0644/2025
Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2023 für die Bühnen der Stadt Köln
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Anlage 1 - Bilanz
2630 Zeichen
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln, Köln I/1 Bilanz zum 31. August 2023 AKTIVA Geschäftsjahr Vorjahr PASSIVA Geschäftsjahr Vorjahr € € € € € € € € A. Anlagevermögen A. Eigenkapital ----------------------------- ---------------------- I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Stammkapital 50.000,00 50.000,00 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.005,00 85.681,00 II. Rücklagen Gewinnrücklage 11.085.772,84 9.208.172,84 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte III. Bilanzgewinn 15.078.224,65 26.213.997,49 8.528.392,15 17.786.564,99 und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.033.543,00 19.127.362,00 2. Maschinen und maschinelle Anlagen 8.128.164,00 9.443.347,00 B. Sonderposten aus Investitionszuschüssen 3. Andere Anlagen, Betriebs- zum Anlagevermögen 18.363.899,01 19.414.905,71 und Geschäftsausstattung 4.526.206,00 4.333.402,00 -------------------------------------------------------------- 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 603.430.146,54 634.1 18.059,54 509.682.580,64 542.586.691,64 634.174.064,54 542.672.372,64 C. Rückstellungen ------------------------- B. Umlaufvermögen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.169.960,00 5.399.300,00 ----------------------------- 2. Sonstige Rückstellungen 13.528.995,00 18.698.955,00 13.428.256,00 18.827.556,0 0 I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 392.915,00 339.240,00 2. Unfertige Leistungen 4.824.550,00 5.217.465,00 5.375.000,00 5.714.240,00 D. Verbindlichkeiten ----------------------------- II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 200.558.407,90 1 12.717.895,23 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 457.630,43 374. 083,28 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.664.458 ,64 12.819.748,48 2. Forderungen gegen die Stadt Köln 6.992.875,70 8.328.441,08 4. Verbindlichkeiten gegenüber Eigenbetrieben 1.499.077,49 1.404 .538,76 3. Sonstige Vermögensgegenstände 9.269.302,98 16.719.809,1 1 11.339.823,28 20.042.347,64 5. Sonstige Verbindlichkeiten 368.498.426,00 586.220.370,03 376.812.097,81 503.754.2 80,28 III. Kassenbestand, Guthaben Kreditinsititute 1.773.938,24 1.137.601,60 E. Rechnungsabgrenzungsposten 9.344.241,40 10.685.064,83 23.711.212,35 26.894.189,24 ---------------------------------------------- C. Rechnungsabgrenzungsposten 956.186,04 901.809,93 ---------------------------------------------- 658.841.462,93 570.468.371,81 658.841.462,93 570.468.371,81 Elektronische Kopie
Anlage 4 - Lagebericht
114754 Zeichen
Bühnen der Stadt Köln, Köln
II/1
LAGEBERICHT
FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR
1. SEPTEMBER 2022 BIS 31. AUGUST 2023
I. SPIELZEITVERLAUF UND LAGE DER BÜHNEN IM WIRTSCHAFTSJAHR 2022/23
1. Die wirtschaftliche und kulturpolitische Situation der Bühnen in der Bundesrepublik
Deutschland in der Spielzeit 2022/23
Die Corona-Pandemie hat mit ihren substanziellen Einschränkungen zu einer großen Verunsicherung der
Menschen geführt. Im Spielbetrieb der Theater und Orchester hat sich dies nach dem Ende der Coro-
namaßnahmen nicht zuletzt sehr deutlich daran gezeigt, dass öffentliche Veranstaltungen nach dem
Wegfall der pandemiebedingten Einschränkungen nur mit großer Zurückhaltung wieder wahrgenommen
wurden. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die sich anschließende Energiekrise haben
zudem dazu beigetragen, dass diese Verunsicherung in 2022 anhielt und viele Besucher*innen erst zum
Ende des Kalenderjahres 2022 in die Veranstaltungen zurückkehrten. Sowohl bei den Theatern und als
auch den Orchestern standen in 2022/23 deshalb die Bemühungen im Vordergrund, die Menschen bei
ihrer Rückkehr in das öffentliche Leben und damit auch in den Theater- und Konzertbesuch zu unter-
stützen. Wie in den Vorjahren bewirkten dabei die finanziellen Verhältnisse der öffentlichen Haushalte
unverändert einen hohen Konsolidierungsdruck auf die deutschen Kultureinrichtungen. Als personalin-
tensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Personalkosten und dadurch begrenzten kurzzeitig
realisierbaren Konsolidierungspotentialen sind die öffentlichen Theater und Orchester hiervon in beson-
derem Maße betroffen.
Vor diesem Hintergrund sind in der vorherigen Spielzeit 2021/221 deshalb zunächst die digitalen Ange-
bote, mit denen während der Pandemie vor allem der Kontakt zum Publikum aufrecht erhalten werden
sollte, deutlich zurückgegangen. Dies zeigt, dass die Theater und Orchester perspektivisch wieder vor
allem auf Live-Veranstaltungen setzen. Während die Zahl der Besucher*innen dabei noch deutlich unter
der der Saison 2019/2020 lag, erreichte die Anzahl der Veranstaltungen nahezu wieder den Stand der
Spielzeit 2019/2020. Die Anzahl der ständig Beschäftigten stieg in 2021/22 um rund 6%, die Anzahl der
unständig Beschäftigten - bedingt durch den Ausbau der Programme und Veranstaltungen - sogar um
rund 26%. Die Betriebseinnahmen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um fast 70% Prozent, lagen
dabei aber noch 40% unter denen der Spielzeit 2019/2020. Auch die Zuweisungen und Betriebszu-
schüsse stiegen moderat, was mit den höheren Personal- und Sachkosten korrelierte. Der Betriebszu-
schuss pro Besuch fiel in dieser Spielzeit durch die gestiegenen Veranstaltungs- und Besuchszahlen mit
etwas über EUR 300,00 wieder deutlich niedriger aus als im Vorjahr, lag damit aber noch fast doppelt
1 Quelle: Theaterstatistik 2021/2022 des Deutschen Bühnenvereins, Heft 57, Köln 2024
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
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so hoch, wie in vorpandemischen Spielzeiten. Die Statistik für die Spielzeit 2021/22 spiegelt insofern
den Weg der Gesellschaft zurück in die neue Normalität und hat dabei aufgezeigt, wie tief die Pandemie
die Gesellschaft verunsichert und wie sie Rituale und Gewohnheiten verändert hat. „Es zeigt sich, dass
die Begegnung und das gemeinschaftliche Erleben an Bedeutung gewonnen haben. Genau das ist die
Kraft der Bühnen: Sie bieten Räume für Austausch und Gemeinschaft und sie sind mit ihrer Kunst den
Menschen ein Experimentierraum für das Leben“2.
Dabei bleibt der hohe Konsolidierungsdruck auf alle Kultureinrichtungen in Deutschland unverändert
bestehen, Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Kultureinrichtungen werden von Politik und Öffentlich-
keit weiterhin kritisch hinterfragt. Zugleich sollen weitere Überlegungen angestellt werden, wie man
durch inhaltliche und perspektivische Konzepte, Organisationsmodelle und Rechtsformgestaltungen die
Einnahme- und die Kostensituation der Theater verbessern kann. Bei diesen im Wesentlichen auf die
ökonomische Effizienz ausgerichteten Überlegungen sollte das übergeordnete Ziel der Theater und Or-
chester, nicht gewinnorientiert zu arbeiten, sondern eine Aufgabe für die Allgemeinheit zu erfüllen, nicht
aus den Augen verloren werden.
2. Der rechtliche Rahmen der Bühnen in der Spielzeit 2022/23
Gegenstand der seit dem 1.9.2000 als eigenbetriebsähnliche Einrichtung geführten Bühnen der Stadt
Köln ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben. Der
Einrichtungszweck umfasst dabei insbesondere die Aufführung von Bühnenwerken aller Gattungen im
Musik-, Tanz- und Sprechtheater. Für die künstlerische und wirtschaftliche Führung ist aktuell eine aus
vier Personen bestehende Betriebsleitung gesamtverantwortlich. Der Rat der Stadt Köln und der Be-
triebsausschuss (personenidentisch mit dem Ausschuss für Kunst und Kultur der Stadt Köln) entscheiden
in allen Angelegenheiten der Bühnen, die ihnen durch die GO NRW, die EigVO NRW, die Hauptsatzung
der Stadt Köln und die Betriebssatzung der Bühnen vorbehalten sind. Das Wirtschaftsjahr verläuft spiel-
zeitkonform vom 1. September bis zum 31. August.
____________________________________________________
2 Quelle: Claudia Schmitz, Geschäftsführende Direktorin des Deutschen Bühnenverei ns in: Theaterstatistik
2021/2022 des Deutschen Bühnenvereins, Heft 57, Köln 2024
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
II/3
3. Die künstlerische Bilanz der Bühnen in der Spielzeit 2022/23
Als wesentlicher Bestandteil der Kulturstadt Köln gehören die Bühnen der Stadt Köln zu den national
bedeutendsten wie international renommierten Spielstätten des Sprech- und Musiktheaters.
Um den hohen Ansprüchen sowie der Größe und Bedeutung der Stadt Köln gerecht zu werden, bedient
das Sprechtheater viele traditionelle Aufgaben: Dazu gehören die Klassikerpflege ebenso wie die Prä-
sentation moderner Gegenwartsdramatik und die Realisierung unterschiedlichster Regie- und Ausstat-
tungsstile. Nationale und internationale Gastspiele sollen dabei das Programm des Sprechtheaters kom-
plettieren.
Die Oper Köln soll den führenden internationalen Opernhäusern zugerechnet werden. Sie ist Mitglied
der internationalen Opernkonferenz, zu der folgende Opernhäuser gehören: Bayerische Staatsoper,
Staatsoper Unter den Linden Berlin, Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, Staatsoper Wien,
Opernhaus Zürich, Staatsoper Dresden, Oper Frankfurt, Staatsoper Hamburg, Deutsche Oper am Rhein
Düsseldorf Duisburg, Oper Leipzig und Staatstheater Stuttgart sowie die assoziierten Mitglieder Opera
National de Paris, Royal Opera House Covent Garden London und Teatro alla Scala Mailand. Diese
Institutionen sind geprägt von international renommierten Dirigent*innen, Regisseur*innen sowie Sän-
ger*innen. In diesem Umfeld ist die Oper Köln bereits seit einigen Jahren neben der Komischen Oper
Berlin ein Mitglied mit einem der geringsten Betriebskostenzuschüsse.
Seit der Auflösung der Tanzcompany pretty ugly tanz köln (2008/09) wird der Tanz an den Bühnen Köln
durch Gastspiele in den Spielplänen von Oper und Schauspiel vertreten. Zudem setzte das Schauspiel
Köln in der Spielzeit 2022/23 die Kooperation mit dem amerikanischen Choreografen Richard Siegal und
dessen Kompanie Ballet of Difference fort. Auch für 2023/24 sind mit dieser Kompanie letztmals weitere
Projekte geplant, die in den beiden Wirkungsstätten München und Köln zur Aufführung gebracht werden
sollen.
Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Sanierungsmaßnahmen am Offenbachplatz war auch die
Spielzeit 2022/23 der Bühnen Köln weiterhin geprägt von der Fortführung des Interimspielbetriebs des
Musiktheaters (Oper und Kinderoper im Staatenhaus) und des Sprechtheaters (Depot 1, Depot 2, Grotte
und Carlsgarten). Dabei konnten in 2022/23 noch folgende Inszenierungen realisiert werden:
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
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Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/
Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS)
Inszenierungen des Sprechtheaters
Vögel WA Depot 1 1 EP
Nathan der Weise WA Depot 1 11 EP
Reich des Todes WA Depot 1 3 EP
WA Depot 1 2 EP
Richard III. WA Depot 1 6 EP
Falstaff WA Depot 1 8 EP
König Lear N Depot 1 21 EP
Love me more N Depot 1 13 EP
Phaedra N Depot 1 11 EP
Helges Leben N Depot 1 19 EP
Der Gott des Gemetzels N Depot 1 13 EP
Johann Holtrop N Depot 1 9 EP
Die Troerinnen N Depot 1 12 EP
Der große Diktator WA Depot 2 6 EP
Früchte des Zorns WA Depot 2 9 EP
Ode WA Depot 2 4 EP
Bruder Eichmann WA Depot 2 3 EP
Die Lücke 2.0 WA Depot 2 7 EP
Wunderschönes Welkfleisch WA Depot 2 6 EP
Mölln 92/22 WA Depot 2 5 EP
Der Weg zurück WA Depot 2 8 EP
Once I lived with a stranger N Depot 2 12 EP
Der eingebildete Kranke N Depot 2 21 EP
N Depot 2 14 EP
N Depot 2 5 KP
Eva and the apple N Depot 2 4 EP
Vor Sonnenaufgang N Depot 2 11 EP
Exil N Depot 2 9 EP
Das Dämmern der Welt N Depot 2 5 EP
Meta - Sleep N Depot 2 6 EP
N Depot 2 9 EP
Judith Shakespeare N Depot 2 4 EP
Rent a granny N Depot 2 6 EP
Einzelveranstaltungen - Depot 1,2,3
diverse
Spielstätten
52 EP/GS
335
Das große Heft / Der Beweis /
Die dritte Lüge
Die Revolution lässt ihre Kinder
verhungern
Titel
Das Himmelreich wollen wir schon
selbst finden
Wenn wir einander ausreichend
gequält haben
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
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Eröffnet wurde die Spielzeit mit dem Stück „Once I lived with a stranger“. Diese Inszenierung von Marie
Schleef war die zweite Arbeit der jungen Regisseurin am Schauspiel Köln und eine starke Setzung zur
Spielzeiteröffnung. Mit ihrer Inszenierung wurde Marie Schleef zur Woche junger Schauspieler*innen
2023 in Bensheim eingeladen und gewann den Kurt-Hübner-Regiepreis 2022. Es folgte die Premiere
von „König Lear“ auf der Grundlage der Übersetzung des Grafen Baudissin von Arnt Knieriem in der
Regie von Rafael Sanchez. Im Mittelpunkt dieser Inszenierung stand Martin Reinke als König Lear, der
seit 1990 Teil des Kölner Ensembles war und mit dieser Inszenierung seinen glorreichen Abschied vom
Schauspiel Köln feierte. Sodann folgte die Premiere von „Der Eingebildete Kranke“ von Molière in einer
Überschreibung von Barbara Sommer & Plinio Bachmann in der Regie von Stefan Bachmann. Eine
Inszenierung, die sich gegen Politische Korrektheit und eine vermeintliche „Opferrhetorik“ wendet und
mit Molière einen Klassiker auf den Spielplan brachte.
An der Schnittstelle von Tanz und Schauspiel untersuchte die israelische Choreografin Saar Magal in
einem Crossover-Projekt „Love me more“ frei nach Oscar Wildes „The Picture of Dorian Gray “ den
Wunsch nach der ewigen Jugend. In einer sinnlichen Collage aus Oscar Wildes „Dorian“ sowie
verschiedenen Film- und Popzitaten ging sie unter anderem den Fragen nach Begehren, Zurückweisung,
Selbstliebe und Optimierungswille auf den Grund. Thomas Jonigk brachte „Wenn wir einander
ausreichend gequält haben“ von Martin Crimp als deutschsprachige Erstaufführung auf die Bühne des
Depot 2. Basierend auf Samuel Richardsons Roman „Pamela“, ein Bestseller von 1740, der heute fast
vergessen ist, deklinierte Martin Crimp in zwölf Szenen die Facetten einer sadomasochistischen
Paarbeziehung durch, die zum Spiegel einer Außenwelt voller politischer und sozialer Spannungen wird.
Aufgrund der politischen Situation war die Produktion „Die Revolution lässt ihre Kinder verhungern“ von
Future3 in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Köln und der Orangerie Theater Köln ein wichtiges
Zeichen. Sie beleuchtet den „Holodomor“ (Mord durch Hunger), ein wenig bekanntes Verbrechen der
Sowjetunion in der Ukraine in 1932/33, bei dem mehrere Millionen Menschen verhungerten und das
damit zu einer der größten humanitären Katastrophen des 20. Jahrhunderts zählt. Im Stück erzählen
die Performer*innen mithilfe von Zeug*innenaussagen, journalistischen Berichten sowie staatlichen
Stellungnahmen gegen das Vergessen an. Die Produktion war Teil der 10er-Auswahl im „Nachtkritik-
Theatertreffen 2023“.
Im Depot 1 ging es mit „Phaedra“ frei nach Seneca und Racine in einer Überschreibung von Thomas
Jonigk unter der Regie von Ersan Mondtag weiter und damit mit einem antiken Stoff in einer sehr
modernen knallbunten Comic-Strip-Inszenierung. Ebenfalls eine Aktualisierung erfuhr das 1889 von
Gerhart Hauptmann verfasste Sozialdrama „Vor Sonnenaufgang “ durch Ewald Palmetshofer. Moritz
Sostmann inszenierte das Stück über eine an Alkohol und Gier zu Tode kommende Familie und folgte
den grotesken, komischen Spuren in diesem Nachtst ück, bis zu den Leichen unterm weißgedeckten
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
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Familientisch. Auch der zum Schauspiel Köln gehörige Spielklub „Import Export Kollektiv“ feierte in der
Spielzeit 2022/23 mit dem Stück „Helges Leben Revisited 2022“ von Sibylle Berg eine sehr erfolgreiche
Premiere. In der Regie von Saliha Shagasi und brachte das junge Ensemble den komischen wie bösen
Abgesang auf die menschliche Dominanz auf die Bühne des Depot 1 und befasste sich mit den Themen
(Zukunfts-) Angst, Mut und der Frage, was eigentlich ein gutes Leben ist. Neben dieser großen
Inszenierung wurde außerdem die Performance „Nofutureforus“, eine performative Besetzung in
Kooperation mit Konnective, wiederaufgenommen und im Stadtlabor weitergeführt. Auch die anderen
Spielklubs des Schauspiel Köln erarbeiteten in der Spielzeit 2022/23 neue Produktionen. Die „Oldschool“,
das Senior*innenensemble des Schauspiel Köln, war nicht nur durch die Wiederaufnahme der
erfolgreichen Depot 2 - Inszenierung „Wunderschönes Welkfleisch“ präsent, sondern feierte auch mit
„Rent a granny“, einem theatralen Parcours über das Carlswerk-Gelände, Premiere.
Nuran David Calis - bekannt für seine dezidiert politischen Abende dokumentarischen Theaters - gehört
mit seinen Inszenierungen seit Jahren quasi fest ins Programm des Schauspiel Köln. Auch in der Spielzeit
2022/23 entwickelte er eine Produktion, mit der er an seine Auseinandersetzung mit den Themen
Migration und Rassismus anschloss. In „Exil – eine europäische Erzählung“ führt er d ie Erzählungen
ukrainischer Geflüchteter mit der Situation im Jahr 2015 zusammen. Die eigentliche geplante
Inszenierung „Der Prozess“ in der Regie von Pınar Karabulut musste krankheitsbedingt auf die Spielzeit
2023/24 verlegt werden. Der Nachwuchs-Regisseur Tristan Linder sorgte mit „Der Gott des Gemetzles“
von Yasmina Reza kurzfristig für Ersatz. Dass die Nachwuchsförderung am Schauspiel Köln einen hohen
Stellenwert hat, zeigen außerdem die beiden Inszenierungen der Regieassistenten, die in der Spielzeit
2022/23 jeweils im Depot 2, also in einem größeren Rahmen als bisher, zur Aufführung gebracht
wurden. Dennis Nolden zeigte mit „Judith Shakespeare “ von Paula Thielecke sein Regiedebut als
Werkstück am Schauspiel Köln. Michael Königstein konnte mit dem Monolog „Das Dämmern der Welt“
von Werner Herzog erfolgreich eine Uraufführung realisieren.
Großen Erfolg feierte Stefan Bachmanns Inszenierung „Johann Holtrop – Abriss der Gesellschaft“ nach
dem gleichnamigen Roman von Rainald Goetz in einer Fassung von Stefan Bachmann & Lea Goebel,
über den Aufstieg und Niedergang eines Spitzenmanagers während der Nullerjahre. Die Inszenierung
wurde 2023 zu den Autor*innentheatertagen an das Deutsche Theater Berlin eingeladen und gewann
außerdem den Theaterpreis „Der Faust “ in der Kategorie Inszenierung Schauspiel. Eine weitere
Besonderheit der Spielzeit 2022/23 war die Produktion „Meta-Sleep“, eine musiktheatrale Installation
nach Motiven von „Leonce und Lena“ in der Regie von Robert Borgmann, da es als Installation, durch
die sich das Publikum gemeinsam mit den Darsteller*innen bewegt, eine neue Performance-Form
darstellt, die es in dieser Art und Weise selten im Sprechtheaterbetrieb gibt. Auch „Die Troerinnen“ nach
Euripides sprengten die konventionelle Bühnensituation, indem das Publikum im ersten Teil der
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
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Inszenierung auf der Bühne selber zum Teil der Heimat der Troerinnen wird. Lucia Bihler versetzte den
antiken Stoff in einer sehr bildstarken Installation in die Gegenwart.
Den Abschluss im Depot 2 stellte Mina Salehpours Inszenierung der Romantrilogie „Das große Heft /
Der Beweis / Die dritte Lüge“ von Ágota Kristóf dar, die Geschichte zweier Brüder, deren Aufwachsen
vom Überleben im Krieg geprägt ist. Ein besonderes Highlight fand zum Ende der Spielzeit 2022/23
statt: Das digitale Stadtprojekt „Hinter den Zimmern“. Hierfür inszenierte Roman Senkl („Minus Eins“),
einer der Pioniere des digitalen Theaters, einen Text von Wilke Weermann zum Internetph änomen
„Backrooms“. Die Performance wurde online auf Twitch gestreamt und erreichte damit ein großes
Publikum und überregionale Aufmerksamkeit.
Neben den hier beschriebenen Neuproduktionen gab es zahlreiche Sonderformate, Wiederaufnahmen
und auch Gastspiele. Dabei waren auch Kölner Inszenierungen auf Gastspielreise: u.a. die Serie „Edward
II - Die Liebe bin ich“, die im Rahmen des Darmstädter Festivals PAD zu sehen war. Stefan Bachmanns
Inszenierung „Nathan der Weise“, die am Theater Winterthur gezeigt wurde oder die Produktion „Ode“,
inszeniert von Rafael Sanchez, die nach Friedrichshafen eingeladen wurde. Unter den Sonderformaten
wäre z.B. die Gesprächsreihe „Eva and the apple“ hervorzuheben. Zu dieser lud Eva von Redecker,
feministische Philosophin und kritische Theoretikerin, ausgewählte Gäste ins Depot 2 ein, um über
aktuelles Geschehen und seit jeher wichtige Fragen zu sprechen. Eva von Redecker war außerdem mit
einem Beitrag im Spielzeitheft 2022/23 (Motti: „Arbeit-Rausch-Natur“) vertreten.
Eine große Besonderheit der Spielzeit 2022/23 stellte außerdem das am Schauspiel Köln gestartete
Format „Next Generation! “ dar, einem Professionalisierungsprogramm für schauspielbegeisterte
Menschen, die mit einer kognitiven und/oder körperlichen Behinderung leben. Das Format ist auch ein
Labor, in dem neue, ästhetische Dimensionen inklusiver künstlerischer Kollaboration erforscht werden.
Ihre Abschlusspräsentation fand am Ende der Spielzeit auf der Bühne des Depot 2 statt.
Das Festival „Brittney X“ bildete einen gelungenen Abschluss der Spielzeit. Unter dem Motto „Stay with
me a while“ fand es in dieser Spielzeit zum wiederholten Mal nicht am Offenbachplatz, sondern rund
um den Stadtgarten und somit im Herzen Kölns statt. Innerhalb verschiedener Formate wie Lesungen,
Talks, Workshops, Konzerten, Theaterinszenierungen, Installationen und Tanzgastspielen lud es zu
Begegnungen und Reflexion zu dem Themenkomplex „relationships“ ein. Als künstlerische Positionen
waren unter anderem das „Shapes & Shades“ Kollektiv aus Düsseldorf mit dem Ballroom „Behind the
Veil Kiki Ball “ vertreten ebenso wie Aria Viderci, die Gewinnerin des „Drag Star NRW 2023 “ mit der
exklusiven Dragshow „Draxit“ oder auch das Stripper*innen-Kollektiv „Magic Dyke“ und viele weitere.
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N euinsz. (N )/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/
Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS)
Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln
Ballet of (Dis)obedience N Depot 1 6 EP
Body without organs N Depot 2 5 EP
Zwerg / Petruschka N Staatenhaus * EP
Triple - Metric Dozen/My
Generation/One for the money
WA Depot 1 2 EP
Xerrox Vol. 2 WA Depot 1 4 EP
Made Two Walking WA Depot 2 5 EP
22
* siehe Musiktheater
Titel
In der Spielzeit 2022/23 gelang es der Kompanie Richard Siegal / Ballet of Difference, sich weiter in die
Herzen des Publikums zu tanzen. Mit drei Uraufführungen wurde das Repertoire des Ballet of Differnce
weiter ausgebaut. Das Ensemble stellte erneut unter Beweis, zu welchen außergewöhnlichen tänzeri-
schen Leistungen es fähig ist. Verschiedene Kooperationen wurden etabliert und mit Workshops, ge-
genseitigen Besuchen, offenen Proben und anderen Events zum Leben erweckt. Auch Gastspielreisen
und ein internationaler Austausch nach Japan konnten mit großem Erfolg durchgeführt werden.
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Uraufführung von Alexander Zemlinskys Kurz- Oper „ Der
Zwerg“ wurde das Werk kombiniert mit Igor Strawinskys Ballett „Petruschka“ auf die Bühnen Saal 2 des
Staatenhauses gebracht. Hier arbeitete die Kompanie erstmals mit der Oper Köln zusammen. Die Ein-
drücke, die Richard Siegal und seine Kompanie auf einer Japanreise im September 2022 sammeln konn-
ten, fanden im März 2023 ihren Weg in den abendf üllenden Tanzabend „Ballet of (Dis)obedience“ Die
streng synchronisierten Gruppenchoreografien verbl üffen in ihrer radikalen Stringenz und sind nicht
zuletzt durch einen eigent ümlichen subtilen Humor zu einem heimlichen Youtube-Hit avanciert. F ür
dieses außergewöhnliche Projekt lud Richard Siegal einen besonderen Gast ein: Nazareth Panadero,
langjährige Weggefährtin Pina Bauschs, die längst zur Ikone des Wuppertaler Tanztheaters geworden
ist. Mit „Body without Organs“ entwickelte Richard Siegal f ür das Ballet of Difference eine geradezu
dialektische Choreografie, in deren Rahmen sich streng komponierte Formen und deren Auflösung wech-
selseitig durchdringen. Daf ür ließ er sich von einer Arbeit inspirieren, die er 2016 f ür die Sao Paulo
Dance Company in Brasilien kreiert hatte. Zwischen Materie und Form, zwischen Ballett-Codes und
deren Dekonstruktion zeigte die Inszenierung das Ballet of Difference von seiner zarten und fragilen
Seite.
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Die Produktionen „Made Two Walking / Made all walking“ wurde als Wiederaufnahme gezeigt und war
nahezu in jeder Vorstellung ausverkauft. Im Bregenzer Frühling in Österreich wurde das Gastspiel von
„Xerrox Vo.2“ vom Publikum bejubelt. Im Januar und Juni 2023 gastierte „Triple“ mit großem Erfolg im
Forum Ludwigsburg und im Theater im Pfalzbau in Friedrichshafen. Höhepunkt des Jahres waren die
Aufführungen dieser beiden Produktionen im Prinzregent Theater in München vor ausverkauftem Haus
und begeistertem Publikum. Anfang 2023 führte das Ballet of Difference dann zwei Auditions in New
York und Köln auf der Suche nach neuen Talenten/Tänzer*innen durch. Auch dieses Mal gab es mehr
als 600 Bewerbungen von Tänzerinnen aus der ganzen Welt. 20 talentierte Tänzer*innen wurden nach
New York und 40 nach Köln eingeladen.
Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/
Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS)
Inszenierungen des Musiktheaters
Die Zauberflöte N Staatenhaus 7 EP
Miranda N Staatenhaus 6 EP
Die Entführung aus dem Serail N Staatenhaus 5 EP
Les Trojanes N Staatenhaus 8 EP
La Cenerentola N Staatenhaus 11 EP
Zwerg / Petruschka N Staatenhaus 8 EP
Giulio Cesare N Staatenhaus 8 EP
Luisa Miller N Staatenhaus 11 EP
Der fliegende Holländer N Staatenhaus 11 EP
Biest (La bête dans la Jungle) N Staatenhaus 5 EP
Turandot WA Staatenhaus 7 EP
La Bohème WA Staatenhaus 9 EP
Lucia di Lammermoor WA Staatenhaus 4 EP
Cäcilia Wolkenburg - Fastelovend zusamme! - Staatenhaus 29 GS
Der Gesang der Zauberinsel N Staatenh. (KO) 17 EP
The Musician N Staatenh. (KO) 14 EP
Der Teufel mit den drei goldenen Haaren WA Staatenh. (KO) 14 EP
Marla die Maifliege WA Staatenh. (KO) 1 EP
Einzelveranstaltungen -
Staatenhaus /
sonstige
Spielstätten
17 EP/GS
192
Titel
Die Spielzeit 2022/23 markierte den Beginn der Intendanz von Hein Mulders an der Oper Köln, in der
viele neue Namen bei musikalischer Leitung, Regie und Gesang auf dem Spielplan standen. Ein Fokus
dieser ersten Spielzeit lag auf der Internationalität der künstlerischen Teams und auf internationalen
Kooperationen mit Opernhäusern und Festivals ersten Ranges. Gleichzeitig öffnete sich die Oper Köln
mit kürzeren Einführungen neuen Formaten (z.B. Probenbesuch mit Soirée) dem Publikum.
