V/0128/2006
Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation junger Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler (Privje
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Bericht 3
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Alfons Egbert 16.05.2006 Anlage 3 Privjet II (Gievenbeck) Zwischenbericht für den Zeitraum Juli 2003 bis Dezember 2005 Ausgangslage Zur Zeit der Umstellung des Projektes Privjet durch den entsprechenden Ratsbeschluss im Juni 2003 wurden in Gievenbeck unter anderem neun Freize itgruppen durch die Brückenperson be- treut. Es waren Gruppen, die nicht zu den Besuchern des sonst stark von spätausgesiedelten Ju- gendlichen genutzten Jugendtreffs TOP zählen. Auftragsgrundlage und Zielsetzung Zielsetzung von Privjet II war es unter anderem, di ese Freizeitgruppen auch in der veränderten Projektform weiterzuführen. Dafür standen jährlich laut Beschluss Sachmittel in Höhe von 1000 Euro und Honorarmittel in Höhe von 3000 Euro der Stiftung Siverdes zur Verfügung. Mitteleinsatz Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die zur Verfügu ng stehenden Stiftungsmittel genutzt, die Brückenperson aus der Phase Privjet I mit drei Woch enarbeitsstunden weiterzubeschäftigen. Da- durch sollte gewährleistet werden, dass die Erfahru ngen von Privjet I und die bereits guten Bezie- hungen zu den Honorarkräften, den Jugendlichen sowi e Kooperationspartnern (u.a. Haus der Fa- milie) weiterhin effektiv genutzt werden. Angebote Privjet II Entsprechend stellt sich das Angebot bzw. die Arbeit der Brückenperson zurzeit wie folgt da: - Betreuung einer Mädchengruppe im Alter von 16 Jah ren - Betreuung einer Gesangsgruppe junger Frauen in Ko operation mit dem Haus der Familie - Jährliches Nachbarschaftstreffen mit ca. 70 Teiln ehmer/innen - Beratung von spätausgesiedelten Jugendlichen und deren Familien - Vorbereitung der Ausstellung das Russlands-Deutsc he Haus im Februar 2006 - Beratung von pädagogischen Fachkräften aus kooper ierenden Einrichtungen Zielerreichung – Auswertung Zusammenfassend wurden in Gievenbeck auch unter den neuen Rahmenbedingungen freizeitpä- dagogische Gruppenaktivitäten unterstützt und wichtige Funktionen der „Brückenperson“ sowie die Intention des Projektes Privjet gesichert werden. Im Einzelnen ist die Entwicklung wie folgt zu bewerten: Bereits 6 Monaten nach Beginn von Privjet I zeichne ten sich zwei Entwicklungen ab. Es zeigte sich, dass die Weiterführung der Gruppen unter den neuen Rahmenbedingungen nur bedingt mög- lich ist, weil die zum großen Teil ehrenamtlichen G ruppenleiter/innen einer intensiven Betreuung und Unterstützung durch die Brückenperson bedürfen. Die Brückenperson stellte für sie und damit auch für die Teilnehmer die notwendige Verbindung/A nbindung an das Fachwerk oder zum Bei- spiel an das Haus der Familie sicher. Es zeigte sic h gleichzeitig, wie nachhaltig die in Privjet I auf - gebauten Beziehungen und Kontakte zu Jugendlichen, Eltern, Großeltern und Kooperationspart- nern wirkten. Besonders nachhaltig zeigten sich in diesem Zusammenhang die Familienfahrten Alfons Egbert 16.05.2006 nach Oerlinghausen. Die Brückenperson wurde entspre chend weiterhin regelmäßig um Unterstüt- zung und Beratung gebeten. Die Jugendlichen und Eltern sprechen die Brückenper son, die sie durch die beschriebenen Ange- bote kennen, im Stadtteil an und vereinbaren einen Termin mit ihr. Im Vordergrund stehen Erzie- hungsfragen, das Thema Ausbildung und Suchtproblema tiken. Die Brückenperson nutzt in diesem Zusammenhang ebenfalls die aufgebauten Kontakte zu den Kooperationspartnern, um die Hilfesu- chenden ggf. weiterzuvermitteln. Sowohl bei der Gruppenarbeit als auch in den Beratu ngsfällen zeigt sich die Wichtigkeit der Funk- tion einer Brückenperson, weil sie für das Klientel und auch für andere Anbieter eine Verbindung zwischen der russischen Welt und der deutschen Welt herstellt. Perspektive Im Jahr 2006 eine Gruppenfreizeit nach Polen - es s oll geprüft werden, ob Familienfahrten ange- boten werden können. Durchführung der Ausstellung „Das Russlands-Deutsch e Haus“ unter Einbeziehung der Freizeit- gruppen und den Schulen und Kitas.
