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0753/2022

Kündigung des Stahlbauers beim MiQua - mündliche Anfrage von RM Kaske in der Sitzung vom 1. Februar 2022

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 15.03.2022

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Anlage 1 - Projektstatusbericht

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

3343 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/26 
 
Vorlagen-Nummer  15.03.2022 
 0753/2022 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Si tzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Rechnungsprüfungsausschuss 15.03.2022 
 
Kündigung des Stahlbauers beim MiQua - mündliche Anfrage von RM Kaske in der Sitzung 
vom 1. Februar 2022 
RM Kaske erkundigte sich in der Sitzung am 1. Februar 2022, ob der Stadt Köln durch die gegenüber 
einem Stahlbauunternehmen ausgesprochene Kündigung Kosten entstehen und nach dem Verhältnis 
mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR). Er fragte auch, ob Verzögerungen oder andere Nach-
teile in dem Bereich zu befürchten seien. 
 
Antwort der Verwaltung  
 
Die Kosten, die durch die gegenüber dem Stahlbauer ausgesprochene Kündigung entstehen, werden 
als Schadenersatz juristisch gegenüber dem Stahlbauunternehmen geltend gemacht. Die Stadt Köln 
geht hierbei aus zeitlichen Gründen jedoch erst einmal in Vorleistung.  
Es entstehen Kosten sowohl durch die Beauftragung eines neuen Auftragnehmers als auch durch die 
berechtigten Forderungen der bereits beauftragten Folgegewerke und durch die Preissteigerungen 
bei späterer Ausführung der Ausbau- und Ausstellungsarbeiten. Die genaue Höhe der Kosten kann 
erst benannt werden, wenn diese eingetreten sind. Das ist, wenn das neue Stahlbauunternehmen 
beauftragt wurde und wenn die Gespräche mit allen Folgegewerken abgeschlossen wurden und eine 
Einigung über neue Termine und Kosten erzielt wurde. Die Kostensteigerungen für die Ausbau- und 
Ausstellungsarbeiten können noch nicht abschließend dargestellt werden. Diese werden von der Pro-
jektleitung und Projektsteuerung im Rahmen der Überarbeitung der Gesamtkosten zunächst auf 
Grundlage der bekannten Preisindizes und deren Entwicklung in den vergangenen Jahren geschätzt.  
Es sei der Vollständigkeit halber noch einmal darauf hingewiesen, dass der Stadt Köln bereits in der 
Vergangenheit durch die vom Stahlbauunternehmer verursachten Verzögerungen und die Nichtein-
haltung der Vertragstermine Mehrkosten entstanden sind. Diese Kosten betreffen die längere Vorhal-
tung der Baustelleneinrichtung, längere Standzeiten und Verzögerungen bei den anderen Gewerken 
und lagen zum Zeitpunkt der Kündigung bei über 2,5 Mio. Euro brutto. Sie hätten sich ohne den Aus-
spruch der Kündigung noch weiter erhöht. Natürlich hat auch die Kündigung nun Kostensteigerungen 
zu Folge. Sie diente aber auch dazu, die täglich aktiv entstehenden Kosten zu minimieren.  
 
Stadt Köln und LVR stimmen sich über die Zeitverzüge und den Umgang mit der späteren Fertigstel-
lung des Museums MiQua ab. Beide Partner stehen über die Lenkungskreise sowie auf Arbeitsebene 
in permanentem Kontakt. Um eine Aussage darüber zu treffen, welche Verzögerungen im Bereich der 
Ausstellung zu erwarten sind, wird aktuell der Gesamtterminplan MiQua angepasst und überarbeitet. 
Die sich aus der Kündigung ergebenden Verzögerungen im Bau- und Projektablauf werden derzeit in 
enger Abstimmung mit den Bauleitungen analysiert und bewertet.  
 
