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A-S/0005/2009

Rahmenplan Gremmendorf und Angelmodde-West

Antrag an die BV Südost 31.03.2009

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Südost, Sitzung am 28.04.2009, TOP 6.1

Originalantrag

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Originalantrag

6702 Zeichen

CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Südost

STADT MÜNSTER

Stadt Münster

Bezirksverwaltung Südost a MAL EM
R ‚Ami für Bürgerangelegenheilen
Am Steintor 50 Bezirksverwaltung Südost

48167 Münster

Münster, den 21. März 2009

Rahmenplan Gremmendorf und Angelmodde-West

Antrag:

Die Bezirksvertretung Südost beantragt die Aufstellung eines Rahmenplanes für die künftige
Entwicklung der Stadtteile, der die möglichen Entwicklungen und planerischen Erfordernisse für
Gremmendorf und Angelmodde-West erfasst, wie sie sich durch den angekündigten Abzug des
Britischen Militärs aus diesem Teil der Stadt ergeben.

Ein solcher Rahmenplan solite neben der Darstellung der derzeitigen Gegebenheiten die
Perspektiven und Chancen sowie infrastrukturellen Erfordernisse, die planerischen
Notwendigkeiten und erste Ansätze zur integrierten Gesamtentwicklung des Stadtteils
aufzeichnen, Das gilt auch für die Auswirkungen auf die Bedarfsplanung u. a. im Kindergarten-
und Schulbereich ebenso wie für sich ändernde Anforderungen im Bereich der Nahversorgung.

Die Bezirksvertretung geht davon aus, dass mit einer rechtzeitigen Vorbereitung einem
behutsamen Wandel dieses großen und bedeutenden Bestandes der Weg geebnet werden
muss und die Planungen wie die Änderungen des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung
qualifizierter Bebauungspläne bis zum Sommer 2014, also im Laufe der im Herbst
beginnenden Rats- und BV-Periode, zum Abschluss gebracht werden sollen,

Begründung:

Nach allen Auskünften, die uns vorliegen, planen die Briten einen Abzug in den kommenden
Jahren, Auch wenn niemand sie gerne weichen sieht, müssen sich der Ortsteil und seine
Bevölkerung, muss sich die Stadt rechtzeitig auf den dadurch eintretenden tief greifenden
Wandel einstellen, Der Zeithorizont ist nicht groß, gleichgültig welche der in Umlauf befindlichen
Jahreszahlen zum Tragen kommt, sei es 2012, 2014 oder - wie auch schon mal angeklungen -
2016. Denn auch eine gereifte Planung und verabschiedete Bebauungspläne bedürfen dann
ggf. zu ihrer Umsetzung noch eines angemessenen Zeitrahmens.

Jeder weiß, dass heute ein Zeitraum von fünf Jahren eher das Minimum für rechtzeitige
planerische Vorsorge in einer Größenordnung ist, wie sie hier ansteht. Ein Rahmenplan würde

CDU-Fraktion; Dr. M. Klenner, Am Schütthook 124, 48167 Münster,
Telefon: 0251/8614201 p - 0251/2378-705 d, Telefax: 0251/2376-644 d, E-Mail: michael.klenner@lwk.nnw.de

BV-09406. doc

Zielrichtungen erkennbar werden lassen für eine geordnete Entwicklung, deren Einzelheiten
auf dieser Basis flexibel und zeitgemäß zu präzisieren sein werden.

Allein das Kasernengelände am Albersloher VVeg, die eigentliche Konversionsfläche umfasst
rund 50 Hektar. Dazu gehören allerdings erhebliche Frei- und Grünflächen, deren Erhalt sich
aus heutiger Sicht anbietet, wenn erst einmal die bebauten Flächen umgenutzt werden. Der
Rahmenplan könnte auch erste Ansätze für die Frage einer Verdichtung der bestehenden
Bauten aufzeigen, wie sie in Coerde ebenso wie an der Steinfurter Straße erfolgt sind, als dort
die militärische Belegung endete. Auch die Vorfragen eines (oder mehrerer?) städtebaulicher
Wettbewerbe wären In diesem Zusammenhang anzusprechen und zur politischen Entscheidung
vorzubereiten.

Ein derart gravierender Wandel bringt zwingend auch eine Aktualisierung der
Bedarfsplanung in sehr vielfältigen Bereichen mit sich. Es kommt eine deutliche Vermehrung
der Einwohnerzahl zum Tragen, die sich in der Kindergarten-Bedarfsplanung ebenso auswirken
wird wie im Bereich der Schulbedarfsplanung.