Die Spielzeiteröffnung bildete die letzte noch fehlende Oper im Zyklus der Berlioz- Opern in Köln, „Les
Troyens“, in einer beispielhaften Produktion von Regisseur Johannes Erath und Generalmusikdirektor
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François-Xavier Roth. Die Produktion wurde vom Publikum bejubelt und von der Presse als hervorragend
gewürdigt. Als zweite Premiere wurde die vor der Pandemie unterbrochene Produktion „Miranda“ nach-
geholt, ein barockes Opern-Pasticcio zur Geschichte von Shakespeares „Der Sturm“ aus feministischer
Sicht von der britischen Regisseurin Katie Mitchell. Dies war eine Koproduktion mit der Opéra Comique
in Paris. Zum 100. Geburtstag der Uraufführung von Zemlinskys „Der Zwerg“ wurde von von der Oper
Köln das Werk in der Kombination mit Strawinskys Ballett „Petruschka“ aufgeführt. Zu der spektakulären
Raumtheater-Inszenierung von Paul- Georg Dittrich trat Richard Siegals Ballet of Difference mit „Pet-
ruschka“, was einen aufregenden Abend der Künste aus Oper und Ballett zur Folge hatte.
Die italienische Regisseurin Cecilia Ligorio inszenierte Rossinis „La Cenerentola“ . Dieser vitale Abend
verband Inszenierung und Choreografie zu einem großen getanzten Belcanto-Aschenputtel-Märchen,
das ein veritabler Publikumserfolg zu Weihnachten wurde. Als Koproduktion mit dem Glyndebourne-
Festival kam Christoph Loys Inszenierung von Verdis „Luisa Miller“ nach Köln. Sehr gut ausgelastet war
auch „Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner als Raumtheater in der Inszenierung von Benjamin
Lazar in Saal 1. Als Uraufführung folgte die intime Zwei-Personen- Oper „La bête dans la jungle“ von
Arnaud Petit nach einer Erzählung von Henry James in Saal 3. Das Publikum wurde von Regisseur
Frederic Wake-Walker, der auch als Erzähler agierte, wie zu einer Séance begrüßt und in die Welt von
Henry James eingeführt. Als letzte Premiere stand die Händel- Oper „Giulio Cesare in Egitto“ auf dem
Spielplan. Der französische Modeschöpfer Christian Lacroix entwarf die exquisiten Kostüme für die In-
szenierung von Vincent Boussard. Auch dies wurde zu einer populären und gefragten Produktion, die
aufgrund der hohen Nachfrage demnächst wiederaufgenommen werden muss.
Im letzten Teil der Spielzeit 2022/23 wurden Opern aus verschiedenen musikalischen Epochen aufge-
führt: Barock mit Händels „Giulio Cesare in Egitto “, italienisches Melodramma mit Donizettis „Lucia di
Lammermoor“, zwei beliebte (wenn auch zeitlich weit entfernte) Opern aus dem deutschen Repertoire
- Mozarts „Zauberflöte“ und Wagners „Fliegender Holländer“ - sowie die Uraufführung von Arnaud
Petits „La bête dans la jungle “. Die Resonanz des Publikums war durchaus positiv, doch während die
Titel des großen Repertoires immer wieder das Publikum anlocken, haben es die weniger populären
Stücke schwerer, Karten zu verkaufen. Etwas, was in einem Theater an seinem historischen Standort in
der Innenstadt vielleicht nicht oder in geringerem Maße der Fall wäre. Die Idee des Regisseurs Benjamin
Lazar, für den fliegenden Holländer das Deck eines Schiffes in den Saal 1 des Staatenhauses zu bauen,
beeindruckte Zuschauer*innen und Haus. Im Bauch des Schiffes befand sich das Gurzenich-Orchester,
während das Geschehen rundherum stattfand.
Nach einem Klassiker wie „Der fliegende Holländer“ wurde im April die Weltpremiere von „La bête dans
la jungle“ von Arnaud Petit aufgeführt. Eine Oper, deren intime Inszenierung (Saal 3) von Frederic
Wake-Walker beim Publikum gut ankam. Der Regisseur stand selbst als Schauspieler zusammen mit
den Ensemblesänger*innen Emily Hindrichs und KS Miljenko Turk auf der Bühne.
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
II/11
Anfang Mai 2023 fand im Saal 2 die Premiere einer Neuinszenierung von Händels „Giulio Cesare“ statt.
Am Pult stand der Spezialist für Barockrepertoire, Rubén Dubrovsky. Die Inszenierung des Regisseurs
Vincent Boussard war ironisch, die Kostüme stammten vom französischen Modedesigner Christian
Lacroix. Die Wiederaufnahme von Mozarts „Zauberflöte“ in der Inszenierung von Michael Hampe wurde
sehr geschätzt. Die Darstellung der Rolle des Monostatos, im Einklang mit dem Libretto und der Tradi-
tion, die den schwarzen Mann als Bösewicht präsentiert, wurde vom Publikum nicht kritisiert, wobei das
heute oft in Frage gestellt und thematisiert wird. Jordan de Souza dirigierte und die Besetzung bestand
fast ausschließlich aus Ensemblemitgliedern.
Eine Wiederaufnahme war auch der letzte Titel der Spielzeit, Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“.
Der filmische Ansatz wurde inszeniert von Regisseurin Eva-Maria Höckmayr, am Pult, für einen italieni-
schen Titel, der italienische Dirigent Andrea Sanguineti. Die letzte Veranstaltung der Saison war das
Open-Air-Konzert Ende Juni am Tanzbrunnen. Ein großes Publikum applaudierte unter der warmen
Frühsommersonne einem langen Konzert bestehend aus schönsten Operausschnitten. Protagonisten
waren die Ensemblesänger*innen zusammen mit dem Countertenor Key'mon W. Murrah. Enrico Delam-
boye dirigierte das Gürzenich-Orchesters, ein Orchester, das während der gesamten Spielzeit für hoch-
wertige musikalische Darbietungen aller auf dem Programm stehenden Opern sorgte.
Aich die Kinderopern waren in 2022/23 sehr gut besucht und wurden von Schulen und Familien sehr
geschätzt. Erfolgreich waren die Kinderopern „Pin Kaiser und Fip Husar “ von Frank Engel und „Der
Teufel mit den drei goldenen Haaren“ von Stefan Johannes Hanke. Die Aufführungen wurden von den
Mitgliedern des Internationalen Opernstudios zusammen mit einigen Kolleg*innen aus dem Ensemble
mit großer Professionalität und Sympathie interpretiert.
N euinsz. (N )/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/
Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/
aufn. (WA) lungen Gastspiel(GS)
Inszenierungen des Tanzes
Nomad - Staatenhaus 2 GS
One and others - Staatenhaus 2 GS
Corpus Bach - Staatenhaus 2 GS
Wakatt - Depot 1 2 GS
L-E-V Chapter 3 - Depot 1 2 GS
The seven sins - Depot 1 3 GS
Sonoma - Depot 1 2 GS
The Goldberg variations - Depot 1 2 GS
Requiem - Depot 1 3 GS
King - Depot 1 2 GS
Shapes and shades - Depot 1 1 GS
The Köln Concert Depot 2 2 GS
One more Thing Depot 2 2 GS
27
Titel
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Eröffnet wurde die Tanzreihe im Depot 1 mit einem in Köln noch unbekannten Choreografen Serge Aimé
Coulibaly aus Burkina Faso und seiner Company dem Faso Danse Théatre Sie faszinierten das Publikum
mit kraftvollem Tanz und Live-Musik. Im Oktober vollendete die Stilikone Sharon Eyal aus Israel mit
ihrer Kompanie L-E-V die Trilogie über die Liebe mit dem dritten Teil „Chapter 3- The Brutal Journey of
the Heart“. Im November waren im Staatenhaus „Nomad“ von Sidi Larbi Cherkaoui und seiner Kompanie
Eastman zu sehen. Mit einem beeindruckenden visuellen Design und einer mitreißenden Choreografie
begeisterten sie das Publikum. The Köln Concert, interpretiert von Trajal Harrell und seinem Schauspiel-
haus Zürich Dance Ensemble, war ein grandioser Jahresabschluss im Depot 2.
Zu Beginn des jahres 2023 hat die Gauthier Dance // Dance Company Theaterhaus Stuttgart mit „The
seven sins“ dem Kölner Tanzpublikum drei wunderbare Tanzvorstellungen präsentiert. Sieben hochka-
rätige Choreograf*innen haben jeweils eine der „Todsünden“ mit ihrer ganz für sie eigenen choreogra-
fischen Handschrift umgesetzt. Belohnt wurden sie alle mit einem ausverkauften Haus und Standing
Ovations. Im Februar folgte ein exquisites Tanzgastspiel der spanischen Kompanie La Veronal mit einem
reinen Frauenensemble. Mit seiner surrealistischen Tanzästhetik hat der Künstlerische Leiter Marcos
Morau das Publikum begeistert. Im Staatenhaus gastierte Ende Februar die Kompanie aus der Nachbar-
stadt Düsseldorf, das Ballett am Rhein, mit einem dreiteiligen Abend. Das überwiegend klassische Pro-
gramm wurde mit großem Enthusiasmus aufgenommen. Die Belgierin Anne Teresa De Keersmaeker
und der Pianist Pavel Kolesnikov boten sodann die Goldberg Variationen vor einem bis auf den letzten
Platz besetzten Haus dar. Im April war der junge Choreograf Adi Boutrous mit drei Mitstreitern aus Israel
zum ersten Mal in Köln zu Gast. Mit „One More Thing“ wurde im Depot 2 ein intimer Abend gezeigt, der
die Beziehung von Männern auf sehr poetische Weise reflektiert. Im weiteren Frühjahr 2023 war im
Staatenhaus zum ersten Mal die niederländische Kompanie Introdans zu Gast, die mit dem Abend Bach
drei unterschiedliche Stücke der Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui, Andonis Foniadakis und Manuel
Vignoulle unter großem Beifall gezeigt haben. Die Kompanie A.I.M By Kyle Abraham zeigte Ende Mai
eine Neuinterpretation des Mozart „Requiems in D-Moll “ im Depot 1. Der Choreograf Kyle Abraham
beschäftigt sich aus vornehmlich Schwarzer Perspektive mit dem zentralen Thema eines der kanonischs-
ten Werke der weißen westlichen klassischen Musik.
Zum Spielzeitende veranstaltete Tanz Köln innerhalb des Britney X Festivals den ersten Ballroom im
Depot 1 in Kooperation mit dem Kollektiv Shapes & Shades. Das queere Publikum stand vor Begeiste-
rung von Minute eins bis zum Schluss. Die australische Kompanie Shaun Parker & Company beendete
mit der Deutschen Erstaufführung King die Tanzreihe. Mit dem bulgarischen Künstler Ivo Dimchev und
zehn Tänzern wurden die Verhaltensmuster und das Macho-Gehabe von Männern teils humorvoll, teils
brutal kompromisslos durchgespielt.
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4. Die wirtschaftliche Lage der Bühnen im Geschäftsjahr 2022/23
a) Leistungsdaten
Nach Auslaufend der Corona-Einschränkungen realisierten die Bühnen Köln in 2022 /23 folgende Leis-
tungsdaten:
Veran-
ange- staltung. Besu- Besu- Aus- Erlöse
botene am cher cher lastung Kartenverk.
Plätze1 Standort max. Ist % TEUR
Staatenhaus
Eigenproduktionen 100 74.016 55.080 74,42
Gastspiele 30 30.016 29.831 99,38
Einzelveranstaltungen 11 2.767 1.960 70,83
757 141 106.799 86.871 81,34 3.223
Kinderoper
Eigenproduktionen 45 9.000 8.073 89,70
Eigenproduktionen 1 83 77 92,77
197 46 9.083 8.150 89,73 53
Oper (sonstige Orte)
Eigenproduktionen 371 5 1.857 1.681 90,52 31
Summe Musiktheater 613 192 117.739 96.702 82,13 3.307
Depot 1
Eigenproduktionen 129 53.122 41.570 78,25
Gastspiele 0 0 0 .
Einzelveranstaltung 16 910 646 70,99
373 145 54.032 42.216 78,13 568
Depot 2
Eigenproduktionen 157 31.442 22.075 70,21
Gastspiele 6 1.347 869 64,51
Einzelveranstaltungen 17 1.656 864 52,17
191 180 34.445 23.808 69,12 204
Depot 3 / Carlsgarten
Eigenproduktionen 0 0 0 .
Gastspiele 1 50 50 0,00
Einzelveranstaltungen 5 110 102 0,00
27 6 160 152 95,00 1
Schauspiel (sonstige Orte)
Eigenproduktionen 371 4 836 819 97,97 15
Summe Sprechtheater 267 335 89.473 66.995 74,88 788
Spielstätte
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Veran-
ange- staltung. Besu- Besu- Aus- Erlöse
botene am cher cher lastung Kartenverk.
Plätze1 Standort max. Ist % TEUR
Summe Musiktheater 613 192 117.739 96.702 82,13 3.307
Summe Sprechtheater 267 335 89.473 66.995 74,88 788
Depot 1
Eigenproduktion 463 12 5.554 4.982 89,70 88
Depot 2
Eigenproduktion 223 10 2.227 2.131 95,69 26
354 22 7.781 7.113 91,41 114
Staatenhaus
Gastspiele 833 6 5.000 4.790 95,80 141
Depot 1
Gastspiele 449 17 7.641 7.353 96,23 162
sonstige Orte
Gastspiele 225 4 900 895 99,44 14
Summe Tanztheater 502 27 13.541 13.038 96,29 317
Abgrenzungen 0
Summe gesamt 397 576 228.534 183.848 80,45 4.526
Theaterpädagogik
Projektarbeit mit Schülern 30 468
Schülerworkshops 54 1.248
Lehrerfortbildungen 42 647
Kooperationen 7 78
Proben/Aufführungen Spielclubs 178 5.624
Summe Theaterpädagogik 2 311 8.065
Summe Theater gesamt 887 191.913
1 ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze
2 Veranstaltungen der Theaterpädagogik ohne Einnahmen
Spielstätte
Summe Tanz Ballet of Difference
am Schauspiel Köln
Der Datenvergleich der Spielzeit 2022/23 mit dem Vorjahr ist wegen der ausgelaufenen corona-beding-
ten Einschränkungen nur bedingt aussagefähig. Die Zahl der Veranstaltungen (im Vorjahr 486) hat sich
im Verlauf der Spielzeit 2022/23 um 90 weiter auf 576 (ohne Theaterpädagogik) erhöht. Die Verände-
rung der Gesamtzahl an Veranstaltungen entfällt mit einem Anstieg um 23 Veranstaltungen auf das
Musiktheater, um 63 Veranstaltungen auf das Schauspiel (unter Einschluss der Veranstaltungen des
Tanzprojekts Ballet of Difference / Richard Siegal am Schauspiel) und um 4 Veranstaltungen auf de n
Tanz.
Dabei lag die Besucherzahl im Musiktheater um 43.056 über der Besucherzahl des Vorjahres, im Schau-
spiel (mit Ballet of Difference) um 18.888 und im Tanz um 4.068. Die durchschnittliche Auslastung
betrug im Musiktheater 82,1% und hier bei Produktionen der Oper Köln 81,3% und der Kinderoper
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89,7%. Im Schauspiel betrug die durchschnittliche Auslastung 74,9% und speziell im Ballet of Difference
91,4%. Im Bereich des Tanzes wurde eine Auslastung von 96,3% erreicht.
Der den Bühnen zugewiesene städtische Betriebskostenzuschuss 2022/23 führte dabei zu einem durch-
schnittlichen Zuschussbetrag je Besucher für den Spielbetrieb und das Interim unter Einschluss der
Zuschussbeträge zur Sanierung von EUR 453,28 bei einer durchschnittlichen Einnahme je Besucher in
Höhe von EUR 24,62.
b) Ertragslage: Periodenvergleich / Budgetvergleich
Infolge des fortgeführten Betriebs der Interimspielstätten wird die Ertragslage der Bühnen auch im
Wirtschaftsjahr 2022/23 aufgeteilt in Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Spielbe-
trieb sowie Erträge und Aufwendungen, die durch den Betrieb der Interimspielstätten bzw. die Sanie-
rungsmaßnahmen am Offenbachplatz veranlasst wurden.
Periodenvergleich
Die Bühnen schlossen die Spielzeit 2022/23 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.427 (im
Vorjahr Jahresüberschuss TEUR 4.575) ab. Die Analyse dieses Ergebnisses zeigt, dass sich der Über-
schuss unter betriebswirtschaftlichen Kriterien im Rahmen des Spielbetriebs aus einem positiven Be-
triebsergebnis in Höhe von TEUR 3.574 (im Vorjahr TEUR +3.522), einem negativen Investitionsergeb-
nis von TEUR - 1.262 (im Vorjahr TEUR - 1.043), einem negativen Finanzergebnis von TEUR 4 21 (im
Vorjahr TEUR -406) sowie positiven neutralen Ergebnis von TEUR 936 (im Vorjahr TEUR -1.881) zusam-
mensetzt. Insgesamt trägt der Spielbetrieb so mit einem Überschuss in Höhe von TEUR 2.827 (im Vor-
jahr TEUR +192) zum Jahresergebnis 2022/23 der Bühnen bei. Daneben weisen der Betrieb der Inte-
rimspielstätten für die Spielzeit 2022/23 ein Defizit in Höhe von TEUR 687 (im Vorjahr TEUR -688) und
der Bereich der Sanierung einen Überschuss in Höhe von TEUR 6.287 (im Vorjahr TEUR +5.071) aus.
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Ertragslage Ertragslage
TEUR % TEUR % TEUR %
Spielbetrieb
Erlöse
Kartenverkauf Eigenveranstaltungen 4.526 5,5 2.041 2,6 +2.485 >+100,0
Kartenverkauf Eigenveranstaltungen (kalk.) 3.740 4,5 3.740 4,7 +0 +0,0
Kartenverkauf Fremdveranstaltungen 405 0,5 320 0,4 +85 +26,6
sonstige Bereiche Spielbetrieb 804 1,0 441 0,6 +363 +82,3
übrige Erlöse 190 0,2 865 1,1 -675 -78,0
übrige Erlöse (kalk.) 0 0,0 0 0,0 +0 .
Bestandsveränderung unfertige Produktionen -550 -0,7 97 0,1 -647 <-100,0
andere aktivierte Eigenleistungen 1.165 1,4 1.179 1,5 -14 -1,2
sonstige betriebliche Erträge .
(ohne Betriebskostenzuschüsse) 2.424 2,9 2.219 2,8 +205 +9, 2
Eigenleistung 12.704 15,3 10.902 13,7 +1.802 +16,5
sonstige betriebliche Erträge
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) 66.398 80,1 6 5.108 81,8 +1.290 +2,0
Landeszuschuss NRW 3.742 4,5 3.613 4,5 +129 +3,6
betriebliche Erträge 82.844 100,0 79.623 100,0 +3.221 +4,0
Material-/Leistungsaufwand -15.528 -18,7 -14.699 -18,5 + 829 +5,6
Personalaufwand -52.111 -62,9 -49.864 -62,6 +2.247 +4,5
Kosten Gebäudebewirtschaftung 1 -4.171 -5,0 -4.113 -5,2 +58 +1,4
Verwaltungsaufwendungen -6.072 -7,3 -5.706 -7,2 +366 +6,4
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit -1.362 -1,6 -1.502 -1,9 -14 0 -9,3
übrige -26 0,0 -216 -0,3 -190 -88,0
betriebliche Aufwendungen -79.270 -95,5 -76.100 -95,6 +3. 170 +4,2
Betriebsergebnis 3.574 4,3 3.523 4,4 +51 +1,4
Investitionszuschüsse 0 0,0 0 0,0 +0 .
Erträge Auflösung Sonderposten
für Investitionszuschüsse 1.051 1,3 1.104 1,4 -53 -4,8
Erträge aus Anlageabgängen 4 0,0 2 0,0 +2 +100,0
planmäßige Abschreibungen -2.317 -2,8 -2.147 -2,7 -170 -7, 9
Verluste aus Anlageabgängen 0 0,0 -2 0,0 +2 +100,0
Aufwendungen Zuführung Sonderposten
für Investitionszuschüsse 0 0,0 0 0,0 +0 .
Investitionsergebnis -1.262 -1,5 -1.043 -1,3 -219 -21,0
Finanzergebnis -421 -0,5 -406 -0,5 -15 -3,7
Neutrales Ergebnis 936 1,1 -1.882 -2,4 +2.818 >+100,0
= Ergebnis Spielbetrieb 2.827 3,4 192 0,2 +2.635 >+100,0
1 Ohne Gebäudeversicherungen, enthalten in den Verwaltungsa ufwendungen
Abweichung
Wj. 2022/23 Wj. 2021/22
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Ertragslage Ertragslage
TEUR % TEUR % TEUR %
= Ergebnis Spielbetrieb 2.827 3,4 192 0,2 +2.635 >+100,0
Betrieb Interimspielstätten
Einnahmeverluste Oper (kalk.) -3.240 -3,9 -3.240 -4,1 +0 +0,0
Einnahmeverluste Schauspiel (kalk.) -500 -0,6 -500 -0,6 +0 +0,0
Sonstige Erlöse 123 0,1 85 0,1 +38 +44,7
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) 9.724 11,7 9.640 12,1 + 84 +0,9
Zinserträge 3 0,0 2 0,0 -1 -50,0
Sonstige Erträge 344 0,4 148 0,2 +196 >+100,0
betriebliche Erträge 6.454 7,8 6.135 7,7 +319 +5,2
Material-/ Leistungsaufwand -395 -0,5 -259 -0,3 +136 +52,5
Personalkosten -299 -0,4 -261 -0,3 +38 +14,6
planmäßige Abschreibungen auf Investitionen
Interimspielstätten -1.063 -1,3 -1.098 -1,4 -35 -3,2
Kosten Gebäudebewirtschaftung -1.313 -1,6 -1.239 -1,6 +74 +6,0
(ersparte) Kosten Gebäudebewirtschaftung 2.746 3,3 2.749 3,5 +3 +0,1
Mieten und Pachten -6.540 -7,9 -6.540 -8,2 +0 +0,0
sonstige Verwaltungsaufwendungen -270 -0,3 -173 -0,2 +97 +56,1
Zinsaufwendungen -1 0,0 -2 0,0 -1 -50,0
Sonstige Aufwendungen -6 0,0 0 0,0 +6 .
betriebliche Aufwendungen -7.141 -8,7 -6.823 -8,6 +318 +4,7
= Ergebnis Betrieb Interimspielstätten -687 -0,8 -688 -0,9 +1 +0,1
Sanierung
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) 7.212 8,7 6.264 7,9 +94 8 +15,1
Investitionszuschuss 0 0,0 1.802 2,3 -1.802 -100,0
sonstige Erträge 52 0,1 43 0,1 +9 +20,9
betriebliche Erträge 7.264 8,8 8.109 10,2 +957 +11,8
Material-/ Leistungsaufwand -1 0,0 -3 0,0 -2 -66,7
planmäßige Abschreibungen auf Investitionen
Interimspielstätten -659 -0,8 -668 -0,8 -9 -1,3
Verluste aus Anlagenabgang -107 -0,1 -335 -0,4 -228 -68,1
Zuführung Sonderposten Investitionszuschüsse 0 0,0 -1.802 -2,3 -1.802 -100,0
Forderungsrisiken 0 0,0 0 0,0 +0 .
Kosten Gebäudebewirtschaftung -27 0,0 -26 0,0 +1 +3,8
Verwaltungsaufwendungen -166 -0,2 -173 -0,2 -7 -4,0
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit -17 0,0 -31 0,0 -14 -45,2
betriebliche Aufwendungen -977 -1,2 -3.038 -3,7 -2.061 -67,8
= Ergebnis Sanierung 6.287 7,6 5.071 6,1 +1.216 +24,0
Jahresüberschuss 8.427 10,2 4.575 5,5 +3.852 +84,2
Gewinnvortrag 8.528 10,3 3.703 4,7 +4.825 >+100,0
Einstellungen in Gewinnrücklagen 2.127 2,6 0 0,0 +2.127 .
Entnahmen aus Gewinnrücklagen 250 0,3 250 0,3 +0 +0,0
Bilanzgewinn 15.078 18,2 8.528 10,7 +6.550 +76,8
Abweichung
Wj. 2022/23 Wj. 2021/22
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Im Rahmen des Periodenvergleichs zeigt eine Analyse des Betriebsergebnisses zunächst, dass die be-
trieblichen Erträge im Spielbetrieb um insgesamt TEUR 3.221 bzw. 4,0% über dem Vorjahreswert lagen.
Für die Oper sind dabei kalkulatorische Mehrerlöse in Höhe von TEUR 3.240 und für das Schauspiel
TEUR 500 (beides gegenüber dem Vorjahr unverändert) in die Umsätze des Spielbetriebs eingerechnet
worden, so dass der Interimspielbetrieb per Saldo (wie im Vorjahr) mit TEUR 3.740 belastet wurde.
Innerhalb der betrieblichen Erträge überstiegen die Erlöse im Bereich der Ticketverkäufe und Neben-
leistungen des Spielbetriebs infolge der im Vorjahr ausgelaufenen Pandemieeinschränkungen die Vor-
jahreserlöse um TEUR 2.933 bzw. 104,7%. Darin enthalten sind Erlöse in Höhe von TEUR 1.536, die
auf die von der Oper in 2022/23 wieder als Veranstalter übernommenen Gastspiele des Männergesangs-
vereins Cäcilia Wolkenburg „Fastelovend zusamme !“ entfallen. Die übrigen Erlöse, die im Vorjahr im
Wesentlichen von Einnahmen aus der kurzzeitigen entgeltlichen Überlassung der spielfertigen Spiel-
stätte Staatenhaus an den Kölner Männer-Gesang-Verein Cäcilia Wolkenburg geprägt waren, gingen
dementsprechend um TEUR 675 bzw. 78,0% zurück. Auch die Bestandsminderung bei den zu Herstel-
lungskosten bewerteten unfertigen Produktionen fiel mit einem Wert von TEUR -550 deutlich hinter das
Vorjahr (Bestandserhöhung TEUR 97) zurück. Die aktivierten Eigenleistungen verminderten sich gering-
fügig um TEUR 14 bzw. 1,2% als Folge von Änderungen im Personalbestand im Bereich der Sanierung.
Ein deutlicher Zuwachs war bei den sonstigen betrieblichen Erträgen festzustellen (TEUR +205 bzw.
+9,2%), der im Wesentlichen auf den einmaligen Ertrag aus der Energiepreispauschale zurückzuführen
ist. Insgesamt erhöhte sich die Eigenleistung der Bühnen in 2022 /23 damit deutlich um TEUR 1.802
bzw. 16,5% gegenüber dem Vorjahr. Da auch die Mittel aus dem städtischen Betriebskostenzuschuss
für den Spielbetrieb und aus dem Landeszuschuss weiter anstiegen (BKZ TEUR +1.290 bzw. +2,0%,
Landeszuschuss TEUR +129 bzw. +3,6%), kam es insgesamt zu der Erhöhung der betrieblichen Erträge.
Die betrieblichen Aufwendungen stiegen in 2022/23 insgesamt um TEUR 3.170 bzw. 4,2%. Das Be-
triebsergebnis erhöhte sich infolgedessen leicht um TEUR 51 bzw. 1,4% TEUR 3.574. Die in den ver-
schiedenen betrieblichen Aufwandsbereichen eingetretenen Kostensteigerungen entfielen auf verschie-
dene Bereiche, vor allem aber auf den Materialaufwand (TEUR + 829 bzw. +5,6%), den Personalauf-
wand (TEUR +2.247 bzw. +4,5%) und die Verwaltungsaufwendungen (TEUR +366 bzw. +6,4%).
Der Anstieg der Materialaufwendungen betraf in Höhe von TEUR 154 bzw. 8,8% die Materialkosten der
Bühnenproduktionen. Ein weiterer deutlicher Anstieg stellte sich bei den Kosten für die bezogenen Leis-
tungen ein (TEUR +940 bzw. +18,0) ein, der vor allem die Aufwendungen im Zusammenhang mit den
von der Oper in 2022/23 wieder als Veranstalter übernommenen Gastspielen des Männergesangsvereins
Cäcilia Wolkenburg (TEUR +1.007) entfiel. Die Kosten für die Opernbespielung durch das Gürzenich-
Orchester gingen dagegen um TEUR 265 (-3,4%) zurück.
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Mit rd. 62,9% (im Vorjahr 62,6%) bezogen auf die Summe der betrieblichen Erträge der Bühnen im
Spielbetrieb bilden die laufenden Personalkosten des Spielbetriebs unverändert den größten Aufwands-
posten. Im Wirtschaftsjahr 2022/23 setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen:
zum Vgl.
