3275/2023
Bericht über die öffentlichen Beteiligungen der Stadt Köln im Haushaltsjahr 2021 - Beteiligungsbericht 2021
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Mitteilung Ausschuss
1592 Zeichen
Dezernat, Dienststelle II/II/2 Vorlagen-Nummer 27.11.2023 3275/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Finanzausschuss 04.12.2023 Bericht über die öffentlichen Beteiligungen der Stadt Köln im Haushaltsjahr 2021 - Beteiligungsbericht 2021 Zur Information der politischen Entscheidungsträger und der Einwohnerschaft über die städtische Beteiligung an Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform des pri- vaten Rechts schreibt die Verwaltung mit dem beigefügten Report für das Jahr 2021 ihre jährliche Berichterstattung fort. Der Beteiligungsbericht enthält insbesondere Angaben über die Erfüllung des öffentli- chen Zwecks, die finanzwirtschaftlichen Auswirkungen der Beteiligungen, die Beteili- gungsverhältnisse und die Zusammensetzung der Organe der Gesellschaft. Neben In- formationen zu den direkten Beteiligungsunternehmen der Stadt Köln sind auch dieje- nigen Gesellschaften aufgeführt, an denen die Stadt Köln durchgerechnet mittelbar Geschäftsanteile von mindestens 25 % hält. Außerdem enthält der Bericht entspre- chende Informationen über die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen der Stadt Köln. Grundlage für die Darstellung der wirtschaftlichen Kennzahlen der Unternehmen bil- den die geprüften Jahresabschlüsse für die Jahre 2019, 2020 und 2021 (sofern ver- fügbar). Im Übrigen basieren die Angaben – sofern nicht anders angegeben - auf dem Stand 31.12.2021. Nach Behandlung des Berichts im Finanzausschuss wird der Beteiligungsbericht im Internetauftritt der Stadt veröffentlicht. Gez. Prof. Dr. Diemert Anlage Beteiligungsbericht 2021
Anlage: Beteiligungsbericht 2021
535738 Zeichen
Beteiligungsbericht 2021
der Stadt Köln
Kontakt
Dezernat für Finanzen und Recht
Stabsstelle für Beteiligungssteuerung und öffentliches Finanz- und Unternehmensrecht
Venloer Straße 151 – 153
50672 Köln
T: 0221 221-23423
beteiligungsmanagement@stadt-koeln.de
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat für Finanzen und Recht
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gestaltung und Druck
Zentrale Dienste der Stadt Köln
13-CS/435-23/Dez II/60/11.2023
INHALTSVERZEICHNIS
I. Allgemeiner Teil................................................................................................. 5
1. Vorwort ....................................................................................................................... 5
2. Aufbau und Umfang des Beteiligungsberichts ............................................................ 6
3. Wesentliche Veränderungen und Aktivitäten im Portfolio ............................................ 9
4. Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Stadt Köln im Berichtsjahr .................... 11
5. Wesentliche mittelbare und unmittelbare Beteiligungen der Stadt Köln .................... 12
6. Darstellung ausgewählter Kennzahlen wesentlicher Beteiligungen ........................... 15
7. Finanzbeziehungen zwischen Stadt und Beteiligungsunternehmen .......................... 23
II. Spezieller Teil – Übersicht wesentlicher Beteiligungen ................................... 26
1. Ver- und Entsorgung ................................................................................................ 27
Stadtwerke Köln GmbH ............................................................................................ 28
AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH ................................................................ 36
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH ............................ 42
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH .................................................... 48
GEW Köln AG .......................................................................................................... 52
RheinEnergie AG ..................................................................................................... 57
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH ............................................. 65
NetAachen GmbH .................................................................................................... 72
rhenag Rheinische Energie AG ................................................................................ 75
BRUNATA-METRONA GmbH .................................................................................. 79
METRONA GmbH .................................................................................................... 83
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR ................................................................... 86
eE Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln .............................................................. 92
2. Verkehr ..................................................................................................................... 94
Kölner Verkehrs-Betriebe AG ................................................................................... 95
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH ......................................................................... 102
Westigo GmbH ....................................................................................................... 105
KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH .................................................................... 108
DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und
Regionalverkehrs mbH ........................................................................................... 111
Schilling Omnibusverkehr GmbH ............................................................................ 114
Regionalverkehr Köln GmbH .................................................................................. 117
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. ............................................................ 121
Häfen und Güterverkehr Köln AG ........................................................................... 124
HGK Shipping GmbH ............................................................................................. 131
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH ................................................................... 134
RheinCargo GmbH & Co. KG ................................................................................. 137
RheinCargo Verwaltungs-GmbH ............................................................................ 141
INHALTSVERZEICHNIS
Rheinland Cargo Schweiz GmbH ........................................................................... 143
NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH ................................................... 145
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service ...................................... 148
Flughafen Köln/Bonn GmbH ................................................................................... 151
3. Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten .................................................. 158
GAG Immobilien AG ............................................................................................... 159
GAG Projektentwicklung GmbH .............................................................................. 165
GAG Servicegesellschaft mbH ............................................................................... 168
Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH .......................................................... 171
Grund und Boden GmbH ........................................................................................ 174
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH .......................................... 177
GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft ........................................................ 181
eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln ..................................................................... 184
4. Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung ............................................................ 191
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH ............................................................. 192
Koelnmesse GmbH ................................................................................................ 194
Koelncongress GmbH............................................................................................. 202
KölnKongress Gastronomie GmbH ......................................................................... 206
KölnTourismus GmbH ............................................................................................ 209
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH ..................................... 212
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH ................ 216
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG ................................................ 219
BioCampus Cologne Management GmbH .............................................................. 222
Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der
Gemeindeentwicklung mbH .................................................................................... 225
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG ........................................................... 230
Butzweilerhof Verwaltung GmbH ............................................................................ 233
Digital Hub Cologne GmbH..................................................................................... 236
d-NRW AöR ............................................................................................................ 239
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH ........................................................... 242
5. Soziales und Gesundheit ........................................................................................ 246
SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH .......................................................................... 247
Kliniken der Stadt Köln gGmbH .............................................................................. 253
RehaNova Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH .......................................... 260
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR ................................ 264
Jugendzentren Köln gGmbH................................................................................... 267
6. Kultur, Sport und Erholung ..................................................................................... 270
KölnBäder GmbH ................................................................................................... 271
INHALTSVERZEICHNIS
KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft mbH ............................................ 276
ACHTBRÜCKEN GmbH ......................................................................................... 280
Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH .......................................................... 283
AG Zoologischer Garten ......................................................................................... 287
ZOO-Gastronomie GmbH ....................................................................................... 291
Kölner Zoo Shop GmbH ......................................................................................... 294
Kölner Sportstätten GmbH ...................................................................................... 297
eE Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln ...................................................... 300
eE Bühnen der Stadt Köln ...................................................................................... 304
eE Gürzenich-Orchester - Kölner Philharmoniker ................................................... 311
eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln ........................ 315
III. Anhang ......................................................................................................... 318
1. Alphabetisches Verzeichnis der direkten und indirekten Beteiligungen ................... 319
2. Erläuterungen und Begriffsdefinitionen ................................................................... 337
3. Abkürzungsverzeichnis ........................................................................................... 343
ALLGEMEINER TEIL
5
I. Allgemeiner Teil
1. Vorwort
Der Beteiligungsbericht 2021 gewährt einen umfassenden Einblick in die vielfältigen
Beteiligungen der Stadt Köln und verdeutlicht, wie die Stadt Köln durch ihre Beteiligun-
gen einen positiven Beitrag zur Entwicklung unserer lebendigen, weltoffenen und in-
novativen Stadt leistet. Er stellt ein wichtiges Instrument der Transparenz dar, indem
er einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Beteiligungen, ihre Ziele, ihre
finanzielle Performance, ihren Geschäftsverlauf und ihre strategische Ausrichtung bie-
tet.
Das vergangene Jahr war von zahlreichen Herausforderungen geprägt, denen wir uns
als Stadtgemeinschaft gemeinsam angenommen haben. Die COVID-19- Pandemie
und die damit verbundenen Auswirkungen haben die Kölner*innen vor große Aufgaben
gestellt. Der Beteiligungsbericht 2021 beleuchtet auch, wie die Beteiligungen der Stadt
Köln von der Bewältigung der Pandemie betroffen waren. Dies gilt für kommunale Un-
ternehmen im Gesundheitssektor wie z.B. die Kliniken der Stadt Köln gGmbH, im Zuge
der gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen des Shutdowns aber auch für Unter-
nehmen im Bereich der Ver- und Entsorgung sowie der Kultur und des Sports.
Dieser Bericht stellt die finanzielle Entwicklung und Ergebnisse der einzelnen Unter-
nehmen dar und verdeutlicht die strategischen Maßnahmen, die ergriffen wurden, um
die Beteiligungen zukunftsfähig aufzustellen. Zudem bietet er Einblicke in die Struktu-
ren, die Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivitäten und die erwarteten Ent-
wicklungen und Herausforderungen.
Eine bedeutende Neuerung in diesem Jahr ist die erstmalige Erstellung des Beteili-
gungsberichts mithilfe einer Beteiligungsmanagementsoftware. Die Software automa-
tisiert viele der zeitaufwändigen Prozesse der Datenerfassung und -analyse. Diese di-
gitale Umstellung in der Berichterstellung trägt nicht nur zur Verbesserung der Daten-
qualität bei, sondern ist auch Basis für eine zukünftig zeitnähere Berichtserstellung.
Wir möchten allen Mitarbeiterinnen danken, die Tag für Tag dazu beitragen, unsere
Beteiligungen erfolgreich zu gestalten. Ebenso möchten wir den Aufsichtsgremien
danken, die ihre Expertise und Erfahrung in den Dienst unserer Beteiligungen stellen.
Köln, im Oktober 2023
Henriette Reker Prof. Dr. Dörte Diemert
Oberbürgermeisterin Stadtkämmerin
ALLGEMEINER TEIL
6
2. Aufbau und Umfang des Beteiligungsberichts
Kommunale Aufgaben in Beteiligungsunternehmen
Die städtischen Beteiligungsgesellschaften und Sondervermögen nehmen eine Viel-
zahl kommunaler Aufgaben wahr und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Si-
cherstellung der Daseinsvorsorge. Die städtischen Beteiligungen erbringen Leistun-
gen in diversen Geschäftsfeldern, die grundsätzlich folgende Aufgaben umfassen:
Ver- und Entsorgung
- Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser, Wärme und Telekommunikationsdienst-
leistungen
- Entsorgung, einschließlich der Abfallsammlung, Straßenreinigung und Winterwar-
tung sowie Abwasserentsorgung
- Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge
- Pflege und Unterhaltung Kölner Gewässer
- Straßenentwässerung
Verkehr
- Bedienung des öffentlichen und nicht-öffentlichen Verkehrs
- Betrieb von Häfen und Flughäfen
Bauen und Wohnen sowie Betreuung städtischer Bauten
- Wohnraumversorgung durch Neubau, Kauf, Verkauf, Bewirtschaftung und Ver-
mietung von Wohnungen über die städtischen Wohnungsgesellschaften
- Bewirtschaftung und Baubetreuung von städtischen Objekten sowie Planung und
Ausführung von Gebäudetechnik und Hochbaumaßnahmen aller Art
Kultur, Sport und Erholung
- Vermietung und Verpachtung von Veranstaltungsstätten zur Durchführung kultu-
reller und sonstiger Veranstaltungen
- Vorhaltung und Betrieb von Sportstätten, Bädern und einer Eissporteinrichtung
- Betrieb von Museen und Zoo
- Betrieb von Kunst- und Kultursparten, wie Theater, Tanz und Musik
Gesundheitsversorgung und Soziales
- Ambulante, vor-, nach-, teil- und vollstationäre Gesundheitsleistungen
- Beratung, Unterbringung, Betreuung, Versorgung und Pflege alter, behinderter
oder psychisch kranker Menschen sowie anderweitig notleidender oder gefährde-
ter Menschen Angebot von Beschäftigungsfördermöglichkeiten
- Förderung der Kinder- und Jugendhilfe durch den Betrieb entsprechender Ein-
richtungen
Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
- Planung, Organisation und Durchführung von Messen und Ausstellungen und an-
derer Veranstaltungen zur Förderung von Industrie, Handel und Handwerk im In-
und Ausland
ALLGEMEINER TEIL
7
- Förderung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Köln und der heimischen
Wirtschaft
- Innovations- und Gründerförderung, Förderung der Digitalisierung und des Tech-
nologietransfers
- Durchführung von Stadtentwicklungsprojekten
Kernfunktion der städtischen Beteiligungsgesellschaften ist die nachhaltige und zu-
verlässige Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung und der regionalen Wirt-
schaft mit Dienstleistungen zu sozialverträglichen Preisen. Die Aktivitäten der Unter-
nehmen wirken sich aber auch unmittelbar auf den städtischen Haushalt – im We-
sentlichen in Form von Gewinnabführungen und Betriebskostenzuschüssen - aus.
Chancen und Risiken in den geschäftlichen Aktivitäten der Gesellschaften kommen
daher auch im Hinblick auf die städtische Finanzwirtschaft große Bedeutung zu. Über
diese Gesellschaften soll im Folgenden berichtet werden.
Gesetzliche Grundlagen der Berichterstattung über Beteiligungsunternehmen
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Erstellung eines Beteiligungsberichts
haben sich in NRW zum 01.01.2019 geändert.
Grundsätzlich maßgeblich sind die §§ 117 Abs. 1 Gemeindeordnung für das Land
Nordrhein-Westfalen (GO NRW) und 53 Kommunalhaushaltsverordnung Nordrhein-
Westfalen (KomHVO NRW). Da jedoch nur noch diejenigen Gemeinden, die gem.
§ 116a GO NRW größenabhängig keinen Gesamtabschluss aufstellen müssen, ei-
nen Beteiligungsbericht erstellen müssen, ist die Stadt Köln von der Verpflichtung
nach § 117 Abs. 1 GO NRW freigestellt.
Wenngleich eine Verpflichtung zur Erstellung für die Stadt Köln entfällt, soll das In-
strument dennoch weiterhin genutzt werden, um die interessierte Öffentlichkeit jähr-
lich über die Aktivitäten in den städtischen Beteiligungsunternehmen zu informieren.
Im allgemeinen Teil werden Übersichtsinformationen zum Gesamtportfolio und
seine wesentlichen Veränderungen dargestellt. Die Berichterstattung zu allen direk-
ten und ausgewählten indirekten Beteiligungen erfolgt unternehmensindividuell im
speziellen Teil dieses Berichtes, wobei der Umfang der Berichterstattung nicht für
alle Beteiligungen einheitlich ist. Zu den Beteiligungen wurden sowohl allgemeine In-
formationen als auch betriebs- und finanzwirtschaftliche Daten des Berichtsjahres
2021 und der Vorjahre zusammengetragen, die ein Bild der wirtschaftlichen und fi-
nanziellen Lage vermitteln.
ALLGEMEINER TEIL
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Umfang der Berichterstattung
Die Auswahl der in den Bericht aufgenommenen Unternehmen folgt grundsätzlich
nachstehender Systematik:
Dabei wurden zunächst all jene Beteiligungsunternehmen berücksichtigt, die unter
die Definition einer wirtschaftlichen bzw. nichtwirtschaftlichen Betätigung i.S.d. § 107
Abs. 1,2 GO NRW fallen und an denen die Stadt Köln unmittelbar oder mittelbar über
maximal zwei Stufen (die sogenannten Enkelunternehmen) beteiligt ist. Wie bislang
auch, werden Unternehmen in privater Rechtsform, Anstalten öffentlichen Rechts, Ei-
genbetriebe und eigenbetriebsähnliche Einrichtungen abgebildet.
Insgesamt wird bei der Auswahl der Gesellschaften angenommen, dass Unterneh-
men, (i.) an denen die Stadt mindestens 25,1 % hält, (ii.) eine Einordnung als großes
Unternehmen nach § 267 Abs. 3 HGB erfolgt und (iii.) in deren Aufsichtsgremien die
Stadt Köln repräsentiert ist, eine größere Bedeutung für die Erfüllung städtischer Auf-
gaben haben, als Beteiligungen, die diese Kriterien nicht erfüllen. Über die Beteili-
gungen, die diese Kriterien (kumulativ) erfüllen wird daher umfangreicher, über an-
dere Gesellschaften nur eingeschränkt berichtet.
Im Beteiligungsbericht nicht berücksichtigt werden indirekte Beteiligungsgesellschaf-
ten, an denen die Stadt Köln weniger als 25,1% Anteile hält.
Mit Blick auf die besondere strategische oder wirtschaftliche Bedeutung für den je-
weiligen Gesellschafter wird zusätzlich über ausgewählte Beteiligungen berichtet,
welche eine Stufe unter den Enkelunternehmen sind. Dazu zählen die rhenag Rheini-
sche Energie AG, Tochter der RheinEnergie AG (durchgerechneter Anteil Stadt Köln:
33,33 %), die METRONA GmbH, Tochter der BRUNATA-METRONA GmbH (100 %)
und die NetAachen GmbH, Tochter der NetCologne Gesellschaft für Telekommunika-
tion mbH (84 %).
ALLGEMEINER TEIL
9
3. Wesentliche Veränderungen und Aktivitäten im Portfolio
Folgende wesentliche Ratsvorlagen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Akti-
vitäten der Beteiligungsunternehmen wurden im Berichtsjahr beschlossen und sollen
in den Folgejahren umgesetzt werden:
Digital Hub Cologne GmbH: Veräußerung der Anteile
Mit Wirkung zum 31.12.2021 hat die Stadt alle Anteile am Digital Hub Cologne
GmbH veräußert; vorher 33,3%.
HTAG Häfen und Transport AG: Abspaltung und Verschmelzung
Mit Abspaltungsvertrag vom 16. Dezember 2021 zwischen der HTAG Häfen und
Güterverkehr AG, Duisburg, und der HGK Dry Shipping GmbH, Köln, wurde der
eigenständige Geschäftsbereich „Schiffsaktivitäten und Befrachtung“ der HTAG
mit Rückwirkung zum 1. Januar 2021 auf die HGK Dry Shipping GmbH übertra-
gen. Mit Verschmelzungsvertrag vom 16. Dezember 2021 zwischen der HTAG
Häfen und Güterverkehr AG, Duisburg, und der NESKA Schiffahrts- und Spediti-
onskontor Gesellschaft mbH, Duisburg, wurde die HTAG auf die NESKA ver-
schmolzen. Infolge des Abspaltung- und des Verschmelzungsvertrags sind die
Anteile an der HTAG vollständig untergegangen.
Koelnmesse GmbH: Zuführung in die Kapitalrücklage (Ratsbeschluss v.
23.03.2021)
Vor dem Hintergrund der hohen Corona-Verluste hat der Rat der Stadt Köln einer
Aufstockung des Eigenkapitals der Koelnmesse GmbH um 120 Mio. Euro zur Fi-
nanzierung des Neubaus der sog. Confex-Halle zugestimmt. Der Anteil der Stadt
Köln beläuft sich auf 96 Mio. Euro, das Land NRW hat einen Anteil von 24 Mio.
Euro übernommen.
Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB): Mittelbarer Erwerb der M.K. Fahrzeugser-
vice GmbH
Die Kölner Verkehrs-Betriebe AG hat mittelbar über die Schilling Omnibus Verkehr
GmbH (SOV) die M.K. Fahrzeugservice GmbH erworben und zum 01.01.2021 in
die SOV Gruppe integriert.
RheinEnergie AG: Erwerb der von der SPIE Deutschland & Zentraleuropa
GmbH an der TankE GmbH gehaltenen Geschäftsanteile
Die RheinEnergie AG erwirbt die 20 % Geschäftsanteile an der TankE GmbH von
der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH.
RheinEnergie AG: Vollerwerb der RheinEnergie Express GmbH und Verschmel-
zung auf die RheinEnergie AG
Die RheinEnergie AG erwirbt die Anteile der Beteiligungsgesellschaften Agger-
Energie GmbH (4,0 %), BELKAW GmbH (4,0 %), GVG Rhein-Erft GmbH (3,0 %),
energieversorgung Dormagen GmbH (1,0 %) und Stadtwerke Leichlingen GmbH
(0,2 %) an der RheinEnergie Express GmbH. Dies erfolgt um die RheinEnergie
Express GmbH (REX) auf die RheinEnergie zu verschmelzen, die Kunden der
REX zur RheinEnergie zu übertragen, um organisatorische Abläufe zu vereinfa-
chen und – damit einhergehend – Kosten zu reduzieren. Der Beschluss des Ra-
tes erfolgte am 09.11.2021, die Umsetzung jedoch erst im Laufe des Jahres 2022.
ALLGEMEINER TEIL
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Stadtentwässerungsbetriebe Köln: Beteiligung an der KLAR GmbH
Die zu gründende Gesellschaft KLAR GmbH soll am Standort Köln-Merkenich
eine Aufbereitungsanlage für Klärschlämme planen, errichten und betreiben. Un-
mittelbare Gesellschafter werden neben der StEB Köln, die Stadt Bonn sein sowie
eine Poolgesellschaft, in der sich kleinere Städte und Umlandgemeinden zusam-
mengeschlossen haben.
ALLGEMEINER TEIL
11
4. Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Stadt Köln im Berichtsjahr
Anteilserwerbe
Anteilserwerb an Anteilserwerb durch Anteil alt Anteil neu
M.K. Fahrzeugservice GmbH KVB mittelbar über SOV 0% 51%
Anteilserwerb an Anteilserwerb durch Anteil alt Anteil neu
RheinEnergie Express GmbH RheinEnergie AG 87,8% 100%
Anteilserwerb an Anteilserwerb durch Anteil alt Anteil neu
TankE GmbH RheinEnergie AG 80% 100%
Anteilsveräußerungen
Anteilsveräußerung an Anteilsveräußerung durch Anteil alt Anteil neu
Mediengründerzentrum NRW Stadt Köln 50% 25,1%
Anteilsveräußerung an Anteilsveräußerung durch Anteil alt Anteil neu
Digital Hub Stadt Köln 33,3% 0%
Anteilsveräußerung an Anteilsveräußerung durch Anteil alt Anteil neu
HTAG HGK 100% 0%
ALLGEMEINER TEIL
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5. Wesentliche mittelbare und unmittelbare Beteiligungen der Stadt Köln
ALLGEMEINER TEIL
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ALLGEMEINER TEIL
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ALLGEMEINER TEIL
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6. Darstellung ausgewählter Kennzahlen wesentlicher Beteiligungen
Unternehmen Beschäftigte Auszubildende Bilanzsumme (T€) Umsatzerlöse (T€)
2020 2021 2020 2021 2020 2021 2020 2021
Ver- und Entsorgung
Stadtwerke Köln GmbH 146 145 2 2 1.411.003 2.156.943 26.669 28.115
AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH 1.666 1.663 54 54 140.553 143.673 176.269 188.451
AVG Abfallentsorgungs- und
Verwertungsgesellschaft Köln mbH 223 0 8 8 109.165 123.712 107.702 111.859
GEW Köln AG 0 0 0 0 1.012.549 1.053.477 - -
RheinEnergie AG 2.773 2.713 77 82 2.015.965 2.120.169 2.468.382 2.516.914
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR 637 639 27 30 1.854.165 1.833.023 212.986 213.724
eE Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln 0 - 0 - 12.310 - 237.122 -
Verkehr
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 3.885 4.047 184 195 1.031.668 1.009.014 250.756 251.027
Regionalverkehr Köln GmbH 832 874 0 25 74.005 93.310 44.260 44.384
Häfen und Güterverkehr Köln AG 548 556 22 25 497.207 483.059 71.241 74.674
HGK Shipping GmbH 288 33 0 4 196.575 229.229 3.204 5.140
NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 182 255 0 16 69.367 89.331 41.999 53.914
Flughafen Köln/Bonn GmbH 1.717 1.703 44 36 757.196 805.614 208.358 246.306
Wohnungsbau und Betreuung städtischer
Bauten
GAG Immobilien AG 560 586 18 15 2.238.847 2.356.139 239.677 240.229
Grund und Boden GmbH 0 0 0 0 808.956 806.414 145.385 145.899
eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 708 705 0 0 2.276.283 2.500.760 341.377 357.527
Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH 4 6 0 0 326 277 0 0
Koelnmesse GmbH 676 651 20 18 353.227 387.373 75.422 98.680
KölnTourismus GmbH 90 81 4 2 8.156 8.222 1.531 1.351
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und
Berufsförderung mbH 256 256 7 7 2.143 2.276 6.473 6.339
ALLGEMEINER TEIL
16
Unternehmen Beschäftigte Auszubildende Bilanzsumme (T€) Umsatzerlöse (T€)
2020 2021 2020 2021 2020 2021 2020 2021
Ver- und Entsorgung
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und
Gründerzentrum Köln GmbH 8 8 0 0 1.684 1.630 681 719
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co.
KG 5 6 0 0 37.441 37.624 4.498 4.821
BioCampus Cologne Management GmbH 0 0 0 0 312 186 0 237
Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des
Städtebaues und der Gemeindeentwicklung
mbH
23 26 0 0 180.316 226.868 11.323 16.537
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 0 0 0 0 26.844 15.493 13.325 8.336
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH 48 71 0 0 20.471 19.046 137 519
Soziales und Gesundheit
SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 1.551 1.610 134 175 192.364 200.881 108.609 112.494
Kliniken der Stadt Köln gGmbH 4.470 4.574 259 279 495.488 580.022 383.666 378.405
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt
Rheinland AöR 86 84 1 0 33.216 34.812 9.761 10.618
Jugendzentren Köln gGmbH 533 342 0 0 3.881 3.865 13.177 13.673
Kultur, Sport und Erholung
KölnBäder GmbH 305 283 14 8 87.953 85.021 9.834 8.713
KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft
mbH 59 60 3 3 8.554 9.946 4.762 3.910
ACHTBRÜCKEN GmbH 4 4 0 0 533 565 42 46
Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH 12 12 0 0 420 383 1.066 1.192
AG Zoologischer Garten 157 165 12 12 43.532 44.225 14.127 17.044
Kölner Sportstätten GmbH 33 32 0 0 105.889 102.285 13.716 9.830
eE Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln 0 0 0 0 324.825 417.665 2.989 3.096
eE Bühnen der Stadt Köln 788 799 19 20 449.476 578.183 4.538 759
eE Gürzenich-Orchester - Kölner Philharmoniker 146 157 2 11 14.102 15.648 8.223 6.843
eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation
Corboud der Stadt Köln 21 - 0 - 692.818 - 1.063 -
ALLGEMEINER TEIL
17
Unternehmen Unternehmensergebnis Eigenkapital (T€) Anlagevermögen (T€) Verbindlichkeiten (T€)
2020 2021 2020 2021 2020 2021 2020 2021
Ver- und Entsorgung
Stadtwerke Köln GmbH 67.515 72.731 718.908 741.239 865.971 859.286 594.846 1.310.701
AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH 13.373 29.198 20.926 31.726 121.984 108.308 53.709 44.947
AVG Abfallentsorgungs- und
Verwertungsgesellschaft Köln mbH 19.302 20.161 54.764 55.623 82.114 79.818 41.847 52.801
GEW Köln AG 169.157 201.163 789.590 789.590 836.529 865.274 222.707 263.634
RheinEnergie AG 170.098 172.726 914.418 924.418 1.290.572 1.339.543 416.609 459.272
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR 23.671 26.579 801.344 803.123 1.848.638 1.826.478 689.342 662.279
eE Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln 3.238 - 2.693 - - - 6.556 -
Verkehr
Kölner Verkehrs-Betriebe AG -109.925 -144.949 365.775 384.451 875.498 866.306 440.392 413.600
Regionalverkehr Köln GmbH -942 -1.477 9.789 10.309 62.541 77.330 47.174 61.729
Häfen und Güterverkehr Köln AG 10.258 10.504 108.799 112.099 472.346 456.246 308.650 309.058
HGK Shipping GmbH 3.230 15.805 3.231 11.781 165.022 164.848 187.069 210.900
NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH -300 -3.342 3.075 11.193 35.319 48.614 59.113 64.062
Flughafen Köln/Bonn GmbH -31.100 -14.524 228.490 288.523 713.103 680.172 375.927 368.088
Wohnungsbau und Betreuung städtischer
Bauten
GAG Immobilien AG 49.765 37.399 607.603 636.911 2.104.625 2.189.844 1.518.334 1.591.658
Grund und Boden GmbH 18.962 13.956 139.367 139.367 764.083 761.183 656.512 655.187
eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 0 0 182.731 183.572 2.120.077 2.391.297 1.495.005 1.717.152
Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH 136 0 173 173 6 3 23 58
Koelnmesse GmbH -98.608 -76.205 147.559 191.354 325.780 333.558 139.007 148.713
KölnTourismus GmbH -5.110 -6.642 4.455 4.484 5.811 5.786 3.262 3.282
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und
Berufsförderung mbH 97 345 53 398 468 383 1.548 1.362
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und
Gründerzentrum Köln GmbH 32 -5 1.449 1.443 1.583 1.546 180 158
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co.
KG -48 609 28.755 29.363 36.304 35.532 8.518 8.179
ALLGEMEINER TEIL
18
Unternehmen Unternehmensergebnis Eigenkapital (T€) Anlagevermögen (T€) Verbindlichkeiten (T€)
2020 2021 2020 2021 2020 2021 2020 2021
BioCampus Cologne Management GmbH 1 -1 35 34 0 0 265 120
Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des
Städtebaues und der Gemeindeentwicklung
mbH
1.699 3.682 19.457 23.313 1.858 1.772 149.028 190.449
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 4.553 1.411 7.689 9.100 0 0 14.188 1.723
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH -9.373 -11.498 12.577 13.386 1.207 1.063 5.105 2.772
Soziales und Gesundheit
SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 582 1.130 65.656 66.786 117.250 116.382 66.587 74.079
Kliniken der Stadt Köln gGmbH -48.573 -53.207 0 0 184.485 202.719 319.152 383.400
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt
Rheinland AöR -709 196 2.548 2.745 19.125 18.280 10.513 9.755
Jugendzentren Köln gGmbH 7 -155 961 806 1.746 1.679 752 735
Kultur, Sport und Erholung
KölnBäder GmbH -20.898 -20.400 35.302 35.302 86.595 82.528 48.211 43.685
KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft
mbH -5.428 -6.634 3.212 2.275 2.454 2.690 3.953 6.228
ACHTBRÜCKEN GmbH -228 -421 465 494 0 0 42 39
Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH 38 125 97 222 22 16 106 59
AG Zoologischer Garten -2.077 2.051 23.318 26.372 39.858 42.168 16.228 15.273
Kölner Sportstätten GmbH -5.684 -5.160 34.937 35.247 99.878 96.876 67.610 61.357
eE Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln -2.643 -2.511 166.748 167.313 324.776 417.217 156.778 249.488
eE Bühnen der Stadt Köln 4.661 2.725 10.487 13.212 428.017 468.629 390.567 526.419
eE Gürzenich-Orchester - Kölner Philharmoniker 2.363 3.061 5.758 8.819 860 850 166 655
eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation
Corboud der Stadt Köln -297 - 87.075 - 684.609 - 1.238 -
ALLGEMEINER TEIL
19
Unternehmen Investitionen SAV (T€) Personalaufwand (T€) Gesamtaufwand (T€)
2020 2021 2020 2021 2020 2021
Ver- und Entsorgung
Stadtwerke Köln GmbH 710 3 14.366 15.720 51.644 60.748
AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH 38.956 5.854 107.381 105.895 167.014 173.285
AVG Abfallentsorgungs- und
Verwertungsgesellschaft Köln mbH 9.297 5.837 18.622 18.555 97.693 100.911
GEW Köln AG 0 0 71 71 6.834 8.234
RheinEnergie AG 99.490 79.841 270.007 270.927 2.514.749 2.445.007
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR 53.270 56.279 60.200 59.344 209.166 206.864
eE Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln 0 - 0 - 233.884 -
Verkehr
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 161.125 95.959 234.357 253.728 471.913 519.421
Regionalverkehr Köln GmbH 19.644 22.752 38.730 40.811 78.429 86.811
Häfen und Güterverkehr Köln AG 46.603 17.362 48.273 48.754 86.022 89.283
HGK Shipping GmbH 3.460 56 1.164 3.051 3.348 11.717
NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 1.636 14.595 9.864 14.941 50.512 68.365
Flughafen Köln/Bonn GmbH 23.675 14.277 111.106 119.935 255.672 271.028
Wohnungsbau und Betreuung städtischer
Bauten
GAG Immobilien AG 128.633 131.937 45.731 50.732 232.878 243.866
Grund und Boden GmbH 11.818 21.473 169 153 133.328 140.331
eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 271.883 308.994 46.505 48.213 369.140 387.145
Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH 7 7 268 363 636 749
Koelnmesse GmbH 103.435 32.918 43.626 46.874 182.258 199.708
KölnTourismus GmbH 17.866 176.019 4.179 3.955 7.141 8.237
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und
Berufsförderung mbH 197.365 77.082 8.511 8.244 10.700 10.267
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und
Gründerzentrum Köln GmbH 1 49 321 274 775 793
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG 28 257 398 447 4.705 4.307
BioCampus Cologne Management GmbH 0 0 67 204 86 248
ALLGEMEINER TEIL
20
Unternehmen Investitionen SAV (T€) Personalaufwand (T€) Gesamtaufwand (T€)
2020 2021 2020 2021 2020 2021
Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des
Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH 237 117 3.088 3.379 32.025 26.231
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 0 0 0 0 4.162 1.995
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH 356 92 5.010 5.822 9.956 12.435
Soziales und Gesundheit
SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 6.864 8.267 76.097 78.741 125.438 133.369
Kliniken der Stadt Köln gGmbH 16.658 23.624 256.849 267.436 444.399 455.130
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt
Rheinland AöR 446 412 5.865 5.685 11.684 11.685
Jugendzentren Köln gGmbH 196.986 156 9.841 10.581 13.479 14.223
Kultur, Sport und Erholung
KölnBäder GmbH 2 561 14.063 12.585 31.574 30.613
KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft
mbH 756 515 5.178 4.765 12.133 11.307
ACHTBRÜCKEN GmbH 0 0 207 233 571 1.136
Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH 5 2 493 520 1.046 1.163
AG Zoologischer Garten 1.038 4.317 9.402 9.074 19.645 18.827
Kölner Sportstätten GmbH 3.372 2.881 2.127 2.282 19.605 15.753
eE Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln 700 1.065 0 0 9.623 8.834
eE Bühnen der Stadt Köln 39.166 49.897 47.695 43.913 82.261 90.548
eE Gürzenich-Orchester - Kölner Philharmoniker 129 106 13.983 13.821 19.031 17.987
eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
der Stadt Köln 87 - 1.769 - 6.380 -
ALLGEMEINER TEIL
21
Frauenquoten in den wesentlichen Beteiligungen der Stadt Köln
Unternehmen
Geschäftsfüh-
rung / Vorstand /
Betriebsleitung1
Quote
Aufsichtsrat /
Verwaltungsrat2
Quote
1.Führungsebene
Quote
2. Führungs-
ebene
Quote
Ver- und Entsorgung
Stadtwerke Köln GmbH 33,3 % 23,8 % 30,0% 30,0%
AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH 0,0 % 46,7 % 27,0% 39,0%
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 0,0 % 31,3 % 0,0% 33,3%
GEW Köln AG 66,7 % 40,0 % - -
RheinEnergie AG 50,0 % 40,0 % 0,0% 25,0%
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR 100,0 % 50,0 % 42,0% 12,0%
eE Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln 0,0 % 53,8 % - -
Verkehr
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 25,0 % 25,0 % 15,8% 29,2%
Regionalverkehr Köln GmbH 0,0 % 8,3 % - -
Häfen und Güterverkehr Köln AG 0,0 % 20,0 % 16,7% 19,0%
HGK Shipping GmbH 0,0 % - 0,0% 20,0%
NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 0,0 % - 0,0% 0,0%
Flughafen Köln/Bonn GmbH 0,0 % 26,7 % 11,1% 18,9%
Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten
GAG Immobilien AG 100,0 % 46,7 % 0,0% 34,6%
Grund und Boden GmbH 100,0 % - - -
eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 33,3 % 61,5 % 57,0% 35,0%
Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH 0,0 % - 100,0% 0,0%
1 Bei GmbH & Co. KG wird die Geschäftsführung durch die dazugehörige Komplementär-GmbH wahrgenommen, so dass hier keine Frauenquote dargestellt
werden kann.
2 Verschiedene GmbH verfügen über keinen Aufsichtsrat, so dass hier keine Frauenquote dargestellt werden kann.
ALLGEMEINER TEIL
22
Unternehmen
Geschäftsfüh-
rung / Vorstand /
Betriebsleitung1
Quote
Aufsichtsrat /
Verwaltungsrat2
Quote
1.Führungsebene
Quote
2. Führungs-
ebene
Quote
Koelnmesse GmbH 0,0 % 42,9 % 15,8% 39,5%
KölnTourismus GmbH 0,0 % 33,3 % 66,7% 50,0%
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH 0,0 % 41,7 % 16,0% 20,0%
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln
GmbH 0,0 % - 100,0% 0,0%
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG 50,0 % - 0,0% 0,0%
BioCampus Cologne Management GmbH 50,0 % - 0,0% 0,0%
Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der
Gemeindeentwicklung mbH 0,0 % 28,6 % 0,0% -
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 0,0 % - -
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH 0,0 % 40,0 % 25,0% -
Soziales und Gesundheit
SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 100,0 % 41,7 % 70,6% 53,5%
Kliniken der Stadt Köln gGmbH 0,0 % 33,3 % 33,3% 30,0%
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR 50,0 % 35,7 % 100,0% 100,0%
Jugendzentren Köln gGmbH 100,0 % 44,4 % 100,0% 67,0%
Kultur, Sport und Erholung
KölnBäder GmbH 50,0 % 6,7 % 0,0% 43,0%
KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft mbH 0,0 % 42,9 % 0,0% 50,0%
ACHTBRÜCKEN GmbH 0,0 % 42,9 % - -
Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH 0,0 % 50,0 % 0,0% -
AG Zoologischer Garten 0,0 % 44,4 % 100,0% 27,3%
Kölner Sportstätten GmbH 0,0 % 15,4 % 50,0% -
eE Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln 50,0 % 30,8 % 0,0% 0,0%
eE Bühnen der Stadt Köln 25,0 % 46,2 % 25,0% 34,0%
eE Gürzenich-Orchester - Kölner Philharmoniker 0,0 % 46,2 % 0,0% 24,0%
eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der Stadt Köln 50,0 % 55,6 % - -
ALLGEMEINER TEIL
23
7. Finanzbeziehungen zwischen Stadt und Beteiligungsunternehmen
Beteiligung Art der Finanzbeziehung2019(T€)2020(T€)2021(T€)ACHTBRÜCKENBetriebskostenzuschuss-450 -450 -450AG ZooBetriebskostenzuschuss-3.545 -5.026 -5.026Investitionszuschuss-138 -138 -138Akademie der Künste der Welt/KölnBetriebskostenzuschuss-850 -900 -1.000BioCampus CologneBetriebskostenzuschuss-1.000 -500 0CVUA AöRSonstiges-2.026 -2.034 -2.237Digital Hub Cologne GmbHBetriebskostenzuschuss-100 -100 -100e.E. Bühnen der Stadt KölnBetriebskostenzuschuss-70.360 -74.935 -80.663e.E. Gebäudewirtschaft der Stadt KölnBetriebskostenzuschuss-1.200 -1.200 -13.611Ergebnisausgleich7.710 568 2.573e.E. Gürzenich-OrchesterBetriebskostenzuschuss-10.791 -11.648 -12.010e.E. Veranstaltungszentrum der Stadt KölnBetriebskostenzuschuss-3.000 -2.300 -2.300e.E. Wallraf-Richartz-MuseumBetriebskostenzuschuss-3.930 -4.251 0GAG Immobilien AGEntgelt aus Wertpapierleihe70 70 70Gewinnausschüttung7.301 7.301 7.301Investitionszuschuss-3.270 -3.270 -3.270Grund und Boden GmbHGewinnausschüttung2.432 5.251 4.463Sonstige Zuschüsse-88 -81 -76GWG Rhein-ErftGewinnausschüttung5 5 5Konzessionsabgabe217 205 182Jugendzentren Köln gGmbHBetriebskostenzuschuss-4.671 -4.746 -4.822Investitionszuschuss-43 -43 -43Koelnmesse GmbHFinanzmittelfzufluss aus Liquiditätsverbund Stadt Köln0 0 12.000KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbHBetriebskostenzuschuss-9.913 -9.540 -9.869Investitionszuschuss-1.135 -681 -189Kölner Sportstätten GmbHBetriebskostenzuschuss-3.500 -6.600 -5.470Investitionszuschuss0 0 -1.200KölnMusik GmbHBetriebskostenzuschuss-5.284 -5.650 -6.634KölnTourismus GmbHBetriebskostenzuschuss-4.755 -4.085 -6.671Mediengründerzentrum NRW GmbHBetriebskostenzuschuss-200 -200 -50Moderne Stadt GmbHGewinnausschüttung1.456 1.025 833Investitionszuschuss-3.570 -3.570 -3.570RheinEnergie AGKonzessionsabgabe68.458 67.612 71.280RTZ GmbHBetriebskostenzuschuss-134 -120 -50RVK GmbHVerlustausgleich-180 -179 -240SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbHInvestitionszuschuss-3.654 -3.830 -4.510SRS GmbH i.L.Verlustausgleich-98 -14 -77Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöRGewinnausschüttung18.301 28.621 24.801Stadtwerke Köln GmbHGewinnausschüttung48.300 48.800 50.400Werbenutzungsentgelt4.342 4.650 3.602
ALLGEMEINER TEIL
24
-80.663-12.010-11.038-10.058-6.671-6.670-6.634-5.164-4.865-4.510-2.737-2.300-2.237-1.000-450-240-100-77-50-504.1004.3885.64212.00024.80154.00271.280
-100.000 -80.000 -60.000 -40.000 -20.000 0 20.000 40.000 60.000 80.000e.E. Bühnen der Stadt Kölne.E. Gürzenich-Orchestere.E. Gebäudewirtschaft der Stadt KölnKölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbHKölnTourismus GmbHKölner Sportstätten GmbHKölnMusik GmbHAG ZooJugendzentren Köln gGmbHSBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbHModerne Stadt GmbHe.E. Veranstaltungszentrum der Stadt KölnCVUA AöRAkademie der Künste der Welt/KölnACHTBRÜCKENRVK GmbHDigital Hub Cologne GmbHSRS GmbH i.L.Mediengründerzentrum NRW GmbHRTZ GmbHGAG Immobilien AGGrund und Boden GmbHGWG Rhein-ErftKoelnmesse GmbHStadtentwässerungsbetriebe Köln, AöRStadtwerke Köln GmbHRheinEnergie AGFinanzwirtschaftliche Beziehungen zur Stadt Köln im Jahr 2021: Nettozahler / -empfänger (in T€)
25
SPEZIELLER TEIL
26
II. Spezieller Teil – Übersicht wesentlicher Beteiligungen
Die Darstellung der Bilanzen und der Gewinn- und Verlustrechnungen kann Run-
dungsdifferenzen enthalten. Im Einzelfall können sich aufgrund dieser Rundungsdif-
ferenzen auch Abweichungen zu den in den Lageberichten ausgewiesenen Werten
ergeben. Die Informationen für den Beteiligungsbericht über die wesentlichen Fi-
nanz- und Leistungsbeziehungen der Beteiligungen untereinander und mit der Stadt
Köln beruhen auf Angaben der jeweiligen Gesellschaft. Durch unternehmensspezifi-
sche Buchungssystematiken können die gemeldeten Zahlen voneinander abweichen
und sind in diesen Fällen nicht abstimmbar.
SPEZIELLER TEIL
27
1. Ver- und Entsorgung
STADTWERKE KÖLN GMBH
28
STADT WERKE KÖLN GMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Parkgürtel 24
50823 Köln
Kontakt 0221 1780
www.stadtwerkekoeln.de
Gründungsdatum 15.11.1960
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 185.550.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 100,00%
Tochterunternehmen
AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH 100,00%
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH 100,00%
GEW Köln AG 90,00%
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 90,00%
KölnBäder GmbH 74,00%
Häfen und Güterverkehr Köln AG 54,51%
Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und
der Gemeindeentwicklung mbH
51,00%
Radio Köln GmbH & Co. KG 25,00%
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH 25,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Unternehmensgegenstand der Stadtwerke Köln GmbH als Konzernholding der Stadt
Köln ist die Gewährleistung, Unterstützung und Förderung von Aufgaben und Vorha-
ben im Bereich der Kommunalwirtschaft durch die Beteiligung an Gesellschaften mit
folgenden Geschäftsfeldern:
- Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, Handel mit Energie und ener-
gienahen Produkten,
- Betrieb von Telekommunikationsnetzen einschließlich Telekommunikationsdienst-
leistungen,
- Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung von Wissenschaft, For-
schung, Erziehung, Bildung, Kultur und Familie,
STADTWERKE KÖLN GMBH
29
- Bedienung und Betrieb des öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrs, einschließ-
lich des Eisenbahn- und Rheinfährverkehrs,
- Betrieb von Häfen,
- Durchführung von Aufgaben der Entsorgung, einschließlich der Abfallsammlung,
Straßenreinigung und Winterwartung sowie die Erbringung von Dienstleistungen im
Bereich der Abwasserentsorgung,
- Entwicklung und Förderung von Liegenschaften, insbesondere eigener sowie derje-
nigen von konzernverbundenen Unternehmen und der Stadt Köln,
- Wohnraumversorgung, insbesondere die Errichtung und Bewirtschaftung von
Dienst- und Werksmietwohnungen,
- Werbung und Gewährleistung der Durchführung des lokalen Hörfunks, - Betrieb von
Sporteinrichtungen, insbesondere von Bädern und einer Eissporteinrichtung im
Stadtgebiet Köln.
sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Leistungen. Die Gesellschaft über-
nimmt dabei Aufgaben des Beteiligungsmanagements und -controllings und erbringt
zentrale Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungsunternehmen (z.B. Betriebs-
ähnlicher Dienst, Cash-Management, Immobilien- und Versicherungsmanagement,
Konzernrevision, rechtliche und steuerliche Beratung, Betreuung der Gremien und
Anstellungsverhältnisse, Personaldienstleistungen einschl. Beihilfe).
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Dr. Dieter Steinkamp
Vorsitzende*r
Frau Stefanie Haaks
Herr Timo von Lepel
STADTWERKE KÖLN GMBH
30
Aufsichtsrat
Frau Anne Lütkes
Vorsitzende*r
Herr Marco Steinborn
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Michael Auer
(ab 01.03.2021)
Frau Frauke Bendokat
Herr Jörg Detjen (MdR)
Herr Dr. Ralph Elster (MdR)
Herr Detlef Friesenhahn
(ab 01.10.2021)
Herr Markus Fürst-Reichelt
Herr Lino Hammer (MdR)
Herr Mike Homann (MdR)
Herr Christian Joisten (MdR)
Herr Daniel Kolle
Herr Holger Leonhard
Herr Gaetano Magliarisi
Frau Christiane Martin (MdR)
Herr Andreas Mathes
Herr Frank Michael Munkler
Frau Stefanie Mägdefrau
(ab 01.01.2021)
Herr Dr. Jens-Albert Oppel
(ab 01.01.2021, bis 29.11.2021)
Herr Bernd Petelkau (MdR)
Frau Henriette Reker (OB)
Herr Ralph Sterck (MdR)
Herr Matthias Stoller
(bis 29.09.2021)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Gewinnausschüttung (brutto) 50.400
- Werbenutzungsentgelt 3.602
STADTWERKE KÖLN GMBH
31
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 693.418 865.971 859.286
Immaterielle Vermögensgegenstände 97 60 30
Sachanlagen 32 706 3.056
Finanzanlagen 693.289 865.205 856.200
Umlaufvermögen 468.036 545.014 1.297.162
Vorräte 21 165 125
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 360.505 316.037 672.027
Kasse, Bankguthaben, Schecks 107.510 228.812 625.010
Rechnungsabgrenzungsposten 23 18 495
Bilanzsumme 1.161.477 1.411.003 2.156.943
Passiva
Eigenkapital 700.193 718.908 741.239
Gezeichnetes Kapital 185.550 185.550 185.550
Kapitalrücklage 203.068 203.068 203.068
Gewinnrücklagen 262.775 279.890 332.621
Bilanzergebnis 48.800 50.400 20.000
Rückstellungen 86.081 97.227 105.003
Verbindlichkeiten 375.203 594.846 1.310.701
Rechnungsabgrenzungsposten 0 22 0
Bilanzsumme 1.161.477 1.411.003 2.156.943
STADTWERKE KÖLN GMBH
32
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 18.050 26.669 28.115
Bestandsveränderungen 0 152 -38
Sonstige betriebliche Erträge 27.636 17.192 26.153
Gesamtleistung 45.686 44.013 54.230
Personalaufwand 14.494 14.366 15.720
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.624 11.834 13.844
EBITDA 19.568 17.813 24.666
Abschreibungen 55 49 66
Erträge aus Beteiligungen 10.357 10.276 10.682
Erträge aus Gewinnabführung 188.137 192.431 229.707
Aufwendungen aus Verlustübernahme 119.345 130.822 165.349
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 443 498 2.932
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.345 2.763 1.277
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.837 1.608 2.276
Steuern vom Einkommen und Ertrag 24.690 22.760 27.233
Sonstige Steuern 958 1.027 1.609
Jahresergebnis 73.965 67.515 72.731
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 59,7 61,4 39,8
Abschreibungsquote (in %) 42,6 6,4 2,1
Investitionen (T€) 3 177.113 6
Investitionsquote (in %) 0,0 20,5 0,0
Eigenkapitalquote (in %) 60,3 51,0 34,4
Pensionsrückstellungen (T€) 12.681 12.562 12.672
Kreditverbindlichkeiten (T€) 77.293 111.341 292.244
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 6,7 4,9 3,5
EBIT (T€) 19.513 17.764 24.600
EBITDA (T€) 19.568 17.813 24.666
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 145 146 145
STADTWERKE KÖLN GMBH
33
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt fiel im Jahr 2021 nach Berechnungen des
Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um 2,9 % höher aus. Nachdem
die Wirtschaftsleistung im vergangenen Sommer trotz zunehmender Liefer- und Ma-
terialengpässe wieder gewachsen war, wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft
durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaß-
nahmen zum Jahresende gestoppt.
Die Verbraucherpreise in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbrau-
cherpreisindex (VPI) – stiegen im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,1 % gegenüber
2020 an. Die Preisentwicklung 2021 resultiert aus niedrigen Preisen im Jahr 2020
(unter anderem Senkung der Mehrwertsteuersätze, Preisverfall Mineralölprodukte),
zunehmend aber auch aus krisenbedingten Effekten, wie Lieferengpässen und die
deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen.
Im Dezember 2021 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundes-
amtes rund 45,3 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept)
erwerbstätig. Die Zahl der Erwerbstätigen liegt gleichwohl weiter unter dem Vorkri-
senniveau. Die Erwerbslosenquote lag bei 2,9 % (Dezember 2020: 3,7 %).
Der Energieverbrauch in Deutschland ist im Berichtsjahr nach Zahlen der AG Ener-
giebilanzen e.V. gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % auf 416,1 Mio. Tonnen Steinkohle-
neinheiten (Mio. t SKE) gestiegen. Damit hat sich der Verbrauch gegenüber dem
coronabedingten Rückgang im Vorjahr wieder leicht erholt, liegt aber immer noch
rund 5 % unter dem Wert von 2019. Verbrauchssteigernd wirkten die wirtschaftliche
Erholung und die im Vergleich zum Vorjahr kühlere Witterung. Der Anstieg der ener-
giebedingten CO2-Emissionen wird im Jahr 2021 voraussichtlich bei 4 % oder etwa
25 Mio. Tonnen liegen. Neben dem höheren Energieverbrauch ist hierfür auch ein
leichter Rückgang des Anteils der erneuerbaren Energien auf 16,1 % am Gesamtver-
brauch (Vorjahr 16,5 %) verantwortlich. Während im Jahr 2020 die Nachfrage nach
Strom, Erdgas und Steinkohle aufgrund der Corona-Pandemie eingebrochen war
und zu einem Preisrückgang führte, zeichnete sich das Jahr 2021 mit einer wiederer-
starkenden Weltwirtschaft durch sprunghaft ansteigende Brennstoff- und Strompreise
aus. Haupttreiber war der kältere Winter 2020/21 mit höheren Verbräuchen aus den
europäischen Gasspeichern, deren Füllstände aufgrund angespannter Marktbedin-
gungen auf einem unterdurchschnittlichen Niveau lagen. Zusätzlich wirkten sich die
höhere Nachfrage auf den asiatischen Märkten nach Flüssigerdgas, Engpässe in den
globalen Lieferketten und geringere Importe von Erdgas nach Europa negativ auf das
Preisgefüge aus.
Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Beschränkungen haben die Unter-
nehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Schienenpersonen-
STADTWERKE KÖLN GMBH
34
nahverkehrs (SPNV) im Jahr 2021 erneut hart getroffen. Die Fahrgastzahlen im deut-
schen Öffentlichen Personennahverkehr liegen weit hinter dem Niveau vor der
Corona- Pandemie zurück. Analog zum Vorjahr haben Bund und Länder im Ge-
schäftsjahr nochmals einen „ÖPNV-Rettungsschirm“ bereitgestellt und somit größere
und nachhaltige wirtschaftliche Schäden für die Branche verhindert.
Geschäftsverlauf
Die SWK erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 72,7 Mio. €, dies be-
deutet eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (67,5 Mio. €) um 8 % oder
5,2 Mio. €. Die Ergebnisabführung der GEW an die SWK steigerte sich im Berichts-
jahr um 32,0 Mio. € auf 201,2 Mio. €. Maßgeblich für die Verbesserung war eine Zu-
schreibung auf den Beteiligungsbuchwert der NetCologne. Trotz der schwierigen
Rahmenbedingungen auf den Energiemärkten stieg die Ergebnisabführung der
RheinEnergie an die GEW um 2,3 Mio. € auf 134,6 Mio. €. Die Verlustübernahme ge-
genüber der KVB stieg gegenüber dem Vorjahr um 35,0 Mio. € auf 144,9 Mio. €. Die
Umsatzerlöse blieben im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der anhaltenden Corona-
Einschränkungen auf niedrigem Niveau. Den enthaltenen Zuwendungen aus dem
„ÖPNV-Rettungsschirm“ standen erneut gestiegene Kosten für die Instandhaltung
der Stadtbahnen und Fahrwege gegenüber. Die Ergebnisabführung der HGK lag mit
10,1 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert (9,9 Mio. €). Einen besonders positiven Er-
gebnisbeitrag leisteten dabei die im Jahr 2020 erworbenen Shipping-Gesellschaften,
während die übrigen Beteiligungen zum Teil ihre Ergebnisse aus dem Vorjahr nicht
erreichen konnten. Die Ergebnisabführung der AWB lag mit 18,4 Mio. € wegen der
höheren Verwertungserlöse für Altpapier deutlich über dem Wert des Vorjahres
(13,4 Mio. €). Auch die phasenverschobene Ausschüttung der AVG fiel mit 9,7 Mio. €
um 0,6 Mio. € höher aus. Auf der Ebene der SWK beeinflussten periodenfremde Er-
träge und geringere Verwaltungskosten den Jahresüberschuss der Gesellschaft posi-
tiv.
Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres sollen rund 52,7 Mio. € in die Ge-
winnrücklagen eingestellt werden. Der Bilanzgewinn von 20 Mio. € soll an die Gesell-
schafterin Stadt Köln ausgeschüttet werden. Der Jahresüberschuss des Konzerns im
Jahr 2021 beträgt 101,4 Mio. €; dies sind 35,0 Mio. € oder 53 % mehr als im Vorjahr.
Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen für
den Stadtwerke Köln Konzern war für 2021 lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis
prognostiziert worden. Der starke Anstieg des Konzernjahresüberschusses gegen-
über dem Vorjahr betrifft im Wesentlichen die Geschäftsfelder Energie und Wasser,
Hafenumschlag und Güterverkehr, Telekommunikation sowie Abfallentsorgung und -
verwertung. Im Geschäftsfeld Öffentlicher Personennahverkehr waren dagegen Er-
gebniseinbußen zu verzeichnen.
STADTWERKE KÖLN GMBH
35
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Unter Berücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs- und Minimierungsmaß-
nahmen sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand eines Konzernun-
ternehmens oder des Konzerns gefährden. Derartige Risiken sind aus heutiger Sicht
auch für die absehbare Zukunft nicht zu erkennen.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die SWK GmbH plant für das Jahr 2022 einen Jahresüberschuss von 27,6 Mio. €,
der damit 45,1 Mio. € unter dem Jahresergebnis 2021 in Höhe von 72,7 Mio. € liegen
wird. Der massive Ergebnisrückgang resultiert in erster Linie aus dem Entfall der po-
sitiven Sondereffekte im Jahr 2021 sowie den höheren Gewinnabführungen der
RheinEnergie und der AWB. Zudem belasten die Auswirkungen der Corona-Pande-
mie weiterhin das Ergebnis der KVB. Den geringeren Fahrgelderlösen steht, anders
als im Jahr 2021, bislang keine staatliche Unterstützung, zum Beispiel in Form eines
„ÖPNV-Rettungsschirms“, gegenüber. Der geplante Jahresüberschuss für 2022 soll
in voller Höhe an die Gesellschafterin Stadt Köln ausgeschüttet werden.
Der Stadtwerke Köln Konzern plant für das Jahr 2022 Umsatzerlöse, die wiederum
deutlich mehr als 6 Mrd. € betragen sollen. Die Investitionsplanung sieht für 2022 ein
nahezu in allen Geschäftsfeldern weiterhin hohes Investitionsvolumen von mehr als
400 Mio. € vor, wobei die Investitionsschwerpunkte nach wie vor in den Geschäftsfel-
dern Energie und Wasser, Öffentlicher Personennahverkehr sowie Hafenumschlag
und Güterverkehr liegen werden. Der Konzernjahresüberschuss wird sich in einer
Bandbreite zwischen 30 und 40 Mio. € bewegen.
Bedingt durch den Ukraine-Krieg und die weiter anhaltende Corona-Pandemie ist die
Prognose für das Geschäftsjahr 2022 mit einer hohen Unsicherheit behaftet.
AWB ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB KÖLN GMBH
36
AWB ABFALLWIRTSCH AFT SBETRIEB KÖLN GMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Maarweg 271
50825 Köln
Kontakt 0221 - 922 22 24
www.awbkoeln.de
Gründungsdatum 18.09.2000
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 15.000.000 €
Gesellschafter
Stadtwerke Köln GmbH 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung im Rahmen der Entsorgungswirt-
schaft sowie der Stadtreinigung anfallender Leistungen jedweder Art - vorrangig für
das Gebiet der Stadt Köln - ferner die Erbringung von Leistungen für die Stadt Köln
als Hilfsbetrieb in entsprechender Anwendung von § 107 Abs. 2 Nr. 5 GO NRW. Zu
den in Satz 1 bezeichneten Leistungen gehören insbesondere
1. die Erfassung und Entsorgung gemäß § 17 Abs. 1 Kreislaufwirtschaftsgesetz
("KrWG") oder gemäß anderen jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen
der Stadt Köln zu überlassender Abfälle jedweder Art, ferner alle mit den vor-
stehend bezeichneten Aktivitäten verbundenen Tätigkeiten;
2. die Durchführung von Leistungen der Stadtreinigung einschließlich der Winter-
wartung sowie von weiteren Leistungen der Pflege und Unterhaltung des öf-
fentlichen Raums im Gebiet der Stadt Köln;
3. die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Entsorgungs-, Wertstoff-
und Recyclingwirtschaft sowie
4. die Erbringung aller im Zusammenhang mit den in vorstehenden Ziffern 1. bis
3. anfallenden Hilfs- und Nebentätigkeiten.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Ulrich Gilleßen
Herr Peter Mooren
AWB ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB KÖLN GMBH
37
Aufsichtsrat
Frau Sandra Schneeloch (MdR)
Vorsitzende*r
Frau Polina Frebel (MdR)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Gaetano Magliarisi
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Denise Abé (MdR)
Frau Constanze Aengenvoort (MdR)
Herr Stephan Arnold
Frau Bianca Christen
Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg)
(bis 15.09.2021)
Frau Uschi Röhrig (MdR)
Frau Ira Sommer (MdR)
Herr Dr. Dieter Steinkamp
Herr Rafael Struwe
Herr Gerd Walter
Herr William Wolfgramm (Bg)
(ab 16.09.2021)
Herr Timo von Lepel
Herr Ayhan Üc
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Dipl.-Kfm. Hans M. Klein + Partner mbB
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 97.408 121.984 108.308
Immaterielle Vermögensgegenstände 592 422 391
Sachanlagen 96.328 121.108 107.516
Finanzanlagen 488 454 401
Umlaufvermögen 41.258 18.040 34.710
Vorräte 1.291 1.474 1.492
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 39.959 16.464 33.091
Kasse, Bankguthaben, Schecks 8 103 127
Rechnungsabgrenzungsposten 258 529 655
Bilanzsumme 138.925 140.553 143.673
Passiva
Eigenkapital 20.926 20.926 31.726
Gezeichnetes Kapital 15.000 15.000 15.000
Gewinnrücklagen 5.926 5.926 16.726
Jahresergebnis 0 0 -
Bilanzergebnis - - 0
Rückstellungen 61.506 65.917 67.000
Verbindlichkeiten 56.493 53.709 44.947
Bilanzsumme 138.925 140.553 143.673
AWB ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB KÖLN GMBH
38
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 171.924 176.269 188.451
Sonstige betriebliche Erträge 1.722 4.080 14.111
Gesamtleistung 173.646 180.349 202.562
Materialaufwand 22.775 22.574 23.634
Personalaufwand 103.986 107.381 105.895
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.175 13.515 14.686
EBITDA 33.710 36.878 58.347
Abschreibungen 11.424 12.864 16.189
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 27 29 24
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26 9 -104
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.740 1.849 1.705
Steuern vom Einkommen und Ertrag 7.558 8.529 10.817
Sonstige Steuern 299 301 359
Aufwendungen aus Gewinnabführung 12.742 13.373 18.398
Jahresergebnis 0 0 10.800
Zuführungen in die Rücklagen - - 10.800
Bilanzergebnis - - 0
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 70,1 86,8 75,4
Abschreibungsquote (in %) 11,8 10,6 15,0
Investitionen (T€) 27.226 39.170 6.051
Investitionsquote (in %) 28,0 32,1 5,6
Eigenkapitalquote (in %) 15,1 14,9 22,1
Pensionsrückstellungen (T€) 34.934 38.851 40.790
Kreditverbindlichkeiten (T€) 39.800 36.944 33.404
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 10,4 10,8 21,5
EBIT (T€) 22.286 24.014 42.157
EBITDA (T€) 33.710 36.878 58.347
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.656 1.666 1.663
AWB ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB KÖLN GMBH
39
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Auswirkungen der (gesamt-) wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die AWB
ergeben sich im Wesentlichen aus den Aussagen zu den Zielen und Strategien im
Rahmen der Erläuterung der Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten sowie
aus der Beschreibung der relevanten Märkte und der Chancen und Risiken der AWB.
Für den Auftritt im Wettbewerb ergeben sich rechtliche Grenzen durch § 107 der
Nordrhein-Westfälischen Gemeindeordnung und durch europäisches Recht. Damit
bleiben die Stadt Köln und die dazugehörenden Unternehmen strukturell Hauptauf-
traggeber der AWB. Allerdings sind zusätzlich zu den aktuell bestehenden Aufträgen
weitere Akquisitionen denkbar, z.B. durch die Ausweitung von Reinigungsleistungen
in Köln oder den Ausbau ihres Servicespektrums.
Relevante Märkte
Wie die Darstellung der Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeiten und der wirt-
schaftlichen Rahmenbedingungen deutlich zeigt, ist die AWB weitaus überwiegend
für die Stadt Köln tätig. Dabei werden zahlreiche, sowohl gebühren- als auch haus-
haltsfinanzierte Aufgaben im Zusammenhang mit Abfallwirtschaft und Stadtreinigung
erbracht.
Die Schwerpunkte der Geschäftsentwicklung lagen auch im Jahr 2021 auf einer kon-
tinuierlichen Leistungsverbesserung. Durch das breite Dienstleitungsspektrum erge-
ben sich vielfältige Aufgaben, die mit den neuen Leistungsverträgen mit der Stadt
Köln seit dem 1.Januar 2019 noch ausgebaut wurden. Zudem stand auch weiterhin
das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt des Handelns und Gestaltens.
Die Marktposition der AWB in Köln und die Befriedigung der steigenden Ansprüche
der Kunden*innen soll durch die Wertstoffstrategie („Aktiv für Köln“) mit Fokus auf ei-
nem weiteren Ausbau der getrennten Sammlungen und verstärkten Investitionen in
die Digitalisierung der Prozesse dauerhaft gefestigt werden. Ebenfalls von hoher Er-
gebnisrelevanz sind die Bedingungen an den Märkten für die Verwertung von Altpa-
pier und Altkleidern. Hier wird ausdrücklich auf die Ausführungen im Rahmen der
Darstellung der Chancen und Risiken der AWB verwiesen. Die Entwicklung des vola-
tilen Marktes für Altpapier- und Altkleidererlöse beeinflusst das Unternehmensergeb-
nis in hohem Maße.
Geschäftsverlauf 2021
Mit dem erzielten Ergebnis vor Einstellung in die Gewinnrücklagen und Gewinnabfüh-
rung von 29.198 T€ liegt die AWB um 10.347 T€ über Plan (18.851 T€) und 15.825
T€ über dem Vorjahresergebnis (13.373 T€). Dabei liegt der Gesamtumsatz in Höhe
von 188.451 T€ um rund 12.182 T€ über dem Vorjahr und um 12.270 T€ unterhalb
des Wirtschaftsplans 2021. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr und dem Planwert
AWB ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB KÖLN GMBH
40
ergibt sich im Wesentlichen aus stark gestiegenen Vermarktungserlösen, vor allem
für Altpapier, ferner aus Preisanpassungen und Leistungsausweitungen.
Der mit rund 66 % der betrieblichen Aufwendungen bedeutendste Kostenblock der
AWB sind die Personalaufwendungen. Sie liegen 2021 bei 105.895 Tsd. € und sind
damit im Vergleich zum Vorjahr um 1.486 T€ gesunken. Dieser Rückgang ergibt sich
trotz der Tariferhöhungen zum 1. April 2021 aus deutlich geringeren Zuführungen zu
den Personal- und Pensionsrückstellungen.
Im Vergleich zum Wirtschaftsplan liegen die Personalaufwendungen rund 7.306 T€
unter dem geplanten Wert. Die Abweichung resultiert überwiegend aus einem gerin-
geren Bestand an Mitarbeiter*innen sowie einer höheren Quote von Langzeitkran-
ken, die aus der Lohnfortzahlung fielen. Allerdings wurde ein relativ hoher Anteil des
geringeren Personalbestandes durch Zeitarbeitskräfte gedeckt, die zu entsprechen-
den Mehraufwendungen im Vergleich zum Wirtschaftsplan bei den bezogenen Leis-
tungen innerhalb des Materialaufwandes führten.
Die Vermögens- und Finanzlage der AWB stellt sich unverändert positiv dar. Sie war
jederzeit in der Lage, alle ihre finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.
Chancen und Risiken
Nach wie vor ist die AWB in ihrem Kerngeschäft keinen nennenswerten geschäftsge-
fährdenden Risiken aus dem laufenden Geschäft ausgesetzt.
Durch die Verlängerung der Leistungsverträge mit der Stadt Köln für den Zeitraum ab
dem 1. Januar 2019 für weitere 15 Jahre konnte die AWB Planungssicherheit für den
wesentlichen Teil der Umsätze erzielen. Allerdings muss die AWB zur Sicherung des
erreichten Ergebnisniveaus ausgeprägtes Kostenmanagement betreiben. Ein we-
sentlicher Erfolgsfaktor ergibt sich aus den stark volatilen Verwertungserlösen, insbe-
sondere für Altpapier und Altkleider, die somit auch ein erhebliches Ergebnisrisiko bil-
den.
Insbesondere in der Altpapierverwertung liegt das Risiko sowohl in der Mengen- als
auch in der Qualitätsentwicklung. Steigende Anteile an Verpackungsmengen sowie
sinkende Mengen an Druckerzeugnissen belasten die erzielbaren Altpapiererlöse.
Daneben verzeichnet die AWB rückläufige Sammelmengen.
Das anhaltende Absinken des Zinsniveaus hat dazu geführt, dass die betrieblichen
Versorgungszusagen mit immer geringeren Zinssätzen abgezinst werden müssen
und ein weiterer Rückgang zu erheblichen Ergebnisbelastungen führen kann.
Die Finanzierung aller erforderlichen Investitionen ist durch den laufenden Cashflow
und soweit erforderlich zusätzlichen Fremdfinanzierungen gesichert.
Zur systematischen Erkennung und Steuerung der Risiken aus der Geschäftstätigkeit
der AWB existiert ein Risikomanagementsystem.
AWB ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEB KÖLN GMBH
41
Mögliche Risiken aus einer weiter andauernden Belastung durch die Covid-19-Pan-
demie lassen sich aktuell nicht final abschätzen. Die bisherigen Erfahrungen der
Jahre 2020 und 2021 lassen jedoch die begründete Vermutung zu, dass AWB
dadurch keinen geschäftsgefährdenden Risiken ausgesetzt ist.
Es ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg einschließ-
lich der Sanktionen gegen Russland insbesondere im Bereich der Lieferanten einen
Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der AWB haben werden. Hier ist insbesondere
die Entwick-lung der Energiepreise zu nennen sowie die allgemeinen Auswirkungen
aus einem deutlichen Anstieg der Inflationsraten. Ebenfalls sind Verschiebungen auf
den Märkten für Wertstoffe (Altpapier, Altkleider und Metalle) denkbar. Die genannten
Auswirkungen lassen sich derzeit jedoch nicht qualifiziert abschätzen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Das Augenmerk des Unternehmens wird weiterhin darauf liegen, seine Marktposition
zu stärken und auszubauen. Für das Geschäftsjahr 2022 plant die AWB bei Umsatz-
erlösen von rund 187.000 T€ und Personalkosten in Höhe von rd. 115.916 T€ ein Er-
gebnis von 18.658 T€ vor Ertragsteuern. Dies entspricht einem Jahresüberschuss in
Höhe von 11.568 T€.