Ergänzungsvorlage V/0128/2006/1
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V/0128/2006/1 DER OBERBÜRGERMEISTER V/Stift Betrifft Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation junger Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler (Privjet III) Beratungsfolge 21.06.2006 Hauptausschuss Vorberatung 21.06.2006 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: 1. Der 2003 beschlossene Maßnahmenkatalog zur Verbe sserung der Lebenssituation junger Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler wird mit den Maßnahmen des Projektes Privjet III sowohl im Stadtteil Hiltrup, in den Jugendzentren L orenz-Süd und Fachwerk Gievenbeck als auch in der Fürstenbergschule bis Mitte 2009 fortgeführt. 2. In den kommenden drei Jahren soll die derzeitige Arbeit des Projektes Privjet „Freizeit“ so gestaltet werden, dass auch nach Auslaufen des Projektes die dort bisher besonders betreuten jugendlichen Spätaussiedler durch die vor handenen Betreuungsstrukturen der Offenen Jugendarbeit begleitet werden können. 3. Das Projekt Privjet "Skola" wird ebenfalls zum J ahr 2009 beendet. Bei Bedarf erarbeitet die Verwaltung bis zur zweiten Jahreshälfte 2008 ei n Konzept zur Fortführung und zur Finanzierung und legt es zur Entscheidung vor. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass Gesamtkosten in Höhe von 222.000 € bei der Stiftung Si- verdes entstehen. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 2006 2007 2008 2009 Gesamt Stiftung Siverdes 37.000 € 74.000 € 74.000 € 37.000 € 222.000 € Befristung 01.07.2006 bis 30.06.2009 Vorlagen-Nr.: V/0128/2006/1. Erg Auskunft erteilt: Herr Claahsen Ruf: 492 59 03 E-Mail: Claahsen@stadt-muenster.de Datum: 21.06.2006 Öffentliche Beschluss vorlage - 2 - V/0128/2006/1 Begründung: Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsf örderung hat in seiner öffentlichen Sitzung am 20.06.2006 den Beschlussvorschlag der Verwaltung geändert (Änderungen fett) und dem Rat empfohlen, entsprechend zu beschließen. I. V. Dr. Klein
Beschlussvorlage
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V/0128/2006
DER OBERBÜRGERMEISTER
V/Stift
Betrifft
Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation junger Spätaussiedlerinnen und
Spätaussiedler (Privjet III)
Beratungsfolge
30.05.2006 Kommission zur Unterbringung von Aussiedlern, Asylbewerbern u.
ausländischen Flüchtlingen Vorberatung
31.05.2006 Ausländerbeirat Vorberatung
01.06.2006 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung
06.06.2006 Stiftungskommission Vorberatung
07.06.2006 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Vorberatung
07.06.2006 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
14.06.2006 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung
20.06.2006 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Vorberatung
21.06.2006 Hauptausschuss Vorberatung
21.06.2006 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
Der 2003 beschlossene Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Lebenssituation junger Spä-
taussiedlerinnen und Spätaussiedler wird mit den Maßnahmen des Projektes Privjet III sowohl im
Stadtteil Hiltrup, in den Jugendzentren Lorenz-Süd und Fachwerk Gievenbeck als auch in der
Fürstenbergschule bis Mitte 2009 fortgeführt.
Kosten/Folgekosten
Es wird zur Kenntnis genommen, dass Gesamtkosten in Höhe von 222.000 € bei der Stiftung Si-
verdes entstehen.
Finanzierung/Mittelbereitstellung
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren:
2006 2007 2008 2009 Gesamt
Stiftung
Siverdes
37.000 € 74.000 € 74.000 € 37.000 € 222.000 €
Befristung
01.07.2006 bis 30.06.2009
Vorlagen-Nr.:
V/0128/2006
Auskunft erteilt:
Herr Claahsen
Ruf:
492 59 03
E-Mail:
Claahsen@stadt-muenster.de
Datum:
15.02.2006
Öffentliche Beschlussvorlage
- 2 -
V/0128/2006
Begründung:
1. Ausgangslage
Auf der Grundlage der Ratsbeschlüsse vom 28.04.1999 (Vorlage 20/99), vom 27.06.2001
(Vorlage 347/01) und der Ratsentscheidung vom 11.06.2003 (Vorlage 283/03) fördert die
Stiftung Siverdes die „Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation russlanddeut-
scher Jugendlicher in Münster“. Die als „Projekt Privjet“ in Münster installierten Hilfen für
den o. g. Personenkreis dienen insbesondere der persönlichen Lebenswegplanung und der
beruflichen Orientierung und konzentrieren sich auf Hilfestellungen in der Fürstenbergschu-
le und in der Hauptschule Hiltrup. Flankiert werden die sozialpädagogischen Beratungs-
maßnahmen durch Maßnahmen der gezielten Freizeitgestaltung in den Jugendzentren
„Fachwerk Gievenbeck“ und „Lorenz-Süd“ in Berg Fidel. Zuletzt beschloss der Rat im Juni
2003, das Maßnahmenpaket bis Mitte des Jahres 2006 durchzuführen.
2. Fortführung der Maßnahmen / Projektdesign
Es wird empfohlen, die in Ziffer 1 beschriebenen Maßnahmen als „Privjet Freizeit“ und die
schulorientierten Maßnahmen als „Privjet Schkola“ fortzuführen. Das Projekt hat sich so-
wohl im Freizeitbereich in den Jugendzentren als auch insbesondere in den Förderklassen
der Fürstenbergschule und an der Hauptschule im Stadtteil Hiltrup, in der die Konzentration
russlanddeutscher Jugendlicher besonders hoch ist, bewährt. Ausführliche Beschreibungen
und Auswertungen des Projektes sind von den jeweiligen Projektmitarbeitern verfasst wor-
den und in den Anlagen 1 und 2 beigefügt. Die Maßnahmebeschreibungen der Aktivitäten
in den Jugendzentren Gievenbeck und Berg Fidel sind der Vorlage in den Anlagen 3 und 4
beigefügt.