Vorjahr
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter, Beamtenbezüge 38.051 36.701
soziale Abgaben 7.462 7.187
Aufwendungen für Altersversorgung 2.731 2.343
Aufwendungen für Unterstützung 238 -70
Personalkosten der festangestellten Mitarbeiter*innen 48.482 46.161
Gagenkräfte (einschließlich Sozialabgaben) 3.629 3.703
52.111 49.864
2022/23 1
Die Personalstatistik weist für die festangestellten Mitarbeiter*innen für das Wirtschaftsjahr 2022 /23
folgende Daten aus:
Jahres- Zum Vergleich
30.11.22 28.2.23 31.5.23 31.8.23 durch- Stellenplan
schnitt 2022/23
Besetzte Stellen
Beschäftigte nach TVöD 365,63 368,28 372,48 368,12 368,63
künstlerische Angestellte 336,31 339,25 340,71 357,25 343, 38
Beamt*innen 14,48 13,48 13,48 13,48 13,73
Auszubildende 19,00 19,00 18,00 23,00 19,75
735,42 740,01 744,67 761,85 745,49
zum Vergleich Vorjahr (733,08) (739,57) (724,44) (752,80) ( 737,47)
Beschäftigte
Beschäftigte nach TVöD 424 429 432 426 427,75 513,00
künstlerische Angestellte 358 361 362 380 365,25 343,00
Beamt*innen 14 14 14 14 14,00 17,00
Auszubildende 19 19 19 23 20,00 25,00
815 823 827 843 827,00 898,00
zum Vergleich Vorjahr (816) (815) (810) (833) (818,50)
Die Personalkosten des Spielbetriebs sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen (+4,5%). Zwar gingen die
Kosten für angestellte Gagenkräfte um TEUR 74 bzw. 2,0% zurück. Aber bei den Kosten der festange-
stellten Mitarbeiter*innen war ein Zuwachs um TEUR 2.321 bzw. 5,0% zu verzeichnen, der im Wesent-
lichen zum einen auf die im Jahresdurchschnitt erhöhte Zahl der Beschäftigten (+1,0%) zurückzuführen
__________________________________________________
1 Aus dem Personalaufwand 2022/23 gemäß Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR 52.411) entfallen Personalkos-
ten in Höhe von TEUR 300 auf den Bereich des Interimspielbetriebs.
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
II/20
ist. Darüber hinaus erhöhten sich die durchschnittlichen Monatsgehälter der Beschäftigten um rd. 4,0%.
Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen ist im Wesentlichen auf erhöhte Mietaufwendungen (TEUR
+350 bzw. +14,4%) im Zusammenhang mit der Anmietung der neuen Werkstätten einschließlich Lager-
und Logistikhallen (TEUR +359 bzw. +21,5%) zurückzuführen.
Das Investitionsergebnis ist - da der passive Sonderposten entsprechend den Abschreibungen auf die
in den Vorjahren bezuschussten bzw. von der Stadt zum 1.9.2000 übertragenen Anlagegüter kontinu-
ierlich ertragswirksam aufgelöst wird - vor allem mit den Abschreibungsbeträgen auf nicht bezuschusste
Anlageinvestitionen belastet.
Den minimalen im Spielbetrieb vereinnahmten Zinserträgen aus kurzfristigen Termin- und Tagesgeld-
anlagen (TEUR 1) steht im Rahmen des Finanzergebnisses in Höhe von TEUR 422 (im Vorjahr TEUR 425)
der Aufzinsungsaufwand aus langfristigen Personalrückstellungen gegenüber, der diesen Ergebnisteil
entsprechend den aktuellen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften belastet.
Das in 2022/23 positiv ausgefallene neutrale Ergebnis in Höhe von TEUR 936 (i.V. TEUR -1.882) wurde
im Bereich der neutralen Erträge (TEUR 959) vor allem von Erträgen aus der Auflösung nicht mehr
benötigter Rückstellungen (rd. TEUR 726) und Verbindlichkeiten (TEUR 143) beeinflusst. Diesen standen
neutrale bzw. periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 23 gegenüber.
Das Jahresergebnis des Betriebs der Interimspielstätten wurde erneut maßgeblich von den Mietaufwen-
dungen für die Spielstätten bzw. den zugehörigen Betriebskosten in Höhe von insgesamt TEUR 6. 540
(im Vorjahr TEUR 6.540) geprägt. Die Aufwendungen entfallen auf die Oper bzw. Kinderoper mit
TEUR 1.827 (im Vorjahr TEUR 2.027), auf das Schauspiel mit TEUR 2.824 (im Vorjahr TEUR 2.531) und
auf den Servicebereich mit TEUR 1. 889 (im Vorjahr TEUR 1. 982). Weitere Kostensteigerungen im Be-
reich des Interims entfielen u.a. auf den Material- und Leistungsaufwand (TEUR + 136 bzw. +52,5%),
die Kosten der Gebäudebewirtschaftung (TEUR +74 bzw. +6,0%) und die Verwaltungsaufwendungen
(TEUR +97 bzw. +56,1%).
Der im städtischen Betriebskostenzuschuss enthaltene Anteil für den Interimspielbetrieb in Höhe von
TEUR 9.724 lag um TEUR 84 über dem Vorjahr (TEUR 9.640). Dabei war der ausgezahlte und bewilligten
Betrag der Spielzeit in Höhe von TEUR 10.4 57 ergebnismäßig mit einem in Vorjahren aktivierten Aus-
gleichsanspruch betreffend den jährlichen Verzögerungsschadens zur Nutzung des Staatenhauses in
Höhe von TEUR 733 zu verrechnen. Der Betriebskostenzuschuss reichte insoweit zusammen mit den
übrigen Erträgen von TEUR 470 (im Vorjahr TEUR 235) unter Berücksichtigung der kalkulierten Einnah-
meverluste für die Oper (TEUR 3.240) und das Schauspiel (TEUR 500) im Wirtschaftsjahr 2022/23 nicht
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II/21
zur Deckung der Kosten (TEUR 7.141) aus, so dass sich erneut ein Fehlbetrag von TEUR 687 (im Vorjahr
Fehlbetrag TEUR 688) in diesem Bereich ergab.
Im Bereich der Sanierung stellte der Rat für 2022/23 im Vergleich zum Vorjahr erneut höhere Zuschuss-
mittel zum Ausgleich der sanierungsbedingten Kosten zur Verfügung. Dies erfolgte vor dem Hintergrund,
dass bei der Erstellung des Wirtschaftsplans 2022/23 noch davon ausgegangen wurde, dass die vorge-
zogene Inbetriebnahme der Bühnentechnik zu erhöhten planmäßigen Abschreibungen sowie Finanzie-
rungskosten führen würde. Da bis 2022/23 nur Teile der Bühnentechnik fertig gestellt waren, haben die
von der Stadt gewährten Zuschussmittel (TEUR 7.212) sowie sonstige Erträge (TEUR 52) die entstan-
denen Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 977 (Abschreibungen auf bereits genutzte Anlagen
i.H.v.TEUR 659, erneute Abbruchkosten i.H.v. TEUR 107, Verwaltungskosten i.H.v. TEUR 1 66 sowie
sonstige Kosten i.H.v. TEUR 45) deutlich überschritten. Damit ergibt sich für den Bereich der Sanierung
im Wirtschaftsjahr 2022/23 ein Überschuss in Höhe von TEUR 6.287 (im Vorjahr Überschuss in Höhe
von TEUR 5.071).
In Summe führen die einzelnen Ergebnisbereiche damit für 2022/23 zu einem Jahresüberschuss in Höhe
von TEUR 8.427 (im Vorjahr TEUR 4.575), der unter Einschluss des Gewinnvortrags (TEUR 8.528), der
vom Rat für das vorherige Wirtschaftsjahr 2021/22 bereits beschlossenen Zuführungen zu den Gewinn-
rücklagen (TEUR 2.127) sowie einer Entnahme aus den zweckgebundenen Gewinnrücklagen
(TEUR 250) zum 31.8.2023 zu einem Bilanzgewinn von TEUR 15.078 (zum 31.8.2022 Bilanzgewinn in
Höhe von TEUR 8.528) führt.
Budgetvergleich
Eine spartenbezogene Analyse des Ergebnisses 2022/23 in Form eines Soll-Ist-Vergleichs mit dem vom
Rat der Stadt Köln am 20.6.2022 beschlossenen Wirtschaftsplan 2022 /23 zeigt das nachfolgende Er-
gebnis. Dabei wird auch der Tanz Köln wieder als gesonderte Sparte ausgewiesen. Die realisierten Er-
träge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Tanzkompanie Ballet of Difference / Richard Siegal
am Schauspiel Köln sind erneut in den Ist-Daten des Schauspiels enthalten.
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
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Oper Schau- Tanz Service Gesamt Oper Schau- Tanz Service Gesamt Oper Schau- Tanz Service
spiel* spiel spiel
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR %
Spielbetrieb
Erlöse
- Kartenverkauf 3.334 1.281 316 0 4.931 3.539 1.535 183 0 5.257 -205 -254 +133 +0 -326 -6,2
- Kartenverkauf (kalk.) 3.240 500 0 0 3.740 3.240 500 0 0 3.740 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0
- sonstige Bereiche Spielbetrieb 428 376 40 150 994 387 340 8 86 821 +41 +36 +32 +64 +173 +21,1
Bestandsveränderung unfertige Produkt. -1.161 611 0 0 -550 0 0 0 0 0 -1.161 +611 +0 +0 -550 .
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0 0 1.165 1.165 0 0 0 1.545 1.545 +0 +0 +0 -380 -380 -24,6
Sonstige betriebliche Erträge
(ohne Betriebskostenzuschüsse) 905 858 0 661 2.424 108 1 0 160 269 +797 +857 +0 +501 +2.155 >+100,0
6.746 3.626 356 1.976 12.704 7.274 2.376 191 1.791 11.632 -528 +1.250 +165 +185 +1.072 +9,2
Sonstige betriebliche Erträge
- Betriebskostenzusch. Stadt Köln (ant.) 41.497 24.388 300 213 66.398 41.497 24.288 400 180 66.365 +0 +100 -100 +33 +33 +0,0
- Betriebskostenzusch. Land 2.320 1.358 39 25 3.742 2.562 1.136 39 25 3.762 -242 +222 +0 +0 -20 -0,5
50.563 29.372 695 2.214 82.844 51.333 27.800 630 1.996 81.759 -770 +1.572 +65 +218 +1.085 +1,3
Material-/ Leistungsaufwand -11.406 -3.445 -539 -138 -15.528 -12.307 -3.643 -730 -234 -1 6.914 -901 -198 -191 -96 -1.386 -8,2
Personalaufwand -21.418 -14.996 -113 -15.584 -52.111 -22.213 -13 .917 0 -16.428 -52.558 -795 +1.079 +113 -844 -447 -0,9
Kosten Gebäudebewirtschaftung -96 -30 0 -4.045 -4.171 -86 -27 0 -4.037 -4.150 +10 +3 +0 +8 +21 +0,5
Verwaltungsaufwendungen -126 -195 -11 -5.740 -6.072 -246 -161 -9 -5.568 -5.984 -120 +34 +2 +172 +88 +1,5
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit -598 -566 -69 -129 -1.362 -594 -524 -57 -98 -1.273 +4 +42 +12 +31 +89 +7,0
Übrige -13 -2 0 -11 -26 0 0 0 0 0 +13 +2 +0 +11 +26 .
-33.657 -19.234 -732 -25.647 -79.270 -35.446 -18.272 -796 - 26.365 -80.879 -1.789 +962 -64 -718 -1.609 -2,0
Betriebsergebnis 16.906 10.138 -37 -23.433 3.574 15.887 9.528 -166 -24.369 880 +1.019 +610 +129 +936 +2.694 >+100,0
Investitionsergebnis -383 -410 -1 -468 -1.262 -330 -330 0 -615 -1.275 -53 -80 -1 +147 +13 +1,0
Finanzergebnis 0 0 0 -421 -421 0 0 0 -425 -425 +0 +0 +0 +4 +4 +0,9
Neutrales Ergebnis -20 183 0 773 936 0 0 0 65 65 -20 +183 +0 +708 +871 >+100,0
= Ergebnis Spielbetrieb 16.503 9.911 -38 -23.549 2.827 15.557 9.198 -166 -25.34 4 -755 +946 +713 +128 +1.795 +3.582 <-100,0
Umlage anteiliiger Verlust Tanz 0 0 100 -100 0 0 0 100 -100 0 +0 +0 +0 +0 +0 .
Umlage Spartenergebnis Service -14.857 -8.696 0 23.553 0 -15.955 -9.339 0 25.294 0 +1.098 +643 +0 -1.741 +0 .
Spartenergebnis Spielbetrieb 1.646 1.215 62 -96 2.827 -398 -141 -66 -150 -755 +2.044 +1.356 +128 +54 +3.582 <-100,0
*einschließlich Ballet of Difference Richard Siegal
Eigenleistung
Betriebliche Erträge
Betriebliche Aufwendungen
Gesamt
Abweichung
2022/23
Ertragslage Wirtschaftsplan 2022/23
Bühnen der Stadt Köln, Köln
II/23
Oper Schau- Tanz Service Gesamt Oper Schau- Tanz Service Gesamt Oper Schau- Tanz Service
spiel* spiel spiel
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR %
Spartenergebnis Spielbetrieb 1.646 1.215 62 -96 2.827 -398 -141 -66 -150 -755 +2.044 +1.356 +128 +54 +3.582 <-100,0
Betrieb Interimspielstätten
Einnahmeverluste Oper (kalk.) -3.240 0 0 0 -3.240 -3.240 0 0 0 -3.240 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0
Einnahmeverluste Schauspiel (kalk.) 0 -500 0 0 -500 0 -500 0 0 -500 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0
sonstige Erlöse 117 6 0 0 123 0 0 0 0 0 +117 +6 +0 +0 +123 .
Betriebskostenzusch. Stadt Köln (ant.) 6.642 3.600 0 -518 9.724 7.0 48 3.409 0 0 10.457 -406 +191 +0 -518 -733 -7,0
Zinserträge 0 0 0 3 3 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +3 +3 .
sonstige betriebliche Erträge 241 83 0 20 344 0 0 0 0 0 +241 +83 +0 +20 +344 .
betriebliche Erträge 3.760 3.189 0 -495 6.454 3.808 2.909 0 0 6.717 -4 8 +280 +0 -495 -263 -3,9
Material-/ Leistungsaufwand -290 -49 0 -56 -395 -165 -37 0 -117 -319 +125 +12 +0 -61 +76 +23,8
Personalkosten / -einsparungen 0 0 0 -299 -299 0 0 0 -292 -292 +0 +0 +0 +7 +7 +2,4
planmäßige Abschreibungen auf In- 0 .
vestitionen Interimspielstätten -588 -445 0 -30 -1.063 -639 -462 0 - 26 -1.127 -51 -17 +0 +4 -64 -5,7
Kosten Gebäudebewirtschaftung -695 -215 0 -403 -1.313 -623 -230 0 -3 6 -889 +72 -15 +0 +367 +424 +47,7
(ersparte) Kosten Gebäudebewirtsch. 0 0 0 2.746 2.746 0 0 0 2.980 2.980 +0 +0 +0 +234 +234 -7,9
Mieten und Pachten -1.827 -2.824 0 -1.889 -6.540 -2.695 -2.367 0 - 1.884 -6.946 -868 +457 +0 +5 -406 -5,8
sonstige Verwaltungsaufwendungen -166 -3 0 -101 -270 -13 -4 0 -80 -97 +153 -1 +0 +21 +173 >+100,0
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +0 +0 .
Zinsaufwendungen -1 0 0 0 -1 0 0 0 -27 -27 +1 +0 +0 -27 -26 -96,3
neutrale Aufwendungen 0 0 0 -6 -6 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +6 +6 .
betriebliche Aufwendungen -3.567 -3.536 0 -38 -7.141 -4.135 -3.100 0 518 -6.717 -568 +436 +0 +556 +424 +6,3
= Ergebnis Betrieb Interim 193 -347 0 -533 -687 -327 -191 0 518 0 +520 -156 +0 -1.051 -687 .
Umlage Spartenergebnis Service -336 -197 0 533 0 327 191 0 -518 0 -663 -388 +0 +1.051 +0 .
Spartenergebnis Betrieb Interim -143 -544 0 0 -687 0 0 0 0 0 -143 -544 +0 +0 -687 .
*einschließlich Ballet of Difference Richard Siegal
Gesamt
2022/23
Ertragslage Wirtschaftsplan 2022/23 Abweichung
Bühnen der Stadt Köln, Köln
II/24
Oper Schau- Tanz Service Gesamt Oper Schau- Tanz Service Gesamt Oper Schau- Tanz Service
spiel* spiel spiel
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR %
Spartenergebnis Spielbetrieb 1.646 1.215 62 -96 2.827 -398 -141 -66 -150 -755 +2.044 +1.356 +128 +54 +3.582 <-100,0
Spartenergebnis Betrieb Interim -143 -544 0 0 -687 0 0 0 0 0 -143 -544 +0 +0 -687 .
Sanierung
Betriebskostenzusch. Stadt Köln (ant.) 0 0 0 7.212 7.212 0 0 0 7.212 7. 212 +0 +0 +0 +0 +0 +0,0
Investitionszuschuss 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +0 +0 .
sonstige Erträge 0 0 0 52 52 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +52 +52 .
betriebliche Erträge 0 0 0 7.264 7.264 0 0 0 7.212 7.212 +0 +0 +0 +52 +52 -0,7
Material-/ Leistungsaufwand 0 0 0 -1 -1 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +1 +1 .
planmäßige Abschreibungen auf In-
vestitionen Sanierung 0 0 0 -659 -659 0 0 0 -5.379 -5.379 +0 +0 +0 -4.720 -4.720 -87,7
Verluste aus Anlagenabgang 0 0 0 -107 -107 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +107 +107 .
Zuführung Sonderposten Investitionszuschüsse 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +0 +0 .
Forderungsrisiken 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +0 +0 .
Kosten Gebäudebewirtschaftung 0 0 0 -27 -27 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +27 +27 .
Verwaltungsaufwendungen 0 0 0 -166 -166 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +166 +166 .
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit 0 0 0 -17 -17 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +17 +17 .
Zinsaufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 -1.833 -1.833 +0 +0 +0 -1.833 -1.833 -100,0
betriebliche Aufwendungen 0 0 0 -977 -977 0 0 0 -7.212 -7.212 +0 +0 +0 -6.235 -6.235 -86,5
= Ergebnis Sanierung 0 0 0 6.287 6.287 0 0 0 0 0 +0 +0 +0 +6.287 +6.287 .
Spartenergebnis Bühnen gesamt 1.503 671 62 6.191 8.427 -398 -141 -66 -150 -755 +1.901 +812 +128 +6.341 +9.182 >+100,0
*einschließlich Ballet of Difference Richard Siegal
Ertragslage Wirtschaftsplan 2022/23 Abweichung
Gesamt
2022/23
Bühnen der Stadt Köln, Köln
II/25
Die von den Bühnen in 2022 /23 im Spielbetrieb erwirtschafteten betrieblichen Erträge lagen um
TEUR 1.085 bzw. 1,3% über den geplanten Ansätzen. Dies ist im Wesentlichen auf den Zuwachs bei den
sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR +2.155) und hier vor allem auf die erhöhten Zuschüsse und
Kostenerstattungen in den einzelnen Sparten (TEUR + 2.121) zurückzuführen. So überstiegen diese im
Bereich der Oper die budgetierten Ansätze um TEUR 744, im Schauspiel um TEUR 88 und im Service um
TEUR 537. Dazu kamen nicht im Wirtschaftsplan kalkulierte Zuschüsse für das Ballet of Difference /
Richard Siegal (TEUR 752). Den höheren Erträgen standen insbesondere Erlösminderungen bei den ge-
planten Kartenverkäufen und sonstigen Bereichen des Spielbetriebs in Höhe von TEUR -153 (-1,7%),
der nicht kalkulierten Bestandsminderung bei den Herstellungskosten der angearbeiteten Produktionen
(TEUR -550) sowie bei den gegenüber der Planung verminderten aktivier ten Eigenleistungen
(TEUR - 380) gegenüber. Insgesamt lagen damit die betrieblichen Erträge bei der Oper um TEUR 770
unter den budgetierten Erträgen, während diese beim Schauspiel um TEUR 1.572 (davon nicht im Wirt-
schaftsplan veranschlagte Erträge Ballet of Difference TEUR 1.247), beim Tanz um TEUR 65 und beim
Service um TEUR 218 überschritten wurden.
Da die betrieblichen Aufwendungen die Planansätze insgesamt - in Relation zu den Erträgen überpro-
portional - um TEUR 1.609 bzw. 2,0% unterschritten, fällt das von den Bühnen in 2022/23 erwirtschaf-
tete Betriebsergebnis mit TEUR 3.574 insgesamt um TEUR 2.694 besser aus, als dies im Wirtschaftsplan
(TEUR +880) kalkuliert war. Die Kosteneinsparungen sind dabei vor allem auf den Material- und Leis-
tungsbezug (TEUR -1.386 bzw. -8,2%) und den Personalaufwand (TEUR -447 bzw. -0,9%) zurückzufüh-
ren.
Die Einsparungen bei den Materialaufwendungen entfielen mit TEUR 339 auf die Materialkosten für Büh-
nenproduktionen sowie mit TEUR 1.142 auf die gegenüber der Planung verminderten übrigen bezogenen
Leistungen. Bei letzteren waren vor allem für die Oper deutlich höhere Honorare für Gäste eingeplant
(TEUR -692), höhere Aufwendungen für Gastspiele (TEUR -125), Feuersicherheitswachen (TEUR -65)
und sonstige bezogene Leistungen (TEUR -260). Dagegen nahmen die Kosten für die Opernbespielung
durch das Gürzenich-Orchester in 2022/23 um TEUR 95 zu.
Die gegenüber den Plandaten eingetretenen Reduzierungen der ursprünglich geplanten Personalaufwen-
dungen entfielen mit TEUR 571 auf die angestellten Gagenkräfte, während bei den Aufwendungen für
Sozialabgaben, Altersversorgung und Unterstützung ein Zuwachs von TEUR 124 infolge der versiche-
rungsmathematischen Bewertung der langfristigen Personalrückstellungen auf den Bilanzstichtag fest-
zustellen war.
Spartenbezogen entfielen die betrieblichen Minderkosten mit TEUR 1.789 auf die Oper, mit TEUR 64 auf
den Tanz und mit TEUR 718 auf den Service. Dagegen lagen die betrieblichen Aufwendungen im Schau-
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
II/26
spiel um TEUR 962 über den Planansätzen. Die von den einzelnen Sparten erwirtschafteten Betriebser-
gebnisse lagen damit in 2022/23 per Saldo um TEUR +1.019 (Oper), TEUR +610 Schauspiel TEUR +129
(Tanz) und TEUR +936 (Service) über dem jeweils geplanten Betriebsergebnis, wobei in den Soll-/Ist-
Vergleich des Schauspiels eine Unterdeckung des Ballet of Difference in Höhe von TEUR 324 eingeflossen
ist.
Vor diesem Hintergrund schließen die Erträge und Aufwendungen 2022 /23 der Sparte Schauspiel die
nachfolgend separierten Erträge und Aufwendungen des Ballet of Difference / Richard Siegal ein, für die
im den Wirtschaftsplan 2022/23 keine gesonderten Planansätze eingestellt wurden:
Ertragslage darin Ballet
2022/23 of Difference /
Schauspiel R. Siegal
TEUR TEUR
Erlöse 2.157 301
Bestandserhöhung 611 94
Spenden und Zuschüsse 840 752
sonstige betriebliche Erträge 18 0
Betriebskostenzuschuss Stadt 24.388 100
Betriebskostenzuschuss Land 1.358 0
betriebliche Erträge 29.372 1.247
Material-/Leistungsaufwand -3.445 -328
Personalaufwand -14.996 -935
sonstige betriebliche Aufwendungen -793 -307
betriebliche Aufwendungen -19.234 -1.570
Betriebsergebnis 10.138 -323
Investitionsergebnis -410 -20
N eutrales Ergebnis 183 184
Ergebnis Spielbetrieb 9.911 -159
anteilige Umlage Service -8.731 0
1.180 -159
Ergebnis Betrieb Interim -347 0
anteilige Umlage Service -197 0
Gesamtergebnis Sparte 636 -159
Das Ballet of Difference erwirtschaftete damit im vierten Jahr unter dem Schauspiel Köln einen Fehlbe-
trag in Höhe von TEUR 159.
Das Investitionsergebnis in Höhe von TEUR - 1.262 fiel in 2022/23 um TEUR 13 geringfügig günstiger
aus als das Planergebnis. Während sich das Finanzergebnis mit TEUR - 421 in etwa erwartungsgemäß
(TEUR - 425) einstellte, ist der Bereich des neutralen Ergebnisses wie in jedem Jahr mangels Planbarkeit
nur mit einem pauschalen Überschussbetrag (TEUR +65) in den Wirtschaftsplan eingeflossen. Die Er-
gebnisabweichung betrug hier TEUR +871 und war im Wesentlichen dadurch bedingt, dass außeror-
dentlichen Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen und Verbindlichkeiten in
Höhe von TEUR 869 anfielen.
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Nach Übernahme eines anteiligen Verlustes des Tanzes in Höhe von TEUR 100 durch die Servicesparte
und Umlage des Zwischenergebnisses für den Service entsprechend dem im Wirtschaftsplan vorgesehe-
nen Umlageschlüssel von 63,08% (Oper), 36,92% (Schauspiel) und 0,00% (Tanz), weisen die Sparten
Oper, Schauspiel und Tanz für den Spielbetrieb 2022 /23 jeweils einen Überschuss aus. Für die Oper
beträgt dieser TEUR 1.646, für das Schauspiel TEUR 1.215 und für den Tanz TEUR 62. Für die Oper liegt
das Spartenergebnis im Spielbetrieb damit um TEUR 2.044, für das Schauspiel um TEUR 1.3 56 und für
den Tanz um TEUR 128 über dem jeweils budgetierten Ergebnisteil. Für den Bereich des Service verbleibt
ein Defizit in Höhe von TEUR 96 in Höhe der in 2022/23 angefallenen Beratungskosten der actori GmbH.
Dieses soll gemäß Wirtschaftsplan 2022/23 bis zu einer Höhe von TEUR 150 über den Ergebnisvortrag
aus Vorjahren ausgeglichen werden. Insgesamt liegen die Bühnen mit ihrem Spielbetriebsergebnis von
TEUR +2.827 damit um TEUR 3.582 über ihrem avisierten Planungsdefizit (TEUR -755).
Im Bereich der Interimspielstätten wurden die geplanten Erträge um TEUR 263 bzw. 3,9% unterschrit-
ten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der bewilligte und gewährte Betriebskostenzuschuss 2022 /23
um den früheren Vorgriff auf die zeitversetzte Zuweisung von Zuschussmitteln zum Ausgleich des mög-
lichen Verzögerungsschadens für die Nutzung des Staatenhauses in Höhe von TEUR 733 zu reduzieren
war. Diese Ertragsminderung wurden zum Teil durch höhere sonstige Erlöse (TEUR 123) bzw. sonstige
betriebliche Erträge im Interimspielbetrieb kompensiert. Bei den für 2022/23 budgetierten Kosten wur-
den die Planansätze um TEUR 424 bzw. 6,3% überschritten. Die erhöhten Kosten entfielen vor allem auf
die Bewirtschaftung der Interimspielstätten (TEUR +658) und auf Verwaltungskosten (TEUR +173). Da-
gegen reduzierte sich der Gesamtbetrag der im Interim aufgewendeten Miet- bzw. Mietnebenkosten
(TEUR -406). Insgesamt stellte sich für den Interimspielbetrieb letztlich ein defizitäres Ergebnis in Höhe
von TEUR 687 gegenüber einem ausgeglichenen Planergebnis ein. Spartenbezogen entfiel der Fehlbe-
trag auf die Oper mit TEUR -143 und das Schauspiel mit TEUR -544.
Im Bereich der Sanierung des Offenbachplatzes wurde den Bühnen im Rahmen des Betriebskostenzu-
schusses 2022/23 ein Zuschussbetrag in Höhe von TEUR 7.212 zugewiesen. Zusammen mit sonstigen
Erträgen in Höhe von TEUR 52 überstiegen die Gesamterträge in diesem Bereich die im Geschäftsjahr
2022/23 tatsächlich angefallenen, laufenden Kosten in Höhe von TEUR 977 deutlich, so dass sich ge-
genüber dem insoweit ausgeglichenen Planergebnis erneut ein außerordentlich hohes, positives ein Sa-
nierungsergebnis in Höhe von TEUR +6.287 einstellte. Dies vor allem als Folge des bereits dargestellten
Umstandes, dass bis zum Ablauf des Wirtschaftsjahre 2022/23 entgegen der Planung nur Teile der Büh-
nentechnik fertig gestellt waren und damit den gewährten städtischen Zuschussmitteln nur deutlich ge-
ringere Aufwandspositionen vor allem für Abschreibungen und Zinsen bezogen gegenüberstanden.