AVG ABFALLENTSORGUNGS- UND VERWERTUNGSGESELLSCHAFT
KÖLN MBH
42
AVG ABF ALLENTSORGUN GS- UND VER WERTUN GSGESELLSCH AFT KÖLN MBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Geestemünderstraße 23
50735 Köln
Kontakt 0221 - 7170 0
www.avgkoeln.de
Gründungsdatum 14.05.1992
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 17.000.000 €
Gesellschafter
Stadtwerke Köln GmbH 50,10%
REMONDIS GmbH & Co. KG 49,90%
Tochterunternehmen
AVG Kompostierung GmbH 100,00%
AVG Ressourcen GmbH 100,00%
AVG Service GmbH 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung (einschließlich des Betreibens von
Planfeststellungsverfahren und Altlastensanierung), der Bau und der umweltfreundli-
che Betrieb von Einrichtungen der Entsorgungswirtschafts, insbesondere von Anla-
gen zur Kompostierung, Gewerbeabfallaufbereitung, Baustellenabfallaufbereitung zur
thermischen Abfallbehandlung inclusive Schadstoffentfrachtung sowie die Vermark-
tung der in den Einrichtungen gewonnenen Wertstoffe und Energie. Die öffentlich-
rechtlichen Vorschriften, insbesondere die abfallrechtlichen Bestimmungen sind zu
beachten, die Leitlinien des Abfallwirtschaftskonzeptes der Stadt Köln in der jeweils
gültigen Fassung sind für die Gesellschaft verbindlich.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Andreas Freund
Sprecher*in
Herr Karl Georg Boje
Herr Peter Mooren
AVG ABFALLENTSORGUNGS- UND VERWERTUNGSGESELLSCHAFT
KÖLN MBH
43
Aufsichtsrat
Herr Gerhard Brust
Vorsitzende*r
Herr Stephan Krings
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Dr. Ansger Fendel
Frau Polina Frebel (MdR)
Herr Volker Görzel (MdR)
Herr Burkhard Hercik
(bis 30.11.2021)
Herr Reinhard Hohenstein
Frau Barbara Junker
Herr Peter Lindlar
Frau Sarah Niknamtavin (MdR)
Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg)
(bis 15.09.2021)
Herr Robert Schallehn (MdR)
Herr Bernhard Schmidt
(ab 07.12.2021)
Frau Marion Sollbach
Frau Ira Sommer (MdR)
Herr Dr. Dieter Steinkamp
Herr Christoph Trump
(ab 01.01.2021)
Herr Florian Weber (MdR)
Herr William Wolfgramm (Bg)
(ab 16.09.2021)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln
AVG ABFALLENTSORGUNGS- UND VERWERTUNGSGESELLSCHAFT
KÖLN MBH
44
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 83.896 82.114 79.818
Immaterielle Vermögensgegenstände 182 176 293
Sachanlagen 68.499 66.745 64.342
Finanzanlagen 15.215 15.193 15.184
Umlaufvermögen 32.822 26.143 43.319
Vorräte 6.889 7.258 7.942
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 16.905 6.802 10.914
Kasse, Bankguthaben, Schecks 9.028 12.082 24.463
Rechnungsabgrenzungsposten 162 909 575
Bilanzsumme 116.880 109.165 123.712
Passiva
Eigenkapital 53.535 54.764 55.623
Gezeichnetes Kapital 8.700 8.700 8.700
Gewinnrücklagen 26.762 26.762 26.762
Jahresergebnis 18.073 19.302 20.161
Rückstellungen 10.971 11.874 14.750
Verbindlichkeiten 51.565 41.847 52.801
Rechnungsabgrenzungsposten 810 681 538
Bilanzsumme 116.881 109.166 123.713
AVG ABFALLENTSORGUNGS- UND VERWERTUNGSGESELLSCHAFT
KÖLN MBH
45
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 101.395 107.702 111.859
Andere aktivierte Eigenleistungen - 71 -
Sonstige betriebliche Erträge 162 384 332
Gesamtleistung 101.557 108.157 112.191
Materialaufwand 43.219 46.238 48.805
Personalaufwand 17.453 18.622 18.555
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.555 15.069 14.146
EBITDA 27.331 28.229 30.685
Abschreibungen 11.203 11.052 8.329
Erträge aus Beteiligungen 8.096 8.822 8.880
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 6 3 1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21 14 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 743 655 590
Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.160 5.625 6.020
Sonstige Steuern 276 433 4.466
Jahresergebnis 18.073 19.302 20.161
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 71,8 75,2 64,5
Abschreibungsquote (in %) 16,3 16,5 12,9
Investitionen (T€) 7.477 9.352 6.042
Investitionsquote (in %) 8,9 11,4 7,6
Eigenkapitalquote (in %) 45,8 50,2 45,0
Pensionsrückstellungen (T€) 8.227 9.168 10.237
Kreditverbindlichkeiten (T€) 26.029 22.474 23.600
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 16,1 18,3 16,8
EBIT (T€) 16.128 17.177 22.356
EBITDA (T€) 27.331 28.229 30.685
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 224 223 224
AVG ABFALLENTSORGUNGS- UND VERWERTUNGSGESELLSCHAFT
KÖLN MBH
46
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Für die AVG-Gruppe war 2021 in Summe trotz der Corona-Pandemie wie schon im
ersten Jahr der Krise wirtschaftlich ein gutes Jahr.
Offensichtlich aufgrund der verstärkten Arbeit im Homeoffice war im Vorjahr als Folge
der Pandemie ein Anstieg bei den städtischen Hausmüllmengen um rund 1,5 % zu
verzeichnen. Im abgelaufenen Jahr ging die Hausmüllmenge zwar ganz leicht um 0,1
% zurück, lag damit aber immer noch um 1,3 % höher als vor der Pandemie. Auch
beim Gewerbeabfall lagen die Mengen weiterhin auf einem hohen Niveau und sorg-
ten damit insgesamt für eine gute Auslastung.
Die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie, von denen auch in 2021 vor al-
lem die Wirtschaftszweige Gastronomie und Handel stark betroffen waren, haben
sich darüber hinaus vor allem im Altholzbereich gezeigt. Die ausgefallenen Messen in
der Messestadt Köln und auch der Rohstoffmangel im Baugewerbe zeigten hier ihre
Wirkung. Auf das gesamte Gewerbeabfallaufkommen 2021 hatten diese Faktoren
aber keinen nachhaltigen Einfluss.
Für den Bereich Deponiebetrieb gab es grundsätzlich stabile Mengenanlieferungen
an mineralischen bzw. inerten Gewerbeabfällen. Daneben gab es noch die Auswir-
kungen durch die Flutkatastrophe an Ahr und Erft vom 14.07.2021.
Geschäftsverlauf 2021
Im Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2021 hat sich die AVG Köln zum Ziel ge-
setzt, ein positives Gesamtergebnis in Höhe von 12.273 T€ nach Steuern zu errei-
chen. Mit dem erzielten Ergebnis von 20.161 T€ konnte der Plan um 7.888 T€ über-
troffen werden.
Das Vorjahresergebnis in Höhe von 19.302 T€ konnte damit ebenfalls um 859 T€
übertroffen werden. Die Verbesserung gegenüber dem Planergebnis wurde im We-
sentlichen aus den höheren Umsätzen aus den angelieferten Mehrmengen und
durch die Auswirkungen aus der weiterhin positiven Entwicklung auf dem Gewerbe-
abfallmarkt erreicht. Darüber hinaus konnten vor allem im Bereich der Instandhaltung
die geplanten Kostenansätze unterschritten werden.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die AVG Köln muss sich weiterhin in ihren Kerngeschäften mit den Marktrisiken aus-
einandersetzen. Aktuell sind Folgen der Corona-Pandemie und die entstandenen
neuen Marktrisiken immer noch schwer einzuschätzen. Der weiterhin bestehende
Ausfall von ganzen Teilmärkten, wie z.B. in der Gastronomie, sowie aktuell noch wei-
terhin bestehenden Absagen von Veranstaltungen im Messe-, Sport- und Unterhal-
AVG ABFALLENTSORGUNGS- UND VERWERTUNGSGESELLSCHAFT
KÖLN MBH
47
tungsbereich führten und führen zu leichten Rückgängen bei den gewerblichen Ab-
fallmengen. Andererseits sorgte dieser verordnete Teilstillstand des öffentlichen Le-
bens im privaten Bereich für ansteigenden Abfallmengen.
Der Entsorgungsvertrag mit der Stadt Köln sichert der AVG Köln mittelfristig die An-
dienung der städtischen Haus- und Sperrmüllmengen sowie eines Großteils der städ-
tischen Bioabfälle. Der geltende Abfallwirtschaftsplan NRW bietet der AVG Köln zu-
dem Chancen, sich an Ausschreibungen von kommunalen Haus- und Sperrmüllmen-
gen zu beteiligen.
Gemäß dem aktuellen Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Köln wird die getrennte
Sammlung von biogenen Abfällen und weiteren Wertstoffen noch weiter intensiviert
werden. Inwieweit hier in der Folge bei der thermischen Verwertung die Hausmüll-
mengen sinken und durch zusätzliche andere Abfälle kompensiert werden müssen,
bleibt noch abzuwarten.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die Auslastung der Anlagen erscheint aufgrund der aktuellen Marktsituation trotz ne-
gativer Einflüsse, die insbesondere durch die Folgen der Corona-Pandemie aber
auch durch die aktuell steigende Inflation bestimmt werden, derzeit gesichert. Die
Volatilität der Märkte erfordert jedoch eine hohe Flexibilität bei den Akquisebemühun-
gen. Die heute noch recht robuste Marktlage kann sich sehr schnell, aktuell auch
durch die Ukraine-Krise eintrüben. Daher wird sich die AVG Köln weiterhin um Ge-
werbeabfallmengen, Mengen aus dem europäischen Ausland sowie um kommunale
Abfälle Dritter bemühen.
Diese Akquisitionsstrategie soll der AVG Köln auch weiterhin den Erfolg sichern. Da-
her geht die Planung bei einer mit dem Jahr 2022 vergleichbaren Verfügbarkeit der
Anlage für 2022 von einem Jahresüberschuss von 12.718 T€ nach Steuern aus.
Im Hinblick auf die Energieerlöse für 2022 geht die Planung zumindest von einer
Seitwärtsbewegung bei der Marktpreisentwicklung aus. Wie sich die Entwicklung bei
der Stromvermarktung fortsetzt, ist wegen der Einflüsse der Corona-Krise, die gestie-
gene Inflationsgefahr und auch wegen der Ukraine-Krise sehr schwer einzuschätzen.
WOHNUNGSGESELLSCHAFT DER STADTWERKE KÖLN MBH
48
WOHNUN GSGESELLSCH AFT DER ST ADT WER KE KÖLN MBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Parkgürtel 24
50823 Köln
Kontakt 0221 1780
www.stadtwerke-koeln.de
Gründungsdatum 22.01.1964
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 9.204.000 €
Gesellschafter
Stadtwerke Köln GmbH 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und Bewirtschaftung von Dienst-
und Werkswohnungen für Betriebsangehörige der Stadtwerke Köln Gesellschaft mit
beschränkter Haftung, der Gas- Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln Aktiengesell-
schaft und der Kölner Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft. Die Gesellschaft ist zu al-
len Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des benannten Ge-
sellschaftszweckes notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich zur Erfüllung
ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen, die
ihren Zwecken dienen oder förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässigen Form betei-
ligen und solche Unternehmen erwerben und errichten.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Frau Stefanie Haaks
Herr Dr. Dieter Steinkamp
WOHNUNGSGESELLSCHAFT DER STADTWERKE KÖLN MBH
49
Aufsichtsrat
Frau Sabine Pakulat (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Dr. Nils Helge Schlieben (MdR)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Christoph Besser
(bis 13.12.2021)
Herr Christoph Besser
(ab 01.10.2021, bis 30.12.2021)
Frau Claudia Brock-Storms (MdR)
Frau Mechthild Böll
(ab 01.01.2021)
Frau Marcela Cano
Herr Markus Greitemann (Bg)
Frau Marion Heuser (MdR)
Herr Jürgen Kircher (MdR)
Herr Andreas Mathes
(bis 30.12.2021)
Frau Stefanie Ruffen (MdR)
Herr Hans Schwanitz (MdR)
Herr Felix Spehl (MdR)
Herr Marco Steinborn
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
ES EversheimStuible Treuberater GmbH
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 14.345 14.586 15.673
Jahresergebnis (T€) 1.110 573 454
Eigenkapital (T€) 19.931 20.503 20.958
Bilanzsumme (T€) 96.103 87.600 86.329
Investitionen (T€) 1.471 542 542
Verbindlichkeiten (T€) 71.501 62.376 59.416
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Der Wohnungsmarkt in Köln ist im Jahr 2021 weiter von steigenden Immobilienprei-
sen geprägt. Nach Auswertung der Angebote in Immobilienscout24 sind die Miet-
preise für Wohnungen in Köln im Vergleich zum Vorjahreswert um 4,3 % gestiegen.
Die Kaufpreise für Wohnimmobilien sind mit Werten zwischen 13,5 % (Häuser) und
13,3 % (Wohnungen) erneut stärker gestiegen als die Mietpreise. Zur Verbesserung
der Lage führt die Stadt Köln zahlreiche Maßnahmen durch. Mit den städtebaulichen
Projekten Kreuzfeld, Deutzer Hafen, Rondorf Nord-West und der Parkstadt Süd ent-
steht in den kommenden Jahren weiterer Wohnraum im Stadtgebiet. Der Kölner Miet-
spiegel ist im Februar 2021 aktualisiert worden, bei steigenden oberen Spannwerten
WOHNUNGSGESELLSCHAFT DER STADTWERKE KÖLN MBH
50
reduziert sich in einigen Gruppen der Wert der unteren Spanne. Für eine durch-
schnittliche WSK Wohnung mit 75 m² Fläche, Baujahr 1980 und mittlerer Wohnlage
liegt die Mietspanne im Mietspiegel zwischen 7,10 – 9,70 €/m². Nach Modernisierung
werden die Wohnungen oft in die Gruppe 4 eingestuft, so dass die Miete nach Sanie-
rung um rund 1,00 €/m² erhöht werden kann. Die Durchschnittsmiete der WSK-Woh-
nungen betrug 2021 7,31 €/m².
Geschäftsverlauf
Die Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH hat als Werkswohnungsgesell-
schaft den Auftrag, für die Mitarbeitenden des Stadtwerke Köln Konzerns Wohnraum
zur Verfügung zu stellen. Ende 2021 stehen 1.502 Wohnungen im Eigentum der
WSK, die überwiegend in den 60er und 70er Jahren errichtet und in den 90er Jahren
durch Dachgeschossausbauten und einige Neubauten ergänzt wurden. Im Jahr 2017
konnte im Clouth-Quartier ein Neubau mit 60 Wohnungen und Anfang 2018 der Neu-
bau Bonner Straße 354 mit 23 Wohnungen bezogen werden.
Weitere 416 Wohnungen im Eigentum der Konzerngesellschaften werden durch die
WSK verwaltet. Die Wohnungen werden ausschließlich an Mitarbeitende des Kon-
zerns vermietet, die Mitarbeiterquote beträgt Ende 2021 63,9 %. Der Aufsichtsrat der
WSK hat mit der Geschäftsführung im Februar 2015 die WSK strategisch neu ausge-
richtet. Im Kern der neuen Strategie steht die Sanierung der Bestandswohnungen
und der am Bedarf der Konzerngesellschaften orientierte Neubau von Wohnungen.
In den vergangenen Jahren wurde die Strategie vom Aufsichtsrat bestätigt und um
zukunftsorientierte Themen wie Elektromobilität, vernetzte Mobilität, Mieterstrom und
Smart-Home ergänzt.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Das Risikofrüherkennungssystem der WSK ist in die Organisation der SWK eingebet-
tet, eine Risikoerfassung und -bewertung erfolgt zu jedem Quartal. Die wirtschaftli-
chen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für die WSK nach derzeitigem Kennt-
nisstand verkraftbar. Die, durch die weltweiten Lieferschwierigkeiten beeinflusste,
Baupreisentwicklung wird das wirtschaftliche Ergebnis der WSK für die Zukunft be-
lasten. Das weiterhin günstige Zinsniveau bietet die Chance, Neu- und Ausbaumaß-
nahmen sowie Sanierungsvorhaben trotz der zuletzt deutlich gestiegenen Bau- und
Baulandkosten durchführen zu können. Bestandsgefährdende Risiken bestehen zur-
zeit nicht.
WOHNUNGSGESELLSCHAFT DER STADTWERKE KÖLN MBH
51
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die WSK hat das Ziel, den Wohnungsbestand an den Bedürfnissen der Konzernmit-
arbeitenden auszurichten. Hierzu sind erhebliche Investitionen und Instandhaltungs-
maßnahmen erforderlich. Weiterhin ergab die Abfrage der Konzerngesellschaften ei-
nen Bedarf von ca. 2.190 Wohnungen, dieser kann durch die WSK auch mit den
neuen Wohnungen (Hermeskeiler Platz, Stammheimer Straße und Amsterdamer
Straße) nicht befriedigt werden, so dass weitere Wohnungen benötigt werden. Mit
dem Angebot an preiswerten Wohnungen und der Schaffung von neuem Wohnraum
unterstützt die WSK die Stadt Köln bei der Wohnraumversorgung.
GEW KÖLN AG
52
GEW KÖLN AG
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Parkgürtel 24
50823 Köln
Kontakt 0221-178 2
www.gewkoelnag.de
Gründungsdatum 15.11.1960
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Aktien 255.700.000 €
(511.400 Stücke)
Aktionäre
Stadtwerke Köln GmbH 90,00%
Stadt Köln 10,00%
Tochterunternehmen
BRUNATA-METRONA GmbH 100,00%
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH 100,00%
RheinEnergie AG 80,00%
RW Beteiligungs GmbH i. L.
(bis 12.08.2021)
21,45%
Stadtwerke Düsseldorf AG 20,00%
Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH 1,69%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, der Handel mit Energie und
energienahen Produkten sowie mit darauf bezogenen Finanzinstrumenten, sofern
diese Tätigkeit nach dem Kreditwesengesetz erlaubnisfrei ist, die Erbringung von
Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung, die Nutzung von Einsatzstof-
fen in Anlagen zur Energieerzeugung, die Beteiligung an Unternehmen, die Telekom-
munikationsnetze einschließlich Telekommunikationsdienstleistungen betreiben, im
Zusammenhang mit der Tätigkeit der cowelio GmbH die Erbringung von Wohnver-
waltungsdienstleistungen und Durchführung von Maßnahmen zur Förderung der so-
zialen Infrastruktur sowie der Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung
von Wissenschaft, Forschung, Erziehung, Bildung, Kultur und Familie.
GEW KÖLN AG
53
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Herr Dr. Dieter Steinkamp
Vorsitzende*r
Frau Susanne Fabry
(ab 01.07.2021)
Herr Norbert Graefrath
(bis 30.06.2021)
Herr Dieter Hassel
(bis 30.06.2021)
Frau Birgit Lichtenstein
(ab 01.07.2021)
Aufsichtsrat
Herr Christian Joisten (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Wolfgang Nolden
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Barbara Bethke
Frau Berit Blümel
Herr Florian Braun
Herr Ulrich Breite (MdR)
Herr Jürgen Brenig
(bis 31.01.2021)
Herr Karl-Heinz Böhle
Frau Nadine Daniel-Groß
(ab 01.02.2021)
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (Käm.)
Herr Georg Abraham Gampe
(ab 08.10.2021)
Herr Wolfgang Herde
(ab 01.03.2021)
Herr Norbert Kasten
(bis 28.02.2021)
Herr Niklas Kienitz (MdR)
Herr Ralf Klemm (MdR)
Herr Heiner Kockerbeck (MdR)
Frau Christiane Martin (MdR)
Frau Stefanie Mägdefrau
Herr Jan Orbach
(bis 30.09.2021)
Herr Stefan Plag
Herr Dr. Frank Schaefer
Frau Ursula Schlömer (MdR)
Frau Sonja Schnürpel
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
WIBERA Wirtschaftsberatung AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
GEW KÖLN AG
54
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 836.529 836.529 865.274
Finanzanlagen 836.529 836.529 865.274
Umlaufvermögen 199.408 176.020 188.204
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 199.398 176.010 188.194
Kasse, Bankguthaben, Schecks 10 10 10
Bilanzsumme 1.035.938 1.012.549 1.053.477
Passiva
Eigenkapital 789.590 789.590 789.590
Gezeichnetes Kapital 255.700 255.700 255.700
Kapitalrücklage 119.427 119.427 119.427
Gewinnrücklagen 414.462 414.462 414.462
Jahresergebnis 0 0 0
Rückstellungen 244 253 254
Verbindlichkeiten 246.104 222.707 263.634
Bilanzsumme 1.035.938 1.012.549 1.053.477
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Sonstige betriebliche Erträge 151 150 151
Gesamtleistung 151 150 151
Personalaufwand 70 71 71
Sonstige betriebliche Aufwendungen 697 781 2.016
EBITDA -616 -702 -1.935
Erträge aus Beteiligungen 15.031 13.666 12.635
Erträge aus Gewinnabführung 151.383 160.998 175.363
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 6.650 1.169 1.242
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23 8 6
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 0 0 -20.000
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.230 1.173 1.097
Steuern vom Einkommen und Ertrag 4.778 4.808 5.051
Aufwendungen aus Gewinnabführung 165.462 169.157 201.163
Jahresergebnis 0 0 0
GEW KÖLN AG
55
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 80,8 82,6 82,1
Abschreibungsquote (in %) - - -
Investitionen (T€) 0 0 8.750
Investitionsquote (in %) 0,0 0,0 1,0
Eigenkapitalquote (in %) 76,2 78,0 75,0
Pensionsrückstellungen (T€) - - -
Kreditverbindlichkeiten (T€) 54.500 28.000 28.000
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 16,2 16,8 19,2
EBIT (T€) -616 -702 -1.935
EBITDA (T€) -616 -702 -1.935
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die Stadt Köln wächst und wird in Zukunft weiter wachsen. Gleichzeitig steigt die Er-
wartungshaltung vieler Menschen an die Grundversorgung ihrer Stadt, gerade im
Hinblick auf die schnell fortschreitende Digitalisierung. Diese Entwicklung stellt alle
Unternehmen der Daseinsvorsorge vor enorme Herausforderungen: Einerseits schaf-
fen sie mit ihren Angeboten die Voraussetzungen, die andere Dienstleistungen über-
haupt erst ermöglichen. Andererseits müssen sie viele Bedürfnisse auch direkt befrie-
digen. Dadurch sind die Unternehmen unter dem Dach der GEW Köln AG doppelt
hohen Erwartungen ausgesetzt.
Vor diesem Hintergrund leistet die GEW mit ihren Beteiligungsgesellschaften einen
wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge in der rheinischen Region. Dabei haben die
Gesellschaften das Thema Nachhaltigkeit im Blick und gestalten das städtische Kli-
maschutzziel einer 50-prozentigen Reduzierung der Treibhausgasemissionen für
Köln bis zum Jahr 2030 (gegenüber mit dem Basisjahr 1990) in ihren jeweiligen Sek-
toren aktiv mit.
Geschäftsverlauf
Die GEW Köln AG (GEW) hat im Geschäftsjahr 2021 rund 201 Mio. € an die Mutter-
gesellschaft Stadtwerke Köln GmbH (SWK) abgeführt. Das waren rund 32 Mio. €
mehr als im Vorjahr. Grundlage dieses Erfolgs waren einerseits die guten Ergebnisse
der operativen Gesellschaften der GEW und andererseits eine Zuschreibung bei den
Finanzanlagen.
GEW KÖLN AG
56
Als reine Finanzholding ohne eigenes operatives Geschäft und auch ohne eigenes
Personal hält die GEW 80% der Anteile der RheinEnergie AG sowie je 100% der An-
teile des Telekommunikationsanbieters NetCologne und des Abrechnungsdienstleis-
ters BRUNATA-METRONA Hürth. Zudem hält sie 20 Prozent der Anteile an der
Stadtwerke Düsseldorf AG.
Zum Unternehmensergebnis der GEW im Jahr 2021 trugen im Wesentlichen die Er-
träge aus den Beteiligungen an der RheinEnergie, der BRUNATA-METRONA, der
NetCologne und an den Stadtwerken Düsseldorf bei. Wie gewohnt leistete dabei die
RheinEnergie den mit Abstand größten Ergebnisbeitrag. Der Energiedienstleister und
-versorger führte rund 135 Mio. € an die GEW ab und übertraf somit den Vorjahres-
wert um rund 2 Mio. €.
Die BRUNATA-METRONA-Gruppe konnte mit ihrem Beitrag von knapp 30 Mio. € das
Vorjahresniveau (29 Mio. €) leicht verbessern. Auch NetCologne blickte auf ein er-
folgreiches operatives Geschäftsjahr 2021 zurück und führte nach dem Abschluss ei-
nes Ergebnisabführungsvertrages mit der GEW und unter Berücksichtigung einer
Teilthesaurierung erstmalig 11 Mio. € Gewinne ab. Ferner wurde bei der NetCologne
ein Teil des Jahresergebnisses aus dem Jahr 2020 in Höhe von 4 Mio. € ausgeschüt-
tet. Die Stadtwerke Düsseldorf schütteten ihr Ergebnis komplett aus. Sie konnten ei-
nen Beitrag mit rund 8 Mio. € (2020: rund 14 Mio. € ) zum GEW-Ergebnis leisten.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Nach wie vor ist der Markt, auf dem sich die GEW-Unternehmen bewegen, hoch
volatil. Zudem stellen die stetig wachsende Bevölkerung der Millionenstadt Köln und
die immer größeren Erwartungen der Kunden besondere Herausforderungen an alle
Unternehmen der Daseinsvorsorge. Die GEW-Töchter reagierten darauf im Ge-
schäftsjahr 2021 erfolgreich mit innovativen Produkten und speziell auf einzelne Kun-
dengruppen zugeschnittenen Dienstleistungen, ohne dabei ihr angestammtes Kern-
geschäft zu vernachlässigen.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die GEW Köln AG betreibt keine eigene Prognostik oder Ergebnisplanungen. Diese
werden aus den operativen Einheiten gesteuert.
RHEINENERGIE AG
57
RHEINENER GIE AG
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Parkgürtel 24
50823 Köln
Kontakt 0221-34645 300
www.rheinenergie.com
Gründungsdatum 11.03.2002
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 400.000.000 €
Aktionäre
GEW Köln AG 80,00%
Westenergie AG 20,00%
Tochterunternehmen
AGO GmbH Energie + Anlagen 100,00%
ENERGOTEC Energietechnik GmbH 100,00%
ENTALO GmbH & Co. KG 100,00%
GT-HKW Niehl GmbH 100,00%
RheinEnergie Biokraft Randkanal-Nord GmbH & Co. KG 100,00%
RheinEnergie Biokraft Verwaltungs GmbH 100,00%
RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH 100,00%
RheinEnergie HKW Rostock GmbH 100,00%
RheinEnergie Industrielösungen GmbH 100,00%
RheinEnergie Solar GmbH 100,00%
RheinEnergie Trading GmbH 100,00%
RheinEnergie Windkraft GmbH 100,00%
Rheinische NETZGesellschaft mbH 100,00%
TankE GmbH 100,00%
RheinEnergie Express GmbH 87,70%
AggerEnergie GmbH 62,74%
GVG Rhein-Erft GmbH 56,63%
Bergische Licht-, Kraft- und Wasserwerke (BELKAW) GmbH 50,10%
Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL) 50,00%
Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs- und
Beteiligungsgesellschaft mbH
50,00%
RheinWerke GmbH 50,00%
AS 3 Beteiligungs GmbH 49,00%
Stadtwerke Leichlingen GmbH 49,00%
RHEINENERGIE AG
58
Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG 49,00%
Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH 49,00%
Stadtwerke Pulheim GmbH 49,00%
Stromkontor Rostock Port GmbH 49,00%
Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG 49,00%
evd energieversorgung dormagen GmbH 49,00%
Stadtwerke Sankt Augustin GmbH 45,00%
Stadtwerke Troisdorf GmbH 40,00%
COLONIA-CLUJ-NAPOCA-Energie S.R.L. 33,33%
chargecloud GmbH 33,33%
rhenag Rheinische Energie AG 33,33%
GWAdriga GmbH & Co. KG 31,00%
GWAdriga Verwaltungs GmbH 31,00%
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH (EnW
Bonn/Rhein-Sieg)
13,71%
8KU GmbH 12,50%
450 MHz Beteiligung GmbH
(ab 27.04.2021)
10,00%
ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG 6,67%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, der Handel mit Energie und
energienahen Produkten sowie mit darauf bezogenen Finanzinstrumenten, sofern
diese Tätigkeit nach dem Kreditwesengesetz erlaubnisfrei ist, die Erbringung von
Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung, die Nutzung von Einsatzstof-
fen in Anlagen zur Energieerzeugung, die Beteiligung an Unternehmen, die Telekom-
munikationsnetze einschließlich Telekommunikationsdienstleistungen betreiben, im
Zusammenhang mit der Tätigkeit der cowelio GmbH die Erbringung von Wohnver-
waltungsdienstleistungen und Durchführung von Maßnahmen zur Förderung der so-
zialen Infrastruktur sowie der Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung
von Wissenschaft, Forschung, Erziehung, Bildung, Kultur und Familie. Die Gesell-
schaft kann sich an kommunal geprägten Stadtwerke-Gesellschaften mit einem ener-
giewirtschaftlichen Betätigungsschwerpunkt beteiligen, die auch weitere Daseinsvor-
sorgeaufgaben erfüllen, insbesondere in den Bereichen des Bäderbetriebs, der Ent-
sorgung/Verwaltung von Abfällen, der Abwasserentsorgung und des Betriebs von
Tiefgaragen.
RHEINENERGIE AG
59
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Herr Dr. Dieter Steinkamp
Vorsitzende*r
Herr Dr. Andreas Cerbe
(bis 30.06.2021)
Frau Susanne Fabry
(ab 01.04.2021)
Herr Norbert Graefrath
(bis 30.06.2021)
Herr Dieter Hassel
(bis 30.06.2021)
Frau Birgit Lichtenstein
(ab 01.04.2021)
Herr Achim Südmeier
Aufsichtsrat
Herr Bernd Petelkau (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Wolfgang Nolden
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Frauke Bendokat
Herr Walter Berndgen
Herr Jürgen Brenig
(bis 30.01.2021)
Herr Jürgen Brenig
(ab 31.01.2021, bis 31.01.2021)
Frau Clivia Conrad
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (Käm.)
Herr Thorsten Fledderus
(ab 01.02.2021)
Herr Dr. Karsten Klemp
Frau Claudia Kowalak
Herr Dr. Gerrit Krupp (MdR)
Herr Dr. Thomas König
Frau Christiane Martin (MdR)
Herr Andreas Mathes
Frau Stefanie Mägdefrau
Herr Reiner Priggen
Frau Katharina Reiche
Herr Dr. Frank Schaefer
Herr Gernot Schubert
Frau Ira Sommer (MdR)
Herr Rafael Struwe
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
WIBERA Wirtschaftsberatung AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Konzessionsabgaben 71.280
RHEINENERGIE AG
60
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 1.489.054 1.290.572 1.339.543
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.611 8.995 8.561
Sachanlagen 548.325 592.785 615.019
Finanzanlagen 930.118 688.792 715.963
Umlaufvermögen 464.380 716.856 756.786
Vorräte 59.123 70.495 85.730
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 343.105 545.540 589.784
Kasse, Bankguthaben, Schecks 62.152 100.821 81.272
Rechnungsabgrenzungsposten 41.569 8.538 23.840
Bilanzsumme 1.995.003 2.015.965 2.120.169
Passiva
Eigenkapital 906.918 914.418 924.418
Gezeichnetes Kapital 400.000 400.000 400.000
Kapitalrücklage 274.739 274.739 274.739
Gewinnrücklagen 232.179 239.679 249.679
Bilanzergebnis 0 0 0
Sonderposten 69.544 71.571 75.684
Rückstellungen 504.925 612.687 659.374
Verbindlichkeiten 470.839 416.609 459.272
Rechnungsabgrenzungsposten 42.777 680 1.421
Bilanzsumme 1.995.003 2.015.965 2.120.169
RHEINENERGIE AG
61
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 2.514.598 2.468.382 2.516.914
Bestandsveränderungen 5.083 -1.127 10.813
Andere aktivierte Eigenleistungen 5.564 6.391 6.140
Sonstige betriebliche Erträge 107.472 150.725 83.557
Gesamtleistung 2.632.716 2.624.370 2.617.424
Materialaufwand 1.919.462 1.880.205 1.868.379
Personalaufwand 269.659 270.007 270.927
Sonstige betriebliche Aufwendungen 204.923 294.606 231.380
EBITDA 238.672 179.552 246.738
Abschreibungen 48.880 49.866 54.718
Erträge aus Beteiligungen 52.599 53.975 43.150
Erträge aus Gewinnabführung 5.819 3.906 3.842
Aufwendungen aus Verlustübernahme 73.514 14.997 47.986
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 1.422 1.377 1.367
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 347 583 246
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 2.844 -15.632 309
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.845 12.687 12.153
Steuern vom Einkommen und Ertrag 9.722 7.377 7.449
Aufwendungen aus Gewinnabführung 148.054 162.598 162.726
Jahresergebnis 0 7.500 10.000
Zuführungen in die Rücklagen 0 7.500 10.000
Bilanzergebnis 0 0 0
RHEINENERGIE AG
62
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 74,6 64,0 63,2
Abschreibungsquote (in %) 8,7 8,3 8,8
Investitionen (T€) 122.226 147.473 113.941
Investitionsquote (in %) 8,2 11,4 8,5
Eigenkapitalquote (in %) 45,5 45,4 43,6
Pensionsrückstellungen (T€) 245.750 254.324 271.194
Kreditverbindlichkeiten (T€) 73.000 37.364 31.182
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 8,2 9,1 8,7
EBIT (T€) 189.792 129.686 192.020
EBITDA (T€) 238.672 179.552 246.738
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2.920 2.773 2.713
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Im Fokus der energiepolitischen Entwicklungen standen im Jahr 2021 auf europäi-
scher Ebene vor allem weitere legislative Vorschläge und Anpassungen zum „Euro-
pean Green Deal“. Dazu zählte auch die Einigung auf ein europäisches Klimagesetz.
Im Juli 2021 präsentierte die Europäische Kommission das „Fit-for-55-Paket“ mit 13
dazugehörigen konkreten Legislativvorschlägen, die den klima- und energiepoliti-
schen Rechtsrahmen der EU grundlegend reformieren. Während im Jahr 2020 die
Nachfrage nach Strom, Erdgas und Steinkohle aufgrund der Corona-Pandemie ein-
gebrochen war und zu einem Preisrückgang führte, zeichnete sich das Jahr 2021 mit
einer wiedererstarkenden Weltwirtschaft durch sprunghaft ansteigende Brennstoff-
und Strompreise aus.
Insbesondere ab Juli 2021 waren die Strompreise sehr stark gestiegen. Haupttreiber
war der kältere Winter 2020/21 mit höheren Verbräuchen aus den europäischen Gas-
speichern, die aufgrund von angespannten Marktbedingungen auf einem unterdurch-
schnittlichen Niveau lagen. Zusätzlich wirkten sich die höhere Nachfrage auf den asi-
atischen Märkten nach Flüssigerdgas, Ausfälle von Infrastruktur und geringere Im-
porte von Erdgas nach Europa negativ auf das Preisgefüge aus.
Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2021 konnte die RheinEnergie in den einzelnen Sparten folgende
Absatzzahlen erreichen: Strom 15.632 GWh, Erdgas 8.312 GWh, Fernwärme 1.252
GWh, Energiedienstleistungen 742 GWh und Dampf 541 GWh. Die Umsatzerlöse
RHEINENERGIE AG
63
der RheinEnergie belaufen sich im Geschäftsjahr ohne Strom- und Energiesteuer auf
insgesamt 2.517 Mio. € (Vorjahr 2.468 Mio. €). Der wesentliche Anteil entfällt kon-
stant auf die Stromsparte mit 1.403 Mio. € (Vorjahr 1.407 Mio. €). Einen nennenswer-
ten Anstieg verzeichnete der Erdgasbereich. Insgesamt stieg das operative Ergebnis
von 130 Mio. € im Vorjahr um 62 Mio. € auf 192 Mio. € im Berichtsjahr. Das Finanzer-
gebnis der Gesellschaft beläuft sich auf -12 Mio. € und ist gegenüber dem Vorjahr um
60 Mio. € gesunken. Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis wurde ein Betrag in Höhe
von 10 Mio. € (Vorjahr 8 Mio. €) zu den Gewinnrücklagen zugeführt. Insgesamt wird
ein Gewinn in Höhe von 135 Mio. € an den mit 80 % beteiligten Mehrheitsgesell-
schafter GEW Köln AG abgeführt. Die Westenergie erhält eine Ausgleichszahlung in
Höhe von 28 Mio. € (Vorjahr 30 Mio. €).
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die RheinEnergie als Energieversorger ist in erheblichem Umfang Risiken aufgrund
äußerer Eingriffe von Regulierungsbehörden, insbesondere der Bundesnetzagentur
oder der Landesregulierungsbehörden, ausgesetzt. Absenkungen der Erlösobergren-
zen aufgrund von Kostenerhebungen und des gesunkenen Zinsniveaus können zu
Erlöseinbußen führen.
Die Entwicklung zum Energiesystem der Zukunft wird von vielen energiepolitischen
Vorgaben bestimmt, die aus heutiger Sicht ein hohes Maß an Planungsunsicherheit
bedeuten. Daher bedarf es für die investierenden Unternehmen in hohem Maße ver-
lässlicher gesetzlicher energiepolitischer sowie regulatorischer Rahmenbedingungen.
Nach wie vor stehen in der Zukunft erhebliche energiepolitische Weichenstellungen
an, die substanzielle Auswirkungen auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von
Energieversorgern haben können. Für die verbleibenden energieerzeugenden Ein-
heiten ergeben sich einerseits erhebliche Risiken aus einer gegenüber der betriebs-
gewöhnlichen Nutzungsdauer frühzeitigen Abschaltung und einem weiteren Anstieg
des Anteils der erneuerbaren Energien, andererseits Chancen, dass die derzeitige
Wirtschaftlichkeit der Kraftwerke aufgrund der Energiepreisschwankungen verbessert
werden kann.
Trotz umfangreicher Vorsorge durch entsprechende Kontrollen, Wartungen, Betriebs-
führungskonzepte etc. können sich Risiken durch den Ausfall dieser Einheiten aus
den unterschiedlichsten Gründen, beispielsweise Alter, Witterung etc., sowie bedingt
durch die Corona-Pandemie ergeben.
Die Abwicklung vieler Prozesse erfolgt durch moderne und sehr komplexe IT-Sys-
teme, die trotz hoher Sicherheits- und Wartungsstandards insbesondere vor dem
Hintergrund steigender Risiken durch Angriffe Dritter, Einschränkungen der Nutzbar-
keit und Verfügbarkeit erfahren können.
Im Hinblick auf das Risiko der Verbreitung des Coronavirus hat die RheinEnergie ver-
schiedene Maßnahmen vorgesehen, die die Betriebsführung und Daseinsfürsorge für
die Kunden in der Region gewährleisten.
RHEINENERGIE AG
64
Insbesondere die derzeit anhaltend volatilen Verhältnisse auf den Strom- und Gas-
märkten haben erhebliche Auswirkungen auf die Ertragskraft. Die entscheidenden
Parameter wie Öl-, Kohle-, CO2-, Strom- und Gaspreise unterliegen erheblichen
Schwankungen. Große Auswirkungen ergeben sich durch diese Preisentwicklung
insbesondere auf die Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugungsanlagen. Bei einer ne-
gativen Entwicklung der Differenz zwischen den Verkaufserlösen für Strom und den
dafür anfallenden wesentlichen Erzeugungskosten besteht das Risiko, dass sich die
Wertschöpfung in zukünftigen Jahren verringert. Umgekehrt können ein Anstieg der
Strompreise beziehungsweise der Margen und/oder die Einführung von entsprechen-
den gesetzlichen Rahmenbedingungen zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Ver-
besserung der Wertschöpfung aus der Erzeugung führen. Aus derzeitiger Sicht sind
weitere negative Auswirkungen durch die Ukraine-Krise auf den Geschäftsverlauf im
Handel nicht auszuschließen. Je nach weiterer Entwicklung können sich gravierende
Risiken zum Beispiel im Rahmen der Energiebeschaffung ergeben.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die RheinEnergie plant für das Geschäftsjahr 2022 eine steigende Umsatzentwick-
lung (ohne Strom- und Energiesteuer) in Höhe von rund 2,6 Mrd. € und ein Ergebnis
vor Ertragsteuern in einer Größenordnung von rund 165 Mio. €. Bei den Investitionen
steht neben laufenden Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen der weitere Ausbau der
erneuerbaren Energien im Vordergrund. Insgesamt erwartet die RheinEnergie eine
unverändert gute Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH
65
NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR T ELEKOMMUNIKATION MBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Am Coloneum 9
50829 Köln
Kontakt 0221-22220
www.netcologne.de
Gründungsdatum 31.10.1994
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 9.210.000 €
Gesellschafter
GEW Köln AG 100,000%
Tochterunternehmen
NetCologne IT Services GmbH 100,000%
NetRegio GmbH 99,996%
NetAachen GmbH 84,000%
Deutsche Netzmarketing GmbH 2,560%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Aufbau einer an den Interessen des Wirtschaftsraums Köln orientierten privaten Tele-
kommunikations-Infrastruktur der Gesellschaften der Stadtwerke Köln-Gruppe, ein-
schließlich aller damit verbundenen Dienstleistungen und Mehrwertdienste, Entwick-
lung, Erbringung und Vermarktung von Basis- und Mehrwert-Netzdienstleistungen
einschließlich der zum Netzabschluss erforderlichen Hardware- und Software-Pro-
dukte, Erstellung und Vermarktung technischer Konzepte und Studien sowie sämtli-
che Managementleistungen auf den vorgenannten Gebieten und damit zusammen-
hängende ganzheitliche Komplettlösungen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Timo von Lepel
Herr Claus van der Velden
(ab 01.05.2021)
NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH
66
Aufsichtsrat
Herr Dr. Andreas Cerbe
(bis 30.06.2021)
Vorsitzende*r
Herr Dr. Dieter Steinkamp
Vorsitzende*r
Herr Achim Südmeier
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Stefan Berndorf
Herr Florian Braun
Frau Susanne Fabry
(ab 01.07.2021)
Herr Norbert Graefrath
(bis 30.06.2021)
Herr Martin Hanz
Herr Dieter Hassel
(bis 30.06.2021)
Herr Christian Joisten (MdR)
(bis 16.02.2021)
Frau Ulrike Kessing (MdR)
(ab 17.02.2021)
Herr Dr. Gerrit Krupp (MdR)
(bis 16.02.2021)
Frau Birgit Lichtenstein
(ab 01.07.2021)
Herr Stefan Münzel
Herr Wolfgang Paul
(ab 01.07.2021)
Herr Stephan Radloff
Herr Gernot Schultz
Frau Lisa Steinmann (MdR)
(ab 17.02.2021)
Herr Alexander Volk
(ab 17.02.2021)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln
NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH
67
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 237.508 238.917 233.166
Immaterielle Vermögensgegenstände 8.619 7.827 5.982
Sachanlagen 187.071 189.272 185.366
Finanzanlagen 41.818 41.818 41.818
Umlaufvermögen 78.446 75.706 92.847
Vorräte 25.417 30.671 32.574
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 51.948 44.384 60.070
Kasse, Bankguthaben, Schecks 1.081 651 203
Rechnungsabgrenzungsposten 9.972 8.038 10.385
Aktive latente Steuern 948 1.575 0
Bilanzsumme 326.874 324.236 336.398
Passiva
Eigenkapital 98.024 106.120 104.372
Gezeichnetes Kapital 9.210 9.210 9.210
Kapitalrücklage 51.873 51.873 51.873
Gewinnrücklagen 29.667 36.940 40.989
Jahresergebnis 7.273 8.097 2.300
Rückstellungen 19.536 20.083 22.492
Verbindlichkeiten 199.013 189.567 196.926
Rechnungsabgrenzungsposten 10.301 8.466 12.608
Bilanzsumme 326.874 324.236 336.398
NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH
68
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 283.660 288.778 299.039
Bestandsveränderungen -9.031 -312 1.917
Andere aktivierte Eigenleistungen 2.856 2.411 1.719
Sonstige betriebliche Erträge 4.365 1.980 3.352
Gesamtleistung 281.850 292.856 306.028
Materialaufwand 125.115 130.464 139.851
Personalaufwand 65.641 69.056 70.771
Sonstige betriebliche Aufwendungen 45.714 43.570 42.837
EBITDA 45.381 49.766 52.569
Abschreibungen 33.972 37.198 38.633
Erträge aus Beteiligungen 2.280 2.207 2.543
Erträge aus Gewinnabführung 2.557 2.831 3.267
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 208 130 139
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.267 5.176 4.975
Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.889 4.442 1.585
Sonstige Steuern 23 22 21
Aufwendungen aus Gewinnabführung 0 0 11.005
Jahresergebnis 7.273 8.097 2.300
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 72,7 73,7 69,3
Abschreibungsquote (in %) 17,4 18,9 20,2
Investitionen (T€) 38.700 40.438 34.287
Investitionsquote (in %) 16,3 16,9 14,7
Eigenkapitalquote (in %) 30,0 32,7 31,0
Pensionsrückstellungen (T€) 3.879 4.170 4.573
Kreditverbindlichkeiten (T€) 88.072 80.950 72.200
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 3,8 4,1 5,4
EBIT (T€) 11.408 12.568 13.936
EBITDA (T€) 45.381 49.766 52.569
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 937 936 959
NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH
69
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln, gegründet 1994, ist
eine 100%ige Tochtergesellschaft der GEW Köln AG, Köln. Das Unternehmen ver-
sorgt als einer der erfolgreichsten Regional-Carrier in Deutschland den Wirtschafts-
raum Köln/Bonn mit zukunftssicherer Kommunikationstechnologie.
Die NetCologne GmbH ist in den Geschäftsfeldern Privatkunden und Geschäftskun-
den aktiv. Das Leistungsangebot umfasst dabei Telefonie, Mobilfunk, TV sowie Inter-
net-, Daten- und Wholesale-Dienste. Technische Grundlage bildet das eigene, hoch-
leistungsstarke Breitbandnetz. Es bietet Kapazitäten für die weitere dynamische Ent-
wicklung des Faktors Kommunikation in der Region. Durch den Ausbau eigener Net-
zinfrastruktur schafft die NetCologne GmbH zudem wirtschaftliche und technische
Unabhängigkeit von den regulierten Teilnehmeranschlussleitungen der Deutschen
Telekom AG.
Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik)
ist nach wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach
Schätzung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und
neue Medien e.V. (BITKOM) setzte dieser Markt in 2021 ein Volumen von ca. EUR
178,4 Mrd. um und beschäftigte bei hoher Wertschöpfung rund 1,25 Mio. Personen.
Geschäftsverlauf
In 2021 konnte sich die NetCologne GmbH in einem nach wie vor schwierigen, dyna-
mischen und regulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven
Wettbewerb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist, sehr gut behaupten.
Das Geschäftsjahr 2021 war nicht zuletzt durch die folgenden Besonderheiten ge-
prägt:
Gewinn der Ausschreibung zum geförderten „Weiße Flecken“-Ausbau in Köln
Erfolgreiche Vorvermarktung und Ausbaustart FTTB/H in Dormagen
Folgen der COVID19-Pandemie auf interne Arbeitsabläufe und geänderte
Kundenanforderungen
Bündelung und Ausbau von Kompetenzen im Schulsupport in einen neuen
Bereich Education Services in der NetCologne IT Services GmbH
Aufbau eines LoRaWan-Netzes für Köln
NetCologne wird erneut als „Certified Great Place to Work“ ausgezeichnet
Eintritt Dr. Claus van der Velden als neuer Geschäftsführer
Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Ertragssteu-
ern (EBT) von TEUR 14.889 und konnte damit ihr Ziel von TEUR 12.559 deutlich
NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH
70
übertreffen. Das Ergebnis lag um TEUR 2.351 über dem Vorjahreswert (TEUR
12.538), insbesondere aufgrund der deutlich gewachsenen Umsatzerlöse.
Die Umsatzerlöse beliefen sich auf TEUR 299.039 und lagen um TEUR 10.261 über
dem Vorjahreswert (TEUR 288.778). Die Überschreitung war auf steigende Umsatz-
erlöse im Geschäftskunden- und Privatkundenbereich zurückzuführen, i.W. aufgrund
erhöhter Umsätze im Wholesale- und Festnetzbereich.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Der Telekommunikationsmarkt bietet für die NetCologne mittelfristig, trotz des her-
aus-fordernden Preis- und Wettbewerbsdrucks, Chancen für eine weiterhin positive
Geschäftsentwicklung:
Mit den eigenen Hochleistungsinfrastrukturen FTTB/FTTH und HFC (Hybrid Fiber
Coax) ist die NetCologne für neue Herausforderungen bezüglich des stark zuneh-
menden Bandbreiten-bedarfs gut positioniert. Die eigenen Netze vermindern die Ab-
hängigkeit von der Deutschen Telekom und ermöglichen Alleinstellungsmerkmale bei
Leistungsumfang und Leistungsqualität.
Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich jedoch um einen streng regulierten
Markt, in dem die Bundesnetzagentur und auch das Bundeskartellamt stark steuernd
eingreifen. Einzelne Regulierungsentscheidungen können geschäftshemmend aus-
fallen. Beispielsweise reduziert jede Absenkung der sogenannten Festnetz-Terminie-
rungsentgelte die Umsätze pro Kunde. Es besteht grundsätzlich Unsicherheit dar-
über, wie künftige Regulierungs-entscheidungen ausfallen.
Der Markt für Telekommunikation ist zudem durch starken Wettbewerb, großen Preis-
druck, zunehmenden Bandbreitenbedarf und hohe Wechselbereitschaft der Kunden
geprägt. Dies kann zum Verlust von Umsatzerlösen, Marktanteilen sowie zu Margen-
druck bei einigen Produkten führen.
Der Russland-Ukraine-Krieg hat bereits jetzt zu erheblichen Auswirkungen auf die
wirtschaftliche Lage in Deutschland geführt, von denen die NetCologne jedoch nicht
unmittelbar betroffen ist. Im Rahmen des russischen Angriffs ist jedoch zu beobach-
ten, dass auch der Cyberraum bereits Schauplatz auf ukrainische Unternehmen und
Regierungseinrichtungen geworden ist. Es wird daher ein erhöhtes Risiko von Cy-
berangriffen für kritische Infrastrukturen in Deutschland gesehen. NetCologne begeg-
net diesem Risiko durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen
Ergänzend existieren individuelle, operative Risiken bspw. durch den Ausfall eines
Technikstandorts, die im Rahmen des Risikomanagementsystems analysiert und so-
weit möglich gesteuert werden.
NETCOLOGNE GESELLSCHAFT FÜR TELEKOMMUNIKATION MBH
71
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Für das Jahr 2022 rechnet die NetCologne mit wachsenden Umsätzen im Vergleich
zu 2021 sowie einem weitestgehend stabilen Ergebnis vor Steuern von rund 15 Mio.
€.
NETAACHEN GMBH
72
NETAACHEN GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Grüner Weg 100
52070 Aachen
Kontakt 0800-2222333
www.netaachen.de
Gründungsdatum 13.03.2009
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 30.000 €
Gesellschafter
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH 84,000%
Stadtwerke Aachen AG 16,000%
Tochterunternehmen
NetRegio GmbH 0,004%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Aufbau einer an den Interessen des Wirtschaftsraums Aachen und Köln orientierten
privaten Telekommunikations-Infrastruktur, ausgehend von der Netzinfrastruktur der
Gesellschaften der Stadtwerke Köln-Gruppe und der STAWAG-Gruppe, einschließ-
lich aller damit verbundenen Dienstleistungen und Mehrwertdienste; das Betäti-
gungsgebiet der Gesellschaft bleibt auf den Wirtschaftsraum Aachen einschließlich
der Kreise Heinsberg und Düren bezogen und orientiert sich im Wesentlichen an der
Netzinfrastruktur der STAWAG Stadtwerke Aachen AG sowie anderer kommunaler
Netzbetreiber in den genannten Kreisen, Entwicklung, Erbringung und Vermarktung
von Basis- und Mehrwert-Netzdienstleistungen einschließlich der zum Netzabschluss
erforderlichen Hardware und Software-Produkte; sowie Erstellung und Vermarktung
technischer Konzepte und Studien sowie sämtlicher Managementleistungen auf den
vorgenannten Gebieten und damit zusammenhängende ganzheitliche Komplettlö-
sungen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Andreas Schneider
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
NETAACHEN GMBH
73
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 37.835 41.345 44.181
Jahresergebnis (T€) 2.400 3.027 3.743
Eigenkapital (T€) 10.858 11.485 12.201
Bilanzsumme (T€) 25.154 25.696 31.050
Investitionen (T€) 898 2.733 7.737
Verbindlichkeiten (T€) 9.127 8.817 12.273
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 87 83 103
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
NetAachen ist in den Geschäftsfeldern Privatkunden, Geschäftskunden und Woh-
nungs-wirtschaft aktiv. Die Produktpalette umfasst Telefonieprodukte und -dienstleis-
tungen, Mobilfunk,Internetprodukte und -dienstleistungen, Datendienste und TV-Ver-
sorgung sowie seit 2021 IT-Dienstleistungen.
Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik)
ist nach wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach
Schätzung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und
neue Medien e.V. (BITKOM) setzte dieser Markt in 2021 ein Volumen von ca. 178,4
Mrd. € um und beschäftigte bei hoher Wertschöpfung rund 1,25 Mio. Personen.
Geschäftsverlauf
In 2021 konnte sich die NetAachen GmbH in einem nach wie vor schwierigen, dyna-
mischen und hochregulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch intensiven
Wettbewerb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist, weiter erfolgreich behaupten.
Das Geschäftsjahr 2021 war durch folgende Besonderheiten geprägt:
- Pandemie
- Flutkatastrophe
- Förderverfahren „weiße Flecken“
- Neues Geschäftsfeld IT-Dienstleistungen
Die NetAachen GmbH konnte im Geschäftsjahr 2021 in einem Marktumfeld, das wei-
terhin durch starken Wettbewerb geprägt ist, die sehr guten Ergebnisse der beiden
NETAACHEN GMBH
74
Vorjahre erneut steigern. In 2021 stieg die Gesamtleistung der Gesellschaft im Ver-
gleich zum Vorjahr um 1.803 T€ auf 42.291 T€ (Vj. 40.488 T€).
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Der Telekommunikationsmarkt bietet für die NetAachen mittelfristig, trotz des heraus-
fordernden Preis- und Wettbewerbsdrucks, Chancen für eine weiterhin positive Ge-
schäftsentwicklung:
Mit eigenem FTTB/H- und Kabel-Netz HFC (Hybrid Fiber Coax) in der Städteregion
Aachen ist NetAachen für den wachsenden Bandbreitenbedarf in der Zukunft gut ge-
rüstet.
Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich jedoch um einen streng regulierten
Markt. Einzelne Regulierungsentscheidungen können geschäftshemmend ausfallen.
Der Markt für Telekommunikation ist zudem durch starken Wettbewerb geprägt. Er-
gänzend existieren individuelle, operative Risiken, die fortlaufend analysiert und so-
weit möglich gesteuert werden.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Für das Jahr 2022 rechnet die NetAachen GmbH mit leicht wachsenden Umsätzen
im Vergleich zu 2021 sowie einem Ergebnis vor Steuern von ca. 4,1 Mio. €.
RHENAG RHEINISCHE ENERGIE AG
75
RHENAG RH EINISCHE EN ERGIE AG
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Bayenthalgürtel 9
50968 Köln
Kontakt 0221-937310
www.rhenag.de
Gründungsdatum 15.02.2001
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Aktien 40.000.000 €
(2.700.000 Stü-
cke)
Aktionäre
Westenergie AG 66,67%
RheinEnergie AG 33,33%
Tochterunternehmen
Heizungs- und Sanitärbau WIJA GmbH 100,00%
Rhein-Sieg Netz GmbH 100,00%
Westerwald-Netz GmbH 100,00%
rhenagbau GmbH 100,00%
KVK Kompetenzzentrum Verteilnetze und Konzessionen GmbH 74,90%
GkD Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH 50,00%
Gemeindewerke Windeck GmbH & Co KG
(bis 15.12.2021)
49,90%
Windeck Energie GmbH
(ab 16.12.2021)
49,90%
Energieversorgung Niederkassel GmbH & Co. KG 49,00%
energy4u GmbH & Co. KG 49,00%
energienatur Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH 44,00%
evm Windpark Höhn GmbH & Co. KG 33,20%
e-regio GmbH & Co. KG 31,74%
MAINGAU Energie GmbH 26,12%
A/V/E GmbH 25,10%
Siegener Versorgungsbetriebe GmbH 24,92%
Propan Rheingas GmbH & Co. KG 21,09%
Propan Rheingas GmbH 20,00%
BEW Bergische Energie- und Wasser- GmbH 19,47%
SE SAUBER ENERGIE Verwaltungs-GmbH 16,68%
SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG 16,67%
RHENAG RHEINISCHE ENERGIE AG
76
Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG
(ab 24.03.2021)
5,76%
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG 3,87%
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs GmbH 3,87%
Stromnetzgesellschaft Neunkirchen-Seelscheid GmbH & Co. KG 1,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme sowie die Entsorgung. Zur Er-
reichung des Gesellschaftszweckes kann die Gesellschaft Gas, Wasser, elektrische
Energie und Wärme erzeugen, beziehen, verwerten und veräußern sowie alle sonsti-
gen mit diesen Versorgungsbereichen und der Entsorgung zusammenhängenden
Geschäfte und Maßnahmen einschließlich Planung und Beratung vornehmen. Die
Gesellschaft kann insbesondere Anlagen und Einrichtungen aller Art, die dem ge-
nannten Zweck zu dienen geeignet sind, erwerben, errichten und betreiben, allein o-
der gemeinsam mit anderen, für eigene oder fremde Rechnung. Sie kann sich an Ge-
sellschaften und anderen Unternehmungen und allen Geschäften beteiligen, die mit
dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Frau Dr. Catharina Friedrich
Herr Dr. Hans-Jürgen Weck
Aufsichtsrat
Herr Dr. Jürgen Grönner
Vorsitzende*r
Herr Oliver Heinrichs
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Gabriele Eggers
Herr Harald Heß
Herr Michael Stangel
Herr Dr. Dieter Steinkamp
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln
RHENAG RHEINISCHE ENERGIE AG
77
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 183.418 186.309 182.426
Jahresergebnis (T€) 34.203 28.388 31.428
Eigenkapital (T€) 148.389 142.622 145.700
Bilanzsumme (T€) 237.719 233.810 254.499
Investitionen (T€) 3.288 2.501 5.490
Verbindlichkeiten (T€) 29.449 34.595 46.651
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 284 292 302
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die rhenag Rheinische Energie AG - 1872 in Köln gegründet - zählt zu den ältesten
deutschen Energieversorgern. In ihrem Versorgungsgebiet, das sich von der rechts-
rheinischen Rhein-Sieg Region bis ins nördliche Rheinland-Pfalz erstreckt, ist rhenag
Vor-Ort-Versorger in den Sparten Strom, Gas und Wasser für über 100.000 Kunden.
Neben der unmittelbaren Energieversorgung bietet rhenag in den Bereichen Strom,
Wärme und Mobilität moderne Energiedienstleistungen und Elektromobilitätslösun-
gen für eine sektorübergreifende Energiewende in ihrer Region. Über ihre beiden
100%igen Netztöchter Rhein-Sieg Netz GmbH und Westerwald-Netz GmbH betreibt
rhenag darüber hinaus eine moderne energiewirtschaftliche Infrastruktur, die ihren
Konzessionskommunen eine hohe Versorgungssicherheit garantiert, die lokale Ener-
giewende auf den netztechnischen Themenfeldern vorantreibt und sie im Standort-
wettbewerb stärkt. Überregional ist rhenag Beteiligungsmanager von zahlreichen Re-
gionalversorgern mit Schwerpunkt in NRW und zählt deutschlandweit zu den führen-
den Stadtwerke-Kooperationspartnern.
Geschäftsverlauf
2021 war das zweite Jahr, in dem rhenag ihr Geschäft unter den geschilderten Pan-
demiebedingungen betreiben musste. Nachdem 2020 ganz im Zeichen des akuten
Krisenmanagements gestanden hatte, stabilisierten sich 2021 die Arbeitsprozesse
unter den neuen Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie. Insbesondere erlebten
wir einen echten Digitalisierungsschub, der nicht nur sicheres Arbeiten aus der Dis-
tanz ermöglichte, sondern mit dem Nebeneinander von Homeoffice und Büroarbeit
für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch die Flexibilität bei der individuellen Ar-
beitsorganisation erhöht hat. Das Jahr 2021 hat die Art des Zusammenarbeitens
nachhaltig verändert. Diese Veränderungen werden über Corona hinaus bestehen
bleiben.
Wirtschaftlich hat sich rhenag im zweiten Corona-Jahr robust präsentiert, wie der
Blick auf die einzelnen Geschäftsfelder zeigt:
RHENAG RHEINISCHE ENERGIE AG
78
Im Energiegeschäft lagen die wesentlichen Kennzahlen des Commodity-Ge-
schäfts, welches das Ergebnis dieses Bereichs nach wie vor prägt, auf Vorjah-
resniveau. Sowohl beim Gas als auch beim Strom blieben die Absatzzahlen
geringfügig hinter den Vorjahreswerten zurück. In beiden Sparten war der
Wettbewerbsdruck bis zur Energiepreiskrise hoch, nennenswerte überregio-
nale Kundenzugewinne blieben aufgrund des coronabedingt eingeschränkten
Direktvertriebs aus.
Erfreulich war die Entwicklung im rhenag-Dienstleistungsgeschäft, in dem der
positive Trend bei Umsatz und Ergebnis weiter fortgesetzt werden konnte. We-
sentlicher Motor dieser Entwicklung waren die IT-Dienstleistungen. Mit mehre-
ren großen Migrationsprojekten gehörte 2021 für rhenags lima-Software zu
den erfolgreichsten Geschäftsjahren.
Das Beteiligungsgeschäft konnte im klassischen Bereich der Zusammenarbeit
mit den energiewirtschaftlichen Minderheitsbeteiligungen das starke Vorjah-
resergebnis bestätigen. Da sich gleichzeitig die Ergebnisse der beiden
rhenag-Netztöchter Rhein-Sieg Netz GmbH (RSN) und Westerwald-Netz
GmbH (WWN), die ebenfalls in diesem Geschäftsfeld verbucht werden, wieder
auf besserem Niveau bewegten, weist das Beteiligungsgeschäft im Vorjahres-
vergleich unterm Strich ein Plus aus.
Insgesamt betrug das Ergebnis vor Steuern 39,2 Mio. € (Vorjahr 36,0 Mio. €). Nach
Steuern erwirtschaftete rhenag 2021 einen Jahresüberschuss von 31,4 Mio. € (Vor-
jahr 28,4 Mio. €).
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Beim Gasabsatz, der insbesondere in der Heizperiode maßgeblich vom Witterungs-
verlauf beeinflusst wird, erwartet rhenag einen Absatz von rd. 1,5 Mrd. kWh und da-
mit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Bei der Stromversorgung geht rhenag von
einer Absatzsteigerung auf rund 220 Mio. kWh aus.
Vor diesem Hintergrund plant rhenag für 2022 mit einem Ergebnis vor Steuern von
rund 35,6 Mio. € und einem ausschüttbaren Gewinn von rund 27,6 Mio. €.
BRUNATA-METRONA GMBH
79
BRUNAT A-METR ONA GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Max-Planck-Str. 2
50354 Hürth
Kontakt 02233-50 0
www.brunata-metrona.de
Gründungsdatum 01.10.1953
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 11.000.000 €
Gesellschafter
GEW Köln AG 100,00%
Tochterunternehmen
METRONA GmbH 100,00%
cowelio GmbH 51,00%
BRUNATA-METRONA FL S.a r.l. 1,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Sämtliche Dienstleistungen und Produkte im Zusammenhang mit der Abrechnung
von Energie, insbesondere Wärme. Über die cowelio GmbH erfolgt die Versorgung
von Kunden im Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft mit Strom, Gas und
Wärme.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Oliver Geer
Herr Norbert Rolf
BRUNATA-METRONA GMBH
80
Aufsichtsrat
Herr Achim Südmeier
Vorsitzende*r
Herr Norbert Graefrath
(bis 30.06.2021)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Birgit Lichtenstein
(ab 01.07.2021)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Dr. Andreas Cerbe
(bis 30.06.2021)
Frau Susanne Fabry
(ab 01.07.2021)
Herr Lino Hammer (MdR)
(ab 28.06.2021)
Herr Dieter Hassel
(bis 30.06.2021)
Herr Wolfgang Herde
Frau Sabine Huerth
Herr Sven Kaske (MdR)
Herr Norbert Kasten
(bis 28.02.2021)
Frau Annemarie Kurth-Schäfer
Herr Holger Marian
Herr Harald Otto
(ab 31.03.2021)
Herr Dr. Nils Helge Schlieben (MdR)
Frau Ursula Schlömer (MdR)
Herr Dr. Dieter Steinkamp
Herr Karl-Heinz Walter
(bis 16.02.2021)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 130.074 132.447 138.632
Jahresergebnis (T€) 23.245 23.549 23.533
Eigenkapital (T€) 16.927 16.927 16.927
Bilanzsumme (T€) 76.635 78.548 81.644
Investitionen (T€) 26.074 29.059 37.204
Verbindlichkeiten (T€) 29.350 30.645 33.481
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 562 569 595
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Schwerpunktmäßig ist die geschäftliche Tätigkeit der BRUNATA weiterhin auf Wär-
memess- und sonstige Serviceleistungen für die Wohnungswirtschaft ausgerichtet.
Wesentliche Faktoren für die Geschäftsentwicklung sind neben der Bindung und Ent-
wicklung bestehender Kundenbeziehungen insbesondere die Ausweitung der Ge-
schäftstätigkeit durch die Übernahme von Abrechnungsaufträgen des Wettbewerbs
BRUNATA-METRONA GMBH
81
und die Entwicklung der allgemeinen Bautätigkeit. Typischerweise werden die von
BRUNATA angebotenen Dienstleistungen in Gebäuden mit 3 oder mehr Wohnungen
in Anspruch genommen. Die Anzahl der Neubaugenehmigungen für solche Wohnge-
bäude lag in den für BRUNATA relevanten Bundesländern in 2020 – und damit als
Marktvolumen in 2021 wirksam – bei rund 8.400 Gebäuden bzw. 83.000 Wohnungen,
was jeweils eine leichte Erhöhung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Der Markt für
Wärmemessdienstleistungen ist in Deutschland vollständig erschlossen und verteilt.
Dies führt zu erheblichem Wettbewerbsdruck und daraus folgend – insbesondere im
Großkundenbereich – zu tendenziell rückläufigen Preisen.
Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 129,3 Mio. € erreicht, wo-
mit der Vorjahreswert um 3,9 Mio. € überschritten wurde. Erlössteigerungen wurden
hierbei insbesondere im Kerngeschäft durch Erhöhungen der Erlöse aus dem Ab-
rechnungs- und dem Vermietungsgeschäft. Einhergehend mit den vorgenommenen
Umwandlungen von Handelsvertretungen in Niederlassungen, sind die Aufwendun-
gen für bezogene Ablese- und Montageleistungen weiter gesunken und Personalauf-
wendungen entsprechend gestiegen. Gestiegene Investitionen in ein neues ERP-
System und in die im Vermietungsgeschäft eingesetzten Messgeräte führten zu er-
höhten Abschreibungen. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor
Ergebnisabführung in Höhe des Vorjahreswertes von 23,5 Mio. € erzielt.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die Gesellschaft verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem und ist zusätzlich ein-
gebunden in das Risikofrüherkennungssystem der GEW. Unverändert fortgeschrie-
ben wird ein 2015 identifiziertes Risiko als Folge einer durch das Bundeskartellamt
durchgeführten Sektoruntersuchung für den Bereich Submetering. Im Ergebnis
wurde kein marktmissbräuchliches Verhalten festgestellt, jedoch wurden Empfehlun-
gen an den Gesetzgeber gegeben, die auf eine Stärkung des Wettbewerbs abzielen.
Deren Umsetzung könnte zu erhöhtem Preisdruck am Markt führen. Als weiteres un-
verändert fortbestehendes Risiko wurde in 2018 ein zwischen den drei BRUNATA-
Gesellschaften in München, Hamburg sowie Hürth und der Minol-Zenner Gruppe ge-
führter Markenrechtstreit über die Nutzung der Marke „Brunata“ identifiziert. Neu auf-
genommen wurde in 2020 ein Risiko aus der Verbreitung des COVID-19-Virus und
den daraus resultierenden restriktiven Maßnahmen zu dessen Eindämmung. Die
Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im
Jahr 2021 waren gering. Als allgemeines Risiko ist weiterhin der durch Wettbewerbs-
tätigkeit bedingte, anhaltend hohe Preisdruck, insbesondere im Großkundenbereich,
zu sehen.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Zur Absicherung des Kerngeschäftes stellt BRUNATA, auch zusammen mit den
BRUNATA-Gesellschaften in München und Hamburg, strategische Überlegungen zur
BRUNATA-METRONA GMBH
82
Geschäftsausweitung an, die in den kommenden Jahren realisiert werden sollen. Ins-
gesamt erwartet BRUNATA für das Folgejahr 2022 einen weiterhin positiven Ge-
schäftsverlauf und ein deutlich positives, leicht unter dem Niveau des Jahres 2021
liegendes Ergebnis vor Ergebnisabführung. Bestandsgefährdende Risiken sind für
BRUNATA derzeit nicht zu erkennen.