Obwohl die Anzahl der Schülerinnen und Schüler russlanddeutscher Herkunft in den oben
beschriebenen Schulen geringfügig nachgelassen hat, wird empfohlen, die Maßnahmen
fortzusetzen. Grundlagen für die inhaltliche Arbeit sollen weiterhin die Hilfen bei der Le-
bensplanung und der beruflichen Orientierung sowie die Heranführung an weiterführende
Maßnahmen Dritter, wie z. B. des Bildungs- und Informationszentrums (BIZ), der Agentur
für Arbeit, der Handwerkskammer oder auch des Jugendausbildungszentrums JAZ sein.
Darüber hinaus haben die individuellen persönlichen Hilfen zur Bewältigung der zum Teil
schwierigen Lebenssituationen der jungen Menschen einen hohen Stellenwert. Durch die
persönlichen, meist auch längerfristigen Kontakte der Brückenpersonen zu den jungen
Menschen, werden nicht selten sich abzeichnende „Fehlentwicklungen“ frühzeitig entdeckt
und zu besseren Lösungen geführt.
3. Projektfinanzierung
Die Projektfinanzierung, die erneut durch die Stiftung Siverdes vorgenommen werden soll,
konzentriert sich in erster Linie auf die Finanzierung der beiden Brückenpersonen in der
Fürstenbergschule als auch in Hiltrup mit je einer Wochenstundenzahl von 19,25 Std. (Teil
A). Der zweite Finanzierungsteil bezieht sich auf Honorar- und Sachmittelzuschüsse, die
die Jugendzentren Fachwerk Gievenbeck und Lorenz-Süd als Zuschuss zur Gestaltung
von Freizeitmaßnahmen erhalten (Teil B)
pro Jahr Gesamtprojektzeitraum
Teil A 66.000 € 198.000 €
Teil B 8.000 € 24.000 €
Gesamtkosten 74.000 € 222.000 €
(Die geringfügige Erhöhung der Kosten im Teil A begründet sich in allgemeinen Personalkostensteigungen.)
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V/0128/2006
Der momentane Mittelvortrag der Stiftung Siverdes ist in diesem als auch in den Folgejah-
ren dazu in der Lage, das Projekt zu finanzieren. Wie auch bereits in der Ratsentscheidung
im Jahre 2003 erwähnt, ist die Stiftung Siverdes, auch vor dem Hintergrund ihres Stiftungs-
zwecks geeignet, die oben beschriebenen Maßnahmen fortzuführen und zu finanzieren.
I. V.
Dr. Klein
Anlagen:
Berichte 1 – 4
Bericht 4
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Anlage 4 Privjet II (Lorenz-Süd) Bericht für den Zeitraum Juli 2003 bis Dezember 2005 Ausgangslage Laut der Beschlussvorlage Nr. 283/03 vom 28.03.2003 , wird das Projekt Privjet über drei Jahre weitergefördert. So erhalten das Lorenz-Süd und das Fachwerk Gievenbeck jeweils pro Jahr (01.07. – 30.06.) Stiftungsmittel zur Fortführung v on Freizeitgruppen (Privjet Freizeit). Diese Grup- pen von Kinder und Jugendlichen gehören sonst nicht zu den regelmäßigen Besucherinnen und Besuchern der Lorenz-Süd Angebote. Auftragsgrundlage und Zielsetzung Zielsetzung von Privjet II war es unter anderem, di ese Freizeitgruppen auch in der veränderten Projektform weiterzuführen. Dafür standen jährlich laut Beschluss Sachmittel in Höhe von 1000 Euro und Honorarmittel in Höhe von 3000 Euro der Stiftung Siverdes zur Verfügung. Mitteleinsatz Die bewilligten Stiftungsmittel im Bereich Honorare werden für die Kursleiterinnen und –leiter ver- wandt (bis Juni 2004 auch für die Brückenperson). D iese führen inzwischen selbstständig die Gruppen. Langfristig ist eine Öffnung der Angebote für alle Besucherinnen und Besucher des Lo- renz-Süd geplant. Die Sachmittel werden in den einzelnen Angeboten verbraucht. Angebote Privjet II Angebot Zielgruppe Alter Angebote/Woche Teilnehmer/Angebot Malen /Töpfern Jungen und Mäd- chen 12 – 14 3 Stunden 8 - 10 Tanzen Mädchen 6 - 12 3 Stunden 10 Nähen Jungen und Mäd- chen Junge Erwachsene 4 Stunden 5 Zielerreichung – Auswertung Zu Beginn der zweiten Projektphase war im Lorenz-Sü d noch eine Brückenperson eingesetzt (bis Juni 2004). Mit ihr zusammen sind aus den Bedürfnis sen und Wünschen der russlanddeutschen Kinder und Jugendlichen die jetzt noch bestehenden Freizeitangebote entwickelt worden und tref- fen den momentanen Zeitgeist der Nutzer. Die Brückenperson war auch für die Beratung von Hil fesuchenden Ansprechpartner. Dieses Ange- bot nutzten überwiegend ältere Jugendliche und dere n Eltern. Schwerpunkt der Beratung waren die Ausbildungsplatz- und Arbeitssuche, Alkohol und andere Suchtproblematiken sowie Kriminali- tät. Nachdem die Brückenperson die Tätigkeit im Lor enz-Süd im Juni 2004 eingestellt hat, gab es keine Brückenperson mehr mit russlanddeutschem Hint ergrund. Ein kleinerer Teil nutzt die Bera- tungs- und Informationsangebote der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lorenz-Süd. Bei den bestehenden Freizeitangeboten zeichnet sich eine leichte Öffnung auch für andere Kinder- und Jugendgruppen ab, womit das Ziel der Integratio n in den Freizeitgruppen auf gutem Wege ist. Jedoch ist es weiterhin