Mandari Insight

1592/2020

Sachstand Mobiles Drogenhilfeangebot am Cäcilienhof und Drogenkonsumraum am Neumarkt

Mitteilung Ausschuss 28.05.2020

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 09.06.2020, TOP 7.7

Mitteilung Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung Ausschuss

4105 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/53 
 
Vorlagen-Nummer 28.05.2020 
 1592/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Gesundheitsausschuss 09.06.2020 
 
Sachstand Mobiles Drogenhilfeangebot am Cäcilienhof und Drogenkonsumraum am Neumarkt 
Mobiles Drogenhilfeangebot am Cäcilienhof 
 
Das mobile Drogenhilfeangebot hat am 5. Dezember 2019 seinen Betrieb am Cäcilienhof mit zu-
nächst 6 Stunden werktäglich aufgenommen. Das Angebot war montags bis freitags von 10-16 Uhr 
geöffnet und wurde von den Drogenkonsumenten und –konsumentinnen sehr gut angenommen. Bis 
zum 31. März 2020 fanden insgesamt rund 1.700 Konsumvorgänge statt. Das sind 24 Konsumvor-
gänge pro Tag bzw. 4 Konsumvorgänge pro Stunde. Die rechnerisch maximale Auslastung liegt bei 8 
Konsumvorgängen in der Stunde (bei 4 Konsumplätzen und 30 Min. maximaler Nutzungszeit). 1.221 
Besucher und Besucherinnen haben den Beratungsbus aufgesucht; das sind 17 Besuche pro Tag. 
 
Das mobile Drogenhilfeangebot ist auch während der Corona-Pandemie durchgehend geöffnet. Im 
April 2020 wurden die Öffnungszeiten sukzessiv auf werktäglich 12 Stunden erweitert. Die beiden 
Fahrzeuge sind montags bis freitags von 8-20 Uhr geöffnet. Die Nutzung des Angebotes steigert sich 
kontinuierlich. In den ersten 6 Betriebstagen im Mai fanden im Durchschnitt 98 Konsumvorgänge pro 
Tag statt. Damit ist die rechnerisch maximale Auslastung erreicht. Ein sehr großes Aufkommen hat 
auch der Beratungsbus mit täglich rund 130 Besuchern und Besucherinnen. Seit Ende März werden 
mittags 40 Lunchpakete verteilt, die das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren zur Verfügung stellt. 
 
Insgesamt fanden von Dezember bis Mitte Mai über 3.700 Konsumvorgänge von insgesamt 285 ver-
schiedenen Personen statt. Dabei kam es zu 20 medizinischen Notfällen, davon 5 mit RTW-Einsatz. 
Knapp 4.000 Mal wurde das Angebot des Beratungsbusses genutzt. Es erfolgten 382 Beratungen 
und 310 Vermittlungen; rund 17.600 Nadeln und 14.400 Kolben wurden getauscht.  
Die hohe Auslastung besteht, auch wenn in dem Konsummobil noch kein inhalativer Konsum möglich 
ist. Kurz nach der Inbetriebnahme hat sich gezeigt, dass dafür der Einbau einer Raucherkabine erfor-
derlich ist. Die Nachrüstung ist beauftragt, der Umbau gestaltet sich bei der momentanen Auslastung 
des Konsummobiles jedoch schwierig. 
 
Im Sinne der Ordnungspartnerschaft nach §7 der Drogenkonsumraum-Verordnung besteht ein konti-
nuierlicher Austausch mit dem Amt für öffentliche Ordnung, dem Präsenzteam der Polizei, dem Kri-
minalkommissariat und der Staatsanwaltschaft. Das Angebot wird von allen Akteuren als sehr positiv 
wahrgenommen. Es liegen keine Beschwerden, Konflikte o.ä. vor. Das Amt für öffentliche Ordnung 
konnte berichten, dass es in der Umgebung deutlich weniger Spritzenfunde gab. 
 
 
Drogenkonsumraum am Neumarkt 
 
Nach einer umfangreichen Immobiliensuche und der Entwicklung und Prüfung verschiedenster Alter-
nativen (Mobilbau auf dem Josef-Haubrich-Hof, Umzug der Substitutionsambulanz Lungengasse) hat 
das Gesundheitsamt eine Lösung für die Einrichtung eines Drogenkonsumraumes am Neumarkt ge-
funden.

2 
 
 
Es ist geplant, dass ein Drogenkonsumraum in den Räumlichkeiten der ehemaligen Tuberkulose-
Ambulanz im Erdgeschoss des Gesundheitsamtes eingerichtet wird. Der Drogenkonsumraum soll mit 
12 Plätzen (6 Plätze für i.v.-Konsum und 6 Plätze für inhalativen Konsum) ausgestattet sein. Der Um-
bau wird über die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln koordiniert. Ein Architekturbüro wurde beauftragt 
und der Planungsentwurf ist abgestimmt. Mit Einreichung und Genehmigung des Bauantrages sowie 
dem Umbau der Räumlichkeiten plant die Gebäudewirtschaft eine mögliche Inbetriebnahme im Juli 
2021. 
Die polizeiliche Zustimmung für den Standort im Gesundheitsamt liegt vor. Interne Veranstaltungen 
für die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes sowie öffentliche Veranstaltungen für Anwohnende und 
anliegende Geschäftstreibende werden rechtzeitig stattfinden. Mit der Bürgerinitiative Zukunft Neu-
markt ist das Gesundheitsamt weiterhin im Austausch. 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

09.06.2020 Gesundheitsausschuss
TOP 7.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Josef-Haubrich-Hof
  • Lungengasse
  • Neumarkt
  • Markt

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
1592/2020
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
28.05.2020
Erstellt
26.05.2020 20:10