METRONA GMBH
83
METRON A GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Max-Planck-Str. 2
50354 Hürth
Kontakt 02233500
www.brunata-metrona.de
Gründungsdatum 30.09.1983
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 1.000.000 €
Gesellschafter
BRUNATA-METRONA GmbH 100,00%
Tochterunternehmen
METRONA POLSKA Pomiary i Rozliczenia Sp.z. o.o. 100,00%
METRONA S.R.L 44,00%
METRONA Union GmbH 44,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Sämtliche Dienstleistungen und Produkte im Zusammenhang mit der Abrechnung
von Energie, insbesondere Wärme, im Bundesland Baden-Württemberg und außer-
halb von Deutschland mit Ausnahme von Belgien, Frankreich, dem Großherzogtum
Luxemburg und dem Fürstentum Monaco.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Oliver Geer
Herr Norbert Rolf
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
METRONA GMBH
84
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 24.368 25.661 27.401
Jahresergebnis (T€) 5.519 5.117 6.242
Eigenkapital (T€) 2.207 2.207 2.207
Bilanzsumme (T€) 14.938 14.518 15.914
Verbindlichkeiten (T€) 12.168 11.731 13.119
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Kerngeschäft der METRONA GmbH (METRONA) ist die Materialbeschaffung und -
bevorratung für die Muttergesellschaft BRUNATA-METRONA GmbH (BRUNATA). Zu-
sätzlich betreibt sie außerhalb des regionalen Kernarbeitsgebietes der BRUNATA ein
eigenes Wärmemessdienstgeschäft. Der Geschäftsgang der METRONA ist weitge-
hend an den der Muttergesellschaft BRUNATA gekoppelt. In 2021 haben sich weder
im eigenen Wärmemessdienstgeschäft, noch im Zuliefergeschäft an BRUNATA nen-
nenswerte Änderungen am Marktvolumen ergeben. Dabei ist der Markt für Wärme-
messdienstleistungen in Deutschland vollständig erschlossen und verteilt, was insbe-
sondere im Großkundenbereich zu intensiven Wettbewerb und Preisdruck führt.
Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 129,3 Mio. € erreicht, wo-
mit der Vorjahreswert um 3,9 Mio. € überschritten wurde. Erlössteigerungen wurden
hierbei in Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 27,3 Mio. € er-
reicht, womit der Vorjahreswert um 1,7 Mio. € überschritten wurde. Die erreichte Stei-
gerung ist dabei im Wesentlichen auf ein gestiegenes Liefervolumen an BRUNATA
zurückzuführen. Aufgrund erreichter Effizienzsteigerungen sind die Materialaufwen-
dungen nur unterproportional zu den Umsatzerlösen gestiegen. Insgesamt ist das Er-
gebnis vor Ergebnisabführung um 1,1 Mio. € auf 6,2 Mio. € gestiegen.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die METRONA verfügt über ein Risikofrüherkennungssystem, in das neben der Ge-
sellschaft unter anderem auch die BRUNATA eingebunden ist. Beide Gesellschaften
sind zusätzlich in das Risikofrüherkennungssystem der GEW eingebunden. Unverän-
dert fortgeschrieben wird ein 2015 identifiziertes Risiko als Folge einer durch das
Bundeskartellamt durchgeführten Sektoruntersuchung für den Bereich Submetering.
Im Ergebnis wurde kein marktmissbräuchliches Verhalten festgestellt, jedoch wurden
Empfehlungen an den Gesetzgeber gegeben, die auf eine Stärkung des Wettbe-
werbs abzielen. Deren Umsetzung könnte zu erhöhtem Preisdruck am Markt führen.
METRONA GMBH
85
Neu aufgenommen wurde in 2020 ein Risiko aus der Verbreitung des COVID-19-Vi-
rus und den daraus resultierenden restriktiven Maßnahmen zu dessen Eindämmung.
Diese in Art und Umfang außergewöhnlichen Umstände haben direkte und indirekte
Auswirkungen auf die allgemeine wirtschaftliche Lage. Die Auswirkungen der
Corona-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Jahr 2021 waren
gering. Als allgemeines Risiko ist weiterhin der durch Wettbewerbstätigkeit bedingte,
anhaltend hohe Preisdruck, insbesondere im Großkundenbereich, zu sehen.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die in der Muttergesellschaft BRUNATA für 2022 geplanten Wachstumsmaßnahmen
werden in der METRONA zu einer stabilen Umsatz- und Ertragsentwicklung führen.
METRONA geht von einer insgesamt angespannten Situation auf dem Beschaffungs-
markt mit Einfluss auf die Verfügbarkeiten, jedoch weiterhin stabilen Beschaffungs-
preisen aus. Insgesamt erwartet METRONA für das Folgejahr 2022 ein deutlich posi-
tives, über dem Niveau des Jahres 2021 liegendes Ergebnis.
STADTENTWÄSSERUNGSBETRIEBE KÖLN, AÖR
86
STADT ENT WÄSSERUN GSBETR IEBE KÖLN , AÖR
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Ostmerheimer Straße 555
51109 Köln
Kontakt 0221 - 221 26868
Telefax 0221 - 221 26770
www.steb-koeln.de
Gründungsdatum 05.04.2001
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 500.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 100,00%
Tochterunternehmen
aquabench GmbH 8,00%
Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft gGmbH 2,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Wesentliche Aufgabenbereiche der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln)
sind gemäß § 2 der Satzung:
• Abwasserbeseitigung auf dem Gebiet der Stadt Köln,
• Annahme und Mitbehandlung flüssiger und pumpfähiger biologischer Abfälle zur
Verwertung nach behördlichen Genehmigungen,
• Unterhaltung, Betrieb und Reinigung aller Straßenentwässerungsanlagen ein-
schließlich der Nebenanlagen auf dem Gebiet der Stadt Köln,
• Sanierung und Neubau aller Straßenentwässerungsanlagen einschließlich der Si-
ckergruben auf dem Gebiet der Stadt Köln,
• Hochwasserschutz auf dem Gebiet der Stadt Köln,
• Gewässerunterhaltung einschließlich des Gewässerausbaus, des Ausgleichs der
Wasserführung und des Hochwasserschutzes bei dem auf den auf dem Gebiet der
Stadt Köln gelegenen sonstigen Gewässern.
Die StEB kann weitere Tätigkeiten im unmittelbaren Zusammenhang mit den Aufga-
ben, zu denen die Stadt Köln gegenüber Dritten unmittelbar verpflichtet ist, als Erfül-
lungsgehilfe übernehmen.
STADTENTWÄSSERUNGSBETRIEBE KÖLN, AÖR
87
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Frau Ulrike Franzke
(ab 01.07.2021)
Herr Otto Schaaf
(bis 31.03.2021)
Verwaltungsrat
Frau Andrea Blome (StD)
(bis 31.10.2021)
Vorsitzende*r
Herr William Wolfgramm (Bg)
(ab 01.11.2021)
Vorsitzende*r
Frau Denise Abé (MdR)
Frau Constanze Aengenvoort (MdR)
Herr Dr. Rolf Albach
Herr Gerhard Brust
Herr Martin Erkelenz (MdR)
Frau Christiane Jäger (MdR)
Herr Jürgen Kircher (MdR)
Herr Andreas Köhler
Frau Elisabeth Lange
Frau Erika Oedingen (MdR)
Herr Robert Schallehn (MdR)
Frau Karina Syndicus (MdR)
Frau Sabine Ulke
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln
STADTENTWÄSSERUNGSBETRIEBE KÖLN, AÖR
88
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 1.873.160 1.848.638 1.826.478
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.634 1.688 1.632
Sachanlagen 1.871.512 1.846.927 1.824.841
Finanzanlagen 14 23 5
Umlaufvermögen 7.075 5.491 6.099
Vorräte 1.131 1.100 1.075
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 5.939 4.388 5.020
Wertpapiere 0 0 0
Kasse, Bankguthaben, Schecks 5 4 4
Rechnungsabgrenzungsposten 68 35 446
Bilanzsumme 1.880.303 1.854.165 1.833.023
Passiva
Eigenkapital 806.294 801.344 803.123
Gezeichnetes Kapital 500 500 500
Kapitalrücklage 708.604 706.369 704.180
Gewinnrücklagen 69.391 68.569 69.504
Bilanzergebnis 27.799 25.906 28.939
Sonderposten 267.695 264.906 259.212
Rückstellungen 85.046 97.092 106.405
Verbindlichkeiten 719.336 689.342 662.279
Rechnungsabgrenzungsposten 1.933 1.480 2.003
Bilanzsumme 1.880.303 1.854.165 1.833.023
STADTENTWÄSSERUNGSBETRIEBE KÖLN, AÖR
89
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 209.825 212.986 213.724
Bestandsveränderungen -20 2 2
Andere aktivierte Eigenleistungen 3.343 3.991 3.880
Sonstige betriebliche Erträge 17.666 15.635 15.489
Gesamtleistung 230.814 232.614 233.095
Materialaufwand 44.789 45.571 46.081
Personalaufwand 53.294 60.200 59.344
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.036 13.600 12.933
EBITDA 119.694 113.243 114.736
Abschreibungen 77.751 77.368 78.290
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 53 223 368
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 0 0 20
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.912 12.150 9.993
Steuern vom Einkommen und Ertrag 17 72 39
Sonstige Steuern 506 204 182
Jahresergebnis 25.562 23.671 26.579
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 99,6 99,7 99,6
Abschreibungsquote (in %) 4,2 4,2 4,3
Investitionen (T€) 43.916 53.891 57.085
Investitionsquote (in %) 2,3 2,9 3,1
Eigenkapitalquote (in %) 42,9 43,2 43,8
Pensionsrückstellungen (T€) 52.951 60.343 68.210
Kreditverbindlichkeiten (T€) 636.883 572.521 502.614
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 2,2 1,9 2,0
EBIT (T€) 41.944 35.875 36.446
EBITDA (T€) 119.694 113.243 114.736
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 628 637 639
STADTENTWÄSSERUNGSBETRIEBE KÖLN, AÖR
90
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die konjunkturellen Veränderungen haben für die StEB Köln branchentypisch keinen
wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Grundsätzlich führten die anhalten-
den Bemühungen der Verbraucherinnen und Verbraucher, den Wasserverbrauch bei
industriellen Verfahren sowie in den privaten Haushalten zu senken, zu einer tenden-
ziell spürbaren Reduzierung des Frischwasserverbrauchs, der die Grundlage für die
Schmutzwassergebühr bildet. In den vergangen zwei Jahren kehrte sich die Entwick-
lung – im Zusammenhang mit den, auf das Jahr betrachtet, gesunkenen Nieder-
schlagsmengen – um. Der Wasserverbrauch der Haushalte stieg signifikant an, so-
dass die Gebühreneinnahmen daraufhin deutlich um 4,5 Mio. € gegenüber dem Plan
gestiegen sind. Das bedeutet umgekehrt, dass voraussichtlich in Jahren mit aus-
kömmlichen Niederschlagsmengen der Frischwasserverbrauch und die Gebühren-
einnahmen entsprechend stark sinken werden.
Daneben sind die StEB Köln von verschiedenen branchen-übergreifenden, wirt-
schaftlichen Auswirkungen der Coronakrise betroffen. Dies gilt insbesondere für die
Preisentwicklung bei Baupreisen. Langanhaltende Lieferengpässe, die den Ge-
schäftsbetrieb erheblich beeinflussen, sind nicht aufgetreten.
Geschäftsverlauf 2021
Es wurde ein Jahresüberschuss von 26,6 Mio. € (Vorjahr 23,7 Mio. €) gegenüber ei-
nem Planergebnis von 21,8 Mio. € erzielt. In den Jahren 2005 bis 2021 ging der
Frischwasserverbrauch in Köln um 5,7 % zurück. Wäre der Frischwasserverbrauch
nicht gesunken, hätte der Schmutzwassergebührensatz 2021 1,42 €/m³ betragen.
Der tatsächliche Schmutzwassergebührensatz in Höhe von 1,54 €/m³ liegt höher.
Diese Steigerung ist allein auf die gesunkenen Frischwassermengen zurückzuführen.
Die Eigenkapitalquote wird stabil bei 43,8% liegen. Die StEB Köln gehen aktuell da-
von aus, dass das Planergebnis 2022 von 21,9 Mio. € erreicht wird.
Im Jahre 2021 lag die Priorität weiterhin in der Bearbeitung der baulichen Sanierung
der Kölner Kanalnetze, in diversen Netzergänzungen für Erschließungsmaßnahmen
und in Erneuerungsmaßnahmen in den Kölner Kläranlagen. Betrieblich lag in 2021
ein besonderer Schwerpunkt in dem zum 1. Mai 2017 übernommenen Geschäftsfeld
des Betriebes und der baulichen Unterhaltung der 16 Weiher in den Kölner Parkanla-
gen.
Aufgrund der Corona-Pandemie kam es zu erheblichen organisatorischen Anpassun-
gen im Unternehmen. Das wirtschaftliche Ergebnis wurde durch vermehrte Absetzun-
gen und Stundungen bei den Abwassergebühren als auch kostenseitig aufgrund von
adhoc gestiegenen IT-Anforderungen und sonstigen betrieblichen Schutzmaßnah-
men berührt.
STADTENTWÄSSERUNGSBETRIEBE KÖLN, AÖR
91
Chancen und Risiken
Die wesentlichen Risiken bestehen in folgenden Bereichen:
Auswirkungen der Corona-Pandemie: Den Risiken, die aufgrund der Corona-
pandemie im Vorjahr erhöht eingeschätzt worden sind, konnte durch gezielte
Maßnahmen entgegengewirkt werden (Risiken aus Vergabe, Insolvenzrisiko
von Lieferanten). Weitere coronabedingte Einflüsse wurden nicht identifiziert.
Informationssicherheit: Das Informationssicherheitsmanagementsystem ist bei
den StEB Köln etabliert. Der Sicherheitsprozess unterstützt die stetige Ent-
wicklung und Umsetzung technischer und organisatorischer Maßnahmen der
Informationssicherheit im gesamten Unternehmen. Die StEB Köln streben die
höchstmögliche Sicherheit im Umgang mit personenbezogenen und personen-
beziehbaren Daten an. Dies wird u. a. durch die qualifizierte datenschutzrecht-
liche Prüfung bei der Inbetriebnahme von DV-Programmen und Hardware ge-
währleitstet. Dies gilt auch für Anwendungen, die nicht in On-Premises der
StEB Köln liegen. Bei einem für die StEB Köln tätigen Dienstleister kam es zu
einem Sicherheitsvorfall. Daten der StEB Köln sind nach Auskunft des Dienst-
leisters nicht betroffen.
Sicherheit der Klärschlammentsorgung und Phosphorrecycling: Am 3.Oktober
2017 trat die neue Klärschlammverordnung (AbfKlärV) in Kraft. Wichtigste Än-
derung war das schon lange diskutierte Verbot der landwirtschaftlichen Klär-
schlammverwertung sowie die Pflicht zur Phosphorrückgewinnung für große
Kläranlagen nach einer Frist von zwölf Jahren (2029). Der Beschluss des Ra-
tes der Stadt Köln über das Projekt „Klärschlammverwertung am Rhein“ (künf-
tig KLAR GmbH / Verbrennungsanlage in Köln-Merkenich) hatte eine Beteili-
gung der StEB Köln, der Stadt Bonn, der beteiligten Umlandgemeinden sowie
des SWK Köln zur Grundlage. Es wird davon ausgegangen, dass alle Zustim-
mungen der potentiellen Gesellschafter bis zum Sommer 2022 vorliegen und
eine Gesellschaftsgründung in 2022 erfolgen kann
EE ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEBE DER STADT KÖLN
92
EE ABFALLWIRTSCH AFT SBETRIEBE D ER STADT KÖLN
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Stadthaus Deutz/Willy-
Brandt-Platz 2
50679 Köln
Kontakt 0221 - 221 27557
Gründungsdatum 01.01.1998
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 511.292 €
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Der Zweck des Abfallwirtschaftsbetriebes der Stadt Köln ist die Gewährleistung der
Abfallbeseitigung, Straßenreinigung und Winterwartung nach Maßgabe der Abfallsat-
zung und der Straßenreinigungssatzung der Stadt Köln. Ausgenommen sind abfall-
wirtschaftliche Grundsatzangelegenheiten, die der Beschlussfassung des Rates und
seiner Ausschüsse zum Abfallwirtschaftskonzept unterliegen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Betriebsleitung
Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg)
Erste*r Betriebsleiter*in
Herr Dr. Thomas Kreitsch
Geschäftsführende*r Betriebsleiter*in
Betriebsausschuss
Frau Denise Abé (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Christian Achtelik (MdR)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Polina Frebel (MdR)
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Constanze Aengenvoort (MdR)
Herr Dr. John Emeka Akude (MdR)
Herr Dr. Rolf Albach
Frau Christiane Jäger (MdR)
Frau Christiane Martin (MdR)
Frau Sarah Niknamtavin (MdR)
Herr Robert Schallehn (MdR)
Frau Ursula Schlömer (MdR)
Herr Rafael Struwe
Herr Florian Weber (MdR)
EE ABFALLWIRTSCHAFTSBETRIEBE DER STADT KÖLN
93
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 230.816 237.122
Jahresergebnis (T€) -2.075 3.238
Eigenkapital (T€) 0 2.693
Bilanzsumme (T€) 14.852 12.310
Investitionen (T€) - -
Verbindlichkeiten (T€) 12.185 6.556
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt - -
Der Jahresabschluss 2021 der e.E. Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln lag zum
Zeitpunkt der Erstellung des Beteiligungsberichts noch nicht vor.
SPEZIELLER TEIL
94
2. Verkehr
KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG
95
KÖLNER VERKEHRS- BETR IEBE AG
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Scheidtweilerstraße 38
50933 Köln
Kontakt 0221 547-0
www.kvb.koeln
Gründungsdatum 15.11.1960
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 78.300.000 €
Aktionäre
Stadtwerke Köln GmbH 90,00%
Stadt Köln 10,00%
Tochterunternehmen
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH 100,00%
Westigo GmbH 100,00%
KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH 51,00%
Schilling Omnibusverkehr GmbH 51,00%
DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen
des Stadt- und Regionalverkehrs mbH
25,50%
VDV eTicket Service GmbH & Co. KG 10,12%
beka GmbH 0,31%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Bedienung des öffentlichen Verkehrs. Die Ge-
sellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des
benannten Gesellschaftszweckes notwendig und nützlich erscheinen. Sie kann sich
zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an anderen Unter-
nehmen, die ihren Zwecken dienlich oder förderlich sind, in jeder gesetzlich zulässi-
gen Form beteiligen oder solche Unternehmen erwerben oder errichten.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Frau Stefanie Haaks
Sprecher*in
Herr Peter Densborn
Herr Dr. Thomas Schaffer
Herr Jörn Schwarze
KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG
96
Aufsichtsrat
Herr Lino Hammer (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Marco Steinborn
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Mira Ball
(bis 31.12.2021)
Frau Andrea Blome (StD)
Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger
(MdR)
Herr Ralf Finkensieper
Herr Detlef Friesenhahn
Herr Markus Fürst-Reichelt
Herr Eric Haeming (MdR)
Herr Mike Homann (MdR)
Frau Christiane Jäger (MdR)
Herr Daniel Kolle
Herr Dr. David Lutz (MdR)
Herr Frank Michael Munkler
Herr Michael Nettesheim
Herr Thomas Oberwinter
Herr Ralph Sterck (MdR)
Frau Güldane Tokyürek (MdR)
Herr Stefan Weyers
Herr Andreas Wolter (MdR)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Bürgschaften 255.034
- gewährte Darlehen 23.875
KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG
97
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 768.718 875.498 866.306
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.249 7.982 8.650
Sachanlagen 755.116 861.410 851.771
Finanzanlagen 6.353 6.106 5.885
Umlaufvermögen 262.435 152.911 140.121
Vorräte 31.644 31.582 30.201
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 228.796 119.553 108.083
Kasse, Bankguthaben, Schecks 1.995 1.776 1.837
Rechnungsabgrenzungsposten 2.851 3.259 2.587
Bilanzsumme 1.034.004 1.031.668 1.009.014
Passiva
Eigenkapital 347.044 365.775 384.451
Gezeichnetes Kapital 78.300 78.300 78.300
Kapitalrücklage 268.581 287.312 305.988
Gewinnrücklagen 163 163 163
Jahresergebnis 0 0 0
Sonderposten 53.132 85.573 59.424
Rückstellungen 124.148 137.775 150.107
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen 73.513 78.713 83.799
sonstige Rückstellungen 50.635 59.062 66.308
Verbindlichkeiten 505.991 440.392 413.600
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 382.743 352.333 324.125
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 27.524 25.261 28.792
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen
Unternehmen 66 4.183 1.572
Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen
mit Beteiligungsverhältnis - 2 7
Sonstige Verbindlichkeiten 95.658 58.613 59.104
Rechnungsabgrenzungsposten 3.689 2.153 1.432
Bilanzsumme 1.034.004 1.031.668 1.009.014
KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG
98
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 299.400 250.756 251.027
Bestandsveränderungen -72 -848 112
Andere aktivierte Eigenleistungen 7.747 8.673 10.177
Sonstige betriebliche Erträge 47.998 102.617 111.675
Gesamtleistung 355.073 361.198 372.991
Materialaufwand 144.108 153.760 166.615
Personalaufwand 224.258 234.357 253.728
Sonstige betriebliche Aufwendungen 32.308 29.721 34.802
EBITDA -45.601 -56.640 -82.154
Abschreibungen 40.137 41.454 51.419
Erträge aus Beteiligungen 1.069 1.037 1.557
Aufwendungen aus Verlustübernahme 66 320 138
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 35 20 17
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60 58 51
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 21 5 6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.001 12.315 12.044
Sonstige Steuern 323 306 813
Erträge aus Verlustübernahme 99.985 109.925 144.949
Jahresergebnis 0 0 0
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 74,3 84,9 85,9
Abschreibungsquote (in %) 5,3 4,8 6,0
Investitionen (T€) 83.622 163.752 99.802
Investitionsquote (in %) 10,9 18,7 11,5
Eigenkapitalquote (in %) 33,6 35,5 38,1
Pensionsrückstellungen (T€) 73.513 78.713 83.799
Kreditverbindlichkeiten (T€) 382.743 352.333 324.125
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) -8,2 -9,5 -13,2
EBIT (T€) -85.738 -98.094 -133.573
EBITDA (T€) -45.601 -56.640 -82.154
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 3.696 3.885 4.047
KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG
99
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden Beschränkungen haben die Unter-
nehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Schienenpersonen-
nahverkehrs (SPNV) auch im vergangenen Jahr hart getroffen. Nach aktuellen Berech-
nungen des Branchenverbands VDV liegen die Einnahmeverluste bei rund 4,0 Mrd. €
für das Geschäftsjahr 2021.
Auch im Verkehrsverbund Rhein-Sieg waren im Geschäftsjahr 2021 die Auswirkungen
der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie sowie der Flutkata-
strophe im Sommer in einem deutlichen Fahrgastrückgang zu spüren. Damit verbun-
den sanken die Einnahmen der VRS-Unternehmen um ca. 20 Mio. € im Vergleich zum
Vorjahr.
Geschäftsverlauf
Aktuell haben sich auch die Fahrgastzahlen der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB)
aufgrund der lang anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich redu-
ziert. Geänderte Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die stärkere Nutzung von
Home-Office und Onlineshopping, haben das Fahrgastverhalten massiv geändert.. Die
KVB hat trotz weiterer Lockdowns im Geschäftsjahr 2021 ihre Bus- und Bahnangebote
in vollem Umfang – wie in der Zeit vor der Corona-Pandemie – aufrechterhalten, um
die Mobilität von Menschen in systemrelevanten Berufen und die Mindestabstände in
den Fahrzeugen sicherzustellen. Dabei wurden die vom internen Krisenstab der KVB
entwickelten umfangreichen Schutzvorkehrungen für Fahrerinnen, Fahrer und Fahr-
gäste sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KVB konsequent umgesetzt.
Dadurch konnte das Infektionsniveau innerhalb der KVB kontinuierlich auf sehr niedri-
gem Niveau gehalten werden.
Trotz der schwierigen Entwicklung in 2021 konnte die KVB im Geschäftsjahr 2021 bei
den Fahrgastzahlen einen Anstieg von 167,7 Mio. auf 171,8 Mio. Fahrgäste verzeich-
nen. Dieser Anstieg konnte aber die starken Verluste des Jahres 2020 nicht ausglei-
chen, so dass die Werte aus der Vor-Corona-Zeit noch nicht wieder erreicht wurden.
Die Kunden, die der KVB treu geblieben sind, haben die Verkehrsmittel der KVB wieder
vermehrt genutzt. Vor diesem Hintergrund erklärt sich die Entwicklung der Verkehrser-
löse der Periode von 230,4 Mio. € im Vorjahr auf 219,6 Mio. € im Geschäftsjahr.
Die gesamten Umsatzerlöse des Geschäftsjahres liegen ungefähr auf dem niedrigen
– ebenfalls durch die Coronapandemie negativ beeinflussten – Vorjahresniveau, so
dass von einer Entspannung bei den stark zurückgegangenen Fahrgastzahlen noch
nicht gesprochen werden kann. Zusätzlich negativ beeinflusst wurde das Ergebnis
durch gestiegene Kosten im Personal- und Materialbereich sowie erhöhte Abschrei-
bungen des Anlagevermögens.
KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG
100
Der von der Bundesregierung beschlossene „ÖPNV-Rettungsschirm“ zur Abmilderung
der Belastungen infolge der Covid-19-Pandemie trug entscheidend dazu bei, dass die
wirtschaftlichen Auswirkungen auf die KVB im abgelaufenen Geschäftsjahr gedämpft
werden konnten. Das Unternehmensergebnis – vor organschaftlichem Verlustaus-
gleich durch den Gesellschafter Stadtwerke Köln GmbH (SWK) – sank trotzdem von -
109,9 Mio. € im Vorjahr auf -144,9 Mio. €. Das Planergebnis in Höhe von
-151,6 Mio. € konnte hingegen übertroffen werden.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Während der Pandemie sind vor allem die wahlfreien Kundinnen und Kunden vom
ÖPNV vermehrt auf andere Verkehrsmittel umgestiegen. Die verbleibenden ÖPNV-
Nutzerinnen und ÖPNV-Nutzer sind weniger mobil als vor der Pandemie. Freizeitver-
kehre fehlen in weiten Teilen vollständig, zudem wird verstärkt im Homeoffice gearbei-
tet. Vor dem Hintergrund einer zu erwartenden Etablierung einer verstärkten Nutzung
des Homeoffice sowie einer dauerhaften Steigerung des Online-Handels ist davon
auszugehen, dass auch in den Folgejahren nach der Pandemie eine dauerhafte Ver-
änderung des Mobilitätsverhaltens eintreten wird.
Weiterhin risikobehaftet bleibt die Frage über die Höhe der Bundesmittel für den
ÖPNV-Rettungsschirm zur Begleichung der pandemiebedingten Einnahmeausfälle
und der Regionalisierungsmittel, die der Bund den Bundesländern jährlich zur Finan-
zierung des Schienenpersonennahverkehrs zur Verfügung stellt.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Der weitere Verlauf der Fahrgastentwicklung und der Fahrgelderlöse lässt sich auf-
grund der Auswirkungen der Corona-Krise zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht
absehen. Die KVB geht davon aus, dass das Fahrgastniveau vom Jahr 2019 voraus-
sichtlich frühestens im Jahr 2023 wieder erreicht sein wird. Zum einen wird hierfür an-
genommen, dass sich die Freizeitverkehre nach Aufhebung der Corona-Maßnahmen
wieder einpendeln und die ÖPNV-Nutzerinnen und ÖPNV-Nutzer generell trotz einer
verstärkten Homeoffice-Nutzung wieder häufiger unterwegs sein werden. Zusätzlich
sind zur Kundenrückgewinnung neue Ticketangebote im Markt eingeführt worden. Ins-
gesamt vier tarifliche Änderungen – ein neues JobTicket-Modell, das Pilotprojekt Mie-
terTicket, ein 10-Tage-FlexTicket sowie der landesweite eTarif eezy.nrw mit Check-in-
/Check-out-Funktion und automatisierter Preisfindung – wurden hierfür bereits auf den
Weg gebracht.
Ziel der gesamten Branche und damit auch der KVB ist es, möglichst viele Menschen
zum Umstieg auf den umweltfreundlichen ÖPNV zu bewegen und damit die bundes-
weite Mobilitätswende voranzutreiben. Hierfür ist es zwingend notwendig, den ÖPNV
für die Kundinnen und Kunden deutlich attraktiver und zuverlässiger auszugestalten
sowie ausreichende Kapazitäten für steigende Fahrgastzahlen zu schaffen.
KÖLNER VERKEHRS-BETRIEBE AG
101
Die KVB versteht sich deshalb als der zentrale Mobilitätsdienstleister in Köln und bietet
ihren Kundinnen und Kunden heute und in der Zukunft ein umfassendes, modernes
und vernetztes Mobilitätsangebot an.
Der strategische Schwerpunkt der KVB liegt darauf, das Unternehmen zukunftsorien-
tiert auszurichten und die Mobilitätswende in Köln vor dem Hintergrund des veränder-
ten Mobilitätsverhaltens voranzutreiben.
KÖLNER SEILBAHN-GESELLSCHAFT MBH
102
KÖLNER SEILBAHN-GESELLSCHAFT MBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Riehler Str. 180
50735 Köln
Kontakt 0221 5474183
www.koelner-seilbahn.de
Gründungsdatum 01.03.1956
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 250.000 €
Gesellschafter
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand der Gesellschaft ist der Bau und Betrieb einer Seilschwebebahn über
den Rhein und einer Kleinkabinenseilbahn im Rheinpark der Stadt Köln sowie von
Nebenbetrieben, die mit den Seilbahnen im Zusammenhang stehen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Frau Sonja Lorsy
Herr Martin Süß
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
KÖLNER SEILBAHN-GESELLSCHAFT MBH
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KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 1.292 948 1.005
Jahresergebnis (T€) -52 -306 -123
Eigenkapital (T€) 1.700 1.700 1.700
Bilanzsumme (T€) 1.776 1.873 1.745
Investitionen (T€) 256 79 16
Verbindlichkeiten (T€) 9 142 16
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 5 5 5
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Gegenstand der Seilbahn ist gemäß § 3 der Unternehmenssatzung der Bau und der
Betrieb einer Seilschwebebahn über den Rhein sowie die Unterhaltung von Neben-
betrieben, die mit der Seilbahn im Zusammenhang stehen. Die öffentliche Personen-
beförderung über den Rhein, die insbesondere für die Zoo- und Thermenbesucher
eine echte Alternative zum Fährbetrieb sowie zum Bus- und Bahntransport darstellt,
tritt bei der großen Masse der Fahrgäste jedoch angesichts des überwiegenden Frei-
zeitcharakters eher in den Hintergrund. Für die Mehrzahl der Kölner Bürger und der
Touristen ist die Seilbahnfahrt, mit der Zoo/Aquarium und Flora linksrheinisch sowie
Rheinpark und Claudius-Therme rechtsrheinisch direkt verbunden werden, Teil ihres
Naherholungs- und Freizeitprogramms bzw. ihres Besuchsprogramms.
Geschäftsverlauf
Auch das Jahr 2021 war geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. In-
folge der dritten Corona-Welle und der nur langsam steigenden Impfquote sowie den
damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Vermeidung sozia-
ler Kontakte konnte die Seilbahn unter Auflagen erst am 31. Mai in Betrieb gehen.
Geplant war der Saisonstart für den 26. März. Die Saison lief dann aber durchgängig
bis zum 07. November. Zusätzlich konnten die für die Adventwochenenden geplanten
Fahrten stattfinden. Dadurch wurden die entstandenen Mindereinnahmen zu Beginn
der Saison jedoch nur zu einem Teil kompensiert. Das Planergebnis konnte im Ge-
schäftsjahr nicht erreicht werden.
Es wurden wie im Vorjahr 292 Tsd. Fahrgäste befördert. Bei einer verbesserten Er-
tragslage (1.004,5 T€, Vorjahr: 948,2 T€) insbesondere in Folge von leichten Fahr-
preis-steigerungen konnte durch Einsparungen auf der Aufwandsseite (insg. 1.126,8
T€, Vorjahr: 1.253,6 T€) das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden (-
123,0 T€, Vorjahr: -306,5 T€).
Die Geschäftsführung zeigt sich trotz des verfehlten Planergebnisses mit dem Ge-
schäftsverlauf zufrieden. In den stark eingeschränkten Betriebszeiten konnten durch
KÖLNER SEILBAHN-GESELLSCHAFT MBH
104
gezielte Aktivitäten (bspw. zus. Nacht- und Adventfahrten) vergleichsweise hohe
Fahrgast-zahlen und damit Erlöse erzielt werden. Gleichzeitig entfielen einmalige
Aufwendungen (Direktverbrauch Material), und durch die Neuausschreibung des Sta-
tionsdienstes konnten Kostensenkungen generiert werden.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Chancen sieht die Geschäftsführung insbesondere in einer weiteren Stabilisierung
der Fahrgastzahlen auf vorherigem Niveau durch Etablierung der neuen Eventaktio-
nen, wie zum Beispiel zusätzliche Nachtfahrten der Seilbahn oder Ausweitungen wei-
terer attraktiver Sonderfahrten wie Fahrten an den Adventwochenenden.
Bedingt durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie besteht weiterhin das Ri-
siko einer Einschränkung der Leistungen mit daraus resultierenden Mindereinnah-
men und ggf. Mehrkosten durch Schutzmaßnahmen. Im Allgemeinen sind durch den
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Kölner Verkehrs-Betriebe AG
(KVB) finanzielle Risiken des operativen Geschäftes für die Kölner Seilbahn weitge-
hend ausgeschlossen.
Unter den Risiken der zukünftigen Entwicklung sind weiter die möglichen witterungs-
bedingten Gefahren hervorzuheben, die direkten Einfluss auf den Umfang des Ge-
schäftsbetriebes nehmen können. Diese können zu einer moderaten negativen Aus-
wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Zur Vorbeugung mögli-
cher Umsatzausfälle werden gezielt Aktionen beworben, die den Betrieb auch bei
mäßiger Witterung lukrativ gestalten. Technischen Ausfällen wird durch hohen Stan-
dard und regelmäßige Überprüfung und Wartung der Anlagen vorgebeugt.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die Gesellschaft wird auch künftig versuchen, die Fahrtgastzahlen auf dem vorheri-
gen Niveau zu halten. Darüber hinaus soll durch den Einsatz neuester technischer
Standards Ausfällen vorgebeugt werden.
WESTIGO GMBH
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WESTIGO GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Scheidtweilerstraße 38
50933 Köln
Kontakt 0221 5473600
Gründungsdatum 03.08.2006
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 200.000 €
Gesellschafter
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand ist die Planung von schienengebundenem Personennahverkehr (SPNV)
auf Strecken im Verkehrseinzugsbereich von Köln, wobei diese Strecken ihren
Schwerpunkt in Köln haben müssen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Jörn Schwarze
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
WESTIGO GMBH
106
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 0 0 0
Jahresergebnis (T€) -14 -14 -15
Eigenkapital (T€) 200 200 200
Bilanzsumme (T€) 208 208 208
Investitionen (T€) 0 0 0
Verbindlichkeiten (T€) 0 0 0
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Unternehmensgegenstand der Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen
(Westigo) mit Sitz in Köln ist gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages die Planung und
Durchführung von schienengebundenem Personennahverkehr (SPNV) auf Strecken
im Verkehrseinzugsbereich von Köln, wobei diese Strecken ihren Schwerpunkt in
Köln haben müssen. Hierdurch soll die intensive Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel
auch im SPNV-Bereich unterstützt werden, um so den Individualverkehr von und
nach Köln zur reduzieren.
Die alleinige Gesellschafterin Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln (KVB), beschloss
Ende 2009, dass sich die Westigo nicht mehr an Ausschreibungen von SPNV-Be-
triebsleistungen beteiligen wird und das operative Geschäft einstellt.
Geschäftsverlauf
Nach der Anpassung der Mietverträge zum 1. Januar 2012 wurden - wie im Vorjahr -
keine Umsatzerlöse aus der Vermietung des von der Häfen- und Güterverkehr Köln
AG, Köln (HGK), zur Herstellung der Traktionsfähigkeit angemieteten Triebfahrzeugs
erzielt. Ebenso bestehen danach für den Mieter Westigo keine Zahlungsverpflichtun-
gen, solange sich der Vertragsgegenstand im Besitz der HGK befindet. Dies war in
den vergangenen Jahren der Fall. Da die Gesellschaft zudem Anfang 2010 personal-
los gestellt wurde, fallen seit 2011 auch keine Personalaufwendungen mehr an. Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Beiträge und Prü-
fungskosten.
Die Bilanzsumme lag unverändert bei 208 T€. Die Aktivseite ist wesentlich geprägt
von den Forderungen gegen die Stadtwerke Köln GmbH, Köln (SWK), aus dem Ver-
rechnungs-konto von 180 € (2020: 184 T€) sowie gegen die Gesellschafterin KVB
von 15 € (2020: 14 T€) aus der organschaftlichen Verlustübernahme. Das Cash- und
Liquiditäts-management ist per Geschäftsbesorgungsvertrag der Muttergesellschaft
KVB übertragen und wird im Rahmen des SWK Konzerns über das konzerninterne
Cash-Pool-Verfahren mittels eines Verrechnungskontos durchgeführt. Dies reduziert
WESTIGO GMBH
107
die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß und stellt gleichzeitig die je-
derzeitige Liquidität des Unternehmens sicher. Auf der Passivseite beträgt das Eigen-
kapital unverändert 200 T€. Daneben sind Rückstellungen in Höhe von 8 T€ (2020: 8
T€) ausgewiesen.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine gefährdenden Risiken bekannt.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Eine Wiederaufnahme des operativen Geschäfts ist derzeit nicht beabsichtigt. Die
Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2022 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von
14 T€.
KSV - KÖLNER SCHULBUSVERKEHR GMBH
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KSV - KÖLNER SCHU LBU SVER KEHR GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Friedrich-Karl-Str. 261
50735 Köln
Kontakt 0221 5473828
Gründungsdatum 23.01.2007
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 100.000 €
Gesellschafter
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 51,00%
IG Kölner Busunternehmen GmbH 49,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Schülerspezialverkehren
und die Beförderung von Schülern mit Bussen im Gebiet des Verkehrsverbundes
Rhein-Sieg.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Volker Heinsch
Herr Wilfried Wolters
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
heun + schmidt GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
KSV - KÖLNER SCHULBUSVERKEHR GMBH
109
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 7.150 5.828 6.649
Jahresergebnis (T€) 654 396 627
Eigenkapital (T€) 754 496 727
Bilanzsumme (T€) 2.493 1.592 2.081
Investitionen (T€) 0 0 0
Verbindlichkeiten (T€) 1.237 1.071 1.256
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die KSV – Kölner Schulbusverkehr GmbH wurde zur Organisation und Durchführung
von Schülerspezialverkehren und der Beförderung von Schülern mit Bussen im Köl-
ner Stadtgebiet gegründet.
Im Rahmen des Schülerspezialverkehrs mit Bussen handelt es sich um Beförderun-
gen von Schüler/innen für alle Schulformen. Unterschieden werden hier Schulbus-,
Schwimm-, Sport- und Sonderfahrten. Die Beförderung erfolgt im Gebiet des Ver-
kehrsverbundes Rhein-Sieg.
Bei den zu befördernden Schüler/innen handelt es sich vorwiegend um Kinder mit
schweren, meist mehrfachen Behinderungen (z.B. körperliche und geistige Behinde-
rung), die eine besondere Sensibilität erforderlich machten.
Geschäftsverlauf
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren aufgrund der Corona-Pan-
demie fast vergleichbar mit dem Geschäftsjahr 2020. Die Beförderungen im Schüler-
spezialverkehr wurden wie in 2020 zeitweise eingestellt oder nur vermindert bestellt.
Für abgesagte Beförderungen gab es jeweilige Ausfallentschädigungen. Letztlich ha-
ben diese Stützungsmaßnahmen die im Schülerspezialverkehr tätigen Unternehmen
als wichtigen Bestandteil der Daseinsvorsorge erhalten. Auch die KSV wurde hier-
rüber abgesichert.
Die Gesellschaft schließt das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Jahresüber-
schuss von 627 T€ ab (Vorjahr: 396 T€). Geplant war ein Überschuss von 830 T€.
Die Umsatz-erlöse betrugen 6.648 T€ (Vorjahr: 5.828 T€; +14,1 %, Plan: 7.865 T€).
Der Materialaufwand lag bei 5.571 T€ (Vorjahr: 5.086 T€; + 9,5 %, Plan: 6.450 T€).
Der Personalaufwand lag unverändert bei 24 T€ und betrifft einen der beiden Ge-
schäftsführer. Die Bezüge des zweiten Geschäftsführers und des Prokuristen werden
durch Kostenumlagen der KVB abgerechnet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendun-
gen stiegen nur minimal um 0,8 % auf 126 T€ (Vorjahr: 125 T€, Plan: 153 T€) und
KSV - KÖLNER SCHULBUSVERKEHR GMBH
110
enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen für die Geschäftsbesorgung durch die
KVB und die Funktionszulagen der KVB-Mitarbeiter.
Die Bilanzsumme hat sich im dargestellten Zeitraum um 30,7 % auf 2.081 T€ (Vor-
jahr: 1.592 T€) erhöht. Da die Gesellschaft kein Anlagevermögen besitzt, setzen sich
die Aktiva lediglich aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (333
T€, Vorjahr: 474 T€) und liquiden Mitteln (1.748 T€, Vorjahr: 1.118 T€) zusammen.
Auf der Passivseite werden das Eigenkapital (727 T€, Vorjahr: 496 T€), Steuerrück-
stellungen (74 T€, Vorjahr: 0 T€), die Rückstellungen – insb. für Jahresabschlusskos-
ten – (24 T€, Vorjahr: 25 T€) und die Verbindlichkeiten (1.256 T€, Vorjahr: 1.071 T€)
geführt.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Als wesentliches ertrags- und finanzwirtschaftliches Risiko werden die Auswirkungen
der Corona-Pandemie auf die Durchführung des Schülerspezialverkehrs gesehen.
Die mit der Stadt Köln vereinbarten Stützungsmaßnahmen tragen zur Stabilisierung
der Nach-unternehmer bei.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sind nicht vorherzusagen. Aufgrund der ge-
stiegenen Dieselpreise sind die Nachunternehmer durch die erhöhten Kosten sehr
belastet. Ob verzögerte oder ausbleibende Materiallieferungen evtl. zu Ausfällen ein-
zelner Fahrten führen können, ist nicht absehbar, könnte aber das Risiko von Ver-
tragsstrafen seitens der Stadt Köln nach sich ziehen.
Chancen sieht die Geschäftsführung in der neuen Ausschreibung der Schülerspezial-
verkehre durch die Stadt Köln. Die KSV hat die Ausschreibung in 2021 gewonnen
und somit ist bis Ende des Schuljahres 2024/2025 die Fortführung des Auftrages ge-
währleistet.
DKS DIENSTLEISTUNGSGESELLSCHAFT FÜR
KOMMUNIKATIONSANLAGEN DES STADT- UND REGIONALVERKEHRS
MBH
111
DKS D IEN ST LEISTUN GSGESELLSCH AFT FÜR KOMMUNIKAT ION SAN LAGEN DES STAD T- UND R EGIONALVER KEHR S M BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Robert-Perthel-Str. 79
50739 Köln
Kontakt 0221 9544420
www.dks-koeln.de
Gründungsdatum 11.08.1970
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 60.000 €
Gesellschafter
Siemens Mobility GmbH 49,00%
Häfen und Güterverkehr Köln AG 25,50%
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 25,50%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Die Planung, der Bau und Vertrieb sowie der Betrieb und die Instandhaltung von
Kommunikationsanlagen für den Stadt- und Regionalverkehr.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Christian Döring
Herr Ralf Kochs
Aufsichtsrat
Herr Manfred Fugh
Vorsitzende*r
Herr Uwe Wedig
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Johannes Emmelheinz
Herr Jörn Schwarze
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
DKS DIENSTLEISTUNGSGESELLSCHAFT FÜR
KOMMUNIKATIONSANLAGEN DES STADT- UND REGIONALVERKEHRS
MBH
112
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Dipl.-Kfm. Hans M. Klein + Partner mbB
KENNZAHLENÜBERSICHT
2018/2019 2019/2020 2020/2021
Gesamtleistung (T€) 5.726 8.384 11.113
Jahresergebnis (T€) 937 1.576 2.743
Eigenkapital (T€) 1.883 2.522 3.689
Bilanzsumme (T€) 3.805 4.837 9.623
Investitionen (T€) 61 53 49
Verbindlichkeiten (T€) 610 647 3.457
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 18 19 20
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Re-
gional-verkehrs mbH, Köln, beschäftigt sich mit Planung, Bau und Vertrieb sowie Be-
trieb und Instandhaltung von Kommunikationsanlagen für den Stadt- und Regional-
verkehr. Sie ist ein verbundenes Unternehmen der Stadtwerke Köln GmbH, Köln.
Geschäftsverlauf
Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 4.047 T€ (Vorjahr: 2.347 T€) und konnte ge-
genüber dem Vorjahr nochmals deutlich gesteigert werden. Wesentlicher Grund hier-
für die deutliche Steigerung des Umsatzvolumens. Als Jahresüberschuss wurden
2.743 T€ (Vorjahr: 1.576 T€) erwirtschaftet. Der Umsatz des Geschäftsjahres betrug
10.856 T€ (Vorjahr: 7.795 T€) und liegt sehr deutlich über dem Vorjahreswert. Mit
Gesellschaftern wurde ein Umsatz von 4.348 T€ (Vorjahr: 4.843 T€) erwirtschaftet –
davon mit der Kölner Verkehrs-Betriebe AG 1.075 T€ (Vorjahr: 2.369 T€) und mit der
Siemens Mobility GmbH 3.273 T€ (Vorjahr: 2.474 T€). Der Auftragseingang im GJ
2020/21 liegt mit 6.365 T€ (Vorjahr: 13.331 T€) deutlich unter dem Niveau des Vor-
jahres. Die größten Einzelaufträge betrafen die Lieferungen von nachrichtentechni-
schen Ausrüstungen für Busse der Kölner Verkehrs-Betriebe AG sowie die Lieferung
von Komponenten an den Fahrzeughersteller Siemens.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Immer noch schwer einzuschätzen ist derzeit, inwieweit die Verbreitung des Corona-
virus (SARS-CoV-2) Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft
haben wird. Diese Entwicklung wird auf das Unternehmen aufgrund der damit ver-
DKS DIENSTLEISTUNGSGESELLSCHAFT FÜR
KOMMUNIKATIONSANLAGEN DES STADT- UND REGIONALVERKEHRS
MBH
113
bundenen Einschränkungen in der Beschaffung und Produktion nicht ohne Auswir-
kungen bleiben. Insbesondere hat sich die Situation am Beschaffungsmarkt im Be-
reich elektronischer Bauelemente in Hinblick auf Verfügbarkeiten und Preissteigerun-
gen deutlich verschärft, bei einem Ausfall von Lieferketten können dann größere hie-
raus resultierende Folgen nicht mehr ausgeschlossen werden.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Der Auftragsbestand am 30. September 2021 liegt mit 11.947 T€ sehr hoch, aber
deutlich unter dem Vorjahresniveau (16.349 T€). Der aktuelle Auftragsbestand ent-
spricht rechnerisch einer Reichweite von etwa 13 Monaten. Zur Umsatzrealisierung
aus dem hohen Auftragsbestand ist eine Kapazitätserhöhung im kommenden Ge-
schäftsjahr weiterhin geplant. Aufgrund des rückläufigen Umsatzes erwartet die Ge-
schäftsführung für das Geschäftsjahr 2021/22 auch eine entsprechende Entwicklung
beim Ergebnis. Neben den laufenden Entwicklungen wird in Zukunft die Entwicklung
von hochauflösenden elektronischen Außenspiegeln mit einer Sicherheitsanforde-
rungsstufe nach SIL 1 ein Schwerpunkt sein. Der Wirtschaftsplan für 2021/22 berück-
sichtigt die beschriebenen Entwicklungen.
SCHILLING OMNIBUSVERKEHR GMBH
114
SCHILLING OMNIBUSVER KEHR GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Bonnstr. 260
50354 Hürth
Kontakt 0223 79000
www.schillinggruppe.de
Gründungsdatum 01.07.2005
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 100.000 €
Gesellschafter
Kölner Verkehrs-Betriebe AG 51,00%
Brigitte Kläs 19,40%
Karl Kläs 18,60%
Marcel Kläs 11,00%
Tochterunternehmen
K-B-S Busreisen GmbH 100,00%
K.R.B.-Busreisen GmbH 100,00%
M.K. Fahrzeugservice GmbH
(ab 08.11.2021)
100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand ist die Beförderung von Personen mit Bussen im öffentlichen Nahver-
kehr
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Karl-Joachim Kläs
Herr Karl Schroeteler
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
heun + schmidt GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
SCHILLING OMNIBUSVERKEHR GMBH
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KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 11.715 11.796 14.278
Jahresergebnis (T€) 1.212 1.868 2.430
Eigenkapital (T€) 4.224 5.180 5.742
Bilanzsumme (T€) 10.987 11.354 14.384
Investitionen (T€) 358 95 2.414
Verbindlichkeiten (T€) 6.034 5.351 7.722
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 17 18 18
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die Schillinggruppe (Schilling Omnibusverkehr GmbH mit den Tochterunternehmen
K-B-S Busreisen GmbH, K.R.B.-Busreisen GmbH und MK Fahrzeugservice GmbH)
ist ein Omnibusunternehmen mit angeschlossener Werkstattgesellschaft, das über-
wiegend als Dienstleister für die Kölner Verkehrs-Betriebe AG tätig ist.
Auch das Geschäftsjahr 2021 war durch die anhaltende Corona-Pandemie beein-
flusst. Gesamtwirtschaftlich hat es nach Jahrzehnten des Wachstums 2020 erstmals
eine schrumpfende Wirtschaftskraft gegeben. Trotz einer leichten Erholung in 2021
war das Bruttoinlandsprodukt 2021 immer noch niedriger als 2019. Das Jahr war von
verschiedenen Phasen wirtschaftlicher und persönlicher Einschränkungen geprägt.
Wesentlich für die Leistungserbringung sind die Vorgaben und Regelungen zu Um-
weltstandards in den Städten und die daraus folgenden Anforderungen an die Omni-
bustechnik.
Bereits zum 01. Januar 2020 ist die Direktvergabe der Verkehrsleistungen in Köln an
die KVB AG rechtlich wirksam geworden. Der Auftrag der Stadt Köln an die KVB AG
läuft bis zum 01. Juli 2042. Die ist aber mit den in den Ausführungen zur Direkt-
vergabe definierten Qualitätskriterien und Standards verbunden. Diese hat auch die
Schillinggruppe einzuhalten. Mit diesem langjährigen Auftrag an die KVB AG ist das
Geschäftsmodell der Schillinggruppe stabil.
Geschäftsverlauf
Im Jahr 2021 gab es weitere Leistungsanpassungen im Kölner Busnetz. Die Unter-
nehmen im ÖPNV haben pandemiebedingt merkbare Fahrgastverluste und damit
Einbrüche ein den Fahrgelderlösen hinnehmen müssen. Die Schillinggruppe als
Tochterunternehmen der KVB AG im Stadtwerke Konzern hat ihre Leistungen erbrin-
gen können und durch die Beauftragungen keinen Einbruch erlitten.
Die Transporte im Schülerspezialverkehr wurden in weiten Teilen eingestellt. Aller-
dings wurden über Bund und Land. Verstärkerfahrten auf stark ausgelasteten Linien
SCHILLING OMNIBUSVERKEHR GMBH
116
subventioniert. Für abgesagte Transporte im Schülerspezialverkehr gab es Ausfall-
entschädigungen. Für die gesamte ÖPNV-Branche hat der Bund auch für 2021 einen
Rettungsschirm beschlossen, der über die Verkehrsverbünde an die beteiligten Un-
ternehmen zu leistende finanzielle Ausgleichsmaßnahmen vorsah. So hat auch die
KVB AG als Mehrheitsgesellschafter davon profitiert. Mittelbar wurde auch die Schil-
linggruppe als Tochterunternehmen hierüber mit einem ausreichenden Auftragsbe-
stand abgesichert.
Im Dezember 2021 wurde für die weitere Entwicklung der Gesellschaft am Stammsitz
ein zusätzlicher Teil des Gebäudes Bonnstr. 260 erworben.
Zur Stärkung und im Rahmen der strategischen Ausrichtung der Schillinggruppe wur-
den 100 % der Anteile an der MK Fahrzeugservice GmbH erworben. Die MK Fahr-
zeugservice GmbH trägt einen wichtigen Teil zur Instandhaltung und Bereithaltung
der Fuhrparkflotte bei.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die Risiken aus der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges mit den damit ver-
bundenen wirtschaftlichen Konsequenzen sind grundsätzlich über die vertraglichen
Vereinbarungen (Leistungspakete und Preisindizes) und die gesellschaftsrechtlichen
Bindungen zum Gesellschafter KVB AG abgesichert. Die wirtschaftlichen Folgen sind
dennoch nur schwer abschätzbar.
Die weltpolitische Lage sorgte für starke Energiekosten. Insbesondere die Verfügbar-
keit und der steigende Dieselpreis stehen im Fokus. Zukünftig ist mit einer stärkeren
Orientierung in Richtung Batterie- oder Wasserstoffbetrieb von Bussen zu rechnen.
Erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Grundsätzlich wird die bisherige Geschäftspolitik weitergeführt. Das Geschäft verläuft
trotz schwieriger Rahmenbedingungen positiv. Es ist von einer Fortsetzung der Ver-
kehrs- und Energiewende auszugehen, allerdings muss man sich auf schwierige fi-
nanzielle Rahmen-bedingungen einstellen.
Wesentliche Herausforderungen liegen in der Erneuerung des Omnibuswagenparks
aufgrund der kommenden Umweltstandards in der Region Köln.
REGIONALVERKEHR KÖLN GMBH
117
REGIONALVER KEHR KÖLN GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Theodor-Heuss-Ring 19-21
50668 Köln
Kontakt 0221 16370
www.rvk.de
Gründungsdatum 24.03.1976
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 3.579.200 €
Gesellschafter
Kreis Euskirchen 12,50%
Kreisholding Rhein-Sieg GmbH 12,50%
Rhein-Erft-Kreis 12,50%
Rheinisch-Bergischer Kreis 12,50%
Stadt Köln 12,50%
Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH 12,50%
Regionalverkehr Köln GmbH 10,00%
Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises
GmbH
2,50%
Oberbergischer Kreis 2,50%
Stadtverkehr Euskirchen GmbH 2,50%
Stadtwerke Brühl GmbH 2,50%
Stadtwerke Hürth AöR 2,50%
Stadtwerke Wesseling GmbH 2,50%
Tochterunternehmen
Regio-Bus-Rheinland GmbH 100,00%
Regionalverkehr Köln GmbH 10,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung des Personennahverkehrs im
Rahmen und unter Beachtung des EU-Beihilfenrechts und des Vergaberechts und
hiermit zusammenhängende Nebengeschäfte, die der Förderung des Hauptgeschäf-
tes dienen.
REGIONALVERKEHR KÖLN GMBH
118
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Dr. Marcel Frank
Aufsichtsrat
Herr Stephan Santelmann
Vorsitzende*r
Frau Svenja Udelhoven
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Andreas Frauenkorn
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Achim Blindert
Herr Uwe Gerbert
Herr Gregor Golland
Herr Frank Herhaus
Herr Hans-Jürgen König
Herr Bernd Nottbeck
Herr Ralf Rindermann
Herr Anno Schichler-Koep
Herr Andreas Wolter (MdR)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Verlustübernahme 240
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 75.086 77.587 85.453
Jahresergebnis (T€) -1.710 -942 -1.477
Eigenkapital (T€) 9.512 9.789 10.309
Bilanzsumme (T€) 63.436 74.005 93.310
Investitionen (T€) 14.258 20.429 23.120
Verbindlichkeiten (T€) 44.354 47.174 61.729
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 383 832 874
REGIONALVERKEHR KÖLN GMBH
119
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Grundlage der unternehmerischen Tätigkeit ist nach wie vor die Durchführung von
Personenverkehren und hiermit zusammenhängender Nebengeschäfte, die der För-
derung des Hauptgeschäftes dienen. Relevante Märkte befinden sich im Wesentli-
chen im Bedienungsgebiet des Verkehrsverbund Rhein Sieg (VRS), insoweit dort die
unternehmensspezifischen Linien- und Sonderverkehre, Leistungen im Auftrag ande-
rer Verkehrsunternehmen oder sonstige ÖPNV-Dienstleistungen erbracht werden.
Der Ausbau von neuen Bedienungsformen wie On-demand-Verkehr und zuneh-
mende Quartierserschließungen durch Klein- und Midibusse, die Verknüpfung von
Mobilitätsträgern und die Digitalisierung sowohl des Vertriebs, der Kundeninformation
und der Steuerung der Nahverkehrsangebote sind aktuelle Trends.
Geschäftsverlauf
Die Gesamtfahrleistungen sind im Berichtsjahr 2021 im RVK-Konzern gestiegen und
umfassen insgesamt 21,20 Mio. km (Vorjahr 20,54 Mio. km). Die bedeutsamsten fi-
nanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens sind die Linienverkehre nach §
42 PBefG und die Fahrleistungen für andere Verkehrsunternehmen, da mit diesen
Leistungen rd. 94 % des gesamten Beschäftigungsvolumens generiert werden, sowie
das Betriebsergebnis.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Zum Ende des Berichtsjahres sind u. a. die nachfolgenden, wesentlichen Risiken Be-
standteil des Risiko- und Chancen-Kataloges. Die Darstellung der Risiken erfolgt in
der Reihenfolge einer abnehmenden Bedeutung für die Gesellschaft.
Auskömmlichkeit der Beförderungstarife
Einkaufspreise der Betriebsstoffe
Die Eintrittswahrscheinlichkeit der o. g. Risiken beträgt mehr als 50% Den Ri-
siken stehen u. a. die folgenden Chancen gegenüber
Vermarktungsstrategie/Akquisition
Projektchancen
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Ein Schwerpunkt der konzeptionellen und operativen Vorbereitungen lag in der Si-
cherstellung emissionsfreier Transportmittel, insbesondere der Brennstoffzellen-Hyb-
ridtechnik (Wasserstoffbusse). Die hierzu zwischenzeitlich erfolgten Förderbescheide
in erheblicher Höhe wurden im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 und werden im Ver-
lauf der nächsten Jahre zum Aufbau einer umfassenden Flotte von Wasserstoffbus-
sen nebst Infrastruktur genutzt.
REGIONALVERKEHR KÖLN GMBH
120
Der Einsatz emissionsfreier Transportmittel trägt wesentlich zur ständigen Verbesse-
rung bzw. Optimierung der nicht finanziellen Leistungsindikatoren (NOx-Emissionen,
Rußpartikel-Emissionen und CO2 – Emissionen) bei.
Wie in den Jahren zuvor wird die RVK in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Aufga-
benträgern Gestaltungen des Busfahrleistungsangebots anregen, ggf. ergänzt durch
andere, an der Nachfrage orientierte, Verkehrsangebote (Ruf- oder TaxiBus). Zudem
werden zusätzliche Angebote zur Sicherstellung der Mobilität – wie z.B. E-Bike-Ange-
bote und Bike Hotels (Fahrradboxen) – konzipiert bzw. umgesetzt. Bei entsprechen-
der Berücksichtigung in den Nahverkehrsplänen der Gebietskörperschaften und ent-
sprechender Beschlusslage des jeweiligen Aufgabenträgers wird die RVK diese An-
gebote umsetzen. Auch die flexiblere Verwendung von verschiedenen Größen der
die Strecken bedienenden Fahrzeuge, je nach Nachfrageumfang, ist eine Möglichkeit
zur Kostendämpfung. Natürlich können auch Taktverbesserungen oder Anschlusssi-
cherungen an den Schienenverkehr über solche Angebote möglich gemacht werden.
STADTBAHNGESELLSCHAFT RHEIN-SIEG MBH I.L.
121
STADT BAHN GESELLSCH AFT RHEIN- SIEG M BH I.L.
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Scheidtweilerstraße 39
50933 Köln
Gründungsdatum 17.05.1974
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 778.240 €
Gesellschafter
Stadt Köln 50,00%
Bundesstadt Bonn 20,39%
Stadt Hürth 3,95%
Stadt Bergisch Gladbach 3,29%
Stadt Brühl 3,29%
Kreisstadt Siegburg 2,63%
Stadt Königswinter 2,63%
Stadt St. Augustin 2,63%
Stadt Bad Honnef 1,97%
Stadt Bornheim 1,97%
Stadt Wesseling 1,97%
Gemeinde Alfter 1,32%
Rhein-Erft-Kreis 1,32%
Rhein-Sieg-Kreis 1,32%
Stadt Niederkassel 1,32%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens sind Planung, Bau und Betrieb einer Stadtbahn im
Verkehrsraum Köln/Bonn. Zur Planung und Bauausführung innerhalb des jeweiligen
Gemeindegebietes bedient sich die Gesellschaft der betroffenen Gemeinde; diese ist
verpflichtet, die von der Gesellschaft festgelegten allgemeinen Richtlinien zu beach-
ten. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen, die dem Zweck des
Unternehmens unmittelbar oder mittelbar förderlich sind. Sie ist berechtigt, gleichar-
tige oder ähnliche Unternehmen zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen oder In-
teressengemeinschaften einzugehen. Sie wird den Betrieb der Stadtbahn, soweit das
mit der Zweckbestimmung des Unternehmens vereinbar und wirtschaftlich ist, auf
einzelne Nahverkehrsbetriebe oder Regionalgesellschaften übertragen.
STADTBAHNGESELLSCHAFT RHEIN-SIEG MBH I.L.
122
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Liquidatoren
Herr Jörn Schwarze
Herr André Seppelt
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
West-Rhein-Treuhand Zacharias & Demmer Part mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Gesellschafternachschuss zum Jahresabschluss 70
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 1 2 2
Jahresergebnis (T€) -177 -153 -140
Eigenkapital (T€) 0 0 0
Bilanzsumme (T€) 12.130 12.567 11.324
Investitionen (T€) 0 0 0
Verbindlichkeiten (T€) 1.046 1.466 207
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die Gesellschaft befindet sich seit dem 01. Januar 2008 in Liquidation. Die Aufgabe
der Liquidatoren ist es, die laufenden Geschäfte zu beenden und die Gesellschaft
geordnet abzuwickeln.
Geschäftsverlauf
Im Jahr 2021 wurden keine Umsatzerlöse erzielt. Sonstigen betrieblichen Erträgen
von 2 T€ stehen Personalaufwendungen für die beiden Liquidatoren und den Proku-
risten von 19 T€, sonstige betriebliche Aufwendungen von 105 T€ (i.W. Versiche-
rungs- und Geschäftsbesorgungsaufwendungen) sowie Zinsaufwendungen von 17
T€ gegenüber. Danach ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 140 T€.
STADTBAHNGESELLSCHAFT RHEIN-SIEG MBH I.L.
123
Unter Berücksichtigung des Verlustvortrages und der in 2021 eingeforderten Nach-
schüsse der Gesellschafter wird zum 31.12.2021 ein Bilanzverlust von 11.898 T€
ausgewiesen. Dieser Verlust übersteigt das Eigenkapital um 11.120 T€, die als nicht
durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in der Bilanz ausgewiesen werden. Eine In-
solvenz liegt aber trotz der bilanziellen Überschuldung nicht vor, da entsprechende
Rückgriffsmöglichkeiten durch Freistellungserklärungen der KVB bzw. der HGK be-
stehen.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Finanziellen Risiken im Rahmen der Liquidation bestehen vor allem durch mögliche
Zuschussrückforderungen aufgrund aktueller bzw. zukünftiger Prüfungen des Staatli-
chen Rechnungsprüfungsamtes. Hierfür wurden Rückstellungen in Höhe von 10.680
T€ gebildet.
Der voraussichtliche Zeitpunkt der Löschung der Gesellschaft ist derzeit nicht vorher-
zubestimmen. Er ist u.a. von der Abwicklung, Abrechnung und Prüfung aller Zu-
schussmaßnahmen durch die Bewilligungsbehörde und der abschließenden Übertra-
gung der Zuwendungsverhältnisse auf die Eigentümer der Anlagen abhängig.
HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG
124
HÄFEN UND GÜ TER VER KEHR KÖLN AG
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Scheidtweilerstraße 4
50933 Köln
Kontakt 0221 3900
www.hgk.de
Gründungsdatum 13.07.1992
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Aktien 26.340.000 €
(52.680 Stücke)
Aktionäre
Stadtwerke Köln GmbH 54,51%
Stadt Köln 39,22%
Rhein-Erft-Kreis 6,26%
Tochterunternehmen
HGK Shipping GmbH 100,00%
HTAG Häfen und Transport AG
(bis 27.12.2021)
100,00%
NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 100,00%
Rheinland Cargo Schweiz GmbH 100,00%
RheinCargo GmbH & Co. KG 50,00%
RheinCargo Verwaltungs-GmbH 50,00%
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH 50,00%
KCG Knapsack Cargo GmbH 26,00%
RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft mbH 26,00%
DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen
des Stadt- und Regionalverkehrs mbH
25,50%
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service 15,00%
beka GmbH 0,31%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Häfen und von öffentlichem und
nicht öffentlichem Eisenbahnverkehr sowie die Durchführung und Förderung aller
Vorhaben, die damit im Zusammenhang stehen.
HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG
125
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Herr Uwe Wedig
Vorsitzende*r
Herr Wolfgang Birlin
Aufsichtsrat
Frau Susana dos Santos Herrmann
Vorsitzende*r
Herr Dirk Michel (MdR)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Michael Auer
Herr Johannes Bortlisz-Dickhoff
(Fraktionsvorsitz)
Herr Dirk Collin
Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger
(MdR)
Herr Paul-Werner Diederichs
Frau Alexandra Engler
Herr Martin Gawrisch
Herr Manfred Giesen (MdR)
Herr Klaus Hebert-Okon
Herr Josef Henseler
Herr Lukas Lorenz (MdR)
Herr Dr. David Lutz (MdR)
Herr William Wolfgramm (Bg)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln
HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG
126
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 268.884 472.346 456.246
Immaterielle Vermögensgegenstände 695 1.201 3.087
Sachanlagen 170.196 198.753 189.406
Finanzanlagen 97.993 272.392 263.752
Umlaufvermögen 38.444 23.743 26.027
Vorräte 4.169 4.692 4.608
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 34.267 19.048 21.395
Kasse, Bankguthaben, Schecks 8 3 24
Rechnungsabgrenzungsposten 942 1.118 787
Bilanzsumme 308.271 497.207 483.059
Passiva
Eigenkapital 103.399 108.799 112.099
Gezeichnetes Kapital 26.340 26.340 26.340
Kapitalrücklage 55.214 60.614 63.914
Gewinnrücklagen 21.845 21.845 21.845
Jahresergebnis 0 0 0
Sonderposten 29.908 28.815 13.603
Rückstellungen 45.023 48.723 46.252
Verbindlichkeiten 127.450 308.650 309.058
Rechnungsabgrenzungsposten 2.490 2.220 2.047
Bilanzsumme 308.271 497.207 483.059
HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG
127
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 75.355 71.241 74.674
Bestandsveränderungen 3 240 -237
Andere aktivierte Eigenleistungen 855 844 524
Erträge aus Zuwendungen 2.406 3.606 3.188
Sonstige betriebliche Erträge 18.461 12.718 12.952
Gesamtleistung 97.080 88.649 91.101
Materialaufwand 14.272 13.449 14.185
Personalaufwand 49.993 48.273 48.754
Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.168 11.622 9.848
EBITDA 16.647 15.305 18.314
Abschreibungen 9.262 9.264 10.291
Erträge aus Beteiligungen 3.143 3.394 1.021
Erträge aus Gewinnabführung 2.987 4.172 8.054
Aufwendungen aus Verlustübernahme - 300 3.342
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 3 286 2.991
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 85 80 28
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 10 - 65
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.775 2.886 4.978
Steuern vom Einkommen und Ertrag 61 56 870
Sonstige Steuern 467 472 357
Aufwendungen aus Gewinnabführung 10.290 10.258 10.504
Jahresergebnis 0 0 0
HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG
128
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 87,2 95,0 94,4
Abschreibungsquote (in %) 5,4 4,6 5,3
Investitionen (T€) 37.927 221.804 19.714
Investitionsquote (in %) 14,1 47,0 4,3
Eigenkapitalquote (in %) 33,5 21,9 23,2
Pensionsrückstellungen (T€) 28.125 28.156 29.587
Kreditverbindlichkeiten (T€) 105.369 96.352 91.780
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 4,2 2,6 3,2
EBIT (T€) 7.385 6.041 8.024
EBITDA (T€) 16.647 15.305 18.314
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 554 548 556
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die OECD hat für 2021 gegenüber 2020 ein Weltwirtschaftswachstum von 5,6 % er-
mittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum um 5,3 %.
Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nahm 2021 im Vergleich zum Vorjahr um
2,7 %.
Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist
Die Entwicklungen im bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt waren laut Bundes-
amt für Güterverkehr 2021 positiv. Der Straßengüterverkehr verzeichnete eine sai-
sonübliche bis gute Auftragslage. Der Schienengüterverkehr verzeichnete in den ers-
ten zehn Monaten 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Zuwachs um 12,5
% bezogen auf das Transportaufkommen und um 14,4 % bezogen auf die Transport-
leistung. Die Binnenschifffahrt verzeichnete eine saisonüblich bis gute Auftragslage.
Diese Entwicklungen sind auf die Erholung der deutschen Wirtschaft nach den Maß-
nahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie und den daraus folgenden Einbrü-
chen in der deutschen Wirtschaft zurückzuführen.
Beschreibung des Geschäftsverlaufs
Beherrschende Themen des Jahres 2021 innerhalb der HGK waren weiterhin die Co-
vid-19-Pandemie und die damit verbundenen global gestörten Lieferketten sowie die
weitere Integration der im Jahr 2020 von Imperial erworbenen Shipping-Group in die
HGK-Gruppe.
HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG
129
Die Covid-19-Pandemie wirkte sich im Berichtszeitraum erneut auf die HGK-Gruppe
aus. Allerdings beziffert sich der Schaden bei konservativer Risikobetrachtung nur
noch auf rund 0,5 Mio. €. Hierbei handelt es sich um eine risikobasierte Schadensbe-
trachtung. Die Risiken durch Zahlungsausfälle und Insolvenzen werden dabei deut-
lich geringer bewertet als noch im Vorjahr. Gestiegen sind jedoch die Aufwendungen
für Hygienekonzepte, Testangebote und die Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplät-
zen.
Im Zuge der Covid-19-Pandemie kam es zur Schließung von Seehäfen in China, was
sich spürbar auf die HGK und ihre Beteiligungen auswirkte. Gleiches gilt für die Ha-
varie eines Containerschiffes im Suezkanal und die damit verbundene Sperrung der
Wasserstraße, die massive Störungen der globalen Lieferketten bewirkte. Die Plan-
barkeit von Container-Transporten und -Umschlägen wurde massiv beeinträchtigt.
Gleichzeitig konnten diese Risiken gerade bei den Intermodal-Standorten der HGK in
Form von Zuschlägen (Cargo-Flow-Disruption-Surcharge, CFDS) an die Kunden wei-
tergegeben werden.