notwendig die Freizeitgrupp en finanziell zu unterstützen, da der momenta- 2 ne Stand eine Eigenständigkeit noch nicht zulässt. Dennoch sind die Nutzer bereit, einen geringen Teil zur Refinanzierung einiger Angebote beizutrage n, die Mittel werden zum Ausbau des Pro- grammangebots für die russlanddeutschen Kinder und Jugendlichen verwendet. Bei allen Angeboten ist auffällig, dass überwiegend Mädchen an diesen Angeboten teilnehmen. Die russlanddeutschen Jungen integrieren sich besser in die sonstigen Angebote des Hauses (z.B. Fahrrad- und Metallwerkstatt). Perspektive Die Freizeitangebote werden weitergeführt, nach und nach sollen sie in das Programm des Lo- renz-Süd einfließen. Aus den frei werdenden Mitteln sollen neue russlanddeutsche Freizeitgruppen angesprochen werden und langfristig an das Lorenz-Süd angebunden werden. Auch 2006 werden die einzelnen Tanzgruppen (z.B. „Die Glöckchen“) wieder auf vielen Veranstal- tungen, wie dem Stadtteilfest Berg Fidel auftreten und dabei einen Teil zum Erhalt der russischen und russlanddeutschen Kultur beitragen. Die Mal- und Töpferkurse werden ihre Exponate wieder an verschieden Orten ausstellen.
Bericht 2
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1 Anlage 2 Privjet I - Schkola Bericht über „Maßnahmen für junge Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler“ an der Fürstenbergschule (2003 bis Februar 2006) Die Zahl der jugendlichen Aussiedler, die in den le tzten Jahren in Deutschland ihre „neue Heimat“ gefunden haben, stagniert zwar, dennoch ist für die Neuankömmlinge das Einleben nicht leichter geworden. Die Integrati onsschwierigkeiten hängen mit politischen wie auch soziologischen Entwicklungen z usammen. Während einerseits die sprachliche Förderung der Aussiedlerfamilien si ch verschlechtert hat, kann man andererseits immer weniger auf ausreichende Deutsch kenntnisse der neuen Bürger zurückgreifen. Besonders jugendliche Aussiedler werden im Zuge der Familienzusammenführung nach Deutschland eher „mitgebracht“. Da sie an der Ausreiseentscheidung nicht aktiv teilnehmen konnten, erleben sie sich auch hier als passive Gesellschaftsmitglieder, denen aufgrund ihrer mangelnden Sprachkenntnisse de r Zugang zu beinahe allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens versperrt b leibt. Sie sehen sich in einer für sie sehr sensiblen Phase der Persönlichkeitsentwick lung einer angespannten Ausbildungssituation ausgesetzt, durch ihren kultur ellen Hintergrund nicht akzeptiert und von den Vorzügen des westlichen Lebensstils weitgehend ausgeschlossen. Da es sich bei den Betroffenen meistens um Jugendli che aus bildungsschwachen Familien handelt, besteht die Gefahr, dass sie aufg rund ihrer Defizite in Deutschland sowohl beruflich als auch gesellschaftlich dauerhaf t benachteiligt bleiben. Es drohen das Zurückziehen auf den engsten Kreis der Familie, „Betäubung des eigenen Versagens“ durch Alkohol- und Drogenkonsum oder das Abrutschen in die Kriminalität. Diesen Gefahren gilt es durch entspre chende Maßnahmen entgegenzutreten. Seit Juli 2003 hat die Stiftung Siverdes ihre Konze ption der bisherigen Integrationsarbeit im Rahmen des Projekts „Privjet“ aus dem Freizeitbereich mit einer zweiten Phase „Privjet II“ ausschließlich in den Be reich Schule verlagert. Das Ziel dieser Veränderung war eine Intensivierung der Inte grationsarbeit durch die Betreuung der Jugendlichen unmittelbar nach ihrer Ankunft in Deutschland. Die Fürstenbergschule in Münster ist eine Auffangsc hule für neu angekommenen Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler. In vier För derklassen mit altersgemäßer Zuordnung werden die Jugendlichen von eins bis ande rthalb Jahre überwiegend sprachlich gefördert. Wenn die sprachlichen Vorauss etzungen gegeben sind, erfolgt ein direkter Übergang in eine Regelklasse an Haupts chulen, Realschulen oder Gymnasien. Die Fürstenbergschule hat zur Zeit 340 S chülerinnen und Schüler. Fast 100 davon sind junge Aussiedlerinnen und Aussiedler , die unbedingt eine Unterstützung und Förderung bei der Gestaltung ihre s Lebens in Deutschland benötigen. Mit der Initiierung sozialpädagogischer Maßnahmen i n dem schulischen Alltag der neuangekommenen jugendlichen Aussiedler sollten Wei chen für das Finden und Erreichen ihrer Ziele in Deutschland gestellt werden. 