Mandari Insight

0123/2018

Initiative Coffee to go für Köln - Sachstandsbericht Januar 2018

Mitteilung Ausschuss 15.01.2018

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln, Sitzung am 18.01.2018, TOP 5.1

Mitteilung Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung Ausschuss

8134 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/V-6 
 
Vorlagen-Nummer  15.01.2018 
 0123/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 18.01.2018 
 
Initiative Coffee to go für Köln - Sachstandsbericht Januar 2018 
 
Der nachfolgende Sachstandsbericht der Verwaltung zur Initiative Coffee to go für Köln 
knüpft an den Zwischenbericht in der Sitzung des AUG am 7. Juli 2017 an. Zu den vereinbar-
ten Bearbeitungsschritten wird nachfolgend ein kurzer Statusbericht gegeben: 
 
 
Schaffung eines übergeordneten Kontextes 
 
Als Maßnahme zur Abfallvermeidung findet die Initiative Coffee to go für Köln auch Platz im 
Abfallwirtschaftskonzept (AWK) der Stadt Köln. Das AWK befindet sich kurz vor der Ferti g-
stellung und wird dem Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln in seiner 
Märzsitzung vorgestellt. Das Thema Coffee to go wurde entsprechend berücksichtigt. 
 
 
Fortsetzung des Austauschs mit anderen Städten/Ministerien/Round Table München 
 
München 
 
Die Stadt München hat ihre Kampagne gegen die Becherflut gestartet. Nach dem Motto „ 
München hat´s satt, Vermeide Pappbecher“ wird ein übergroßer Pappbecher auf zentralen 
Plätzen aufgestellt. Der Riesenbecher fasst die täglich in München anfallende Menge von 
190.000 Bechern. Die gesamte Initiative ist bis 2019 geplant und hat ein Budget von 700.000 
€. 
 
Hamburg 
 
Die Stadtverwaltung Hamburg bietet in einer ihrer größeren Kantinen in Wilhelmsburg eben-
falls einen neuen Mehrwegbecher an. Auf dem Becher „Mehrweg to go“. sind die Nachteile 
beschrieben, die der Konsum von Einwegbechern zur Folge hat. Begleitet wird das Mehrwe-
gangebot in der Kantine von Informationstafeln, auf denen ebenfalls die Nachteile der Ein-
wegbecher dargestellt werden. Hier folgt man der Argumentation der Deutschen Umwelthilfe 
(DUH). 
 
 
Fortsetzung des Gesprächs „Round Table München“ 
 
Am 15.11.2017 hat in Köln ein Treffen mit dem Verband Systemgastronomie, Pro-S-Pack

2 
 
und Hubbub stattgefunden. Hierbei wurden die Vor- und Nachteile von Einwegverpackungen 
und Möglichkeiten zur Verbesserung der Verwertung diskutiert. So wurde beispielsweise in 
Manchester und London ein Pilotversuch durchgeführt, in dem Hubbub die Einwegbecher an 
verschiedenen Stellen im Stadtgebiet (öffentlicher Raum, Ausgabestellen und große Firmen) 
einsammelt. Die gesammelten Einwegbecher werden recycelt und beispielsweise zu Gar-
tenmöbeln verarbeitet. Im Rahmen des Expertengesprächs Anfang Februar 2018 wird diese 
Vorgehensweise für die Situation in Köln bewertet. 
 
 
Stadtverwaltung als Vorbild  
 
Seit dem 6. Oktober 2017 haben Beschäftigte und Besucher des Stadthauses beim Kauf ei-
nes Heißgetränkes im Backshop in der Magistrale des Stadthauses die Möglichkeit, einen 
Mehrwegbecher käuflich zu erwerben oder ihren eigenen Becher befüllen zu lassen. 
 
Auf Initiative des Eigenbetriebs Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln (V/6) wird in diesem 
Pilotversuch getestet, welchen Anklang das Angebot, Heißgetränke in Mehrwegbechern zu 
konsumieren, findet. Die Stadtverwaltung möchte zudem mit dem vorwiegend an die städti-
schen Beschäftigten gerichteten Pilotversuch bereits zu einem frühen Zeitpunkt des Prozes-
ses Vorbildfunktion übernehmen.  
 
Die Mehrwegbecher wurden durch den Betreiber ausgewählt und werden in verschiedenen 
Farben für 6 € pro Becher zum Kauf angeboten. Im Vergleich zum Einwegbecher gewährt 
der Betreiber für das Heißgetränk in einem Mehrwegbecher einen Preisvorteil in Höhe von 20 
Cent.  
 
 
 
 
Beworben wurde das Angebot insbesondere über einen Bericht im Intranet. Die Resonanz ist 
erfreulich hoch. Zwischen Oktober und November verkaufte der Backshop deutlich über 100 
Exemplare der Mehrwegbecher.  
 
Innerhalb dieser Zeit wurden annähernd 20 Prozent der Heißgetränke in Mehrwegbechern 
ausgeschenkt und somit über 1.000 Einwegbecher eingespart.  
 