Auch innerhalb des Eisenbahn-Verkehrsunternehmens RheinCargo gab es durch
eine hohe Einmalzahlung als Coronabeihilfe im Rahmen einer erhöhten Trassen-
preisförderung im Güterverkehr (TraFöG) einen positiven Einmaleffekt, der aufgrund
der phasenverschobenen Ausschüttung erst im Folgejahr für die HGK ergebniswirk-
sam wird.
Das zweite beherrschende Thema des Geschäftsjahres 2021 war die Fortsetzung
der Integration der HGK Shipping GmbH in die HGK-Gruppe. Hierbei sind insbeson-
dere die Neustrukturierung der Beteiligungen der HGK und die damit verbundenen
umwandlungsrechtlichen Maßnahmen bezüglich der HTAG Häfen und Transport AG
(HTAG) zu nennen. Im Zuge dessen wurde der Teilbetrieb „Reederei und Befrach-
tung“ der HTAG auf die HGK Dry Shipping GmbH abgespalten und der verbliebene
Teilbetrieb „Häfen und Umschlag“ anschließend auf die NESKA Schifffahrts- und
Speditionskontor Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Neska) verschmolzen. Dies
soll den kommunalwirtschaftsrechtlichen Vorgaben, nicht mehrere im gleichen Ge-
schäftsfeld tätige Beteiligungen zu unterhalten, Genüge tun und für die Zukunft Sy-
nergien heben. Die Vorgänge wurden wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2021
umgesetzt.
Das Eigenkapital der HGK erhöhte sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr von
108,8 Mio. € auf 112,1 Mio. € (+3,3 Mio. €). Die Investitionen sanken von 47,4 Mio. €
auf 19,7 Mio. €. Die Bilanzsumme sank von 497,2 Mio. € auf 483,1 Mio. €. Das ent-
spricht einem Rückgang um 14,1 Mio. € oder 2,9 %. Die Umsatzerlöse stiegen von
71,2 Mio. € auf 74,7 Mio. €, was einem Zuwachs von 3,4 Mio. € bzw.4,8 % entspricht.
Der Materialaufwand wuchs auf 14,1 Mio. € (2020: 13,4 Mio. €), während der Perso-
nalaufwand von 48,3 Mio. € auf 48,8 Mio. € stieg. Das Ergebnis vor Steuern nahm
somit gegenüber dem Vorjahr mit 11,4 Mio. € deutlich zu (2019: 10,3 Mio. €). Nach
Abzug der sonstigen Steuern und der Garantiedividende an den Rhein-Erft-Kreis
HÄFEN UND GÜTERVERKEHR KÖLN AG
130
werden die verbleibenden 10,1 Mio. € im Rahmen des bestehenden Gewinnabfüh-
rungsvertrags an die SWK GmbH abgeführt.
Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Es bestehen ergebnisrelevante Risiken, die einen Einfluss auf den Geschäftsverlauf,
die wirtschaftliche Lage und die Ertragslage der HGK haben könnten. Die Auflistung
der Chancen und Risiken übersteigt den an dieser Stelle zur Verfügung stehenden
Platz. Daher sei für eine detaillierte Betrachtung auf den Geschäftsbericht der HGK
AG für das Geschäftsjahr 2021 verwiesen. Unter Berücksichtigung der gegebenen
Gegensteuerungs- und Minimierungsmaßnahmen sind derzeit keine Risiken erkenn-
bar, die den Fortbestand der HGK oder eines Tochter- und Beteiligungsunterneh-
mens gefährden. Derartige Risiken sind aus heutiger Sicht auch für die absehbare
Zukunft nicht zu erkennen.
Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Der Logistikmarkt entwickelt sich beständig weiter. Nachdem das Vorkrisenniveau
bereits 2021 wieder erreicht wurde, werden auch für die Zeit nach 2022 kontinuierli-
che Zuwächse erwartet. Die HGK und die Gesellschaften gehen hier mit und sehen
zielgerichtetes Handeln als Schlüssel zum Erfolg an, um auch in Zukunft ein erfolg-
reicher Teil des Stadtwerke Köln Konzerns zu sein.
HGK SHIPPING GMBH
131
HGK SHIPPING GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Scheidtweilerstr. 4
50933 Köln
Gründungsdatum 25.05.2020
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 25.000 €
Gesellschafter
Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,00%
Tochterunternehmen
HGK Dry Shipping GmbH 100,00%
HGK Gas Shipping GmbH 100,00%
HGK Logistics S. à. r. l. 100,00%
HGK Schiffsbeteiligung B. V. 100,00%
HGK Ship Management Lux S. à. r. l. 100,00%
HGK Shipping Rotterdam B. V. 100,00%
Niedersächsische Verfrachtungs-Gesellschaft mbH 100,00%
Wijnhoff & van Gulpen und Larsen B. V. 100,00%
AMADEUS Schiffahrts- und Speditions GmbH 90,00%
De Grave-Antverpia N. V. 55,00%
Buss HGK Logistics GmbH & Co. KG 50,00%
Buss HGK Verwaltung GmbH 50,00%
BeKa HGK GmbH 40,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand der Gesellschaft ist die Beteiligung an Unternehmen zum Betrieb von öf-
fentlichem Güterverkehr zur Sicherung des kommunalen Bedarfs und zur Wirt-
schaftsförderung. Mittelbar oder unmittelbar gefördert wird die Versorgung der Ein-
wohner, des ortsansässigen Gewerbes und der Industrie.
HGK SHIPPING GMBH
132
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Steffen Bauer
Vorsitzende*r
Herr Christian Möhrmann
(ab 01.04.2021)
Herr Walter Steinig
(bis 31.05.2021)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln
KENNZAHLENÜBERSICHT
2020 2021
Gesamtleistung (T€) 3.213 11.267
Jahresergebnis (T€) 3.230 15.805
Eigenkapital (T€) 3.231 11.781
Bilanzsumme (T€) 196.575 229.229
Investitionen (T€) 3.460 56
Verbindlichkeiten (T€) 187.069 210.900
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 288 33
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die OECD hat für 2021 gegenüber 2020 ein Weltwirtschaftswachstum von 5,6 % er-
mittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum um 5,3 %.
Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nahm 2021 im Vergleich zum Vorjahr um
2,7 %.
Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist
Die Entwicklungen im bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt waren laut Bundes-
amt für Güterverkehr 2021 positiv. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Ab-
schnitt zur Muttergesellschaft HGK AG.
Beschreibung des Geschäftsverlaufs
Das vorherige Geschäftsjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01.09.2020 bis zum
31.12.2020, weshalb Vergleichswerte mit diesem keine Aussagekraft haben. Der Ge-
samtumsatz im Geschäftsjahr 2021 betrug 5.140 T€. Die sonstigen betrieblichen Er-
träge lagen bei 6.126 T€. Die Erträge aus Finanzanlagen umfassten 8.762 T€. Das
HGK SHIPPING GMBH
133
Ergebnis nach Steuern lag bei 15.826 T€. Im Rahmen des Gewinnabführungsver-
trags wurden 7.255 T€ an die HGK AG abgeführt.
Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Chancen und Risiken liegen in der Höhe des geplanten Beteiligungsergebnisses, das
wiederum abhängig von der operativen Entwicklung der Tochterunternehmen ist. Hier
können beispielsweise größere als in der Planung angenommene negative Auswir-
kungen der Corona-Krise zu einer Minderung des Beteiligungsergebnisses führen.
Kundenverluste, aber auch witterungsbedingte Einflüsse wie Hoch-/Niedrigwasser
können neben der konjunkturellen Entwicklung die gleiche Wirkung haben. In der
operativen Entwicklung der Tochtergesellschaften liegen aber gleichzeitig auch
Chancen, z.B. durch Kundengewinnung oder bessere wirtschaftliche Rahmenbedin-
gungen.
Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die HGKS Umsatzerlöse in Höhe von
5,1 Mio. €. Dabei plant die HGKS einen Operating Profit von -3,4 Mio. €. Bei einem
geplanten Beteiligungsergebnis von 19,0 Mio. € und einem Zinsergebnis von
-2,4 Mio. € ergibt sich ein geplantes Nach-Steuer-Ergebnis von 3,9 Mio. €
RHEINFÄHRE KÖLN-LANGEL/HITDORF GMBH
134
RHEINF ÄHRE KÖLN- LAN GEL/HITDORF GMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Scheidtweilerstraße 4
50933 Köln
Kontakt 0221 3900
www.hgk.de/leistungen/rhei
nfaehre
Gründungsdatum 21.11.1929
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 82.000 €
Gesellschafter
Häfen und Güterverkehr Köln AG 50,00%
Stadt Leverkusen 50,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Beförderung von Personen, Tieren, Fahrzeu-
gen, Lasten und so weiter von einem Ufer des Rheines zum anderen zwischen den
Orten Köln-Langel und Hitdorf.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Norbert di Raimondo
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln
RHEINFÄHRE KÖLN-LANGEL/HITDORF GMBH
135
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 671 617 634
Jahresergebnis (T€) -33 -130 -151
Eigenkapital (T€) 504 374 354
Bilanzsumme (T€) 610 453 525
Investitionen (T€) 1 14 8
Verbindlichkeiten (T€) 64 43 165
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 6 7 7
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Ausübung dieser wirtschaftlichen Betätigung erfolgt unter Beachtung des § 107
(1) GO NRW, da für das Betreiben der Fähre ein öffentliches Interesse besteht und
die Betätigung nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leis-
tungsfähigkeit der Städte Köln und Leverkusen steht.
Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist
Die Auslastung der Rheinfähre ist stark abhängig von der Befahrbarkeit der Auto-
bahnbrücke entlang der A1 zwischen Köln und Leverkusen. Änderungen von Ge-
wichts- und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Brücke wirken sich unmittelbar
auf die Zahl und Art der Fahrgäste aus. Der LKW-Verkehr ist eingeschränkt durch
schmale Straßen und Verkehrsbeschränkungen auf Leverkusener Seite. Die Ge-
wichtsbeschränkungen auf der Mülheimer Brücke führen jedoch zu verstärkter Nut-
zung durch Landmaschinen aus dem Kölner Norden.
Beschreibung des Geschäftsverlaufs
Das Beförderungsaufkommen des Jahres 2021 ist im Vergleich zu 2020 um 32,48 %
zurückgegangen. Mit der geringeren Zahl von Beförderungsfällen sank insbesondere
das Umsatzvolumen der Beförderungsentgelte von 533.685 € auf 481.145 € um
52.540 €. Die Gesamterträge sanken von 549.163 € auf 433.473 €, die Aufwendun-
gen stiegen von 746.894 € auf 784.266 €. Daraus ergibt sich ein Verlust von 150.720
€ im Vergleich zu einem Verlust von 130.104 € in 2020. Die Liquidität war jederzeit
sichergestellt.
Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Aus der beschränkten Befahrbarkeit der Autobahnbrücke ergeben sich Chancen auf
eine weiterhin verbesserte Auslastung der Fähre und damit auf anhaltende Umsatz-
und Ergebnissteigerungen. Damit korrespondieren Risiken aus der ungewissen
Dauer der Straßenverkehrseinschränkungen und deren Umfang, die eine Planbarkeit
der Mehrerlöse für die Fähre auf der Zeitschiene ausschließen.
RHEINFÄHRE KÖLN-LANGEL/HITDORF GMBH
136
Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Gegenwärtig und in absehbarer Zeit existieren keine bestandsgefährdenden Einzelri-
siken. Auch die Gesamtsumme der Risiken gefährdet nicht den Fortbestand der Ge-
sellschaft. Der langfristige Fortbestand – nach Beseitigung der Verkehrsbehinderun-
gen auf der A1 und der Mülheimer Brücke – ist abhängig von der Zuzahlung der Ge-
sellschafter.
RHEINCARGO GMBH & CO. KG
137
RHEINC ARGO GM BH & CO. KG
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Hammer Landstraße 3
41460 Neuss
Kontakt 02131 53230
www.rheincargo.com
Gründungsdatum 27.07.2012
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Kommanditeinlage 500.000 €
Komplementäreinlage 0 €
Gesellschafter
Häfen und Güterverkehr Köln AG 50,00%
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG 50,00%
RheinCargo Verwaltungs-GmbH 0,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Binnenhäfen in Köln, Neuss und
Düsseldorf einschließlich eines öffentlichen Eisenbahngüterverkehrsunternehmens
sowie alle den Betriebszweck fördernden Geschäfte.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Aufsichtsrat
Herr Manfred Abrahams
Vorsitzende*r
Frau Susana dos Santos Herrmann
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Armin Persicke
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Rolf Buschhausen
Herr Stefan Crefeld
Herr Manfred Giesen (MdR)
Herr Peter Heumann
Frau Caroline Lehmann
Herr Stephan Lommetz
Herr Dr. David Lutz (MdR)
Herr Harald Löscher
Herr Dirk Michel (MdR)
Frau Dorothée Schneidermesse
Herr Fabian Sicking
Herr Klaus Starzer
Frau Constanze Stroeks
Herr Guido Trappen
Herr William Wolfgramm (Bg)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
RHEINCARGO GMBH & CO. KG
138
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 72.867 81.003 87.586
Immaterielle Vermögensgegenstände 88 135 111
Sachanlagen 72.779 80.868 87.475
Umlaufvermögen 37.926 35.090 43.955
Vorräte 966 1.039 894
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 31.609 30.523 30.955
Kasse, Bankguthaben, Schecks 5.351 3.527 12.106
Rechnungsabgrenzungsposten 931 583 996
Bilanzsumme 111.724 116.676 132.538
Passiva
Eigenkapital 58.830 56.250 60.373
Kapitalanteile 500 500 500
Kapitalrücklage 53.775 54.970 54.970
Jahresergebnis 4.554 781 4.904
Sonderposten 350 306 5.573
Rückstellungen 7.203 7.353 9.190
Verbindlichkeiten 45.267 52.679 57.339
Rechnungsabgrenzungsposten 34 27 59
Passive latente Steuern 39 61 4
Bilanzsumme 111.724 116.676 132.538
RHEINCARGO GMBH & CO. KG
139
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 170.281 156.002 158.537
Sonstige betriebliche Erträge 4.813 7.874 5.810
Gesamtleistung 175.094 163.876 164.348
Materialaufwand 132.673 118.490 110.958
Personalaufwand 14.258 19.350 24.571
Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.803 17.149 16.251
EBITDA 11.360 8.886 12.567
Abschreibungen 5.171 5.898 6.615
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 455 496 598
Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.161 1.697 436
Sonstige Steuern 19 16 14
Jahresergebnis 4.554 781 4.904
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 65,2 69,4 66,1
Abschreibungen (T€) 5.171 5.898 6.615
Sachanlagevermögen (T€) 72.779 80.868 87.475
Immaterielles Vermögen (T€) 88 135 111
Abschreibungsquote (in %) 7,1 7,3 7,6
Investitionen (T€) 20.176 16.780 47
Anlagevermögen (T€) 72.867 81.003 87.586
Investitionsquote (in %) 27,7 20,7 0,1
Eigenkapitalquote (in %) 52,7 48,2 45,6
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 4,5 1,1 4,2
EBIT (T€) 6.189 2.989 5.952
EBITDA (T€) 11.360 8.886 12.567
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 261 347 377
RHEINCARGO GMBH & CO. KG
140
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die OECD hat für 2021 gegenüber 2020 ein Weltwirtschaftswachstum von 5,6 % er-
mittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum um 5,3 %.
Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nahm 2021 im Vergleich zum Vorjahr um
2,7 %.
Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist
Die Entwicklungen im bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt waren laut Bundes-
amt für Güterverkehr 2021 positiv. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Ab-
schnitt zur Muttergesellschaft HGK AG.
Beschreibung des Geschäftsverlaufs
Das Gesamtgütervolumen der RheinCargo aus Bahntransporten, Hafenlogistik und
landseitigen Umschlägen betrug 42,3 Millionen Tonnen (+ 1,1 Mio. t bzw. + 2,7 % ge-
genüber Vorjahr). Die Umsatzerlöse in Summe haben im Vergleich zum Vorjahr um
1,6% zugenommen. Insgesamt betragen die Umsatzerlöse 158,5 Mio. € (Vorjahr
156,0 Mio. €). Unter Einbezug des Finanzergebnisses betrug das betriebliche Ergeb-
nis (EBT) 5.354 T€. Die Bilanzsumme hat sich von 116.676 T€ um 15.862 T€ (+13,59
%) auf 132.538 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 45,6 % (Vorjahr 48,2
%) verringert.
Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Risiken ergeben sich aus konjunkturellen Schwankungen, dem Wettbewerbsumfeld,
der zunehmenden Marktbedeutung kostengünstiger LKW-Flotten aus der erweiterten
EU, umwelt- und fiskalpolitische Entscheidungen, Betriebsstörungen, dem Mangel an
Triebfahrzeugführern, einer Verminderung von Gewerbe- und Umschlagflächen in
den Häfen und dem Coronavirus. Chancen ergeben sich sowohl für die Häfen als
auch für die Eisenbahn der RheinCargo mit einem dauerhaften wirtschaftlichen Auf-
schwung und weiter zunehmendem internationalen Warenaustausch. Weitere Chan-
cen ergeben sich aus konkreter politischer Umsetzung von geeigneten Maßnahmen,
um die Verkehrswende schneller herbeizuführen
Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Es wird für 2022 mit einem Umsatz von 173,3 Mio. € und einem betrieblichen Ergeb-
nis vor Steuern (EBT) von +4,0 Mio. € gerechnet. Der Investitionsplan weist für Ei-
senbahn und Häfen Ausgaben von insgesamt 20,6 Mio. € aus.
RHEINCARGO VERWALTUNGS-GMBH
141
RHEINC ARGO VER WALTUN GS-GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Hammer Landstraße 3
41460 Neuss
Kontakt 0213 153230
www.rheincargo.com
Gründungsdatum 23.07.2012
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 25.000 €
Gesellschafter
Häfen und Güterverkehr Köln AG 50,00%
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG 50,00%
Tochterunternehmen
RheinCargo GmbH & Co. KG 0,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Geschäftszweck der RheinCargo Verwaltungs-GmbH ist die Komplementärstellung
für die RheinCargo GmbH & Co. KG. Sie übt keine operative Geschäftstätigkeit aus.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Wolfgang Birlin
Herr Jan Sönke Eckel
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
RHEINCARGO VERWALTUNGS-GMBH
142
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 6 6 6
Jahresergebnis (T€) 2 2 2
Eigenkapital (T€) 42 44 46
Bilanzsumme (T€) 46 48 51
Investitionen (T€) 0 0 0
Verbindlichkeiten (T€) 1 0 1
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Beschreibung des Geschäftsverlaufs
Der Geschäftsverlauf ist ausschließlich vom Geschäftsverlauf der RheinCargo GmbH
& Co. KG abhängig.
Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Risiken können sich lediglich aus der Geschäftsführung und der Haftung für die
RheinCargo GmbH & Co. KG ergeben.
Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die Gesellschaft wird auch in 2022 Erträge aus der Vergütung für die Übernahme der
Haftung sowie aus Kostenerstattungen durch die KG erzielen.
RHEINLAND CARGO SCHWEIZ GMBH
143
RHEIN LAND C AR GO SCH WEIZ GMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Steinengraben 42
4051 Basel
Kontakt 0221 3900
www.hgk.de/hgk/toechter-
und-
beteiligungen/rheinland-
cargo-schweiz
Gründungsdatum 29.03.2012
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 40.000 CHF
Gesellschafter
Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Die Gesellschaft bezweckt die Erschließung des Güterverkehrsaufkommens für den
Eisenbahngüterverkehr zwischen der Schweiz und dem Wirtschaftsraum Köln. Das
Unternehmen betreibt öffentlichen Eisenbahnverkehr und fördert bzw. führt alle Vor-
haben durch, die damit in Zusammenhang stehen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Marc Piatti
Herr Paul Schumacher
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
FidemTreuhand AG Zwingen
RHEINLAND CARGO SCHWEIZ GMBH
144
KENNZAHLENÜBERSICHT
Alle Angaben in TCHF
2019 2020 2021
Gesamtleistung 1.047 1.131 993
Jahresergebnis 26 61 85
Eigenkapital 250 312 396
Bilanzsumme 500 514 519
Investitionen 0 0 0
Verbindlichkeiten 249 202 122
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Wirtschaftliche Lage
Die Bruttoerlöse sanken im Geschäftsjahr 2021 von 1.130 TCHF um 138 TCHF (12,2
%) auf 993 TCHF. Dabei konnte ein Betriebsergebnis vor Steuern (EBT) 103 TCHF
im Gegensatz zu 76 TCHF in 2020 erzielt werden.
Die Bilanzsumme nahm 2021 im Vergleich zu 2020 von 514 TCHF auf 519 TCHF zu,
während die Eigenkapitalquote von 60,7 % auf 76,3 % zunahm.
NESKA SCHIFFAHRTS- UND SPEDITIONSKONTOR GMBH
145
NESKA SCHIFFAHRT S- UND SPEDIT ION SKONTOR GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Neumarkt 7 - 11
47119 Duisburg
Kontakt 02034 7989300
www.neska.com
Gründungsdatum 25.11.1981
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 358.000 €
Gesellschafter
Häfen und Güterverkehr Köln AG 100,00%
Tochterunternehmen
Duisburg Bulk Terminal GmbH 100,00%
KCT Krefelder Container Terminal GmbH 100,00%
Oudkerk B.V.
(ab 16.12.2021)
100,00%
Pohl & Co. GmbH 100,00%
neska Container Line B.V. 100,00%
neska Intermodal GmbH 100,00%
uct Umschlag Container Terminal GmbH 100,00%
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-Service 62,50%
MASSLOG GmbH
(ab 16.12.2021)
50,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Transporten aller Art, ins-
besondere die Übernahme und Durchführung von Binnenschifffahrtstransporten, Um-
schlagsbetrieb, Lagerungen, Spedition, Seeverfrachtungen sowie der Abschluss von
hiermit im Zusammenhang stehenden Schiffahrts- und Handelsgeschäften.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Markus Krämer
Vorsitzende*r
Herr Andreas Grzib
(ab 01.09.2021)
Herr Stefan Hütten
(bis 19.07.2021)
Herr Dr. Jan Zeese
NESKA SCHIFFAHRTS- UND SPEDITIONSKONTOR GMBH
146
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 52.481 44.852 57.426
Jahresergebnis (T€) 836 -300 -3.342
Eigenkapital (T€) 3.075 3.075 11.193
Bilanzsumme (T€) 67.226 69.367 89.331
Investitionen (T€) 1.022 2.319 17.474
Verbindlichkeiten (T€) 57.600 59.113 64.062
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 178 182 255
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die OECD hat für 2021 gegenüber 2020 ein Weltwirtschaftswachstum von 5,6 % er-
mittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum um 5,3 %.
Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nahm 2021 im Vergleich zum Vorjahr um
2,7 %. Die Entwicklungen im bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt waren laut
Bundesamt für Güterverkehr 2021 positiv. Eine detailliertere Beschreibung enthält
der Abschnitt zur Muttergesellschaft HGK AG.
Beschreibung des Geschäftsverlaufs
Am 28.12.2021 wurde der Teilbetrieb Häfen und Umschlag der HTAG Häfen und
Transport AG rückwirkend zum 01.01.2021 auf die NESKA verschmolzen. Der Ge-
samtumsatz der NESKA nahm im Vergleich zum Vorjahr von 41.999 T€ auf 53.914
T€ zu. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen gegenüber dem Vergleichszeit-
raum um 648 T€ auf 3.497 T€ zu. Die Erträge aus Finanzanlagen stiegen deutlich
von 5.002 T€ im Vorjahr auf 7.278 T€. Das Ergebnis nach Steuern ist insgesamt von
-342 T€ auf -3.218 T€ gesunken. Nach sonstigen Steuern beläuft es sich auf -3.342
T€, wovon 1.662 T€ auf den Teilbetrieb NESKA und -5.004 T€ auf den Teilbetrieb
HTAG entfallen. Zusammenfassend betrachtet hat die NESKA ein schwieriges Ge-
schäftsjahr durchlaufen.
Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die konjunkturelle Lage in Deutschland und weltweit wird weiterhin von der Corona-
Pandemie stark beeinflusst. Die Krise hat auf verschiedene Geschäftsbereiche unter-
schiedliche Auswirkungen.
NESKA SCHIFFAHRTS- UND SPEDITIONSKONTOR GMBH
147
Chancen bestehen in gezielteren Kundenmaßnahmen, eine höhere Marktdurchdrin-
gung und die intensivere Betreuung der Bestandskunden, sowie ein Ausbau der Be-
standsgeschäfte und eine Diversifizierung in den Leistungen und Produkten.
Ein Risiko von hoher Bedeutung besteht in der Abhängigkeit und dem Ausfall von
Großkunden insbesondere aus dem Bereich Automotive und der Stahlindustrie. Die
Abhängigkeit dieser Kunden von der globalen Wirtschaftsentwicklung führt dazu,
dass ein Konjunktureinbruch wie bspw. infolge der Corona-Pandemie unmittelbar ne-
gative Auswirkungen auch auf die NESKA haben würde.
Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die
wirtschaftliche Lage bestehen nicht und sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen.
Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die NESKA gemäß ihrer Planung aus Novem-
ber 2021 eine Steigerung der Auslastung und damit verbunden einen Anstieg des
Umsatzes auf 63.763 T€, das Ergebnis vor Gewinnabführung soll auf 4.450 T€ stei-
gen.
CTS CONTAINER-TERMINAL GMBH RHEIN-SEE-LAND-SERVICE
148
CTS CONTAIN ER-TERMINAL GMBH RHEIN-SEE-LAND-SERVICE
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Stapelkai/Niehl Hafen
50735 Köln
Kontakt 0221 752080
www.cts.container-
terminal.de
Gründungsdatum 29.12.1983
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 56.900 €
Gesellschafter
NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH 62,50%
DB Intermodal Services GmbH 22,50%
Häfen und Güterverkehr Köln AG 15,00%
Tochterunternehmen
KCG Knapsack Cargo GmbH 51,00%
TKN Terminal Köln-Nord GmbH i.L. 51,00%
DCH Düsseldorfer Container-Hafen GmbH 49,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist das Betreiben eines Container-Terminals in Köln
und alle damit verbundenen Dienstleistungen sowie der Handel mit Containern.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Oliver Grossmann
Herr Dirk Meyer
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Köln
CTS CONTAINER-TERMINAL GMBH RHEIN-SEE-LAND-SERVICE
149
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 32.291 31.132 34.095
Jahresergebnis (T€) 1.119 1.372 1.327
Eigenkapital (T€) 1.554 1.807 1.762
Bilanzsumme (T€) 7.477 7.577 7.111
Investitionen (T€) 815 748 658
Verbindlichkeiten (T€) 4.514 4.262 3.233
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 93 93 99
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die OECD hat für 2021 gegenüber 2020 ein Weltwirtschaftswachstum von 5,6 % er-
mittelt. Laut Europäischer Kommission wuchs die Wirtschaft im Euroraum um 5,3 %.
Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nahm 2021 im Vergleich zum Vorjahr um
2,7 %.
Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist
Die Entwicklungen im bundesdeutschen Güterverkehr insgesamt waren laut Bundes-
amt für Güterverkehr 2021 positiv. Eine detailliertere Beschreibung enthält der Ab-
schnitt zur Muttergesellschaft HGK AG.
Beschreibung des Geschäftsverlaufs
Mit 33,8 Mio. € ist der erzielte Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 mit 4,0 %
über dem Planumsatz (32,5 Mio. €). Das geplante Ergebnis vor Ertragsteuern (849
T€) wurde mit 1.875 T€ deutlich überschritten. Die Beteiligungserträge sind im Ver-
gleich zur Vergleichsperiode mit 363 T€ (Vorjahr: 1.348 T€) stark zurückgegangen.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann im Vorjahresvergleich insgesamt als
stabil angesehen werden.
Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Bedeutende Risiken der CTS liegen in der zunehmenden Konkurrenzsituation durch
das neue Terminal Köln-Nord, insbesondere, wenn der Terminalbetrieb neu ausge-
schrieben wird, im Ausfall von Großkunden, in der Abhängigkeit von der globalen
Wirtschaftsentwicklung, gerade vor dem Hintergrund der Corona Pandemie und in
Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges auf internationale und nationale Güter-
ströme.
Bestandsgefährdende Risiken und solche mit einem wesentlichen Einfluss auf die
wirtschaftliche Lage sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen.
Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die CTS eine Umsatzsteigerung von rd. 4% im
CTS CONTAINER-TERMINAL GMBH RHEIN-SEE-LAND-SERVICE
150
Vergleich zum Geschäftsjahr 2021. Diese resultiert aus Preiserhöhungen, Umsatzer-
höhungen bei Bestandskunden und Akquise von Neugeschäften. Das Ergebnis vor
Steuern wird für 2022 mit 1.124 T€ geplant.
FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH
151
FLUGH AFEN KÖLN /BONN GMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Heinrich-Steinmann-Straße
12
51147 Köln
Kontakt 02203-40 4001/02
www.koeln-bonn-airport.de
Gründungsdatum 08.12.1950
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 10.821.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 31,12%
Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein-
Westfalen mbH
30,94%
Bundesrepublik Deutschland 30,94%
Stadtwerke Bonn GmbH 6,06%
Rhein-Sieg-Kreis 0,59%
Rheinisch-Bergischer Kreis 0,35%
Tochterunternehmen
AHS Köln Aviation Handling Services GmbH 49,00%
AHS Aviation Handling Services GmbH 10,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens sind der Betrieb und der Ausbau des Verkehrsflug-
hafens Köln/Bonn einschließlich der Versorgung Dritter mit elektrischer Energie auf
dem Gebiet des Flughafens sowie die Durchführung aller damit verbundenen Neben-
geschäfte.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Johan Vanneste
(bis 31.12.2021)
Vorsitzende*r
Herr Torsten Schrank
FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH
152
Aufsichtsrat
Herr Prof. Klaus-Dieter Scheurle
(ab 25.01.2021)
Vorsitzende*r
Frau Alexandra Cahn
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Arndt Klocke
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Reinhard Klingen
3. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Nils Berner
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (Käm.)
Herr Wolfgang Fuchs (StD)
(bis 23.06.2021)
Herr Hakan Gülcicek
Herr Ferat Kar
Herr Marcus Kitz
(ab 23.06.2021)
Herr Dr. Gerrit Krupp (MdR)
Herr Dr. Patrick Opdenhövel
Herr Dr. Hendrik Schulte
Herr Sven Schwarzbach
Frau Kerstin Wambach
Frau Petra von Wick
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Die Flughafen Köln/Bonn GmbH wendet einen eigenen Corporate Governance Ko-
dex an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Kapitalzuführung 23.340
FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH
153
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 732.288 713.103 680.172
Immaterielle Vermögensgegenstände 20.126 20.118 19.972
Sachanlagen 708.214 691.135 659.922
Finanzanlagen 3.947 1.850 278
Umlaufvermögen 50.708 42.725 124.068
Vorräte 1.914 1.571 1.917
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 40.081 39.341 38.737
Kasse, Bankguthaben, Schecks 8.714 1.813 83.414
Rechnungsabgrenzungsposten 1.216 1.368 1.374
Bilanzsumme 784.212 757.196 805.614
Passiva
Eigenkapital 259.590 228.490 288.523
Gezeichnetes Kapital 10.821 10.821 10.821
Kapitalrücklage 82.733 82.733 157.289
Gewinnrücklagen 185.347 166.036 134.937
Jahresergebnis -19.311 -31.100 -14.524
Rückstellungen 80.406 83.201 86.081
Verbindlichkeiten 360.005 375.927 368.088
Rechnungsabgrenzungsposten 5.253 5.518 4.555
Passive latente Steuern 78.959 64.061 58.367
Bilanzsumme 784.212 757.196 805.614
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154
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 341.234 208.358 246.306
Andere aktivierte Eigenleistungen 2.368 1.905 1.777
Sonstige betriebliche Erträge 4.194 16.833 10.099
Gesamtleistung 347.795 227.096 258.181
Materialaufwand 126.802 90.074 81.330
Personalaufwand 145.496 111.106 119.935
Sonstige betriebliche Aufwendungen 34.521 19.812 24.366
EBITDA 40.976 6.104 32.549
Abschreibungen 47.505 40.554 41.467
Erträge aus Beteiligungen 162 0 -
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 6 13 28
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5 10 49
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV - 2.547 1.753
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.019 6.705 7.156
Steuern vom Einkommen und Ertrag -6.617 -15.525 -5.751
Sonstige Steuern 12.551 2.945 2.524
Jahresergebnis -19.311 -31.100 -14.524
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 93,4 94,2 84,4
Abschreibungsquote (in %) 6,5 5,7 6,1
Investitionen (T€) 53.914 26.537 16.825
Investitionsquote (in %) 7,4 3,7 2,5
Eigenkapitalquote (in %) 33,1 30,2 35,8
Pensionsrückstellungen (T€) 10.433 10.951 10.388
Kreditverbindlichkeiten (T€) 258.644 293.899 304.469
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) -1,6 -3,2 -0,9
EBIT (T€) -6.529 -34.451 -8.917
EBITDA (T€) 40.976 6.104 32.549
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.838 1.717 1.703
FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH
155
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die Weltwirtschaft hat sich 2021 von der Corona-Krise erholt, ihre Auswirkungen prä-
gen jedoch weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. Der private Konsum hat im
Zuge sinkender Neuinfektionen und rascher Impffortschritte in den fortgeschrittenen
Volkswirtschaften ab dem Frühjahr 2021 deutlich angezogen. Die deutsche Wirt-
schaft hat sich 2021 vom Corona-bedingten Einbruch des Vorjahres erholt, wenn
auch weniger deutlich als ursprünglich erwartet.
Der Flughafen Köln/Bonn nimmt seine Verantwortung für Klima, Umwelt und Lärm-
schutz wahr und hat das Thema Nachhaltigkeit fest in seinem unternehmerischen
Handeln verankert. Bereits vor mehr als zehn Jahren hat er eine Klimaschutzstrate-
gie entwickelt, deren Ziel eine permanente Reduzierung der CO2-Emissionen bis zur
Klimaneutralität ist. Seitdem hat sich der Flughafen klimaneutral entwickelt. Anfang
2022 wurden die Zielvorgaben noch einmal nachgeschärft. Bis 2030 sollen die CO2-
Emmisionen demnach auf der Basis von 2010 um 65 % reduziert werden, 2035 nur
noch Fahrzeuge und Geräte mit emissionsfreien Antrieben auf dem Vorfeld fahren.
Spätestens 2045 will der Flughafen vollständig klimaneutral sein.
Geschäftsverlauf
Die nationale Luftfahrt konnte sich im Jahr 2021 (gemessen in Verkehrseinheiten) um
20,7 % gegenüber 2020 steigern, im Vergleich zum Jahr 2019 ist aber immer noch
ein Minus von 55,6% zu verzeichnen. Der Flughafen Köln/Bonn erzielte bei den Ver-
kehrseinheiten im Jahr 2021 ein Plus von 21,1% und lag somit leicht besser als der
Branchendurchschnitt. Im Jahr 2021 stieg das Passagieraufkommen am Flughafen
Köln/Bonn auf rund 4,3 Mio. Fluggäste, was aber weiterhin sehr deutlich unter dem
Vor-Corona-Niveau 2019 liegt. Mit einem Rückgang um 66% im Vergleich zum Vor-
krisenjahr 2019 lag Köln/Bonn damit etwas besser als der Bundesdurchschnitt von
69% (auf 79 Mio. Passagiere). Das Frachtvolumen am Flughafen Köln/Bonn lag 2021
bei rund 986.000 Tonnen, was einem Anstieg von 14% zum Vorjahr entspricht. Die
Zahl der Flugbewegungen stiegen 2021 im Vergleich zu 2020 um 15% an, blieben
aber deutlich um 36% (Bundesdurchschnitt -47%) gegenüber 2019 zurück. Das ma-
ximale Startgewicht (MTOW) ging im gleichen Zeitraum um 24% zurück.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit 25.429 T€ deutlich über dem
des Vorjahreswert (877 T€). Die Gesellschaft hat im Dezember 2021 mit fünf Haus-
banken neue Verträge über Betriebsmittellinien in Höhe von 63.500 T€ abgeschlos-
sen, deren Laufzeit drei Jahre beträgt. Damit war die Liquidität des Unternehmens im
Berichtszeitraum jederzeit gesichert. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesell-
schaft ist geordnet. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf -14.524 T€ (Vorjahr: -
31.100 T€) und ist auch im Jahr 2021 noch wesentlich durch die Auswirkungen der
Corona-Krise bedingt.
FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH
156
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die Flughafen Köln/Bonn GmbH verfügt über ein Risikomanagementsystem. Wesent-
liches Element dieses Risikomanagements ist eine Überwachung der Risiken der
Gesellschaft mittels einer Risikoinventur, bei der die Risiken gemäß ihrer Auswirkung
(T€) und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (%) gruppiert werden. Neben den „Auswir-
kungen der Corona-Krise“ sind als wesentliche Risiken „Schnittstelle „Fracht“ Zugang
sensibler Teil Sicherheitsbereich“, „Bodenverkehrsdienste“, „Absenkung Eckwerte
Start- und Landebahnsystem zwischen 23:00 und 02:00 Uhr“, „Alkali-Kieselsäure-Re-
aktion (AKR)“ und „Einschränkung des Nachtflugbetriebes“ im Fokus, welche auf
Grund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf den Flughafen
Köln/Bonn von hoher Bedeutung sind.
Da der Flughafen über ein System mit drei Start- und Landebahnen, darunter eine In-
terkontinentalbahn, sowie über ein großzügiges Terminal- und Frachthallenangebot
verfügt, kann er weitere Verkehrszuwächse aufnehmen. Ergänzt wird die Infrastruktur
durch das integrierte Autobahn- und Schienennetz. Ein weiterer Pluspunkt sind die
äußerst günstigen klimatischen Bedingungen. So liegt der Flughafen in einer fast ne-
belfreien und schneearmen Region. Dies begünstigt sowohl die Entwicklung des
Frachtverkehrs als auch die des Passagierverkehrs, was insbesondere dem Dienst-
leistungs- und Produktionsgewerbe zu Gute kommt.
Die Finanzierungskosten, die durch die realisierten sowie geplanten Investitionen
und Maßnahmen zur Liquiditätsbeschaffung verursacht sind, sowie die Abschreibun-
gen und Instandsetzungsaufwendung, sind hinreichend in den angepassten Finanz-
und Erfolgsplanungen berücksichtigt worden. Die Liquidität des Unternehmens ist
ausreichend gesichert. Eine Bestandsgefährdung aus heutiger Sicht ist auf Grund-
lage der Unternehmensplanung und bei Beibehaltung der Kreditlinien nicht zu erwar-
ten. Der Flughafen Köln/Bonn verfügt über einen Public Corporate Governance Ko-
dex, dessen Regelungen zu einer besseren Steuerung und Kontrolle sowie Transpa-
renz des Unternehmens beitragen.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die Auswirkungen der andauernden Corona-Krise wird die Flughafen Köln/Bonn
GmbH auch im Jahr 2022 zu spüren bekommen. Der im Dezember 2021 für das Jahr
2022 verabschiedete Wirtschaftsplan sieht bereits wieder eine Verkehrsmenge von
8,3 Mio. Passagieren (ca. 65% des Vorkrisenniveaus) vor. Die Fracht entwickelt sich
im unteren einstelligen Prozentbereich nach oben. Insgesamt wird diese Verkehrs-
entwicklung zusammen mit dem inzwischen erreichten abgesenkten Kostenniveau
aus heutiger Sicht zu einem mindestens ausgeglichenen Ergebnis im Geschäftsjahr
2022 führen.
FLUGHAFEN KÖLN/BONN GMBH
157
Die Airlines agieren im Frühjahr 2022 mit einem nachfragegerechten Angebot und
stellen im Sommer 2022 zum großen Teil Kapazitäten in den Markt, die an das Ni-
veau von 2019 heranreichen. Der Flughafen Köln/Bonn setzt in dieser Situation auf
folgende strategische Ziele:
1. Bindung der Bestandskunden: Köln/Bonn war für Eurowings vor der Corona-
Pandemie eine von vier „core bases“, an denen die Direktverkehre gebündelt
und die Marktanteile verteidigt wurden. Das Passagiervolumen von 2019 soll
innerhalb der nächsten drei Jahre wieder erreicht und fehlende Businessver-
kehre durch neue Strecken und Frequenzverstärkungen im touristischen Be-
reich kompensiert werden. Ryanair als größter Player in dem Segment „Low
Cost“ soll beim touristischen Portfolio Wachstumsträger bleiben. Wizz Air und
Blue Air sollen den osteuropäischen Zielmarkt weiter verstärken.
2. Dem touristischen Geschäft wurde bereits vor der Pandemie eine zuneh-
mende Bedeutung als Wachstumstreiber im Gesamtmarkt zugewiesen. Neben
dem reinen Urlaubsgeschäft bedeutet dies für Köln/Bonn insbesondere eine
Stärkung der Verkehre in die Family & Friends Märkte (Türkei, Osteuropa).
Dieser wichtige Zielmarkt soll kontinuierlich ausgebaut werden. Das Ur-
laubsportfolio soll durch weitere Touristik-Carrier gestärkt werden.
3. In der Luftfracht ist es das strategische Ziel des Köln Bonn Airport, dass trotz
begrenzter Kapazitäten in der Nacht die Großkunden das geplante Wachstum
abbilden können. Dies bedeutet u.a. einen bedarfsgerechten Ausbau der land-
seitigen Frachtumschlagskapazitäten, den Ausbau der Tagesfracht (u.a. durch
Tagesfracht-Incentive) und den Umstieg auf größeres, moderneres Fluggerät.
4. Um die Auswirkungen der Corona-Krise abzumildern, wurden und werden ver-
schiedene Anpassungsstrategien im Bereich Commercial Activities betrachtet.
Die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Produktportfolios für den
Kunden steht dabei nach wie vor im Fokus. Aufgrund der weiterhin positiven
Entwicklung des Frachtgeschäftes im Jahr 2021 werden Weiterentwicklungs-
möglichkeiten im Bereich Real Estate untersucht.
SPEZIELLER TEIL
158
3. Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten
GAG IMMOBILIEN AG
159
GAG IMM OBILIEN AG
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 2011-0
www.gag-koeln.de
Gründungsdatum 18.03.1913
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Aktien 16.453.967 €
(16.453.967
Stücke)
Aktionäre
Stadt Köln 88,75%
Ernst-Cassel-Stiftung 5,17%
Kleinaktionäre Streubesitz 3,36%
Eigene Anteile 1,78%
Treuhänder (Mieter) 0,94%
Tochterunternehmen
GAG Servicegesellschaft mbH 100,00%
Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH 100,00%
GAG Projektentwicklung GmbH 90,00%
Grund und Boden GmbH 62,00%
GAG Immobilien AG 1,78%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
(1) Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung breiter Schichten der Bevölke-
rung mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen.
(2) Zur Erfüllung ihres Gegenstands kann die Gesellschaft Grundstücke erwerben,
belasten, bebauen, verwalten und veräußern.
(3) Die Gesellschaft kann alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus
und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Hierzu gehören auch die
Betreuung von Bauvorhaben, die Sanierung von Bauten, die Betreuung von Sanie-
rungsvorhaben sowie die Durchführung städtebaulicher Maßnahmen im Zusammen-
hang mit der Erneuerung oder Entwicklung von Wohngebieten.
(4) Die Gesellschaft kann Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und
Gewerbebauten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleis-
tungen bereitstellen.
(5) Die Gesellschaft kann darüber hinaus im Zusammenhang mit der Tätigkeit der
cowelio GmbH insbesondere folgende Aufgaben übernehmen:
GAG IMMOBILIEN AG
160
a) Erwerb, Errichtung, Verwaltung und Betrieb von technischen Anlagen und Geräten
sowie die Bereitstellung von Ausstattung und Einrichtungsgegenständen zur Versor-
gung von Mietern mit Wärme und Energie.
b) Erbringung und Vermittlung energiewirtschaftlicher Dienstleistungen, insbesondere
Energielieferung, Mieterstrom, Energieeffizienz Maßnahmen, Energiespeicherbewirt-
schaftung.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Herr Ingo Frömbling
(ab 01.01.2021, bis 30.06.2021)
Frau Anne Keilholz
(ab 01.07.2021)
Frau Kathrin Möller
Aufsichtsrat
Herr Mike Homann (MdR)
(ab 30.09.2021)
Vorsitzende*r
Herr Jochen Ott (MdL)
(bis 29.09.2021)
Vorsitzende*r
Frau Sabine Pakulat (MdR)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Martina Richter
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Sylke Born
(ab 30.09.2021)
Frau Dr. Eva Bürgermeister
(bis 29.09.2021)
Herr Michael Frenzel
(ab 30.09.2021)
Herr Markus Greitemann (Bg)
Frau Ursula Gärtner (MdR)
(bis 29.09.2021)
Frau Marion Heuser (MdR)
Herr Niklas Kienitz (MdR)
Herr Harald Knopp
Frau Karina Köbnik
Herr Antonio Mossuto
(bis 29.09.2021)
Herr Dr. Franz Georg Rips
(bis 29.09.2021)
Herr Andreas Schubring
Frau Christine Seiger (MdR)
(ab 30.09.2021)
Frau Ira Sommer (MdR)
(ab 30.09.2021)
Herr Michael Weisenstein (MdR)
Herr Thomas Welter (MdR)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
DOMUS AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
GAG IMMOBILIEN AG
161
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Gewinnausschüttung (für GJ Vj) 7.301
- Entgelt Wertpapierleihe (für GJ Vj) 70
- Zuwendungen im Rahmen einer Betrauung 3.270
- Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten zum 31.12.
(Bürgschaften) 219.381
- Gewährte Darlehen zum 31.12. 72.319
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 1.998.204 2.104.625 2.189.844
Immaterielle Vermögensgegenstände 384 257 832
Sachanlagen 1.718.900 1.802.148 1.886.464
Finanzanlagen 278.920 302.220 302.548
Umlaufvermögen 137.002 133.116 164.971
Vorräte 53.696 47.526 52.665
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 81.202 66.240 111.025
Kasse, Bankguthaben, Schecks 2.104 19.349 1.281
Rechnungsabgrenzungsposten 1.010 1.106 1.324
Bilanzsumme 2.136.216 2.238.847 2.356.139
Passiva
Eigenkapital 565.951 607.603 636.911
Gezeichnetes Kapital 16.210 16.179 16.161
Kapitalrücklage 154.230 154.255 154.295
Gewinnrücklagen 370.752 410.743 446.713
Bilanzergebnis 24.758 26.426 19.742
Sonderposten 26.349 25.680 25.012
Rückstellungen 57.928 56.950 60.300
Verbindlichkeiten 1.466.318 1.518.334 1.591.658
Rechnungsabgrenzungsposten 19.669 30.280 42.259
Bilanzsumme 2.136.216 2.238.847 2.356.139
GAG IMMOBILIEN AG
162
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 227.570 239.677 240.229
Bestandsveränderungen 3.726 -6.170 5.139
Andere aktivierte Eigenleistungen 99 13 379
Sonstige betriebliche Erträge 29.004 29.578 19.765
Gesamtleistung 260.399 263.097 265.512
Materialaufwand 96.107 91.562 96.213
Personalaufwand 44.644 45.731 50.732
Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.138 18.413 19.164
EBITDA 101.510 107.391 99.402
Abschreibungen 41.912 43.739 44.863
Erträge aus Gewinnabführung 17.687 18.075 14.868
Aufwendungen aus Verlustübernahme - - 526
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 1.312 1.267 1.221
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 711 205 191
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.379 25.460 24.856
Steuern vom Einkommen und Ertrag 6.373 8.127 8.171
Sonstige Steuern -292 -155 -134
Jahresergebnis 47.848 49.765 37.399
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 93,5 94,0 92,9
Abschreibungsquote (in %) 2,4 2,4 2,4
Investitionen (T€) 133.109 154.755 135.752
Investitionsquote (in %) 6,7 7,4 6,2
Eigenkapitalquote (in %) 26,5 27,1 27,0
Pensionsrückstellungen (T€) 41.299 42.130 44.848
Kreditverbindlichkeiten (T€) 1.384.617 1.437.219 1.512.474
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 3,4 3,4 2,6
EBIT (T€) 59.598 63.652 54.539
EBITDA (T€) 101.510 107.391 99.402
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 549 560 586
GAG IMMOBILIEN AG
163
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Grundlegende unternehmerische Geschäftsaktivitäten
Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung breiter Schichten der Kölner Be-
völkerung mit sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Die GAG
ist schwerpunktmäßig in den Geschäftsfeldern Immobilienbewirtschaftung, Neubau,
Modernisierung/Instandhaltung sowie Bauträgergeschäft (auslaufend) tätig.
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regi-
onen bleibt angespannt. Deutschland verzeichnet einen weiterhin spürbaren Einwoh-
nerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung aus dem europäischen Ausland
zurückzuführen ist. Durch die stetig steigenden Studierendenzahlen verschärft sich
die Situation vor allem in den Universitätsstädten weiter.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen die Immobilienwirtschaft im Be-
reich der Wohnimmobilien generell und den GAG-Konzern im Besonderen in Bezug
auf die Ertragslage nur in einem geringen Rahmen. Bei den gewerblichen Mietver-
hältnissen ergaben sich dagegen in einigen Teilsegmenten spürbare Auswirkungen,
mit denen auch weiterhin zu rechnen ist.
Geschäftsverlauf
Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresüberschuss von
37.399 T€ (Vorjahr: 49.765 T€) ab.
Das EBITDA verminderte sich um 7% auf 99.402 T€ (Vorjahr: 107.391 T€).
Die Umsatzerlöse betrugen 240.229 T€ (Vorjahr: 239.677 T€). Die Umsätze resultie-
ren im Wesentlichen aus der Hausbewirtschaftung und dort vor allem aus der Ver-
mietung. Die Umsatzerlöse aus Sollmieten lagen bei 146.279 T€ (Vorjahr: 139.887
T€). Diese Steigerung ergab sich aus dem Bezug von Neubaumaßnahmen, den An-
hebungen der Mieten aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen, den Mietanpas-
sungen im Wohnungsbestand an den Mietspiegel, Fluktuation sowie sinkenden Woh-
nungsabschlägen aus Förderungen. Hinzu kamen Umsatzerlöse aus Nebenkosten
von 45.855 T€ (Vorjahr 44.425 T€). Im Geschäftsjahr gab es keine Umsätze aus dem
Verkauf von Grundstücken. Im Vorjahr waren es Umsätze in Höhe von 11.398 T€ und
22 erfolgswirksame Verkäufe aus Bauträgermaßnahmen.
Die Bilanzsumme stieg um 5% auf 2.356.139 T€ (Vorjahr: 2.238.847 T€). Der Wert
des Anlagevermögens stieg um 4% auf 2.189.844 T€ (Vorjahr: 2.104.625 T€). Den
Zugängen in Höhe von 135.752 T€ standen insbesondere Abschreibungen in Höhe
von 44.863 T€ und Buchwertabgänge in Höhe von 5.672 T€ gegenüber. Die Zugänge
resultierten im Wesentlichen aus Investitionen für Neubau- und Modernisierungs-
maßnahmen.
GAG IMMOBILIEN AG
164
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Als Vermieter unterliegt der GAG-Konzern auch einem Mietausfallrisiko. Hauptursa-
che für rückständige und ausbleibende Mietzahlungen durch die Mieterinnen und
Mieter sind wachsende Verschuldung, Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme in den
Stadtteilen, in denen der GAG-Konzern seine Wohnungen bewirtschaftet. Durch die
enge Betreuung der Mieterinnen und Mieter in den Kundencentern, das Sozialma-
nagement und durch die Abteilung Forderungsmanagement wird gewährleistet, dass
problematische Mietverhältnisse schnellererkannt und entsprechende Gegenmaß-
nahmen ergriffen werden. Weiterhin kann durch neue oder geänderte Umweltgesetze
bzw. -verordnungen, wie zum Beispiel die CO2-Bepreisung, die Kostensituation stark
belastet werden.
Die größten Chancenpotenziale sieht der GAG-Konzern im Standortfaktor, in dem in
100 Jahren gewonnenen Vertrauen der Mieterschaft sowie in den Kölner Einwohnern
und zukünftig vermehrt den Neu-Kölnern. Hier werden an dem hervorragenden
Standort Köln, der nach den gängigen Bevölkerungsprognosen langfristig stabile
Nachfragepotenziale bereithält, wohnungswirtschaftliche Produkte und Dienstleistun-
gen ihre Abnehmer finden, wenn sie ökologisch, sozial und ökonomisch ausgewogen
sind.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Für 2022 sind ein Jahresüberschuss von 19.211 T€ und ein EBITDA von 91.466 T€
geplant. Diese Ergebnisse basieren im Wesentlichen auf einem Umsatz von 263.735
T€ und Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen von 107.749 T€ so-
wie auf einem Personalaufwand von 51.861 T€. Die Abschreibungen sind mit 47.616
T€ und das Finanzergebnis mit -19.382 T€ geplant.
GAG PROJEKTENTWICKLUNG GMBH
165
GAG PR OJEKT ENT WIC KLUN G GMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 20110
www.gag-koeln.de
Gründungsdatum 05.07.2000
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 100.000 €
Gesellschafter
GAG Immobilien AG 90,00%
Grund und Boden GmbH 10,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Grundstücksgeschäften jeder
Art, die Bebauung und Verwaltung eigener und fremder Grundstücke sowie die
Durchführung städtebaulicher Sanierungsvorhaben unter besonderer Berücksichti-
gung sozial wichtiger Maßnahmen. Die Gesellschaft kann Immobilien erwerben, be-
lasten, verwalten und veräußern.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Ingo Frömbling
(ab 01.01.2021, bis 30.06.2021)
Frau Anne Keilholz
(ab 01.07.2021)
Frau Kathrin Möller
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
DOMUS AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
GAG PROJEKTENTWICKLUNG GMBH
166
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum
31.12. 22.238
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 11.102 9.980 10.630
Jahresergebnis (T€) 295 364 -526
Eigenkapital (T€) 231 14.687 16.431
Bilanzsumme (T€) 58.750 64.612 81.586
Investitionen (T€) 6.076 8.710 17.866
Verbindlichkeiten (T€) 57.012 48.552 64.173
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Grundlegende unternehmerische Geschäftsaktivitäten
Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Grundstücksgeschäften jeder
Art, die Bebauung und Verwaltung eigener und fremder Grundstücke sowie die
Durchführung städtebaulicher Sanierungsvorhaben unter besonderer Berücksichti-
gung sozial wichtiger Maßnahmen. Sie ist zu 90% Tochtergesellschaft der GAG Im-
mobilen AG (GAG); die Grund und Boden GmbH (Grubo) hält die verbleibenden An-
teile an der Gesellschaft. Die GPE ist eine vollkonsolidierte Gesellschaft des GAG-
Konzerns. Die Verwaltung der Gesellschaft ist der GAG und der GAG Servicegesell-
schaft mit beschränkter Haftung (GAG SG) übertragen.
Die GPE hat in 2016 rund 1.200 Wohnungen in Köln-Chorweiler erworben. Der Un-
ternehmenszweck besteht im Wesentlichen in der Bewirtschaftung dieses Woh-
nungsbestandes. Die Stadt Köln hat die GAG und ihre Tochterunternehmen mit Be-
trauungsakt vom 23. Juni 2015 für einen Zeitraum von zehn Jahren mit der Erbrin-
gung von Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse (DAWI) in
diesem Quartier beauftragt und bezahlt der GPE über zehn Jahre einen Zuschuss in
Höhe von insgesamt maximal € 32.393.700 netto zzgl. anfallender Umsatzsteuer.
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regi-
onen bleibt angespannt. Deutschland verzeichnet einen weiterhin spürbaren Einwoh-
nerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung aus dem europäischen Ausland
zurückzuführen ist. Durch die stetig steigenden Studierendenzahlen verschärft sich
die Situation vor allem in den Universitätsstädten weiter.
GAG PROJEKTENTWICKLUNG GMBH
167
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme
von T€ 526 (Vorjahr: Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von T€ 364) sowie mit
einem positivem EBITDA von T€ 990 (Vorjahr: positives EBITDA von T€ 2.069).
Die Umsatzerlöse stiegen um 13% auf T€ 10.139 (Vorjahr: T€ 8.989). Der wesentli-
che Grund für die gestiegenen Umsatzerlöse ist der höhere ertragswirksam verein-
nahmte Anteil des Betrauungsaktzuschusses von T€ 3.050 (Vorjahr: T€ 1.626). Der
Betrauungsaktzuschuss wird in der Höhe erfolgswirksam eingebucht, die erforderlich
ist, um das Ergebnis aller dem Betrauungsakt zurechenbarer Aufwendungen und Er-
träge auszugleichen. Der Differenzbetrag zum Zuschussbetrag der Stadt Köln in
Höhe von T€ 190 wurde mit den übrigen sonstigen Vermögensgegenständen ver-
rechnet.
Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr um T€ 16.974 auf T€
81.586 (Vorjahr: T€ 64.612) erhöht. Der Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentli-
chen auf das um T€ 16.803 höhere Anlagevermögen bzw. dessen Finanzierung zu-
rückzuführen.
Der Wert des Anlagevermögens stieg im Geschäftsjahr auf T€ 77.609 (Vorjahr: T€
60.806). Den Investitionen von T€ 17.866 standen Abschreibungen von T€ 1.058 ge-
genüber.
Die Verbindlichkeiten betragen T€ 64.173 (Vorjahr. T€ 48.552). Der Anstieg resultiert
im Wesentlichen aus den auf T€ 49.167 (Vorjahr: T€ 35.336) gestiegenen Verbind-
lichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG
AG abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesent-
lichen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind. Al-
lerdings wird die Gesellschaft auch in den Folgejahren auf die Unterstützung durch
die GAG Immobilien AG angewiesen sein.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die Gesellschaft erwartet für 2022 einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von
T€ 772 und es ist ein positives EBITDA von T€ 1.463 geplant. Diese Ergebnisse ba-
sieren im Wesentlichen auf einem Umsatz von T€ 10.825 und Aufwendungen für be-
zogene Lieferungen und Leistungen von T€ 8.937.
GAG SERVICEGESELLSCHAFT MBH
168
GAG SER VICEGESELLSCH AFT MBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 20110
www.gag-koeln.de
Gründungsdatum 18.12.2002
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 25.000 €
Gesellschafter
GAG Immobilien AG 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist es, unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer
und städtebaulicher Zielsetzungen, für die Gesellschaften des GAG Konzerns oder
begleitend zu deren Hauptgeschäft auch für Mieter folgende Aufgaben zu überneh-
men:
a) die Bewirtschaftung sowie die Vermietung und Verpachtung von Grundbesitz und
Immobilienbeständen sowie die Vermittlung von Grundstücksankäufen, Grund-
stücksverkäufen und von grundstücksgleichen Rechten jeder Art;
b) die Baubetreuung, die Errichtung und Veräußerung von Ein- und Mehrfamilien-
häusern, Eigentumswohnungen, Mietwohngebäuden und gewerblichen Bauten
sowie die Erschließung und Parzellierung von Grundstücken
c) der Erwerb, die Errichtung, die Verwaltung und der Betrieb von technischen Anla-
gen und Geräten sowie die Bereitstellung von Ausstattungen und Einrichtungsge-
genständen zur Versorgung mit Wärme, Energie und sonstigen Dienstleistungen;
d) Erbringung und Vermittlung energiewirtschaftlicher Dienstleistungen, insbeson-
dere Energielieferung, Mieterstrom, Energieeffizienzmaßnahmen, Energiespei-
cherbewirtschaftung;
e) die Erbringung von Hausmeister-, Wohnverwaltungs- und sonstigen Dienstleistun-
gen mit eigenem oder fremdem Personal.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Ingo Frömbling
(bis 18.04.2021)
Herr Michael Kempf
(ab 19.04.2021)
Herr Klaus Möhren
GAG SERVICEGESELLSCHAFT MBH
169
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
DOMUS AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum
31.12. 22.238
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 43.647 43.151 47.269
Jahresergebnis (T€) 1.492 1.560 1.561
Eigenkapital (T€) 1.557 13.090 14.417
Bilanzsumme (T€) 26.479 26.271 30.361
Investitionen (T€) 7.940 2.432 4.575
Verbindlichkeiten (T€) 23.612 11.949 14.256
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 7 8 12
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Die GAG SG erbringt im Wesentlichen Dienstleistungen im GAG-Konzern und ist da-
mit in ihrer Geschäftsentwicklung von der Entwicklung des GAG-Konzerns abhängig.
Auf Grund der günstigen Rahmenbedingungen am Wohnungsmarkt in Köln verlief
die Entwicklung des GAG-Konzerns positiv.
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung
von T€ 1.561 (Vorjahr: T€ 1.560) sowie mit einem EBITDA von T€ 3.077 (Vorjahr: T€
2.654).
Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt T€ 47.011 (Vorjahr: T€ 42.686). Sie resultieren
im Wesentlichen mit T€ 26.411 (Vorjahr: T€ 25.070) aus erbrachten Leistungen aus
der Immobilienverwaltung und Hausmeistertätigkeit (Betreuungstätigkeit). Im Ge-
schäftszweig der Gaslieferung wurden nach Abzug der Energiesteuer Umsätze in
Höhe von T€ 7.552 (Vorjahr: T€ 6.642) erwirtschaftet.
GAG SERVICEGESELLSCHAFT MBH
170
Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 15,6% auf T€ 30.361 (Vorjahr: T€
26.271). Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert zum einen aus zum Stichtag ge-
stiegenen noch nicht abgerechneten konzerninternen Dienstleistungen und zum an-
deren auf höheren Investitionen in das Sachanlagevermögen für den Ankauf von
Blockheizkraftwerken und dem Bau von Photovoltaikanlagen, Heizkesseln und Block-
heizkraftwerken.
Die Gesellschafterin GAG AG hat im Berichtsjahr T€ 1.327 in die Kapitalrücklage der
GAG SG eingezahlt.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Unter Berücksichtigung des mit der GAG Immobilien AG, Köln (GAG AG), abge-
schlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die Finanz- und Ver-
mögenslage als geordnet zu bezeichnen. Darüber hinaus ist die Zahlungsfähigkeit
durch die konzernweite Liquiditätssteuerung jederzeit gegeben.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG
AG abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesent-
lichen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Da die Gesellschaft den wesentlichen Teil der ihr entstehenden Aufwendungen im
Rahmen der Konzernumlage an Konzerngesellschaften weiterbelasten kann, ist für
2022 ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von T€ 1.689 sowie ein EBITDA
von T€ 4.003 geplant.
Grundlegende unternehmerische Geschäftsaktivitäten
Die GAG Servicegesellschaft mit beschränkter Haftung (GAG SG) ist zu 100% Toch-
tergesellschaft der GAG Immobilen AG (GAG) und erbringt seit dem Geschäftsjahr
2013 neben Dienstleistungen aus Immobilienverwaltung auch Dienstleistungen aus
Betreuungstätigkeit sowie Hausmeistertätigkeit für den GAG-Konzern. Die Vergütung
erfolgt über die Konzernumlage.
Darüber hinaus sind in der Gesellschaft die Aktivitäten aus den Bereichen Ener-
giemanagement und regenerative Energien gebündelt und sie übernimmt die Gas-,
Wärme- und Stromlieferung für diverse Liegenschaften der konzernverbundenen Un-
ternehmen und deren Mieter.
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die GAG SG erbringt im Wesentlichen Dienstleistungen im GAG-Konzern und ist da-
mit in ihrer Geschäftsentwicklung von der Entwicklung des GAG-Konzerns abhängig.
Auf Grund der günstigen Rahmenbedingungen am Wohnungsmarkt in Köln verlief
die Entwicklung des GAG-Konzerns positiv.
MIETMANAGEMENTGESELLSCHAFT DER GAG MBH
171
MIETMAN AGEM ENTGESELLSCHAFT DER GAG M BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 20110
www.gag-koeln.de
Gründungsdatum 10.03.2014
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 25.000 €
Gesellschafter
GAG Immobilien AG 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Vermietung, die Verpachtung, die
Verwertung und Verwaltung von eigenen und fremden Grundstücken, grundstücks-
gleichen Rechten und beweglichen Sachen und die Errichtung und Verwaltung von
Baulichkeiten aller Art zum Zweck einer sicheren und sozial verantwortbaren Woh-
nungsversorgung von breiten Schichten der Bevölkerung, ausgenommen sind Tätig-
keiten oder Geschäfte, die in § 34 c der Gewerbeordnung aufgeführt sind. Der Zweck
der Gesellschaft wird vorrangig erfüllt durch die Vermietung und Verpachtung von
Grundstücken und Baulichkeiten, deren Zweck auf eine sichere und sozial verant-
wortbare Wohnungsversorgung von breiten Schichten der Bevölkerung gerichtet ist.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Ingo Frömbling
(ab 01.01.2021, bis 30.06.2021)
Frau Anne Keilholz
(ab 01.07.2021)
Frau Kathrin Möller
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
DOMUS AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
MIETMANAGEMENTGESELLSCHAFT DER GAG MBH
172
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 14.244 14.665 14.815
Jahresergebnis (T€) 2.582 1.651 2.108
Eigenkapital (T€) 15.072 15.072 15.072
Bilanzsumme (T€) 151.910 152.661 153.029
Investitionen (T€) 5.402 5.100 3.220
Verbindlichkeiten (T€) 134.746 133.631 133.933
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Grundlegende unternehmerische Geschäftsaktivitäten
Die Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH (MGAG) mit Sitz in Köln ist 2014
durch Umwandlung der Mietmanagementgesellschaft der GAG GmbH & Co. KG
(MGAG KG) entstanden. Die MGAG ist zu 100% Tochtergesellschaft der GAG Immo-
bilen AG (GAG). Die MGAG ist eine vollkonsolidierte Gesellschaft im GAG-Konzern.
Der Zweck der Gesellschaft wird vorrangig durch die Bewirtschaftung ihrer rund
1.900 Wohnungen erfüllt, wozu sie sich der Dienstleistungen der GAG und der GAG
Servicegesellschaft mit beschränkter Haftung (GAG SG) bedient.
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regi-
onen bleibt angespannt. Deutschland verzeichnet einen weiterhin spürbaren Einwoh-
nerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung aus dem europäischen Ausland
zurückzuführen ist. Durch die stetig steigenden Studierendenzahlen verschärft sich
die Situation vor allem in den Universitätsstädten weiter.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen die Immobilienwirtschaft im Be-
reich der Wohnimmobilien generell und den GAG-Konzern im Besonderen in Bezug
auf die Ertragslage nur in einem geringen Rahmen. Bei den gewerblichen Mietver-
hältnissen ergaben sich dagegen in einigen Teilsegmenten spürbare Auswirkungen,
mit denen auch weiterhin zu rechnen ist.
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung
von T€ 2.108 (Vorjahr: T€ 1.651) sowie mit einem positivem EBITDA von T€ 6.904
(Vorjahr: T€ 7.885).
Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt T€ 14.450 (Vorjahr: T€ 14.138). Sie resultie-
ren aus der Bewirtschaftung von 1.862 freifinanzierten Wohnungen und 67 Gewerbe-
und sonstigen Einheiten. Von dem Wohnungsbestand waren am Bilanzstichtag
18 Wohnungen nicht belegt, davon acht vermietungsbedingt. Die Mietausfälle durch
MIETMANAGEMENTGESELLSCHAFT DER GAG MBH
173
Leerstand, Preisnachlässe und wegen Modernisierungsmaßnahmen beliefen sich auf
T€ 573.
Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um T€ 368 auf T€ 153.029 (Vorjahr:
T€ 152.661). Der Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf das um T€ 344
höhere Anlagevermögen bzw. dessen Finanzierung zurückzuführen.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Unter Berücksichtigung des mit der GAG Immobilien AG, Köln (GAG AG), abge-
schlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ist die Finanz- und Ver-
mögenslage als geordnet zu bezeichnen. Darüber hinaus ist die Zahlungsfähigkeit
durch die konzernweite Liquiditätssteuerung jederzeit gegeben.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG
AG abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesent-
lichen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind.
Die Gesellschaft wird auch in den Folgejahren auf die Unterstützung durch die GAG
AG angewiesen sein.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Für 2022 ist ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von T€ 1.662 sowie ein po-
sitives EBITDA von T€ 6.412 geplant.
GRUND UND BODEN GMBH
174
GRUND UND BOD EN GMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Straße des 17. Juni 4
51103 Köln
Kontakt 0221 20110
www.gag-koeln.de
Gründungsdatum 05.02.1936
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 92.000.000 €
Gesellschafter
GAG Immobilien AG 62,00%
Stadt Köln 38,00%
Tochterunternehmen
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH 25,00%
GAG Projektentwicklung GmbH 10,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Erwerbung, die Veräußerung und die Verwer-
tung von bebauten und unbebauten Grundstücken, die Verwaltung und die Bebau-
ung eigener und fremder Grundstücke.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Ingo Frömbling
(ab 01.01.2021, bis 29.06.2021)
Frau Anne Keilholz
(ab 01.07.2021)
Frau Kathrin Möller
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
DOMUS AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
GRUND UND BODEN GMBH
175
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Gewinnausschüttung (für GJ Vj) 4.463
- Garantiedividende 1.398
- Gewährte Schuldendiensthilfen 76
- Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum
31.12. 134.345
- Gewährte Darlehen zum 31.12. 30.798
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 149.768 152.285 154.280
Jahresergebnis (T€) 17.171 18.962 13.956
Eigenkapital (T€) 139.367 139.367 139.367
Bilanzsumme (T€) 822.238 808.956 806.414
Investitionen (T€) 5.752 11.818 21.473
Verbindlichkeiten (T€) 669.587 656.512 655.187
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Grundlegende unternehmerische Geschäftsaktivitäten
Die Grund und Boden Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Grubo) mit Sitz in Köln
wurde 1936 gegründet. Sie ist zu 62% Tochtergesellschaft der GAG Immobilen AG
(GAG); die Stadt Köln hält die verbleibenden Anteile an der Gesellschaft. Die Grubo
ist eine vollkonsolidierte Gesellschaft im GAG-Konzern. Der Zweck der Gesellschaft
wird vorrangig durch die Bewirtschaftung ihrer rund 18.500 Wohnungen erfüllt, wozu
sie sich der Dienstleistungen der GAG und der GAG Servicegesellschaft mit be-
schränkter Haftung (GAG SG) bedient. Die Grubo bietet den Menschen in Köln preis-
günstigen Wohnraum in hoher Qualität an. Mit gezielten Instandhaltungs-, Moderni-
sierungs- und Neubaumaßnahmen steigert die Gesellschaft die Marktakzeptanz ihrer
Wohnungen. Zum verantwortlichen Handeln gehört eine soziale Unternehmenskultur,
der sich das Unternehmen in besonderem Maße verpflichtet hat.