2 Die Arbeit im Rahmen des Projekts „Privjet II-Schko la“ besteht aus folgenden Bereichen: 1. Hilfen zur Lebensplanung: „wer bin ich? Was kann ich? –Fit für das Leben Jugendliche Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler werden in Deutschland vor neue Anforderungen gestellt. Dabei gilt es nicht nu r in kurzer Zeit eine neue Sprache zu erlernen, sondern sich in einer ihnen befremdlic h erscheinenden Kultur zurechtzufinden. Mitgebrachte Fähigkeiten und Gewoh nheiten können in dieser intensiven Anfangsphase in Vergessenheit geraten od er als negative Eigenschaften empfunden werden. Um der Überforderung und dem Verl ust des Selbstvertrauens entgegenzuwirken, ist es notwendig mit den Jugendli chen den kulturellen Wechsel aufzuarbeiten. Dabei wird eine Brücke zwischen ihre r Vergangenheit und der Gegenwart geschlagen, die eine Kontinuität in der p ersönlichen Entwicklung der betroffenen Jugendlichen fördern soll. Durch themenbezogenen Projektunterricht und Blockve ranstaltungen wird den Jugendlichen die Möglichkeit geboten, ihre Ängste u nd Wünsche frei zu äußern. Die Reflexion eigener Schwächen und Stärken soll dabei behilflich sein, Strategien zur individuellen Problembewältigung bei der Lebensplanung zu entwickeln. Die bewusste Wahrnehmung positiver Eigenschaften stärkt das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl der Jugendlichen und hilft ihnen, im schulischen Alltag mit Frustration und Misserfolgen fertig zu werden. Die Fürstenbergschüler konnten ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit z.B. in Kunstproj ekten thematisieren und Münster unter anderem hautnah durch Stadtrallye kennenlernen. 2. Entwicklung eigener Zielperspektiven: „Fit für d ie Ausbildung.“ Die jugendlichen Spätaussiedlerinnen und Spätaussie dler sind durch zweifache „Sprachlosigkeit“ benachteiligt. Zum einen bedarf e s Zeit, eine neue Sprache zu erlernen, mit deren Hilfe sie Kontakt zu ihrer Umwe lt aufnehmen können. Zum anderen garantieren sogar gute Kenntnisse der deuts chen Sprache nicht automatisch, dass die Jugendlichen im Hinblick auf ihre berufliche Zukunft Eigeninitiative ergreifen und zielstrebig an der Verwirklichung ihrer Ziele arbeiten. Durch die Weiterentwicklung und Fortführung der Maß nahmen im Bereich der Schulsozialarbeit, die auf spezifische Probleme der jugendlichen Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler eingehen, si nd Rahmenbedingungen und Angebote entstanden, die den Jugendlichen bei der L ebensplanung, insbesondere bei der beruflichen Orientierung, helfen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Erwerb von Schlüsselkompetenzen für den beruflichen Alltag . Gefördert werden persönliche und soziale Kompeten zen, wie Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung. Einen wicht igen Baustein bildet dabei ein breit angelegtes Kommunikationstraining, mit dessen Hilfe Jugendliche lernen sollen, eigene Standpunkte und eigene Wünsche verbal zu äuß ern. Dabei soll erreicht werden, dass sie sich in der neuen Lebenssituation nicht als Zuhörer und Empfänger fremder Ideen, sondern als Mitspieler und Akteure begreifen und die Umsetzung ihrer eigenen Lebensplanung eigenverantwortlich angehen. Zum kontinuierlichen 3 Lernprozess tragen Sprach- und Mentalitätskenntniss e der Brückenperson bei, mit deren Hilfe Unterbrechungen des Lernprozesses durch Sprachblockaden vermieden werden sollen. Des weiteren soll den jugendlichen Spätaussiedlerin nen und Spätaussiedlern eine Hilfestellung bei der Berufswahlorientierung geboten werden. Wichtig dabei ist, dass die Jugendlichen über soziale Wirklichkeit in Deutschland ausreichend informiert werden, insbesondere bezüglich der vorha ndenen Ausbildungsmöglichkeiten und der Lage auf dem Stell enmarkt. Hierbei spielen das Kennenlernen von Berufsfeldern, Heranführen und Vermittlung der Jugendlichen an weiterführende Maßnahmen Dritter, w ie z.B. (Informationsveranstaltungen und Beratungsangebote des Bildungs- und Informationszentrums (BiZ) des Arbeitsamtes, Besuch e der Handwerkskammer und Kooperation mit dem Jugendausbildungszentrum (JaZ) eine wichtige Rolle. Dieses Hilfsangebot bei der Berufswahlorientierung wird durch den Erwerb von Grundkenntnissen im Umgang mit den neuen Medien (PC, Internet, „Wie recherchiere ich?“), durch ein Bewerbungstraining („Wie erstelle ich ein Bewerbungsschreiben?“, „Wie stelle ich mich vor?“), wie auch Besuche in den Betrieben, komplettiert. 