Bericht über die öffentlichen Beteiligungen der Stadt Köln im Haushaltsjahr 2021 - Beteiligungsbericht 2021
Mitteilung Ausschuss 3275/2023 vom 27.11.2023
Stand: Am 04.12.2023 im Finanzausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle II/II/2 Vorlagen-Nummer 27.11.2023 3275/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Finanzausschuss 04.12.2023 Bericht über die öffentlichen Beteiligungen der Stadt Köln im Haushaltsjahr 2021 - Beteiligungsbericht 2021 Zur Information der politischen Entscheidungsträger und der Einwohnerschaft über die städtische Beteiligung an Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform des pri- vaten Rechts schreibt die Verwaltung mit dem beigefügten Report für das Jahr 2021 ihre jährliche Berichterstattung fort. Der Beteiligungsbericht enthält insbesondere Angaben über die Erfüllung des öffentli- chen Zwecks, die finanzwirtschaftlichen Auswirkungen der Beteiligungen, die Beteili- gungsverhältnisse und die Zusammensetzung der Organe der Gesellschaft. Neben In- formationen zu den direkten Beteiligungsunternehmen der Stadt Köln sind auch dieje- nigen Gesellschaften aufgeführt, an denen die Stadt Köln durchgerechnet mittelbar Geschäftsanteile von mindestens 25 % hält. Außerdem enthält der Bericht entspre- chende Informationen über die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen der Stadt Köln. Grundlage für die Darstellung der wirtschaftlichen Kennzahlen der Unternehmen bil- den die geprüften Jahresabschlüsse für die Jahre 2019, 2020 und 2021 (sofern ver- fügbar). Im Übrigen basieren die Angaben – sofern nicht anders angegeben - auf dem Stand 31.12.2021. Nach Behandlung des Berichts im Finanzausschuss wird der Beteiligungsbericht im Internetauftritt der Stadt veröffentlicht. Gez. Prof. Dr. Diemert Anlage Beteiligungsbericht 2021 -
Anlage: Beteiligungsbericht 2021
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Beteiligungsbericht 2021 der Stadt Köln Kontakt Dezernat für Finanzen und Recht Stabsstelle für Beteiligungssteuerung und öffentliches Finanz- und Unternehmensrecht Venloer Straße 151 – 153 50672 Köln T: 0221 221-23423 beteiligungsmanagement@stadt-koeln.de Die Oberbürgermeisterin Dezernat für Finanzen und Recht Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gestaltung und Druck Zentrale Dienste der Stadt Köln 13-CS/435-23/Dez II/60/11.2023 INHALTSVERZEICHNIS I. Allgemeiner Teil................................................................................................. 5 1. Vorwort ....................................................................................................................... 5 2. Aufbau und Umfang des Beteiligungsberichts ............................................................ 6 3. Wesentliche Veränderungen und Aktivitäten im Portfolio ............................................ 9 4. Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Stadt Köln im Berichtsjahr .................... 11 5. Wesentliche mittelbare und unmittelbare Beteiligungen der Stadt Köln .................... 12 6. Darstellung ausgewählter Kennzahlen wesentlicher Beteiligungen ........................... 15 7. Finanzbeziehungen zwischen Stadt und Beteiligungsunternehmen .......................... 23 II. Spezieller Teil – Übersicht wesentlicher Beteiligungen ................................... 26 1. Ver- und Entsorgung ................................................................................................ 27 Stadtwerke Köln GmbH ............................................................................................ 28 AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH ................................................................ 36 AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH ............................ 42 Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH .................................................... 48 GEW Köln AG .......................................................................................................... 52 RheinEnergie AG ..................................................................................................... 57 NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH ............................................. 65 NetAachen GmbH .................................................................................................... 72 rhenag Rheinische Energie AG ................................................................................ 75 BRUNATA-METRONA GmbH .................................................................................. 79 METRONA GmbH .................................................................................................... 83 Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR ................................................................... 86 eE Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln .............................................................. 92 2. Verkehr ..................................................................................................................... 94 Kölner Verkehrs-Betriebe AG ................................................................................... 95 Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH ......................................................................... 102 Westigo GmbH ....................................................................................................... 105 KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH .................................................................... 108 DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH ........................................................................................... 111 Schilling Omnibusverkehr GmbH ............................................................................ 114 Regionalverkehr Köln GmbH .................................................................................. 117 Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. ............................................................ 121 Häfen und Güterverkehr Köln AG ........................................................................... 124 HGK Shipping GmbH ............................................................................................. 131 Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH ................................................................... 134 RheinCargo GmbH & Co. KG ................................................................................. 137 RheinCargo Verwaltungs-GmbH ............................................................................ 141 INHALTSVERZEICHNIS Rheinland Cargo Schweiz GmbH ........................................................................... 143 NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH ................................................... 145 CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service ...................................... 148 Flughafen Köln/Bonn GmbH ................................................................................... 151 3. Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten .................................................. 158 GAG Immobilien AG ............................................................................................... 159 GAG Projektentwicklung GmbH .............................................................................. 165 GAG Servicegesellschaft mbH ............................................................................... 168 Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH .......................................................... 171 Grund und Boden GmbH ........................................................................................ 174 modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH .......................................... 177 GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft ........................................................ 181 eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln ..................................................................... 184 4. Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung ............................................................ 191 Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH ............................................................. 192 Koelnmesse GmbH ................................................................................................ 194 Koelncongress GmbH............................................................................................. 202 KölnKongress Gastronomie GmbH ......................................................................... 206 KölnTourismus GmbH ............................................................................................ 209 Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH ..................................... 212 RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH ................ 216 BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG ................................................ 219 BioCampus Cologne Management GmbH .............................................................. 222 Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH .................................................................................... 225 Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG ........................................................... 230 Butzweilerhof Verwaltung GmbH ............................................................................ 233 Digital Hub Cologne GmbH..................................................................................... 236 d-NRW AöR ............................................................................................................ 239 KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH ........................................................... 242 5. Soziales und Gesundheit ........................................................................................ 246 SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH .......................................................................... 247 Kliniken der Stadt Köln gGmbH .............................................................................. 253 RehaNova Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH .......................................... 260 Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR ................................ 264 Jugendzentren Köln gGmbH................................................................................... 267 6. Kultur, Sport und Erholung ..................................................................................... 270 KölnBäder GmbH ................................................................................................... 271 INHALTSVERZEICHNIS KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft mbH ............................................ 276 ACHTBRÜCKEN GmbH ......................................................................................... 280 Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH .......................................................... 283 AG Zoologischer Garten ......................................................................................... 287 ZOO-Gastronomie GmbH ....................................................................................... 291 Kölner Zoo Shop GmbH ......................................................................................... 294 Kölner Sportstätten GmbH ...................................................................................... 297 eE Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln ...................................................... 300 eE Bühnen der Stadt Köln ...................................................................................... 304 eE Gürzenich-Orchester - Kölner Philharmoniker ................................................... 311 eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln ........................ 315 III. Anhang ......................................................................................................... 318 1. Alphabetisches Verzeichnis der direkten und indirekten Beteiligungen ................... 319 2. Erläuterungen und Begriffsdefinitionen ................................................................... 337 3. Abkürzungsverzeichnis ........................................................................................... 343 ALLGEMEINER TEIL 5 I. Allgemeiner Teil 1. Vorwort Der Beteiligungsbericht 2021 gewährt einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Beteiligungen der Stadt Köln und verdeutlicht, wie die Stadt Köln durch ihre Beteiligun- gen einen positiven Beitrag zur Entwicklung unserer lebendigen, weltoffenen und in- novativen Stadt leistet. Er stellt ein wichtiges Instrument der Transparenz dar, indem er einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Beteiligungen, ihre Ziele, ihre finanzielle Performance, ihren Geschäftsverlauf und ihre strategische Ausrichtung bie- tet. Das vergangene Jahr war von zahlreichen Herausforderungen geprägt, denen wir uns als Stadtgemeinschaft gemeinsam angenommen haben. Die COVID-19- Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen haben die Kölner*innen vor große Aufgaben gestellt. Der Beteiligungsbericht 2021 beleuchtet auch, wie die Beteiligungen der Stadt Köln von der Bewältigung der Pandemie betroffen waren. Dies gilt für kommunale Un- ternehmen im Gesundheitssektor wie z.B. die Kliniken der Stadt Köln gGmbH, im Zuge der gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen des Shutdowns aber auch für Unter- nehmen im Bereich der Ver- und Entsorgung sowie der Kultur und des Sports. Dieser Bericht stellt die finanzielle Entwicklung und Ergebnisse der einzelnen Unter- nehmen dar und verdeutlicht die strategischen Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die Beteiligungen zukunftsfähig aufzustellen. Zudem bietet er Einblicke in die Struktu- ren, die Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivitäten und die erwarteten Ent- wicklungen und Herausforderungen. Eine bedeutende Neuerung in diesem Jahr ist die erstmalige Erstellung des Beteili- gungsberichts mithilfe einer Beteiligungsmanagementsoftware. Die Software automa- tisiert viele der zeitaufwändigen Prozesse der Datenerfassung und -analyse. Diese di- gitale Umstellung in der Berichterstellung trägt nicht nur zur Verbesserung der Daten- qualität bei, sondern ist auch Basis für eine zukünftig zeitnähere Berichtserstellung. Wir möchten allen Mitarbeiterinnen danken, die Tag für Tag dazu beitragen, unsere Beteiligungen erfolgreich zu gestalten. Ebenso möchten wir den Aufsichtsgremien danken, die ihre Expertise und Erfahrung in den Dienst unserer Beteiligungen stellen. Köln, im Oktober 2023 Henriette Reker Prof. Dr. Dörte Diemert Oberbürgermeisterin Stadtkämmerin ALLGEMEINER TEIL 6 2. Aufbau und Umfang des Beteiligungsberichts Kommunale Aufgaben in Beteiligungsunternehmen Die städtischen Beteiligungsgesellschaften und Sondervermögen nehmen eine Viel- zahl kommunaler Aufgaben wahr und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Si- cherstellung der Daseinsvorsorge. Die städtischen Beteiligungen erbringen Leistun- gen in diversen Geschäftsfeldern, die grundsätzlich folgende Aufgaben umfassen: Ver- und Entsorgung - Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser, Wärme und Telekommunikationsdienst- leistungen - Entsorgung, einschließlich der Abfallsammlung, Straßenreinigung und Winterwar- tung sowie Abwasserentsorgung - Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge - Pflege und Unterhaltung Kölner Gewässer - Straßenentwässerung Verkehr - Bedienung des öffentlichen und nicht-öffentlichen Verkehrs - Betrieb von Häfen und Flughäfen Bauen und Wohnen sowie Betreuung städtischer Bauten - Wohnraumversorgung durch Neubau, Kauf, Verkauf, Bewirtschaftung und Ver- mietung von Wohnungen über die städtischen Wohnungsgesellschaften - Bewirtschaftung und Baubetreuung von städtischen Objekten sowie Planung und Ausführung von Gebäudetechnik und Hochbaumaßnahmen aller Art Kultur, Sport und Erholung - Vermietung und Verpachtung von Veranstaltungsstätten zur Durchführung kultu- reller und sonstiger Veranstaltungen - Vorhaltung und Betrieb von Sportstätten, Bädern und einer Eissporteinrichtung - Betrieb von Museen und Zoo - Betrieb von Kunst- und Kultursparten, wie Theater, Tanz und Musik Gesundheitsversorgung und Soziales - Ambulante, vor-, nach-, teil- und vollstationäre Gesundheitsleistungen - Beratung, Unterbringung, Betreuung, Versorgung und Pflege alter, behinderter oder psychisch kranker Menschen sowie anderweitig notleidender oder gefährde- ter Menschen Angebot von Beschäftigungsfördermöglichkeiten - Förderung der Kinder- und Jugendhilfe durch den Betrieb entsprechender Ein- richtungen Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung - Planung, Organisation und Durchführung von Messen und Ausstellungen und an- derer Veranstaltungen zur Förderung von Industrie, Handel und Handwerk im In- und Ausland ALLGEMEINER TEIL 7 - Förderung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Köln und der heimischen Wirtschaft - Innovations- und Gründerförderung, Förderung der Digitalisierung und des Tech- nologietransfers - Durchführung von Stadtentwicklungsprojekten Kernfunktion der städtischen Beteiligungsgesellschaften ist die nachhaltige und zu- verlässige Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung und der regionalen Wirt- schaft mit Dienstleistungen zu sozialverträglichen Preisen. Die Aktivitäten der Unter- nehmen wirken sich aber auch unmittelbar auf den städtischen Haushalt – im We- sentlichen in Form von Gewinnabführungen und Betriebskostenzuschüssen - aus. Chancen und Risiken in den geschäftlichen Aktivitäten der Gesellschaften kommen daher auch im Hinblick auf die städtische Finanzwirtschaft große Bedeutung zu. Über diese Gesellschaften soll im Folgenden berichtet werden. Gesetzliche Grundlagen der Berichterstattung über Beteiligungsunternehmen Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Erstellung eines Beteiligungsberichts haben sich in NRW zum 01.01.2019 geändert. Grundsätzlich maßgeblich sind die §§ 117 Abs. 1 Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) und 53 Kommunalhaushaltsverordnung Nordrhein- Westfalen (KomHVO NRW). Da jedoch nur noch diejenigen Gemeinden, die gem. § 116a GO NRW größenabhängig keinen Gesamtabschluss aufstellen müssen, ei- nen Beteiligungsbericht erstellen müssen, ist die Stadt Köln von der Verpflichtung nach § 117 Abs. 1 GO NRW freigestellt. Wenngleich eine Verpflichtung zur Erstellung für die Stadt Köln entfällt, soll das In- strument dennoch weiterhin genutzt werden, um die interessierte Öffentlichkeit jähr- lich über die Aktivitäten in den städtischen Beteiligungsunternehmen zu informieren. Im allgemeinen Teil werden Übersichtsinformationen zum Gesamtportfolio und seine wesentlichen Veränderungen dargestellt. Die Berichterstattung zu allen direk- ten und ausgewählten indirekten Beteiligungen erfolgt unternehmensindividuell im speziellen Teil dieses Berichtes, wobei der Umfang der Berichterstattung nicht für alle Beteiligungen einheitlich ist. Zu den Beteiligungen wurden sowohl allgemeine In- formationen als auch betriebs- und finanzwirtschaftliche Daten des Berichtsjahres 2021 und der Vorjahre zusammengetragen, die ein Bild der wirtschaftlichen und fi- nanziellen Lage vermitteln. ALLGEMEINER TEIL 8 Umfang der Berichterstattung Die Auswahl der in den Bericht aufgenommenen Unternehmen folgt grundsätzlich nachstehender Systematik: Dabei wurden zunächst all jene Beteiligungsunternehmen berücksichtigt, die unter die Definition einer wirtschaftlichen bzw. nichtwirtschaftlichen Betätigung i.S.d. § 107 Abs. 1,2 GO NRW fallen und an denen die Stadt Köln unmittelbar oder mittelbar über maximal zwei Stufen (die sogenannten Enkelunternehmen) beteiligt ist. Wie bislang auch, werden Unternehmen in privater Rechtsform, Anstalten öffentlichen Rechts, Ei- genbetriebe und eigenbetriebsähnliche Einrichtungen abgebildet. Insgesamt wird bei der Auswahl der Gesellschaften angenommen, dass Unterneh- men, (i.) an denen die Stadt mindestens 25,1 % hält, (ii.) eine Einordnung als großes Unternehmen nach § 267 Abs. 3 HGB erfolgt und (iii.) in deren Aufsichtsgremien die Stadt Köln repräsentiert ist, eine größere Bedeutung für die Erfüllung städtischer Auf- gaben haben, als Beteiligungen, die diese Kriterien nicht erfüllen. Über die Beteili- gungen, die diese Kriterien (kumulativ) erfüllen wird daher umfangreicher, über an- dere Gesellschaften nur eingeschränkt berichtet. Im Beteiligungsbericht nicht berücksichtigt werden indirekte Beteiligungsgesellschaf- ten, an denen die Stadt Köln weniger als 25,1% Anteile hält. Mit Blick auf die besondere strategische oder wirtschaftliche Bedeutung für den je- weiligen Gesellschafter wird zusätzlich über ausgewählte Beteiligungen berichtet, welche eine Stufe unter den Enkelunternehmen sind. Dazu zählen die rhenag Rheini- sche Energie AG, Tochter der RheinEnergie AG (durchgerechneter Anteil Stadt Köln: 33,33 %), die METRONA GmbH, Tochter der BRUNATA-METRONA GmbH (100 %) und die NetAachen GmbH, Tochter der NetCologne Gesellschaft für Telekommunika- tion mbH (84 %). ALLGEMEINER TEIL 9 3. Wesentliche Veränderungen und Aktivitäten im Portfolio Folgende wesentliche Ratsvorlagen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Akti- vitäten der Beteiligungsunternehmen wurden im Berichtsjahr beschlossen und sollen in den Folgejahren umgesetzt werden: Digital Hub Cologne GmbH: Veräußerung der Anteile Mit Wirkung zum 31.12.2021 hat die Stadt alle Anteile am Digital Hub Cologne GmbH veräußert; vorher 33,3%. HTAG Häfen und Transport AG: Abspaltung und Verschmelzung Mit Abspaltungsvertrag vom 16. Dezember 2021 zwischen der HTAG Häfen und Güterverkehr AG, Duisburg, und der HGK Dry Shipping GmbH, Köln, wurde der eigenständige Geschäftsbereich „Schiffsaktivitäten und Befrachtung“ der HTAG mit Rückwirkung zum 1. Januar 2021 auf die HGK Dry Shipping GmbH übertra- gen. Mit Verschmelzungsvertrag vom 16. Dezember 2021 zwischen der HTAG Häfen und Güterverkehr AG, Duisburg, und der NESKA Schiffahrts- und Spediti- onskontor Gesellschaft mbH, Duisburg, wurde die HTAG auf die NESKA ver- schmolzen. Infolge des Abspaltung- und des Verschmelzungsvertrags sind die Anteile an der HTAG vollständig untergegangen. Koelnmesse GmbH: Zuführung in die Kapitalrücklage (Ratsbeschluss v. 23.03.2021) Vor dem Hintergrund der hohen Corona-Verluste hat der Rat der Stadt Köln einer Aufstockung des Eigenkapitals der Koelnmesse GmbH um 120 Mio. Euro zur Fi- nanzierung des Neubaus der sog. Confex-Halle zugestimmt. Der Anteil der Stadt Köln beläuft sich auf 96 Mio. Euro, das Land NRW hat einen Anteil von 24 Mio. Euro übernommen. Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB): Mittelbarer Erwerb der M.K. Fahrzeugser- vice GmbH Die Kölner Verkehrs-Betriebe AG hat mittelbar über die Schilling Omnibus Verkehr GmbH (SOV) die M.K. Fahrzeugservice GmbH erworben und zum 01.01.2021 in die SOV Gruppe integriert. RheinEnergie AG: Erwerb der von der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH an der TankE GmbH gehaltenen Geschäftsanteile Die RheinEnergie AG erwirbt die 20 % Geschäftsanteile an der TankE GmbH von der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH. RheinEnergie AG: Vollerwerb der RheinEnergie Express GmbH und Verschmel- zung auf die RheinEnergie AG Die RheinEnergie AG erwirbt die Anteile der Beteiligungsgesellschaften Agger- Energie GmbH (4,0 %), BELKAW GmbH (4,0 %), GVG Rhein-Erft GmbH (3,0 %), energieversorgung Dormagen GmbH (1,0 %) und Stadtwerke Leichlingen GmbH (0,2 %) an der RheinEnergie Express GmbH. Dies erfolgt um die RheinEnergie Express GmbH (REX) auf die RheinEnergie zu verschmelzen, die Kunden der REX zur RheinEnergie zu übertragen, um organisatorische Abläufe zu vereinfa- chen und – damit einhergehend – Kosten zu reduzieren. Der Beschluss des Ra- tes erfolgte am 09.11.2021, die Umsetzung jedoch erst im Laufe des Jahres 2022. ALLGEMEINER TEIL 10 Stadtentwässerungsbetriebe Köln: Beteiligung an der KLAR GmbH Die zu gründende Gesellschaft KLAR GmbH soll am Standort Köln-Merkenich eine Aufbereitungsanlage für Klärschlämme planen, errichten und betreiben. Un- mittelbare Gesellschafter werden neben der StEB Köln, die Stadt Bonn sein sowie eine Poolgesellschaft, in der sich kleinere Städte und Umlandgemeinden zusam- mengeschlossen haben. ALLGEMEINER TEIL 11 4. Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Stadt Köln im Berichtsjahr Anteilserwerbe Anteilserwerb an Anteilserwerb durch Anteil alt Anteil neu M.K. Fahrzeugservice GmbH KVB mittelbar über SOV 0% 51% Anteilserwerb an Anteilserwerb durch Anteil alt Anteil neu RheinEnergie Express GmbH RheinEnergie AG 87,8% 100% Anteilserwerb an Anteilserwerb durch Anteil alt Anteil neu TankE GmbH RheinEnergie AG 80% 100% Anteilsveräußerungen Anteilsveräußerung an Anteilsveräußerung durch Anteil alt Anteil neu Mediengründerzentrum NRW Stadt Köln 50% 25,1% Anteilsveräußerung an Anteilsveräußerung durch Anteil alt Anteil neu Digital Hub Stadt Köln 33,3% 0% Anteilsveräußerung an Anteilsveräußerung durch Anteil alt Anteil neu HTAG HGK 100% 0% ALLGEMEINER TEIL 12 5. Wesentliche mittelbare und unmittelbare Beteiligungen der Stadt Köln ALLGEMEINER TEIL 13 ALLGEMEINER TEIL 14 ALLGEMEINER TEIL 15 6. Darstellung ausgewählter Kennzahlen wesentlicher Beteiligungen Unternehmen Beschäftigte Auszubildende Bilanzsumme (T€) Umsatzerlöse (T€) 2020 2021 2020 2021 2020 2021 2020 2021 Ver- und Entsorgung Stadtwerke Köln GmbH 146 145 2 2 1.411.003 2.156.943 26.669 28.115 AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH 1.666 1.663 54 54 140.553 143.673 176.269 188.451 AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 223 0 8 8 109.165 123.712 107.702 111.859 GEW Köln AG 0 0 0 0 1.012.549 1.053.477 - - RheinEnergie AG 2.773 2.713 77 82 2.015.965 2.120.169 2.468.382 2.516.914 Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR 637 639 27 30 1.854.165 1.833.023 212.986 213.724 eE Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln 0 - 0 - 12.310 - 237.122 - Verkehr Kölner Verkehrs-Betriebe AG 3.885 4.047 184 195 1.031.668 1.009.014 250.756 251.027 Regionalverkehr Köln GmbH 832 874 0 25 74.005 93.310 44.260 44.384 Häfen und Güterverkehr Köln AG 548 556 22 25 497.207 483.059 71.241 74.674 HGK Shipping GmbH 288 33 0 4 196.575 229.229 3.204 5.140 NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 182 255 0 16 69.367 89.331 41.999 53.914 Flughafen Köln/Bonn GmbH 1.717 1.703 44 36 757.196 805.614 208.358 246.306 Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten GAG Immobilien AG 560 586 18 15 2.238.847 2.356.139 239.677 240.229 Grund und Boden GmbH 0 0 0 0 808.956 806.414 145.385 145.899 eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 708 705 0 0 2.276.283 2.500.760 341.377 357.527 Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH 4 6 0 0 326 277 0 0 Koelnmesse GmbH 676 651 20 18 353.227 387.373 75.422 98.680 KölnTourismus GmbH 90 81 4 2 8.156 8.222 1.531 1.351 Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH 256 256 7 7 2.143 2.276 6.473 6.339 ALLGEMEINER TEIL 16 Unternehmen Beschäftigte Auszubildende Bilanzsumme (T€) Umsatzerlöse (T€) 2020 2021 2020 2021 2020 2021 2020 2021 Ver- und Entsorgung RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH 8 8 0 0 1.684 1.630 681 719 BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG 5 6 0 0 37.441 37.624 4.498 4.821 BioCampus Cologne Management GmbH 0 0 0 0 312 186 0 237 Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH 23 26 0 0 180.316 226.868 11.323 16.537 Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 0 0 0 0 26.844 15.493 13.325 8.336 KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH 48 71 0 0 20.471 19.046 137 519 Soziales und Gesundheit SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 1.551 1.610 134 175 192.364 200.881 108.609 112.494 Kliniken der Stadt Köln gGmbH 4.470 4.574 259 279 495.488 580.022 383.666 378.405 Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR 86 84 1 0 33.216 34.812 9.761 10.618 Jugendzentren Köln gGmbH 533 342 0 0 3.881 3.865 13.177 13.673 Kultur, Sport und Erholung KölnBäder GmbH 305 283 14 8 87.953 85.021 9.834 8.713 KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft mbH 59 60 3 3 8.554 9.946 4.762 3.910 ACHTBRÜCKEN GmbH 4 4 0 0 533 565 42 46 Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH 12 12 0 0 420 383 1.066 1.192 AG Zoologischer Garten 157 165 12 12 43.532 44.225 14.127 17.044 Kölner Sportstätten GmbH 33 32 0 0 105.889 102.285 13.716 9.830 eE Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln 0 0 0 0 324.825 417.665 2.989 3.096 eE Bühnen der Stadt Köln 788 799 19 20 449.476 578.183 4.538 759 eE Gürzenich-Orchester - Kölner Philharmoniker 146 157 2 11 14.102 15.648 8.223 6.843 eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln 21 - 0 - 692.818 - 1.063 - ALLGEMEINER TEIL 17 Unternehmen Unternehmensergebnis Eigenkapital (T€) Anlagevermögen (T€) Verbindlichkeiten (T€) 2020 2021 2020 2021 2020 2021 2020 2021 Ver- und Entsorgung Stadtwerke Köln GmbH 67.515 72.731 718.908 741.239 865.971 859.286 594.846 1.310.701 AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH 13.373 29.198 20.926 31.726 121.984 108.308 53.709 44.947 AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 19.302 20.161 54.764 55.623 82.114 79.818 41.847 52.801 GEW Köln AG 169.157 201.163 789.590 789.590 836.529 865.274 222.707 263.634 RheinEnergie AG 170.098 172.726 914.418 924.418 1.290.572 1.339.543 416.609 459.272 Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR 23.671 26.579 801.344 803.123 1.848.638 1.826.478 689.342 662.279 eE Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln 3.238 - 2.693 - - - 6.556 - Verkehr Kölner Verkehrs-Betriebe AG -109.925 -144.949 365.775 384.451 875.498 866.306 440.392 413.600 Regionalverkehr Köln GmbH -942 -1.477 9.789 10.309 62.541 77.330 47.174 61.729 Häfen und Güterverkehr Köln AG 10.258 10.504 108.799 112.099 472.346 456.246 308.650 309.058 HGK Shipping GmbH 3.230 15.805 3.231 11.781 165.022 164.848 187.069 210.900 NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH -300 -3.342 3.075 11.193 35.319 48.614 59.113 64.062 Flughafen Köln/Bonn GmbH -31.100 -14.524 228.490 288.523 713.103 680.172 375.927 368.088 Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten GAG Immobilien AG 49.765 37.399 607.603 636.911 2.104.625 2.189.844 1.518.334 1.591.658 Grund und Boden GmbH 18.962 13.956 139.367 139.367 764.083 761.183 656.512 655.187 eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 0 0 182.731 183.572 2.120.077 2.391.297 1.495.005 1.717.152 Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH 136 0 173 173 6 3 23 58 Koelnmesse GmbH -98.608 -76.205 147.559 191.354 325.780 333.558 139.007 148.713 KölnTourismus GmbH -5.110 -6.642 4.455 4.484 5.811 5.786 3.262 3.282 Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH 97 345 53 398 468 383 1.548 1.362 RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH 32 -5 1.449 1.443 1.583 1.546 180 158 BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG -48 609 28.755 29.363 36.304 35.532 8.518 8.179 ALLGEMEINER TEIL 18 Unternehmen Unternehmensergebnis Eigenkapital (T€) Anlagevermögen (T€) Verbindlichkeiten (T€) 2020 2021 2020 2021 2020 2021 2020 2021 BioCampus Cologne Management GmbH 1 -1 35 34 0 0 265 120 Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH 1.699 3.682 19.457 23.313 1.858 1.772 149.028 190.449 Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 4.553 1.411 7.689 9.100 0 0 14.188 1.723 KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH -9.373 -11.498 12.577 13.386 1.207 1.063 5.105 2.772 Soziales und Gesundheit SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 582 1.130 65.656 66.786 117.250 116.382 66.587 74.079 Kliniken der Stadt Köln gGmbH -48.573 -53.207 0 0 184.485 202.719 319.152 383.400 Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR -709 196 2.548 2.745 19.125 18.280 10.513 9.755 Jugendzentren Köln gGmbH 7 -155 961 806 1.746 1.679 752 735 Kultur, Sport und Erholung KölnBäder GmbH -20.898 -20.400 35.302 35.302 86.595 82.528 48.211 43.685 KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft mbH -5.428 -6.634 3.212 2.275 2.454 2.690 3.953 6.228 ACHTBRÜCKEN GmbH -228 -421 465 494 0 0 42 39 Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH 38 125 97 222 22 16 106 59 AG Zoologischer Garten -2.077 2.051 23.318 26.372 39.858 42.168 16.228 15.273 Kölner Sportstätten GmbH -5.684 -5.160 34.937 35.247 99.878 96.876 67.610 61.357 eE Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln -2.643 -2.511 166.748 167.313 324.776 417.217 156.778 249.488 eE Bühnen der Stadt Köln 4.661 2.725 10.487 13.212 428.017 468.629 390.567 526.419 eE Gürzenich-Orchester - Kölner Philharmoniker 2.363 3.061 5.758 8.819 860 850 166 655 eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln -297 - 87.075 - 684.609 - 1.238 - ALLGEMEINER TEIL 19 Unternehmen Investitionen SAV (T€) Personalaufwand (T€) Gesamtaufwand (T€) 2020 2021 2020 2021 2020 2021 Ver- und Entsorgung Stadtwerke Köln GmbH 710 3 14.366 15.720 51.644 60.748 AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH 38.956 5.854 107.381 105.895 167.014 173.285 AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 9.297 5.837 18.622 18.555 97.693 100.911 GEW Köln AG 0 0 71 71 6.834 8.234 RheinEnergie AG 99.490 79.841 270.007 270.927 2.514.749 2.445.007 Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR 53.270 56.279 60.200 59.344 209.166 206.864 eE Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln 0 - 0 - 233.884 - Verkehr Kölner Verkehrs-Betriebe AG 161.125 95.959 234.357 253.728 471.913 519.421 Regionalverkehr Köln GmbH 19.644 22.752 38.730 40.811 78.429 86.811 Häfen und Güterverkehr Köln AG 46.603 17.362 48.273 48.754 86.022 89.283 HGK Shipping GmbH 3.460 56 1.164 3.051 3.348 11.717 NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 1.636 14.595 9.864 14.941 50.512 68.365 Flughafen Köln/Bonn GmbH 23.675 14.277 111.106 119.935 255.672 271.028 Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten GAG Immobilien AG 128.633 131.937 45.731 50.732 232.878 243.866 Grund und Boden GmbH 11.818 21.473 169 153 133.328 140.331 eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 271.883 308.994 46.505 48.213 369.140 387.145 Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH 7 7 268 363 636 749 Koelnmesse GmbH 103.435 32.918 43.626 46.874 182.258 199.708 KölnTourismus GmbH 17.866 176.019 4.179 3.955 7.141 8.237 Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH 197.365 77.082 8.511 8.244 10.700 10.267 RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH 1 49 321 274 775 793 BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG 28 257 398 447 4.705 4.307 BioCampus Cologne Management GmbH 0 0 67 204 86 248 ALLGEMEINER TEIL 20 Unternehmen Investitionen SAV (T€) Personalaufwand (T€) Gesamtaufwand (T€) 2020 2021 2020 2021 2020 2021 Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH 237 117 3.088 3.379 32.025 26.231 Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 0 0 0 0 4.162 1.995 KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH 356 92 5.010 5.822 9.956 12.435 Soziales und Gesundheit SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 6.864 8.267 76.097 78.741 125.438 133.369 Kliniken der Stadt Köln gGmbH 16.658 23.624 256.849 267.436 444.399 455.130 Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR 446 412 5.865 5.685 11.684 11.685 Jugendzentren Köln gGmbH 196.986 156 9.841 10.581 13.479 14.223 Kultur, Sport und Erholung KölnBäder GmbH 2 561 14.063 12.585 31.574 30.613 KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft mbH 756 515 5.178 4.765 12.133 11.307 ACHTBRÜCKEN GmbH 0 0 207 233 571 1.136 Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH 5 2 493 520 1.046 1.163 AG Zoologischer Garten 1.038 4.317 9.402 9.074 19.645 18.827 Kölner Sportstätten GmbH 3.372 2.881 2.127 2.282 19.605 15.753 eE Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln 700 1.065 0 0 9.623 8.834 eE Bühnen der Stadt Köln 39.166 49.897 47.695 43.913 82.261 90.548 eE Gürzenich-Orchester - Kölner Philharmoniker 129 106 13.983 13.821 19.031 17.987 eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln 87 - 1.769 - 6.380 - ALLGEMEINER TEIL 21 Frauenquoten in den wesentlichen Beteiligungen der Stadt Köln Unternehmen Geschäftsfüh- rung / Vorstand / Betriebsleitung1 Quote Aufsichtsrat / Verwaltungsrat2 Quote 1.Führungsebene Quote 2. Führungs- ebene Quote Ver- und Entsorgung Stadtwerke Köln GmbH 33,3 % 23,8 % 30,0% 30,0% AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH 0,0 % 46,7 % 27,0% 39,0% AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 0,0 % 31,3 % 0,0% 33,3% GEW Köln AG 66,7 % 40,0 % - - RheinEnergie AG 50,0 % 40,0 % 0,0% 25,0% Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR 100,0 % 50,0 % 42,0% 12,0% eE Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln 0,0 % 53,8 % - - Verkehr Kölner Verkehrs-Betriebe AG 25,0 % 25,0 % 15,8% 29,2% Regionalverkehr Köln GmbH 0,0 % 8,3 % - - Häfen und Güterverkehr Köln AG 0,0 % 20,0 % 16,7% 19,0% HGK Shipping GmbH 0,0 % - 0,0% 20,0% NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 0,0 % - 0,0% 0,0% Flughafen Köln/Bonn GmbH 0,0 % 26,7 % 11,1% 18,9% Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten GAG Immobilien AG 100,0 % 46,7 % 0,0% 34,6% Grund und Boden GmbH 100,0 % - - - eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 33,3 % 61,5 % 57,0% 35,0% Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH 0,0 % - 100,0% 0,0% 1 Bei GmbH & Co. KG wird die Geschäftsführung durch die dazugehörige Komplementär-GmbH wahrgenommen, so dass hier keine Frauenquote dargestellt werden kann. 2 Verschiedene GmbH verfügen über keinen Aufsichtsrat, so dass hier keine Frauenquote dargestellt werden kann. ALLGEMEINER TEIL 22 Unternehmen Geschäftsfüh- rung / Vorstand / Betriebsleitung1 Quote Aufsichtsrat / Verwaltungsrat2 Quote 1.Führungsebene Quote 2. Führungs- ebene Quote Koelnmesse GmbH 0,0 % 42,9 % 15,8% 39,5% KölnTourismus GmbH 0,0 % 33,3 % 66,7% 50,0% Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH 0,0 % 41,7 % 16,0% 20,0% RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH 0,0 % - 100,0% 0,0% BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG 50,0 % - 0,0% 0,0% BioCampus Cologne Management GmbH 50,0 % - 0,0% 0,0% Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH 0,0 % 28,6 % 0,0% - Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 0,0 % - - KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH 0,0 % 40,0 % 25,0% - Soziales und Gesundheit SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 100,0 % 41,7 % 70,6% 53,5% Kliniken der Stadt Köln gGmbH 0,0 % 33,3 % 33,3% 30,0% Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR 50,0 % 35,7 % 100,0% 100,0% Jugendzentren Köln gGmbH 100,0 % 44,4 % 100,0% 67,0% Kultur, Sport und Erholung KölnBäder GmbH 50,0 % 6,7 % 0,0% 43,0% KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft mbH 0,0 % 42,9 % 0,0% 50,0% ACHTBRÜCKEN GmbH 0,0 % 42,9 % - - Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH 0,0 % 50,0 % 0,0% - AG Zoologischer Garten 0,0 % 44,4 % 100,0% 27,3% Kölner Sportstätten GmbH 0,0 % 15,4 % 50,0% - eE Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln 50,0 % 30,8 % 0,0% 0,0% eE Bühnen der Stadt Köln 25,0 % 46,2 % 25,0% 34,0% eE Gürzenich-Orchester - Kölner Philharmoniker 0,0 % 46,2 % 0,0% 24,0% eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln 50,0 % 55,6 % - - ALLGEMEINER TEIL 23 7. Finanzbeziehungen zwischen Stadt und Beteiligungsunternehmen Beteiligung Art der Finanzbeziehung2019(T€)2020(T€)2021(T€)ACHTBRÜCKENBetriebskostenzuschuss-450 -450 -450AG ZooBetriebskostenzuschuss-3.545 -5.026 -5.026Investitionszuschuss-138 -138 -138Akademie der Künste der Welt/KölnBetriebskostenzuschuss-850 -900 -1.000BioCampus CologneBetriebskostenzuschuss-1.000 -500 0CVUA AöRSonstiges-2.026 -2.034 -2.237Digital Hub Cologne GmbHBetriebskostenzuschuss-100 -100 -100e.E. Bühnen der Stadt KölnBetriebskostenzuschuss-70.360 -74.935 -80.663e.E. Gebäudewirtschaft der Stadt KölnBetriebskostenzuschuss-1.200 -1.200 -13.611Ergebnisausgleich7.710 568 2.573e.E. Gürzenich-OrchesterBetriebskostenzuschuss-10.791 -11.648 -12.010e.E. Veranstaltungszentrum der Stadt KölnBetriebskostenzuschuss-3.000 -2.300 -2.300e.E. Wallraf-Richartz-MuseumBetriebskostenzuschuss-3.930 -4.251 0GAG Immobilien AGEntgelt aus Wertpapierleihe70 70 70Gewinnausschüttung7.301 7.301 7.301Investitionszuschuss-3.270 -3.270 -3.270Grund und Boden GmbHGewinnausschüttung2.432 5.251 4.463Sonstige Zuschüsse-88 -81 -76GWG Rhein-ErftGewinnausschüttung5 5 5Konzessionsabgabe217 205 182Jugendzentren Köln gGmbHBetriebskostenzuschuss-4.671 -4.746 -4.822Investitionszuschuss-43 -43 -43Koelnmesse GmbHFinanzmittelfzufluss aus Liquiditätsverbund Stadt Köln0 0 12.000KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbHBetriebskostenzuschuss-9.913 -9.540 -9.869Investitionszuschuss-1.135 -681 -189Kölner Sportstätten GmbHBetriebskostenzuschuss-3.500 -6.600 -5.470Investitionszuschuss0 0 -1.200KölnMusik GmbHBetriebskostenzuschuss-5.284 -5.650 -6.634KölnTourismus GmbHBetriebskostenzuschuss-4.755 -4.085 -6.671Mediengründerzentrum NRW GmbHBetriebskostenzuschuss-200 -200 -50Moderne Stadt GmbHGewinnausschüttung1.456 1.025 833Investitionszuschuss-3.570 -3.570 -3.570RheinEnergie AGKonzessionsabgabe68.458 67.612 71.280RTZ GmbHBetriebskostenzuschuss-134 -120 -50RVK GmbHVerlustausgleich-180 -179 -240SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbHInvestitionszuschuss-3.654 -3.830 -4.510SRS GmbH i.L.Verlustausgleich-98 -14 -77Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöRGewinnausschüttung18.301 28.621 24.801Stadtwerke Köln GmbHGewinnausschüttung48.300 48.800 50.400Werbenutzungsentgelt4.342 4.650 3.602 ALLGEMEINER TEIL 24 -80.663-12.010-11.038-10.058-6.671-6.670-6.634-5.164-4.865-4.510-2.737-2.300-2.237-1.000-450-240-100-77-50-504.1004.3885.64212.00024.80154.00271.280 -100.000 -80.000 -60.000 -40.000 -20.000 0 20.000 40.000 60.000 80.000e.E. Bühnen der Stadt Kölne.E. Gürzenich-Orchestere.E. Gebäudewirtschaft der Stadt KölnKölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbHKölnTourismus GmbHKölner Sportstätten GmbHKölnMusik GmbHAG ZooJugendzentren Köln gGmbHSBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbHModerne Stadt GmbHe.E. Veranstaltungszentrum der Stadt KölnCVUA AöRAkademie der Künste der Welt/KölnACHTBRÜCKENRVK GmbHDigital Hub Cologne GmbHSRS GmbH i.L.Mediengründerzentrum NRW GmbHRTZ GmbHGAG Immobilien AGGrund und Boden GmbHGWG Rhein-ErftKoelnmesse GmbHStadtentwässerungsbetriebe Köln, AöRStadtwerke Köln GmbHRheinEnergie AGFinanzwirtschaftliche Beziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2021: Nettozahler / -empfänger (in T€) 25 SPEZIELLER TEIL 26 II. Spezieller Teil – Übersicht wesentlicher Beteiligungen Die Darstellung der Bilanzen und der Gewinn- und Verlustrechnungen kann Run- dungsdifferenzen enthalten. Im Einzelfall können sich aufgrund dieser Rundungsdif- ferenzen auch Abweichungen zu den in den Lageberichten ausgewiesenen Werten ergeben. Die Informationen für den Beteiligungsbericht über die wesentlichen Fi- nanz- und Leistungsbeziehungen der Beteiligungen untereinander und mit der Stadt Köln beruhen auf Angaben der jeweiligen Gesellschaft. Durch unternehmensspezifi- sche Buchungssystematiken können die gemeldeten Zahlen voneinander abweichen und sind in diesen Fällen nicht abstimmbar. SPEZIELLER TEIL 27 1. Ver- und Entsorgung STADTWERKE KÖLN GMBH 28 STADT WERKE KÖLN GMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Parkgürtel 24 50823 Köln Kontakt 0221 1780 www.stadtwerkekoeln.de Gründungsdatum 15.11.1960 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 185.550.000 € Gesellschafter Stadt Köln 100,00% Tochterunternehmen AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH 100,00% Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH 100,00% GEW Köln AG 90,00% Kölner Verkehrs-Betriebe AG 90,00% KölnBäder GmbH 74,00% Häfen und Güterverkehr Köln AG 54,51% Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH 51,00% Radio Köln GmbH & Co. KG 25,00% modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH 25,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Unternehmensgegenstand der Stadtwerke Köln GmbH als Konzernholding der Stadt Köln ist die Gewährleistung, Unterstützung und Förderung von Aufgaben und Vorha- ben im Bereich der Kommunalwirtschaft durch die Beteiligung an Gesellschaften mit folgenden Geschäftsfeldern: - Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, Handel mit Energie und ener- gienahen Produkten, - Betrieb von Telekommunikationsnetzen einschließlich Telekommunikationsdienst- leistungen, - Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung von Wissenschaft, For- schung, Erziehung, Bildung, Kultur und Familie, STADTWERKE KÖLN GMBH 29 - Bedienung und Betrieb des öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrs, einschließ- lich des Eisenbahn- und Rheinfährverkehrs, - Betrieb von Häfen, - Durchführung von Aufgaben der Entsorgung, einschließlich der Abfallsammlung, Straßenreinigung und Winterwartung sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung, - Entwicklung und Förderung von Liegenschaften, insbesondere eigener sowie derje- nigen von konzernverbundenen Unternehmen und der Stadt Köln, - Wohnraumversorgung, insbesondere die Errichtung und Bewirtschaftung von Dienst- und Werksmietwohnungen, - Werbung und Gewährleistung der Durchführung des lokalen Hörfunks, - Betrieb von Sporteinrichtungen, insbesondere von Bädern und einer Eissporteinrichtung im Stadtgebiet Köln. sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Leistungen. Die Gesellschaft über- nimmt dabei Aufgaben des Beteiligungsmanagements und -controllings und erbringt zentrale Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungsunternehmen (z.B. Betriebs- ähnlicher Dienst, Cash-Management, Immobilien- und Versicherungsmanagement, Konzernrevision, rechtliche und steuerliche Beratung, Betreuung der Gremien und Anstellungsverhältnisse, Personaldienstleistungen einschl. Beihilfe). ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Dr. Dieter Steinkamp Vorsitzende*r Frau Stefanie Haaks Herr Timo von Lepel STADTWERKE KÖLN GMBH 30 Aufsichtsrat Frau Anne Lütkes Vorsitzende*r Herr Marco Steinborn stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Michael Auer (ab 01.03.2021) Frau Frauke Bendokat Herr Jörg Detjen (MdR) Herr Dr. Ralph Elster (MdR) Herr Detlef Friesenhahn (ab 01.10.2021) Herr Markus Fürst-Reichelt Herr Lino Hammer (MdR) Herr Mike Homann (MdR) Herr Christian Joisten (MdR) Herr Daniel Kolle Herr Holger Leonhard Herr Gaetano Magliarisi Frau Christiane Martin (MdR) Herr Andreas Mathes Herr Frank Michael Munkler Frau Stefanie Mägdefrau (ab 01.01.2021) Herr Dr. Jens-Albert Oppel (ab 01.01.2021, bis 29.11.2021) Herr Bernd Petelkau (MdR) Frau Henriette Reker (OB) Herr Ralph Sterck (MdR) Herr Matthias Stoller (bis 29.09.2021) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Gewinnausschüttung (brutto) 50.400 - Werbenutzungsentgelt 3.602 STADTWERKE KÖLN GMBH 31 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 693.418 865.971 859.286 Immaterielle Vermögensgegenstände 97 60 30 Sachanlagen 32 706 3.056 Finanzanlagen 693.289 865.205 856.200 Umlaufvermögen 468.036 545.014 1.297.162 Vorräte 21 165 125 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 360.505 316.037 672.027 Kasse, Bankguthaben, Schecks 107.510 228.812 625.010 Rechnungsabgrenzungsposten 23 18 495 Bilanzsumme 1.161.477 1.411.003 2.156.943 Passiva Eigenkapital 700.193 718.908 741.239 Gezeichnetes Kapital 185.550 185.550 185.550 Kapitalrücklage 203.068 203.068 203.068 Gewinnrücklagen 262.775 279.890 332.621 Bilanzergebnis 48.800 50.400 20.000 Rückstellungen 86.081 97.227 105.003 Verbindlichkeiten 375.203 594.846 1.310.701 Rechnungsabgrenzungsposten 0 22 0 Bilanzsumme 1.161.477 1.411.003 2.156.943 STADTWERKE KÖLN GMBH 32 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 18.050 26.669 28.115 Bestandsveränderungen 0 152 -38 Sonstige betriebliche Erträge 27.636 17.192 26.153 Gesamtleistung 45.686 44.013 54.230 Personalaufwand 14.494 14.366 15.720 Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.624 11.834 13.844 EBITDA 19.568 17.813 24.666 Abschreibungen 55 49 66 Erträge aus Beteiligungen 10.357 10.276 10.682 Erträge aus Gewinnabführung 188.137 192.431 229.707 Aufwendungen aus Verlustübernahme 119.345 130.822 165.349 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 443 498 2.932 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.345 2.763 1.277 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.837 1.608 2.276 Steuern vom Einkommen und Ertrag 24.690 22.760 27.233 Sonstige Steuern 958 1.027 1.609 Jahresergebnis 73.965 67.515 72.731 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 59,7 61,4 39,8 Abschreibungsquote (in %) 42,6 6,4 2,1 Investitionen (T€) 3 177.113 6 Investitionsquote (in %) 0,0 20,5 0,0 Eigenkapitalquote (in %) 60,3 51,0 34,4 Pensionsrückstellungen (T€) 12.681 12.562 12.672 Kreditverbindlichkeiten (T€) 77.293 111.341 292.244 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 6,7 4,9 3,5 EBIT (T€) 19.513 17.764 24.600 EBITDA (T€) 19.568 17.813 24.666 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 145 146 145 STADTWERKE KÖLN GMBH 33 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt fiel im Jahr 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um 2,9 % höher aus. Nachdem die Wirtschaftsleistung im vergangenen Sommer trotz zunehmender Liefer- und Ma- terialengpässe wieder gewachsen war, wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaß- nahmen zum Jahresende gestoppt. Die Verbraucherpreise in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbrau- cherpreisindex (VPI) – stiegen im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,1 % gegenüber 2020 an. Die Preisentwicklung 2021 resultiert aus niedrigen Preisen im Jahr 2020 (unter anderem Senkung der Mehrwertsteuersätze, Preisverfall Mineralölprodukte), zunehmend aber auch aus krisenbedingten Effekten, wie Lieferengpässen und die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen. Im Dezember 2021 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundes- amtes rund 45,3 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Die Zahl der Erwerbstätigen liegt gleichwohl weiter unter dem Vorkri- senniveau. Die Erwerbslosenquote lag bei 2,9 % (Dezember 2020: 3,7 %). Der Energieverbrauch in Deutschland ist im Berichtsjahr nach Zahlen der AG Ener- giebilanzen e.V. gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % auf 416,1 Mio. Tonnen Steinkohle- neinheiten (Mio. t SKE) gestiegen. Damit hat sich der Verbrauch gegenüber dem coronabedingten Rückgang im Vorjahr wieder leicht erholt, liegt aber immer noch rund 5 % unter dem Wert von 2019. Verbrauchssteigernd wirkten die wirtschaftliche Erholung und die im Vergleich zum Vorjahr kühlere Witterung. Der Anstieg der ener- giebedingten CO2-Emissionen wird im Jahr 2021 voraussichtlich bei 4 % oder etwa 25 Mio. Tonnen liegen. Neben dem höheren Energieverbrauch ist hierfür auch ein leichter Rückgang des Anteils der erneuerbaren Energien auf 16,1 % am Gesamtver- brauch (Vorjahr 16,5 %) verantwortlich. Während im Jahr 2020 die Nachfrage nach Strom, Erdgas und Steinkohle aufgrund der Corona-Pandemie eingebrochen war und zu einem Preisrückgang führte, zeichnete sich das Jahr 2021 mit einer wiederer- starkenden Weltwirtschaft durch sprunghaft ansteigende Brennstoff- und Strompreise aus. Haupttreiber war der kältere Winter 2020/21 mit höheren Verbräuchen aus den europäischen Gasspeichern, deren Füllstände aufgrund angespannter Marktbedin- gungen auf einem unterdurchschnittlichen Niveau lagen. Zusätzlich wirkten sich die höhere Nachfrage auf den asiatischen Märkten nach Flüssigerdgas, Engpässe in den globalen Lieferketten und geringere Importe von Erdgas nach Europa negativ auf das Preisgefüge aus. Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Beschränkungen haben die Unter- nehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Schienenpersonen- STADTWERKE KÖLN GMBH 34 nahverkehrs (SPNV) im Jahr 2021 erneut hart getroffen. Die Fahrgastzahlen im deut- schen Öffentlichen Personennahverkehr liegen weit hinter dem Niveau vor der Corona- Pandemie zurück. Analog zum Vorjahr haben Bund und Länder im Ge- schäftsjahr nochmals einen „ÖPNV-Rettungsschirm“ bereitgestellt und somit größere und nachhaltige wirtschaftliche Schäden für die Branche verhindert. Geschäftsverlauf Die SWK erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 72,7 Mio. €, dies be- deutet eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (67,5 Mio. €) um 8 % oder 5,2 Mio. €. Die Ergebnisabführung der GEW an die SWK steigerte sich im Berichts- jahr um 32,0 Mio. € auf 201,2 Mio. €. Maßgeblich für die Verbesserung war eine Zu- schreibung auf den Beteiligungsbuchwert der NetCologne. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen auf den Energiemärkten stieg die Ergebnisabführung der RheinEnergie an die GEW um 2,3 Mio. € auf 134,6 Mio. €. Die Verlustübernahme ge- genüber der KVB stieg gegenüber dem Vorjahr um 35,0 Mio. € auf 144,9 Mio. €. Die Umsatzerlöse blieben im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der anhaltenden Corona- Einschränkungen auf niedrigem Niveau. Den enthaltenen Zuwendungen aus dem „ÖPNV-Rettungsschirm“ standen erneut gestiegene Kosten für die Instandhaltung der Stadtbahnen und Fahrwege gegenüber. Die Ergebnisabführung der HGK lag mit 10,1 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert (9,9 Mio. €). Einen besonders positiven Er- gebnisbeitrag leisteten dabei die im Jahr 2020 erworbenen Shipping-Gesellschaften, während die übrigen Beteiligungen zum Teil ihre Ergebnisse aus dem Vorjahr nicht erreichen konnten. Die Ergebnisabführung der AWB lag mit 18,4 Mio. € wegen der höheren Verwertungserlöse für Altpapier deutlich über dem Wert des Vorjahres (13,4 Mio. €). Auch die phasenverschobene Ausschüttung der AVG fiel mit 9,7 Mio. € um 0,6 Mio. € höher aus. Auf der Ebene der SWK beeinflussten periodenfremde Er- träge und geringere Verwaltungskosten den Jahresüberschuss der Gesellschaft posi- tiv. Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres sollen rund 52,7 Mio. € in die Ge- winnrücklagen eingestellt werden. Der Bilanzgewinn von 20 Mio. € soll an die Gesell- schafterin Stadt Köln ausgeschüttet werden. Der Jahresüberschuss des Konzerns im Jahr 2021 beträgt 101,4 Mio. €; dies sind 35,0 Mio. € oder 53 % mehr als im Vorjahr. Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen für den Stadtwerke Köln Konzern war für 2021 lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis prognostiziert worden. Der starke Anstieg des Konzernjahresüberschusses gegen- über dem Vorjahr betrifft im Wesentlichen die Geschäftsfelder Energie und Wasser, Hafenumschlag und Güterverkehr, Telekommunikation sowie Abfallentsorgung und - verwertung. Im Geschäftsfeld Öffentlicher Personennahverkehr waren dagegen Er- gebniseinbußen zu verzeichnen. STADTWERKE KÖLN GMBH 35 Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Unter Berücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs- und Minimierungsmaß- nahmen sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand eines Konzernun- ternehmens oder des Konzerns gefährden. Derartige Risiken sind aus heutiger Sicht auch für die absehbare Zukunft nicht zu erkennen. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die SWK GmbH plant für das Jahr 2022 einen Jahresüberschuss von 27,6 Mio. €, der damit 45,1 Mio. € unter dem Jahresergebnis 2021 in Höhe von 72,7 Mio. € liegen wird. Der massive Ergebnisrückgang resultiert in erster Linie aus dem Entfall der po- sitiven Sondereffekte im Jahr 2021 sowie den höheren Gewinnabführungen der RheinEnergie und der AWB. Zudem belasten die Auswirkungen der Corona-Pande- mie weiterhin das Ergebnis der KVB. Den geringeren Fahrgelderlösen steht, anders als im Jahr 2021, bislang keine staatliche Unterstützung, zum Beispiel in Form eines „ÖPNV-Rettungsschirms“, gegenüber. Der geplante Jahresüberschuss für 2022 soll in voller Höhe an die Gesellschafterin Stadt Köln ausgeschüttet werden. Der Stadtwerke Köln Konzern plant für das Jahr 2022 Umsatzerlöse, die wiederum deutlich mehr als 6 Mrd. € betragen sollen. Die Investitionsplanung sieht für 2022 ein nahezu in allen Geschäftsfeldern weiterhin hohes Investitionsvolumen von mehr als 400 Mio. € vor, wobei die Investitionsschwerpunkte nach wie vor in den Geschäftsfel- dern Energie und Wasser, Öffentlicher Personennahverkehr sowie Hafenumschlag und Güterverkehr liegen werden. Der Konzernjahresüberschuss wird sich in einer Bandbreite zwischen 30 und 40 Mio. € bewegen. Bedingt durch den Ukraine-Krieg und die weiter anhaltende Corona-Pandemie ist die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 mit einer hohen Unsicherheit behaftet. AWB ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB KÖLN GMBH 36 AWB ABFALLWIRTSCH AFT SBETRIEB KÖLN GMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Maarweg 271 50825 Köln Kontakt 0221 - 922 22 24 www.awbkoeln.de Gründungsdatum 18.09.2000 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 15.000.000 € Gesellschafter Stadtwerke Köln GmbH 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung im Rahmen der Entsorgungswirt- schaft sowie der Stadtreinigung anfallender Leistungen jedweder Art - vorrangig für das Gebiet der Stadt Köln - ferner die Erbringung von Leistungen für die Stadt Köln als Hilfsbetrieb in entsprechender Anwendung von § 107 Abs. 2 Nr. 5 GO NRW. Zu den in Satz 1 bezeichneten Leistungen gehören insbesondere 1. die Erfassung und Entsorgung gemäß § 17 Abs. 1 Kreislaufwirtschaftsgesetz ("KrWG") oder gemäß anderen jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen der Stadt Köln zu überlassender Abfälle jedweder Art, ferner alle mit den vor- stehend bezeichneten Aktivitäten verbundenen Tätigkeiten; 2. die Durchführung von Leistungen der Stadtreinigung einschließlich der Winter- wartung sowie von weiteren Leistungen der Pflege und Unterhaltung des öf- fentlichen Raums im Gebiet der Stadt Köln; 3. die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Entsorgungs-, Wertstoff- und Recyclingwirtschaft sowie 4. die Erbringung aller im Zusammenhang mit den in vorstehenden Ziffern 1. bis 3. anfallenden Hilfs- und Nebentätigkeiten. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Ulrich Gilleßen Herr Peter Mooren AWB ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB KÖLN GMBH 37 Aufsichtsrat Frau Sandra Schneeloch (MdR) Vorsitzende*r Frau Polina Frebel (MdR) stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Gaetano Magliarisi stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Denise Abé (MdR) Frau Constanze Aengenvoort (MdR) Herr Stephan Arnold Frau Bianca Christen Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg) (bis 15.09.2021) Frau Uschi Röhrig (MdR) Frau Ira Sommer (MdR) Herr Dr. Dieter Steinkamp Herr Rafael Struwe Herr Gerd Walter Herr William Wolfgramm (Bg) (ab 16.09.2021) Herr Timo von Lepel Herr Ayhan Üc ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Dipl.-Kfm. Hans M. Klein + Partner mbB BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 97.408 121.984 108.308 Immaterielle Vermögensgegenstände 592 422 391 Sachanlagen 96.328 121.108 107.516 Finanzanlagen 488 454 401 Umlaufvermögen 41.258 18.040 34.710 Vorräte 1.291 1.474 1.492 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 39.959 16.464 33.091 Kasse, Bankguthaben, Schecks 8 103 127 Rechnungsabgrenzungsposten 258 529 655 Bilanzsumme 138.925 140.553 143.673 Passiva Eigenkapital 20.926 20.926 31.726 Gezeichnetes Kapital 15.000 15.000 15.000 Gewinnrücklagen 5.926 5.926 16.726 Jahresergebnis 0 0 - Bilanzergebnis - - 0 Rückstellungen 61.506 65.917 67.000 Verbindlichkeiten 56.493 53.709 44.947 Bilanzsumme 138.925 140.553 143.673 AWB ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB KÖLN GMBH 38 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 171.924 176.269 188.451 Sonstige betriebliche Erträge 1.722 4.080 14.111 Gesamtleistung 173.646 180.349 202.562 Materialaufwand 22.775 22.574 23.634 Personalaufwand 103.986 107.381 105.895 Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.175 13.515 14.686 EBITDA 33.710 36.878 58.347 Abschreibungen 11.424 12.864 16.189 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 27 29 24 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26 9 -104 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.740 1.849 1.705 Steuern vom Einkommen und Ertrag 7.558 8.529 10.817 Sonstige Steuern 299 301 359 Aufwendungen aus Gewinnabführung 12.742 13.373 18.398 Jahresergebnis 0 0 10.800 Zuführungen in die Rücklagen - - 10.800 Bilanzergebnis - - 0 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 70,1 86,8 75,4 Abschreibungsquote (in %) 11,8 10,6 15,0 Investitionen (T€) 27.226 39.170 6.051 Investitionsquote (in %) 28,0 32,1 5,6 Eigenkapitalquote (in %) 15,1 14,9 22,1 Pensionsrückstellungen (T€) 34.934 38.851 40.790 Kreditverbindlichkeiten (T€) 39.800 36.944 33.404 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 10,4 10,8 21,5 EBIT (T€) 22.286 24.014 42.157 EBITDA (T€) 33.710 36.878 58.347 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.656 1.666 1.663 AWB ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB KÖLN GMBH 39 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Auswirkungen der (gesamt-) wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die AWB ergeben sich im Wesentlichen aus den Aussagen zu den Zielen und Strategien im Rahmen der Erläuterung der Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten sowie aus der Beschreibung der relevanten Märkte und der Chancen und Risiken der AWB. Für den Auftritt im Wettbewerb ergeben sich rechtliche Grenzen durch § 107 der Nordrhein-Westfälischen Gemeindeordnung und durch europäisches Recht. Damit bleiben die Stadt Köln und die dazugehörenden Unternehmen strukturell Hauptauf- traggeber der AWB. Allerdings sind zusätzlich zu den aktuell bestehenden Aufträgen weitere Akquisitionen denkbar, z.B. durch die Ausweitung von Reinigungsleistungen in Köln oder den Ausbau ihres Servicespektrums. Relevante Märkte Wie die Darstellung der Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten und der wirt- schaftlichen Rahmenbedingungen deutlich zeigt, ist die AWB weitaus überwiegend für die Stadt Köln tätig. Dabei werden zahlreiche, sowohl gebühren- als auch haus- haltsfinanzierte Aufgaben im Zusammenhang mit Abfallwirtschaft und Stadtreinigung erbracht. Die Schwerpunkte der Geschäftsentwicklung lagen auch im Jahr 2021 auf einer kon- tinuierlichen Leistungsverbesserung. Durch das breite Dienstleitungsspektrum erge- ben sich vielfältige Aufgaben, die mit den neuen Leistungsverträgen mit der Stadt Köln seit dem 1.Januar 2019 noch ausgebaut wurden. Zudem stand auch weiterhin das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt des Handelns und Gestaltens. Die Marktposition der AWB in Köln und die Befriedigung der steigenden Ansprüche der Kunden*innen soll durch die Wertstoffstrategie („Aktiv für Köln“) mit Fokus auf ei- nem weiteren Ausbau der getrennten Sammlungen und verstärkten Investitionen in die Digitalisierung der Prozesse dauerhaft gefestigt werden. Ebenfalls von hoher Er- gebnisrelevanz sind die Bedingungen an den Märkten für die Verwertung von Altpa- pier und Altkleidern. Hier wird ausdrücklich auf die Ausführungen im Rahmen der Darstellung der Chancen und Risiken der AWB verwiesen. Die Entwicklung des vola- tilen Marktes für Altpapier- und Altkleidererlöse beeinflusst das Unternehmensergeb- nis in hohem Maße. Geschäftsverlauf 2021 Mit dem erzielten Ergebnis vor Einstellung in die Gewinnrücklagen und Gewinnabfüh- rung von 29.198 T€ liegt die AWB um 10.347 T€ über Plan (18.851 T€) und 15.825 T€ über dem Vorjahresergebnis (13.373 T€). Dabei liegt der Gesamtumsatz in Höhe von 188.451 T€ um rund 12.182 T€ über dem Vorjahr und um 12.270 T€ unterhalb des Wirtschaftsplans 2021. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr und dem Planwert AWB ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB KÖLN GMBH 40 ergibt sich im Wesentlichen aus stark gestiegenen Vermarktungserlösen, vor allem für Altpapier, ferner aus Preisanpassungen und Leistungsausweitungen. Der mit rund 66 % der betrieblichen Aufwendungen bedeutendste Kostenblock der AWB sind die Personalaufwendungen. Sie liegen 2021 bei 105.895 Tsd. € und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 1.486 T€ gesunken. Dieser Rückgang ergibt sich trotz der Tariferhöhungen zum 1. April 2021 aus deutlich geringeren Zuführungen zu den Personal- und Pensionsrückstellungen. Im Vergleich zum Wirtschaftsplan liegen die Personalaufwendungen rund 7.306 T€ unter dem geplanten Wert. Die Abweichung resultiert überwiegend aus einem gerin- geren Bestand an Mitarbeiter*innen sowie einer höheren Quote von Langzeitkran- ken, die aus der Lohnfortzahlung fielen. Allerdings wurde ein relativ hoher Anteil des geringeren Personalbestandes durch Zeitarbeitskräfte gedeckt, die zu entsprechen- den Mehraufwendungen im Vergleich zum Wirtschaftsplan bei den bezogenen Leis- tungen innerhalb des Materialaufwandes führten. Die Vermögens- und Finanzlage der AWB stellt sich unverändert positiv dar. Sie war jederzeit in der Lage, alle ihre finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Chancen und Risiken Nach wie vor ist die AWB in ihrem Kerngeschäft keinen nennenswerten geschäftsge- fährdenden Risiken aus dem laufenden Geschäft ausgesetzt. Durch die Verlängerung der Leistungsverträge mit der Stadt Köln für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2019 für weitere 15 Jahre konnte die AWB Planungssicherheit für den wesentlichen Teil der Umsätze erzielen. Allerdings muss die AWB zur Sicherung des erreichten Ergebnisniveaus ausgeprägtes Kostenmanagement betreiben. Ein we- sentlicher Erfolgsfaktor ergibt sich aus den stark volatilen Verwertungserlösen, insbe- sondere für Altpapier und Altkleider, die somit auch ein erhebliches Ergebnisrisiko bil- den. Insbesondere in der Altpapierverwertung liegt das Risiko sowohl in der Mengen- als auch in der Qualitätsentwicklung. Steigende Anteile an Verpackungsmengen sowie sinkende Mengen an Druckerzeugnissen belasten die erzielbaren Altpapiererlöse. Daneben verzeichnet die AWB rückläufige Sammelmengen. Das anhaltende Absinken des Zinsniveaus hat dazu geführt, dass die betrieblichen Versorgungszusagen mit immer geringeren Zinssätzen abgezinst werden müssen und ein weiterer Rückgang zu erheblichen Ergebnisbelastungen führen kann. Die Finanzierung aller erforderlichen Investitionen ist durch den laufenden Cashflow und soweit erforderlich zusätzlichen Fremdfinanzierungen gesichert. Zur systematischen Erkennung und Steuerung der Risiken aus der Geschäftstätigkeit der AWB existiert ein Risikomanagementsystem. AWB ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB KÖLN GMBH 41 Mögliche Risiken aus einer weiter andauernden Belastung durch die Covid-19-Pan- demie lassen sich aktuell nicht final abschätzen. Die bisherigen Erfahrungen der Jahre 2020 und 2021 lassen jedoch die begründete Vermutung zu, dass AWB dadurch keinen geschäftsgefährdenden Risiken ausgesetzt ist. Es ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg einschließ- lich der Sanktionen gegen Russland insbesondere im Bereich der Lieferanten einen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der AWB haben werden. Hier ist insbesondere die Entwick-lung der Energiepreise zu nennen sowie die allgemeinen Auswirkungen aus einem deutlichen Anstieg der Inflationsraten. Ebenfalls sind Verschiebungen auf den Märkten für Wertstoffe (Altpapier, Altkleider und Metalle) denkbar. Die genannten Auswirkungen lassen sich derzeit jedoch nicht qualifiziert abschätzen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Das Augenmerk des Unternehmens wird weiterhin darauf liegen, seine Marktposition zu stärken und auszubauen. Für das Geschäftsjahr 2022 plant die AWB bei Umsatz- erlösen von rund 187.000 T€ und Personalkosten in Höhe von rd. 115.916 T€ ein Er- gebnis von 18.658 T€ vor Ertragsteuern. Dies entspricht einem Jahresüberschuss in Höhe von 11.568 T€. AVG ABFALLENTSORGUNGS- UND VERWERTUNGSGESELLSCHAFT KÖLN MBH 42 AVG ABF ALLENTSORGUN GS- UND VER WERTUN GSGESELLSCH AFT KÖLN MBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Geestemünderstraße 23 50735 Köln Kontakt 0221 - 7170 0 www.avgkoeln.de Gründungsdatum 14.05.1992 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 17.000.000 € Gesellschafter Stadtwerke Köln GmbH 50,10% REMONDIS GmbH & Co. KG 49,90% Tochterunternehmen AVG Kompostierung GmbH 100,00% AVG Ressourcen GmbH 100,00% AVG Service GmbH 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Planung (einschließlich des Betreibens von Planfeststellungsverfahren und Altlastensanierung), der Bau und der umweltfreundli- che Betrieb von Einrichtungen der Entsorgungswirtschafts, insbesondere von Anla- gen zur Kompostierung, Gewerbeabfallaufbereitung, Baustellenabfallaufbereitung zur thermischen Abfallbehandlung inclusive Schadstoffentfrachtung sowie die Vermark- tung der in den Einrichtungen gewonnenen Wertstoffe und Energie. Die öffentlich- rechtlichen Vorschriften, insbesondere die abfallrechtlichen Bestimmungen sind zu beachten, die Leitlinien des Abfallwirtschaftskonzeptes der Stadt Köln in der jeweils gültigen Fassung sind für die Gesellschaft verbindlich. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Andreas Freund Sprecher*in Herr Karl Georg Boje Herr Peter Mooren AVG ABFALLENTSORGUNGS- UND VERWERTUNGSGESELLSCHAFT KÖLN MBH 43 Aufsichtsrat Herr Gerhard Brust Vorsitzende*r Herr Stephan Krings stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Dr. Ansger Fendel Frau Polina Frebel (MdR) Herr Volker Görzel (MdR) Herr Burkhard Hercik (bis 30.11.2021) Herr Reinhard Hohenstein Frau Barbara Junker Herr Peter Lindlar Frau Sarah Niknamtavin (MdR) Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg) (bis 15.09.2021) Herr Robert Schallehn (MdR) Herr Bernhard Schmidt (ab 07.12.2021) Frau Marion Sollbach Frau Ira Sommer (MdR) Herr Dr. Dieter Steinkamp Herr Christoph Trump (ab 01.01.2021) Herr Florian Weber (MdR) Herr William Wolfgramm (Bg) (ab 16.09.2021) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln AVG ABFALLENTSORGUNGS- UND VERWERTUNGSGESELLSCHAFT KÖLN MBH 44 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 83.896 82.114 79.818 Immaterielle Vermögensgegenstände 182 176 293 Sachanlagen 68.499 66.745 64.342 Finanzanlagen 15.215 15.193 15.184 Umlaufvermögen 32.822 26.143 43.319 Vorräte 6.889 7.258 7.942 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.905 6.802 10.914 Kasse, Bankguthaben, Schecks 9.028 12.082 24.463 Rechnungsabgrenzungsposten 162 909 575 Bilanzsumme 116.880 109.165 123.712 Passiva Eigenkapital 53.535 54.764 55.623 Gezeichnetes Kapital 8.700 8.700 8.700 Gewinnrücklagen 26.762 26.762 26.762 Jahresergebnis 18.073 19.302 20.161 Rückstellungen 10.971 11.874 14.750 Verbindlichkeiten 51.565 41.847 52.801 Rechnungsabgrenzungsposten 810 681 538 Bilanzsumme 116.881 109.166 123.713 AVG ABFALLENTSORGUNGS- UND VERWERTUNGSGESELLSCHAFT KÖLN MBH 45 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 101.395 107.702 111.859 Andere aktivierte Eigenleistungen - 71 - Sonstige betriebliche Erträge 162 384 332 Gesamtleistung 101.557 108.157 112.191 Materialaufwand 43.219 46.238 48.805 Personalaufwand 17.453 18.622 18.555 Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.555 15.069 14.146 EBITDA 27.331 28.229 30.685 Abschreibungen 11.203 11.052 8.329 Erträge aus Beteiligungen 8.096 8.822 8.880 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 6 3 1 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21 14 1 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 743 655 590 Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.160 5.625 6.020 Sonstige Steuern 276 433 4.466 Jahresergebnis 18.073 19.302 20.161 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 71,8 75,2 64,5 Abschreibungsquote (in %) 16,3 16,5 12,9 Investitionen (T€) 7.477 9.352 6.042 Investitionsquote (in %) 8,9 11,4 7,6 Eigenkapitalquote (in %) 45,8 50,2 45,0 Pensionsrückstellungen (T€) 8.227 9.168 10.237 Kreditverbindlichkeiten (T€) 26.029 22.474 23.600 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 16,1 18,3 16,8 EBIT (T€) 16.128 17.177 22.356 EBITDA (T€) 27.331 28.229 30.685 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 224 223 224 AVG ABFALLENTSORGUNGS- UND VERWERTUNGSGESELLSCHAFT KÖLN MBH 46 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Für die AVG-Gruppe war 2021 in Summe trotz der Corona-Pandemie wie schon im ersten Jahr der Krise wirtschaftlich ein gutes Jahr. Offensichtlich aufgrund der verstärkten Arbeit im Homeoffice war im Vorjahr als Folge der Pandemie ein Anstieg bei den städtischen Hausmüllmengen um rund 1,5 % zu verzeichnen. Im abgelaufenen Jahr ging die Hausmüllmenge zwar ganz leicht um 0,1 % zurück, lag damit aber immer noch um 1,3 % höher als vor der Pandemie. Auch beim Gewerbeabfall lagen die Mengen weiterhin auf einem hohen Niveau und sorg- ten damit insgesamt für eine gute Auslastung. Die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie, von denen auch in 2021 vor al- lem die Wirtschaftszweige Gastronomie und Handel stark betroffen waren, haben sich darüber hinaus vor allem im Altholzbereich gezeigt. Die ausgefallenen Messen in der Messestadt Köln und auch der Rohstoffmangel im Baugewerbe zeigten hier ihre Wirkung. Auf das gesamte Gewerbeabfallaufkommen 2021 hatten diese Faktoren aber keinen nachhaltigen Einfluss. Für den Bereich Deponiebetrieb gab es grundsätzlich stabile Mengenanlieferungen an mineralischen bzw. inerten Gewerbeabfällen. Daneben gab es noch die Auswir- kungen durch die Flutkatastrophe an Ahr und Erft vom 14.07.2021. Geschäftsverlauf 2021 Im Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2021 hat sich die AVG Köln zum Ziel ge- setzt, ein positives Gesamtergebnis in Höhe von 12.273 T€ nach Steuern zu errei- chen. Mit dem erzielten Ergebnis von 20.161 T€ konnte der Plan um 7.888 T€ über- troffen werden. Das Vorjahresergebnis in Höhe von 19.302 T€ konnte damit ebenfalls um 859 T€ übertroffen werden. Die Verbesserung gegenüber dem Planergebnis wurde im We- sentlichen aus den höheren Umsätzen aus den angelieferten Mehrmengen und durch die Auswirkungen aus der weiterhin positiven Entwicklung auf dem Gewerbe- abfallmarkt erreicht. Darüber hinaus konnten vor allem im Bereich der Instandhaltung die geplanten Kostenansätze unterschritten werden. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die AVG Köln muss sich weiterhin in ihren Kerngeschäften mit den Marktrisiken aus- einandersetzen. Aktuell sind Folgen der Corona-Pandemie und die entstandenen neuen Marktrisiken immer noch schwer einzuschätzen. Der weiterhin bestehende Ausfall von ganzen Teilmärkten, wie z.B. in der Gastronomie, sowie aktuell noch wei- terhin bestehenden Absagen von Veranstaltungen im Messe-, Sport- und Unterhal- AVG ABFALLENTSORGUNGS- UND VERWERTUNGSGESELLSCHAFT KÖLN MBH 47 tungsbereich führten und führen zu leichten Rückgängen bei den gewerblichen Ab- fallmengen. Andererseits sorgte dieser verordnete Teilstillstand des öffentlichen Le- bens im privaten Bereich für ansteigenden Abfallmengen. Der Entsorgungsvertrag mit der Stadt Köln sichert der AVG Köln mittelfristig die An- dienung der städtischen Haus- und Sperrmüllmengen sowie eines Großteils der städ- tischen Bioabfälle. Der geltende Abfallwirtschaftsplan NRW bietet der AVG Köln zu- dem Chancen, sich an Ausschreibungen von kommunalen Haus- und Sperrmüllmen- gen zu beteiligen. Gemäß dem aktuellen Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Köln wird die getrennte Sammlung von biogenen Abfällen und weiteren Wertstoffen noch weiter intensiviert werden. Inwieweit hier in der Folge bei der thermischen Verwertung die Hausmüll- mengen sinken und durch zusätzliche andere Abfälle kompensiert werden müssen, bleibt noch abzuwarten. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die Auslastung der Anlagen erscheint aufgrund der aktuellen Marktsituation trotz ne- gativer Einflüsse, die insbesondere durch die Folgen der Corona-Pandemie aber auch durch die aktuell steigende Inflation bestimmt werden, derzeit gesichert. Die Volatilität der Märkte erfordert jedoch eine hohe Flexibilität bei den Akquisebemühun- gen. Die heute noch recht robuste Marktlage kann sich sehr schnell, aktuell auch durch die Ukraine-Krise eintrüben. Daher wird sich die AVG Köln weiterhin um Ge- werbeabfallmengen, Mengen aus dem europäischen Ausland sowie um kommunale Abfälle Dritter bemühen. Diese Akquisitionsstrategie soll der AVG Köln auch weiterhin den Erfolg sichern. Da- her geht die Planung bei einer mit dem Jahr 2022 vergleichbaren Verfügbarkeit der Anlage für 2022 von einem Jahresüberschuss von 12.718 T€ nach Steuern aus. Im Hinblick auf die Energieerlöse für 2022 geht die Planung zumindest von einer Seitwärtsbewegung bei der Marktpreisentwicklung aus. Wie sich die Entwicklung bei der Stromvermarktung fortsetzt, ist wegen der Einflüsse der Corona-Krise, die gestie- gene Inflationsgefahr und auch wegen der Ukraine-Krise sehr schwer einzuschätzen. WOHNUNGSGESELLSCHAFT DER STADTWERKE KÖLN MBH 48 WOHNUN GSGESELLSCH AFT DER ST ADT WER KE KÖLN MBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Parkgürtel 24 50823 Köln Kontakt 0221 1780 www.stadtwerke-koeln.de Gründungsdatum 22.01.1964 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 9.204.000 € Gesellschafter Stadtwerke Köln GmbH 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und Bewirtschaftung von Dienst- und Werkswohnungen für Betriebsangehörige der Stadtwerke Köln Gesellschaft mit beschränkter Haftung, der Gas- Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln Aktiengesell- schaft und der Kölner Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft. Die Gesellschaft ist zu al- len Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des benannten Ge- sellschaftszweckes notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen, die ihren Zwecken dienen oder förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässigen Form betei- ligen und solche Unternehmen erwerben und errichten. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Frau Stefanie Haaks Herr Dr. Dieter Steinkamp WOHNUNGSGESELLSCHAFT DER STADTWERKE KÖLN MBH 49 Aufsichtsrat Frau Sabine Pakulat (MdR) Vorsitzende*r Herr Dr. Nils Helge Schlieben (MdR) stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Christoph Besser (bis 13.12.2021) Herr Christoph Besser (ab 01.10.2021, bis 30.12.2021) Frau Claudia Brock-Storms (MdR) Frau Mechthild Böll (ab 01.01.2021) Frau Marcela Cano Herr Markus Greitemann (Bg) Frau Marion Heuser (MdR) Herr Jürgen Kircher (MdR) Herr Andreas Mathes (bis 30.12.2021) Frau Stefanie Ruffen (MdR) Herr Hans Schwanitz (MdR) Herr Felix Spehl (MdR) Herr Marco Steinborn ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG ES EversheimStuible Treuberater GmbH KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 14.345 14.586 15.673 Jahresergebnis (T€) 1.110 573 454 Eigenkapital (T€) 19.931 20.503 20.958 Bilanzsumme (T€) 96.103 87.600 86.329 Investitionen (T€) 1.471 542 542 Verbindlichkeiten (T€) 71.501 62.376 59.416 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Der Wohnungsmarkt in Köln ist im Jahr 2021 weiter von steigenden Immobilienprei- sen geprägt. Nach Auswertung der Angebote in Immobilienscout24 sind die Miet- preise für Wohnungen in Köln im Vergleich zum Vorjahreswert um 4,3 % gestiegen. Die Kaufpreise für Wohnimmobilien sind mit Werten zwischen 13,5 % (Häuser) und 13,3 % (Wohnungen) erneut stärker gestiegen als die Mietpreise. Zur Verbesserung der Lage führt die Stadt Köln zahlreiche Maßnahmen durch. Mit den städtebaulichen Projekten Kreuzfeld, Deutzer Hafen, Rondorf Nord-West und der Parkstadt Süd ent- steht in den kommenden Jahren weiterer Wohnraum im Stadtgebiet. Der Kölner Miet- spiegel ist im Februar 2021 aktualisiert worden, bei steigenden oberen Spannwerten WOHNUNGSGESELLSCHAFT DER STADTWERKE KÖLN MBH 50 reduziert sich in einigen Gruppen der Wert der unteren Spanne. Für eine durch- schnittliche WSK Wohnung mit 75 m² Fläche, Baujahr 1980 und mittlerer Wohnlage liegt die Mietspanne im Mietspiegel zwischen 7,10 – 9,70 €/m². Nach Modernisierung werden die Wohnungen oft in die Gruppe 4 eingestuft, so dass die Miete nach Sanie- rung um rund 1,00 €/m² erhöht werden kann. Die Durchschnittsmiete der WSK-Woh- nungen betrug 2021 7,31 €/m². Geschäftsverlauf Die Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH hat als Werkswohnungsgesell- schaft den Auftrag, für die Mitarbeitenden des Stadtwerke Köln Konzerns Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Ende 2021 stehen 1.502 Wohnungen im Eigentum der WSK, die überwiegend in den 60er und 70er Jahren errichtet und in den 90er Jahren durch Dachgeschossausbauten und einige Neubauten ergänzt wurden. Im Jahr 2017 konnte im Clouth-Quartier ein Neubau mit 60 Wohnungen und Anfang 2018 der Neu- bau Bonner Straße 354 mit 23 Wohnungen bezogen werden. Weitere 416 Wohnungen im Eigentum der Konzerngesellschaften werden durch die WSK verwaltet. Die Wohnungen werden ausschließlich an Mitarbeitende des Kon- zerns vermietet, die Mitarbeiterquote beträgt Ende 2021 63,9 %. Der Aufsichtsrat der WSK hat mit der Geschäftsführung im Februar 2015 die WSK strategisch neu ausge- richtet. Im Kern der neuen Strategie steht die Sanierung der Bestandswohnungen und der am Bedarf der Konzerngesellschaften orientierte Neubau von Wohnungen. In den vergangenen Jahren wurde die Strategie vom Aufsichtsrat bestätigt und um zukunftsorientierte Themen wie Elektromobilität, vernetzte Mobilität, Mieterstrom und Smart-Home ergänzt. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Das Risikofrüherkennungssystem der WSK ist in die Organisation der SWK eingebet- tet, eine Risikoerfassung und -bewertung erfolgt zu jedem Quartal. Die wirtschaftli- chen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für die WSK nach derzeitigem Kennt- nisstand verkraftbar. Die, durch die weltweiten Lieferschwierigkeiten beeinflusste, Baupreisentwicklung wird das wirtschaftliche Ergebnis der WSK für die Zukunft be- lasten. Das weiterhin günstige Zinsniveau bietet die Chance, Neu- und Ausbaumaß- nahmen sowie Sanierungsvorhaben trotz der zuletzt deutlich gestiegenen Bau- und Baulandkosten durchführen zu können. Bestandsgefährdende Risiken bestehen zur- zeit nicht. WOHNUNGSGESELLSCHAFT DER STADTWERKE KÖLN MBH 51 Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die WSK hat das Ziel, den Wohnungsbestand an den Bedürfnissen der Konzernmit- arbeitenden auszurichten. Hierzu sind erhebliche Investitionen und Instandhaltungs- maßnahmen erforderlich. Weiterhin ergab die Abfrage der Konzerngesellschaften ei- nen Bedarf von ca. 2.190 Wohnungen, dieser kann durch die WSK auch mit den neuen Wohnungen (Hermeskeiler Platz, Stammheimer Straße und Amsterdamer Straße) nicht befriedigt werden, so dass weitere Wohnungen benötigt werden. Mit dem Angebot an preiswerten Wohnungen und der Schaffung von neuem Wohnraum unterstützt die WSK die Stadt Köln bei der Wohnraumversorgung. GEW KÖLN AG 52 GEW KÖLN AG FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Parkgürtel 24 50823 Köln Kontakt 0221-178 2 www.gewkoelnag.de Gründungsdatum 15.11.1960 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Aktien 255.700.000 € (511.400 Stücke) Aktionäre Stadtwerke Köln GmbH 90,00% Stadt Köln 10,00% Tochterunternehmen BRUNATA-METRONA GmbH 100,00% NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH 100,00% RheinEnergie AG 80,00% RW Beteiligungs GmbH i. L. (bis 12.08.2021) 21,45% Stadtwerke Düsseldorf AG 20,00% Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH 1,69% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, der Handel mit Energie und energienahen Produkten sowie mit darauf bezogenen Finanzinstrumenten, sofern diese Tätigkeit nach dem Kreditwesengesetz erlaubnisfrei ist, die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung, die Nutzung von Einsatzstof- fen in Anlagen zur Energieerzeugung, die Beteiligung an Unternehmen, die Telekom- munikationsnetze einschließlich Telekommunikationsdienstleistungen betreiben, im Zusammenhang mit der Tätigkeit der cowelio GmbH die Erbringung von Wohnver- waltungsdienstleistungen und Durchführung von Maßnahmen zur Förderung der so- zialen Infrastruktur sowie der Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung von Wissenschaft, Forschung, Erziehung, Bildung, Kultur und Familie. GEW KÖLN AG 53 ORGANE DER GESELLSCHAFT Vorstand Herr Dr. Dieter Steinkamp Vorsitzende*r Frau Susanne Fabry (ab 01.07.2021) Herr Norbert Graefrath (bis 30.06.2021) Herr Dieter Hassel (bis 30.06.2021) Frau Birgit Lichtenstein (ab 01.07.2021) Aufsichtsrat Herr Christian Joisten (MdR) Vorsitzende*r Herr Wolfgang Nolden stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Barbara Bethke Frau Berit Blümel Herr Florian Braun Herr Ulrich Breite (MdR) Herr Jürgen Brenig (bis 31.01.2021) Herr Karl-Heinz Böhle Frau Nadine Daniel-Groß (ab 01.02.2021) Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (Käm.) Herr Georg Abraham Gampe (ab 08.10.2021) Herr Wolfgang Herde (ab 01.03.2021) Herr Norbert Kasten (bis 28.02.2021) Herr Niklas Kienitz (MdR) Herr Ralf Klemm (MdR) Herr Heiner Kockerbeck (MdR) Frau Christiane Martin (MdR) Frau Stefanie Mägdefrau Herr Jan Orbach (bis 30.09.2021) Herr Stefan Plag Herr Dr. Frank Schaefer Frau Ursula Schlömer (MdR) Frau Sonja Schnürpel ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG WIBERA Wirtschaftsberatung AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GEW KÖLN AG 54 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 836.529 836.529 865.274 Finanzanlagen 836.529 836.529 865.274 Umlaufvermögen 199.408 176.020 188.204 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 199.398 176.010 188.194 Kasse, Bankguthaben, Schecks 10 10 10 Bilanzsumme 1.035.938 1.012.549 1.053.477 Passiva Eigenkapital 789.590 789.590 789.590 Gezeichnetes Kapital 255.700 255.700 255.700 Kapitalrücklage 119.427 119.427 119.427 Gewinnrücklagen 414.462 414.462 414.462 Jahresergebnis 0 0 0 Rückstellungen 244 253 254 Verbindlichkeiten 246.104 222.707 263.634 Bilanzsumme 1.035.938 1.012.549 1.053.477 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Sonstige betriebliche Erträge 151 150 151 Gesamtleistung 151 150 151 Personalaufwand 70 71 71 Sonstige betriebliche Aufwendungen 697 781 2.016 EBITDA -616 -702 -1.935 Erträge aus Beteiligungen 15.031 13.666 12.635 Erträge aus Gewinnabführung 151.383 160.998 175.363 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 6.650 1.169 1.242 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23 8 6 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des UV 0 0 -20.000 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.230 1.173 1.097 Steuern vom Einkommen und Ertrag 4.778 4.808 5.051 Aufwendungen aus Gewinnabführung 165.462 169.157 201.163 Jahresergebnis 0 0 0 GEW KÖLN AG 55 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 80,8 82,6 82,1 Abschreibungsquote (in %) - - - Investitionen (T€) 0 0 8.750 Investitionsquote (in %) 0,0 0,0 1,0 Eigenkapitalquote (in %) 76,2 78,0 75,0 Pensionsrückstellungen (T€) - - - Kreditverbindlichkeiten (T€) 54.500 28.000 28.000 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 16,2 16,8 19,2 EBIT (T€) -616 -702 -1.935 EBITDA (T€) -616 -702 -1.935 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die Stadt Köln wächst und wird in Zukunft weiter wachsen. Gleichzeitig steigt die Er- wartungshaltung vieler Menschen an die Grundversorgung ihrer Stadt, gerade im Hinblick auf die schnell fortschreitende Digitalisierung. Diese Entwicklung stellt alle Unternehmen der Daseinsvorsorge vor enorme Herausforderungen: Einerseits schaf- fen sie mit ihren Angeboten die Voraussetzungen, die andere Dienstleistungen über- haupt erst ermöglichen. Andererseits müssen sie viele Bedürfnisse auch direkt befrie- digen. Dadurch sind die Unternehmen unter dem Dach der GEW Köln AG doppelt hohen Erwartungen ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund leistet die GEW mit ihren Beteiligungsgesellschaften einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge in der rheinischen Region. Dabei haben die Gesellschaften das Thema Nachhaltigkeit im Blick und gestalten das städtische Kli- maschutzziel einer 50-prozentigen Reduzierung der Treibhausgasemissionen für Köln bis zum Jahr 2030 (gegenüber mit dem Basisjahr 1990) in ihren jeweiligen Sek- toren aktiv mit. Geschäftsverlauf Die GEW Köln AG (GEW) hat im Geschäftsjahr 2021 rund 201 Mio. € an die Mutter- gesellschaft Stadtwerke Köln GmbH (SWK) abgeführt. Das waren rund 32 Mio. € mehr als im Vorjahr. Grundlage dieses Erfolgs waren einerseits die guten Ergebnisse der operativen Gesellschaften der GEW und andererseits eine Zuschreibung bei den Finanzanlagen. GEW KÖLN AG 56 Als reine Finanzholding ohne eigenes operatives Geschäft und auch ohne eigenes Personal hält die GEW 80% der Anteile der RheinEnergie AG sowie je 100% der An- teile des Telekommunikationsanbieters NetCologne und des Abrechnungsdienstleis- ters BRUNATA-METRONA Hürth. Zudem hält sie 20 Prozent der Anteile an der Stadtwerke Düsseldorf AG. Zum Unternehmensergebnis der GEW im Jahr 2021 trugen im Wesentlichen die Er- träge aus den Beteiligungen an der RheinEnergie, der BRUNATA-METRONA, der NetCologne und an den Stadtwerken Düsseldorf bei. Wie gewohnt leistete dabei die RheinEnergie den mit Abstand größten Ergebnisbeitrag. Der Energiedienstleister und -versorger führte rund 135 Mio. € an die GEW ab und übertraf somit den Vorjahres- wert um rund 2 Mio. €. Die BRUNATA-METRONA-Gruppe konnte mit ihrem Beitrag von knapp 30 Mio. € das Vorjahresniveau (29 Mio. €) leicht verbessern. Auch NetCologne blickte auf ein er- folgreiches operatives Geschäftsjahr 2021 zurück und führte nach dem Abschluss ei- nes Ergebnisabführungsvertrages mit der GEW und unter Berücksichtigung einer Teilthesaurierung erstmalig 11 Mio. € Gewinne ab. Ferner wurde bei der NetCologne ein Teil des Jahresergebnisses aus dem Jahr 2020 in Höhe von 4 Mio. € ausgeschüt- tet. Die Stadtwerke Düsseldorf schütteten ihr Ergebnis komplett aus. Sie konnten ei- nen Beitrag mit rund 8 Mio. € (2020: rund 14 Mio. € ) zum GEW-Ergebnis leisten. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Nach wie vor ist der Markt, auf dem sich die GEW-Unternehmen bewegen, hoch volatil. Zudem stellen die stetig wachsende Bevölkerung der Millionenstadt Köln und die immer größeren Erwartungen der Kunden besondere Herausforderungen an alle Unternehmen der Daseinsvorsorge. Die GEW-Töchter reagierten darauf im Ge- schäftsjahr 2021 erfolgreich mit innovativen Produkten und speziell auf einzelne Kun- dengruppen zugeschnittenen Dienstleistungen, ohne dabei ihr angestammtes Kern- geschäft zu vernachlässigen. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die GEW Köln AG betreibt keine eigene Prognostik oder Ergebnisplanungen. Diese werden aus den operativen Einheiten gesteuert. RHEINENERGIE AG 57 RHEINENER GIE AG FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Parkgürtel 24 50823 Köln Kontakt 0221-34645 300 www.rheinenergie.com Gründungsdatum 11.03.2002 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 400.000.000 € Aktionäre GEW Köln AG 80,00% Westenergie AG 20,00% Tochterunternehmen AGO GmbH Energie + Anlagen 100,00% ENERGOTEC Energietechnik GmbH 100,00% ENTALO GmbH & Co. KG 100,00% GT-HKW Niehl GmbH 100,00% RheinEnergie Biokraft Randkanal-Nord GmbH & Co. KG 100,00% RheinEnergie Biokraft Verwaltungs GmbH 100,00% RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH 100,00% RheinEnergie HKW Rostock GmbH 100,00% RheinEnergie Industrielösungen GmbH 100,00% RheinEnergie Solar GmbH 100,00% RheinEnergie Trading GmbH 100,00% RheinEnergie Windkraft GmbH 100,00% Rheinische NETZGesellschaft mbH 100,00% TankE GmbH 100,00% RheinEnergie Express GmbH 87,70% AggerEnergie GmbH 62,74% GVG Rhein-Erft GmbH 56,63% Bergische Licht-, Kraft- und Wasserwerke (BELKAW) GmbH 50,10% Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL) 50,00% Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH 50,00% RheinWerke GmbH 50,00% AS 3 Beteiligungs GmbH 49,00% Stadtwerke Leichlingen GmbH 49,00% RHEINENERGIE AG 58 Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG 49,00% Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH 49,00% Stadtwerke Pulheim GmbH 49,00% Stromkontor Rostock Port GmbH 49,00% Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG 49,00% evd energieversorgung dormagen GmbH 49,00% Stadtwerke Sankt Augustin GmbH 45,00% Stadtwerke Troisdorf GmbH 40,00% COLONIA-CLUJ-NAPOCA-Energie S.R.L. 33,33% chargecloud GmbH 33,33% rhenag Rheinische Energie AG 33,33% GWAdriga GmbH & Co. KG 31,00% GWAdriga Verwaltungs GmbH 31,00% Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH (EnW Bonn/Rhein-Sieg) 13,71% 8KU GmbH 12,50% 450 MHz Beteiligung GmbH (ab 27.04.2021) 10,00% ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG 6,67% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, der Handel mit Energie und energienahen Produkten sowie mit darauf bezogenen Finanzinstrumenten, sofern diese Tätigkeit nach dem Kreditwesengesetz erlaubnisfrei ist, die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung, die Nutzung von Einsatzstof- fen in Anlagen zur Energieerzeugung, die Beteiligung an Unternehmen, die Telekom- munikationsnetze einschließlich Telekommunikationsdienstleistungen betreiben, im Zusammenhang mit der Tätigkeit der cowelio GmbH die Erbringung von Wohnver- waltungsdienstleistungen und Durchführung von Maßnahmen zur Förderung der so- zialen Infrastruktur sowie der Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung von Wissenschaft, Forschung, Erziehung, Bildung, Kultur und Familie. Die Gesell- schaft kann sich an kommunal geprägten Stadtwerke-Gesellschaften mit einem ener- giewirtschaftlichen Betätigungsschwerpunkt beteiligen, die auch weitere Daseinsvor- sorgeaufgaben erfüllen, insbesondere in den Bereichen des Bäderbetriebs, der Ent- sorgung/Verwaltung von Abfällen, der Abwasserentsorgung und des Betriebs von Tiefgaragen. RHEINENERGIE AG 59 ORGANE DER GESELLSCHAFT Vorstand Herr Dr. Dieter Steinkamp Vorsitzende*r Herr Dr. Andreas Cerbe (bis 30.06.2021) Frau Susanne Fabry (ab 01.04.2021) Herr Norbert Graefrath (bis 30.06.2021) Herr Dieter Hassel (bis 30.06.2021) Frau Birgit Lichtenstein (ab 01.04.2021) Herr Achim Südmeier Aufsichtsrat Herr Bernd Petelkau (MdR) Vorsitzende*r Herr Wolfgang Nolden stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Frauke Bendokat Herr Walter Berndgen Herr Jürgen Brenig (bis 30.01.2021) Herr Jürgen Brenig (ab 31.01.2021, bis 31.01.2021) Frau Clivia Conrad Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (Käm.) Herr Thorsten Fledderus (ab 01.02.2021) Herr Dr. Karsten Klemp Frau Claudia Kowalak Herr Dr. Gerrit Krupp (MdR) Herr Dr. Thomas König Frau Christiane Martin (MdR) Herr Andreas Mathes Frau Stefanie Mägdefrau Herr Reiner Priggen Frau Katharina Reiche Herr Dr. Frank Schaefer Herr Gernot Schubert Frau Ira Sommer (MdR) Herr Rafael Struwe ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG WIBERA Wirtschaftsberatung AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Konzessionsabgaben 71.280 RHEINENERGIE AG 60 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 1.489.054 1.290.572 1.339.543 Immaterielle Vermögensgegenstände 10.611 8.995 8.561 Sachanlagen 548.325 592.785 615.019 Finanzanlagen 930.118 688.792 715.963 Umlaufvermögen 464.380 716.856 756.786 Vorräte 59.123 70.495 85.730 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 343.105 545.540 589.784 Kasse, Bankguthaben, Schecks 62.152 100.821 81.272 Rechnungsabgrenzungsposten 41.569 8.538 23.840 Bilanzsumme 1.995.003 2.015.965 2.120.169 Passiva Eigenkapital 906.918 914.418 924.418 Gezeichnetes Kapital 400.000 400.000 400.000 Kapitalrücklage 274.739 274.739 274.739 Gewinnrücklagen 232.179 239.679 249.679 Bilanzergebnis 0 0 0 Sonderposten 69.544 71.571 75.684 Rückstellungen 504.925 612.687 659.374 Verbindlichkeiten 470.839 416.609 459.272 Rechnungsabgrenzungsposten 42.777 680 1.421 Bilanzsumme 1.995.003 2.015.965 2.120.169 RHEINENERGIE AG 61 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 2.514.598 2.468.382 2.516.914 Bestandsveränderungen 5.083 -1.127 10.813 Andere aktivierte Eigenleistungen 5.564 6.391 6.140 Sonstige betriebliche Erträge 107.472 150.725 83.557 Gesamtleistung 2.632.716 2.624.370 2.617.424 Materialaufwand 1.919.462 1.880.205 1.868.379 Personalaufwand 269.659 270.007 270.927 Sonstige betriebliche Aufwendungen 204.923 294.606 231.380 EBITDA 238.672 179.552 246.738 Abschreibungen 48.880 49.866 54.718 Erträge aus Beteiligungen 52.599 53.975 43.150 Erträge aus Gewinnabführung 5.819 3.906 3.842 Aufwendungen aus Verlustübernahme 73.514 14.997 47.986 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 1.422 1.377 1.367 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 347 583 246 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des UV 2.844 -15.632 309 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.845 12.687 12.153 Steuern vom Einkommen und Ertrag 9.722 7.377 7.449 Aufwendungen aus Gewinnabführung 148.054 162.598 162.726 Jahresergebnis 0 7.500 10.000 Zuführungen in die Rücklagen 0 7.500 10.000 Bilanzergebnis 0 0 0 RHEINENERGIE AG 62 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 74,6 64,0 63,2 Abschreibungsquote (in %) 8,7 8,3 8,8 Investitionen (T€) 122.226 147.473 113.941 Investitionsquote (in %) 8,2 11,4 8,5 Eigenkapitalquote (in %) 45,5 45,4 43,6 Pensionsrückstellungen (T€) 245.750 254.324 271.194 Kreditverbindlichkeiten (T€) 73.000 37.364 31.182 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 8,2 9,1 8,7 EBIT (T€) 189.792 129.686 192.020 EBITDA (T€) 238.672 179.552 246.738 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2.920 2.773 2.713 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Im Fokus der energiepolitischen Entwicklungen standen im Jahr 2021 auf europäi- scher Ebene vor allem weitere legislative Vorschläge und Anpassungen zum „Euro- pean Green Deal“. Dazu zählte auch die Einigung auf ein europäisches Klimagesetz. Im Juli 2021 präsentierte die Europäische Kommission das „Fit-for-55-Paket“ mit 13 dazugehörigen konkreten Legislativvorschlägen, die den klima- und energiepoliti- schen Rechtsrahmen der EU grundlegend reformieren. Während im Jahr 2020 die Nachfrage nach Strom, Erdgas und Steinkohle aufgrund der Corona-Pandemie ein- gebrochen war und zu einem Preisrückgang führte, zeichnete sich das Jahr 2021 mit einer wiedererstarkenden Weltwirtschaft durch sprunghaft ansteigende Brennstoff- und Strompreise aus. Insbesondere ab Juli 2021 waren die Strompreise sehr stark gestiegen. Haupttreiber war der kältere Winter 2020/21 mit höheren Verbräuchen aus den europäischen Gas- speichern, die aufgrund von angespannten Marktbedingungen auf einem unterdurch- schnittlichen Niveau lagen. Zusätzlich wirkten sich die höhere Nachfrage auf den asi- atischen Märkten nach Flüssigerdgas, Ausfälle von Infrastruktur und geringere Im- porte von Erdgas nach Europa negativ auf das Preisgefüge aus. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2021 konnte die RheinEnergie in den einzelnen Sparten folgende Absatzzahlen erreichen: Strom 15.632 GWh, Erdgas 8.312 GWh, Fernwärme 1.252 GWh, Energiedienstleistungen 742 GWh und Dampf 541 GWh. Die Umsatzerlöse RHEINENERGIE AG 63 der RheinEnergie belaufen sich im Geschäftsjahr ohne Strom- und Energiesteuer auf insgesamt 2.517 Mio. € (Vorjahr 2.468 Mio. €). Der wesentliche Anteil entfällt kon- stant auf die Stromsparte mit 1.403 Mio. € (Vorjahr 1.407 Mio. €). Einen nennenswer- ten Anstieg verzeichnete der Erdgasbereich. Insgesamt stieg das operative Ergebnis von 130 Mio. € im Vorjahr um 62 Mio. € auf 192 Mio. € im Berichtsjahr. Das Finanzer- gebnis der Gesellschaft beläuft sich auf -12 Mio. € und ist gegenüber dem Vorjahr um 60 Mio. € gesunken. Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis wurde ein Betrag in Höhe von 10 Mio. € (Vorjahr 8 Mio. €) zu den Gewinnrücklagen zugeführt. Insgesamt wird ein Gewinn in Höhe von 135 Mio. € an den mit 80 % beteiligten Mehrheitsgesell- schafter GEW Köln AG abgeführt. Die Westenergie erhält eine Ausgleichszahlung in Höhe von 28 Mio. € (Vorjahr 30 Mio. €). Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die RheinEnergie als Energieversorger ist in erheblichem Umfang Risiken aufgrund äußerer Eingriffe von Regulierungsbehörden, insbesondere der Bundesnetzagentur oder der Landesregulierungsbehörden, ausgesetzt. Absenkungen der Erlösobergren- zen aufgrund von Kostenerhebungen und des gesunkenen Zinsniveaus können zu Erlöseinbußen führen. Die Entwicklung zum Energiesystem der Zukunft wird von vielen energiepolitischen Vorgaben bestimmt, die aus heutiger Sicht ein hohes Maß an Planungsunsicherheit bedeuten. Daher bedarf es für die investierenden Unternehmen in hohem Maße ver- lässlicher gesetzlicher energiepolitischer sowie regulatorischer Rahmenbedingungen. Nach wie vor stehen in der Zukunft erhebliche energiepolitische Weichenstellungen an, die substanzielle Auswirkungen auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von Energieversorgern haben können. Für die verbleibenden energieerzeugenden Ein- heiten ergeben sich einerseits erhebliche Risiken aus einer gegenüber der betriebs- gewöhnlichen Nutzungsdauer frühzeitigen Abschaltung und einem weiteren Anstieg des Anteils der erneuerbaren Energien, andererseits Chancen, dass die derzeitige Wirtschaftlichkeit der Kraftwerke aufgrund der Energiepreisschwankungen verbessert werden kann. Trotz umfangreicher Vorsorge durch entsprechende Kontrollen, Wartungen, Betriebs- führungskonzepte etc. können sich Risiken durch den Ausfall dieser Einheiten aus den unterschiedlichsten Gründen, beispielsweise Alter, Witterung etc., sowie bedingt durch die Corona-Pandemie ergeben. Die Abwicklung vieler Prozesse erfolgt durch moderne und sehr komplexe IT-Sys- teme, die trotz hoher Sicherheits- und Wartungsstandards insbesondere vor dem Hintergrund steigender Risiken durch Angriffe Dritter, Einschränkungen der Nutzbar- keit und Verfügbarkeit erfahren können. Im Hinblick auf das Risiko der Verbreitung des Coronavirus hat die RheinEnergie ver- schiedene Maßnahmen vorgesehen, die die Betriebsführung und Daseinsfürsorge für die Kunden in der Region gewährleisten. RHEINENERGIE AG 64 Insbesondere die derzeit anhaltend volatilen Verhältnisse auf den Strom- und Gas- märkten haben erhebliche Auswirkungen auf die Ertragskraft. Die entscheidenden Parameter wie Öl-, Kohle-, CO2-, Strom- und Gaspreise unterliegen erheblichen Schwankungen. Große Auswirkungen ergeben sich durch diese Preisentwicklung insbesondere auf die Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugungsanlagen. Bei einer ne- gativen Entwicklung der Differenz zwischen den Verkaufserlösen für Strom und den dafür anfallenden wesentlichen Erzeugungskosten besteht das Risiko, dass sich die Wertschöpfung in zukünftigen Jahren verringert. Umgekehrt können ein Anstieg der Strompreise beziehungsweise der Margen und/oder die Einführung von entsprechen- den gesetzlichen Rahmenbedingungen zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Ver- besserung der Wertschöpfung aus der Erzeugung führen. Aus derzeitiger Sicht sind weitere negative Auswirkungen durch die Ukraine-Krise auf den Geschäftsverlauf im Handel nicht auszuschließen. Je nach weiterer Entwicklung können sich gravierende Risiken zum Beispiel im Rahmen der Energiebeschaffung ergeben. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die RheinEnergie plant für das Geschäftsjahr 2022 eine steigende Umsatzentwick- lung (ohne Strom- und Energiesteuer) in Höhe von rund 2,6 Mrd. € und ein Ergebnis vor Ertragsteuern in einer Größenordnung von rund 165 Mio. €. Bei den Investitionen steht neben laufenden Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien im Vordergrund. Insgesamt erwartet die RheinEnergie eine unverändert gute Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH 65 NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR T ELEKOMMUNIKATION MBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Am Coloneum 9 50829 Köln Kontakt 0221-22220 www.netcologne.de Gründungsdatum 31.10.1994 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 9.210.000 € Gesellschafter GEW Köln AG 100,000% Tochterunternehmen NetCologne IT Services GmbH 100,000% NetRegio GmbH 99,996% NetAachen GmbH 84,000% Deutsche Netzmarketing GmbH 2,560% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Aufbau einer an den Interessen des Wirtschaftsraums Köln orientierten privaten Tele- kommunikations-Infrastruktur der Gesellschaften der Stadtwerke Köln-Gruppe, ein- schließlich aller damit verbundenen Dienstleistungen und Mehrwertdienste, Entwick- lung, Erbringung und Vermarktung von Basis- und Mehrwert-Netzdienstleistungen einschließlich der zum Netzabschluss erforderlichen Hardware- und Software-Pro- dukte, Erstellung und Vermarktung technischer Konzepte und Studien sowie sämtli- che Managementleistungen auf den vorgenannten Gebieten und damit zusammen- hängende ganzheitliche Komplettlösungen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Timo von Lepel Herr Claus van der Velden (ab 01.05.2021) NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH 66 Aufsichtsrat Herr Dr. Andreas Cerbe (bis 30.06.2021) Vorsitzende*r Herr Dr. Dieter Steinkamp Vorsitzende*r Herr Achim Südmeier stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Stefan Berndorf Herr Florian Braun Frau Susanne Fabry (ab 01.07.2021) Herr Norbert Graefrath (bis 30.06.2021) Herr Martin Hanz Herr Dieter Hassel (bis 30.06.2021) Herr Christian Joisten (MdR) (bis 16.02.2021) Frau Ulrike Kessing (MdR) (ab 17.02.2021) Herr Dr. Gerrit Krupp (MdR) (bis 16.02.2021) Frau Birgit Lichtenstein (ab 01.07.2021) Herr Stefan Münzel Herr Wolfgang Paul (ab 01.07.2021) Herr Stephan Radloff Herr Gernot Schultz Frau Lisa Steinmann (MdR) (ab 17.02.2021) Herr Alexander Volk (ab 17.02.2021) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH 67 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 237.508 238.917 233.166 Immaterielle Vermögensgegenstände 8.619 7.827 5.982 Sachanlagen 187.071 189.272 185.366 Finanzanlagen 41.818 41.818 41.818 Umlaufvermögen 78.446 75.706 92.847 Vorräte 25.417 30.671 32.574 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 51.948 44.384 60.070 Kasse, Bankguthaben, Schecks 1.081 651 203 Rechnungsabgrenzungsposten 9.972 8.038 10.385 Aktive latente Steuern 948 1.575 0 Bilanzsumme 326.874 324.236 336.398 Passiva Eigenkapital 98.024 106.120 104.372 Gezeichnetes Kapital 9.210 9.210 9.210 Kapitalrücklage 51.873 51.873 51.873 Gewinnrücklagen 29.667 36.940 40.989 Jahresergebnis 7.273 8.097 2.300 Rückstellungen 19.536 20.083 22.492 Verbindlichkeiten 199.013 189.567 196.926 Rechnungsabgrenzungsposten 10.301 8.466 12.608 Bilanzsumme 326.874 324.236 336.398 NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH 68 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 283.660 288.778 299.039 Bestandsveränderungen -9.031 -312 1.917 Andere aktivierte Eigenleistungen 2.856 2.411 1.719 Sonstige betriebliche Erträge 4.365 1.980 3.352 Gesamtleistung 281.850 292.856 306.028 Materialaufwand 125.115 130.464 139.851 Personalaufwand 65.641 69.056 70.771 Sonstige betriebliche Aufwendungen 45.714 43.570 42.837 EBITDA 45.381 49.766 52.569 Abschreibungen 33.972 37.198 38.633 Erträge aus Beteiligungen 2.280 2.207 2.543 Erträge aus Gewinnabführung 2.557 2.831 3.267 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 208 130 139 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.267 5.176 4.975 Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.889 4.442 1.585 Sonstige Steuern 23 22 21 Aufwendungen aus Gewinnabführung 0 0 11.005 Jahresergebnis 7.273 8.097 2.300 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 72,7 73,7 69,3 Abschreibungsquote (in %) 17,4 18,9 20,2 Investitionen (T€) 38.700 40.438 34.287 Investitionsquote (in %) 16,3 16,9 14,7 Eigenkapitalquote (in %) 30,0 32,7 31,0 Pensionsrückstellungen (T€) 3.879 4.170 4.573 Kreditverbindlichkeiten (T€) 88.072 80.950 72.200 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 3,8 4,1 5,4 EBIT (T€) 11.408 12.568 13.936 EBITDA (T€) 45.381 49.766 52.569 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 937 936 959 NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH 69 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln, gegründet 1994, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der GEW Köln AG, Köln. Das Unternehmen ver- sorgt als einer der erfolgreichsten Regional-Carrier in Deutschland den Wirtschafts- raum Köln/Bonn mit zukunftssicherer Kommunikationstechnologie. Die NetCologne GmbH ist in den Geschäftsfeldern Privatkunden und Geschäftskun- den aktiv. Das Leistungsangebot umfasst dabei Telefonie, Mobilfunk, TV sowie Inter- net-, Daten- und Wholesale-Dienste. Technische Grundlage bildet das eigene, hoch- leistungsstarke Breitbandnetz. Es bietet Kapazitäten für die weitere dynamische Ent- wicklung des Faktors Kommunikation in der Region. Durch den Ausbau eigener Net- zinfrastruktur schafft die NetCologne GmbH zudem wirtschaftliche und technische Unabhängigkeit von den regulierten Teilnehmeranschlussleitungen der Deutschen Telekom AG. Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik) ist nach wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach Schätzung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) setzte dieser Markt in 2021 ein Volumen von ca. EUR 178,4 Mrd. um und beschäftigte bei hoher Wertschöpfung rund 1,25 Mio. Personen. Geschäftsverlauf In 2021 konnte sich die NetCologne GmbH in einem nach wie vor schwierigen, dyna- mischen und regulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven Wettbewerb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist, sehr gut behaupten. Das Geschäftsjahr 2021 war nicht zuletzt durch die folgenden Besonderheiten ge- prägt: Gewinn der Ausschreibung zum geförderten „Weiße Flecken“-Ausbau in Köln Erfolgreiche Vorvermarktung und Ausbaustart FTTB/H in Dormagen Folgen der COVID19-Pandemie auf interne Arbeitsabläufe und geänderte Kundenanforderungen Bündelung und Ausbau von Kompetenzen im Schulsupport in einen neuen Bereich Education Services in der NetCologne IT Services GmbH Aufbau eines LoRaWan-Netzes für Köln NetCologne wird erneut als „Certified Great Place to Work“ ausgezeichnet Eintritt Dr. Claus van der Velden als neuer Geschäftsführer Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Ertragssteu- ern (EBT) von TEUR 14.889 und konnte damit ihr Ziel von TEUR 12.559 deutlich NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH 70 übertreffen. Das Ergebnis lag um TEUR 2.351 über dem Vorjahreswert (TEUR 12.538), insbesondere aufgrund der deutlich gewachsenen Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf TEUR 299.039 und lagen um TEUR 10.261 über dem Vorjahreswert (TEUR 288.778). Die Überschreitung war auf steigende Umsatz- erlöse im Geschäftskunden- und Privatkundenbereich zurückzuführen, i.W. aufgrund erhöhter Umsätze im Wholesale- und Festnetzbereich. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Der Telekommunikationsmarkt bietet für die NetCologne mittelfristig, trotz des her- aus-fordernden Preis- und Wettbewerbsdrucks, Chancen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung: Mit den eigenen Hochleistungsinfrastrukturen FTTB/FTTH und HFC (Hybrid Fiber Coax) ist die NetCologne für neue Herausforderungen bezüglich des stark zuneh- menden Bandbreiten-bedarfs gut positioniert. Die eigenen Netze vermindern die Ab- hängigkeit von der Deutschen Telekom und ermöglichen Alleinstellungsmerkmale bei Leistungsumfang und Leistungsqualität. Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich jedoch um einen streng regulierten Markt, in dem die Bundesnetzagentur und auch das Bundeskartellamt stark steuernd eingreifen. Einzelne Regulierungsentscheidungen können geschäftshemmend aus- fallen. Beispielsweise reduziert jede Absenkung der sogenannten Festnetz-Terminie- rungsentgelte die Umsätze pro Kunde. Es besteht grundsätzlich Unsicherheit dar- über, wie künftige Regulierungs-entscheidungen ausfallen. Der Markt für Telekommunikation ist zudem durch starken Wettbewerb, großen Preis- druck, zunehmenden Bandbreitenbedarf und hohe Wechselbereitschaft der Kunden geprägt. Dies kann zum Verlust von Umsatzerlösen, Marktanteilen sowie zu Margen- druck bei einigen Produkten führen. Der Russland-Ukraine-Krieg hat bereits jetzt zu erheblichen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland geführt, von denen die NetCologne jedoch nicht unmittelbar betroffen ist. Im Rahmen des russischen Angriffs ist jedoch zu beobach- ten, dass auch der Cyberraum bereits Schauplatz auf ukrainische Unternehmen und Regierungseinrichtungen geworden ist. Es wird daher ein erhöhtes Risiko von Cy- berangriffen für kritische Infrastrukturen in Deutschland gesehen. NetCologne begeg- net diesem Risiko durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen Ergänzend existieren individuelle, operative Risiken bspw. durch den Ausfall eines Technikstandorts, die im Rahmen des Risikomanagementsystems analysiert und so- weit möglich gesteuert werden. NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH 71 Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Für das Jahr 2022 rechnet die NetCologne mit wachsenden Umsätzen im Vergleich zu 2021 sowie einem weitestgehend stabilen Ergebnis vor Steuern von rund 15 Mio. €. NETAACHEN GMBH 72 NETAACHEN GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Grüner Weg 100 52070 Aachen Kontakt 0800-2222333 www.netaachen.de Gründungsdatum 13.03.2009 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 30.000 € Gesellschafter NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH 84,000% Stadtwerke Aachen AG 16,000% Tochterunternehmen NetRegio GmbH 0,004% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Aufbau einer an den Interessen des Wirtschaftsraums Aachen und Köln orientierten privaten Telekommunikations-Infrastruktur, ausgehend von der Netzinfrastruktur der Gesellschaften der Stadtwerke Köln-Gruppe und der STAWAG-Gruppe, einschließ- lich aller damit verbundenen Dienstleistungen und Mehrwertdienste; das Betäti- gungsgebiet der Gesellschaft bleibt auf den Wirtschaftsraum Aachen einschließlich der Kreise Heinsberg und Düren bezogen und orientiert sich im Wesentlichen an der Netzinfrastruktur der STAWAG Stadtwerke Aachen AG sowie anderer kommunaler Netzbetreiber in den genannten Kreisen, Entwicklung, Erbringung und Vermarktung von Basis- und Mehrwert-Netzdienstleistungen einschließlich der zum Netzabschluss erforderlichen Hardware und Software-Produkte; sowie Erstellung und Vermarktung technischer Konzepte und Studien sowie sämtlicher Managementleistungen auf den vorgenannten Gebieten und damit zusammenhängende ganzheitliche Komplettlö- sungen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Andreas Schneider ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. NETAACHEN GMBH 73 JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 37.835 41.345 44.181 Jahresergebnis (T€) 2.400 3.027 3.743 Eigenkapital (T€) 10.858 11.485 12.201 Bilanzsumme (T€) 25.154 25.696 31.050 Investitionen (T€) 898 2.733 7.737 Verbindlichkeiten (T€) 9.127 8.817 12.273 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 87 83 103 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld NetAachen ist in den Geschäftsfeldern Privatkunden, Geschäftskunden und Woh- nungs-wirtschaft aktiv. Die Produktpalette umfasst Telefonieprodukte und -dienstleis- tungen, Mobilfunk,Internetprodukte und -dienstleistungen, Datendienste und TV-Ver- sorgung sowie seit 2021 IT-Dienstleistungen. Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik) ist nach wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach Schätzung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) setzte dieser Markt in 2021 ein Volumen von ca. 178,4 Mrd. € um und beschäftigte bei hoher Wertschöpfung rund 1,25 Mio. Personen. Geschäftsverlauf In 2021 konnte sich die NetAachen GmbH in einem nach wie vor schwierigen, dyna- mischen und hochregulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven Wettbewerb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist, weiter erfolgreich behaupten. Das Geschäftsjahr 2021 war durch folgende Besonderheiten geprägt: - Pandemie - Flutkatastrophe - Förderverfahren „weiße Flecken“ - Neues Geschäftsfeld IT-Dienstleistungen Die NetAachen GmbH konnte im Geschäftsjahr 2021 in einem Marktumfeld, das wei- terhin durch starken Wettbewerb geprägt ist, die sehr guten Ergebnisse der beiden NETAACHEN GMBH 74 Vorjahre erneut steigern. In 2021 stieg die Gesamtleistung der Gesellschaft im Ver- gleich zum Vorjahr um 1.803 T€ auf 42.291 T€ (Vj. 40.488 T€). Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Der Telekommunikationsmarkt bietet für die NetAachen mittelfristig, trotz des heraus- fordernden Preis- und Wettbewerbsdrucks, Chancen für eine weiterhin positive Ge- schäftsentwicklung: Mit eigenem FTTB/H- und Kabel-Netz HFC (Hybrid Fiber Coax) in der Städteregion Aachen ist NetAachen für den wachsenden Bandbreitenbedarf in der Zukunft gut ge- rüstet. Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich jedoch um einen streng regulierten Markt. Einzelne Regulierungsentscheidungen können geschäftshemmend ausfallen. Der Markt für Telekommunikation ist zudem durch starken Wettbewerb geprägt. Er- gänzend existieren individuelle, operative Risiken, die fortlaufend analysiert und so- weit möglich gesteuert werden. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Für das Jahr 2022 rechnet die NetAachen GmbH mit leicht wachsenden Umsätzen im Vergleich zu 2021 sowie einem Ergebnis vor Steuern von ca. 4,1 Mio. €. RHENAG RHEINISCHE ENERGIE AG 75 RHENAG RH EINISCHE EN ERGIE AG FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Bayenthalgürtel 9 50968 Köln Kontakt 0221-937310 www.rhenag.de Gründungsdatum 15.02.2001 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Aktien 40.000.000 € (2.700.000 Stü- cke) Aktionäre Westenergie AG 66,67% RheinEnergie AG 33,33% Tochterunternehmen Heizungs- und Sanitärbau WIJA GmbH 100,00% Rhein-Sieg Netz GmbH 100,00% Westerwald-Netz GmbH 100,00% rhenagbau GmbH 100,00% KVK Kompetenzzentrum Verteilnetze und Konzessionen GmbH 74,90% GkD Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH 50,00% Gemeindewerke Windeck GmbH & Co KG (bis 15.12.2021) 49,90% Windeck Energie GmbH (ab 16.12.2021) 49,90% Energieversorgung Niederkassel GmbH & Co. KG 49,00% energy4u GmbH & Co. KG 49,00% energienatur Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH 44,00% evm Windpark Höhn GmbH & Co. KG 33,20% e-regio GmbH & Co. KG 31,74% MAINGAU Energie GmbH 26,12% A/V/E GmbH 25,10% Siegener Versorgungsbetriebe GmbH 24,92% Propan Rheingas GmbH & Co. KG 21,09% Propan Rheingas GmbH 20,00% BEW Bergische Energie- und Wasser- GmbH 19,47% SE SAUBER ENERGIE Verwaltungs-GmbH 16,68% SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG 16,67% RHENAG RHEINISCHE ENERGIE AG 76 Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG (ab 24.03.2021) 5,76% GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG 3,87% GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs GmbH 3,87% Stromnetzgesellschaft Neunkirchen-Seelscheid GmbH & Co. KG 1,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme sowie die Entsorgung. Zur Er- reichung des Gesellschaftszweckes kann die Gesellschaft Gas, Wasser, elektrische Energie und Wärme erzeugen, beziehen, verwerten und veräußern sowie alle sonsti- gen mit diesen Versorgungsbereichen und der Entsorgung zusammenhängenden Geschäfte und Maßnahmen einschließlich Planung und Beratung vornehmen. Die Gesellschaft kann insbesondere Anlagen und Einrichtungen aller Art, die dem ge- nannten Zweck zu dienen geeignet sind, erwerben, errichten und betreiben, allein o- der gemeinsam mit anderen, für eigene oder fremde Rechnung. Sie kann sich an Ge- sellschaften und anderen Unternehmungen und allen Geschäften beteiligen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Vorstand Frau Dr. Catharina Friedrich Herr Dr. Hans-Jürgen Weck Aufsichtsrat Herr Dr. Jürgen Grönner Vorsitzende*r Herr Oliver Heinrichs stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Gabriele Eggers Herr Harald Heß Herr Michael Stangel Herr Dr. Dieter Steinkamp ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln RHENAG RHEINISCHE ENERGIE AG 77 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 183.418 186.309 182.426 Jahresergebnis (T€) 34.203 28.388 31.428 Eigenkapital (T€) 148.389 142.622 145.700 Bilanzsumme (T€) 237.719 233.810 254.499 Investitionen (T€) 3.288 2.501 5.490 Verbindlichkeiten (T€) 29.449 34.595 46.651 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 284 292 302 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die rhenag Rheinische Energie AG - 1872 in Köln gegründet - zählt zu den ältesten deutschen Energieversorgern. In ihrem Versorgungsgebiet, das sich von der rechts- rheinischen Rhein-Sieg Region bis ins nördliche Rheinland-Pfalz erstreckt, ist rhenag Vor-Ort-Versorger in den Sparten Strom, Gas und Wasser für über 100.000 Kunden. Neben der unmittelbaren Energieversorgung bietet rhenag in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität moderne Energiedienstleistungen und Elektromobilitätslösun- gen für eine sektorübergreifende Energiewende in ihrer Region. Über ihre beiden 100%igen Netztöchter Rhein-Sieg Netz GmbH und Westerwald-Netz GmbH betreibt rhenag darüber hinaus eine moderne energiewirtschaftliche Infrastruktur, die ihren Konzessionskommunen eine hohe Versorgungssicherheit garantiert, die lokale Ener- giewende auf den netztechnischen Themenfeldern vorantreibt und sie im Standort- wettbewerb stärkt. Überregional ist rhenag Beteiligungsmanager von zahlreichen Re- gionalversorgern mit Schwerpunkt in NRW und zählt deutschlandweit zu den führen- den Stadtwerke-Kooperationspartnern. Geschäftsverlauf 2021 war das zweite Jahr, in dem rhenag ihr Geschäft unter den geschilderten Pan- demiebedingungen betreiben musste. Nachdem 2020 ganz im Zeichen des akuten Krisenmanagements gestanden hatte, stabilisierten sich 2021 die Arbeitsprozesse unter den neuen Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie. Insbesondere erlebten wir einen echten Digitalisierungsschub, der nicht nur sicheres Arbeiten aus der Dis- tanz ermöglichte, sondern mit dem Nebeneinander von Homeoffice und Büroarbeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch die Flexibilität bei der individuellen Ar- beitsorganisation erhöht hat. Das Jahr 2021 hat die Art des Zusammenarbeitens nachhaltig verändert. Diese Veränderungen werden über Corona hinaus bestehen bleiben. Wirtschaftlich hat sich rhenag im zweiten Corona-Jahr robust präsentiert, wie der Blick auf die einzelnen Geschäftsfelder zeigt: RHENAG RHEINISCHE ENERGIE AG 78 Im Energiegeschäft lagen die wesentlichen Kennzahlen des Commodity-Ge- schäfts, welches das Ergebnis dieses Bereichs nach wie vor prägt, auf Vorjah- resniveau. Sowohl beim Gas als auch beim Strom blieben die Absatzzahlen geringfügig hinter den Vorjahreswerten zurück. In beiden Sparten war der Wettbewerbsdruck bis zur Energiepreiskrise hoch, nennenswerte überregio- nale Kundenzugewinne blieben aufgrund des coronabedingt eingeschränkten Direktvertriebs aus. Erfreulich war die Entwicklung im rhenag-Dienstleistungsgeschäft, in dem der positive Trend bei Umsatz und Ergebnis weiter fortgesetzt werden konnte. We- sentlicher Motor dieser Entwicklung waren die IT-Dienstleistungen. Mit mehre- ren großen Migrationsprojekten gehörte 2021 für rhenags lima-Software zu den erfolgreichsten Geschäftsjahren. Das Beteiligungsgeschäft konnte im klassischen Bereich der Zusammenarbeit mit den energiewirtschaftlichen Minderheitsbeteiligungen das starke Vorjah- resergebnis bestätigen. Da sich gleichzeitig die Ergebnisse der beiden rhenag-Netztöchter Rhein-Sieg Netz GmbH (RSN) und Westerwald-Netz GmbH (WWN), die ebenfalls in diesem Geschäftsfeld verbucht werden, wieder auf besserem Niveau bewegten, weist das Beteiligungsgeschäft im Vorjahres- vergleich unterm Strich ein Plus aus. Insgesamt betrug das Ergebnis vor Steuern 39,2 Mio. € (Vorjahr 36,0 Mio. €). Nach Steuern erwirtschaftete rhenag 2021 einen Jahresüberschuss von 31,4 Mio. € (Vor- jahr 28,4 Mio. €). Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Beim Gasabsatz, der insbesondere in der Heizperiode maßgeblich vom Witterungs- verlauf beeinflusst wird, erwartet rhenag einen Absatz von rd. 1,5 Mrd. kWh und da- mit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Bei der Stromversorgung geht rhenag von einer Absatzsteigerung auf rund 220 Mio. kWh aus. Vor diesem Hintergrund plant rhenag für 2022 mit einem Ergebnis vor Steuern von rund 35,6 Mio. € und einem ausschüttbaren Gewinn von rund 27,6 Mio. €. BRUNATA-METRONA GMBH 79 BRUNAT A-METR ONA GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Max-Planck-Str. 2 50354 Hürth Kontakt 02233-50 0 www.brunata-metrona.de Gründungsdatum 01.10.1953 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 11.000.000 € Gesellschafter GEW Köln AG 100,00% Tochterunternehmen METRONA GmbH 100,00% cowelio GmbH 51,00% BRUNATA-METRONA FL S.a r.l. 1,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Sämtliche Dienstleistungen und Produkte im Zusammenhang mit der Abrechnung von Energie, insbesondere Wärme. Über die cowelio GmbH erfolgt die Versorgung von Kunden im Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft mit Strom, Gas und Wärme. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Oliver Geer Herr Norbert Rolf BRUNATA-METRONA GMBH 80 Aufsichtsrat Herr Achim Südmeier Vorsitzende*r Herr Norbert Graefrath (bis 30.06.2021) stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Birgit Lichtenstein (ab 01.07.2021) stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Dr. Andreas Cerbe (bis 30.06.2021) Frau Susanne Fabry (ab 01.07.2021) Herr Lino Hammer (MdR) (ab 28.06.2021) Herr Dieter Hassel (bis 30.06.2021) Herr Wolfgang Herde Frau Sabine Huerth Herr Sven Kaske (MdR) Herr Norbert Kasten (bis 28.02.2021) Frau Annemarie Kurth-Schäfer Herr Holger Marian Herr Harald Otto (ab 31.03.2021) Herr Dr. Nils Helge Schlieben (MdR) Frau Ursula Schlömer (MdR) Herr Dr. Dieter Steinkamp Herr Karl-Heinz Walter (bis 16.02.2021) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Ebner Stolz GmbH & Co. KG KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 130.074 132.447 138.632 Jahresergebnis (T€) 23.245 23.549 23.533 Eigenkapital (T€) 16.927 16.927 16.927 Bilanzsumme (T€) 76.635 78.548 81.644 Investitionen (T€) 26.074 29.059 37.204 Verbindlichkeiten (T€) 29.350 30.645 33.481 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 562 569 595 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Schwerpunktmäßig ist die geschäftliche Tätigkeit der BRUNATA weiterhin auf Wär- memess- und sonstige Serviceleistungen für die Wohnungswirtschaft ausgerichtet. Wesentliche Faktoren für die Geschäftsentwicklung sind neben der Bindung und Ent- wicklung bestehender Kundenbeziehungen insbesondere die Ausweitung der Ge- schäftstätigkeit durch die Übernahme von Abrechnungsaufträgen des Wettbewerbs BRUNATA-METRONA GMBH 81 und die Entwicklung der allgemeinen Bautätigkeit. Typischerweise werden die von BRUNATA angebotenen Dienstleistungen in Gebäuden mit 3 oder mehr Wohnungen in Anspruch genommen. Die Anzahl der Neubaugenehmigungen für solche Wohnge- bäude lag in den für BRUNATA relevanten Bundesländern in 2020 – und damit als Marktvolumen in 2021 wirksam – bei rund 8.400 Gebäuden bzw. 83.000 Wohnungen, was jeweils eine leichte Erhöhung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Der Markt für Wärmemessdienstleistungen ist in Deutschland vollständig erschlossen und verteilt. Dies führt zu erheblichem Wettbewerbsdruck und daraus folgend – insbesondere im Großkundenbereich – zu tendenziell rückläufigen Preisen. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 129,3 Mio. € erreicht, wo- mit der Vorjahreswert um 3,9 Mio. € überschritten wurde. Erlössteigerungen wurden hierbei insbesondere im Kerngeschäft durch Erhöhungen der Erlöse aus dem Ab- rechnungs- und dem Vermietungsgeschäft. Einhergehend mit den vorgenommenen Umwandlungen von Handelsvertretungen in Niederlassungen, sind die Aufwendun- gen für bezogene Ablese- und Montageleistungen weiter gesunken und Personalauf- wendungen entsprechend gestiegen. Gestiegene Investitionen in ein neues ERP- System und in die im Vermietungsgeschäft eingesetzten Messgeräte führten zu er- höhten Abschreibungen. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe des Vorjahreswertes von 23,5 Mio. € erzielt. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die Gesellschaft verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem und ist zusätzlich ein- gebunden in das Risikofrüherkennungssystem der GEW. Unverändert fortgeschrie- ben wird ein 2015 identifiziertes Risiko als Folge einer durch das Bundeskartellamt durchgeführten Sektoruntersuchung für den Bereich Submetering. Im Ergebnis wurde kein marktmissbräuchliches Verhalten festgestellt, jedoch wurden Empfehlun- gen an den Gesetzgeber gegeben, die auf eine Stärkung des Wettbewerbs abzielen. Deren Umsetzung könnte zu erhöhtem Preisdruck am Markt führen. Als weiteres un- verändert fortbestehendes Risiko wurde in 2018 ein zwischen den drei BRUNATA- Gesellschaften in München, Hamburg sowie Hürth und der Minol-Zenner Gruppe ge- führter Markenrechtstreit über die Nutzung der Marke „Brunata“ identifiziert. Neu auf- genommen wurde in 2020 ein Risiko aus der Verbreitung des COVID-19-Virus und den daraus resultierenden restriktiven Maßnahmen zu dessen Eindämmung. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Jahr 2021 waren gering. Als allgemeines Risiko ist weiterhin der durch Wettbewerbs- tätigkeit bedingte, anhaltend hohe Preisdruck, insbesondere im Großkundenbereich, zu sehen. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Zur Absicherung des Kerngeschäftes stellt BRUNATA, auch zusammen mit den BRUNATA-Gesellschaften in München und Hamburg, strategische Überlegungen zur BRUNATA-METRONA GMBH 82 Geschäftsausweitung an, die in den kommenden Jahren realisiert werden sollen. Ins- gesamt erwartet BRUNATA für das Folgejahr 2022 einen weiterhin positiven Ge- schäftsverlauf und ein deutlich positives, leicht unter dem Niveau des Jahres 2021 liegendes Ergebnis vor Ergebnisabführung. Bestandsgefährdende Risiken sind für BRUNATA derzeit nicht zu erkennen. METRONA GMBH 83 METRON A GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Max-Planck-Str. 2 50354 Hürth Kontakt 02233500 www.brunata-metrona.de Gründungsdatum 30.09.1983 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 1.000.000 € Gesellschafter BRUNATA-METRONA GmbH 100,00% Tochterunternehmen METRONA POLSKA Pomiary i Rozliczenia Sp.z. o.o. 100,00% METRONA S.R.L 44,00% METRONA Union GmbH 44,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Sämtliche Dienstleistungen und Produkte im Zusammenhang mit der Abrechnung von Energie, insbesondere Wärme, im Bundesland Baden-Württemberg und außer- halb von Deutschland mit Ausnahme von Belgien, Frankreich, dem Großherzogtum Luxemburg und dem Fürstentum Monaco. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Oliver Geer Herr Norbert Rolf ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Ebner Stolz GmbH & Co. KG METRONA GMBH 84 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 24.368 25.661 27.401 Jahresergebnis (T€) 5.519 5.117 6.242 Eigenkapital (T€) 2.207 2.207 2.207 Bilanzsumme (T€) 14.938 14.518 15.914 Verbindlichkeiten (T€) 12.168 11.731 13.119 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Kerngeschäft der METRONA GmbH (METRONA) ist die Materialbeschaffung und - bevorratung für die Muttergesellschaft BRUNATA-METRONA GmbH (BRUNATA). Zu- sätzlich betreibt sie außerhalb des regionalen Kernarbeitsgebietes der BRUNATA ein eigenes Wärmemessdienstgeschäft. Der Geschäftsgang der METRONA ist weitge- hend an den der Muttergesellschaft BRUNATA gekoppelt. In 2021 haben sich weder im eigenen Wärmemessdienstgeschäft, noch im Zuliefergeschäft an BRUNATA nen- nenswerte Änderungen am Marktvolumen ergeben. Dabei ist der Markt für Wärme- messdienstleistungen in Deutschland vollständig erschlossen und verteilt, was insbe- sondere im Großkundenbereich zu intensiven Wettbewerb und Preisdruck führt. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 129,3 Mio. € erreicht, wo- mit der Vorjahreswert um 3,9 Mio. € überschritten wurde. Erlössteigerungen wurden hierbei in Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 27,3 Mio. € er- reicht, womit der Vorjahreswert um 1,7 Mio. € überschritten wurde. Die erreichte Stei- gerung ist dabei im Wesentlichen auf ein gestiegenes Liefervolumen an BRUNATA zurückzuführen. Aufgrund erreichter Effizienzsteigerungen sind die Materialaufwen- dungen nur unterproportional zu den Umsatzerlösen gestiegen. Insgesamt ist das Er- gebnis vor Ergebnisabführung um 1,1 Mio. € auf 6,2 Mio. € gestiegen. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die METRONA verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem, in das neben der Ge- sellschaft unter anderem auch die BRUNATA eingebunden ist. Beide Gesellschaften sind zusätzlich in das Risikofrüherkennungssystem der GEW eingebunden. Unverän- dert fortgeschrieben wird ein 2015 identifiziertes Risiko als Folge einer durch das Bundeskartellamt durchgeführten Sektoruntersuchung für den Bereich Submetering. Im Ergebnis wurde kein marktmissbräuchliches Verhalten festgestellt, jedoch wurden Empfehlungen an den Gesetzgeber gegeben, die auf eine Stärkung des Wettbe- werbs abzielen. Deren Umsetzung könnte zu erhöhtem Preisdruck am Markt führen. METRONA GMBH 85 Neu aufgenommen wurde in 2020 ein Risiko aus der Verbreitung des COVID-19-Vi- rus und den daraus resultierenden restriktiven Maßnahmen zu dessen Eindämmung. Diese in Art und Umfang außergewöhnlichen Umstände haben direkte und indirekte Auswirkungen auf die allgemeine wirtschaftliche Lage. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Jahr 2021 waren gering. Als allgemeines Risiko ist weiterhin der durch Wettbewerbstätigkeit bedingte, anhaltend hohe Preisdruck, insbesondere im Großkundenbereich, zu sehen. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die in der Muttergesellschaft BRUNATA für 2022 geplanten Wachstumsmaßnahmen werden in der METRONA zu einer stabilen Umsatz- und Ertragsentwicklung führen. METRONA geht von einer insgesamt angespannten Situation auf dem Beschaffungs- markt mit Einfluss auf die Verfügbarkeiten, jedoch weiterhin stabilen Beschaffungs- preisen aus. Insgesamt erwartet METRONA für das Folgejahr 2022 ein deutlich posi- tives, über dem Niveau des Jahres 2021 liegendes Ergebnis. STADTENTWÄSSERUNGSBETRIEBE KÖLN, AÖR 86 STADT ENT WÄSSERUN GSBETR IEBE KÖLN , AÖR FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Ostmerheimer Straße 555 51109 Köln Kontakt 0221 - 221 26868 Telefax 0221 - 221 26770 www.steb-koeln.de Gründungsdatum 05.04.2001 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 500.000 € Gesellschafter Stadt Köln 100,00% Tochterunternehmen aquabench GmbH 8,00% Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft gGmbH 2,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Wesentliche Aufgabenbereiche der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) sind gemäß § 2 der Satzung: • Abwasserbeseitigung auf dem Gebiet der Stadt Köln, • Annahme und Mitbehandlung flüssiger und pumpfähiger biologischer Abfälle zur Verwertung nach behördlichen Genehmigungen, • Unterhaltung, Betrieb und Reinigung aller Straßenentwässerungsanlagen ein- schließlich der Nebenanlagen auf dem Gebiet der Stadt Köln, • Sanierung und Neubau aller Straßenentwässerungsanlagen einschließlich der Si- ckergruben auf dem Gebiet der Stadt Köln, • Hochwasserschutz auf dem Gebiet der Stadt Köln, • Gewässerunterhaltung einschließlich des Gewässerausbaus, des Ausgleichs der Wasserführung und des Hochwasserschutzes bei dem auf den auf dem Gebiet der Stadt Köln gelegenen sonstigen Gewässern. Die StEB kann weitere Tätigkeiten im unmittelbaren Zusammenhang mit den Aufga- ben, zu denen die Stadt Köln gegenüber Dritten unmittelbar verpflichtet ist, als Erfül- lungsgehilfe übernehmen. STADTENTWÄSSERUNGSBETRIEBE KÖLN, AÖR 87 ORGANE DER GESELLSCHAFT Vorstand Frau Ulrike Franzke (ab 01.07.2021) Herr Otto Schaaf (bis 31.03.2021) Verwaltungsrat Frau Andrea Blome (StD) (bis 31.10.2021) Vorsitzende*r Herr William Wolfgramm (Bg) (ab 01.11.2021) Vorsitzende*r Frau Denise Abé (MdR) Frau Constanze Aengenvoort (MdR) Herr Dr. Rolf Albach Herr Gerhard Brust Herr Martin Erkelenz (MdR) Frau Christiane Jäger (MdR) Herr Jürgen Kircher (MdR) Herr Andreas Köhler Frau Elisabeth Lange Frau Erika Oedingen (MdR) Herr Robert Schallehn (MdR) Frau Karina Syndicus (MdR) Frau Sabine Ulke ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln STADTENTWÄSSERUNGSBETRIEBE KÖLN, AÖR 88 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 1.873.160 1.848.638 1.826.478 Immaterielle Vermögensgegenstände 1.634 1.688 1.632 Sachanlagen 1.871.512 1.846.927 1.824.841 Finanzanlagen 14 23 5 Umlaufvermögen 7.075 5.491 6.099 Vorräte 1.131 1.100 1.075 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.939 4.388 5.020 Wertpapiere 0 0 0 Kasse, Bankguthaben, Schecks 5 4 4 Rechnungsabgrenzungsposten 68 35 446 Bilanzsumme 1.880.303 1.854.165 1.833.023 Passiva Eigenkapital 806.294 801.344 803.123 Gezeichnetes Kapital 500 500 500 Kapitalrücklage 708.604 706.369 704.180 Gewinnrücklagen 69.391 68.569 69.504 Bilanzergebnis 27.799 25.906 28.939 Sonderposten 267.695 264.906 259.212 Rückstellungen 85.046 97.092 106.405 Verbindlichkeiten 719.336 689.342 662.279 Rechnungsabgrenzungsposten 1.933 1.480 2.003 Bilanzsumme 1.880.303 1.854.165 1.833.023 STADTENTWÄSSERUNGSBETRIEBE KÖLN, AÖR 89 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 209.825 212.986 213.724 Bestandsveränderungen -20 2 2 Andere aktivierte Eigenleistungen 3.343 3.991 3.880 Sonstige betriebliche Erträge 17.666 15.635 15.489 Gesamtleistung 230.814 232.614 233.095 Materialaufwand 44.789 45.571 46.081 Personalaufwand 53.294 60.200 59.344 Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.036 13.600 12.933 EBITDA 119.694 113.243 114.736 Abschreibungen 77.751 77.368 78.290 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 53 223 368 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des UV 0 0 20 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.912 12.150 9.993 Steuern vom Einkommen und Ertrag 17 72 39 Sonstige Steuern 506 204 182 Jahresergebnis 25.562 23.671 26.579 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 99,6 99,7 99,6 Abschreibungsquote (in %) 4,2 4,2 4,3 Investitionen (T€) 43.916 53.891 57.085 Investitionsquote (in %) 2,3 2,9 3,1 Eigenkapitalquote (in %) 42,9 43,2 43,8 Pensionsrückstellungen (T€) 52.951 60.343 68.210 Kreditverbindlichkeiten (T€) 636.883 572.521 502.614 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 2,2 1,9 2,0 EBIT (T€) 41.944 35.875 36.446 EBITDA (T€) 119.694 113.243 114.736 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 628 637 639 STADTENTWÄSSERUNGSBETRIEBE KÖLN, AÖR 90 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die konjunkturellen Veränderungen haben für die StEB Köln branchentypisch keinen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Grundsätzlich führten die anhalten- den Bemühungen der Verbraucherinnen und Verbraucher, den Wasserverbrauch bei industriellen Verfahren sowie in den privaten Haushalten zu senken, zu einer tenden- ziell spürbaren Reduzierung des Frischwasserverbrauchs, der die Grundlage für die Schmutzwassergebühr bildet. In den vergangen zwei Jahren kehrte sich die Entwick- lung – im Zusammenhang mit den, auf das Jahr betrachtet, gesunkenen Nieder- schlagsmengen – um. Der Wasserverbrauch der Haushalte stieg signifikant an, so- dass die Gebühreneinnahmen daraufhin deutlich um 4,5 Mio. € gegenüber dem Plan gestiegen sind. Das bedeutet umgekehrt, dass voraussichtlich in Jahren mit aus- kömmlichen Niederschlagsmengen der Frischwasserverbrauch und die Gebühren- einnahmen entsprechend stark sinken werden. Daneben sind die StEB Köln von verschiedenen branchen-übergreifenden, wirt- schaftlichen Auswirkungen der Coronakrise betroffen. Dies gilt insbesondere für die Preisentwicklung bei Baupreisen. Langanhaltende Lieferengpässe, die den Ge- schäftsbetrieb erheblich beeinflussen, sind nicht aufgetreten. Geschäftsverlauf 2021 Es wurde ein Jahresüberschuss von 26,6 Mio. € (Vorjahr 23,7 Mio. €) gegenüber ei- nem Planergebnis von 21,8 Mio. € erzielt. In den Jahren 2005 bis 2021 ging der Frischwasserverbrauch in Köln um 5,7 % zurück. Wäre der Frischwasserverbrauch nicht gesunken, hätte der Schmutzwassergebührensatz 2021 1,42 €/m³ betragen. Der tatsächliche Schmutzwassergebührensatz in Höhe von 1,54 €/m³ liegt höher. Diese Steigerung ist allein auf die gesunkenen Frischwassermengen zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote wird stabil bei 43,8% liegen. Die StEB Köln gehen aktuell da- von aus, dass das Planergebnis 2022 von 21,9 Mio. € erreicht wird. Im Jahre 2021 lag die Priorität weiterhin in der Bearbeitung der baulichen Sanierung der Kölner Kanalnetze, in diversen Netzergänzungen für Erschließungsmaßnahmen und in Erneuerungsmaßnahmen in den Kölner Kläranlagen. Betrieblich lag in 2021 ein besonderer Schwerpunkt in dem zum 1. Mai 2017 übernommenen Geschäftsfeld des Betriebes und der baulichen Unterhaltung der 16 Weiher in den Kölner Parkanla- gen. Aufgrund der Corona-Pandemie kam es zu erheblichen organisatorischen Anpassun- gen im Unternehmen. Das wirtschaftliche Ergebnis wurde durch vermehrte Absetzun- gen und Stundungen bei den Abwassergebühren als auch kostenseitig aufgrund von adhoc gestiegenen IT-Anforderungen und sonstigen betrieblichen Schutzmaßnah- men berührt. STADTENTWÄSSERUNGSBETRIEBE KÖLN, AÖR 91 Chancen und Risiken Die wesentlichen Risiken bestehen in folgenden Bereichen: Auswirkungen der Corona-Pandemie: Den Risiken, die aufgrund der Corona- pandemie im Vorjahr erhöht eingeschätzt worden sind, konnte durch gezielte Maßnahmen entgegengewirkt werden (Risiken aus Vergabe, Insolvenzrisiko von Lieferanten). Weitere coronabedingte Einflüsse wurden nicht identifiziert. Informationssicherheit: Das Informationssicherheitsmanagementsystem ist bei den StEB Köln etabliert. Der Sicherheitsprozess unterstützt die stetige Ent- wicklung und Umsetzung technischer und organisatorischer Maßnahmen der Informationssicherheit im gesamten Unternehmen. Die StEB Köln streben die höchstmögliche Sicherheit im Umgang mit personenbezogenen und personen- beziehbaren Daten an. Dies wird u. a. durch die qualifizierte datenschutzrecht- liche Prüfung bei der Inbetriebnahme von DV-Programmen und Hardware ge- währleitstet. Dies gilt auch für Anwendungen, die nicht in On-Premises der StEB Köln liegen. Bei einem für die StEB Köln tätigen Dienstleister kam es zu einem Sicherheitsvorfall. Daten der StEB Köln sind nach Auskunft des Dienst- leisters nicht betroffen. Sicherheit der Klärschlammentsorgung und Phosphorrecycling: Am 3.Oktober 2017 trat die neue Klärschlammverordnung (AbfKlärV) in Kraft. Wichtigste Än- derung war das schon lange diskutierte Verbot der landwirtschaftlichen Klär- schlammverwertung sowie die Pflicht zur Phosphorrückgewinnung für große Kläranlagen nach einer Frist von zwölf Jahren (2029). Der Beschluss des Ra- tes der Stadt Köln über das Projekt „Klärschlammverwertung am Rhein“ (künf- tig KLAR GmbH / Verbrennungsanlage in Köln-Merkenich) hatte eine Beteili- gung der StEB Köln, der Stadt Bonn, der beteiligten Umlandgemeinden sowie des SWK Köln zur Grundlage. Es wird davon ausgegangen, dass alle Zustim- mungen der potentiellen Gesellschafter bis zum Sommer 2022 vorliegen und eine Gesellschaftsgründung in 2022 erfolgen kann EE ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEBE DER STADT KÖLN 92 EE ABFALLWIRTSCH AFT SBETRIEBE D ER STADT KÖLN FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Stadthaus Deutz/Willy- Brandt-Platz 2 50679 Köln Kontakt 0221 - 221 27557 Gründungsdatum 01.01.1998 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 511.292 € UNTERNEHMENSGEGENSTAND Der Zweck des Abfallwirtschaftsbetriebes der Stadt Köln ist die Gewährleistung der Abfallbeseitigung, Straßenreinigung und Winterwartung nach Maßgabe der Abfallsat- zung und der Straßenreinigungssatzung der Stadt Köln. Ausgenommen sind abfall- wirtschaftliche Grundsatzangelegenheiten, die der Beschlussfassung des Rates und seiner Ausschüsse zum Abfallwirtschaftskonzept unterliegen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Betriebsleitung Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg) Erste*r Betriebsleiter*in Herr Dr. Thomas Kreitsch Geschäftsführende*r Betriebsleiter*in Betriebsausschuss Frau Denise Abé (MdR) Vorsitzende*r Herr Christian Achtelik (MdR) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Polina Frebel (MdR) 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Constanze Aengenvoort (MdR) Herr Dr. John Emeka Akude (MdR) Herr Dr. Rolf Albach Frau Christiane Jäger (MdR) Frau Christiane Martin (MdR) Frau Sarah Niknamtavin (MdR) Herr Robert Schallehn (MdR) Frau Ursula Schlömer (MdR) Herr Rafael Struwe Herr Florian Weber (MdR) EE ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEBE DER STADT KÖLN 93 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 230.816 237.122 Jahresergebnis (T€) -2.075 3.238 Eigenkapital (T€) 0 2.693 Bilanzsumme (T€) 14.852 12.310 Investitionen (T€) - - Verbindlichkeiten (T€) 12.185 6.556 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt - - Der Jahresabschluss 2021 der e.E. Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln lag zum Zeitpunkt der Erstellung des Beteiligungsberichts noch nicht vor. SPEZIELLER TEIL 94 2. Verkehr KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG 95 KÖLNER VERKEHRS- BETR IEBE AG FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Scheidtweilerstraße 38 50933 Köln Kontakt 0221 547-0 www.kvb.koeln Gründungsdatum 15.11.1960 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 78.300.000 € Aktionäre Stadtwerke Köln GmbH 90,00% Stadt Köln 10,00% Tochterunternehmen Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH 100,00% Westigo GmbH 100,00% KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH 51,00% Schilling Omnibusverkehr GmbH 51,00% DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH 25,50% VDV eTicket Service GmbH & Co. KG 10,12% beka GmbH 0,31% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Bedienung des öffentlichen Verkehrs. Die Ge- sellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des benannten Gesellschaftszweckes notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unter- nehmen, die ihren Zwecken dienlich oder förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässi- gen Form beteiligen oder solche Unternehmen erwerben oder errichten. ORGANE DER GESELLSCHAFT Vorstand Frau Stefanie Haaks Sprecher*in Herr Peter Densborn Herr Dr. Thomas Schaffer Herr Jörn Schwarze KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG 96 Aufsichtsrat Herr Lino Hammer (MdR) Vorsitzende*r Herr Marco Steinborn 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Mira Ball (bis 31.12.2021) Frau Andrea Blome (StD) Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger (MdR) Herr Ralf Finkensieper Herr Detlef Friesenhahn Herr Markus Fürst-Reichelt Herr Eric Haeming (MdR) Herr Mike Homann (MdR) Frau Christiane Jäger (MdR) Herr Daniel Kolle Herr Dr. David Lutz (MdR) Herr Frank Michael Munkler Herr Michael Nettesheim Herr Thomas Oberwinter Herr Ralph Sterck (MdR) Frau Güldane Tokyürek (MdR) Herr Stefan Weyers Herr Andreas Wolter (MdR) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Bürgschaften 255.034 - gewährte Darlehen 23.875 KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG 97 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 768.718 875.498 866.306 Immaterielle Vermögensgegenstände 7.249 7.982 8.650 Sachanlagen 755.116 861.410 851.771 Finanzanlagen 6.353 6.106 5.885 Umlaufvermögen 262.435 152.911 140.121 Vorräte 31.644 31.582 30.201 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 228.796 119.553 108.083 Kasse, Bankguthaben, Schecks 1.995 1.776 1.837 Rechnungsabgrenzungsposten 2.851 3.259 2.587 Bilanzsumme 1.034.004 1.031.668 1.009.014 Passiva Eigenkapital 347.044 365.775 384.451 Gezeichnetes Kapital 78.300 78.300 78.300 Kapitalrücklage 268.581 287.312 305.988 Gewinnrücklagen 163 163 163 Jahresergebnis 0 0 0 Sonderposten 53.132 85.573 59.424 Rückstellungen 124.148 137.775 150.107 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 73.513 78.713 83.799 sonstige Rückstellungen 50.635 59.062 66.308 Verbindlichkeiten 505.991 440.392 413.600 Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 382.743 352.333 324.125 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.524 25.261 28.792 Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 66 4.183 1.572 Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis - 2 7 Sonstige Verbindlichkeiten 95.658 58.613 59.104 Rechnungsabgrenzungsposten 3.689 2.153 1.432 Bilanzsumme 1.034.004 1.031.668 1.009.014 KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG 98 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 299.400 250.756 251.027 Bestandsveränderungen -72 -848 112 Andere aktivierte Eigenleistungen 7.747 8.673 10.177 Sonstige betriebliche Erträge 47.998 102.617 111.675 Gesamtleistung 355.073 361.198 372.991 Materialaufwand 144.108 153.760 166.615 Personalaufwand 224.258 234.357 253.728 Sonstige betriebliche Aufwendungen 32.308 29.721 34.802 EBITDA -45.601 -56.640 -82.154 Abschreibungen 40.137 41.454 51.419 Erträge aus Beteiligungen 1.069 1.037 1.557 Aufwendungen aus Verlustübernahme 66 320 138 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 35 20 17 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60 58 51 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des UV 21 5 6 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.001 12.315 12.044 Sonstige Steuern 323 306 813 Erträge aus Verlustübernahme 99.985 109.925 144.949 Jahresergebnis 0 0 0 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 74,3 84,9 85,9 Abschreibungsquote (in %) 5,3 4,8 6,0 Investitionen (T€) 83.622 163.752 99.802 Investitionsquote (in %) 10,9 18,7 11,5 Eigenkapitalquote (in %) 33,6 35,5 38,1 Pensionsrückstellungen (T€) 73.513 78.713 83.799 Kreditverbindlichkeiten (T€) 382.743 352.333 324.125 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) -8,2 -9,5 -13,2 EBIT (T€) -85.738 -98.094 -133.573 EBITDA (T€) -45.601 -56.640 -82.154 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 3.696 3.885 4.047 KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG 99 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden Beschränkungen haben die Unter- nehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Schienenpersonen- nahverkehrs (SPNV) auch im vergangenen Jahr hart getroffen. Nach aktuellen Berech- nungen des Branchenverbands VDV liegen die Einnahmeverluste bei rund 4,0 Mrd. € für das Geschäftsjahr 2021. Auch im Verkehrsverbund Rhein-Sieg waren im Geschäftsjahr 2021 die Auswirkungen der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie sowie der Flutkata- strophe im Sommer in einem deutlichen Fahrgastrückgang zu spüren. Damit verbun- den sanken die Einnahmen der VRS-Unternehmen um ca. 20 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Geschäftsverlauf Aktuell haben sich auch die Fahrgastzahlen der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) aufgrund der lang anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich redu- ziert. Geänderte Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die stärkere Nutzung von Home-Office und Onlineshopping, haben das Fahrgastverhalten massiv geändert.. Die KVB hat trotz weiterer Lockdowns im Geschäftsjahr 2021 ihre Bus- und Bahnangebote in vollem Umfang – wie in der Zeit vor der Corona-Pandemie – aufrechterhalten, um die Mobilität von Menschen in systemrelevanten Berufen und die Mindestabstände in den Fahrzeugen sicherzustellen. Dabei wurden die vom internen Krisenstab der KVB entwickelten umfangreichen Schutzvorkehrungen für Fahrerinnen, Fahrer und Fahr- gäste sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KVB konsequent umgesetzt. Dadurch konnte das Infektionsniveau innerhalb der KVB kontinuierlich auf sehr niedri- gem Niveau gehalten werden. Trotz der schwierigen Entwicklung in 2021 konnte die KVB im Geschäftsjahr 2021 bei den Fahrgastzahlen einen Anstieg von 167,7 Mio. auf 171,8 Mio. Fahrgäste verzeich- nen. Dieser Anstieg konnte aber die starken Verluste des Jahres 2020 nicht ausglei- chen, so dass die Werte aus der Vor-Corona-Zeit noch nicht wieder erreicht wurden. Die Kunden, die der KVB treu geblieben sind, haben die Verkehrsmittel der KVB wieder vermehrt genutzt. Vor diesem Hintergrund erklärt sich die Entwicklung der Verkehrser- löse der Periode von 230,4 Mio. € im Vorjahr auf 219,6 Mio. € im Geschäftsjahr. Die gesamten Umsatzerlöse des Geschäftsjahres liegen ungefähr auf dem niedrigen – ebenfalls durch die Coronapandemie negativ beeinflussten – Vorjahresniveau, so dass von einer Entspannung bei den stark zurückgegangenen Fahrgastzahlen noch nicht gesprochen werden kann. Zusätzlich negativ beeinflusst wurde das Ergebnis durch gestiegene Kosten im Personal- und Materialbereich sowie erhöhte Abschrei- bungen des Anlagevermögens. KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG 100 Der von der Bundesregierung beschlossene „ÖPNV-Rettungsschirm“ zur Abmilderung der Belastungen infolge der Covid-19-Pandemie trug entscheidend dazu bei, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die KVB im abgelaufenen Geschäftsjahr gedämpft werden konnten. Das Unternehmensergebnis – vor organschaftlichem Verlustaus- gleich durch den Gesellschafter Stadtwerke Köln GmbH (SWK) – sank trotzdem von - 109,9 Mio. € im Vorjahr auf -144,9 Mio. €. Das Planergebnis in Höhe von -151,6 Mio. € konnte hingegen übertroffen werden. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Während der Pandemie sind vor allem die wahlfreien Kundinnen und Kunden vom ÖPNV vermehrt auf andere Verkehrsmittel umgestiegen. Die verbleibenden ÖPNV- Nutzerinnen und ÖPNV-Nutzer sind weniger mobil als vor der Pandemie. Freizeitver- kehre fehlen in weiten Teilen vollständig, zudem wird verstärkt im Homeoffice gearbei- tet. Vor dem Hintergrund einer zu erwartenden Etablierung einer verstärkten Nutzung des Homeoffice sowie einer dauerhaften Steigerung des Online-Handels ist davon auszugehen, dass auch in den Folgejahren nach der Pandemie eine dauerhafte Ver- änderung des Mobilitätsverhaltens eintreten wird. Weiterhin risikobehaftet bleibt die Frage über die Höhe der Bundesmittel für den ÖPNV-Rettungsschirm zur Begleichung der pandemiebedingten Einnahmeausfälle und der Regionalisierungsmittel, die der Bund den Bundesländern jährlich zur Finan- zierung des Schienenpersonennahverkehrs zur Verfügung stellt. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Der weitere Verlauf der Fahrgastentwicklung und der Fahrgelderlöse lässt sich auf- grund der Auswirkungen der Corona-Krise zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht absehen. Die KVB geht davon aus, dass das Fahrgastniveau vom Jahr 2019 voraus- sichtlich frühestens im Jahr 2023 wieder erreicht sein wird. Zum einen wird hierfür an- genommen, dass sich die Freizeitverkehre nach Aufhebung der Corona-Maßnahmen wieder einpendeln und die ÖPNV-Nutzerinnen und ÖPNV-Nutzer generell trotz einer verstärkten Homeoffice-Nutzung wieder häufiger unterwegs sein werden. Zusätzlich sind zur Kundenrückgewinnung neue Ticketangebote im Markt eingeführt worden. Ins- gesamt vier tarifliche Änderungen – ein neues JobTicket-Modell, das Pilotprojekt Mie- terTicket, ein 10-Tage-FlexTicket sowie der landesweite eTarif eezy.nrw mit Check-in- /Check-out-Funktion und automatisierter Preisfindung – wurden hierfür bereits auf den Weg gebracht. Ziel der gesamten Branche und damit auch der KVB ist es, möglichst viele Menschen zum Umstieg auf den umweltfreundlichen ÖPNV zu bewegen und damit die bundes- weite Mobilitätswende voranzutreiben. Hierfür ist es zwingend notwendig, den ÖPNV für die Kundinnen und Kunden deutlich attraktiver und zuverlässiger auszugestalten sowie ausreichende Kapazitäten für steigende Fahrgastzahlen zu schaffen. KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG 101 Die KVB versteht sich deshalb als der zentrale Mobilitätsdienstleister in Köln und bietet ihren Kundinnen und Kunden heute und in der Zukunft ein umfassendes, modernes und vernetztes Mobilitätsangebot an. Der strategische Schwerpunkt der KVB liegt darauf, das Unternehmen zukunftsorien- tiert auszurichten und die Mobilitätswende in Köln vor dem Hintergrund des veränder- ten Mobilitätsverhaltens voranzutreiben. KÖLNER SEILBAHN-GESELLSCHAFT MBH 102 KÖLNER SEILBAHN-GESELLSCHAFT MBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Riehler Str. 180 50735 Köln Kontakt 0221 5474183 www.koelner-seilbahn.de Gründungsdatum 01.03.1956 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 250.000 € Gesellschafter Kölner Verkehrs-Betriebe AG 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand der Gesellschaft ist der Bau und Betrieb einer Seilschwebebahn über den Rhein und einer Kleinkabinenseilbahn im Rheinpark der Stadt Köln sowie von Nebenbetrieben, die mit den Seilbahnen im Zusammenhang stehen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Frau Sonja Lorsy Herr Martin Süß ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KÖLNER SEILBAHN-GESELLSCHAFT MBH 103 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 1.292 948 1.005 Jahresergebnis (T€) -52 -306 -123 Eigenkapital (T€) 1.700 1.700 1.700 Bilanzsumme (T€) 1.776 1.873 1.745 Investitionen (T€) 256 79 16 Verbindlichkeiten (T€) 9 142 16 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 5 5 5 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Gegenstand der Seilbahn ist gemäß § 3 der Unternehmenssatzung der Bau und der Betrieb einer Seilschwebebahn über den Rhein sowie die Unterhaltung von Neben- betrieben, die mit der Seilbahn im Zusammenhang stehen. Die öffentliche Personen- beförderung über den Rhein, die insbesondere für die Zoo- und Thermenbesucher eine echte Alternative zum Fährbetrieb sowie zum Bus- und Bahntransport darstellt, tritt bei der großen Masse der Fahrgäste jedoch angesichts des überwiegenden Frei- zeitcharakters eher in den Hintergrund. Für die Mehrzahl der Kölner Bürger und der Touristen ist die Seilbahnfahrt, mit der Zoo/Aquarium und Flora linksrheinisch sowie Rheinpark und Claudius-Therme rechtsrheinisch direkt verbunden werden, Teil ihres Naherholungs- und Freizeitprogramms bzw. ihres Besuchsprogramms. Geschäftsverlauf Auch das Jahr 2021 war geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. In- folge der dritten Corona-Welle und der nur langsam steigenden Impfquote sowie den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Vermeidung sozia- ler Kontakte konnte die Seilbahn unter Auflagen erst am 31. Mai in Betrieb gehen. Geplant war der Saisonstart für den 26. März. Die Saison lief dann aber durchgängig bis zum 07. November. Zusätzlich konnten die für die Adventwochenenden geplanten Fahrten stattfinden. Dadurch wurden die entstandenen Mindereinnahmen zu Beginn der Saison jedoch nur zu einem Teil kompensiert. Das Planergebnis konnte im Ge- schäftsjahr nicht erreicht werden. Es wurden wie im Vorjahr 292 Tsd. Fahrgäste befördert. Bei einer verbesserten Er- tragslage (1.004,5 T€, Vorjahr: 948,2 T€) insbesondere in Folge von leichten Fahr- preis-steigerungen konnte durch Einsparungen auf der Aufwandsseite (insg. 1.126,8 T€, Vorjahr: 1.253,6 T€) das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden (- 123,0 T€, Vorjahr: -306,5 T€). Die Geschäftsführung zeigt sich trotz des verfehlten Planergebnisses mit dem Ge- schäftsverlauf zufrieden. In den stark eingeschränkten Betriebszeiten konnten durch KÖLNER SEILBAHN-GESELLSCHAFT MBH 104 gezielte Aktivitäten (bspw. zus. Nacht- und Adventfahrten) vergleichsweise hohe Fahrgast-zahlen und damit Erlöse erzielt werden. Gleichzeitig entfielen einmalige Aufwendungen (Direktverbrauch Material), und durch die Neuausschreibung des Sta- tionsdienstes konnten Kostensenkungen generiert werden. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Chancen sieht die Geschäftsführung insbesondere in einer weiteren Stabilisierung der Fahrgastzahlen auf vorherigem Niveau durch Etablierung der neuen Eventaktio- nen, wie zum Beispiel zusätzliche Nachtfahrten der Seilbahn oder Ausweitungen wei- terer attraktiver Sonderfahrten wie Fahrten an den Adventwochenenden. Bedingt durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie besteht weiterhin das Ri- siko einer Einschränkung der Leistungen mit daraus resultierenden Mindereinnah- men und ggf. Mehrkosten durch Schutzmaßnahmen. Im Allgemeinen sind durch den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) finanzielle Risiken des operativen Geschäftes für die Kölner Seilbahn weitge- hend ausgeschlossen. Unter den Risiken der zukünftigen Entwicklung sind weiter die möglichen witterungs- bedingten Gefahren hervorzuheben, die direkten Einfluss auf den Umfang des Ge- schäftsbetriebes nehmen können. Diese können zu einer moderaten negativen Aus- wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Zur Vorbeugung mögli- cher Umsatzausfälle werden gezielt Aktionen beworben, die den Betrieb auch bei mäßiger Witterung lukrativ gestalten. Technischen Ausfällen wird durch hohen Stan- dard und regelmäßige Überprüfung und Wartung der Anlagen vorgebeugt. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die Gesellschaft wird auch künftig versuchen, die Fahrtgastzahlen auf dem vorheri- gen Niveau zu halten. Darüber hinaus soll durch den Einsatz neuester technischer Standards Ausfällen vorgebeugt werden. WESTIGO GMBH 105 WESTIGO GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Scheidtweilerstraße 38 50933 Köln Kontakt 0221 5473600 Gründungsdatum 03.08.2006 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 200.000 € Gesellschafter Kölner Verkehrs-Betriebe AG 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand ist die Planung von schienengebundenem Personennahverkehr (SPNV) auf Strecken im Verkehrseinzugsbereich von Köln, wobei diese Strecken ihren Schwerpunkt in Köln haben müssen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Jörn Schwarze ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WESTIGO GMBH 106 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 0 0 0 Jahresergebnis (T€) -14 -14 -15 Eigenkapital (T€) 200 200 200 Bilanzsumme (T€) 208 208 208 Investitionen (T€) 0 0 0 Verbindlichkeiten (T€) 0 0 0 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Unternehmensgegenstand der Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen (Westigo) mit Sitz in Köln ist gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages die Planung und Durchführung von schienengebundenem Personennahverkehr (SPNV) auf Strecken im Verkehrseinzugsbereich von Köln, wobei diese Strecken ihren Schwerpunkt in Köln haben müssen. Hierdurch soll die intensive Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auch im SPNV-Bereich unterstützt werden, um so den Individualverkehr von und nach Köln zur reduzieren. Die alleinige Gesellschafterin Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln (KVB), beschloss Ende 2009, dass sich die Westigo nicht mehr an Ausschreibungen von SPNV-Be- triebsleistungen beteiligen wird und das operative Geschäft einstellt. Geschäftsverlauf Nach der Anpassung der Mietverträge zum 1. Januar 2012 wurden - wie im Vorjahr - keine Umsatzerlöse aus der Vermietung des von der Häfen- und Güterverkehr Köln AG, Köln (HGK), zur Herstellung der Traktionsfähigkeit angemieteten Triebfahrzeugs erzielt. Ebenso bestehen danach für den Mieter Westigo keine Zahlungsverpflichtun- gen, solange sich der Vertragsgegenstand im Besitz der HGK befindet. Dies war in den vergangenen Jahren der Fall. Da die Gesellschaft zudem Anfang 2010 personal- los gestellt wurde, fallen seit 2011 auch keine Personalaufwendungen mehr an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Beiträge und Prü- fungskosten. Die Bilanzsumme lag unverändert bei 208 T€. Die Aktivseite ist wesentlich geprägt von den Forderungen gegen die Stadtwerke Köln GmbH, Köln (SWK), aus dem Ver- rechnungs-konto von 180 € (2020: 184 T€) sowie gegen die Gesellschafterin KVB von 15 € (2020: 14 T€) aus der organschaftlichen Verlustübernahme. Das Cash- und Liquiditäts-management ist per Geschäftsbesorgungsvertrag der Muttergesellschaft KVB übertragen und wird im Rahmen des SWK Konzerns über das konzerninterne Cash-Pool-Verfahren mittels eines Verrechnungskontos durchgeführt. Dies reduziert WESTIGO GMBH 107 die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß und stellt gleichzeitig die je- derzeitige Liquidität des Unternehmens sicher. Auf der Passivseite beträgt das Eigen- kapital unverändert 200 T€. Daneben sind Rückstellungen in Höhe von 8 T€ (2020: 8 T€) ausgewiesen. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine gefährdenden Risiken bekannt. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Eine Wiederaufnahme des operativen Geschäfts ist derzeit nicht beabsichtigt. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2022 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 14 T€. KSV - KÖLNER SCHULBUSVERKEHR GMBH 108 KSV - KÖLNER SCHU LBU SVER KEHR GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Friedrich-Karl-Str. 261 50735 Köln Kontakt 0221 5473828 Gründungsdatum 23.01.2007 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 100.000 € Gesellschafter Kölner Verkehrs-Betriebe AG 51,00% IG Kölner Busunternehmen GmbH 49,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Schülerspezialverkehren und die Beförderung von Schülern mit Bussen im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Volker Heinsch Herr Wilfried Wolters ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG heun + schmidt GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KSV - KÖLNER SCHULBUSVERKEHR GMBH 109 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 7.150 5.828 6.649 Jahresergebnis (T€) 654 396 627 Eigenkapital (T€) 754 496 727 Bilanzsumme (T€) 2.493 1.592 2.081 Investitionen (T€) 0 0 0 Verbindlichkeiten (T€) 1.237 1.071 1.256 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die KSV – Kölner Schulbusverkehr GmbH wurde zur Organisation und Durchführung von Schülerspezialverkehren und der Beförderung von Schülern mit Bussen im Köl- ner Stadtgebiet gegründet. Im Rahmen des Schülerspezialverkehrs mit Bussen handelt es sich um Beförderun- gen von Schüler/innen für alle Schulformen. Unterschieden werden hier Schulbus-, Schwimm-, Sport- und Sonderfahrten. Die Beförderung erfolgt im Gebiet des Ver- kehrsverbundes Rhein-Sieg. Bei den zu befördernden Schüler/innen handelt es sich vorwiegend um Kinder mit schweren, meist mehrfachen Behinderungen (z.B. körperliche und geistige Behinde- rung), die eine besondere Sensibilität erforderlich machten. Geschäftsverlauf Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren aufgrund der Corona-Pan- demie fast vergleichbar mit dem Geschäftsjahr 2020. Die Beförderungen im Schüler- spezialverkehr wurden wie in 2020 zeitweise eingestellt oder nur vermindert bestellt. Für abgesagte Beförderungen gab es jeweilige Ausfallentschädigungen. Letztlich ha- ben diese Stützungsmaßnahmen die im Schülerspezialverkehr tätigen Unternehmen als wichtigen Bestandteil der Daseinsvorsorge erhalten. Auch die KSV wurde hier- rüber abgesichert. Die Gesellschaft schließt das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Jahresüber- schuss von 627 T€ ab (Vorjahr: 396 T€). Geplant war ein Überschuss von 830 T€. Die Umsatz-erlöse betrugen 6.648 T€ (Vorjahr: 5.828 T€; +14,1 %, Plan: 7.865 T€). Der Materialaufwand lag bei 5.571 T€ (Vorjahr: 5.086 T€; + 9,5 %, Plan: 6.450 T€). Der Personalaufwand lag unverändert bei 24 T€ und betrifft einen der beiden Ge- schäftsführer. Die Bezüge des zweiten Geschäftsführers und des Prokuristen werden durch Kostenumlagen der KVB abgerechnet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendun- gen stiegen nur minimal um 0,8 % auf 126 T€ (Vorjahr: 125 T€, Plan: 153 T€) und KSV - KÖLNER SCHULBUSVERKEHR GMBH 110 enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen für die Geschäftsbesorgung durch die KVB und die Funktionszulagen der KVB-Mitarbeiter. Die Bilanzsumme hat sich im dargestellten Zeitraum um 30,7 % auf 2.081 T€ (Vor- jahr: 1.592 T€) erhöht. Da die Gesellschaft kein Anlagevermögen besitzt, setzen sich die Aktiva lediglich aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (333 T€, Vorjahr: 474 T€) und liquiden Mitteln (1.748 T€, Vorjahr: 1.118 T€) zusammen. Auf der Passivseite werden das Eigenkapital (727 T€, Vorjahr: 496 T€), Steuerrück- stellungen (74 T€, Vorjahr: 0 T€), die Rückstellungen – insb. für Jahresabschlusskos- ten – (24 T€, Vorjahr: 25 T€) und die Verbindlichkeiten (1.256 T€, Vorjahr: 1.071 T€) geführt. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Als wesentliches ertrags- und finanzwirtschaftliches Risiko werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Durchführung des Schülerspezialverkehrs gesehen. Die mit der Stadt Köln vereinbarten Stützungsmaßnahmen tragen zur Stabilisierung der Nach-unternehmer bei. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sind nicht vorherzusagen. Aufgrund der ge- stiegenen Dieselpreise sind die Nachunternehmer durch die erhöhten Kosten sehr belastet. Ob verzögerte oder ausbleibende Materiallieferungen evtl. zu Ausfällen ein- zelner Fahrten führen können, ist nicht absehbar, könnte aber das Risiko von Ver- tragsstrafen seitens der Stadt Köln nach sich ziehen. Chancen sieht die Geschäftsführung in der neuen Ausschreibung der Schülerspezial- verkehre durch die Stadt Köln. Die KSV hat die Ausschreibung in 2021 gewonnen und somit ist bis Ende des Schuljahres 2024/2025 die Fortführung des Auftrages ge- währleistet. DKS DIENSTLEISTUNGSGESELLSCHAFT FÜR KOMMUNIKATIONSANLAGEN DES STADT- UND REGIONALVERKEHRS MBH 111 DKS D IEN ST LEISTUN GSGESELLSCH AFT FÜR KOMMUNIKAT ION SAN LAGEN DES STAD T- UND R EGIONALVER KEHR S M BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Robert-Perthel-Str. 79 50739 Köln Kontakt 0221 9544420 www.dks-koeln.de Gründungsdatum 11.08.1970 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 60.000 € Gesellschafter Siemens Mobility GmbH 49,00% Häfen und Güterverkehr Köln AG 25,50% Kölner Verkehrs-Betriebe AG 25,50% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Die Planung, der Bau und Vertrieb sowie der Betrieb und die Instandhaltung von Kommunikationsanlagen für den Stadt- und Regionalverkehr. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Christian Döring Herr Ralf Kochs Aufsichtsrat Herr Manfred Fugh Vorsitzende*r Herr Uwe Wedig 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Johannes Emmelheinz Herr Jörn Schwarze ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. DKS DIENSTLEISTUNGSGESELLSCHAFT FÜR KOMMUNIKATIONSANLAGEN DES STADT- UND REGIONALVERKEHRS MBH 112 JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Dipl.-Kfm. Hans M. Klein + Partner mbB KENNZAHLENÜBERSICHT 2018/2019 2019/2020 2020/2021 Gesamtleistung (T€) 5.726 8.384 11.113 Jahresergebnis (T€) 937 1.576 2.743 Eigenkapital (T€) 1.883 2.522 3.689 Bilanzsumme (T€) 3.805 4.837 9.623 Investitionen (T€) 61 53 49 Verbindlichkeiten (T€) 610 647 3.457 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 18 19 20 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Re- gional-verkehrs mbH, Köln, beschäftigt sich mit Planung, Bau und Vertrieb sowie Be- trieb und Instandhaltung von Kommunikationsanlagen für den Stadt- und Regional- verkehr. Sie ist ein verbundenes Unternehmen der Stadtwerke Köln GmbH, Köln. Geschäftsverlauf Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 4.047 T€ (Vorjahr: 2.347 T€) und konnte ge- genüber dem Vorjahr nochmals deutlich gesteigert werden. Wesentlicher Grund hier- für die deutliche Steigerung des Umsatzvolumens. Als Jahresüberschuss wurden 2.743 T€ (Vorjahr: 1.576 T€) erwirtschaftet. Der Umsatz des Geschäftsjahres betrug 10.856 T€ (Vorjahr: 7.795 T€) und liegt sehr deutlich über dem Vorjahreswert. Mit Gesellschaftern wurde ein Umsatz von 4.348 T€ (Vorjahr: 4.843 T€) erwirtschaftet – davon mit der Kölner Verkehrs-Betriebe AG 1.075 T€ (Vorjahr: 2.369 T€) und mit der Siemens Mobility GmbH 3.273 T€ (Vorjahr: 2.474 T€). Der Auftragseingang im GJ 2020/21 liegt mit 6.365 T€ (Vorjahr: 13.331 T€) deutlich unter dem Niveau des Vor- jahres. Die größten Einzelaufträge betrafen die Lieferungen von nachrichtentechni- schen Ausrüstungen für Busse der Kölner Verkehrs-Betriebe AG sowie die Lieferung von Komponenten an den Fahrzeughersteller Siemens. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Immer noch schwer einzuschätzen ist derzeit, inwieweit die Verbreitung des Corona- virus (SARS-CoV-2) Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft haben wird. Diese Entwicklung wird auf das Unternehmen aufgrund der damit ver- DKS DIENSTLEISTUNGSGESELLSCHAFT FÜR KOMMUNIKATIONSANLAGEN DES STADT- UND REGIONALVERKEHRS MBH 113 bundenen Einschränkungen in der Beschaffung und Produktion nicht ohne Auswir- kungen bleiben. Insbesondere hat sich die Situation am Beschaffungsmarkt im Be- reich elektronischer Bauelemente in Hinblick auf Verfügbarkeiten und Preissteigerun- gen deutlich verschärft, bei einem Ausfall von Lieferketten können dann größere hie- raus resultierende Folgen nicht mehr ausgeschlossen werden. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Der Auftragsbestand am 30. September 2021 liegt mit 11.947 T€ sehr hoch, aber deutlich unter dem Vorjahresniveau (16.349 T€). Der aktuelle Auftragsbestand ent- spricht rechnerisch einer Reichweite von etwa 13 Monaten. Zur Umsatzrealisierung aus dem hohen Auftragsbestand ist eine Kapazitätserhöhung im kommenden Ge- schäftsjahr weiterhin geplant. Aufgrund des rückläufigen Umsatzes erwartet die Ge- schäftsführung für das Geschäftsjahr 2021/22 auch eine entsprechende Entwicklung beim Ergebnis. Neben den laufenden Entwicklungen wird in Zukunft die Entwicklung von hochauflösenden elektronischen Außenspiegeln mit einer Sicherheitsanforde- rungsstufe nach SIL 1 ein Schwerpunkt sein. Der Wirtschaftsplan für 2021/22 berück- sichtigt die beschriebenen Entwicklungen. SCHILLING OMNIBUSVERKEHR GMBH 114 SCHILLING OMNIBUSVER KEHR GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Bonnstr. 260 50354 Hürth Kontakt 0223 79000 www.schillinggruppe.de Gründungsdatum 01.07.2005 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 100.000 € Gesellschafter Kölner Verkehrs-Betriebe AG 51,00% Brigitte Kläs 19,40% Karl Kläs 18,60% Marcel Kläs 11,00% Tochterunternehmen K-B-S Busreisen GmbH 100,00% K.R.B.-Busreisen GmbH 100,00% M.K. Fahrzeugservice GmbH (ab 08.11.2021) 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand ist die Beförderung von Personen mit Bussen im öffentlichen Nahver- kehr ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Karl-Joachim Kläs Herr Karl Schroeteler ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG heun + schmidt GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SCHILLING OMNIBUSVERKEHR GMBH 115 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 11.715 11.796 14.278 Jahresergebnis (T€) 1.212 1.868 2.430 Eigenkapital (T€) 4.224 5.180 5.742 Bilanzsumme (T€) 10.987 11.354 14.384 Investitionen (T€) 358 95 2.414 Verbindlichkeiten (T€) 6.034 5.351 7.722 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 17 18 18 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die Schillinggruppe (Schilling Omnibusverkehr GmbH mit den Tochterunternehmen K-B-S Busreisen GmbH, K.R.B.-Busreisen GmbH und MK Fahrzeugservice GmbH) ist ein Omnibusunternehmen mit angeschlossener Werkstattgesellschaft, das über- wiegend als Dienstleister für die Kölner Verkehrs-Betriebe AG tätig ist. Auch das Geschäftsjahr 2021 war durch die anhaltende Corona-Pandemie beein- flusst. Gesamtwirtschaftlich hat es nach Jahrzehnten des Wachstums 2020 erstmals eine schrumpfende Wirtschaftskraft gegeben. Trotz einer leichten Erholung in 2021 war das Bruttoinlandsprodukt 2021 immer noch niedriger als 2019. Das Jahr war von verschiedenen Phasen wirtschaftlicher und persönlicher Einschränkungen geprägt. Wesentlich für die Leistungserbringung sind die Vorgaben und Regelungen zu Um- weltstandards in den Städten und die daraus folgenden Anforderungen an die Omni- bustechnik. Bereits zum 01. Januar 2020 ist die Direktvergabe der Verkehrsleistungen in Köln an die KVB AG rechtlich wirksam geworden. Der Auftrag der Stadt Köln an die KVB AG läuft bis zum 01. Juli 2042. Die ist aber mit den in den Ausführungen zur Direkt- vergabe definierten Qualitätskriterien und Standards verbunden. Diese hat auch die Schillinggruppe einzuhalten. Mit diesem langjährigen Auftrag an die KVB AG ist das Geschäftsmodell der Schillinggruppe stabil. Geschäftsverlauf Im Jahr 2021 gab es weitere Leistungsanpassungen im Kölner Busnetz. Die Unter- nehmen im ÖPNV haben pandemiebedingt merkbare Fahrgastverluste und damit Einbrüche ein den Fahrgelderlösen hinnehmen müssen. Die Schillinggruppe als Tochterunternehmen der KVB AG im Stadtwerke Konzern hat ihre Leistungen erbrin- gen können und durch die Beauftragungen keinen Einbruch erlitten. Die Transporte im Schülerspezialverkehr wurden in weiten Teilen eingestellt. Aller- dings wurden über Bund und Land. Verstärkerfahrten auf stark ausgelasteten Linien SCHILLING OMNIBUSVERKEHR GMBH 116 subventioniert. Für abgesagte Transporte im Schülerspezialverkehr gab es Ausfall- entschädigungen. Für die gesamte ÖPNV-Branche hat der Bund auch für 2021 einen Rettungsschirm beschlossen, der über die Verkehrsverbünde an die beteiligten Un- ternehmen zu leistende finanzielle Ausgleichsmaßnahmen vorsah. So hat auch die KVB AG als Mehrheitsgesellschafter davon profitiert. Mittelbar wurde auch die Schil- linggruppe als Tochterunternehmen hierüber mit einem ausreichenden Auftragsbe- stand abgesichert. Im Dezember 2021 wurde für die weitere Entwicklung der Gesellschaft am Stammsitz ein zusätzlicher Teil des Gebäudes Bonnstr. 260 erworben. Zur Stärkung und im Rahmen der strategischen Ausrichtung der Schillinggruppe wur- den 100 % der Anteile an der MK Fahrzeugservice GmbH erworben. Die MK Fahr- zeugservice GmbH trägt einen wichtigen Teil zur Instandhaltung und Bereithaltung der Fuhrparkflotte bei. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die Risiken aus der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges mit den damit ver- bundenen wirtschaftlichen Konsequenzen sind grundsätzlich über die vertraglichen Vereinbarungen (Leistungspakete und Preisindizes) und die gesellschaftsrechtlichen Bindungen zum Gesellschafter KVB AG abgesichert. Die wirtschaftlichen Folgen sind dennoch nur schwer abschätzbar. Die weltpolitische Lage sorgte für starke Energiekosten. Insbesondere die Verfügbar- keit und der steigende Dieselpreis stehen im Fokus. Zukünftig ist mit einer stärkeren Orientierung in Richtung Batterie- oder Wasserstoffbetrieb von Bussen zu rechnen. Erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Grundsätzlich wird die bisherige Geschäftspolitik weitergeführt. Das Geschäft verläuft trotz schwieriger Rahmenbedingungen positiv. Es ist von einer Fortsetzung der Ver- kehrs- und Energiewende auszugehen, allerdings muss man sich auf schwierige fi- nanzielle Rahmen-bedingungen einstellen. Wesentliche Herausforderungen liegen in der Erneuerung des Omnibuswagenparks aufgrund der kommenden Umweltstandards in der Region Köln. REGIONALVERKEHR KÖLN GMBH 117 REGIONALVER KEHR KÖLN GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Theodor-Heuss-Ring 19-21 50668 Köln Kontakt 0221 16370 www.rvk.de Gründungsdatum 24.03.1976 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 3.579.200 € Gesellschafter Kreis Euskirchen 12,50% Kreisholding Rhein-Sieg GmbH 12,50% Rhein-Erft-Kreis 12,50% Rheinisch-Bergischer Kreis 12,50% Stadt Köln 12,50% Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH 12,50% Regionalverkehr Köln GmbH 10,00% Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises GmbH 2,50% Oberbergischer Kreis 2,50% Stadtverkehr Euskirchen GmbH 2,50% Stadtwerke Brühl GmbH 2,50% Stadtwerke Hürth AöR 2,50% Stadtwerke Wesseling GmbH 2,50% Tochterunternehmen Regio-Bus-Rheinland GmbH 100,00% Regionalverkehr Köln GmbH 10,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung des Personennahverkehrs im Rahmen und unter Beachtung des EU-Beihilfenrechts und des Vergaberechts und hiermit zusammenhängende Nebengeschäfte, die der Förderung des Hauptgeschäf- tes dienen. REGIONALVERKEHR KÖLN GMBH 118 ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Dr. Marcel Frank Aufsichtsrat Herr Stephan Santelmann Vorsitzende*r Frau Svenja Udelhoven 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Andreas Frauenkorn 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Achim Blindert Herr Uwe Gerbert Herr Gregor Golland Herr Frank Herhaus Herr Hans-Jürgen König Herr Bernd Nottbeck Herr Ralf Rindermann Herr Anno Schichler-Koep Herr Andreas Wolter (MdR) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Verlustübernahme 240 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 75.086 77.587 85.453 Jahresergebnis (T€) -1.710 -942 -1.477 Eigenkapital (T€) 9.512 9.789 10.309 Bilanzsumme (T€) 63.436 74.005 93.310 Investitionen (T€) 14.258 20.429 23.120 Verbindlichkeiten (T€) 44.354 47.174 61.729 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 383 832 874 REGIONALVERKEHR KÖLN GMBH 119 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Grundlage der unternehmerischen Tätigkeit ist nach wie vor die Durchführung von Personenverkehren und hiermit zusammenhängender Nebengeschäfte, die der För- derung des Hauptgeschäftes dienen. Relevante Märkte befinden sich im Wesentli- chen im Bedienungsgebiet des Verkehrsverbund Rhein Sieg (VRS), insoweit dort die unternehmensspezifischen Linien- und Sonderverkehre, Leistungen im Auftrag ande- rer Verkehrsunternehmen oder sonstige ÖPNV-Dienstleistungen erbracht werden. Der Ausbau von neuen Bedienungsformen wie On-demand-Verkehr und zuneh- mende Quartierserschließungen durch Klein- und Midibusse, die Verknüpfung von Mobilitätsträgern und die Digitalisierung sowohl des Vertriebs, der Kundeninformation und der Steuerung der Nahverkehrsangebote sind aktuelle Trends. Geschäftsverlauf Die Gesamtfahrleistungen sind im Berichtsjahr 2021 im RVK-Konzern gestiegen und umfassen insgesamt 21,20 Mio. km (Vorjahr 20,54 Mio. km). Die bedeutsamsten fi- nanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens sind die Linienverkehre nach § 42 PBefG und die Fahrleistungen für andere Verkehrsunternehmen, da mit diesen Leistungen rd. 94 % des gesamten Beschäftigungsvolumens generiert werden, sowie das Betriebsergebnis. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Zum Ende des Berichtsjahres sind u. a. die nachfolgenden, wesentlichen Risiken Be- standteil des Risiko- und Chancen-Kataloges. Die Darstellung der Risiken erfolgt in der Reihenfolge einer abnehmenden Bedeutung für die Gesellschaft. Auskömmlichkeit der Beförderungstarife Einkaufspreise der Betriebsstoffe Die Eintrittswahrscheinlichkeit der o. g. Risiken beträgt mehr als 50% Den Ri- siken stehen u. a. die folgenden Chancen gegenüber Vermarktungsstrategie/Akquisition Projektchancen Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Ein Schwerpunkt der konzeptionellen und operativen Vorbereitungen lag in der Si- cherstellung emissionsfreier Transportmittel, insbesondere der Brennstoffzellen-Hyb- ridtechnik (Wasserstoffbusse). Die hierzu zwischenzeitlich erfolgten Förderbescheide in erheblicher Höhe wurden im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 und werden im Ver- lauf der nächsten Jahre zum Aufbau einer umfassenden Flotte von Wasserstoffbus- sen nebst Infrastruktur genutzt. REGIONALVERKEHR KÖLN GMBH 120 Der Einsatz emissionsfreier Transportmittel trägt wesentlich zur ständigen Verbesse- rung bzw. Optimierung der nicht finanziellen Leistungsindikatoren (NOx-Emissionen, Rußpartikel-Emissionen und CO2 – Emissionen) bei. Wie in den Jahren zuvor wird die RVK in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Aufga- benträgern Gestaltungen des Busfahrleistungsangebots anregen, ggf. ergänzt durch andere, an der Nachfrage orientierte, Verkehrsangebote (Ruf- oder TaxiBus). Zudem werden zusätzliche Angebote zur Sicherstellung der Mobilität – wie z.B. E-Bike-Ange- bote und Bike Hotels (Fahrradboxen) – konzipiert bzw. umgesetzt. Bei entsprechen- der Berücksichtigung in den Nahverkehrsplänen der Gebietskörperschaften und ent- sprechender Beschlusslage des jeweiligen Aufgabenträgers wird die RVK diese An- gebote umsetzen. Auch die flexiblere Verwendung von verschiedenen Größen der die Strecken bedienenden Fahrzeuge, je nach Nachfrageumfang, ist eine Möglichkeit zur Kostendämpfung. Natürlich können auch Taktverbesserungen oder Anschlusssi- cherungen an den Schienenverkehr über solche Angebote möglich gemacht werden. STADTBAHNGESELLSCHAFT RHEIN-SIEG MBH I.L. 121 STADT BAHN GESELLSCH AFT RHEIN- SIEG M BH I.L. FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Scheidtweilerstraße 39 50933 Köln Gründungsdatum 17.05.1974 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 778.240 € Gesellschafter Stadt Köln 50,00% Bundesstadt Bonn 20,39% Stadt Hürth 3,95% Stadt Bergisch Gladbach 3,29% Stadt Brühl 3,29% Kreisstadt Siegburg 2,63% Stadt Königswinter 2,63% Stadt St. Augustin 2,63% Stadt Bad Honnef 1,97% Stadt Bornheim 1,97% Stadt Wesseling 1,97% Gemeinde Alfter 1,32% Rhein-Erft-Kreis 1,32% Rhein-Sieg-Kreis 1,32% Stadt Niederkassel 1,32% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens sind Planung, Bau und Betrieb einer Stadtbahn im Verkehrsraum Köln/Bonn. Zur Planung und Bauausführung innerhalb des jeweiligen Gemeindegebietes bedient sich die Gesellschaft der betroffenen Gemeinde; diese ist verpflichtet, die von der Gesellschaft festgelegten allgemeinen Richtlinien zu beach- ten. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen, die dem Zweck des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar förderlich sind. Sie ist berechtigt, gleichar- tige oder ähnliche Unternehmen zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen oder In- teressengemeinschaften einzugehen. Sie wird den Betrieb der Stadtbahn, soweit das mit der Zweckbestimmung des Unternehmens vereinbar und wirtschaftlich ist, auf einzelne Nahverkehrsbetriebe oder Regionalgesellschaften übertragen. STADTBAHNGESELLSCHAFT RHEIN-SIEG MBH I.L. 122 ORGANE DER GESELLSCHAFT Liquidatoren Herr Jörn Schwarze Herr André Seppelt ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG West-Rhein-Treuhand Zacharias & Demmer Part mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Gesellschafternachschuss zum Jahresabschluss 70 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 1 2 2 Jahresergebnis (T€) -177 -153 -140 Eigenkapital (T€) 0 0 0 Bilanzsumme (T€) 12.130 12.567 11.324 Investitionen (T€) 0 0 0 Verbindlichkeiten (T€) 1.046 1.466 207 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die Gesellschaft befindet sich seit dem 01. Januar 2008 in Liquidation. Die Aufgabe der Liquidatoren ist es, die laufenden Geschäfte zu beenden und die Gesellschaft geordnet abzuwickeln. Geschäftsverlauf Im Jahr 2021 wurden keine Umsatzerlöse erzielt. Sonstigen betrieblichen Erträgen von 2 T€ stehen Personalaufwendungen für die beiden Liquidatoren und den Proku- risten von 19 T€, sonstige betriebliche Aufwendungen von 105 T€ (i.W. Versiche- rungs- und Geschäftsbesorgungsaufwendungen) sowie Zinsaufwendungen von 17 T€ gegenüber. Danach ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 140 T€. STADTBAHNGESELLSCHAFT RHEIN-SIEG MBH I.L. 123 Unter Berücksichtigung des Verlustvortrages und der in 2021 eingeforderten Nach- schüsse der Gesellschafter wird zum 31.12.2021 ein Bilanzverlust von 11.898 T€ ausgewiesen. Dieser Verlust übersteigt das Eigenkapital um 11.120 T€, die als nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in der Bilanz ausgewiesen werden. Eine In- solvenz liegt aber trotz der bilanziellen Überschuldung nicht vor, da entsprechende Rückgriffsmöglichkeiten durch Freistellungserklärungen der KVB bzw. der HGK be- stehen. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Finanziellen Risiken im Rahmen der Liquidation bestehen vor allem durch mögliche Zuschussrückforderungen aufgrund aktueller bzw. zukünftiger Prüfungen des Staatli- chen Rechnungsprüfungsamtes. Hierfür wurden Rückstellungen in Höhe von 10.680 T€ gebildet. Der voraussichtliche Zeitpunkt der Löschung der Gesellschaft ist derzeit nicht vorher- zubestimmen. Er ist u.a. von der Abwicklung, Abrechnung und Prüfung aller Zu- schussmaßnahmen durch die Bewilligungsbehörde und der abschließenden Übertra- gung der Zuwendungsverhältnisse auf die Eigentümer der Anlagen abhängig. HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG 124 HÄFEN UND GÜ TER VER KEHR KÖLN AG FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Scheidtweilerstraße 4 50933 Köln Kontakt 0221 3900 www.hgk.de Gründungsdatum 13.07.1992 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Aktien 26.340.000 € (52.680 Stücke) Aktionäre Stadtwerke Köln GmbH 54,51% Stadt Köln 39,22% Rhein-Erft-Kreis 6,26% Tochterunternehmen HGK Shipping GmbH 100,00% HTAG Häfen und Transport AG (bis 27.12.2021) 100,00% NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 100,00% Rheinland Cargo Schweiz GmbH 100,00% RheinCargo GmbH & Co. KG 50,00% RheinCargo Verwaltungs-GmbH 50,00% Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH 50,00% KCG Knapsack Cargo GmbH 26,00% RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft mbH 26,00% DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH 25,50% CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service 15,00% beka GmbH 0,31% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Häfen und von öffentlichem und nicht öffentlichem Eisenbahnverkehr sowie die Durchführung und Förderung aller Vorhaben, die damit im Zusammenhang stehen. HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG 125 ORGANE DER GESELLSCHAFT Vorstand Herr Uwe Wedig Vorsitzende*r Herr Wolfgang Birlin Aufsichtsrat Frau Susana dos Santos Herrmann Vorsitzende*r Herr Dirk Michel (MdR) stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Michael Auer Herr Johannes Bortlisz-Dickhoff (Fraktionsvorsitz) Herr Dirk Collin Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger (MdR) Herr Paul-Werner Diederichs Frau Alexandra Engler Herr Martin Gawrisch Herr Manfred Giesen (MdR) Herr Klaus Hebert-Okon Herr Josef Henseler Herr Lukas Lorenz (MdR) Herr Dr. David Lutz (MdR) Herr William Wolfgramm (Bg) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG 126 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 268.884 472.346 456.246 Immaterielle Vermögensgegenstände 695 1.201 3.087 Sachanlagen 170.196 198.753 189.406 Finanzanlagen 97.993 272.392 263.752 Umlaufvermögen 38.444 23.743 26.027 Vorräte 4.169 4.692 4.608 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 34.267 19.048 21.395 Kasse, Bankguthaben, Schecks 8 3 24 Rechnungsabgrenzungsposten 942 1.118 787 Bilanzsumme 308.271 497.207 483.059 Passiva Eigenkapital 103.399 108.799 112.099 Gezeichnetes Kapital 26.340 26.340 26.340 Kapitalrücklage 55.214 60.614 63.914 Gewinnrücklagen 21.845 21.845 21.845 Jahresergebnis 0 0 0 Sonderposten 29.908 28.815 13.603 Rückstellungen 45.023 48.723 46.252 Verbindlichkeiten 127.450 308.650 309.058 Rechnungsabgrenzungsposten 2.490 2.220 2.047 Bilanzsumme 308.271 497.207 483.059 HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG 127 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 75.355 71.241 74.674 Bestandsveränderungen 3 240 -237 Andere aktivierte Eigenleistungen 855 844 524 Erträge aus Zuwendungen 2.406 3.606 3.188 Sonstige betriebliche Erträge 18.461 12.718 12.952 Gesamtleistung 97.080 88.649 91.101 Materialaufwand 14.272 13.449 14.185 Personalaufwand 49.993 48.273 48.754 Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.168 11.622 9.848 EBITDA 16.647 15.305 18.314 Abschreibungen 9.262 9.264 10.291 Erträge aus Beteiligungen 3.143 3.394 1.021 Erträge aus Gewinnabführung 2.987 4.172 8.054 Aufwendungen aus Verlustübernahme - 300 3.342 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 3 286 2.991 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 85 80 28 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des UV 10 - 65 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.775 2.886 4.978 Steuern vom Einkommen und Ertrag 61 56 870 Sonstige Steuern 467 472 357 Aufwendungen aus Gewinnabführung 10.290 10.258 10.504 Jahresergebnis 0 0 0 HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG 128 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 87,2 95,0 94,4 Abschreibungsquote (in %) 5,4 4,6 5,3 Investitionen (T€) 37.927 221.804 19.714 Investitionsquote (in %) 14,1 47,0 4,3 Eigenkapitalquote (in %) 33,5 21,9 23,2 Pensionsrückstellungen (T€) 28.125 28.156 29.587 Kreditverbindlichkeiten (T€) 105.369 96.352 91.780 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 4,2 2,6 3,2 EBIT (T€) 7.385 6.041 8.024 EBITDA (T€) 16.647 15.305 18.314 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 554 548 556 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die OECD hat für 2021 gegenüber 2020 ein Weltwirtschaftswachstum von 5,6 % er- mittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum um 5,3 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nahm 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 %. Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist Die Entwicklungen im bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt waren laut Bundes- amt für Güterverkehr 2021 positiv. Der Straßengüterverkehr verzeichnete eine sai- sonübliche bis gute Auftragslage. Der Schienengüterverkehr verzeichnete in den ers- ten zehn Monaten 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Zuwachs um 12,5 % bezogen auf das Transportaufkommen und um 14,4 % bezogen auf die Transport- leistung. Die Binnenschifffahrt verzeichnete eine saisonüblich bis gute Auftragslage. Diese Entwicklungen sind auf die Erholung der deutschen Wirtschaft nach den Maß- nahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie und den daraus folgenden Einbrü- chen in der deutschen Wirtschaft zurückzuführen. Beschreibung des Geschäftsverlaufs Beherrschende Themen des Jahres 2021 innerhalb der HGK waren weiterhin die Co- vid-19-Pandemie und die damit verbundenen global gestörten Lieferketten sowie die weitere Integration der im Jahr 2020 von Imperial erworbenen Shipping-Group in die HGK-Gruppe. HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG 129 Die Covid-19-Pandemie wirkte sich im Berichtszeitraum erneut auf die HGK-Gruppe aus. Allerdings beziffert sich der Schaden bei konservativer Risikobetrachtung nur noch auf rund 0,5 Mio. €. Hierbei handelt es sich um eine risikobasierte Schadensbe- trachtung. Die Risiken durch Zahlungsausfälle und Insolvenzen werden dabei deut- lich geringer bewertet als noch im Vorjahr. Gestiegen sind jedoch die Aufwendungen für Hygienekonzepte, Testangebote und die Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplät- zen. Im Zuge der Covid-19-Pandemie kam es zur Schließung von Seehäfen in China, was sich spürbar auf die HGK und ihre Beteiligungen auswirkte. Gleiches gilt für die Ha- varie eines Containerschiffes im Suezkanal und die damit verbundene Sperrung der Wasserstraße, die massive Störungen der globalen Lieferketten bewirkte. Die Plan- barkeit von Container-Transporten und -Umschlägen wurde massiv beeinträchtigt. Gleichzeitig konnten diese Risiken gerade bei den Intermodal-Standorten der HGK in Form von Zuschlägen (Cargo-Flow-Disruption-Surcharge, CFDS) an die Kunden wei- tergegeben werden. Auch innerhalb des Eisenbahn-Verkehrsunternehmens RheinCargo gab es durch eine hohe Einmalzahlung als Coronabeihilfe im Rahmen einer erhöhten Trassen- preisförderung im Güterverkehr (TraFöG) einen positiven Einmaleffekt, der aufgrund der phasenverschobenen Ausschüttung erst im Folgejahr für die HGK ergebniswirk- sam wird. Das zweite beherrschende Thema des Geschäftsjahres 2021 war die Fortsetzung der Integration der HGK Shipping GmbH in die HGK-Gruppe. Hierbei sind insbeson- dere die Neustrukturierung der Beteiligungen der HGK und die damit verbundenen umwandlungsrechtlichen Maßnahmen bezüglich der HTAG Häfen und Transport AG (HTAG) zu nennen. Im Zuge dessen wurde der Teilbetrieb „Reederei und Befrach- tung“ der HTAG auf die HGK Dry Shipping GmbH abgespalten und der verbliebene Teilbetrieb „Häfen und Umschlag“ anschließend auf die NESKA Schifffahrts- und Speditionskontor Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Neska) verschmolzen. Dies soll den kommunalwirtschaftsrechtlichen Vorgaben, nicht mehrere im gleichen Ge- schäftsfeld tätige Beteiligungen zu unterhalten, Genüge tun und für die Zukunft Sy- nergien heben. Die Vorgänge wurden wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2021 umgesetzt. Das Eigenkapital der HGK erhöhte sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr von 108,8 Mio. € auf 112,1 Mio. € (+3,3 Mio. €). Die Investitionen sanken von 47,4 Mio. € auf 19,7 Mio. €. Die Bilanzsumme sank von 497,2 Mio. € auf 483,1 Mio. €. Das ent- spricht einem Rückgang um 14,1 Mio. € oder 2,9 %. Die Umsatzerlöse stiegen von 71,2 Mio. € auf 74,7 Mio. €, was einem Zuwachs von 3,4 Mio. € bzw.4,8 % entspricht. Der Materialaufwand wuchs auf 14,1 Mio. € (2020: 13,4 Mio. €), während der Perso- nalaufwand von 48,3 Mio. € auf 48,8 Mio. € stieg. Das Ergebnis vor Steuern nahm somit gegenüber dem Vorjahr mit 11,4 Mio. € deutlich zu (2019: 10,3 Mio. €). Nach Abzug der sonstigen Steuern und der Garantiedividende an den Rhein-Erft-Kreis HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG 130 werden die verbleibenden 10,1 Mio. € im Rahmen des bestehenden Gewinnabfüh- rungsvertrags an die SWK GmbH abgeführt. Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Es bestehen ergebnisrelevante Risiken, die einen Einfluss auf den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage und die Ertragslage der HGK haben könnten. Die Auflistung der Chancen und Risiken übersteigt den an dieser Stelle zur Verfügung stehenden Platz. Daher sei für eine detaillierte Betrachtung auf den Geschäftsbericht der HGK AG für das Geschäftsjahr 2021 verwiesen. Unter Berücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs- und Minimierungsmaßnahmen sind derzeit keine Risiken erkenn- bar, die den Fortbestand der HGK oder eines Tochter- und Beteiligungsunterneh- mens gefährden. Derartige Risiken sind aus heutiger Sicht auch für die absehbare Zukunft nicht zu erkennen. Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Der Logistikmarkt entwickelt sich beständig weiter. Nachdem das Vorkrisenniveau bereits 2021 wieder erreicht wurde, werden auch für die Zeit nach 2022 kontinuierli- che Zuwächse erwartet. Die HGK und die Gesellschaften gehen hier mit und sehen zielgerichtetes Handeln als Schlüssel zum Erfolg an, um auch in Zukunft ein erfolg- reicher Teil des Stadtwerke Köln Konzerns zu sein. HGK SHIPPING GMBH 131 HGK SHIPPING GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Scheidtweilerstr. 4 50933 Köln Gründungsdatum 25.05.2020 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 25.000 € Gesellschafter Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,00% Tochterunternehmen HGK Dry Shipping GmbH 100,00% HGK Gas Shipping GmbH 100,00% HGK Logistics S. à. r. l. 100,00% HGK Schiffsbeteiligung B. V. 100,00% HGK Ship Management Lux S. à. r. l. 100,00% HGK Shipping Rotterdam B. V. 100,00% Niedersächsische Verfrachtungs-Gesellschaft mbH 100,00% Wijnhoff & van Gulpen und Larsen B. V. 100,00% AMADEUS Schiffahrts- und Speditions GmbH 90,00% De Grave-Antverpia N. V. 55,00% Buss HGK Logistics GmbH & Co. KG 50,00% Buss HGK Verwaltung GmbH 50,00% BeKa HGK GmbH 40,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand der Gesellschaft ist die Beteiligung an Unternehmen zum Betrieb von öf- fentlichem Güterverkehr zur Sicherung des kommunalen Bedarfs und zur Wirt- schaftsförderung. Mittelbar oder unmittelbar gefördert wird die Versorgung der Ein- wohner, des ortsansässigen Gewerbes und der Industrie. HGK SHIPPING GMBH 132 ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Steffen Bauer Vorsitzende*r Herr Christian Möhrmann (ab 01.04.2021) Herr Walter Steinig (bis 31.05.2021) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln KENNZAHLENÜBERSICHT 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 3.213 11.267 Jahresergebnis (T€) 3.230 15.805 Eigenkapital (T€) 3.231 11.781 Bilanzsumme (T€) 196.575 229.229 Investitionen (T€) 3.460 56 Verbindlichkeiten (T€) 187.069 210.900 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 288 33 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die OECD hat für 2021 gegenüber 2020 ein Weltwirtschaftswachstum von 5,6 % er- mittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum um 5,3 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nahm 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 %. Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist Die Entwicklungen im bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt waren laut Bundes- amt für Güterverkehr 2021 positiv. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Ab- schnitt zur Muttergesellschaft HGK AG. Beschreibung des Geschäftsverlaufs Das vorherige Geschäftsjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01.09.2020 bis zum 31.12.2020, weshalb Vergleichswerte mit diesem keine Aussagekraft haben. Der Ge- samtumsatz im Geschäftsjahr 2021 betrug 5.140 T€. Die sonstigen betrieblichen Er- träge lagen bei 6.126 T€. Die Erträge aus Finanzanlagen umfassten 8.762 T€. Das HGK SHIPPING GMBH 133 Ergebnis nach Steuern lag bei 15.826 T€. Im Rahmen des Gewinnabführungsver- trags wurden 7.255 T€ an die HGK AG abgeführt. Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Chancen und Risiken liegen in der Höhe des geplanten Beteiligungsergebnisses, das wiederum abhängig von der operativen Entwicklung der Tochterunternehmen ist. Hier können beispielsweise größere als in der Planung angenommene negative Auswir- kungen der Corona-Krise zu einer Minderung des Beteiligungsergebnisses führen. Kundenverluste, aber auch witterungsbedingte Einflüsse wie Hoch-/Niedrigwasser können neben der konjunkturellen Entwicklung die gleiche Wirkung haben. In der operativen Entwicklung der Tochtergesellschaften liegen aber gleichzeitig auch Chancen, z.B. durch Kundengewinnung oder bessere wirtschaftliche Rahmenbedin- gungen. Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die HGKS Umsatzerlöse in Höhe von 5,1 Mio. €. Dabei plant die HGKS einen Operating Profit von -3,4 Mio. €. Bei einem geplanten Beteiligungsergebnis von 19,0 Mio. € und einem Zinsergebnis von -2,4 Mio. € ergibt sich ein geplantes Nach-Steuer-Ergebnis von 3,9 Mio. € RHEINFÄHRE KÖLN-LANGEL/HITDORF GMBH 134 RHEINF ÄHRE KÖLN- LAN GEL/HITDORF GMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Scheidtweilerstraße 4 50933 Köln Kontakt 0221 3900 www.hgk.de/leistungen/rhei nfaehre Gründungsdatum 21.11.1929 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 82.000 € Gesellschafter Häfen und Güterverkehr Köln AG 50,00% Stadt Leverkusen 50,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Beförderung von Personen, Tieren, Fahrzeu- gen, Lasten und so weiter von einem Ufer des Rheines zum anderen zwischen den Orten Köln-Langel und Hitdorf. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Norbert di Raimondo ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln RHEINFÄHRE KÖLN-LANGEL/HITDORF GMBH 135 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 671 617 634 Jahresergebnis (T€) -33 -130 -151 Eigenkapital (T€) 504 374 354 Bilanzsumme (T€) 610 453 525 Investitionen (T€) 1 14 8 Verbindlichkeiten (T€) 64 43 165 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 6 7 7 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Ausübung dieser wirtschaftlichen Betätigung erfolgt unter Beachtung des § 107 (1) GO NRW, da für das Betreiben der Fähre ein öffentliches Interesse besteht und die Betätigung nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leis- tungsfähigkeit der Städte Köln und Leverkusen steht. Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist Die Auslastung der Rheinfähre ist stark abhängig von der Befahrbarkeit der Auto- bahnbrücke entlang der A1 zwischen Köln und Leverkusen. Änderungen von Ge- wichts- und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Brücke wirken sich unmittelbar auf die Zahl und Art der Fahrgäste aus. Der LKW-Verkehr ist eingeschränkt durch schmale Straßen und Verkehrsbeschränkungen auf Leverkusener Seite. Die Ge- wichtsbeschränkungen auf der Mülheimer Brücke führen jedoch zu verstärkter Nut- zung durch Landmaschinen aus dem Kölner Norden. Beschreibung des Geschäftsverlaufs Das Beförderungsaufkommen des Jahres 2021 ist im Vergleich zu 2020 um 32,48 % zurückgegangen. Mit der geringeren Zahl von Beförderungsfällen sank insbesondere das Umsatzvolumen der Beförderungsentgelte von 533.685 € auf 481.145 € um 52.540 €. Die Gesamterträge sanken von 549.163 € auf 433.473 €, die Aufwendun- gen stiegen von 746.894 € auf 784.266 €. Daraus ergibt sich ein Verlust von 150.720 € im Vergleich zu einem Verlust von 130.104 € in 2020. Die Liquidität war jederzeit sichergestellt. Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Aus der beschränkten Befahrbarkeit der Autobahnbrücke ergeben sich Chancen auf eine weiterhin verbesserte Auslastung der Fähre und damit auf anhaltende Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Damit korrespondieren Risiken aus der ungewissen Dauer der Straßenverkehrseinschränkungen und deren Umfang, die eine Planbarkeit der Mehrerlöse für die Fähre auf der Zeitschiene ausschließen. RHEINFÄHRE KÖLN-LANGEL/HITDORF GMBH 136 Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Gegenwärtig und in absehbarer Zeit existieren keine bestandsgefährdenden Einzelri- siken. Auch die Gesamtsumme der Risiken gefährdet nicht den Fortbestand der Ge- sellschaft. Der langfristige Fortbestand – nach Beseitigung der Verkehrsbehinderun- gen auf der A1 und der Mülheimer Brücke – ist abhängig von der Zuzahlung der Ge- sellschafter. RHEINCARGO GMBH & CO. KG 137 RHEINC ARGO GM BH & CO. KG FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Hammer Landstraße 3 41460 Neuss Kontakt 02131 53230 www.rheincargo.com Gründungsdatum 27.07.2012 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Kommanditeinlage 500.000 € Komplementäreinlage 0 € Gesellschafter Häfen und Güterverkehr Köln AG 50,00% Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG 50,00% RheinCargo Verwaltungs-GmbH 0,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Binnenhäfen in Köln, Neuss und Düsseldorf einschließlich eines öffentlichen Eisenbahngüterverkehrsunternehmens sowie alle den Betriebszweck fördernden Geschäfte. ORGANE DER GESELLSCHAFT Aufsichtsrat Herr Manfred Abrahams Vorsitzende*r Frau Susana dos Santos Herrmann 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Armin Persicke 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Rolf Buschhausen Herr Stefan Crefeld Herr Manfred Giesen (MdR) Herr Peter Heumann Frau Caroline Lehmann Herr Stephan Lommetz Herr Dr. David Lutz (MdR) Herr Harald Löscher Herr Dirk Michel (MdR) Frau Dorothée Schneidermesse Herr Fabian Sicking Herr Klaus Starzer Frau Constanze Stroeks Herr Guido Trappen Herr William Wolfgramm (Bg) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. RHEINCARGO GMBH & CO. KG 138 JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 72.867 81.003 87.586 Immaterielle Vermögensgegenstände 88 135 111 Sachanlagen 72.779 80.868 87.475 Umlaufvermögen 37.926 35.090 43.955 Vorräte 966 1.039 894 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.609 30.523 30.955 Kasse, Bankguthaben, Schecks 5.351 3.527 12.106 Rechnungsabgrenzungsposten 931 583 996 Bilanzsumme 111.724 116.676 132.538 Passiva Eigenkapital 58.830 56.250 60.373 Kapitalanteile 500 500 500 Kapitalrücklage 53.775 54.970 54.970 Jahresergebnis 4.554 781 4.904 Sonderposten 350 306 5.573 Rückstellungen 7.203 7.353 9.190 Verbindlichkeiten 45.267 52.679 57.339 Rechnungsabgrenzungsposten 34 27 59 Passive latente Steuern 39 61 4 Bilanzsumme 111.724 116.676 132.538 RHEINCARGO GMBH & CO. KG 139 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 170.281 156.002 158.537 Sonstige betriebliche Erträge 4.813 7.874 5.810 Gesamtleistung 175.094 163.876 164.348 Materialaufwand 132.673 118.490 110.958 Personalaufwand 14.258 19.350 24.571 Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.803 17.149 16.251 EBITDA 11.360 8.886 12.567 Abschreibungen 5.171 5.898 6.615 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 455 496 598 Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.161 1.697 436 Sonstige Steuern 19 16 14 Jahresergebnis 4.554 781 4.904 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 65,2 69,4 66,1 Abschreibungen (T€) 5.171 5.898 6.615 Sachanlagevermögen (T€) 72.779 80.868 87.475 Immaterielles Vermögen (T€) 88 135 111 Abschreibungsquote (in %) 7,1 7,3 7,6 Investitionen (T€) 20.176 16.780 47 Anlagevermögen (T€) 72.867 81.003 87.586 Investitionsquote (in %) 27,7 20,7 0,1 Eigenkapitalquote (in %) 52,7 48,2 45,6 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 4,5 1,1 4,2 EBIT (T€) 6.189 2.989 5.952 EBITDA (T€) 11.360 8.886 12.567 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 261 347 377 RHEINCARGO GMBH & CO. KG 140 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die OECD hat für 2021 gegenüber 2020 ein Weltwirtschaftswachstum von 5,6 % er- mittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum um 5,3 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nahm 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 %. Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist Die Entwicklungen im bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt waren laut Bundes- amt für Güterverkehr 2021 positiv. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Ab- schnitt zur Muttergesellschaft HGK AG. Beschreibung des Geschäftsverlaufs Das Gesamtgütervolumen der RheinCargo aus Bahntransporten, Hafenlogistik und landseitigen Umschlägen betrug 42,3 Millionen Tonnen (+ 1,1 Mio. t bzw. + 2,7 % ge- genüber Vorjahr). Die Umsatzerlöse in Summe haben im Vergleich zum Vorjahr um 1,6% zugenommen. Insgesamt betragen die Umsatzerlöse 158,5 Mio. € (Vorjahr 156,0 Mio. €). Unter Einbezug des Finanzergebnisses betrug das betriebliche Ergeb- nis (EBT) 5.354 T€. Die Bilanzsumme hat sich von 116.676 T€ um 15.862 T€ (+13,59 %) auf 132.538 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 45,6 % (Vorjahr 48,2 %) verringert. Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Risiken ergeben sich aus konjunkturellen Schwankungen, dem Wettbewerbsumfeld, der zunehmenden Marktbedeutung kostengünstiger LKW-Flotten aus der erweiterten EU, umwelt- und fiskalpolitische Entscheidungen, Betriebsstörungen, dem Mangel an Triebfahrzeugführern, einer Verminderung von Gewerbe- und Umschlagflächen in den Häfen und dem Coronavirus. Chancen ergeben sich sowohl für die Häfen als auch für die Eisenbahn der RheinCargo mit einem dauerhaften wirtschaftlichen Auf- schwung und weiter zunehmendem internationalen Warenaustausch. Weitere Chan- cen ergeben sich aus konkreter politischer Umsetzung von geeigneten Maßnahmen, um die Verkehrswende schneller herbeizuführen Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Es wird für 2022 mit einem Umsatz von 173,3 Mio. € und einem betrieblichen Ergeb- nis vor Steuern (EBT) von +4,0 Mio. € gerechnet. Der Investitionsplan weist für Ei- senbahn und Häfen Ausgaben von insgesamt 20,6 Mio. € aus. RHEINCARGO VERWALTUNGS-GMBH 141 RHEINC ARGO VER WALTUN GS-GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Hammer Landstraße 3 41460 Neuss Kontakt 0213 153230 www.rheincargo.com Gründungsdatum 23.07.2012 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 25.000 € Gesellschafter Häfen und Güterverkehr Köln AG 50,00% Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG 50,00% Tochterunternehmen RheinCargo GmbH & Co. KG 0,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Geschäftszweck der RheinCargo Verwaltungs-GmbH ist die Komplementärstellung für die RheinCargo GmbH & Co. KG. Sie übt keine operative Geschäftstätigkeit aus. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Wolfgang Birlin Herr Jan Sönke Eckel ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RHEINCARGO VERWALTUNGS-GMBH 142 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 6 6 6 Jahresergebnis (T€) 2 2 2 Eigenkapital (T€) 42 44 46 Bilanzsumme (T€) 46 48 51 Investitionen (T€) 0 0 0 Verbindlichkeiten (T€) 1 0 1 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Beschreibung des Geschäftsverlaufs Der Geschäftsverlauf ist ausschließlich vom Geschäftsverlauf der RheinCargo GmbH & Co. KG abhängig. Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Risiken können sich lediglich aus der Geschäftsführung und der Haftung für die RheinCargo GmbH & Co. KG ergeben. Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die Gesellschaft wird auch in 2022 Erträge aus der Vergütung für die Übernahme der Haftung sowie aus Kostenerstattungen durch die KG erzielen. RHEINLAND CARGO SCHWEIZ GMBH 143 RHEIN LAND C AR GO SCH WEIZ GMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Steinengraben 42 4051 Basel Kontakt 0221 3900 www.hgk.de/hgk/toechter- und- beteiligungen/rheinland- cargo-schweiz Gründungsdatum 29.03.2012 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 40.000 CHF Gesellschafter Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Die Gesellschaft bezweckt die Erschließung des Güterverkehrsaufkommens für den Eisenbahngüterverkehr zwischen der Schweiz und dem Wirtschaftsraum Köln. Das Unternehmen betreibt öffentlichen Eisenbahnverkehr und fördert bzw. führt alle Vor- haben durch, die damit in Zusammenhang stehen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Marc Piatti Herr Paul Schumacher ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG FidemTreuhand AG Zwingen RHEINLAND CARGO SCHWEIZ GMBH 144 KENNZAHLENÜBERSICHT Alle Angaben in TCHF 2019 2020 2021 Gesamtleistung 1.047 1.131 993 Jahresergebnis 26 61 85 Eigenkapital 250 312 396 Bilanzsumme 500 514 519 Investitionen 0 0 0 Verbindlichkeiten 249 202 122 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Wirtschaftliche Lage Die Bruttoerlöse sanken im Geschäftsjahr 2021 von 1.130 TCHF um 138 TCHF (12,2 %) auf 993 TCHF. Dabei konnte ein Betriebsergebnis vor Steuern (EBT) 103 TCHF im Gegensatz zu 76 TCHF in 2020 erzielt werden. Die Bilanzsumme nahm 2021 im Vergleich zu 2020 von 514 TCHF auf 519 TCHF zu, während die Eigenkapitalquote von 60,7 % auf 76,3 % zunahm. NESKA SCHIFFAHRTS- UND SPEDITIONSKONTOR GMBH 145 NESKA SCHIFFAHRT S- UND SPEDIT ION SKONTOR GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Neumarkt 7 - 11 47119 Duisburg Kontakt 02034 7989300 www.neska.com Gründungsdatum 25.11.1981 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 358.000 € Gesellschafter Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,00% Tochterunternehmen Duisburg Bulk Terminal GmbH 100,00% KCT Krefelder Container Terminal GmbH 100,00% Oudkerk B.V. (ab 16.12.2021) 100,00% Pohl & Co. GmbH 100,00% neska Container Line B.V. 100,00% neska Intermodal GmbH 100,00% uct Umschlag Container Terminal GmbH 100,00% CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service 62,50% MASSLOG GmbH (ab 16.12.2021) 50,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Transporten aller Art, ins- besondere die Übernahme und Durchführung von Binnenschifffahrtstransporten, Um- schlagsbetrieb, Lagerungen, Spedition, Seeverfrachtungen sowie der Abschluss von hiermit im Zusammenhang stehenden Schiffahrts- und Handelsgeschäften. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Markus Krämer Vorsitzende*r Herr Andreas Grzib (ab 01.09.2021) Herr Stefan Hütten (bis 19.07.2021) Herr Dr. Jan Zeese NESKA SCHIFFAHRTS- UND SPEDITIONSKONTOR GMBH 146 ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 52.481 44.852 57.426 Jahresergebnis (T€) 836 -300 -3.342 Eigenkapital (T€) 3.075 3.075 11.193 Bilanzsumme (T€) 67.226 69.367 89.331 Investitionen (T€) 1.022 2.319 17.474 Verbindlichkeiten (T€) 57.600 59.113 64.062 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 178 182 255 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die OECD hat für 2021 gegenüber 2020 ein Weltwirtschaftswachstum von 5,6 % er- mittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum um 5,3 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nahm 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 %. Die Entwicklungen im bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt waren laut Bundesamt für Güterverkehr 2021 positiv. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Abschnitt zur Muttergesellschaft HGK AG. Beschreibung des Geschäftsverlaufs Am 28.12.2021 wurde der Teilbetrieb Häfen und Umschlag der HTAG Häfen und Transport AG rückwirkend zum 01.01.2021 auf die NESKA verschmolzen. Der Ge- samtumsatz der NESKA nahm im Vergleich zum Vorjahr von 41.999 T€ auf 53.914 T€ zu. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen gegenüber dem Vergleichszeit- raum um 648 T€ auf 3.497 T€ zu. Die Erträge aus Finanzanlagen stiegen deutlich von 5.002 T€ im Vorjahr auf 7.278 T€. Das Ergebnis nach Steuern ist insgesamt von -342 T€ auf -3.218 T€ gesunken. Nach sonstigen Steuern beläuft es sich auf -3.342 T€, wovon 1.662 T€ auf den Teilbetrieb NESKA und -5.004 T€ auf den Teilbetrieb HTAG entfallen. Zusammenfassend betrachtet hat die NESKA ein schwieriges Ge- schäftsjahr durchlaufen. Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die konjunkturelle Lage in Deutschland und weltweit wird weiterhin von der Corona- Pandemie stark beeinflusst. Die Krise hat auf verschiedene Geschäftsbereiche unter- schiedliche Auswirkungen. NESKA SCHIFFAHRTS- UND SPEDITIONSKONTOR GMBH 147 Chancen bestehen in gezielteren Kundenmaßnahmen, eine höhere Marktdurchdrin- gung und die intensivere Betreuung der Bestandskunden, sowie ein Ausbau der Be- standsgeschäfte und eine Diversifizierung in den Leistungen und Produkten. Ein Risiko von hoher Bedeutung besteht in der Abhängigkeit und dem Ausfall von Großkunden insbesondere aus dem Bereich Automotive und der Stahlindustrie. Die Abhängigkeit dieser Kunden von der globalen Wirtschaftsentwicklung führt dazu, dass ein Konjunktureinbruch wie bspw. infolge der Corona-Pandemie unmittelbar ne- gative Auswirkungen auch auf die NESKA haben würde. Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage bestehen nicht und sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen. Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die NESKA gemäß ihrer Planung aus Novem- ber 2021 eine Steigerung der Auslastung und damit verbunden einen Anstieg des Umsatzes auf 63.763 T€, das Ergebnis vor Gewinnabführung soll auf 4.450 T€ stei- gen. CTS CONTAINER-TERMINAL GMBH RHEIN-SEE-LAND-SERVICE 148 CTS CONTAIN ER-TERMINAL GMBH RHEIN-SEE-LAND-SERVICE FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Stapelkai/Niehl Hafen 50735 Köln Kontakt 0221 752080 www.cts.container- terminal.de Gründungsdatum 29.12.1983 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 56.900 € Gesellschafter NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 62,50% DB Intermodal Services GmbH 22,50% Häfen und Güterverkehr Köln AG 15,00% Tochterunternehmen KCG Knapsack Cargo GmbH 51,00% TKN Terminal Köln-Nord GmbH i.L. 51,00% DCH Düsseldorfer Container-Hafen GmbH 49,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist das Betreiben eines Container-Terminals in Köln und alle damit verbundenen Dienstleistungen sowie der Handel mit Containern. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Oliver Grossmann Herr Dirk Meyer ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln CTS CONTAINER-TERMINAL GMBH RHEIN-SEE-LAND-SERVICE 149 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 32.291 31.132 34.095 Jahresergebnis (T€) 1.119 1.372 1.327 Eigenkapital (T€) 1.554 1.807 1.762 Bilanzsumme (T€) 7.477 7.577 7.111 Investitionen (T€) 815 748 658 Verbindlichkeiten (T€) 4.514 4.262 3.233 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 93 93 99 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die OECD hat für 2021 gegenüber 2020 ein Weltwirtschaftswachstum von 5,6 % er- mittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum um 5,3 %. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nahm 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 %. Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist Die Entwicklungen im bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt waren laut Bundes- amt für Güterverkehr 2021 positiv. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Ab- schnitt zur Muttergesellschaft HGK AG. Beschreibung des Geschäftsverlaufs Mit 33,8 Mio. € ist der erzielte Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 mit 4,0 % über dem Planumsatz (32,5 Mio. €). Das geplante Ergebnis vor Ertragsteuern (849 T€) wurde mit 1.875 T€ deutlich überschritten. Die Beteiligungserträge sind im Ver- gleich zur Vergleichsperiode mit 363 T€ (Vorjahr: 1.348 T€) stark zurückgegangen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann im Vorjahresvergleich insgesamt als stabil angesehen werden. Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Bedeutende Risiken der CTS liegen in der zunehmenden Konkurrenzsituation durch das neue Terminal Köln-Nord, insbesondere, wenn der Terminalbetrieb neu ausge- schrieben wird, im Ausfall von Großkunden, in der Abhängigkeit von der globalen Wirtschaftsentwicklung, gerade vor dem Hintergrund der Corona Pandemie und in Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges auf internationale und nationale Güter- ströme. Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen. Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die CTS eine Umsatzsteigerung von rd. 4% im CTS CONTAINER-TERMINAL GMBH RHEIN-SEE-LAND-SERVICE 150 Vergleich zum Geschäftsjahr 2021. Diese resultiert aus Preiserhöhungen, Umsatzer- höhungen bei Bestandskunden und Akquise von Neugeschäften. Das Ergebnis vor Steuern wird für 2022 mit 1.124 T€ geplant. FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH 151 FLUGH AFEN KÖLN /BONN GMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Heinrich-Steinmann-Straße 12 51147 Köln Kontakt 02203-40 4001/02 www.koeln-bonn-airport.de Gründungsdatum 08.12.1950 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 10.821.000 € Gesellschafter Stadt Köln 31,12% Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein- Westfalen mbH 30,94% Bundesrepublik Deutschland 30,94% Stadtwerke Bonn GmbH 6,06% Rhein-Sieg-Kreis 0,59% Rheinisch-Bergischer Kreis 0,35% Tochterunternehmen AHS Köln Aviation Handling Services GmbH 49,00% AHS Aviation Handling Services GmbH 10,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens sind der Betrieb und der Ausbau des Verkehrsflug- hafens Köln/Bonn einschließlich der Versorgung Dritter mit elektrischer Energie auf dem Gebiet des Flughafens sowie die Durchführung aller damit verbundenen Neben- geschäfte. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Johan Vanneste (bis 31.12.2021) Vorsitzende*r Herr Torsten Schrank FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH 152 Aufsichtsrat Herr Prof. Klaus-Dieter Scheurle (ab 25.01.2021) Vorsitzende*r Frau Alexandra Cahn 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Arndt Klocke 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Reinhard Klingen 3. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Nils Berner Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (Käm.) Herr Wolfgang Fuchs (StD) (bis 23.06.2021) Herr Hakan Gülcicek Herr Ferat Kar Herr Marcus Kitz (ab 23.06.2021) Herr Dr. Gerrit Krupp (MdR) Herr Dr. Patrick Opdenhövel Herr Dr. Hendrik Schulte Herr Sven Schwarzbach Frau Kerstin Wambach Frau Petra von Wick ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Die Flughafen Köln/Bonn GmbH wendet einen eigenen Corporate Governance Ko- dex an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Kapitalzuführung 23.340 FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH 153 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 732.288 713.103 680.172 Immaterielle Vermögensgegenstände 20.126 20.118 19.972 Sachanlagen 708.214 691.135 659.922 Finanzanlagen 3.947 1.850 278 Umlaufvermögen 50.708 42.725 124.068 Vorräte 1.914 1.571 1.917 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 40.081 39.341 38.737 Kasse, Bankguthaben, Schecks 8.714 1.813 83.414 Rechnungsabgrenzungsposten 1.216 1.368 1.374 Bilanzsumme 784.212 757.196 805.614 Passiva Eigenkapital 259.590 228.490 288.523 Gezeichnetes Kapital 10.821 10.821 10.821 Kapitalrücklage 82.733 82.733 157.289 Gewinnrücklagen 185.347 166.036 134.937 Jahresergebnis -19.311 -31.100 -14.524 Rückstellungen 80.406 83.201 86.081 Verbindlichkeiten 360.005 375.927 368.088 Rechnungsabgrenzungsposten 5.253 5.518 4.555 Passive latente Steuern 78.959 64.061 58.367 Bilanzsumme 784.212 757.196 805.614 FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH 154 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 341.234 208.358 246.306 Andere aktivierte Eigenleistungen 2.368 1.905 1.777 Sonstige betriebliche Erträge 4.194 16.833 10.099 Gesamtleistung 347.795 227.096 258.181 Materialaufwand 126.802 90.074 81.330 Personalaufwand 145.496 111.106 119.935 Sonstige betriebliche Aufwendungen 34.521 19.812 24.366 EBITDA 40.976 6.104 32.549 Abschreibungen 47.505 40.554 41.467 Erträge aus Beteiligungen 162 0 - Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 6 13 28 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5 10 49 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des UV - 2.547 1.753 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.019 6.705 7.156 Steuern vom Einkommen und Ertrag -6.617 -15.525 -5.751 Sonstige Steuern 12.551 2.945 2.524 Jahresergebnis -19.311 -31.100 -14.524 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 93,4 94,2 84,4 Abschreibungsquote (in %) 6,5 5,7 6,1 Investitionen (T€) 53.914 26.537 16.825 Investitionsquote (in %) 7,4 3,7 2,5 Eigenkapitalquote (in %) 33,1 30,2 35,8 Pensionsrückstellungen (T€) 10.433 10.951 10.388 Kreditverbindlichkeiten (T€) 258.644 293.899 304.469 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) -1,6 -3,2 -0,9 EBIT (T€) -6.529 -34.451 -8.917 EBITDA (T€) 40.976 6.104 32.549 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.838 1.717 1.703 FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH 155 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die Weltwirtschaft hat sich 2021 von der Corona-Krise erholt, ihre Auswirkungen prä- gen jedoch weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. Der private Konsum hat im Zuge sinkender Neuinfektionen und rascher Impffortschritte in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ab dem Frühjahr 2021 deutlich angezogen. Die deutsche Wirt- schaft hat sich 2021 vom Corona-bedingten Einbruch des Vorjahres erholt, wenn auch weniger deutlich als ursprünglich erwartet. Der Flughafen Köln/Bonn nimmt seine Verantwortung für Klima, Umwelt und Lärm- schutz wahr und hat das Thema Nachhaltigkeit fest in seinem unternehmerischen Handeln verankert. Bereits vor mehr als zehn Jahren hat er eine Klimaschutzstrate- gie entwickelt, deren Ziel eine permanente Reduzierung der CO2-Emissionen bis zur Klimaneutralität ist. Seitdem hat sich der Flughafen klimaneutral entwickelt. Anfang 2022 wurden die Zielvorgaben noch einmal nachgeschärft. Bis 2030 sollen die CO2- Emmisionen demnach auf der Basis von 2010 um 65 % reduziert werden, 2035 nur noch Fahrzeuge und Geräte mit emissionsfreien Antrieben auf dem Vorfeld fahren. Spätestens 2045 will der Flughafen vollständig klimaneutral sein. Geschäftsverlauf Die nationale Luftfahrt konnte sich im Jahr 2021 (gemessen in Verkehrseinheiten) um 20,7 % gegenüber 2020 steigern, im Vergleich zum Jahr 2019 ist aber immer noch ein Minus von 55,6% zu verzeichnen. Der Flughafen Köln/Bonn erzielte bei den Ver- kehrseinheiten im Jahr 2021 ein Plus von 21,1% und lag somit leicht besser als der Branchendurchschnitt. Im Jahr 2021 stieg das Passagieraufkommen am Flughafen Köln/Bonn auf rund 4,3 Mio. Fluggäste, was aber weiterhin sehr deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau 2019 liegt. Mit einem Rückgang um 66% im Vergleich zum Vor- krisenjahr 2019 lag Köln/Bonn damit etwas besser als der Bundesdurchschnitt von 69% (auf 79 Mio. Passagiere). Das Frachtvolumen am Flughafen Köln/Bonn lag 2021 bei rund 986.000 Tonnen, was einem Anstieg von 14% zum Vorjahr entspricht. Die Zahl der Flugbewegungen stiegen 2021 im Vergleich zu 2020 um 15% an, blieben aber deutlich um 36% (Bundesdurchschnitt -47%) gegenüber 2019 zurück. Das ma- ximale Startgewicht (MTOW) ging im gleichen Zeitraum um 24% zurück. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit 25.429 T€ deutlich über dem des Vorjahreswert (877 T€). Die Gesellschaft hat im Dezember 2021 mit fünf Haus- banken neue Verträge über Betriebsmittellinien in Höhe von 63.500 T€ abgeschlos- sen, deren Laufzeit drei Jahre beträgt. Damit war die Liquidität des Unternehmens im Berichtszeitraum jederzeit gesichert. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesell- schaft ist geordnet. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf -14.524 T€ (Vorjahr: - 31.100 T€) und ist auch im Jahr 2021 noch wesentlich durch die Auswirkungen der Corona-Krise bedingt. FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH 156 Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die Flughafen Köln/Bonn GmbH verfügt über ein Risikomanagementsystem. Wesent- liches Element dieses Risikomanagements ist eine Überwachung der Risiken der Gesellschaft mittels einer Risikoinventur, bei der die Risiken gemäß ihrer Auswirkung (T€) und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (%) gruppiert werden. Neben den „Auswir- kungen der Corona-Krise“ sind als wesentliche Risiken „Schnittstelle „Fracht“ Zugang sensibler Teil Sicherheitsbereich“, „Bodenverkehrsdienste“, „Absenkung Eckwerte Start- und Landebahnsystem zwischen 23:00 und 02:00 Uhr“, „Alkali-Kieselsäure-Re- aktion (AKR)“ und „Einschränkung des Nachtflugbetriebes“ im Fokus, welche auf Grund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf den Flughafen Köln/Bonn von hoher Bedeutung sind. Da der Flughafen über ein System mit drei Start- und Landebahnen, darunter eine In- terkontinentalbahn, sowie über ein großzügiges Terminal- und Frachthallenangebot verfügt, kann er weitere Verkehrszuwächse aufnehmen. Ergänzt wird die Infrastruktur durch das integrierte Autobahn- und Schienennetz. Ein weiterer Pluspunkt sind die äußerst günstigen klimatischen Bedingungen. So liegt der Flughafen in einer fast ne- belfreien und schneearmen Region. Dies begünstigt sowohl die Entwicklung des Frachtverkehrs als auch die des Passagierverkehrs, was insbesondere dem Dienst- leistungs- und Produktionsgewerbe zu Gute kommt. Die Finanzierungskosten, die durch die realisierten sowie geplanten Investitionen und Maßnahmen zur Liquiditätsbeschaffung verursacht sind, sowie die Abschreibun- gen und Instandsetzungsaufwendung, sind hinreichend in den angepassten Finanz- und Erfolgsplanungen berücksichtigt worden. Die Liquidität des Unternehmens ist ausreichend gesichert. Eine Bestandsgefährdung aus heutiger Sicht ist auf Grund- lage der Unternehmensplanung und bei Beibehaltung der Kreditlinien nicht zu erwar- ten. Der Flughafen Köln/Bonn verfügt über einen Public Corporate Governance Ko- dex, dessen Regelungen zu einer besseren Steuerung und Kontrolle sowie Transpa- renz des Unternehmens beitragen. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die Auswirkungen der andauernden Corona-Krise wird die Flughafen Köln/Bonn GmbH auch im Jahr 2022 zu spüren bekommen. Der im Dezember 2021 für das Jahr 2022 verabschiedete Wirtschaftsplan sieht bereits wieder eine Verkehrsmenge von 8,3 Mio. Passagieren (ca. 65% des Vorkrisenniveaus) vor. Die Fracht entwickelt sich im unteren einstelligen Prozentbereich nach oben. Insgesamt wird diese Verkehrs- entwicklung zusammen mit dem inzwischen erreichten abgesenkten Kostenniveau aus heutiger Sicht zu einem mindestens ausgeglichenen Ergebnis im Geschäftsjahr 2022 führen. FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH 157 Die Airlines agieren im Frühjahr 2022 mit einem nachfragegerechten Angebot und stellen im Sommer 2022 zum großen Teil Kapazitäten in den Markt, die an das Ni- veau von 2019 heranreichen. Der Flughafen Köln/Bonn setzt in dieser Situation auf folgende strategische Ziele: 1. Bindung der Bestandskunden: Köln/Bonn war für Eurowings vor der Corona- Pandemie eine von vier „core bases“, an denen die Direktverkehre gebündelt und die Marktanteile verteidigt wurden. Das Passagiervolumen von 2019 soll innerhalb der nächsten drei Jahre wieder erreicht und fehlende Businessver- kehre durch neue Strecken und Frequenzverstärkungen im touristischen Be- reich kompensiert werden. Ryanair als größter Player in dem Segment „Low Cost“ soll beim touristischen Portfolio Wachstumsträger bleiben. Wizz Air und Blue Air sollen den osteuropäischen Zielmarkt weiter verstärken. 2. Dem touristischen Geschäft wurde bereits vor der Pandemie eine zuneh- mende Bedeutung als Wachstumstreiber im Gesamtmarkt zugewiesen. Neben dem reinen Urlaubsgeschäft bedeutet dies für Köln/Bonn insbesondere eine Stärkung der Verkehre in die Family & Friends Märkte (Türkei, Osteuropa). Dieser wichtige Zielmarkt soll kontinuierlich ausgebaut werden. Das Ur- laubsportfolio soll durch weitere Touristik-Carrier gestärkt werden. 3. In der Luftfracht ist es das strategische Ziel des Köln Bonn Airport, dass trotz begrenzter Kapazitäten in der Nacht die Großkunden das geplante Wachstum abbilden können. Dies bedeutet u.a. einen bedarfsgerechten Ausbau der land- seitigen Frachtumschlagskapazitäten, den Ausbau der Tagesfracht (u.a. durch Tagesfracht-Incentive) und den Umstieg auf größeres, moderneres Fluggerät. 4. Um die Auswirkungen der Corona-Krise abzumildern, wurden und werden ver- schiedene Anpassungsstrategien im Bereich Commercial Activities betrachtet. Die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Produktportfolios für den Kunden steht dabei nach wie vor im Fokus. Aufgrund der weiterhin positiven Entwicklung des Frachtgeschäftes im Jahr 2021 werden Weiterentwicklungs- möglichkeiten im Bereich Real Estate untersucht. SPEZIELLER TEIL 158 3. Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten GAG IMMOBILIEN AG 159 GAG IMM OBILIEN AG FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Kontakt 0221 2011-0 www.gag-koeln.de Gründungsdatum 18.03.1913 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Aktien 16.453.967 € (16.453.967 Stücke) Aktionäre Stadt Köln 88,75% Ernst-Cassel-Stiftung 5,17% Kleinaktionäre Streubesitz 3,36% Eigene Anteile 1,78% Treuhänder (Mieter) 0,94% Tochterunternehmen GAG Servicegesellschaft mbH 100,00% Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH 100,00% GAG Projektentwicklung GmbH 90,00% Grund und Boden GmbH 62,00% GAG Immobilien AG 1,78% UNTERNEHMENSGEGENSTAND (1) Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung breiter Schichten der Bevölke- rung mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. (2) Zur Erfüllung ihres Gegenstands kann die Gesellschaft Grundstücke erwerben, belasten, bebauen, verwalten und veräußern. (3) Die Gesellschaft kann alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Hierzu gehören auch die Betreuung von Bauvorhaben, die Sanierung von Bauten, die Betreuung von Sanie- rungsvorhaben sowie die Durchführung städtebaulicher Maßnahmen im Zusammen- hang mit der Erneuerung oder Entwicklung von Wohngebieten. (4) Die Gesellschaft kann Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Gewerbebauten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleis- tungen bereitstellen. (5) Die Gesellschaft kann darüber hinaus im Zusammenhang mit der Tätigkeit der cowelio GmbH insbesondere folgende Aufgaben übernehmen: GAG IMMOBILIEN AG 160 a) Erwerb, Errichtung, Verwaltung und Betrieb von technischen Anlagen und Geräten sowie die Bereitstellung von Ausstattung und Einrichtungsgegenständen zur Versor- gung von Mietern mit Wärme und Energie. b) Erbringung und Vermittlung energiewirtschaftlicher Dienstleistungen, insbesondere Energielieferung, Mieterstrom, Energieeffizienz Maßnahmen, Energiespeicherbewirt- schaftung. ORGANE DER GESELLSCHAFT Vorstand Herr Ingo Frömbling (ab 01.01.2021, bis 30.06.2021) Frau Anne Keilholz (ab 01.07.2021) Frau Kathrin Möller Aufsichtsrat Herr Mike Homann (MdR) (ab 30.09.2021) Vorsitzende*r Herr Jochen Ott (MdL) (bis 29.09.2021) Vorsitzende*r Frau Sabine Pakulat (MdR) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Martina Richter 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Sylke Born (ab 30.09.2021) Frau Dr. Eva Bürgermeister (bis 29.09.2021) Herr Michael Frenzel (ab 30.09.2021) Herr Markus Greitemann (Bg) Frau Ursula Gärtner (MdR) (bis 29.09.2021) Frau Marion Heuser (MdR) Herr Niklas Kienitz (MdR) Herr Harald Knopp Frau Karina Köbnik Herr Antonio Mossuto (bis 29.09.2021) Herr Dr. Franz Georg Rips (bis 29.09.2021) Herr Andreas Schubring Frau Christine Seiger (MdR) (ab 30.09.2021) Frau Ira Sommer (MdR) (ab 30.09.2021) Herr Michael Weisenstein (MdR) Herr Thomas Welter (MdR) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG DOMUS AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GAG IMMOBILIEN AG 161 FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Gewinnausschüttung (für GJ Vj) 7.301 - Entgelt Wertpapierleihe (für GJ Vj) 70 - Zuwendungen im Rahmen einer Betrauung 3.270 - Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten zum 31.12. (Bürgschaften) 219.381 - Gewährte Darlehen zum 31.12. 72.319 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 1.998.204 2.104.625 2.189.844 Immaterielle Vermögensgegenstände 384 257 832 Sachanlagen 1.718.900 1.802.148 1.886.464 Finanzanlagen 278.920 302.220 302.548 Umlaufvermögen 137.002 133.116 164.971 Vorräte 53.696 47.526 52.665 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 81.202 66.240 111.025 Kasse, Bankguthaben, Schecks 2.104 19.349 1.281 Rechnungsabgrenzungsposten 1.010 1.106 1.324 Bilanzsumme 2.136.216 2.238.847 2.356.139 Passiva Eigenkapital 565.951 607.603 636.911 Gezeichnetes Kapital 16.210 16.179 16.161 Kapitalrücklage 154.230 154.255 154.295 Gewinnrücklagen 370.752 410.743 446.713 Bilanzergebnis 24.758 26.426 19.742 Sonderposten 26.349 25.680 25.012 Rückstellungen 57.928 56.950 60.300 Verbindlichkeiten 1.466.318 1.518.334 1.591.658 Rechnungsabgrenzungsposten 19.669 30.280 42.259 Bilanzsumme 2.136.216 2.238.847 2.356.139 GAG IMMOBILIEN AG 162 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 227.570 239.677 240.229 Bestandsveränderungen 3.726 -6.170 5.139 Andere aktivierte Eigenleistungen 99 13 379 Sonstige betriebliche Erträge 29.004 29.578 19.765 Gesamtleistung 260.399 263.097 265.512 Materialaufwand 96.107 91.562 96.213 Personalaufwand 44.644 45.731 50.732 Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.138 18.413 19.164 EBITDA 101.510 107.391 99.402 Abschreibungen 41.912 43.739 44.863 Erträge aus Gewinnabführung 17.687 18.075 14.868 Aufwendungen aus Verlustübernahme - - 526 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 1.312 1.267 1.221 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 711 205 191 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.379 25.460 24.856 Steuern vom Einkommen und Ertrag 6.373 8.127 8.171 Sonstige Steuern -292 -155 -134 Jahresergebnis 47.848 49.765 37.399 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 93,5 94,0 92,9 Abschreibungsquote (in %) 2,4 2,4 2,4 Investitionen (T€) 133.109 154.755 135.752 Investitionsquote (in %) 6,7 7,4 6,2 Eigenkapitalquote (in %) 26,5 27,1 27,0 Pensionsrückstellungen (T€) 41.299 42.130 44.848 Kreditverbindlichkeiten (T€) 1.384.617 1.437.219 1.512.474 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 3,4 3,4 2,6 EBIT (T€) 59.598 63.652 54.539 EBITDA (T€) 101.510 107.391 99.402 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 549 560 586 GAG IMMOBILIEN AG 163 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Grundlegende unternehmerische Geschäftsaktivitäten Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung breiter Schichten der Kölner Be- völkerung mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Die GAG ist schwerpunktmäßig in den Geschäftsfeldern Immobilienbewirtschaftung, Neubau, Modernisierung/Instandhaltung sowie Bauträgergeschäft (auslaufend) tätig. (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regi- onen bleibt angespannt. Deutschland verzeichnet einen weiterhin spürbaren Einwoh- nerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung aus dem europäischen Ausland zurückzuführen ist. Durch die stetig steigenden Studierendenzahlen verschärft sich die Situation vor allem in den Universitätsstädten weiter. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen die Immobilienwirtschaft im Be- reich der Wohnimmobilien generell und den GAG-Konzern im Besonderen in Bezug auf die Ertragslage nur in einem geringen Rahmen. Bei den gewerblichen Mietver- hältnissen ergaben sich dagegen in einigen Teilsegmenten spürbare Auswirkungen, mit denen auch weiterhin zu rechnen ist. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresüberschuss von 37.399 T€ (Vorjahr: 49.765 T€) ab. Das EBITDA verminderte sich um 7% auf 99.402 T€ (Vorjahr: 107.391 T€). Die Umsatzerlöse betrugen 240.229 T€ (Vorjahr: 239.677 T€). Die Umsätze resultie- ren im Wesentlichen aus der Hausbewirtschaftung und dort vor allem aus der Ver- mietung. Die Umsatzerlöse aus Sollmieten lagen bei 146.279 T€ (Vorjahr: 139.887 T€). Diese Steigerung ergab sich aus dem Bezug von Neubaumaßnahmen, den An- hebungen der Mieten aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen, den Mietanpas- sungen im Wohnungsbestand an den Mietspiegel, Fluktuation sowie sinkenden Woh- nungsabschlägen aus Förderungen. Hinzu kamen Umsatzerlöse aus Nebenkosten von 45.855 T€ (Vorjahr 44.425 T€). Im Geschäftsjahr gab es keine Umsätze aus dem Verkauf von Grundstücken. Im Vorjahr waren es Umsätze in Höhe von 11.398 T€ und 22 erfolgswirksame Verkäufe aus Bauträgermaßnahmen. Die Bilanzsumme stieg um 5% auf 2.356.139 T€ (Vorjahr: 2.238.847 T€). Der Wert des Anlagevermögens stieg um 4% auf 2.189.844 T€ (Vorjahr: 2.104.625 T€). Den Zugängen in Höhe von 135.752 T€ standen insbesondere Abschreibungen in Höhe von 44.863 T€ und Buchwertabgänge in Höhe von 5.672 T€ gegenüber. Die Zugänge resultierten im Wesentlichen aus Investitionen für Neubau- und Modernisierungs- maßnahmen. GAG IMMOBILIEN AG 164 Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Als Vermieter unterliegt der GAG-Konzern auch einem Mietausfallrisiko. Hauptursa- che für rückständige und ausbleibende Mietzahlungen durch die Mieterinnen und Mieter sind wachsende Verschuldung, Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme in den Stadtteilen, in denen der GAG-Konzern seine Wohnungen bewirtschaftet. Durch die enge Betreuung der Mieterinnen und Mieter in den Kundencentern, das Sozialma- nagement und durch die Abteilung Forderungsmanagement wird gewährleistet, dass problematische Mietverhältnisse schnellererkannt und entsprechende Gegenmaß- nahmen ergriffen werden. Weiterhin kann durch neue oder geänderte Umweltgesetze bzw. -verordnungen, wie zum Beispiel die CO2-Bepreisung, die Kostensituation stark belastet werden. Die größten Chancenpotenziale sieht der GAG-Konzern im Standortfaktor, in dem in 100 Jahren gewonnenen Vertrauen der Mieterschaft sowie in den Kölner Einwohnern und zukünftig vermehrt den Neu-Kölnern. Hier werden an dem hervorragenden Standort Köln, der nach den gängigen Bevölkerungsprognosen langfristig stabile Nachfragepotenziale bereithält, wohnungswirtschaftliche Produkte und Dienstleistun- gen ihre Abnehmer finden, wenn sie ökologisch, sozial und ökonomisch ausgewogen sind. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Für 2022 sind ein Jahresüberschuss von 19.211 T€ und ein EBITDA von 91.466 T€ geplant. Diese Ergebnisse basieren im Wesentlichen auf einem Umsatz von 263.735 T€ und Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen von 107.749 T€ so- wie auf einem Personalaufwand von 51.861 T€. Die Abschreibungen sind mit 47.616 T€ und das Finanzergebnis mit -19.382 T€ geplant. GAG PROJEKTENTWICKLUNG GMBH 165 GAG PR OJEKT ENT WIC KLUN G GMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Kontakt 0221 20110 www.gag-koeln.de Gründungsdatum 05.07.2000 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 100.000 € Gesellschafter GAG Immobilien AG 90,00% Grund und Boden GmbH 10,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Grundstücksgeschäften jeder Art, die Bebauung und Verwaltung eigener und fremder Grundstücke sowie die Durchführung städtebaulicher Sanierungsvorhaben unter besonderer Berücksichti- gung sozial wichtiger Maßnahmen. Die Gesellschaft kann Immobilien erwerben, be- lasten, verwalten und veräußern. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Ingo Frömbling (ab 01.01.2021, bis 30.06.2021) Frau Anne Keilholz (ab 01.07.2021) Frau Kathrin Möller ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG DOMUS AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GAG PROJEKTENTWICKLUNG GMBH 166 FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum 31.12. 22.238 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 11.102 9.980 10.630 Jahresergebnis (T€) 295 364 -526 Eigenkapital (T€) 231 14.687 16.431 Bilanzsumme (T€) 58.750 64.612 81.586 Investitionen (T€) 6.076 8.710 17.866 Verbindlichkeiten (T€) 57.012 48.552 64.173 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Grundlegende unternehmerische Geschäftsaktivitäten Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Grundstücksgeschäften jeder Art, die Bebauung und Verwaltung eigener und fremder Grundstücke sowie die Durchführung städtebaulicher Sanierungsvorhaben unter besonderer Berücksichti- gung sozial wichtiger Maßnahmen. Sie ist zu 90% Tochtergesellschaft der GAG Im- mobilen AG (GAG); die Grund und Boden GmbH (Grubo) hält die verbleibenden An- teile an der Gesellschaft. Die GPE ist eine vollkonsolidierte Gesellschaft des GAG- Konzerns. Die Verwaltung der Gesellschaft ist der GAG und der GAG Servicegesell- schaft mit beschränkter Haftung (GAG SG) übertragen. Die GPE hat in 2016 rund 1.200 Wohnungen in Köln-Chorweiler erworben. Der Un- ternehmenszweck besteht im Wesentlichen in der Bewirtschaftung dieses Woh- nungsbestandes. Die Stadt Köln hat die GAG und ihre Tochterunternehmen mit Be- trauungsakt vom 23. Juni 2015 für einen Zeitraum von zehn Jahren mit der Erbrin- gung von Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse (DAWI) in diesem Quartier beauftragt und bezahlt der GPE über zehn Jahre einen Zuschuss in Höhe von insgesamt maximal € 32.393.700 netto zzgl. anfallender Umsatzsteuer. (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regi- onen bleibt angespannt. Deutschland verzeichnet einen weiterhin spürbaren Einwoh- nerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung aus dem europäischen Ausland zurückzuführen ist. Durch die stetig steigenden Studierendenzahlen verschärft sich die Situation vor allem in den Universitätsstädten weiter. GAG PROJEKTENTWICKLUNG GMBH 167 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von T€ 526 (Vorjahr: Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von T€ 364) sowie mit einem positivem EBITDA von T€ 990 (Vorjahr: positives EBITDA von T€ 2.069). Die Umsatzerlöse stiegen um 13% auf T€ 10.139 (Vorjahr: T€ 8.989). Der wesentli- che Grund für die gestiegenen Umsatzerlöse ist der höhere ertragswirksam verein- nahmte Anteil des Betrauungsaktzuschusses von T€ 3.050 (Vorjahr: T€ 1.626). Der Betrauungsaktzuschuss wird in der Höhe erfolgswirksam eingebucht, die erforderlich ist, um das Ergebnis aller dem Betrauungsakt zurechenbarer Aufwendungen und Er- träge auszugleichen. Der Differenzbetrag zum Zuschussbetrag der Stadt Köln in Höhe von T€ 190 wurde mit den übrigen sonstigen Vermögensgegenständen ver- rechnet. Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr um T€ 16.974 auf T€ 81.586 (Vorjahr: T€ 64.612) erhöht. Der Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentli- chen auf das um T€ 16.803 höhere Anlagevermögen bzw. dessen Finanzierung zu- rückzuführen. Der Wert des Anlagevermögens stieg im Geschäftsjahr auf T€ 77.609 (Vorjahr: T€ 60.806). Den Investitionen von T€ 17.866 standen Abschreibungen von T€ 1.058 ge- genüber. Die Verbindlichkeiten betragen T€ 64.173 (Vorjahr. T€ 48.552). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den auf T€ 49.167 (Vorjahr: T€ 35.336) gestiegenen Verbind- lichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG AG abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesent- lichen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind. Al- lerdings wird die Gesellschaft auch in den Folgejahren auf die Unterstützung durch die GAG Immobilien AG angewiesen sein. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die Gesellschaft erwartet für 2022 einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von T€ 772 und es ist ein positives EBITDA von T€ 1.463 geplant. Diese Ergebnisse ba- sieren im Wesentlichen auf einem Umsatz von T€ 10.825 und Aufwendungen für be- zogene Lieferungen und Leistungen von T€ 8.937. GAG SERVICEGESELLSCHAFT MBH 168 GAG SER VICEGESELLSCH AFT MBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Kontakt 0221 20110 www.gag-koeln.de Gründungsdatum 18.12.2002 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 25.000 € Gesellschafter GAG Immobilien AG 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist es, unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer und städtebaulicher Zielsetzungen, für die Gesellschaften des GAG Konzerns oder begleitend zu deren Hauptgeschäft auch für Mieter folgende Aufgaben zu überneh- men: a) die Bewirtschaftung sowie die Vermietung und Verpachtung von Grundbesitz und Immobilienbeständen sowie die Vermittlung von Grundstücksankäufen, Grund- stücksverkäufen und von grundstücksgleichen Rechten jeder Art; b) die Baubetreuung, die Errichtung und Veräußerung von Ein- und Mehrfamilien- häusern, Eigentumswohnungen, Mietwohngebäuden und gewerblichen Bauten sowie die Erschließung und Parzellierung von Grundstücken c) der Erwerb, die Errichtung, die Verwaltung und der Betrieb von technischen Anla- gen und Geräten sowie die Bereitstellung von Ausstattungen und Einrichtungsge- genständen zur Versorgung mit Wärme, Energie und sonstigen Dienstleistungen; d) Erbringung und Vermittlung energiewirtschaftlicher Dienstleistungen, insbeson- dere Energielieferung, Mieterstrom, Energieeffizienzmaßnahmen, Energiespei- cherbewirtschaftung; e) die Erbringung von Hausmeister-, Wohnverwaltungs- und sonstigen Dienstleistun- gen mit eigenem oder fremdem Personal. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Ingo Frömbling (bis 18.04.2021) Herr Michael Kempf (ab 19.04.2021) Herr Klaus Möhren GAG SERVICEGESELLSCHAFT MBH 169 ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG DOMUS AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum 31.12. 22.238 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 43.647 43.151 47.269 Jahresergebnis (T€) 1.492 1.560 1.561 Eigenkapital (T€) 1.557 13.090 14.417 Bilanzsumme (T€) 26.479 26.271 30.361 Investitionen (T€) 7.940 2.432 4.575 Verbindlichkeiten (T€) 23.612 11.949 14.256 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 7 8 12 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Die GAG SG erbringt im Wesentlichen Dienstleistungen im GAG-Konzern und ist da- mit in ihrer Geschäftsentwicklung von der Entwicklung des GAG-Konzerns abhängig. Auf Grund der günstigen Rahmenbedingungen am Wohnungsmarkt in Köln verlief die Entwicklung des GAG-Konzerns positiv. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von T€ 1.561 (Vorjahr: T€ 1.560) sowie mit einem EBITDA von T€ 3.077 (Vorjahr: T€ 2.654). Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt T€ 47.011 (Vorjahr: T€ 42.686). Sie resultieren im Wesentlichen mit T€ 26.411 (Vorjahr: T€ 25.070) aus erbrachten Leistungen aus der Immobilienverwaltung und Hausmeistertätigkeit (Betreuungstätigkeit). Im Ge- schäftszweig der Gaslieferung wurden nach Abzug der Energiesteuer Umsätze in Höhe von T€ 7.552 (Vorjahr: T€ 6.642) erwirtschaftet. GAG SERVICEGESELLSCHAFT MBH 170 Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 15,6% auf T€ 30.361 (Vorjahr: T€ 26.271). Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert zum einen aus zum Stichtag ge- stiegenen noch nicht abgerechneten konzerninternen Dienstleistungen und zum an- deren auf höheren Investitionen in das Sachanlagevermögen für den Ankauf von Blockheizkraftwerken und dem Bau von Photovoltaikanlagen, Heizkesseln und Block- heizkraftwerken. Die Gesellschafterin GAG AG hat im Berichtsjahr T€ 1.327 in die Kapitalrücklage der GAG SG eingezahlt. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Unter Berücksichtigung des mit der GAG Immobilien AG, Köln (GAG AG), abge- schlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die Finanz- und Ver- mögenslage als geordnet zu bezeichnen. Darüber hinaus ist die Zahlungsfähigkeit durch die konzernweite Liquiditätssteuerung jederzeit gegeben. Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG AG abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesent- lichen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Da die Gesellschaft den wesentlichen Teil der ihr entstehenden Aufwendungen im Rahmen der Konzernumlage an Konzerngesellschaften weiterbelasten kann, ist für 2022 ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von T€ 1.689 sowie ein EBITDA von T€ 4.003 geplant. Grundlegende unternehmerische Geschäftsaktivitäten Die GAG Servicegesellschaft mit beschränkter Haftung (GAG SG) ist zu 100% Toch- tergesellschaft der GAG Immobilen AG (GAG) und erbringt seit dem Geschäftsjahr 2013 neben Dienstleistungen aus Immobilienverwaltung auch Dienstleistungen aus Betreuungstätigkeit sowie Hausmeistertätigkeit für den GAG-Konzern. Die Vergütung erfolgt über die Konzernumlage. Darüber hinaus sind in der Gesellschaft die Aktivitäten aus den Bereichen Ener- giemanagement und regenerative Energien gebündelt und sie übernimmt die Gas-, Wärme- und Stromlieferung für diverse Liegenschaften der konzernverbundenen Un- ternehmen und deren Mieter. (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die GAG SG erbringt im Wesentlichen Dienstleistungen im GAG-Konzern und ist da- mit in ihrer Geschäftsentwicklung von der Entwicklung des GAG-Konzerns abhängig. Auf Grund der günstigen Rahmenbedingungen am Wohnungsmarkt in Köln verlief die Entwicklung des GAG-Konzerns positiv. MIETMANAGEMENTGESELLSCHAFT DER GAG MBH 171 MIETMAN AGEM ENTGESELLSCHAFT DER GAG M BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Kontakt 0221 20110 www.gag-koeln.de Gründungsdatum 10.03.2014 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 25.000 € Gesellschafter GAG Immobilien AG 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Vermietung, die Verpachtung, die Verwertung und Verwaltung von eigenen und fremden Grundstücken, grundstücks- gleichen Rechten und beweglichen Sachen und die Errichtung und Verwaltung von Baulichkeiten aller Art zum Zweck einer sicheren und sozial verantwortbaren Woh- nungsversorgung von breiten Schichten der Bevölkerung, ausgenommen sind Tätig- keiten oder Geschäfte, die in § 34 c der Gewerbeordnung aufgeführt sind. Der Zweck der Gesellschaft wird vorrangig erfüllt durch die Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Baulichkeiten, deren Zweck auf eine sichere und sozial verant- wortbare Wohnungsversorgung von breiten Schichten der Bevölkerung gerichtet ist. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Ingo Frömbling (ab 01.01.2021, bis 30.06.2021) Frau Anne Keilholz (ab 01.07.2021) Frau Kathrin Möller ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG DOMUS AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft MIETMANAGEMENTGESELLSCHAFT DER GAG MBH 172 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 14.244 14.665 14.815 Jahresergebnis (T€) 2.582 1.651 2.108 Eigenkapital (T€) 15.072 15.072 15.072 Bilanzsumme (T€) 151.910 152.661 153.029 Investitionen (T€) 5.402 5.100 3.220 Verbindlichkeiten (T€) 134.746 133.631 133.933 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Grundlegende unternehmerische Geschäftsaktivitäten Die Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH (MGAG) mit Sitz in Köln ist 2014 durch Umwandlung der Mietmanagementgesellschaft der GAG GmbH & Co. KG (MGAG KG) entstanden. Die MGAG ist zu 100% Tochtergesellschaft der GAG Immo- bilen AG (GAG). Die MGAG ist eine vollkonsolidierte Gesellschaft im GAG-Konzern. Der Zweck der Gesellschaft wird vorrangig durch die Bewirtschaftung ihrer rund 1.900 Wohnungen erfüllt, wozu sie sich der Dienstleistungen der GAG und der GAG Servicegesellschaft mit beschränkter Haftung (GAG SG) bedient. (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regi- onen bleibt angespannt. Deutschland verzeichnet einen weiterhin spürbaren Einwoh- nerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung aus dem europäischen Ausland zurückzuführen ist. Durch die stetig steigenden Studierendenzahlen verschärft sich die Situation vor allem in den Universitätsstädten weiter. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen die Immobilienwirtschaft im Be- reich der Wohnimmobilien generell und den GAG-Konzern im Besonderen in Bezug auf die Ertragslage nur in einem geringen Rahmen. Bei den gewerblichen Mietver- hältnissen ergaben sich dagegen in einigen Teilsegmenten spürbare Auswirkungen, mit denen auch weiterhin zu rechnen ist. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von T€ 2.108 (Vorjahr: T€ 1.651) sowie mit einem positivem EBITDA von T€ 6.904 (Vorjahr: T€ 7.885). Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt T€ 14.450 (Vorjahr: T€ 14.138). Sie resultie- ren aus der Bewirtschaftung von 1.862 freifinanzierten Wohnungen und 67 Gewerbe- und sonstigen Einheiten. Von dem Wohnungsbestand waren am Bilanzstichtag 18 Wohnungen nicht belegt, davon acht vermietungsbedingt. Die Mietausfälle durch MIETMANAGEMENTGESELLSCHAFT DER GAG MBH 173 Leerstand, Preisnachlässe und wegen Modernisierungsmaßnahmen beliefen sich auf T€ 573. Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um T€ 368 auf T€ 153.029 (Vorjahr: T€ 152.661). Der Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf das um T€ 344 höhere Anlagevermögen bzw. dessen Finanzierung zurückzuführen. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Unter Berücksichtigung des mit der GAG Immobilien AG, Köln (GAG AG), abge- schlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die Finanz- und Ver- mögenslage als geordnet zu bezeichnen. Darüber hinaus ist die Zahlungsfähigkeit durch die konzernweite Liquiditätssteuerung jederzeit gegeben. Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG AG abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesent- lichen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind. Die Gesellschaft wird auch in den Folgejahren auf die Unterstützung durch die GAG AG angewiesen sein. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Für 2022 ist ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von T€ 1.662 sowie ein po- sitives EBITDA von T€ 6.412 geplant. GRUND UND BODEN GMBH 174 GRUND UND BOD EN GMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Kontakt 0221 20110 www.gag-koeln.de Gründungsdatum 05.02.1936 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 92.000.000 € Gesellschafter GAG Immobilien AG 62,00% Stadt Köln 38,00% Tochterunternehmen modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH 25,00% GAG Projektentwicklung GmbH 10,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Erwerbung, die Veräußerung und die Verwer- tung von bebauten und unbebauten Grundstücken, die Verwaltung und die Bebau- ung eigener und fremder Grundstücke. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Ingo Frömbling (ab 01.01.2021, bis 29.06.2021) Frau Anne Keilholz (ab 01.07.2021) Frau Kathrin Möller ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG DOMUS AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GRUND UND BODEN GMBH 175 FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Gewinnausschüttung (für GJ Vj) 4.463 - Garantiedividende 1.398 - Gewährte Schuldendiensthilfen 76 - Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum 31.12. 134.345 - Gewährte Darlehen zum 31.12. 30.798 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 149.768 152.285 154.280 Jahresergebnis (T€) 17.171 18.962 13.956 Eigenkapital (T€) 139.367 139.367 139.367 Bilanzsumme (T€) 822.238 808.956 806.414 Investitionen (T€) 5.752 11.818 21.473 Verbindlichkeiten (T€) 669.587 656.512 655.187 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Grundlegende unternehmerische Geschäftsaktivitäten Die Grund und Boden Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Grubo) mit Sitz in Köln wurde 1936 gegründet. Sie ist zu 62% Tochtergesellschaft der GAG Immobilen AG (GAG); die Stadt Köln hält die verbleibenden Anteile an der Gesellschaft. Die Grubo ist eine vollkonsolidierte Gesellschaft im GAG-Konzern. Der Zweck der Gesellschaft wird vorrangig durch die Bewirtschaftung ihrer rund 18.500 Wohnungen erfüllt, wozu sie sich der Dienstleistungen der GAG und der GAG Servicegesellschaft mit be- schränkter Haftung (GAG SG) bedient. Die Grubo bietet den Menschen in Köln preis- günstigen Wohnraum in hoher Qualität an. Mit gezielten Instandhaltungs-, Moderni- sierungs- und Neubaumaßnahmen steigert die Gesellschaft die Marktakzeptanz ihrer Wohnungen. Zum verantwortlichen Handeln gehört eine soziale Unternehmenskultur, der sich das Unternehmen in besonderem Maße verpflichtet hat. (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regi- onen bleibt angespannt. Deutschland verzeichnet einen weiterhin spürbaren Einwoh- nerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung aus dem europäischen Ausland zurückzuführen ist. Durch die stetig steigenden Studierendenzahlen verschärft sich die Situation vor allem in den Universitätsstädten weiter. GRUND UND BODEN GMBH 176 Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen die Immobilienwirtschaft im Be- reich der Wohnimmobilien generell und den GAG-Konzern im Besonderen in Bezug auf die Ertragslage nur in einem geringen Rahmen. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von T€ 11.198 (Vorjahr: T€ 14.499) sowie einem positivem EBITDA von T€ 45.978 (Vorjahr: T€ 52.204). Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung erhöhten sich um T€ 514 auf T€ 145.899 (Vorjahr: T€ 145.385). Die wesentlichen Ursachen waren höhere Sollmieten aus steigenden Sollmieten im Bestand als auch aus der Neubautätigkeit. Die Bilanzsumme sank um T€ 2.542 auf T€ 806.414 (Vorjahr: T€ 808.956). Das Anla- gevermögen verminderte sich um T€ 2.900 auf T€ 761.183 (Vorjahr: T€ 764.083). Den Zugängen in Höhe von T€ 21.473 standen insbesondere Abschreibungen von T€ 24.354 gegenüber. Die Zugänge resultierten im Wesentlichen aus Investitionen für Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Als Vermieter unterliegt der GAG-Konzern auch einem Mietausfallrisiko. Hauptursa- che für rückständige und ausbleibende Mietzahlungen durch die Mieter sind wach- sende Verschuldung, Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme. Durch die enge Betreu- ung der Mieter in den Kundencentern und durch die Abteilung Forderungsmanage- ment wird gewährleistet, dass problematische Mietverhältnisse schneller erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die größten Chancen sieht der GAG-Konzern im Standortfaktor sowie in dem in über 100 Jahren gewonnenen Vertrauen der Mieterschaft und in den Kölner Einwohnern und zukünftig noch stärker den Neu-Kölnern. Hier werden an dem hervorragenden Standort Köln, der nach den gängigen Bevölkerungsprognosen langfristig stabile Nachfragepotenziale bereithält, wohnungswirtschaftliche Produkte und Dienstleistun- gen ihre Abnehmer finden, wenn diese ökologisch, sozial und ökonomisch ausgewo- gen sind. Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesentli- chen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Für 2022 sind ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von T€ 2.919 sowie ein EBITDA von T€ 35.213 geplant. Diese Ergebnisse basieren im Wesentlichen auf ei- nem Umsatz von T€ 147.608 und Aufwendungen für Lieferungen und Leistungen von T€ 103.506. MODERNES KÖLN GESELLSCHAFT FÜR STADTENTWICKLUNG MBH 177 MODERN ES KÖLN GESELLSC HAFT FÜR STADT ENT WIC KLUN G M BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Brückenstraße 17 50667 Köln Kontakt 0221 2059401 www.modernestadt.de Gründungsdatum 22.06.1971 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 2.100.000 € Gesellschafter Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH 41,00% Grund und Boden GmbH 25,00% Stadtwerke Köln GmbH 25,00% Sparkasse KölnBonn 9,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist es, insbesondere im Rahmen städtebau- licher Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen im Bereich der Stadt Köln, im eige- nen Namen für eigene oder fremde Rechnung Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte zu erwerben, zu bebauen und zu verwerten sowie alle Aufgaben der Baube- treuung zu übernehmen. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, die Aufgaben eines Sanierungs- oder Entwick- lungsträgers zu übernehmen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Andreas Röhrig Herr Thomas Scheitza MODERNES KÖLN GESELLSCHAFT FÜR STADTENTWICKLUNG MBH 178 Aufsichtsrat Herr Rainer Virnich Vorsitzende*r Herr Dr. Dieter Steinkamp stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Martin Börschel Herr Ingo Frömbling (bis 10.06.2021) Frau Stefanie Haaks Frau Anne Keilholz (ab 11.06.2021) Frau Christiane Martin (MdR) Herr Klaus Möhren Frau Kathrin Möller Frau Viola Recktenwald (MdR) Frau Monika Roß-Belkner (MdR) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 6 5 101 Jahresergebnis (T€) -143 -137 -143 Eigenkapital (T€) 3.117 2.980 2.837 Bilanzsumme (T€) 3.281 3.019 2.900 Investitionen (T€) 0 0 0 Verbindlichkeiten (T€) 75 5 27 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Geschäft und Rahmenbedingungen Die Tätigkeitsschwerpunkte der Gesellschaft lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 in der Fortführung der Gesellschaft unter Kostenoptimierungsgrundsätzen. Im Geschäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft eine Machbarkeitsstudie für ein Gewerbe- grundstück am Butzweilerhof in Köln-Ossendorf beauftragt. Im Ergebnis sieht diese Studie eine gewerbliche Bebauung mit rund 24.650 qm Mietfläche und rund 315 Stellplätzen in einer Tiefgarage vor. Über einen Ankauf des Grundstücks soll in 2022 entschieden werden. Ertragslage Das negative Jahresergebnis 2021 der Gesellschaft resultiert im Wesentlichen aus angefallenen persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten. Ohne Anschlusspro- MODERNES KÖLN GESELLSCHAFT FÜR STADTENTWICKLUNG MBH 179 jekte wird auch für das Geschäftsjahr 2022 ein negatives Ergebnis in Höhe der Ver- waltungskosten erwartet. Der derzeitige operative Planungshorizont endet im Ge- schäftsjahr 2024. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Ohne gewinnbrin- gende Anschlussprojekte wird die Finanzlage der Folgeperioden im Wesentlichen durch die Höhe der persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten belastet. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Inwieweit die in Vorjahren gebil- dete Kapitalrücklage der Gesellschaft auch künftig zur Verfügung steht, wird von den Gesellschaftern bestimmt. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Die Anfang des Geschäftsjahres 2021 beauftragte Machbarkeitsstudie zum Ankauf und zur Entwicklung eines Gewerbegrundstücks am Butzweilerhof in Köln-Ossendorf sieht die Bebauung des Grundstücks mit rund 24.650 qm Mietfläche sowie rund 315 Stellplätzen vor und weist ein positives Projektergebnis für die Gesellschaft aus. Un- ter den Voraussetzungen, dass das Grundstück zu den geplanten Konditionen erwor- ben werden kann, wird dessen Erwerb durch die Gesellschaft beabsichtigt. Über den finalen Ankauf werden die Gesellschafter im zweiten Quartal 2022 entscheiden. Sollte das Grundstück erworben und das Projekt entwickelt werden, erhöht sich die jährliche Vergütung gemäß Geschäftsbesorgungsvertrag und führt kurz- bis mittelfris- tig zu höheren Verwaltungskosten. Sofern die höheren Kosten aus dem Geschäfts- besorgungsvertrag dem geplanten Projekt zugerechnet werden können, werden diese als Projektkosten aktiviert werden können. Mit der Chance eines gewinnbrin- genden Verkaufs des Projektes einher gehen Risiken im Zusammenhang mit über der Planung liegenden Anschaffungs- und Herstellkosten bzw. unter den Erwartun- gen liegenden Verkaufserlösen. Ob weitere laufende Akquisitionsbemühungen zum Erwerb bebauungsfähiger Grundstücke führen werden, bleibt abzuwarten. Bis dahin soll der Geschäftsbetrieb unter Kostenoptimierungsgrundsätzen fortgeführt werden. Das implementierte Risikomanagementsystem berücksichtigt das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft und begegnet den immanenten Risiken der jewei- ligen Leistungsbereiche. Insbesondere bei teilweise auf Vorrat errichteten Bauträger- maßnahmen wird den Analysen zum Projektstandort, den Kosten- und Erfolgsannah- men sowie den einzusetzenden Finanzierungsmitteln erhebliche Bedeutung beige- messen. Bei der Auswahl der bei der Projektierung und Umsetzung Beteiligten wird auf erfahrene und leistungsfähige Vertragspartner zurückgegriffen. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein negatives Jahresergebnis erwartet, das im We- sentlichen aus den anfallenden persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten re- MODERNES KÖLN GESELLSCHAFT FÜR STADTENTWICKLUNG MBH 180 sultiert. Ohne Anschlussprojekte ist auch für die Folgeperioden mit negativen Jahres- ergebnissen zu rechnen, deren Höhe von den anfallenden persönlichen und sächli- chen Verwaltungskosten bestimmt wird. Die künftige Entwicklung der Gesellschaft wird sich auch an der weiteren Zusammensetzung des Gesellschafterkreises orien- tieren. GWG WOHNUNGSGESELLSCHAFT MBH RHEIN-ERFT 181 GWG WOHNUNGSGESELLSCHAFT MBH RHEIN- ERFT FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Kölnstr. 16 50354 Hürth Kontakt 02233 71950 www.gwg-rhein-erft.de Gründungsdatum 30.09.1940 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 5.000.000 € Gesellschafter Stadtwerke Wesseling GmbH 25,30% Zweckverband für die Kreissparkasse Köln 19,99% Stadtwerke Hürth AöR 16,68% Stadt Frechen 16,54% Kreissparkasse Köln 10,00% Stadt Pulheim 6,03% Stadt Köln 5,46% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölkerung (gemeinnütziger Zweck). Die Gesellschaft errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet Bauten in al- len Rechts- und Nutzungsformen, darunter Eigenheime und Eigentumswohnungen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Achim Leirich Aufsichtsrat Herr Benno Wendeler Vorsitzende*r Herr Erwin Esser stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Dirk Breuer Frau Martina Engels-Bremer (bis 23.03.2021) Herr Elmar Gillet (ab 25.03.2021) Herr Frank Keppeler Frau Rita Markus-Schmitz Herr Hans Schwanitz (MdR) Frau Susanne Stupp GWG WOHNUNGSGESELLSCHAFT MBH RHEIN-ERFT 182 ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Ebner Stolz GmbH & Co. KG FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Gewinnausschüttung (brutto, vor Abzug von Steuern) 5 - Konzessionsabgaben 0 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 24.390 25.270 26.449 Jahresergebnis (T€) 3.195 1.182 3.225 Eigenkapital (T€) 57.340 54.775 57.900 Bilanzsumme (T€) 185.290 216.622 246.066 Investitionen (T€) 24.266 26.697 36.787 Verbindlichkeiten (T€) 122.489 155.120 180.920 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 67 76 59 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Der Wohnungsmarkt hat sich in 2021 – in Bezug auf die Corona- Pandemie - weitest- gehend normalisiert. Die Fluktuation hat leicht zugenommen ist aber immer noch auf einem eher niedrigen Niveau. Aufgrund der hohen Nachfragesituation in Köln sowie dem angrenzenden Rhein-Erft-Kreis bleibt der Wohnungsmarkt in der Metropolregion angespannt. Insbesondere beim Teilsegment des geförderten Wohnungsbaus sehen wir eine Verschärfung der Situation. Auch durch Neubauten in diesem Segment kön- nen die aus der Bindung fallenden Wohnungen kaum aufgefangen werden. Des Wei- teren werden durch die steigenden Baukosten die Neubauprojekte weniger werden, was letztlich wieder zu einer höheren Nachfrage auf dem Mietwohnungsmarkt führen wird. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021 entwickelte sich sehr positiv und schließt mit einem Jahres- überschuss in Höhe von 3.225 T€ ab (Vorjahr 1.182 T€). Das gute Ergebnis, erwirt- schaftet von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wird überwiegend aus der Haus- bewirtschaftung getragen. Es liegt vor Steuern mit 4.330 T€ nochmals über dem sehr GWG WOHNUNGSGESELLSCHAFT MBH RHEIN-ERFT 183 guten Ergebnis des Jahres 2020 in Höhe von 4.259 T€. Die Anzahl der Leerstände aufgrund von Vermietungsproblemen oder geringer Nachfrage belief sich auf 4 Woh- nungen (Vorjahr 16). Dies entspricht einer Quote von 0,13 % (Vorjahr 0,52 %). Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Als traditionsreiches Unternehmen mit einem sehr heterogenen Bestand sieht die Geschäftsführung auch zukünftig Chancen die Gesellschaft weiterzuentwickeln. Die Standorte, die schwerpunktmäßig von der GWG Rhein-Erft bewirtschaftet werden, sind strukturell stark und daher wird auch weiterhin eine hohe Nachfrage erwartet. Kritisch ist die Entwicklung der Baukosten zu betrachten. Diese Anstiege werden Auswirkungen haben in den Bereichen Instandhaltung, Modernisierung und Neubau. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die GWG Rhein-Erft geht davon aus, dass aufgrund der steigenden Anzahl von mo- dernisierten Wohneinheiten, der hohen Neubautätigkeit, der Anpassung der Grund- mieten für das Geschäftsjahr 2022 und der Finanzierung zusätzlicher Neubaukosten ein Jahresüberschuss in Höhe von 5.132 T€ erzielt werden wird. EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN 184 EE GEBÄUDEWIRT SCH AFT D ER STADT KÖLN FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Triangle, Ottoplatz 1 50679 Köln Kontakt 0221 22120100 www.stadt-koeln.de Gründungsdatum 01.01.1997 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 1.000.000 € UNTERNEHMENSGEGENSTAND Zweck des Betriebes ist es, die Dienstleistungsbedarfe der Fachdienststellen im Be- reich der Bereitstellung, Verwaltung und Entwicklung der für die Verwaltung für ihre Dienstleistungen und Aufgaben benötigten Gebäude zu erfüllen. Dazu gehören die Bereitstellung der benötigten Immobilien Werterhaltende Objektverwaltung (insb. Bauunterhalt, Sanierung, Umbau, Ausbau und Modernisierung, Jahresplanung, Einheitlicher Ansprechpartner) Erfüllung der Objektverantwortung (insb. Wahrnehmung der Eigentümerpflich- ten im Interesse der auftraggebenden Fachdienststellen, Betreiberverantwor- tung, verantwortliche Baubetreuung) Objektservice, Unterstützung bei der Planung und Bauausführung. ORGANE DER GESELLSCHAFT Betriebsleitung Herr Markus Greitemann (Bg) Erste*r Betriebsleiter*in Frau Petra Rinnenburger Technische*r Betriebsleiter*in Herr Wolfgang Behrisch Kaufmännische*r Betriebsleiter*in EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN 185 Betriebsausschuss Frau Stefanie Ruffen (MdR) Vorsitzende*r Herr Jürgen Kircher (MdR) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Bärbel Hölzing (MdR) 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Denise Abé (MdR) Frau Claudia Brock-Storms (MdR) Herr Gerhard Brust Frau Anna-Maria Henk-Hollstein (MdR) Herr Heiner Kockerbeck (MdR) Frau Erika Oedingen (MdR) Frau Monika Roß-Belkner (MdR) Herr Robert Schallehn (MdR) Herr Ralf Schmidt Frau Ira Sommer (MdR) JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Bauerneuerungsrücklage 2.573 - Ergebnisausgleich 13.611 - Energiepauschale 1.200 EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN 186 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 1.882.425 2.120.077 2.391.297 Immaterielle Vermögensgegenstände 394 432 332 Sachanlagen 1.840.853 2.078.384 2.350.067 Finanzanlagen 41.178 41.261 40.897 Umlaufvermögen 108.318 155.676 108.886 Vorräte 73.948 65.468 73.424 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 27.758 64.757 34.079 Kasse, Bankguthaben, Schecks 6.612 25.451 1.383 Rechnungsabgrenzungsposten 521 530 577 Bilanzsumme 1.991.264 2.276.283 2.500.760 Passiva Eigenkapital 181.443 182.731 183.572 Gezeichnetes Kapital 1.000 1.000 1.000 Kapitalrücklage 111.265 112.553 113.394 Gewinnrücklagen 66.605 69.178 69.178 Jahresergebnis 2.573 0 0 Sonderposten 360.964 494.128 491.588 Rückstellungen 105.068 103.984 108.016 Verbindlichkeiten 1.343.308 1.495.005 1.717.152 Rechnungsabgrenzungsposten 481 435 433 Bilanzsumme 1.991.264 2.276.283 2.500.760 EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN 187 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 320.237 341.377 357.527 Bestandsveränderungen 8.440 -8.424 7.958 Andere aktivierte Eigenleistungen 4.145 2.921 2.277 Sonstige betriebliche Erträge 12.925 31.082 17.364 Gesamtleistung 345.747 366.956 385.126 Materialaufwand 237.215 255.700 272.492 Personalaufwand 44.347 46.505 48.213 Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.177 14.391 15.911 EBITDA 51.008 50.360 48.510 Abschreibungen 22.575 24.564 25.887 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 2.187 2.109 1.746 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145 75 273 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28.191 27.977 24.640 Steuern vom Einkommen und Ertrag 1 3 2 Jahresergebnis 2.573 0 0 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 94,5 93,1 95,6 Abschreibungsquote (in %) 1,2 1,2 1,1 Investitionen (T€) 217.044 274.250 311.100 Investitionsquote (in %) 11,5 12,9 13,0 Eigenkapitalquote (in %) 9,1 8,0 7,3 Pensionsrückstellungen (T€) 327 363 331 Kreditverbindlichkeiten (T€) 1.130.188 1.319.330 1.538.591 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 1,5 1,2 1,0 EBIT (T€) 28.433 25.796 22.623 EBITDA (T€) 51.008 50.360 48.510 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 663 708 705 EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN 188 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Gebäudewirtschaft bewegt sich in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen und betrieblichen Umfeld: Die prognostizierte demographische Entwicklung und die hieraus entwickelte Schulentwicklungsplanung sorgen perspektivisch für einen anhaltend hohen Bedarf an zusätzlich zu schaffenden Schulplätzen. Darüber hinaus besteht u. a. das zwingende Erfordernis, vorhandene Schulplätze durch Generalinstand- setzungen oder Neubauten der Gebäudewirtschaft zu sichern, Interimslösun- gen durch dauerhafte zu ersetzen und die baulichen Voraussetzungen für ein erweitertes Ganztagsangebot zu schaffen. Die unverändert starke Nachfrage nach Bauleistungen und die hohe Auslas- tung der Bauwirtschaft treffen auf einen Materialengpass u. a. bei Holz-, Stahl- und Dämmstoffen. Die Materialknappheit führt zu Lieferengpässen und treibt die Rohstoff- bzw. Baupreise zusätzlich in die Höhe. Weitere Verwerfungen ergaben sich u.a. aus der Flutkatastrophe im Juli 2021 und den gravierenden Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes auf die Energiepreise. Geschäftsverlauf Die Betriebsleitung ist angesichts der Vielzahl der zu bewältigenden Widrigkeiten mit dem Geschäftsverlauf zufrieden. Immobilienbestand und bewirtschaftete Fläche: Während sich die Anzahl der eigenen und angemieteten Objekte gegenüber dem Vorjahr um ein Objekt auf 500 reduziert hat, ist die bewirtschaftete Flächen um rd. 81.000 qm auf insge- samt 2,37 Mio. qm angestiegen. Instandhaltungsaufwendungen: Geplanten Instandhaltungsaufwendungen von EUR 81,5 Mio. stehen in 2021 tatsächliche Instandhaltungsaufwendungen von EUR 93,1 Mio. gegenüber. Bauinvestitionen: Von den für 2021 geplanten Bauinvestitionen (EUR 398,9 Mio.) konnten im Wirtschaftsjahr Maßnahmen (incl. Beschaffung von Contai- nern) in einem Umfang von EUR 308,6 Mio. realisiert werden. Priorisierende Schulbaumaßnahmenliste: Mit Sachstand vom 31.12.2021 be- finden sich von den insgesamt 184 Schulbaumaßnahmen 75 Projekte in Bear- beitung / Umsetzung. 2. Maßnahmenpaket Schulen: Das Bauprogramm umfasst rd. 50 Neubau-, Er- weiterungs- und/oder umfassende Sanierungsarbeiten an 20 Schulstandorten im ganzen Stadtgebiet. Seit Projektbeginn sind an den Standorten umfangrei- che Grundlagenermittlungen und Machbarkeitsstudien erfolgt. Auf dieser Grundlage konnten Entscheidungen zur konkreten Projektumsetzung getroffen werden (u.a. Neubau vs. Sanierung). EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN 189 Modulbauten: Auf der Grundlage der in 2020 verabschiedeten Modulbaurah- men-vereinbarung mit mehreren Totalunternehmern konnten insgesamt 20 Maßnahmen an 12 Standorten projektiert werden. In 2021 wurden Container- anlagen an fünf Schulstandorten fertiggestellt. Strategisches Büroflächenmanagement: Das gemeinsam mit dem zentralen Raummanagement der Stadt verfolgte Projekt Strategisches Raumflächenma- nagement“ hat das Ziel, eine effiziente Nutzung von Büroflächen zu reduzier- ten Kosten und einer verminderten CO2_Emission zu erreichen. Investorenverfahren / Anmietprojekte: Im Rahmen von Investorenverfahren werden Grundstückseigentümer*innen gesucht, die auf eigenem Grundstück Schulen bzw. Sporthallen entrichten. Dem Ziel der Schaffung von Schulplät- zen dient auch die Anmietung vorhandener Gebäude, die zu Schulen umge- baut werden. Diese beiden jüngeren Instrumente im Schulbereich werden ab 2022 ff. Wirkung nach außen entfalten. Personalsituation: Zum 31.12.2021 sind rd. 100 Stellen vakant und zu beset- zen. Die Bilanzsumme zum 31.12.2021 beläuft sich auf knapp EUR 2,5 Mrd. Das Grund-vermögen macht hiervon rd. 92,5 % aus. Die Eigenkapitalquote beträgt unter Einbe-ziehung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse 27,0 %. Das Ergebnis im Vermietungssegment beläuft sich auf EUR – 9,31 Mio. Im Service-segment beträgt die Unterdeckung EUR 4,30 Mio. Im Saldo ergibt sich ein Ergebnis-ausgleich zulasten der Kernverwaltung von EUR 13,6 Mio. Nach Ergebnisausgleich verbleibt ein Jahresergebnis von EUR 0,0. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der Zufluss aus der Finanzierungstätigkeit reichten zur Finanzierung der Investitionstätigkeit nicht aus. Im Ergebnis haben sich die liquiden Mittel um EUR 77,7 Mio. vermindert. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die Gebäudewirtschaft diversen finanziellen und sonstigen Risiken ausgesetzt: Die Notwendigkeit zur Fremdfinanzierung der künftigen Investitionen führt zu einer zunehmenden Verschuldung und einer ansteigenden Zinsbelastung. Diese Entwicklung wird durch tendenziell steigende Zinssätze weiter verstärkt. Die marktbedingten Herausforderungen bei der Personalgewinnung werden durch Vorgaben im Öffentlichen Dienst und restriktive innerstädtische Rege- lungen bei der Bewertung von Stellen noch intensiviert. Die starke Nachfrage nach Bauleistungen und die hohe Auslastung der Bau- wirtschaft treiben die Baupreise und sind mit hohen Terminrisiken verbunden. Der Fortgang einzelner Projekte wird in steigendem Maße zudem durch Kapa- zitätsengpässe bei innerstädtischen Schnittstellenämtern limitiert. EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN 190 Erwartete Entwicklung Aufgrund der angespannten Flächenbedarfssituation und der prognostizierten demo- graphischen Entwicklung geht die Betriebsleitung für die kommenden Wirtschafts- jahre unverändert von einer hohen Investitionstätigkeit und einem in der Folge stetig steigenden Umsatzwachstum im Vermietungssegment aus. Mit einem jährlichen Vo- lumen von EUR 400 Mio. dürfte angesichts der Herausforderungen bei der Personal- gewinnung eine Investitionsgrenze erreicht sein. Flankierend zur Gebäudewirtschaft soll die neu gegründete Schulbaugesellschaft für Entlastung sorgen. Die Vielzahl der anstehenden Serviceprojekte wird auch im Servicesegment der GW zu nachhaltig steigenden Umsätzen führen. Die voraussichtliche Entwicklung der nächsten Jahre wird verhalten optimistisch ein- geschätzt. Zwar ist von nachhaltig steigenden Baukosten, Mieten und Nebenkosten auszugehen. Zudem besteht aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen eine er- höhte Gefahr von Plan-/Ist-Abweichungen. Auf der anderen Seite werden betriebliche Prozesse sukzessive verbessert und bestehende Optimierungspotentiale genutzt. Im Ergebnis sind keine Risiken erkennbar, denen nicht entgegengewirkt werden kann. SPEZIELLER TEIL 191 4. Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung MEDIENGRÜNDERZENTRUM NRW MGZ GMBH 192 MEDIEN GRÜND ERZENTRUM NR W MGZ GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Schanzenstraße 28 51063 Köln Kontakt 0221- 6110748 www.mediengruenderzentru m.de Gründungsdatum 10.06.2006 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 36.450 € Gesellschafter Filmstiftung Nordrhein-Westfalen GmbH 74,90% Stadt Köln 25,10% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Zur Förderung des Medienstandortes Nordrhein-Westfalen bietet die Gesellschaft Unternehmensgründer*innen und jungen Unternehmen preisgünstige und anforde- rungsgerechte Betriebsräume, Service-Einrichtungen und ein Zentrums-Management an. Im Mittelpunkt der Förderung stehen insbesondere die Absolventen der Medien- hochschulen. Die Leistungen des Zentrums-Managements liegen in erster Linie in einer betriebs- wirtschaftlichen Beratung der im Zentrum ansässigen Unternehmen, sowie in der Vermittlung von Kontakten zu anderen Unternehmen und Institutionen der Medien- branche. Der gemeinsame Standort soll weiterhin Absatzchancen erschließen und verbessern sowie wirtschaftliche Kontakte innerhalb des Zentrums fördern. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Joachim Ortmanns (bis 31.01.2021) Herr Rainer Weiland (ab 01.02.2021) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. MEDIENGRÜNDERZENTRUM NRW MGZ GMBH 193 JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 586 773 749 Jahresergebnis (T€) 0 136 0 Eigenkapital (T€) 36 173 173 Bilanzsumme (T€) 194 326 277 Investitionen (T€) 17 7 7 Verbindlichkeiten (T€) 28 23 58 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 3 4 6 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2021 Das Mediengründerzentrum NRW hat sein Förderprogramm im Jahr 2021 unter der neuen Geschäftsführung erfolgreich fortgeführt und weiter ausgebaut. Die Pro- grammteile „MGZintro“ – für Gründungsinteressierte – und „MGZplus“ - für Alumni – wurden weitervertieft. Neu eingeführt wurde das Programm Sheroes – Gründerinnen in der Medienbranche“. Auch wenn das gesamte Programmangebot des Medien- gründerzentrums durch die Corona-Pandemie weiter beeinträchtigt war, konnte ein sehr guter Programmerfolg erzielt werden. Mit dem Sheroes-Programm und mit der 15-Jahres-Kampagne wurden neue und relevante Zielgruppen erschlossen, die Sichtbarkeit und Bekanntheit des Mediengründerzentrum NRW in der Branche wur- den deutlich erhöht. Alle Stipendiat:innen sind mit ihren Projekten und Produktionen – trotz der pandemie-bedingten Einschränkungen – erfolgreich im Medienmarkt aktiv. Wirtschaftlich war der Geschäftsverlauf durch die Einhaltung der finanziellen Zusa- gen der betriebsmittelgebenden Gesellschafter (film- und Medienstiftung NRW GmbH, Stadt Köln) und der projektmittelgebenden Förderung durch das Land NRW gesichert. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die Chancen der Einrichtung liegen in ihrem besonderen Charakter, da es nach wie vor keine vergleichbare Institution in Deutschland gibt. Risiken bestehen in der jewei- ligen Begrenzung der Finanzierungszusagen der beteiligten Gesellschafter. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Das Mediengründerzentrum wird seine Programmerweiterung (MGZintro, MGZplus und Sheroes) in den Folgejahren fortsetzen und vertiefen. Insbesondere soll die Alumni-Arbeit weiter verstärkt werden. KOELNMESSE GMBH 194 KOELNM ESSE GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Messeplatz 1 50679 Köln Kontakt 0221 821-0 www.koelnmesse.de Gründungsdatum 01.04.1922 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 51.200.000 € Gesellschafter Stadt Köln 79,075% Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein- Westfalen mbH 20,000% Industrie- und Handelskammer zu Köln 0,725% Handelsverband Nordrhein-Westfalen Aachen-Düren-Köln e.V. 0,075% WIGADI Köln-Aachen-Bonn e.V. 0,075% Handwerkskammer zu Köln 0,050% Tochterunternehmen Koelncongress GmbH 100,00% Koelnmesse Co. Ltd. 100,00% Koelnmesse Co. Ltd. 100,00% Koelnmesse Inc. 100,00% Koelnmesse Ltd. 100,00% Koelnmesse Organizacao de Feiras Ltda. 100,00% Koelnmesse Pte. Ltd. 100,00% Koelnmesse S.r.l. 100,00% Koelnmesse SAS 100,00% Koelnmesse YA Tradefair Private Ltd. 75,00% Koelmesse Co., Ltd. (bis 15.03.2021) 50,00% Koeln Parma Exhibitions S.r.l. 50,00% Expolink Global Network Ltd. 49,17% KölnKongress Gastronomie GmbH 49,00% KOELNMESSE GMBH 195 UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, Organisation und Durchführung von Messen und Ausstellungen und anderer Veranstaltungen zur Förderung von Indust- rie, Handel und Handwerk im In- und Ausland. Daneben vermarktet und betreibt die Gesellschaft im eigenen Besitz befindliche Veranstaltungsobjekte, deren Nutzung sich am Interesse aller Bevölkerungskreise orientiert, ggf. auch durch ihre Tochterge- sellschaften. Zu den Aufgaben der Gesellschaft gehört die Erledigung aller mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängenden und seinen Belangen dienenden Ge- schäfte, vornehmlich auch die Unterhaltung von Messe- und Ausstellungshallen mit den zugehörigen Anlagen und Einrichtungen sowie die Erweiterung und der Neubau solcher Gebäude und Einrichtungen. Darüber hinaus unterstützt die Gesellschaft eine Stiftung mit dem Ziel der Förderung von Wissenschaft und Forschung des Messewesens, der Messewirtschaft und der Distributionsforschung sowie der Förderung von Universitätseinrichtungen im Bereich Messewesen/Messewirtschaft und Distributionsforschung einschließlich der Vergabe von Stipendien für Studenten und die Auszeichnung von wissenschaftlichen Arbeiten. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Gerald Böse Herr Oliver Frese Herr Herbert Marner Aufsichtsrat Frau Henriette Reker (OB) Vorsitzende*r Herr Manfred Richter (MdR) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Alexander Stary 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Eva Bruch Frau Pia D'Hondt Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger (MdR) Herr Olivier Fuchs Frau Dr. Nicole Grünewald Herr Volker Görzel (MdR) Herr Dr. Michael Henze Herr Christian Joisten (MdR) Frau Derya Karadag (MdR) Frau Corinna Mülstegen Herr Dr. Patrick Opdenhövel Frau Petra Opgenoorth Herr Bernd Petelkau (MdR) Herr Ingo Riedeberger Herr Matthias Schlüter Herr Fabian Ströter Herr Torsten Weil Frau Brigitta von Bülow (MdR) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Die Gesellschafterversammlung hat am 19.11.2015 einen Koelnmesse-eigenen PCGK verabschiedet. KOELNMESSE GMBH 196 JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Ebner Stolz GmbH & Co. KG FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Finanzmittelabfluss aus Liquiditätsverbund mit Stadt Köln 12.000 - Bürgschaften 96.000 - Kapitalzuführungen 96.000 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 242.497 325.780 333.558 Immaterielle Vermögensgegenstände 4.299 1.725 1.880 Sachanlagen 221.395 308.457 316.080 Finanzanlagen 16.803 15.598 15.598 Umlaufvermögen 110.822 26.781 53.253 Vorräte 175 165 136 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 33.097 16.256 36.114 Wertpapiere 9.925 0 0 Kasse, Bankguthaben, Schecks 67.626 10.360 17.003 Rechnungsabgrenzungsposten 361 666 562 Bilanzsumme 353.680 353.227 387.373 Passiva Eigenkapital 246.167 147.559 191.354 Gezeichnetes Kapital 51.200 51.200 51.200 Kapitalrücklage 42.038 42.038 162.038 Gewinnrücklagen 67.310 54.321 54.321 Bilanzergebnis 85.619 0 -76.205 Rückstellungen 49.871 64.646 45.659 Verbindlichkeiten 56.061 139.007 148.713 Rechnungsabgrenzungsposten 1.581 2.014 1.646 Bilanzsumme 353.680 353.227 387.373 KOELNMESSE GMBH 197 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 350.098 75.422 98.680 Sonstige betriebliche Erträge 4.134 9.892 20.605 Gesamtleistung 354.232 85.313 119.284 Materialaufwand 217.839 93.178 97.191 Personalaufwand 52.848 43.626 46.874 Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.102 25.221 30.239 EBITDA 47.443 -76.711 -55.020 Abschreibungen 19.755 19.019 23.299 Erträge aus Beteiligungen 19.539 7.100 0 Erträge aus Gewinnabführung 10.197 0 4.137 Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 4.495 0 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 59 56 67 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 222 50 14 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des UV 3.540 4.375 0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 694 983 1.435 Steuern vom Einkommen und Ertrag 13.339 -1.040 -620 Sonstige Steuern 1.358 1.271 1.290 Jahresergebnis 38.773 -98.608 -76.205 Entnahmen aus Rücklagen 0 12.989 0 Gewinnvortrag / Verlustvortrag VJ 46.846 85.619 0 Bilanzergebnis 85.619 0 -76.205 KOELNMESSE GMBH 198 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 68,6 92,2 86,1 Abschreibungsquote (in %) 8,8 6,1 7,3 Investitionen (T€) 70.290 106.908 33.293 Investitionsquote (in %) 29,0 32,8 10,0 Eigenkapitalquote (in %) 69,6 41,8 49,4 Pensionsrückstellungen (T€) 6.537 6.601 6.593 Kreditverbindlichkeiten (T€) 0 120.000 120.000 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 11,2 -27,6 -19,3 EBIT (T€) 27.688 -95.730 -78.319 EBITDA (T€) 47.443 -76.711 -55.020 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 689 676 651 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die Geschäftstätigkeit der Koelnmesse umfasst die Planung, Organisation und Durchführung von Messen, Ausstellungen und Events in Köln und in den wichtigsten Märkten weltweit sowie die Durchführung von Gastveranstaltungen in Köln. Die Koelnmesse ist mit einem Gesamtprogramm, an dem über 54.500 ausstellende Un- ternehmen aus 122 Ländern und rund 3 Millionen Besucher aus 224 Nationen teil- nehmen, einer der größten internationalen Messeveranstalter weltweit. 284.000 m² Hallen- sowie 100.000 m² Außenfläche stehen für Veranstaltungen aller Art zur Verfü- gung. Der Konzern besteht aus der Koelnmesse GmbH mit 10 vollkonsolidierten aus- ländischen und zwei inländischen Tochtergesellschaften sowie einer 50-prozentigen Beteiligung in Italien. Insgesamt 966 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren 2021 im Durchschnitt beim Koelnmesse-Konzern beschäftigt, davon 651 bei der Koelnmesse GmbH. Das Unternehmen fördert Märkte durch die Zusammenführung von Angebot und Nachfrage über Messe-, Kongress- und Online-Plattformen. Gleichzeitig profitie- ren Stadt und Region in hohem Maße von der Koelnmesse. Jährlich generieren die Ausgaben der Messeteilnehmer im Durchschnitt bundesweit mehr als 2 Mrd. € Um- satz. Das Messegeschäft sichert bundesweit über 18.500 Vollzeit-Arbeitsplätze in Handel, Handwerk, Transport, Logistik, Hotellerie und Gaststättengewerbe. Die Koelnmesse wird ihre Unternehmensstrategie „Course IOI“ für die kommenden Jahre neu ausrichten. Die Pflege und Erweiterung des Veranstaltungsportfolios, ein konsequenter Ausbau digitaler Produktangebote und hybrider Veranstaltungen sowie die zusätzliche Intensivierung unserer Internationalisierung werden wesentliche KOELNMESSE GMBH 199 Schwerpunkte sein. Das Investitionsprogramm Koelnmesse 3.0 ist Grundlage für die Geschäftsfähigkeit der Koelnmesse, sie will bis 2034 das attraktivste innerstädtische Messegelände der Welt erschaffen. Die Koelnmesse investiert in einem 10-Jahres- Zeitraum einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in die Digitalisierung. Erklärtes Ziel ist es, dauerhaft zur internationalen Spitzengruppe der Digitalisierung innerhalb der Messebranche zu gehören.Um die digitale Produktentwicklung weiterhin dauer- haft zu stärken und die digitale Transformation weiter zu beschleunigen hat die Koelnmesse 2021 den Geschäftsbereich Digital aufgebaut. Die Koelnmesse setzt auf den Auf- und Ausbau strategischer Partnerschaften mit Weltmarktführern, um die In- novationsstärken im Digitalen auch für ihre Kunden mehrwertstiftend zu nutzen. 2021 baute die Koelnmesse die Corporate Responsibility/Nachhaltigkeit Strategie weiter aus. Damit trägt die Koelnmesse auch zu den Klimazielen der Stadt Köln bei. (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat für die Weltwirtschaft ein Plus von 5,9 % im Jahr 2021 errechnet. Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich nach Anga- ben des Statistischen Bundesamts 2021 trotz andauernder Pandemie und Liefereng- pässen erholt und schließt mit einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts in Höhe von 2,7 %. Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist Der AUMA, Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., mel- det für Deutschland, dass 2021 coronabedingt nur 101 der 380 Veranstaltungen phy- sisch durchgeführt wurden, da erst ab September in ganz Deutschland wieder Mes- sen möglich waren. Das entspricht einer Absagequote von 73 %. Dies führte zu ei- nem wirtschaftlichen Gesamtschaden von insgesamt über 46 Mrd. €. Beschreibung des Geschäftsverlaufs Geschäftsverlauf und Lage des Koelnmesse Konzerns: Aufgrund der gesetzlichen Einschränkungen und Verbote zur Durchführung von Ver- anstaltungen im Zuge der Corona-Pandemie konnten weltweit wie im Vorjahr nur we- nige Veranstaltungen durchgeführt werden. Der in den vergangenen Jahren erfolgrei- che Wachstumskurs des Unternehmens ist damit weiterhin gestoppt. Der Konzer- numsatz beträgt 134,2 Mio. €, der Verlust 81,4 Mio. €. Der Anstieg des Eigenkapitals um 26,3 % auf 183,8 Mio. € resultiert fast ausschließlich aus der in 2021 durchge- führten Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 120 Mio. €, abzüglich des Jahresfehlbe- trags in Höhe von 81,4 Mio. €. Die EK-Quote hat sich von 38,5 % auf 44,8 % verbes- sert. Der Finanzmittelfonds in Höhe von 56,1 Mio. € (Vorjahr 38,5 Mio. €) umfasst die liquiden Mittel sowie die angelegten Mittel bei der Hauptgesellschafterin im Rahmen des Cash-Poolings. Ursächlich für den Anstieg des Finanzmittelfonds ist vor allem die in 2021 erhaltene EK-Erhöhung durch die Gesellschafter. Gegenläufig wirkt der KOELNMESSE GMBH 200 Cashflow aus Investitionstätigkeit in das Anlagevermögen in Höhe von minus 52,1 Mio. €. Geschäftsverlauf und Lage der Koelnmesse GmbH: 2021 hat die Koelnmesse GmbH trotz der Corona-Pandemie 13 eigene Messen und Ausstellungen organisiert. Die durchgeführten Messen zeigten verglichen zur jeweili- gen Vorveranstaltung coronabedingt deutlich geringere Umsätze. Dabei konnten Um- sätze aus digitalen Formaten die Umsatzeinbrüche nicht ausgleichen. Die Umsatzer- löse der Koelnmesse GmbH belaufen sich auf nur 98,7 Mio. € . Einen starken Anstieg verzeichneten die sonstigen betrieblichen Erträge aufgrund von erhaltenen staatli- chen Corona-Hilfen iHv 14,0 Mio. €. Der Jahresfehlbetrag beträgt 76,2 Mio. € und liegt 14,6 Mio. € unter Plan Das Eigenkapital ist in Höhe der Differenz aus EK-Erhö- hung von 120,0 Mio. € und Jahresfehlbetrag von 76,2 Mio. € auf 191,4 Mio. € gestie- gen. Die EK-Quote stieg auf 49,4% (Vorjahr 41,9%). Zum Jahresende 2021 betrugen die liquiden Mittel der Koelnmesse GmbH 17,0 Mio. €. Dem Zufluss bzgl. EK-Erhö- hung über 120 Mio. € stehen Investitionen in das Anlagevermögen sowie der coronabedingt erneut negative operative Cashflow gegenüber. Um unterjährige Zah- lungsspitzen auszugleichen, wurde mit der Stadt Köln in 2020 ein Cash-Pooling-Ver- trag abgeschlossen und unterjährig kurzzeitig genutzt. Am Jahresende bestanden Forderungen aus dem Cash-Pooling gegen die Gesellschafterin iHv 12,0 Mio. €. Der Cash-Pooling-Vertrag wurde Anfang 2022 vorzeitig verlängert mit Volumen ab 2023 von 130,0 Mio. € und Laufzeit bis 12/2025. Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die Corona-Pandemie wirkt sich weiterhin wesentlich auf Veranstaltungen auch im Jahr 2022 aus. Verlegungen und Absagen von Messen und Veranstaltungen sind weiterhin möglich. Sofern staatliche Corona-Hilfen beantragt werden können, macht die Gesellschaft von diesen Möglichkeiten Gebrauch. Ergebnisausfälle können dabei jedoch immer nur ansatzweise kompensiert werden. Die wirtschaftlichen Auswirkun- gen des Krieges in der Ukraine sind noch nicht absehbar. Die mittelfristige Finanz- prognose weist einen positiven operativen Cashflow aus, sodass geplante notwen- dige Investitionen fortgeführt werden können. Der Konzern ist unter Berücksichtigung der EK-Erhöhung und Ausweitung des Cash-Poolings bis einschließlich 2023 und da- mit voraussichtlich bis nach Überwindung der Corona-Pandemie ausreichend mit fi- nanziellen Mitteln ausgestattet. Dies gilt jedoch nur, sofern Messen ab 2022 im ge- planten, eingeschränkten Umfang wieder stattfinden können und werden. Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Unter Berücksichtigung der aktuellen Erkenntnisse zur pandemischen und geopoliti- schen Entwicklung liegen im turnusbedingt grundsätzlich schwächeren Jahr 2022 der erwartete Umsatz für den Konzern bei ca. 250 Mio. € und für die Koelnmesse GmbH bei ca. 210 Mio. €. Für den Konzern und die Koelnmesse GmbH wird mit einem Ver- lust von je rund 75 Mio. € gerechnet. Bezüglich der vorstehenden erwarteten Zahlen KOELNMESSE GMBH 201 wird darauf hingewiesen, dass dieser Kenntnisstand vorläufig ist und im Zusammen- hang mit der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg mit großer Unsicherheit be- haftet ist. Die prognostizierten Verluste, verbunden mit den Investitionen in das Ge- lände der Koelnmesse, beeinträchtigen die Finanzlage der Gesellschaft, sind jedoch im Rahmen der neu abgeschlossenen Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Stadt Köln abgesichert. KOELNCONGRESS GMBH 202 KOELNC ONGR ESS GMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Messeplatz 1 50679 Köln Kontakt 0221 8210 www.koelnmesse.de Gründungsdatum 20.03.2000 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 500.000 € Gesellschafter Koelnmesse GmbH 100,00% Tochterunternehmen KölnKongress Gastronomie GmbH 51,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, Organisation und Durchführung von Messen und Ausstellungen, Kongressen, Events, Firmenveranstaltungen sowie wei- terer Veranstaltungsformaten. Dazu gehört auch das Vermieten von Veranstaltungs- flächen der Koelnmesse GmbH außerhalb der von dieser Gesellschaft genutzten Zei- ten und unter Berücksichtigung des Gegenstandes und der Aufgabenstellung der Muttergesellschaft Koelnmesse GmbH. Die Gesellschaft hat die Aufgabe, kleinere Messen und Ausstellungen in einem dafür angemessenen Rahmen durchzuführen und neue zu entwickeln. Gegenstand des Unternehmens ist insbesondere auch der Betrieb und die an den In- teressen aller Bevölkerungskreise orientierte Nutzung des Gürzenichs, der Flora und des Tanzbrunnens inklusive Theater und Rheinterrassen sowie weiterer im Besitz der Stadt Köln oder der Koelnmesse GmbH befindlichen Veranstaltungsobjekte und die Erbringung der damit verbundenen Serviceleistungen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Bernhard Conin Herr Frank Höller Frau Sandra Orth KOELNCONGRESS GMBH 203 Aufsichtsrat Herr Bernd Petelkau (MdR) Vorsitzende*r Herr Mario Michalak (MdR) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Pascal Pütz (MdR) 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Vedat Akter Herr Gerald Böse Herr Volker Görzel (MdR) Frau Maria Helmis (MdR) Herr Dr. Michael Henze Herr Herbert Marner Herr Dieter März Frau Monika Roß-Belkner (MdR) Frau Sandra Schneeloch (MdR) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Als 100%iges Tochterunternehmen wendet die Koelncongress GmbH den PCGK der Koelnmesse GmbH an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Ebner Stolz GmbH & Co. KG KENNZAHLENÜBERSICHT 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 10.662 33.261 Jahresergebnis (T€) -4.495 4.137 Eigenkapital (T€) 1.110 1.110 Bilanzsumme (T€) 4.175 5.494 Investitionen (T€) 4.820 186 Verbindlichkeiten (T€) 2.305 4.012 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 55 53 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Die Koelncongress GmbH vermarktet das Messegelände der Koelnmesse GmbH au- ßerhalb der von dieser Gesellschaft selbst genutzten Zeiten an Messe-veranstalter, Unternehmen und Eventagenturen. Sie betreut Gastmessen, Corporate Events, Kon- gresse und Tagungen sowie gesellschaftliche Veranstaltungen. Außerdem betreibt sie auf dem Messegelände der Koelnmesse zwei voneinander unabhängige und für jede Veranstaltungsgröße einsetzbare Kongress-Zentren sowie außerhalb des Cam- pus der Koelnmesse den Gürzenich Köln, den Tanzbrunnen Köln, die Rheinterrassen und den Cologne Beach Club sowie die Flora Köln. KOELNCONGRESS GMBH 204 (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich gemäß Statistischem Bundesamt trotz andauernder Pandemie und Lieferengpässen erholt und schließt mit einem An- stieg des BIP in Höhe von 2,7 %. Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist Turnusbedingte Durchführungsrhythmen im Veranstaltungsportfolio sowie konjunktu- relle Schwankungen der jeweiligen Branchen stellen wichtige Einflussfaktoren der Geschäftstätigkeit dar. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschrän- kungen haben die Veranstaltungsbranche seit März 2020 in einer Art und Weise ge- troffen wie ansonsten fast keine Branche in Deutschland. Die Branche mit ihren bun- desweit 1.800 Veranstaltungs-zentren, 450 Mio. Besuchern und 129 Mrd. € Umsatz liegt seitdem so gut wie brach. Beschreibung des Geschäftsverlaufs Das Geschäftsjahr war weiterhin geprägt durch die Corona-Pandemie. Andererseits konnten Erlöse aus dem Betrieb des Impfzentrums generiert werden. Insgesamt wurde ein Jahresumsatz von 33,0 Mio. € erzielt. Das operative Geschäft konnte auf- grund der pandemischen Entwicklungen erst ab Herbst 2021 wieder zum Teil in Gang gesetzt werden. Im Jahr 2021 wurde durch die Koelncongress Gastronomie GmbH ein coronabedingter Verlust in Höhe von 2,2 Mio. € erwirtschaftet, welcher in voller Höhe von der Koelncongress GmbH im Rahmen des Organschaftsverhältnisses übernommen wurde. Der Jahresüberschuss in Höhe von 4,1 Mio. € der Koelncon- gress GmbH vor Gewinnübernahme durch die Gesellschafterin hat die Erwartungen eines Fehlbetrags in Höhe von 2,0 Mio. € um 6,1 Mio. € deutlich übertroffen. Die Ei- genkapitalquote verringerte sich auf 20,2 % (Vj 26,6 %). Die flüssigen Mittel belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 1,0 Mio. €. Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die Geschäftsführung sieht die konsequente Weiterentwicklung der Gesellschaft zu einem professionellen Full-Serviceanbieter im Messe-, Tagungs-, Kongress- und Eventgeschäft mit einem zentralen Ansprechpartner und einer Bandbreite von innova- tiven und digitalen Serviceangeboten sowie hoher Beratungsleistung in der konzepti- onellen Umsetzung von Show- und Eventproduktionen als sehr große Entwicklungs- chance mit nicht unerheblichen Umsatzpotentialen an. Mit der Realisierung des Koeln- messe-Investitionsprogramms 3.0, darunter insbesondere dem ab voraussichtlich 2024 in Betrieb gehenden neuen Confex-Gebäude, setzt die Koelnmesse ein klares Signal in Richtung Wettbewerb. Die Realisierung eines der modernsten und größten Veranstaltungshäuser Deutschlands, mit einem Fassungsvolumen im größten Saal von bis zu 4.330 Personen, werden die Koelnmesse GmbH und ihre Tochtergesell- schaft Koelncongress GmbH in eine noch bessere Marktpositionierung bringen. KOELNCONGRESS GMBH 205 Das Corona-Krise wirkt sich auch auf Veranstaltungen in 2022 weiterhin erheblich aus. Verlegungen und Absagen von Veranstaltungen haben bereits stattgefunden und sind weiterhin möglich. Die weiteren Folgen sind aktuell nicht abschließend absehbar. Die Koelncongress GmbH rechnet für 2022 erneut mit deutlichen Umsatz- und Ergebnis- einbußen. Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die Gesellschaft budgetiert für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz in Höhe 26,6 Mio. € und einen Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von 1,2 Mio. €. Dabei wurde mit Risikoabschlägen für das Geschäftsjahr gerechnet. Inkludiert ist dabei eine Verlustübernahme der Tochtergesellschaft Koelncongress Gastronomie GmbH in Höhe von 1,3 Mio. €. Erst ab dem Jahr 2024 sind wieder Umsätze und Ergebnisse auf dem Niveau von vor der Pandemie eingeplant. Die vorstehenden Planzahlen werden jedoch je nach weiterer Entwicklung der Corona-Pandemie nicht unerhebli- chen Schwankungen ausgesetzt sein. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den Umsatz und das Ergebnis der Gesellschaft können derzeit nicht abgeschätzt werden und sind nicht Teil der Planung. KÖLNKONGRESS GASTRONOMIE GMBH 206 KÖLNKONGR ESS GASTRON OMIE GMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Messeplatz 1 50679 Köln Kontakt 0221 8210 www.koelnkongress- gastronomie.de Gründungsdatum 11.08.2016 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 25.000 € Gesellschafter Koelncongress GmbH 51,00% Koelnmesse GmbH 49,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Bewirtschaftung von Gastronomiebetrieben. Die gastronomischen Dienstleistungen beschränken sich auf die Bewirtschaftung von Veranstaltungsorten, die im Besitz der Gesellschafter sind oder von diesen als Veran- staltungsorte betrieben werden. Die KölnKongress Gastronomie GmbH dient ihren Gesellschaftern als Hilfsbetrieb und fördert deren Aufgabenstellung. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Bernhard Conin (bis 31.08.2021) Herr Stephan Förster (ab 01.09.2021) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Als Konzerngesellschaft Anwendung des Koelnmesse-eigenen PCGK JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Ebner Stolz GmbH & Co. KG KÖLNKONGRESS GASTRONOMIE GMBH 207 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 9.720 4.550 2.200 Jahresergebnis (T€) -798 -1.658 -2.203 Eigenkapital (T€) 25 1.692 1.692 Bilanzsumme (T€) 2.860 2.082 2.098 Investitionen (T€) 1.658 155 135 Verbindlichkeiten (T€) 2.630 328 351 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 56 59 66 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Gegenstand der Koelncongress Gastronomie GmbH ist die gastronomische Bewirt- schaftung des Gürzenich Köln und des Tanzbrunnen Köln. Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist Die Gastronomie hat durch die Pandemie dramatische Umsatzeinbrüche erlebt. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes sanken von Januar bis Dezember 2021 die Umsätze im Gaststättengewerbe um real 35,0 % gegenüber 2019, davon bei Event- Caterern um real 35,4%. Beschreibung des Geschäftsverlaufs Die Gesellschaft bewirtschaftete in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 insgesamt 94 Veranstaltungen im Gürzenich Köln mit 16.000 Gästen und 150 Veranstaltungen im Tanzbrunnen und den Rheinterrassen mit 59.000 Gästen. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 2,1 Mio. €. Laut Wirtschaftsplan 2021 waren Umsatzerlöse von insgesamt 3,6 Mio. € geplant, der Planumsatz wurde demzufolge um -1,5 Mio. € unterschritten. Maßgeb- lich hierfür waren Absagen von Veranstaltungen aufgrund der weltweiten Corona- Pandemie. Das Jahresergebnis vor Ergebnisverwendung beläuft sich auf -2,2 Mio. €, welches gemäß den Bestimmungen des Organschaftsvertrags durch den Gesell- schafter Koelncongress GmbH ausgeglichen wird, wodurch ein ausgeglichenes Jah- resergebnis gezeigt wird. Es wurde ein Ergebnis erzielt, welches dem Planansatz von - 2,2 Mio. € entspricht. Zur Finanzierung des Geschäftsbetriebes stehen zum Ende des Geschäftsjahres liquide Mittel in Höhe von 0,2 Mio. € zur Verfügung. Des Weiteren werden von der beherrschenden Gesellschafterin Koelncongress GmbH unterjährig Abschläge auf einen eventuell absehbaren Verlustausgleich ge- leistet. Mit diesen Maßnahmen ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finan- ziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Eigenkapitalquote beträgt 80,6%. KÖLNKONGRESS GASTRONOMIE GMBH 208 Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Betriebsrisiken ergeben sich aufgrund der angespannten Arbeitsmarktlage in der Gastronomie. Pandemiebedingt sind zahlreiche Arbeitskräfte der Gastronomie in an- dere Branchen abgewandert. Die Branche ist in der Situation, dass alle Betriebe gleichzeitig händeringend Mitarbeitende suchen. Es besteht das Risiko der drohen- den Undurchführbarkeit von Veranstaltungen und Nichterfüllung von Aufträgen, was einen Imageverlust auch für die Koelnmesse nach sich ziehen würde. Weitere Risiken bestehen in der allgemeinen Kostensteigerungsrate sowohl bei Le- bensmitteln und Getränken als auch im Energiebereich und bei den Personalkosten. Chancen bieten sich durch geplante Preiserhöhungen. Eine weitere Chance ergäbe sich durch einen langfristigen Erhalt der reduzierten Mehrwertsteuer für Speisen. Wie im Vorjahr waren auch in 2021 Betriebe der Koelncongress Gastronomie GmbH coronabedingt über lange Zeiträume geschlossen. Da die Corona-Pandemie auch im Jahr 2022 einen beherrschenden Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Koelncongress Gastronomie GmbH haben wird, sieht der Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz in Höhe 5,5 Mio. € und ei- nen Verlust vor Verlustübernahme in Höhe von -1,3 Mio. € vor. Dabei wurde allge- mein von hohen Risikoabschlägen für das Geschäftsjahr ausgegangen. Auch im Jahr 2023 werden die Auswirkungen der Corona-Krise noch das Ergebnis der Gesellschaft beeinflussen. Erst ab dem Jahr 2024 sind wieder Umsätze und Er- gebnisse auf dem Niveau von vor der Pandemie eingeplant. Die vorstehenden Plan- zahlen werden jedoch je nach weiterer Entwicklung der Pandemie nicht unerhebli- chen Schwankungen ausgesetzt sein. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den Umsatz und das Ergebnis der Gesellschaft können noch nicht abgeschätzt werden. KÖLNTOURISMUS GMBH 209 KÖLNTOUR ISMU S GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Kardinal-Höffner-Platz 1 50667 Köln Kontakt 0221 346430 www.koelntourismus.de Gründungsdatum 22.06.2004 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 500.000 € Gesellschafter Stadt Köln 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Positionierung Kölns und seiner Region als attraktive Tourismus-Destination im nationalen und internationalen Markt und damit einhergehend die Erhöhung der Wertschöpfung aus dem Tourismus für die Wirtschaft in der Stadt und der Region. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Dr. Jürgen Amann Aufsichtsrat Herr Max Christian Derichsweiler (MdR) Vorsitzende*r Herr Markus Frank Herr Dr. Ralf Heinen (MdR) Frau Claudia Heithorst (MdR) Herr Stefan Hoff Frau Bärbel Hölzing (MdR) Frau Monika Roß-Belkner (MdR) Herr Oliver Seeck (MdR) Herr Alexander Vogel ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. KÖLNTOURISMUS GMBH 210 JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Nawrot & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Betriebskostenzuschuss 6.671 - Bürgschaften (zum 31.12.) 434 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 3.960 2.027 1.591 Jahresergebnis (T€) -3.889 -5.110 -6.642 Eigenkapital (T€) 4.809 4.455 4.484 Bilanzsumme (T€) 8.103 8.156 8.222 Investitionen (T€) 157.202 37.386 364.538 Verbindlichkeiten (T€) 2.830 3.262 3.282 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 90 90 81 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Das Jahr 2021 war für den Tourismus in Köln pandemiebedingt ein weiteres schwieri- ges Jahr welches zwar deutlich besser als das Vorjahr war, aber natürlich nicht an die Rekorde der Vor-Pandemiezeiten anknüpfen konnte. Auch im zweiten Krisenjahr hat sich Köln einigermaßen resilient gezeigt. So blieb bei- spielsweise in der Hotellerie eine große Welle an Insolvenzen bis dato aus. Das An- gebot an Hotelbetten befindet sich mit mehr als 34 Tsd. nahezu (wieder) auf Vorkri- senniveau. Ein wichtiger Einflussfaktor der bedingten Resilienz des Kölner Tourismus ist seine ausgewogene Struktur, u.a. die Mischung aus Geschäfts- und Freizeitrei- senden, aus internationalen Besuchern und Inlandsgästen sowie aus Tages- und Übernachtungsgästen. Wichtig war 2021 auch die vergleichsweise hohe freizeittou- ristische Attraktivität Kölns, die in den Monaten des Sommers und Frühherbstes für eine gewisse Belebung sorgte. Geschäftsverlauf 2021 kamen 1,48 Millionen Übernachtungsgäste nach Köln, was einem Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt wurden in den meldepflichti- gen Beherbergungsbetrieben der Stadt 2,76 Millionen Übernachtungen gezählt, ein Plus von 8,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020. Die Ankünfte und Übernachtungen KÖLNTOURISMUS GMBH 211 der Gäste aus dem Ausland stiegen um 8,4 Prozent bzw. 7,5 Prozent. Der Internatio- nalisierungsgrad verharrte infolge der Erholung des Tourismus in erster Linie aus dem deutschen Binnenmarkt auf für Köln niedrigem Niveau von 23,9 Prozent. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Langfristig wird der Tourismus wieder zum Erfolg zurückkehren. Gleichzeitig ist mit einer Strukturveränderung zu rechnen. Die Schärfung des Profils der Tourismusdesti- nation Köln durch die gezielte Ansprache ausgewählter touristischer Zielgruppen hilft dabei, den Tourismus qualitativ zu entwickeln. Das größte Risiko für Tourismus und Gesellschaft liegt im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und der Frage, ob es zu erneuten Lockdowns und Einschränkun- gen für den Tourismus in 2022 kommen wird. Hiervon werden auch die Möglichkeiten zur Durchführung von Reiseanlässen, wie Events und Konzerten (Lanxess Arena, Kölner Lichter etc.) sowie großer Besuchermagnete, wie die Weihnachtsmärkte be- einflusst. Ungeachtet der Pandemie ist Köln als Reiseziel entscheidend von der Er- reichbarkeit durch eine gute Verkehrsinfrastruktur und den Mobilitätsangeboten inner- halb der Stadt und damit von allen relevanten diesbzgl. Einflussfaktoren abhängig. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Im Großen und Ganzen wies der Köln Tourismus 2021 im Vergleich zu den Vorkri- senjahren eine deutlich veränderte Struktur auf, die sich anhand von vier wesentli- chen Veränderungen charakterisieren lässt: (1) niedrigerer Anteil von Geschäftsreisen (sowohl klassische als auch promotable Geschäftsreisen), (2) niedrigerer Anteil von Gästen aus dem Ausland (Übernachtungsanteil von Aus- landsgästen am Gesamtvolumen sank von 35% (2019) auf 23,9 % (2021), (3) vergleichsweise hoher Anteil an Freizeitgästen sowie (4) eine auch im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegene Zahl an Tagesgästen. Diese Struktur führt in Kombination mit veränderten Konsumgewohnheiten und ei- nem beobachtbaren Wertewandel dazu, dass die Höhe der selbsterwirtschafteten Deckungsbeiträge der KölnTourismus Gesellschaft nicht mit der fortschreitenden Er- holung des Tourismus schritthalten und entsprechend dauerhaft unter dem Niveau der Vorkrisenjahre bleiben wird. Auch wenn die Auswirkungen der Corona-Pandemie den Tourismus auch nach Bewältigung der Krise in den nächsten Jahren beeinflus- sen wird, so ist die Langzeitperspektive für den Tourismus in Deutschland und Köln ungebrochen positiv und wir gehen von einer auch weiterhin positiven Entwicklung der Wertschöpfung aus diesem Wirtschaftsbereich für Köln aus. KÖLNER GESELLSCHAFT FÜR ARBEITS- UND BERUFSFÖRDERUNG MBH 212 KÖLNER GESELLSCHAFT FÜR ARBEIT S- UND BERUF SF ÖRDERUN G M BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Geestemünder Straße 18 50735 Köln Kontakt 0221-9420 110 www.kgabmbh.de Gründungsdatum 20.02.1989 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 26.000 € Gesellschafter Stadt Köln 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand der Gesellschaft ist die Organisation und Durchführung eines Beschäfti- gungs- und Qualifizierungsprogramms für arbeitslose Kölner Einwohner. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Stefan Kersjes KÖLNER GESELLSCHAFT FÜR ARBEITS- UND BERUFSFÖRDERUNG MBH 213 Aufsichtsrat Herr Martin Erkelenz (MdR) (ab 24.03.2021) Vorsitzende*r Herr Dr. Walter Schulz (bis 23.03.2021) Vorsitzende*r Herr Stephan Pohl (bis 23.03.2021) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Norbert Bittner Herr Ossi Helling Frau Marion Heuser (MdR) (ab 23.03.2021, bis 08.09.2021) Frau Katja Hoyer (MdR) (bis 23.03.2021) Frau Ursula Klawitter Herr Michael Paetzold (MdR) (bis 23.03.2021) Herr Pascal Pütz (MdR) (ab 07.05.2021) Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg) Frau Viola Recktenwald (MdR) (ab 24.03.2021) Frau Dr. Katja Robinson Herr Alexander Ronkholz Frau Monika Roß-Belkner (MdR) (ab 24.03.2021) Herr Michael Scheffer (bis 23.03.2021) Herr Michael Scheffer (ab 24.03.2021) Frau Cornelia Schmerbach (ab 24.03.2021, bis 05.05.2021) Herr Jakob Schröder Frau Ira Sommer (MdR) (bis 23.03.2021) Frau Dilan Yazicioglu (MdR) (ab 09.09.2021) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Audacia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - gewährte Darlehen (zum 31.12.) 932 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 8.535 10.797 10.612 Jahresergebnis (T€) 79 97 345 Eigenkapital (T€) 0 53 398 Bilanzsumme (T€) 1.791 2.143 2.276 Investitionen (T€) 48 197.365 77.082 Verbindlichkeiten (T€) 1.666 1.548 1.362 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 193 256 256 KÖLNER GESELLSCHAFT FÜR ARBEITS- UND BERUFSFÖRDERUNG MBH 214 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Zweck des Unternehmens ist die Organisation und die Durchführung eines Beschäfti- gungs- und Qualifizierungsprogramms für arbeitslose Kölner Einwohner. Im Ge- schäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft 22 Beschäftigungsvereinbarungen für Integrati- onsjobs und 133 befristete geförderte Arbeitsverträge mit der Zielsetzung der indivi- duellen Qualifizierung und Förderung mit arbeitslosen Kölner Bürgerinnen und Bür- gern neu abgeschlossen. Sie hat eine Vielzahl von Qualifizierungsangeboten sowie eine intensive Förderung am Arbeitsplatz realisiert und damit den Zweck erreicht. Geschäftsverlauf Das für das Geschäftsjahr 2021 geplante Betriebsergebnis von 23 T€ konnte deutlich übertroffen werden. Das Jahresergebnis weist einen Gewinn von 348 T€ aus. Der Anteil der Stadt Köln sowie der städtischen Unternehmen an den Aufträgen lag bei 95,7%, so dass die Inhousefähigkeit des Unternehmens beachtet und gesichert wer- den konnte. Zum 31.12.2021 wurden 132 Beschäftigungsverhältnisse vom Jobcenter Köln nach § 16i SGB II und 7 nach § 16e SGB II gefördert. Insgesamt sieben Auszu- bildende wurden beschäftigt (zwei in der Schlosserei, einer in der Schreinerei, einer im Garten- und Landschaftsbau sowie drei in der Verwaltung). Der Rückgang der ge- fördert befristet Beschäftigten liegt im Wegfall der Arbeitsgelegenheiten. Seit dem 01.05.2021 werden keine AGH-Plätze mehr angeboten (Beauftragungsende). Das Landesprogramm Öffentlich-geförderte Beschäftigung endete am 31.12.2020. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Grundsätzlich liegt es im Interesse der Stadt Köln, dass die vorgehaltenen Arbeits- plätze bei der Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH mit der Ziel- setzung der Förderung der Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter besetzt werden. Auf diese Weise wird arbeitsmotivierten, insbesondere auch älteren Menschen die Mög- lichkeit eröffnet, sich unter betrieblichen Bedingungen auf Tätigkeiten in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes neu vorzubereiten und gegebenenfalls zukünftig durch Er- werbstätigkeit am ersten Arbeitsmarkt ihr Einkommen zu sichern und dabei vielleicht gänzlich unabhängig von Transferleistungen der Stadt Köln zu werden. Im Rahmen ihrer Mitarbeit im Unternehmen erbringen sie Dienstleistungen und erstellen Produkte für den Gesellschafter Stadt Köln. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Bei der vorliegenden Auftragssituation ist für 2022 die geplante Entwicklung des Un- ternehmens und des Betriebsergebnisses allenfalls in Frage gestellt, wenn für die ge- planten Arbeitsplätze und damit für die vorgehaltenen Ressourcen für Qualifizierung KÖLNER GESELLSCHAFT FÜR ARBEITS- UND BERUFSFÖRDERUNG MBH 215 und Förderung im KölnService und im Handwerk keine ausreichende Zahl von Be- werberinnen und Bewerber von dem Jobcenter Köln und der Agentur für Arbeit Köln angeworben werden können. Das Unternehmen wird die Zielplanung 2022 erreichen, wenn mit einer verlässlichen, der Kapazität des Unternehmens angepassten Mitar- beiterzahl geplant und gearbeitet werden kann und die bestehenden betrieblichen Ressourcen im Unternehmen ausgelastet und weiterentwickelt werden können. RTZ RECHTSRHEINISCHES TECHNOLOGIE- UND GRÜNDERZENTRUM KÖLN GMBH 216 RTZ RECHT SRHEINISCHES T ECHNOLOGIE- UND GRÜNDERZ ENTRUM KÖLN GMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Gottfried-Hagen-Str. 60-62 51105 Köln Kontakt 0221-839111 0 www.rtz.de Gründungsdatum 13.04.1995 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 3.411.600 € Gesellschafter Stadt Köln 99,92% Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen Wirtschaft Köln e.V. 0,08% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Unternehmensgegenstand ist der Betrieb des Rechtsrheinischen Technologie- und Gründerzentrums Köln, mit dem allgemein der Technologietransfer und speziell die Gründung neuer Unternehmen sowie die Entwicklung junger Unternehmen, die neue Technologien, Dienstleistungen, Güter oder Verfahren entwickeln, produzieren und vermarkten, gefördert wird. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr André van Hall ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG HSP Audit GmbH Wirtschafsprüfungsgesellschaft RTZ RECHTSRHEINISCHES TECHNOLOGIE- UND GRÜNDERZENTRUM KÖLN GMBH 217 FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Betriebskostenzuschuss 50 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 847 807 787 Jahresergebnis (T€) -50 32 -5 Eigenkapital (T€) 1.415 1.449 1.443 Bilanzsumme (T€) 1.746 1.684 1.630 Investitionen (T€) 5 1 49 Verbindlichkeiten (T€) 213 180 158 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 8 8 8 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Gesellschafter der RTZ Köln GmbH sind seit dem 01.01.2011 die Stadt Köln mit 99,925 % sowie der Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen Wirt- schaft Köln e. V. (vfw Köln rechtsrheinisch) mit 0,075 %. Aufgabe der RTZ Köln GmbH ist die Förderung der Gründung und Entwicklung junger Unternehmen, die neue Technologien, Produkte oder Verfahren entwickeln. Diesen Unternehmen sollen Beratungsleistungen und Mieträume angeboten werden. Die Aufgaben der Gesell- schaft umfassen damit neben der Ansiedlung neuer Unternehmen auch verschie- dene Aktivitäten zur Förderung des Technologietransfers in der Wirtschaftsregion Köln. Dabei liegt der Fokus auf wissensbasierten Zukunftstechnologien, um somit nachhaltig zur Schaffung von hochqualifizierten und zukunftssicheren Arbeitsplätzen für den Wirtschaftsstandort Köln beizutragen. Diese Zukunftstechnologien gelten all- gemein als Branchen mit sehr hohem Wachstumspotential für die kommenden Jahr- zehnte. Zur Stärkung der nachhaltigen strategischen Ausrichtung der RTZ GmbH sol- len somit die Bereiche Gesundheitswirtschaft mit Medizintechnik, Chemie, Mikro- und Nanotechnologie sowie Informations- und Umwelttechnologien eingebunden werden. Besondere Bedeutung kommt hierbei auch der Digitalisierung als Querschnittsauf- gabe über alle Branchen zu. Es können somit synergistische Effekte zwischen den jeweiligen Technologiefeldern realisiert werden. Die Gesellschaft leistet so einen sig- nifikanten Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Köln. RTZ RECHTSRHEINISCHES TECHNOLOGIE- UND GRÜNDERZENTRUM KÖLN GMBH 218 Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresergebnis in Höhe von -6 T€ (Vorjahr 32 T€) abgeschlossen. Die Verschlechterung des Jahresergebnisses 2021 gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 38 T€ begründet sich bei etwa gleichblei- benden Einnahmen insbesondere durch einen geringeren Zuschuss der Stadt Köln. Die Umsatzerlöse, im Wesentlichen resultierend aus der Vermietung der Immobilien, konnten leicht gesteigert werden. 2021 betragen die Umsatzerlöse 719 T€ (Vorjahr 681 T€). Die Einkünfte für die Büro- und Laborvermietung verteilen sich im Jahr 2021 auf insgesamt 42 Mieter (Vorjahr 41 Mieter), so dass eine Risikostreuung bzgl. des eventuellen Ausfalls einzelner Mieter gewährleistet ist. Zum Stichtag werden die Sachanlagen der Gesellschaft (Immobilienbestand inkl. technischer Anlagen) mit einem Betrag in Höhe von 1.545 T€ (Vorjahr 1.582 T€) be- wertet. Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt. Ver- bindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen am Stichtag in Höhe von 103 T€ (Vorjahr 137 T€) und konnten somit entsprechend dem Tilgungsplan gesenkt werden. Im Jahr 2021 erhielt die Gesellschaft einen Betriebskostenzuschuss seitens der Ge- sellschafterin Stadt Köln in Höhe von 50 T€ (Vorjahr 120 T€). Dieser wurde im Sinne der o.g. Betrauung zur Erfüllung der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung genutzt. Die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis der Gesellschaft sind in den vergange- nen Jahren stabil geblieben. Im Berichtsjahr wurde ein geringfügiger Verlust in Höhe von 6 T€ verbucht. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum Berichtszeitpunkt ist gut. Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf gerich- tet, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen. Gleichzeitig werden planmäßige Tilgun- gen der Bankverbindlichkeiten vorgenommen. Im Berichtsjahr war die Zahlungsfähig- keit stets gewährleistet. Die Ausstattung mit flüssigen Mitteln ist ausreichend. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität sowie erwartete Entwick- lung der Gesellschaftsaktivitäten Die Geschäftsführung erwartet für 2022, dass die Mieternachfrage seitens des Mark- tes bestehen bleibt. Aufgrund der bereits hohen Auslastung können jedoch nur noch einzelne Anfragen bedient werden. Daher ist in Bezug auf die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis weiterhin grundsätzlich eine stabile Entwicklung zu erwarten. BIOCAMPUS COLOGNE GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG 219 BIOC AMPU S C OLOGN E GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Nattermannallee 1 50829 Köln Kontakt 0221-93336 0 www.biocampuscologne.de Gründungsdatum 18.12.2002 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Kommanditeinlage 5.000.000 € Komplementäreinlage 0 € Gesellschafter Stadt Köln 100,00% BioCampus Cologne Management GmbH 0,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung und Entwicklung des Geländes „BioCampus Cologne", Nattermannallee, Köln-Bocklemünd, mit der allgemein der Technologietransfer und speziell die Gründung neuer Unternehmen sowie die Ent- wicklung junger Unternehmen, die neue Technologien, Dienstleistungen, Güter oder Verfahren entwickeln, produzieren und vermarkten, gefördert wird. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Frau Andrea Blome (StD) Herr André van Hall ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Nawrot & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft BIOCAMPUS COLOGNE GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG 220 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 4.547 4.657 4.916 Jahresergebnis (T€) 219 -48 609 Eigenkapital (T€) 28.303 28.755 29.363 Bilanzsumme (T€) 38.233 37.441 37.624 Investitionen (T€) 436 31 257 Verbindlichkeiten (T€) 9.696 8.518 8.179 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 5 5 6 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die Stadt Köln hat die Gesellschaft mit der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung zur Förderung und Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in der Stadt Köln und darüber hinaus mit der Vermarktung der Stadt Köln als Standort für Zukunftstechno- logien betraut. In Bezug auf die inhaltliche Ausrichtung der Vermarktungsaktivitäten liegt der Fokus insbesondere auf der Biotechnologie sowie angrenzenden Technolo- giefeldern. Diese sogenannten Zukunftstechnologien gelten allgemein als Branchen mit sehr hohem Wachstumspotential für die kommenden Jahrzehnte. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem Gewinn in Höhe von 620 T€ (Vorjahr: -48 T€) abgeschlossen. Die signifikante Verbesserung des Jahresergebnis- ses 2021 gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 668 T€ begründet sich insbesondere durch geringere Aufwendungen im Bereich Instandhaltung sowie höhere Umsätze. Zusammenfassend ist anzumerken, dass sich das Ergebnis des operativen Geschäf- tes in den vergangenen Jahren stetig verbessert hat. Dies wurde insbesondere durch die kontinuierliche Steigerung der Mieteinnahmen, die Optimierung der Betriebskos- tenstrukturen sowie die Reduzierung der Verbindlichkeiten und der damit einher ge- henden geringeren Belastung durch Zinszahlungen erreicht. Im Jahr 2021 hat die Gesellschaft in Bezug auf die Kennzahlen Umsatz, Flächenaus- lastung und Jahresergebnis zum wiederholten Male den höchsten Wert seit Beste- hen erreicht. Zur Bewertung des Immobilienbestandes wird seit 2015 als Vergleichswert der Immo- biliensachzeitwert herangezogen. Dieser wurde gemäß Gutachten Cushman & Wa- kefield vom 20.04.2016 auf den Stichtag 01.02.2016 mit einem Wert von 58.516 T€ ermittelt. Zum 31.12.2021 beträgt der bilanzierte Buchwert der Immobilien 35.532 T€ (Vorjahr 36.604 T€). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen am Bi- lanzstichtag in Höhe von 7.767 T€ (Vorjahr 8.167 T€) und konnten somit planmäßig BIOCAMPUS COLOGNE GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG 221 gesenkt werden. Im Jahr 2021 erfolgten erstmalig keine direkten Ausgleichszahlun- gen der Stadt Köln an die Gesellschaft als Einzahlung in die Kapitalrücklage. Die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis der Gesellschaft haben sich in den ver- gangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum Berichtszeitpunkt ist gut. Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf gerichtet, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungs- fristen zu begleichen. Gleichzeitig werden planmäßige und außerplanmäßige Tilgun- gen der Bankverbindlichkeiten vorgenommen. Im Berichtsjahr war die Zahlungsfähig- keit stets gewährleistet. Die Ausstattung mit flüssigen Mitteln ist ausreichend. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2022, dass die hohe Mieter- nachfrage seitens des Marktes bestehen bleibt. Aufgrund der bereits faktischen Voll- auslastung können jedoch keine Anfragen mehr bedient werden. Für die konse- quente Umsetzung der konzeptionellen Wachstumspotentiale ist die Planung von Neuprojekten dringend notwendig. Durch die Vermarktung von Restflächen wird für 2022 ein leichter Anstieg bei den Umsatzerlösen erwartet. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die Ertrags- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2022 ist im starken Maße von der wei- teren Entwicklung des Geländes, der Forcierung neuer und bestehender Vermietun- gen und insbesondere der Vorbereitung für die zeitnahe Realisierung eines Neubau- projektes abhängig, um die bestehende Nachfrage von Bestandsmietern, aber auch von externen Interessenten zu bedienen. Zum Ausgleich möglicher jährlicher Verluste und zur Sicherung der Liquidität ist die Gesellschaft weiterhin auf die Ausstattung mit ausreichenden finanziellen Mitteln durch die Gesellschafterin angewiesen. BIOCAMPUS COLOGNE MANAGEMENT GMBH 222 BIOC AMPU S C OLOGN E M ANAGEM ENT GMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Nattermannallee 1 50829 Köln Kontakt 0221-93336 0 www.biocampuscologne.de Gründungsdatum 26.11.2002 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 26.000 € Gesellschafter Stadt Köln 100,00% Tochterunternehmen BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG 0,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesell- schafterin an der BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG in Köln ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Frau Andrea Blome (StD) Herr André van Hall ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Nawrot & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft BIOCAMPUS COLOGNE MANAGEMENT GMBH 223 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 11 86 247 Jahresergebnis (T€) 0 1 -1 Eigenkapital (T€) 34 35 34 Bilanzsumme (T€) 41 312 186 Investitionen (T€) 0 0 0 Verbindlichkeiten (T€) 4 265 120 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Geschäftszweck der BioCampus Cologne Management GmbH ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co KG, deren Gegenstand der Erwerb, die Entwicklung, Verwaltung und Veräuße- rung von Immobilien auf dem Gelände „BioCampus Cologne“ in Köln-Bocklemünd ist. Alle Aufwendungen, die der Gesellschaft zur Erfüllung Ihrer Aufgaben gegenüber der Kommanditgesellschaft anfallen, werden an diese weiterbelastet. Ferner erhält die Gesellschaft als jährliche Haftungsvergütung eine Vergütung von 5% des Stammka- pitals. Die Gesellschaft sollte vor diesem Hintergrund regelmäßig ein nahezu ausge- glichenes Ergebnis erzielen. Am 07.02.2020 hat der Rat der Stadt Köln beschlossen, die beiden städtischen Ge- sellschaften BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG und die Rechtsrheini- sches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH unter eine Geschäftsführung zu stellen. Daher ist seit dem 01.09.2020 Herr André van Hall zum hauptamtlichen Ge- schäftsführer der Gesellschaft bestellt. Alle damit verbundenen Kosten werden an die BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG (80 %) und die Schwestergesell- schaft Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH (20 %) wei- terberechnet. Die Weiterberechnung an das RTZ erfolgt bzgl. der Etablierung einer gemeinsamen Geschäftsführung. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Verlust in Höhe von 2.339,14 € ab. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 26 T€. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 32.770,23 €. Im Geschäftsjahr 2021 waren stets ausreichend flüssige Mittel vorhanden, um allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. BIOCAMPUS COLOGNE MANAGEMENT GMBH 224 Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die Entwicklung der Gesellschaft ist abhängig von der Kommanditgesellschaft, deren Geschäftssituation als gut und deren Perspektiven als aussichtsreich angesehen werden können. MODERNE STADT GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DES STÄDTEBAUES UND DER GEMEINDEENTWICKLUNG MBH 225 MODERN E STADT GESELLSCHAFT ZUR F ÖRDERUN G D ES ST ÄDTEBAUES UND D ER GEM EIND EENT WICKLUNG MBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Brückenstraße 17 50667 Köln Kontakt 0221 2059401 www.modernestadt.de Gründungsdatum 18.04.1969 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 1.503.922 € Gesellschafter Stadtwerke Köln GmbH 51,00% Stadt Köln 49,00% Tochterunternehmen Butzweilerhof Verwaltung GmbH 100,00% modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH 41,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung eigener und im Eigentum der Ge- sellschafter - inkl. Tochterunternehmen - befindlicher Liegenschaften zum Zwecke der Förderung der Wohnungsversorgung und der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Köln. Zur Verwirklichung dieser Zwecksetzung stellt die Gesellschaft geeignete Grundstücke bereit und betreibt die vollständige Projektplanung und -entwicklung. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, die Aufgaben eines Sanierungs- oder Entwick- lungsträgers zu übernehmen. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Tochtergesell- schaften mit ähnlicher Zweckbestimmung zu gründen und sich an anderen Unterneh- men zu beteiligen, deren Gegenstand und Zweck mit dem der Gesellschaft in wirt- schaftlichem Zusammenhang stehen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Andreas Röhrig Herr Thomas Scheitza MODERNE STADT GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DES STÄDTEBAUES UND DER GEMEINDEENTWICKLUNG MBH 226 Aufsichtsrat Herr Dr. Dieter Steinkamp Vorsitzende*r Herr Niklas Kienitz (MdR) stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Christiane Martin (MdR) stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger (MdR) Herr Uwe Eichner Herr Michael Frenzel Herr Markus Greitemann (Bg) (ab 04.02.2021) Frau Stefanie Haaks Frau Sabine Pakulat (MdR) Herr Alexander Recht Frau Brigitte Scholz (bis 02.02.2021) Herr Hans Schwanitz (MdR) Herr Ralph Sterck (MdR) Herr William Wolfgramm (Bg) Herr Timo von Lepel ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Gewinnausschüttung (Dividende GJ Vj) 833 - Investitionszuschuss (Neue Mitte Porz inkl. Umsatzsteuer) 3.570 - Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum 31.12. 80.953 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 28.757 33.541 29.744 Jahresergebnis (T€) 2.092 1.699 3.682 Eigenkapital (T€) 18.343 19.457 23.313 Bilanzsumme (T€) 162.724 180.316 226.868 Investitionen (T€) 68 280 123 Verbindlichkeiten (T€) 131.449 149.028 190.449 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 22 23 26 MODERNE STADT GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DES STÄDTEBAUES UND DER GEMEINDEENTWICKLUNG MBH 227 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Geschäft und Rahmenbedingungen Die Tätigkeitsschwerpunkte der Gesellschaft lagen im Berichtszeitraum auf dem Ver- trieb unbebauter Grundstücke, der Planung und Durchführung der Baureifmachung beziehungsweise Erschließung eigener Grundstücke, der Herstellung und dem Ver- trieb von Bauträgerobjekten sowie auf der Akquisition von Grundstücken, die entwi- ckelt und mittel- bis langfristig einer neuen Nutzung zugeführt werden sollen. Außer- dem erbrachte die Gesellschaft Leistungen aus der Durchführung von Projektsteue- rungs- und Managementverträgen für Baumaßnahmen auf Grundstücken Dritter so- wie Beratungsleistungen zu Grundstücksentwicklungen Dritter. Ertrags- und Finanzlage Der Jahresüberschuss 2021 in Höhe von 3.682 T€ wurde maßgeblich durch Gewinne aus dem Verkauf von unbebauten Grundstücken beeinflusst und liegt mit rund 460 T€ über dem Planergebnis des Geschäftsjahres. Im Übrigen geplante, aber nicht rea- lisierte Umsatzerlöse aus dem Verkauf unbebauter Grundstücke waren ohne Ergeb- nisbeitrag in den Planrechnungen enthalten. Periodenfremde Aufwendungen und Er- träge haben das Jahresergebnis per Saldo mit rund 1.437 T€ belastet. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Für das projektierte Bauprogramm und insbesondere zur Deckung des Finanzbedarfs des ab dem Jahr 2021 geplanten Bau- und Planungsumfangs sowie des Grunderwerbs im Deutzer Hafen Köln kamen im Berichtsjahr mittelfristige Unternehmensfinanzierungen zur Auszahlung. Risiko und Chancen der künftigen Entwicklung/Prognosebericht Die Auswirkungen der Corona Pandemie auf die künftige Entwicklung, auf die Nach- frage von bebauten und unbebauten Grundstücken sowie die Auswirkungen von da- mit in Zusammenhang stehenden Marktverwerfungen, sind derzeit nicht seriös prog- nostizierbar. Die Gesellschaft hält keine kritischen Infrastrukturen zur Daseinsvor- sorge vor, ist jedoch eng in die Interventionssystematik für den Ereignisfall der Stadt- werke Köln GmbH und der Stadt Köln eingebunden. Die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und die daraus resultieren- den Sanktionen gegen Russland und Belarus werden sich auf das Wirtschaftswachs- tum voraussichtlich negativ auswirken, zu einer höheren und/oder auch längeren In- flation sowie möglicherweise zu steigenden Zinssätzen führen. Es besteht das Ri- siko, dass diese Faktoren sowie die bereits sichtbaren Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen zu einer Erhöhung der Baukosten führen. Die allgemeine Verschlechte- rung der wirtschaftlichen Lage kann zusätzlich zu einer reduzierten Nachfrage nach Büroflächen führen. Die zu erwartende Flüchtlingswelle aus der Ukraine wird kurzfris- tig zu einer erhöhten Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere in Ballungsräumen MODERNE STADT GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DES STÄDTEBAUES UND DER GEMEINDEENTWICKLUNG MBH 228 wie Köln, führen. Ob und wann sich diese erwarteten Einflüsse auf die aktuellen Pro- jekte der Gesellschaft auswirken, kann derzeit nicht seriös vorausgesagt werden. Die Grundstücks- und Projektentwicklungen in Köln-Porz und im Deutzer Hafen Köln eröffnen der Gesellschaft kurz-, mittel- und langfristig Entwicklungspotenziale, um dem Gesellschaftszweck, nämlich der Förderung der Wohnungsversorgung und der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Köln, gerecht zu werden. Das Projekt neue mitte porz unterliegt dem europäischen Beihilferecht, das bei Ver- stößen zu hohen Sanktionen bis hin zur Rückzahlung von bereits gewährten Zu- schüssen führen kann. Aufgrund nicht vorhergesehener Bauleistungen und überpro- portionaler Steigerungen der Baupreisentwicklung mussten bei der Einzelvergabe von Bauleistungen, im Vergleich zur Ausgangskalkulation aus dem Jahr 2016, bereits erhebliche Kostensteigerungen hingenommen werden. Obwohl auch die Erlösan- sätze im Vergleich zur Ausgangskalkulation eine Steigerung erfahren haben, muss- ten zum Bilanzstichtag 2021 Bewertungsabschläge vorgenommen werden. Bei der Vermietung der Wohnungen zu marktgerechten Mieten im Jahr 2021 wird mit keinen nennenswerten Schwierigkeiten gerechnet. Die Gesellschaft ist Eigentümerin wesentlicher Flächen im Deutzer Hafen Köln. Der Rat der Stadt Köln hat für das Gebiet des Deutzer Hafens im Jahr 2018 die förmliche Festlegung als städtebauliche Entwicklungsmaßnahme beschlossen. Hieraus erge- ben sich erhebliche Einschränkungen auf die unternehmerische Handlungsfähigkeit der vom Ratsbeschluss betroffenen Grundstückseigentümer. Durch die erstmalige Anwendung des Instrumentes der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme in Köln können sich Risiken im Prozess der Durchführung ergeben. Der im Geschäftsjahr 2020 erfolgte Abschluss eines städtebaulichen Vertrages (Abwendungs- und Ent- wicklungsvereinbarung) ist ein wesentlicher Baustein für die Lösung der wirtschaftli- chen und rechtlichen Fragestellungen und damit von signifikanter Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Als Folgeverträge hierzu sind zunächst ein Ordnungs- und ein Erschließungsvertrag zu verhandeln. Ebenfalls von hoher Be- deutung für den wirtschaftlichen Erfolg des Gesamtprojektes sind beispielsweise die Ausgestaltung des aufzustellenden Vermarktungs- und Realisierungsplans sowie die Baurechtschaffung – Themenkreise, die maßgeblich von der Stadt Köln abhängen. Durch von der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme betroffene Grundstücksei- gentümer eingeleitete juristische Schritte (Normenkontrollklagen) können Verzöge- rungen und Verschlechterungen bei Projektabläufen entstehen. Kostenrisiken erge- ben sich beispielsweise aus zurzeit stark steigenden Baupreisen und der Erhöhung der Finanzierungskosten bei eventuellen Projektverzögerungen und insbesondere aus der nicht absehbaren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nach Ausbruch kriege- rischer Auseinandersetzungen in der Ukraine. Vermarktungsrisiken ergeben sich durch eventuelle einschränkende Vorgaben bei den Vermarktungskonzepten oder durch sich abschwächende Immobilienmärkte. Andererseits ergeben sich aus dem MODERNE STADT GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DES STÄDTEBAUES UND DER GEMEINDEENTWICKLUNG MBH 229 Projekt signifikante Chancen sowohl aus wirtschaftlicher Sicht als auch für die Repu- tation der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist an der Entwicklung eines Leuchtturmpro- jektes an einem nicht duplizierbaren, einmaligen Premium-Standort in Köln maßgeb- lich beteiligt – mit den sich daraus ergebenden Vermarktungschancen. Bereits heute ist ein großes Interesse von Investoren am Erwerb von bebauungsfähigen Grundstü- cken an diesem Standort erkennbar. Der Verkauf unbebauter Restflächen im Entwicklungsgebiet in Rösrath-Venauen ist nach dem Bilanzstichtag 2021 bereits wirtschaftlich realisiert worden. Obwohl die Bauverpflichtungen aus bestehenden städtebaulichen Verträgen vom Erwerber über- nommen wurden, hat die Stadt Rösrath dem Übergang des Obligos nicht zuge- stimmt. Mit wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft wird derzeit jedoch nicht gerechnet. Bei den Bemühungen um die Akquisition von bebauungsfähigen Grundstücken sowie von Dienstleistungsaufträgen bringt die Gesellschaft durch den Einsatz eigenen Per- sonals und die Beauftragung Dritter regelmäßig Mittel auf, deren Amortisation nicht gesichert ist. Als Konzerngesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln eröffnen sich mit den aktuellen Akquisitionen interessante Aufgabenstellungen, die alle Leistungsbereiche der Gesellschaft umfassen können. Grundsätzlich bleiben die Akquisition von Grundstücken und damit einhergehende Projektentwicklungen vor- dringliche Aufgabe, um die Fortentwicklung der Gesellschaft zu sichern. Die Eigenka- pitalausstattung und die rentierliche Vermarktung der im Vorratsvermögen zu finan- zierenden Projekte sichern der Gesellschaft eine gute Verhandlungsposition bei der Beschaffung von Projektfinanzierungsmitteln. Jedoch werden die Mitwirkung und das Engagement der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln bei der Beschaffung von Kapitalmarktmitteln auf absehbare Zeit notwendig sein. Neben Risiken der allgemei- nen Markt- und Konjunkturentwicklungen – insbesondere im Raum Köln – werden branchen- und gesellschaftsspezifische Risiken durch das für die Unternehmens- größe angemessene Risikomanagement erfasst. Außerdem wird die Gesellschaft in das Risikomanagementsystem der Stadtwerke Köln GmbH einbezogen. Durch die laufende Beobachtung und Analyse des die Leistungsbereiche der Gesellschaft be- treffenden geschäftlichen Umfeldes soll sichergestellt werden, dass die Unterneh- mensausrichtung und die geplanten Leistungen marktgerecht sind. In diese Überle- gungen sind auch die Risiken des rechtlichen Umfeldes einzubeziehen. Ein perma- nentes Augenmerk gilt im Rahmen des Risikomanagements der Analyse von Risiken aus Finanzinstrumenten. BUTZWEILERHOF GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG 230 BUTZ WEILERHOF GRUND BESITZ GM BH & CO. KG FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Brückenstraße 17 50667 Köln Kontakt 0221 205940 www.modernestadt.de Gründungsdatum 10.12.2002 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Kommanditeinlage 5.000.000 € Komplementäreinlage 25.000 € Gesellschafter Stadt Köln 99,50% Butzweilerhof Verwaltung GmbH 0,50% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Verwaltung, die Vermietung, die Entwicklung und die Veräußerung eigener Immobilien, insbesondere der Grundstü- cke Von-Hünefeld-Straße sowie des Geländes der Bundeswehrkaserne Butzweiler- hof, 50829 Köln zum Zweck der Förderung der Wohnungsversorgung und der wirt- schaftlichen Entwicklung der Stadt Köln. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Andreas Röhrig ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BUTZWEILERHOF GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG 231 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 7.646 8.636 3.406 Jahresergebnis (T€) 4.479 4.553 1.411 Eigenkapital (T€) 7.616 7.689 9.100 Bilanzsumme (T€) 25.743 26.844 15.493 Investitionen (T€) 0 0 0 Verbindlichkeiten (T€) 17.466 14.188 1.723 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Geschäft und Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Gesellschaft die Erschließung und die Vermark- tung des vorhandenen Immobilienvermögens entscheidend vorantreiben. Die bereits in Vorjahren fertiggestellte Fitzmauricestraße ist im Dezember 2021 auf die Stadt Köln übertragen worden und die Übergabe der Butzweilerhofallee im ersten Quartal 2022 geplant. Darüber hinaus soll der Endausbau der Rudi-Conin-Straße voraus- sichtlich im Mai 2022 begonnen werden. Im Geschäftsjahr 2021 konnten drei Grund- stücke mit einer Fläche von rd. 26.127 qm erfolgswirksam übergeben werden. Dar- über hinaus ist ein weiterer Grundstückskaufvertrag mit einer Fläche von rd. 5.461 qm abgeschlossen worden, der bereits im ersten Quartal 2022 ergebniswirksam übergeben wurde. Zur Finanzierung der kalkulierten Projektkosten stehen ausrei- chende liquide Mittel zur Verfügung. Das Gesellschafterdarlehen, welche bis zum 31.12.2021 befristet war, konnte im Geschäftsjahr 2021 vollständig zurückgezahlt werden. Ertragslage Der Jahresüberschuss 2021 in Höhe von 1.411 T€ (Vorjahr: 4.553 T€) liegt deutlich unter dem Planergebnis, da neben einem bereits im Dezember 2020 erfolgswirksam übergebenen Grundstückskaufvertrag weitere vier Grundstücke nicht im Geschäfts- jahr 2021 erfolgswirksam vermarktet werden konnten. Der Jahresüberschuss wurde maßgeblich durch Gewinne aus dem Verkauf von drei Grundstücken des Vorratsver- mögens in Höhe von 2.070 T€ (Vorjahr: 5.896 T€) und der Bildung von Rückstellun- gen für noch anfallende Grundstücks- und Erschließungskosten für in Vorjahren ver- äußerte Grundstücke in Höhe von 202 T€ (Vorjahr: 954 T€) beeinflusst. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Zur Finanzierung der noch anfallenden Grundstücks- und Erschließungskosten stehen ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Ein bis zum 31.12.2021 befristetes Gesellschafterdarlehen in BUTZWEILERHOF GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG 232 Höhe von 16.736 T€ wurde im Berichtsjahr mit der Tilgung des Restbetrages in Höhe von 13.736 T€ vollständig zurückgezahlt. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Reduzierung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen zum einen aus dem Abgang von Vorratsvermögen bei Übergabe veräußerter Grundstücke und zum anderen aus der Verwendung von Kaufpreiszahlungen zur Rückführung von Kapitalmarktmitteln. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Die Chancen der Gesellschaft bestehen in einem Abverkauf der einzelnen Baufelder zu Preisen, die über den Buchwerten und noch zu erwartenden Herstellungskosten für die Erschließung und Vermarktung liegen. Die Verkaufsprognosen sind im Rah- men der Wirtschaftsplanung und unter Berücksichtigung der aktuellen Marktbedin- gungen bis zum Jahr 2022 kalkuliert worden. Für ein Baufeld mit einer Grundstücks- fläche von rd. 3.650 qm besteht eine befristete Reservierungsvereinbarung mit einem potenziellen Erwerber. Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Grundstückskaufvertrag mit einer Gesamtfläche von rd. 5.461 qm abgeschlossen, der bereits im ersten Quartal 2022 erfolgswirksam übergeben werden konnte. Für den Vertrieb der übrigen Baufelder steht die Gesellschaft in laufenden Verhandlun- gen mit Investoren und bereitet derzeit einen Kaufvertrag für eine Fläche von rd. 11.591 qm vor. Weitere Risiken der Gesellschaft bestehen in einer unzureichenden Nachfrage und dem damit verbundenen zeitverzögerten Abverkauf der Grundstücke bei laufenden Vermarktungs-, Verwaltungs- und Vorhaltekosten. Das implementierte Risikomanagementsystem berücksichtigt das wirtschaftliche und recht-liche Umfeld der Gesellschaft und begegnet den immanenten Risiken der jeweiligen Leistungsbe- reiche. Bei der Auswahl der bei der Projektierung und Umsetzung Beteiligten wird auf erfahrene und leistungsfähige Vertragspartner zurückgegriffen. Ein permanentes Au- genmerk gilt im Rahmen des Risikomanagements der Analyse von Risiken aus Fi- nanzinstrumenten. Mit dem wesentlichen Ausfall von Forderungen wird nicht gerech- net. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein positives Ergebnis erwartet, dass im We- sentlichen aus Verkaufsgewinnen der bereits abgeschlossenen und geplanten Grundstückskaufverträge resultiert. BUTZWEILERHOF VERWALTUNG GMBH 233 BUTZ WEILERHOF VER WALTUNG GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift c/o moderne stadt GmbH Brückenstraße 17 50667 Köln Kontakt 0221 205940 www.modernestadt.de Gründungsdatum 08.03.2012 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 25.000 € Gesellschafter Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH 100,00% Tochterunternehmen Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 0,50% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesell- schafterin an der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Andreas Röhrig ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. BUTZWEILERHOF VERWALTUNG GMBH 234 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 49 36 42 Jahresergebnis (T€) 133 130 38 Eigenkapital (T€) 161 159 72 Bilanzsumme (T€) 180 197 100 Investitionen (T€) - - - Verbindlichkeiten (T€) 2 0 25 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Geschäft und Rahmenbedingungen Dem Gesellschaftszweck entsprechend lagen die Tätigkeitsschwerpunkte im Berichts- zeitraum in der Geschäftsführung als Komplementärin der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG. Deren Geschäftszweck ist der Erwerb, die Entwicklung, Verwaltung und Veräußerung von Immobilien, insbesondere von Grundstücken an der Von-Hüne- feld-Straße und auf dem ehemaligen Kasernengelände „Butzweilerhof“. Ertragslage Alle Aufwendungen, die die Gesellschaft zur Erfüllung ihrer Aufgaben gegenüber der Kommanditgesellschaft wahrnimmt, werden an diese weiterbelastet. Dabei werden Kosten für die eigene Geschäftsführung, die eigene Buchhaltung und die eigenen Jah- resabschlüsse bis zu einem Betrag von 100.000 € netto durch die Kommanditgesell- schaft übernommen. Die Gesellschaft erzielt vor diesem Hintergrund ein nahezu aus- geglichenes Ergebnis. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Zur Deckung der lau- fenden Aufwendungen erhält die Gesellschaft monatliche Abschlagszahlungen in Höhe von 6.000 € netto, die am Jahresende mit der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG abgerechnet werden. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Aktiva der Gesellschaft beste- hen im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Bank- guthaben. BUTZWEILERHOF VERWALTUNG GMBH 235 Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Die Entwicklung der Gesellschaft ist abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der Kommanditgesellschaft. Die aktuelle Planung sieht einen Planungshorizont bis in das Jahr 2023 vor. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein positives Jahresergebnis erwartet. DIGITAL HUB COLOGNE GMBH 236 DIGIT AL HUB COLOGNE GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Gottfried-Hagen-Str. 62 51105 Köln Kontakt 0221-9758084 0 www.digitalhubcologne.de Gründungsdatum 29.08.2016 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 30.000 € Gesellschafter Industrie- und Handelskammer zu Köln (bis 31.12.2021) 33,33% Stadt Köln (bis 31.12.2021) 33,33% Universität zu Köln (bis 31.12.2021) 33,33% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Der Betrieb eines Hubs ("Drehscheibe") zur Förderung von Startups sowie zur Förde- rung der Digitalisierung, insbes. der digitalen Transformation von Mittelstand und In- dustrie. Dabei zielt der Hub auf die diskriminierungsfreie Korrektur von Marktversa- gen. Im Rahmen dessen ist die Gesellschaft unter anderem berechtigt, sich am För- derprogramm "DWNRW-Hub" zu beteiligen und dadurch das Eco-System und die Startup-Szene zu unterstützen sowie förderfähige Leistungen abzuwickeln. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Thomas Bungard (bis 31.12.2021) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Daniels GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DIGITAL HUB COLOGNE GMBH 237 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 597 454 251 Jahresergebnis (T€) -210 -376 -303 Eigenkapital (T€) 432 356 53 Bilanzsumme (T€) 525 468 118 Investitionen (T€) 6 5 0 Verbindlichkeiten (T€) 28 19 17 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 9 12 3 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die Digital Hub Cologne GmbH mit Sitz in Köln, deren Eintragung ins Handelsregister am 3. November 2016 erfolgte, war bis 30. Juni 2021 einer von insgesamt sechs DWNRW Hubs. Die Gesellschaft ist Teil der DWNRW Landesinitiative, die der Stär- kung der Digitalen Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen dienen soll. Ziel der Gesellschaft ist neben der Herstellung einer Netzwerkplattform zwischen Unternehmen und inno- vativen Startups in der Region Köln, die Unterstützung des Ausbaus der Digitalen Wirt- schaft. Die Gesellschafter der Digital Hub Cologne GmbH waren bis zum 31. Januar 2021 die Stadt Köln, die Industrie und Handelskammer zu Köln sowie die Universität zu Köln. Gemeinsam mit der regionalen Bau- und Immobilienbranche wurde im Rahmen der Digital Hub Cologne Kompetenzfeldstrategie im 3. Quartal der PropTech Powerhouse e.V. (PTPH) gegründet. Dieser übernahm 100% der Gesellschaftsanteile am Digital Hub Cologne zum 1. Januar 2022. Ziel der Gesellschaft ist weiterhin die Herstellung einer Netzwerkplattform zwischen Unternehmen und innovativen Startups in der Region Köln, durch die Teilnahme am Mittelstands-Zentrum Digital, die Unterstützung des Ausbaus der Digitalen Wirtschaft im Rheinland sowie durch die Geschäftsbesorgung für den PTPH mit Blick auf die bundesweit ausgerichtete Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitstransformation in der Bau- und Immobilienbranche. In diesem Netzwerk werden Entwicklungen und Know- how von regionalen und überregionalen Partnern eingebunden sowie Innovationen und Know-How an regionale und überregionale Partner vermittelt. Bei einer bundesweiten Neuausschreibung der Mittelstand-Digital Zentren haben der Digital Hub Cologne gemeinsam mit dem Konsortialführer, der TH Köln, und den wei- teren Konsortialpartnern WZL und EMA, beide von der RWTH Aachen, vom Bundes- ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erfolgreich den Zuschlag für das „Mittel- DIGITAL HUB COLOGNE GMBH 238 stand-Digital Zentrum Rheinland“ erhalten. Dieses Förderprojekt ist auf drei Jahre aus- gelegt und erweitert die bisherigen Aktivitäten rund um den Themenkreis Digitalisie- rung mittelständischer Unternehmen. Geschäftsverlauf Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2021 waren weiterhin geprägt durch die Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einfluss auf die Wirtschaft und das öffentlichen Leben. Dadurch ging die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr zurück, gleichzeitig konnte ein positiver Effekt auf die Digitalisierung beobachtet wer- den: Der Digitalisierungsgrad über alle Branchen - und Unternehmensgrößen ist wei- terhin moderat angestiegen, wie die von der Deutschen Telekom AG beauftragte jähr- liche Befragung „Digitalisierungsindex Mittelstand 2021/2022“ ergab. Mittelständische Unternehmen erreichen nun 59 von 100 möglichen Punkten. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität sowie erwartete Entwick- lung der Gesellschaftsaktivitäten Neben den Herausforderungen in der Digitalisierung rücken auch Aspekte der Nach- haltigkeitstransformation in den Vordergrund. Hier gilt es insbesondere die Digitalisie- rung beispielsweise bei der Messung wesentlicher Key Performance Indikatoren (KPIs), sinnvoll zu nutzen. Zu den wichtigsten Herausforderungen in diesem Zusam- menhang gehören neben der Regulierung und Gesetzgebung, die Umsetzung von Energieeffizienz, Datensicherheit und Datenschutz, sowie Bildung und Bewusstseins- bildung. Der Digital Hub Cologne unterstützt Unternehmen in diesem Zusammenhang insbesondere durch Wissens- und Knowledgetransfer unter den beteiligten Akteuren. D-NRW AÖR 239 D-NRW AÖR FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Rheinische Str. 1 44137 Dortmund Kontakt 0231 222 438-10 Telefax 0231 222 438-11 www.d-NRW.de Gründungsdatum 01.01.2017 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 1.281.000 € Gesellschafter Stadt Köln 0,08% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Die Anstalt unterstützt ihre Träger und, soweit ohne Beeinträchtigung ihrer Aufgaben möglich, andere öffentliche Stellen beim Einsatz von Informationstechnik in der öf- fentlichen Verwaltung. Informationstechnische Leistungen, die der Wahrnehmung öf- fentlicher Aufgaben dienen, erbringt sie insbesondere im Rahmen von staatlich-kom- munalen Kooperationsprojekten. Die Anstalt unterstützt den IT-Kooperationsrat bei der Erfüllung seiner Aufgaben nach § 21 des E-Government-Gesetzes Nordrhein- Westfalen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Markus Both D-NRW AÖR 240 Verwaltungsrat Herr Dirk Brügge Frau Simone Dreyer Frau Dr. Helma Hagen Frau Lee Hamacher Frau Katharina Jestaedt Frau Diane Jägers Herr Sebastian Kopietz Herr Dr. Marco Kuhn Herr Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke Herr Dr. Heinz Oberheim Herr Andreas Wohland Herr Harald Zillikens ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Dr. Heilmaier & Partner GmbH KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 10.757 28.084 51.346 Jahresergebnis (T€) 0 0 0 Eigenkapital (T€) 2.767 2.800 2.810 Bilanzsumme (T€) 14.360 13.016 20.601 Investitionen (T€) 68 55 38 Verbindlichkeiten (T€) 10.319 8.333 14.452 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 33 43 62 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Geschäftsverlauf In Zusammenarbeit von Land und Kommunen im Bereich des Serviceportals.NRW wurden verschiedene nrwGOV-Projekte, das öffentliche Auftragswesen inkl. der Um- setzung der E-Rechnung, die IT-Unterstützung für die Abwicklung des Förderpro- grammcontrollings verschiedener Ressorts, die Aufträge für den Ausbau von IT-Lö- sungen für den Bereich Kinder und Jugend, die Weiterentwicklung der Online-Sicher- heitsprüfung(OSiP), diverse Entwicklungen im Bereich der PfAD-Projekte, der Lan- desredaktion FIM und Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Onlinezugangsge- setz (OGZ) durchgeführt. Der Verwaltungsrat hat zur Gewinnung von externen Dienstleisterkapazitäten zur Umsetzung des Online Zugangsgesetzes (OZG) unter Berücksichtigung des zu er- wartenden Auftragsvolumens des Konjunkturpaketes des Bundes (bis zu 200 Mio. EUR) der Zuschlagserteilung über einen Rahmenvertrag zugestimmt D-NRW AÖR 241 Lage des Unternehmens Die Anstalt hat Vermögen in erster Linie durch Erlöse aus Projektaufträgen für Soft- warelösungen aufgebaut. Die Ertragslage hat in 2021 in engem Zusammenhang mit dem Geschäftsbetriebin den Produktbereichen Online Zugangsgesetz, Wirtschafts- Service-Portal, Öffentlliches Auftragswesen, E-Rechnung, nrwGOV, Förderpro- grammcontrolling, Landesredaktion FIM, Serviceportal NRW, Digitales Archiv, Online Sicherheitsprüfung, PfAD, Meldportal und KiBiz.web sowie den Beratungsleistungen im Bereich der Landesverwaltung gestanden. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die engere Bindung an das Land NRW sowie die größere Nähe zu den kommunalen Trägern ist besonders hervorzuheben. Die d-NRW ist damit die zentrale Anlaufstelle der Kommunen für nachnutzbare Online-Dienste im Rahmen des Onlinezugangsge- setzes und sorgt für rechtliche und organisatorische Abwicklung. Risiken ergeben sich bei Grundsatzentscheidungen zum E-Government auf Bundes- und Landesebene, die die Entwicklungsperspektiven beeinträchtigen. Verzögerungen können für Auftragserteilungen und durch die nordrhein-westfälischen Landtagswah- len 2022 entstehen. KÖLNBUSINESS WIRTSCHAFTSFÖRDERUNGS-GMBH 242 KÖLNBU SIN ESS WIRT SCH AFTSF ÖRD ERUNGS-GMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Börsenplatz 1 50667 Köln Kontakt 0221-99501 0 www.koeln.business Gründungsdatum 21.12.2018 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 25.000 € Gesellschafter Stadt Köln 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaft und des Standortes, insbesondere durch Ansiedlung, Entwicklung und Förderung von Industrie, Gewerbe, Handel und Handwerk sowie der Branchen des Dienstleistungssektors, Wissenschaft und Innovation durch Beratungs- und Dienstleistungen auf allen Gebieten, zur Ver- besserung der räumlichen, sozialen und wirtschaftlichen Struktur und zur Entwick- lung des Arbeitsmarktes in Köln. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Dr. Manfred Janssen Herr Michael Josipovic Aufsichtsrat Herr Nicolai Lucks Vorsitzende*r Frau Brigitta von Bülow (MdR) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Jörg van Geffen 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Sebastian Bucher Herr Markus Greitemann (Bg) Herr Volker Görzel (MdR) Frau Claudia Heithorst (MdR) Frau Derya Karadag (MdR) Frau Züleyha Kurt Herr Mario Michalak (MdR) Herr Dirk Michel (MdR) Herr Berndt Petri Frau Sandra Schneeloch (MdR) Frau Lisa Steinmann (MdR) Herr Dr. Simon von Danwitz KÖLNBUSINESS WIRTSCHAFTSFÖRDERUNGS-GMBH 243 ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG SRS Audit GmbH FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Kapitalrückzahlungen 3.464 - Betriebskostenzuschuss 13.271 - Investitionskostenzuschuss 253 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 422 582 947 Jahresergebnis (T€) -6.190 -9.373 -11.498 Eigenkapital (T€) 23 12.577 13.386 Bilanzsumme (T€) 6.651 20.471 19.046 Investitionen (T€) 1.103 649 182 Verbindlichkeiten (T€) 5.191 5.105 2.772 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 29 48 71 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die COVID19-Pandemie blieb 2021 der beherrschende Faktor der gesamtwirtschaft- lichen Entwicklung. Lockdowns haben internationale Lieferketten und das System der internationalen Arbeitsteilung beeinträchtigt. Steigende Rohstoffpreise und Inflati- onssorgen führen zu zusätzlicher Unsicherheit. Für Köln wichtige Branchen waren stark betroffen, hierzu gehören Verkehr und Tourismus, die Freizeit- und Kulturwirt- schaft, das Messewesen, die Hotellerie, Gastronomie und der stationäre Einzelhan- del. In den entsprechenden Branchen beschleunigte die Pandemie den Strukturwan- del. Trotzdem gab es auch positive Meldungen: Die Messe investierte in Digitalisierungs- projekte, die Kölner Ford-Werke sichern den Standort Köln durch eine Investition in E-Mobilität in Höhe von 2 Mrd. €, zahlreiche KMU investieren am Standort in Wachs- tum und Nachhaltigkeit. Branchen wie ITK, E-Commerce und Logistik profitierten von der Pandemie. KÖLNBUSINESS WIRTSCHAFTSFÖRDERUNGS-GMBH 244 Der Fokus kommunaler Wirtschaftsförderung lag 2021 auf dem begleitenden wirt- schaftlichen Krisenmanagement. Auf Bundes- und Landesebene ist eine Vielzahl von Hilfsprogrammen verabschiedet worden, welche von kommunalen Programmen – so auch in Köln - flankiert wurden. Geschäftsverlauf Das Tagesgeschäft in den Bereichen Unternehmensservices und Immobilien verlief stabil, die Nachfrage nach (Ansiedlungs-)Flächen blieb hoch. Aufgrund der COVID19-Pandemie wurden seitens der KölnBusiness und der Stadt Köln Förderprogramme aufgelegt. (Netzwerk-)Veranstaltungen und Messeauftritte waren von den Pandemieauswirkungen stark betroffen. Die internationale Immobi- lienmesse MIPIM wurde 2021 kurzfristig abgesagt, die EXPO REAL in München fand in stark reduzierter Form statt. Hieraus ergaben sich im Jahresverlauf Budgetver- schiebungen und Unsicherheiten in der Drittmittelakquisition durch die sonst üblichen Standbeteiligungen von Unternehmen. Im Kommunikationsbereich fokussierte sich die KölnBusiness auf Kampagnen und Maßnahmen, welche mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Die strategische Ausrichtung der KölnBusiness wurde fortgesetzt. Agiles, bereichs- übergreifendes und zielorientiertes Arbeiten wurde durch ein strategisches Steue- rungsinstrument (OKR) ermöglicht. Die bereits bestehende IT-Infrastruktur wurde konsequent ausgebaut. Durch cloudba- siertes und mobiles Arbeiten konnten Hygienekonzepte sowie Kontaktbeschränkun- gen problemlos dargestellt werden. Dies galt ebenso für Eigenveranstaltungen, wel- che entweder in Präsenz, hybrid oder vollständig digital durchgeführt wurden. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Der Pandemieverlauf sowie internationale Krisen bergen hohe Risiken für den Stand- ort. Wettbewerbsnachteile ergeben sich durch Digitalisierungsdefizite. Eine leistungs- fähige Stadtverwaltung ist entscheidend für eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung. Zusätzliche Investitionen am Wirtschaftsstandort benötigen entsprechende Gewerbe- flächen, um realisiert werden zu können. Es besteht die akute Gefahr, dass Unter- nehmen, die man vom Standort begeistern konnte, sich mangels Umsetzungsmög- lichkeiten für ihre Investitionsvorhaben wieder von Köln abwenden. Werden die Unterstützungsleistungen für die kommunale Wirtschaft verbessert, zum Beispiel zur resilienten Innenstadtentwicklung im Bereich Einzelhandel & Gastrono- mie, ergeben sich aber auch Chancen. Der Gründungs- und Innovationsstandort Köln kann mithilfe der entfristeten Startup-Unit und des Startercenters nachhaltig ge- stärkt werden. KÖLNBUSINESS WIRTSCHAFTSFÖRDERUNGS-GMBH 245 Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die COVID19-Pandemie, die Ukrainekrise und die dadurch entstandenen Umwälzun- gen im internationalen Handels- und Zahlungssystem werden die wirtschaftliche Ent- wicklung sowie die Arbeit der KölnBusiness in 2022 prägen. Die Projektplanung der KölnBusiness wird in 2022 dynamisch bleiben. Im Zentrum der Arbeit stehen die stra- tegischen Ziele rund um die Themen agile und digitale Geschäftsprozesse, Ansied- lungen, Nachhaltigkeit, Gründungsstandort, Resilienz und Attraktivität von Innenstadt und Veedels-Zentren. Darüber hinaus bleibt die Leistungsfähigkeit der Verwaltung im Hinblick auf schnelle Genehmigungsprozesse und die Ausweisung neuer Gewerbeflächen ein entschei- dender Erfolgsfaktor für die Arbeit der KölnBusiness. SPEZIELLER TEIL 246 5. Soziales und Gesundheit SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGMBH 247 SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Boltensternstraße 16 50735 Köln Kontakt 0221 77755301 www.sbk-koeln.de Gründungsdatum 31.08.2006 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 45.000.000 € Gesellschafter Stadt Köln 100,00% Tochterunternehmen Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser eG im Deutschen Städtetag 1,09% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung, Unterbringung, Betreuung, Versor- gung und Pflege alter, behinderter, psychisch kranker oder anderweitig in Not leiden- der oder gefährdeter Menschen, die häusliche Pflege sowie weitere entsprechende Angebote für diesen Personenkreis, der Betrieb von Werkstätten für Behinderte, die Aus- und Weiterbildung in pflegerischen, pflegenahen, betreuerischen, handwerkli- chen und kaufmännischen Berufen. Weiterer Gegenstand ist die Funktion als zentra- ler Beschäftigungsträger im Rahmen beruflicher und sozialer Rehabilitation nach dem Sozialgesetzbuch. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Frau Gabriele Patzke Aufsichtsrat Herr Ossi Helling Vorsitzende*r Herr Thomas Welter (MdR) stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Daniel Bauer-Dahm (MdR) Frau Hanne Cürten Herr Andreas Greggersen Frau Katja Hoyer (MdR) Herr Klaus Keller Frau Marion Krohn Herr Michael Paetzold (MdR) Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg) Frau Elfi Scho-Antwerpes (MdR) Frau Friederike Stolle SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGMBH 248 ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Investitionszuschüsse 4.510 - Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum 31.12. 1.842 - Gewährte Darlehen zum 31.12. 1.025 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 116.972 117.250 116.382 Immaterielle Vermögensgegenstände 359 520 453 Sachanlagen 115.710 115.815 115.085 Finanzanlagen 903 914 844 Umlaufvermögen 69.031 74.607 83.860 Vorräte 544 805 665 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.092 6.617 7.017 Kasse, Bankguthaben, Schecks 60.394 67.185 76.179 Rechnungsabgrenzungsposten 284 507 639 Bilanzsumme 186.287 192.364 200.881 Passiva Eigenkapital 65.073 65.656 66.786 Gezeichnetes Kapital 45.000 45.000 45.000 Kapitalrücklage 11.909 11.909 11.909 Gewinnrücklagen 162 162 162 Bilanzergebnis 8.003 8.586 9.715 Sonderposten 19.278 23.184 23.228 Rückstellungen 31.259 34.620 34.846 Verbindlichkeiten 68.410 66.587 74.079 Rechnungsabgrenzungsposten 2.267 2.317 1.943 Bilanzsumme 186.287 192.364 200.881 SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGMBH 249 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 102.230 108.609 112.494 Bestandsveränderungen 7 -3 -12 Andere aktivierte Eigenleistungen 132 0 0 Sonstige betriebliche Erträge 16.153 17.273 21.939 Gesamtleistung 118.521 125.879 134.421 Materialaufwand 15.044 18.598 20.122 Personalaufwand 70.308 76.097 78.741 Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.782 20.978 22.470 EBITDA 12.387 10.205 13.088 Abschreibungen 7.581 6.945 9.017 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 36 37 34 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81 104 45 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des UV 0 0 0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.287 2.726 2.913 Steuern vom Einkommen und Ertrag 17 9 24 Sonstige Steuern 82 84 82 Jahresergebnis 536 582 1.130 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 62,8 61,0 57,9 Abschreibungsquote (in %) 6,5 6,0 7,8 Investitionen (T€) 4.734 7.717 8.784 Investitionsquote (in %) 4,0 6,6 7,5 Eigenkapitalquote (in %) 34,9 34,1 33,2 Pensionsrückstellungen (T€) 14.158 16.005 16.890 Kreditverbindlichkeiten (T€) 44.871 42.410 45.851 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) 2,6 1,7 2,0 EBIT (T€) 4.806 3.260 4.071 EBITDA (T€) 12.387 10.205 13.088 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.473 1.551 1.610 SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGMBH 250 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Gesamt-/Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH (im folgenden SBK genannt) bie- tet aufeinander abgestimmte vernetzte Leistungen für Senioren, Menschen mit Behin- derung und arbeitsuchende Menschen an. Derzeit ist sie in 16 Stadtteilen im Kölner Stadtgebiet mit einer breiten Angebotspalette, die nahezu alle Dienstleistungen um- fasst, die alte Menschen oder Menschen mit geistiger, psychischer oder mehrfacher Erkrankung benötigen, vertreten. Mit stetig wachsender Zahl älterer Menschen ist in den letzten Jahren auch die Zahl der Pflegebedürftigen deutlich angestiegen. Der Anteil der pflegebedürftigen Personen in Köln in der Gruppe der 75-79-Jährigen liegt aktuell bei 16,1%. Am höchsten ist der Anteil der Pflegebedürftigen in der Gruppe der ab 80 Jahren (2019: 41,4%). Bis zum Jahr 2040 könnte die Zahl der Pflegebedürftigen um rd. 10.000 Personen auf dann fast 60.000 steigen. Weiter ist von einem steigenden Anteil pflegebedürftiger Menschen mit geistiger Be- einträchtigung auszugehen. Daraus ergeben sich für die Betreuung neue Herausfor- derungen. Außerdem ändert sich die Zusammensetzung der Gruppe der zu Betreuen- den insgesamt. Hier ist eine Verschiebung von geistigen Beeinträchtigungen hin zu Menschen mit späterworbener Hirnschädigung, Kombinationen aus geistiger und psy- chischer Beeinträchtigung oder erhöhtem pflegerischen Aufwand zu verzeichnen. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021 zeigte sich als eine Fortsetzung des ersten Pandemiejahres. Die bestimmenden Themen waren die Umsetzung der Ende 2020 erstmals eingeführ- ten Testpflichten und vor allem die regelmäßigen Impfkampagnen für alle Bewoh- ner*innen, betreute Beschäftigte und Mitarbeiter*innen. Beides bindet enorme Arbeits- zeit und Kraft, die in Verbindung mit der Belastung, die zu Betreuenden vor Ansteckung zu schützen, erneut alle bis an die Grenze der Belastbarkeit führte. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie wurden durch verschiedene Ret- tungspakete aufgefangen. Die Mehrkosten von Schutzmaterialien und anderen zu- sätzlich nötigen Sach- und Personalkosten sowie Mindererlöse im Pflegebereich wur- den durch das Krankenhausentlastungsgesetz (§ 150 SBG XI) erstattet. Im Bereich der Eingliederungshilfe gab es ebenfalls entsprechende Ausgleiche. Außerdem regelt die Corona Testverordnung die Finanzierung der Sach- und Perso- nalkosten, der umfangreichen verpflichtenden Testungen mit PoC Tests von Besu- cher*innen, Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen. Die Belegungssituation in der stationären Pflege zeigte sich zu Beginn des Jahres schwierig. Zu diesem Zeitpunkt war die Impfquote noch nicht sehr hoch und das wei- tere Infektionsgeschehen unsicher. Es bestand Unsicherheit bei Angehörigen und SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGMBH 251 Kunden*innen bzgl. des Risikos einer stationären Versorgung. Dies wandelte sich im Frühsommer, sodass die durchschnittliche Belegung im Berichtsjahr bei 96,5% lag. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um +3,9 Mio. € (+3,6%). Es gab eine Erhöhung der Entgelte in fast allen Bereichen. Die Personalkosten erhöhten sich um +2,6 Mio. € (+3,5%). Dahinter steht die Tarifer- höhung zum 01.04.2021, die Einführung neuer Zulagen im Pflegedienst und ein Zu- gang von Mitarbeitern um rd. 44 Vollkräfte. Es handelt sich u.a. um Personal für die Besuchsbegleitung in den Pflegeheimen sowie für die Durchführung der Schnelltests im Testzentrum. Das Wirtschaftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresergebnis in Höhe von 1.130 T€ ab. Der Überschuss übertrifft das geplante Ergebnis u.a. aufgrund dem Veräußerungser- lös der geerbten Eigentumswohnung. Insgesamt wird das Ergebnis aus einer Vielzahl von Sondersachverhalten beeinflusst, die nicht planbar waren. Die Vermögenslage der SBK ist ausgewogen. Das Anlagevermögen wird zu über 100% durch Eigenkapital, Sonderposten und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Das Eigenkapital nahm um den Jahresüberschuss (+1.130 T€) auf 66,8 Mio. € zu. Das Eigenkapital und der Sonderposten entsprechen 44,8% (46,2% i.Vj.) der Bilanz- summe. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die Pflegereform hat eine allgemeine Bezahlung der Pflege- und Betreuungskräfte nach Tariflohn festgeschrieben. Private Mitbewerber werden gezwungen sein, ihre Preise anzupassen. Dies könnte ein Wettbewerbsvorteil für die SBK sein. Trotz erheblicher Aktivitäten zeigen sich mehr und mehr Engpässe bei Fach- und Füh- rungskräften. Die steigende Herausforderung ist, den Bedarf vor allem an Fachpersonal sicherzu- stellen. Durch vielfältige Aktionen und den Ausbau der Akademie für Pflegeberufe un- ternimmt die SBK seit Jahren große Anstrengungen, alle ihre Stellen zu besetzen. Durch die Generalisierung der Ausbildung ist die Abwerbung der Auszubildenden in Krankenhäuser nochmal verschärft worden. Die Folgen des Klimawandels werden das Unternehmen in den nächsten Jahren vor neuen Herausforderungen stellen. Zum einen gefährden bereits jetzt zunehmende Hit- zeperioden mit Trockenheit, aber auch Stürme und Extremniederschlagsereignisse die Baumbestände, zum anderen sind anhaltend lange Hitzetage eine Gefahr für die pfle- gebedürftigen Bewohner*innen. Die SBK hat die Risiken, aber auch die sich bietenden Chancen als zukunftsorientier- tes Unternehmen erkannt. So will die SBK in den nächsten Jahren effizienter mit Res- sourcen umgehen, indem Energie, Wasser und Abfall deutlich eingespart werden, die SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGMBH 252 E-Mobilität ausgebaut wird und die Grünflächen durch Aufforstungen und Anpassung der Vegetation an den Klimawandel zukunftsfest gemacht werden. Außerdem sind an verschiedenen Standorten Photovoltaik Anlagen geplant. Die SBK wurden für die er- folgreiche Teilnahme am Ökoprofit-Projekt für den unternehmensweiten Einsatz für mehr Nachhaltigkeit von der Stadt Köln ausgezeichnet. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die pandemieunabhängigen finanziellen, politischen und gesellschaftlichen Rahmen- bedingungen, die für die erfolgreiche Tätigkeit der SBK bestimmend sind, unterliegen einem Wandel, der sehr schnelle Anpassungen erfordert. Die bereits angesprochenen gesetzlichen Regelungen, sowie die fortschreitende Digitalisierung ziehen weiterhin erhebliche Veränderungen im Unternehmen nach sich. Dank des großen Engagements aller Beschäftigten und ihrer besonderen Identifikation mit dem Unternehmen und der damit einhergehenden besonderen Dienstleistungs- qualität hat das Unternehmen seinen guten Ruf in der Pandemie noch ausgebaut. Diese Eigenschaften werden sich auch in der Bewältigung der nächsten Herausforde- rungen wie zum Beispiel der allgemein hohen Preissteigerungen aufgrund des Ukrai- nekrieges positiv auswirken und sind entscheidend für die Zukunft. Ungeachtet aller genannten Maßnahmen ist die Entwicklung der Ertragslage sowie die Entwicklung der Liquidität risikobehaftet. Weder die aktuelle Vermögenslage noch lau- fende Projekte bieten derzeit jedoch Hinweise auf bestandsgefährdende Risiken. KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH 253 KLINIKEN D ER STAD T KÖLN GGMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Neufelder Straße 34 51067 Köln Kontakt 0221-8907 0 www.kliniken-koeln.de Gründungsdatum 01.01.2004 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 17.000.000 € Gesellschafter Stadt Köln 100,00% Tochterunternehmen RehaNova Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH 100,00% Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser eG im Deutschen Städtetag 1,09% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens insbesondere durch die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung der Stadt Köln vor allem durch ambulante, vor-, nach-, voll- und teilstationäre Krankenversorgung mit leistungsfähigen wirt- schaftlich gesicherten Krankenhäusern, Medizinischen Versorgungszentren und Rehabilitationseinrichtungen sowie die medizinisch zweckmäßige und ausreichende Versorgung der in diesen Krankenhäusern, Medizinischen Ver- sorgungszentren und Rehabilitationseinrichtungen behandelten Patientinnen und Patienten; der Aus-, Fort- und Weiterbildung insbesondere durch die Bereithaltung theo- retischer und / oder praktische Lehrangebote, vor allem im Bereich der medizi- nischen Berufe und der Pflegeberufe. Darüber hinaus kann die Gesellschaft in sämtlichen anderen Berufen ausbilden, soweit sie dazu über die rechtlichen und fachlichen Voraussetzungen verfügt; die Forschung und Lehre im Bereich der Medizin und der Pflege insbesondere im Rahmen des Betriebes von akademischen Lehrkrankenhäusern in Zusam- menarbeit mit Hochschulen und Hochschuleinrichtungen. KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH 254 Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Kliniken und Medizinischen Ver- sorgungszentren einschließlich der Schulen für Pflegeberufe. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Holger Baumann Aufsichtsrat Herr Dr. Ralf Unna (MdR) Vorsitzende*r Frau Ursula Gärtner (MdR) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Beate Hane-Knoll Herr Joachim Heinlein Herr Sven Kaske (MdR) Herr Michael Paetzold (MdR) Herr Dr. Thomas Portz Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg) Frau Uschi Röhrig (MdR) Herr Hartmut Steffens Herr Thomas Stiefelhagen Frau Heike Wolf ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG BW Partner Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mbB FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Gesellschafterdarlehen (zum 31.12.) 291.900 KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH 255 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 168.759 184.485 202.719 Immat. Vermögensgegenstände 3.274 3.311 4.153 Sachanlagen 165.360 168.892 185.551 Finanzanlagen 124 12.281 13.015 Umlaufvermögen 128.697 162.153 175.296 Vorräte 15.260 16.079 15.368 Ford. und sonst. Vermögensg. 