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Der Wohnungsmarkt in den attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regi-
onen bleibt angespannt. Deutschland verzeichnet einen weiterhin spürbaren Einwoh-
nerzuwachs, der primär auf die Außenzuwanderung aus dem europäischen Ausland
zurückzuführen ist. Durch die stetig steigenden Studierendenzahlen verschärft sich
die Situation vor allem in den Universitätsstädten weiter.
GRUND UND BODEN GMBH
176
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen die Immobilienwirtschaft im Be-
reich der Wohnimmobilien generell und den GAG-Konzern im Besonderen in Bezug
auf die Ertragslage nur in einem geringen Rahmen.
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung
von T€ 11.198 (Vorjahr: T€ 14.499) sowie einem positivem EBITDA von T€ 45.978
(Vorjahr: T€ 52.204).
Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung erhöhten sich um T€ 514 auf T€
145.899 (Vorjahr: T€ 145.385). Die wesentlichen Ursachen waren höhere Sollmieten
aus steigenden Sollmieten im Bestand als auch aus der Neubautätigkeit.
Die Bilanzsumme sank um T€ 2.542 auf T€ 806.414 (Vorjahr: T€ 808.956). Das Anla-
gevermögen verminderte sich um T€ 2.900 auf T€ 761.183 (Vorjahr: T€ 764.083).
Den Zugängen in Höhe von T€ 21.473 standen insbesondere Abschreibungen von
T€ 24.354 gegenüber. Die Zugänge resultierten im Wesentlichen aus Investitionen
für Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Als Vermieter unterliegt der GAG-Konzern auch einem Mietausfallrisiko. Hauptursa-
che für rückständige und ausbleibende Mietzahlungen durch die Mieter sind wach-
sende Verschuldung, Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme. Durch die enge Betreu-
ung der Mieter in den Kundencentern und durch die Abteilung Forderungsmanage-
ment wird gewährleistet, dass problematische Mietverhältnisse schneller erkannt und
entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Die größten Chancen sieht der GAG-Konzern im Standortfaktor sowie in dem in über
100 Jahren gewonnenen Vertrauen der Mieterschaft und in den Kölner Einwohnern
und zukünftig noch stärker den Neu-Kölnern. Hier werden an dem hervorragenden
Standort Köln, der nach den gängigen Bevölkerungsprognosen langfristig stabile
Nachfragepotenziale bereithält, wohnungswirtschaftliche Produkte und Dienstleistun-
gen ihre Abnehmer finden, wenn diese ökologisch, sozial und ökonomisch ausgewo-
gen sind.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter Berücksichtigung des mit der GAG
abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags keine wesentli-
chen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, absehbar sind.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Für 2022 sind ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von T€ 2.919 sowie ein
EBITDA von T€ 35.213 geplant. Diese Ergebnisse basieren im Wesentlichen auf ei-
nem Umsatz von T€ 147.608 und Aufwendungen für Lieferungen und Leistungen von
T€ 103.506.
MODERNES KÖLN GESELLSCHAFT FÜR STADTENTWICKLUNG MBH
177
MODERN ES KÖLN GESELLSC HAFT FÜR STADT ENT WIC KLUN G M BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Brückenstraße 17
50667 Köln
Kontakt 0221 2059401
www.modernestadt.de
Gründungsdatum 22.06.1971
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 2.100.000 €
Gesellschafter
Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und
der Gemeindeentwicklung mbH
41,00%
Grund und Boden GmbH 25,00%
Stadtwerke Köln GmbH 25,00%
Sparkasse KölnBonn 9,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist es, insbesondere im Rahmen städtebau-
licher Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen im Bereich der Stadt Köln, im eige-
nen Namen für eigene oder fremde Rechnung Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte zu erwerben, zu bebauen und zu verwerten sowie alle Aufgaben der Baube-
treuung zu übernehmen.
Die Gesellschaft ist auch berechtigt, die Aufgaben eines Sanierungs- oder Entwick-
lungsträgers zu übernehmen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Andreas Röhrig
Herr Thomas Scheitza
MODERNES KÖLN GESELLSCHAFT FÜR STADTENTWICKLUNG MBH
178
Aufsichtsrat
Herr Rainer Virnich
Vorsitzende*r
Herr Dr. Dieter Steinkamp
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Martin Börschel
Herr Ingo Frömbling
(bis 10.06.2021)
Frau Stefanie Haaks
Frau Anne Keilholz
(ab 11.06.2021)
Frau Christiane Martin (MdR)
Herr Klaus Möhren
Frau Kathrin Möller
Frau Viola Recktenwald (MdR)
Frau Monika Roß-Belkner (MdR)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 6 5 101
Jahresergebnis (T€) -143 -137 -143
Eigenkapital (T€) 3.117 2.980 2.837
Bilanzsumme (T€) 3.281 3.019 2.900
Investitionen (T€) 0 0 0
Verbindlichkeiten (T€) 75 5 27
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Tätigkeitsschwerpunkte der Gesellschaft lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr
2021 in der Fortführung der Gesellschaft unter Kostenoptimierungsgrundsätzen. Im
Geschäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft eine Machbarkeitsstudie für ein Gewerbe-
grundstück am Butzweilerhof in Köln-Ossendorf beauftragt. Im Ergebnis sieht diese
Studie eine gewerbliche Bebauung mit rund 24.650 qm Mietfläche und rund 315
Stellplätzen in einer Tiefgarage vor. Über einen Ankauf des Grundstücks soll in 2022
entschieden werden.
Ertragslage
Das negative Jahresergebnis 2021 der Gesellschaft resultiert im Wesentlichen aus
angefallenen persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten. Ohne Anschlusspro-
MODERNES KÖLN GESELLSCHAFT FÜR STADTENTWICKLUNG MBH
179
jekte wird auch für das Geschäftsjahr 2022 ein negatives Ergebnis in Höhe der Ver-
waltungskosten erwartet. Der derzeitige operative Planungshorizont endet im Ge-
schäftsjahr 2024.
Finanzlage
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Ohne gewinnbrin-
gende Anschlussprojekte wird die Finanzlage der Folgeperioden im Wesentlichen
durch die Höhe der persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten belastet.
Vermögenslage
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Inwieweit die in Vorjahren gebil-
dete Kapitalrücklage der Gesellschaft auch künftig zur Verfügung steht, wird von den
Gesellschaftern bestimmt.
Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung
Die Anfang des Geschäftsjahres 2021 beauftragte Machbarkeitsstudie zum Ankauf
und zur Entwicklung eines Gewerbegrundstücks am Butzweilerhof in Köln-Ossendorf
sieht die Bebauung des Grundstücks mit rund 24.650 qm Mietfläche sowie rund 315
Stellplätzen vor und weist ein positives Projektergebnis für die Gesellschaft aus. Un-
ter den Voraussetzungen, dass das Grundstück zu den geplanten Konditionen erwor-
ben werden kann, wird dessen Erwerb durch die Gesellschaft beabsichtigt. Über den
finalen Ankauf werden die Gesellschafter im zweiten Quartal 2022 entscheiden.
Sollte das Grundstück erworben und das Projekt entwickelt werden, erhöht sich die
jährliche Vergütung gemäß Geschäftsbesorgungsvertrag und führt kurz- bis mittelfris-
tig zu höheren Verwaltungskosten. Sofern die höheren Kosten aus dem Geschäfts-
besorgungsvertrag dem geplanten Projekt zugerechnet werden können, werden
diese als Projektkosten aktiviert werden können. Mit der Chance eines gewinnbrin-
genden Verkaufs des Projektes einher gehen Risiken im Zusammenhang mit über
der Planung liegenden Anschaffungs- und Herstellkosten bzw. unter den Erwartun-
gen liegenden Verkaufserlösen. Ob weitere laufende Akquisitionsbemühungen zum
Erwerb bebauungsfähiger Grundstücke führen werden, bleibt abzuwarten. Bis dahin
soll der Geschäftsbetrieb unter Kostenoptimierungsgrundsätzen fortgeführt werden.
Das implementierte Risikomanagementsystem berücksichtigt das wirtschaftliche und
rechtliche Umfeld der Gesellschaft und begegnet den immanenten Risiken der jewei-
ligen Leistungsbereiche. Insbesondere bei teilweise auf Vorrat errichteten Bauträger-
maßnahmen wird den Analysen zum Projektstandort, den Kosten- und Erfolgsannah-
men sowie den einzusetzenden Finanzierungsmitteln erhebliche Bedeutung beige-
messen. Bei der Auswahl der bei der Projektierung und Umsetzung Beteiligten wird
auf erfahrene und leistungsfähige Vertragspartner zurückgegriffen.
Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein negatives Jahresergebnis erwartet, das im We-
sentlichen aus den anfallenden persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten re-
MODERNES KÖLN GESELLSCHAFT FÜR STADTENTWICKLUNG MBH
180
sultiert. Ohne Anschlussprojekte ist auch für die Folgeperioden mit negativen Jahres-
ergebnissen zu rechnen, deren Höhe von den anfallenden persönlichen und sächli-
chen Verwaltungskosten bestimmt wird. Die künftige Entwicklung der Gesellschaft
wird sich auch an der weiteren Zusammensetzung des Gesellschafterkreises orien-
tieren.
GWG WOHNUNGSGESELLSCHAFT MBH RHEIN-ERFT
181
GWG WOHNUNGSGESELLSCHAFT MBH RHEIN- ERFT
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Kölnstr. 16
50354 Hürth
Kontakt 02233 71950
www.gwg-rhein-erft.de
Gründungsdatum 30.09.1940
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 5.000.000 €
Gesellschafter
Stadtwerke Wesseling GmbH 25,30%
Zweckverband für die Kreissparkasse Köln 19,99%
Stadtwerke Hürth AöR 16,68%
Stadt Frechen 16,54%
Kreissparkasse Köln 10,00%
Stadt Pulheim 6,03%
Stadt Köln 5,46%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare
Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölkerung (gemeinnütziger
Zweck). Die Gesellschaft errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet Bauten in al-
len Rechts- und Nutzungsformen, darunter Eigenheime und Eigentumswohnungen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Achim Leirich
Aufsichtsrat
Herr Benno Wendeler
Vorsitzende*r
Herr Erwin Esser
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Dirk Breuer
Frau Martina Engels-Bremer
(bis 23.03.2021)
Herr Elmar Gillet
(ab 25.03.2021)
Herr Frank Keppeler
Frau Rita Markus-Schmitz
Herr Hans Schwanitz (MdR)
Frau Susanne Stupp
GWG WOHNUNGSGESELLSCHAFT MBH RHEIN-ERFT
182
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Gewinnausschüttung (brutto, vor Abzug von Steuern) 5
- Konzessionsabgaben 0
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 24.390 25.270 26.449
Jahresergebnis (T€) 3.195 1.182 3.225
Eigenkapital (T€) 57.340 54.775 57.900
Bilanzsumme (T€) 185.290 216.622 246.066
Investitionen (T€) 24.266 26.697 36.787
Verbindlichkeiten (T€) 122.489 155.120 180.920
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 67 76 59
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Der Wohnungsmarkt hat sich in 2021 – in Bezug auf die Corona- Pandemie - weitest-
gehend normalisiert. Die Fluktuation hat leicht zugenommen ist aber immer noch auf
einem eher niedrigen Niveau. Aufgrund der hohen Nachfragesituation in Köln sowie
dem angrenzenden Rhein-Erft-Kreis bleibt der Wohnungsmarkt in der Metropolregion
angespannt. Insbesondere beim Teilsegment des geförderten Wohnungsbaus sehen
wir eine Verschärfung der Situation. Auch durch Neubauten in diesem Segment kön-
nen die aus der Bindung fallenden Wohnungen kaum aufgefangen werden. Des Wei-
teren werden durch die steigenden Baukosten die Neubauprojekte weniger werden,
was letztlich wieder zu einer höheren Nachfrage auf dem Mietwohnungsmarkt führen
wird.
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2021 entwickelte sich sehr positiv und schließt mit einem Jahres-
überschuss in Höhe von 3.225 T€ ab (Vorjahr 1.182 T€). Das gute Ergebnis, erwirt-
schaftet von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wird überwiegend aus der Haus-
bewirtschaftung getragen. Es liegt vor Steuern mit 4.330 T€ nochmals über dem sehr
GWG WOHNUNGSGESELLSCHAFT MBH RHEIN-ERFT
183
guten Ergebnis des Jahres 2020 in Höhe von 4.259 T€. Die Anzahl der Leerstände
aufgrund von Vermietungsproblemen oder geringer Nachfrage belief sich auf 4 Woh-
nungen (Vorjahr 16). Dies entspricht einer Quote von 0,13 % (Vorjahr 0,52 %).
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Als traditionsreiches Unternehmen mit einem sehr heterogenen Bestand sieht die
Geschäftsführung auch zukünftig Chancen die Gesellschaft weiterzuentwickeln. Die
Standorte, die schwerpunktmäßig von der GWG Rhein-Erft bewirtschaftet werden,
sind strukturell stark und daher wird auch weiterhin eine hohe Nachfrage erwartet.
Kritisch ist die Entwicklung der Baukosten zu betrachten. Diese Anstiege werden
Auswirkungen haben in den Bereichen Instandhaltung, Modernisierung und Neubau.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die GWG Rhein-Erft geht davon aus, dass aufgrund der steigenden Anzahl von mo-
dernisierten Wohneinheiten, der hohen Neubautätigkeit, der Anpassung der Grund-
mieten für das Geschäftsjahr 2022 und der Finanzierung zusätzlicher Neubaukosten
ein Jahresüberschuss in Höhe von 5.132 T€ erzielt werden wird.
EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN
184
EE GEBÄUDEWIRT SCH AFT D ER STADT KÖLN
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Triangle, Ottoplatz 1
50679 Köln
Kontakt 0221 22120100
www.stadt-koeln.de
Gründungsdatum 01.01.1997
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 1.000.000 €
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Zweck des Betriebes ist es, die Dienstleistungsbedarfe der Fachdienststellen im Be-
reich der Bereitstellung, Verwaltung und Entwicklung der für die Verwaltung für ihre
Dienstleistungen und Aufgaben benötigten Gebäude zu erfüllen. Dazu gehören die
Bereitstellung der benötigten Immobilien
Werterhaltende Objektverwaltung (insb. Bauunterhalt, Sanierung, Umbau,
Ausbau und Modernisierung, Jahresplanung, Einheitlicher Ansprechpartner)
Erfüllung der Objektverantwortung (insb. Wahrnehmung der Eigentümerpflich-
ten im Interesse der auftraggebenden Fachdienststellen, Betreiberverantwor-
tung, verantwortliche Baubetreuung)
Objektservice, Unterstützung bei der Planung und Bauausführung.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Betriebsleitung
Herr Markus Greitemann (Bg)
Erste*r Betriebsleiter*in
Frau Petra Rinnenburger
Technische*r Betriebsleiter*in
Herr Wolfgang Behrisch
Kaufmännische*r Betriebsleiter*in
EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN
185
Betriebsausschuss
Frau Stefanie Ruffen (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Jürgen Kircher (MdR)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Bärbel Hölzing (MdR)
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Denise Abé (MdR)
Frau Claudia Brock-Storms (MdR)
Herr Gerhard Brust
Frau Anna-Maria Henk-Hollstein
(MdR)
Herr Heiner Kockerbeck (MdR)
Frau Erika Oedingen (MdR)
Frau Monika Roß-Belkner (MdR)
Herr Robert Schallehn (MdR)
Herr Ralf Schmidt
Frau Ira Sommer (MdR)
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Bauerneuerungsrücklage 2.573
- Ergebnisausgleich 13.611
- Energiepauschale 1.200
EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN
186
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 1.882.425 2.120.077 2.391.297
Immaterielle Vermögensgegenstände 394 432 332
Sachanlagen 1.840.853 2.078.384 2.350.067
Finanzanlagen 41.178 41.261 40.897
Umlaufvermögen 108.318 155.676 108.886
Vorräte 73.948 65.468 73.424
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 27.758 64.757 34.079
Kasse, Bankguthaben, Schecks 6.612 25.451 1.383
Rechnungsabgrenzungsposten 521 530 577
Bilanzsumme 1.991.264 2.276.283 2.500.760
Passiva
Eigenkapital 181.443 182.731 183.572
Gezeichnetes Kapital 1.000 1.000 1.000
Kapitalrücklage 111.265 112.553 113.394
Gewinnrücklagen 66.605 69.178 69.178
Jahresergebnis 2.573 0 0
Sonderposten 360.964 494.128 491.588
Rückstellungen 105.068 103.984 108.016
Verbindlichkeiten 1.343.308 1.495.005 1.717.152
Rechnungsabgrenzungsposten 481 435 433
Bilanzsumme 1.991.264 2.276.283 2.500.760
EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN
187
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 320.237 341.377 357.527
Bestandsveränderungen 8.440 -8.424 7.958
Andere aktivierte Eigenleistungen 4.145 2.921 2.277
Sonstige betriebliche Erträge 12.925 31.082 17.364
Gesamtleistung 345.747 366.956 385.126
Materialaufwand 237.215 255.700 272.492
Personalaufwand 44.347 46.505 48.213
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.177 14.391 15.911
EBITDA 51.008 50.360 48.510
Abschreibungen 22.575 24.564 25.887
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 2.187 2.109 1.746
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145 75 273
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28.191 27.977 24.640
Steuern vom Einkommen und Ertrag 1 3 2
Jahresergebnis 2.573 0 0
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 94,5 93,1 95,6
Abschreibungsquote (in %) 1,2 1,2 1,1
Investitionen (T€) 217.044 274.250 311.100
Investitionsquote (in %) 11,5 12,9 13,0
Eigenkapitalquote (in %) 9,1 8,0 7,3
Pensionsrückstellungen (T€) 327 363 331
Kreditverbindlichkeiten (T€) 1.130.188 1.319.330 1.538.591
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 1,5 1,2 1,0
EBIT (T€) 28.433 25.796 22.623
EBITDA (T€) 51.008 50.360 48.510
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 663 708 705
EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN
188
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Gebäudewirtschaft bewegt sich in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen und
betrieblichen Umfeld:
Die prognostizierte demographische Entwicklung und die hieraus entwickelte
Schulentwicklungsplanung sorgen perspektivisch für einen anhaltend hohen
Bedarf an zusätzlich zu schaffenden Schulplätzen. Darüber hinaus besteht u.
a. das zwingende Erfordernis, vorhandene Schulplätze durch Generalinstand-
setzungen oder Neubauten der Gebäudewirtschaft zu sichern, Interimslösun-
gen durch dauerhafte zu ersetzen und die baulichen Voraussetzungen für ein
erweitertes Ganztagsangebot zu schaffen.
Die unverändert starke Nachfrage nach Bauleistungen und die hohe Auslas-
tung der Bauwirtschaft treffen auf einen Materialengpass u. a. bei Holz-, Stahl-
und Dämmstoffen. Die Materialknappheit führt zu Lieferengpässen und treibt
die Rohstoff- bzw. Baupreise zusätzlich in die Höhe. Weitere Verwerfungen
ergaben sich u.a. aus der Flutkatastrophe im Juli 2021 und den gravierenden
Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes auf die Energiepreise.
Geschäftsverlauf
Die Betriebsleitung ist angesichts der Vielzahl der zu bewältigenden Widrigkeiten mit
dem Geschäftsverlauf zufrieden.
Immobilienbestand und bewirtschaftete Fläche: Während sich die Anzahl der
eigenen und angemieteten Objekte gegenüber dem Vorjahr um ein Objekt auf
500 reduziert hat, ist die bewirtschaftete Flächen um rd. 81.000 qm auf insge-
samt 2,37 Mio. qm angestiegen.
Instandhaltungsaufwendungen: Geplanten Instandhaltungsaufwendungen von
EUR 81,5 Mio. stehen in 2021 tatsächliche Instandhaltungsaufwendungen von
EUR 93,1 Mio. gegenüber.
Bauinvestitionen: Von den für 2021 geplanten Bauinvestitionen (EUR 398,9
Mio.) konnten im Wirtschaftsjahr Maßnahmen (incl. Beschaffung von Contai-
nern) in einem Umfang von EUR 308,6 Mio. realisiert werden.
Priorisierende Schulbaumaßnahmenliste: Mit Sachstand vom 31.12.2021 be-
finden sich von den insgesamt 184 Schulbaumaßnahmen 75 Projekte in Bear-
beitung / Umsetzung.
2. Maßnahmenpaket Schulen: Das Bauprogramm umfasst rd. 50 Neubau-, Er-
weiterungs- und/oder umfassende Sanierungsarbeiten an 20 Schulstandorten
im ganzen Stadtgebiet. Seit Projektbeginn sind an den Standorten umfangrei-
che Grundlagenermittlungen und Machbarkeitsstudien erfolgt. Auf dieser
Grundlage konnten Entscheidungen zur konkreten Projektumsetzung getroffen
werden (u.a. Neubau vs. Sanierung).
EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN
189
Modulbauten: Auf der Grundlage der in 2020 verabschiedeten Modulbaurah-
men-vereinbarung mit mehreren Totalunternehmern konnten insgesamt 20
Maßnahmen an 12 Standorten projektiert werden. In 2021 wurden Container-
anlagen an fünf Schulstandorten fertiggestellt.
Strategisches Büroflächenmanagement: Das gemeinsam mit dem zentralen
Raummanagement der Stadt verfolgte Projekt Strategisches Raumflächenma-
nagement“ hat das Ziel, eine effiziente Nutzung von Büroflächen zu reduzier-
ten Kosten und einer verminderten CO2_Emission zu erreichen.
Investorenverfahren / Anmietprojekte: Im Rahmen von Investorenverfahren
werden Grundstückseigentümer*innen gesucht, die auf eigenem Grundstück
Schulen bzw. Sporthallen entrichten. Dem Ziel der Schaffung von Schulplät-
zen dient auch die Anmietung vorhandener Gebäude, die zu Schulen umge-
baut werden. Diese beiden jüngeren Instrumente im Schulbereich werden ab
2022 ff. Wirkung nach außen entfalten.
Personalsituation: Zum 31.12.2021 sind rd. 100 Stellen vakant und zu beset-
zen.
Die Bilanzsumme zum 31.12.2021 beläuft sich auf knapp EUR 2,5 Mrd. Das
Grund-vermögen macht hiervon rd. 92,5 % aus. Die Eigenkapitalquote beträgt
unter Einbe-ziehung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse 27,0 %.
Das Ergebnis im Vermietungssegment beläuft sich auf EUR – 9,31 Mio. Im
Service-segment beträgt die Unterdeckung EUR 4,30 Mio. Im Saldo ergibt
sich ein Ergebnis-ausgleich zulasten der Kernverwaltung von EUR 13,6 Mio.
Nach Ergebnisausgleich verbleibt ein Jahresergebnis von EUR 0,0.
Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der Zufluss aus der
Finanzierungstätigkeit reichten zur Finanzierung der Investitionstätigkeit nicht
aus. Im Ergebnis haben sich die liquiden Mittel um EUR 77,7 Mio. vermindert.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die Gebäudewirtschaft diversen finanziellen
und sonstigen Risiken ausgesetzt:
Die Notwendigkeit zur Fremdfinanzierung der künftigen Investitionen führt zu
einer zunehmenden Verschuldung und einer ansteigenden Zinsbelastung.
Diese Entwicklung wird durch tendenziell steigende Zinssätze weiter verstärkt.
Die marktbedingten Herausforderungen bei der Personalgewinnung werden
durch Vorgaben im Öffentlichen Dienst und restriktive innerstädtische Rege-
lungen bei der Bewertung von Stellen noch intensiviert.
Die starke Nachfrage nach Bauleistungen und die hohe Auslastung der Bau-
wirtschaft treiben die Baupreise und sind mit hohen Terminrisiken verbunden.
Der Fortgang einzelner Projekte wird in steigendem Maße zudem durch Kapa-
zitätsengpässe bei innerstädtischen Schnittstellenämtern limitiert.
EE GEBÄUDEWIRTSCHAFT DER STADT KÖLN
190
Erwartete Entwicklung
Aufgrund der angespannten Flächenbedarfssituation und der prognostizierten demo-
graphischen Entwicklung geht die Betriebsleitung für die kommenden Wirtschafts-
jahre unverändert von einer hohen Investitionstätigkeit und einem in der Folge stetig
steigenden Umsatzwachstum im Vermietungssegment aus. Mit einem jährlichen Vo-
lumen von EUR 400 Mio. dürfte angesichts der Herausforderungen bei der Personal-
gewinnung eine Investitionsgrenze erreicht sein. Flankierend zur Gebäudewirtschaft
soll die neu gegründete Schulbaugesellschaft für Entlastung sorgen. Die Vielzahl der
anstehenden Serviceprojekte wird auch im Servicesegment der GW zu nachhaltig
steigenden Umsätzen führen.
Die voraussichtliche Entwicklung der nächsten Jahre wird verhalten optimistisch ein-
geschätzt. Zwar ist von nachhaltig steigenden Baukosten, Mieten und Nebenkosten
auszugehen. Zudem besteht aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen eine er-
höhte Gefahr von Plan-/Ist-Abweichungen. Auf der anderen Seite werden betriebliche
Prozesse sukzessive verbessert und bestehende Optimierungspotentiale genutzt. Im
Ergebnis sind keine Risiken erkennbar, denen nicht entgegengewirkt werden kann.
SPEZIELLER TEIL
191
4. Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung
MEDIENGRÜNDERZENTRUM NRW MGZ GMBH
192
MEDIEN GRÜND ERZENTRUM NR W MGZ GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Schanzenstraße 28
51063 Köln
Kontakt 0221- 6110748
www.mediengruenderzentru
m.de
Gründungsdatum 10.06.2006
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 36.450 €
Gesellschafter
Filmstiftung Nordrhein-Westfalen GmbH 74,90%
Stadt Köln 25,10%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Zur Förderung des Medienstandortes Nordrhein-Westfalen bietet die Gesellschaft
Unternehmensgründer*innen und jungen Unternehmen preisgünstige und anforde-
rungsgerechte Betriebsräume, Service-Einrichtungen und ein Zentrums-Management
an. Im Mittelpunkt der Förderung stehen insbesondere die Absolventen der Medien-
hochschulen.
Die Leistungen des Zentrums-Managements liegen in erster Linie in einer betriebs-
wirtschaftlichen Beratung der im Zentrum ansässigen Unternehmen, sowie in der
Vermittlung von Kontakten zu anderen Unternehmen und Institutionen der Medien-
branche. Der gemeinsame Standort soll weiterhin Absatzchancen erschließen und
verbessern sowie wirtschaftliche Kontakte innerhalb des Zentrums fördern.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Joachim Ortmanns
(bis 31.01.2021)
Herr Rainer Weiland
(ab 01.02.2021)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
MEDIENGRÜNDERZENTRUM NRW MGZ GMBH
193
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 586 773 749
Jahresergebnis (T€) 0 136 0
Eigenkapital (T€) 36 173 173
Bilanzsumme (T€) 194 326 277
Investitionen (T€) 17 7 7
Verbindlichkeiten (T€) 28 23 58
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 3 4 6
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2021
Das Mediengründerzentrum NRW hat sein Förderprogramm im Jahr 2021 unter der
neuen Geschäftsführung erfolgreich fortgeführt und weiter ausgebaut. Die Pro-
grammteile „MGZintro“ – für Gründungsinteressierte – und „MGZplus“ - für Alumni –
wurden weitervertieft. Neu eingeführt wurde das Programm Sheroes – Gründerinnen
in der Medienbranche“. Auch wenn das gesamte Programmangebot des Medien-
gründerzentrums durch die Corona-Pandemie weiter beeinträchtigt war, konnte ein
sehr guter Programmerfolg erzielt werden. Mit dem Sheroes-Programm und mit der
15-Jahres-Kampagne wurden neue und relevante Zielgruppen erschlossen, die
Sichtbarkeit und Bekanntheit des Mediengründerzentrum NRW in der Branche wur-
den deutlich erhöht. Alle Stipendiat:innen sind mit ihren Projekten und Produktionen
– trotz der pandemie-bedingten Einschränkungen – erfolgreich im Medienmarkt aktiv.
Wirtschaftlich war der Geschäftsverlauf durch die Einhaltung der finanziellen Zusa-
gen der betriebsmittelgebenden Gesellschafter (film- und Medienstiftung NRW
GmbH, Stadt Köln) und der projektmittelgebenden Förderung durch das Land NRW
gesichert.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die Chancen der Einrichtung liegen in ihrem besonderen Charakter, da es nach wie
vor keine vergleichbare Institution in Deutschland gibt. Risiken bestehen in der jewei-
ligen Begrenzung der Finanzierungszusagen der beteiligten Gesellschafter.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Das Mediengründerzentrum wird seine Programmerweiterung (MGZintro, MGZplus
und Sheroes) in den Folgejahren fortsetzen und vertiefen. Insbesondere soll die
Alumni-Arbeit weiter verstärkt werden.
KOELNMESSE GMBH
194
KOELNM ESSE GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Messeplatz 1
50679 Köln
Kontakt 0221 821-0
www.koelnmesse.de
Gründungsdatum 01.04.1922
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 51.200.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 79,075%
Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein-
Westfalen mbH
20,000%
Industrie- und Handelskammer zu Köln 0,725%
Handelsverband Nordrhein-Westfalen Aachen-Düren-Köln e.V. 0,075%
WIGADI Köln-Aachen-Bonn e.V. 0,075%
Handwerkskammer zu Köln 0,050%
Tochterunternehmen
Koelncongress GmbH 100,00%
Koelnmesse Co. Ltd. 100,00%
Koelnmesse Co. Ltd. 100,00%
Koelnmesse Inc. 100,00%
Koelnmesse Ltd. 100,00%
Koelnmesse Organizacao de Feiras Ltda. 100,00%
Koelnmesse Pte. Ltd. 100,00%
Koelnmesse S.r.l. 100,00%
Koelnmesse SAS 100,00%
Koelnmesse YA Tradefair Private Ltd. 75,00%
Koelmesse Co., Ltd.
(bis 15.03.2021)
50,00%
Koeln Parma Exhibitions S.r.l. 50,00%
Expolink Global Network Ltd. 49,17%
KölnKongress Gastronomie GmbH 49,00%
KOELNMESSE GMBH
195
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, Organisation und Durchführung von
Messen und Ausstellungen und anderer Veranstaltungen zur Förderung von Indust-
rie, Handel und Handwerk im In- und Ausland. Daneben vermarktet und betreibt die
Gesellschaft im eigenen Besitz befindliche Veranstaltungsobjekte, deren Nutzung
sich am Interesse aller Bevölkerungskreise orientiert, ggf. auch durch ihre Tochterge-
sellschaften.
Zu den Aufgaben der Gesellschaft gehört die Erledigung aller mit dem Gegenstand
des Unternehmens zusammenhängenden und seinen Belangen dienenden Ge-
schäfte, vornehmlich auch die Unterhaltung von Messe- und Ausstellungshallen mit
den zugehörigen Anlagen und Einrichtungen sowie die Erweiterung und der Neubau
solcher Gebäude und Einrichtungen.
Darüber hinaus unterstützt die Gesellschaft eine Stiftung mit dem Ziel der Förderung
von Wissenschaft und Forschung des Messewesens, der Messewirtschaft und der
Distributionsforschung sowie der Förderung von Universitätseinrichtungen im Bereich
Messewesen/Messewirtschaft und Distributionsforschung einschließlich der Vergabe
von Stipendien für Studenten und die Auszeichnung von wissenschaftlichen Arbeiten.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Gerald Böse
Herr Oliver Frese
Herr Herbert Marner
Aufsichtsrat
Frau Henriette Reker (OB)
Vorsitzende*r
Herr Manfred Richter (MdR)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Alexander Stary
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Eva Bruch
Frau Pia D'Hondt
Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger
(MdR)
Herr Olivier Fuchs
Frau Dr. Nicole Grünewald
Herr Volker Görzel (MdR)
Herr Dr. Michael Henze
Herr Christian Joisten (MdR)
Frau Derya Karadag (MdR)
Frau Corinna Mülstegen
Herr Dr. Patrick Opdenhövel
Frau Petra Opgenoorth
Herr Bernd Petelkau (MdR)
Herr Ingo Riedeberger
Herr Matthias Schlüter
Herr Fabian Ströter
Herr Torsten Weil
Frau Brigitta von Bülow (MdR)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Die Gesellschafterversammlung hat am 19.11.2015 einen Koelnmesse-eigenen
PCGK verabschiedet.
KOELNMESSE GMBH
196
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Finanzmittelabfluss aus Liquiditätsverbund mit Stadt Köln 12.000
- Bürgschaften 96.000
- Kapitalzuführungen 96.000
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 242.497 325.780 333.558
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.299 1.725 1.880
Sachanlagen 221.395 308.457 316.080
Finanzanlagen 16.803 15.598 15.598
Umlaufvermögen 110.822 26.781 53.253
Vorräte 175 165 136
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 33.097 16.256 36.114
Wertpapiere 9.925 0 0
Kasse, Bankguthaben, Schecks 67.626 10.360 17.003
Rechnungsabgrenzungsposten 361 666 562
Bilanzsumme 353.680 353.227 387.373
Passiva
Eigenkapital 246.167 147.559 191.354
Gezeichnetes Kapital 51.200 51.200 51.200
Kapitalrücklage 42.038 42.038 162.038
Gewinnrücklagen 67.310 54.321 54.321
Bilanzergebnis 85.619 0 -76.205
Rückstellungen 49.871 64.646 45.659
Verbindlichkeiten 56.061 139.007 148.713
Rechnungsabgrenzungsposten 1.581 2.014 1.646
Bilanzsumme 353.680 353.227 387.373
KOELNMESSE GMBH
197
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 350.098 75.422 98.680
Sonstige betriebliche Erträge 4.134 9.892 20.605
Gesamtleistung 354.232 85.313 119.284
Materialaufwand 217.839 93.178 97.191
Personalaufwand 52.848 43.626 46.874
Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.102 25.221 30.239
EBITDA 47.443 -76.711 -55.020
Abschreibungen 19.755 19.019 23.299
Erträge aus Beteiligungen 19.539 7.100 0
Erträge aus Gewinnabführung 10.197 0 4.137
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 4.495 0
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 59 56 67
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 222 50 14
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 3.540 4.375 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 694 983 1.435
Steuern vom Einkommen und Ertrag 13.339 -1.040 -620
Sonstige Steuern 1.358 1.271 1.290
Jahresergebnis 38.773 -98.608 -76.205
Entnahmen aus Rücklagen 0 12.989 0
Gewinnvortrag / Verlustvortrag VJ 46.846 85.619 0
Bilanzergebnis 85.619 0 -76.205
KOELNMESSE GMBH
198
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 68,6 92,2 86,1
Abschreibungsquote (in %) 8,8 6,1 7,3
Investitionen (T€) 70.290 106.908 33.293
Investitionsquote (in %) 29,0 32,8 10,0
Eigenkapitalquote (in %) 69,6 41,8 49,4
Pensionsrückstellungen (T€) 6.537 6.601 6.593
Kreditverbindlichkeiten (T€) 0 120.000 120.000
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 11,2 -27,6 -19,3
EBIT (T€) 27.688 -95.730 -78.319
EBITDA (T€) 47.443 -76.711 -55.020
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 689 676 651
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Geschäftstätigkeit der Koelnmesse umfasst die Planung, Organisation und
Durchführung von Messen, Ausstellungen und Events in Köln und in den wichtigsten
Märkten weltweit sowie die Durchführung von Gastveranstaltungen in Köln. Die
Koelnmesse ist mit einem Gesamtprogramm, an dem über 54.500 ausstellende Un-
ternehmen aus 122 Ländern und rund 3 Millionen Besucher aus 224 Nationen teil-
nehmen, einer der größten internationalen Messeveranstalter weltweit. 284.000 m²
Hallen- sowie 100.000 m² Außenfläche stehen für Veranstaltungen aller Art zur Verfü-
gung. Der Konzern besteht aus der Koelnmesse GmbH mit 10 vollkonsolidierten aus-
ländischen und zwei inländischen Tochtergesellschaften sowie einer 50-prozentigen
Beteiligung in Italien. Insgesamt 966 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren 2021 im
Durchschnitt beim Koelnmesse-Konzern beschäftigt, davon 651 bei der Koelnmesse
GmbH. Das Unternehmen fördert Märkte durch die Zusammenführung von Angebot
und Nachfrage über Messe-, Kongress- und Online-Plattformen. Gleichzeitig profitie-
ren Stadt und Region in hohem Maße von der Koelnmesse. Jährlich generieren die
Ausgaben der Messeteilnehmer im Durchschnitt bundesweit mehr als 2 Mrd. € Um-
satz. Das Messegeschäft sichert bundesweit über 18.500 Vollzeit-Arbeitsplätze in
Handel, Handwerk, Transport, Logistik, Hotellerie und Gaststättengewerbe.
Die Koelnmesse wird ihre Unternehmensstrategie „Course IOI“ für die kommenden
Jahre neu ausrichten. Die Pflege und Erweiterung des Veranstaltungsportfolios, ein
konsequenter Ausbau digitaler Produktangebote und hybrider Veranstaltungen sowie
die zusätzliche Intensivierung unserer Internationalisierung werden wesentliche
KOELNMESSE GMBH
199
Schwerpunkte sein. Das Investitionsprogramm Koelnmesse 3.0 ist Grundlage für die
Geschäftsfähigkeit der Koelnmesse, sie will bis 2034 das attraktivste innerstädtische
Messegelände der Welt erschaffen. Die Koelnmesse investiert in einem 10-Jahres-
Zeitraum einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in die Digitalisierung. Erklärtes
Ziel ist es, dauerhaft zur internationalen Spitzengruppe der Digitalisierung innerhalb
der Messebranche zu gehören.Um die digitale Produktentwicklung weiterhin dauer-
haft zu stärken und die digitale Transformation weiter zu beschleunigen hat die
Koelnmesse 2021 den Geschäftsbereich Digital aufgebaut. Die Koelnmesse setzt auf
den Auf- und Ausbau strategischer Partnerschaften mit Weltmarktführern, um die In-
novationsstärken im Digitalen auch für ihre Kunden mehrwertstiftend zu nutzen.
2021 baute die Koelnmesse die Corporate Responsibility/Nachhaltigkeit Strategie
weiter aus. Damit trägt die Koelnmesse auch zu den Klimazielen der Stadt Köln bei.
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat für die Weltwirtschaft ein Plus von 5,9 %
im Jahr 2021 errechnet. Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich nach Anga-
ben des Statistischen Bundesamts 2021 trotz andauernder Pandemie und Liefereng-
pässen erholt und schließt mit einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts in Höhe von
2,7 %.
Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist
Der AUMA, Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., mel-
det für Deutschland, dass 2021 coronabedingt nur 101 der 380 Veranstaltungen phy-
sisch durchgeführt wurden, da erst ab September in ganz Deutschland wieder Mes-
sen möglich waren. Das entspricht einer Absagequote von 73 %. Dies führte zu ei-
nem wirtschaftlichen Gesamtschaden von insgesamt über 46 Mrd. €.
Beschreibung des Geschäftsverlaufs
Geschäftsverlauf und Lage des Koelnmesse Konzerns:
Aufgrund der gesetzlichen Einschränkungen und Verbote zur Durchführung von Ver-
anstaltungen im Zuge der Corona-Pandemie konnten weltweit wie im Vorjahr nur we-
nige Veranstaltungen durchgeführt werden. Der in den vergangenen Jahren erfolgrei-
che Wachstumskurs des Unternehmens ist damit weiterhin gestoppt. Der Konzer-
numsatz beträgt 134,2 Mio. €, der Verlust 81,4 Mio. €. Der Anstieg des Eigenkapitals
um 26,3 % auf 183,8 Mio. € resultiert fast ausschließlich aus der in 2021 durchge-
führten Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 120 Mio. €, abzüglich des Jahresfehlbe-
trags in Höhe von 81,4 Mio. €. Die EK-Quote hat sich von 38,5 % auf 44,8 % verbes-
sert. Der Finanzmittelfonds in Höhe von 56,1 Mio. € (Vorjahr 38,5 Mio. €) umfasst die
liquiden Mittel sowie die angelegten Mittel bei der Hauptgesellschafterin im Rahmen
des Cash-Poolings. Ursächlich für den Anstieg des Finanzmittelfonds ist vor allem die
in 2021 erhaltene EK-Erhöhung durch die Gesellschafter. Gegenläufig wirkt der
KOELNMESSE GMBH
200
Cashflow aus Investitionstätigkeit in das Anlagevermögen in Höhe von minus 52,1
Mio. €.
Geschäftsverlauf und Lage der Koelnmesse GmbH:
2021 hat die Koelnmesse GmbH trotz der Corona-Pandemie 13 eigene Messen und
Ausstellungen organisiert. Die durchgeführten Messen zeigten verglichen zur jeweili-
gen Vorveranstaltung coronabedingt deutlich geringere Umsätze. Dabei konnten Um-
sätze aus digitalen Formaten die Umsatzeinbrüche nicht ausgleichen. Die Umsatzer-
löse der Koelnmesse GmbH belaufen sich auf nur 98,7 Mio. € . Einen starken Anstieg
verzeichneten die sonstigen betrieblichen Erträge aufgrund von erhaltenen staatli-
chen Corona-Hilfen iHv 14,0 Mio. €. Der Jahresfehlbetrag beträgt 76,2 Mio. € und
liegt 14,6 Mio. € unter Plan Das Eigenkapital ist in Höhe der Differenz aus EK-Erhö-
hung von 120,0 Mio. € und Jahresfehlbetrag von 76,2 Mio. € auf 191,4 Mio. € gestie-
gen. Die EK-Quote stieg auf 49,4% (Vorjahr 41,9%). Zum Jahresende 2021 betrugen
die liquiden Mittel der Koelnmesse GmbH 17,0 Mio. €. Dem Zufluss bzgl. EK-Erhö-
hung über 120 Mio. € stehen Investitionen in das Anlagevermögen sowie der
coronabedingt erneut negative operative Cashflow gegenüber. Um unterjährige Zah-
lungsspitzen auszugleichen, wurde mit der Stadt Köln in 2020 ein Cash-Pooling-Ver-
trag abgeschlossen und unterjährig kurzzeitig genutzt. Am Jahresende bestanden
Forderungen aus dem Cash-Pooling gegen die Gesellschafterin iHv 12,0 Mio. €. Der
Cash-Pooling-Vertrag wurde Anfang 2022 vorzeitig verlängert mit Volumen ab 2023
von 130,0 Mio. € und Laufzeit bis 12/2025.
Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die Corona-Pandemie wirkt sich weiterhin wesentlich auf Veranstaltungen auch im
Jahr 2022 aus. Verlegungen und Absagen von Messen und Veranstaltungen sind
weiterhin möglich. Sofern staatliche Corona-Hilfen beantragt werden können, macht
die Gesellschaft von diesen Möglichkeiten Gebrauch. Ergebnisausfälle können dabei
jedoch immer nur ansatzweise kompensiert werden. Die wirtschaftlichen Auswirkun-
gen des Krieges in der Ukraine sind noch nicht absehbar. Die mittelfristige Finanz-
prognose weist einen positiven operativen Cashflow aus, sodass geplante notwen-
dige Investitionen fortgeführt werden können. Der Konzern ist unter Berücksichtigung
der EK-Erhöhung und Ausweitung des Cash-Poolings bis einschließlich 2023 und da-
mit voraussichtlich bis nach Überwindung der Corona-Pandemie ausreichend mit fi-
nanziellen Mitteln ausgestattet. Dies gilt jedoch nur, sofern Messen ab 2022 im ge-
planten, eingeschränkten Umfang wieder stattfinden können und werden.
Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Unter Berücksichtigung der aktuellen Erkenntnisse zur pandemischen und geopoliti-
schen Entwicklung liegen im turnusbedingt grundsätzlich schwächeren Jahr 2022 der
erwartete Umsatz für den Konzern bei ca. 250 Mio. € und für die Koelnmesse GmbH
bei ca. 210 Mio. €. Für den Konzern und die Koelnmesse GmbH wird mit einem Ver-
lust von je rund 75 Mio. € gerechnet. Bezüglich der vorstehenden erwarteten Zahlen
KOELNMESSE GMBH
201
wird darauf hingewiesen, dass dieser Kenntnisstand vorläufig ist und im Zusammen-
hang mit der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg mit großer Unsicherheit be-
haftet ist. Die prognostizierten Verluste, verbunden mit den Investitionen in das Ge-
lände der Koelnmesse, beeinträchtigen die Finanzlage der Gesellschaft, sind jedoch
im Rahmen der neu abgeschlossenen Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Stadt Köln
abgesichert.
KOELNCONGRESS GMBH
202
KOELNC ONGR ESS GMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Messeplatz 1
50679 Köln
Kontakt 0221 8210
www.koelnmesse.de
Gründungsdatum 20.03.2000
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 500.000 €
Gesellschafter
Koelnmesse GmbH 100,00%
Tochterunternehmen
KölnKongress Gastronomie GmbH 51,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, Organisation und Durchführung von
Messen und Ausstellungen, Kongressen, Events, Firmenveranstaltungen sowie wei-
terer Veranstaltungsformaten. Dazu gehört auch das Vermieten von Veranstaltungs-
flächen der Koelnmesse GmbH außerhalb der von dieser Gesellschaft genutzten Zei-
ten und unter Berücksichtigung des Gegenstandes und der Aufgabenstellung der
Muttergesellschaft Koelnmesse GmbH.
Die Gesellschaft hat die Aufgabe, kleinere Messen und Ausstellungen in einem dafür
angemessenen Rahmen durchzuführen und neue zu entwickeln.
Gegenstand des Unternehmens ist insbesondere auch der Betrieb und die an den In-
teressen aller Bevölkerungskreise orientierte Nutzung des Gürzenichs, der Flora und
des Tanzbrunnens inklusive Theater und Rheinterrassen sowie weiterer im Besitz der
Stadt Köln oder der Koelnmesse GmbH befindlichen Veranstaltungsobjekte und die
Erbringung der damit verbundenen Serviceleistungen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Bernhard Conin
Herr Frank Höller
Frau Sandra Orth
KOELNCONGRESS GMBH
203
Aufsichtsrat
Herr Bernd Petelkau (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Mario Michalak (MdR)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Pascal Pütz (MdR)
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Vedat Akter
Herr Gerald Böse
Herr Volker Görzel (MdR)
Frau Maria Helmis (MdR)
Herr Dr. Michael Henze
Herr Herbert Marner
Herr Dieter März
Frau Monika Roß-Belkner (MdR)
Frau Sandra Schneeloch (MdR)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Als 100%iges Tochterunternehmen wendet die Koelncongress GmbH den PCGK der
Koelnmesse GmbH an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
KENNZAHLENÜBERSICHT
2020 2021
Gesamtleistung (T€) 10.662 33.261
Jahresergebnis (T€) -4.495 4.137
Eigenkapital (T€) 1.110 1.110
Bilanzsumme (T€) 4.175 5.494
Investitionen (T€) 4.820 186
Verbindlichkeiten (T€) 2.305 4.012
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 55 53
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Die Koelncongress GmbH vermarktet das Messegelände der Koelnmesse GmbH au-
ßerhalb der von dieser Gesellschaft selbst genutzten Zeiten an Messe-veranstalter,
Unternehmen und Eventagenturen. Sie betreut Gastmessen, Corporate Events, Kon-
gresse und Tagungen sowie gesellschaftliche Veranstaltungen. Außerdem betreibt
sie auf dem Messegelände der Koelnmesse zwei voneinander unabhängige und für
jede Veranstaltungsgröße einsetzbare Kongress-Zentren sowie außerhalb des Cam-
pus der Koelnmesse den Gürzenich Köln, den Tanzbrunnen Köln, die Rheinterrassen
und den Cologne Beach Club sowie die Flora Köln.
KOELNCONGRESS GMBH
204
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich gemäß Statistischem Bundesamt
trotz andauernder Pandemie und Lieferengpässen erholt und schließt mit einem An-
stieg des BIP in Höhe von 2,7 %.
Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist
Turnusbedingte Durchführungsrhythmen im Veranstaltungsportfolio sowie konjunktu-
relle Schwankungen der jeweiligen Branchen stellen wichtige Einflussfaktoren der
Geschäftstätigkeit dar. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschrän-
kungen haben die Veranstaltungsbranche seit März 2020 in einer Art und Weise ge-
troffen wie ansonsten fast keine Branche in Deutschland. Die Branche mit ihren bun-
desweit 1.800 Veranstaltungs-zentren, 450 Mio. Besuchern und 129 Mrd. € Umsatz
liegt seitdem so gut wie brach.
Beschreibung des Geschäftsverlaufs
Das Geschäftsjahr war weiterhin geprägt durch die Corona-Pandemie. Andererseits
konnten Erlöse aus dem Betrieb des Impfzentrums generiert werden. Insgesamt
wurde ein Jahresumsatz von 33,0 Mio. € erzielt. Das operative Geschäft konnte auf-
grund der pandemischen Entwicklungen erst ab Herbst 2021 wieder zum Teil in Gang
gesetzt werden. Im Jahr 2021 wurde durch die Koelncongress Gastronomie GmbH
ein coronabedingter Verlust in Höhe von 2,2 Mio. € erwirtschaftet, welcher in voller
Höhe von der Koelncongress GmbH im Rahmen des Organschaftsverhältnisses
übernommen wurde. Der Jahresüberschuss in Höhe von 4,1 Mio. € der Koelncon-
gress GmbH vor Gewinnübernahme durch die Gesellschafterin hat die Erwartungen
eines Fehlbetrags in Höhe von 2,0 Mio. € um 6,1 Mio. € deutlich übertroffen. Die Ei-
genkapitalquote verringerte sich auf 20,2 % (Vj 26,6 %). Die flüssigen Mittel belaufen
sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 1,0 Mio. €.
Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die Geschäftsführung sieht die konsequente Weiterentwicklung der Gesellschaft zu
einem professionellen Full-Serviceanbieter im Messe-, Tagungs-, Kongress- und
Eventgeschäft mit einem zentralen Ansprechpartner und einer Bandbreite von innova-
tiven und digitalen Serviceangeboten sowie hoher Beratungsleistung in der konzepti-
onellen Umsetzung von Show- und Eventproduktionen als sehr große Entwicklungs-
chance mit nicht unerheblichen Umsatzpotentialen an. Mit der Realisierung des Koeln-
messe-Investitionsprogramms 3.0, darunter insbesondere dem ab voraussichtlich
2024 in Betrieb gehenden neuen Confex-Gebäude, setzt die Koelnmesse ein klares
Signal in Richtung Wettbewerb. Die Realisierung eines der modernsten und größten
Veranstaltungshäuser Deutschlands, mit einem Fassungsvolumen im größten Saal
von bis zu 4.330 Personen, werden die Koelnmesse GmbH und ihre Tochtergesell-
schaft Koelncongress GmbH in eine noch bessere Marktpositionierung bringen.
KOELNCONGRESS GMBH
205
Das Corona-Krise wirkt sich auch auf Veranstaltungen in 2022 weiterhin erheblich aus.
Verlegungen und Absagen von Veranstaltungen haben bereits stattgefunden und sind
weiterhin möglich. Die weiteren Folgen sind aktuell nicht abschließend absehbar. Die
Koelncongress GmbH rechnet für 2022 erneut mit deutlichen Umsatz- und Ergebnis-
einbußen.
Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die Gesellschaft budgetiert für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz in Höhe 26,6
Mio. € und einen Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von 1,2 Mio. €. Dabei
wurde mit Risikoabschlägen für das Geschäftsjahr gerechnet. Inkludiert ist dabei eine
Verlustübernahme der Tochtergesellschaft Koelncongress Gastronomie GmbH in
Höhe von 1,3 Mio. €. Erst ab dem Jahr 2024 sind wieder Umsätze und Ergebnisse
auf dem Niveau von vor der Pandemie eingeplant. Die vorstehenden Planzahlen
werden jedoch je nach weiterer Entwicklung der Corona-Pandemie nicht unerhebli-
chen Schwankungen ausgesetzt sein. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den
Umsatz und das Ergebnis der Gesellschaft können derzeit nicht abgeschätzt werden
und sind nicht Teil der Planung.
KÖLNKONGRESS GASTRONOMIE GMBH
206
KÖLNKONGR ESS GASTRON OMIE GMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Messeplatz 1
50679 Köln
Kontakt 0221 8210
www.koelnkongress-
gastronomie.de
Gründungsdatum 11.08.2016
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 25.000 €
Gesellschafter
Koelncongress GmbH 51,00%
Koelnmesse GmbH 49,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Bewirtschaftung von Gastronomiebetrieben.
Die gastronomischen Dienstleistungen beschränken sich auf die Bewirtschaftung von
Veranstaltungsorten, die im Besitz der Gesellschafter sind oder von diesen als Veran-
staltungsorte betrieben werden. Die KölnKongress Gastronomie GmbH dient ihren
Gesellschaftern als Hilfsbetrieb und fördert deren Aufgabenstellung.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Bernhard Conin
(bis 31.08.2021)
Herr Stephan Förster
(ab 01.09.2021)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Als Konzerngesellschaft Anwendung des Koelnmesse-eigenen PCGK
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
KÖLNKONGRESS GASTRONOMIE GMBH
207
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 9.720 4.550 2.200
Jahresergebnis (T€) -798 -1.658 -2.203
Eigenkapital (T€) 25 1.692 1.692
Bilanzsumme (T€) 2.860 2.082 2.098
Investitionen (T€) 1.658 155 135
Verbindlichkeiten (T€) 2.630 328 351
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 56 59 66
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Gegenstand der Koelncongress Gastronomie GmbH ist die gastronomische Bewirt-
schaftung des Gürzenich Köln und des Tanzbrunnen Köln.
Beschreibung des/der relevanten Märkte, in denen die Gesellschaft aktiv ist
Die Gastronomie hat durch die Pandemie dramatische Umsatzeinbrüche erlebt. Nach
Angaben des statistischen Bundesamtes sanken von Januar bis Dezember 2021 die
Umsätze im Gaststättengewerbe um real 35,0 % gegenüber 2019, davon bei Event-
Caterern um real 35,4%.
Beschreibung des Geschäftsverlaufs
Die Gesellschaft bewirtschaftete in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2021 insgesamt 94 Veranstaltungen im Gürzenich Köln mit 16.000 Gästen und 150
Veranstaltungen im Tanzbrunnen und den Rheinterrassen mit 59.000 Gästen.
Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von
2,1 Mio. €. Laut Wirtschaftsplan 2021 waren Umsatzerlöse von insgesamt 3,6 Mio. €
geplant, der Planumsatz wurde demzufolge um -1,5 Mio. € unterschritten. Maßgeb-
lich hierfür waren Absagen von Veranstaltungen aufgrund der weltweiten Corona-
Pandemie. Das Jahresergebnis vor Ergebnisverwendung beläuft sich auf -2,2 Mio. €,
welches gemäß den Bestimmungen des Organschaftsvertrags durch den Gesell-
schafter Koelncongress GmbH ausgeglichen wird, wodurch ein ausgeglichenes Jah-
resergebnis gezeigt wird. Es wurde ein Ergebnis erzielt, welches dem Planansatz
von - 2,2 Mio. € entspricht. Zur Finanzierung des Geschäftsbetriebes stehen zum
Ende des Geschäftsjahres liquide Mittel in Höhe von 0,2 Mio. € zur Verfügung.
Des Weiteren werden von der beherrschenden Gesellschafterin Koelncongress
GmbH unterjährig Abschläge auf einen eventuell absehbaren Verlustausgleich ge-
leistet. Mit diesen Maßnahmen ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finan-
ziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Eigenkapitalquote beträgt 80,6%.
KÖLNKONGRESS GASTRONOMIE GMBH
208
Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Betriebsrisiken ergeben sich aufgrund der angespannten Arbeitsmarktlage in der
Gastronomie. Pandemiebedingt sind zahlreiche Arbeitskräfte der Gastronomie in an-
dere Branchen abgewandert. Die Branche ist in der Situation, dass alle Betriebe
gleichzeitig händeringend Mitarbeitende suchen. Es besteht das Risiko der drohen-
den Undurchführbarkeit von Veranstaltungen und Nichterfüllung von Aufträgen, was
einen Imageverlust auch für die Koelnmesse nach sich ziehen würde.
Weitere Risiken bestehen in der allgemeinen Kostensteigerungsrate sowohl bei Le-
bensmitteln und Getränken als auch im Energiebereich und bei den Personalkosten.
Chancen bieten sich durch geplante Preiserhöhungen. Eine weitere Chance ergäbe
sich durch einen langfristigen Erhalt der reduzierten Mehrwertsteuer für Speisen.
Wie im Vorjahr waren auch in 2021 Betriebe der Koelncongress Gastronomie GmbH
coronabedingt über lange Zeiträume geschlossen.
Da die Corona-Pandemie auch im Jahr 2022 einen beherrschenden Einfluss auf die
Geschäftsentwicklung der Koelncongress Gastronomie GmbH haben wird, sieht der
Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz in Höhe 5,5 Mio. € und ei-
nen Verlust vor Verlustübernahme in Höhe von -1,3 Mio. € vor. Dabei wurde allge-
mein von hohen Risikoabschlägen für das Geschäftsjahr ausgegangen.
Auch im Jahr 2023 werden die Auswirkungen der Corona-Krise noch das Ergebnis
der Gesellschaft beeinflussen. Erst ab dem Jahr 2024 sind wieder Umsätze und Er-
gebnisse auf dem Niveau von vor der Pandemie eingeplant. Die vorstehenden Plan-
zahlen werden jedoch je nach weiterer Entwicklung der Pandemie nicht unerhebli-
chen Schwankungen ausgesetzt sein. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den
Umsatz und das Ergebnis der Gesellschaft können noch nicht abgeschätzt werden.
KÖLNTOURISMUS GMBH
209
KÖLNTOUR ISMU S GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Kardinal-Höffner-Platz 1
50667 Köln
Kontakt 0221 346430
www.koelntourismus.de
Gründungsdatum 22.06.2004
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 500.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Positionierung Kölns und seiner Region als
attraktive Tourismus-Destination im nationalen und internationalen Markt und damit
einhergehend die Erhöhung der Wertschöpfung aus dem Tourismus für die Wirtschaft
in der Stadt und der Region.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Dr. Jürgen Amann
Aufsichtsrat
Herr Max Christian Derichsweiler
(MdR)
Vorsitzende*r
Herr Markus Frank
Herr Dr. Ralf Heinen (MdR)
Frau Claudia Heithorst (MdR)
Herr Stefan Hoff
Frau Bärbel Hölzing (MdR)
Frau Monika Roß-Belkner (MdR)
Herr Oliver Seeck (MdR)
Herr Alexander Vogel
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
KÖLNTOURISMUS GMBH
210
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Nawrot & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Betriebskostenzuschuss 6.671
- Bürgschaften (zum 31.12.) 434
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 3.960 2.027 1.591
Jahresergebnis (T€) -3.889 -5.110 -6.642
Eigenkapital (T€) 4.809 4.455 4.484
Bilanzsumme (T€) 8.103 8.156 8.222
Investitionen (T€) 157.202 37.386 364.538
Verbindlichkeiten (T€) 2.830 3.262 3.282
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 90 90 81
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Das Jahr 2021 war für den Tourismus in Köln pandemiebedingt ein weiteres schwieri-
ges Jahr welches zwar deutlich besser als das Vorjahr war, aber natürlich nicht an
die Rekorde der Vor-Pandemiezeiten anknüpfen konnte.
Auch im zweiten Krisenjahr hat sich Köln einigermaßen resilient gezeigt. So blieb bei-
spielsweise in der Hotellerie eine große Welle an Insolvenzen bis dato aus. Das An-
gebot an Hotelbetten befindet sich mit mehr als 34 Tsd. nahezu (wieder) auf Vorkri-
senniveau. Ein wichtiger Einflussfaktor der bedingten Resilienz des Kölner Tourismus
ist seine ausgewogene Struktur, u.a. die Mischung aus Geschäfts- und Freizeitrei-
senden, aus internationalen Besuchern und Inlandsgästen sowie aus Tages- und
Übernachtungsgästen. Wichtig war 2021 auch die vergleichsweise hohe freizeittou-
ristische Attraktivität Kölns, die in den Monaten des Sommers und Frühherbstes für
eine gewisse Belebung sorgte.
Geschäftsverlauf
2021 kamen 1,48 Millionen Übernachtungsgäste nach Köln, was einem Plus von 2,5
Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt wurden in den meldepflichti-
gen Beherbergungsbetrieben der Stadt 2,76 Millionen Übernachtungen gezählt, ein
Plus von 8,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020. Die Ankünfte und Übernachtungen
KÖLNTOURISMUS GMBH
211
der Gäste aus dem Ausland stiegen um 8,4 Prozent bzw. 7,5 Prozent. Der Internatio-
nalisierungsgrad verharrte infolge der Erholung des Tourismus in erster Linie aus
dem deutschen Binnenmarkt auf für Köln niedrigem Niveau von 23,9 Prozent.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Langfristig wird der Tourismus wieder zum Erfolg zurückkehren. Gleichzeitig ist mit
einer Strukturveränderung zu rechnen. Die Schärfung des Profils der Tourismusdesti-
nation Köln durch die gezielte Ansprache ausgewählter touristischer Zielgruppen hilft
dabei, den Tourismus qualitativ zu entwickeln.
Das größte Risiko für Tourismus und Gesellschaft liegt im weiteren Verlauf der
Corona-Pandemie und der Frage, ob es zu erneuten Lockdowns und Einschränkun-
gen für den Tourismus in 2022 kommen wird. Hiervon werden auch die Möglichkeiten
zur Durchführung von Reiseanlässen, wie Events und Konzerten (Lanxess Arena,
Kölner Lichter etc.) sowie großer Besuchermagnete, wie die Weihnachtsmärkte be-
einflusst. Ungeachtet der Pandemie ist Köln als Reiseziel entscheidend von der Er-
reichbarkeit durch eine gute Verkehrsinfrastruktur und den Mobilitätsangeboten inner-
halb der Stadt und damit von allen relevanten diesbzgl. Einflussfaktoren abhängig.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Im Großen und Ganzen wies der Köln Tourismus 2021 im Vergleich zu den Vorkri-
senjahren eine deutlich veränderte Struktur auf, die sich anhand von vier wesentli-
chen Veränderungen charakterisieren lässt:
(1) niedrigerer Anteil von Geschäftsreisen (sowohl klassische als auch promotable
Geschäftsreisen),
(2) niedrigerer Anteil von Gästen aus dem Ausland (Übernachtungsanteil von Aus-
landsgästen am Gesamtvolumen sank von 35% (2019) auf 23,9 % (2021),
(3) vergleichsweise hoher Anteil an Freizeitgästen sowie
(4) eine auch im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegene Zahl an Tagesgästen.
Diese Struktur führt in Kombination mit veränderten Konsumgewohnheiten und ei-
nem beobachtbaren Wertewandel dazu, dass die Höhe der selbsterwirtschafteten
Deckungsbeiträge der KölnTourismus Gesellschaft nicht mit der fortschreitenden Er-
holung des Tourismus schritthalten und entsprechend dauerhaft unter dem Niveau
der Vorkrisenjahre bleiben wird. Auch wenn die Auswirkungen der Corona-Pandemie
den Tourismus auch nach Bewältigung der Krise in den nächsten Jahren beeinflus-
sen wird, so ist die Langzeitperspektive für den Tourismus in Deutschland und Köln
ungebrochen positiv und wir gehen von einer auch weiterhin positiven Entwicklung
der Wertschöpfung aus diesem Wirtschaftsbereich für Köln aus.
KÖLNER GESELLSCHAFT FÜR ARBEITS- UND BERUFSFÖRDERUNG
MBH
212
KÖLNER GESELLSCHAFT FÜR ARBEIT S- UND BERUF SF ÖRDERUN G M BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Geestemünder Straße 18
50735 Köln
Kontakt 0221-9420 110
www.kgabmbh.de
Gründungsdatum 20.02.1989
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 26.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand der Gesellschaft ist die Organisation und Durchführung eines Beschäfti-
gungs- und Qualifizierungsprogramms für arbeitslose Kölner Einwohner.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Stefan Kersjes
KÖLNER GESELLSCHAFT FÜR ARBEITS- UND BERUFSFÖRDERUNG
MBH
213
Aufsichtsrat
Herr Martin Erkelenz (MdR)
(ab 24.03.2021)
Vorsitzende*r
Herr Dr. Walter Schulz
(bis 23.03.2021)
Vorsitzende*r
Herr Stephan Pohl
(bis 23.03.2021)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Norbert Bittner
Herr Ossi Helling
Frau Marion Heuser (MdR)
(ab 23.03.2021, bis 08.09.2021)
Frau Katja Hoyer (MdR)
(bis 23.03.2021)
Frau Ursula Klawitter
Herr Michael Paetzold (MdR)
(bis 23.03.2021)
Herr Pascal Pütz (MdR)
(ab 07.05.2021)
Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg)
Frau Viola Recktenwald (MdR)
(ab 24.03.2021)
Frau Dr. Katja Robinson
Herr Alexander Ronkholz
Frau Monika Roß-Belkner (MdR)
(ab 24.03.2021)
Herr Michael Scheffer
(bis 23.03.2021)
Herr Michael Scheffer
(ab 24.03.2021)
Frau Cornelia Schmerbach
(ab 24.03.2021, bis 05.05.2021)
Herr Jakob Schröder
Frau Ira Sommer (MdR)
(bis 23.03.2021)
Frau Dilan Yazicioglu (MdR)
(ab 09.09.2021)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Audacia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- gewährte Darlehen (zum 31.12.) 932
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 8.535 10.797 10.612
Jahresergebnis (T€) 79 97 345
Eigenkapital (T€) 0 53 398
Bilanzsumme (T€) 1.791 2.143 2.276
Investitionen (T€) 48 197.365 77.082
Verbindlichkeiten (T€) 1.666 1.548 1.362
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 193 256 256
KÖLNER GESELLSCHAFT FÜR ARBEITS- UND BERUFSFÖRDERUNG
MBH
214
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Zweck des Unternehmens ist die Organisation und die Durchführung eines Beschäfti-
gungs- und Qualifizierungsprogramms für arbeitslose Kölner Einwohner. Im Ge-
schäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft 22 Beschäftigungsvereinbarungen für Integrati-
onsjobs und 133 befristete geförderte Arbeitsverträge mit der Zielsetzung der indivi-
duellen Qualifizierung und Förderung mit arbeitslosen Kölner Bürgerinnen und Bür-
gern neu abgeschlossen. Sie hat eine Vielzahl von Qualifizierungsangeboten sowie
eine intensive Förderung am Arbeitsplatz realisiert und damit den Zweck erreicht.
Geschäftsverlauf
Das für das Geschäftsjahr 2021 geplante Betriebsergebnis von 23 T€ konnte deutlich
übertroffen werden. Das Jahresergebnis weist einen Gewinn von 348 T€ aus. Der
Anteil der Stadt Köln sowie der städtischen Unternehmen an den Aufträgen lag bei
95,7%, so dass die Inhousefähigkeit des Unternehmens beachtet und gesichert wer-
den konnte. Zum 31.12.2021 wurden 132 Beschäftigungsverhältnisse vom Jobcenter
Köln nach § 16i SGB II und 7 nach § 16e SGB II gefördert. Insgesamt sieben Auszu-
bildende wurden beschäftigt (zwei in der Schlosserei, einer in der Schreinerei, einer
im Garten- und Landschaftsbau sowie drei in der Verwaltung). Der Rückgang der ge-
fördert befristet Beschäftigten liegt im Wegfall der Arbeitsgelegenheiten. Seit dem
01.05.2021 werden keine AGH-Plätze mehr angeboten (Beauftragungsende). Das
Landesprogramm Öffentlich-geförderte Beschäftigung endete am 31.12.2020.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Grundsätzlich liegt es im Interesse der Stadt Köln, dass die vorgehaltenen Arbeits-
plätze bei der Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH mit der Ziel-
setzung der Förderung der Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter besetzt werden. Auf
diese Weise wird arbeitsmotivierten, insbesondere auch älteren Menschen die Mög-
lichkeit eröffnet, sich unter betrieblichen Bedingungen auf Tätigkeiten in Betrieben
des ersten Arbeitsmarktes neu vorzubereiten und gegebenenfalls zukünftig durch Er-
werbstätigkeit am ersten Arbeitsmarkt ihr Einkommen zu sichern und dabei vielleicht
gänzlich unabhängig von Transferleistungen der Stadt Köln zu werden. Im Rahmen
ihrer Mitarbeit im Unternehmen erbringen sie Dienstleistungen und erstellen Produkte
für den Gesellschafter Stadt Köln.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Bei der vorliegenden Auftragssituation ist für 2022 die geplante Entwicklung des Un-
ternehmens und des Betriebsergebnisses allenfalls in Frage gestellt, wenn für die ge-
planten Arbeitsplätze und damit für die vorgehaltenen Ressourcen für Qualifizierung
KÖLNER GESELLSCHAFT FÜR ARBEITS- UND BERUFSFÖRDERUNG
MBH
215
und Förderung im KölnService und im Handwerk keine ausreichende Zahl von Be-
werberinnen und Bewerber von dem Jobcenter Köln und der Agentur für Arbeit Köln
angeworben werden können. Das Unternehmen wird die Zielplanung 2022 erreichen,
wenn mit einer verlässlichen, der Kapazität des Unternehmens angepassten Mitar-
beiterzahl geplant und gearbeitet werden kann und die bestehenden betrieblichen
Ressourcen im Unternehmen ausgelastet und weiterentwickelt werden können.
RTZ RECHTSRHEINISCHES TECHNOLOGIE- UND GRÜNDERZENTRUM
KÖLN GMBH
216
RTZ RECHT SRHEINISCHES T ECHNOLOGIE- UND GRÜNDERZ ENTRUM KÖLN GMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Gottfried-Hagen-Str. 60-62
51105 Köln
Kontakt 0221-839111 0
www.rtz.de
Gründungsdatum 13.04.1995
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 3.411.600 €
Gesellschafter
Stadt Köln 99,92%
Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen
Wirtschaft Köln e.V.