Neben der Konversionsfläche geht es um die künftige Nutzung bzw. Belegung des erheblichen
Wohnungsbestandes, der im Eigentum des Bundes steht und mit dem Abzug der Briten - die
aus historischen Gründen übrigens derzeit nicht in die Einwohnerzahl eingerechnet sind - für
den allgemeinen Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen. Es handelt sich um rund 400
Wohnungen an verschiedene Standorten, die große Zone von einfachen Bauten südlich und
südöstlich der Kasernen auf beiden Seiten des Albersioher Weges, eine noch in den letzten
Jahren errichtete neue Häusergruppe im Delstrup (Ersatzbauten für Gievenbeck) und eine
überschaubare Siedlung im Bereich Lindberghweg/Haus Lütkenbeck.

Ein Rahmenplan sollte neben den planerischen Festsetzungen (Bebauungspläne) auch
Perspektiven der Hilfe bei der schrittweisen Privatisierung und Modernisierung aufzeigen,
wie sie zumindest für erhebliche Teile der Anlagen wohl unvermeidbar, jedenfalls aber
wünschenswert sind. Die Stadt mag dabei auch prüfen, inwieweit sie oder geeignete
Tochtergesellschaften im Durchgangserwerb dabei behilflich sein könne, hier ein gesundes
Wachstum und eine soziale Integration ebenso zu fördern wie z. B. besondere Hilfen für
Familien mit Kindern zu vermitteln.

Auch Fragen der Nahversorgung werden durch die erhebliche Zunahme der
Wohnbevölkerung unmittelbar berührt, wie sie aus einem solchen Wandel zu erwarten ist. Die
heutige Ladenzeile auf der Ostseite des Albersloher Weges in Gremmendorf ist von dem
Wandel auf der Westseite naturgemäß betroffen. Und die Frage der Ergänzung dieser
Nahversorgungszeile durch Nutzung, Umnutzung von Bauten oder Neubauten auf der
Westseite werden eine planerische Antwort finden müssen.

Ebenso sind Auswirkungen auf die Verkehrsentwicklung vorbereitend im Rahmenplan ebenso
zu erfassen wie ggf. auf die Verkehrsplanung des Straßenzuges Albersioher Weg. Dabei steht
im Vordergrund die Frage der Anbindung des bisherigen Kasernengeländes bei veränderter
Nutzung. Das löst nicht nur Fragen zum Bereich der bisherigen Kasernenzufahrten aus sondern
auch die der Neugestaltung des Abzweigs Gremmendorfer Weg bzw. einer klaren Kreuzung an
dieser Stelle,

CDU-Fraktion: Dr, M, Klenner, Am Schütthook 124, 48167 Münster,
Telefon: 0251/8614201 p - 0251/2376-705 d, Telefax: 0251/2376-644 d, E-Mail: michael.klenner@lwk.nriv.de

BV-0O9AO6. doc

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Der Rahmenplan mag auch - nach vorbereitenden Gesprächen mit dem Bund als Eigentümer
und den Briten als derzeitigen Nutzungsberechtigten - Perspektiven einer Vorabauslösung von
nicht mehr belegten Wohnungsbeständen aufzeigen, damit nicht am Ende der Entwicklung
„alles auf einmal" - auch am Markt - zu verarbeiten ist. Eine behutsame Umwandlung würde
durch schrittweises Vorgehen ab dem Jahre 2010 erheblich erleichtert und darüber hinaus
Vertrauen aufbauen, dass nicht durch ein „Verhökern en bloc" unerwünschte soziale und
nachbarschaftliche Effekte zu befürchten sind,

Für die CDU-Fraktion:

gez. Dr, Heinrich Hoffschulte

CDU-Fraktion: Dr. M. Klenner, Am Schütthook 124, 48167 Münster,
Telefon: 0251/6514201 p - 0251/2376-705 d, Telefax: 0251/2376-644 d, E-Mail: michael.klenner@lwk.nnw.ds

BV-09A08.doc

Beratungsverlauf (1)

28.04.2009 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 6.1 Antrag Entscheidung

Beschluss: vertagt

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Steinfurter Straße
  • Am Steintor 50
  • Am Schütthook 124
  • Gremmendorfer Weg
  • Lindberghweg
  • Delstrup

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
A-S/0005/2009
Typ
Antrag an die BV Südost
Datum
31.03.2009
Erstellt
06.10.2020 14:37