V/0258/2014
Erfahrungsbericht Sportflächenunterhaltung : Grünflächenunterhaltung
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Berichtsvorlage
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V/0258/2014
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Betrifft
Erfahrungsbericht Sportflächenunterhaltung : Grünflächenunterhaltung
Beratungsfolge
26.03.2014 Sportausschuss Bericht
Bericht:
Anlass
Der Sportausschuss hat die Verwaltung gebeten, einen Erfahrungsbericht über die Sportstätte n-
unterhaltung, die seit 2003 dur ch das Amt für Grünflächen und Umweltschutz wahrgeno mmen
wird, zu erarbeiten. Dieser Bericht wird hiermit vorgelegt.
Hintergrund
Im Zusammenhang mit der Fusion des Umweltamtes und des Amtes für Grünflächen und Natu r-
schutz zum Amt für Grünflächen und Umw eltschutz wurden im Jahr 2002 auch die Schnittstellen
zu anderen Verwaltungsbereichen untersucht, so auch zum Bereich Unterhaltung der Sportstä t-
ten im Sportamt. Durch eine Verlagerung der Aufgaben sollten hier fünf Vollzeitstellen eingespart
werden. Vor de m Hintergrund der damaligen Haushaltskonsolidierung war es das Ziel, durch
Ausschöpfung von Synergien die Personaleinsparung komplett zu kompensieren. Die Verlag e-
rung der Aufgaben und die Einsparung der Stellen erfolgten zum 01.07.2003. Davon ausgeno m-
men wurden allerdings die Bäder und die Großsporthalle Berg Fidel.
Die Sportflächenunterhaltung wurde damit in einen Fachbereich verlegt, dessen umfasse ndes
Aufgaben- und Ausbildungsspektrum dieses spezielle, anspruchsvolle Tätigkeitsfeld beinhaltet.
Sportplatzbau und Sportplatzpflege gehören zur Ausbildung, zum Studium und zu Fortbildungen
der beruflichen Fachrichtung Garten -, Landschafts- und Sportplatzbau. Die erforderlichen Fac h-
kenntnisse sind somit im Amt für Grünflächen und Umweltschutz vorhanden.
Das Amt für Grünflächen und Umweltschutz hat zum 01.07.2003 vom Sportamt die in der folge n-
den Übersicht aufgeführten Sportanlagen in städtischer Obhut übernommen bzw. betreut diese
seit den benannten Zeitpunkten:
Vorlagen-Nr.:
V/0258/2014
Auskunft erteilt:
Herr Gövert
Ruf:
492 67 50
E-Mail:
GoevertF@stadt-muenster.de
Datum:
07.03.2014
Öffentliche Berichtsvorlage
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V/0258/2014
Auf den im Folgenden aufgeführten an Vereine übertragenen Sportanlagen führt das Amt für
Grünflächen und Umweltschutz seit dem o.g. Zeitpunkt bzw. seit den benannten Jahresangaben
Arbeiten aus, die die Vereine nicht in eigener Regie durchführen können:
Übertragene Sportanlagen
Aaseestadt (Übertragung 2009)
Albachten
Am Hohen Ufer
Amelsbüren
Anton Knubel Weg (Neu in 2010)
August Scheper Straße
Coerde
Coppenrathsweg
Egelshove
Gelmer
Gievenbeck
Grevingstraße
Handorf
Hiltrup Ost
Manfred von Richthofen Straße
Mecklenbeck FC
Nienberg
Pleistermühlenweg
Siemensstraße
Sportzentrum Ost
Sprakel
Wangeroogeweg
Daneben werden noch Regenerationsarbeiten an vereinseigenen Sportanlagen übernommen.
Auf den Sportanlagen werden den Nutzergruppen verschiedene unterschiedliche Sportan gebote
unterbreitet. Im Laufe der Zeit ändern sich auch hier die Nutzungsgewohnheiten und Ansprüche.