Bei der Gesamtbetrachtung der Ergebnisbestandteile des Spielbetriebs, des Ergebnisses aus dem Betrieb
der Interimspielstätten und der Sanierung haben die Bühnen damit - nach Umlage der Einzelergebnisse
des Servicebereichs auf Oper und Schauspiel - spartenbezogen in 2022 /23 Überschüsse in Höhe von
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TEUR 1.503 in der Oper, TEUR 671 im Schauspiel und TEUR 62 im Tanz erwirtschaftet. Dazu addiert
sich der Überschuss im Bereich des Service (TEUR 6.191: TEUR + 6.287 für Sanierung / TEUR -96 actori),
so dass sich in Summe der ausgewiesene Jahresüberschuss der Bühnen in Höhe von TEUR 8.427 einge-
stellt hat.
c) Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögenslage der Bühnen stellt sich an den beiden Bilanzstichtagen zusammengefasst wie folgt
dar:
31.08.2023 31.08.2022 Veränder
TEUR % TEUR % TEUR
Vermögen
Anlagevermögen 634.174 96,3 542.672 95,1 +91.502
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände 11.035 1,7 1 1.035 1,9 +0
645.209 97,9 553.707 97,1 +91.502
Vorräte 5.218 0,8 5.714 1,0 -496
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände 5.685 0,9 9. 007 1,6 -3.322
Flüssige Mittel / kurzfristige Wertpapiere 1.774 0,3 1.138 0 ,2 +636
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte 12.677 1,9 15.859 2, 8 -3.182
Rechnungsabgrenzungsposten 956 0,1 902 0,2 +54
Vermögen insgesamt 658.842 100,0 570.468 100,0 +88.374
Kapital
Stammkapital 50 0,0 50 0,0 0
Gewinnrücklagen 11.086 1,7 9.208 1,6 +1.878
Bilanzgewinn / -verlust 15.078 2,3 8.529 1,5 +6.549
Eigenkapital 26.214 4,1 17.787 3,1 +8.427
Sonderposten Investitionszuschüsse 18.364 2,8 19.415 3,4 -1 .051
Sonderposten 18.364 2,8 19.415 3,4 -1.051
Pensionsrückstellungen 5.170 0,8 5.399 0,9 -229
sonstige Rückstellungen 8.249 1,3 8.350 1,5 -101
Bankverbindlichkeiten 62.527 9,5 67.512 11,8 -4.985
sonstige Verbindlichkeiten 359.898 54,6 367.938 64,5 -8.04 0
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 435.844 66,2 449.199 78,7 -13.355
Rückstellungen 5.280 0,8 5.078 0,9 +202
Bankverbindlichkeiten 138.031 21,0 45.206 7,9 +92.825 >
übrige Verbindlichkeiten 25.765 3,9 23.098 4,0 +2.667
Kurzfristiges Fremdkapital 169.076 25,7 73.382 12,9 +95.69 4 >
Rechnungsabgrenzungsposten 9.344 1,4 10.685 1,9 -1.341
Kapital insgesamt 658.842 100,0 570.468 100,0 88.374
Lang- und mittelfristig gebundene Vermögenswerte
Die Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag 31.8.2023 eine Eigenkapitalquote 2 von 6,8%
(zum 31.8.2022 6,5%), einen Verschuldungsgrad3 von 91,8% (zum 31.8.2022 91,6%) sowie einen An-
lagedeckungsgrad3 von 7,0% (zum 31.8.2022 6,9%). Diese Bilanzstruktur stellt sich allerdings nur dann
2 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Vermögen
3 Rückstellungen + Verbindlichkeiten / Vermögen
3 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Anlagevermögen
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ein, wenn der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse zu Analysezwecken dem Eigenkapital zu-
gerechnet wird. Bei isolierter Betrachtung des Eigenkapitals weisen die Bühnen unter Berücksichtigung
des Jahresüberschusses 2022/23 ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 26.214 (im Vorjahr TEUR
+17.787) aus. Die Investitionsquote4 lag im Wirtschaftsjahr 2022/23 bei 17,6% (im Vorjahr 16,7%).
Änderungen im Bestand der wichtigsten technischen Anlagen der Bühnen waren im Wirtschaftsjahr
2022/23 - nicht zuletzt aufgrund der laufenden Sanierungsmaßnahmen von Opern- und Schauspielhaus
- nicht zu verzeichnen. Die in der Spielzeit 2022 /23 in den Interimspielstätten genutzten Anlagen und
Geräte waren im Wesentlichen einsatzbereit und verfügbar.
An Mitteln des städtischen Haushalts standen den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2022/23 über den Ergeb-
nisplan zunächst TEUR 84.034 zur Verfügung. Dieser Betrag erhöhte sich aufgrund eines Werteaus-
gleichs für Zweit-Freikarten (TEUR 33). Die weitere Verrechnung zeitversetzter Zuschussbeträge zum
Interimspielbetriebs (TEUR -733) führte damit insgesamt zu einem erfolgswirksamen Betriebskostenzu-
schuss 2022/23 in Höhe von TEUR 83.334. Ein Großteil der insoweit gewährten städtischen Mittel wurde
als Zuschuss zum Ausgleich des Betriebsverlustes im Spielbetrieb (TEUR 63.571), im Betrieb der Inte-
rimspielstätten (TEUR 9.724) sowie im Bereich der Sanierung (TEUR 925) verwendet.
Der Vergleich der liquiden Mittelbestände an den beiden Bilanzstichtagen 31.8.2022 und 31.8.2023 ergibt
insgesamt eine Verbesserung des Finanzmittelfonds um TEUR 636, die aus folgenden Quellen resultiert:
2022/23 Vorjahr
TEUR TEUR
Jahresüberschuss 8.427 4.575
planmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen (+) 4.039 3.913
Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten für Investitionszuschüsse (+) 0 1.802
Buchgewinne (-)/Buchverluste (+) aus dem Verkauf von Anlagevermögen 108 336
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (-) -1.051 -1.1 04
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen -128 760
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Leistungsforderungen und der sonstigen Aktiva 3.764 46.206
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Leistungsverbindlichkeiten und der sonstigen Passiva 1. 324 6.521
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) -4 -11
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 16.479 62.998
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens (+) 5 0
Auszahungen für Investitionen in das Anlagevermögen (-) -95.653 -78.293
Erhaltene Zinsen (+) 4 16
Cashflow aus Investitionstätigkeit -95.644 -78.277
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (+) 133.000 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten (-) -53.199 -20.268
Gezahlte Zinsen (-) 0 -5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 79.801 -20.273
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 636 -35.552
4 Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum Bilanzstichtag des Vorjahres
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5. Vorläufige Prüfungsfeststellungen nach § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes im Rah-
men der Vorjahresprüfung (1.9.2021– 31.8.2022)
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schüllermann & Partner AG, Dreieich, hat gemäß dem Auftrag der
Betriebsleitung der Bühnen auf der Grundlage des Beschlusses des Betriebsausschusses vom 29.1.2019
den Jahresabschluss der Bühnen unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts für das
Geschäftsjahr 1.9.2021 bis 31.8.2022 geprüft. Der Prüfungsauftrag umfasste in entsprechender Anwen-
dung des § 53 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG auch die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung
und die Berichterstattung über wirtschaftlich bedeutsame Sachverhalte. Im Zeitpunkt der Verfassung
dieses Lageberichts war die Prüfung abgeschlossen und ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk zum
21.5.2024 erteilt.
Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung führte vor dem Hintergrund des weiterhin
drohenden Ausfalls von Termingeldeinlagen bei der Greensill Bank AG im Rahmen der Fragen zu Finan-
zinstrumenten zu Hinweisen zum Stand der Aufarbeitung und Bewertung der Abläufe und organisatori-
schen Regelungen. Die Prüfer stellten fest, dass in Bezug auf die Notwendigkeit einer Liquiditätsrichtlinie
sowie von Reportingformaten und Verfahrensvorgaben die hierzu erfolgten Abstimmungsprozesse abge-
schlossen sind und die Bühnen regelmäßig zu Beginn eines Monats an die Kämmerei über ihren Liquidi-
tätsstatus zum Ende des Vormonats berichterstatten. Um den Umgang mit eventuell künftig auftretenden
Liquiditätsbeständen zu regeln, hat die Betriebsleitung darüber hinaus eine Liquiditätsrichtlinie auf Basis
eines mit der Kämmerei abgestimmten Musters in Kraft gesetzt, deren zwingende Beachtung auch in
eine Neufassung der Betriebssatzung der Bühnen aufgenommen wurde, die der Rat der Stadt Köln am
5.5.2022 beschlossen hat. Künfti g hat die Betriebsleitung innerhalb der Quartalsberichte zudem den
Betriebsausschuss über den Liquiditätsstatus zum Ende eines jeden Quartals zu informieren.
II. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER BÜHNEN / RISIKEN DER KÜNFTIGEN
ENTWICKLUNG
1. Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen
Unter Einschluss des im Geschäftsjahr 2022 /23 erwirtschafteten Jahresüberschusses in Höhe von
TEUR 8.427 weisen die Bühnen zum 31.8.2023 einen Bilanzgewinn von TEUR 15.078 aus. Das Eigenka-
pital beträgt danach zum 31.8.2023 TEUR 26.214 (zum 31.8.2022 TEUR 17.787).
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Im Rahmen der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der Bühnen stellte der Rat in seiner Sitzung am
15.6.2023 gemäß § 4 der Betriebssatzung in Verbindung mit § 4 der Eigenbetriebsverordnung den Wirt-
schaftsplan der Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2023 /24 mit folgenden Eckdaten fest:
Wj. 2023/24 Wj. 2023/24 Wj. 2023/24 Wj. 2023/24 Wj. 2023/24
gesamt davon davon davon davon
Oper Schauspiel Tanz Service
TEUR TEUR TEUR TEUR
Spielbetrieb der Bühnen
Umsatzerlöse 10.375 7.517 2.546 190 122
Bestandsveränderung unfertige Produktionen 0 0 0 0 0
andere aktivierte Eigenleistungen 1.542 0 0 0 1.542
Betriebskostenzuschuss Stadt 69.976 42.998 25.233 400 1.345
sonstige betriebliche Erträge 5.629 2.916 1.359 39 1.315
Materialaufwendungen -17.441 -12.558 -4.014 -663 -206
Personalaufwendungen -56.344 -23.423 -14.461 0 -18.460
Abschreibungen -2.044 -257 -255 0 -1.532
sonstige betriebliche Aufwendungen -11.682 -1.003 -698 -6 6 -9.915
11 16.190 9.710 -100 -25.789
Spartenumlage Service 0 -16.613 -9.724 0 26.337
geplantes Betriebsergebnis 11 -423 -14 -100 548
geplantes Finanzergebnis -422 0 0 0 -422
Steuern -26 0 0 0 -26
Übernahme anteiligen Verlust Tanz durch Service 0 0 0 100 -100
= Planergebnis Spielbetrieb Bühnen -437 -423 -14 0 0
Betrieb Interimspielstätten
Umsatzerlöse -3.740 -3.240 -500 0 0
Betriebskostenzuschuss Stadt 10.222 6.468 3.754 0 0
sonstige betriebliche Erträge 0 0 0 0 0
Materialaufwendungen -746 -157 -31 0 -558
Personalaufwendungen -301 0 0 0 -301
Abschreibungen -1.014 -560 -436 0 -18
sonstige betriebliche Aufwendungen -4.410 -2.159 -2.581 0 330
11 352 206 0 -547
Spartenumlage Service 0 -352 -206 0 558
geplantes Betriebsergebnis 11 0 0 0 11
geplantes Finanzergebnis -11 0 0 0 -11
= Planergebnis Interimspielbetrieb Bühnen 0 0 0 0 0
Sanierung
Betriebskostenzuschuss Stadt 17.379 0 0 0 17.379
sonstige betriebliche Erträge 0 0 0 0 0
Abschreibungen -9.816 0 0 0 -9.816
geplantes Betriebsergebnis 7.563 0 0 0 7.563
geplantes Finanzergebnis -7.563 0 0 0 -7.563
= Planergebnis Sanierung Bühnen 0 0 0 0 0
Plangesamtergebnis Bühnen 2023/24 -437 -423 -14 0 0
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Der sich gemäß Wirtschaftsplan 2023/24 ergebende Jahresfehlbetrag soll durch Verrechnung mit dem
Gewinnvortrag per 31.8.2022 ausgeglichen werden.
Auf der Grundlage der Auswertungen der Finanzbuchhaltung für das laufende Wirtschaftsjahr 2023/24
verläuft die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen im Bereich des Spielbetriebs im Vergleich zur inter-
nen Ergebnisplanung bis Ende Mai 2024 (3. Quartal 2023/24) insgesamt zunächst weiterhin positiv: So
wird das Planergebnis als Zuschussbedarf im Spielbetrieb in Höhe von TEUR -51.353 vom Ist-Ergebnis
(TEUR -45.716) unterschritten. Das vorläufige Ergebnis des Spielbetriebs (unter Einschluss von Finan-
zergebnis und Steuern) fällt damit um rd. TEUR 5.636 bzw. 11,0% günstiger als geplant aus. Die Abwei-
chung entfällt mit TEUR 4.275 auf die Oper, mit TEUR 1.252 auf das Schauspiel und mit TEUR 109 auf
den Tanz, während im Service von einem planentsprechenden Zwischenergebnis ausgegangen wird. Im
Bereich des Interims liegt das vorläufige Ergebnis mit TEUR -7.613 Ende Mai 2024 um rd. TEUR 92 bzw.
1,2% unter Plan (TEUR -7.521). D as gesondert, d.h. außerhalb des Wirtschaftsplans 2023 /24 budge-
tierte Ballet of Difference / Richard Siegal weist für den gleichen Zeitraum eine Negativabweichung ge-
genüber der Planung in Höhe von TEUR 89 bzw. -16,2% aus, da anstelle des angestrebten Defizits von
TEUR -547 bis zum 31.5.2024 ein Defizit von TEUR -635 erzielt wurde. Dagegen wurde bei der Kin-
deroper ein vorläufiges Ergebnis erzielt, das um TEUR 62 bzw. +196,9% über dem budgetierten Zwi-
schenergebnis (TEUR 31) liegt. Bei den Besucherzahlen haben bis Ende Mai 2024 185.251 Besucher die
582 Aufführungen gesehen, was einer Auslastung von rd. 80 % entspricht (im Vergleichszeitraum des
Vorjahres kamen 166.498 Besucher zu 518 Veranstaltungen). Bezogen auf die Liquidität zum 31.5.2024
besteht eine stichtagsbezogene relativ hohe Unterdeckung in Höhe von TEUR 5.918, die aber wegen
stark schwankender Zahlungsverläufe und der Kompensation durch die mögliche Inanspruchnahme von
Tagesgeldkrediten bei der Sparkasse KölnBonn nicht als kritisch angesehen wird.
Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisplanungen hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Büh-
nen damit maßgeblich von den konkreten Ertragssituationen in der laufenden Spielzeit 2023/24 und den
Folgejahren sowie der weiteren Bezuschussung durch die Stadt in diesen Jahren ab. Bei einem unver-
ändert hohen Anteil der Personalkosten am Gesamtkostenvolumen der Bühnen wird bis zum Abschluss
der Sanierungsmaßnahmen von einem Mittelbedarf in einer Größenordnung auszugehen sein, wie er sich
im Wirtschaftsplan 2023/24 der Bühnen für dieses Wirtschaftsjahr und die Folgejahre niedergeschlagen
hat.
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Dazu werden für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen folgende Faktoren entscheidend
sein:
• konsequente Fortsetzung des Bauablaufs im Rahmen des Sanierungsprojekts der Bühnen am
Offenbachplatz und Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen in dem geplanten Zeitrahmen;
• Fortsetzung der bereits realisierten langfristigen Finanzierungsstruktur zu den Investitionen im
Bereich der Sanierung im Rahmen der vom Rat erteilten Kreditermächtigungen;
• ständige Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Bühnen unter Beachtung der Ermächti-
gungen zur Kreditaufnahme;
• Ausgleich der für die Folgejahre bis zur Wiedereröffnung der Bühnen anfallenden Zusatzkosten
für den fortzusetzenden Interimspielbetrieb sowie den neuen Standort der Bühnenwerkstätten.
In Abstimmung mit dem Betriebsausschuss und dem Beteiligungsmanagement bemüht sich die Betriebs-
leitung im Zeitpunkt der Abfassung dieses Lageberichts unverändert um eine erfolgreiche Umsetzung
dieser Punkte.
2. Entwicklung des Sanierungsprojekts Offenbachplatz und des Interimspielbetriebs
Generalsanierung
Infolge der Notwendigkeit einer Sanierung der Gebäude am Offenbachplatz hatte der Rat der Stadt Köln
am 1.3.2011 die Ergebnisse seiner diversen Prüfaufträge zur Kenntnis genommen und festgestellt, dass
die Variante 6.0 der Machbarkeitsstudie einschließlich Kinderoper sowie Sanierung der Opernterrassen
mit Studiobühne mit geschätzten und zugleich limitierten Bruttogesamtbaukosten von 253 Mio. EUR die
Planungsgrundlage bildet. Nachdem der Rat die Bühnen mit Beschluss vom 14.7.2011 mit der Planung,
Ausschreibung und Durchführung der sogenannten vorgezogenen Maßnahmen innerhalb des Projekts
und der Genehmigungsplanung für die Hauptmaßnahme beauftragt hatte, erteilte er am 24.11.2011 den
Baubeschluss und beauftragte die Bühnen auf der Grundlage der Entwurfsplanung mit der Ausführung
des Projekts „Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz“ einschließlich Kinderoper un d Sanierung der
Opernterrassen mit Kleinem Haus (Baubeschluss). Dabei sollten die limitierten Bruttobaukosten von
EUR 253.000.000 für die Gesamtmaßnahme nicht überschritten werden. Aufgrund von gegenüber der
Planung deutlich umfangreicheren statischen Ertüchtigungen und Betonsanierungen, Problemen beim
Spezialtiefbau, verlängerten Gerüststandzeiten, einer deutlichen Steigerung des Baupreisindex es sowie
bereits eingeleiteter Beschleunigungsmaßnahmen, musste der Rat am 12.5.2015 zunächst zur Kenntnis
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II/34
nehmen, dass sich das Sanierungsprojekt am Offenbachplatz voraussichtlich auf rund 278 Mio. EUR
(ohne Bauzeitzinsen) gegenüber dem ursprünglichen Baubeschluss verteuern würde. Der Rat bewilligte
daraufhin die Sanierung in diesem verteuerten Umfang. Im Juli 2015 zeigte sich, dass eine Vielzahl an
offenen Planungsthemen im Bereich der Haustechnik zu Störungen und Ausführungskollisionen führte,
die auch die Fertigstellung der restlichen Planungs- und Fachplanungsbereiche behinderten. Bei der
Bauausführung der technischen Gewerke wurde sichtbar, dass insbesondere hinsichtlich der Koordina-
tion der Planungen zu den einzelnen Anlagengruppen untereinander Mängel in Form von Schnittstellen-
kollisionen bestanden. Des Weiteren musste davon ausgegangen werden, dass die Defizite der Haus-
technikplanung auch in die Werkstatt- und Montageplanung der ausführenden Unternehmen für den
Bereich der Technischen Ausrüstung übertragen und in Teilen bereits mangelhaft ausgeführt worden
waren, so dass ggf. Umbauten im Rohbau und der Abbruch neu gebauter Bereiche nötig werden könn-
ten. Außerdem mussten Abweichungen der Bauausführung von der genehmigten Planung sowie der
Ausführungsplanung festgestellt werden. Daher mussten Bühnenleitung und Verwaltung am 23.7.2015
bekanntgeben, dass die Wiedereröffnung im November 2015 nicht stattfinden konnte.
Am 10.9.2015 beschloss der Rat, dass die Bühnen zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit auf der
Baustelle Verpflichtungen eingehen durften, die das genehmigte Budget auf 287,8 Mio. EUR erhöhten.
Die Fertigstellung der Baumaßnahme sollte unter Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel zur Durchsetzung
möglicher Schadenersatzforderungen erfolgen. Die Bühnen Köln wurden außerdem verpflichtet, einen
vorgelegten 11-Punkte-Plan detailliert auszuarbeiten, ggf. anzupassen und umzusetzen.
Nachdem das mit der Errichtung der Schlüsselgewerke Strom und Kältetechnik beauftragte Unternehmen
insolvent wurde und sich die Bühnen auch von dem zunächst beauftragten Fachplaner getrennt hatten,
wurden die Planungs- und Bauleitungsleistungen der Technischen Ausrüstung von einem neuen Pla-
nungsbüro fortgeführt. In Ausführung des 11-Punkte-Plans wurde das gesamte Sanierungsprojekt neu
strukturiert und es wurden auf Seiten des Bauherrn, der Projektleitung und der Projektsteuerung Ver-
stärkungen eingesetzt. Zur Unterstützung des Projektmanagements wurden Sachverständige mit der
Feststellung von Leistungsständen und der Qualitätsverfolgung und baubetrieblichen Unterstützung
während der Bauzeit beauftragt. Auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses vom 15.3.2016 wurde die
Stelle eines Technischen Betriebsleiters als 4. Mitglied der Betriebsleitung der Bühnen geschaffen. Dieser
wurde zum 1.5.2016 angestellt und bestellt und hat die vollumfängliche Wahrnehmung der Bauherren-
aufgabe (Planung, Steuerung und Kontrolle der Sanierungsmaßnahme) übernommen. Er legt seither in
detaillierten Monatsberichten weiterführende, konkretisierende Aussagen zu Kosten und Terminen, zur
Beauftragung der neuen Planer und Bauleiter und zu den Ergebnissen der anstehenden Vertragsver-
handlungen mit allen Projektbeteiligten vor. Des Weiteren ist er zusammen mit dem Projektsteuerungs-
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II/35
büro mit einer Neuaufstellung der Planungs- und Objektüberwachungsteams der Technischen Ausrüs-
tung, der intensiven Mängelerfassung und Mängelbehebung sowie dem Aufbau eines Qualitätsmanage-
ments befasst.
Nachdem der Rat in der Sitzung vom 15.3.2016 die Aufstockung des Baubudgets auf EUR 347,8 Mio. zur
Wiederherstellung eines geordneten Bauablaufs beschlossen hatte, behielt er sich vor, die Budgetfrei-
gabe für künftig einzugehende Verpflichtungen im Rahmen etwa erforderlicher Steuerungsmaßnahmen
aufzuheben (Rückholrecht). Mit Ratsbeschluss vom 17.11.2016 wurde das Budget nochmals auf EUR
404 Mio. aufgestockt. Der Rat nahm zur Kenntnis, dass sich die Geltendmachung von Ansprüchen gegen
Baubeteiligte insbesondere wegen mangelhafter Leistungen und Verzugs, die Inanspruchnahme der Bau-
risikoversicherung und die im Rahmen der Projektfinanzierung günstige Zinsentwicklung positiv auf die
wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen auswirkten. Ansprüche gegen Baubeteiligte wegen mangelhafter
Leistungen etc. sollten durchgesetzt und Nachbesserungsansprüche mit dem Ziel der Mängelbeseitigung
realisiert werden.
In einer Projektprognose, welche die Bühnen am 3.7.2017 auf einer Pressekonferenz vorstellten, wurde
erneut bekräftigt, dass die Sanierung möglich und machbar sei, aber eine umfassende Neuplanung der
Haustechnik erfordere und in diesem Bereich auch ein erheblicher Rückbau wahrscheinlich sei. Dabei
wurde eine Schlüsselübergabe zu den dann fertiggestellten Gebäuden im 4. Quartal 2022 und Gesamt-
kosten in Höhe von 545 Mio. Euro bzw. 570 Mio. Euro (einschließlich aller zu diesem Zeitpunkt bekannten
Risiken) in Aussicht gestellt.
Nachdem man im Juli 2018 eine Verlängerung der Entwurfsplanung und die Überprüfung der Zeit- /
Kosten-Prognose um drei Monate bis Mitte 2019 berücksichtigen musste, ohne dass sich dadurch die
Projektdauer insgesamt verlängern sollte, schritt der Planungsprozess im Wirtschaftsjahr 2018/19 weiter
voran. Im Dezember 2019 wurden die Prüfläufe und notwendigen Nacharbeiten zur Entwurfsplanung
abgeschlossen. Die Planer legten zugleich ein Konzept vor, mit dessen Hilfe dem Zeitverzug bei der
Ausführungsplanung entgegengewirkt werden sollte. Anfang 2020 lagen die Ergebnisse der Ausfüh-
rungsplanung für die Kinderoper und das Kleine Haus vollständig zur Prüfung vor. Zudem fand erstmals
ein Ortstermin mit dem vom Gericht beauftragten Sachverständigen im Rahmen des vom früheren Planer
der Haustechnik angestrengten selbständigen Beweisverfahrens statt.
Seit dem Frühjahr 2020 wurde sodann mit Nachdruck an der Ausführungsplanung im Opernhaus und
Schauspielhaus gearbeitet. Im Juni 2020 wurde diese für das Schauspielhaus und das Planpaket 1 des
Opernhauses von den Planern fristgerecht übergeben. Bei den vorgelegten Plänen von Kinderoper und
Kleinem Haus wurde der in den Prüfzyklen identifizierte Nacharbeitsbedarf bereits eingearbeitet, die
entsprechend korrigierten Pläne wurden den Bühnen im August 2020 übergeben. Zum Ende des Jahres
konnte der Vergabeprozess für die fünf vakanten haustechnischen Gewerke (elektronische Anlagen,
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II/36
Raumluft, Feuerlöschanlagen, Kälte- und Wärmeversorgung) abgeschlossen werden. Damit war gewähr-
leistet, dass sich die von den neuen Firmen zu leistende Werk-und Montageplanung als letzter Planungs-
schritt vor der Wiederaufnahme der Bautätigkeit nahtlos anschließen konnte. Anfang 2021 wurde den
unter Vertrag genommenen Haustechnikfirmen die geprüfte und nachgearbeitete Ausführungsplanung
für das Kleine Haus, die Kinderoper und das Schauspielhaus übergeben. Zur gleichen Zeit wurde auch
das Gewerk Rohbauarbeiten mit einem verkürzten Verfahren erneut ausgeschrieben und mit den not-
wendigen Rückbauarbeiten in den Theatern begonnen. Damit diese Maßnahmen auch im Kleinen Haus
möglich wurde, gab das Schauspiel die Spielstätte Ende Januar wieder an das Sanierungsteam zurück.
Im Frühjahr 2021 wurden die ersten Pläne der Werk- und Montageplanung zur Prüfung abgegeben. Zur
gleichen Zeit überschattete die Insolvenz der Greensill Bank AG und die damit einhergehenden möglichen
Ausfallrisiken bezüglich der bei der Bank kurzzeitig angelegten Termingeldeinlagen aus Sanierungsdar-
lehen den gesamten Sanierungsprozess.
Nach der Neuvergabe des Gewerks Rohbau konnte im zweiten Quartal 2021 die geprüfte und nachge-
arbeitete Ausführungsplanung für sechs von acht Teilabschnitten für die anschließende Werkstatt- und
Montageplanung übergeben und nach Prüfung freigegeben werden. Die Demontagearbeiten wurden
intensiviert und die ersten Lüftungsanlagen wieder neumontiert, die Arbeiten an Rohbau und Estrich in
den beiden großen Häusern und in der Kinderoper fortgeführt. Im Frühsommer 2021 konnten die Firmen
mit den Hauptbaumaßnahmen im Bereich der Haustechnik beginnen.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2021/22 stand in Bezug auf die Finanzierung die aktualisierte Baukos-
tenkalkulation im Vordergrund. Nachdem bereits im Januar 2021 von der Oberbürgermeisterin Henriette
Reker und dem Technischen Betriebsleiter der Bühnen eine aktualisierte Kosten- und Terminprognose
auf Basis des aktuellen Planungsstands vorgelegt worden war, entschied der Rat der Stadt Köln in seiner
Sitzung am 16.9.2021 über eine weitere Anpassung des Sanierungsbudgets, das von 554,1 Mio. EUR um
88,6 Mio. EUR erhöht und auf 642,7 Mio. EUR begrenzt wurde . In die der Entscheidung zugrunde lie-
gende Kostenprognose rechne ten die Bühnen auch einen Teil der Risiken (einschließlich des aus der
Insolvenz der Greensill Bank AG entstandenen Risiko s) in das Budget mit ein . Der Rat verzichtete auf
eine Bedarfsfeststellung, ein Vergabevorbehalt wurde nicht ausgesprochen. Er ermächtigte zugleich die
Bühnen, Kredite bis zu einer Höhe von 642,7 Mio. EUR und darüber hinaus Kredite für Bauzeitzinsen in
Anspruch zu nehmen. Die Schlüsselübergabe des gesamten Ensembles am Offenbachplatz wurde für
das erste Quartal 2024 (22.3.2024) avisiert.
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II/37
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2021/22 wurden die Demontagearbeiten für die Haustechnik in der Kin-
deroper, im Kleinen Haus sowie in den Zentralen von Opernhaus und Schauspielhaus weitgehend abge-
schlossen. Für die Bereiche Lüftung, Sanitär, Wärme, Feuerlöschtechnik und Starkstrom wurde mit der
Grobmontage gemäß neuer Planung begonnen. Im Rahmen der Mängelbeseitigung musste der im Rah-
men der vorgezogenen Maßnahmen im Foyer der Kinderoper eingebaute Estrich ausgetauscht werden.
