1818/2025
Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - Pflege und Bewahrung der kölnischen Sprache "Kölsch", Aktenzeichen 24/25
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 3 Stellungnahme Kölnisches Stadtmuseum
1351 Zeichen
4518 20.06.2025 Interne Stellungnahme 4518 an VII zur Vorlage 1818/2025 – „Mitteilung zur Bür- gereingabe nach § 24 GO NRW - Pflege und Bewahrung der kölnischen Spra- che "Kölsch", Aktenzeichen 24/25“ Über das Wissenschaftliche Referat Brauchtum beteiligt sich das KSM an gesamt- städtischen Formaten wie dem in 2024 eingeführten Event „Daach der kölschen Sproch“. Im Übrigen bewertet das KSM die stärkere Platzierung der kölschen Sprache als ge- samtstädtische Aufgabe, wie sie auch in der Niederschrift dokumentiert ist, und emp- fiehlt den Beteiligten einen Schulterschluss mit privaten Trägern und Einrichtungen wie der Akademie för uns kölsche Sproch. Das Kölnische Stadtmuseum bietet im Rahmen der eigenen Angebote regelmäßig Führungen „op Kölsch“ in seiner Dauerausstellung an. Diese werden vom Museums- dienst organisiert. Außerdem plant das Stadtmuseum Krätzchen*-Veranstaltungen in Kooperation mit den Freunden und Förderern des kölnischen Brauchtums, voraussichtlich ab Herbst dieses Jahres. Mehr oder andere Angebote kann das KSM aufgrund der erheblich unterdimensio- nierten Personalausstattung leider nicht entwickeln. Gez. * Krätzchen = Ein Krätzche (Kölsch, auch Krätzge oder Krätzje, im rheinischen Regi- olekt Krätzchen) bezeichnet im Kölner Raum mundartlich Lieder, die lustige Bege- benheiten oder Streiche erzählen.
Anlage 2 Auszug aus der Niederschrift BAB 31.03.25 TOP 2.4
5055 Zeichen
Geschäftsführung Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Frau Pesch Telefon: (0221) 221 26144 Fax: (0221) E-Mail: doris.pesch@stadt-koeln.de Datum: 05.06.2025 Auszug aus der Niederschrift der 30. Sitzung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden vom 31.03.2025 öffentlich 2.4 Bürgereingabe nach §24 GO NRW - Pflege und Bewa hrung der kölni- schen Sprache "Kölsch", AZ 24/25 0810/2025 Der Petent stellt seine Eingabe vor. Herr Derichsweiler, Ausschussvorsitzender, bittet die Fachverwaltung hierzu Stellung zu nehmen. Herr Stroß, Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, erklärt, dass die Vorschläge des Petenten nicht hundertprozentig erfüllt werden können. Die Kernaufgabe seines Am- tes sei die Information der Bevölkerung. Die Brauchtumspflege gehöre nicht direkt dazu. Die Anregung des Petenten verstehe er auch dahingehend, dass die Brauch- tumspflege über die Förderung von Vereinen, die sich dieser Sache verschrieben ha- ben, erfolgen kann. Die Bespielung eigener Kanäle sehe er nicht in der Aufgabe sei- nes Amtes. Hingegen können konkrete Anlässe mit Berührungspunkten zur kölschen Sprache, wie zum Beispiel der „Daach der kölschen Sproch“ ausgebaut werden. Herr Schöffmann, Bündnis 90/Die Grünen, schließt sich dem Vorschlag der Verwal- tung an. Für die Prüfung regt er an, mit der Volkshochschule (VHS) ein Kooperations- gespräch zu führen, um zu klären, ob solche Formate bereits vorhanden sind oder ge- schaffen werden können, und ob Jugendliche in die Formate eingebunden werden können. Dies gibt Herr Schöffmann zu Protokoll. Herr Erkelenz, CDU, verleiht seiner Begeisterung für die Eingabe Ausdruck, indem er in perfekter kölnischer Sprache ausführt, dass „singe Fraktion et jot findet, dat d´r An- trag jekumme es. Hä wolle dat endlich ens wat jeemach weed“. Frau Oedingen, SPD, weist auf die zweistündige Radiosendung „Kölsch un jot“ immer sonntags in Radio Köln hin, mit kölschen Liedern und kölscher Sprache. Sie regt an und gibt zu Protokoll, dass die Verwaltung auf die Karnevalsvereine zuge- hen möchte um anzufragen, ob es im Rahmen des Ehrenamtes möglich ist in offenen Ganztagsschulen nachmittags entsprechende Kurse für die Kinder und Jugendlichen anzubieten. Frau Oedingen schließt sich dem Beschlussvorschlag an und bittet, die Eingabe und den Beschluss an den Kulturausschuss zu geben. Herr Kockerbeck, Die Linken, sieht lediglich begrenzte Möglichkeiten der Verwaltung, so wie von Herrn Stroß, Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, dargestellt. Frau Schöppen, FDP, erläutert, dass Kölsch eine eigene Sprache ist, da es eine ei- gene Grammatik hat, im Gegensatz zu Dialekten. Herr Gebhardt, AfD, unterstützt die Eingabe gerne. Er sehe im öffentlichen Raum eine Entwicklung dahingehend, dass man sich der Kölschen Sprache erinnere. So weist er auf die in Kölsch verfassten Schriftzüge eines Supermarktes hin. Womöglich könne das Büro für Touristik Informationen auch auf Kölsch zur Verfügung stellen. Touristen mögen die Kölsche Sprache und Lebensart. Dies sei auch eine gute Werbung. Herr