Siehe hierzu auch den aktuellen Sachstandsbericht MiQua für die im März anstehenden  
Gremientermine des Ausschusses Kunst und Kultur, Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft,  
Lenkungskreis Verwaltung und Lenkungskreis Politik, der als Anlage beigefügt wird. 
 
gez. Greitemann

Anlage 1 - Projektstatusbericht

9785 Zeichen

MiQua.
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln 
Sachstandsbericht für den Bauausschuss der Gebäudewirtschaft am 07.03.2022, den Ausschuss Kunst und Kultur am 08.03.2022, 
den Lenkungskreis Verwaltung am 14.03.2022 und den Lenkungskreis Politik am 25.03.2022 
1. Kerndaten des Projektes 
Standort: Rathausplatz
Bauherrin: Dezernat für Kunst und Kultur
Planungszeit: Juli 2008 bis heute
Bauzeit: 2014 - 2024
Projektbeschreibung:
Vor dem historischem Rathaus  befindet sich ein großes Ausgrabungsfeld 
mit Überresten aus der Römerzeit und einer alten jüdischen Gemeinde. 
Das Grabungsfeld erhält eine Betondecke, unter der die Ausstellung eingerichtet wird. 
Entlang Marspfortengasse und Unter Goldschmied, im Bereich der alten jüdischen Synagoge, 
ensteht der oberirdische Teil das "MiQua. LVR-Jüdisches Museum 
im Archäologischen Quartier Köln".
2. Termine
Meilensteine:
Planungsbeschluss 09/2008     ✓ AB 02.2 - Trockenbauarbeiten MiQua (Veröffentlichung) in Kürze
Baubeschluss (51,773 Mio. €) 07/2011     ✓ AB 03.3 - Metallbauarbeiten MiQua (Beauftragung) 12.01.2022
Baubeschluss (77,0 Mio. €) 07/2017     ✓ MPZ-Frei - Leitungsverlegung Glasfaser MPZ (Beauftragung) 14.12.2021 
Baugenehmigung 01/2014     ✓ MPZ-Frei - Leitungsverlegung Stromkabel MPZ (Beauftragung) 08.12.2021
Baubeginn 07/2015    ✓
Stahlbetonarbeiten (Ende) 06/2021    ✓
Fertigstellung Bau 09/2024
Nutzungsbeginn 03/2025
Auszug Entwurf Rahmenterminplan (Stand: 11/2021):
21.02.2022
03
Stand:
Index:
Datum Fertigstellung und Nutzungsbeginn sind überholt; 
Terminplan MiQua muss aufgrund der Kündigung im Gewerk 
Stahlbau aktualisiert werden
Terminplan MiQua muss aufgrund der Kündigung im Gewerk 
Stahlbau aktualisiert werden
1 von 3

MiQua.
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln 
Sachstandsbericht für den Bauausschuss der Gebäudewirtschaft am 07.03.2022, den Ausschuss Kunst und Kultur am 08.03.2022, 
den Lenkungskreis Verwaltung am 14.03.2022 und den Lenkungskreis Politik am 25.03.2022 
21.02.2022
03
Stand:
Index:
3. Kosten
Ratsbeschluss Juli 2011:
Baukosten 35,417 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 72%
Baunebenkosten inkl. Grabungskosten 16,356 Mio. € Fördermittel des Landes 28%
Gesamtsumme (brutto) 51,773 Mio. € ∑ 100%
Kostenberechnung Opt. III 2015:
Baukosten 37,777 Mio. €
Baunebenkosten 16,622 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 47%
Grabungskosten 7,179 Mio. € Fördermittel des Landes 53%
Gesamtsumme (brutto) 61,578 Mio. € ∑ 100%
Ratsbeschluss Juli 2017:
Kostenberechnung Opt. III 2015 61,578 Mio. €
Erhöhung Projektbudget Ratsbeschluss 07/2017 11,817 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 58%
zzgl. Risikoaufschlag 3,670 Mio. € Fördermittel des Landes 42%
Gesamtsumme (brutto) 77,000 Mio. € ∑ 100%
Ratsbeschluss Mai 2021:
Ratsbeschluss 07/2017 77,000 Mio. €
Erhöhung Anteil Entscheidungsvorlagen 3,674 Mio. €
Erhöhung Anteil Mehrkosten Projektdurchführung 34,374 Mio. €
Zwischensumme (brutto) 115,000 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 73%
zzgl. Risikoaufschlag 11,571 Mio. € Fördermittel des Landes 27%
Gesamtsumme (brutto) 127,000 Mio. € ∑ 100%
Prognose Gesamtkostensituation:
Stand 07.02.2022
Zahlungsstand= 60,180 Mio. €
4. Risiken
Grün
Gelb 
Rot
1 Baugrund (Schadstoff, Denkmal, ...) - Restabwicklung Bereich OK Gelände / Böschungsbereiche
2 Änderung der Planung durch Nutzer
3 Gesetzliche Änderungen
4 Insolvenzen 
5 Mangelhafte Fremdleistungen
6 Genehmigungsverfahren
7 Ausschreibungs- Vergabeverfahren  - Neuausschreibung (Gewerk Stahlbau + ggfls. weitere Nachfolgegewerke) 
8 Bauablauf (Verzögerung aufgehendes Bauwerk - Gewerk Stahlbau) 
9 Vergaberisiko (Baupreisentwicklung und Marktlage)
32,700 Mio. €
127,000 Mio. €
44,300 Mio. €
32,700 Mio. €
77,000 Mio. €
93,300 Mio. €
33,700 Mio. €
Verfügt (Auftragsstand = HA + NV) = 99,208 Mio. €
Die Risiken werden entsprechend des Projektstandes und der Erkenntnisse aus Planung und Ausführung sukzessive fortgeschrieben und 
bewertet. Auf Basis des derzeitigen Planungsstandes (LPH 5 abgeschlossen) sind insbesondere die folgenden Risiken zu beachten:
37,473 Mio. €
14,300 Mio. €
51,773 Mio. €
28,878 Mio. €
61,578 Mio. €
115,0 €
11,6 €
0,0
20,0
40,0
60,0
80,0
100,0
120,0
140,0
Σ 127,0 Mio. €
60,180
99,208
Zahlungsstand
Verfügt
Gesamt = Projekt + Risiko
Risiko
Projektkosten
2 von 3