90.862 109.599 121.937 Kasse, Bankguthaben, Schecks 22.575 36.475 37.991 Rechnungsabgrenzungsposten 178 128 77 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 23 0 0 Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 100.149 148.722 201.929 Bilanzsumme 397.805 495.488 580.022 Passiva Eigenkapital 0 0 0 Gezeichnetes Kapital 17.000 17.000 17.000 Kapitalrücklagen 45.879 45.879 45.879 Gewinnrücklagen -112.739 0 0 Gewinnvortrag / Verlustvortrag 0 -163.028 -211.601 Jahresergebnis -50.288 -48.573 -53.207 Nicht gedeckter Fehlbetrag 100.149 148.722 201.929 Sonderposten 59.596 58.328 65.218 Rückstellungen 85.729 118.008 131.404 Verbindlichkeiten 252.480 319.152 383.400 Bilanzsumme 397.805 495.488 580.022 KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH 256 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Erlöse aus Krankenhausleistungen 283.780 312.540 308.402 Erlöse aus Wahlleistungen 11.921 11.217 10.341 Erlöse ambul. Leistungen 20.968 19.292 20.063 Nutzungsentgelte der Ärzte 7.852 6.483 6.421 Umsatzerlöse nach § 277 (1) HGB 35.087 34.134 33.178 Bestandsveränderungen 1.923 -1.683 -392 Sonstige betriebliche Erträge 13.803 13.833 23.879 Erlöse und betriebl. Erträge 375.334 395.816 401.892 Materialaufwand 112.388 116.152 127.891 Personalaufwand 252.833 256.849 267.436 Zwischenergebnis 10.113 22.814 6.565 Abschreibungen 15.779 14.857 14.786 Sonstige betriebl. Aufwendungen 37.044 43.484 41.844 EBIT -42.711 -35.527 -50.065 Zinsen und ähnl. Erträge 31 10 31 Abschreibung Finanzanlagen 645 0 0 Zinsen und ähnl. Aufwendungen 6.719 8.777 2.886 Steuern Einkommen und Ertrag 163 4.204 223 Sonstige Steuern 83 75 64 Jahresergebnis -50.288 -48.573 -53.207 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 42,4 37,2 35,0 Abschreibungsquote (in %) 9,4 8,6 7,8 Investitionen (T€) 11.988 30.659 26.664 Investitionsquote (in %) 7,1 16,6 13,2 Eigenkapitalquote (in %) 0,0 0,0 0,0 Pensionsrückstellungen (T€) 30.966 38.830 41.191 Kreditverbindlichkeiten (T€) 70.598 4.159 30.758 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) -11,0 -8,0 -8,7 EBIT (T€) -42.711 -35.527 -50.065 EBITDA (T€) -26.931 -20.670 -35.279 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 4.404 4.470 4.574 KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH 257 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf dem deutschen Gesundheitsmarkt Nach einer Rekordsumme bei den deutschen Gesundheitsausgaben im ersten Coronajahr 2020 geht das Statistische Bundesamt für 2021 von einem weiteren An- stieg aus. Unter anderem die Kosten für Coronatests und -impfungen sind Schätzun- gen zufolge dafür verantwortlich, dass die Kosten auf rund 466 Mrd. € kletterten. Das wären gut 25 Mrd. € oder 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Bundesamt am 7. April 2022 in Wiesbaden mitteilte. Im Jahr 2020 versorgten 1.903 Krankenhäuser (Vorjahr: 1.914) mit 951.936 Vollkräf- ten (Vorjahr: 928.097) rd. 16,8 Mio. Patienten (Vorjahr: 19,4 Mio.). In Köln und Umgebung sind die Kliniken der Stadt Köln gGmbH neben der Universi- tätsklinik Köln der größte Anbieter im Bereich der Regel- und Maximalversorgung. Beschreibung des Geschäftsverlaufs Die Kliniken der Stadt Köln haben im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr ein rückläufiges Jahresergebnis von -53,2 Mio. € (Vorjahr: -48,6 Mio. €) erwirtschaftet. Im Vergleich zum gemäß Wirtschaftsplan geplanten Ergebnis (-41,4 Mio. €) ist eine deutlich negative Abweichung zu verzeichnen. Das negative Jahresergebnis zeigt im operativen Geschäft ein deutliches Minus. Neben den Belastungen, die aus der COVID-19-Pandemie resultieren, trugen hierzu insbesondere das zunehmende Auseinanderklaffen von Preisentwicklungen auf der Leistungsseite zu den im Vergleich überproportionalen Steigerungen auf der Kosten- seite bei. Dabei kamen neben den Steigerungen auf der Personalkostenseite insbe- sondere überproportionale Sachkostensteigerungen durch die Zunahme der Aufwen- dungen für den Medizinischen Bedarf um 7,6 Mio. € und Personalleasing um 3,8 Mio. € sowie für Laborleistungen von 0,8 Mio. € insbesondere für PCR-Testungen zum Tragen. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Mio. € gesunken. Ursächlich hierfür sind neben der Leistungsentwicklung die gestiegenen Erlösschmälerungen, insbesondere infolge von gestiegenen Ausgleichsverrechnungen in Höhe von 10,9 Mio. €. Darüber hinaus sind wiederum hauptsächlich bedingt durch die Pandemie die Erlöse aus Wahlleistungen um 8,0 % auf 10,3 Mio. € gesunken. Im Bereich der Personalaufwendungen wurde der gemäß Wirtschaftsplan formulierte Planwert um 10,2 Mio. € bzw. 4,0 % überschritten. Die Anzahl der Vollkräfte beträgt im Jahresdurchschnitt 2021 3.287 VK (Vorjahr: 3.238 VK) und ist damit um 49 VK ge- genüber dem Vorjahr gestiegen. Die Ausgleichs- und Zuschlagszahlungen für das Freihalten von Betten und die Be- handlung von COVID-19-Patienten in Höhe von 20,7 Mio. € bewegten sich auf dem Vorjahresniveau von 20,9 €. KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH 258 Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Chance: Gute Marktpositionierung Die Kliniken der Stadt Köln sind am Markt gut positioniert und genießen auch überre- gional einen sehr guten Ruf. Im Einzugsgebiet von Düsseldorf über Aachen und Bonn haben sie einen Marktanteil von rd. 12 % und annähernd gleiche Fallzahlen wie die umliegenden Universitätskliniken. Durch ihr breites medizinisches Spektrum, die vorteilhafte Mischung von Maximalversorgung und Grund- bzw. Regelversorgung sind die Kliniken gut aufgestellt. Durch die gezielte strategische Ausrichtung der ein- zelnen Kliniken auf Vervollständigung der Wertschöpfungskette innerhalb eines Fa- ches und Breite des Angebotes wird horizontal und vertikal diversifiziert. Das ermög- licht zum einen eine vollständige Behandlung des Patienten (One-stop-shopping-An- satz), aber auch eine sehr breite Ausbildung der Mitarbeiter. Letzteres ist nach aktu- ellen Studien der wichtigste Faktor für die Auswahl eines Arbeitgebers. Zukünftig gilt es daher, die Integration der Sektoren um Kompetenzzentren weiter auszubauen. Chance: Personalentwicklungskonzept Darüber hinaus wird durch das Personalentwicklungskonzept sowohl das Aus-, Fort- und Weiterbildungsspektrum vergrößert, als auch die Qualifikation der Mitarbeiter er- höht, insbesondere durch den Ausbau der Lehrstühle mit der Universität Witten-Herd- ecke. Im Ergebnis erhöht sich so die Qualität des Personals, was wiederum den Pati- entenzuspruch verbessert. Somit bleiben die Kliniken im Wettbewerb um Mitarbeiter und Patienten auch für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Risiko: Fachkräftemangel Der Fachkräftemangel im Gesundheits- und Pflegebereich führt zu nicht absehbaren Kostensteigerungen sowie zu Mindererlösen, die aus der Schließung von Betten so- wie ganzer Stationen resultieren. Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter wird die größte Herausforderung für die Zukunft sein. Risiko: Tarifanpassungen übersteigen Erlössteigerungen Die zukünftigen Rahmenbedingungen bleiben für den Gesundheitsmarkt herausfor- dernd. Tarifabschlüsse (TVöD und TVÄ) einerseits und die restriktive Finanzierungs- politik von Krankenkassen und Bund andererseits führen zu einer nicht unwesentli- chen Finanzierungslücke. Risiko: Investitionsstaus Die Investitionskosten der Krankenhäuser werden schon lange nicht mehr alleine durch Fördermittel finanziert. Die Investitionsförderquote in NRW ist seit 1972 von 24,9 % auf heute ca. 4 %, somit um knapp 21 % abgesunken. NRW liegt bei der Krankenhausförderung bundesweit auf einem der letzten Plätze. Auch die Baupau- schale, die als zukunftsweisendes Modell angesehen wurde, wird die gravierende KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH 259 Unterfinanzierung im Bereich der Krankenhausförderung durch das Land nicht been- den. Dazu kommen weitere erhebliche Kostensteigerungen in den Bereichen Energie, Haftpflichtversicherungsprämien, Medikamente und Medizintechnik. Das RWI und die hcb haben für die NRW-Kliniken einen kumulierten Investitionsstau von inzwischen 13,8 Milliarden Euro errechnet. Die jährlichen Investitionsfördermittel des Landes sind demnach bezogen auf die Erlöse der Krankenhäuser von 4 Prozent im Jahr 2007 auf 2,8 Prozent im Jahr 2019 gesunken. Die Förderlücken schließen die Krankenhäuser zum Teil selbst. Allerdings gelingt es zunehmend weniger Krankenhäusern, mit Investitionen aus Eigenmitteln den Sub- stanzverlust aufzuhalten, wie das Gutachten aufzeigt: Nur ein Drittel (35 Prozent) war dazu noch in der Lage. Demgegenüber verfügten zwei Drittel höchstens über schwa- che (24 Prozent) oder gar keine (41 Prozent) Ressourcen für Investitionen. Die Kon- sequenz daraus: Das Sachlagevermögen der Kliniken verringert sich seit Jahren in Relation zu ihren Erlösen. Insgesamt bauen sich hierdurch erhebliche Investitionsstaus auf. Risiko: Weiterer Verlauf der COVID-19-Pandemie Der weitere Verlauf der Pandemie birgt weiterhin das Risiko der Leistungsreduzie- rung durch notwendige Bettenfreihaltung, Krankheitsausfälle und Überlastungssitua- tionen. Risiko: Inflation Der weitere Verlauf des Krieges wird erhebliche Auswirkungen auf die zukünftige ge- samtwirtschaftliche Entwicklung haben und insbesondere das zukünftige Lohn- und Gehaltsniveau sowie das allgemeine Kostenniveau maßgeblich beeinflussen. Inwie- fern die gestiegenen Kosten erlösseitig abgefangen werden können, bleibt abzuwar- ten. Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die Klinken der Stadt Köln werden durch ein strategisch neu ausgerichtetes Stand- ortkonzept und die begonnene Umsetzung hin zur Zentren-Organisation ihre Markt- position in Köln und Umgebung wesentlich verbessern. Durch die Zentralisierung von medizinischen Leistungen werden Grenzen zwischen Fachdisziplinen aufgehoben und Experten von Erkrankungen arbeiten interdisziplinär als fachliches Team zusam- men. Die daraus resultierenden Synergien führen zu einer kostengünstigeren Leis- tungserbringung mit einem maximalen medizinischen Output. REHANOVA NEUROLOGISCHE REHABILITATIONSKLINIK GGMBH 260 REHAN OVA N EUROLOGISCHE REH ABILITAT ION SKLIN IK GGM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Ostmerheimer Str. 200 51109 Köln Kontakt 0221-2784 0 www.rehanova.de Gründungsdatum 24.10.1995 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 25.750 € Gesellschafter Kliniken der Stadt Köln gGmbH 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer neurologischen Rehabilitations- klinik für Schädel-Hirn-Patienten in Köln-Merheim für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung, der Berufsgenossenschaften / Rentenversicherungsträger und für Privatpatienten. Die Gesellschaft wird in enger Kooperation mit dem Krankenhaus Köln-Merheim, einem Betriebsteil der Kliniken der Stadt Köln gGmbH, betrieben. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Prof. Dr. Horst Kierdorf Aufsichtsrat Herr Joachim Heinlein Vorsitzende*r Frau Ursula Gärtner (MdR) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Holger Baumann Herr Michael Paetzold (MdR) Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG BW Partner Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mbB REHANOVA NEUROLOGISCHE REHABILITATIONSKLINIK GGMBH 261 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 15.053 16.461 16.982 Jahresergebnis (T€) -2.863 -1.384 -1.571 Eigenkapital (T€) 0 0 0 Bilanzsumme (T€) 12.747 14.445 14.794 Investitionen (T€) 383 390 167 Verbindlichkeiten (T€) 11.813 12.882 13.550 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 277 175 176 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH (nachfolgend: Reha- Nova) ist eine auf die Rehabilitation von schwerst schädel-/hirnverletzten Patienten spezialisierte Klinik mit 132 Betten. Die Branchenentwicklung zeigt folgende wesentliche Trends: Reduzierung der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland Erkennbare Tendenz den Rehabilitationssektor zukünftig weiter zu „verschlan- ken“ Patientenpotential der RehaNova mit neurologischen Krankheitsbildern wird wachsen, da mit älterwerdender Bevölkerung die Anzahl neurologischer Krankheitsbilder wie bspw. Schlaganfällen zunimmt deutliche Unterversorgung in NRW im Bereich der neurologisch-neurochirurgi- schen Frührehabilitation, aber insbesondere in der Schlaganfallversorgung an der Schnittstelle zwischen Akutversorgung am Krankenhaus und anschließen- der Rehabilitation an Reha-Kliniken. In dieser frühen Phase der Rehabilitation ist eine direkte Anbindung an das Akut-KH aufgrund des noch intensiven med. Versorgungsbedarfs wichtig, was für die RehaNova aufgrund ihrer engen Kooperation und direkten Anbindung an das Klinikum Merheim zutrifft. zunehmender Fachkräftemangel und erhebliche Personalkostensteigerungen, die Pflegesatzanpassungen nicht vollständig kompensieren. REHANOVA NEUROLOGISCHE REHABILITATIONSKLINIK GGMBH 262 Geschäftsverlauf Die RehaNova schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresfehlbetrag von 1.571 T€ ab (Vj.: -1.384 T€). Trotz der durch die Pandemie schlechten Rahmenbe- dingungen wurde das Ergebnis laut Wirtschaftsplan nur knapp verfehlt (Planergebnis: -1.390 T€). Wesentliche Entwicklungen: Steigerung der Umsatzerlöse um 8,6 % aufgrund erfolgreicher Inbetriebnahme von 10 Betten in der Akut-Frührehabilitation, die Gesamterlöse lt. Wirtschafts- plan wurden um 2,5 % übertroffen. Steigerung der Erlöse aus Reha-Leistungen infolge einer höheren durch- schnittlichen Belegung (von 91,3 auf 96,6) führte zu besserer Auslastung (75,7 %; Vorjahr 71,7 %). Anstieg der Personalaufwendungen um 2,1 % infolge von Tariferhöhung und Aufbau von Personal Zunahme des Materialaufwands um 22,8 % insbesondere aufgrund von ver- mehrten Isolierungsmaßnahmen und Schutzausrüstungen, erheblichen Kos- ten der Testungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie sowie Einsatz von Leiharbeitskräften im medizinischen Bereich. Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 8,7 % hauptsäch- lich aufgrund geringerer Beratungsaufwendungen. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Wesentliche Risiken: Zu geringe Leistungserbringung mit unmittelbar negativer finanzieller Auswir- kung Mangelnde Verfügbarkeit von Fachkräften im pflegerischen, ärztlichen und therapeutischen Bereich zunehmender Schweregrad der behandelten Patienten ermöglicht die Versor- gung einer rückläufigen Patientenzahl Behandlungskosten sind durch Tagessätze insbesondere in den Phasen B und C nicht gedeckt. Wesentliche Chancen: Ausbau der Akut-Frührehabilitation Hohe Spezialisierung und vorhandene Fachkunde direkte räumliche und funktionale Anbindung an das Krankenhaus Merheim REHANOVA NEUROLOGISCHE REHABILITATIONSKLINIK GGMBH 263 ausgezeichneter Ruf auf nationalem und internationalem Markt Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Auch das Ergebnis 2022 wird durch die andauernde Covid-19-Pandemie und Hochin- flation erheblich belastet. CHEMISCHES UND VETERINÄRUNTERSUCHUNGSAMT RHEINLAND AÖR 264 CHEMISCH ES UND VET ERIN ÄRUNT ERSUCHUN GSAMT RH EIN LAND AÖR FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Winterstraße 19 50354 Hürth Kontakt 02233 96839-0 www.cvua-rheinland.de Gründungsdatum 01.01.2011 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 300.000 € Gesellschafter Land Nordrhein-Westfalen 30,00% Bundesstadt Bonn 5,83% Kreis Düren 5,83% Kreis Euskirchen 5,83% Kreis Heinsberg 5,83% Oberbergischer Kreis 5,83% Rhein-Erft-Kreis 5,83% Rhein-Sieg-Kreis 5,83% Rheinisch-Bergischer Kreis 5,83% Stadt Aachen 5,83% Stadt Köln 5,83% Stadt Leverkusen 5,83% Städteregion Aachen 5,83% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Das CVUA Rheinland ist nach § 4 des IUAG NRW zuständig für die Untersuchungen und Kontrollen auf dem Gebiet des Lebensmittel- und Futtermittelrechts, der Tierseu- chenbekämpfung, der Tiergesundheit und des Tierschutzes, u.a. auch damit zusam- men hängende Beratung, Erstellung von Gutachten, Beurteilungen und Stellungnah- men. ORGANE DER GESELLSCHAFT Vorstand Frau Dagmar Pauly-Mundegar Vorsitzende*r Herr Rainer Lankes CHEMISCHES UND VETERINÄRUNTERSUCHUNGSAMT RHEINLAND AÖR 265 Verwaltungsrat Herr Dirk Hürtgen Vorsitzende*r Herr Martin Gawrisch (bis 31.10.2021) stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Marion Groß (ab 01.11.2021) stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Dr. Hans-Helmut Ahlborn Herr David Baier Herr Dr. Thomas Delschen Herr Dr. Peter Heyde Frau Birgit Hähn Herr Dr. Markus Kremer Frau Dr. Christine Krüger Frau Anette Kupferschmidt-Fritz Herr Alexander Lünenbach Herr Konrad Peschen Herr Heinz Rosell (bis 31.05.2021) Herr Dr. Johannes Westarp Frau Birgit Wonneberger-Wrede (ab 01.06.2021) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Entgeltanteil gemäß Entgeltordnung 2.237 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 9.961 10.111 10.972 Jahresergebnis (T€) -694 -709 196 Eigenkapital (T€) 3.257 2.548 2.745 Bilanzsumme (T€) 32.787 33.216 34.812 Investitionen (T€) 518 447 421 Verbindlichkeiten (T€) 11.211 10.513 9.755 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 85 86 84 CHEMISCHES UND VETERINÄRUNTERSUCHUNGSAMT RHEINLAND AÖR 266 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Das CVUA Rheinland finanziert sich im Wesentlichen aus Entgelten der Träger, dar- über hinaus aus Gebühren. Das Stammkapital beträgt 300.000 €. Geschäftsverlauf Das operative Geschäft ist im Wesentlichen entsprechend der vorgesehenen Planun- gen verlaufen. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Ausschlag- gebend für das gegenüber der Planung trotzdem verbesserte Ergebnis des CVUA Rheinland sind die geringen Belastungen für Pensions- und Beihilfeverpflichtungen sowie geringere Personalkosten. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die Kooperation Düsseldorf/Mettmann ist zum 01.01.2020 dem CVUA-RRW beigetre- ten. Ca. 4.500 Proben/Jahr aus dieser Kooperation betreffen Warenobergruppen der Schwerpunktbildung, wodurch eine Anpassung der Schwerpunktbildung innerhalb der CVUÄ NRW erforderlich war. Diese wurde nach einstimmig durch die CVUÄ im Früh- jahr 2021 fortgeschrieben. Mit der neuen Aufgabenverteilung wurde zum 01.01.2022 gestartet. Änderungen in der Organisation einzelner Einheiten waren damit ebenso verbunden wie die Notwendigkeit, neues Fachwissen bei den Mitarbeiterinnen und Mit- arbeitern aufzubauen. Vorbereitend mussten neue Untersuchungsmethoden einge- führt und etabliert werden. Das CVUA Rheinland ist fast ausschließlich für die ihm un- tersuchten Warenobergruppen Kompetenzzentrum und konnte so sein Profil schärfen. Insgesamt ist die Schwerpunktbildung ohne größere Schwierigkeiten umgesetzt wor- den und bewährt sich. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Durch eine stufenweise Anpassung der Entgelte zum 01.01.2021, 01.01.2022 und 01.01.2023 ist die Finanzierung des CVUA Rheinland zunächst auf sichere Füße ge- stellt. Die Entwicklung der Jahresergebnisse der Mittelfristigen Ergebnisplanung zeigt aber, dass in den kommenden Jahren über auch die zukünftige Höhe der Entgelte beraten werden muss. Der wirtschaftliche Erfolg wird weiterhin insbesondere von den Aufwendungen für die Pensions- und Beihilfelasten und der Entwicklung der Zinsen bestimmt werden. JUGENDZENTREN KÖLN GGMBH 267 JUGENDZ ENTR EN KÖLN GGMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Christianstraße 82 50825 Köln Kontakt 0221-54600 300 www.jugz.eu Gründungsdatum 09.10.1997 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 55.000 € Gesellschafter Stadt Köln 51,00% Jugendhilfe Köln e.V. 49,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die selbstlose Förderung der Kinder und Jugend- hilfe. Hierzu betreibt die Gesellschaft insbesondere Einrichtungen, die an die Interes- sen junger Menschen mit und ohne Behinderungen anknüpfen und von ihnen mitbe- stimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesell- schaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement anregen und hinführen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Frau Almut Gross Aufsichtsrat Frau Ulrike Kessing (MdR) Vorsitzende*r Herr Dr. Ralf Heinen (MdR) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Dr. Nils Helge Schlieben (MdR) 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Iris Frerich (bis 30.11.2021) Herr Roman Friedrich Frau Hanna Parnow Herr Floris Rudolph (MdR) Frau Chantal Schalla Herr Robert Voigtsberger (Bg) Frau Carola Wewer JUGENDZENTREN KÖLN GGMBH 268 ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Solidaris Revisions-GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Betriebskostenzuschuss 4.822 - Investitionskostenzuschuss 43 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 13.790 13.486 14.068 Jahresergebnis (T€) 34 7 -155 Eigenkapital (T€) 955 961 806 Bilanzsumme (T€) 4.038 3.881 3.865 Investitionen (T€) 135.422 196.986 156 Verbindlichkeiten (T€) 837 752 735 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 637 533 342 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Wirtschaftliche Rahmenbedingungen In 2021 hatte die Jugendzentren Köln gGmbH (kurz: JUGZ) die Trägerschaft für 21 Jugendeinrichtungen (inklusive des Sozialpädagogischen Fußball-Fanprojekts) im Kölner Stadtgebiet. Die Jugendzentren können von allen Kindern und Jugendlichen besucht werden. Neben offenen pädagogischen Angeboten werden dort vielfältige Gruppenangebote, Projekte sowie einrichtungs- und bildungsübergreifende Maß-nahmen durchgeführt. Die Gesellschaft ist darüber hinaus Kooperationspartner für Grundschulen im Bereich der Offenen Ganztagsgrundschulen (OGTS). Mit Aufbau des Systems der Offenen Ganztagsgrundschulen in Köln hat die Gesellschaft Kooperationsverträge mit insge- samt 9 Grundschulstandorten geschlossen. Aktuell werden ca. 1.340 Kinder durch die JUGZ betreut. Die JUGZ hat außerdem Kooperationsverträge mit 9 weiterführen- den Schulen bzw. Förderschulen in der Sekundarstufe 1 geschlossen. JUGENDZENTREN KÖLN GGMBH 269 Die Tätigkeiten der Gesellschaft sind überwiegend dem SGB VIII, insbesondere § 11, zuzuordnen. Die Finanzierung der Jugendarbeit ist dem Grunde, aber nicht dem Um- fang nach gesetzlich geregelt. Die Finanzierung der Offenen Ganztagsschule, der Betreuung an weiterführenden Schulen und der Übermittagsbetreuung erfolgt durch jährliche Zuwendungen der Stadt und des Landes. Die Gesellschaft ist im Wesentli- chen abhängig von den Mittelzuweisungen, die den Umfang und die Möglichkeiten der Arbeit bestimmen. Eigene Einnahmen zur Unterstützung der gemeinnütziger Ziele sind nur in einem untergeordneten Umfang aus Raumvermietungen, Abgabe von Speisen und Getränke an Jugendliche, Veranstaltungsmaßnahmen, Spenden und Zinsen zu erzielen. Die wirtschaftlichen Ziele der JUGZ sind vor diesem Hinter- grund insbesondere auf den effizienten Einsatz der öffentlichen Mittel ausgerichtet. Geschäftsverlauf Die JUGZ hat sich im Jahr 2021 etwas besser als geplant entwickelt. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit ist mit -155 T€ (Vorjahr 6,7 T€) zwar negativ, liegt aber über dem im Rahmen der Planung prognostizierten Verlust (-245,7 T€), die von noch grö- ßeren Belastungen aufgrund der Corona-Pandemie ausgegangen ist. Diese Belas- tungen äußerten sich insbesondere in temporären Schließungen der Einrichtungen, Ausfall diverser Angebote und deutliche Reduktion der Besucherzahlen aufgrund der diversen Corona-Schutzmaßnahmen. Darüber hinaus sind die eigenen Erlöse in 2021 durch die Pandemie erneut stark beeinträchtigt worden. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Es ist erklärter Wille des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln, die sozia- len Träger während der Corona-Pandemie abzusichern, da sie wichtige Infrastruktu- ren darstellen, die jetzt und künftig benötigt werden. Diese Zusagen durch die Kos- tenträger führen dazu, dass die JUGZ derzeit in ihrem Bestehen nicht gefährdet ist. Risiken existieren trotzdem, da nicht abzusehen ist, wie lange die Krise anhalten wird. Der weitere Ausbau digitaler Angebote wird für die JUGZ von besonderer Be- deutung sein. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Im Wirtschaftsplan der JUGZ für das Jahr 2022 wird ein negatives Jahresergebnis in Höhe von -5 T€ ausgewiesen. Dabei wird davon ausgegangen, dass in 2022 die Ein- schränkungen aufgrund der Corona-Pandemie zurückgenommen werden, Vermietun- gen und Veranstaltungen wieder möglich sind und somit wieder zusätzliche Einnah- men generiert werden können. Mittelfristig ist mit einer deutlichen Verschlechterung der Ergebnissituation der JUGZ zu rechnen, da die Finanzierung der Tariferhöhungen des Personals bislang nicht gesichert ist. SPEZIELLER TEIL 270 6. Kultur, Sport und Erholung KÖLNBÄDER GMBH 271 KÖLNBÄDER GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Kämmergasse 1 50676 Köln Kontakt 0221 1780 www.stadtwerkekoeln.de Gründungsdatum 04.12.1997 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 7.675.000 € Gesellschafter Stadtwerke Köln GmbH 74,00% Stadt Köln 26,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Die KölnBäder GmbH betreibt den Betrieb von 13 öffentlichen Bädern, darunter ein Naturfreibad, und leistet einen wertvollen Beitrag zur Daseinsvorsorge im Rahmen eines unverzichtbaren Freizeit- und Gesundheitsangebotes der Stadt Köln. Sie stellt die Infrastruktur für Schwimmvereine und den Schwimmunterricht an Schulen bereit. Einige Bäder haben ihr Angebot auf Sauna und Fitness erweitert. Im Winter stehen Eisflächen auf dem Heumarkt den Besuchern des Weihnachtsmarktes und im Lent- park bereit. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Frau Claudia Heckmann Herr Dirk Kolkmann Aufsichtsrat Herr Ralf Klemm (MdR) Vorsitzende*r Herr Jürgen Kircher (MdR) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Ulrich Breite (MdR) Herr Max Christian Derichsweiler (MdR) Herr Jörg Detjen (MdR) Herr Thomas Geffe Frau Iris Januszewski Herr Manuel Jeschka (MdR) Herr Peter Pfeifer Herr Franz Philippi (MdR) Herr Floris Rudolph (MdR) Herr Heiko Seifert Herr Robert Voigtsberger (Bg) Herr Florian Weber (MdR) Herr Henk van Benthem (MdR) KÖLNBÄDER GMBH 272 ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Bürgschaften (zum 31.12.) 22.373 BILANZ Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Aktiva Anlagevermögen 88.775 86.595 82.528 Immaterielle Vermögensgegenstände 139 134 163 Sachanlagen 88.563 86.407 82.317 Finanzanlagen 73 54 48 Umlaufvermögen 1.093 1.217 2.467 Vorräte 111 113 103 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 841 1.030 2.256 Kasse, Bankguthaben, Schecks 141 74 108 Rechnungsabgrenzungsposten 12 141 26 Bilanzsumme 89.880 87.953 85.021 Passiva Eigenkapital 35.302 35.302 35.302 Gezeichnetes Kapital 7.675 7.675 7.675 Kapitalrücklage 27.627 27.627 27.627 Jahresergebnis 0 0 0 Rückstellungen 5.329 3.787 5.234 Verbindlichkeiten 48.368 48.211 43.685 Rechnungsabgrenzungsposten 881 653 800 Bilanzsumme 89.880 87.953 85.021 KÖLNBÄDER GMBH 273 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2019 2020 2021 Umsatzerlöse 15.922 9.834 8.713 Andere aktivierte Eigenleistungen 0 53 0 Sonstige betriebliche Erträge 841 798 1.499 Gesamtleistung 16.763 10.685 10.212 Materialaufwand 10.004 8.362 8.118 Personalaufwand 16.402 14.063 12.585 Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.740 3.599 4.474 EBITDA -13.383 -15.339 -14.965 Abschreibungen 4.445 4.462 4.361 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanz-AV 1 1 1 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des UV 13 10 0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.219 802 752 Sonstige Steuern 302 286 323 Erträge aus Verlustübernahme 19.361 20.898 20.400 Jahresergebnis 0 0 0 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 98,8 98,5 97,1 Abschreibungsquote (in %) 5,0 5,2 5,3 Investitionen (T€) 1 2 612 Investitionsquote (in %) 0,0 0,0 0,7 Eigenkapitalquote (in %) 39,3 40,1 41,5 Pensionsrückstellungen (T€) 782 859 958 Kreditverbindlichkeiten (T€) 32.976 36.232 34.244 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) -20,2 -22,8 -23,1 EBIT (T€) -17.828 -19.801 -19.326 EBITDA (T€) -13.383 -15.339 -14.965 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 332 305 283 KÖLNBÄDER GMBH 274 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Kommunen leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge und ermöglichen es Bürgerinnen und Bürgern in diesem Rahmen, sich sportlich und gesundheitsorientiert zu betätigen. Dazu zählt der Betrieb von Schwimmbädern als Sportstätten für breite gesellschaftliche Kreise und Menschen jeglichen Alters. Mit andauernder Pandemie zeigt sich, wie wichtig solche Orte des städtischen Le- bens für das soziale Miteinander sind. Die KölnBäder haben sich wie soweit möglich darum bemüht, ihre Anlagen für Gäste offen zu halten und angesichts laufend wech- selnder Pandemiebedingungen vor allem so sicher wie möglich zu betreiben. Geschäftsverlauf Der Unternehmensverlust und damit auch die Verlustübernahme durch die Stadt- werke Köln GmbH beträgt 20.400 T€ (Vorjahr 20.898 T€). Der Verlust je Besucher beläuft sich im Berichtsjahr auf 16,95 € (Vorjahr 13,89 €). Die Umsatzerlöse sind mit 8.713 T€ um 1.121 T€ und damit rund 11,4 % niedriger als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1.499 T€, hierin sind Schadensausgleichszahlungen in Höhe von 844 T€. Der Materialaufwand verringerte sich insgesamt um 244 T€ auf 8.118 T€ (Vorjahr 8.362 T€). Der Personalaufwand ist auf 12.585 T€ (Vorjahr 14.063 T€) gesunken. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betragen 4.361 T€ (Vorjahr 4.462 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen er- höhten sich um 875 T€ auf 4.474 T€ (Vorjahr 3.599 T€). Die Erhöhung resultiert ins- besondere aus höheren Anlagenabgängen von 309 T€ (Vorjahr 0 T€) und höheren Prüfungs- und Beratungskosten von 695 T€ (Vorjahr 365 T€). Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die KölnBäder haben neben dem Risiko- auch ein Chancenmanagement im Unter- nehmen implementiert. Beide zusammen dienen als zentrale Planungs- und Steue- rungssysteme. Dabei sieht das Unternehmen interne wie externe Potenziale als Chancen, die sich kurz- und langfristig positiv auf die Geschäftstätigkeit auswirken können. Die daraus abzuleitenden Maßnahmen stimmt die Geschäftsführung im Rahmen der Planung mit dem operativen Bäderbetriebsmanagement ab. Diese Stra- tegie funktioniert seit mehr als 20 Jahren erfolgreich. Die KölnBäder definieren sämtliche Entwicklungen, die sich negativ auf das Errei- chen der Unternehmensziele auswirken können, als Risiken. Das Risikomanage- mentsystem der Gesellschaft konzentriert sich darauf, latent vorhandene Risiken rechtzeitig zu identifizieren und zu analysieren, damit die Gesellschaft gegebenen- falls frühzeitig reagieren kann. Das System erfüllt die gesetzlichen Anforderungen für den Umgang mit bestehenden Unternehmensrisiken und orientiert sich an den Rah- menvorgaben des Stadtwerke Köln Konzerns. Im Geschäftsjahr 2021 konzentrierte KÖLNBÄDER GMBH 275 sich das Risikomanagement der KölnBäder auf das Risiko durch die Corona – Pan- demie. Im Geschäftsjahr 2021 meldete die Geschäftsführung der KölnBäder GmbH regelmäßig die Ergebnisveränderung aufgrund der Corona – Pandemie im Rahmen des Risikomanagements. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die KölnBäder haben sich in den Jahren ihres Bestehens stetig weiterentwickelt und ihr Angebot an den Bedürfnissen ihrer Kunden orientiert. In vielerlei Hinsicht sind die Angebote in den Bädern erheblich attraktiver und zeitgemäßer geworden. In den kommenden Jahren gilt es, dieses zukunftsfähige Bäderkonzept fortzuschreiben, be- stehende Angebote weiter zu optimieren und neue zu entwickeln. Die KölnBäder werden insofern weiterhin in den Erhalt und die Modernisierung ihrer Einrichtungen investieren. Für das geplante Kids-Spa im Zollstockbad sind Ausgaben in Höhe von 1,1 Mio. € geplant. Für diese Maßnahme wurde ein Förderantrag im Rahmen des „In- vestitionspakets zur Förderung von Sportstätten“ gestellt und seit dem 16. Juni 2021 liegt ein Zuwendungsbescheid vor. Im Jahr 2022 sollen die Ausführungsplanungen für den Wassererlebnis- und Pädagogikbereich für Kleinkinder beginnen. Für die Neuausrichtung der Bereiche Sauna und Fitness des Agrippabades ist ein In- vestitionsvolumen in Höhe von 9,0 Mio. € vorgesehen. In der ersten Jahreshälfte 2022 sollen das Bauprogramm und der Kostenrahmen der Sanierungsplanung fest- gelegt sowie die Planungsleistungen ausgeschrieben werden. Für den Neubau der Schrägfassade des Agrippabades werden 11,2 Mio. € kalkuliert. Im ersten Quartal 2022 soll der Bauantrag für den Neubau der Schrägfassade eingereicht und die Aus- schreibung der Planungsleistungen vorbereitet werden. Auf dem ehemaligen Gelände der Sauna des Wahnbades ist die Errichtung einer schwimmpädagogisch ausgerichteten Kita mit dem Ziel der Übertragung des Betriebs an einen zuverlässigen und erfahrenen Kita-Betreiber unter Einbindung in die Schwimm- und Kursangebote des Wahnbades geplant. Hierfür sind Gesamtinvestiti- onen in Höhe von 5,1 Mio. € vorgesehen. Im Geschäftsjahr 2022 erwartet die KölnBäder GmbH einen Verlust in Höhe von 20,6 Mio. €. In diese Prognose sind mögliche Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht eingeflossen. Das derzeitige Infektionsgeschehen lässt nicht vermuten, dass bei- spielsweise erneute Kapazitätsbeschränkungen notwendig werden oder es zur Schließung von Einrichtungen kommt. Für die Jahre 2023 bis 2025 ist jeweils mit ge- ring sinkenden Unternehmensverlusten zu rechnen. KÖLNMUSIK BETRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFT MBH 276 KÖLNMUSIK BETRIEBS- UND SER VIC EGESELLSCHAFT MBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Bischofsgartenstr. 1 50667 Köln Kontakt 0221 204080 www.koelner-philharmonie.de Gründungsdatum 26.08.1985 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 284.950 € Gesellschafter Stadt Köln 89,93% Westdeutscher Rundfunk 10,07% Tochterunternehmen ACHTBRÜCKEN GmbH 49,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens sind der Betrieb des zur vielfältigen, an den Interes- sen aller Bevölkerungskreise orientierten Nutzung errichteten Konzertsaals der Stadt Köln „Kölner Philharmonie“ und die Erbringung der damit verbundenen Serviceleis- tungen sowie die Durchführung von Veranstaltungen außerhalb der "Kölner Philhar- monie". ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Louwrens Langevoort Aufsichtsrat Frau Henriette Reker (OB) Vorsitzende*r Herr Dr. Ralph Elster (MdR) stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Valerie Weber stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Prof. Hans-Georg Bögner Herr Stefan Charles (Bg) (ab 01.10.2021) Frau Susanne Laugwitz-Aulbach (bis 31.08.2021) Herr Knut Lennart Scholz Frau Brigitta von Bülow (MdR) KÖLNMUSIK BETRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFT MBH 277 ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG West-Rhein-Treuhand GmbH FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Betriebskostenzuschuss 6.634 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 11.471 6.679 4.673 Jahresergebnis (T€) -5.532 -5.428 -6.634 Eigenkapital (T€) 2.990 3.212 2.275 Bilanzsumme (T€) 11.520 8.554 9.946 Investitionen (T€) 1.045 957 526 Verbindlichkeiten (T€) 7.254 3.953 6.228 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 59 59 60 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Entwicklung der Branche Auch das Jahr 2021 war von der anhaltenden COVID-19-Pandemie geprägt. Auch wenn sich die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr nach den Berechnungen des sta- tistischen Bundesamtes um 2,7 % erholt hat, konnte das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht werden. Fast alle Wirtschaftsbereiche konnten trotz des andauernden Infekti- onsgeschehens und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen aufholen. Vergli- chen mit dem Vorkrisen-Wert aus 2019 lag das BIP gegenüber 2019 um 2 % niedri- ger. In ihrer in 2021 erschienen Studie „German Entertainment and Media Outlook 2021- 2025“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC rechnet die Gesellschaft mit durch- schnittlichen Wachstumsraten von 4,5 % pro Jahr bis 2025 für den deutschen Medi- enmarkt. Für das Jahr 2021 erwartet PwC vor dem Hintergrund der Stabilisierung der pandemischen Lage eine Steigerung von 104,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dem wird das Vorkrisenniveau voraussichtlich erst im Jahr 2024 erreicht werden kön- nen. KÖLNMUSIK BETRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFT MBH 278 Diese Erwartungen wurden vor Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine sowie den eingeleiteten Sanktionen gegen Russland getroffen. Die Auswir- kungen auf die Wirtschaft und der Musikbranche sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Veranstaltungsentwicklung Die Corona-Pandemie hatte in 2021 weiterhin große Auswirkungen für die Bespie- lung der Kölner Philharmonie. Aufgrund der sich permanent und kurzfristig ändern- den Corona-Schutz-Verordnungen war das Jahr weiterhin von Änderungen, Umpla- nungen, Absagen von Konzerten geprägt. Eine Planbarkeit eines Spielbetriebes war auch in diesem Jahr nicht möglich. Auch der Aufwand für die Konzertveranstaltun- gen, die stattfinden konnten, war aufgrund der geforderten strengen Hygiene-Schutz- konzepte sehr personal- und kostenintensiv. Nachfolgende Einschränkungen be- stimmten den Spielbetrieb für das Jahr 2021: Zeitraum 2021 Sitzplatzkapazität Kölner Philhar- monie Einschränkungen 2.195 Normalkapazität Jan - Mai - Spielbetrieb behördlich untersagt Juni 250 Mindestabstand Besucher 1,5 m im Schachbrett- muster & Rückverfolgbarkeit Besucher Juli - Aug 936 Mindestabstand Besucher 1,5 m im Schachbrett- muster & Rückverfolgbarkeit Besucher Sep 2.195 3G & Rückverfolgbarkeit Besucher Okt - Nov 1.738 3G & Rückverfolgbarkeit Besucher Dez 1.358 2G & Rückverfolgbarkeit Besucher ab 27.12. 750 2G & Rückverfolgbarkeit Besucher Im Jahr 2021 setzte die KölnMusik zusammen mit den Hausorchestern vermehrt auf das Konzert-Streaming unter seiner Marke philharmonie.tv. Online wurde im Ge- schäftsjahr eine Vielzahl von Konzerten Online als Video-Streaming angeboten. Im Geschäftsjahr 2021 wurden in der Kölner Philharmonie 145 Veranstaltungen – teils als Doppelkonzerte an einem Tag - durchgeführt, davon 75 KölnMusik-Veranstal- tungen (Vorjahr: 170, 2019: 429 Veranstaltungen, davon 81, 2019: 194 KölnMusik- Veranstaltungen) inklusive 0 Philharmonie Lunch-Veranstaltungen (Vorjahr: 6, 2019: 30 Veranstaltungen) und 5 Koproduktionen (Vorjahr: 5, 2019: 8). Durch die erneute der Schließung der Kölner Philharmonie von Januar bis Mai 2021 mussten für diesen Zeitraum alle verkauften Eintrittskarten rückabgewickelt werden. Die Abonnements der KölnMusik-Veranstaltungen für die Spielzeit 2020/2021 wurden für das Jahr 2021 aufgrund der sich laufend ändernden Corona-Schutz-Verordnungen nicht aufgelegt. Ab Oktober 2021 wurden für die zweite Spielzeithälfte (Januar bis Juni 2022) anteilig Abonnements in den Verkauf gegeben. KÖLNMUSIK BETRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFT MBH 279 Unternehmensrisiko Die zurzeit noch bestehende Corona-Pandemie in Deutschland birgt weiterhin Risi- ken auf das Geschäftsergebnis der Gesellschaft. Sollten neue Virus-Varianten mit er- heblichen Ansteckungsgefahren auftreten, könnten die zurzeit aufgehobenen behörd- lichen Verordnungen wieder in Kraft gesetzt werden, die zu erheblichen Einschrän- kungen des Veranstaltungsbetriebes bis hin zur Einstellung des Spielbetriebes füh- ren. Derzeit nicht absehbar ist der Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Uk- raine. Sollten die bisher eingeleiteten und zukünftige Sanktionen gegen Russland er- heblichen Einschränkungen im Konsumverhalten in Deutschland mit sich bringen, könnte dies auch nachhaltige Auswirkungen auf den Umsatz der Gesellschaft mit sich bringen. Der Fortbestand des Unternehmens ist nur gesichert, wenn die jährlich anfallenden Jahresfehlbeträge durch die Gesellschafter aufgefangen werden. Insbesondere durch die Corona-Krise zusätzlich entstehende Verluste müssen durch staatliche Stellen und weiteren Hilfsprogrammen für die Veranstaltungsbranche entwickelt und ausgebaut werden, damit die Kultur die Pandemie überstehen kann. Gesamtwirtschaftliches Branchenrisiken Konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft, insbesondere durch die Corona- Krise und den Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine können das Geschäft durch verändertes Konsumverhalten der Besucher beeinflussen und sich sowohl positiv als auch negativ auf Umsatz und Unternehmensergebnis auswir- ken. Durch den langen Verzicht auf Kulturveranstaltungen kann sich das Umsatzer- gebnis in den nächsten Jahren positiv auswirken. ACHTBRÜCKEN GMBH 280 ACHTBRÜC KEN GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Bischofsgartenstr. 1 50667 Köln Kontakt 0221 204080 www.achtbruecken.de Gründungsdatum 22.07.1991 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 26.000 € Gesellschafter Stadt Köln 51,00% KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft mbH 49,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Erarbeitung der künstlerischen, wirtschaftli- chen und organisatorischen Konzeption sowie die Durchführung eines Musikfestivals. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Louwrens Langevoort Aufsichtsrat Frau Henriette Reker (OB) Vorsitzende*r Herr Dr. Ralph Elster (MdR) stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Valerie Weber stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Prof. Hans-Georg Bögner Herr Stefan Charles (Bg) (ab 01.10.2021) Frau Susanne Laugwitz-Aulbach (bis 31.08.2021) Herr Knut Lennart Scholz Frau Brigitta von Bülow (MdR) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. ACHTBRÜCKEN GMBH 281 JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG West-Rhein-Treuhand GmbH FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Betriebskostenzuschuss Stadt Köln 450 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 799 343 715 Jahresergebnis (T€) -493 -228 -421 Eigenkapital (T€) 243 465 494 Bilanzsumme (T€) 395 533 565 Investitionen (T€) 0 0 0 Verbindlichkeiten (T€) 109 42 39 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 4 4 4 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Veranstaltungsentwicklung Unter dem Titel »Kosmos | Comic« sollte vom 17. März bis 28. März und vom 30. Ap- ril bis 09. Mai 2021 die elfte Ausgabe des Musikfestivals ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie und des damit einhergehenden be- hördlich angeordneten Veranstaltungsverbotes wurden alle Veranstaltungen für das Publikum abgesagt. Von den ursprünglich geplanten 47 Veranstaltungen der Festivalausgabe konnten 27 als Stream realisiert und somit 13 der größtenteils vom Festival beauftragten Kompo- sitionen uraufgeführt werden. Die produzierten Streams wurden dem Publikum auf Abruf kostenlos auf der Homepage zur Verfügung gestellt. Die Erwartungen an die Auslastung der digitalen Konzerte wurden weit übertroffen. Die Gesellschafter haben beschlossen, das Festival für das Jahr 2021 mit insgesamt 450 T€ zu finanzieren. In der Sitzung am 23.03.2021 hat der Rat der Stadt Köln be- schlossen, der ACHTBRÜCKEN GmbH zur Durchführung des Musikfestivals "ACHT- BRÜCKEN Musik für Köln" in den Jahren 2022 bis 2024 folgende Betriebskostenzu- schüsse zu gewähren. 2022: T€ 415,8 2023: T€ 413,8 2024: T€ 421,5 ACHTBRÜCKEN GMBH 282 Unternehmensrisiko Der Fortbestand des Unternehmens ist nur gesichert, wenn die jährlich anfallenden Jahresfehlbeträge durch die Gesellschafter aufgefangen werden. Weitere Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Gesamtwirtschaftliches Branchenrisiken Konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft können das Geschäft durch ver- ändertes Konsumverhalten der Besucher beeinflussen und sich sowohl positiv als auch negativ auf Umsatz und Unternehmensergebnis auswirken. Liquiditätsrisiko Ein Risiko würde sich ergeben, wenn die Liquiditätsreserven für die zeitgerechte Er- füllung der finanziellen Verpflichtungen nicht mehr ausreichen. Zur Deckung des Ka- pitalbedarfs stehen grundsätzlich die flüssigen Mittel von 441 T€ zur Verfügung. Das Risiko wird daher als gering eingestuft. Bei planmäßigem Verlauf der Geschäftsentwicklung ergibt sich im Verlauf des Ge- schäftsjahres weder eine Zahlungsunfähigkeit noch eine Überschuldung. AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT/KÖLN GGMBH 283 AKADEM IE D ER KÜNSTE D ER WELT /KÖLN GGMBH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Im Mediapark 7 50670 Köln Kontakt 0221 3377480 www.adkdw.org Gründungsdatum 02.07.2012 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 25.000 € Gesellschafter Stadt Köln 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist die Etablierung und der Betrieb der Kultureinrich- tung „Akademie der Künste der Welt, Köln“, die das zeitgenössische internationale und insbesondere außereuropäische Kulturangebot der Stadt Köln fördert. Zur Errei- chung dieses Zwecks kann das Unternehmen Kongresse für die Mitglieder der Aka- demie durchführen, Veranstaltungsprogramme, insbesondere in Kooperation mit Kul- tureinrichtungen, in Köln entwickeln und organisieren sowie Stipendien an ausländi- sche Künstlerinnen und Künstler, Theoretikerinnen und Theoretiker, Kritikerinnen und Kritikern sowie Kuratorinnen und Kuratoren für einen Aufenthalt in Köln vergeben. Im Rahmen der vorgenannten Betätigungen die Etablierung und der Betrieb einer Ju- gendakademie zur kulturellen Bildung Jugendlicher aus dem Raum Köln. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Frau Imke Itzen (bis 31.07.2021) Herr Jörg Streichert (ab 01.08.2021) AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT/KÖLN GGMBH 284 Aufsichtsrat Frau Dr. Eva Bürgermeister Vorsitzende*r Frau Bärbel Hölzing (MdR) stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Stefan Charles (Bg) (ab 01.09.2021) Herr Dr. Ralph Elster (MdR) (bis 06.05.2021) Frau Maria Helmis (MdR) Herr Jörg Kobel Frau Susanne Laugwitz-Aulbach (bis 31.08.2021) Herr Janning Trumann (ab 07.05.2021) Herr Thomas Welter (MdR) Frau Brigitta von Bülow (MdR) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Betriebskostenzuschuss 1.000 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 1.072 1.084 1.288 Jahresergebnis (T€) -253 38 125 Eigenkapital (T€) 59 97 222 Bilanzsumme (T€) 356 420 383 Investitionen (T€) 4 5 2 Verbindlichkeiten (T€) 52 106 59 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 9 12 12 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Die Akademie der Künste der Welt (ADKDW) ist eine GmbH. Zweck der Gesellschaft ist es, zeitgenössische außereuropäische künstlerische Positionen in Köln zu präsen- tieren und den interkulturellen Dialog in der Stadt zu fördern. Die ADKDW initiiert, produziert und organisiert Veranstaltungen und Ausstellungen in unterschiedlichen künstlerischen und diskursiven Sparten und betreibt ein Stipendienprogramm. Bei AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT/KÖLN GGMBH 285 den 23 Mitgliedern der ADKDW handelt es sich um internationale Künstler*innen, Ku- rator*innen, Autor*innen und Kulturwissenschaftler*innen. Die Mitglieder geben den Orientierungsrahmen für das künstlerische Programm der ADKDW und wählen eine künstlerische Leitung aus ihrer Mitte. Auch das Geschäftsjahr 2021 der ADKDW war ganzjährig mehr oder weniger stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Geschäftsverlauf Bis zum 31.12.2021 war das ADKDW-Mitglied Madhusree Dutta als künstlerische Leiterin für die inhaltliche Arbeit der ADKDW zuständig. In der ersten Hälfte des Jah- res 2021 wurde ein besonderer Fokus auf das Projekt „Geister, Spuren, Echos: Ar- beiten in Schichten“ und sein Begleitprogramm gelegt und die wichtige Auseinander- setzung mit diesem vielschichtigen Themenbereich fortgeführt. Insgesamt vereinte das Projekt forschungsbasierte künstlerische Arbeiten zu unterschiedlichen Ge- schichten über Arbeit – in Köln und im Ruhrgebiet. Daran anschließend lancierte die Akademie der Künste der Welt im Sommer 2021 mit HANDS: an art campaign mehr als eine Ausstellung: Es handelte sich um den Versuch, Taktilität und Interaktion zu- rück ins öffentliche Leben zu bringen. Kunst fungierte dabei als eine Art Inkubator, um soziale Wunden zu heilen und dem Gefühl der Isolation entgegenzuwirken. Mit dem Jahresende 2021 nahm die ADKDW die Tätigkeit des Residency wieder auf und hatte das Künster*innen-Duo Kinda Hassan und Mohammad Shawky Hassan zu Gast. Ein weiterer Teil des Residency-Programms startete in der zweiten Jahres- hälfte 2021 mit der Künstler*in / Performer*in Elle Fierce. Mittels Workshops, kleine- ren Veranstaltungen und einem Event zum Jahresabschluss gelang schon zu Beginn eine erfolgreiche Vernetzung mit jungen lokalen Communities; in diesem Fall zudem in einem LGTBQ-Kontext. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die ADKDW wird aus öffentlichen Geldern gefördert, deren Bereitstellung aus lang- fristigen Beschlüssen resultiert. Die ADKDW konnte künstlerische Projekte durchfüh- ren und Ideen ihrer internationalen Mitglieder in Köln umsetzen. Im Jahr 2021 konn- ten 139.329 € an Fördermitteln vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der RheinEnergieStiftung Kultur und von der Kul- turstiftung des Bundes akquiriert werden. Die Gesamterträge betragen im Geschäfts- jahr 2021 1.295.201 T€. Demgegenüber belaufen sich die Gesamtaufwendungen auf 1.170.602 T€, so dass sich im Jahr 2021 ein Jahresüberschuss von 124.599 T€ ergibt. Der Fortbestand des Unternehmens ist gesichert, wenn die Stadt Köln die ADKDW weiterhin mit einem entsprechenden jährlichen Betriebskostenbeitrag ausstattet. Da die ADKDW gemeinnützig organisiert ist und nur geringe Einnahmen über das Ticke- ting von der ADKDW erzielt werden, sind Risiken, die durch ein konjunkturabhängi- ges Konsumverhalten der Besucher auftreten können, als minimal einzuschätzen. AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT/KÖLN GGMBH 286 Grundsätzlich ist die Drittmittelakquise ein nicht steuerbarer Faktor in der Finanzierung in der ADKDW, da nahezu alle Anträge projektspezifisch sowie nicht über einen länge- ren Zeitraum gestellt werden und der Erfolg jeweils von Jury-Entscheidungen abhängig ist. Zur Deckung der kurzfristigen Verpflichtungen stehen grundsätzlich die flüssigen Mittel in Höhe von 349 T€ am Bilanzstichtag zur Verfügung. Das kurzfristige Risiko wird daher als gering eingestuft. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Die langfristige Planung mit der neuen künstlerischen Leitung bringt die Möglichkeit sich frühzeitig und ausführlich über inhaltliche Ziele auszutauschen und eine Kommu- nikationsstrategie für die gesamte ADKDW zu entwickeln. Generell hat die ADKDW das Ziel, noch mehr Sichtbarkeit zu erlangen und insgesamt sowohl auf verbesserte Weise in die Kölner Stadtgesellschaft hineinzuwirken als auch den internationalen Austausch weiter zu entwickeln. AG ZOOLOGISCHER GARTEN 287 AG Z OOLOGISCHER GART EN FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Riehler Str. 173 50735 Köln Kontakt 0221-7785 101 www.koelnerzoo.de Gründungsdatum 17.08.1859 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Aktien 139.500 € (4.500 Stücke) Aktionäre Stadt Köln 88,11% Kleinaktionäre Zoo 11,80% Eigene Anteile 0,09% Tochterunternehmen Kölner Zoo Shop GmbH 100,00% ZOO-Gastronomie GmbH 100,00% AG Zoologischer Garten 0,09% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand der Gesellschaft ist die Anlage und Unterhaltung eines Zoologischen Gartens in Köln. Allen Volkskreisen soll auf diese Weise Gelegenheit verschafft wer- den, Tiere und Pflanzen möglichst vieler Arten besichtigen zu können, um hierdurch die Kenntnisse der Naturwissenschaften, insbesondere der Tier- und Pflanzenkunde, zu vertiefen. Innerhalb dieser Grenzen ist die Gesellschaft zu allen Geschöften und Massnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig o- der zweckmässig erscheinen, hierzu gehört auch der Erwerb und Verkauf von Grund- vermögen, Errichtung geeigneter Gebäude für einen Gastwirtschaftsbetrieb, Beteili- gung an Unternehmen gleicher oder verwandter Art sowie der Abschluss von Intres- sensgemeinschaftsverträgen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Vorstand Herr Prof. Theo Pagel Vorsitzende*r Herr Christopher Landsberg AG ZOOLOGISCHER GARTEN 288 Aufsichtsrat Herr Dr. Ralf Heinen (MdR) (bis 02.03.2021) Vorsitzende*r Herr Dr. Ralf Unna (MdR) Vorsitzende*r Herr Dr. Joachim Bauer 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Peter Zwanzger 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Monika Assenmacher Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger (MdR) (bis 02.03.2021) Frau Anna-Maria Henk-Hollstein (MdR) (ab 03.03.2021) Frau Monika Möller (bis 02.03.2021) Frau Erika Oedingen (MdR) (ab 03.03.2021) Frau Monika Roß-Belkner (MdR) (bis 02.03.2021) Herr Robert Schallehn (MdR) (ab 03.03.2021) Frau Andrea (Claudia) Schröder (ab 03.03.2021) Herr Murat Zengin ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Betriebskostenzuschuss 5.026 - davon: Corona-Zuschuss 1.500 - Investitionskostenzuschuss 138 - Bürgschaft (zum 31.12.) 13.456 - Kapitalzuführung (Südamerikahaus) 1.000 AG ZOOLOGISCHER GARTEN 289 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 20.541 17.568 20.875 Jahresergebnis (T€) 170 -2.077 2.051 Eigenkapital (T€) 18.193 23.318 26.372 Bilanzsumme (T€) 37.849 43.532 44.225 Investitionen (T€) 3.697 1.038 4.735 Verbindlichkeiten (T€) 17.440 16.228 15.273 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 159 157 165 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb eines Zoologischen Gartens in Köln, in dem die Tiere nach neuestem Stand tiergärtnerischer Kenntnisse gehalten werden. Auch wenn der Kölner Zoo über einen wissenschaftlichen Auftrag verfügt, gelten für den Zoo im Wesentlichen die gleichen Rahmenbedingungen, wie für die Freizeitbran- che. Daher ist der Zoo vor allen an Wochenenden, an Feiertagen und in den Ferien auf gutes Wetter angewiesen. Wettbewerber sind andere Freizeiteinrichtungen wie bspw. Freizeitparks, Indoor-Hallen oder Schwimm- und Spaßbäder sowie Saunen mit ihren vielfältigen Wellnessangeboten. Daneben konkurriert der Zoo mit weiteren Frei- zeitangeboten wie bspw. Sport- und Konzertveranstaltungen, Flohmärkten, Straßen- festen und verlängerten Ladenöffnungszeiten, vor allem an Sonntagen. Geschäftsverlauf 2021 Das Berichtsjahr 2021 war erneut von den zur Eindämmung der Corona-Pandemie angeordneten Einschränkungen und Schließungen geprägt. Ein Drittel des Jahres musste der Zoo geschlossen bleiben. Danach herrschten Besucherzahl-beschrän- kungen, was die Möglichkeiten zur Umsatzerzielung weiter einschränkte. Bauprojekte konnten trotz den durch die Corona-Pandemie verursachten Einnahmeausfällen und Beschränkungen, planmäßig durchgeführt werden. Neben den in 2021 erzielten Um- satzerlöse trugen vor allem die erhaltenen Corona-Sonderzahlungen des Bundes, das Vorjahr betreffend, als auch die Sonderzuwendung der Stadt Köln sowie gesun- kene Gesamtkosten dazu bei, dass ein Jahresüberschuss von 2.051 T€ erzielt wer- den konnte, mit dem der Jahresfehlbetrag des Vorjahres von -2.077 T€ nahezu wie- der ausglichen wurde. Chancen und Risiken Derzeit bestehen keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens substantiell ge- fährden. Die Gesellschaft ist von Branchenrisiken und konjunkturellen Risiken wei- testgehend unabhängig. Der Krieg in der Ukraine hat jedoch auch Auswirkungen auf AG ZOOLOGISCHER GARTEN 290 den Zoo, vor allem im Bereich von Energie- und Materialbeschaffungskosten. Die In- flation kann zudem negative Auswirkungen auf das Besucheraufkommen haben. Eine geplante Preiserhöhung kann sich sowohl positiv wie negativ auf die Umsätze des Zoos auswirken. Zudem ist der Zoo stark witterungsabhängig, was sich ebenfalls stets unmittelbar auf das Besucheraufkommen und damit auf die Umsatzerlöse aus- wirkt. Als Chance betrachtet der Zoo das zunehmende Bewusstsein in der Bevölke- rung für den Natur- und Artenschutz und den Wunsch vieler Menschen, Tieren mög- lichst nahe zu sein. Aus diesem Grund arbeitet der Zoo stetig daran, die Tierhaltung zu optimieren und dadurch gleichzeitig die Attraktivität des Zoos weiter zu steigern. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Aus den zuvor dargelegten Gründen geht der Zoo von weiter leicht steigenden Besu- cherzahlen und damit auch von höheren Einnahmen aus. Mit sinkenden Corona Prä- ventionsmaßnahmen dürfen wieder vermehrt Besucher in den Zoo kommen, was die Möglichkeit der Umsatzerzielung erhöht. Die Baumaßnahmen können weiter voran- getrieben und das Artenschutz-Engagement des Zoos weiter ausgebaut werden. Auf diese Weise hofft der Zoos erfolgreich und zukunftsfähig zu bleiben ZOO-GASTRONOMIE GMBH 291 ZOO-GASTRON OMIE GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Riehler Str. 173 50735 Köln Kontakt 0221 767574 www.koelnerzoo.de Gründungsdatum 24.11.2003 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 25.000 € Gesellschafter AG Zoologischer Garten 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand der Gesellschaft ist die Bewirtschaftung von Gastronomiebetrieben und Verkaufsgeschäften auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln mit Ausnahme des von der Zoo-Service GmbH betriebenen Souvenirshops. Das Unternehmen ist Hilfsbetrieb der AG Zoo und dient der preisgünstigen Beköstigung und Versorgung der Besucher des Zoologischen Gartens Köln mit Bedarfsgegenständen. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Christopher Landsberg Herr Thomas Schwiertz JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ZOO-GASTRONOMIE GMBH 292 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 4.954 2.670 3.797 Jahresergebnis (T€) 195 -276 -92 Eigenkapital (T€) 1.554 1.278 1.186 Bilanzsumme (T€) 4.762 4.098 4.538 Investitionen (T€) 291 147 404 Verbindlichkeiten (T€) 3.067 2.779 3.016 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 102 48 52 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist die Bewirtschaftung sämtlicher Gastro- nomiebetriebe auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln. Schwerpunkt der Gesellschaft ist die Bewirtung der Besucher des Kölner Zoos. Somit ist der wirtschaftliche Rahmen im Wesentlichen von den Besucherzahlen im Kölner Zoo geprägt. Im weiteren Geschäftsbereich, der Durchführung von privaten und ge- schäftlichen Events, gelten für die Gesellschaft die gleichen Rahmenbedingungen wie für andere regionale Eventanbieter. Geschäftsverlauf 2021 Der Geschäftsverlauf war durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona Pan- demie geprägt. Veranstaltungen konnten während des gesamten Jahres nur in sehr geringem Umfang realisiert werden. Zwar hat sich nach Wiedereröffnung des Zoos das Tagesgeschäft aufgrund der verbesserten Besucherzuspruchs deutlich erholt, dennoch führten die verordneten Einschränkungen zu einem Jahresfehlbetrag. Chancen und Risiken Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen derzeit nicht. Die Gesellschaft ist von Branchenrisiken und konjunkturellen Risiken weitestgehend un- abhängig. Das hängt damit zusammen, dass die Zoo Gastronomie GmbH ihr Ge- schäft im Wesentlichen auf dem Zoogelände betreibt. Insofern ist die Gesellschaft aber stark von den Besucherzahlen des Kölner Zoos abhängig. Das Risiko, ob und inwieweit sich der Krieg in der Ukraine negativ auf die Besucherzahlen im Kölner Zoo bzw. auf das Konsumverhalten der Besucher auswirken wird, ist nur schwer ein- schätzbar. Grundsätzlich wirkt sich die Entwicklung der Besucherzahlen im Kölner Zoo unmittelbar positiv, wie auch negativ auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus. In Hinblick auf das Eventgeschäft verfügt die Gesellschaft über ein Alleinstellungs- merkmal als einzigartige Eventlocation auf dem Gelände des Kölner Zoos. Darin liegt weniger ein Risiko, als vielmehr die Chance, dieses Geschäftsfeld über eine inten- sive Vermarktung weiter auszubauen. ZOO-GASTRONOMIE GMBH 293 Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Die weiteren Folgen aus den derzeitigen geopolitischen Entwicklungen sind schwer zu beziffern. Mit dem Wegfall der Corona Beschränkungen hat jedoch die Nachfrage wieder merklich angezogen. Die Gesellschaft blickt deshalb besonders im Bereich der Veranstaltungen wieder optimistischer in die Zukunft. Mit der geplanten Eröffnung der Villa und dem neuen Imbiss „Chiperman´s“ im kommenden Geschäftsjahr, wird die Gastronomie GmbH um zwei weitere Attraktion reicher sein. KÖLNER ZOO SHOP GMBH 294 KÖLNER ZOO SHOP GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Riehler Str. 173 50735 Köln Kontakt 0221-7785 218 www.koelnerzooshop.de Gründungsdatum 03.02.1993 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 26.000 € Gesellschafter AG Zoologischer Garten 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Souvenir-Shops auf dem Ge- lände des Zoologischen Gartens Köln als Hilfsbetrieb der AG Zoologischer Garten Köln. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Thorsten Hoenen Herr Christopher Landsberg JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KÖLNER ZOO SHOP GMBH 295 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 948 662 1.440 Jahresergebnis (T€) 19 -28 166 Eigenkapital (T€) 185 157 322 Bilanzsumme (T€) 280 208 590 Investitionen (T€) 8 20 34 Verbindlichkeiten (T€) 58 17 155 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 16 13 31 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb von Souvenir- und Ge- schenkartikelshops auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln. Die Gesellschaft vertreibt fast ausschließlich Souvenir, Foto- und Geschenkartikel auf dem Gelände des Kölner Zoos. Somit ist der wirtschaftliche Rahmen im Wesentli- chen von den Besucherzahlen im Kölner Zoo geprägt. Geschäftsverlauf 2021 Der Shop konnte im Jahr 2021 trotz der erneuten Schließung des Zoos und der Shops aufgrund der Corona- Pandemie bis Mitte Mai 2021 (nach zwischenzeitlicher Wiedereröffnung am 12. März 2021) in der zweiten Jahreshälfte einen positiven Ge- schäftsverlauf verzeichnen. Dazu hat auch die erstmals zum Jahreswechsel 2021/2022 durchgeführte „Christmas Garden“ Veranstaltung beigetragen sowie wei- tere Veranstaltungen und Events, die im zweiten Halbjahr 2021 auf dem Gelände des Zoos stattgefunden haben. Außerdem konnte die Gesellschaft durch die Übernahme des Fotografie Geschäfts sich einen weiteren Bereich der Umsatzerzielung erschlie- ßen. Trotz insgesamt höherer Aufwendungen wurde ein deutlich positives Jahreser- gebnis erzielt. Chancen und Risiken Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen derzeit nicht. Die Gesellschaft ist von Branchenrisiken und konjunkturellen Risiken weitestgehend un- abhängig. Das hängt damit zusammen, dass die Kölner ZooShop GmbH ihr Geschäft im Wesentlichen auf dem Zoogelände betreibt. Insofern ist die Gesellschaft aber stark von den Besucherzahlen des Kölner Zoos abhängig. Die Entwicklung der Besu- cherzahlen im Kölner Zoo wirken sich daher unmittelbar positiv, wie auch negativ auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus. Als Chance betrachtet die Gesellschaft die erneut geplante Durchführung der „Christmas Garden“ Veranstaltung. KÖLNER ZOO SHOP GMBH 296 Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten Für das laufende Geschäftsjahr wird ein stabiler Geschäftsverlauf erwartet. Inwieweit sich der Krieg in der Ukraine auf die Umsatzentwicklung auswirkt, ist schwer abseh- bar. Ggf. ist mit Lieferschwierigkeiten einzelner Händler und Produkten zu rechnen, ebenso mit Preisanpassungen der Handelswaren. KÖLNER SPORTSTÄTTEN GMBH 297 KÖLNER SPORT ST ÄTTEN GM BH FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Aachener Str. 999 50933 Köln Kontakt 0221 71616150 www.koelnersportstaetten.d e Gründungsdatum 05.12.1958 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 4.600.000 € Gesellschafter Stadt Köln 100,00% UNTERNEHMENSGEGENSTAND Die Errichtung, die Unterhaltung und der Betrieb sowie die an den Interessen aller Bevölkerungskreise orientierte Bereitstellung und Vermarktung von Sporteinrichtun- gen, insbesondere eines multifunktionalen Stadions für soziale und kulturelle Veran- staltungen in Köln-Müngersdorf (Hauptkampfbahn), des Albert-Richter-Radstadions, des Reit- und Baseballstadions, des Südstadions (Hauptkampfbahn), des Sportpar- kes Höhenberg (Hauptkampfbahn), und der öffentlichen Golfanlage Roggendorf/ Thenhoven. Die Gesellschaft übernimmt die Durchführung sportlicher, kultureller und unterhalten- der Veranstaltungen sowie die Förderung des Amateursports im Rahmen der gege- benen Möglichkeiten. ORGANE DER GESELLSCHAFT Geschäftsführung Herr Lutz Wingerath Herr Gerhard Reinke KÖLNER SPORTSTÄTTEN GMBH 298 Aufsichtsrat Herr Franz Philippi (MdR) Vorsitzende*r Herr Henk van Benthem (MdR) (ab 21.01.2021) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Maximilian Arntz Herr Ulrich Breite (MdR) Herr Olivier Fuchs Herr Eric Haeming (MdR) Herr Ralf Klemm (MdR) Herr Manfred Richter (MdR) Frau Ursula Schlömer (MdR) Frau Elke Schroeder Herr Felix Schulte Herr Oliver Seeck (MdR) Herr Robert Voigtsberger (Bg) (ab 17.09.2021) Herr William Wolfgramm (Bg) (bis 16.09.2021) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Verlustübernahme 5.470 - Investitionskostenzuschuss Stadt Köln 1.200 - Bürgschaften (zum 31.12.) 