Anfang 2022 wurden die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen bei den Lieferketten
nun auch im Sanierungsprojekt spürbar. Die Lieferzeiten für elektronische Komponenten und für Kabel
stiegen deutlich an. Die Bauablaufplanung wurde entsprechend angepasst und Bestellungen wurden
zwecks Verstetigung des Baubetriebs vorgezogen. Bei Zustandsfeststellungen wurden Undichtigkeiten in
Lüftungsschächten gefunden, die auf Ausführungsmängel zurückzuführen waren. Nach umfassender
Prüfung und Erörterung mit den betroffenen Firmen wurde gemeinsam mit der Objektüberwachung eine
Lösung gefunden, die eine Behebung der Mängel im Rahmen des angestrebten Terminplans vorsah. Die
letzten Arbeiten an der Werk- und Montageplanung für die Haustechnik wurden im Frühjahr 2022 abge-
schlossen und es fand erstmals auch eine detaillierte Verzahnung der Bauabläufe mit der sich daran
anschließenden Inbetriebnahme statt. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges in Verbindung mit den
auch inflationsbedingt steigenden Kosten veranlassten die Bühnen dazu, bis zum Jahresende 2022 die
Erstellung einer aktualisierten Kostenprognose zuzusagen. Darüber hinaus boten die Bühnen auch de n
2020 neu hinzu gekommenen Werkunternehmen im Bereich der Haustechnik eine Indexierung der Leis-
tungspreise an.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/23 standen mit den Inbetriebsetzungen die ersten Montagearbeiten
auf der Bühnenbaustelle vor dem Abschluss. Zudem sollten einzelne Bauabschnitte zusammengelegt
werden, um den Koordinationsaufwand zu senken. Der Schwerpunkt lag nun auf den sicherheitsrelevan-
ten Gewerken der Haustechnik. In einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Jahresende 2022 gaben die
Oberbürgermeisterin und der Technische Betriebsleiter einen Einblick in die aktuelle Entwicklung der
Bühnenbaustelle. Hintergrund waren die seit März 2022 zu beobachtenden Kostensteigerungen des Pro-
jekts, die das Bauteam zu einer erneuten Analyse des Budgets veranlassten. Ergebnis der neuen Kos-
tenprognose war, dass die Baukosten auf 674 Mio. EUR inklusive Risikokosten (9 Mio. EUR) ansteigen
würden. Als Gründe wurden genannt: (1) Deutliche Preissteigerungen, (2) Insolvenzrisiken der beteilig-
ten Firmen und Beschädigungen an bereits eingebauten Anlagen sowie (3) Feststellung neuer Mängel
(Brandlasten/Rauchschutzdruckanlagen).
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II/38
Nach dem Jahreswechsel wurde der Baubetrieb mit hoher Intensität fortgesetzt. In den Hauptgewerken
der Haustechnik wurden Inbetriebsetzungen durchgeführt. Ein wichtiger Schwerpunkt war die Entwick-
lung von Maßnahmen zur Ertüchtigung der Schächte der Rauchschutzdruckanlage (RDA) in den beiden
Fluchttreppenhäusern des Opernhauses. Hier gaben die Bühnen Anfang des zweiten Quartals 2023 in-
soweit Entwarnung als die Drucktests in den Schächten der Rauchschutzdruckanlagen ergaben, dass die
Schächte dem Druck Stand halten. Im weiteren Bauverlauf 202/23 stand bei der Haustechnik der Bau
von Brandschottungen im Fokus. In einigen Bereichen des Opernhauses wurde mit den Bodenbelagsar-
beiten begonnen. In Abstimmung mit dem Stadtkonservator wurde entschieden, die Klinkerfassade res-
tauratorisch sanieren zu lassen. Bis Juli 2023 wurden 21 weitere Bereiche auf der Bühnenbaustelle end-
gültig fertiggestellt. Im Bereich der Haustechnik verzeichneten der Einbau von Brandschutzklappen und
die Erstellung von Brandschottungen Fortschritte. Weitere Probeläufe von Ventilatoren zur Rauchablei-
tung im Brandfall waren erfolgreich und die Arbeiten zur Mängelbeseitigung in den Schächten der Rauch-
schutzdruckanlagenwurden wurden abgeschlossen. Im letzten Monat des Geschäftsjahres wurde mit
10,8 Mio EUR erstmals seit der Neustrukturierung des Projekts ein zweistelliger Millionenbetrag umge-
setzt, Allerdings verlangsamten die Trassenführungen der Elektrogewerke den Baufortschritt, da hier
immer wieder zeitaufwendiger Anpassungsbedarf für die Ausbaugewerke anfiel. Gleichwohl wurde an
einer Schlüsselübergabe des gesamten Ensembles am Offenbachplatz am 22.3.2024 festgehalten.
In seiner Sitzung am 16.5.2023 beschloss der Rat zur Fortführung der Bühnensanierung am Offenbach-
platz auf der Grundlage einer aktualisierten Kostenprognose eine Erhöhung des bisherigen Budgets 642,7
Mio. EUR um 29,5 Mio. EUR € auf 672,2 Mio. EUR. Der Rat verzichtete auf eine Bedarfsfeststellung, ein
Vergabevorbehalt wurde nicht ausgesprochen. Zugleich ermächtigte der Rat die Bühnen, Kredite bis zu
einer Höhe von 672,2 Mio. EUR für die Planungs- und Baukosten aufzunehmen. Zudem wurden die
Bühnen ermächtigt, darüber hinaus, Kredite für Bauzeitzinsen in Anspruch zu nehmen.
Wegen Vorgängen von besonderer Bedeutung im Bereich der Sanierung nach dem Bilanzstichtag
31.8.2023 wird auf den Anhang, Abschnitt V verwiesen.
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II/39
Interimspielstätten
Nachdem der Rat in seiner Sitzung am 17.9.2015 die Nutzung und Herrichtung des Staatenhauses als
Hauptspielstätte der Oper beschlossen hatte, wurde die Erhöhung des Betriebskostenzuschusses zur
Finanzierung der Interimskosten zunächst auf die Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 mit einem Budget
von insgesamt 18,1 Mio. EUR begrenzt. Die Interimszeit der Oper im Staatenhaus sollte dabei zunächst
ebenfalls bis zum 31.8.2017 so kurz wie möglich gehalten werden.
Vor dem Hintergrund der veränderten Situation der Sanierung stimmte der Rat in seiner Sitzung am
28.6.2016 einer weiteren Verlängerung des Bühneninterims bis zum 31.8.2019 zu. Für das Depot ließ
der Rat eine Mietvertragsverlängerung bis zum 31.12.2022 zu, für das Staatenhaus eine Anschlussnut-
zung seitens der Oper und Kinderoper für die Spielzeiten 2017/18 und 2018/19. Der Rat nahm darüber
hinaus zur Kenntnis, dass der Anteil des weiteren Interimspielbetriebs am Betriebskostenzuschuss der
Bühnen in den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 insgesamt EUR 16,45 Mio. betr ug. Für sog. Nachlauf-
kosten der längeren Anmietung des Depots und verschiedener übergreifender Bereiche über den
31.8.2019 hinaus wurde ein zusätzlicher Zuschussbedarf von EUR 8,71 Mio. für die Jahre 2019 bis 2022
eingeplant. Für ggf. erforderliche Ausgleichszahlungen an den ursprünglich vorgesehenen und späteren
Nutzer des Staatenhauses verwies der Rat auf die Verfügbarkeit von Zuschussmitteln gemäß Beschluss
vom 22.10.2015.
Mit Vereinbarung vom 30.6.2016 wurde die Anmietung des Depots bis zum 31.12.2022 mit zweimaliger
Verlängerungsoption für jeweils zwei Jahre geregelt. Die angestrebte Absicht zur Vereinbarung eines
langfristigen Anschlussmietverhältnisses blieb davon unberührt. Die verlängerte Nutzung des Staaten-
hauses als Interimspielstätte der Oper wurde durch Zustimmung des ursprünglich vorgesehenen und
späteren Nutzers ebenfalls für Spielzeiten nach dem 31.8.2017 vereinbart.
Da sich infolge der aktuellen Planung der Sanierungsmaßnahmen am Offenbachplatz das Interim zu
diesem Zeitpunkt weiter in die Spielzeit 2022/23 verlängern würde, beschloss der Rat am 22.11.2018
zunächst auch eine Verlängerung des Interim-Spielbetriebs der Bühnen in den Spielzeiten bis 2021/22
sowie bis Dezember 2022 zzgl. Nachlaufkosten (sog. Interim IV). Als weiteren Anteil des Interims am
Betriebskostenzuschuss der Bühnen wurden insgesamt 28,19 Mio. EUR bewilligt, so dass die Bühnen in
diesem Kostenrahmen entsprechend notwendige Verträge abschließen konnten.
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II/40
Aufgrund der zeitlich angepassten Beschlusslage zur Sanierung stimmte der Rat am 3.2.2022 auf Basis
der aktuellen Terminplanung zur Sanierung der Verlängerung des Spielbetriebs der Bühnen im Interim
in den Spielzeiten 2021/22 bis 2023/24 sowie bis Dezember 2024 (sog. Nachlaufkosten) zu. Oper und
Kinderoper bespielen damit weiterhin das Staatenhaus in Köln-Deutz, das Schauspiel setzt den Spielbe-
trieb im Depot in Köln-Mülheim fort. Die Tanzgastspiele finden im Staatenhaus und im Depot statt. Durch
die erneute Verlängerung des Interims (sog. Interim V) wurde eine Erhöhung des bisherigen Budgets
von rd. 113,5 Mio. EUR um weitere 17,3 Mio. EUR beschlossen. Zugleich ermächtigte und beauftragte
der Rat die Betriebsleitung der Bühnen damit, im Rahmen des vorgelegten Kostenplanes die entspre-
chenden Verträge abzuschließen. Vor diesem Hintergrund wurde der Mietvertrag mit dem Depot bis zum
31.12.2024 verlängert; für das Staatenhaus ist eine Nutzung durch die Oper und Kinderoper bis zum
Ende der Spielzeit 203/24 mit einem anschließenden zwei- bis dreimonatigen Rückbau- und Umzugszeit-
raum vorgesehen. Die Betriebsleitung der Bühnen wurde zudem aufgefordert, vor der Beendigung der
Nutzung von Staatenhaus und ggf. Depot als Interimsspielstätten die politischen Gremien per Mitteilung
zu informieren. Sollte die Inbetriebnahme und Wiedereröffnung des Ensembles am Offenbachplatz
gleichwohl nicht zu Beginn der Spielzeit 2024/25 erfolgen können, wurde der Auftrag erteilt, dem Be-
triebsausschuss Bühnen, dem Finanzausschuss und dem Rat rechtzeitig ein Anschluss- und Überbrü-
ckungskonzept für den Zeitraum bis zum Wiedereröffnungstermin vorzulegen.
Vor diesem Hintergrund wurde auch in 2022/23 das Interimcontrolling mit der Maßgabe einer weiterhin
sparsamen Bewirtschaftung des Interims unverändert fortgesetzt; der Betriebsausschuss der Bühnen
wurde regelmäßig auf Basis von Controlling-Berichten informiert.
Wegen der Zukunft des Depots als Interimspielstätte wird auf Abschnitt II.4. dieses Lageberichts und
wegen Vorgängen von besonderer Bedeutung im Bereich der Interimspielstätten nach dem Bilanzstichtag
31.8.2023 wird auf den Anhang, Abschnitt V verwiesen.
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II/41
3. Investitionsplanung
Im Rahmen der kurzfristigen Investitionsplanung sind für das Wirtschaftsjahr 2023/24 von den Bühnen
folgende Investitionen vorgesehen:
Wirtschaftsplan
2023/24
TEUR
Technische Anlagen und Maschinen
(Beleuchtung, Tonanlagen, Bühnentechnik) 715
darin Oper TEUR 205
darin Schauspiel TEUR 230
darin Service TEUR 280
EDV-Software / Hardware 120
Sanierung Offenbachplatz 90.643
91.478
Die Finanzierung der Investitionsvorhaben soll in Höhe von TEUR 835 über Investitionskredite sowie in
Höhe von TEUR 90.643 über Zwischenkredite zur Finanzierung der Sanierung abgedeckt werden.
4. Sonstige Entwicklungen
In der Sitzung vom 8.9.2022 nahm der Rat die Beendigung des Projekts Ballet of Difference / Richard
Siegal am Schauspiel Köln zum 31.12.2023 zur Kenntnis, erklärte aber zugleich die Bereitschaft für eine
Verlängerung des Projekts bis zum 31.8.2024 durch die Bühnen auf der Basis einer Finanzierung über
eine zweckgebundene Rücklage in Höhe von TEUR 722,4 aus der Ergebnisverwendung für das Geschäfts-
jahr 2020/21.
In der Ratssitzung am 10.11.2022 erfolgte eine weitere Bestellung des technischen Betriebsleiters der
Bühnen, Herr Bernd Streitberger, vom 1.1.2023 bis zum 30.6.2024. In der gleichen Sitzung nahm der
Rat die Verlängerung des Programms „Neue Weg“ des Minist eriums für Kultur und Wissenschaft des
Landes NRW für den Zeitraum 9/2022 bis 12/2023 mit einer bewilligten Fördersumme von TEUR 827,6
zur Kenntnis. Der städtische Zuschussanteil in Höhe von TEUR 548,7 für die Spielzeit 2022/23 und TEUR
182,9 für die Spielzeit 2023/24 wurde in den Betriebskostenzuschussanteilen der Oper im Rahmen der
Wirtschaftspläne berücksichtigt.
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
II/42
Im Dezember 2022 verkündete der Intendant des Schauspiels Köln, Stefan Bachmann, seinen Wechsel
als Intendant des Burgtheater Wien mit Beginn der Spielzeit 2024/25. Auf Empfehlung einer Findungs-
kommission zur Neubesetzung der Schauspielintendanz für eine Interimslösung für die Spielzeit 2024/25
konnte das städtische Kulturdezernat Herrn Rafael Sanchez für diese Aufgabe gewinnen, der seit der
Spielzeit 2013/14 Hausregisseur am Schauspiel Köln ist.
Am 23.3.2023 beschloss der Rat das neue Preissystem inklusive der angepassten Eintrittspreise für alle
Veranstaltungen der Bühnen Köln ab der Spielzeit 2023/24.
In seiner Sitzung am 15.6.2023 wurde die städtische Verwaltung im Zusammenhang mit der Feststellung
des Wirtschaftsplans 2023/24 der Bühnen beauftragt, den künftigen Spielbetrieb der Bühnen am Offen-
bachplatz und am Depot in Köln- Mülheim auf Basis des Musterspielplanes „actori 2020 Tanz“ bzw. des
Gutachtens „actori 2020 & actori 2020 Tanz“ hinsichtlich der erforderlichen Finanzierung über die Wirt-
schaftspläne 2024/25 samt Mittelfristplanung umzusetzen. In diesem Zusammenhang sollte eine inter-
nationale Konzeptausschreibung für eine eigene Sparte Tanz als dritte produzierende Sparte der Bühnen
erstellt, umgesetzt und ab der Spielzeit 2025/26 bei den Bühnen etabliert werden. Auf der Grundlage
des Konzeptes sollten dann Fördermittel (insbesondere beim NRW-Kultusministerium) beantragt werden.
Die internationalen Tanzgastspiele sollten am Offenbachplatz und im Depot als unverzichtbarer Auffüh-
rungs- und Produktionsort fortgesetzt werden. Der Rat nahm zur Kenntnis, dass sich für eine eigene
Tanzsparte die für eine Fortführung des Depots kalkulierten Kosten um rd. 2,6 Mio. EUR erhöhen würden.
In der Ratssitzung wurde des Weiteren auf der Basis einer Machbarkeitsstudie beschlossen, das Depot
in Köln-Mülheim mit seinen Spielstätten Depot 1, Depot 2 und „Carlsgarten“ zu erhalten und dabei als
rechtsrheinische dritte Spielstätte der Bühnen, des Tanzes und der frei darstellenden Kunstszene sowie
für Fremdvermietungen und Festivals zu nutzen. Die Verwaltung sollte dazu einen Mietvertrag mit 15-
jähriger Laufzeit zzgl. Verlängerungsoption um 5 Jahre auf Basis eines vorliegenden Eigentümerangebots
verhandeln und abschließen. Investitionen in das Depot wurden dabei mit 2,3 Mio. EUR und die Kosten
für die Anmietung und den Betrieb mit rd. 6,7 Mio. EUR kalkuliert. Von der Verwaltung wurde dazu -
unter Beteiligung der Freien Szene - die Erstellung eines Konzepts zur Weiterentwicklung des Depots als
Produktions- und Abspielhaus eingefordert. Bei der Umsetzung des Konzepts sollen die Bühnen im Depot
und am Offenbachplatz eine angemessene Repräsentation der Kölner freien darstellenden Künste ge-
währleisten, nicht zuletzt durch Erarbeitung und Veröffentlichung eines transparenten Verfahrens zur
Nutzung durch die verschiedenen Gruppierungen mit jährlicher Berichterstattung an den Betriebsaus-
schuss bzw. städtischen Kulturausschuss. Der Betrieb des Depots soll zunächst von den Bühnen durch-
geführt und organisiert werden, wobei von einem kooperativen Miteinander der verschiedenen Nutzer-
gruppen ausgegangen wird. Dieses Betreibermodell soll dann laufend evaluiert werden. Die Kosten für
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
II/43
die Organisation der Nutzung einschließlich der Mittel zur Bereitstellung des Depots für die Freie Szene
sind in dem genannten Betrag von 6,7 Mio EUR enthalten. Über die Mittelbeschaffung von 0,5 Mio. EUR
für die künstlerische und organisatorische Umsetzung der Freien Szene Tanz und von TanzKöln der
Bühnen wurde infolge eines noch ausstehenden Konzepts noch nicht entschieden.
Bezogen auf den Betriebskostenzuschuss der Bühnen im Hinblick auf die vom Arbeitskreis actori berech-
nete Umsetzung der Projekte „actori 2020 & actori 2020 Tanz“ wurde von einem gegenüber dem bishe-
rigen städtischen Haushaltsansatz erforderlichen Mehrbedarf in Höhe von 9,5 Mio. EUR im Haushaltsjahr
2024, 28,4 Mio. EUR in 2025, 26,56 Mio. EUR in 2026 sowie 28,16 in 2027 ausgegangen. Sofern nicht
zusätzliche Finanzierungsquellen erschlossen werden könnten, soll der Mehrbedarf in 2024 durch Ver-
rechnung mit dem Bilanzgewinn bzw. Rückgriff auf Gewinnrücklagen gedeckt werden. Für die Haushalts-
jahre ab 2025 ff. sollen die Mehrbedarfe durch Umschichtung innerhalb des städtischen Kulturbudgets
bzw. hälftig durch das Kulturbudget und den Gesamthaushalt (ggf. durch Umschichtung) bzw. frei wer-
dende Mittel aus der Betriebskostenerstattung der Bühnen an das Gürzenich-Orchester bestritten wer-
den. Die Verwaltung wurde beauftragt, Fördermittel zu akquirieren und weitere zusätzliche Deckungs-
mittel aufzuzeigen.
Schließlich entschied der Rat in der Sitzung am 15.6.2023 noch folgende Einzelaspekte:
• Die Halle Kalk soll aus dem Sondervermögen der Bühnen zurück ins allgemeine Liegenschaftsver-
mögen der Stadt Köln überführt werden.
• Die Betriebskostenerstattung der Bühnen an das Gürzenich-Orchester soll (weiterhin) auf der Basis
eines 60%-igen Kostenschlüssels erfolgen und künftig alle drei Jahre evaluiert werden.
• Als Verstärkungsmittel „Neustart Offenbachplatz“ sollen einmalig insgesamt 3,5 Mio. EUR bereitge-
stellt werden.
• Für die Wiederbeschaffung von Theatertechnik am Offenbachplatz werden rd. 9,5 Mio. EUR einge-
plant.
• Die Bühnen sollen für rund 40 fehlende Arbeitsplätze am Offenbachplatz einen Mietvertrag für den
„Industriehof“ (Krebsgasse / Glockengasse) mit einer Laufzeit von zehn Jahren plus Optionen ab-
schließen.
• Die Bühnen sollen im Rahmen vorgelegter Konzepte und Kalkulationen in Höhe von rd. 1,4 Mio. EUR
ein Hochregallager in die Logistikhalle der Bühnen in Köln-Kalk einbauen lassen.
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Bühnen der Stadt Köln, Köln
II/44
Soweit für die kalkulierten Beschaffungen oder Dienstleistungen Bedarfsfeststellungsbeschlüsse erfor-
derlich sind, wurde der Bedarf vom Rat vorab anerkannt; ein Vergabevorbehalt wurde jeweils nicht
ausgesprochen.
Zum Ende der Spielzeit 2022/23 entschied die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker auf Basis des
Vorschlags einer Findungskommission, dem städtischen Hauptausschuss Herrn Kay Voges, derzeitiger
Künstlerischer Direktor am Volkstheater in Wien, ab der Spielzeit 2025/26 als neuen Intendanten des
Schauspiel Köln zu verpflichten . Unmittelbar nach Beschluss des Hauptausschusses soll dieser mit der
Vorbereitung der Spielzeiten ab 2025/26 beginnen.
Im Rahmen des von den Bühnen gemäß § 10 Abs. 1 EigVO NRW vorgehaltenen Risikofrüherkennungs-
systems (RCM-System) liegt ein auf die speziellen Belange der Bühnen zugeschnittenes Handbuch zum
Risiko-/Chancenmanagement vor, die Verantwortlichen und deren Aufgaben zur Erfassung und Kommu-
nikation der Risiken und Chancen sind bestimmt. Letztmals zum 31.12.2023 wurde eine nach externen,
leistungswirtschaftlichen, finanzwirtschaftlichen und internen Risiken differenzierte Risikoinventur mit
qualitativer Bewertung durchgeführt und abgeschlossen. Für die einzelnen Risiken wurden – sofern mög-
lich – Frühindikatoren sowie Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -reduzierung definiert. Das Risiko-
Chancen-Management wird laufend überarbeitet und auf die aktuellen gesetzlichen Gegebenheiten an-
gepasst.
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Bü hnen der S tadt Kö ln, Kö ln II/45
Wegen weiterer Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31.8.2023 wird auf den
Anhang, Abschnitt V verwiesen.
Kö ln, den 14. November 2024
Patrick Wasserbauer
Geschäftsfü hrender Direktor
Anlage 5 - Fragenkatalog nach § 53 HGrG
44872 Zeichen
101110217
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Bühnen der Stadt Köln, Köln
IV/1
Feststellungen im Rahmen der Prüfung nach § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz
Fragenkreis 1: Tätigkeit von Überwachungsorganen und Geschäftsleitung sowie
individualisierte Offenlegung der Organbezüge
a) Gibt es Geschäftsordnungen für die Organe und einen Geschäftsverteilungsplan für
die Geschäftsleitung sowie ggf. für die Konzernleitung? Gibt es darüber hinaus
schriftliche Weisungen des Überwachungsorgans zur Organisation für die Geschäfts-
sowie ggf. für die Konzernleitung (Geschäftsanweisung)? Entsprechen diese
Regelungen den Bedürfnissen des Unternehmens bzw. des Konzerns?
Innerhalb der Betriebsleitung sind die Geschäftsverteilung und die Abgrenzung der
Kompetenzen und Zuständigkeiten der einzelnen Mitglieder durch die Dienstanweisung vom
05. April 2016 geregelt, die am 01. Mai 2016 in Kraft getreten ist.
Nach dieser Dienstanweisung setzt sich die Betriebsleitung der Bühnen der Stadt Köln wie
folgt zusammen: dem Geschäftsführenden Direktor/der Geschäftsführenden Direktorin, dem
Intendanten/der Intendantin des Schauspiels, dem Intendanten/der Intendantin der Oper und
dem Technischen Betriebsleiter/der Technischen Betriebsleiterin. Die Betriebsleitung führt die
Geschäfte der Bühnen der Stadt Köln gesamtverantwortlich nach einheitlichen Zielsetzungen,
Plänen und Richtlinien. Konflikte sind innerhalb der Betriebsleitung zu lösen; soweit das nicht
zu einem einvernehmlichen Ergebnis führt, ist der/die zuständige Beigeordnete einzuschalten,
der/die letztendlich entscheidet, wenn keine Konfliktlösung herbeigeführt werden kann.
Unbeschadet der Gesamtverantwortung werden den Betriebsleitern Ressorts zugewiesen, für
die sie zuständig sind.
Im Wirtschaftsjahr 2022 /23 setzte sich die Betriebsleitung der Bühnen aus dem
Geschäftsführenden Direktor, Herrn Patrick Wasserbauer, dem Opernintendanten, Herrn Hein
Mulders, dem Schauspielintendanten, Herrn Stefan Bachmann, und dem Technischen
Betriebsleiter, Herrn Bernd Streitberger, zusammen.
Zum Aufgabenbereich des Geschäftsführenden Direktors/der Geschäftsführenden Direktorin
gehören das Finanzwesen, das Personalwesen und die Verwaltung (Organisation, EDV etc.).
Dienstvorgesetzter der Bediensteten der Einrichtung ist der Oberbürgermeister/die
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln (§ 6 der Betriebssatzung vom 07. Juli 2022, veröffentlicht
im Amtsblatt der Stadt Köln vom 15. Juli 2022).
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Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Bühnen der Stadt Köln, Köln
IV/2
Die Überwachungsorgane der Einrichtung sind der Rat der Stadt Köln und der
Betriebsausschuss.
Der Rat der Stadt Köln entscheidet über Angelegenheiten, die er nicht übertragen kann (§ 41
Abs. 2 GO NRW). Dazu gehören u. a.:
- die Wahl der Mitglieder der Ausschüsse und ihrer Vertreter
- der Erlass, die Änderung und die Aufhebung von Satzungen und ortsrechtlichen
Bestimmungen
- der Erlass eines Stellenplanes
- die Festsetzung privatrechtlicher Entgelte
Darüber hinaus entscheidet der Rat der Stadt Köln u. a. über folgende Angelegenheiten (§ 4
der Betriebssatzung):
- Bestellung und Abberufung der Betriebsleiter/Betriebsleiterinnen
- Feststellung und Änderung des Wirtschaftsplanes
- Feststellung des Jahresabschlusses, die Verwendung des Jahresgewinnes oder die
Behandlung eines Jahresverlustes und die Entlastung des Betriebsausschusses sowie
die Rückzahlung von Eigenkapital an die Stadt
Die übrigen Zuständigkeiten des Rates der Stadt Köln nimmt – bis auf die nicht übertragbaren
Aufgaben und die in der Betriebssatzung genannten Angelegenheiten – der
Betriebsausschuss wahr (§ 41 Abs. 2 und 3 GO NRW i. V. mit der Zuständigkeitsordnung des
Rates der Stadt Köln).
Der Betriebsausschuss ist personenidentisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt
Köln (§ 5 Abs. 1 der Betriebssatzung). Der Betriebsausschuss bündelt alle den
eigenbetriebsähnlichen Betrieb betreffenden kaufmännischen, technischen und personellen
Angelegenheiten, die ansonsten nach der Zuständigkeitsordnung grundsätzlich auch anderen
Fachausschüssen zur Entscheidung übertragen sind.
Der Betriebsausschuss entscheidet in den Angelegenheiten, die ihm durch die GO NRW und
die EigVO NRW übertragen sind, sowie in den ihm vom Rat der Stadt Köln ausdrücklich
übertragenen Angelegenheiten sowie gemäß der Betriebssatzung über
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Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Bühnen der Stadt Köln, Köln
IV/3
- Erlass und Niederschlagung von Ansprüchen zwischen EUR 10.000,00 bis
EUR 50.000,00, Stundung von Ansprüchen zwischen EUR 20.000,00 bis
EUR 50.000,00
- Bedarfsfeststellungen (außer Bauleistungen) bei Auftragswerten von mehr als
EUR 300.000,00 bis EUR 1,5 Mio.
- Zustimmung zu sonstigen Verträgen, wenn der Wert im Einzelfall den Betrag von
EUR 300.000,00 übersteigt. Ausgenommen sind die Geschäfte der laufenden
Betriebsführung und Angelegenheiten, die nach der Gemeindeordnung NRW, der
Eigenbetriebsverordnung oder der Betriebssatzung der Zuständigkeit des Rates
vorbehalten sind
- den Vorschlag eines Abschlussprüfers zur Vorlage an die Gemeindeprüfungsanstalt
Die Einbindung des Rates der Stadt Köln sowie des Betriebsausschusses in die
Entscheidungsprozesse der Betriebsleitung vollzieht sich nach den gesetzlichen Grundlagen
sowie den ergänzenden Regelungen (Gemeindeordnung NRW, Eigenbetriebsverordnung
NRW, Hauptsatzung der Stadt Köln vom 10. Februar 2009 in der 24. Fassung vom 09. April
2021 und Zuständigkeitsordnung der Stadt Köln vom 18. April 2019.
Die vorstehend dargestellten Regelungen entsprechen den Bedürfnissen der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung.
b) Wie viele Sitzungen der Organe und ihrer Ausschüsse haben stattgefunden und
wurden Niederschriften hierüber erstellt?
Im Zeitraum vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 fanden sechs reguläre
Sitzungen und 2 Sondersitzungen des Betriebsausschusses und zwei die Einrichtung
betreffende Sitzungen des Rates der Stadt Köln statt. Die vom Betriebsausschuss
vorbereiteten Empfehlungen hat der Rat der Stadt Köln durch entsprechende
Beschlussfassungen übernommen.
Es wurden zu allen regulären Sitzungen des Betriebsausschusses und des Rates der Stadt
Köln Niederschriften erstellt. Zu den Sondersitzungen des Betriebsausschusses existieren
Beschlussprotokolle.
Sitzungen der Betriebsleitung haben auskunftsgemäß stattgefunden. Niederschriften über die
Sitzungen wurden nicht erstellt.
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IV/4
c) In welchen Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i. S. d. § 125 Abs. 1 Satz 5
des Aktiengesetzes sind die einzelnen Mitglieder der Geschäftsleitung tätig?
Die Mitglieder der Betriebsleitung sind auskunftsgemäß in keinem weiteren Kontrollgremium
tätig.
d) Wird die Vergütung der Organmitglieder (Geschäftsleitung, Überwachungsorgan)
individualisiert im Anhang des Jahresabschlusses/Konzernabschlusses aufgeteilt nach
Fixum, erfolgsbezogenen Komponenten und Komponenten mit langfristiger
Anreizwirkung ausgewiesen? Falls nein, wie wird dies begründet?
