0811/2019
Eingaben nach § 24 GO - Stadttaubenproblematik - Az.: 17/19 und 176/18
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Anlage 3 - Eingabe
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Sehr geehrte Damen und Herren, seit Jahren beobachte ich wie die Reisenden an der S-Bahn Station Köln-Nippes (Bushaltestelle) immer mehr Opfer von Taubenkot werden. Die Stadt lässt durch die AWB reinigen aber das behebt nicht das Übel. Die KVB verweist auf die Stadt wegen der Verkehrssicherungspflicht und die Bahn als Eigentümer stützt sich auf Gerichtsurteile die ihr Nichtstun rechtfertigen. Taubenhäuser haben leider auch nicht zum Erfolg geführt. Das alles hilft dem Bürger nicht weiter. Ich bitte um Ihre Hilfe damit dieses Übel endlich aufhört. Mit freundlichen Grüßen
Anlage 2 - Eingabe
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Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit möchte ich jetzt die Chance ergreifen, mich für die Stadttauben einzusetzen. Natürlich wird Ihnen das "Problem" bekannt sein, Gebäude sowie Tiere leiden in unserer Stadt überall vor sich hin. Sämtliche Gebäude besonders in den Innenstädten, werden für viel Geld mit diesen häßlichen Taubenabwehr Stacheln ausgestattet und selbst die historischen Fotomotive damit reichlich verschandelt. Tatsache ist jedoch diese Maßnahmen und auch das Fütterungsverbot (welches bei empathischen Bürgen, Kindern und Älteren, oftmals umgangen wird, indem sie heimlich und verstohlen Krümel und Fastfood fallen lassen) bringen letzten Endes nur mehr Leid. Da genau durch diese falsche Ernährung ja den Ärger mit dem ätzenden Vogel Kot erst mit sich bringt, möchte ich mit Blick auf das vorbildliche Augsburger Modell, https://www.stadttauben-lueneburg.de/Augsburger-Modell/ , Sie bitten über ähnliche Möglichkeiten auch in unserer Stadt nachzudenken. Vielleicht könnten Taubenschläge in den Innenstädten wie zb Bahnhofsplatz, oder zb. Porz Mitte angebracht werden, wo durch Eieraustausch, nicht nur die Zahl der leidenden Tiere minimiert werden könnte, sondern auch an ausgewiesenen Fütterplätzen, Automaten an denen man für 50cent Körnerfutter ziehen könnte (um Betreuungskosten zu finanzieren), wären ein wunderschöner Gewinn für Alle. Vielleicht wäre es möglich, wenn Vogelfuttervertriebe deren Umsatz sich steigern würde, als Paten zu aktivieren. Sowie eine Taubenzüchter Steuer, da nachweislich die Zucht der Brieftauben zu diesem Elend erheblich Beiträgt, könnte zur Finanzierung dienlich sein. Ich bin mir sicher, gerade in einer Stadt wie Köln, wo Toleranz so groß geschrieben wird, fänden sich sicherlich auch Ehrenämtler und Sponsoren zur Unterstützung. Vielleicht könnten 1€Jobber, hier zur kostengünstigen Betreuung eingesetzt werden. Das Friedenszeichen schlechthin, die Taube und wie wir mit ihr umgehen, spricht doch ein deutliches Signal in unserer Gesellschaft heute... Eine Messe und Besucherstadt wie Köln, sollte sich doch einfach mal trauen und leisten können, Stadtverschönerung und auch symbolisch Empathie zu zeigen. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie die Möglichkeit nicht von Vorneherein ablehnen. Mit freundlichen Grüßen,
Anlage 1 - Eingabe
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Sehr geehrter Herr Thelen, in der oben genannten Angelegenheit wende ich mich heute an Sie. Ich bin seit ca. 40 Jahren eine Bewohnerin des Uni-Centers. Seit Jahren wurden und werden unterschiedliche Maßnahmen gegen die Stadttauben unternommen (z.B. Spikes an den Flurfenstern oder auch Vergrämungen durch Falken. Nicht nur aus meiner Beobachtung eher ohne große Erfolge. Seit dem letzten Sommer und meinen Beobachtungen sind aus ca. 10 Tauben jetzt ca. 25 geworden, die natürlich auch auf Balkonen sitzen (mit den entsprechenden Nebenwirkungen /Verschmutzungen etc.) und auch in die Wohnungen kommen. Ich befürchte, dass ich in diesem kommenden Frühling /Sommer meine Balkontüren (17. Etage) nicht mehr geöffnet lassen kann (bei Abwesenheit), ohne dass es problematisch wird (bei mir wohnt (m)eine Katze, die sich z.z. nicht mehr auf ihr Balkonplätzchen traut). Sie wurde im letzten Sommer verletzt. Ich bin eine große Tierfreundin und mag auch Tauben gern, jedoch bin ich inzwischen etwas ratlos angesichts der aktuellen Situation. Nach Rücksprache mit unserer Verwaltung wurde mir ein Balkonnetz und Spikes am Geländer empfohlen, was ja die Tauben nicht davon abhält, sich weiter zu vermehren. Das werden dann im Laufe des Jahres wohl dann ca. 40 sein. Mein Anregung/ Frage : Wäre es nicht möglich, hier in diesem Bereich einen betreuten Taubenschlag (z.B. auf dem Uni-Parkplatz) wie in vielen Städten schon vorhanden (Augsburger Modell) einzurichten, sodass man die Eier austauschen kann und sie auch sonst gut "versorgt" sind? Das müsste doch für Köln auch möglich sein. Ich würde mich auch gern zur Betreuung/ Hilfe etc. zur Verfügung stellen, falls benötigt.