MiQua.
LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln 
Sachstandsbericht für den Bauausschuss der Gebäudewirtschaft am 07.03.2022, den Ausschuss Kunst und Kultur am 08.03.2022, 
den Lenkungskreis Verwaltung am 14.03.2022 und den Lenkungskreis Politik am 25.03.2022 
21.02.2022
03
Stand:
Index:
5. Erläuterung Sachstand 
Planung / Ausschreibung / Vergabe:
Ausführung:
Kosten:
Termine:
Legende planmäßig
mittleres Risiko
hohes Risiko
Der bisherige Terminplan sah eine bauliche Fertigstellung in 09/2024 vor, woraus sich der Zeitpunkt der Eröffnung für 03/2025 ergab. Die Kündigung 
des bisherigen Stahlbauunternehmers hat nun ein alternatives Vorgehen zur Folge, das sich naturgemäß in neuen Terminen und Kosten 
niederschlagen wird. Kosten- und Terminplan müssen mit der nun erfolgten Kündigung neu aufgestellt werden. Die sich daraus ergebenden 
Verzögerungen im Bau- und Projektablauf werden derzeit in enger Abstimmung mit den Bauleitungen analysiert und bewertet. 
Das Risiko wird als "hoch" eingestuft. 
Das Risiko wird als "hoch" eingestuft, aufgrund der potentiellen Auswirkungen der Kündigung des 
Gewerkes Stahlbau auf die noch auszuschreibenden Gewerke im Bereich Ausbau + Ausstellung
Mit Stand vom 07.03.2021 wurde eine Nachtragskostenberechnung als Kostenaufstellung/-prognose zur Vorlage beim Rat zur haushaltsrechtlichen 
Unterrichtung erstellt. Die Kostenprognose dieser Nachtragskostenberechnung beläuft sich auf 127,0 Mio. €. Am 06.05.2021 wurden in der 
Ratssitzung der Stadt Köln die Mehrkosten i.H.v. 50 Mio. € zur Kenntnis genommen, sodass die Gesamtaufwendungen des Projektes MiQua sich auf 
127,0 Mio. € belaufen. Die Kündigung des bisherigen Stahlbauunternehmers hat nun ein alternatives Vorgehen zur Folge, das sich naturgemäß in 
neuen Terminen und Kosten niederschlagen wird. Kosten- und Terminplan müssen mit der nun erfolgten Kündigung neu aufgestellt werden. Die sich 
daraus ergebenden Mehrkosten werden derzeit von Projektleitung und Projektsteuerung analysiert und bewertet. 
Die Ausschreibungen für das Prätorium sowie für die Teilmaßnahme MPZ sind abgeschlossen. Es sollten nun sukzessive die Ausbaugewerke für den 
Neubaubereich ausgeschrieben werden, sofern die Ausführungstermine sicher feststehen. Aufgrund der Kündigung des Gewerkes Stahlbau, müssen 
derzeit die Auswirkungen auf die bestehenden Verträge der Firmen sowie auf die noch auszuschreibenden Gewerke für den Neubau-Bereich geprüft 
werden. Der Auftrag AB 03.3 Metallbauarbeiten Neubau wurde am 12.01.2022 vergeben. Die Firma kann ihre Arbeiten in der unterirdischen 
Ausstellungsebene beginnen. Die Neuvergabe der Stahlbauarbeiten befindet sich in Vorbereitung. Hierfür wird eine aufwendige 
Leistungsstandfeststellung und Erhebung der Mängel und Restarbeiten durchgeführt. 
Das Risiko wird als "hoch" eingestuft. 
Das Risiko wird als "hoch" eingestuft, aufgrund der Verzögerungen bei den Stahlbauarbeiten und der 