Organe der Bühnen sind die Betriebsleitung und der Betriebsausschuss. Die gewährte
Vergütung der Betriebsleitung wird im Anhang individualisiert ausgewiesen. Die Mitglieder des
Betriebsausschusses erhalten keine Vergütung.
Fragenkreis 2: Aufbau- und ablauforganisatorische Grundlagen
a) Gibt es einen den Bedürfnissen des Unternehmens entsprechenden
Organisationsplan, aus dem Organisationsaufbau, Arbeitsbereiche und
Zuständigkeiten/Weisungs-befugnisse ersichtlich sind? Erfolgt dessen regelmäßige
Überprüfung?
Die Arbeitsbereiche und dazugehörigen personellen Zuständigkeiten ergeben sich aus dem
jährlichen Dienstverteilungs- und Stellenplan. Unterlagen zu Weisungsbefugnissen und
Vollmachten der Mitarbeiter sind zentral dokumentiert.
Eine regelmäßig stattfindende Überprüfung der Aufbauorganisation durch die Betriebsleitung
ergibt sich aus dem jährlich aufzustellenden Dienstverteilungs- und Stellenplan.
Darüber hinaus besteht eine zentrale Plattform ("Backstage"), in der die zentralen Unterlagen
der Ablauforganisation für alle Mitarbeiter online zur Verfügung gestellt werden.
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IV/5
b) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass nicht nach dem Organisationsplan
verfahren wird?
Es haben sich im Rahmen unserer Prüfung keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die
vorstehend genannten Regelungen und Richtlinien nicht eingehalten wurden.
c) Hat die Geschäftsleitung Vorkehrungen zur Korruptionsprävention ergriffen und
dokumentiert?
Die Bühnen haben die von der Stadt Köln getroffenen Vorkehrungen zur
Korruptionsprävention zu beachten. Diese beinhalten Hinweise zur Umsetzung des
Korruptionsbekämpfungsgesetzes (KorruptionsbG) vom 16. Dezember 2004 im
Vergabewesen sowie Richtlinien zur Rotation von Mitarbeiter/-innen in korruptionsgefährdeten
Bereichen und das Verbot der Annahme von Vergünstigungen. Im Wirtschaftsjahr 2022 /23
wurden keine zusätzlichen bzw. neuen Regeln eingeführt.
d) Gibt es geeignete Richtlinien bzw. Arbeitsanweisungen für wesentliche
Entscheidungsprozesse (insbesondere Auftragsvergabe und Auftragsabwicklung,
Personalwesen, Kreditaufnahme und -gewährung)? Haben sich Anhaltspunkte
ergeben, dass diese nicht eingehalten werden?
Grundsätzlich gelten die Regelungen zum allgemeinen Dienstbetrieb und Geschäftsablauf
innerhalb der Kölner Stadtverwaltung, die im Handbuch der Stadtverwaltung Köln vom
1. Februar 2021 bzw. den laufenden Aktualisierungen hierzu zusammengefasst worden sind.
Darüber hinaus ergeben sich entsprechende Richtlinien aus der jeweils gültigen
Zuständigkeitsordnung der Stadt Köln. Den Mitarbeitern stehen im Intranet der Stadt Köln
(Internes – Bibliothek) die zu beachtenden Gesetze/Rechtsverordnungen,
Dienstanweisungen/-vereinbarungen und städtischen Regelungen zur Verfügung. Die
städtischen Regelungen umfassen u.a.:
- Allgemeine Rahmenbedingungen für Sponsoringleistungen im Bereich der
Stadtverwaltung vom 9. November 2010 bzw. laufende Aktualisierungen
- Geschäftsanweisung zur Durchführung von Vergabeverfahren vom 01. 10.2022 bzw.
laufende Aktualisierungen.
- Wertgrenzenregelung für die Vorlage- und Informationspflichten gegenüber dem
Rechnungsprüfungsamt (Stand 01.04.2022)
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IV/6
Darüber hinaus hat der Rat der Stadt Köln speziell für die Bühnen folgende Richtlinie
beschlossen:
- Geschäftsordnung über die Abgabe kostenloser bzw. ermäßigter Eintrittskarten bei den
Bühnen der Stadt Köln vom 31. Januar 2002, geändert mit Beschluss des Rates der
Stadt Köln vom 18. Juli 2013
Im Rahmen des jährlichen Wirtschaftsplanes beschließt der Rat der Stadt Köln über den
Gesamtbetrag der Kredite zur Finanzierung der Ausgaben und ermächtigt gleichzeitig die
Betriebsleitung, Kassenkredite bis zu einer bestimmten Höhe aufzunehmen, die zur
rechtzeitigen Leistung von Ausgaben in Zusammenhang mit dem Spielbetrieb der Bühnen
dienen und um die kurzfristige Liquidität sicherzustellen. Die Ermächtigung der Betriebsleitung
zur Kreditaufnahme und zur Eingehung von Verpflichtungen wurde vom Rat der Stadt Köln
unter anderem am 16. September 2021, am 20. Juni 2022 und am 15. Juni 2023 beschlossen.
Es haben sich im Rahmen unserer Prüfung keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die
vorstehend genannten Regelungen und Richtlinien nicht eingehalten wurden.
e) Besteht eine ordnungsmäßige Dokumentation von Verträgen (z. B.
Grundstücksverwaltung, EDV)?
Grundsätzlich werden Verträge, die die Bühnen der Stadt Köln betreffen, in Form eines
Kopierexemplars ordnungsgemäß abgelegt. Darüber hinaus werden die Verträge in Excel -
basierten Listen erfasst und fortlaufend aktualisiert. Die Aufgliederung der Verträge erfolgt
nach Spielzeiten und Sparten bzw. Spielort; bei spielzeitübergreifenden Verträgen erfolgt die
Aufgliederung alphabetisch bzw. nach Vertragspartnern.
Die Verwaltung dieser Verträge wird durch einen Mitarbeiter des Finanz- und
Rechnungswesens wahrgenommen.
Die Dokumentation und Aufbewahrung von originalen Mitarbeiterverträgen und Gagenkräften
erfolgt in der Personalabteilung der Bühnen.
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IV/7
Fragenkreis 3: Planungswesen, Rechnungswesen, Informationssystem und Controlling
a) Entspricht das Planungswesen – auch im Hinblick auf Planungshorizont und
Fortschreibung der Daten sowie auf sachliche und zeitliche Zusammenhänge von
Projekten – den Bedürfnissen des Unternehmens?
Das Planungswesen entspricht den Bedürfnissen der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung.
b) Werden Planabweichungen systematisch untersucht?
Planabweichungen in den Wirtschaftsplänen werden regelmäßig unter Zuhilfenahme des
SAP-Moduls Controlling untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung werden regelmäßig in
den Erläuterungen zu dem jeweiligen Quartalsbericht dargestellt. Die Quartalsberichte sind
nach dem Erfolgsplan gegliedert und zeigen die Abweichungen zum Wirtschaftsplan auf.
Abweichungen vom Budget werden überwacht. Darüber hinaus erhalten die
Kostenstellenverantwortlichen vom Controlling monatliche Auswertungen, mittels derer sie
über die Höhe der noch zur Verfügung stehenden Mittel informiert werden. Die Betriebsleitung
erhält monatlich Auswertungen aus der Kosten- und Leistungsrechnung, um einen
Gesamtüberblick hinsichtlich der bereits verwendeten bzw. noch zur Verfügung stehenden
Mittel zu erhalten.
c) Entspricht das Rechnungswesen einschließlich der Kostenrechnung der Größe und
den besonderen Anforderungen des Unternehmens?
Das Rechnungswesen entspricht der Größe und den Anforderungen des Betriebes.
d) Besteht ein funktionierendes Finanzmanagement, welches u.a. eine laufende
Liquiditätskontrolle und eine Kreditüberwachung gewährleistet?
Die Liquiditätskontrolle sowie die Kreditüberwachung erfolgen durch das Finanzmanagement.
Vor dem Hintergrund der Aufarbeitung und Bewertung der Abläufe und organisatorischen
Regelungen im Zusammenhang mit den Einlagen bei der Greensill Bank AG sowie den daraus
resultierenden Handlungserfordernissen hat die Verwaltung eine Liquiditätsrichtlinie sowie
Reportingformate und Verfahrensvorgaben für die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen
erarbeitet. Die Bühnen berichten regelmäßig zu Beginn eines Monats an die Kämmerei ihren
Liquiditätsstatus zum Ende des Vormonats. Um den Umgang mit gegebenenfalls künftig
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IV/8
auftretenden Liquiditätsbeständen zu regeln, hat die Betriebsleitung darüber hinaus eine
Liquiditätsrichtlinie auf Basis eines mit der Kämmerei abgestimmten Musters in Kraft gesetzt.
Die zwingende Beachtung dieser Richtlinie wurde auch in eine Neufassung der
Betriebssatzung der Bühnen aufgenommen, die der Rat der Stadt Köln am 0 5. Mai 2022
beschlossen hat. Die Betriebsleitung informiert innerhalb der Quartalsberichte den
Betriebsausschuss über den Liquiditätsstatus zum Ende eines jeden Quartals.
e) Gehört zu dem Finanzmanagement auch ein zentrales Cash-Management und haben
sich Anhaltspunkte ergeben, dass die hierfür geltenden Regelungen nicht eingehalten
worden sind?
Das Finanzmanagement verfügt über ein zentrales Cash-Management.
f) Ist sichergestellt, dass Entgelte vollständig und zeitnah in Rechnung gestellt werden?
Ist durch das bestehende Mahnwesen gewährleistet, dass ausstehende Forderungen
zeitnah und effektiv eingezogen werden?
In Bezug auf den Verkauf von Eintrittskarten erfolgt eine Rechnungsstellung nur für den
Bereich der Abonnements und Großkunden. Ansonsten erfolgen Barverkäufe oder Verkäufe
mit Bezahlung durch EC- bzw. Kreditkarte.
Sofern eine Rechnungsstellung erfolgt, ist sichergestellt, dass diese vollständig und zeitnah
ist. Eine Ausgabe der Eintrittskarten erfolgt zeitgleich mit der Rechnungsstellung.
g) Entspricht das Controlling den Anforderungen des Unternehmens/Konzerns und
umfasst es alle wesentlichen Unternehmens-/Konzernbereiche?
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung verfügt über ein Controlling, dessen Aufgabenbereiche
sich über alle Teilbereiche der Bühnen erstrecken. So werden u.a. Plan-Ist-Abweichungen,
Besucherstatistiken, Produktionsabrechnungen für einzelne Kostenträger sowie
Kostenstellenrechnungen erstellt. Ferner ist das Controlling mitverantwortlich für die
Aufstellung der Wirtschaftspläne sowie die Überwachung deren Einhaltung. Seit der Spielzeit
2015/16 ist das Controlling der Personalkosten Bestandteil der regelmäßigen Berichte an die
Geschäftsführung.
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IV/9
h) Ermöglicht das Rechnungs- und Berichtswesen eine Steuerung und/oder
Überwachung der Tochterunternehmen und der Unternehmen, an denen eine
wesentliche Beteiligung besteht?
Da die Bühnen keine Anteile an Tochter- und Beteiligungsunternehmen halten, findet diese
Frage keine Anwendung.
Fragenkreis 4: Risikofrüherkennungssystem
a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung nach Art und Umfang Frühwarnsignale definiert
und Maßnahmen ergriffen, mit deren Hilfe bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig
erkannt werden können?
Für Zwecke der Risikofrüherkennung haben die Bühnen ein Risiko- und Chancen-
Management (RCM) eingerichtet.
Hierzu wird jährlich eine Risikoinventur mit Hilfe von definierten Fragenkatalogen und
Checklisten durchgeführt, wobei alle Abteilungen der Bühnen bei der Risikoerfassung
einbezogen werden. Die Risikoverantwortlichen, i. d. R. die Abteilungsleiter bzw. deren
Stellvertreter, werden schriftlich nach Risiken und Chancen und deren Entwicklung in ihren
Bereichen befragt. Die Risikoverantwortlichen machen Angaben zur Auswirkung der Risiken
in Euro, woraus sich die Einstufung in niedrig, moderat, wesentlich und gravierend ergibt, und
zur Eintrittswahrscheinlichkeit (gering, mittel, hoch und sehr hoch). Aus diesen beiden
Dimensionen ergibt sich eine 4 x 4-Risikomatrix (RiskMap), in die jedes Risiko eingeordnet ist.
Durch ein entsprechendes Informationssystem soll sichergestellt werden, dass mögliche
Risiken und Chancen an die jeweiligen Entscheidungsträger der Bühnen rechtzeitig
kommuniziert werden, um wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen
Fehlentwicklungen frühzeitig entgegenwirken zu können.
Durch die jährliche Risikoinventur werden bereits erfasste Risiken laufend auf Aktualität
geprüft und ggf. neue Risiken benannt bzw. die Feststellung getroffen, dass Risiken erledigt
sind. Die von den Risikoverantwortlichen gelieferten Informationen (Risikoidentifikation,
-analyse, -bewertung und -steuerung) werden vom Risikomanager ausgewertet und ins RCM-
System übernommen. Die Daten werden zu den Inventurstichtagen festgeschrieben, sodass
die Entwicklung der Risiken hinsichtlich Bewertung und Trend (sinkend, steigend, konstant)
nachvollzogen werden kann.
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IV/10
Bei der Art von Risiken, wie sie bei den Bühnen der Stadt Köln bestehen, sind nach Auffassung
der Betriebsleitung allerdings überwiegend keine sinnvollen Frühwarnsignale mit
entsprechenden Schwellenwerten definierbar und deshalb nicht festgelegt.
Außerhalb des RCM-Systems erhalten die Risikoverantwortlichen in ihrer Funktion als
Abteilungsleiter regelmäßig weiterführende Informationen (Controlling, Statistiken,
Auswertungen), die sie frühzeitig über Veränderungen und wichtige Ereignisse informieren.
Zum Stichtag 31. August 2023 waren insgesamt 48 Risiken und 4 Chancen, zum Stichtag
31. August 2022 insgesamt 41 Risiken und 4 Chancen identifiziert und den verschiedenen
Bereichen (Betriebsleitung, Produktion, Technik und Verwaltung) zugeordnet. Die Risiken sind
weiterhin unterteilt in allgemeine externe, allgemeine interne, finanzwirtschaftliche, personelle,
räumliche/technische Ausstattungsrisiken und leistungswirtschaftliche Risiken. Darüber
hinaus definieren die Risikoverantwortlichen Maßnahmen, die den Risiken entgegenwirken,
sie ggf. verhindern bzw. vermindern.
b) Reichen diese Maßnahmen aus und sind sie geeignet, ihren Zweck zu erfüllen? Haben
sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Maßnahmen nicht durchgeführt werden?
Mit der Maßgabe, dass keine entsprechenden Schwellenwerte definiert wurden und dass das
RCM-System nicht als Frühwarnsystem angelegt ist, sind die Maßnahmen in dem
beschriebenen Rahmen geeignet, ihren Zweck zu erfüllen.
c) Sind diese Maßnahmen ausreichend dokumentiert?
Die getroffenen Maßnahmen sind ausreichend dokumentiert.
d) Werden Frühwarnsignale und Maßnahmen kontinuierlich und systematisch mit dem
aktuellen Geschäftsumfeld sowie mit den Geschäftsprozessen und Funktionen
abgestimmt und angepasst?
Vgl. Antwort zu Frage 4a).
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IV/11
Fragenkreis 5: Finanzinstrumente, andere Termingeschäfte, Optionen und Derivate
In dem Geschäftsjahr 2022 /23 wurden keine Termingelder angelegt und bis auf die in
Vorjahren erfolgte Anlage bei der insolventen Greensill Bank sind keine Termingelder offen.
Vor dem Hintergrund der im Geschäftsjahr 2020/21 erfolgten Anlage liquider Mittel bei der
Greensill Bank mit den bekannten Folgen, wurde eine „Richtlinie für Liquiditätsanlagen der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Bühnen Köln“ erarbeitet und am 15. Mai 2 022 in Kraft
gesetzt.
Fragenkreis 5 a) – 5 f) nicht einschlägig.
a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung den Geschäftsumfang zum Einsatz von
Finanzinstrumenten sowie von anderen Termingeschäften, Optionen und Derivaten
schriftlich festgelegt? Dazu gehört:
Welche Produkte/Instrumente dürfen eingesetzt werden?
Mit welchen Partnern dürfen die Produkte/Instrumente bis zu welchen Beträgen
eingesetzt werden?
Wie werden die Bewertungseinheiten definiert und dokumentiert und in welchem
Umfang dürfen offene Posten entstehen?
Sind die Hedge-Strategien beschrieben, z. B. ob bestimmte Strategien ausschließlich
zulässig sind bzw. bestimmte Strategien nicht durchgeführt werden dürfen (z. B.
antizipatives Hedging)?
b) Werden Derivate zu anderen Zwecken eingesetzt als zur Optimierung von
Kreditkonditionen und zur Risikobegrenzung?
c) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung ein dem Geschäftsumfang entsprechendes
Instrumentarium zur Verfügung gestellt, insbesondere in Bezug auf
Erfassung der Geschäfte
Beurteilung der Geschäfte zum Zweck der Risikoanalyse
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IV/12
Bewertung der Geschäfte zum Zweck der Rechnungslegung
Kontrolle der Geschäfte?
d) Gibt es eine Erfolgskontrolle für nicht der Risikoabsicherung (Hedging) dienende
Derivatgeschäfte und werden Konsequenzen aufgrund der Risikoentwicklung
gezogen?
e) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung angemessene Arbeitsanweisungen erlassen?
f) Ist die unterjährige Unterrichtung der Geschäfts-/Konzernleitung im Hinblick auf die
offenen Positionen, die Risikolage und die ggf. zu bildenden Vorsorgen geregelt?
Fragenkreis 6: Interne Revision
a) Gibt es eine den Bedürfnissen des Unternehmens/Konzerns entsprechende interne
Revision/Konzernrevision? Besteht diese als eigenständige Stelle oder wird diese
Funktion durch eine andere Stelle (ggf. welche?) wahrgenommen?
Die Interne Revision bei den Bühnen der Stadt Köln ist als eigenständige Stelle in der
Geschäftsführenden Direktion angesiedelt.
Der Tätigkeitsbereich der internen Revision ist in der "Dienstanweisung Innenrevision" vom
27. Januar 2015 festgelegt.
Weitere Prüfungen werden durch das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln durchgeführt.
b) Wie ist die Anbindung der internen Revision/Konzernrevision im
Unternehmen/Konzern? Besteht bei ihrer Tätigkeit die Gefahr von Interessenkonflikten?
Die interne Revision der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist unmittelbar an die Ge-
schäftsführende Direktion angebunden.
Die Interne Revision ist mit einem Prüfungs-, Beratungs- und Feststellungsrecht ausgestattet.
Die Gefahr von Interessenkonflikten besteht nicht, da die interne Revision
weisungsunabhängig ist.
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IV/13
c) Welches waren die wesentlichen Tätigkeitsschwerpunkte der internen
Revision/Konzernrevision im Geschäftsjahr? Wurde auch geprüft, ob wesentlich
miteinander unvereinbare Funktionen (z. B. Trennung von Anweisung und Vollzug)
organisatorisch getrennt sind? Wann hat die interne Revision das letzte Mal über
Korruptionsprävention berichtet? Liegen hierüber schriftliche Revisionsberichte vor?
Die mit der internen Revision beauftragte Mitarbeiterin war im Berichtsjahr in folgenden
Bereichen schwerpunktmäßig tätig:
- Ausgabenkontrolle bei den Bühnen über Bedarfsprüfungen der Bühnen der Stadt Köln
- Bei Vergabeverfahren
o Umsetzung der Geschäftsanweisung zur Durchführung von Vergabeverfahren
o Umsetzung der Wertgrenzenregelung für die Vorlage- und
Informationspflichten gegenüber dem Rechnungsprüfungsamt ab 01.04.2022
- Prüfungen des Rechnungsprüfungsamtes und des Rechtsamtes, die von der Internen
Revision begleitet und unterstützt werden:
o Prüfung von Vergaben auf Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit, hier:
Begleitung der Stichprobenprüfung in Bezug auf die Einhaltung der
Vergabevorschriften (Rechtsamt)
o Prüfung von Bedarfsprüfungen auf Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit,
hier: Begleitung der Stichprobenprüfung in Bezug auf die Einhaltung der
Bedarfsprüfungsrichtlinie (Rechnungsprüfungsamt)
o Schwerpunktprüfung: Umsetzung und Nutzung des städtischen
Vertragsmanagements (Rechnungsprüfungsamt)
o Programmprüfung, hier: Einführung eines eRechnungseingangsbuchs in SAP
mittels Doxis4, Programmprüfung nach § 104 Abs. 1 Ziffer 3 der
Gemeindeordnung NRW (Rechnungsprüfungsamt)
- Regelungen und Dienstanweisungen allgemein:
o Allgemeine Geschäftsbedingungen der Bühnen der Stadt Köln
- Datenschutz, hier Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie
Überwachung der Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften
d) Hat die interne Revision ihre Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer
abgestimmt?
Eine Abstimmung der Prüfungsschwerpunkte der internen Revision mit dem Abschlussprüfer
erfolgt nicht.
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IV/14
e) Hat die interne Revision/Konzernrevision bemerkenswerte Mängel aufgedeckt und
um welche handelt es sich?
Die interne Revision hat im Rahmen ihrer in 2022/23 durchgeführten Tätigkeiten
auskunftsgemäß keine bemerkenswerten Mängel bei der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung
aufgedeckt.
f) Welche Konsequenzen werden aus den Feststellungen und Empfehlungen der
internen Revision/Konzernrevision gezogen und wie kontrolliert die interne
Revision/Konzern-revision die Umsetzung ihrer Empfehlungen?
Seit Aufnahme der Tätigkeit der internen Revision veranlasst die Betriebsleitung die
Umsetzung der Empfehlungen der internen Revision u. a. durch Dienstanweisungen. Die
interne Revision prüft die Einhaltung der Dienstanweisungen bei Bedarf bzw. auf Anweisu ng
in zeitlichem Abstand.
Fragenkreis 7: Übereinstimmung der Rechtsgeschäfte und Maßnahmen mit Gesetz,
Satzung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Beschlüssen des
Überwachungsorgans
a) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die vorherige Zustimmung des
Überwachungsorgans zu zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften und Maßnahmen
nicht eingeholt worden ist?
Im Rahmen unserer Prüfung haben sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass die vorherigen
Zustimmungen des Überwachungsorgans zu zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften und
Maßnahmen nicht eingeholt worden sind.
b) Wurde vor der Kreditgewährung an Mitglieder der Geschäftsleitung oder des
Überwachungsorgans die Zustimmung des Überwachungsorgans eingeholt?
Im Wirtschaftsjahr 2022/23 wurden keine Kredite an Mitglieder der Geschäftsleitung oder des
Überwachungsorgans gewährt.
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IV/15
c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass anstelle zustimmungsbedürftiger
Maßnahmen ähnliche, aber nicht als zustimmungsbedürftig behandelte Maßnahmen
vorgenommen worden sind (z. B. Zerlegung in Teilmaßnahmen)?
Anhaltspunkte dafür haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben.
d) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Geschäfte und Maßnahmen nicht mit
Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Beschlüssen
des Überwachungsorgans übereinstimmen?
Anhaltspunkte dafür haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben.
Fragenkreis 8: Durchführung von Investitionen
a) Werden Investitionen (in Sachanlagen, Beteiligungen, sonstige Finanzanlagen,
immaterielle Anlagewerte und Vorräte) angemessen geplant und vor Realisierung auf
Rentabilität/Wirtschaftlichkeit, Finanzierbarkeit und Risiken geprüft?
Vor Realisierung findet bei geplanten Investitionen auf der Grundlage der Richtlinie für die
Bedarfsprüfung vor der Vergabe von Lieferungen und Leistungen der Stadt Köln eine
Wirtschaftlichkeitsprüfung statt.
Die Investitionen in die Gebäude und in die Betriebsvorrichtungen der Bühnen der Stadt Köln
erfolgen auskunftsgemäß grundsätzlich aufgrund einer Gesamtkonzeption der baulichen
Erhaltung einschließlich der brandschutz- und sicherheitstechnischen Erneuerungen. Bei der
konkreten Umsetzung von Maßnahmen werden Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
vorgenommen.
Bei dem Projekt "Sanierung der Bühnen" sind Rentabilitätsgesichtspunkte nicht relevant, da
es sich bei den Bühnen um einen öffentlichen Zuschussbetrieb handelt. Wirtschaftlichkeits-
und Finanzierungsaspekte sowie Risiken werden bei der Planung dieses Großprojektes
berücksichtigt.
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IV/16
b) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Unterlagen/Erhebungen zur
Preisermittlung nicht ausreichend waren, um ein Urteil über die Angemessenheit des
Preises zu ermöglichen (z. B. bei Erwerb bzw. Veräußerung von Grundstücken oder
Beteiligungen)?
Für Fremdleistungen wird der Preis grundsätzlich über die vorgeschriebenen Verfahren nach
der UVgO, VOB, und VGV ermittelt. Ab einem Nettoauftragswert von EUR 100.000,00 (UVgO)
bzw. EUR 750.000,00 (VOB) erfolgen grundsätzlich öffentliche Ausschreibungen zentral durch
das Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen der Stadt Köln. Ab einem Auftragswert von
EUR 25.000,00 prüft das Rechnungsprüfungsamt die Vergaben stichprobenartig.
c) Werden Durchführung, Budgetierung und Veränderungen von Investitionen laufend
überwacht und Abweichungen untersucht?
Die Durchführung der Investitionen wird laufend überwacht.
Für das Sanierungsprojekt war im Berichtsjahr ein externer Kostensteuerer beauftragt.
Die Kosteneinhaltung für Investitionen im Interim wird durch einen Mitarbeiter der Bühnen
überwacht. Dieser muss der Betriebsleitung regelmäßig Bericht erstatten. Für den gesamten
Bereich Interim wird seit dem Wirtschaftsjahr 2013/14 in einem Interim-Controlling-Bericht an
den Betriebsausschuss berichtet.
Die übrigen Investitionen sind vom Volumen her von untergeordneter Bedeutung; dafür sind
den Abteilungsleitern Budgets zugewiesen, deren Einhaltung monatlich anhand der
Restmittelübersichten überwacht wird.
d) Haben sich bei abgeschlossenen Investitionen wesentliche Überschreitungen
ergeben? Wenn ja, in welcher Höhe und aus welchen Gründen?
Zu den erfolgten Überschreitungen betreffend die Sanierung des Opernhauses verweisen wir
auf die Ausführungen im Lagebericht.
e) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass Leasing- oder vergleichbare Verträge nach
Ausschöpfung der Kreditlinien abgeschlossen wurden?
Anhaltspunkte dafür haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben.
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IV/17
Fragenkreis 9: Vergaberegelungen
a) Haben sich Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Vergaberegelungen (z.B.
UVgO, VOB, VGV, EU-Regelungen) ergeben?
Für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung gilt die Geschäftsanweisung zur Durchführung von
Vergabeverfahren in der Fassung vom 1. Februar 2024. Darüber hinaus werden Vergaben
vom Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen der Stadt Köln begleitet und geprüft. Ein
weiteres Prüfungsrecht ab einem Betrag von 25.000,00 € (netto) obliegt dem
Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln.
Alle Vergaben ab 500,00 € werden in speziellen Sharepoint-System der Stadtverwaltung Köln,
cMarket und cVergabe, eingestellt, sodass diese vom Amt für Recht, Vergabe und
Versicherungen und Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln eingesehen werden können.
Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Vergaberegelungen haben sich bei unserer
Prüfung nicht ergeben.
Wir weisen darauf hin, dass die Überprüfung von Verstößen bei Vergaben im Rahmen einer
Abschlussprüfung nicht möglich ist und dass eine rechtliche Beurteilung insoweit von uns nicht
durchgeführt werden kann
b) Werden für Geschäfte, die nicht den Vergaberegelungen unterliegen,
Konkurrenzangebote (z. B. auch für Kapitalaufnahmen und Geldanlagen) eingeholt?
Für Geschäfte, die nicht den Vergaberegelungen unterliegen, werden auskunftsgemäß
entsprechende Vergleichsangebote eingeholt.
Fragenkreis 10: Berichterstattung an das Überwachungsorgan
a) Wird dem Überwachungsorgan regelmäßig Bericht erstattet?
Gemäß § 20 der Eigenbetriebsverordnung i. V. m. § 17 der Betriebssatzung hat die
Betriebsleitung die Oberbürgermeisterin und den Betriebsausschuss vierteljährlich über die
Entwicklung der Erträge und Aufwendungen sowie über die Abwicklung des Vermögensplanes
schriftlich unterrichtet.
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IV/18
Der Betriebsausschuss hat den jährlichen Wirtschaftsplan für 2022 /23 erhalten, der dem Rat
der Stadt Köln anschließend zur Zustimmung vorgelegt und von diesem beschlossen wurde.
b) Vermitteln die Berichte einen zutreffenden Einblick in die wirtschaftliche Lage des
Unternehmens/Konzerns und in die wichtigsten Unternehmens-/Konzernbereiche?