Dr. Akude, CDU, findet die Eingabe sehr wichtig. Der Aussage von Herrn Stroß, dass die Pflege und Bewahrung der kölnischen Sprache nicht Kernaufgabe der Stadt ist, steht er kritisch gegenüber. Wenn die Politik und die Verwaltung es möchten, dann sei es möglich. Der Petent bedankt sich beim Ausschuss, dass er seine Eingabe einbringen durfte. Er betont, dass Kölsch – außerhalb von Karneval - leider ein Nischendasein bei den Menschen seiner (der jungen) Generation fristet. Seine Intention sei es, Kölsch in den Alltag zu integrieren, z.B. das Radio einzuschalten und kölsch zu hören, ohne aktiv nach kölschen Beiträgen und Formaten suchen zu müssen. Die Kölsche Sprache sollte auf einen zukommen. Er befürchtet, dass die Kölsche Sprache den nächsten Generationen verloren gehen wird. Herr Dr. Höver, Leiter Bürgeramt Innenstadt, betont, dass es in der Innenstadt 46 Schulen gibt, aber von ihnen eine die Kölsche Sprache pflegt wie keine andere in ganz Köln. Es handle sich um die „Kayjass-Schull“ – die Katholische Hauptschule Großer Griechenmarkt. Die Kölsche Sprache sei dort sehr verwurzelt, auch im Alltag. Sollte diese Schule mal geschlossen werden –was hoffentlich nie passiere -, wäre dies ein großer Einbruch. Lehrer, Eltern und Schüler pflegten dort sehr aktiv die Köl- sche Sprache. Ergänzter Beschluss: Der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden dankt dem Pe- tenten für die Eingabe. Der Ausschuss bittet die Verwaltung zu prüfen, inwieweit die Pflege des Kölschen Dia- lekts in die bestehenden städtischen Social Media Formate und in den städtischen In- ternetauftritt integriert werden kann. Zudem sollen neue Möglichkeiten zur Sprach- pflege erarbeitet werden. Bei der Prüfung sollen die Vorschläge des Petenten berück- sichtigt werden. Die Eingabe wird dem Ausschuss Kunst und Kultur zur Kenntnis gegeben. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
Mitteilung Ausschuss
546 Zeichen
Dezernat, Dienststelle I/02/02-1 Vorlagen-Nummer 10.06.2025 1818/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 24.06.2025 Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - Pflege und Bewahrung der kölnischen Sprache "Kölsch", Aktenzeichen 24/25 Der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden hat in seiner Sitzung am 31.03.2025 die oben genannte Bürgereingabe behandelt. In der Anlage werden die Eingabe und der Auszug aus der Niederschrift zur Kenntnis gege- ben. Gez. Dr. Höver
Anlage 1 Eingabe
2091 Zeichen
Von: online-formularversand@stadt-koeln.de <online-formularversand@stadt-koeln.de> Gesendet: Dienstag, 11. März 2025 10:11 An: 02-1/4 Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden <geschaeftsstelle-anregungen- beschwerden@stadt-koeln.de> Betreff: Kontakt Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Folgende Information oder Nachricht wurde über das Online-Formular 'Kontakt Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden' am 11.03.2025 10:11:16 an Sie geschickt Anliegen: Sehr geehrte Damen und Herren, meine Uroma sprach nur Landkölsch, daher verstehe ich heute Kölsch. Sprechen kann ich es nicht so gut, denn als junger Mensch komme ich mit der Sprache nur an Karneval in Kontakt, seit meine Uroma verstarb. Der kölsche Dialekt, die kölsche Sprache, stiftet Identität, denn sie hat eine eigene Tradition und Geschichte. Die Stadt Köln sollte sich dafür einsetzen, diese zu bewahren. Ich möchte Anregen, dass die Stadt Köln Medienformate unterstützt, die im kölschen Dialekt stattfinden. So wäre das Aufziehen und unterstützen von Instagram Kanälen auf kölscher Sprache, mit kölschen Posts und kölschen reels eine tolle Sache. Mit Kooperationen mit erfolgreichen Influencer wäre auch schön viel gewonnen, damit am Ende kein Kanal entsteht, der 3 Follower hat, sondern die kölsche Sprache bei interessierten regelmäßig bei zehntausenden ganz normal auf der Startseite landet. Ich denke aber auch daran, vielleicht eine Stunde kölsches Programm mit kölschen Nachrichten, kölschen Interviews und kölscher Musik (die nichts mit Karneval zu tun hat) zu fördern. Vielleicht bei Radio Köln oder so. Wenn das gut läuft, kann man ja einen Radiosender der den ganzen Tag auf Kölsch Sender unterstützen. Wichtig wäre nur, dass dieser auch gehört wird. Die Sprachpflege von verschiedenen Minderheitensprachen in Europa zeigt, wie viele Möglichkeiten es gibt, Sprache und Kultur lebendig zu halten. Kölsch findet nur noch bei alten Menschen und in der Nische des Karnevals statt, dabei sollte Kölsch aus seiner Nische herauskommen.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Großer Griechenmarkt
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 1818/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 10.06.2025
- Erstellt
- 05.06.2025 10:38