0,08%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Unternehmensgegenstand ist der Betrieb des Rechtsrheinischen Technologie- und
Gründerzentrums Köln, mit dem allgemein der Technologietransfer und speziell die
Gründung neuer Unternehmen sowie die Entwicklung junger Unternehmen, die neue
Technologien, Dienstleistungen, Güter oder Verfahren entwickeln, produzieren und
vermarkten, gefördert wird.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr André van Hall
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
HSP Audit GmbH Wirtschafsprüfungsgesellschaft
RTZ RECHTSRHEINISCHES TECHNOLOGIE- UND GRÜNDERZENTRUM
KÖLN GMBH
217
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Betriebskostenzuschuss 50
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 847 807 787
Jahresergebnis (T€) -50 32 -5
Eigenkapital (T€) 1.415 1.449 1.443
Bilanzsumme (T€) 1.746 1.684 1.630
Investitionen (T€) 5 1 49
Verbindlichkeiten (T€) 213 180 158
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 8 8 8
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Gesellschafter der RTZ Köln GmbH sind seit dem 01.01.2011 die Stadt Köln mit
99,925 % sowie der Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen Wirt-
schaft Köln e. V. (vfw Köln rechtsrheinisch) mit 0,075 %. Aufgabe der RTZ Köln
GmbH ist die Förderung der Gründung und Entwicklung junger Unternehmen, die
neue Technologien, Produkte oder Verfahren entwickeln. Diesen Unternehmen sollen
Beratungsleistungen und Mieträume angeboten werden. Die Aufgaben der Gesell-
schaft umfassen damit neben der Ansiedlung neuer Unternehmen auch verschie-
dene Aktivitäten zur Förderung des Technologietransfers in der Wirtschaftsregion
Köln. Dabei liegt der Fokus auf wissensbasierten Zukunftstechnologien, um somit
nachhaltig zur Schaffung von hochqualifizierten und zukunftssicheren Arbeitsplätzen
für den Wirtschaftsstandort Köln beizutragen. Diese Zukunftstechnologien gelten all-
gemein als Branchen mit sehr hohem Wachstumspotential für die kommenden Jahr-
zehnte. Zur Stärkung der nachhaltigen strategischen Ausrichtung der RTZ GmbH sol-
len somit die Bereiche Gesundheitswirtschaft mit Medizintechnik, Chemie, Mikro- und
Nanotechnologie sowie Informations- und Umwelttechnologien eingebunden werden.
Besondere Bedeutung kommt hierbei auch der Digitalisierung als Querschnittsauf-
gabe über alle Branchen zu. Es können somit synergistische Effekte zwischen den
jeweiligen Technologiefeldern realisiert werden. Die Gesellschaft leistet so einen sig-
nifikanten Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Köln.
RTZ RECHTSRHEINISCHES TECHNOLOGIE- UND GRÜNDERZENTRUM
KÖLN GMBH
218
Geschäftsverlauf
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresergebnis in Höhe von -6
T€ (Vorjahr 32 T€) abgeschlossen. Die Verschlechterung des Jahresergebnisses
2021 gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 38 T€ begründet sich bei etwa gleichblei-
benden Einnahmen insbesondere durch einen geringeren Zuschuss der Stadt Köln.
Die Umsatzerlöse, im Wesentlichen resultierend aus der Vermietung der Immobilien,
konnten leicht gesteigert werden. 2021 betragen die Umsatzerlöse 719 T€ (Vorjahr
681 T€). Die Einkünfte für die Büro- und Laborvermietung verteilen sich im Jahr 2021
auf insgesamt 42 Mieter (Vorjahr 41 Mieter), so dass eine Risikostreuung bzgl. des
eventuellen Ausfalls einzelner Mieter gewährleistet ist.
Zum Stichtag werden die Sachanlagen der Gesellschaft (Immobilienbestand inkl.
technischer Anlagen) mit einem Betrag in Höhe von 1.545 T€ (Vorjahr 1.582 T€) be-
wertet. Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt. Ver-
bindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen am Stichtag in Höhe von 103 T€
(Vorjahr 137 T€) und konnten somit entsprechend dem Tilgungsplan gesenkt werden.
Im Jahr 2021 erhielt die Gesellschaft einen Betriebskostenzuschuss seitens der Ge-
sellschafterin Stadt Köln in Höhe von 50 T€ (Vorjahr 120 T€). Dieser wurde im Sinne
der o.g. Betrauung zur Erfüllung der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung genutzt.
Die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis der Gesellschaft sind in den vergange-
nen Jahren stabil geblieben. Im Berichtsjahr wurde ein geringfügiger Verlust in Höhe
von 6 T€ verbucht. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum
Berichtszeitpunkt ist gut. Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf gerich-
tet, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten
innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen. Gleichzeitig werden planmäßige Tilgun-
gen der Bankverbindlichkeiten vorgenommen. Im Berichtsjahr war die Zahlungsfähig-
keit stets gewährleistet. Die Ausstattung mit flüssigen Mitteln ist ausreichend.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität sowie erwartete Entwick-
lung der Gesellschaftsaktivitäten
Die Geschäftsführung erwartet für 2022, dass die Mieternachfrage seitens des Mark-
tes bestehen bleibt. Aufgrund der bereits hohen Auslastung können jedoch nur noch
einzelne Anfragen bedient werden. Daher ist in Bezug auf die Umsatzerlöse und das
Betriebsergebnis weiterhin grundsätzlich eine stabile Entwicklung zu erwarten.
BIOCAMPUS COLOGNE GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG
219
BIOC AMPU S C OLOGN E GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Nattermannallee 1
50829 Köln
Kontakt 0221-93336 0
www.biocampuscologne.de
Gründungsdatum 18.12.2002
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Kommanditeinlage 5.000.000 €
Komplementäreinlage 0 €
Gesellschafter
Stadt Köln 100,00%
BioCampus Cologne Management GmbH 0,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung und Entwicklung des Geländes
„BioCampus Cologne", Nattermannallee, Köln-Bocklemünd, mit der allgemein der
Technologietransfer und speziell die Gründung neuer Unternehmen sowie die Ent-
wicklung junger Unternehmen, die neue Technologien, Dienstleistungen, Güter oder
Verfahren entwickeln, produzieren und vermarkten, gefördert wird.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Frau Andrea Blome (StD)
Herr André van Hall
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Nawrot & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
BIOCAMPUS COLOGNE GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG
220
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 4.547 4.657 4.916
Jahresergebnis (T€) 219 -48 609
Eigenkapital (T€) 28.303 28.755 29.363
Bilanzsumme (T€) 38.233 37.441 37.624
Investitionen (T€) 436 31 257
Verbindlichkeiten (T€) 9.696 8.518 8.179
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 5 5 6
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die Stadt Köln hat die Gesellschaft mit der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung zur
Förderung und Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in der Stadt Köln und
darüber hinaus mit der Vermarktung der Stadt Köln als Standort für Zukunftstechno-
logien betraut. In Bezug auf die inhaltliche Ausrichtung der Vermarktungsaktivitäten
liegt der Fokus insbesondere auf der Biotechnologie sowie angrenzenden Technolo-
giefeldern. Diese sogenannten Zukunftstechnologien gelten allgemein als Branchen
mit sehr hohem Wachstumspotential für die kommenden Jahrzehnte.
Geschäftsverlauf
Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem Gewinn in Höhe von 620 T€
(Vorjahr: -48 T€) abgeschlossen. Die signifikante Verbesserung des Jahresergebnis-
ses 2021 gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 668 T€ begründet sich insbesondere
durch geringere Aufwendungen im Bereich Instandhaltung sowie höhere Umsätze.
Zusammenfassend ist anzumerken, dass sich das Ergebnis des operativen Geschäf-
tes in den vergangenen Jahren stetig verbessert hat. Dies wurde insbesondere durch
die kontinuierliche Steigerung der Mieteinnahmen, die Optimierung der Betriebskos-
tenstrukturen sowie die Reduzierung der Verbindlichkeiten und der damit einher ge-
henden geringeren Belastung durch Zinszahlungen erreicht.
Im Jahr 2021 hat die Gesellschaft in Bezug auf die Kennzahlen Umsatz, Flächenaus-
lastung und Jahresergebnis zum wiederholten Male den höchsten Wert seit Beste-
hen erreicht.
Zur Bewertung des Immobilienbestandes wird seit 2015 als Vergleichswert der Immo-
biliensachzeitwert herangezogen. Dieser wurde gemäß Gutachten Cushman & Wa-
kefield vom 20.04.2016 auf den Stichtag 01.02.2016 mit einem Wert von 58.516 T€
ermittelt. Zum 31.12.2021 beträgt der bilanzierte Buchwert der Immobilien 35.532 T€
(Vorjahr 36.604 T€). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen am Bi-
lanzstichtag in Höhe von 7.767 T€ (Vorjahr 8.167 T€) und konnten somit planmäßig
BIOCAMPUS COLOGNE GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG
221
gesenkt werden. Im Jahr 2021 erfolgten erstmalig keine direkten Ausgleichszahlun-
gen der Stadt Köln an die Gesellschaft als Einzahlung in die Kapitalrücklage.
Die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis der Gesellschaft haben sich in den ver-
gangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Gesellschaft zum Berichtszeitpunkt ist gut.
Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf gerichtet, Forderungen innerhalb
der Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungs-
fristen zu begleichen. Gleichzeitig werden planmäßige und außerplanmäßige Tilgun-
gen der Bankverbindlichkeiten vorgenommen. Im Berichtsjahr war die Zahlungsfähig-
keit stets gewährleistet. Die Ausstattung mit flüssigen Mitteln ist ausreichend.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2022, dass die hohe Mieter-
nachfrage seitens des Marktes bestehen bleibt. Aufgrund der bereits faktischen Voll-
auslastung können jedoch keine Anfragen mehr bedient werden. Für die konse-
quente Umsetzung der konzeptionellen Wachstumspotentiale ist die Planung von
Neuprojekten dringend notwendig. Durch die Vermarktung von Restflächen wird für
2022 ein leichter Anstieg bei den Umsatzerlösen erwartet.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die Ertrags- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2022 ist im starken Maße von der wei-
teren Entwicklung des Geländes, der Forcierung neuer und bestehender Vermietun-
gen und insbesondere der Vorbereitung für die zeitnahe Realisierung eines Neubau-
projektes abhängig, um die bestehende Nachfrage von Bestandsmietern, aber auch
von externen Interessenten zu bedienen. Zum Ausgleich möglicher jährlicher Verluste
und zur Sicherung der Liquidität ist die Gesellschaft weiterhin auf die Ausstattung mit
ausreichenden finanziellen Mitteln durch die Gesellschafterin angewiesen.
BIOCAMPUS COLOGNE MANAGEMENT GMBH
222
BIOC AMPU S C OLOGN E M ANAGEM ENT GMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Nattermannallee 1
50829 Köln
Kontakt 0221-93336 0
www.biocampuscologne.de
Gründungsdatum 26.11.2002
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 26.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 100,00%
Tochterunternehmen
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG 0,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesell-
schafterin an der BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG in Köln
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Frau Andrea Blome (StD)
Herr André van Hall
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Nawrot & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
BIOCAMPUS COLOGNE MANAGEMENT GMBH
223
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 11 86 247
Jahresergebnis (T€) 0 1 -1
Eigenkapital (T€) 34 35 34
Bilanzsumme (T€) 41 312 186
Investitionen (T€) 0 0 0
Verbindlichkeiten (T€) 4 265 120
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Geschäftszweck der BioCampus Cologne Management GmbH ist die Beteiligung als
persönlich haftende Gesellschafterin an der BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH
& Co KG, deren Gegenstand der Erwerb, die Entwicklung, Verwaltung und Veräuße-
rung von Immobilien auf dem Gelände „BioCampus Cologne“ in Köln-Bocklemünd ist.
Alle Aufwendungen, die der Gesellschaft zur Erfüllung Ihrer Aufgaben gegenüber der
Kommanditgesellschaft anfallen, werden an diese weiterbelastet. Ferner erhält die
Gesellschaft als jährliche Haftungsvergütung eine Vergütung von 5% des Stammka-
pitals. Die Gesellschaft sollte vor diesem Hintergrund regelmäßig ein nahezu ausge-
glichenes Ergebnis erzielen.
Am 07.02.2020 hat der Rat der Stadt Köln beschlossen, die beiden städtischen Ge-
sellschaften BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG und die Rechtsrheini-
sches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH unter eine Geschäftsführung zu
stellen. Daher ist seit dem 01.09.2020 Herr André van Hall zum hauptamtlichen Ge-
schäftsführer der Gesellschaft bestellt. Alle damit verbundenen Kosten werden an die
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG (80 %) und die Schwestergesell-
schaft Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH (20 %) wei-
terberechnet. Die Weiterberechnung an das RTZ erfolgt bzgl. der Etablierung einer
gemeinsamen Geschäftsführung.
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Verlust in Höhe von 2.339,14 € ab. Das
Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 26 T€. Das Eigenkapital beläuft
sich zum 31. Dezember 2021 auf 32.770,23 €. Im Geschäftsjahr 2021 waren stets
ausreichend flüssige Mittel vorhanden, um allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht
nachzukommen.
BIOCAMPUS COLOGNE MANAGEMENT GMBH
224
Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die Entwicklung der Gesellschaft ist abhängig von der Kommanditgesellschaft, deren
Geschäftssituation als gut und deren Perspektiven als aussichtsreich angesehen
werden können.
MODERNE STADT GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DES
STÄDTEBAUES UND DER GEMEINDEENTWICKLUNG MBH
225
MODERN E STADT GESELLSCHAFT ZUR F ÖRDERUN G D ES ST ÄDTEBAUES UND D ER GEM EIND EENT WICKLUNG MBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Brückenstraße 17
50667 Köln
Kontakt 0221 2059401
www.modernestadt.de
Gründungsdatum 18.04.1969
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 1.503.922 €
Gesellschafter
Stadtwerke Köln GmbH 51,00%
Stadt Köln 49,00%
Tochterunternehmen
Butzweilerhof Verwaltung GmbH 100,00%
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH 41,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung eigener und im Eigentum der Ge-
sellschafter - inkl. Tochterunternehmen - befindlicher Liegenschaften zum Zwecke
der Förderung der Wohnungsversorgung und der wirtschaftlichen Entwicklung der
Stadt Köln. Zur Verwirklichung dieser Zwecksetzung stellt die Gesellschaft geeignete
Grundstücke bereit und betreibt die vollständige Projektplanung und -entwicklung.
Die Gesellschaft ist auch berechtigt, die Aufgaben eines Sanierungs- oder Entwick-
lungsträgers zu übernehmen. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Tochtergesell-
schaften mit ähnlicher Zweckbestimmung zu gründen und sich an anderen Unterneh-
men zu beteiligen, deren Gegenstand und Zweck mit dem der Gesellschaft in wirt-
schaftlichem Zusammenhang stehen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Andreas Röhrig
Herr Thomas Scheitza
MODERNE STADT GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DES
STÄDTEBAUES UND DER GEMEINDEENTWICKLUNG MBH
226
Aufsichtsrat
Herr Dr. Dieter Steinkamp
Vorsitzende*r
Herr Niklas Kienitz (MdR)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Christiane Martin (MdR)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger
(MdR)
Herr Uwe Eichner
Herr Michael Frenzel
Herr Markus Greitemann (Bg)
(ab 04.02.2021)
Frau Stefanie Haaks
Frau Sabine Pakulat (MdR)
Herr Alexander Recht
Frau Brigitte Scholz
(bis 02.02.2021)
Herr Hans Schwanitz (MdR)
Herr Ralph Sterck (MdR)
Herr William Wolfgramm (Bg)
Herr Timo von Lepel
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Gewinnausschüttung (Dividende GJ Vj) 833
- Investitionszuschuss (Neue Mitte Porz inkl. Umsatzsteuer) 3.570
- Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft)
zum 31.12. 80.953
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 28.757 33.541 29.744
Jahresergebnis (T€) 2.092 1.699 3.682
Eigenkapital (T€) 18.343 19.457 23.313
Bilanzsumme (T€) 162.724 180.316 226.868
Investitionen (T€) 68 280 123
Verbindlichkeiten (T€) 131.449 149.028 190.449
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 22 23 26
MODERNE STADT GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DES
STÄDTEBAUES UND DER GEMEINDEENTWICKLUNG MBH
227
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Tätigkeitsschwerpunkte der Gesellschaft lagen im Berichtszeitraum auf dem Ver-
trieb unbebauter Grundstücke, der Planung und Durchführung der Baureifmachung
beziehungsweise Erschließung eigener Grundstücke, der Herstellung und dem Ver-
trieb von Bauträgerobjekten sowie auf der Akquisition von Grundstücken, die entwi-
ckelt und mittel- bis langfristig einer neuen Nutzung zugeführt werden sollen. Außer-
dem erbrachte die Gesellschaft Leistungen aus der Durchführung von Projektsteue-
rungs- und Managementverträgen für Baumaßnahmen auf Grundstücken Dritter so-
wie Beratungsleistungen zu Grundstücksentwicklungen Dritter.
Ertrags- und Finanzlage
Der Jahresüberschuss 2021 in Höhe von 3.682 T€ wurde maßgeblich durch Gewinne
aus dem Verkauf von unbebauten Grundstücken beeinflusst und liegt mit rund 460
T€ über dem Planergebnis des Geschäftsjahres. Im Übrigen geplante, aber nicht rea-
lisierte Umsatzerlöse aus dem Verkauf unbebauter Grundstücke waren ohne Ergeb-
nisbeitrag in den Planrechnungen enthalten. Periodenfremde Aufwendungen und Er-
träge haben das Jahresergebnis per Saldo mit rund 1.437 T€ belastet.
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Für das projektierte
Bauprogramm und insbesondere zur Deckung des Finanzbedarfs des ab dem Jahr
2021 geplanten Bau- und Planungsumfangs sowie des Grunderwerbs im Deutzer
Hafen Köln kamen im Berichtsjahr mittelfristige Unternehmensfinanzierungen zur
Auszahlung.
Risiko und Chancen der künftigen Entwicklung/Prognosebericht
Die Auswirkungen der Corona Pandemie auf die künftige Entwicklung, auf die Nach-
frage von bebauten und unbebauten Grundstücken sowie die Auswirkungen von da-
mit in Zusammenhang stehenden Marktverwerfungen, sind derzeit nicht seriös prog-
nostizierbar. Die Gesellschaft hält keine kritischen Infrastrukturen zur Daseinsvor-
sorge vor, ist jedoch eng in die Interventionssystematik für den Ereignisfall der Stadt-
werke Köln GmbH und der Stadt Köln eingebunden.
Die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und die daraus resultieren-
den Sanktionen gegen Russland und Belarus werden sich auf das Wirtschaftswachs-
tum voraussichtlich negativ auswirken, zu einer höheren und/oder auch längeren In-
flation sowie möglicherweise zu steigenden Zinssätzen führen. Es besteht das Ri-
siko, dass diese Faktoren sowie die bereits sichtbaren Preissteigerungen bei fossilen
Brennstoffen zu einer Erhöhung der Baukosten führen. Die allgemeine Verschlechte-
rung der wirtschaftlichen Lage kann zusätzlich zu einer reduzierten Nachfrage nach
Büroflächen führen. Die zu erwartende Flüchtlingswelle aus der Ukraine wird kurzfris-
tig zu einer erhöhten Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere in Ballungsräumen
MODERNE STADT GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DES
STÄDTEBAUES UND DER GEMEINDEENTWICKLUNG MBH
228
wie Köln, führen. Ob und wann sich diese erwarteten Einflüsse auf die aktuellen Pro-
jekte der Gesellschaft auswirken, kann derzeit nicht seriös vorausgesagt werden.
Die Grundstücks- und Projektentwicklungen in Köln-Porz und im Deutzer Hafen Köln
eröffnen der Gesellschaft kurz-, mittel- und langfristig Entwicklungspotenziale, um
dem Gesellschaftszweck, nämlich der Förderung der Wohnungsversorgung und der
wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Köln, gerecht zu werden.
Das Projekt neue mitte porz unterliegt dem europäischen Beihilferecht, das bei Ver-
stößen zu hohen Sanktionen bis hin zur Rückzahlung von bereits gewährten Zu-
schüssen führen kann. Aufgrund nicht vorhergesehener Bauleistungen und überpro-
portionaler Steigerungen der Baupreisentwicklung mussten bei der Einzelvergabe
von Bauleistungen, im Vergleich zur Ausgangskalkulation aus dem Jahr 2016, bereits
erhebliche Kostensteigerungen hingenommen werden. Obwohl auch die Erlösan-
sätze im Vergleich zur Ausgangskalkulation eine Steigerung erfahren haben, muss-
ten zum Bilanzstichtag 2021 Bewertungsabschläge vorgenommen werden. Bei der
Vermietung der Wohnungen zu marktgerechten Mieten im Jahr 2021 wird mit keinen
nennenswerten Schwierigkeiten gerechnet.
Die Gesellschaft ist Eigentümerin wesentlicher Flächen im Deutzer Hafen Köln. Der
Rat der Stadt Köln hat für das Gebiet des Deutzer Hafens im Jahr 2018 die förmliche
Festlegung als städtebauliche Entwicklungsmaßnahme beschlossen. Hieraus erge-
ben sich erhebliche Einschränkungen auf die unternehmerische Handlungsfähigkeit
der vom Ratsbeschluss betroffenen Grundstückseigentümer. Durch die erstmalige
Anwendung des Instrumentes der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme in Köln
können sich Risiken im Prozess der Durchführung ergeben. Der im Geschäftsjahr
2020 erfolgte Abschluss eines städtebaulichen Vertrages (Abwendungs- und Ent-
wicklungsvereinbarung) ist ein wesentlicher Baustein für die Lösung der wirtschaftli-
chen und rechtlichen Fragestellungen und damit von signifikanter Bedeutung für die
wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Als Folgeverträge hierzu sind zunächst
ein Ordnungs- und ein Erschließungsvertrag zu verhandeln. Ebenfalls von hoher Be-
deutung für den wirtschaftlichen Erfolg des Gesamtprojektes sind beispielsweise die
Ausgestaltung des aufzustellenden Vermarktungs- und Realisierungsplans sowie die
Baurechtschaffung – Themenkreise, die maßgeblich von der Stadt Köln abhängen.
Durch von der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme betroffene Grundstücksei-
gentümer eingeleitete juristische Schritte (Normenkontrollklagen) können Verzöge-
rungen und Verschlechterungen bei Projektabläufen entstehen. Kostenrisiken erge-
ben sich beispielsweise aus zurzeit stark steigenden Baupreisen und der Erhöhung
der Finanzierungskosten bei eventuellen Projektverzögerungen und insbesondere
aus der nicht absehbaren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nach Ausbruch kriege-
rischer Auseinandersetzungen in der Ukraine. Vermarktungsrisiken ergeben sich
durch eventuelle einschränkende Vorgaben bei den Vermarktungskonzepten oder
durch sich abschwächende Immobilienmärkte. Andererseits ergeben sich aus dem
MODERNE STADT GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DES
STÄDTEBAUES UND DER GEMEINDEENTWICKLUNG MBH
229
Projekt signifikante Chancen sowohl aus wirtschaftlicher Sicht als auch für die Repu-
tation der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist an der Entwicklung eines Leuchtturmpro-
jektes an einem nicht duplizierbaren, einmaligen Premium-Standort in Köln maßgeb-
lich beteiligt – mit den sich daraus ergebenden Vermarktungschancen. Bereits heute
ist ein großes Interesse von Investoren am Erwerb von bebauungsfähigen Grundstü-
cken an diesem Standort erkennbar.
Der Verkauf unbebauter Restflächen im Entwicklungsgebiet in Rösrath-Venauen ist
nach dem Bilanzstichtag 2021 bereits wirtschaftlich realisiert worden. Obwohl die
Bauverpflichtungen aus bestehenden städtebaulichen Verträgen vom Erwerber über-
nommen wurden, hat die Stadt Rösrath dem Übergang des Obligos nicht zuge-
stimmt. Mit wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft wird derzeit jedoch
nicht gerechnet.
Bei den Bemühungen um die Akquisition von bebauungsfähigen Grundstücken sowie
von Dienstleistungsaufträgen bringt die Gesellschaft durch den Einsatz eigenen Per-
sonals und die Beauftragung Dritter regelmäßig Mittel auf, deren Amortisation nicht
gesichert ist. Als Konzerngesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln
eröffnen sich mit den aktuellen Akquisitionen interessante Aufgabenstellungen, die
alle Leistungsbereiche der Gesellschaft umfassen können. Grundsätzlich bleiben die
Akquisition von Grundstücken und damit einhergehende Projektentwicklungen vor-
dringliche Aufgabe, um die Fortentwicklung der Gesellschaft zu sichern. Die Eigenka-
pitalausstattung und die rentierliche Vermarktung der im Vorratsvermögen zu finan-
zierenden Projekte sichern der Gesellschaft eine gute Verhandlungsposition bei der
Beschaffung von Projektfinanzierungsmitteln. Jedoch werden die Mitwirkung und das
Engagement der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln bei der Beschaffung von
Kapitalmarktmitteln auf absehbare Zeit notwendig sein. Neben Risiken der allgemei-
nen Markt- und Konjunkturentwicklungen – insbesondere im Raum Köln – werden
branchen- und gesellschaftsspezifische Risiken durch das für die Unternehmens-
größe angemessene Risikomanagement erfasst. Außerdem wird die Gesellschaft in
das Risikomanagementsystem der Stadtwerke Köln GmbH einbezogen. Durch die
laufende Beobachtung und Analyse des die Leistungsbereiche der Gesellschaft be-
treffenden geschäftlichen Umfeldes soll sichergestellt werden, dass die Unterneh-
mensausrichtung und die geplanten Leistungen marktgerecht sind. In diese Überle-
gungen sind auch die Risiken des rechtlichen Umfeldes einzubeziehen. Ein perma-
nentes Augenmerk gilt im Rahmen des Risikomanagements der Analyse von Risiken
aus Finanzinstrumenten.
BUTZWEILERHOF GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG
230
BUTZ WEILERHOF GRUND BESITZ GM BH & CO. KG
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Brückenstraße 17
50667 Köln
Kontakt 0221 205940
www.modernestadt.de
Gründungsdatum 10.12.2002
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Kommanditeinlage 5.000.000 €
Komplementäreinlage 25.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 99,50%
Butzweilerhof Verwaltung GmbH 0,50%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Verwaltung, die Vermietung, die
Entwicklung und die Veräußerung eigener Immobilien, insbesondere der Grundstü-
cke Von-Hünefeld-Straße sowie des Geländes der Bundeswehrkaserne Butzweiler-
hof, 50829 Köln zum Zweck der Förderung der Wohnungsversorgung und der wirt-
schaftlichen Entwicklung der Stadt Köln.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Andreas Röhrig
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
BUTZWEILERHOF GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG
231
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 7.646 8.636 3.406
Jahresergebnis (T€) 4.479 4.553 1.411
Eigenkapital (T€) 7.616 7.689 9.100
Bilanzsumme (T€) 25.743 26.844 15.493
Investitionen (T€) 0 0 0
Verbindlichkeiten (T€) 17.466 14.188 1.723
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Geschäft und Rahmenbedingungen
Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Gesellschaft die Erschließung und die Vermark-
tung des vorhandenen Immobilienvermögens entscheidend vorantreiben. Die bereits
in Vorjahren fertiggestellte Fitzmauricestraße ist im Dezember 2021 auf die Stadt
Köln übertragen worden und die Übergabe der Butzweilerhofallee im ersten Quartal
2022 geplant. Darüber hinaus soll der Endausbau der Rudi-Conin-Straße voraus-
sichtlich im Mai 2022 begonnen werden. Im Geschäftsjahr 2021 konnten drei Grund-
stücke mit einer Fläche von rd. 26.127 qm erfolgswirksam übergeben werden. Dar-
über hinaus ist ein weiterer Grundstückskaufvertrag mit einer Fläche von rd. 5.461
qm abgeschlossen worden, der bereits im ersten Quartal 2022 ergebniswirksam
übergeben wurde. Zur Finanzierung der kalkulierten Projektkosten stehen ausrei-
chende liquide Mittel zur Verfügung. Das Gesellschafterdarlehen, welche bis zum
31.12.2021 befristet war, konnte im Geschäftsjahr 2021 vollständig zurückgezahlt
werden.
Ertragslage
Der Jahresüberschuss 2021 in Höhe von 1.411 T€ (Vorjahr: 4.553 T€) liegt deutlich
unter dem Planergebnis, da neben einem bereits im Dezember 2020 erfolgswirksam
übergebenen Grundstückskaufvertrag weitere vier Grundstücke nicht im Geschäfts-
jahr 2021 erfolgswirksam vermarktet werden konnten. Der Jahresüberschuss wurde
maßgeblich durch Gewinne aus dem Verkauf von drei Grundstücken des Vorratsver-
mögens in Höhe von 2.070 T€ (Vorjahr: 5.896 T€) und der Bildung von Rückstellun-
gen für noch anfallende Grundstücks- und Erschließungskosten für in Vorjahren ver-
äußerte Grundstücke in Höhe von 202 T€ (Vorjahr: 954 T€) beeinflusst.
Finanzlage
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Zur Finanzierung der
noch anfallenden Grundstücks- und Erschließungskosten stehen ausreichend liquide
Mittel zur Verfügung. Ein bis zum 31.12.2021 befristetes Gesellschafterdarlehen in
BUTZWEILERHOF GRUNDBESITZ GMBH & CO. KG
232
Höhe von 16.736 T€ wurde im Berichtsjahr mit der Tilgung des Restbetrages in Höhe
von 13.736 T€ vollständig zurückgezahlt.
Vermögenslage
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Reduzierung der Bilanzsumme
resultiert im Wesentlichen zum einen aus dem Abgang von Vorratsvermögen bei
Übergabe veräußerter Grundstücke und zum anderen aus der Verwendung von
Kaufpreiszahlungen zur Rückführung von Kapitalmarktmitteln.
Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung
Die Chancen der Gesellschaft bestehen in einem Abverkauf der einzelnen Baufelder
zu Preisen, die über den Buchwerten und noch zu erwartenden Herstellungskosten
für die Erschließung und Vermarktung liegen. Die Verkaufsprognosen sind im Rah-
men der Wirtschaftsplanung und unter Berücksichtigung der aktuellen Marktbedin-
gungen bis zum Jahr 2022 kalkuliert worden. Für ein Baufeld mit einer Grundstücks-
fläche von rd. 3.650 qm besteht eine befristete Reservierungsvereinbarung mit einem
potenziellen Erwerber. Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Berichtsjahr einen
Grundstückskaufvertrag mit einer Gesamtfläche von rd. 5.461 qm abgeschlossen,
der bereits im ersten Quartal 2022 erfolgswirksam übergeben werden konnte. Für
den Vertrieb der übrigen Baufelder steht die Gesellschaft in laufenden Verhandlun-
gen mit Investoren und bereitet derzeit einen Kaufvertrag für eine Fläche von rd.
11.591 qm vor. Weitere Risiken der Gesellschaft bestehen in einer unzureichenden
Nachfrage und dem damit verbundenen zeitverzögerten Abverkauf der Grundstücke
bei laufenden Vermarktungs-, Verwaltungs- und Vorhaltekosten. Das implementierte
Risikomanagementsystem berücksichtigt das wirtschaftliche und recht-liche Umfeld
der Gesellschaft und begegnet den immanenten Risiken der jeweiligen Leistungsbe-
reiche. Bei der Auswahl der bei der Projektierung und Umsetzung Beteiligten wird auf
erfahrene und leistungsfähige Vertragspartner zurückgegriffen. Ein permanentes Au-
genmerk gilt im Rahmen des Risikomanagements der Analyse von Risiken aus Fi-
nanzinstrumenten. Mit dem wesentlichen Ausfall von Forderungen wird nicht gerech-
net. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein positives Ergebnis erwartet, dass im We-
sentlichen aus Verkaufsgewinnen der bereits abgeschlossenen und geplanten
Grundstückskaufverträge resultiert.
BUTZWEILERHOF VERWALTUNG GMBH
233
BUTZ WEILERHOF VER WALTUNG GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift c/o moderne stadt GmbH
Brückenstraße 17
50667 Köln
Kontakt 0221 205940
www.modernestadt.de
Gründungsdatum 08.03.2012
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 25.000 €
Gesellschafter
Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und
der Gemeindeentwicklung mbH
100,00%
Tochterunternehmen
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 0,50%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesell-
schafterin an der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Andreas Röhrig
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
BUTZWEILERHOF VERWALTUNG GMBH
234
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 49 36 42
Jahresergebnis (T€) 133 130 38
Eigenkapital (T€) 161 159 72
Bilanzsumme (T€) 180 197 100
Investitionen (T€) - - -
Verbindlichkeiten (T€) 2 0 25
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Geschäft und Rahmenbedingungen
Dem Gesellschaftszweck entsprechend lagen die Tätigkeitsschwerpunkte im Berichts-
zeitraum in der Geschäftsführung als Komplementärin der Butzweilerhof Grundbesitz
GmbH & Co. KG. Deren Geschäftszweck ist der Erwerb, die Entwicklung, Verwaltung
und Veräußerung von Immobilien, insbesondere von Grundstücken an der Von-Hüne-
feld-Straße und auf dem ehemaligen Kasernengelände „Butzweilerhof“.
Ertragslage
Alle Aufwendungen, die die Gesellschaft zur Erfüllung ihrer Aufgaben gegenüber der
Kommanditgesellschaft wahrnimmt, werden an diese weiterbelastet. Dabei werden
Kosten für die eigene Geschäftsführung, die eigene Buchhaltung und die eigenen Jah-
resabschlüsse bis zu einem Betrag von 100.000 € netto durch die Kommanditgesell-
schaft übernommen. Die Gesellschaft erzielt vor diesem Hintergrund ein nahezu aus-
geglichenes Ergebnis.
Finanzlage
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Zur Deckung der lau-
fenden Aufwendungen erhält die Gesellschaft monatliche Abschlagszahlungen in
Höhe von 6.000 € netto, die am Jahresende mit der Butzweilerhof Grundbesitz GmbH
& Co. KG abgerechnet werden.
Vermögenslage
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Aktiva der Gesellschaft beste-
hen im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Bank-
guthaben.
BUTZWEILERHOF VERWALTUNG GMBH
235
Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung
Die Entwicklung der Gesellschaft ist abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der
Kommanditgesellschaft. Die aktuelle Planung sieht einen Planungshorizont bis in das
Jahr 2023 vor. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein positives Jahresergebnis erwartet.
DIGITAL HUB COLOGNE GMBH
236
DIGIT AL HUB COLOGNE GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Gottfried-Hagen-Str. 62
51105 Köln
Kontakt 0221-9758084 0
www.digitalhubcologne.de
Gründungsdatum 29.08.2016
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 30.000 €
Gesellschafter
Industrie- und Handelskammer zu Köln
(bis 31.12.2021)
33,33%
Stadt Köln
(bis 31.12.2021)
33,33%
Universität zu Köln
(bis 31.12.2021)
33,33%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Der Betrieb eines Hubs ("Drehscheibe") zur Förderung von Startups sowie zur Förde-
rung der Digitalisierung, insbes. der digitalen Transformation von Mittelstand und In-
dustrie. Dabei zielt der Hub auf die diskriminierungsfreie Korrektur von Marktversa-
gen. Im Rahmen dessen ist die Gesellschaft unter anderem berechtigt, sich am För-
derprogramm "DWNRW-Hub" zu beteiligen und dadurch das Eco-System und die
Startup-Szene zu unterstützen sowie förderfähige Leistungen abzuwickeln.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Thomas Bungard
(bis 31.12.2021)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Daniels GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
DIGITAL HUB COLOGNE GMBH
237
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 597 454 251
Jahresergebnis (T€) -210 -376 -303
Eigenkapital (T€) 432 356 53
Bilanzsumme (T€) 525 468 118
Investitionen (T€) 6 5 0
Verbindlichkeiten (T€) 28 19 17
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 9 12 3
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die Digital Hub Cologne GmbH mit Sitz in Köln, deren Eintragung ins Handelsregister
am 3. November 2016 erfolgte, war bis 30. Juni 2021 einer von insgesamt sechs
DWNRW Hubs. Die Gesellschaft ist Teil der DWNRW Landesinitiative, die der Stär-
kung der Digitalen Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen dienen soll. Ziel der Gesellschaft
ist neben der Herstellung einer Netzwerkplattform zwischen Unternehmen und inno-
vativen Startups in der Region Köln, die Unterstützung des Ausbaus der Digitalen Wirt-
schaft. Die Gesellschafter der Digital Hub Cologne GmbH waren bis zum 31. Januar
2021 die Stadt Köln, die Industrie und Handelskammer zu Köln sowie die Universität
zu Köln.
Gemeinsam mit der regionalen Bau- und Immobilienbranche wurde im Rahmen der
Digital Hub Cologne Kompetenzfeldstrategie im 3. Quartal der PropTech Powerhouse
e.V. (PTPH) gegründet. Dieser übernahm 100% der Gesellschaftsanteile am Digital
Hub Cologne zum 1. Januar 2022.
Ziel der Gesellschaft ist weiterhin die Herstellung einer Netzwerkplattform zwischen
Unternehmen und innovativen Startups in der Region Köln, durch die Teilnahme am
Mittelstands-Zentrum Digital, die Unterstützung des Ausbaus der Digitalen Wirtschaft
im Rheinland sowie durch die Geschäftsbesorgung für den PTPH mit Blick auf die
bundesweit ausgerichtete Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitstransformation in der
Bau- und Immobilienbranche. In diesem Netzwerk werden Entwicklungen und Know-
how von regionalen und überregionalen Partnern eingebunden sowie Innovationen
und Know-How an regionale und überregionale Partner vermittelt.
Bei einer bundesweiten Neuausschreibung der Mittelstand-Digital Zentren haben der
Digital Hub Cologne gemeinsam mit dem Konsortialführer, der TH Köln, und den wei-
teren Konsortialpartnern WZL und EMA, beide von der RWTH Aachen, vom Bundes-
ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erfolgreich den Zuschlag für das „Mittel-
DIGITAL HUB COLOGNE GMBH
238
stand-Digital Zentrum Rheinland“ erhalten. Dieses Förderprojekt ist auf drei Jahre aus-
gelegt und erweitert die bisherigen Aktivitäten rund um den Themenkreis Digitalisie-
rung mittelständischer Unternehmen.
Geschäftsverlauf
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2021 waren weiterhin geprägt durch
die Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einfluss auf die Wirtschaft und
das öffentlichen Leben. Dadurch ging die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr
zurück, gleichzeitig konnte ein positiver Effekt auf die Digitalisierung beobachtet wer-
den: Der Digitalisierungsgrad über alle Branchen - und Unternehmensgrößen ist wei-
terhin moderat angestiegen, wie die von der Deutschen Telekom AG beauftragte jähr-
liche Befragung „Digitalisierungsindex Mittelstand 2021/2022“ ergab. Mittelständische
Unternehmen erreichen nun 59 von 100 möglichen Punkten.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität sowie erwartete Entwick-
lung der Gesellschaftsaktivitäten
Neben den Herausforderungen in der Digitalisierung rücken auch Aspekte der Nach-
haltigkeitstransformation in den Vordergrund. Hier gilt es insbesondere die Digitalisie-
rung beispielsweise bei der Messung wesentlicher Key Performance Indikatoren
(KPIs), sinnvoll zu nutzen. Zu den wichtigsten Herausforderungen in diesem Zusam-
menhang gehören neben der Regulierung und Gesetzgebung, die Umsetzung von
Energieeffizienz, Datensicherheit und Datenschutz, sowie Bildung und Bewusstseins-
bildung. Der Digital Hub Cologne unterstützt Unternehmen in diesem Zusammenhang
insbesondere durch Wissens- und Knowledgetransfer unter den beteiligten Akteuren.
D-NRW AÖR
239
D-NRW AÖR
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Rheinische Str. 1
44137 Dortmund
Kontakt 0231 222 438-10
Telefax 0231 222 438-11
www.d-NRW.de
Gründungsdatum 01.01.2017
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 1.281.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 0,08%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Die Anstalt unterstützt ihre Träger und, soweit ohne Beeinträchtigung ihrer Aufgaben
möglich, andere öffentliche Stellen beim Einsatz von Informationstechnik in der öf-
fentlichen Verwaltung. Informationstechnische Leistungen, die der Wahrnehmung öf-
fentlicher Aufgaben dienen, erbringt sie insbesondere im Rahmen von staatlich-kom-
munalen Kooperationsprojekten. Die Anstalt unterstützt den IT-Kooperationsrat bei
der Erfüllung seiner Aufgaben nach § 21 des E-Government-Gesetzes Nordrhein-
Westfalen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Markus Both
D-NRW AÖR
240
Verwaltungsrat
Herr Dirk Brügge
Frau Simone Dreyer
Frau Dr. Helma Hagen
Frau Lee Hamacher
Frau Katharina Jestaedt
Frau Diane Jägers
Herr Sebastian Kopietz
Herr Dr. Marco Kuhn
Herr Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke
Herr Dr. Heinz Oberheim
Herr Andreas Wohland
Herr Harald Zillikens
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Dr. Heilmaier & Partner GmbH
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 10.757 28.084 51.346
Jahresergebnis (T€) 0 0 0
Eigenkapital (T€) 2.767 2.800 2.810
Bilanzsumme (T€) 14.360 13.016 20.601
Investitionen (T€) 68 55 38
Verbindlichkeiten (T€) 10.319 8.333 14.452
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 33 43 62
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Geschäftsverlauf
In Zusammenarbeit von Land und Kommunen im Bereich des Serviceportals.NRW
wurden verschiedene nrwGOV-Projekte, das öffentliche Auftragswesen inkl. der Um-
setzung der E-Rechnung, die IT-Unterstützung für die Abwicklung des Förderpro-
grammcontrollings verschiedener Ressorts, die Aufträge für den Ausbau von IT-Lö-
sungen für den Bereich Kinder und Jugend, die Weiterentwicklung der Online-Sicher-
heitsprüfung(OSiP), diverse Entwicklungen im Bereich der PfAD-Projekte, der Lan-
desredaktion FIM und Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Onlinezugangsge-
setz (OGZ) durchgeführt.
Der Verwaltungsrat hat zur Gewinnung von externen Dienstleisterkapazitäten zur
Umsetzung des Online Zugangsgesetzes (OZG) unter Berücksichtigung des zu er-
wartenden Auftragsvolumens des Konjunkturpaketes des Bundes (bis zu 200 Mio.
EUR) der Zuschlagserteilung über einen Rahmenvertrag zugestimmt
D-NRW AÖR
241
Lage des Unternehmens
Die Anstalt hat Vermögen in erster Linie durch Erlöse aus Projektaufträgen für Soft-
warelösungen aufgebaut. Die Ertragslage hat in 2021 in engem Zusammenhang mit
dem Geschäftsbetriebin den Produktbereichen Online Zugangsgesetz, Wirtschafts-
Service-Portal, Öffentlliches Auftragswesen, E-Rechnung, nrwGOV, Förderpro-
grammcontrolling, Landesredaktion FIM, Serviceportal NRW, Digitales Archiv, Online
Sicherheitsprüfung, PfAD, Meldportal und KiBiz.web sowie den Beratungsleistungen
im Bereich der Landesverwaltung gestanden.
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die engere Bindung an das Land NRW sowie die größere Nähe zu den kommunalen
Trägern ist besonders hervorzuheben. Die d-NRW ist damit die zentrale Anlaufstelle
der Kommunen für nachnutzbare Online-Dienste im Rahmen des Onlinezugangsge-
setzes und sorgt für rechtliche und organisatorische Abwicklung.
Risiken ergeben sich bei Grundsatzentscheidungen zum E-Government auf Bundes-
und Landesebene, die die Entwicklungsperspektiven beeinträchtigen. Verzögerungen
können für Auftragserteilungen und durch die nordrhein-westfälischen Landtagswah-
len 2022 entstehen.
KÖLNBUSINESS WIRTSCHAFTSFÖRDERUNGS-GMBH
242
KÖLNBU SIN ESS WIRT SCH AFTSF ÖRD ERUNGS-GMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Börsenplatz 1
50667 Köln
Kontakt 0221-99501 0
www.koeln.business
Gründungsdatum 21.12.2018
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 25.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung der Wirtschaft und des Standortes,
insbesondere durch Ansiedlung, Entwicklung und Förderung von Industrie, Gewerbe,
Handel und Handwerk sowie der Branchen des Dienstleistungssektors, Wissenschaft
und Innovation durch Beratungs- und Dienstleistungen auf allen Gebieten, zur Ver-
besserung der räumlichen, sozialen und wirtschaftlichen Struktur und zur Entwick-
lung des Arbeitsmarktes in Köln.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Dr. Manfred Janssen
Herr Michael Josipovic
Aufsichtsrat
Herr Nicolai Lucks
Vorsitzende*r
Frau Brigitta von Bülow (MdR)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Jörg van Geffen
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Sebastian Bucher
Herr Markus Greitemann (Bg)
Herr Volker Görzel (MdR)
Frau Claudia Heithorst (MdR)
Frau Derya Karadag (MdR)
Frau Züleyha Kurt
Herr Mario Michalak (MdR)
Herr Dirk Michel (MdR)
Herr Berndt Petri
Frau Sandra Schneeloch (MdR)
Frau Lisa Steinmann (MdR)
Herr Dr. Simon von Danwitz
KÖLNBUSINESS WIRTSCHAFTSFÖRDERUNGS-GMBH
243
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
SRS Audit GmbH
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Kapitalrückzahlungen 3.464
- Betriebskostenzuschuss 13.271
- Investitionskostenzuschuss 253
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 422 582 947
Jahresergebnis (T€) -6.190 -9.373 -11.498
Eigenkapital (T€) 23 12.577 13.386
Bilanzsumme (T€) 6.651 20.471 19.046
Investitionen (T€) 1.103 649 182
Verbindlichkeiten (T€) 5.191 5.105 2.772
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 29 48 71
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die COVID19-Pandemie blieb 2021 der beherrschende Faktor der gesamtwirtschaft-
lichen Entwicklung. Lockdowns haben internationale Lieferketten und das System
der internationalen Arbeitsteilung beeinträchtigt. Steigende Rohstoffpreise und Inflati-
onssorgen führen zu zusätzlicher Unsicherheit. Für Köln wichtige Branchen waren
stark betroffen, hierzu gehören Verkehr und Tourismus, die Freizeit- und Kulturwirt-
schaft, das Messewesen, die Hotellerie, Gastronomie und der stationäre Einzelhan-
del. In den entsprechenden Branchen beschleunigte die Pandemie den Strukturwan-
del.
Trotzdem gab es auch positive Meldungen: Die Messe investierte in Digitalisierungs-
projekte, die Kölner Ford-Werke sichern den Standort Köln durch eine Investition in
E-Mobilität in Höhe von 2 Mrd. €, zahlreiche KMU investieren am Standort in Wachs-
tum und Nachhaltigkeit. Branchen wie ITK, E-Commerce und Logistik profitierten von
der Pandemie.
KÖLNBUSINESS WIRTSCHAFTSFÖRDERUNGS-GMBH
244
Der Fokus kommunaler Wirtschaftsförderung lag 2021 auf dem begleitenden wirt-
schaftlichen Krisenmanagement. Auf Bundes- und Landesebene ist eine Vielzahl von
Hilfsprogrammen verabschiedet worden, welche von kommunalen Programmen – so
auch in Köln - flankiert wurden.
Geschäftsverlauf
Das Tagesgeschäft in den Bereichen Unternehmensservices und Immobilien verlief
stabil, die Nachfrage nach (Ansiedlungs-)Flächen blieb hoch.
Aufgrund der COVID19-Pandemie wurden seitens der KölnBusiness und der Stadt
Köln Förderprogramme aufgelegt. (Netzwerk-)Veranstaltungen und Messeauftritte
waren von den Pandemieauswirkungen stark betroffen. Die internationale Immobi-
lienmesse MIPIM wurde 2021 kurzfristig abgesagt, die EXPO REAL in München fand
in stark reduzierter Form statt. Hieraus ergaben sich im Jahresverlauf Budgetver-
schiebungen und Unsicherheiten in der Drittmittelakquisition durch die sonst üblichen
Standbeteiligungen von Unternehmen.
Im Kommunikationsbereich fokussierte sich die KölnBusiness auf Kampagnen und
Maßnahmen, welche mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden.
Die strategische Ausrichtung der KölnBusiness wurde fortgesetzt. Agiles, bereichs-
übergreifendes und zielorientiertes Arbeiten wurde durch ein strategisches Steue-
rungsinstrument (OKR) ermöglicht.
Die bereits bestehende IT-Infrastruktur wurde konsequent ausgebaut. Durch cloudba-
siertes und mobiles Arbeiten konnten Hygienekonzepte sowie Kontaktbeschränkun-
gen problemlos dargestellt werden. Dies galt ebenso für Eigenveranstaltungen, wel-
che entweder in Präsenz, hybrid oder vollständig digital durchgeführt wurden.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Der Pandemieverlauf sowie internationale Krisen bergen hohe Risiken für den Stand-
ort. Wettbewerbsnachteile ergeben sich durch Digitalisierungsdefizite. Eine leistungs-
fähige Stadtverwaltung ist entscheidend für eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung.
Zusätzliche Investitionen am Wirtschaftsstandort benötigen entsprechende Gewerbe-
flächen, um realisiert werden zu können. Es besteht die akute Gefahr, dass Unter-
nehmen, die man vom Standort begeistern konnte, sich mangels Umsetzungsmög-
lichkeiten für ihre Investitionsvorhaben wieder von Köln abwenden.
Werden die Unterstützungsleistungen für die kommunale Wirtschaft verbessert, zum
Beispiel zur resilienten Innenstadtentwicklung im Bereich Einzelhandel & Gastrono-
mie, ergeben sich aber auch Chancen. Der Gründungs- und Innovationsstandort
Köln kann mithilfe der entfristeten Startup-Unit und des Startercenters nachhaltig ge-
stärkt werden.
KÖLNBUSINESS WIRTSCHAFTSFÖRDERUNGS-GMBH
245
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die COVID19-Pandemie, die Ukrainekrise und die dadurch entstandenen Umwälzun-
gen im internationalen Handels- und Zahlungssystem werden die wirtschaftliche Ent-
wicklung sowie die Arbeit der KölnBusiness in 2022 prägen. Die Projektplanung der
KölnBusiness wird in 2022 dynamisch bleiben. Im Zentrum der Arbeit stehen die stra-
tegischen Ziele rund um die Themen agile und digitale Geschäftsprozesse, Ansied-
lungen, Nachhaltigkeit, Gründungsstandort, Resilienz und Attraktivität von Innenstadt
und Veedels-Zentren.
Darüber hinaus bleibt die Leistungsfähigkeit der Verwaltung im Hinblick auf schnelle
Genehmigungsprozesse und die Ausweisung neuer Gewerbeflächen ein entschei-
dender Erfolgsfaktor für die Arbeit der KölnBusiness.
SPEZIELLER TEIL
246
5. Soziales und Gesundheit
SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGMBH
247
SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Boltensternstraße 16
50735 Köln
Kontakt 0221 77755301
www.sbk-koeln.de
Gründungsdatum 31.08.2006
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 45.000.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 100,00%
Tochterunternehmen
Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser eG im
Deutschen Städtetag
1,09%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung, Unterbringung, Betreuung, Versor-
gung und Pflege alter, behinderter, psychisch kranker oder anderweitig in Not leiden-
der oder gefährdeter Menschen, die häusliche Pflege sowie weitere entsprechende
Angebote für diesen Personenkreis, der Betrieb von Werkstätten für Behinderte, die
Aus- und Weiterbildung in pflegerischen, pflegenahen, betreuerischen, handwerkli-
chen und kaufmännischen Berufen. Weiterer Gegenstand ist die Funktion als zentra-
ler Beschäftigungsträger im Rahmen beruflicher und sozialer Rehabilitation nach
dem Sozialgesetzbuch.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Frau Gabriele Patzke
Aufsichtsrat
Herr Ossi Helling
Vorsitzende*r
Herr Thomas Welter (MdR)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Daniel Bauer-Dahm (MdR)
Frau Hanne Cürten
Herr Andreas Greggersen
Frau Katja Hoyer (MdR)
Herr Klaus Keller
Frau Marion Krohn
Herr Michael Paetzold (MdR)
Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg)
Frau Elfi Scho-Antwerpes (MdR)
Frau Friederike Stolle
SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGMBH
248
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Investitionszuschüsse 4.510
- Kommunalbesicherte Verbindlichkeiten (Bürgschaft) zum
31.12. 1.842
- Gewährte Darlehen zum 31.12. 1.025
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 116.972 117.250 116.382
Immaterielle Vermögensgegenstände 359 520 453
Sachanlagen 115.710 115.815 115.085
Finanzanlagen 903 914 844
Umlaufvermögen 69.031 74.607 83.860
Vorräte 544 805 665
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 8.092 6.617 7.017
Kasse, Bankguthaben, Schecks 60.394 67.185 76.179
Rechnungsabgrenzungsposten 284 507 639
Bilanzsumme 186.287 192.364 200.881
Passiva
Eigenkapital 65.073 65.656 66.786
Gezeichnetes Kapital 45.000 45.000 45.000
Kapitalrücklage 11.909 11.909 11.909
Gewinnrücklagen 162 162 162
Bilanzergebnis 8.003 8.586 9.715
Sonderposten 19.278 23.184 23.228
Rückstellungen 31.259 34.620 34.846
Verbindlichkeiten 68.410 66.587 74.079
Rechnungsabgrenzungsposten 2.267 2.317 1.943
Bilanzsumme 186.287 192.364 200.881
SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGMBH
249
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 102.230 108.609 112.494
Bestandsveränderungen 7 -3 -12
Andere aktivierte Eigenleistungen 132 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 16.153 17.273 21.939
Gesamtleistung 118.521 125.879 134.421
Materialaufwand 15.044 18.598 20.122
Personalaufwand 70.308 76.097 78.741
Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.782 20.978 22.470
EBITDA 12.387 10.205 13.088
Abschreibungen 7.581 6.945 9.017
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 36 37 34
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81 104 45
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 0 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.287 2.726 2.913
Steuern vom Einkommen und Ertrag 17 9 24
Sonstige Steuern 82 84 82
Jahresergebnis 536 582 1.130
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 62,8 61,0 57,9
Abschreibungsquote (in %) 6,5 6,0 7,8
Investitionen (T€) 4.734 7.717 8.784
Investitionsquote (in %) 4,0 6,6 7,5
Eigenkapitalquote (in %) 34,9 34,1 33,2
Pensionsrückstellungen (T€) 14.158 16.005 16.890
Kreditverbindlichkeiten (T€) 44.871 42.410 45.851
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 2,6 1,7 2,0
EBIT (T€) 4.806 3.260 4.071
EBITDA (T€) 12.387 10.205 13.088
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.473 1.551 1.610
SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGMBH
250
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Gesamt-/Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH (im folgenden SBK genannt) bie-
tet aufeinander abgestimmte vernetzte Leistungen für Senioren, Menschen mit Behin-
derung und arbeitsuchende Menschen an. Derzeit ist sie in 16 Stadtteilen im Kölner
Stadtgebiet mit einer breiten Angebotspalette, die nahezu alle Dienstleistungen um-
fasst, die alte Menschen oder Menschen mit geistiger, psychischer oder mehrfacher
Erkrankung benötigen, vertreten.
Mit stetig wachsender Zahl älterer Menschen ist in den letzten Jahren auch die Zahl
der Pflegebedürftigen deutlich angestiegen. Der Anteil der pflegebedürftigen Personen
in Köln in der Gruppe der 75-79-Jährigen liegt aktuell bei 16,1%. Am höchsten ist der
Anteil der Pflegebedürftigen in der Gruppe der ab 80 Jahren (2019: 41,4%). Bis zum
Jahr 2040 könnte die Zahl der Pflegebedürftigen um rd. 10.000 Personen auf dann
fast 60.000 steigen.
Weiter ist von einem steigenden Anteil pflegebedürftiger Menschen mit geistiger Be-
einträchtigung auszugehen. Daraus ergeben sich für die Betreuung neue Herausfor-
derungen. Außerdem ändert sich die Zusammensetzung der Gruppe der zu Betreuen-
den insgesamt. Hier ist eine Verschiebung von geistigen Beeinträchtigungen hin zu
Menschen mit späterworbener Hirnschädigung, Kombinationen aus geistiger und psy-
chischer Beeinträchtigung oder erhöhtem pflegerischen Aufwand zu verzeichnen.
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2021 zeigte sich als eine Fortsetzung des ersten Pandemiejahres.
Die bestimmenden Themen waren die Umsetzung der Ende 2020 erstmals eingeführ-
ten Testpflichten und vor allem die regelmäßigen Impfkampagnen für alle Bewoh-
ner*innen, betreute Beschäftigte und Mitarbeiter*innen. Beides bindet enorme Arbeits-
zeit und Kraft, die in Verbindung mit der Belastung, die zu Betreuenden vor Ansteckung
zu schützen, erneut alle bis an die Grenze der Belastbarkeit führte.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie wurden durch verschiedene Ret-
tungspakete aufgefangen. Die Mehrkosten von Schutzmaterialien und anderen zu-
sätzlich nötigen Sach- und Personalkosten sowie Mindererlöse im Pflegebereich wur-
den durch das Krankenhausentlastungsgesetz (§ 150 SBG XI) erstattet. Im Bereich
der Eingliederungshilfe gab es ebenfalls entsprechende Ausgleiche.
Außerdem regelt die Corona Testverordnung die Finanzierung der Sach- und Perso-
nalkosten, der umfangreichen verpflichtenden Testungen mit PoC Tests von Besu-
cher*innen, Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen.
Die Belegungssituation in der stationären Pflege zeigte sich zu Beginn des Jahres
schwierig. Zu diesem Zeitpunkt war die Impfquote noch nicht sehr hoch und das wei-
tere Infektionsgeschehen unsicher. Es bestand Unsicherheit bei Angehörigen und
SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGMBH
251
Kunden*innen bzgl. des Risikos einer stationären Versorgung. Dies wandelte sich im
Frühsommer, sodass die durchschnittliche Belegung im Berichtsjahr bei 96,5% lag.
Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um +3,9 Mio. € (+3,6%).
Es gab eine Erhöhung der Entgelte in fast allen Bereichen.
Die Personalkosten erhöhten sich um +2,6 Mio. € (+3,5%). Dahinter steht die Tarifer-
höhung zum 01.04.2021, die Einführung neuer Zulagen im Pflegedienst und ein Zu-
gang von Mitarbeitern um rd. 44 Vollkräfte. Es handelt sich u.a. um Personal für die
Besuchsbegleitung in den Pflegeheimen sowie für die Durchführung der Schnelltests
im Testzentrum.
Das Wirtschaftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresergebnis in Höhe von 1.130 T€ ab.
Der Überschuss übertrifft das geplante Ergebnis u.a. aufgrund dem Veräußerungser-
lös der geerbten Eigentumswohnung. Insgesamt wird das Ergebnis aus einer Vielzahl
von Sondersachverhalten beeinflusst, die nicht planbar waren.
Die Vermögenslage der SBK ist ausgewogen. Das Anlagevermögen wird zu über
100% durch Eigenkapital, Sonderposten und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Das
Eigenkapital nahm um den Jahresüberschuss (+1.130 T€) auf 66,8 Mio. € zu. Das
Eigenkapital und der Sonderposten entsprechen 44,8% (46,2% i.Vj.) der Bilanz-
summe.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die Pflegereform hat eine allgemeine Bezahlung der Pflege- und Betreuungskräfte
nach Tariflohn festgeschrieben. Private Mitbewerber werden gezwungen sein, ihre
Preise anzupassen. Dies könnte ein Wettbewerbsvorteil für die SBK sein.
Trotz erheblicher Aktivitäten zeigen sich mehr und mehr Engpässe bei Fach- und Füh-
rungskräften.
Die steigende Herausforderung ist, den Bedarf vor allem an Fachpersonal sicherzu-
stellen. Durch vielfältige Aktionen und den Ausbau der Akademie für Pflegeberufe un-
ternimmt die SBK seit Jahren große Anstrengungen, alle ihre Stellen zu besetzen.
Durch die Generalisierung der Ausbildung ist die Abwerbung der Auszubildenden in
Krankenhäuser nochmal verschärft worden.
Die Folgen des Klimawandels werden das Unternehmen in den nächsten Jahren vor
neuen Herausforderungen stellen. Zum einen gefährden bereits jetzt zunehmende Hit-
zeperioden mit Trockenheit, aber auch Stürme und Extremniederschlagsereignisse die
Baumbestände, zum anderen sind anhaltend lange Hitzetage eine Gefahr für die pfle-
gebedürftigen Bewohner*innen.
Die SBK hat die Risiken, aber auch die sich bietenden Chancen als zukunftsorientier-
tes Unternehmen erkannt. So will die SBK in den nächsten Jahren effizienter mit Res-
sourcen umgehen, indem Energie, Wasser und Abfall deutlich eingespart werden, die
SBK SOZIAL-BETRIEBE-KÖLN GGMBH
252
E-Mobilität ausgebaut wird und die Grünflächen durch Aufforstungen und Anpassung
der Vegetation an den Klimawandel zukunftsfest gemacht werden. Außerdem sind an
verschiedenen Standorten Photovoltaik Anlagen geplant. Die SBK wurden für die er-
folgreiche Teilnahme am Ökoprofit-Projekt für den unternehmensweiten Einsatz für
mehr Nachhaltigkeit von der Stadt Köln ausgezeichnet.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die pandemieunabhängigen finanziellen, politischen und gesellschaftlichen Rahmen-
bedingungen, die für die erfolgreiche Tätigkeit der SBK bestimmend sind, unterliegen
einem Wandel, der sehr schnelle Anpassungen erfordert. Die bereits angesprochenen
gesetzlichen Regelungen, sowie die fortschreitende Digitalisierung ziehen weiterhin
erhebliche Veränderungen im Unternehmen nach sich.
Dank des großen Engagements aller Beschäftigten und ihrer besonderen Identifikation
mit dem Unternehmen und der damit einhergehenden besonderen Dienstleistungs-
qualität hat das Unternehmen seinen guten Ruf in der Pandemie noch ausgebaut.
Diese Eigenschaften werden sich auch in der Bewältigung der nächsten Herausforde-
rungen wie zum Beispiel der allgemein hohen Preissteigerungen aufgrund des Ukrai-
nekrieges positiv auswirken und sind entscheidend für die Zukunft.
Ungeachtet aller genannten Maßnahmen ist die Entwicklung der Ertragslage sowie die
Entwicklung der Liquidität risikobehaftet. Weder die aktuelle Vermögenslage noch lau-
fende Projekte bieten derzeit jedoch Hinweise auf bestandsgefährdende Risiken.
KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH
253
KLINIKEN D ER STAD T KÖLN GGMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Neufelder Straße 34
51067 Köln
Kontakt 0221-8907 0
www.kliniken-koeln.de
Gründungsdatum 01.01.2004
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 17.000.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 100,00%
Tochterunternehmen
RehaNova Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH 100,00%
Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser eG im
Deutschen Städtetag
1,09%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Zweck der Gesellschaft ist die Förderung
des öffentlichen Gesundheitswesens insbesondere durch die bedarfsgerechte
Versorgung der Bevölkerung der Stadt Köln vor allem durch ambulante, vor-,
nach-, voll- und teilstationäre Krankenversorgung mit leistungsfähigen wirt-
schaftlich gesicherten Krankenhäusern, Medizinischen Versorgungszentren
und Rehabilitationseinrichtungen sowie die medizinisch zweckmäßige und
ausreichende Versorgung der in diesen Krankenhäusern, Medizinischen Ver-
sorgungszentren und Rehabilitationseinrichtungen behandelten Patientinnen
und Patienten;
der Aus-, Fort- und Weiterbildung insbesondere durch die Bereithaltung theo-
retischer und / oder praktische Lehrangebote, vor allem im Bereich der medizi-
nischen Berufe und der Pflegeberufe. Darüber hinaus kann die Gesellschaft in
sämtlichen anderen Berufen ausbilden, soweit sie dazu über die rechtlichen
und fachlichen Voraussetzungen verfügt;
die Forschung und Lehre im Bereich der Medizin und der Pflege insbesondere
im Rahmen des Betriebes von akademischen Lehrkrankenhäusern in Zusam-
menarbeit mit Hochschulen und Hochschuleinrichtungen.
KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH
254
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Kliniken und Medizinischen Ver-
sorgungszentren einschließlich der Schulen für Pflegeberufe.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Holger Baumann
Aufsichtsrat
Herr Dr. Ralf Unna (MdR)
Vorsitzende*r
Frau Ursula Gärtner (MdR)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Beate Hane-Knoll
Herr Joachim Heinlein
Herr Sven Kaske (MdR)
Herr Michael Paetzold (MdR)
Herr Dr. Thomas Portz
Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg)
Frau Uschi Röhrig (MdR)
Herr Hartmut Steffens
Herr Thomas Stiefelhagen
Frau Heike Wolf
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
BW Partner Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mbB
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Gesellschafterdarlehen (zum 31.12.) 291.900
KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH
255
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 168.759 184.485 202.719
Immat. Vermögensgegenstände 3.274 3.311 4.153
Sachanlagen 165.360 168.892 185.551
Finanzanlagen 124 12.281 13.015
Umlaufvermögen 128.697 162.153 175.296
Vorräte 15.260 16.079 15.368
Ford. und sonst. Vermögensg. 90.862 109.599 121.937
Kasse, Bankguthaben, Schecks 22.575 36.475 37.991
Rechnungsabgrenzungsposten 178 128 77
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung 23 0 0
Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag 100.149 148.722 201.929
Bilanzsumme 397.805 495.488 580.022
Passiva
Eigenkapital 0 0 0
Gezeichnetes Kapital 17.000 17.000 17.000
Kapitalrücklagen 45.879 45.879 45.879
Gewinnrücklagen -112.739 0 0
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 0 -163.028 -211.601
Jahresergebnis -50.288 -48.573 -53.207
Nicht gedeckter Fehlbetrag 100.149 148.722 201.929
Sonderposten 59.596 58.328 65.218
Rückstellungen 85.729 118.008 131.404
Verbindlichkeiten 252.480 319.152 383.400
Bilanzsumme 397.805 495.488 580.022
KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH
256
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Erlöse aus Krankenhausleistungen 283.780 312.540 308.402
Erlöse aus Wahlleistungen 11.921 11.217 10.341
Erlöse ambul. Leistungen 20.968 19.292 20.063
Nutzungsentgelte der Ärzte 7.852 6.483 6.421
Umsatzerlöse nach § 277 (1) HGB 35.087 34.134 33.178
Bestandsveränderungen 1.923 -1.683 -392
Sonstige betriebliche Erträge 13.803 13.833 23.879
Erlöse und betriebl. Erträge 375.334 395.816 401.892
Materialaufwand 112.388 116.152 127.891
Personalaufwand 252.833 256.849 267.436
Zwischenergebnis 10.113 22.814 6.565
Abschreibungen 15.779 14.857 14.786
Sonstige betriebl. Aufwendungen 37.044 43.484 41.844
EBIT -42.711 -35.527 -50.065
Zinsen und ähnl. Erträge 31 10 31
Abschreibung Finanzanlagen 645 0 0
Zinsen und ähnl. Aufwendungen 6.719 8.777 2.886
Steuern Einkommen und Ertrag 163 4.204 223
Sonstige Steuern 83 75 64
Jahresergebnis -50.288 -48.573 -53.207
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 42,4 37,2 35,0
Abschreibungsquote (in %) 9,4 8,6 7,8
Investitionen (T€) 11.988 30.659 26.664
Investitionsquote (in %) 7,1 16,6 13,2
Eigenkapitalquote (in %) 0,0 0,0 0,0
Pensionsrückstellungen (T€) 30.966 38.830 41.191
Kreditverbindlichkeiten (T€) 70.598 4.159 30.758
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) -11,0 -8,0 -8,7
EBIT (T€) -42.711 -35.527 -50.065
EBITDA (T€) -26.931 -20.670 -35.279
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 4.404 4.470 4.574
KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH
257
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf dem deutschen Gesundheitsmarkt
Nach einer Rekordsumme bei den deutschen Gesundheitsausgaben im ersten
Coronajahr 2020 geht das Statistische Bundesamt für 2021 von einem weiteren An-
stieg aus. Unter anderem die Kosten für Coronatests und -impfungen sind Schätzun-
gen zufolge dafür verantwortlich, dass die Kosten auf rund 466 Mrd. € kletterten. Das
wären gut 25 Mrd. € oder 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Bundesamt am 7.
April 2022 in Wiesbaden mitteilte.
Im Jahr 2020 versorgten 1.903 Krankenhäuser (Vorjahr: 1.914) mit 951.936 Vollkräf-
ten (Vorjahr: 928.097) rd. 16,8 Mio. Patienten (Vorjahr: 19,4 Mio.).
In Köln und Umgebung sind die Kliniken der Stadt Köln gGmbH neben der Universi-
tätsklinik Köln der größte Anbieter im Bereich der Regel- und Maximalversorgung.
Beschreibung des Geschäftsverlaufs
Die Kliniken der Stadt Köln haben im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr ein
rückläufiges Jahresergebnis von -53,2 Mio. € (Vorjahr: -48,6 Mio. €) erwirtschaftet. Im
Vergleich zum gemäß Wirtschaftsplan geplanten Ergebnis (-41,4 Mio. €) ist eine
deutlich negative Abweichung zu verzeichnen.
Das negative Jahresergebnis zeigt im operativen Geschäft ein deutliches Minus.
Neben den Belastungen, die aus der COVID-19-Pandemie resultieren, trugen hierzu
insbesondere das zunehmende Auseinanderklaffen von Preisentwicklungen auf der
Leistungsseite zu den im Vergleich überproportionalen Steigerungen auf der Kosten-
seite bei. Dabei kamen neben den Steigerungen auf der Personalkostenseite insbe-
sondere überproportionale Sachkostensteigerungen durch die Zunahme der Aufwen-
dungen für den Medizinischen Bedarf um 7,6 Mio. € und Personalleasing um 3,8 Mio.
€ sowie für Laborleistungen von 0,8 Mio. € insbesondere für PCR-Testungen zum
Tragen.
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Mio. € gesunken. Ursächlich
hierfür sind neben der Leistungsentwicklung die gestiegenen Erlösschmälerungen,
insbesondere infolge von gestiegenen Ausgleichsverrechnungen in Höhe von 10,9
Mio. €. Darüber hinaus sind wiederum hauptsächlich bedingt durch die Pandemie die
Erlöse aus Wahlleistungen um 8,0 % auf 10,3 Mio. € gesunken.
Im Bereich der Personalaufwendungen wurde der gemäß Wirtschaftsplan formulierte
Planwert um 10,2 Mio. € bzw. 4,0 % überschritten. Die Anzahl der Vollkräfte beträgt
im Jahresdurchschnitt 2021 3.287 VK (Vorjahr: 3.238 VK) und ist damit um 49 VK ge-
genüber dem Vorjahr gestiegen.
Die Ausgleichs- und Zuschlagszahlungen für das Freihalten von Betten und die Be-
handlung von COVID-19-Patienten in Höhe von 20,7 Mio. € bewegten sich auf dem
Vorjahresniveau von 20,9 €.
KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH
258
Beschreibung der Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Chance: Gute Marktpositionierung
Die Kliniken der Stadt Köln sind am Markt gut positioniert und genießen auch überre-
gional einen sehr guten Ruf. Im Einzugsgebiet von Düsseldorf über Aachen und
Bonn haben sie einen Marktanteil von rd. 12 % und annähernd gleiche Fallzahlen
wie die umliegenden Universitätskliniken. Durch ihr breites medizinisches Spektrum,
die vorteilhafte Mischung von Maximalversorgung und Grund- bzw. Regelversorgung
sind die Kliniken gut aufgestellt. Durch die gezielte strategische Ausrichtung der ein-
zelnen Kliniken auf Vervollständigung der Wertschöpfungskette innerhalb eines Fa-
ches und Breite des Angebotes wird horizontal und vertikal diversifiziert. Das ermög-
licht zum einen eine vollständige Behandlung des Patienten (One-stop-shopping-An-
satz), aber auch eine sehr breite Ausbildung der Mitarbeiter. Letzteres ist nach aktu-
ellen Studien der wichtigste Faktor für die Auswahl eines Arbeitgebers. Zukünftig gilt
es daher, die Integration der Sektoren um Kompetenzzentren weiter auszubauen.
Chance: Personalentwicklungskonzept
Darüber hinaus wird durch das Personalentwicklungskonzept sowohl das Aus-, Fort-
und Weiterbildungsspektrum vergrößert, als auch die Qualifikation der Mitarbeiter er-
höht, insbesondere durch den Ausbau der Lehrstühle mit der Universität Witten-Herd-
ecke. Im Ergebnis erhöht sich so die Qualität des Personals, was wiederum den Pati-
entenzuspruch verbessert. Somit bleiben die Kliniken im Wettbewerb um Mitarbeiter
und Patienten auch für die Zukunft sehr gut aufgestellt.
Risiko: Fachkräftemangel
Der Fachkräftemangel im Gesundheits- und Pflegebereich führt zu nicht absehbaren
Kostensteigerungen sowie zu Mindererlösen, die aus der Schließung von Betten so-
wie ganzer Stationen resultieren. Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter wird die
größte Herausforderung für die Zukunft sein.
Risiko: Tarifanpassungen übersteigen Erlössteigerungen
Die zukünftigen Rahmenbedingungen bleiben für den Gesundheitsmarkt herausfor-
dernd. Tarifabschlüsse (TVöD und TVÄ) einerseits und die restriktive Finanzierungs-
politik von Krankenkassen und Bund andererseits führen zu einer nicht unwesentli-
chen Finanzierungslücke.
Risiko: Investitionsstaus
Die Investitionskosten der Krankenhäuser werden schon lange nicht mehr alleine
durch Fördermittel finanziert. Die Investitionsförderquote in NRW ist seit 1972 von
24,9 % auf heute ca. 4 %, somit um knapp 21 % abgesunken. NRW liegt bei der
Krankenhausförderung bundesweit auf einem der letzten Plätze. Auch die Baupau-
schale, die als zukunftsweisendes Modell angesehen wurde, wird die gravierende
KLINIKEN DER STADT KÖLN GGMBH
259
Unterfinanzierung im Bereich der Krankenhausförderung durch das Land nicht been-
den.
Dazu kommen weitere erhebliche Kostensteigerungen in den Bereichen Energie,
Haftpflichtversicherungsprämien, Medikamente und Medizintechnik.
Das RWI und die hcb haben für die NRW-Kliniken einen kumulierten Investitionsstau
von inzwischen 13,8 Milliarden Euro errechnet. Die jährlichen Investitionsfördermittel
des Landes sind demnach bezogen auf die Erlöse der Krankenhäuser von 4 Prozent
im Jahr 2007 auf 2,8 Prozent im Jahr 2019 gesunken.
Die Förderlücken schließen die Krankenhäuser zum Teil selbst. Allerdings gelingt es
zunehmend weniger Krankenhäusern, mit Investitionen aus Eigenmitteln den Sub-
stanzverlust aufzuhalten, wie das Gutachten aufzeigt: Nur ein Drittel (35 Prozent) war
dazu noch in der Lage. Demgegenüber verfügten zwei Drittel höchstens über schwa-
che (24 Prozent) oder gar keine (41 Prozent) Ressourcen für Investitionen. Die Kon-
sequenz daraus: Das Sachlagevermögen der Kliniken verringert sich seit Jahren in
Relation zu ihren Erlösen.
Insgesamt bauen sich hierdurch erhebliche Investitionsstaus auf.
Risiko: Weiterer Verlauf der COVID-19-Pandemie
Der weitere Verlauf der Pandemie birgt weiterhin das Risiko der Leistungsreduzie-
rung durch notwendige Bettenfreihaltung, Krankheitsausfälle und Überlastungssitua-
tionen.
Risiko: Inflation
Der weitere Verlauf des Krieges wird erhebliche Auswirkungen auf die zukünftige ge-
samtwirtschaftliche Entwicklung haben und insbesondere das zukünftige Lohn- und
Gehaltsniveau sowie das allgemeine Kostenniveau maßgeblich beeinflussen. Inwie-
fern die gestiegenen Kosten erlösseitig abgefangen werden können, bleibt abzuwar-
ten.
Beschreibung der erwarteten Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die Klinken der Stadt Köln werden durch ein strategisch neu ausgerichtetes Stand-
ortkonzept und die begonnene Umsetzung hin zur Zentren-Organisation ihre Markt-
position in Köln und Umgebung wesentlich verbessern. Durch die Zentralisierung von
medizinischen Leistungen werden Grenzen zwischen Fachdisziplinen aufgehoben
und Experten von Erkrankungen arbeiten interdisziplinär als fachliches Team zusam-
men. Die daraus resultierenden Synergien führen zu einer kostengünstigeren Leis-
tungserbringung mit einem maximalen medizinischen Output.
REHANOVA NEUROLOGISCHE REHABILITATIONSKLINIK GGMBH
260
REHAN OVA N EUROLOGISCHE REH ABILITAT ION SKLIN IK GGM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Ostmerheimer Str. 200
51109 Köln
Kontakt 0221-2784 0
www.rehanova.de
Gründungsdatum 24.10.1995
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 25.750 €
Gesellschafter
Kliniken der Stadt Köln gGmbH 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer neurologischen Rehabilitations-
klinik für Schädel-Hirn-Patienten in Köln-Merheim für Mitglieder der gesetzlichen
Krankenversicherung, der Berufsgenossenschaften / Rentenversicherungsträger und
für Privatpatienten. Die Gesellschaft wird in enger Kooperation mit dem Krankenhaus
Köln-Merheim, einem Betriebsteil der Kliniken der Stadt Köln gGmbH, betrieben.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Prof. Dr. Horst Kierdorf
Aufsichtsrat
Herr Joachim Heinlein
Vorsitzende*r
Frau Ursula Gärtner (MdR)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Holger Baumann
Herr Michael Paetzold (MdR)
Herr Prof. Dr. Harald Rau (Bg)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
BW Partner Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mbB
REHANOVA NEUROLOGISCHE REHABILITATIONSKLINIK GGMBH
261
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 15.053 16.461 16.982
Jahresergebnis (T€) -2.863 -1.384 -1.571
Eigenkapital (T€) 0 0 0
Bilanzsumme (T€) 12.747 14.445 14.794
Investitionen (T€) 383 390 167
Verbindlichkeiten (T€) 11.813 12.882 13.550
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 277 175 176
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH (nachfolgend: Reha-
Nova) ist eine auf die Rehabilitation von schwerst schädel-/hirnverletzten Patienten
spezialisierte Klinik mit 132 Betten.
Die Branchenentwicklung zeigt folgende wesentliche Trends:
Reduzierung der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland
Erkennbare Tendenz den Rehabilitationssektor zukünftig weiter zu „verschlan-
ken“
Patientenpotential der RehaNova mit neurologischen Krankheitsbildern wird
wachsen, da mit älterwerdender Bevölkerung die Anzahl neurologischer
Krankheitsbilder wie bspw. Schlaganfällen zunimmt
deutliche Unterversorgung in NRW im Bereich der neurologisch-neurochirurgi-
schen Frührehabilitation, aber insbesondere in der Schlaganfallversorgung an
der Schnittstelle zwischen Akutversorgung am Krankenhaus und anschließen-
der Rehabilitation an Reha-Kliniken.
In dieser frühen Phase der Rehabilitation ist eine direkte Anbindung an das
Akut-KH aufgrund des noch intensiven med. Versorgungsbedarfs wichtig, was
für die RehaNova aufgrund ihrer engen Kooperation und direkten Anbindung
an das Klinikum Merheim zutrifft.
zunehmender Fachkräftemangel und erhebliche Personalkostensteigerungen,
die Pflegesatzanpassungen nicht vollständig kompensieren.
REHANOVA NEUROLOGISCHE REHABILITATIONSKLINIK GGMBH
262
Geschäftsverlauf
Die RehaNova schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresfehlbetrag von
1.571 T€ ab (Vj.: -1.384 T€). Trotz der durch die Pandemie schlechten Rahmenbe-
dingungen wurde das Ergebnis laut Wirtschaftsplan nur knapp verfehlt (Planergebnis:
-1.390 T€).
Wesentliche Entwicklungen:
Steigerung der Umsatzerlöse um 8,6 % aufgrund erfolgreicher Inbetriebnahme
von 10 Betten in der Akut-Frührehabilitation, die Gesamterlöse lt. Wirtschafts-
plan wurden um 2,5 % übertroffen.
Steigerung der Erlöse aus Reha-Leistungen infolge einer höheren durch-
schnittlichen Belegung (von 91,3 auf 96,6) führte zu besserer Auslastung (75,7
%; Vorjahr 71,7 %).
Anstieg der Personalaufwendungen um 2,1 % infolge von Tariferhöhung und
Aufbau von Personal
Zunahme des Materialaufwands um 22,8 % insbesondere aufgrund von ver-
mehrten Isolierungsmaßnahmen und Schutzausrüstungen, erheblichen Kos-
ten der Testungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie sowie Einsatz von
Leiharbeitskräften im medizinischen Bereich.
Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 8,7 % hauptsäch-
lich aufgrund geringerer Beratungsaufwendungen.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Wesentliche Risiken:
Zu geringe Leistungserbringung mit unmittelbar negativer finanzieller Auswir-
kung
Mangelnde Verfügbarkeit von Fachkräften im pflegerischen, ärztlichen und
therapeutischen Bereich
zunehmender Schweregrad der behandelten Patienten ermöglicht die Versor-
gung einer rückläufigen Patientenzahl
Behandlungskosten sind durch Tagessätze insbesondere in den Phasen B
und C nicht gedeckt.
Wesentliche Chancen:
Ausbau der Akut-Frührehabilitation
Hohe Spezialisierung und vorhandene Fachkunde
direkte räumliche und funktionale Anbindung an das Krankenhaus Merheim
REHANOVA NEUROLOGISCHE REHABILITATIONSKLINIK GGMBH
263
ausgezeichneter Ruf auf nationalem und internationalem Markt
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Auch das Ergebnis 2022 wird durch die andauernde Covid-19-Pandemie und Hochin-
flation erheblich belastet.
CHEMISCHES UND VETERINÄRUNTERSUCHUNGSAMT RHEINLAND
AÖR
264
CHEMISCH ES UND VET ERIN ÄRUNT ERSUCHUN GSAMT RH EIN LAND AÖR
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Winterstraße 19
50354 Hürth
Kontakt 02233 96839-0
www.cvua-rheinland.de
Gründungsdatum 01.01.2011
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 300.000 €
Gesellschafter
Land Nordrhein-Westfalen 30,00%
Bundesstadt Bonn 5,83%
Kreis Düren 5,83%
Kreis Euskirchen 5,83%
Kreis Heinsberg 5,83%
Oberbergischer Kreis 5,83%
Rhein-Erft-Kreis 5,83%
Rhein-Sieg-Kreis 5,83%
Rheinisch-Bergischer Kreis 5,83%
Stadt Aachen 5,83%
Stadt Köln 5,83%
Stadt Leverkusen 5,83%
Städteregion Aachen 5,83%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Das CVUA Rheinland ist nach § 4 des IUAG NRW zuständig für die Untersuchungen
und Kontrollen auf dem Gebiet des Lebensmittel- und Futtermittelrechts, der Tierseu-
chenbekämpfung, der Tiergesundheit und des Tierschutzes, u.a. auch damit zusam-
men hängende Beratung, Erstellung von Gutachten, Beurteilungen und Stellungnah-
men.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Frau Dagmar Pauly-Mundegar
Vorsitzende*r
Herr Rainer Lankes
CHEMISCHES UND VETERINÄRUNTERSUCHUNGSAMT RHEINLAND
AÖR
265
Verwaltungsrat
Herr Dirk Hürtgen
Vorsitzende*r
Herr Martin Gawrisch
(bis 31.10.2021)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Marion Groß
(ab 01.11.2021)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Dr. Hans-Helmut Ahlborn
Herr David Baier
Herr Dr. Thomas Delschen
Herr Dr. Peter Heyde
Frau Birgit Hähn
Herr Dr. Markus Kremer
Frau Dr. Christine Krüger
Frau Anette Kupferschmidt-Fritz
Herr Alexander Lünenbach
Herr Konrad Peschen
Herr Heinz Rosell
(bis 31.05.2021)
Herr Dr. Johannes Westarp
Frau Birgit Wonneberger-Wrede
(ab 01.06.2021)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Entgeltanteil gemäß Entgeltordnung 2.237
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 9.961 10.111 10.972
Jahresergebnis (T€) -694 -709 196
Eigenkapital (T€) 3.257 2.548 2.745
Bilanzsumme (T€) 32.787 33.216 34.812
Investitionen (T€) 518 447 421
Verbindlichkeiten (T€) 11.211 10.513 9.755
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 85 86 84
CHEMISCHES UND VETERINÄRUNTERSUCHUNGSAMT RHEINLAND
AÖR
266
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Das CVUA Rheinland finanziert sich im Wesentlichen aus Entgelten der Träger, dar-
über hinaus aus Gebühren. Das Stammkapital beträgt 300.000 €.
Geschäftsverlauf
Das operative Geschäft ist im Wesentlichen entsprechend der vorgesehenen Planun-
gen verlaufen. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Ausschlag-
gebend für das gegenüber der Planung trotzdem verbesserte Ergebnis des CVUA
Rheinland sind die geringen Belastungen für Pensions- und Beihilfeverpflichtungen
sowie geringere Personalkosten.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die Kooperation Düsseldorf/Mettmann ist zum 01.01.2020 dem CVUA-RRW beigetre-
ten. Ca. 4.500 Proben/Jahr aus dieser Kooperation betreffen Warenobergruppen der
Schwerpunktbildung, wodurch eine Anpassung der Schwerpunktbildung innerhalb der
CVUÄ NRW erforderlich war. Diese wurde nach einstimmig durch die CVUÄ im Früh-
jahr 2021 fortgeschrieben. Mit der neuen Aufgabenverteilung wurde zum 01.01.2022
gestartet. Änderungen in der Organisation einzelner Einheiten waren damit ebenso
verbunden wie die Notwendigkeit, neues Fachwissen bei den Mitarbeiterinnen und Mit-
arbeitern aufzubauen. Vorbereitend mussten neue Untersuchungsmethoden einge-
führt und etabliert werden. Das CVUA Rheinland ist fast ausschließlich für die ihm un-
tersuchten Warenobergruppen Kompetenzzentrum und konnte so sein Profil schärfen.
Insgesamt ist die Schwerpunktbildung ohne größere Schwierigkeiten umgesetzt wor-
den und bewährt sich.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Durch eine stufenweise Anpassung der Entgelte zum 01.01.2021, 01.01.2022 und
01.01.2023 ist die Finanzierung des CVUA Rheinland zunächst auf sichere Füße ge-
stellt. Die Entwicklung der Jahresergebnisse der Mittelfristigen Ergebnisplanung zeigt
aber, dass in den kommenden Jahren über auch die zukünftige Höhe der Entgelte
beraten werden muss. Der wirtschaftliche Erfolg wird weiterhin insbesondere von den
Aufwendungen für die Pensions- und Beihilfelasten und der Entwicklung der Zinsen
bestimmt werden.
JUGENDZENTREN KÖLN GGMBH
267
JUGENDZ ENTR EN KÖLN GGMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Christianstraße 82
50825 Köln
Kontakt 0221-54600 300
www.jugz.eu
Gründungsdatum 09.10.1997
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 55.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 51,00%
Jugendhilfe Köln e.V. 49,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die selbstlose Förderung der Kinder und Jugend-
hilfe. Hierzu betreibt die Gesellschaft insbesondere Einrichtungen, die an die Interes-
sen junger Menschen mit und ohne Behinderungen anknüpfen und von ihnen mitbe-
stimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesell-
schaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement anregen und hinführen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Frau Almut Gross
Aufsichtsrat
Frau Ulrike Kessing (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Dr. Ralf Heinen (MdR)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Dr. Nils Helge Schlieben (MdR)
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Iris Frerich
(bis 30.11.2021)
Herr Roman Friedrich
Frau Hanna Parnow
Herr Floris Rudolph (MdR)
Frau Chantal Schalla
Herr Robert Voigtsberger (Bg)
Frau Carola Wewer
JUGENDZENTREN KÖLN GGMBH
268
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Solidaris Revisions-GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Betriebskostenzuschuss 4.822
- Investitionskostenzuschuss 43
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 13.790 13.486 14.068
Jahresergebnis (T€) 34 7 -155
Eigenkapital (T€) 955 961 806
Bilanzsumme (T€) 4.038 3.881 3.865
Investitionen (T€) 135.422 196.986 156
Verbindlichkeiten (T€) 837 752 735
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 637 533 342
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
In 2021 hatte die Jugendzentren Köln gGmbH (kurz: JUGZ) die Trägerschaft für 21
Jugendeinrichtungen (inklusive des Sozialpädagogischen Fußball-Fanprojekts) im
Kölner Stadtgebiet. Die Jugendzentren können von allen Kindern und Jugendlichen
besucht werden. Neben offenen pädagogischen Angeboten werden dort vielfältige
Gruppenangebote, Projekte sowie einrichtungs- und bildungsübergreifende
Maß-nahmen durchgeführt.
Die Gesellschaft ist darüber hinaus Kooperationspartner für Grundschulen im Bereich
der Offenen Ganztagsgrundschulen (OGTS). Mit Aufbau des Systems der Offenen
Ganztagsgrundschulen in Köln hat die Gesellschaft Kooperationsverträge mit insge-
samt 9 Grundschulstandorten geschlossen. Aktuell werden ca. 1.340 Kinder durch
die JUGZ betreut. Die JUGZ hat außerdem Kooperationsverträge mit 9 weiterführen-
den Schulen bzw. Förderschulen in der Sekundarstufe 1 geschlossen.
JUGENDZENTREN KÖLN GGMBH
269
Die Tätigkeiten der Gesellschaft sind überwiegend dem SGB VIII, insbesondere § 11,
zuzuordnen. Die Finanzierung der Jugendarbeit ist dem Grunde, aber nicht dem Um-
fang nach gesetzlich geregelt. Die Finanzierung der Offenen Ganztagsschule, der
Betreuung an weiterführenden Schulen und der Übermittagsbetreuung erfolgt durch
jährliche Zuwendungen der Stadt und des Landes. Die Gesellschaft ist im Wesentli-
chen abhängig von den Mittelzuweisungen, die den Umfang und die Möglichkeiten
der Arbeit bestimmen. Eigene Einnahmen zur Unterstützung der gemeinnütziger
Ziele sind nur in einem untergeordneten Umfang aus Raumvermietungen, Abgabe
von Speisen und Getränke an Jugendliche, Veranstaltungsmaßnahmen, Spenden
und Zinsen zu erzielen. Die wirtschaftlichen Ziele der JUGZ sind vor diesem Hinter-
grund insbesondere auf den effizienten Einsatz der öffentlichen Mittel ausgerichtet.
Geschäftsverlauf
Die JUGZ hat sich im Jahr 2021 etwas besser als geplant entwickelt. Das Ergebnis
der Geschäftstätigkeit ist mit -155 T€ (Vorjahr 6,7 T€) zwar negativ, liegt aber über
dem im Rahmen der Planung prognostizierten Verlust (-245,7 T€), die von noch grö-
ßeren Belastungen aufgrund der Corona-Pandemie ausgegangen ist. Diese Belas-
tungen äußerten sich insbesondere in temporären Schließungen der Einrichtungen,
Ausfall diverser Angebote und deutliche Reduktion der Besucherzahlen aufgrund der
diversen Corona-Schutzmaßnahmen. Darüber hinaus sind die eigenen Erlöse in
2021 durch die Pandemie erneut stark beeinträchtigt worden.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Es ist erklärter Wille des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln, die sozia-
len Träger während der Corona-Pandemie abzusichern, da sie wichtige Infrastruktu-
ren darstellen, die jetzt und künftig benötigt werden. Diese Zusagen durch die Kos-
tenträger führen dazu, dass die JUGZ derzeit in ihrem Bestehen nicht gefährdet ist.
Risiken existieren trotzdem, da nicht abzusehen ist, wie lange die Krise anhalten
wird. Der weitere Ausbau digitaler Angebote wird für die JUGZ von besonderer Be-
deutung sein.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Im Wirtschaftsplan der JUGZ für das Jahr 2022 wird ein negatives Jahresergebnis in
Höhe von -5 T€ ausgewiesen. Dabei wird davon ausgegangen, dass in 2022 die Ein-
schränkungen aufgrund der Corona-Pandemie zurückgenommen werden, Vermietun-
gen und Veranstaltungen wieder möglich sind und somit wieder zusätzliche Einnah-
men generiert werden können. Mittelfristig ist mit einer deutlichen Verschlechterung
der Ergebnissituation der JUGZ zu rechnen, da die Finanzierung der Tariferhöhungen
des Personals bislang nicht gesichert ist.
SPEZIELLER TEIL
270
6. Kultur, Sport und Erholung
KÖLNBÄDER GMBH
271
KÖLNBÄDER GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Kämmergasse 1
50676 Köln
Kontakt 0221 1780
www.stadtwerkekoeln.de
Gründungsdatum 04.12.1997
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 7.675.000 €
Gesellschafter
Stadtwerke Köln GmbH 74,00%
Stadt Köln 26,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Die KölnBäder GmbH betreibt den Betrieb von 13 öffentlichen Bädern, darunter ein
Naturfreibad, und leistet einen wertvollen Beitrag zur Daseinsvorsorge im Rahmen
eines unverzichtbaren Freizeit- und Gesundheitsangebotes der Stadt Köln. Sie stellt
die Infrastruktur für Schwimmvereine und den Schwimmunterricht an Schulen bereit.
Einige Bäder haben ihr Angebot auf Sauna und Fitness erweitert. Im Winter stehen
Eisflächen auf dem Heumarkt den Besuchern des Weihnachtsmarktes und im Lent-
park bereit.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Frau Claudia Heckmann
Herr Dirk Kolkmann
Aufsichtsrat
Herr Ralf Klemm (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Jürgen Kircher (MdR)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Ulrich Breite (MdR)
Herr Max Christian Derichsweiler
(MdR)
Herr Jörg Detjen (MdR)
Herr Thomas Geffe
Frau Iris Januszewski
Herr Manuel Jeschka (MdR)
Herr Peter Pfeifer
Herr Franz Philippi (MdR)
Herr Floris Rudolph (MdR)
Herr Heiko Seifert
Herr Robert Voigtsberger (Bg)
Herr Florian Weber (MdR)
Herr Henk van Benthem (MdR)
KÖLNBÄDER GMBH
272
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Bürgschaften (zum 31.12.) 22.373
BILANZ
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Aktiva
Anlagevermögen 88.775 86.595 82.528
Immaterielle Vermögensgegenstände 139 134 163
Sachanlagen 88.563 86.407 82.317
Finanzanlagen 73 54 48
Umlaufvermögen 1.093 1.217 2.467
Vorräte 111 113 103
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 841 1.030 2.256
Kasse, Bankguthaben, Schecks 141 74 108
Rechnungsabgrenzungsposten 12 141 26
Bilanzsumme 89.880 87.953 85.021
Passiva
Eigenkapital 35.302 35.302 35.302
Gezeichnetes Kapital 7.675 7.675 7.675
Kapitalrücklage 27.627 27.627 27.627
Jahresergebnis 0 0 0
Rückstellungen 5.329 3.787 5.234
Verbindlichkeiten 48.368 48.211 43.685
Rechnungsabgrenzungsposten 881 653 800
Bilanzsumme 89.880 87.953 85.021
KÖLNBÄDER GMBH
273
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2019 2020 2021
Umsatzerlöse 15.922 9.834 8.713
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 53 0
Sonstige betriebliche Erträge 841 798 1.499
Gesamtleistung 16.763 10.685 10.212
Materialaufwand 10.004 8.362 8.118
Personalaufwand 16.402 14.063 12.585
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.740 3.599 4.474
EBITDA -13.383 -15.339 -14.965
Abschreibungen 4.445 4.462 4.361
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanz-AV 1 1 1
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
Wertpapiere des UV 13 10 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.219 802 752
Sonstige Steuern 302 286 323
Erträge aus Verlustübernahme 19.361 20.898 20.400
Jahresergebnis 0 0 0
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 98,8 98,5 97,1
Abschreibungsquote (in %) 5,0 5,2 5,3
Investitionen (T€) 1 2 612
Investitionsquote (in %) 0,0 0,0 0,7
Eigenkapitalquote (in %) 39,3 40,1 41,5
Pensionsrückstellungen (T€) 782 859 958
Kreditverbindlichkeiten (T€) 32.976 36.232 34.244
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) -20,2 -22,8 -23,1
EBIT (T€) -17.828 -19.801 -19.326
EBITDA (T€) -13.383 -15.339 -14.965
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 332 305 283
KÖLNBÄDER GMBH
274
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Kommunen leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge und ermöglichen es
Bürgerinnen und Bürgern in diesem Rahmen, sich sportlich und gesundheitsorientiert
zu betätigen. Dazu zählt der Betrieb von Schwimmbädern als Sportstätten für breite
gesellschaftliche Kreise und Menschen jeglichen Alters.
Mit andauernder Pandemie zeigt sich, wie wichtig solche Orte des städtischen Le-
bens für das soziale Miteinander sind. Die KölnBäder haben sich wie soweit möglich
darum bemüht, ihre Anlagen für Gäste offen zu halten und angesichts laufend wech-
selnder Pandemiebedingungen vor allem so sicher wie möglich zu betreiben.
Geschäftsverlauf
Der Unternehmensverlust und damit auch die Verlustübernahme durch die Stadt-
werke Köln GmbH beträgt 20.400 T€ (Vorjahr 20.898 T€). Der Verlust je Besucher
beläuft sich im Berichtsjahr auf 16,95 € (Vorjahr 13,89 €).
Die Umsatzerlöse sind mit 8.713 T€ um 1.121 T€ und damit rund 11,4 % niedriger als
im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 1.499 T€, hierin sind
Schadensausgleichszahlungen in Höhe von 844 T€. Der Materialaufwand verringerte
sich insgesamt um 244 T€ auf 8.118 T€ (Vorjahr 8.362 T€). Der Personalaufwand ist
auf 12.585 T€ (Vorjahr 14.063 T€) gesunken. Die Abschreibungen auf Sachanlagen
betragen 4.361 T€ (Vorjahr 4.462 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen er-
höhten sich um 875 T€ auf 4.474 T€ (Vorjahr 3.599 T€). Die Erhöhung resultiert ins-
besondere aus höheren Anlagenabgängen von 309 T€ (Vorjahr 0 T€) und höheren
Prüfungs- und Beratungskosten von 695 T€ (Vorjahr 365 T€).
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die KölnBäder haben neben dem Risiko- auch ein Chancenmanagement im Unter-
nehmen implementiert. Beide zusammen dienen als zentrale Planungs- und Steue-
rungssysteme. Dabei sieht das Unternehmen interne wie externe Potenziale als
Chancen, die sich kurz- und langfristig positiv auf die Geschäftstätigkeit auswirken
können. Die daraus abzuleitenden Maßnahmen stimmt die Geschäftsführung im
Rahmen der Planung mit dem operativen Bäderbetriebsmanagement ab. Diese Stra-
tegie funktioniert seit mehr als 20 Jahren erfolgreich.
Die KölnBäder definieren sämtliche Entwicklungen, die sich negativ auf das Errei-
chen der Unternehmensziele auswirken können, als Risiken. Das Risikomanage-
mentsystem der Gesellschaft konzentriert sich darauf, latent vorhandene Risiken
rechtzeitig zu identifizieren und zu analysieren, damit die Gesellschaft gegebenen-
falls frühzeitig reagieren kann. Das System erfüllt die gesetzlichen Anforderungen für
den Umgang mit bestehenden Unternehmensrisiken und orientiert sich an den Rah-
menvorgaben des Stadtwerke Köln Konzerns. Im Geschäftsjahr 2021 konzentrierte
KÖLNBÄDER GMBH
275
sich das Risikomanagement der KölnBäder auf das Risiko durch die Corona – Pan-
demie. Im Geschäftsjahr 2021 meldete die Geschäftsführung der KölnBäder GmbH
regelmäßig die Ergebnisveränderung aufgrund der Corona – Pandemie im Rahmen
des Risikomanagements.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die KölnBäder haben sich in den Jahren ihres Bestehens stetig weiterentwickelt und
ihr Angebot an den Bedürfnissen ihrer Kunden orientiert. In vielerlei Hinsicht sind die
Angebote in den Bädern erheblich attraktiver und zeitgemäßer geworden. In den
kommenden Jahren gilt es, dieses zukunftsfähige Bäderkonzept fortzuschreiben, be-
stehende Angebote weiter zu optimieren und neue zu entwickeln. Die KölnBäder
werden insofern weiterhin in den Erhalt und die Modernisierung ihrer Einrichtungen
investieren. Für das geplante Kids-Spa im Zollstockbad sind Ausgaben in Höhe von
1,1 Mio. € geplant. Für diese Maßnahme wurde ein Förderantrag im Rahmen des „In-
vestitionspakets zur Förderung von Sportstätten“ gestellt und seit dem 16. Juni 2021
liegt ein Zuwendungsbescheid vor. Im Jahr 2022 sollen die Ausführungsplanungen
für den Wassererlebnis- und Pädagogikbereich für Kleinkinder beginnen.
Für die Neuausrichtung der Bereiche Sauna und Fitness des Agrippabades ist ein In-
vestitionsvolumen in Höhe von 9,0 Mio. € vorgesehen. In der ersten Jahreshälfte
2022 sollen das Bauprogramm und der Kostenrahmen der Sanierungsplanung fest-
gelegt sowie die Planungsleistungen ausgeschrieben werden. Für den Neubau der
Schrägfassade des Agrippabades werden 11,2 Mio. € kalkuliert. Im ersten Quartal
2022 soll der Bauantrag für den Neubau der Schrägfassade eingereicht und die Aus-
schreibung der Planungsleistungen vorbereitet werden.
Auf dem ehemaligen Gelände der Sauna des Wahnbades ist die Errichtung einer
schwimmpädagogisch ausgerichteten Kita mit dem Ziel der Übertragung des Betriebs
an einen zuverlässigen und erfahrenen Kita-Betreiber unter Einbindung in die
Schwimm- und Kursangebote des Wahnbades geplant. Hierfür sind Gesamtinvestiti-
onen in Höhe von 5,1 Mio. € vorgesehen.
Im Geschäftsjahr 2022 erwartet die KölnBäder GmbH einen Verlust in Höhe von 20,6
Mio. €. In diese Prognose sind mögliche Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht
eingeflossen. Das derzeitige Infektionsgeschehen lässt nicht vermuten, dass bei-
spielsweise erneute Kapazitätsbeschränkungen notwendig werden oder es zur
Schließung von Einrichtungen kommt. Für die Jahre 2023 bis 2025 ist jeweils mit ge-
ring sinkenden Unternehmensverlusten zu rechnen.
KÖLNMUSIK BETRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFT MBH
276
KÖLNMUSIK BETRIEBS- UND SER VIC EGESELLSCHAFT MBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
Kontakt 0221 204080
www.koelner-philharmonie.de
Gründungsdatum 26.08.1985
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 284.950 €
Gesellschafter
Stadt Köln 89,93%
Westdeutscher Rundfunk 10,07%
Tochterunternehmen
ACHTBRÜCKEN GmbH 49,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens sind der Betrieb des zur vielfältigen, an den Interes-
sen aller Bevölkerungskreise orientierten Nutzung errichteten Konzertsaals der Stadt
Köln „Kölner Philharmonie“ und die Erbringung der damit verbundenen Serviceleis-
tungen sowie die Durchführung von Veranstaltungen außerhalb der "Kölner Philhar-
monie".
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Louwrens Langevoort
Aufsichtsrat
Frau Henriette Reker (OB)
Vorsitzende*r
Herr Dr. Ralph Elster (MdR)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Valerie Weber
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Prof. Hans-Georg Bögner
Herr Stefan Charles (Bg)
(ab 01.10.2021)
Frau Susanne Laugwitz-Aulbach
(bis 31.08.2021)
Herr Knut Lennart Scholz
Frau Brigitta von Bülow (MdR)
KÖLNMUSIK BETRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFT MBH
277
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
West-Rhein-Treuhand GmbH
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Betriebskostenzuschuss 6.634
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 11.471 6.679 4.673
Jahresergebnis (T€) -5.532 -5.428 -6.634
Eigenkapital (T€) 2.990 3.212 2.275
Bilanzsumme (T€) 11.520 8.554 9.946
Investitionen (T€) 1.045 957 526
Verbindlichkeiten (T€) 7.254 3.953 6.228
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 59 59 60
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Entwicklung der Branche
Auch das Jahr 2021 war von der anhaltenden COVID-19-Pandemie geprägt. Auch
wenn sich die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr nach den Berechnungen des sta-
tistischen Bundesamtes um 2,7 % erholt hat, konnte das Vorkrisenniveau noch nicht
erreicht werden. Fast alle Wirtschaftsbereiche konnten trotz des andauernden Infekti-
onsgeschehens und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen aufholen. Vergli-
chen mit dem Vorkrisen-Wert aus 2019 lag das BIP gegenüber 2019 um 2 % niedri-
ger.
In ihrer in 2021 erschienen Studie „German Entertainment and Media Outlook 2021-
2025“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC rechnet die Gesellschaft mit durch-
schnittlichen Wachstumsraten von 4,5 % pro Jahr bis 2025 für den deutschen Medi-
enmarkt. Für das Jahr 2021 erwartet PwC vor dem Hintergrund der Stabilisierung der
pandemischen Lage eine Steigerung von 104,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz
dem wird das Vorkrisenniveau voraussichtlich erst im Jahr 2024 erreicht werden kön-
nen.
KÖLNMUSIK BETRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFT MBH
278
Diese Erwartungen wurden vor Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der
Ukraine sowie den eingeleiteten Sanktionen gegen Russland getroffen. Die Auswir-
kungen auf die Wirtschaft und der Musikbranche sind zum jetzigen Zeitpunkt noch
nicht absehbar.
Veranstaltungsentwicklung
Die Corona-Pandemie hatte in 2021 weiterhin große Auswirkungen für die Bespie-
lung der Kölner Philharmonie. Aufgrund der sich permanent und kurzfristig ändern-
den Corona-Schutz-Verordnungen war das Jahr weiterhin von Änderungen, Umpla-
nungen, Absagen von Konzerten geprägt. Eine Planbarkeit eines Spielbetriebes war
auch in diesem Jahr nicht möglich. Auch der Aufwand für die Konzertveranstaltun-
gen, die stattfinden konnten, war aufgrund der geforderten strengen Hygiene-Schutz-
konzepte sehr personal- und kostenintensiv. Nachfolgende Einschränkungen be-
stimmten den Spielbetrieb für das Jahr 2021:
Zeitraum
2021
Sitzplatzkapazität
Kölner Philhar-
monie
Einschränkungen
2.195 Normalkapazität
Jan - Mai - Spielbetrieb behördlich untersagt
Juni 250 Mindestabstand Besucher 1,5 m im Schachbrett-
muster & Rückverfolgbarkeit Besucher
Juli - Aug 936 Mindestabstand Besucher 1,5 m im Schachbrett-
muster & Rückverfolgbarkeit Besucher
Sep 2.195 3G & Rückverfolgbarkeit Besucher
Okt - Nov 1.738 3G & Rückverfolgbarkeit Besucher
Dez 1.358 2G & Rückverfolgbarkeit Besucher
ab 27.12. 750 2G & Rückverfolgbarkeit Besucher
Im Jahr 2021 setzte die KölnMusik zusammen mit den Hausorchestern vermehrt auf
das Konzert-Streaming unter seiner Marke philharmonie.tv. Online wurde im Ge-
schäftsjahr eine Vielzahl von Konzerten Online als Video-Streaming angeboten.
Im Geschäftsjahr 2021 wurden in der Kölner Philharmonie 145 Veranstaltungen –
teils als Doppelkonzerte an einem Tag - durchgeführt, davon 75 KölnMusik-Veranstal-
tungen (Vorjahr: 170, 2019: 429 Veranstaltungen, davon 81, 2019: 194 KölnMusik-
Veranstaltungen) inklusive 0 Philharmonie Lunch-Veranstaltungen (Vorjahr: 6, 2019:
30 Veranstaltungen) und 5 Koproduktionen (Vorjahr: 5, 2019: 8). Durch die erneute
der Schließung der Kölner Philharmonie von Januar bis Mai 2021 mussten für diesen
Zeitraum alle verkauften Eintrittskarten rückabgewickelt werden. Die Abonnements
der KölnMusik-Veranstaltungen für die Spielzeit 2020/2021 wurden für das Jahr 2021
aufgrund der sich laufend ändernden Corona-Schutz-Verordnungen nicht aufgelegt.
Ab Oktober 2021 wurden für die zweite Spielzeithälfte (Januar bis Juni 2022) anteilig
Abonnements in den Verkauf gegeben.
KÖLNMUSIK BETRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFT MBH
279
Unternehmensrisiko
Die zurzeit noch bestehende Corona-Pandemie in Deutschland birgt weiterhin Risi-
ken auf das Geschäftsergebnis der Gesellschaft. Sollten neue Virus-Varianten mit er-
heblichen Ansteckungsgefahren auftreten, könnten die zurzeit aufgehobenen behörd-
lichen Verordnungen wieder in Kraft gesetzt werden, die zu erheblichen Einschrän-
kungen des Veranstaltungsbetriebes bis hin zur Einstellung des Spielbetriebes füh-
ren.
Derzeit nicht absehbar ist der Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Uk-
raine. Sollten die bisher eingeleiteten und zukünftige Sanktionen gegen Russland er-
heblichen Einschränkungen im Konsumverhalten in Deutschland mit sich bringen,
könnte dies auch nachhaltige Auswirkungen auf den Umsatz der Gesellschaft mit
sich bringen.
Der Fortbestand des Unternehmens ist nur gesichert, wenn die jährlich anfallenden
Jahresfehlbeträge durch die Gesellschafter aufgefangen werden. Insbesondere
durch die Corona-Krise zusätzlich entstehende Verluste müssen durch staatliche
Stellen und weiteren Hilfsprogrammen für die Veranstaltungsbranche entwickelt und
ausgebaut werden, damit die Kultur die Pandemie überstehen kann.
Gesamtwirtschaftliches Branchenrisiken
Konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft, insbesondere durch die Corona-
Krise und den Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine können
das Geschäft durch verändertes Konsumverhalten der Besucher beeinflussen und
sich sowohl positiv als auch negativ auf Umsatz und Unternehmensergebnis auswir-
ken. Durch den langen Verzicht auf Kulturveranstaltungen kann sich das Umsatzer-
gebnis in den nächsten Jahren positiv auswirken.
ACHTBRÜCKEN GMBH
280
ACHTBRÜC KEN GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
Kontakt 0221 204080
www.achtbruecken.de
Gründungsdatum 22.07.1991
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 26.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 51,00%
KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft mbH 49,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Erarbeitung der künstlerischen, wirtschaftli-
chen und organisatorischen Konzeption sowie die Durchführung eines Musikfestivals.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Louwrens Langevoort
Aufsichtsrat
Frau Henriette Reker (OB)
Vorsitzende*r
Herr Dr. Ralph Elster (MdR)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Valerie Weber
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Prof. Hans-Georg Bögner
Herr Stefan Charles (Bg)
(ab 01.10.2021)
Frau Susanne Laugwitz-Aulbach
(bis 31.08.2021)
Herr Knut Lennart Scholz
Frau Brigitta von Bülow (MdR)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
ACHTBRÜCKEN GMBH
281
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
West-Rhein-Treuhand GmbH
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Betriebskostenzuschuss Stadt Köln 450
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 799 343 715
Jahresergebnis (T€) -493 -228 -421
Eigenkapital (T€) 243 465 494
Bilanzsumme (T€) 395 533 565
Investitionen (T€) 0 0 0
Verbindlichkeiten (T€) 109 42 39
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 4 4 4
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Veranstaltungsentwicklung
Unter dem Titel »Kosmos | Comic« sollte vom 17. März bis 28. März und vom 30. Ap-
ril bis 09. Mai 2021 die elfte Ausgabe des Musikfestivals ACHT BRÜCKEN | Musik für
Köln stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie und des damit einhergehenden be-
hördlich angeordneten Veranstaltungsverbotes wurden alle Veranstaltungen für das
Publikum abgesagt.
Von den ursprünglich geplanten 47 Veranstaltungen der Festivalausgabe konnten 27
als Stream realisiert und somit 13 der größtenteils vom Festival beauftragten Kompo-
sitionen uraufgeführt werden. Die produzierten Streams wurden dem Publikum auf
Abruf kostenlos auf der Homepage zur Verfügung gestellt.
Die Erwartungen an die Auslastung der digitalen Konzerte wurden weit übertroffen.
Die Gesellschafter haben beschlossen, das Festival für das Jahr 2021 mit insgesamt
450 T€ zu finanzieren. In der Sitzung am 23.03.2021 hat der Rat der Stadt Köln be-
schlossen, der ACHTBRÜCKEN GmbH zur Durchführung des Musikfestivals "ACHT-
BRÜCKEN Musik für Köln" in den Jahren 2022 bis 2024 folgende Betriebskostenzu-
schüsse zu gewähren.
2022: T€ 415,8
2023: T€ 413,8
2024: T€ 421,5
ACHTBRÜCKEN GMBH
282
Unternehmensrisiko
Der Fortbestand des Unternehmens ist nur gesichert, wenn die jährlich anfallenden
Jahresfehlbeträge durch die Gesellschafter aufgefangen werden. Weitere Risiken,
die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.
Gesamtwirtschaftliches Branchenrisiken
Konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft können das Geschäft durch ver-
ändertes Konsumverhalten der Besucher beeinflussen und sich sowohl positiv als
auch negativ auf Umsatz und Unternehmensergebnis auswirken.
Liquiditätsrisiko
Ein Risiko würde sich ergeben, wenn die Liquiditätsreserven für die zeitgerechte Er-
füllung der finanziellen Verpflichtungen nicht mehr ausreichen. Zur Deckung des Ka-
pitalbedarfs stehen grundsätzlich die flüssigen Mittel von 441 T€ zur Verfügung. Das
Risiko wird daher als gering eingestuft.
Bei planmäßigem Verlauf der Geschäftsentwicklung ergibt sich im Verlauf des Ge-
schäftsjahres weder eine Zahlungsunfähigkeit noch eine Überschuldung.
AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT/KÖLN GGMBH
283
AKADEM IE D ER KÜNSTE D ER WELT /KÖLN GGMBH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Im Mediapark 7
50670 Köln
Kontakt 0221 3377480
www.adkdw.org
Gründungsdatum 02.07.2012
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 25.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist die Etablierung und der Betrieb der Kultureinrich-
tung „Akademie der Künste der Welt, Köln“, die das zeitgenössische internationale
und insbesondere außereuropäische Kulturangebot der Stadt Köln fördert. Zur Errei-
chung dieses Zwecks kann das Unternehmen Kongresse für die Mitglieder der Aka-
demie durchführen, Veranstaltungsprogramme, insbesondere in Kooperation mit Kul-
tureinrichtungen, in Köln entwickeln und organisieren sowie Stipendien an ausländi-
sche Künstlerinnen und Künstler, Theoretikerinnen und Theoretiker, Kritikerinnen und
Kritikern sowie Kuratorinnen und Kuratoren für einen Aufenthalt in Köln vergeben. Im
Rahmen der vorgenannten Betätigungen die Etablierung und der Betrieb einer Ju-
gendakademie zur kulturellen Bildung Jugendlicher aus dem Raum Köln.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Frau Imke Itzen
(bis 31.07.2021)
Herr Jörg Streichert
(ab 01.08.2021)
AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT/KÖLN GGMBH
284
Aufsichtsrat
Frau Dr. Eva Bürgermeister
Vorsitzende*r
Frau Bärbel Hölzing (MdR)
stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Stefan Charles (Bg)
(ab 01.09.2021)
Herr Dr. Ralph Elster (MdR)
(bis 06.05.2021)
Frau Maria Helmis (MdR)
Herr Jörg Kobel
Frau Susanne Laugwitz-Aulbach
(bis 31.08.2021)
Herr Janning Trumann
(ab 07.05.2021)
Herr Thomas Welter (MdR)
Frau Brigitta von Bülow (MdR)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Betriebskostenzuschuss 1.000
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 1.072 1.084 1.288
Jahresergebnis (T€) -253 38 125
Eigenkapital (T€) 59 97 222
Bilanzsumme (T€) 356 420 383
Investitionen (T€) 4 5 2
Verbindlichkeiten (T€) 52 106 59
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 9 12 12
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Die Akademie der Künste der Welt (ADKDW) ist eine GmbH. Zweck der Gesellschaft
ist es, zeitgenössische außereuropäische künstlerische Positionen in Köln zu präsen-
tieren und den interkulturellen Dialog in der Stadt zu fördern. Die ADKDW initiiert,
produziert und organisiert Veranstaltungen und Ausstellungen in unterschiedlichen
künstlerischen und diskursiven Sparten und betreibt ein Stipendienprogramm. Bei
AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT/KÖLN GGMBH
285
den 23 Mitgliedern der ADKDW handelt es sich um internationale Künstler*innen, Ku-
rator*innen, Autor*innen und Kulturwissenschaftler*innen. Die Mitglieder geben den
Orientierungsrahmen für das künstlerische Programm der ADKDW und wählen eine
künstlerische Leitung aus ihrer Mitte. Auch das Geschäftsjahr 2021 der ADKDW war
ganzjährig mehr oder weniger stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie
geprägt.
Geschäftsverlauf
Bis zum 31.12.2021 war das ADKDW-Mitglied Madhusree Dutta als künstlerische
Leiterin für die inhaltliche Arbeit der ADKDW zuständig. In der ersten Hälfte des Jah-
res 2021 wurde ein besonderer Fokus auf das Projekt „Geister, Spuren, Echos: Ar-
beiten in Schichten“ und sein Begleitprogramm gelegt und die wichtige Auseinander-
setzung mit diesem vielschichtigen Themenbereich fortgeführt. Insgesamt vereinte
das Projekt forschungsbasierte künstlerische Arbeiten zu unterschiedlichen Ge-
schichten über Arbeit – in Köln und im Ruhrgebiet. Daran anschließend lancierte die
Akademie der Künste der Welt im Sommer 2021 mit HANDS: an art campaign mehr
als eine Ausstellung: Es handelte sich um den Versuch, Taktilität und Interaktion zu-
rück ins öffentliche Leben zu bringen. Kunst fungierte dabei als eine Art Inkubator,
um soziale Wunden zu heilen und dem Gefühl der Isolation entgegenzuwirken. Mit
dem Jahresende 2021 nahm die ADKDW die Tätigkeit des Residency wieder auf und
hatte das Künster*innen-Duo Kinda Hassan und Mohammad Shawky Hassan zu
Gast. Ein weiterer Teil des Residency-Programms startete in der zweiten Jahres-
hälfte 2021 mit der Künstler*in / Performer*in Elle Fierce. Mittels Workshops, kleine-
ren Veranstaltungen und einem Event zum Jahresabschluss gelang schon zu Beginn
eine erfolgreiche Vernetzung mit jungen lokalen Communities; in diesem Fall zudem
in einem LGTBQ-Kontext.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die ADKDW wird aus öffentlichen Geldern gefördert, deren Bereitstellung aus lang-
fristigen Beschlüssen resultiert. Die ADKDW konnte künstlerische Projekte durchfüh-
ren und Ideen ihrer internationalen Mitglieder in Köln umsetzen. Im Jahr 2021 konn-
ten 139.329 € an Fördermitteln vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des
Landes Nordrhein-Westfalen, von der RheinEnergieStiftung Kultur und von der Kul-
turstiftung des Bundes akquiriert werden. Die Gesamterträge betragen im Geschäfts-
jahr 2021 1.295.201 T€. Demgegenüber belaufen sich die Gesamtaufwendungen auf
1.170.602 T€, so dass sich im Jahr 2021 ein Jahresüberschuss von 124.599 T€
ergibt.
Der Fortbestand des Unternehmens ist gesichert, wenn die Stadt Köln die ADKDW
weiterhin mit einem entsprechenden jährlichen Betriebskostenbeitrag ausstattet. Da
die ADKDW gemeinnützig organisiert ist und nur geringe Einnahmen über das Ticke-
ting von der ADKDW erzielt werden, sind Risiken, die durch ein konjunkturabhängi-
ges Konsumverhalten der Besucher auftreten können, als minimal einzuschätzen.
AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT/KÖLN GGMBH
286
Grundsätzlich ist die Drittmittelakquise ein nicht steuerbarer Faktor in der Finanzierung
in der ADKDW, da nahezu alle Anträge projektspezifisch sowie nicht über einen länge-
ren Zeitraum gestellt werden und der Erfolg jeweils von Jury-Entscheidungen abhängig
ist. Zur Deckung der kurzfristigen Verpflichtungen stehen grundsätzlich die flüssigen
Mittel in Höhe von 349 T€ am Bilanzstichtag zur Verfügung. Das kurzfristige Risiko
wird daher als gering eingestuft.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Die langfristige Planung mit der neuen künstlerischen Leitung bringt die Möglichkeit
sich frühzeitig und ausführlich über inhaltliche Ziele auszutauschen und eine Kommu-
nikationsstrategie für die gesamte ADKDW zu entwickeln. Generell hat die ADKDW
das Ziel, noch mehr Sichtbarkeit zu erlangen und insgesamt sowohl auf verbesserte
Weise in die Kölner Stadtgesellschaft hineinzuwirken als auch den internationalen
Austausch weiter zu entwickeln.
AG ZOOLOGISCHER GARTEN
287
AG Z OOLOGISCHER GART EN
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Riehler Str. 173
50735 Köln
Kontakt 0221-7785 101
www.koelnerzoo.de
Gründungsdatum 17.08.1859
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Aktien 139.500 €
(4.500 Stücke)
Aktionäre
Stadt Köln 88,11%
Kleinaktionäre Zoo 11,80%
Eigene Anteile 0,09%
Tochterunternehmen
Kölner Zoo Shop GmbH 100,00%
ZOO-Gastronomie GmbH 100,00%
AG Zoologischer Garten 0,09%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand der Gesellschaft ist die Anlage und Unterhaltung eines Zoologischen
Gartens in Köln. Allen Volkskreisen soll auf diese Weise Gelegenheit verschafft wer-
den, Tiere und Pflanzen möglichst vieler Arten besichtigen zu können, um hierdurch
die Kenntnisse der Naturwissenschaften, insbesondere der Tier- und Pflanzenkunde,
zu vertiefen. Innerhalb dieser Grenzen ist die Gesellschaft zu allen Geschöften und
Massnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig o-
der zweckmässig erscheinen, hierzu gehört auch der Erwerb und Verkauf von Grund-
vermögen, Errichtung geeigneter Gebäude für einen Gastwirtschaftsbetrieb, Beteili-
gung an Unternehmen gleicher oder verwandter Art sowie der Abschluss von Intres-
sensgemeinschaftsverträgen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Herr Prof. Theo Pagel
Vorsitzende*r
Herr Christopher Landsberg
AG ZOOLOGISCHER GARTEN
288
Aufsichtsrat
Herr Dr. Ralf Heinen (MdR)
(bis 02.03.2021)
Vorsitzende*r
Herr Dr. Ralf Unna (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Dr. Joachim Bauer
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Peter Zwanzger
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Monika Assenmacher
Frau Teresa Elisa De Bellis-Olinger
(MdR)
(bis 02.03.2021)
Frau Anna-Maria Henk-Hollstein
(MdR)
(ab 03.03.2021)
Frau Monika Möller
(bis 02.03.2021)
Frau Erika Oedingen (MdR)
(ab 03.03.2021)
Frau Monika Roß-Belkner (MdR)
(bis 02.03.2021)
Herr Robert Schallehn (MdR)
(ab 03.03.2021)
Frau Andrea (Claudia) Schröder
(ab 03.03.2021)
Herr Murat Zengin
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Betriebskostenzuschuss 5.026
- davon: Corona-Zuschuss 1.500
- Investitionskostenzuschuss 138
- Bürgschaft (zum 31.12.) 13.456
- Kapitalzuführung (Südamerikahaus) 1.000
AG ZOOLOGISCHER GARTEN
289
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 20.541 17.568 20.875
Jahresergebnis (T€) 170 -2.077 2.051
Eigenkapital (T€) 18.193 23.318 26.372
Bilanzsumme (T€) 37.849 43.532 44.225
Investitionen (T€) 3.697 1.038 4.735
Verbindlichkeiten (T€) 17.440 16.228 15.273
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 159 157 165
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb eines Zoologischen Gartens
in Köln, in dem die Tiere nach neuestem Stand tiergärtnerischer Kenntnisse gehalten
werden.
Auch wenn der Kölner Zoo über einen wissenschaftlichen Auftrag verfügt, gelten für
den Zoo im Wesentlichen die gleichen Rahmenbedingungen, wie für die Freizeitbran-
che. Daher ist der Zoo vor allen an Wochenenden, an Feiertagen und in den Ferien
auf gutes Wetter angewiesen. Wettbewerber sind andere Freizeiteinrichtungen wie
bspw. Freizeitparks, Indoor-Hallen oder Schwimm- und Spaßbäder sowie Saunen mit
ihren vielfältigen Wellnessangeboten. Daneben konkurriert der Zoo mit weiteren Frei-
zeitangeboten wie bspw. Sport- und Konzertveranstaltungen, Flohmärkten, Straßen-
festen und verlängerten Ladenöffnungszeiten, vor allem an Sonntagen.
Geschäftsverlauf 2021
Das Berichtsjahr 2021 war erneut von den zur Eindämmung der Corona-Pandemie
angeordneten Einschränkungen und Schließungen geprägt. Ein Drittel des Jahres
musste der Zoo geschlossen bleiben. Danach herrschten Besucherzahl-beschrän-
kungen, was die Möglichkeiten zur Umsatzerzielung weiter einschränkte. Bauprojekte
konnten trotz den durch die Corona-Pandemie verursachten Einnahmeausfällen und
Beschränkungen, planmäßig durchgeführt werden. Neben den in 2021 erzielten Um-
satzerlöse trugen vor allem die erhaltenen Corona-Sonderzahlungen des Bundes,
das Vorjahr betreffend, als auch die Sonderzuwendung der Stadt Köln sowie gesun-
kene Gesamtkosten dazu bei, dass ein Jahresüberschuss von 2.051 T€ erzielt wer-
den konnte, mit dem der Jahresfehlbetrag des Vorjahres von -2.077 T€ nahezu wie-
der ausglichen wurde.
Chancen und Risiken
Derzeit bestehen keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens substantiell ge-
fährden. Die Gesellschaft ist von Branchenrisiken und konjunkturellen Risiken wei-
testgehend unabhängig. Der Krieg in der Ukraine hat jedoch auch Auswirkungen auf
AG ZOOLOGISCHER GARTEN
290
den Zoo, vor allem im Bereich von Energie- und Materialbeschaffungskosten. Die In-
flation kann zudem negative Auswirkungen auf das Besucheraufkommen haben.
Eine geplante Preiserhöhung kann sich sowohl positiv wie negativ auf die Umsätze
des Zoos auswirken. Zudem ist der Zoo stark witterungsabhängig, was sich ebenfalls
stets unmittelbar auf das Besucheraufkommen und damit auf die Umsatzerlöse aus-
wirkt. Als Chance betrachtet der Zoo das zunehmende Bewusstsein in der Bevölke-
rung für den Natur- und Artenschutz und den Wunsch vieler Menschen, Tieren mög-
lichst nahe zu sein. Aus diesem Grund arbeitet der Zoo stetig daran, die Tierhaltung
zu optimieren und dadurch gleichzeitig die Attraktivität des Zoos weiter zu steigern.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Aus den zuvor dargelegten Gründen geht der Zoo von weiter leicht steigenden Besu-
cherzahlen und damit auch von höheren Einnahmen aus. Mit sinkenden Corona Prä-
ventionsmaßnahmen dürfen wieder vermehrt Besucher in den Zoo kommen, was die
Möglichkeit der Umsatzerzielung erhöht. Die Baumaßnahmen können weiter voran-
getrieben und das Artenschutz-Engagement des Zoos weiter ausgebaut werden. Auf
diese Weise hofft der Zoos erfolgreich und zukunftsfähig zu bleiben
ZOO-GASTRONOMIE GMBH
291
ZOO-GASTRON OMIE GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Riehler Str. 173
50735 Köln
Kontakt 0221 767574
www.koelnerzoo.de
Gründungsdatum 24.11.2003
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 25.000 €
Gesellschafter
AG Zoologischer Garten 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand der Gesellschaft ist die Bewirtschaftung von Gastronomiebetrieben und
Verkaufsgeschäften auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln mit Ausnahme
des von der Zoo-Service GmbH betriebenen Souvenirshops. Das Unternehmen ist
Hilfsbetrieb der AG Zoo und dient der preisgünstigen Beköstigung und Versorgung
der Besucher des Zoologischen Gartens Köln mit Bedarfsgegenständen.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Christopher Landsberg
Herr Thomas Schwiertz
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
ZOO-GASTRONOMIE GMBH
292
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 4.954 2.670 3.797
Jahresergebnis (T€) 195 -276 -92
Eigenkapital (T€) 1.554 1.278 1.186
Bilanzsumme (T€) 4.762 4.098 4.538
Investitionen (T€) 291 147 404
Verbindlichkeiten (T€) 3.067 2.779 3.016
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 102 48 52
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist die Bewirtschaftung sämtlicher Gastro-
nomiebetriebe auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln.
Schwerpunkt der Gesellschaft ist die Bewirtung der Besucher des Kölner Zoos. Somit
ist der wirtschaftliche Rahmen im Wesentlichen von den Besucherzahlen im Kölner
Zoo geprägt. Im weiteren Geschäftsbereich, der Durchführung von privaten und ge-
schäftlichen Events, gelten für die Gesellschaft die gleichen Rahmenbedingungen
wie für andere regionale Eventanbieter.
Geschäftsverlauf 2021
Der Geschäftsverlauf war durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona Pan-
demie geprägt. Veranstaltungen konnten während des gesamten Jahres nur in sehr
geringem Umfang realisiert werden. Zwar hat sich nach Wiedereröffnung des Zoos
das Tagesgeschäft aufgrund der verbesserten Besucherzuspruchs deutlich erholt,
dennoch führten die verordneten Einschränkungen zu einem Jahresfehlbetrag.
Chancen und Risiken
Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen derzeit nicht. Die
Gesellschaft ist von Branchenrisiken und konjunkturellen Risiken weitestgehend un-
abhängig. Das hängt damit zusammen, dass die Zoo Gastronomie GmbH ihr Ge-
schäft im Wesentlichen auf dem Zoogelände betreibt. Insofern ist die Gesellschaft
aber stark von den Besucherzahlen des Kölner Zoos abhängig. Das Risiko, ob und
inwieweit sich der Krieg in der Ukraine negativ auf die Besucherzahlen im Kölner Zoo
bzw. auf das Konsumverhalten der Besucher auswirken wird, ist nur schwer ein-
schätzbar. Grundsätzlich wirkt sich die Entwicklung der Besucherzahlen im Kölner
Zoo unmittelbar positiv, wie auch negativ auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus.
In Hinblick auf das Eventgeschäft verfügt die Gesellschaft über ein Alleinstellungs-
merkmal als einzigartige Eventlocation auf dem Gelände des Kölner Zoos. Darin liegt
weniger ein Risiko, als vielmehr die Chance, dieses Geschäftsfeld über eine inten-
sive Vermarktung weiter auszubauen.
ZOO-GASTRONOMIE GMBH
293
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Die weiteren Folgen aus den derzeitigen geopolitischen Entwicklungen sind schwer
zu beziffern. Mit dem Wegfall der Corona Beschränkungen hat jedoch die Nachfrage
wieder merklich angezogen. Die Gesellschaft blickt deshalb besonders im Bereich
der Veranstaltungen wieder optimistischer in die Zukunft. Mit der geplanten Eröffnung
der Villa und dem neuen Imbiss „Chiperman´s“ im kommenden Geschäftsjahr, wird
die Gastronomie GmbH um zwei weitere Attraktion reicher sein.
KÖLNER ZOO SHOP GMBH
294
KÖLNER ZOO SHOP GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Riehler Str. 173
50735 Köln
Kontakt 0221-7785 218
www.koelnerzooshop.de
Gründungsdatum 03.02.1993
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 26.000 €
Gesellschafter
AG Zoologischer Garten 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Souvenir-Shops auf dem Ge-
lände des Zoologischen Gartens Köln als Hilfsbetrieb der AG Zoologischer Garten
Köln.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Thorsten Hoenen
Herr Christopher Landsberg
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
RSM GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
KÖLNER ZOO SHOP GMBH
295
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 948 662 1.440
Jahresergebnis (T€) 19 -28 166
Eigenkapital (T€) 185 157 322
Bilanzsumme (T€) 280 208 590
Investitionen (T€) 8 20 34
Verbindlichkeiten (T€) 58 17 155
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 16 13 31
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb von Souvenir- und Ge-
schenkartikelshops auf dem Gelände des Zoologischen Gartens Köln.
Die Gesellschaft vertreibt fast ausschließlich Souvenir, Foto- und Geschenkartikel auf
dem Gelände des Kölner Zoos. Somit ist der wirtschaftliche Rahmen im Wesentli-
chen von den Besucherzahlen im Kölner Zoo geprägt.
Geschäftsverlauf 2021
Der Shop konnte im Jahr 2021 trotz der erneuten Schließung des Zoos und der
Shops aufgrund der Corona- Pandemie bis Mitte Mai 2021 (nach zwischenzeitlicher
Wiedereröffnung am 12. März 2021) in der zweiten Jahreshälfte einen positiven Ge-
schäftsverlauf verzeichnen. Dazu hat auch die erstmals zum Jahreswechsel
2021/2022 durchgeführte „Christmas Garden“ Veranstaltung beigetragen sowie wei-
tere Veranstaltungen und Events, die im zweiten Halbjahr 2021 auf dem Gelände des
Zoos stattgefunden haben. Außerdem konnte die Gesellschaft durch die Übernahme
des Fotografie Geschäfts sich einen weiteren Bereich der Umsatzerzielung erschlie-
ßen. Trotz insgesamt höherer Aufwendungen wurde ein deutlich positives Jahreser-
gebnis erzielt.
Chancen und Risiken
Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen derzeit nicht. Die
Gesellschaft ist von Branchenrisiken und konjunkturellen Risiken weitestgehend un-
abhängig. Das hängt damit zusammen, dass die Kölner ZooShop GmbH ihr Geschäft
im Wesentlichen auf dem Zoogelände betreibt. Insofern ist die Gesellschaft aber
stark von den Besucherzahlen des Kölner Zoos abhängig. Die Entwicklung der Besu-
cherzahlen im Kölner Zoo wirken sich daher unmittelbar positiv, wie auch negativ auf
die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus. Als Chance betrachtet die Gesellschaft die
erneut geplante Durchführung der „Christmas Garden“ Veranstaltung.
KÖLNER ZOO SHOP GMBH
296
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivitäten
Für das laufende Geschäftsjahr wird ein stabiler Geschäftsverlauf erwartet. Inwieweit
sich der Krieg in der Ukraine auf die Umsatzentwicklung auswirkt, ist schwer abseh-
bar. Ggf. ist mit Lieferschwierigkeiten einzelner Händler und Produkten zu rechnen,
ebenso mit Preisanpassungen der Handelswaren.
KÖLNER SPORTSTÄTTEN GMBH
297
KÖLNER SPORT ST ÄTTEN GM BH
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Aachener Str. 999
50933 Köln
Kontakt 0221 71616150
www.koelnersportstaetten.d
e
Gründungsdatum 05.12.1958
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 4.600.000 €
Gesellschafter
Stadt Köln 100,00%
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Die Errichtung, die Unterhaltung und der Betrieb sowie die an den Interessen aller
Bevölkerungskreise orientierte Bereitstellung und Vermarktung von Sporteinrichtun-
gen, insbesondere eines multifunktionalen Stadions für soziale und kulturelle Veran-
staltungen in Köln-Müngersdorf (Hauptkampfbahn), des Albert-Richter-Radstadions,
des Reit- und Baseballstadions, des Südstadions (Hauptkampfbahn), des Sportpar-
kes Höhenberg (Hauptkampfbahn), und der öffentlichen Golfanlage Roggendorf/
Thenhoven.
Die Gesellschaft übernimmt die Durchführung sportlicher, kultureller und unterhalten-
der Veranstaltungen sowie die Förderung des Amateursports im Rahmen der gege-
benen Möglichkeiten.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Geschäftsführung
Herr Lutz Wingerath
Herr Gerhard Reinke
KÖLNER SPORTSTÄTTEN GMBH
298
Aufsichtsrat
Herr Franz Philippi (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Henk van Benthem (MdR)
(ab 21.01.2021)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Maximilian Arntz
Herr Ulrich Breite (MdR)
Herr Olivier Fuchs
Herr Eric Haeming (MdR)
Herr Ralf Klemm (MdR)
Herr Manfred Richter (MdR)
Frau Ursula Schlömer (MdR)
Frau Elke Schroeder
Herr Felix Schulte
Herr Oliver Seeck (MdR)
Herr Robert Voigtsberger (Bg)
(ab 17.09.2021)
Herr William Wolfgramm (Bg)
(bis 16.09.2021)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet den PCGK der Stadt Köln an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Verlustübernahme 5.470
- Investitionskostenzuschuss Stadt Köln 1.200
- Bürgschaften (zum 31.12.) 60.578
- Gesellschafterdarlehen (zum 31.12.) 2.300
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 15.529 13.921 10.592
Jahresergebnis (T€) -3.926 -5.684 -5.160
Eigenkapital (T€) 34.022 34.937 35.247
Bilanzsumme (T€) 105.953 105.889 102.285
Investitionen (T€) 512 3.372 2.881
Verbindlichkeiten (T€) 69.670 67.610 61.357
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 34 33 32
KÖLNER SPORTSTÄTTEN GMBH
299
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Grundlage der unternehmerischen Tätigkeiten der Gesellschaft sind der Betrieb und
die Vermarktung von sechs Sportstätten mit Schwerpunkt RheinEnergieSTADION.
Neben den Spielen des Hauptmieters 1. FC Köln wird das RheinEnergieSTADION
auch für weitere Fußball-Großveranstaltungen genutzt, wie z.B. das jährlich stattfin-
dende DFB-Pokalfinale der Frauen sowie für Länderspiele der Herren Nationalmann-
schaft. Weiterhin finden regelmäßig Konzerte und das jährlich stattfindende Weih-
nachtssingen im RheinEnergieSTADION statt.
Geschäftsverlauf
Insgesamt wurde auch das Geschäftsjahr 2021 von der Corona-Pandemie geprägt.
Der operative Verlust in 2021 beträgt –5.159 T€ und weicht damit um 523 T€ vom Er-
gebnis 2020 ab. Im Jahr 2021 hat die Gesellschafterin einen Betrag in Höhe von
5.470 T€ (Vorjahr 6.600 T€) im Rahmen der Verlustübernahme zur Verfügung gestellt
und damit Umsatzverluste aus der Unterbrechung des Spielbetriebs und den Ver-
schiebungen von Konzertveranstaltungen auf Grund der Corona-Pandemie aufgefan-
gen. Das DFB-Pokalfinale der Frauen fand am 30.05.2021 ohne Zuschauer statt.
Nach der Sommerpause kehrten dann im August zur Hinrunde 2021/2022 die Zu-
schauer ins RheinEnergieSTADION im Sonderspielbetrieb zurück.
Die Corona-Pandemie wirkte sich stark auf die Geschäfte der Gesellschaft aus. Die
Forderung der vollen Pachtzahlungen gegenüber dem 1. FC Köln, die im November
2020 noch als begründet angesehen und damit voll in den Wirtschaftsplan 2021 ein-
gestellt wurde, konnte nach einer Gesetzesanpassung zum § 313 BGB „Störung der
Geschäftsgrundlage“ nicht aufrechterhalten werden.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Für das Wirtschaftsjahr 2022 erwartete die Gesellschaft einen operativen Verlust in
Höhe von -5.751 T€. Der Zuschuss der Gesellschafterin Stadt Köln ist gemäß Wirt-
schaftsplan 2022 in Höhe von 4.821 T€ eingeplant. Insgesamt verlief das Geschäfts-
jahr 2022 erfolgreicher als erwartet, sodass mit einem deutlich besseren Ergebnis
gerechnet wird.
Für das laufende Geschäftsjahr 2023 wird eine langsame Rückkehr in einen sich er-
holenden Veranstaltungsbetrieb erwartet.
EE VERANSTALTUNGSZENTRUM KÖLN DER STADT KÖLN
300
EE VERAN STALTUN GSZ ENTRUM KÖLN D ER STADT KÖLN
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Venloer Straße 151-153
50672 Köln
Kontakt 0221 22124040
Telefax 0221 22123498
Gründungsdatum 01.01.1994
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 21.000.000 €
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist der Betrieb der Kölner Phil-
harmonie, des Gürzenichs der Stadt Köln, des Veranstaltungsgebäudes Flora Köln
sowie des Tanzbrunnens und des Theaters am Tanzbrunnen auf dem Gelände des
Rheinparks im Wege von Gesamt- und Einzelverpachtungen. Dabei ist bei dem Be-
trieb dieser Veranstaltungsstätten vorrangig einer an den Interessen aller Bevölke-
rungskreise orientierten Nutzung Rechnung zu tragen.
Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist des Weiteren auf dem Mes-
segelände Köln-Deutz und Köln-Mülheim:
1. die Anmietung und der Betrieb der nördlichen Messehallen Nr. 6 bis 9 im Wege der
Gesamt- und Einzelverpachtungen bzw. -vermietungen,
2. der Betrieb der südlichen Messehallen 1 bis 5 sowie 10 und 11 im Wege der Ein-
räumung von Erbbaurechten an den für den Betrieb dieser Hallen benötigten Grund-
stücke.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Betriebsleitung
Frau Prof. Dr. Dörte Diemert (Käm.)