 
Beauftragung einer Studie zur „Zielgruppenanalyse Coffee to go in Köln“ 
 
Um die konkreten Anforderungen von Kölner Coffee to go-Nutzern herauszuarbeiten, haben 
die Stadtverwaltung und die AWB GmbH im Oktober 2017 eine Zielgruppenanalyse in Auf-
trag gegeben. Im Rahmen eines Angebotsvergleichs wurde hierfür das renommierte Institut 
YouGov aus Köln ausgewählt.  
 
Die Studie soll Aufschluss geben, wie Verwendung und Akzeptanz von Mehrwegbechern im 
Bereich Heißgetränke to go gesteigert werden können. Hierzu wird unter anderem ermittelt, 
warum Einwegbecher in Köln benutzt werden und welche Anforderungen die Nutzer an

3 
 
Coffee to go Mehrwegbecher und -systeme stellen.  
 
Darauf basierend erstellt YouGov Handlungsempfehlungen für die Ansprache der Nutzer-
gruppen, um eine möglichst hohe Akzeptanz eines Mehrwegsystems bzw. der Verwendung 
von Mehrwegbechern zu erreichen. Die Empfehlungen sollten die Frage beantworten, wie 
der „Nerv“ der Nutzer getroffen werden kann, indem die Fragestellungen abzielten auf Hin-
weise zu  
 der allgemeinen / nutzerspezifischen Kommunikation 
 der Tonalität bei der Ansprache 
 den notwendigen Kostenvorteilen für die Konsumenten 
 der Bedeutung von ökologischem und ideellem bzw. persönlichem Mehrwert 
 wichtigen Voraussetzungen eines Mehrwegsystems/-bechers. 
 
 
Die Analyse wurde über ein zweistufiges Verfahren umgesetzt: 
 
 Im ersten Schritt fanden zwei qualitative Gruppendiskussionen mit aktuellen Ko nsu-
menten von Coffee to go statt. Als Output sollte ein besseres Verständnis der potenz i-
ellen Zielgruppe generiert werden, z. B. über deren Wahrnehmung sowie Bewertung 
von Mehrwegsystemen.  
 Als zweiten Schritt sollten die gewonnenen Erkenntnisse über eine quantitative Unter-
suchung validiert werden. Hierfür fanden zum einen Face -to-Face Interviews an der 
Universitätsmensa und am Bahnhof in Ehrenfeld statt (n > 204) um die Situation direkt 
auf der Straße zu erfassen. Zum anderen wurden Online Befragungen von Kölnern (n 
= 314) sowie von Beschäftigten der Stadtverwaltung Köln (n = 226) durchgeführt. Ziel 
war, ein breites Bild von Kölner to go Trinkern sowie der Coffee to go Verwender im 
geschlossenen System innerhalb der Behörde zu erfassen.  
 
Die Ergebnisse der Zielgruppenanalyse werden sowohl im Kölner Expertenkreis „Initiative 
Coffee-to-go“ diskutiert, als auch dem Ausschuss, voraussichtlich in seiner April-Sitzung, 
vorgestellt. 
 
 
Erarbeitung eines Kommunikationskonzeptes  
 
Auf Basis der Erkenntnisse der oben skizzierten Zielgruppenanalyse wird gemeinsam mit 
den Teilnehmern aus dem Kölner Expertenkreis im Termin Anfang Februar 2018 ein Kom-
munikationskonzept abgestimmt. Hierüber sollen sowohl Ausgabestellen als auch Konsu-
menten von Heißgetränken to go sensibilisiert und informiert werden.  
 
Als ersten Baustein eines Kommunikationskonzepts hat eine Arbeitsgruppe des Experten-
kreises in Zusammenarbeit mit der Firma Netzlabor bereits die Webseite www.coffee-to-
go.koeln konzipiert und in Auftrag gegeben.  
Die Webseite richtet sich mit vielfältigen, informativen Inhalten sowohl an die Ausgabestellen 
als auch an die Abnehmer von Heißgetränken to go: 
 Die Ausgabestellen erhalten hier relevante Informationen und Hintergründe zu dem 
Thema und werden ermutigt, Mehrwegbecher anzubieten und zurückzunehmen.  
 Die Heißgetränke to go -Konsumenten werden auf der Webseite zum einen emotional 
für das Thema sensibilisiert, 
 Kernstück der Webseite ist jedoch eine Kartenfunktion, über die die Nutzer Ausgabe-
stellen finden können, die Mehrwegbecher für Heißgetränke ausgeben bzw. befüllen.

4 
 
Hierbei werden die in Köln bereits aktiven Mehrwegsysteme mit Zustimmung der Un-
ternehmen in der Karte eingebunden.  
 Dank der Abfragen von DEHOGA und IHK lässt sich bereits zum Start der Webseite 
ein großes Netz an Ausgabestellen auf der Kölner Karte darstellen. 
 Weitere Ausgabestellen können sich über die Webseite registrieren.  
 Bei der Programmierung der Webseite haben Barrierefreiheit und Mobiloptimierung 
besondere Priorität.  
 
Nach aktuellem Zeitplan ist der Start des Betriebs der Webseite www.coffee-to-go.koeln für 
Februar 2018 vorgesehen. 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

18.01.2018 Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln
TOP 5.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Am Bahnhof

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
0123/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
15.01.2018
Erstellt
10.01.2018 13:20