kölner global-loka le 
Musikszene im Rahmen des „Europäischen Kulturerbeja hres 2018“ auf die Int. Konferenz zum Immateriellen  
Kulturerbe  der UNESCO nach Utrecht/Niederlande ein geladen wurde und sich dort präsentierte. Die Szene  
Globaler Musik fordert einen Vertreter im städtisch en Musikrat und eine angemessene und nachhaltige fi nanzielle 
Teilhabe an öffentlicher Musikförderung in der Stad t, damit eine qualitative Ausgestaltung der einziga rtigen,

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historisch gewachsenen, interkulturellen Musiklands chaft in Köln ermöglicht wird und daß diese von Ver waltung 
und Politik als künstlerische Identität der Stadt v ertreten wird. 
Köln steht heute für die international viel beachte te Szene des Jazz und Improvisierter Musik . Gründe hierfür 
sind eine gute Infrastruktur, internationale Konzer ttouren Kölner Musiker*Innen, unzählige CD-Veröffen tlichungen 
sowie das umfassende musikalische und politische En gagement der Musiker*Innen. Allem voran strahlen di e 
zwei Konzertorte Stadtgarten (Europäisches Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik) und das LOFT. Zahlreic he 
Kollektive (z.B. KLAENG, Subway Jazz Orchestra, IMP AKT, jungesloft), Konzertreihen und Spielstätten (S alon 
de Jazz, artheater, Altes Pfandhaus) bereichern die  Kölner Jazzlandschaft. Im Moment werden Lösungen 
gesucht, um die mediale Wahrnehmung, ob im Erschein ungsbild oder im Social Media Bereich aus eigener H and 
stärker auszubauen. Die Kölner Jazzkonferenz hat mi t Unterstützung des Kulturamts das neue Label 
JAZZSTADT KÖLN entwickelt und eine neue Website wir d einen Veranstaltungskalender, Musiker*Innenporträ ts 
und Spielstätten-Beschreibungen sowie einen leicht zugänglichen Überblick über die vitale Jazzszene 
präsentieren. Diese Website dient auch als Modell f ür andere Spartenwebsites sowie für die zentrale We bsite des 
IFM e.V. www.musik-in-koeln.de. Um im Ranking der i nternationalen Jazzmetropolen eine Spitzenposition zu 
erreichen und im Musikmarkt eine prominente Rolle z u spielen, wäre es wünschenswert, das finanzielle 
Engagement für dem Jazz weiter zu erhöhen. Dies bet rifft sowohl die finanzielle Ausstattung der Spiels tätten 
Stadtgarten und LOFT, sowie auch die Erhöhung des P rojektkosten-Etats und die Finanzierung eines 
hochkarätigen und international besetzten Jazzfesti vals. 
Die IKK - Initiative Klassik  Köln ist ein offener Interessenkreis der freien, k lassischen Musiker*innen in Köln. Die 
IKK formuliert, bündelt und vertritt  ihre Interess en innerhalb des IFM und arbeitet an Verbesserungen  für die freie 
klassische Musikszene in Köln. Für viele Außenstehe nde sind die „klassischen Musiker“ immer noch „die,  mit der 
festen Stelle“. Mehr als die Hälfte der Musiker arb eiten aber heute frei in unterschiedlichen Orcheste rn, 
Ensembles, als Solisten und auf Honorarbasis an pri vaten Musikschulen. Diese Freiheit bringt viele fin anzielle 
Schwierigkeiten und Unsicherheit mit sich. Gleichze itig hat diese Freiheit aber auch neue Arten von kl assischen 
Ensembles hervorgebracht, die mit ungewöhnlichen Be setzungen unterschiedlichste Stilrichtungen von Kla ssik 
über Neue Musik, Alte Musik, Jazz und Weltmusik ver binden. Sie erreichen damit ein breites, junges Pub likum 
und transportieren die Klassik als innovative Kunst form in unsere globalisierte Zeit. Die freie klassi sche 
Musikszene in Köln arbeitet bisher mit wenig Förder ung und ohne eigene Stimme im Musikbeirat. Alleine 
getragen von einem breiten bürgerschaftlichen Engag ement bereichert sie das Musikleben Kölns auf inter national 
höchstem Niveau. Die IKK fordert eine eigene Stimme  der Klassik im städtischen Musikbeirat und eine 
angemessene und nachhaltige Förderung der Sparte , um Strukturen zu stärken, die den Musiker*innen ih re 
alltägliche, professionelle Arbeit erleichtern.   
ON – Neue Musik  Köln feiert 2018 das 10-jährige Jubiläum mit einem  zweitägigen Programm im September. Die 
Erfolgsgeschichte des Kölner Netzwerkes und der Anl aufstelle Neuer Musik wäre ohne die Unterstützung d er 
Stadt Köln und weiterer Partner und Unterstützer ni cht denkbar. Die Arbeit soll zukünftig fortgeführt und 
intensiviert werden. Weiterhin sollen in Kooperatio nsprojekten die unterschiedlichen Akteure und Szene n des 
zeitgenössischen Kunstschaffens der Region verstärk t spartenübergreifend zusammengeführt werden und di e 
Interessen und Belange der Neuen Musik in Köln gebü ndelt werden, um ein starkes regionales Zentrum für  
Zeitgenössische Musik entstehen zu lassen, dessen W irken und Reichweite international wahrgenommen wir d. 
Die freien Akteure der Neuen Musik arbeiten seit Ja hren äußerst aufgeschlossen und gut verzahnt auch m it den 
Institutionen der Stadt zusammen, sodaß ein funktio nierendes Netzwerk mit den Polen ON und der 
traditionsreichen Kölner Gesellschaft für Neue Musi k einerseits, aber auch mit Musikhochschule und dem  
Ensemble MusikFabrik andererseits schon längst die herausragende Stellung der Kölner Szene weit über d ie 
Stadtgrenzen hinaus festigt. Um diese Stellung auch  in Zukunft festigen zu können fehlt es vor allem a n 
struktureller bzw. mittel- bis langfristiger Förder ung von Ensembles und  Komponisten, insbesondere au ch an 
direkter Förderung von Kompositionsvorhaben.  
Köln, 28.05.2018 
 
Autoren:  
 
Vorstand des IFM e.V.: Daniel Mennicken, Tobias Kas sung, Birgit Ellinghaus

Beratungsverlauf (2)

19.06.2018 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
04.09.2018 Integrationsrat
TOP 5.2 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1817/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
06.06.2018
Erstellt
30.05.2018 08:23