3. Beratung und Einzelfallbetreuung Bisherige Erfahrungen im Projekt „Privjet“ haben ge zeigt, dass die Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler Beratungsangebote benötigen. Nicht aussiedlerspezifische Beratungsangebote werden von ihnen oft nicht wahrgenommen, weil sie Hemmungen vor Behörden haben , die soziale Wirklichkeit in Deutschland kaum kennen und/oder über ungenügende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen. Deswegen ist es wichtig, gerade in der ersten Zeit in Deutschland, dass sie bei lebenspraktischen Fragen von Fachkräft en mit Sprach- und Mentalitätskenntnissen beraten werden. Durch die Übersiedlung werden Spätaussiedlerfamilie n einem enormen Druck ausgesetzt. Dieses führt zu innerfamiliären Spannun gen und Unsicherheiten, bei deren Bewältigung Jugendliche auf Hilfe angewiesen sind. Traditionelle Vorstellungen ihrer oft verunsicherten Eltern sind für jugendliche Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler bei den schulischen und gesellsc haftlichen Anforderungen keine ausreichende Hilfe. In speziellen Einzelfällen ist es daher notwendig, dass den Jugendlichen in Form von Einzelbetreuung ergänzende Hilfe zur Bewältigung ihrer persönlichen Probleme geboten wird. Dazu gehört auc h eine Zusammenarbeit mit den Eltern, die nicht selten durch die Kontaktaufna hme in Form von Hausbesuchen erst ermöglicht werden kann. So hat z.B. erst der H ausbesuch der Brückenperson im Haus einer Jugendlichen offenbart, in welchen schwi erigen Verhältnissen sie lebt. Die positive Veränderung der Lebenssituation konnte erst dann erreicht werden, nachdem mehrere Institutionen wie Polizei und Jugen damt in diesen Fall involviert und Hand in Hand zusammengearbeitet haben. 4 4. Flankierung der pädagogischen Arbeit der Lehrend en Bisherige Erfahrungen in der schulischen Projektarb eit haben gezeigt, dass das Wissen der Lehrenden über die Aussiedlungshintergrü nde, Herkunftsland, Mentalität der jugendlichen Spätaussiedlerinnen und Spätaussie dler sehr lückenhaft ist. Das führt zur Entstehung von Missverständnissen zwische n der Lehrerschaft und den spätausgesiedelten Schülerinnen und Schülern, die n icht selten den Unterrichtsablauf beeinträchtigen. Damit die Lehrer auf problematische Situationen und Konflikte im Unterricht konstruktiv reagieren können, ist ein kollegial-fachlicher Austausch zwischen den Lehrern und der Brückenperson an der Schule notwend ig. Die Brückenperson vermittelt zwischen Lehrern, Schülern und ggf. Elte rn in konfliktträchtigen Situationen. Ausblick Wenn für die jugendlichen Aussiedler Weichen gestel lt werden, die ihr späteres Leben positiv beeinflussen sollten, dann sind das W eichen die unmittelbar bei ihnen und ihrer Lebenswelt ansetzen. Es ist wichtig diese jungen Menschen in einem für sie fremden Land vor allem direkt nach ihrer Ankunf t zu begleiten. Es ist wichtig, dass sie durch Brückenpersonen (siehe Personalstell e in Hiltrup und in der Fürstenbergschule über die Stiftung Siverdes) begle itet werden, die ihre Fragen und Zweifel kennen. Diese Fragen müssen im Rahmen von p ädagogischen Maßnahmen gestellt werden auch dann, wenn sie sehr schmerzhaf t sind. Ob man sich in einem Land willkommen fühlt hängt nicht von statistischen Angaben über fehlende Ausbildungsplätze oder Meldungen über ausländerfein dliche Übergriffe ab. Auch Angaben über Kriminalität und Drogenkonsum unter ju gendlichen Aussiedlern entscheiden nicht über den Lebensweg jeder einzelne n Person. Sich als Individuum mit Fähigkeiten zu begreifen, das den erziehenden P ersonen nicht gleichgültig ist, den Mut zu haben, Ziele zu entwickeln und Träume zu träumen, Vergangenes als wertvolle Erfahrung wahrzunehmen und sich mutig der Zukunft zu stellen, muss manchmal gelernt und unterstützt werden. Besonders dann, wenn die Umwelt neu und kaum verständlich erscheint und man nach Orient ierung sucht. Durch entsprechende Orientierungshilfen versuchen wir dieser Suche zu begegnen. gez. Rudolf Rossel
Bericht 1
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Anlage 1 Privjet II – Maßnahmen an der Hauptschule Hiltrup – Tätigkeitsbericht 2003 - 2006 I. Ausgangslage Im Oktober 2003 wurden an der Hauptschule Hiltrup d ie Integrationshilfen für spät- ausgesiedelte Schülerinnen und Schüler installiert. Die Grundlage für die sozialpädagogische Arbeit an der Schule lieferte di e Vorlage 283/2003. Konzeptionelle Grundlage sollte das Angebot „Jugendhilfe an den Hauptschulen“ darstellen. Die Leistungen sollten in enger Zusammenarbeit mit anderen Angebot en freier Träger der Jugendhilfe im Stadtteil koordiniert werden. Vorrangig sollten sic h die Maßnahmen konzentrieren auf Hilfen zur Lebensplanung, Entwicklung eigener Zielperspekt iven, Beratung und Einzelfallbetreuung in besonderen Lebenslagen und Beratungsangebote zur Erweiterung der interkulturellen Kompetenz von Fachkräften aus Schule und Jugendsozialarbeit. II. Leistungen Im Schuljahr 2003/2004 waren 638 Schülerinnen und S chüler an der Hauptschule Hiltrup angemeldet. Davon sind 126 ausländische Schülerinne n und Schüler und 56 ausgewiesene ausgesiedelte Schülerinnen und Schüler. Damit ist d ie Hauptschule die größte Hauptschule in Münster. An zwei Tagen in der Woche ist die sozialpädagogisc he Fachkraft an der Hauptschule Hiltrup tätig. Zu Beginn der Tätigkeit galt es, Kon takt zu den Schülerinnen und Schülern herzustellen, ohne dass