Eintaktung der nachfolgenden Gewerke.  
Die Durchbrüche an Achse 41 + 42 (Anschlüsse an Archäologische Zone zum Bestand Prätorium) wurden zum Ende des Jahres 2021 erstellt. Die 
Sandentnahme läuft derzeit im Bereich unter den Deckenfeldern 8 bis 10 (vor der Rathauslaube). Außerdem laufen in der Ebene 00, in enger 
Abstimmung mit den Archäologen, die Vorbereitungen der weiteren Durchbrüche und Parcoursstegerstellung. Im Bereich "Haus zum Golde" und im 
"Apsidensaal" wurde bereits mit der Erstellung der Unterfangungen begonnen. Seitens der Stadt Köln wurden letztmalig Fristsetzungen für die zügige 
Leistungserbringung gegenüber dem Stahlbauunternehmen ausgesprochen. Der Unternehmer ist diesen Aufforderungen nicht angemessen 
nachgekommen, sodass diesem zum 27.12.2021 die Kündigung des Vertrages ausgesprochen wurde. Stetige Unzuverlässigkeit, wiederholte 
Terminüberschreitungen und überzogene Nachforderungen ließen der Stadt keine andere Möglichkeit, als sich kurzfristig von dem 
Stahlbauunternehmer zu trennen. Dies bedeutet, dass es in der Ausführung der Bauarbeiten in Bezug auf die Errichtung des Neubaus zu 
Verzögerungen kommen wird, die nun seitens der Stadt Köln bewertet und neu aufgestellt werden müssen. 
Im Prätorium laufen die Arbeiten derzeit stetig weiter. Es finden hier parallel Trockenbau- und Estricharbeiten, Putzarbeiten sowie die Verlegung 
technischer Gebäudeausrüstung statt. Die Eintaktung der Firmen für die Holzinnentüren und Stahlrahmentüren hat ebenfalls stattgefunden. In Kürze 
startet die Sanierung und Reinigung der Decke im Prätorium, gefolgt von den Installationen der Stromschienen unterhalb der Decke. 
Im MPZ wurde der Großteil der Arbeiten abgeschlossen. Es folgen noch Feinmontagen der TGA sowie der Einbau der Türen und der Kompaktschleuse 
an der Sicherheitszentrale. Voraussichtlich ab Ende März diesen Jahres beginnen die vorbereitenden Arbeiten für die Errichtung der neuen Rampe 
zum MPZ in der kleinen Budengasse. 
In Kürze beginnen die Arbeiten am 2. Bauabschnitt der Decke Prätorium auf dem nördlichen Rathausplatz. Diese werden in mehreren Teilabschnitten 
ausgeführt, um den Zugang zum Spanischen Bau möglichst aufrecht zu erhalten. Die Arbeiten erstrecken sich daher voraussichtlich bis Sommer 2022. 
Aufgrund der Witterungsverhältnisse (<5°C) konnte im Dezember 2021 / Januar 2022 noch nicht mit der Sanierung der Abdichtung begonnen 
werden. 
Es wird derzeit mit der Bauleitung geprüft inwiefern in Zukunft wieder ein direkter Zugang zwischen Spanischer Bau und Rathauszugang an der Laube 
für die Politikfraktionen sichergestellt werden kann. 
3 von 3

Beratungsverlauf (1)

14.06.2022 Rechnungsprüfungsausschuss
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0753/2022
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
15.03.2022
Erstellt
02.03.2022 09:53