Sportanlagen in städtischer Obhut
Aaseestadt (Übertragung an Verein 2009)
Angelmodde West
Arnheimweg
Auf der Horst (Rückbau erfolgt)
Große Wiese
Grüner Finger (neu in 2009)
Hiltrup Süd
Roxel
Sentruper Höhe
Wienburg Straße
Wolbeck Brandhoveweg
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Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft für die Sportanlagen in städtischer Obhut die unterschie d-
lichen Sportangebote je Anlage und die Veränderungen seit dem Jahr 2003:
Ausstattung
Großspiel-
feld
Rasen
Großspiel-
feld
Tenne
Großspiel-
feld
Kunststoff
Leicht-
athletik-
anlage
Kleinspiel-
feld
Boule-
anlagen
Beach-
anlagen
Speck-
brett-
anlage
Tennis-
plätze
Sportanlage
2003
2014
2003
2014
2003
2014
2003
2014
2003
2014
2003
2014
2003
2014
2003
2014
2003
2014
Aaseestadt 1 0 1 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 2 0 3 0
Angelmodde West 0 0 1 1 0 0 1 1 2 3 0 0 0 0 0 0 0 0
Arnheimweg 0 0 1 0 0 1 0 0 2 1 0 0 0 3 3 3 0 0
Auf der Horst 0 0 1 0 0 0 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Große Wiese 2 2 2 2 0 0 1 1 7 5 0 0 0 0 3 3 0 0
Grüner Finger 0 1 0 0 0 0 0 1 0 3 0 0 0 2 0 0 0 0
Hiltrup Süd 0 0 0 0 1 1 1 1 4 4 0 0 0 0 0 0 0 0
Roxel 2 2 0 0 0 1 1 1 2 2 0 0 0 0 2 2 0 0
Sentruper Höhe 4 4 2 2 0 0 1 1 0 0 1 1 4 4 10 10 9 9
Wienburg Straße 0 1 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Wolbeck Brand-
hoveweg 1 3 1 1 0 0 1 1 1 1 0 1 0 0 0 0 0 0
10 13 9 6 1 3 8 9 18 19 1 2 4 9 20 18 12 9
Vorgaben
Es gelten seit 2003 folgende Leitlinien für den Übergang der Sportflächenunterhaltung zum Amt
für Grünflächen und Umweltschutz, sofern nicht Veränderungen z. B. durch Haushaltsbeschlüsse
etc. eintreten:
Die Sicherung des Sport -/Nutzerbetriebes ist zentrale Maxime für die Wahrnehmung der
Aufgaben.
Das Amt für Grünflächen und Umweltschutz erbringt unter Einb eziehung der Mitarbeiter
der Sportstättenunterhaltung mindestens die Leistungen in Qualität und Quantität, wie sie
2003 dem Sport zur Verfügung standen.
Soweit das Sportamt mit Sachmitteln und eigener Arbeitsleistung Sportanl agen von
Grunde auf saniert od er auch neue Teilsportanlagen erbaut hat (z. B. Beachvolle yball-
Anlagen), wird dies auch weiter fortgesetzt.
Die Mitarbeiter/innen des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz stehen für Großve r-
anstaltungen, aber auch für die kleinen Unterstützungsmaßnahmen bei Veranstaltungen
des Sports/der Sportvereine wie bisher zur Verfügung.
Für Nutzer/Innen und Sportvereine ist auf der Ausführungsebene die Betre u-
ung/Ansprechbarkeit wie bisher zu sichern.
Renovierungs- und Sanierungsaufgaben von übertragenen Anlagen werd en im Rahmen
der vertraglichen Gestaltungen im bisherigen Umfang weiter geleistet.
Für alle Beteiligten galt es daher, die bestehenden Sportangebote nicht nur zu erhalten und we i-
ter zu führen, sondern unter Ausnutzung der Synergien weiter zu optimieren un d zu fördern, d a-
mit im Sinne der vorgegebenen Maxime weiterhin funktionierende Sportangebote in guter Qual i-
tät und breiter Vielfalt in Münster zur Verfügung stehen.