eine Hervorhebung der Grupp e und somit eine Stigmatisierung statt gefunden hätte. Dies verlief über die Vorstellung d er eigenen Person in sämtlichen Jahrgangsstufen. Da ab der 8. Klasse alle Schülerin nen und Schüler durch die Sozialpädagogin Frau Walter vom Verein Jugendhilfe Direkt e.V. und dem Schulsozialarbeiter Herrn Rooseboom ebenfalls eine Begleitung erfahren, stellte sich der Bedarf in den unteren Jahrgangsstufen heraus. In der Zusammenarbeit mit anderen Schulen in Hiltru p wurde ein erhöhter Beratungsbedarf in der Johannes-Gutenberg-Realschule deutlich, die direkt neben der Hauptschule Hiltrup liegt. Daraufhin wurde ein Angebot auch an der Real schule Hiltrup installiert. Hier ist die sozialpädagogische Fachkraft einmal in der Woche tätig. Ein besonderer Schwerpunkt in beiden Schulen machte die Begleitung der Schülerinnen und Schüler in den Erprobungsstufen aus. Während die Gr undschule Möglichkeiten hat, die Kinder in ihrer häuslichen Umgebung zu unterstützen und häufig engere Kontakte zu den Eltern pflegen, müssen die Kinder auf der weiterfüh renden Schule schon sehr selbständig sein. Kinder mit Migrationshintergrund haben einen Nachteil gegenüber den einheimischen Kindern, die bereits über viele soziale Kontakte ve rfügen und mit der hiesigen Kultur aufgewachsen sind. Für die pädagogische Arbeit in den Erprobungsstufen ergaben sich somit folgende Leistungen: 1. Beratung und Einzelfallhilfe • Individuelle, bedarfsgerechte Hilfen für einzelne Jugendliche in besonderen Lebenssituationen • Beratung und Begleitung von Gruppen/Klassen • Kriseninterventionen • Beziehungsarbeit • Hilfen zur individuellen Lebensplanung Die Jugendhilfe bietet ergänzende Alternativen im U mgang mit benachteiligten und auffälligen Kindern und Jugendlichen zum herkömmlic hen System der Schule. In Absprache mit der Schule können Ratsuchende am Vormittag in d en Pausen und auch in der Unterrichtszeit Beratung in Anspruch nehmen. Besond ers Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind mit dem Schulsystem und der Freizeitkultur nicht gut vertraut und werden von ihrer Umgebung missverstanden. Beratung und Begleitung bietet Orientierung, Sicherheit, Steigerung der Kommunikationsfähigkeit und des Selbstwertgefühls. 2. Durchführung von „Sozialen Trainingseinheiten“ gemeinsam mit der Klassenleitung • Themenorientiertes Arbeiten in Einzelarbeit, Klein - und Großgruppen zur Findung und Stärkung der Klassengemeinschaft: „welche Regel n sind wichtig in unserer Klasse“, „wie kann ich mich in der Klasse wohl fühl en“, „was bedeutet es, anders zu sein – was ist besonders an mir“ • Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewus stseins jedes Einzelnen • Förderung der Reflexions- und Kommunikationsmöglic hkeiten • Förderung von Entscheidungs- und Lösungskompetenze n, Konfliktfähigkeit • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit • Interessenbildung • Lernen durch Sport, Spiel und Entspannung • Integration von Einzelnen in die Klassengemeinscha ft Überwiegend wird dieses Angebot mit den 5. Klassen durchgeführt. Da die Klasse sich neu finden muss, ist es sinnvoll direkt mit verschieden en Thematiken zu arbeiten. Hierfür kann ein Schulvormittag genutzt werden. 3. Beratung von Eltern • Beziehungsaufbau zu Eltern oder Elternteilen • Moderation in Gesprächen mit Lehrkräften • Begleitung in Krisensituationen • Offene Beratung • Vermittlung weiterer Hilfen (Hilfen zur Erziehung, Beratungsmöglichkeiten) Bei Krisen, Problemen mit dem Kind in der Schule od er in der Familie wird das Beratungsangebot für Eltern gut angenommen. Häufig ist zunächst eine Sensibilisierung für die Schwierigkeiten und für die Notwendigkeit zur A nnahme von Unterstützungsangeboten notwendig. Dies ist vor allem darauf zurück zu führ en, dass in den Herkunftsländern wenig Unterstützungsangebote existieren bzw. der Eingriff staatlicher Stellen oder weiterer Institutionen negativ erlebt wurde. 4. Anwesenheit an Elternsprechtagen/Tag der offenen Tür • Vorstellung des Beratungs- und Unterstützungsangeb otes der Jugendhilfe und der Beraterin • Beratung und Information für Eltern ohne Lehrkräft e • Mediation, Unterstützung in krisenbehafteten Gespr ächen mit Eltern und Lehrkräften Eltern nehmen das pädagogische Beratungsangebot, ne ben den Informationen über die schulischen Leistungen und das Verhalten ihres Kind es durch das Lehrpersonal, gerne in Anspruch. Es entlastet Lehrkräfte und auch Eltern. 5. Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer/Förderu ng interkultureller Kompetenzen • Hilfestellungen zu bestimmten Problemen und Fragen • Moderationshilfe bei Elterngesprächen/Gesprächen m it den Jugendlichen • Beratung im VO-SF Verfahren im Zusammenhang mit de r Schule für Erziehungshilfe und Übergängen zu anderen Schulen • Vermittlung und Informationen zu weiteren Jugendhi lfeträgern • Förderung der interkulturellen Kompetenz durch Ber atung, Information und Projekte • Hinweise zu Fachveranstaltungen Lehrkräfte unterstützen bedeutet, mit ihnen über di e Gesamtsituation von Schülern und Schülerinnen und dem Schulalltag im Gespräch zu ble iben und ihnen eine Reflexionsmöglichkeit zu geben. 6. Überleitungsgespräche mit den abgebenden Grundsc hulen • Kontaktaufbau und Kooperation mit Grundschulen • Abklärung bestehender Probleme im Sozialverhalten, den schulischen Leistungen • Abstimmung von Fördernotwendigkeiten und –möglichk eiten Der Einblick in das Verhalten und die Leistungen de s Kindes erleichtert die reibungslose Eingliederung in die weiterführende Schule. 7. Teilnahme an Lehrer- und Klassenkonferenzen • Unterstützung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften • Schärfung der Wahrnehmung auf Situationen und Prob leme • Informationen über sozialpädagogische Themen 8. Initiierung von bildungs- und freizeitpädagogisc hen Angeboten • Bedarfsgerechte Angebote/Aktionen zur Stärkung der Persönlichkeit im Freizeit- und Förderung im Bildungsbereich • Besuch von Veranstaltungen, Ausstellungen zu besti mmten Themen als Brücke zu „fremden“ Kulturen (z.B. Ausstellung „Russlandsdeut sche Haus“ im Fachwerk Gievenbeck) Das Verständnis für die andere Kultur wächst und ba ut Fronten zwischen den Schülerinnen und Schülern ab und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. 9. Information über Möglichkeiten der Freizeitgesta ltung in der nahen Umgebung und stadtweit • Bereitstellung von aktuellen Informationsmateriali en von freien und kommunalen Trägern der Jugendhilfe, die Kinder- und Jugendangebote vorhalten • Kontaktherstellung zu Jugendeinrichtungen, Sportve rbänden und weiteren Anbietern Spätausgesiedelte Kinder und Jugendliche haben sehr häufig ein großes Interesse an einer aktiven, sportlichen Freizeitgestaltung. Durch das gemeinsame Interesse und gemeinsamer Aktivität gelingt eine sehr leichte Integration mit anderen Kindern und Jugendlichen und die Kenntnisse über Kultur und Sprache können spielerisch erweitert werden. 10. Hausaufgabenbetreuung und/oder Übermittagbetreuung • Vermittlung zur Hausaufgabenbetreuung des Förderve reins „Alte Post – Berg Fidel“ (Unterrichtsfächer: Deutsch, Mathematik, Englisch) • Vermittlung, Kontakt zu den Übermittagbetreuungsan geboten der Hauptschule Hiltrup und dem Verein Jugendhilfe Direkt e.V. In der Hauptschule Hiltrup werden zwei Angebote Übe rmittagsbetreuung vorgehalten. Eine Gruppe betreut der Jugendhilfe Direkt e.V. in den R äumlichkeiten des Jugendheimes St. Clemens im näheren Umfeld. Spätausgesiedelte aus de r 5. und 6. Klasse haben hier die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben unter Aufsicht mache n zu können und mit Gleichaltrigen Freizeit zu gestalten. 11. Teilnahme am Arbeitskreis Jugend Hiltrup/Kooper ation mit anderen Jugendhilfeträgern Der Arbeitskreis Jugend Hiltrup besteht aus Fachkrä ften aus der Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendhilfe (Jugendeinrichtungen, Beratungs stellen, Schulen, Polizei, der Jugendförderung und dem kommunalen Sozialdienst des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien u.a.). Die Arbeit im Arbeitskreis fördert die Kooperation zu Institutionen, die Unterstützung, Hilfe und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche bieten. Fachgespräche und Austausch optimieren das Beratungsangebot. 3. Fazit Die mit Mitteln der Stiftung Siverdes geförderten A ngebote der Jugendhilfe werden von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern s ehr gut angenommen. Der Bekanntheitsgrad des Beratungsangebotes ist gestieg en und das Vertrauen zu vielen Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften konnte au fgebaut werden. Die Lebenssituation von spätausgesiedelten und ausländischen Kindern un d Jugendlichen kann durch die Unterstützung und die Kooperation zu anderen freien Trägern der Jugendhilfe erheblich verbessert werden. Es ist wichtig, die Kommunikation zwischen den unte rschiedlichen Kulturen auszubauen und zu stabilisieren. Jedes Jahr werden neue 5. Klassen gebildet. Hier müssen frühzeitig Interventionen und Beratungsangebote sichergestellt werden. Perspektivisch gesehen ist es sinnvoll, das Angebot auf ausländische Schülerinnen und Schüler (bzw. mit Migrationshintergrund) auszuweiten. I.A. Clarissa Benner Karin Schild
Beratungsverlauf (10)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0128/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 15.02.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37