Mandari Insight

0811/2019

Eingaben nach § 24 GO - Stadttaubenproblematik - Az.: 17/19 und 176/18

Beschlussvorlage Ausschuss 07.03.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss für Anregungen und Beschwerden, Sitzung am 19.03.2019, TOP 3.4

Anlage 3 - Eingabe

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Anlage 2 - Eingabe

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Anlage 1 - Eingabe

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 3 - Eingabe

593 Zeichen

Sehr geehrte Damen und Herren, 
 
seit Jahren beobachte ich wie die Reisenden an der S-Bahn Station Köln-Nippes 
(Bushaltestelle) immer mehr Opfer von Taubenkot werden. Die Stadt lässt durch die AWB 
reinigen aber das behebt nicht das Übel. Die KVB verweist auf die Stadt wegen der 
Verkehrssicherungspflicht und die Bahn als Eigentümer stützt sich auf Gerichtsurteile die ihr 
Nichtstun rechtfertigen. Taubenhäuser haben leider auch nicht zum Erfolg geführt. 
 
Das alles hilft dem Bürger nicht weiter.  
 
Ich bitte um Ihre Hilfe damit dieses Übel endlich aufhört. 
 
Mit freundlichen Grüßen

Anlage 2 - Eingabe

2310 Zeichen

Sehr geehrte Damen und Herren,  
 
hiermit möchte ich jetzt die Chance ergreifen, mich für die Stadttauben einzusetzen. 
Natürlich wird Ihnen das "Problem" bekannt sein, Gebäude sowie Tiere leiden in unserer 
Stadt überall vor sich hin. Sämtliche Gebäude besonders in den Innenstädten, werden für 
viel Geld mit diesen häßlichen Taubenabwehr Stacheln ausgestattet und selbst die 
historischen Fotomotive damit reichlich verschandelt. Tatsache ist jedoch diese Maßnahmen 
und auch das Fütterungsverbot (welches bei empathischen Bürgen, Kindern und Älteren, 
oftmals umgangen wird, indem sie heimlich und verstohlen Krümel und Fastfood fallen 
lassen) bringen letzten Endes nur mehr Leid. Da genau durch diese falsche Ernährung ja 
den Ärger mit dem ätzenden Vogel Kot erst mit sich bringt, möchte ich mit Blick auf das 
vorbildliche Augsburger Modell, https://www.stadttauben-lueneburg.de/Augsburger-Modell/ ,  
Sie bitten über ähnliche Möglichkeiten auch in unserer Stadt nachzudenken.  
 
Vielleicht könnten Taubenschläge in den Innenstädten wie zb Bahnhofsplatz, oder zb. Porz 
Mitte angebracht werden, wo durch Eieraustausch, nicht nur die Zahl der leidenden Tiere 
minimiert werden könnte, sondern auch an ausgewiesenen Fütterplätzen, Automaten an 
denen man für 50cent Körnerfutter ziehen könnte (um Betreuungskosten zu finanzieren), 
wären ein wunderschöner Gewinn für Alle. Vielleicht wäre es möglich, wenn 
Vogelfuttervertriebe deren Umsatz sich steigern würde, als Paten zu aktivieren. Sowie eine 
Taubenzüchter Steuer, da nachweislich die Zucht der Brieftauben zu diesem Elend erheblich 
Beiträgt, könnte zur Finanzierung dienlich sein. Ich bin mir sicher, gerade in einer Stadt wie 
Köln, wo Toleranz so groß geschrieben wird, fänden sich sicherlich auch Ehrenämtler und 
Sponsoren zur Unterstützung. Vielleicht könnten 1€Jobber, hier zur kostengünstigen 
Betreuung eingesetzt werden. Das Friedenszeichen schlechthin, die Taube und wie wir mit 
ihr umgehen, spricht doch ein deutliches Signal in unserer Gesellschaft heute...  
 
Eine Messe und Besucherstadt wie Köln, sollte sich doch einfach mal trauen und leisten 
können, Stadtverschönerung und auch symbolisch Empathie zu zeigen. 
 
Es würde mich sehr freuen, wenn Sie die Möglichkeit nicht von Vorneherein ablehnen. 
 
Mit freundlichen Grüßen,

Anlage 1 - Eingabe

1724 Zeichen

Sehr geehrter Herr Thelen,  
 
in der oben genannten Angelegenheit wende ich mich heute an Sie. 
 
 
Ich bin seit ca. 40 Jahren eine Bewohnerin des Uni-Centers. 
 
Seit Jahren wurden und werden unterschiedliche Maßnahmen gegen die Stadttauben 
unternommen (z.B. Spikes an den Flurfenstern oder auch Vergrämungen durch Falken. 
 
Nicht nur aus meiner Beobachtung eher ohne große Erfolge. 
 
Seit dem letzten Sommer und meinen Beobachtungen sind aus ca. 10 Tauben jetzt ca. 25 
geworden, die natürlich auch auf Balkonen sitzen (mit den entsprechenden Nebenwirkungen 
/Verschmutzungen etc.) und auch in die Wohnungen kommen. 
 