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Umsetzung
Vor allem durch nachfolgend aufgeführte Maßnahmen und Leistungen wurden die Vorgaben über
einen Zeitraum von nun mehr als 10 Jahren umgesetzt:
- Alle Sport- und Schulsportanlagen wurden in Anlehnung an das Grünfl ä-
chenmanagementsystem des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz
edv-technisch erfasst. Eine komplette Bestandsdatei sowie Pflegepläne
liegen über alle Flächen als Planungs - und Arbeitsgrundlage für die Täti g-
keiten und Leistungen vor.
- Auch für die übertragenen Anlagen wurden Pflegepläne erarbeitet.
- Basierend auf den Kenntnissen und Erfahrungen in der Unterhaltung wu r-
de für die Sport- und Schulsportanlagen ein Sicherheitsmanagement era r-
beitet.
- Sowohl die Gehölzbestände als auch die Boden deckenden Gehölzflächen
wurden nach gärtnerischen Kriterien überarbeitet. Ziel war, die sportliche
Nutzung nicht einzuschränken und die Pflege zu erleichtern.
- Die Baumbestände wurden in die Baumdatei aufgenommen, sie werden
durch die Baumpflegekolonnen betreut. Hierdurch wird ein hohes Maß an
Sicherheit für die Nutzergruppen erzielt.
- Viele Wegeflächen zur Erschließung der Gebäude - und Sportflächen wur-
den überarbeitet und instand gesetzt.
- Für die Pflege der Sportanlagen wurden neue Techniken zur Verbesserung
der Qualität eingeführt, die gleichzeitig auch die Wirtschaftlichkeit des A r-
beitseinsatzes steigern, z. B.
Kunststoffrasen-Tiefenreiniger
Waschgerät für Kunststoffflächen
Kunststoffrasenpflegegerät (Striegel und Schleppe).
- Durch den effektiven Einsatz moderner Technik wird sichergestellt, dass in
den zu pflegenden Sportflächen ebenso wie auch in allen öffentlichen
Grünflächen weiterhin auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzic h-
tet werden kann.
- Auch die verschiedenen sportlichen Großveranstaltungen werden durch
Personal-, Material - und Fahrzeugeinsatz aus dem Gesamtbetrieb unte r-
stützt und sichergestellt.
Vorteile durch Synergien
Aus einem breiteren Personalbestand mit besonderen Spezialisierungen sowie den Werkstattb e-
reichen und dem gesamten Fahrzeug - und Gerätebestand lässt sich der Arbeitseinsatz in den
Sportanlagen unter den vielfältigen Ansprüchen und Bedürfnissen flexib ler organisieren. Die
nachfolgende Tabelle zeigt, dass gerade für den Einsatz in den „eigenen“ Sportanlagen in den
zurückliegenden Jahren ein hoher Personaleinsatz gefahren wurde.
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Aufgliederung der Arbeitsstunden in der Sportflächenunterhaltung
Nach den vorliegenden Stundenaufzeichnungen, die im Amt für Grünflächen und Umweltschutz
im Rahmen der Kosten - und Leistungsrechnung erhoben werden, liegt der geleistete Stunde n-
aufwand gegenüber dem Ausgangsjahr 2004 im Durchschnitt rund 30 % höher. Damit werden die
vereinbarten Vorgaben übertroffen.
Auch wurden weitere Aufgaben in kleinerem Umfang übernommen, so hat sich z. B. durch den
Abbau von Hausmeistertätigkeiten in den Sporthallen d ie Zahl der Reparaturen in den Sportha l-
len und an Sportgeräten in den Jahren mehr als verdoppelt. Trotz eines Anstiegs der Reparatu r-
fälle von 120 auf 270 konnte die Abarbeitung durch Nutzung von Synergien sichergestellt we r-
den.
