BV8/133/2025
Maßnahmen gegen die Stau-Entwicklung Bernburger Straße/Heidelberger Straße (Anfrage CDU-Fraktion)
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Anfrage
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BV8/133/2025 CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung 8 der Landeshauptstadt Düsseldorf X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 12.06.2025 Frau Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks 8 Dagmar von Dahlen Rathaus Eller Gertrudisplatz 8 40229 Düsseldorf Betrifft: Maßnahmen gegen die Stau-Entwicklung Bernburger Straße/Heidelberger Straße (Anfrage CDU-Fraktion) Am Knoten Heidelberger Straße/Karlsruher Straße/Bernburger Straße wurde vor einigen Wochen die Signalsteuerung angepasst. Es handelt sich um eine Maßnahme aus der Unfallkommission sowie der ÖPNV -Beschleunigung (vgl. BV8/035/2025). Eine Einbeziehung der Pol itik in Bezirksvertretung 8 und OVA erfolgte nicht, vielmehr teilte die Verwaltung mit vorgenannter Vorlage mit, Anpassungen der Signalsteuerungen würden der Bezirksvertretung nicht vorgestellt. Auch wurden seit Jahren von der BV geforderte Verbesserung in der Verkehrsführung und Signalisierung des Radverkehrs nicht umgesetzt. Als Folge der Maßnahme zeigen sich seit Wochen erhebliche Rückstaubildungen auf der Bernburger Straße und der Heidelberger Straße, teils zurück bis in die Deutzer Straße und bis Kle in Eller. Die „ÖPNV -Beschleunigung“ hat einigen Pendler- und Anwohner -Frust, mutmaßlich Mehremissionen durch Stop&Go - Verkehre und phasenweise eine Verlangsamung der Buslinien 723 und 724 erreicht. Bürger - und Politikbeschwerden an die Bezirksverwaltung bli eben bislang ohne Erfolg. Wir fragen daher: 1. Warum wurde die Veränderung der Signalsteuerung so vorgenommen, dass es werktäglich zu langen Staus auf der Bernburger Straße und Heidelberger Straße kommt? 2. Wie haben sich die Luftqualitätsmesswerte auf der Bernburger Straße seit der Umstellung der Signalsteuerung entwickelt? 3. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, die Situation kurzfristig zu verbessern und warum ist kein zeitnäheres Qualitätsmanagement erfolgt? gez. Christian Rütz Seite 2
Beantwortung BV8_133_2025 Maßnahmen gegen die Stau-Entwicklung Bernburger Straße-Heidelberger Straße
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BV8/133/2025 Maßnahmen gegen die Stau-Entwicklung Bernburger Straße/Heidelberger Straße (Anfrage CDU-Fraktion) 1. Warum wurde die Veränderung der Signalsteuerung so vorgenommen, dass es werktäglich zu langen Staus auf der Bernburger Straße und Heidelberger Straße kommt? 2. Wie haben sich die Luftqualitätsmesswerte auf der Bernburger Straße seit der Umstellung der Signalsteuerung entwickelt? 3. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, die Situation kurzfristig zu verbessern und warum ist kein zeitnäheres Qualitätsmanagement erfolgt? Die Verwaltung teilt zu der Anfrage mit: Antwort zu Frage 1: Die Signalsteuerung am Knotenpunkt Bernburger Straße / Heidelberger Straße / Karlsruher Straße wurde im Rahmen einer Maßnahme aus der Unfallkommission angepasst. Auf Grund von Unfällen war es erforderlich, jeweils die Linksabbieger von der Heidelberger Straße und der Bernburger Straße kommend, mit einem eigenen Linksabbiegesignal zu sichern. Vorher erfolgte die Freigabe hier gemeinsam mit dem Geradeausverkehr. Um die zusätzlichen Grünzeiten der Linksabbieger einrichten zu können, mussten dafür leider andere Grünzeiten gekürzt werden. Die gekürzten Freigabezeiten führen dazu, dass der Rückstau auf einigen Zufahrten jetzt länger ist, als vor der Anpassung. Antwort zu Frage 2: Auf der Bernburger Straße in Höhe von Hausnr. 44 (ca. 400 m von der Kreuzung Bernburger Straße / Heidelberger Straße entfernt) befindet sich ein Passivsammler des LANUK (Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen), mit dem der monatliche Mittelwert der Stickstoffdioxid-Konzentration (NO2) erfasst wird. Der Jahresmittelwert für 2024 lag bei 30 µg/m³ und damit deutlich unter dem Grenzwert von 40 µg/m³ gemäß 39. BImSchV. Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: 25.06.2025) liegen die Messdaten bis einschließlich März 2025 vor. Die Umstellung der Signalsteuerung erfolgte Ende März 2025, sodass derzeit noch keine Messdaten für den Zeitraum nach der Umstellung verfügbar sind. Eine erste Einschätzung ist jedoch mit Hilfe des städtischen Umweltmodells IMMISmt möglich, mit dem auf Grundlage von Verkehrs- und Wetterdaten sowie der Hintergrundbelastung die Schadstoffkonzentrationen an insgesamt 66 Hotspots im Düsseldorfer Stadtgebiet berechnet werden kann. Der Hotspot, der am nächsten an der Kreuzung Bernburger Straße / Heidelberger Straße liegt, befindet sich an der Bernburger Straße zwischen der Dietrichstraße und Alt-Eller. Laut Modell lag die NO2-Konzentration an diesem Hotspot im Zeitraum 1.1.-31.3.2025 im Mittel bei 35 µg/m3 und im Zeitraum 1.4.-22.6.2025 bei 25 µg/m3. Eine Verringerung der NO2-Konzentration in dieser Größenordnung ist an allen Hotspots in Düsseldorf zu beobachten und im Wesentlichen auf günstigere Wetterbedingungen zurückzuführen. Im Vorjahreszeitraum (1.4.-22.6.2024) mit vergleichbaren Wetterbedingungen betrug die NO2-Konzentration laut Modell 21 µg/m3. Diese Differenz von 4 µg/m3 liegt im Bereich der Modellungenauigkeit. Die NO2-Konzentration bleibt jedoch weiterhin deutlich unterhalb des gesetzlichen Grenzwerts. Antwort zu Frage 3: Die Qualitätsanalyse hat bereits unmittelbar nach dem Umbau der Anlage begonnen. Verkehrsbeobachtungen, der Einsatz von Analysetool und die Anpassung der Signalanlagenplanung benötigen Zeit. Die Betriebs- und Ablaufsicherheit dürfen nicht zulasten der Geschwindigkeit gehen. In Kürze wird ein neues Signalprogramm in die Lichtsignalanlage eingespielt, um die Einschränkungen des Verkehrsflusses zu minimieren ohne den Knoteninnenraum zu blockieren. Hierfür werden die Freigabetaktungen im Umlauf verschoben und die ÖPNV-Beschleunigung zu den Spitzenzeiten begrenzt.
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- BV8/133/2025
- Typ
- Anfrage
- Datum
- 12.06.2025
- Erstellt
- 12.06.2025 10:30