Erste*r Betriebsleiter*in
Herr Frank Höller
Geschäftsführende*r Betriebsleiter*in
EE VERANSTALTUNGSZENTRUM KÖLN DER STADT KÖLN
301
Betriebsausschuss
Herr Dr. Gerrit Krupp (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Manfred Richter (MdR)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Bernd Petelkau (MdR)
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Christian Achtelik (MdR)
Herr Ulrich Breite (MdR)
Frau Anna-Maria Henk-Hollstein
(MdR)
Herr Mike Homann (MdR)
Herr Christian Joisten (MdR)
Frau Ulrike Kessing (MdR)
Herr Niklas Kienitz (MdR)
Herr Ralf Klemm (MdR)
Frau Sandra Schneeloch (MdR)
Frau Güldane Tokyürek (MdR)
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2021
- Betriebskostenzuschuss 2.300
- Zinszuschuss Stadt Köln 1.453
- Kapitalzuführungen 3.076
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020 2021
Gesamtleistung (T€) 14.353 12.408 12.956
Jahresergebnis (T€) -2.252 -2.643 -2.511
Eigenkapital (T€) 167.456 166.748 167.313
Bilanzsumme (T€) 330.060 324.825 417.665
Investitionen (T€) 6.606 6.350 102.762
Verbindlichkeiten (T€) 161.248 156.778 249.488
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 0 0 0
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Grundlagen der unternehmerischen Tätigkeit
Das Veranstaltungszentrum nimmt - mit Ausnahme der Vermietung bzw. Verpachtung
der betriebsnotwendigen Immobilien an die Betriebsgesellschaften - keine eigenen
geschäftlichen Tätigkeiten wahr. Seine wirtschaftliche Situation wird im Wesentlichen
durch die Ergebnisse, die sich aus dem Betrieb der Objekte Gürzenich, Tanzbrunnen
und Philharmonie sowie - seit Inbetriebnahme zum 1. Juli 2014 - der Flora durch die
jeweiligen Betriebsgesellschaften ergeben, bestimmt. Die im Wege der Verpachtung
EE VERANSTALTUNGSZENTRUM KÖLN DER STADT KÖLN
302
an die Betriebsgesellschaften KölnMusik Betriebs- und Servicegesellschaft mbH
(KölnMusik) und KölnKongress GmbH sowie aus der Bestellung der Erbbaurechte an
die Koelnmesse GmbH erzielten Umsatzerlöse reichten nicht aus, um die aus der
Sanierung des Gürzenichs, der Generalinstandsetzung der Flora und der Renovie-
rung des Tanzbrunnens resultierenden Zins- und Abschreibungs- sowie die laufenden
Instandsetzungsaufwendungen zu kompensieren.
Geschäftsverlauf 2021
Trotz eines Zuschusses aus dem städtischen Haushalt in Höhe von 2,3 Mio. € hat die
eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln mangels weiterer
nachhaltiger Erträge in 2021 einen Verlust in Höhe von rd. 2,5 Mio. € (Vorjahr: 2,6
Mio. €) erwirtschaftet, der auf neue Rechnung vorgetragen wird und das Eigenkapital
entsprechend vermindert.
Der Rat der Stadt Köln hat am 23. März 2021 für den Bau eines neuen Kongress-
zentrums eine Einlage durch das Veranstaltungszentrum in die Kapitalrücklage der
Koelnmesse GmbH in Höhe von 96 Mio. € beschlossen. Die Finanzierung der Kapi-
talzuführung erfolgt kreditweise entsprechend dem Wirtschaftsplan der eigenbe-
triebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln. Der daraus resultierende
Schuldendienst wird der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aus allgemeinen Haus-
haltsmitteln erstattet.
Ferner hat der Rat beschlossen, den städtischen Betriebskostenzuschuss der Köln-
Musik GmbH aufgrund der Corona-bedingt erhöhten Verlustprognose in Anpassung
an den tatsächlichen Geschäftsverlauf von ursprünglich rd. 5,7 Mio. € auf bis zu 7,5
Mio. € zu erhöhen. Um die Gewährung der für 2021 beantragten Corona-Hilfen von
Land und Bund abzuwarten, wurde in Absprache mit der Geschäftsführung der Köln-
Musik GmbH unterjährig zunächst nur der ursprüngliche Betriebskostenzuschuss
ausgezahlt.
Zum Geschäftsverlauf der Beteiligungsgesellschaften der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung wird auf die separaten Darstellungen im Beteiligungsbericht verwiesen.
Chancen und Risiken
Die Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln hat ihre Ge-
schäftsanteile an der KölnKongress GmbH mit Wirkung zum 31.12.2019 an die
Koelnmesse GmbH verkauft. Zugleich wurde das Organschaftsverhältnis zwischen
der Eigenbetriebsähnliche Einrichtung und der KölnKongress GmbH mit Ablauf des
31.12.2019 beendet. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung hat damit letztmalig für
das Geschäftsjahr 2019 den Verlust der Gesellschaft übernommen.
Die sich seit Ende 2019 von China aus weltweit ausbreitende Corona-Pandemie hat
einen erheblichen negativen Einfluss auf die meisten Wirtschaftsbereiche in Deutsch-
land, darunter insbesondere auch auf die Veranstaltungsbranche. Bei den Betriebs-
gesellschaften der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung war im Geschäftsjahr 2021
EE VERANSTALTUNGSZENTRUM KÖLN DER STADT KÖLN
303
nur ein eingeschränkter Veranstaltungsbetrieb möglich. Das Veranstaltungszentrum
ist als reine Besitzgesellschaft von diesen Auswirkungen nur indirekt betroffen.
Erwartete Entwicklung der Geschäftsaktivität
Auch in den Folgejahren wird das Veranstaltungszentrum strukturelle Jahresfehlbe-
träge erzielen. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist dauerhaft auf Zuschüsse
bzw. mittelfristig auf einen Verlustausgleich durch den städtischen Haushalt angewie-
sen. Vor dem Hintergrund der aktuell noch hohen Eigenkapitalquote und der prakti-
zierten bzw. weiter geplanten Finanzierungsmaßnahme über Abschreibungen, Zu-
schüsse und Kreditaufnahme ist der Bestand des Betriebes derzeit nicht gefährdet.
EE BÜHNEN DER STADT KÖLN
304
EE BÜHN EN D ER STADT KÖLN
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln
Kontakt 0221 22128212
www.buehnen.koeln
Gründungsdatum 01.09.2000
Geschäftsjahr 01.09.2020 – 31.08.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 50.000 €
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand der Einrichtung ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege
und Förderung kultureller Aufgaben, insbesondere die Aufführungen von Bühnenwer-
ken aller Gattungen im Musik-, Tanz-, und Sprechtheater.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Betriebsleitung
Herr Stefan Bachmann
Intendant*in
Frau Dr. Birgit Meyer
Intendant*in
Herr Patrick Wasserbauer
Direktor*in
Herr Bernd Streitberger
Betriebsleiter*in
EE BÜHNEN DER STADT KÖLN
305
Betriebsausschuss
Frau Dr. Eva Bürgermeister
(bis 31.10.2020)
Vorsitzende*r
Frau Elfi Scho-Antwerpes (MdR)
(ab 01.11.2020)
Vorsitzende*r
Herr Dr. Ralph Elster (MdR)
(ab 01.11.2020)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Brigitta von Bülow
(bis 31.10.2020)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Dr. Ralph Elster
(bis 31.10.2020)
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Mario Michalak (MdR)
(ab 01.11.2020)
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Dr. Eva Bürgermeister
(ab 01.11.2020)
Herr Lorenz Deutsch
(ab 01.11.2020)
Frau Maria Helmis (MdR)
(ab 01.11.2020)
Frau Bärbel Hölzing (MdR)
(ab 01.11.2020)
Herr Jörg Kobel
(ab 01.11.2020)
Herr Dr. David Lutz (MdR)
(ab 01.11.2020)
Frau Karin Reinhardt
(bis 31.10.2020)
Herr Dominik Schneider
(ab 01.11.2020)
Frau Elfi Scho-Antwerpes
(bis 31.10.2020)
Herr Prof. Klaus Schäfer
(bis 31.10.2020)
Frau Ira Sommer (MdR)
(ab 01.11.2020)
Frau Gisela Stahlhofen
(bis 31.10.2020)
Herr Peter Sörries
(bis 31.10.2020)
Herr Horst Thelen
(bis 31.10.2020)
Herr Dr. Ulrich Wackerhagen
(bis 31.10.2020)
Herr Karl-Heinz Walter
(bis 31.10.2020)
Frau Katharina Welcker
(bis 31.10.2020)
Herr Thomas Welter (MdR)
Frau Brigitta von Bülow (MdR)
(ab 01.11.2020)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Schüllermann & Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2020/2021
- Betriebskostenzuschuss Stadt 80.663
EE BÜHNEN DER STADT KÖLN
306
BILANZ
Alle Angaben in T€
2018/2019 2019/2020 2020/2021
Aktiva
Anlagevermögen 393.513 428.017 468.629
Immaterielle Vermögensgegenstände 194 190 115
Sachanlagen 393.320 427.827 468.514
Umlaufvermögen 36.288 20.984 108.910
Vorräte 4.440 4.277 5.584
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 13.577 16.442 66.636
Kasse, Bankguthaben, Schecks 18.270 265 36.691
Rechnungsabgrenzungsposten 446 475 644
Bilanzsumme 430.247 449.476 578.183
Passiva
Eigenkapital 5.826 10.487 13.212
Gezeichnetes Kapital 50 50 50
Gewinnrücklagen 9.772 7.804 9.458
Bilanzergebnis -3.995 2.634 3.703
Sonderposten 20.935 19.823 18.717
Rückstellungen 16.855 18.954 18.067
Verbindlichkeiten 380.025 390.567 526.419
Rechnungsabgrenzungsposten 6.605 9.644 1.768
Bilanzsumme 430.247 449.476 578.183
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Alle Angaben in T€
2018/2019 2019/2020 2020/2021
Umsatzerlöse 6.124 4.538 759
Bestandsveränderungen 183 -87 1.320
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.798 1.588 1.558
Sonstige betriebliche Erträge 75.168 80.876 89.630
Gesamtleistung 83.273 86.916 93.267
Materialaufwand 18.028 14.543 12.098
Personalaufwand 50.211 47.695 43.913
Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.928 14.851 29.425
EBITDA 106 9.826 7.830
Abschreibungen 4.485 4.725 4.568
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 126 6 6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 601 496 480
Steuern vom Einkommen und Ertrag -4 0 -4
Sonstige Steuern 34 -50 67
Jahresergebnis -4.884 4.661 2.725
EE BÜHNEN DER STADT KÖLN
307
KENNZAHLENÜBERSICHT
2018/2019 2019/2020 2020/2021
Bilanz
Anlagenintensität (in %) 91,5 95,2 81,1
Abschreibungsquote (in %) 1,1 1,1 1,0
Investitionen (T€) 40.776 39.238 49.907
Investitionsquote (in %) 10,4 9,2 10,7
Eigenkapitalquote (in %) 1,4 2,3 2,3
Pensionsrückstellungen (T€) 5.395 5.567 5.148
Kreditverbindlichkeiten (T€) 75.968 93.315 132.546
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtkapitalrentabilität (in %) -1,0 1,1 0,6
EBIT (T€) -4.379 5.101 3.262
EBITDA (T€) 106 9.826 7.830
Personal
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 728 788 799
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
Gegenstand der seit dem 01.09.2000 als eigenbetriebsähnliche Einrichtung geführ-
ten Bühnen der Stadt Köln ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege und
Förderung kultureller Aufgaben. Der Einrichtungszweck umfasst dabei insbesondere
die Aufführung von Bühnenwerken aller Gattungen im Musik-, Tanz- und Sprechthea-
ter. Für die künstlerische und wirtschaftliche Führung ist aktuell eine aus vier Perso-
nen bestehende Betriebsleitung gesamtverantwortlich. Der Rat der Stadt Köln und
der Betriebsausschuss (personenidentisch mit dem Ausschuss für Kunst und Kultur
der Stadt Köln) entscheiden in allen Angelegenheiten der Bühnen, die ihnen durch
die GO NRW, die EigVO NRW, die Hauptsatzung der Stadt Köln und die Betriebssat-
zung der Bühnen vorbehalten sind. Das Wirtschaftsjahr verläuft spielzeitkonform vom
1. September bis zum 31. August.
Um den hohen Ansprüchen sowie der Größe und Bedeutung der Stadt Köln gerecht
zu werden, bedient das Sprechtheater viele traditionelle Aufgaben: Dazu gehören die
Klassikerpflege ebenso wie die Präsentation moderner Gegenwartsdramatik und die
Realisierung unterschiedlichster Regie- und Ausstattungsstile. Nationale und interna-
tionale Gastspiele komplementieren dabei das Programm des Sprechtheaters. Die
Oper Köln soll den führenden internationalen Opernhäusern zugerechnet werden.
Sie ist Mitglied der internationalen Opernkonferenz. Das Schauspiel Köln ist eine Ko-
operation mit dem amerikanischen Choreografen Richard Siegal und dessen Kompa-
nie Ballet of Difference eingegangen und setzt diese erfolgreich fort, mit dem Ziel, die
EE BÜHNEN DER STADT KÖLN
308
2016 gegründete Kompanie in Köln zu etablieren und den Tanz dadurch weiter zu
stärken.
Geschäftsverlauf
Infolge der fortschreitenden Sanierungsmaßnahmen war auch die Spielzeit 2020/21
insgesamt weiterhin geprägt von der Fortführung des Interimspielbetriebs. Nachdem
im Frühjahr 2020 die Opern- und Theaterhäuser in Deutschland wegen der Corona-
Pandemie schließen mussten, war die darauffolgende Spielzeit – mit dem Aufkom-
men der zweiten und dritten Welle – durch abwechselnde Phasen von Spielbetrieb
und Lockdown gekennzeichnet. Vor dem Hintergrund des zweiten Lockdowns als
Folge der Corona-Pandemie, der zu einem Aufführungsstopp vom 02.11.2020 bis
05.06.2021 führte, konnten in 2020/21 nur ein geringer Teil der Inszenierungen reali-
siert werden.
Schauspiel Köln:
Für einen spannenden Auftakt in die Spielzeit sorgten Inszenierungen, die – passend
zu der pandemischen Lage – auf kreative Art den Raum des Depots bespielten und
alternative Situationen jenseits der klassischen Guckkastenbühne schufen. Auf diese
Weise war es möglich, sich von der engen Sitzplatzsituation im Zuschauer*innen-
raum zu lösen und größeren Abstand zwischen den Theaterbesucher*innen zu hal-
ten. Auch das Schauspiel Köln musste nur zwei Monate nach Wiederaufnahme des
Spielbetriebs wieder schließen und blieb bis Juni 2021 geschlossen.
Das Schauspiel Köln, das seit Frühling 2020 eine digitale Sparte aufgebaut hatte,
konzentrierte sich verstärkt auf sein digitales Programm. In den kommenden Mona-
ten wurden diverse Produktionen als digitale Inszenierung erstellt. Wie sich heraus-
stellte, konnte dadurch ein neues, ungeahntes Publikum erschlossen werden.
Oper Köln
An der Oper Köln war die Spielzeit 2020/21 – wie an vielen anderen Theatern auch –
vom Bestreben geprägt, trotz der Corona-Pandemie für das Publikum ein anspre-
chendes, künstlerisch hochwertiges Programm zu bieten. Während der Lockerungen
zwischen den Lockdowns gelang es, live zu spielen und – mit Corona-Abständen
und ständigen Testungen – einen wohltuenden Anschein von ‚Normalität‘ zu bieten.
Diverse Premieren und Produktionen von Oper und Kinderoper mussten einstweilen
digital als Stream präsentiert werden. Über das Mittel des Streamings wurde auch ein
eigenes Sendeformat – mit Features, Interviews usw. – kreiert, das auf gute Reso-
nanz stieß.
Tanz
In der Sparte Tanz mussten aufgrund der Pandemie in der Saison 2020/21 acht von
zehn geplanten Tanzgastspielen abgesagt werden. Auch im Bereich Tanz wurde ein
EE BÜHNEN DER STADT KÖLN
309
Streaming Angebot verwirklicht und so konnte eine Produktion mit drei Aufführungen
per Stream angeboten werden.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Für Zwecke der Risikofrüherkennung haben die Bühnen ein Risiko- und Chancen-
Management (RCM) eingerichtet. Es wird jährlich eine Risikoinventur mit Hilfe von
definierten Fragenkatalogen und Checklisten durchgeführt, wobei alle Abteilungen
der Bühnen bei der Risikoerfassung einbezogen werden. Dazu werden die Risikover-
antwortlichen, i. d. R. die Abteilungsleiter bzw. deren Stellvertreter, schriftlich nach Ri-
siken und Chancen und deren Entwicklung in ihren Bereichen befragt. Die Risikover-
antwortlichen machen Angaben zur Auswirkung der Risiken in Euro, woraus sich die
Einstufung in niedrig, moderat, wesentlich und gravierend ergibt, und zur Eintritts-
wahrscheinlichkeit (gering, mittel, hoch und sehr hoch). Aus diesen beiden Dimensio-
nen ergibt sich eine 4 x 4-Risikomatrix, in die jedes Risiko eingeordnet ist. Mit der
Einrichtung eines solchen Informationssystems soll sichergestellt sein, dass mögliche
Risiken und Chancen an die jeweiligen Entscheidungsträger der Bühnen rechtzeitig
kommuniziert werden, um wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fehl-
entwicklungen frühzeitig entgegenwirken zu können. Durch die regelmäßige Risikoin-
ventur werden bereits bestehende Risiken auf Aktualität geprüft und ggf. neue Risi-
ken benannt bzw. die Feststellung getroffen, dass Risiken erledigt sind. Die Daten
werden zu den Inventurstichtagen festgeschrieben, sodass die Entwicklung der Risi-
ken hinsichtlich Bewertung und Trend (sinkend, steigend, konstant) nachvollzogen
werden kann. Außerhalb des RCM-Systems erhalten die Risikoverantwortlichen in ih-
rer Funktion als Abteilungsleiter regelmäßig weiterführende Informationen (Control-
ling, Statistiken, Auswertungen), die sie frühzeitig über Veränderungen und wichtige
Ereignisse informieren.
Zum Stichtag 31. August 2021 waren insgesamt 41 Risiken und vier Chancen identifi-
ziert und den verschiedenen Bereichen (Betriebsleitung, Produktion, Technik und
Verwaltung) zugeordnet. Die Risiken sind weiterhin unterteilt in allgemeine externe,
allgemeine interne, finanzwirtschaftliche, personelle, räumliche/technische Ausstat-
tungsrisiken und leistungswirtschaftliche Risiken. Darüber hinaus definieren die Risi-
koverantwortlichen Maßnahmen, die den Risiken entgegenwirken, sie ggf. verhindern
bzw. vermindern.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
Im ersten Halbjahr waren die Auswirkungen von COVID-19 auf die Bühnen noch
deutlich zu spüren. Neben einem eingeschränkten Proben- und Vorstellungsbetrieb
standen vor allem die Einnahmeverluste wegen reduzierter Kapazitäten und der Zu-
rückhaltung des Publikums, Vorstellungen zu besuchen, im Vordergrund. Dazu ka-
men Mehraufwendungen für Schutz- und Hygienemaßnahmen sowie die Anpassung
von Produktionen an die gesetzlichen Abstandsregelungen. Gleichwohl geht die Be-
EE BÜHNEN DER STADT KÖLN
310
triebsleitung für das Wirtschaftsjahr 2021/22 derzeit davon aus, dass sich der insge-
samt positive Ergebnistrend wieder verstetigt. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnis-
planungen sowie der anhaltenden Pandemie und deren Auswirkungen auf den Spiel-
betrieb hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen damit maßgeblich
von den konkreten Ertragssituationen in der laufenden Spielzeit 2021/22 und den
Folgejahren sowie der weiteren Bezuschussung durch die Stadt in diesen Jahren ab.
Bei einem unverändert hohen Anteil der Personalkosten am Gesamtkostenvolumen
der Bühnen wird von einem Mittelbedarf in einer Größenordnung auszugehen sein,
wie er sich im Wirtschaftsplan 2021/22 der Bühnen für dieses Wirtschaftsjahr und die
Folgejahre niedergeschlagen hat.
EE GÜRZENICH-ORCHESTER - KÖLNER PHILHARMONIKER
311
EE GÜRZ ENICH-ORCH EST ER - KÖLN ER PHILHARM ONIKER
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Obermarspforten 40
50667 Köln
Kontakt 0221 22128595
www.guerzenich-
orchester.de
Gründungsdatum 01.09.2000
Geschäftsjahr 01.09.2020 – 31.08.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 25.000 €
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Gegenstand der Einrichtung ist der Betrieb eines Orchesters zur Pflege und Förde-
rung kultureller Aufgaben. Der Zweck der Einrichtung umfasst insbesondere die mu-
sikalische Mitwirkung bei der Aufführung von Bühnenwerken im Bereich des Musik-
theaters und die Darbietung von Konzerten.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Betriebsleitung
Herr François-Xavier Roth
Betriebsleiter*in
Herr Stefan Englert
Direktor*in
EE GÜRZENICH-ORCHESTER - KÖLNER PHILHARMONIKER
312
Betriebsausschuss
Frau Dr. Eva Bürgermeister
(bis 31.10.2020)
Vorsitzende*r
Frau Elfi Scho-Antwerpes (MdR)
(ab 01.11.2020)
Vorsitzende*r
Herr Dr. Ralph Elster (MdR)
(ab 01.11.2020)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Brigitta von Bülow
(bis 31.10.2020)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Dr. Ralph Elster
(bis 31.10.2020)
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Mario Michalak (MdR)
(ab 01.11.2020)
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Dr. Eva Bürgermeister
(ab 01.11.2020)
Herr Lorenz Deutsch
(ab 01.11.2020)
Frau Maria Helmis (MdR)
(ab 01.11.2020)
Frau Bärbel Hölzing (MdR)
(ab 01.11.2020)
Herr Jörg Kobel
(ab 01.11.2020)
Herr Dr. David Lutz (MdR)
(ab 01.11.2020)
Frau Karin Reinhardt
(bis 31.10.2020)
Herr Dominik Schneider
(ab 01.11.2020)
Frau Elfi Scho-Antwerpes
(bis 31.10.2020)
Herr Prof. Klaus Schäfer
(bis 31.10.2020)
Frau Ira Sommer (MdR)
(ab 01.11.2020)
Frau Gisela Stahlhofen
(bis 31.10.2020)
Herr Peter Sörries
(bis 31.10.2020)
Herr Horst Thelen
(bis 31.10.2020)
Herr Dr. Ulrich Wackerhagen
(bis 31.10.2020)
Herr Karl-Heinz Walter
(bis 31.10.2020)
Frau Katharina Welcker
(bis 31.10.2020)
Herr Thomas Welter (MdR)
Frau Brigitta von Bülow (MdR)
(ab 01.11.2020)
ANWENDUNG EINES PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE KODEX (PCGK)
Das Unternehmen wendet keinen PCGK an.
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
Schüllermann & Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
FINANZBEZIEHUNGEN ZUR STADT KÖLN
Alle Angaben in T€
2020/2021
- Betriebskostenzuschuss 12.010
EE GÜRZENICH-ORCHESTER - KÖLNER PHILHARMONIKER
313
KENNZAHLENÜBERSICHT
2018/2019 2019/2020 2020/2021
Gesamtleistung (T€) 21.385 21.393 21.046
Jahresergebnis (T€) -158 2.363 3.061
Eigenkapital (T€) 3.394 5.758 8.819
Bilanzsumme (T€) 12.610 14.102 15.648
Investitionen (T€) 150 168 106
Verbindlichkeiten (T€) 396 166 655
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 151 146 157
WIRTSCHAFTLICHE LAGE
(Gesamt-)Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. Marktumfeld
In der Spielzeit 2021/22 konnte nach dem weitgehenden Abklingen der Pandemie
sukzessive mit der Wiederaufnahme des normalen Spielbetriebs begonnen werden.
Die Erlöse waren bei Kultureinrichtungen von Kapazitätsbeschränkungen stark be-
troffen und entsprechend nicht auf dem Niveau der Vor-Corona Zeit. Als personalin-
tensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Personalkosten sind bei Kulturein-
richtungen Konsolidierungspotentialen, die angesichts der finanziellen Verhältnisse
der öffentlichen Haushalte diskutiert werden, kurzfristig nicht umsetzbar. Ein höherer
Eigenanteil ist nur durch Anpassungen der Kartenpreise und Einwerbung von Dritt-
mitteln möglich.
Geschäftsverlauf
Der Vergleich der Leistungsdaten des Orchesters in der Spielzeit 2021/22 mit dem
Vorjahr ist wegen der erheblichen pandemiebedingten Einschränkungen in 2020/21
nur sehr begrenzt aussagefähig. Er zeigt, dass die Anzahl der Eigenveranstaltungen
mit 63 (Vorjahr 42) wieder deutlich angestiegen ist. Dementsprechend lag auch die
Anzahl der Besucher erheblich um 42.371 (rd. 630%) über dem Vorjahr. Auch die
Auslastung der Eigenveranstaltungen überstieg mit 64,4% um rd. 8,8% den Vorjah-
reswert.
Vor dem Hintergrund der noch pandemiebedingten Einschränkungen im Spielbetrieb
erzielte das Gürzenich-Orchester nach dem vorjährigen Jahresüberschuss von 3.061
T€ im Wirtschaftsjahr 2021/22 einen Jahresfehlbetrag von 260 T€.
Die an der Struktur des Wirtschaftsplans 2021/22 ausgerichtete Analyse des Ergeb-
nisses zeigt, dass sich der Fehlbetrag aus einem leicht negativen Betriebsergebnis in
Höhe von -24 T€ (im Vorjahr +3.319 T€), einem negativen Zinsergebnis von 236 T€
(im Vorjahr -256 T€) sowie Steueraufwendungen von 0 T€ (im Vorjahr 2 T€) zusam-
mensetzt. Im Periodenvergleich fiel das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um
3.343 T€ bzw. rd. 100,7% erheblich zurück, obgleich die betrieblichen Erträge um
2.121 T€ bzw. 10,1% über dem Vorjahreswert lagen. Im Vergleich zur Entwicklung
EE GÜRZENICH-ORCHESTER - KÖLNER PHILHARMONIKER
314
bei den betrieblichen Erträgen erhöhten sich die betrieblichen Aufwendungen gegen-
über dem Vorjahr überproportional um 5.464 T€ bzw. um +30,8%. Die Personalkos-
ten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2.339 T€ bzw. 16,9% deutlich an.
An Mitteln aus dem städtischen Haushalt standen dem Orchester im Wirtschaftsjahr
2021/22 12.480 T€ als Betriebskostenzuschuss auf der Grundlage des Ratsbe-
schlusses vom 16.9.2021 zur Verfügung. Die Mittel waren vollständig zum Ausgleich
des Betriebsverlustes zu verwenden.
Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Aktivität
Die Erlöse des Orchesters konnten sukzessive konsolidiert werden: Sie bewegen
sich in Richtung der Vor-Corona Zeit. Durch eine beschlossene Neufestsetzung der
Kartenpreise ab der Spielzeit 2023/2024 können Erlöse potentiell weiter gesteigert
werden. Auch bei der Einwerbung von Drittmitteln gibt es positive Signale. Die Kos-
tenstruktur konnte stabilisiert werden.
Ein Risiko besteht in der Tarifentwicklung, die eine deutliche Erhöhung der Personal-
kosten nach sich ziehen könnte, ebenso in der Inflationsentwicklung. Es besteht die
Notwendigkeit einer Publikumserneuerung, um das alternde Publikum perspektivisch
zu substituieren.
Erwartete Entwicklung der Gesellschaftsaktivitäten
In den kommenden Spielzeiten wird von einer soliden Finanzlage trotz zunächst ne-
gativer Betriebsergebnisse ausgegangen, da diese in den kommenden drei Wirt-
schaftsjahren durch einen Gewinnvortrag ausgeglichen werden können. Mittelfristig
ist durch die Anpassung der Betriebskostenerstattung der Bühnen Köln und eine be-
darfsgerechte Anpassung des Betriebskostenzuschusses der Stadt Köln eine solide
Entwicklung zu erwarten.
Vor dem Hintergrund der notwendigen und beabsichtigten Rückkehr zum Erlösniveau
vor der Pandemie hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Orchesters damit
maßgeblich von der Ertragslage bzw. Bezuschussung in den folgenden Wirtschafts-
jahren ab.
EE WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD DER
STADT KÖLN
315
EE WALLR AF-RICH ARTZ-MUSEUM & FOND ATION C ORBOUD D ER STADT KÖLN
FIRMENDATEN (STAND 31.12.2021)
Anschrift Obenmarspforten 40
50667 Köln
Kontakt 0221 22121119
wallraf.museum
Gründungsdatum 01.07.2008
Geschäftsjahr 01.01.2021 - 31.12.2021
KAPITALVERHÄLTNISSE
Kapital
Stammkapital 25.000 €
UNTERNEHMENSGEGENSTAND
Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud führt einen Betrieb mit Samm-
lungen, insbesondere aus Gegenständen aus dem Bereich der europäischen Kunst
vom 13. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert. Zu den Aufgaben gehören die Präsen-
tation der Sammlung, die Ausrichtung von Sonderausstellungen, die wissenschaftli-
che Erschließung, Erhaltung, Pflege und Unterhaltung der Sammlung sowie die Ver-
mittlung der kunstgeschichtlichen und kulturellen Aspekte der Sammlung. Die Fonda-
tion Corboud hat dem Museum ihren Bestand an Kunstwerken des Impressionismus
und des Postimpressionismus als Ewige Leihgabe zur Verfügung gestellt.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Betriebsleitung
Frau Susanne Laugwitz-Aulbach
Erste*r Betriebsleiter*in
Herr Dr. Marcus Dekiert
Geschäftsführende*r Betriebsleiter*in
Betriebsausschuss
Frau Elfi Scho-Antwerpes (MdR)
Vorsitzende*r
Herr Dr. Ralph Elster (MdR)
1. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Herr Mario Michalak (MdR)
2. stellvertretende*r Vorsitzende*r
Frau Maria Helmis (MdR)
Frau Bärbel Hölzing (MdR)
Herr Dr. David Lutz (MdR)
Frau Ira Sommer (MdR)
Herr Thomas Welter (MdR)
Frau Brigitta von Bülow (MdR)
EE WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD DER
STADT KÖLN
316
JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG
dhpg Dr. Harzem Partner mbB
KENNZAHLENÜBERSICHT
2019 2020
Gesamtleistung (T€) 6.794 6.083
Jahresergebnis (T€) -788 -297
Eigenkapital (T€) 87.372 87.075
Bilanzsumme (T€) 693.202 692.818
Investitionen (T€) 138 128
Verbindlichkeiten (T€) 1.762 1.238
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 19 21
Der Jahresabschluss 2021 der e.E. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Courboud
der Stadt Köln lag zum Zeitpunkt der Erstellung des Beteiligungsberichts noch nicht
vor.
317
ANHANG
318
III. Anhang
ANHANG
319
1. Alphabetisches Verzeichnis der direkten und indirekten Beteiligungen
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
450 MHz Beteiligung GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 8,00 nein
8KU GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 10,00 nein
A/V/E GmbH rhenag Vierte Ebene 6,69 nein
ACHTBRÜCKEN GmbH Stadt Köln
KölnMusik
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
95,06 ja
AggerEnergie GmbH RheinEnergie
Stadt Gummersbach
Stadt Wiehl
Gemeinde Marienheide
Gemeindewerke Engelskirchen
Stadt Bergneustadt
Stadt Overath
Stadt Waldbröl
Gemeinde Reichshof
Gemeinde Morsbach
Dritte Ebene 50,20 nein
AggerService GmbH AggerEnergie Vierte Ebene 25,10 nein
AGO GmbH Energie + Anlagen RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
AG Zoologischer Garten Stadt Köln
Kleinaktionäre Zoo
Zoo
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
88,19 ja
AHS Aviation Handling Services GmbH FKB Zweite Ebene 3,11 nein
AHS Köln Aviation Handling Services GmbH FKB Zweite Ebene 15,25 nein
Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
Amadeus Gold B.V. HGK Schiffsbeteiligung Vierte Ebene 93,74 nein
AMADEUS Schiffahrts- und Speditions GmbH HGK Shipping Dritte Ebene 84,36 nein
Amadeus Silver B.V. HGK Schiffsbeteiligung Vierte Ebene 93,74 nein
ANHANG
320
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
Amadeus Titanium B.V. HGK Schiffsbeteiligung Vierte Ebene 93,74 nein
aquabench GmbH StEB Zweite Ebene 8,00 nein
AS 3 Beteiligungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,20 nein
ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG RheinEnergie
ASEW Service GmbH
Dritte Ebene 5,33 nein
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft
Köln mbH
Stadt Köln
Remondis
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
50,10 ja
AVG Kompostierung GmbH AVG GmbH Zweite Ebene 50,10 nein
AVG Ressourcen GmbH AVG GmbH Zweite Ebene 50,10 nein
AVG Service GmbH AVG GmbH Zweite Ebene 50,10 nein
AWB Abfallwirtschaftsbetrieb Köln GmbH SWK Zweite Ebene 100,00 ja
Bäderbetriebsgesellschaft Bergisch-Gladbach mbH BELKAW Vierte Ebene 40,08 nein
Bäderbetriebsgesellschaft Burscheid mbH BELKAW Vierte Ebene 40,08 nein
beka GmbH HGK
KVB
Zweite Ebene 0,61 nein
BeKa HGK GmbH HGK Shipping Dritte Ebene 37,49 nein
Bergische Licht-, Kraft- und Wasserwerke (BELKAW)
GmbH
RheinEnergie
Bädergesellschaft Bergisch
Gladbach
Stadtwerke Burscheid
Dritte Ebene 40,08 nein
BEW Bergische Energie- und Wasser- GmbH rhenag Vierte Ebene 5,19 nein
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG Stadt Köln
BioCampus GmbH
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
BioCampus Cologne Management GmbH Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
Biogas Pool 3 für Stadtwerke GmbH & Co. KG RheinWerke Vierte Ebene 25,00 nein
BRUNATA-METRONA FL S.a r.l. BRUNATA-METRONA Dritte Ebene 1,00 nein
BRUNATA-METRONA GmbH GEW Zweite Ebene 100,00 ja
ANHANG
321
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
Bunkerbetriebe Büchting GmbH HGK Dry Shipping
HTAG
Dritte Ebene 93,74 nein
Buss HGK Logistics GmbH & Co. KG HGK Shipping
Buss HGK Verwaltung
Dritte Ebene 46,87 nein
Buss HGK Verwaltung GmbH HGK Shipping Dritte Ebene 46,87 nein
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG Stadt Köln
Butzweiler Verwaltung
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
Butzweilerhof Verwaltung GmbH Moderne Stadt Zweite Ebene 100,00 ja
chargecloud GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 26,67 nein
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland
AöR
Land NRW
Stadt Bonn
Kreis Düren
Kreis Euskirchen
Kreis Heinsberg
Oberbergischer Kreis
Rhein-Erft-Kreis
Rhein-Sieg-Kreis
Rheinisch-Bergischer Kreis
Stadt Aachen
Stadt Köln
Stadt Leverkusen
Städteregion Aachen
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
5,83 ja
COLONIA-CLUJ-NAPOCA-Energie S.R.L. RheinEnergie Dritte Ebene 26,66 nein
cowelio GmbH BRUNATA-METRONA
BRUNATA München
BRUNATA Hamburg
Dritte Ebene 51,00 nein
CTS Container-Terminal GmbH Rhein-See-Land-
Service
Neska
DB Intermodal Services
HGK
Zweite Ebene 72,65 ja
DCH Düsseldorfer Container-Hafen GmbH CTS Dritte Ebene 35,60 nein
ANHANG
322
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
De Grave-Antverpia N. V. HGK Shipping Dritte Ebene 51,55 nein
Deutsche Netzmarketing GmbH NetCologne Dritte Ebene 2,56 nein
Digital Hub Cologne GmbH IHK Köln
Stadt Köln
Universität zu Köln
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
33,33 ja
DKS Dienstleistungsgesellschaft für
Kommunikationsanlagen des Stadt- und
Regionalverkehrs mbH
Siemens Mobility
HGK
KVB
Zweite Ebene 49,40 ja
d-NRW AöR Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
0,08 ja
Duisburg Bulk Terminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,74 nein
eE Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
195,85 ja
eE Bühnen der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
eE Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
0,00 ja
eE Gürzenich-Orchester - Kölner Philharmoniker Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
eE Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
eE Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud der
Stadt Köln
Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
Eifel Wind Infra GmbH & Co. KG Windfarm Idesheim
RE Windkraft
Vierte Ebene 45,71 nein
Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser eG
im Deutschen Städtetag
Kliniken Köln
SBK
Zweite Ebene 2,17 nein
EKK plus GmbH GDEKK Dritte Ebene 2,17 nein
ANHANG
323
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
energienatur Gesellschaft für Erneuerbare Energien
mbH
rhenag Vierte Ebene 11,73 nein
Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg
GmbH (EnW Bonn/Rhein-Sieg)
RheinEnergie Dritte Ebene 10,97 nein
Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL) RheinEnergie
Stadt Leverkusen
EVL GmbH
Dritte Ebene 40,00 nein
Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs- und
Beteiligungsgesellschaft mbH
RheinEnergie
Stadt Leverkusen
Dritte Ebene 40,00 nein
Energieversorgung Niederkassel GmbH & Co. KG Stadt Niederkassel
rhenag
Energieversorgung
Niederkassel Verwaltung
Vierte Ebene 13,07 nein
Energieversorgung Niederkassel Verwaltung GmbH Energieversorgung
Niederkassel KG
Fünfte Ebene 13,07 nein
Energiewerke Waldbröl GmbH AggerEnergie Vierte Ebene 50,20 nein
ENERGOTEC Energietechnik GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
energy4u GmbH & Co. KG rhenag
energy4u VG
Vierte Ebene 13,07 nein
energy4u Verwaltungs GmbH energy4u Fünfte Ebene 13,07 nein
ENTALO GmbH & Co. KG RheinEnergie
ENTALO Verwaltung GmbH
Dritte Ebene 80,00 nein
Erdgasversorgung Oberleichlingen GmbH BELKAW Vierte Ebene 20,04 nein
e-regio GmbH & Co. KG rhenag
e-regio VG
Vierte Ebene 8,46 nein
e-regio Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH e-regio Fünfte Ebene 8,46 nein
ANHANG
324
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
evd energieversorgung dormagen GmbH Stadtbad- und
Verkehrsgesellschaft Dormagen
RheinEnergie
Dritte Ebene 39,20 nein
evm Windpark Höhn GmbH & Co. KG rhenag
evm Windpark Höhn Verwaltung
Vierte Ebene 8,85 nein
evm Windpark Höhn Verwaltungs-GmbH evm Fünfte Ebene 8,85 nein
Expolink Global Network Ltd. Messe Zweite Ebene 38,88 nein
Flughafen Köln/Bonn GmbH Stadt Köln
NRW
BRD
Stadtwerke Bonn
Rhein-Sieg-Kreis
Rheinisch-Bergischer Kreis
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
31,12 ja
GAG Immobilien AG Stadt Köln
Ernst-Cassel-Stiftung
Kleinaktionäre Streubesitz
GAG
Treuhänder (Mieter)
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
90,36 ja
GAG Projektentwicklung GmbH GAG
Grubo
Zweite Ebene 90,72 ja
GAG Servicegesellschaft mbH GAG Zweite Ebene 90,36 ja
GbR Historische Mitte Stadt Köln
HDK
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
80,00 nein
Gemeinschaftsheizkraftwerk Fortuna GmbH SWD Dritte Ebene 20,00 nein
GEW Köln AG SWK
Stadt Köln
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
GkD Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH rhenag Vierte Ebene 13,33 nein
Gommers Internationaal Bevrachtings- en
Scheepvaartkantoor B.V.
HGK Dry Shipping Vierte Ebene 31,17 nein
ANHANG
325
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.
KG
rhenag
GREEN GECCO Verwaltung
Vierte Ebene 1,03 nein
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs
GmbH
rhenag Vierte Ebene 1,03 nein
Grund und Boden GmbH GAG
Stadt Köln
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
94,02 ja
Grünwerke GmbH SWD Dritte Ebene 20,00 nein
Grünwerke Verwatung GmbH Grünwerke Vierte Ebene 20,00 nein
GT-HKW Niehl GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
GVG Rhein-Erft GmbH RheinEnergie
Stadtwerke Hürth
Stadt Frechen
Stadtwerke Wesseling
Rhein-Erft-Kreis
Stadt Pulheim
Stadtwerke Erftstadt
Dritte Ebene 45,30 nein
GWAdriga GmbH & Co. KG EWE AG
RheinEnergie
Westfalen Weser Netz
GWAdriga Verwaltung
Dritte Ebene 24,80 nein
GWAdriga Verwaltungs GmbH EWE AG
RheinEnergie
Westfalen Weser Netz
Dritte Ebene 24,80 nein
GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft Stadtwerke Wesseling
ZV Kreissparkasse
Stadtwerke Hürth
Stadt Frechen
Kreissparkasse Köln
Stadt Pulheim
Stadt Köln
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
5,46 ja
ANHANG
326
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
Häfen und Güterverkehr Köln AG SWK
Stadt Köln
Rhein-Erft-Kreis
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
93,74 ja
Heizungs- und Sanitärbau WIJA GmbH rhenag Vierte Ebene 26,67 nein
HGK Dry Bulk Shipping Lux S. à. r. l. HGK Ship Management Lux Vierte Ebene 93,74 nein
HGK Dry Shipping GmbH HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein
HGK Gas Shipping GmbH HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein
HGK Liquid Shipping Lux S. à. r. l. HGK Ship Management Lux Vierte Ebene 93,74 nein
HGK Logistics S. à. r. l. HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein
HGK Pushbarging Lux S. à r. l. HGK Ship Management Lux Vierte Ebene 93,74 nein
HGK Schiffsbeteiligung B. V. HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein
HGK Ship Management Lux S. à. r. l. HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein
HGK Shipping GmbH HGK Zweite Ebene 93,74 ja
HGK Shipping Lux S. à. r. l. HGK Gas Shipping Vierte Ebene 93,74 nein
HGK Shipping Rotterdam B. V. HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein
Informationsverarbeitung Leverkusen GmbH (ivl GmbH) EVL KG Vierte Ebene 36,00 nein
Jugendzentren Köln gGmbH Stadt Köln
Jugendhilfe Köln
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
51,00 ja
K.R.B.-Busreisen GmbH Schilling Dritte Ebene 51,00 nein
K-B-S Busreisen GmbH Schilling Dritte Ebene 51,00 nein
KCG Knapsack Cargo GmbH CTS
HGK
ISK
Zweite Ebene 61,42 nein
KCT Krefelder Container Terminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,74 nein
Kliniken der Stadt Köln gGmbH Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
KNG Kraftwerks- und Netzgesellschaft mbH RE HKW Rostock Vierte Ebene 39,68 nein
ANHANG
327
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
Koelncongress GmbH Messe Zweite Ebene 79,08 ja
Koelnmesse Co. Ltd. Messe Zweite Ebene 79,08 nein
Koelnmesse Co. Ltd. Messe Zweite Ebene 79,08 nein
Koelnmesse GmbH Stadt Köln
NRW
IHK Köln
Handelsverband NRW Aachen-
Düren-Köln
WIGADI
Handwerkskammer Köln
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
79,08 ja
Koelnmesse Inc. Messe Zweite Ebene 79,08 nein
Koelnmesse Ltd. Messe Zweite Ebene 79,08 nein
Koelnmesse Organizacao de Feiras Ltda. Messe Zweite Ebene 79,07 nein
Koelnmesse Pte. Ltd. Messe Zweite Ebene 79,08 nein
Koelnmesse S.r.l. Messe Zweite Ebene 79,08 nein
Koelnmesse SAS Messe Zweite Ebene 79,08 nein
Koelnmesse YA Tradefair Private Ltd. Messe Zweite Ebene 59,31 nein
Koeln Parma Exhibitions S.r.l. Messe Zweite Ebene 39,54 nein
KölnBäder GmbH SWK
Stadt Köln
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung
mbH
Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
ANHANG
328
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH KVB Zweite Ebene 100,00 ja
Kölner Sportstätten GmbH Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
Kölner Verkehrs-Betriebe AG SWK
Stadt Köln
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
Kölner Zoo Shop GmbH Zoo Zweite Ebene 88,19 ja
KölnKongress Gastronomie GmbH Koelncongress
Messe
Zweite Ebene 79,08 ja
KÖLNMUSIK Betriebs- und Servicegesellschaft mbH Stadt Köln
WDR
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
89,93 ja
KölnTourismus GmbH Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft gGmbH StEB Zweite Ebene 2,00 nein
KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH KVB
IG Kölner Busunternehmer
Zweite Ebene 51,00 ja
KVK Kompetenzzentrum Verteilnetze und Konzessionen
GmbH
rhenag Vierte Ebene 19,97 nein
Logistikzentrum RuhrOst Betreibergesellschaft mbH neska Intermodal Vierte Ebene 18,75 nein
Lohmar Netzeigentumsgesellschaft mbH Stadtwerke Lohmar KG Vierte Ebene 39,20 nein
M.K. Fahrzeugservice GmbH Schilling Dritte Ebene 51,00 nein
MAINGAU Energie GmbH rhenag Vierte Ebene 6,97 nein
Mainwerke NETZ GmbH Stromkontor Rostock Port Vierte Ebene 39,20 nein
MASSLOG GmbH HTAG
Neska
Dritte Ebene 46,87 nein
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH Filmstiftung NW
Stadt Köln
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
25,10 ja
meine-Energie eG & Co. KG TroiKomm
Stadtwerke Troisdorf
meine-Energie eG
Vierte Ebene 7,38 nein
ANHANG
329
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
METRONA GmbH BRUNATA-METRONA Dritte Ebene 100,00 ja
METRONA POLSKA Pomiary i Rozliczenia Sp.z. o.o. METRONA GmbH Vierte Ebene 100,00 nein
METRONA S.R.L METRONA GmbH Vierte Ebene 44,00 nein
METRONA Union GmbH METRONA GmbH Vierte Ebene 44,00 nein
Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH GAG Zweite Ebene 90,36 ja
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH Moderne Stadt
Grubo
SWK
Sparkasse
Zweite Ebene 89,51 ja
Moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des
Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH
SWK
Stadt Köln
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
Münchberg Solar GmbH RE Solar Vierte Ebene 80,00 nein
NAVITANK B. V. Wijnhoff & van Gulpen und
Larsen
Vierte Ebene 93,74 nein
neska Container Line B.V. Neska Dritte Ebene 93,74 nein
neska Intermodal GmbH Neska Dritte Ebene 93,74 nein
NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH HGK Zweite Ebene 93,74 ja
NetAachen GmbH NetCologne
STAWAG
Dritte Ebene 84,00 ja
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH GEW Zweite Ebene 100,00 ja
NetCologne IT Services GmbH NetCologne Dritte Ebene 100,00 nein
NetRegio GmbH NetCologne
NetAachen
Dritte Ebene 100,00 nein
Netzgesellschaft Düsseldorf mbH SWD Dritte Ebene 20,00 nein
Niedersächsische Verfrachtungs-Gesellschaft mbH HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein
Oudkerk B.V. HTAG
Neska
Dritte Ebene 93,74 nein
ANHANG
330
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
Pohl & Co. GmbH Neska Dritte Ebene 93,74 nein
Propan Rheingas GmbH rhenag Vierte Ebene 5,33 nein
Propan Rheingas GmbH & Co. KG rhenag
Propan Rheingas GmbH
Vierte Ebene 5,62 nein
Radio Köln GmbH & Co. KG SWK Zweite Ebene 25,00 nein
Regio-Bus-Rheinland GmbH RVK Zweite Ebene 13,89 nein
Regionalverkehr Köln GmbH Kreis Euskirchen
Kreisholding Rhein-Sieg
Rhein-Erft-Kreis
Rheinisch-Bergischer Kreis
Stadt Köln
Stadtwerke Bonn Verkehrs
RVK
Elektrische Bahnen der Stadt
Bonn und des Rhein-Sieg-
Kreises
Oberbergischer Kreis
Stadtverkehr Euskirchen
Stadtwerke Brühl
Stadtwerke Hürth
Stadtwerke Wesseling
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
13,89 ja
RehaNova Neurologische Rehabilitationsklinik gGmbH Kliniken Köln Zweite Ebene 100,00 ja
RheinCargo GmbH & Co. KG HGK
Neuss-Düsseldorfer Häfen
RheinCargo Verwaltung
Zweite Ebene 46,87 ja
RheinCargo Verwaltungs-GmbH HGK
Neuss-Düsseldorfer Häfen
Zweite Ebene 46,87 ja
RheinEnergie AG GEW
Westenergie
Zweite Ebene 80,00 ja
ANHANG
331
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
RheinEnergie Biokraft Randkanal-Nord GmbH & Co. KG RheinEnergie
RheinEnergie Biokraft
Verwaltungs
Dritte Ebene 80,00 nein
RheinEnergie Biokraft Verwaltungs GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
RheinEnergie Express GmbH RheinEnergie
AggerEnergie
AggerEnergie
BELKAW
BELKAW
GVG
GVG
evd
evd
Stadtwerke Leichlingen
Stadtwerke Leichlingen
Dritte Ebene 75,60 nein
RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
RheinEnergie HKW Rostock GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
RheinEnergie Industrielösungen GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
RheinEnergie Solar GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
RheinEnergie-Stadtwerke Duisburg Windpark
Verwaltungs-GmbH
RheinEnergie
Stadtwerke Duisburg
Dritte Ebene 40,00 nein
RheinEnergie Trading GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
RheinEnergie Windkraft Geschäftsführungs-GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
RheinEnergie Windkraft GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH HGK
Stadt Leverkusen
Zweite Ebene 46,87 ja
ANHANG
332
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
Rheinische NETZGesellschaft mbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
Rheinland Cargo Schweiz GmbH HGK Zweite Ebene 93,74 ja
Rhein-Ruhr Terminal Gesellschaft für Container- und
Güterumschlag mbH
neska Intermodal Vierte Ebene 93,74 nein
Rhein-Sieg Netz GmbH rhenag Vierte Ebene 26,67 nein
RheinWerke GmbH RheinEnergie
SWD
Dritte Ebene 50,00 nein
rhenagbau GmbH rhenag Vierte Ebene 26,67 nein
rhenag Rheinische Energie AG Westenergie
RheinEnergie
Dritte Ebene 26,67 ja
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und
Gründerzentrum Köln GmbH
Stadt Köln
Verein zur Förderung der
rechtsrheinischen gewerblichen
Wirtschaft Köln
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
99,92 ja
RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft mbH HGK Zweite Ebene 24,37 nein
SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
Scheeps exploitatie Maatschaapij Arnhem B. V. HGK Ship Management Lux Vierte Ebene 31,24 nein
Scheeps exploitatie Maatschaapij Nijmegen B. V. HGK Ship Management Lux Vierte Ebene 31,24 nein
Schilling Omnibusverkehr GmbH KVB
Brigitte Kläs
Karl Kläs
Marcel Kläs
Zweite Ebene 51,00 ja
SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG rhenag
SE SAUBER ENERGIE
Verwaltung
Vierte Ebene 4,44 nein
SE SAUBER ENERGIE Verwaltungs-GmbH rhenag Vierte Ebene 4,45 nein
Siegener Versorgungsbetriebe GmbH rhenag Vierte Ebene 6,65 nein
Solarpark Bronkow Luckaitztal GmbH RE Solar Vierte Ebene 80,00 nein
ANHANG
333
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. Stadt Köln
Stadt Bonn
Stadt Hürth
Stadt Bergisch Gladbach
Stadt Brühl
Kreisstadt Siegburg
Stadt Königswinter
Stadt St. Augustin
Stadt Bad Honnef
Stadt Bornheim
Stadt Wesseling
Gemeinde Alfter
Rhein-Erft-Kreis
Rhein-Sieg-Kreis
Stadt Niederkassel
Erste Ebene/
direkte Beteiligung
50,00 ja
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
Stadtwerke Düsseldorf AG GEW Zweite Ebene 20,00 nein
Stadtwerke Köln GmbH Stadt Köln Erste Ebene/
direkte Beteiligung
100,00 ja
Stadtwerke Leichlingen GmbH Leichlinger Bäder- und
Beteiligungs-GmbH
RheinEnergie
Dritte Ebene 39,20 nein
Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG Stadt Lohmar
RheinEnergie
Stadtwerke Lohmar Verwaltung
Dritte Ebene 39,20 nein
ANHANG
334
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH Stadt Lohmar
RheinEnergie
Dritte Ebene 39,20 nein
Stadtwerke Pulheim GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 39,20 nein
Stadtwerke Sankt Augustin GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 36,00 nein
Stadtwerke Troisdorf GmbH TroiKomm
RheinEnergie
Dritte Ebene 32,00 nein
Stromkontor Griesheim GmbH Stromkontor Rostock Port Vierte Ebene 39,20 nein
Stromkontor Netzgesellschaft mbH Stromkontor Rostock Port Vierte Ebene 39,20 nein
Stromkontor Rostock Port GmbH Stromkontor Beratungs- und
Beteiligungsgesellschaft
RheinEnergie
Dritte Ebene 39,20 nein
Stromnetz24 GmbH Stromkontor Rostock Port Vierte Ebene 39,20 nein
Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG Stadt Bornheim
RheinEnergie
Stromnetz Bornheim
Verwaltungs GmbH
Dritte Ebene 39,20 nein
Stromnetz Bornheim Verwaltungs GmbH Stromnetz Bornheim KG Vierte Ebene 39,20 nein
Stromnetzgesellschaft Neunkirchen-Seelscheid GmbH
& Co. KG
rhenag
VG SNS GmbH
Vierte Ebene 0,27 nein
Stromnetz Pulheim GmbH & Co. KG Stadtwerke Pulheim
innogy Westenergie GmbH
Stromnetz Pulheim Verwaltung
Vierte Ebene 58,72 nein
Stromnetz Pulheim Verwaltung GmbH Stadtwerke Pulheim Vierte Ebene 29,36 nein
TankE GmbH RheinEnergie Dritte Ebene 80,00 nein
TKN Terminal Köln-Nord GmbH i.L. CTS Dritte Ebene 37,05 nein
uct Umschlag Container Terminal GmbH Neska Dritte Ebene 93,74 nein
VDV eTicket Service GmbH & Co. KG KVB
VDV-Kernapplikation-
Verwaltungsgesellschaft mbH
Zweite Ebene 10,12 nein
ANHANG
335
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH GEW Zweite Ebene 1,69 nein
Versorger-Allianz 450 Beteiligungs GmbH & Co. KG rhenag
Versorger Allianz 450
Verwaltungsgesellschaft
Vierte Ebene 1,54 nein
Versorger Allianz 450 Verwaltungsgesellschaft mbH Versorger-Allianz 450 KG Fünfte Ebene 1,54 nein
Verwaltungsgesellschaft SNS mbH Stromnetzgesellschaft
Neunkirchen-Seelscheid
Fünfte Ebene 0,27 nein
Wärmegesellschaft RHEIN-ERFT GmbH GVG Vierte Ebene 22,56 nein
Wärmegesellschaft Wesseling mbH GVG Vierte Ebene 22,65 nein
Wärmekontor Rostock GmbH Stromkontor Rostock Port Vierte Ebene 39,20 nein
Westerwald-Netz GmbH rhenag Vierte Ebene 26,67 nein
Westigo GmbH KVB Zweite Ebene 100,00 ja
Wijnhoff & van Gulpen und Larsen B. V. HGK Shipping Dritte Ebene 93,74 nein
Windeck Energie GmbH Gemeindewerke Windeck
Gemeinde Windeck
rhenag
Vierte Ebene 13,31 nein
Windfarm Frankenheim GmbH & Co. KG RE Windkraft
RE Windkraft GF
Vierte Ebene 80,00 nein
Windfarm Idesheim GmbH RE Windkraft
RE Windkraft GF
Vierte Ebene 80,00 nein
Windfarm Weimar GmbH & Co. KG RE Windkraft
RE Windkraft GF
Vierte Ebene 80,00 nein
Windhagen Projekt Netphen GmbH & Co. KG RE Windkraft
RE Windkraft GF
Vierte Ebene 80,00 nein
Windpark Benzweiler GmbH & Co. KG RE Windkraft
RE Windkraft GF
Vierte Ebene 80,00 nein
Windpark Breitenbach GmbH Grünwerke Vierte Ebene 20,00 nein
ANHANG
336
Beteiligung Gesellschafter
Beteiligungsebene
direkte/indirekte
Beteiligung
Anteil Stadt Köln
(durchgerechnet
in %)
Abbildung im
Beteiligungs-
bericht
Windpark Fleetmark II GmbH & Co. KG RE Windkraft
ThermoPlus
WärmeDirektService
RE Windkraft GF
Vierte Ebene 40,05 nein
Windpark Hamdorf GmbH & Co. KG RE Windkraft
RE Windkraft GF
Vierte Ebene 80,00 nein
Windpark Heckelberg-Breydin GmbH & Co. KG RE Windkraft
AggerEnergie
BELKAW
EVL KG
evd
Stadtwerke Troisdorf
Stadtwerke Lohmar KG
RE Windkraft GF
Vierte Ebene 64,80 nein
Windpark Koßdorf III GmbH & Co. KG RE Windkraft GF
RE Windkraft
ThermoPlus
WärmeDirektService
Vierte Ebene - nein
Windpark Schönwalde-Altenkrempe GmbH & Co. KG RE Windkraft GF
RE Windkraft
Vierte Ebene - nein
Windpark Staustein GmbH & Co. KG RE Windkraft
ThermoPlus
WärmeDirektService
RE Windkraft GF
Vierte Ebene 40,05 nein
Windpark Zölkow GmbH & Co. KG RE Windkraft
RE Windkraft GF
Vierte Ebene 80,00 nein
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH SWK Zweite Ebene 100,00 ja
ZOO-Gastronomie GmbH Zoo Zweite Ebene 88,19 ja
ANHANG
337
2. Erläuterungen und Begriffsdefinitionen
Erläuterungen zu den Positionen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung
(GuV) finden Sie in §§ 266, 275 Handelsgesetzbuch (HGB) sowie im Internet z.B. un-
ter http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/bilanz.html beziehungsweise unter
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/gewinn-und-verlustrechnung-guv.html.
Erläuterung Kennzahlen - Bilanz
Anlagenintensität Anlagevermögen
Bilanzsumme × 100
Als Verhältnis zwischen Anlagevermögen und Gesamt-
vermögen gibt die Kennzahl Auskunft über die Kapital-
bindung innerhalb eines Unternehmens. Je größer die
Kennzahl, desto mehr Kapital ist innerhalb des Anlage-
vermögens gebunden und je höher sind die Fixkosten.
Eine hohe Anlageintensität beinhaltet ein höheres Ri-
siko, da das Unternehmen bei Marktveränderungen
i.d.R. nicht so schnell darauf reagieren kann. Der Ziel-
wert ist stark branchenabhängig.
Abschreibungen Abschreibungen ohne Abschreibungen auf den Ge-
schäfts- und Firmenwert
Abschreibungsquote Abschreibungen
Immaterielle Vermögen + Sachanlagevermögen × 100
Das Verhältnis zwischen den Abschreibungen eines Ge-
schäftsjahres und dem Anlagevermögen lässt Schlüsse
über den Erneuerungszyklus von Anlagegütern (z.B. Ma-
schinen) und deren Nutzungsdauer zu. Je höher die Ab-
schreibungsquote, desto eher werden Anlagen nach
Auslaufen der Abschreibungen weiterhin verwendet. Der
Zielwert ist stark branchenabhängig.
Kreditverbindlichkei-
ten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und andere
Kreditgeber
Investitionen
Summe der Zugänge beim Anlagevermögen d.h. bei den
immateriellen Vermögensgegenständen, dem Sachanla-
gevermögen sowie zu den Finanzanlagen
Investitionsquote Investitionen in Anlagevermögen
Anlagevermögen × 100
ANHANG
338
Diese Kennzahl spiegelt den prozentualen Anteil der In-
vestitionen in das Anlagevermögen wider; sie gibt einen
Hinweis auf die Erneuerungsquote. Ist die Investitions-
quote langfristig hoch, so lässt dies den Schluss zu,
dass ständig in neue Vermögensgegenstände investiert
wird. Eine langfristig niedrige Investitionsquote hingegen
kann auf eine Überalterung der Anlagegüter hinweisen.
Eine Aussage zur Notwendigkeit oder Qualität der Inves-
titionen enthält diese Kennzahl nicht. Der Zielwert sollte
langfristig größer als Null sein.
Eigenkapital Im Gegensatz zum Fremdkapital jene Mittel, die von den
Eigentümern einer Unternehmung zu deren Finanzie-
rung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im
Unternehmen belassen wurden (Selbstfinanzierung).
Das davon gezeichnete Kapital ist das Kapital, auf das
die Haftung der Gesellschafter für die Verbindlichkeiten
der Kapitalgesellschaft gegenüber den Gläubigern be-
schränkt ist (§ 272 I HGB).
Eigenkapitalquote Eigenkapital
Bilanzsumme ×100
Die Eigenkapitalquote zeigt, wie hoch der Anteil des Ei-
genkapitals am Gesamtkapital ist. Je höher die Eigenka-
pitalquote, umso höher ist die finanzielle Stabilität des
Unternehmens und die Unabhängigkeit gegenüber
Fremdkapitalgebern. Banken bewerten daher die Bonität
eines Unternehmens bei hoher Eigenkapitalquote höher.
Je höher die Anlagenintensität ist, umso höher sollte
auch die Eigenkapitalquote sein.
Erläuterungen Kennzahlen - Gewinn- und Verlustrechnung
EBIT
Earnings before interest and taxes
Summe aus Betriebsergebnis, Erträgen aus Beteiligun-
gen, Erträgen aus Gewinnabführung, Erträgen aus an-
deren Finanzanlagen abzüglich Aufwendungen aus Ver-
lustübernahme und Abschreibungen auf Finanzanlagen
ANHANG
339
Hierbei handelt es sich um das Unternehmungsergebnis
bevor Steuern und Zinsen hinzugerechnet bzw. abgezo-
gen werden. Die Kennzahl EBIT wird vor allem verwen-
det, um die operative Ertragskraft eines Unternehmens
beurteilen zu können, unabhängig von regionalen Be-
steuerungen und unterschiedlichen Finanzierungsfor-
men. Zielwert ist größer Null.
EBITDA
Earnings before interest, taxes, depreciation and
amortisation
EBIT
+ Abschreibungen auf Sachanlagevermögen
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögen
(Firmenwert)
Mit dem EBITDA wird das Betriebsergebnis ohne Ver-
zerrungen durch Steuern, Zinsen und Abschreibungen
dargestellt. Diese Kennzahl ist also nicht nur um das Fi-
nanzergebnis und Steuern bereinigt, sondern gegenüber
dem EBIT zusätzlich noch um die Abschreibungen. Die
Ertragskennzahl EBITDA wird genutzt, um insbesondere
Abschreibungen im Zusammenhang mit Patenten, Li-
zenzen und dem Goodwill (Geschäfts- oder Firmenwert)
aus der Betrachtung der Ertragskraft eines Unterneh-
mens zu eliminieren. Der Zielwert ist größer Null.
Gesamtaufwand
Summe alle Aufwendungen d.h. Betriebsaufwendungen,
Abschreibungen auf Finanzanlagen, Aufwendungen aus
Verlustübernahmen, Zinsen und ähnliche Aufwendungen
sowie Ertragsteuern und sonstige Steuern
Gesamtleistung
Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen
sowie aktivierter Eigenleistungen
Gesamtkapital-
rentabilität
(Jahresergebnis + Zinsaufwendungen)
Bilanzsumme x 100
ANHANG
340
Durch diese Kennzahl lassen sich die Verzinsung und
die Effizienz des gesamten Kapitaleinsatzes vor Ergeb-
nisübernahme bzw. -abführung im Unternehmen errech-
nen. Die Fremdkapitalzinsen werden dem Gewinn hinzu-
gerechnet, da sie in derselben Periode angefallen sind,
jedoch als Aufwand den Gewinn schmälern. Da die Ge-
samtkapitalrentabilität die Verzinsung des gesamten im
Unternehmen, also inkl. Fremdkapital, investierten Kapi-
tals angibt, ist sie aussagefähiger als die Eigenkapital-
rentabilität. Der Zielwert sollte größer als der Zins für
das eingesetzte Fremdkapital sein.
Gesamtleistung
Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen
sowie aktivierter Eigenleistungen.
Die Bestandsveränderungen geben die Änderung inner-
halb des Vorratsvermögens (u.a. bei Roh-, Hilfs- und Be-
triebsstoffen) an, aktivierte Eigenleistungen (beispiels-
weise in Form von selbst erstellten Anlagen) stellen ei-
nen Vermögensgegenstand dar. Die Gesamtleistung be-
schreibt daher den Wert, der durch die abgesetzten Pro-
dukte/ Dienstleistungen und die selbst erstellten Güter
innerhalb einer Periode geschaffen wurde.
Betriebsleistung
Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Er-
träge.
Die Betriebsleistung ist eine wesentliche Größe, die als
Bezug für eine Reihe von Kennzahlen verwendet wer-
den kann (z.B. Personalintensität, Materialintensität,
usw.). In der Bilanzanalyse kommt der Betriebsleistung
insbesondere bei lagerintensiven Unternehmen eine hö-
here Aussagekraft zu als den Umsatzerlösen. Zu den la-
gerintensiven Unternehmen gehören Betriebe, bei de-
nen aus Gründen des Produktionsprozesses die Pro-
dukte nicht innerhalb einer Rechnungsperiode fertigge-
stellt sind und deshalb zu hohen Bestandsveränderun-
gen führen. Bei Betrieben mit hoher Lagerumschlags-
häufigkeit spielt die Gesamtleistung indes keine Rolle,
weil hier lediglich der Bilanzstichtag zufällig zu Lagerbe-
ständen führt, die als Bestandsveränderung zu zeigen
sind.
Rohertrag
Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand
Der Rohertrag zeigt an, welcher Betrag für die Beglei-
chung aller übrigen Positionen verbleibt. Der Rohertrag
stellt somit die einfachste Form eines Deckungsbeitrags
dar.
ANHANG
341
ANHANG
342
Personal
Beschäftigte Alle Angestellten in Voll- und Teilzeit inkl. Auszubildende.
Auszubildende
Bei den Auszubildenden soll der Stichtagsbezogene
Wert gewählt werden. Falls dieser nicht vorhanden sein
sollte, kann auch der Durchschnittswert aus dem An-
hang gewählt werden.
ANHANG
343
3. Abkürzungsverzeichnis
Gesellschaftsformen
AG Aktiengesellschaft
AöR Anstalt des öffentlichen Rechts
B.V. Besloteen vennootshap met beperkte aansprakelijhkeid
(niederländische Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
e.E. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
GbR Gesellschaft bürgerlichen Rechts
gGmbH gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GmbH & Co. KG Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Komman-
ditgesellschaft
S.a.r.l. Socieété à responsabilité limitée
(luxemburgische Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
Allgemein
2G Mobilfunkstandard der 2. Mobilfunkgeneration
3G Mobilfunkstandard der 3. Mobilfunkgeneration
AGH Arbeitsangelegenheiten
Bg Beigeordnete*r
CFDS Contracts for Difference, Differenzkontrakte
(derivative Finanzprodukte)
CO2 Kohlendioxyd
DWNRW Regionale Plattformen für die Digitale Wirtschaft in NRW
EAV Ergebnisabführungsvertrag/Ergebnisabführungsvereinbarung
e-commerce elektronischer Handel
EEG-Umlage Erneuerbare Energien Gesetz - Umlage
EigVO Eigenbetriebsverordnung
EK Eigenkapital
ERP Softwaresystem zur Steuerung des gesamten Unternehmens
(Enterprise Ressource Planning)
EU Europäische Union
FTTB/ FTTH Fibre to the Building/Fibre to the Home (Glasfaserverbindung
bis zum Kunden)
GJ Geschäftsjahr
GO NRW Gemeindeordnung für das Land Nordrhein Westfalen
GU/TU Generalunternehmer / Totalunternehmener
GW Gebäudewirtschaft
hcb Institute for Health Care Business
HFC Hybrid Fiber Coax (Technologie zur Realisierung von Kabel-
fernsehnetzen)
HGB Handelsgesetzbuch
ANHANG
344
i. L. in Liquidation
IT Informationstechnologie
ITK Informations- und Kommunikationstechnologie
IUAG Gesetz zur Bildung integrierter Untersuchungsanstalten für be-
reiche des Verbraucherschutzes
IWF Internationaler Währungsfonds
Käm. Kämmerin
KFA Kulterförderabgabe
KMU Kleine und mittlere Untenehmen
KPI (Hub) Key Performance Indicators - Schlüsselkennzahlen
kWh Kilowattstunde
LGBTQ Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transgender und Queer
LoRaWan-Netz Long Range Wide Area Network (Niedrigenergieweitverkehr-
netzwerk; ermöglicht ein energieeffizientees Senden von Daten
über lange Strecken)
MdR Mitglied des Rates
MTOW Maximum Take-off Weight - maximales Startgewicht
NRW Nordrhein-Westfalen
OB Oberbürgermeister/Oberbürgermeisterin
OECD Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwick-
lung
OGZ Onlinezugangsgesetz
OKR Objectives and Key Results (Managementmethode zur Verbin-
dung von Unternehmenszielen mit Zielen von Teams und Mitar-
beitern)
PCGK Public Corporate Governance Kodex der Stadt Köln
PCR Polymerase chain reaction - enymabhängiges Verfahren zur
Vervielfältigung bestimmter Gen-Sequenzen
RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V.
RWTH Rheinisch-Westfaelische Technische Hochschule
SAV Sachanlagevermögen
SGB II Sozialgesetzbuch II - Bürgergeld, Grundsicherung für Arbeitssu-
chende
SGB VIII Sozialgesetzbuch VIII - Kinder- und Jugendhilfe
SIL 1 Safety Integrity Level (Sicherheitsanforderungsstufe)
StD Stadtdirektor*in
TH Technische Hochschule
TraFöG Trassenpreisförderung im Schienengüterverkehr
TVÄ Tarifvertrag Ärzte
TVöD Tarifverträg öffentlicher Dienst
VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen
VG Vermögensgegenstand / Vermögensgegenstände
Vj Vorjahr
VK Vollzeitkräfte
VRS Verkehrsverbund Rhein-Sieg
WpG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
WZL Werkzeugmaschinenlabor
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3275/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 27.11.2023
- Erstellt
- 12.10.2023 16:42