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57 Vorlagen-Nummer 0811/2019 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Eingaben nach § 24 GO - Stadttaubenproblematik - Az.: 17/19 und 176/18 Beschlussorgan Ausschuss für Anregungen und Beschwerden Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt den Petentinnen und dem Petenten für die Eingaben und empfiehlt der Verwaltung, das Projekt „Betreuter Taubenschlag“ am Hansaring zu rea- lisieren und bei einer erfolgreichen Auswertung weitere Standorte für „Betreute Taubenschläge“ zu prüfen. Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 19.03.2019 2 Begründung: Mit dem Verein „Kölner Arbeitsgruppe gegen die Stadttaubenproblematik“ plant das Umwelt- und Verbraucherschutzamt die Errichtung eines betreuten Taubenschlages in der Innenstadt auf dem Hansaring (Mittelstreifen) auf der Höhe des Hansa-Gymnasiums. Bei dem Pilotprojekt geht es zuvor- derst um Tierschutz (ein Zuständigkeitsbereich des Umweltamtes). Gleichzeitig greift es zunehmende Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über durch Tauben verursachte Verunreinigungen an Unterführungen, Brücken und Bahnhöfen sowie S- und U-Bahnhaltestellen auf. Das Pilotprojekt beinhaltet eine artgerechte Fütterung der Tauben, die sonst durch das Leben der Tiere in der Stadt nicht gegeben ist. Artgerechte Fütterung wiederum führt zu einer anderen Konsis- tenz der von Tauben ausgeschiedenen Exkremente und vereinfacht die Entfernung des Kotes. Ein Austausch der Taubeneier durch Gips-Eier könnte die Population eindämmen oder verringern. Ziel ist, den Taubenschwarm aus dem Bereich S-Bahnhof/U-Bahn-Haltestelle „Hansaring“ an den betreu- ten Taubenschlag zu locken und dort dauerhaft zu halten. Das Umweltamt sieht die Anschaffung eines Gartenhäuschens aus Holz vor. Die äußere Gestaltung richtet sich nach Vorgaben von Stadtraumanagement (Dezernat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen), d. h. das Objekt wird farblich und optisch am bestehenden eingeschossigen Flachbau ange- passt. Das Innere des Gartenhäuschens wird so gestaltet, dass es den Anforderungen von Tauben für Futter und für ihre Brut gerecht wird. Vor Beginn des Aufbaus informiert die Verwaltung die An- wohnerinnen und Anwohner über das Projekt. Grundsätzlich verhält es sich so, dass nur das in der Kölner Stadtordnung manifestierte „Taubenfütte- rungsverbot“ und eine regelmäßige Reinigung der öffentlichen Flächen helfen. Die Stadtverwaltung bemüht sich seit Jahrzehnten, Ansätze zur Lösung des Problems „Taubendreck“ zu finden. Eine einfache, vor allem nachhaltige und schnelle Lösung ist nicht möglich. Tauben sind keine Schädlinge, die als gesundheitsgefährdend eingestuft sind, wie zum Beispiel Rat- ten oder Wildmäuse. Der Kot einer Taube ist durchaus vergleichbar mit dem einer Krähe oder einer Elster. Da eine Tötung der Tiere aber tierschutzrechtlich und ethisch nicht in ‚Frage kommt und auch fachlich wenig‚ Sinn macht, bleibt nur die Vergrämung als Option zur Reduzierung des Taubenauf- kommens und damit des Taubenkotes.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Hansaring
- Auf der Höhe
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Details
- Aktenzeichen
- 0811/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 07.03.2019
- Erstellt
- 06.03.2019 09:25