60.578 - Gesellschafterdarlehen (zum 31.12.) 2.300 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 15.529 13.921 10.592 Jahresergebnis (T€) -3.926 -5.684 -5.160 Eigenkapital (T€) 34.022 34.937 35.247 Bilanzsumme (T€) 105.953 105.889 102.285 Investitionen (T€) 512 3.372 2.881 Verbindlichkeiten (T€) 69.670 67.610 61.357 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 34 33 32 KÖLNER SPORTSTÄTTEN GMBH 299 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Grundlage der unternehmerischen Tätigkeiten der Gesellschaft sind der Betrieb und die Vermarktung von sechs Sportstätten mit Schwerpunkt RheinEnergieSTADION. Neben den Spielen des Hauptmieters 1. FC Köln wird das RheinEnergieSTADION auch für weitere Fußball-Großveranstaltungen genutzt, wie z.B. das jährlich stattfin- dende DFB-Pokalfinale der Frauen sowie für Länderspiele der Herren Nationalmann- schaft. Weiterhin finden regelmäßig Konzerte und das jährlich stattfindende Weih- nachtssingen im RheinEnergieSTADION statt. Geschäftsverlauf Insgesamt wurde auch das Geschäftsjahr 2021 von der Corona-Pandemie geprägt. Der operative Verlust in 2021 beträgt –5.159 T€ und weicht damit um 523 T€ vom Er- gebnis 2020 ab. Im Jahr 2021 hat die Gesellschafterin einen Betrag in Höhe von 5.470 T€ (Vorjahr 6.600 T€) im Rahmen der Verlustübernahme zur Verfügung gestellt und damit Umsatzverluste aus der Unterbrechung des Spielbetriebs und den Ver- schiebungen von Konzertveranstaltungen auf Grund der Corona-Pandemie aufgefan- gen. Das DFB-Pokalfinale der Frauen fand am 30.05.2021 ohne Zuschauer statt. Nach der Sommerpause kehrten dann im August zur Hinrunde 2021/2022 die Zu- schauer ins RheinEnergieSTADION im Sonderspielbetrieb zurück. Die Corona-Pandemie wirkte sich stark auf die Geschäfte der Gesellschaft aus. Die Forderung der vollen Pachtzahlungen gegenüber dem 1. FC Köln, die im November 2020 noch als begründet angesehen und damit voll in den Wirtschaftsplan 2021 ein- gestellt wurde, konnte nach einer Gesetzesanpassung zum § 313 BGB „Störung der Geschäftsgrundlage“ nicht aufrechterhalten werden. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Für das Wirtschaftsjahr 2022 erwartete die Gesellschaft einen operativen Verlust in Höhe von -5.751 T€. Der Zuschuss der Gesellschafterin Stadt Köln ist gemäß Wirt- schaftsplan 2022 in Höhe von 4.821 T€ eingeplant. Insgesamt verlief das Geschäfts- jahr 2022 erfolgreicher als erwartet, sodass mit einem deutlich besseren Ergebnis gerechnet wird. Für das laufende Geschäftsjahr 2023 wird eine langsame Rückkehr in einen sich er- holenden Veranstaltungsbetrieb erwartet. EE VERANSTALTUNGSZENTRUM KÖLN DER STADT KÖLN 300 EE VERAN STALTUN GSZ ENTRUM KÖLN D ER STADT KÖLN FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Venloer Straße 151-153 50672 Köln Kontakt 0221 22124040 Telefax 0221 22123498 Gründungsdatum 01.01.1994 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 21.000.000 € UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist der Betrieb der Kölner Phil- harmonie, des Gürzenichs der Stadt Köln, des Veranstaltungsgebäudes Flora Köln sowie des Tanzbrunnens und des Theaters am Tanzbrunnen auf dem Gelände des Rheinparks im Wege von Gesamt- und Einzelverpachtungen. Dabei ist bei dem Be- trieb dieser Veranstaltungsstätten vorrangig einer an den Interessen aller Bevölke- rungskreise orientierten Nutzung Rechnung zu tragen. Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist des Weiteren auf dem Mes- segelände Köln-Deutz und Köln-Mülheim: 1. die Anmietung und der Betrieb der nördlichen Messehallen Nr. 6 bis 9 im Wege der Gesamt- und Einzelverpachtungen bzw. -vermietungen, 2. der Betrieb der südlichen Messehallen 1 bis 5 sowie 10 und 11 im Wege der Ein- räumung von Erbbaurechten an den für den Betrieb dieser Hallen benötigten Grund- stücke. ORGANE DER GESELLSCHAFT Betriebsleitung Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (Käm.) Erste*r Betriebsleiter*in Herr Frank Höller Geschäftsführende*r Betriebsleiter*in EE VERANSTALTUNGSZENTRUM KÖLN DER STADT KÖLN 301 Betriebsausschuss Herr Dr. Gerrit Krupp (MdR) Vorsitzende*r Herr Manfred Richter (MdR) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Bernd Petelkau (MdR) 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Christian Achtelik (MdR) Herr Ulrich Breite (MdR) Frau Anna-Maria Henk-Hollstein (MdR) Herr Mike Homann (MdR) Herr Christian Joisten (MdR) Frau Ulrike Kessing (MdR) Herr Niklas Kienitz (MdR) Herr Ralf Klemm (MdR) Frau Sandra Schneeloch (MdR) Frau Güldane Tokyürek (MdR) JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2021 - Betriebskostenzuschuss 2.300 - Zinszuschuss Stadt Köln 1.453 - Kapitalzuführungen 3.076 KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 2021 Gesamtleistung (T€) 14.353 12.408 12.956 Jahresergebnis (T€) -2.252 -2.643 -2.511 Eigenkapital (T€) 167.456 166.748 167.313 Bilanzsumme (T€) 330.060 324.825 417.665 Investitionen (T€) 6.606 6.350 102.762 Verbindlichkeiten (T€) 161.248 156.778 249.488 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0 WIRTSCHAFTLICHE LAGE Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit Das Veranstaltungszentrum nimmt - mit Ausnahme der Vermietung bzw. Verpachtung der betriebsnotwendigen Immobilien an die Betriebsgesellschaften - keine eigenen geschäftlichen Tätigkeiten wahr. Seine wirtschaftliche Situation wird im Wesentlichen durch die Ergebnisse, die sich aus dem Betrieb der Objekte Gürzenich, Tanzbrunnen und Philharmonie sowie - seit Inbetriebnahme zum 1. Juli 2014 - der Flora durch die jeweiligen Betriebsgesellschaften ergeben, bestimmt. Die im Wege der Verpachtung EE VERANSTALTUNGSZENTRUM KÖLN DER STADT KÖLN 302 an die Betriebsgesellschaften KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH (KölnMusik) und KölnKongress GmbH sowie aus der Bestellung der Erbbaurechte an die Koelnmesse GmbH erzielten Umsatzerlöse reichten nicht aus, um die aus der Sanierung des Gürzenichs, der Generalinstandsetzung der Flora und der Renovie- rung des Tanzbrunnens resultierenden Zins- und Abschreibungs- sowie die laufenden Instandsetzungsaufwendungen zu kompensieren. Geschäftsverlauf 2021 Trotz eines Zuschusses aus dem städtischen Haushalt in Höhe von 2,3 Mio. € hat die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln mangels weiterer nachhaltiger Erträge in 2021 einen Verlust in Höhe von rd. 2,5 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €) erwirtschaftet, der auf neue Rechnung vorgetragen wird und das Eigenkapital entsprechend vermindert. Der Rat der Stadt Köln hat am 23. März 2021 für den Bau eines neuen Kongress- zentrums eine Einlage durch das Veranstaltungszentrum in die Kapitalrücklage der Koelnmesse GmbH in Höhe von 96 Mio. € beschlossen. Die Finanzierung der Kapi- talzuführung erfolgt kreditweise entsprechend dem Wirtschaftsplan der eigenbe- triebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln. Der daraus resultierende Schuldendienst wird der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aus allgemeinen Haus- haltsmitteln erstattet. Ferner hat der Rat beschlossen, den städtischen Betriebskostenzuschuss der Köln- Musik GmbH aufgrund der Corona-bedingt erhöhten Verlustprognose in Anpassung an den tatsächlichen Geschäftsverlauf von ursprünglich rd. 5,7 Mio. € auf bis zu 7,5 Mio. € zu erhöhen. Um die Gewährung der für 2021 beantragten Corona-Hilfen von Land und Bund abzuwarten, wurde in Absprache mit der Geschäftsführung der Köln- Musik GmbH unterjährig zunächst nur der ursprüngliche Betriebskostenzuschuss ausgezahlt. Zum Geschäftsverlauf der Beteiligungsgesellschaften der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wird auf die separaten Darstellungen im Beteiligungsbericht verwiesen. Chancen und Risiken Die Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln hat ihre Ge- schäftsanteile an der KölnKongress GmbH mit Wirkung zum 31.12.2019 an die Koelnmesse GmbH verkauft. Zugleich wurde das Organschaftsverhältnis zwischen der Eigenbetriebsähnliche Einrichtung und der KölnKongress GmbH mit Ablauf des 31.12.2019 beendet. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung hat damit letztmalig für das Geschäftsjahr 2019 den Verlust der Gesellschaft übernommen. Die sich seit Ende 2019 von China aus weltweit ausbreitende Corona-Pandemie hat einen erheblichen negativen Einfluss auf die meisten Wirtschaftsbereiche in Deutsch- land, darunter insbesondere auch auf die Veranstaltungsbranche. Bei den Betriebs- gesellschaften der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung war im Geschäftsjahr 2021 EE VERANSTALTUNGSZENTRUM KÖLN DER STADT KÖLN 303 nur ein eingeschränkter Veranstaltungsbetrieb möglich. Das Veranstaltungszentrum ist als reine Besitzgesellschaft von diesen Auswirkungen nur indirekt betroffen. Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität Auch in den Folgejahren wird das Veranstaltungszentrum strukturelle Jahresfehlbe- träge erzielen. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist dauerhaft auf Zuschüsse bzw. mittelfristig auf einen Verlustausgleich durch den städtischen Haushalt angewie- sen. Vor dem Hintergrund der aktuell noch hohen Eigenkapitalquote und der prakti- zierten bzw. weiter geplanten Finanzierungsmaßnahme über Abschreibungen, Zu- schüsse und Kreditaufnahme ist der Bestand des Betriebes derzeit nicht gefährdet. EE BÜHNEN DER STADT KÖLN 304 EE BÜHN EN D ER STADT KÖLN FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Bischofsgartenstraße 1 50667 Köln Kontakt 0221 22128212 www.buehnen.koeln Gründungsdatum 01.09.2000 Geschäftsjahr 01.09.2020 – 31.08.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 50.000 € UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand der Einrichtung ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben, insbesondere die Aufführungen von Bühnenwer- ken aller Gattungen im Musik-, Tanz-, und Sprechtheater. ORGANE DER GESELLSCHAFT Betriebsleitung Herr Stefan Bachmann Intendant*in Frau Dr. Birgit Meyer Intendant*in Herr Patrick Wasserbauer Direktor*in Herr Bernd Streitberger Betriebsleiter*in EE BÜHNEN DER STADT KÖLN 305 Betriebsausschuss Frau Dr. Eva Bürgermeister (bis 31.10.2020) Vorsitzende*r Frau Elfi Scho-Antwerpes (MdR) (ab 01.11.2020) Vorsitzende*r Herr Dr. Ralph Elster (MdR) (ab 01.11.2020) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Brigitta von Bülow (bis 31.10.2020) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Dr. Ralph Elster (bis 31.10.2020) 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Mario Michalak (MdR) (ab 01.11.2020) 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Dr. Eva Bürgermeister (ab 01.11.2020) Herr Lorenz Deutsch (ab 01.11.2020) Frau Maria Helmis (MdR) (ab 01.11.2020) Frau Bärbel Hölzing (MdR) (ab 01.11.2020) Herr Jörg Kobel (ab 01.11.2020) Herr Dr. David Lutz (MdR) (ab 01.11.2020) Frau Karin Reinhardt (bis 31.10.2020) Herr Dominik Schneider (ab 01.11.2020) Frau Elfi Scho-Antwerpes (bis 31.10.2020) Herr Prof. Klaus Schäfer (bis 31.10.2020) Frau Ira Sommer (MdR) (ab 01.11.2020) Frau Gisela Stahlhofen (bis 31.10.2020) Herr Peter Sörries (bis 31.10.2020) Herr Horst Thelen (bis 31.10.2020) Herr Dr. Ulrich Wackerhagen (bis 31.10.2020) Herr Karl-Heinz Walter (bis 31.10.2020) Frau Katharina Welcker (bis 31.10.2020) Herr Thomas Welter (MdR) Frau Brigitta von Bülow (MdR) (ab 01.11.2020) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Schüllermann & Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2020/2021 - Betriebskostenzuschuss Stadt 80.663 EE BÜHNEN DER STADT KÖLN 306 BILANZ Alle Angaben in T€ 2018/2019 2019/2020 2020/2021 Aktiva Anlagevermögen 393.513 428.017 468.629 Immaterielle Vermögensgegenstände 194 190 115 Sachanlagen 393.320 427.827 468.514 Umlaufvermögen 36.288 20.984 108.910 Vorräte 4.440 4.277 5.584 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.577 16.442 66.636 Kasse, Bankguthaben, Schecks 18.270 265 36.691 Rechnungsabgrenzungsposten 446 475 644 Bilanzsumme 430.247 449.476 578.183 Passiva Eigenkapital 5.826 10.487 13.212 Gezeichnetes Kapital 50 50 50 Gewinnrücklagen 9.772 7.804 9.458 Bilanzergebnis -3.995 2.634 3.703 Sonderposten 20.935 19.823 18.717 Rückstellungen 16.855 18.954 18.067 Verbindlichkeiten 380.025 390.567 526.419 Rechnungsabgrenzungsposten 6.605 9.644 1.768 Bilanzsumme 430.247 449.476 578.183 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Alle Angaben in T€ 2018/2019 2019/2020 2020/2021 Umsatzerlöse 6.124 4.538 759 Bestandsveränderungen 183 -87 1.320 Andere aktivierte Eigenleistungen 1.798 1.588 1.558 Sonstige betriebliche Erträge 75.168 80.876 89.630 Gesamtleistung 83.273 86.916 93.267 Materialaufwand 18.028 14.543 12.098 Personalaufwand 50.211 47.695 43.913 Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.928 14.851 29.425 EBITDA 106 9.826 7.830 Abschreibungen 4.485 4.725 4.568 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 126 6 6 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 601 496 480 Steuern vom Einkommen und Ertrag -4 0 -4 Sonstige Steuern 34 -50 67 Jahresergebnis -4.884 4.661 2.725 EE BÜHNEN DER STADT KÖLN 307 KENNZAHLENÜBERSICHT 2018/2019 2019/2020 2020/2021 Bilanz Anlagenintensität (in %) 91,5 95,2 81,1 Abschreibungsquote (in %) 1,1 1,1 1,0 Investitionen (T€) 40.776 39.238 49.907 Investitionsquote (in %) 10,4 9,2 10,7 Eigenkapitalquote (in %) 1,4 2,3 2,3 Pensionsrückstellungen (T€) 5.395 5.567 5.148 Kreditverbindlichkeiten (T€) 75.968 93.315 132.546 Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkapitalrentabilität (in %) -1,0 1,1 0,6 EBIT (T€) -4.379 5.101 3.262 EBITDA (T€) 106 9.826 7.830 Personal Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 728 788 799 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld Gegenstand der seit dem 01.09.2000 als eigenbetriebsähnliche Einrichtung geführ- ten Bühnen der Stadt Köln ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben. Der Einrichtungszweck umfasst dabei insbesondere die Aufführung von Bühnenwerken aller Gattungen im Musik-, Tanz- und Sprechthea- ter. Für die künstlerische und wirtschaftliche Führung ist aktuell eine aus vier Perso- nen bestehende Betriebsleitung gesamtverantwortlich. Der Rat der Stadt Köln und der Betriebsausschuss (personenidentisch mit dem Ausschuss für Kunst und Kultur der Stadt Köln) entscheiden in allen Angelegenheiten der Bühnen, die ihnen durch die GO NRW, die EigVO NRW, die Hauptsatzung der Stadt Köln und die Betriebssat- zung der Bühnen vorbehalten sind. Das Wirtschaftsjahr verläuft spielzeitkonform vom 1. September bis zum 31. August. Um den hohen Ansprüchen sowie der Größe und Bedeutung der Stadt Köln gerecht zu werden, bedient das Sprechtheater viele traditionelle Aufgaben: Dazu gehören die Klassikerpflege ebenso wie die Präsentation moderner Gegenwartsdramatik und die Realisierung unterschiedlichster Regie- und Ausstattungsstile. Nationale und interna- tionale Gastspiele komplementieren dabei das Programm des Sprechtheaters. Die Oper Köln soll den führenden internationalen Opernhäusern zugerechnet werden. Sie ist Mitglied der internationalen Opernkonferenz. Das Schauspiel Köln ist eine Ko- operation mit dem amerikanischen Choreografen Richard Siegal und dessen Kompa- nie Ballet of Difference eingegangen und setzt diese erfolgreich fort, mit dem Ziel, die EE BÜHNEN DER STADT KÖLN 308 2016 gegründete Kompanie in Köln zu etablieren und den Tanz dadurch weiter zu stärken. Geschäftsverlauf Infolge der fortschreitenden Sanierungsmaßnahmen war auch die Spielzeit 2020/21 insgesamt weiterhin geprägt von der Fortführung des Interimspielbetriebs. Nachdem im Frühjahr 2020 die Opern- und Theaterhäuser in Deutschland wegen der Corona- Pandemie schließen mussten, war die darauffolgende Spielzeit – mit dem Aufkom- men der zweiten und dritten Welle – durch abwechselnde Phasen von Spielbetrieb und Lockdown gekennzeichnet. Vor dem Hintergrund des zweiten Lockdowns als Folge der Corona-Pandemie, der zu einem Aufführungsstopp vom 02.11.2020 bis 05.06.2021 führte, konnten in 2020/21 nur ein geringer Teil der Inszenierungen reali- siert werden. Schauspiel Köln: Für einen spannenden Auftakt in die Spielzeit sorgten Inszenierungen, die – passend zu der pandemischen Lage – auf kreative Art den Raum des Depots bespielten und alternative Situationen jenseits der klassischen Guckkastenbühne schufen. Auf diese Weise war es möglich, sich von der engen Sitzplatzsituation im Zuschauer*innen- raum zu lösen und größeren Abstand zwischen den Theaterbesucher*innen zu hal- ten. Auch das Schauspiel Köln musste nur zwei Monate nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs wieder schließen und blieb bis Juni 2021 geschlossen. Das Schauspiel Köln, das seit Frühling 2020 eine digitale Sparte aufgebaut hatte, konzentrierte sich verstärkt auf sein digitales Programm. In den kommenden Mona- ten wurden diverse Produktionen als digitale Inszenierung erstellt. Wie sich heraus- stellte, konnte dadurch ein neues, ungeahntes Publikum erschlossen werden. Oper Köln An der Oper Köln war die Spielzeit 2020/21 – wie an vielen anderen Theatern auch – vom Bestreben geprägt, trotz der Corona-Pandemie für das Publikum ein anspre- chendes, künstlerisch hochwertiges Programm zu bieten. Während der Lockerungen zwischen den Lockdowns gelang es, live zu spielen und – mit Corona-Abständen und ständigen Testungen – einen wohltuenden Anschein von ‚Normalität‘ zu bieten. Diverse Premieren und Produktionen von Oper und Kinderoper mussten einstweilen digital als Stream präsentiert werden. Über das Mittel des Streamings wurde auch ein eigenes Sendeformat – mit Features, Interviews usw. – kreiert, das auf gute Reso- nanz stieß. Tanz In der Sparte Tanz mussten aufgrund der Pandemie in der Saison 2020/21 acht von zehn geplanten Tanzgastspielen abgesagt werden. Auch im Bereich Tanz wurde ein EE BÜHNEN DER STADT KÖLN 309 Streaming Angebot verwirklicht und so konnte eine Produktion mit drei Aufführungen per Stream angeboten werden. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Für Zwecke der Risikofrüherkennung haben die Bühnen ein Risiko- und Chancen- Management (RCM) eingerichtet. Es wird jährlich eine Risikoinventur mit Hilfe von definierten Fragenkatalogen und Checklisten durchgeführt, wobei alle Abteilungen der Bühnen bei der Risikoerfassung einbezogen werden. Dazu werden die Risikover- antwortlichen, i. d. R. die Abteilungsleiter bzw. deren Stellvertreter, schriftlich nach Ri- siken und Chancen und deren Entwicklung in ihren Bereichen befragt. Die Risikover- antwortlichen machen Angaben zur Auswirkung der Risiken in Euro, woraus sich die Einstufung in niedrig, moderat, wesentlich und gravierend ergibt, und zur Eintritts- wahrscheinlichkeit (gering, mittel, hoch und sehr hoch). Aus diesen beiden Dimensio- nen ergibt sich eine 4 x 4-Risikomatrix, in die jedes Risiko eingeordnet ist. Mit der Einrichtung eines solchen Informationssystems soll sichergestellt sein, dass mögliche Risiken und Chancen an die jeweiligen Entscheidungsträger der Bühnen rechtzeitig kommuniziert werden, um wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fehl- entwicklungen frühzeitig entgegenwirken zu können. Durch die regelmäßige Risikoin- ventur werden bereits bestehende Risiken auf Aktualität geprüft und ggf. neue Risi- ken benannt bzw. die Feststellung getroffen, dass Risiken erledigt sind. Die Daten werden zu den Inventurstichtagen festgeschrieben, sodass die Entwicklung der Risi- ken hinsichtlich Bewertung und Trend (sinkend, steigend, konstant) nachvollzogen werden kann. Außerhalb des RCM-Systems erhalten die Risikoverantwortlichen in ih- rer Funktion als Abteilungsleiter regelmäßig weiterführende Informationen (Control- ling, Statistiken, Auswertungen), die sie frühzeitig über Veränderungen und wichtige Ereignisse informieren. Zum Stichtag 31. August 2021 waren insgesamt 41 Risiken und vier Chancen identifi- ziert und den verschiedenen Bereichen (Betriebsleitung, Produktion, Technik und Verwaltung) zugeordnet. Die Risiken sind weiterhin unterteilt in allgemeine externe, allgemeine interne, finanzwirtschaftliche, personelle, räumliche/technische Ausstat- tungsrisiken und leistungswirtschaftliche Risiken. Darüber hinaus definieren die Risi- koverantwortlichen Maßnahmen, die den Risiken entgegenwirken, sie ggf. verhindern bzw. vermindern. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten Im ersten Halbjahr waren die Auswirkungen von COVID-19 auf die Bühnen noch deutlich zu spüren. Neben einem eingeschränkten Proben- und Vorstellungsbetrieb standen vor allem die Einnahmeverluste wegen reduzierter Kapazitäten und der Zu- rückhaltung des Publikums, Vorstellungen zu besuchen, im Vordergrund. Dazu ka- men Mehraufwendungen für Schutz- und Hygienemaßnahmen sowie die Anpassung von Produktionen an die gesetzlichen Abstandsregelungen. Gleichwohl geht die Be- EE BÜHNEN DER STADT KÖLN 310 triebsleitung für das Wirtschaftsjahr 2021/22 derzeit davon aus, dass sich der insge- samt positive Ergebnistrend wieder verstetigt. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnis- planungen sowie der anhaltenden Pandemie und deren Auswirkungen auf den Spiel- betrieb hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen damit maßgeblich von den konkreten Ertragssituationen in der laufenden Spielzeit 2021/22 und den Folgejahren sowie der weiteren Bezuschussung durch die Stadt in diesen Jahren ab. Bei einem unverändert hohen Anteil der Personalkosten am Gesamtkostenvolumen der Bühnen wird von einem Mittelbedarf in einer Größenordnung auszugehen sein, wie er sich im Wirtschaftsplan 2021/22 der Bühnen für dieses Wirtschaftsjahr und die Folgejahre niedergeschlagen hat. EE GÜRZENICH-ORCHESTER - KÖLNER PHILHARMONIKER 311 EE GÜRZ ENICH-ORCH EST ER - KÖLN ER PHILHARM ONIKER FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Obermarspforten 40 50667 Köln Kontakt 0221 22128595 www.guerzenich- orchester.de Gründungsdatum 01.09.2000 Geschäftsjahr 01.09.2020 – 31.08.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 25.000 € UNTERNEHMENSGEGENSTAND Gegenstand der Einrichtung ist der Betrieb eines Orchesters zur Pflege und Förde- rung kultureller Aufgaben. Der Zweck der Einrichtung umfasst insbesondere die mu- sikalische Mitwirkung bei der Aufführung von Bühnenwerken im Bereich des Musik- theaters und die Darbietung von Konzerten. ORGANE DER GESELLSCHAFT Betriebsleitung Herr François-Xavier Roth Betriebsleiter*in Herr Stefan Englert Direktor*in EE GÜRZENICH-ORCHESTER - KÖLNER PHILHARMONIKER 312 Betriebsausschuss Frau Dr. Eva Bürgermeister (bis 31.10.2020) Vorsitzende*r Frau Elfi Scho-Antwerpes (MdR) (ab 01.11.2020) Vorsitzende*r Herr Dr. Ralph Elster (MdR) (ab 01.11.2020) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Brigitta von Bülow (bis 31.10.2020) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Dr. Ralph Elster (bis 31.10.2020) 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Mario Michalak (MdR) (ab 01.11.2020) 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Dr. Eva Bürgermeister (ab 01.11.2020) Herr Lorenz Deutsch (ab 01.11.2020) Frau Maria Helmis (MdR) (ab 01.11.2020) Frau Bärbel Hölzing (MdR) (ab 01.11.2020) Herr Jörg Kobel (ab 01.11.2020) Herr Dr. David Lutz (MdR) (ab 01.11.2020) Frau Karin Reinhardt (bis 31.10.2020) Herr Dominik Schneider (ab 01.11.2020) Frau Elfi Scho-Antwerpes (bis 31.10.2020) Herr Prof. Klaus Schäfer (bis 31.10.2020) Frau Ira Sommer (MdR) (ab 01.11.2020) Frau Gisela Stahlhofen (bis 31.10.2020) Herr Peter Sörries (bis 31.10.2020) Herr Horst Thelen (bis 31.10.2020) Herr Dr. Ulrich Wackerhagen (bis 31.10.2020) Herr Karl-Heinz Walter (bis 31.10.2020) Frau Katharina Welcker (bis 31.10.2020) Herr Thomas Welter (MdR) Frau Brigitta von Bülow (MdR) (ab 01.11.2020) ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK) Das Unternehmen wendet keinen PCGK an. JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG Schüllermann & Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN Alle Angaben in T€ 2020/2021 - Betriebskostenzuschuss 12.010 EE GÜRZENICH-ORCHESTER - KÖLNER PHILHARMONIKER 313 KENNZAHLENÜBERSICHT 2018/2019 2019/2020 2020/2021 Gesamtleistung (T€) 21.385 21.393 21.046 Jahresergebnis (T€) -158 2.363 3.061 Eigenkapital (T€) 3.394 5.758 8.819 Bilanzsumme (T€) 12.610 14.102 15.648 Investitionen (T€) 150 168 106 Verbindlichkeiten (T€) 396 166 655 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 151 146 157 WIRTSCHAFTLICHE LAGE (Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld In der Spielzeit 2021/22 konnte nach dem weitgehenden Abklingen der Pandemie sukzessive mit der Wiederaufnahme des normalen Spielbetriebs begonnen werden. Die Erlöse waren bei Kultureinrichtungen von Kapazitätsbeschränkungen stark be- troffen und entsprechend nicht auf dem Niveau der Vor-Corona Zeit. Als personalin- tensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Personalkosten sind bei Kulturein- richtungen Konsolidierungspotentialen, die angesichts der finanziellen Verhältnisse der öffentlichen Haushalte diskutiert werden, kurzfristig nicht umsetzbar. Ein höherer Eigenanteil ist nur durch Anpassungen der Kartenpreise und Einwerbung von Dritt- mitteln möglich. Geschäftsverlauf Der Vergleich der Leistungsdaten des Orchesters in der Spielzeit 2021/22 mit dem Vorjahr ist wegen der erheblichen pandemiebedingten Einschränkungen in 2020/21 nur sehr begrenzt aussagefähig. Er zeigt, dass die Anzahl der Eigenveranstaltungen mit 63 (Vorjahr 42) wieder deutlich angestiegen ist. Dementsprechend lag auch die Anzahl der Besucher erheblich um 42.371 (rd. 630%) über dem Vorjahr. Auch die Auslastung der Eigenveranstaltungen überstieg mit 64,4% um rd. 8,8% den Vorjah- reswert. Vor dem Hintergrund der noch pandemiebedingten Einschränkungen im Spielbetrieb erzielte das Gürzenich-Orchester nach dem vorjährigen Jahresüberschuss von 3.061 T€ im Wirtschaftsjahr 2021/22 einen Jahresfehlbetrag von 260 T€. Die an der Struktur des Wirtschaftsplans 2021/22 ausgerichtete Analyse des Ergeb- nisses zeigt, dass sich der Fehlbetrag aus einem leicht negativen Betriebsergebnis in Höhe von -24 T€ (im Vorjahr +3.319 T€), einem negativen Zinsergebnis von 236 T€ (im Vorjahr -256 T€) sowie Steueraufwendungen von 0 T€ (im Vorjahr 2 T€) zusam- mensetzt. Im Periodenvergleich fiel das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 3.343 T€ bzw. rd. 100,7% erheblich zurück, obgleich die betrieblichen Erträge um 2.121 T€ bzw. 10,1% über dem Vorjahreswert lagen. Im Vergleich zur Entwicklung EE GÜRZENICH-ORCHESTER - KÖLNER PHILHARMONIKER 314 bei den betrieblichen Erträgen erhöhten sich die betrieblichen Aufwendungen gegen- über dem Vorjahr überproportional um 5.464 T€ bzw. um +30,8%. Die Personalkos- ten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2.339 T€ bzw. 16,9% deutlich an. An Mitteln aus dem städtischen Haushalt standen dem Orchester im Wirtschaftsjahr 2021/22 12.480 T€ als Betriebskostenzuschuss auf der Grundlage des Ratsbe- schlusses vom 16.9.2021 zur Verfügung. Die Mittel waren vollständig zum Ausgleich des Betriebsverlustes zu verwenden. Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität Die Erlöse des Orchesters konnten sukzessive konsolidiert werden: Sie bewegen sich in Richtung der Vor-Corona Zeit. Durch eine beschlossene Neufestsetzung der Kartenpreise ab der Spielzeit 2023/2024 können Erlöse potentiell weiter gesteigert werden. Auch bei der Einwerbung von Drittmitteln gibt es positive Signale. Die Kos- tenstruktur konnte stabilisiert werden. Ein Risiko besteht in der Tarifentwicklung, die eine deutliche Erhöhung der Personal- kosten nach sich ziehen könnte, ebenso in der Inflationsentwicklung. Es besteht die Notwendigkeit einer Publikumserneuerung, um das alternde Publikum perspektivisch zu substituieren. Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten In den kommenden Spielzeiten wird von einer soliden Finanzlage trotz zunächst ne- gativer Betriebsergebnisse ausgegangen, da diese in den kommenden drei Wirt- schaftsjahren durch einen Gewinnvortrag ausgeglichen werden können. Mittelfristig ist durch die Anpassung der Betriebskostenerstattung der Bühnen Köln und eine be- darfsgerechte Anpassung des Betriebskostenzuschusses der Stadt Köln eine solide Entwicklung zu erwarten. Vor dem Hintergrund der notwendigen und beabsichtigten Rückkehr zum Erlösniveau vor der Pandemie hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Orchesters damit maßgeblich von der Ertragslage bzw. Bezuschussung in den folgenden Wirtschafts- jahren ab. EE WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD DER STADT KÖLN 315 EE WALLR AF-RICH ARTZ-MUSEUM & FOND ATION C ORBOUD D ER STADT KÖLN FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021) Anschrift Obenmarspforten 40 50667 Köln Kontakt 0221 22121119 wallraf.museum Gründungsdatum 01.07.2008 Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021 KAPITALVERHÄLTNISSE Kapital Stammkapital 25.000 € UNTERNEHMENSGEGENSTAND Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud führt einen Betrieb mit Samm- lungen, insbesondere aus Gegenständen aus dem Bereich der europäischen Kunst vom 13. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert. Zu den Aufgaben gehören die Präsen- tation der Sammlung, die Ausrichtung von Sonderausstellungen, die wissenschaftli- che Erschließung, Erhaltung, Pflege und Unterhaltung der Sammlung sowie die Ver- mittlung der kunstgeschichtlichen und kulturellen Aspekte der Sammlung. Die Fonda- tion Corboud hat dem Museum ihren Bestand an Kunstwerken des Impressionismus und des Postimpressionismus als Ewige Leihgabe zur Verfügung gestellt. ORGANE DER GESELLSCHAFT Betriebsleitung Frau Susanne Laugwitz-Aulbach Erste*r Betriebsleiter*in Herr Dr. Marcus Dekiert Geschäftsführende*r Betriebsleiter*in Betriebsausschuss Frau Elfi Scho-Antwerpes (MdR) Vorsitzende*r Herr Dr. Ralph Elster (MdR) 1. stellvertretende*r Vorsitzende*r Herr Mario Michalak (MdR) 2. stellvertretende*r Vorsitzende*r Frau Maria Helmis (MdR) Frau Bärbel Hölzing (MdR) Herr Dr. David Lutz (MdR) Frau Ira Sommer (MdR) Herr Thomas Welter (MdR) Frau Brigitta von Bülow (MdR) EE WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD DER STADT KÖLN 316 JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG dhpg Dr. Harzem Partner mbB KENNZAHLENÜBERSICHT 2019 2020 Gesamtleistung (T€) 6.794 6.083 Jahresergebnis (T€) -788 -297 Eigenkapital (T€) 87.372 87.075 Bilanzsumme (T€) 693.202 692.818 Investitionen (T€) 138 128 Verbindlichkeiten (T€) 1.762 1.238 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 19 21 Der Jahresabschluss 2021 der e.E. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Courboud der Stadt Köln lag zum Zeitpunkt der Erstellung des Beteiligungsberichts noch nicht vor. 317 ANHANG 318 III. Anhang ANHANG 319 1. Alphabetisches Verzeichnis der direkten und indirekten Beteiligungen Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht 450 MHz Beteiligung GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 8,00 nein 8KU GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 10,00 nein A/V/E GmbH rhenag Vierte Ebene 6,69 nein ACHTBRÜCKEN GmbH Stadt Köln KölnMusik Erste Ebene/ direkte Beteiligung 95,06 ja AggerEnergie GmbH RheinEnergie Stadt Gummersbach Stadt Wiehl Gemeinde Marienheide Gemeindewerke Engelskirchen Stadt Bergneustadt Stadt Overath Stadt Waldbröl Gemeinde Reichshof Gemeinde Morsbach Dritte Ebene 50,20 nein AggerService GmbH AggerEnergie Vierte Ebene 25,10 nein AGO GmbH Energie + Anlagen RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein AG Zoologischer Garten Stadt Köln Kleinaktionäre Zoo Zoo Erste Ebene/ direkte Beteiligung 88,19 ja AHS Aviation Handling Services GmbH FKB Zweite Ebene 3,11 nein AHS Köln Aviation Handling Services GmbH FKB Zweite Ebene 15,25 nein Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja Amadeus Gold B.V. HGK Schiffsbeteiligung Vierte Ebene 93,74 nein AMADEUS Schiffahrts- und Speditions GmbH HGK Shipping Dritte Ebene 84,36 nein Amadeus Silver B.V. HGK Schiffsbeteiligung Vierte Ebene 93,74 nein ANHANG 320 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht Amadeus Titanium B.V. HGK Schiffsbeteiligung Vierte Ebene 93,74 nein aquabench GmbH StEB Zweite Ebene 8,00 nein AS 3 Beteiligungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,20 nein ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG RheinEnergie ASEW Service GmbH Dritte Ebene 5,33 nein AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH Stadt Köln Remondis Erste Ebene/ direkte Beteiligung 50,10 ja AVG Kompostierung GmbH AVG GmbH Zweite Ebene 50,10 nein AVG Ressourcen GmbH AVG GmbH Zweite Ebene 50,10 nein AVG Service GmbH AVG GmbH Zweite Ebene 50,10 nein AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH SWK Zweite Ebene 100,00 ja Bäderbetriebsgesellschaft Bergisch-Gladbach mbH BELKAW Vierte Ebene 40,08 nein Bäderbetriebsgesellschaft Burscheid mbH BELKAW Vierte Ebene 40,08 nein beka GmbH HGK KVB Zweite Ebene 0,61 nein BeKa HGK GmbH HGK Shipping Dritte Ebene 37,49 nein Bergische Licht-, Kraft- und Wasserwerke (BELKAW) GmbH RheinEnergie Bädergesellschaft Bergisch Gladbach Stadtwerke Burscheid Dritte Ebene 40,08 nein BEW Bergische Energie- und Wasser- GmbH rhenag Vierte Ebene 5,19 nein BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG Stadt Köln BioCampus GmbH Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja BioCampus Cologne Management GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja Biogas Pool 3 für Stadtwerke GmbH & Co. KG RheinWerke Vierte Ebene 25,00 nein BRUNATA-METRONA FL S.a r.l. BRUNATA-METRONA Dritte Ebene 1,00 nein BRUNATA-METRONA GmbH GEW Zweite Ebene 100,00 ja ANHANG 321 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht Bunkerbetriebe Büchting GmbH HGK Dry Shipping HTAG Dritte Ebene 93,74 nein Buss HGK Logistics GmbH & Co. KG HGK Shipping Buss HGK Verwaltung Dritte Ebene 46,87 nein Buss HGK Verwaltung GmbH HGK Shipping Dritte Ebene 46,87 nein Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG Stadt Köln Butzweiler Verwaltung Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja Butzweilerhof Verwaltung GmbH Moderne Stadt Zweite Ebene 100,00 ja chargecloud GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 26,67 nein Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR Land NRW Stadt Bonn Kreis Düren Kreis Euskirchen Kreis Heinsberg Oberbergischer Kreis Rhein-Erft-Kreis Rhein-Sieg-Kreis Rheinisch-Bergischer Kreis Stadt Aachen Stadt Köln Stadt Leverkusen Städteregion Aachen Erste Ebene/ direkte Beteiligung 5,83 ja COLONIA-CLUJ-NAPOCA-Energie S.R.L. RheinEnergie Dritte Ebene 26,66 nein cowelio GmbH BRUNATA-METRONA BRUNATA München BRUNATA Hamburg Dritte Ebene 51,00 nein CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land- Service Neska DB Intermodal Services HGK Zweite Ebene 72,65 ja DCH Düsseldorfer Container-Hafen GmbH CTS Dritte Ebene 35,60 nein ANHANG 322 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht De Grave-Antverpia N. V. HGK Shipping Dritte Ebene 51,55 nein Deutsche Netzmarketing GmbH NetCologne Dritte Ebene 2,56 nein Digital Hub Cologne GmbH IHK Köln Stadt Köln Universität zu Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 33,33 ja DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH Siemens Mobility HGK KVB Zweite Ebene 49,40 ja d-NRW AöR Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 0,08 ja Duisburg Bulk Terminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,74 nein eE Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 195,85 ja eE Bühnen der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 0,00 ja eE Gürzenich-Orchester - Kölner Philharmoniker Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja eE Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja Eifel Wind Infra GmbH & Co. KG Windfarm Idesheim RE Windkraft Vierte Ebene 45,71 nein Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser eG im Deutschen Städtetag Kliniken Köln SBK Zweite Ebene 2,17 nein EKK plus GmbH GDEKK Dritte Ebene 2,17 nein ANHANG 323 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht energienatur Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH rhenag Vierte Ebene 11,73 nein Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH (EnW Bonn/Rhein-Sieg) RheinEnergie Dritte Ebene 10,97 nein Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL) RheinEnergie Stadt Leverkusen EVL GmbH Dritte Ebene 40,00 nein Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH RheinEnergie Stadt Leverkusen Dritte Ebene 40,00 nein Energieversorgung Niederkassel GmbH & Co. KG Stadt Niederkassel rhenag Energieversorgung Niederkassel Verwaltung Vierte Ebene 13,07 nein Energieversorgung Niederkassel Verwaltung GmbH Energieversorgung Niederkassel KG Fünfte Ebene 13,07 nein Energiewerke Waldbröl GmbH AggerEnergie Vierte Ebene 50,20 nein ENERGOTEC Energietechnik GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein energy4u GmbH & Co. KG rhenag energy4u VG Vierte Ebene 13,07 nein energy4u Verwaltungs GmbH energy4u Fünfte Ebene 13,07 nein ENTALO GmbH & Co. KG RheinEnergie ENTALO Verwaltung GmbH Dritte Ebene 80,00 nein Erdgasversorgung Oberleichlingen GmbH BELKAW Vierte Ebene 20,04 nein e-regio GmbH & Co. KG rhenag e-regio VG Vierte Ebene 8,46 nein e-regio Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH e-regio Fünfte Ebene 8,46 nein ANHANG 324 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht evd energieversorgung dormagen GmbH Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft Dormagen RheinEnergie Dritte Ebene 39,20 nein evm Windpark Höhn GmbH & Co. KG rhenag evm Windpark Höhn Verwaltung Vierte Ebene 8,85 nein evm Windpark Höhn Verwaltungs-GmbH evm Fünfte Ebene 8,85 nein Expolink Global Network Ltd. Messe Zweite Ebene 38,88 nein Flughafen Köln/Bonn GmbH Stadt Köln NRW BRD Stadtwerke Bonn Rhein-Sieg-Kreis Rheinisch-Bergischer Kreis Erste Ebene/ direkte Beteiligung 31,12 ja GAG Immobilien AG Stadt Köln Ernst-Cassel-Stiftung Kleinaktionäre Streubesitz GAG Treuhänder (Mieter) Erste Ebene/ direkte Beteiligung 90,36 ja GAG Projektentwicklung GmbH GAG Grubo Zweite Ebene 90,72 ja GAG Servicegesellschaft mbH GAG Zweite Ebene 90,36 ja GbR Historische Mitte Stadt Köln HDK Erste Ebene/ direkte Beteiligung 80,00 nein Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna GmbH SWD Dritte Ebene 20,00 nein GEW Köln AG SWK Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja GkD Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH rhenag Vierte Ebene 13,33 nein Gommers Internationaal Bevrachtings- en Scheepvaartkantoor B.V. HGK Dry Shipping Vierte Ebene 31,17 nein ANHANG 325 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG rhenag GREEN GECCO Verwaltung Vierte Ebene 1,03 nein GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs GmbH rhenag Vierte Ebene 1,03 nein Grund und Boden GmbH GAG Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 94,02 ja Grünwerke GmbH SWD Dritte Ebene 20,00 nein Grünwerke Verwatung GmbH Grünwerke Vierte Ebene 20,00 nein GT-HKW Niehl GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein GVG Rhein-Erft GmbH RheinEnergie Stadtwerke Hürth Stadt Frechen Stadtwerke Wesseling Rhein-Erft-Kreis Stadt Pulheim Stadtwerke Erftstadt Dritte Ebene 45,30 nein GWAdriga GmbH & Co. KG EWE AG RheinEnergie Westfalen Weser Netz GWAdriga Verwaltung Dritte Ebene 24,80 nein GWAdriga Verwaltungs GmbH EWE AG RheinEnergie Westfalen Weser Netz Dritte Ebene 24,80 nein GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft Stadtwerke Wesseling ZV Kreissparkasse Stadtwerke Hürth Stadt Frechen Kreissparkasse Köln Stadt Pulheim Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 5,46 ja ANHANG 326 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht Häfen und Güterverkehr Köln AG SWK Stadt Köln Rhein-Erft-Kreis Erste Ebene/ direkte Beteiligung 93,74 ja Heizungs- und Sanitärbau WIJA GmbH rhenag Vierte Ebene 26,67 nein HGK Dry Bulk Shipping Lux S. à. r. l. HGK Ship Management Lux Vierte Ebene 93,74 nein HGK Dry Shipping GmbH HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein HGK Gas Shipping GmbH HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein HGK Liquid Shipping Lux S. à. r. l. HGK Ship Management Lux Vierte Ebene 93,74 nein HGK Logistics S. à. r. l. HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein HGK Pushbarging Lux S. à r. l. HGK Ship Management Lux Vierte Ebene 93,74 nein HGK Schiffsbeteiligung B. V. HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein HGK Ship Management Lux S. à. r. l. HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein HGK Shipping GmbH HGK Zweite Ebene 93,74 ja HGK Shipping Lux S. à. r. l. HGK Gas Shipping Vierte Ebene 93,74 nein HGK Shipping Rotterdam B. V. HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein Informationsverarbeitung Leverkusen GmbH (ivl GmbH) EVL KG Vierte Ebene 36,00 nein Jugendzentren Köln gGmbH Stadt Köln Jugendhilfe Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 51,00 ja K.R.B.-Busreisen GmbH Schilling Dritte Ebene 51,00 nein K-B-S Busreisen GmbH Schilling Dritte Ebene 51,00 nein KCG Knapsack Cargo GmbH CTS HGK ISK Zweite Ebene 61,42 nein KCT Krefelder Container Terminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,74 nein Kliniken der Stadt Köln gGmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja KNG Kraftwerks- und Netzgesellschaft mbH RE HKW Rostock Vierte Ebene 39,68 nein ANHANG 327 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht Koelncongress GmbH Messe Zweite Ebene 79,08 ja Koelnmesse Co. Ltd. Messe Zweite Ebene 79,08 nein Koelnmesse Co. Ltd. Messe Zweite Ebene 79,08 nein Koelnmesse GmbH Stadt Köln NRW IHK Köln Handelsverband NRW Aachen- Düren-Köln WIGADI Handwerkskammer Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 79,08 ja Koelnmesse Inc. Messe Zweite Ebene 79,08 nein Koelnmesse Ltd. Messe Zweite Ebene 79,08 nein Koelnmesse Organizacao de Feiras Ltda. Messe Zweite Ebene 79,07 nein Koelnmesse Pte. Ltd. Messe Zweite Ebene 79,08 nein Koelnmesse S.r.l. Messe Zweite Ebene 79,08 nein Koelnmesse SAS Messe Zweite Ebene 79,08 nein Koelnmesse YA Tradefair Private Ltd. Messe Zweite Ebene 59,31 nein Koeln Parma Exhibitions S.r.l. Messe Zweite Ebene 39,54 nein KölnBäder GmbH SWK Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja ANHANG 328 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH KVB Zweite Ebene 100,00 ja Kölner Sportstätten GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja Kölner Verkehrs-Betriebe AG SWK Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja Kölner Zoo Shop GmbH Zoo Zweite Ebene 88,19 ja KölnKongress Gastronomie GmbH Koelncongress Messe Zweite Ebene 79,08 ja KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft mbH Stadt Köln WDR Erste Ebene/ direkte Beteiligung 89,93 ja KölnTourismus GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft gGmbH StEB Zweite Ebene 2,00 nein KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH KVB IG Kölner Busunternehmer Zweite Ebene 51,00 ja KVK Kompetenzzentrum Verteilnetze und Konzessionen GmbH rhenag Vierte Ebene 19,97 nein Logistikzentrum RuhrOst Betreibergesellschaft mbH neska Intermodal Vierte Ebene 18,75 nein Lohmar Netzeigentumsgesellschaft mbH Stadtwerke Lohmar KG Vierte Ebene 39,20 nein M.K. Fahrzeugservice GmbH Schilling Dritte Ebene 51,00 nein MAINGAU Energie GmbH rhenag Vierte Ebene 6,97 nein Mainwerke NETZ GmbH Stromkontor Rostock Port Vierte Ebene 39,20 nein MASSLOG GmbH HTAG Neska Dritte Ebene 46,87 nein Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH Filmstiftung NW Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 25,10 ja meine-Energie eG & Co. KG TroiKomm Stadtwerke Troisdorf meine-Energie eG Vierte Ebene 7,38 nein ANHANG 329 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht METRONA GmbH BRUNATA-METRONA Dritte Ebene 100,00 ja METRONA POLSKA Pomiary i Rozliczenia Sp.z. o.o. METRONA GmbH Vierte Ebene 100,00 nein METRONA S.R.L METRONA GmbH Vierte Ebene 44,00 nein METRONA Union GmbH METRONA GmbH Vierte Ebene 44,00 nein Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH GAG Zweite Ebene 90,36 ja modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH Moderne Stadt Grubo SWK Sparkasse Zweite Ebene 89,51 ja Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH SWK Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja Münchberg Solar GmbH RE Solar Vierte Ebene 80,00 nein NAVITANK B. V. Wijnhoff & van Gulpen und Larsen Vierte Ebene 93,74 nein neska Container Line B.V. Neska Dritte Ebene 93,74 nein neska Intermodal GmbH Neska Dritte Ebene 93,74 nein NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH HGK Zweite Ebene 93,74 ja NetAachen GmbH NetCologne STAWAG Dritte Ebene 84,00 ja NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH GEW Zweite Ebene 100,00 ja NetCologne IT Services GmbH NetCologne Dritte Ebene 100,00 nein NetRegio GmbH NetCologne NetAachen Dritte Ebene 100,00 nein Netzgesellschaft Düsseldorf mbH SWD Dritte Ebene 20,00 nein Niedersächsische Verfrachtungs-Gesellschaft mbH HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein Oudkerk B.V. HTAG Neska Dritte Ebene 93,74 nein ANHANG 330 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht Pohl & Co. GmbH Neska Dritte Ebene 93,74 nein Propan Rheingas GmbH rhenag Vierte Ebene 5,33 nein Propan Rheingas GmbH & Co. KG rhenag Propan Rheingas GmbH Vierte Ebene 5,62 nein Radio Köln GmbH & Co. KG SWK Zweite Ebene 25,00 nein Regio-Bus-Rheinland GmbH RVK Zweite Ebene 13,89 nein Regionalverkehr Köln GmbH Kreis Euskirchen Kreisholding Rhein-Sieg Rhein-Erft-Kreis Rheinisch-Bergischer Kreis Stadt Köln Stadtwerke Bonn Verkehrs RVK Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg- Kreises Oberbergischer Kreis Stadtverkehr Euskirchen Stadtwerke Brühl Stadtwerke Hürth Stadtwerke Wesseling Erste Ebene/ direkte Beteiligung 13,89 ja RehaNova Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH Kliniken Köln Zweite Ebene 100,00 ja RheinCargo GmbH & Co. KG HGK Neuss-Düsseldorfer Häfen RheinCargo Verwaltung Zweite Ebene 46,87 ja RheinCargo Verwaltungs-GmbH HGK Neuss-Düsseldorfer Häfen Zweite Ebene 46,87 ja RheinEnergie AG GEW Westenergie Zweite Ebene 80,00 ja ANHANG 331 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht RheinEnergie Biokraft Randkanal-Nord GmbH & Co. KG RheinEnergie RheinEnergie Biokraft Verwaltungs Dritte Ebene 80,00 nein RheinEnergie Biokraft Verwaltungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein RheinEnergie Express GmbH RheinEnergie AggerEnergie AggerEnergie BELKAW BELKAW GVG GVG evd evd Stadtwerke Leichlingen Stadtwerke Leichlingen Dritte Ebene 75,60 nein RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein RheinEnergie HKW Rostock GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein RheinEnergie Industrielösungen GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein RheinEnergie Solar GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein RheinEnergie-Stadtwerke Duisburg Windpark Verwaltungs-GmbH RheinEnergie Stadtwerke Duisburg Dritte Ebene 40,00 nein RheinEnergie Trading GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein RheinEnergie Windkraft Geschäftsführungs-GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein RheinEnergie Windkraft GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH HGK Stadt Leverkusen Zweite Ebene 46,87 ja ANHANG 332 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht Rheinische NETZGesellschaft mbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein Rheinland Cargo Schweiz GmbH HGK Zweite Ebene 93,74 ja Rhein-Ruhr Terminal Gesellschaft für Container- und Güterumschlag mbH neska Intermodal Vierte Ebene 93,74 nein Rhein-Sieg Netz GmbH rhenag Vierte Ebene 26,67 nein RheinWerke GmbH RheinEnergie SWD Dritte Ebene 50,00 nein rhenagbau GmbH rhenag Vierte Ebene 26,67 nein rhenag Rheinische Energie AG Westenergie RheinEnergie Dritte Ebene 26,67 ja RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH Stadt Köln Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen Wirtschaft Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 99,92 ja RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft mbH HGK Zweite Ebene 24,37 nein SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja Scheeps exploitatie Maatschaapij Arnhem B. V. HGK Ship Management Lux Vierte Ebene 31,24 nein Scheeps exploitatie Maatschaapij Nijmegen B. V. HGK Ship Management Lux Vierte Ebene 31,24 nein Schilling Omnibusverkehr GmbH KVB Brigitte Kläs Karl Kläs Marcel Kläs Zweite Ebene 51,00 ja SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG rhenag SE SAUBER ENERGIE Verwaltung Vierte Ebene 4,44 nein SE SAUBER ENERGIE Verwaltungs-GmbH rhenag Vierte Ebene 4,45 nein Siegener Versorgungsbetriebe GmbH rhenag Vierte Ebene 6,65 nein Solarpark Bronkow Luckaitztal GmbH RE Solar Vierte Ebene 80,00 nein ANHANG 333 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. Stadt Köln Stadt Bonn Stadt Hürth Stadt Bergisch Gladbach Stadt Brühl Kreisstadt Siegburg Stadt Königswinter Stadt St. Augustin Stadt Bad Honnef Stadt Bornheim Stadt Wesseling Gemeinde Alfter Rhein-Erft-Kreis Rhein-Sieg-Kreis Stadt Niederkassel Erste Ebene/ direkte Beteiligung 50,00 ja Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja Stadtwerke Düsseldorf AG GEW Zweite Ebene 20,00 nein Stadtwerke Köln GmbH Stadt Köln Erste Ebene/ direkte Beteiligung 100,00 ja Stadtwerke Leichlingen GmbH Leichlinger Bäder- und Beteiligungs-GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,20 nein Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG Stadt Lohmar RheinEnergie Stadtwerke Lohmar Verwaltung Dritte Ebene 39,20 nein ANHANG 334 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH Stadt Lohmar RheinEnergie Dritte Ebene 39,20 nein Stadtwerke Pulheim GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,20 nein Stadtwerke Sankt Augustin GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 36,00 nein Stadtwerke Troisdorf GmbH TroiKomm RheinEnergie Dritte Ebene 32,00 nein Stromkontor Griesheim GmbH Stromkontor Rostock Port Vierte Ebene 39,20 nein Stromkontor Netzgesellschaft mbH Stromkontor Rostock Port Vierte Ebene 39,20 nein Stromkontor Rostock Port GmbH Stromkontor Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft RheinEnergie Dritte Ebene 39,20 nein Stromnetz24 GmbH Stromkontor Rostock Port Vierte Ebene 39,20 nein Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG Stadt Bornheim RheinEnergie Stromnetz Bornheim Verwaltungs GmbH Dritte Ebene 39,20 nein Stromnetz Bornheim Verwaltungs GmbH Stromnetz Bornheim KG Vierte Ebene 39,20 nein Stromnetzgesellschaft Neunkirchen-Seelscheid GmbH & Co. KG rhenag VG SNS GmbH Vierte Ebene 0,27 nein Stromnetz Pulheim GmbH & Co. KG Stadtwerke Pulheim innogy Westenergie GmbH Stromnetz Pulheim Verwaltung Vierte Ebene 58,72 nein Stromnetz Pulheim Verwaltung GmbH Stadtwerke Pulheim Vierte Ebene 29,36 nein TankE GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein TKN Terminal Köln-Nord GmbH i.L. CTS Dritte Ebene 37,05 nein uct Umschlag Container Terminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,74 nein VDV eTicket Service GmbH & Co. KG KVB VDV-Kernapplikation- Verwaltungsgesellschaft mbH Zweite Ebene 10,12 nein ANHANG 335 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH GEW Zweite Ebene 1,69 nein Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG rhenag Versorger Allianz 450 Verwaltungsgesellschaft Vierte Ebene 1,54 nein Versorger Allianz 450 Verwaltungsgesellschaft mbH Versorger-Allianz 450 KG Fünfte Ebene 1,54 nein Verwaltungsgesellschaft SNS mbH Stromnetzgesellschaft Neunkirchen-Seelscheid Fünfte Ebene 0,27 nein Wärmegesellschaft RHEIN-ERFT GmbH GVG Vierte Ebene 22,56 nein Wärmegesellschaft Wesseling mbH GVG Vierte Ebene 22,65 nein Wärmekontor Rostock GmbH Stromkontor Rostock Port Vierte Ebene 39,20 nein Westerwald-Netz GmbH rhenag Vierte Ebene 26,67 nein Westigo GmbH KVB Zweite Ebene 100,00 ja Wijnhoff & van Gulpen und Larsen B. V. HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein Windeck Energie GmbH Gemeindewerke Windeck Gemeinde Windeck rhenag Vierte Ebene 13,31 nein Windfarm Frankenheim GmbH & Co. KG RE Windkraft RE Windkraft GF Vierte Ebene 80,00 nein Windfarm Idesheim GmbH RE Windkraft RE Windkraft GF Vierte Ebene 80,00 nein Windfarm Weimar GmbH & Co. KG RE Windkraft RE Windkraft GF Vierte Ebene 80,00 nein Windhagen Projekt Netphen GmbH & Co. KG RE Windkraft RE Windkraft GF Vierte Ebene 80,00 nein Windpark Benzweiler GmbH & Co. KG RE Windkraft RE Windkraft GF Vierte Ebene 80,00 nein Windpark Breitenbach GmbH Grünwerke Vierte Ebene 20,00 nein ANHANG 336 Beteiligung Gesellschafter Beteiligungsebene direkte/indirekte Beteiligung Anteil Stadt Köln (durchgerechnet in %) Abbildung im Beteiligungs- bericht Windpark Fleetmark II GmbH & Co. KG RE Windkraft ThermoPlus WärmeDirektService RE Windkraft GF Vierte Ebene 40,05 nein Windpark Hamdorf GmbH & Co. KG RE Windkraft RE Windkraft GF Vierte Ebene 80,00 nein Windpark Heckelberg-Breydin GmbH & Co. KG RE Windkraft AggerEnergie BELKAW EVL KG evd Stadtwerke Troisdorf Stadtwerke Lohmar KG RE Windkraft GF Vierte Ebene 64,80 nein Windpark Koßdorf III GmbH & Co. KG RE Windkraft GF RE Windkraft ThermoPlus WärmeDirektService Vierte Ebene - nein Windpark Schönwalde-Altenkrempe GmbH & Co. KG RE Windkraft GF RE Windkraft Vierte Ebene - nein Windpark Staustein GmbH & Co. KG RE Windkraft ThermoPlus WärmeDirektService RE Windkraft GF Vierte Ebene 40,05 nein Windpark Zölkow GmbH & Co. KG RE Windkraft RE Windkraft GF Vierte Ebene 80,00 nein Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH SWK Zweite Ebene 100,00 ja ZOO-Gastronomie GmbH Zoo Zweite Ebene 88,19 ja ANHANG 337 2. Erläuterungen und Begriffsdefinitionen Erläuterungen zu den Positionen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) finden Sie in §§ 266, 275 Handelsgesetzbuch (HGB) sowie im Internet z.B. un- ter http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/bilanz.html beziehungsweise unter http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/gewinn-und-verlustrechnung-guv.html. Erläuterung Kennzahlen - Bilanz Anlagenintensität Anlagevermögen Bilanzsumme × 100 Als Verhältnis zwischen Anlagevermögen und Gesamt- vermögen gibt die Kennzahl Auskunft über die Kapital- bindung innerhalb eines Unternehmens. Je größer die Kennzahl, desto mehr Kapital ist innerhalb des Anlage- vermögens gebunden und je höher sind die Fixkosten. Eine hohe Anlageintensität beinhaltet ein höheres Ri- siko, da das Unternehmen bei Marktveränderungen i.d.R. nicht so schnell darauf reagieren kann. Der Ziel- wert ist stark branchenabhängig. Abschreibungen Abschreibungen ohne Abschreibungen auf den Ge- schäfts- und Firmenwert Abschreibungsquote Abschreibungen Immaterielle Vermögen + Sachanlagevermögen × 100 Das Verhältnis zwischen den Abschreibungen eines Ge- schäftsjahres und dem Anlagevermögen lässt Schlüsse über den Erneuerungszyklus von Anlagegütern (z.B. Ma- schinen) und deren Nutzungsdauer zu. Je höher die Ab- schreibungsquote, desto eher werden Anlagen nach Auslaufen der Abschreibungen weiterhin verwendet. Der Zielwert ist stark branchenabhängig. Kreditverbindlichkei- ten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und andere Kreditgeber Investitionen Summe der Zugänge beim Anlagevermögen d.h. bei den immateriellen Vermögensgegenständen, dem Sachanla- gevermögen sowie zu den Finanzanlagen Investitionsquote Investitionen in Anlagevermögen Anlagevermögen × 100 ANHANG 338 Diese Kennzahl spiegelt den prozentualen Anteil der In- vestitionen in das Anlagevermögen wider; sie gibt einen Hinweis auf die Erneuerungsquote. Ist die Investitions- quote langfristig hoch, so lässt dies den Schluss zu, dass ständig in neue Vermögensgegenstände investiert wird. Eine langfristig niedrige Investitionsquote hingegen kann auf eine Überalterung der Anlagegüter hinweisen. Eine Aussage zur Notwendigkeit oder Qualität der Inves- titionen enthält diese Kennzahl nicht. Der Zielwert sollte langfristig größer als Null sein. Eigenkapital Im Gegensatz zum Fremdkapital jene Mittel, die von den Eigentümern einer Unternehmung zu deren Finanzie- rung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im Unternehmen belassen wurden (Selbstfinanzierung). Das davon gezeichnete Kapital ist das Kapital, auf das die Haftung der Gesellschafter für die Verbindlichkeiten der Kapitalgesellschaft gegenüber den Gläubigern be- schränkt ist (§ 272 I HGB). Eigenkapitalquote Eigenkapital Bilanzsumme ×100 Die Eigenkapitalquote zeigt, wie hoch der Anteil des Ei- genkapitals am Gesamtkapital ist. Je höher die Eigenka- pitalquote, umso höher ist die finanzielle Stabilität des Unternehmens und die Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern. Banken bewerten daher die Bonität eines Unternehmens bei hoher Eigenkapitalquote höher. Je höher die Anlagenintensität ist, umso höher sollte auch die Eigenkapitalquote sein. Erläuterungen Kennzahlen - Gewinn- und Verlustrechnung EBIT Earnings before interest and taxes Summe aus Betriebsergebnis, Erträgen aus Beteiligun- gen, Erträgen aus Gewinnabführung, Erträgen aus an- deren Finanzanlagen abzüglich Aufwendungen aus Ver- lustübernahme und Abschreibungen auf Finanzanlagen ANHANG 339 Hierbei handelt es sich um das Unternehmungsergebnis bevor Steuern und Zinsen hinzugerechnet bzw. abgezo- gen werden. Die Kennzahl EBIT wird vor allem verwen- det, um die operative Ertragskraft eines Unternehmens beurteilen zu können, unabhängig von regionalen Be- steuerungen und unterschiedlichen Finanzierungsfor- men. Zielwert ist größer Null. EBITDA Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation EBIT + Abschreibungen auf Sachanlagevermögen + Abschreibungen auf immaterielle Vermögen (Firmenwert) Mit dem EBITDA wird das Betriebsergebnis ohne Ver- zerrungen durch Steuern, Zinsen und Abschreibungen dargestellt. Diese Kennzahl ist also nicht nur um das Fi- nanzergebnis und Steuern bereinigt, sondern gegenüber dem EBIT zusätzlich noch um die Abschreibungen. Die Ertragskennzahl EBITDA wird genutzt, um insbesondere Abschreibungen im Zusammenhang mit Patenten, Li- zenzen und dem Goodwill (Geschäfts- oder Firmenwert) aus der Betrachtung der Ertragskraft eines Unterneh- mens zu eliminieren. Der Zielwert ist größer Null. Gesamtaufwand Summe alle Aufwendungen d.h. Betriebsaufwendungen, Abschreibungen auf Finanzanlagen, Aufwendungen aus Verlustübernahmen, Zinsen und ähnliche Aufwendungen sowie Ertragsteuern und sonstige Steuern Gesamtleistung Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen sowie aktivierter Eigenleistungen Gesamtkapital- rentabilität (Jahresergebnis + Zinsaufwendungen) Bilanzsumme x 100 ANHANG 340 Durch diese Kennzahl lassen sich die Verzinsung und die Effizienz des gesamten Kapitaleinsatzes vor Ergeb- nisübernahme bzw. -abführung im Unternehmen errech- nen. Die Fremdkapitalzinsen werden dem Gewinn hinzu- gerechnet, da sie in derselben Periode angefallen sind, jedoch als Aufwand den Gewinn schmälern. Da die Ge- samtkapitalrentabilität die Verzinsung des gesamten im Unternehmen, also inkl. Fremdkapital, investierten Kapi- tals angibt, ist sie aussagefähiger als die Eigenkapital- rentabilität. Der Zielwert sollte größer als der Zins für das eingesetzte Fremdkapital sein. Gesamtleistung Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen sowie aktivierter Eigenleistungen. Die Bestandsveränderungen geben die Änderung inner- halb des Vorratsvermögens (u.a. bei Roh-, Hilfs- und Be- triebsstoffen) an, aktivierte Eigenleistungen (beispiels- weise in Form von selbst erstellten Anlagen) stellen ei- nen Vermögensgegenstand dar. Die Gesamtleistung be- schreibt daher den Wert, der durch die abgesetzten Pro- dukte/ Dienstleistungen und die selbst erstellten Güter innerhalb einer Periode geschaffen wurde. Betriebsleistung Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Er- träge. Die Betriebsleistung ist eine wesentliche Größe, die als Bezug für eine Reihe von Kennzahlen verwendet wer- den kann (z.B. Personalintensität, Materialintensität, usw.). In der Bilanzanalyse kommt der Betriebsleistung insbesondere bei lagerintensiven Unternehmen eine hö- here Aussagekraft zu als den Umsatzerlösen. Zu den la- gerintensiven Unternehmen gehören Betriebe, bei de- nen aus Gründen des Produktionsprozesses die Pro- dukte nicht innerhalb einer Rechnungsperiode fertigge- stellt sind und deshalb zu hohen Bestandsveränderun- gen führen. Bei Betrieben mit hoher Lagerumschlags- häufigkeit spielt die Gesamtleistung indes keine Rolle, weil hier lediglich der Bilanzstichtag zufällig zu Lagerbe- ständen führt, die als Bestandsveränderung zu zeigen sind. Rohertrag Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand Der Rohertrag zeigt an, welcher Betrag für die Beglei- chung aller übrigen Positionen verbleibt. Der Rohertrag stellt somit die einfachste Form eines Deckungsbeitrags dar. ANHANG 341 ANHANG 342 Personal Beschäftigte Alle Angestellten in Voll- und Teilzeit inkl. Auszubildende. Auszubildende Bei den Auszubildenden soll der Stichtagsbezogene Wert gewählt werden. Falls dieser nicht vorhanden sein sollte, kann auch der Durchschnittswert aus dem An- hang gewählt werden. ANHANG 343 3. Abkürzungsverzeichnis Gesellschaftsformen AG Aktiengesellschaft AöR Anstalt des öffentlichen Rechts B.V. Besloteen vennootshap met beperkte aansprakelijhkeid (niederländische Gesellschaft mit beschränkter Haftung) e.E. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung GbR Gesellschaft bürgerlichen Rechts gGmbH gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH & Co. KG Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Komman- ditgesellschaft S.a.r.l. Socieété à responsabilité limitée (luxemburgische Gesellschaft mit beschränkter Haftung) Allgemein 2G Mobilfunkstandard der 2. Mobilfunkgeneration 3G Mobilfunkstandard der 3. Mobilfunkgeneration AGH Arbeitsangelegenheiten Bg Beigeordnete*r CFDS Contracts for Difference, Differenzkontrakte (derivative Finanzprodukte) CO2 Kohlendioxyd DWNRW Regionale Plattformen für die Digitale Wirtschaft in NRW EAV Ergebnisabführungsvertrag/Ergebnisabführungsvereinbarung e-commerce elektronischer Handel EEG-Umlage Erneuerbare Energien Gesetz - Umlage EigVO Eigenbetriebsverordnung EK Eigenkapital ERP Softwaresystem zur Steuerung des gesamten Unternehmens (Enterprise Ressource Planning) EU Europäische Union FTTB/ FTTH Fibre to the Building/Fibre to the Home (Glasfaserverbindung bis zum Kunden) GJ Geschäftsjahr GO NRW Gemeindeordnung für das Land Nordrhein Westfalen GU/TU Generalunternehmer / Totalunternehmener GW Gebäudewirtschaft hcb Institute for Health Care Business HFC Hybrid Fiber Coax (Technologie zur Realisierung von Kabel- fernsehnetzen) HGB Handelsgesetzbuch ANHANG 344 i. L. in Liquidation IT Informationstechnologie ITK Informations- und Kommunikationstechnologie IUAG Gesetz zur Bildung integrierter Untersuchungsanstalten für be- reiche des Verbraucherschutzes IWF Internationaler Währungsfonds Käm. Kämmerin KFA Kulterförderabgabe KMU Kleine und mittlere Untenehmen KPI (Hub) Key Performance Indicators - Schlüsselkennzahlen kWh Kilowattstunde LGBTQ Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transgender und Queer LoRaWan-Netz Long Range Wide Area Network (Niedrigenergieweitverkehr- netzwerk; ermöglicht ein energieeffizientees Senden von Daten über lange Strecken) MdR Mitglied des Rates MTOW Maximum Take-off Weight - maximales Startgewicht NRW Nordrhein-Westfalen OB Oberbürgermeister/Oberbürgermeisterin OECD Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwick- lung OGZ Onlinezugangsgesetz OKR Objectives and Key Results (Managementmethode zur Verbin- dung von Unternehmenszielen mit Zielen von Teams und Mitar- beitern) PCGK Public Corporate Governance Kodex der Stadt Köln PCR Polymerase chain reaction - enymabhängiges Verfahren zur Vervielfältigung bestimmter Gen-Sequenzen RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. RWTH Rheinisch-Westfaelische Technische Hochschule SAV Sachanlagevermögen SGB II Sozialgesetzbuch II - Bürgergeld, Grundsicherung für Arbeitssu- chende SGB VIII Sozialgesetzbuch VIII - Kinder- und Jugendhilfe SIL 1 Safety Integrity Level (Sicherheitsanforderungsstufe) StD Stadtdirektor*in TH Technische Hochschule TraFöG Trassenpreisförderung im Schienengüterverkehr TVÄ Tarifvertrag Ärzte TVöD Tarifverträg öffentlicher Dienst VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen VG Vermögensgegenstand / Vermögensgegenstände Vj Vorjahr VK Vollzeitkräfte VRS Verkehrsverbund Rhein-Sieg WpG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WZL Werkzeugmaschinenlabor
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