AN/0461/2018
Für Planungen auf aktueller und solider Datenbasis: Verkehrserhebungen durchführen!
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Gem. Antrag nach § 3 (Linke)
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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Köln Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 05.04.2018 AN/0461/2018 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Verkehrsausschuss 17.04.2018 Für Planungen auf aktueller und solider Datenbasis: Verkehrserhebungen durchführen! Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Wolter, die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Verkehrsausschusses zu nehmen: Beschluss: 1) Die Verwaltung wird beauftragt, Verkehrserhebungen hinsichtlich aller Verkehrsträger durchzuführen (Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV, MIV). Die Erhebungen sind so zu ge- stalten, dass verlässliche Daten hinsichtlich des Modal Split gewonnen werden – sowohl kölnweit wie stadtteilbezogen. 2) Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind dem weiteren Ausbau der ÖPNV- und Rad- infrastruktur zu Grunde zu legen, darunter auch bei den Planungen zur Ertüchtigung der Ost-West-Achse. Begründung: Die letzte umfassende Erhebung zum Verkehr in Köln fand 2006 statt. Seitdem arbeitet die Verwaltung mit Schätzungen. Auch wenn in diese Schätzungen punktuell erhobene, aktuelle Daten einfließen (z.B. die Daten der Dauerzählstellen für den Radverkehr), so ist doch anzu- nehmen, dass der tatsächliche Modal Split inzwischen deutlich von den Schätzungen ab- weicht. - 2 - Köln hat sich in „Köln mobil 2025“ zum Ziel gesetzt, den Anteil des Umweltverbundes (Fuß- verkehr, Radverkehr, ÖPNV) am Modal Split auf 67 % zu steigern. Die letzten gesicherten Zahlen von 2006 zeigen einen Anteil von 57 %, für 2013 wurde ein Anteil von 60 % ge- schätzt. Um den Anteil des Umweltverbundes zu erhöhen, bedarf es einer Vielzahl an Maß- nahmen zur Stärkung des ÖPNV, des Radverkehrs und des Fußverkehrs. Dies kann nur auf der Basis verlässlicher Daten geschehen. Umplanungen, z.B. für die Aachener Straße oder die Richard-Wagner-Straße im Zuge der Neugestaltung der Ost-West-Achse, müssen auf aktuellen Daten basieren und nicht auf den fortgeschriebenen und damit fehleranfälligen Daten aus 2006. Es ist bei der Erhebung von Verkehrsdaten wichtig, nicht nur die zentralen Stadtteile in den Blick zu nehmen, da der Verkehrsmix in äußeren Stadtteilen sich von diesen deutlich unter- scheiden kann. Gerade für die Außenbereiche ist die Datenlage dünn. So liegen die meisten der elf Dauerzählstellen für den Radverkehr im Bezirk Innenstadt. Weiterhin soll gewährleistet sein, dass die Erhebung nach der gleichen Methodik durchge- führt wird, mit der die Verkehrsdaten 2006 ermittelt wurden. Ziel ist die Vergleichbarkeit der ermittelten Daten. Mit freundlichen Grüßen gez. Barbara Lübbecke Geschäftsführerin SPD-Fraktion gez. Michael Weisenstein Geschäftsführer Fraktion DIE LINKE
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0461/2018
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Linke)
- Datum
- 05.04.2018
- Erstellt
- 04.04.2018 10:48