Ich befürchte, dass ich in diesem kommenden Frühling /Sommer meine Balkontüren (17. 
Etage) nicht mehr geöffnet lassen kann (bei Abwesenheit), ohne dass es problematisch wird 
(bei mir wohnt (m)eine Katze, die sich z.z. nicht mehr auf ihr Balkonplätzchen traut). Sie 
wurde im letzten Sommer verletzt. 
 
Ich bin eine große Tierfreundin und mag auch Tauben gern, jedoch bin ich inzwischen etwas 
ratlos angesichts der aktuellen Situation. 
 
Nach Rücksprache mit unserer Verwaltung wurde mir ein Balkonnetz und Spikes am 
Geländer empfohlen, was ja die Tauben nicht davon abhält, sich weiter zu vermehren. 
Das werden dann im Laufe des Jahres wohl dann ca. 40 sein. 
 
 
Mein Anregung/ Frage :  
 
Wäre es nicht möglich, hier in diesem Bereich einen betreuten Taubenschlag (z.B. auf dem 
Uni-Parkplatz) wie in vielen Städten schon vorhanden (Augsburger Modell) einzurichten, 
sodass man die Eier austauschen kann und sie auch sonst gut "versorgt" sind?  
 
 
Das müsste doch für Köln auch möglich sein. 
 
 
 
Ich würde mich auch gern zur Betreuung/ Hilfe etc. zur Verfügung stellen, falls benötigt.

Beschlussvorlage Ausschuss

3122 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/57 
 
Vorlagen-Nummer 
 0811/2019 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Eingaben nach § 24 GO - Stadttaubenproblematik - Az.: 17/19 und 176/18 
Beschlussorgan 
Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt den Petentinnen und dem Petenten für die 
Eingaben und empfiehlt der Verwaltung, das Projekt „Betreuter Taubenschlag“ am Hansaring zu rea-
lisieren und bei einer erfolgreichen Auswertung weitere Standorte für „Betreute Taubenschläge“ zu 
prüfen. 
 
Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 19.03.2019

2 
Begründung: 
Mit dem Verein „Kölner Arbeitsgruppe gegen die Stadttaubenproblematik“ plant das Umwelt- und 
Verbraucherschutzamt die Errichtung eines betreuten Taubenschlages in der Innenstadt auf dem 
Hansaring (Mittelstreifen) auf der Höhe des Hansa-Gymnasiums. Bei dem Pilotprojekt geht es zuvor-
derst um Tierschutz (ein Zuständigkeitsbereich des Umweltamtes). Gleichzeitig greift es zunehmende 
Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über durch Tauben verursachte Verunreinigungen an 
Unterführungen, Brücken und Bahnhöfen sowie S- und U-Bahnhaltestellen auf. 
 
Das Pilotprojekt beinhaltet eine artgerechte Fütterung der Tauben, die sonst durch das Leben der 
Tiere in der Stadt nicht gegeben ist. Artgerechte Fütterung wiederum führt zu einer anderen Konsis-
tenz der von Tauben ausgeschiedenen Exkremente und vereinfacht die Entfernung des Kotes. Ein 
Austausch der Taubeneier durch Gips-Eier könnte die Population eindämmen oder verringern. Ziel 
ist, den Taubenschwarm aus dem Bereich S-Bahnhof/U-Bahn-Haltestelle „Hansaring“ an den betreu-
ten Taubenschlag zu locken und dort dauerhaft zu halten. 
 
Das Umweltamt sieht die Anschaffung eines Gartenhäuschens aus Holz vor. Die äußere Gestaltung 
richtet sich nach Vorgaben von Stadtraumanagement (Dezernat für Stadtentwicklung, Planen und 
Bauen), d. h. das Objekt wird farblich und optisch am bestehenden eingeschossigen Flachbau ange-
passt. Das Innere des Gartenhäuschens wird so gestaltet, dass es den Anforderungen von Tauben 
für Futter und für ihre Brut gerecht wird. Vor Beginn des Aufbaus informiert die Verwaltung die An-
wohnerinnen und Anwohner über das Projekt. 
 
Grundsätzlich verhält es sich so, dass nur das in der Kölner Stadtordnung manifestierte „Taubenfütte-
rungsverbot“ und eine regelmäßige Reinigung der öffentlichen Flächen helfen. 
 
Die Stadtverwaltung bemüht sich seit Jahrzehnten, Ansätze zur Lösung des Problems „Taubendreck“ 
zu finden. Eine einfache, vor allem nachhaltige und schnelle Lösung ist nicht möglich. 
 
Tauben sind keine Schädlinge, die als gesundheitsgefährdend eingestuft sind, wie zum Beispiel Rat-
ten oder Wildmäuse. Der Kot einer Taube ist durchaus vergleichbar mit dem einer Krähe oder einer 
Elster. Da eine Tötung der Tiere aber tierschutzrechtlich und ethisch nicht in ‚Frage kommt und auch 
fachlich wenig‚ Sinn macht, bleibt nur die Vergrämung als Option zur Reduzierung des Taubenauf-
kommens und damit des Taubenkotes.

Beratungsverlauf (1)

19.03.2019 Ausschuss für Anregungen und Beschwerden
TOP 3.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Hansaring
  • Auf der Höhe

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Details

Aktenzeichen
0811/2019
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
07.03.2019
Erstellt
06.03.2019 09:25