Durch Know -how-Transfer un d übergreifenden Technikeinsatz zeigen sich besondere Vorteile,
vor allem durch nachfolgende Maßnahmen:
- gemeinsame Nutzung von Betriebshöfen und Lagerflächen
Betriebshof „Höltenweg“ Metall, Fahrzeuge, Geräte
Betriebshof „Zum Rieselfeld“ Holz und Farbe
- gemeinsame Beschaffungen vor allem von Wegebaustoffen und Schüttg ü-
tern
- Maschinen und Geräteeinsatz übergreifend
- Entsorgung und Abfuhr von Abfällen übergreifend
- Organisation des Winterdienstes mit Einsatz der Schlepper und Rein i-
gungsgeräte
- Aufstellen und Kontrolle der Eisrettungsgeräte aus einer Hand
- Pflege der Ballspiel- und Bolzplatzflächen
- Pflege der Kunststofffallschutzbeläge auf Spielplätzen
- Wartung und Instandsetzung der Brunnen - sowie der Bewässerungsanl a-
gen
- Spezialschweißtechnik nun auch an Spielgeräten
- Abwicklung von Veranstaltungen.
Jahr/Bereich 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Ø
Eigene Sportanlagen 14.621 17.899 18.272 18.951 19.793 17.880 17.593 20.544 20.272 18.425
übertragene Sportanlagen 1.056 1.210 1.725 1.174 1.429 1.629 939 1.728 1.235 1.347
vereinseigene Sportanl a-
gen 85 200 75 128 188 91 162 93 144 130
Schulsportanlagen 814 1.502 1.202 1.110 1.108 496 582 1.002 981 977
Sporthallen 1.762 2.178 2.558 2.704 2.926 2.845 2.340 1.965 1.880 2.351
Bäder/Externe 67 136 53 50 23 4 25 216 20 66
Sonderveranstaltungen 750 1.028 1.325 1.051 970 930 944 1.095 1.118 1.023
Münsterland Giro 198 0 364 385 274 420 373 357 313 298
Münster Marathon 334 326 366 393 263 305 384 290 318 331
19.687 24.479 25.940 25.946 26.974 24.600 23.342 27.290 26.281 24.949
In % zum Basisjahr 2004 0,00% 24,34% 31,76% 31,79% 37,01% 24,96% 18,57% 38,62% 33,49%
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Zusammenfassung/Ausblick:
Die Zusammenlegung der Sport - und Grünflächenunterhaltung hat sich in dem langen Zei traum
über mehr als 10 Jahre bewährt. Die Organisation und Abwicklung der Leistungen erfolgt durch
intensive, ja fast tägliche Kontakte mit der Sportverwaltung und den Nutzergruppen problemlos.
Auch durch die EMAS -Zertifizierungen1 der Betriebshöfe „Zum Rieselfeld“ und „Höltenweg“ wird
ein hoher Qualitätsanspruch garantiert. Beschwerden und negati ve Kritiken für den Bereich
Sportanlagen sind äußerst selten und lassen sich auch durch eine verschwindend geringe Anzahl
an diesbezüglichen Fällen im Kundenkontaktmanagement des Amtes für Grünflächen und U m-
weltschutz belegen. Die Abteilung „Grün - und Spor tflächenunterhaltung, Forsten“ im Amt für
Grünflächen und Umweltschutz ist auch für die bewährten und künftigen Aufgaben im Sportb e-
reich gewappnet.
I.V.
gez.
Thomas Paal
Stadtrat
1 EMAS ist die Kurzbezeichnung für Eco- Management and Audit Scheme. Dieses Umweltmanagement-
system ist auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit.
Beratungsverlauf (1)
Orte (16)
- Grevingstraße
- Manfred-von-Richthofen-Straße
- Siemensstraße
- Anton-Knubel-Weg
- Coppenrathsweg
- Pleistermühlenweg
- Wangeroogeweg
- Arnheimweg 0
- Auf der Horst 0
- Höltenweg
- Am Hohen Ufer
- Zum Rieselfeld
- Sentruper Höhe 4
- Große Wiese 2
- Brandhoveweg 3v
- Egelshove
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0258/2014
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.03.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37