Der Wirtschaftsplan und die Quartalsberichte vermittelten zum Zeitpunkt der Berichterstattung
einen zutreffenden Einblick in die wirtschaftliche Lage der Bühnen.
c) Wurde das Überwachungsorgan über wesentliche Vorgänge angemessen und
zeitnah unterrichtet? Liegen insbesondere ungewöhnliche, risikoreiche oder nicht
ordnungsgemäß abgewickelte Geschäftsvorfälle sowie erkennbare Fehldispositionen
oder wesentliche Unterlassungen vor und wurde hierüber berichtet?
Gemäß § 6 Abs. 2 der Betriebssatzung hat die Betriebsleitung die Oberbürgermeisterin über
alle wichtigen Angelegenheiten rechtzeitig zu unterrichten und ihr auf Verlangen die zur
Wahrnehmung ihrer Aufgabe notwendigen Auskünfte zu erteilen.
Über wesentliche Vorgänge (Stand und Fortgang des Sanierungsprojektes ) hat die
Betriebsleitung ausweislich der Protokolle regelmäßig berichtet.
d) Zu welchen Themen hat die Geschäfts-/Konzernleitung dem Überwachungsorgan
auf dessen besonderen Wunsch berichtet (§ 90 Abs. 3 AktG)?
Die Betriebsleitung hat auf besonderen Wunsch des Überwachungsorgans insbesondere über
den Stand des Sanierungsprojektes und dessen Kostenentwicklung berichtet.
e) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Berichterstattung (z.B. nach § 90 AktG
oder unternehmensinternen Vorschriften) nicht in allen Fällen ausreichend war?
Anhaltspunkte dafür haben sich nicht ergeben.
f) Gibt es eine D&O-Versicherung? Wurde ein angemessener Selbstbehalt vereinbart?
Wurden Inhalt und Konditionen der D&O-Versicherung mit dem Überwachungsorgan
erörtert?
Eine D&O-Versicherung (Vermögenschadenhaftpflichtversicherung) wurde für die
Betriebsleitung und den Betriebsausschuss nicht abgeschlossen.
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IV/19
g) Sofern Interessenkonflikte der Mitglieder der Geschäftsleitung oder des
Überwachungsorgans gemeldet wurden, ist dies unverzüglich dem
Überwachungsorgan offengelegt worden?
Anhaltspunkte dafür haben sich im Rahmen der Prüfung nicht ergeben.
Fragenkreis 11: Ungewöhnliche Bilanzposten und stille Reserven
a) Besteht im wesentlichen Umfang offenkundig nicht betriebsnotwendiges Vermögen?
Es besteht kein offenkundig nicht betriebsnotwendiges Vermögen.
b) Sind Bestände auffallend hoch oder niedrig?
Auffallend hohe oder niedrige Bestände sind nicht erkennbar.
c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Vermögenslage durch im Vergleich zu
den bilanziellen Werten erheblich höhere oder niedrigere Verkehrswerte der
Vermögensgegenstände wesentlich beeinflusst wird?
Es haben sich keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, dass gegenüber den Bilanzwerten
erheblich höhere oder niedrigere Verkehrswerte vorliegen, die Einfluss auf die Vermögenslage
haben könnten. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die bühnenspezifischen Gebäude und
technischen Einrichtungen zu einer anderen Nutzung nicht geeignet sind und es sich
außerdem um einen Zuschussbetrieb handelt, sodass positive Ertragswerte zur Ermittlung
marktorientierter Verkehrswerte nicht gegeben sein dürften.
Fragenkreis 12: Finanzierung
a) Wie setzt sich die Kapitalstruktur nach internen und externen Finanzierungsquellen
zusammen? Wie sollen die am Abschlussstichtag bestehenden wesentlichen
Investitionsverpflichtungen finanziert werden?
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IV/20
Das Kapital beträgt zum Bilanzstichtag 658.841 T€ davon entfällt auf interne
Finanzierungsquellen ein Betrag von insgesamt 44.578 T€. Dieser Betrag setzt sich
zusammen aus Eigenkapital (26.214 T€) und Sonderposten für Investitionszuschüsse
(18.364 T€). Das Fremdkapital beläuft sich unter Einschluss des
Rechnungsabgrenzungspostens auf insgesamt 614.264 T€.
Die Finanzierung der am Abschlussstichtag bestehenden wesentlichen
Investitionsverpflichtungen ist durch die Ermächtigung der Betriebsleitung zur Kreditaufnahme
und zur Eingehung von Verpflichtungen durch die Beschlüsse des Rates der Stadt Köln
gesichert.
b) Wie ist die Finanzlage des Konzerns zu beurteilen, insbesondere hinsichtlich der
Kreditaufnahmen wesentlicher Konzerngesellschaften?
Die Bühnen sind weder Mutterunternehmen noch liegt ein Konzernverhältnis im Sinne des
HGB vor.
c) In welchem Umfang hat das Unternehmen Finanz-/Fördermittel einschließlich
Garantien der öffentlichen Hand erhalten? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die
damit verbundenen Verpflichtungen und Auflagen des Mittelgebers nicht beachtet
wurden?
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist in die Haushaltsplanung der Stadt Köln eingebunden
und erhielt im Wirtschaftsjahr 2022 /23 planmäßig vorgesehene Zuschüsse von insgesamt
83.034 T€ (Vorjahr 81. 012 T€). Das Land Nordrhein-Westfalen hat für das Wirtschaftsjahr
2022/23 einen Personalkostenzuschuss in Höhe von 3.742 T€ (Vorjahr 3.613 T€) gewährt.
Es haben sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass die damit verbundenen Verpflichtungen und
Auflagen der Mittelgeber nicht beachtet wurden.
Es ist nicht auszuschließen, dass die Zuschüsse als EU-rechtlich unzulässige Beihilfen
beurteilt werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sieht die Betriebsleitung jedoch kein bilanziell
zu berücksichtigendes Risiko.
Elektronische Kopie
101110217
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Bühnen der Stadt Köln, Köln
IV/21
Fragenkreis 13: Eigenkapitalausstattung und Gewinnverwendung
a) Bestehen Finanzierungsprobleme aufgrund einer evtl. zu niedrigen
Eigenkapitalausstattung?
Finanzierungsprobleme sind in Anbetracht der Eigenkapitalausstattung bei einem
Zuschussbetrieb wie hier solange und soweit nicht zu erwarten, wie die erforderlichen
Finanzmittel durch Betriebs- und Investitionszuschüsse sowie Kreditermächtigungen von
dritter Seite bereitgestellt werden.
b) Ist der Gewinnverwendungsvorschlag (Ausschüttungspolitik, Rücklagenbildung) mit
der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens vereinbar?
Gemäß § 2 Abs. 3 der Betriebssatzung darf die Stadt Köln keine Zuwendungen – und damit
auch keine Ausschüttungen – aus Mitteln der Einrichtung erhalten. Die jeweiligen
Jahresergebnisse werden entweder auf neue Rechnung vorgetragen oder den Rücklagen
zugeführt.
Fragenkreis 14: Rentabilität/Wirtschaftlichkeit
a) Wie setzt sich das Betriebsergebnis des Unternehmens/Konzerns nach Segmenten/
Konzernunternehmen zusammen?
Zur Spartenergebnisrechnung als Bestandteil des Jahresabschlusses wird auf den Anhang
verwiesen.
b) Ist das Jahresergebnis entscheidend von einmaligen Vorgängen geprägt?
Das Jahresergebnis ist nicht entscheidend von einmaligen Vorgängen geprägt. Im Übrigen
wird zur Erläuterung des Jahresergebnisses auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.
c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass wesentliche Kredit- oder andere
Leistungsbeziehungen zwischen Konzerngesellschaften bzw. mit den Gesellschaftern
eindeutig zu unangemessenen Konditionen vorgenommen werden?
Elektronische Kopie
101110217
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Bühnen der Stadt Köln, Köln
IV/22
Im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages vom 17. Dezember 2001 zwischen den
Bühnen und dem Gürzenich-Orchester Köln ist geregelt, dass jede der beiden Einrichtungen
eine angemessene Kostenerstattung für die vereinbarten Tätigkeiten (Verwaltungstätigkeite n
und Opernbespielung) zu leisten hat. Die Ermittlung der angemessenen Kosten erfolgt
grundsätzlich durch die Kostenträgerrechnung der Einrichtungen.
d) Wurde die Konzessionsabgabe steuer- und preisrechtlich erwirtschaftet?
Diese Frage ist bei den Bühnen nicht relevant.
Fragenkreis 15: Verlustbringende Geschäfte und ihre Ursachen
a) Gab es verlustbringende Geschäfte, die für die Vermögens- und Ertragslage von
Bedeutung waren, und was waren die Ursachen der Verluste?
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung mit ihrer spezifischen Dienstleistung als
Zuschussbetrieb ist grundsätzlich nur durch Zuwendungen dritter finanzierbar. Wesentliche
verlustbringende Geschäfte, die außerhalb der strukturell bedingten Verluste liegen, sind uns
im Rahmen der Prüfung nicht bekannt geworden.
b) Wurden Maßnahmen zeitnah ergriffen, um die Verluste zu begrenzen, und um welche
Maßnahmen handelt es sich?
Vgl. Antwort zu Frage 15a).
Fragenkreis 16: Ursachen des Jahresfehlbetrages und Maßnahmen zur Verbesserung
der Ertragslage
a) Was sind die Ursachen des Jahresfehlbetrages?
Es wurde im Berichtsjahr ein handelsrechtlicher Jahresüberschuss von 8,4 Mio. €
erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss ist maßgeblich durch die laufenden
Betriebskostenzuschüsse der Stadt Köln (rd. 84 Mio. €) beeinflusst, die unter den sonstigen
Erträgen ausgewiesen werden.
Elektronische Kopie
101110217
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Bühnen der Stadt Köln, Köln
IV/23
b) Welche Maßnahmen wurden eingeleitet bzw. sind beabsichtigt, um die Ertragslage
des Unternehmens zu verbessern?
Die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen hängt maßgeblich von der Auslastung in
der Interimszeit und der weiteren Bezuschussung ab. In Abstimmung mit de m
Beteiligungsmanagement bemüht sich die Betriebsleitung nachdrücklich um
- konsequentes Controlling der künstlerischen Sparten, um Budgetüberschreitungen
möglichst zu vermeiden,
- vollständigen Ausgleich der in Planergebnissen der Folgejahre enthaltenen laufenden
Kosten der Interimsunterbringung durch die Stadt Köln,
- Ausgleich der Tariflohnsteigerungen durch die Stadt Köln,
- Liquiditätszuflüsse durch die Stadt Köln im Zusammenhang mit zusätzlichen
Planungskosten und zusätzlichen Baukosten bis zur Fertigstellung der
Sanierungsmaßnahmen,
- A däquate Kreditfinanzierungen zur Abdeckung des im Zusammenhang mit der
Sanierung geplanten Investitionsvolumens.
Elektronische Kopie
Anlage 2 - Gewinn- und Verlustrechnung
1608 Zeichen
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln, Köln I/2 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 2022/2023 2021/2022 € € € € 1. Umsatzerlöse 6.048.170,03 3.796.032,93 2. Verringerung/ Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen -550.450,00 97.000,00 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.165.200,00 1.179.100,00 4. Sonstige betriebliche Erträge 91.911.696,77 90.378.273,48 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.893.595,81 1.743.625,22 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.030.226,59 15.92 3.822,40 13.217.178,43 14.960.803,65 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 41.653.666,83 40.389.679,51 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.757.019,25 52.410.686 ,08 10.293.618,59 50.683.298,10 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.039.282,12 3 .912.567,79 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.348.844,21 20.905.734,76 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.614,00 16.596,49 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon aus der Aufzinsung von Rück- 422.581,00 425.679,00 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 875,44 0,00 12. Ergebnis nach Steuern 8.433.139,55 4.578.919,60 13. Sonstige Steuern 5.707,05 3.965,62 14. Jahresüberschuss 8.427.432,50 4.574.953,98 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.528.392,15 3.703.438,17 16. Einstellung in die Gewinnrücklagen -2.127.600,00 0,00 17. Entnahme aus den Gewinnrücklagen 250.000,00 250.000,00 18. Bilanzgewinn 15.078.224,65 8.528.392,15 Elektronische Kopie
Anlage 3 - Anhang
55476 Zeichen
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/3
JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR
1. SEPTEMBER 2022 BIS 31. AUGUST 2023
A N H A N G
Der Jahresabschluss der Bühnen der Stadt Köln für das Wirtschaftsjahr 1.9.2022 – 31.8.2023 wurde nach
den Bestimmungen der §§ 21 - 24 der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO NRW) in der Fassung vom
16.11.2004, geändert am 22.3.2021, sowie in sinngemäßer Anwendung der für große Kapitalgesellschaften
geltenden Vorschriften zum Jahresabschluss im Dritten Buch des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Be-
rücksichtigung von § 263 HGB und der ergänzenden Vorschriften der Betriebssatzung aufgestellt. Dies
schließt die Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein.
I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränder-
ten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanz wurde nach teilweiser Verwendung
des Jahresergebnisses (§ 268 Abs. 1 HGB) aufgestellt.
Im Jahresabschluss zum 31.8.2023 wurden die zum 1.9.2000 auf die Bühnen übertragenen Anlagegüter
zu fortgeführten Zeitwerten und die in den Folgejahren angeschafften Anlagegüter zu fortgeführten An-
schaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet.
Der Wertminderung wurde durch planmäßige lineare
Abschreibungen Rechnung getragen, wobei die Nutzungsdauern bzw. Restnutzungsdauern auf der Grund-
lage einschlägiger Abschreibungstabellen geschätzt wurden. Die Nutzungsdauer der immateriellen Anlage-
güter beträgt 3 bis 10 Jahre. Die Nutzungsdauer der Betriebsbauten und Grundstückseinrichtungen beträgt
8 bis 40 Jahre, die Nutzungsdauer bzw. Restnutzungsdauer der Maschinen und maschinellen Anlagen 1 bis
25 Jahre und der Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 20 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit An-
schaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der
im Jahr des Zugangs sowie in den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils 1/5 gewinnmindernd aufge-
löst wird. In die Herstellungskosten der Anlagen im Bau werden die auf den Herstellungszeitraum entfal-
lenden Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung verwendet wurde, einbezogen.
Der unter den Sachanlagen ausgewiesene Bilanzposten „geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau“ ent-
hält im Wesentlichen die zu Herstellungskosten bewerteten Baukosten einschließlich der aktivierten Bau-
zeitzinsen im Zusammenhang mit der Sanierung der Oper und des Schauspielhauses. Auch ein Teilbetrag
der für das ursprünglich geplante Projekt (Sanierung der Oper und Neubau des Schauspielhauses) zuvor
verauslagten Wettbewerbs- und Planungskosten ist mit seinen Herstellungskosten in dem Anlageposten
Anlagen im Bau enthalten.
Elektronische Kopie
I/4 Bühnen der Stadt Köln, Köln
Bei den Vorräten wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Einstandspreisen angesetzt. Die als unfertige
Leistungen ausgewiesenen Schauspiel-, Musiktheater- sowie Tanzproduktionen bzw. Neuinszenierungen,
für die bereits Kosten vor dem Bilanzstichtag angefallen sind, wurden mit den Herstellungskosten bewertet.
Dabei wurden analog § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB die den Produktionen direkt zurechenbaren Sachkosten
sowie Personalkosten für die Mitarbeiter*innen der Produktionskostenstellen, die Gastkünstler*innen, den
Opernchor und das eigene Sänger- sowie Tanzensemble in die Herstellungskosten eingerechnet. In die
Herstellungskosten wurden auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der
Abschreibungen des für die Produktionen eingesetzten Anlagevermögens einbezogen.
Die zum 31.8.2023 ausgewiesenen Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden
Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den
sonstigen Vermögensgegenständen wurden für erkennbare Einzelrisiken angemessene Wertberichtigungen
aktivisch abgesetzt.
Das Stammkapital wurde zu dem in der Betriebssatzung festgelegten Nennwert angesetzt.
Der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde in Höhe des Betrages
angesetzt, der den (ggf. anteiligen) Restwerten der bezuschussten Anlagegüter entspricht.
Gemäß einer Vereinbarung zwischen der Stadt Köln und den Bühnen haben die Bühnen für Beamt*innen,
die vor dem 1.9.2000 in den Ruhestand getreten sind, die nach dem Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG)
vorgesehenen Versorgungsleistungen vollständig zu übernehmen. Für Beamt*innen, die am 1.9.2000 noch
aktiv waren, werden die Bühnen mit Versorgungsleistungen entsprechend dem auf sie entfallenden Dienst-
zeitenanteil belastet. Für diese ungewissen Verbindlichkeiten wurden Pensionsrückstellungen gebildet. Die
Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte gemäß § 22 Abs. 3 EigVO NRW nach § 37 Abs. 1 der
Kommunalhaushaltsverordnung NRW (KomHVO NRW) zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen
Rechnungszinsfußes von 5 % und unter Anwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Erwartbare Änderungen der künftigen Personalkosten waren bei der Bewertung der Pensionsverpflichtun-
gen nicht zu berücksichtigen. Die Wertansätze wurden durch versicherungsmathematische Gutachten be-
legt.
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in
angemessener Höhe und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags analog § 253 Abs. 1 HGB passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr (Rückstellungen für Dienstjubiläen und Altersteilzeitverpflichtungen, Rückbaukosten sowie
Entschädigungszahlungen) wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzin-
sung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rück-
stellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre ver-
wendet, wie sie von der deutschen Bundesbank monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/5
Bei den langfristigen Rückstellungen für Beihilfeverpflichtungen erfolgte die Bewertung entsprechend der
Bewertung der Pensionsrückstellungen zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfu-
ßes von 5 % auf der Grundlage des durchschnittlichen Beihilfeaufwandes der letzten fünf Jahre. Alle Wert-
ansätze der Beihilfe-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen wurden durch versicherungsmathemati-
sche Gutachten belegt.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
1. Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2022/23 ist dem nachfolgen-
den Anlagennachweis zu entnehmen:
Elektronische Kopie
I/6 Bühnen der Stadt Köln, Köln
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens Stand Stand
31.8.2022 1 Zugang Abgang Umbuchung 31.8.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte 996.988,24 24.945,17 0,00 0,00 1.021.933,41
Sachanlagen
Grundstücke mit Betriebsbauten 43.753.806,31 86.307,91 0, 00 0,00 43.840.114,22
Maschinen und maschinelle Anlagen 19.752.090,99 71.686,4 3 0,00 0,00 19.823.777,42
Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.081.690,10 1.616.0 17,32 438.284,14 0,00 23.259.423,28
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau 519.814.348,98 93.854.565,90 107.000,00 0,00 613.561.91 4,88
605.401.936,38 95.628.577,56 545.284,14 0,00 700.485.22 9,80
606.398.924,62 95.653.522,73 545.284,14 0,00 701.507.16 3,21
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Stand Stand
31.8.2022
Zugang Abgang Umbuchung 31.8.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte 911.307,24 54.621,17 0,00 0,00 965.928,41
Sachanlagen
Grundstücke mit Betriebsbauten 24.626.444,31 1.180.126,9 1 0,00 0,00 25.806.571,22
Maschinen und maschinelle Anlagen 10.308.743,99 1.386.86 9,43 0,00 0,00 11.695.613,42
Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.748.288,10 1.417. 664,61 432.735,43 0,00 18.733.217,28
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau 10.131.768,34 0,00 0,00 0,00 10.131.768,34
62.815.244,74 3.984.660,95 432.735,43 0,00 66.367.170,2 6
63.726.551,98 4.039.282,12 432.735,43 0,00 67.333.098,6 7
Posten des Anlagevermögens Restbuchwerte Restbuchwerte Du rch- Durch-
31.8.2023 31.8.2022 schnittlicher schnittlicher
Abschr.satz 2 Restbuchwert 3
EUR EUR % %
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte 56.005,00 85.681,00 5,34 5,48
Sachanlagen
Grundstücke mit Betriebsbauten 18.033.543,00 19.127.362, 00 2,69 41,13
Maschinen und maschinelle Anlagen 8.128.164,00 9.443.347 ,00 7,00 41,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.526.206,00 4.333.40 2,00 6,10 19,46
geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau 603.430.146,54 509.682.580,64
634.118.059,54 542.586.691,64
634.174.064,54 542.672.372,64
Kennzahlen
__________________________________________________________________________________________________________________________________________________
1 Bezüglich der Aussagekraft des Anlagennachweises ist darauf hinzuweisen, dass die am 1.9.2000 von der Stadt Köln übernommenen
Anlagegüter (mit Ausnahme der Grundstücke) mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den bis zum
1.9.2000 aufgelaufenen Abschreibungen (unterstellter Zeitwert) in den Anlagennachweis aufgenommen wurden.
2 Zugang Abschreibungen x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2023
3 Restbuchwerte am 31.8.2022 x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2023
Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen entfallen auf nachträgliche Anschaffungskos-
ten im Zusammenhang mit dem Internet-Auftritt der Bühnen sowie diverse Anwendersoftware.
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/7
Die Anlagenzugänge im Bereich der Grundstücke betreffen nachträgliche Herstellungskosten für das Or-
chesterprobezentrum Stolberger Straße (TEUR 86) und bei den Maschinen und maschinellen Anlagen wei-
tere Einbauten in die neuen Bühnenwerkstätten und die Interimspielstätten Staatenhaus und Depot
(TEUR 72).
Im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung beziehen sich die Zugänge und Umbuchungen auf fol-
gende Anlagegruppen:
Anlagegruppe
TEUR
Beleuchtungsanlagen 765
Tonanlagen 452
Effektgeräte 12
sonstige Anlagen 0
Werkstatteinrichtungen 37
Fuhrpark 3
sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 51
Hardware 34
Geringwertige Wirtschaftsgüter 262
1.616
31.8.2023
Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau haben sich im Wirtschaftsjahr 2022 /23 wie folgt entwi-
ckelt:
Anschaffungs-/ außerplanm. Buchwert Zugang Umbuchung Abgang Stand
Herstellungs- Abschreibg. 1.9.2022 31.8.2023
kosten in Vorjahren
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
geleistete Anzahlungen 200.000,00 0,00 200.000,00 25.092,00 0, 00 0,00 225.092,00
Anlagen im Bau
Sanierung Oper /
Neubau Schauspielhaus
(verworfene Variante) 10.361.268,34 10.131.768,34 229.500,00 0,00 0,00 0,00 229 .500,00
Sanierung Oper /
Schauspielhaus 509.187.943,98 0,00 509.187.943,98 93.807.894 ,67 0,00 107.000,00 602.888.838,65
sonstige 65.136,66 0,00 65.136,66 21.579,23 0,00 0,00 86.715,89
519.614.348,98 10.131.768,34 509.482.580,64 93.829.473 ,90 0,00 107.000,00 603.205.054,54
519.814.348,98 10.131.768,34 509.682.580,64 93.854.565 ,90 0,00 107.000,00 603.430.146,54
Der Abgang im Bereich der Sanierungsmaßnahmen Oper und Schauspielhaus beinhaltet die zu Herstel-
lungskosten bewertete Gebäudesubstanz, die im Rahmen der nach 2015 wieder aufgenommenen Sanie-
rungsarbeiten zum Zwecke von Neuinstallationen entfernt werden musste, einschließlich der Abbruchkos-
ten.
Elektronische Kopie
I/8 Bühnen der Stadt Köln, Köln
2. Vorräte
Der Aktivposten Vorräte setzt sich wie folgt zusammen:
31.8.2023
TEUR
Material für Produktionen 262
Programmhefte, Plakate, Werbemittel 50
Betriebsstoffe 72
Büromaterial 9
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 393
Angearbeitete Produktionen Musiktheater 2.716
Angearbeitete Produktionen Schauspiel 1.997
Angearbeitete Produktionen Tanztheater "Ballet of Difference" 111
Unfertige Leistungen 4.824
5.217
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen folgende Posten:
31.8.2023
TEUR
Forderungen Abonnementkund*innen /
Cardkund*innen 199
Forderungen Vorverkaufsstellen 231
Forderungen gegen Neue Schauspiel GmbH
Düsseldorfer DHAUS 103
übrige 64
597
./. Einzelwertberichtigungen -139
458
Die Forderungen gegen die Stadt Köln enthalten zum einen die auf den 31.8.2023 fortgeschriebene Rest-
forderung aus der Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.2000 (TEUR 4.376) ein-
schließlich des Anspruchs auf Ausgleich der bis zum 1.9.2002 aufgelaufenen Verluste (TEUR 1.289). Die
Stadt hat einen Ausgleich dieses Gesamtbetrages von TEUR 5.665 ohne Zinsverluste frühestens ab dem
Haushaltsjahr 2011 zugesagt. Bis zur Aufstellung dieses Anhangs wurden insoweit noch keine Zahlungen
von der Stadt geleistet. Des Weiteren umfasst der Bilanzposten laufende Verrechnungen zwischen den
Bühnen und verschiedenen städtischen Dienststellen:
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/9
31.8.2023
TEUR
Restforderung aus der Ausgliederung zum 1.9.2000
Stand 1.9.2022 5.665
Tilgung 2022/23 0
Stand 31.8.2023 5.665
laufende Forderungen gegen
Beteiligungsmanagement 2.088
Kämmerei / Steuerberatung 896
2.984
abzüglich laufende Verbindlichkeiten gegenüber
Gebäudewirtschaft -610
Personalamt -456
Zentrale Dienste -218
Liegenschaftsamt -189
Amt für Informationsverarbeitung -102
Rechts- und Versicherungsamt -66
Betriebliches Gesundheitsmanagement -7
Amt für Schulentwicklung -3
Amt für Denkmalschutz -3
Bauaufsicht -2
1.328
6.993
Die Sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
31.8.2023 31.8.2023
TEUR TEUR
Kapitaldepot Greensill Bank AG
Termingeldtranche 1 7.500
Termingeldtranche 2 7.500
15.000
abzgl. Wertberichtigung -9.630 5.370
Land Nordrhein-Westfalen: Personalkostenzuschuss 2023 2.495
Forderungen aus Projektzuschüssen 927
Finanzhilfen "Kulturfonds Energie des Bundes" 149
Forderungen gegen Mitarbeiter*innen 123
Forderungen gegen Krankenkassen 64
Lohnzuschüsse Mitarbeiter 35
gezahlte Kautionen 19
debitorische Kreditoren 10
Forderungen Scheckkartenzahler*innen 8
übrige 69
9.269
Die in Vorjahren infolge der Insolvenz des Bankhauses gebildete Wertberichtigung auf die Termingelder
des Kapitaldepots bei der Greensill Bank AG wurde beibehalten, so dass der Depotbestand unverändert zu
dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert (§ 253 Abs. 4 HGB) ausgewiesen wird. In Höhe des verbleiben-
den Buchwertes gehen die Bühnen auf der Grundlage des bei Erstellung des Jahresabschlusses 2022 /23
Elektronische Kopie
I/10 Bühnen der Stadt Köln, Köln
verfügbaren Informationsstands und der vorliegenden Nachweise weiterhin von einer Einbringlichkeit in
einem Zeitrahmen von bis zu zehn Jahren aus.
4. Liquide Mittel
Am Bilanzstichtag 31.8.2023 verfügten die Bühnen über folgende liquide Mittel:
31.8.2023
TEUR
Hauptkasse 41
Handkasse 8
Wechselgeld 10
59
Sparkasse KölnBonn
(Konten mit Zins-/ Saldenkompensation)
laufendes Konto 1 585.919
laufendes Konto 2 3.965
laufendes Konto 3 38
abzgl.:
laufendes Ausgabenkonto Sanierung -588.207
1.715
1.774
5. (Aktiver) Rechnungsabgrenzungsposten
Folgende für das Wirtschaftsjahr 2023/24 vorausbezahlte Aufwendungen wurden per 31.8.2023 als aktive
Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt:
31.8.2023
TEUR
Abgaben, Gebühren, Beiträge 215
Koproduktionsbeiträge 189
Versicherungsbeiträge 181
Mieten 92
Beamtenbezüge 61
Bühnenausstattung 55
Erstattung Pensionslasten 25
Werbeaufwendungen 27
Instandhaltungs- / Wartungspauschalen 3
übrige 108
956
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/11
6. Eigenkapital
Die Entwicklung des Eigenkapitals der Bühnen stellte sich im Wirtschaftsjahr 2022/23 wie folgt dar:
Saldovortrag Entnahmen Einstellungen Jahres- Stand
31.8.2022 Gewinn- Gewinn- ergebnis 31.8.2023
rücklagen rücklagen 2022/23
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Vom Rat der Stadt Köln laut
Satzung zur Verfügung ge-
stelltes Stammkapital 50 0 0 0 50
Gewinnrücklagen
- andere Gewinnrücklagen - 9.208 -250 2.128 0 11.086
Bilanzgewinn 8.528 250 -2.128 8.428 15.078
17.786 0 0 8.428 26.214
Im Rahmen der Ergebnisverwendung des Bilanzgewinns 2020/21 wurde vom Rat am 15.6.2023 eine Zu-
führung zu den zweckgebundenen Rücklagen in Höhe von TEUR 2.128 beschlossen. Gemäß Ratsbeschluss
1416/2022 vom 20.6.2022 ist darüber eine Gewinnrücklage in Höhe von TEUR 250 zum Ergebnisausgleich
2022/23 des Projekts Richard Siegal / Ballet of Difference zu verwenden. Die Ergebnisverwendung des
Bilanzgewinns vom 31.8.2022 stand im Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses 2022/23 noch aus.
7. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen entwickelte sich im Wirtschaftsjahr
2022/23 wie folgt:
Saldovortrag Abgang Auflösung Stand
31.8.2022 2022/23 2022/23 31.8.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
Sonderposten für Investitionszu-
schüsse der Stadt Köln
aus Übertragung des Anlage-
vermögens zum 1.9.2000 16.863 0 8 16.855
für die Anschaffung von
sonstigem Anlagevermögen 2.552 7 1.036 1.509
19.415 7 1.044 18.364
Elektronische Kopie
I/12 Bühnen der Stadt Köln, Köln
8. Rückstellungen
Die Rückstellungen entwickelten sich im Wirtschaftsjahr 2022/23 wie folgt:
Inanspruch- Auf- / Ab-
Stand nahme Auflösung Zuführung zinsung Stand
31.8.2022 2022/23 2022/23 2022/23 2022/23 31.8.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen
Aktive 1.165 345 0 0 58 878
Ausgeschiedene 552 0 0 150 28 730
Versorgungsempfänger*innen 3.682 0 354 50 184 3.562
5.399 345 354 200 270 5.170
Steuerrückstellungen 0 0 0 0 0 0
Sonstige Rückstellungen
Personalverpflichtungen 6.781 3.204 160 3.092 152 6.661
Rechtsstreitigkeiten 60 46 0 83 1 96
Kosten Erstellung und Prüfung
des Jahresabschlusses 197 184 0 203 0 216
ausstehende Leistungs-
abrechnungen 1.130 277 322 720 0 1.251
Verzögerungsschaden 4.960 0 0 0 1 4.961
übrige 301 0 0 46 3 344
13.429 3.711 482 4.144 157 13.529
18.828 4.056 836 4.344 427 18.699
Zum 31.8.2023 bestanden Pensionsverpflichtungen gegenüber 14 Aktiven, 20 Ausgeschiedenen und 17
Versorgungsempfänger*innen.
9. Verbindlichkeiten
Die Fristigkeiten bzw. Besicherungen der Verbindlichkeiten zum 31.8.2023 ergeben sich aus folgender
Übersicht:
Gesamt- bis zu mehr mehr davon
Bilanzposten betrag einem Jahr als 1 Jahr als 5 Jahre besichert
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 200.558.40 7,90 138.030.683,76 19.226.902,85 43.300.821,29 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
15.664.458,64 15.664.458,64 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Eigenbetrieben 1.499.077,49 1 .499.077,49 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 368.498.426,00 8.600.775,35 4 3.842.932,32 316.054.718,33 0,00
586.220.370,03 163.794.995,24 63.069.835,17 359.355.53 9,62 0,00
davon mit einer Restlaufzeit
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/13
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen – nach Saldierung der zins- und saldenkompen-
sationsfähigen Bankverbindlichkeiten mit den Bankguthaben (vgl. Abschn. II.4) – eine Tagesgeldaufnahme
in Höhe von TEUR 133.000 (zum Zinssatz von 3,95%), fünf langfristige Darlehen (TEUR 67.512) sowie
Zinsverpflichtungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 46. Die vereinbarten Darlehen beziehen sich auf
langfristige Finanzierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Bühnensanierung und weisen folgende
Konditionen auf:
Alle Kreditaufnahmen bewegen sich im Rahmen der Ermächtigung, die der Betriebsleitung im Wirtschafts-
plan 2022/23 zur Kreditaufnahme im Rahmen der Sanierung erteilt wurde.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus
Bauleistungen im Zusammenhang mit der Sanierung.
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Eigenbetrieben handelt es sich um Verbindlichkeiten aus laufender
Verrechnung gegenüber dem Gürzenich-Orchester Köln.
Die Sonstigen Verbindlichkeiten umfassen folgende Posten:
31.8.2023
TEUR
Schuldscheindarlehen 368.128
noch nicht eingelöste Ticketgutscheine 298
Verbindlichkeiten gegenüber Gagenkräften
und Mitarbeiter*innen 27
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 13
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 8
übrige 24
368.498
davon aus Steuern 8
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 13
Darlehens- Restwert Laufzeit Zinssatz Zinsbindung
Darlehensgeber betrag 31.8.2023 p.a.
TEUR TEUR in Jahren in % in Jahren
Europäische Investitionsbank 30.000 23.333 23 0,864 23
Europäische Investitionsbank 25.000 25.000 24 0,552 24
KfW-Bank - Programm 218 24.027 15.412 17 0,050 10
KfW-Bank - Programm 223 7.526 156 10 0,050 10
NRW Bank 10.000 3.611 10 0,160 10
96.553 67.512
Elektronische Kopie
I/14 Bühnen der Stadt Köln, Köln
Die von den ursprünglichen Darlehensgebern an verschiedene Versicherungen abgetretenen Schuldschein-
darlehen betreffen ebenfalls die langfristigen Finanzierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Büh-
nensanierung und weisen folgende Konditionen auf:
Darlehens- Restwert Laufzeit Zinssatz Zinsbindung
Darlehensgeber betrag 31.8.2023 p.a.
TEUR TEUR in Jahren in % in Jahren
HUK-COBURG Krankenversicherung AG 15.000 13.026 40 1,500 40
ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. 40.000 34.737 40 1,500 40
ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. 25.000 21.711 40 1,500 40
HALLESCHE Krankenversicherung a.G. 10.000 8.684 40 1,500 40
HALLESCHE Krankenversicherung a.G. 10.000 8.684 40 1,500 40
Pro bAV Pensionskasse AG 2.000 1.737 40 1,291 40
Pro bAV Pensionskasse AG 1.000 868 40 1,291 40
Deutsche Ärzteversicherung AG 7.000 6.079 40 1,291 40
AXA Krankenversicherung AG 35.000 30.395 40 1,291 40
AXA Lebensversicherung AG 35.000 30.395 40 1,291 40
AXA Lebensversicherung AG 20.000 17.368 40 1,291 40
ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. 50.000 47.222 40 1,938 40
HALLESCHE Krankenversicherung a.G. 20.000 18.889 40 1,938 40
Debeka Lebensversicherungsverein a.G. 14.000 13.222 40 1,938 40
Debeka Krankenversicherungsverein a.G. 13.000 12.278 40 1,938 40
Debeka Zusatzversorgungskasse V.a.G. 3.000 2.833 40 1,938 40
AXA Lebensversicherung AG 25.000 25.000 40 0,980 40
AXA Krankenversicherung AG 25.000 25.000 40 0,980 40
AXA Lebensversicherung AG 15.000 15.000 40 0,980 40
AXA Lebensversicherung AG 15.000 15.000 40 0,980 40
AXA Konzern AG 10.000 10.000 40 0,980 40
Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG 5.000 5.000 40 0,980 40
Deutsche Ärzteversicherung AG 5.000 5.000 40 0,980 40
400.000 368.128
Auch diese Kreditaufnahmen bewegen sich im Rahmen der Ermächtigung, die der Betriebsleitung im Wirt-
schaftsplan 2022/23 zur Kreditaufnahme für die Sanierung erteilt wurde.
10. (Passiver) Rechnungsabgrenzungsposten
Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden folgende für bestimmte Zeiträume vorvereinnahmte
Erträge abgegrenzt:
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/15
31.8.2023
TEUR
Betriebskostenzuschuss
Stadt Köln September 2023 8.211
Projektzuschüsse Bezirksregierung Düsseldorf 393
Projektzuschuss Dt. Bühnenverein e.V. 71
Projektzuschuss Kunststiftung NRW 50
Projektzuschuss Dt. Stiftungszentrum 50
Projektzuschuss Ernst von Siemens Musikstiftung 20
Projektzuschuss Bezirksregierung Köln 19
Erträge aus Kartenverkäufen / Abonnements für
die Spielzeit 2023/24 564
ausgegebene und noch nicht
eingelöste Umtauschscheine / Gutscheine -37
übrige 3
9.344
III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Umsatzerlöse setzen sich danach wie folgt zusammen:
2022/23 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Erlöse Kartenverkauf und Streaming
aus Eigenveranstaltungen
Einzelverkauf 2.108 1.442 +666 +46,2
Streamingerlöse 0 3 -3 -100,0
Abonnements 429 192 +237 >+100,0
Theatercard 19 15 +4 +26,7
Besucherorganisationen 170 148 +22 +14,9
Gastspiele von auswärts auf Beteiligung 1.800 241 +1.559 >+100,0
4.526 2.041 +2.485 +121,8
Erlöse Kartenverkauf aus Fremdveran-
staltungen, Gastspielen, Co-Produktionen 403 320 +83 +25,9
sonstige Erlöse Spielbetrieb 804 441 +363 +82,3
Erlöse entgeltliche Überlassung spielfertige
Interimspielstätte Staatenhaus 0 703 -703 -100,0
übrige Erlöse 316 291 +25 +8,6
6.049 3.796 +2.253 +59,4
Veränderung
Elektronische Kopie
I/16 Bühnen der Stadt Köln, Köln
Den Erlösen aus Kartenverkäufen und Streaming im Rahmen von Eigenveranstaltungen liegen im Vergleich
zum Vorjahr folgende Leistungsdaten zugrunde:
Veran- Besu- Erlöse Veran- Besu- Erlöse Veran- Besu- Erlöse
stal- cher stal- cher stal- cher
tungen TEUR tungen TEUR tungen TEUR
Oper
Staatenhaus 141 86.871 3.223 113 43.608 1.118 +28 +43.263 +2.105
Kinderoper 46 8.150 53 56 10.038 79 -10 -1.888 -26
sonstige Spielstätten 5 1.681 31 0 0 0 +5 +1.681 +31
192 96.702 3.307 169 53.646 1.197 23 43.056 2.110
Schauspiel
Depot 1 145 42.216 568 117 30.026 357 +28 +12.190 +211
Depot 2 180 23.808 204 140 16.202 149 +40 +7.606 +55
Grotte 6 152 1 0 0 0 +6 +152 +1
sonstige Spielstätten 4 819 15 16 2.202 27 -12 -1.383 -12
335 66.995 788 273 48.430 533 +62 +18.565 +255
Tanz Ballet of Difference
am Schauspiel Köln
Depot I 12 4.982 88 14 5.291 90 -2 -309 -2
Depot II 10 2.131 26 7 1.499 15 +3 +632 +11
22 7.113 114 21 6.790 105 +1 +323 +9
Tanz Köln
Staatenhaus 6 4.790 141 4 1.603 49 +2 +3.187 +92
Depot 1 17 7.353 162 17 6.867 147 +0 +486 +15
Depot 2 4 895 14 2 500 5 +2 +395 +9
27 13.038 317 23 8.970 201 +4 +4.068 +116
Streaming /
sonstige Veranstungen 0 5 0 0 -5
576 183.848 4.526 486 117.836 2.041 90 66.012 2.485
2022/23 Vorjahr Veränderung
Die Kartenpreise für die Oper bzw. das Schauspiel fielen in 2022/23 im Vergleich zum Vorjahr unverändert
aus:
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/17
Oper Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Pre is- Preis- Preis- Preis-
gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe g ruppe gruppe
I II III IV I II III IV I II III IV
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR % % % %
Platzgruppe 1 1 42,00 53,00 61,00 69,00 42,00 53,00 61,00 69,00 +0,00 +0,00 + 0,00 +0,00
Platzgruppe 7 2 12,00 12,00 12,00 12,00 12,00 12,00 12,00 12,00 +0,00 +0,00 + 0,00 +0,00
Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Pre is-
gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe
V VI VII V VI VII V VI VII
EUR EUR EUR EUR EUR EUR % % %
Platzgruppe 1 1 81,00 93,00 125,00 81,00 93,00 125,00 +0,00 +0,00 +0,00
Platzgruppe 7 2 12,00 15,00 16,00 12,00 15,00 16,00 +0,00 +0,00 +0,00
Schauspiel Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Pre is-
gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe gruppe
I II III I II III I II III
EUR EUR EUR EUR EUR EUR % % %
Platzgruppe 1 1 27,00 32,00 39,00 27,00 32,00 39,00 +0,00 +0,00 +0,00
Platzgruppe 5 2 10,00 12,00 15,00 10,00 12,00 15,00 +0,00 +0,00 +0,00
1 Teuerste Platzgruppe
2 Preiswerteste Platzgruppe
Vorjahr
Veränderung
Veränderung
2022/23 Vorjahr
2022/23
Der Gewinn- und Verlustrechnungsposten Minderung des Bestands an unfertigen Leistungen erfasst die
erfolgswirksame Veränderung des Bilanzpostens „Unfertige Leistungen“ zu den beiden Bilanzstichtagen.
Im Rahmen des Postens Andere aktivierte Eigenleistungen werden die Kosten bühneneigener Mitarbeiter
erfolgswirksam abgegrenzt, soweit diese auf Leistungen im Zusammenhang mit den Herstellungsmaßnah-
men der Sanierung entfallen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen folgende Posten:
Elektronische Kopie
I/18 Bühnen der Stadt Köln, Köln
2022/23 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Erträge Kartenverkäufe zur Weiterleitung
an gemeinnützige Organisationen 13 11 +2 +18,2
Zuschüsse, Kostenerstattungen, Spenden
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln
laufender Zuschuss 84.034 81.827 +2.207 +2,7
Kürzung Erstattungsanpruch Verzögerungsschaden
Staatenhaus 2020/21 bzw. 2019/20 -733 -867 +134 -15,5
Erstattungsanspruch Interimbudget V für 2021/22 0 26 -26 -100,0
Wertausgleich Freikarten 33 26 +7 +26,9
Landeszuschuss NRW 3.742 3.613 +129 +3,6
Personalkostenzuschüsse 216 188 +28 +14,9
Erstattung EPP 2022 280 0 +280 .
Investitionszuschüsse 0 1.802 -1.802 -100,0
sonstige Kosten- / Projektzuschüsse 1.683 1.607 +76 +4,7
Kostenerstattungen 325 295 +30 +10,2
Spenden 50 60 -10 -16,7
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen
des Anlagevermögens 5 2 +3 +150,0
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
für Investitionszuschüsse 1.051 1.104 -53 -4,8
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 836 428 +408 +95,3
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten
für nicht eingelöste Gutscheine 143 181 -38 -21,0
Erträge aus Erstattung der Säumniszuschläge DRV-BP 2016-2019 41 0 +41 .
Erträge abzugsfähige Vorsteuer 65 55 +10 +18,2
Erträge aus Nebenkostenabrechnungen Vorjahre 46 0 +46 .
übrige 82 20 +62 +310,0
91.912 90.927 +985 +1,1
Veränderung
Der Materialaufwand entfällt auf folgende Posten:
2022/23 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Material für Bühnenproduktionen 1.749 1.658 +91 +5,5
Orchester- / Notenmaterial 145 86 +59 +68,6
Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe 1.894 1.744 +150 +8,6
Betriebskostenerstattung an das
Gürzenich-Orchester Köln 7.482 7.746 -264 -3,4
bezogene Leistungen selbständiger Künstler*innen 3.194 3.008 +18 6 +6,2
Kosten Gastspiele / Co-Produktionen 1.481 409 +1.072 >+100,0
Tantiemen und GEMA-Gebühren 385 312 +73 +23,4
Transportkosten 400 563 -163 -29,0
Instandhaltung Musikinstrumente 59 74 -15 -20,3
Betriebskostenerstattung Berufsfeuerwehr 145 153 -8 -5,2
Einsatz Zeitarbeitnehmer*innen 33 103 -70 -68,0
übrige 851 849 +2 +0,2
Aufwendungen für
bezogene Leistungen 14.030 13.217 +813 +6,2
15.924 14.961 +963 +6,4
Veränderung
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/19
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
2022/23 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Bezüge Angestellte, Lohnempfänger*innen, Künstler*innen 34.555 33 .018 +1.537 +4,7
Grundbezüge Beamte 695 835 -140 -16,8
Gagen Gäste / Statisten 3.319 3.387 -68 -2,0
Sonderzahlungen / Urlaubsgeld 2.083 1.981 +102 +5,1
Veränderung Rückstellung Altersteilzeit 44 201 -157 -78,1
sonstige tarifvertragliche bzw.
vertragliche Bezüge 953 911 +42 +4,6
Abfindungen 0 57 -57 -100,0
Löhne und Gehälter 41.649 40.390 +1.259 +3,1
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 7.467 7.213 +254 +3,5
Arbeitgeberanteile zur Zusatzversorgungs-
kasse / Bayerischen Versorgungskammer 2.574 2.021 +553 +27,4
Nachzahlungsrisiken BVK im Zusammenhang mit KUG 0 502 -502 -100,0
Versorgungsbezüge 302 311 -9 -2,9
Veränderung der Pensionsrückstellung -145 11 -156 <-100,0
Beihilfen 233 221 +12 +5,4
Veränderung der Rückstellung für Beihilfen 5 -291 +296 <-100,0
sonstige soziale Abgaben 326 305 +21 +6,9
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 10.762 10.293 +469 +4,6
52.411 50.683 +1.728 +3,4
davon für Altersversorgung 2.731 2.343 +388 +16,6
Veränderung
Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermö-
gens und Sachanlagen ist dem Anlagenachweis zu entnehmen (vgl. Abschnitt II.1.).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten:
Elektronische Kopie
I/20 Bühnen der Stadt Köln, Köln
2022/23 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Gebäudebewirtschaftung 2.764 2.630 +134 +5,1
Abgangsverluste Anlagevermögen
laufende Abgänge 6 3 +3 +100,0
Gebäudeabbruch Sanierung 107 335 -228 -68,1
Ausbuchung Ausgleichsforderungen Beteiligungsverwaltung
betreffend Tariferhöhungen 2017/18 und 2018/19 0 1.561 -1.561 -100, 0
Forderungsverluste 0 1 -1 -100,0
Verwaltungsaufwendungen
Verwaltungskostenerstattungen Stadt 271 269 +2 +0,7
Mieten (Interimspielstätten) 6.570 6.541 +29 +0,4
sonstige Mieten und Pachten 2.760 2.438 +322 +13,2
Personalnebenkosten 542 743 -201 -27,1
Kostenbeteiligung Köln-Ticket (Umweltab-
gabe, Veranstaltungsgebühr, Mietgebühr) 371 276 +95 +34,4
Versicherungen 97 94 +3 +3,2
Jahresabschluss / Abschlussprüfung 153 154 -1 -0,6
Steuer- und Rechtsberatung 151 191 -40 -20,9
Machbarkeitsstudie 89 89 +0 +0,0
Erarbeitung künstl. Planung und Beratung 0 69 -69 -100,0
Wirtschaftlichkeits-/Organisationsuntersuchung 0 2 -2 -100,0
sonstige Beratungskosten 358 204 +154 +75,5
Kosten städtische IT-Struktur 304 288 +16 +5,6
EDV-Fremdleistungen 386 372 +14 +3,8
SAP-Beratung 48 26 +22 +84,6
Leasing, Mieten, Wartung u. Reparatur Büromaschinen 368 394 -26 -6,6
Telekommunikation 140 136 +4 +2,9
übrige Verwaltungsaufwendungen 309 301 +8 +2,7
Kosten Werbung, Öffentlichkeitsarbeit 1.380 1.533 -153 -10,0
Spenden an gemeinnützige Organisationen
aus Kartenverkäufen 15 12 +3 +25,0
Zuführung Sonderposten für Investitionszuschüsse 0 1.802 -1.802 -100,0
Kostenvorlagen Gürzenich-Orchester 132 203 -71 -35,0
Rückzahlungsverpflichtungen betr. Zuschüsse 0 229 -229 -100,0
übrige 28 10 +18 +180,0
17.349 20.906 -3.557 -17,0
Veränderung
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/21
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten den Abzinsungsertrag der langfristigen sonstigen
Rückstellungen (TEUR 4) und der langfristigen Personalrückstellungen (TEUR 1). Die Zinsen und ähnliche
Aufwendungen betreffen den Aufzinsungsaufwand der langfristigen Personalrückstellungen (Pensionsrück-
stellungen TEUR 270, Rückstellungen für Beihilfeverpflichtungen TEUR 152) und sonstigen Rückstellungen
(TEUR 1).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die sonstigen Steuern umfassen folgende Abgaben:
2022/23 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Körperschaftsteuer / SoliZ sowie Gewerbesteuer
laufendes Jahr 0 0 +0 .
Vorjahre 1 0 +1 .
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1 0 +1 .
Kraftfahrzeugsteuer 3 5 -2 -40,0
Umsatzsteuer Vorjahre 3 -1 +4 <-100,0
Sonstige Steuern 6 4 +2 +50,0
7 4 +3 +75,0
Veränderung
Im Rahmen der von den Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2021/22 gemäß § 23 Abs.2 EigVO NRW aufge-
stellten Spartenrechnung verteilt sich das erwirtschaftete Jahresergebnis 2022 /23 auf die Sparten Oper,
Schauspiel, Tanz und Service wie folgt:
Elektronische Kopie
I/22 Bühnen der Stadt Köln, Köln
EUR EUR EUR EUR EUR
Sparte Sparte Sparte Sparte alle
Oper Schauspiel Tanz Service Sparten
1. Umsatzerlöse 3.878.773,87 1.663.557,64 356.121,41 149.717,11 6.048.170,03
2. Erhöhung des Bestands
an unfertigen Leistungen -1.161.350,00 610.900,00 0,00 0,00 -550.450,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00 0,00 1.165.200,00 1.165.200,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 51.606.417,38 30.471.268,77 338.643,00 9.495.367,62 91.911.696,77
54.323.841,25 32.745.726,41 694.764,41 10.810.284,73 98.574.616,80
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe 1.049.643,04 748.624,62 25.301,30 70.026,85 1.893.595,81
b)
10.645.949,54 2.745.654,59 514.097,15 124.525,31 14.030.226,59
11.695.592,58 3.494.279,21 539.398,45 194.552,16 15.923.822,40
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.417.267,17 11.912.438,58 92.742,48 12.226.959,74 41.649.407,97
b)
4.001.661,27 3.083.832,60 19.589,37 3.656.194,87 10.761.278,11
21.418.928,44 14.996.271,18 112.331,85 15.883.154,61 52.410.686,08
7.
970.902,65 854.717,75 328,00 2.213.333,72 4.039.282,12
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.541.777,40 3.835.831,42 80.576,89 9.890.658,50 17.348.844, 21
16.696.640,18 9.564.626,85 -37.870,78 -17.371.414,26 8.851.981,99
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00 0,00 4.614,00 4.614,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 570,00 0,00 0,00 422.011,00 422.581,00
11.
0,00 0,00 0,00 875,44 875,44
12. Ergebnis nach Steuern 16.696.070,18 9.564.626,85 -37.870,78 -17.789.686,70 8.433.139,55
13. Sonstige Steuern 0,00 0,00 0,00 5.707,05 5.707,05
14. Jahresüberschuss 16.696.070,18 9.564.626,85 -37.870,78 -17.795.393,75 8.427.432,50
Sonderumlage Tanz 0,00 0,00 100.000,00 -100.000,00 0,00
Umlage Sparte Servicebereich -15.193.917,96 -8.892.825,80 0,00 24.086.743,76 0,00
1.502.152,22 671.801,05 62.129,22 6.191.350,01 8.427.432,50
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.528.392,15
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen 2.127.600,00
17. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 250.000,00
18. Bilanzgewinn 15.078.224,65
Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag
1.9.2022- 31.8.2023
Aufwendungen für bezogene
Leistungen
Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Alters-
versorgung und für Unter-
stützung
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und
Zu berücksichtigen ist, dass das Spartenergebnis des Schauspiels das erneut negative Jahresergebnis
2022/23 des Ballet of Difference / Richard Siegal in Höhe von EUR 159.466,93 einschließt. Im Spartener-
gebnis des Service verbleibt der Überschuss 2022/23 aus dem Bereich der Sanierung.
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/23
IV. SONSTIGE ANGABEN
1. Organe
Die Organe der Bühnen bestehen aus dem Betriebsausschuss und der Betriebsleitung.
Die stimmberechtigten Mitglieder des Betriebsausschusses (gemäß § 5 Abs. 1 der Betriebssatzung perso-
nenidentisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln) setzten sich im Wirtschaftsjahr 2022/23
wie folgt zusammen:
Elfi Scho-Antwerpes, Diplom-Ingenieurin
- Vorsitzende -
Dr. Ralph Elster, Leiter der Expleo Academy (DACH-Region)
- 1. Stellvertreter -
Mario Michalak, darstellender Künstler und Produzent
- 2. Stellvertreter -
Dr. Eva Bürgermeister, Leiterin des deutschen Kinder- und
Jugendfilmzentrums, sachkundige Bürgerin
Jörg Kobel, sachkundiger Bürger,
Lorenz Deutsch, Landtagsabgeordneter, sachkundiger Bürger
Dominik Schneider, Bürokaufmann, sachkundiger Bürger
Brigitta von Bülow, Gymnasiallehrerin,
Maria Helmis-Arend, Studienrätin,
Bärbel Hölzing, freischaffende Musiklehrerin,
Dr. David Lutz, Informatiker,
Ira Sommer, Rechtsanwältin,
Thomas Welter, Immobilienunternehmer.
Elektronische Kopie
I/24 Bühnen der Stadt Köln, Köln
Die Betriebsleitung bestand im Wirtschaftsjahr 2022/23 aus:
Patrick Wasserbauer
Geschäftsführender Direktor
Hein Mulders
Intendant der Oper
Stefan Bachmann
Intendant des Schauspiels
Bernd Streitberger
Technischer Betriebsleiter
Für die aktiven Mitglieder der Betriebsleitung wurden von den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2022/23 folgende
Bezüge aufgewendet:
Gehälter
TEUR
Aktive Mitglieder der Betriebsleitung:
Stefan Bachmann 224,9
Hein Mulders 198,0
Patrick Wasserbauer 166,1
Bernd Streitberger 161,6
750,6
Für Mitglieder des Betriebsausschusses wurden keine Bezüge aufgewendet.
2. Arbeitnehmer*innen
Die Anzahl der Beschäftigten der Bühnen im Wirtschaftsjahr 2022/23 entwickelte sich wie folgt:
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/25
Jahres zum Vgl.
30.11.2022 28.02.2023 31.05.2023 31.08.2023 durch- Stellenplan
schnitt 2022/23
Mitarbeiter*innen nach TVöD 424 429 432 426 427,75 408
künstlerische Angestellte 358 361 362 380 365,25 280
Beamt*innen 14 14 14 14 14,00 16
796 804 808 820 807,00 704
Auszubildende 19 19 19 23 20,00 26
Personalkredit 0 0 0 0 0,00 2
815 823 827 843 827,00 732
Die Bühnen sind Mitglied der Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln (ZVK) und der Bayerischen Versor-
gungskammer Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (BVK). Die Versorgungseinrichtungen haben die
Aufgabe, den Arbeitnehmer*innen ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinter-
bliebenenversorgung zu gewähren. Die Umlage beträgt bei der ZVK 5,8% und bei der BVK 9,0% des zu-
satzversorgungspflichtigen Entgelts. Zum Aufbau einer Kapitaldeckung wird von der ZVK seit 2007 ein Zu-
satzbeitrag von 3,2% erhoben. Die umlagepflichtigen Gehälter betrugen im Wirtschaftsjahr 2022 /23 rd.
TEUR 38.628 (i.V. TEUR 36.793).
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Bühnen, die sich zum einen auf am Bilanzstichtag vereinbarte
Mietverpflichtungen beziehen, werden in den folgenden beiden Spielzeiten zu Liquiditätsabflüssen in Höhe
von rd. TEUR 16.420 führen. Darin sind die Miet- und Nebenkostenaufwendungen im Zusammenhang mit
den Interimspielstätten in Höhe von TEUR 7.280 enthalten. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle
Verpflichtungen vor allem aus dem Investitionsvorhaben Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz in Höhe
der am Bilanzstichtag vergebenen Aufträge. Für die Gesamtinvestitionen bis zur Fertigstellung des Projekts
wurde bis zum Bilanzstichtag 31.8.2023 vom Rat der Stadt Köln ein Budget der Baukosten inklusive Bau-
nebenkosten (ohne Bauzeitzinsen 45,2 Mio. EUR sowie Planungskosten der Vorvariante 1,2 Mio. EUR) von
642,7 Mio. EUR genehmigt. Darin ist ein Risikozuschlag in Höhe von 25,1 Mio. EUR enthalten. Von diesen
Kosten sind bis zum Stichtag im Bau befindliche Anlagen mit Herstellungskosten von rd. 603,2 Mio. EUR –
vgl. Abschnitt II.1 – bilanziell erfasst.
4. Abschlussprüferhonorare
Für die Abschlussprüfungsleistungen für das Wirtschaftsjahr 2022 /23 wurden Honorare in Höhe von
TEUR 21,0 aufwandswirksam gebucht.
Elektronische Kopie
I/26 Bühnen der Stadt Köln, Köln
5. Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Betriebsleitung der Bühnen schlägt vor, im Rahmen der Ergebnisverwendung des Bilanzgewinns des
Wirtschaftsjahres vom 1.9.2022 bis zum 31.8.2023 in Höhe von EUR 15.078.224,65 zunächst in Vorjahren
dotierte zweckgebundene Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 1.377.281,35 auf Basis der seinerzeitigen
Zuführungsbedingungen aufzulösen (Oper EUR 398.600,00, Schauspiel EUR 140.600,00, actori-Machbar-
keitsstudie EUR 150.000,00, Tanz Köln EUR 66.000,00, Interim Spielbetrieb EUR 622.081,35). Des Weiteren
soll ein Betrag in Höhe von EUR 11.521.788,48, der den im Bereich der Sanierung in 2022/23 und in
Vorjahren erzielten Überschüssen entspricht (aus 2022/23 EUR 6.287.178,33 , aus 2021/22
EUR 5.071.246,15, aus Vorjahren EUR 163.364,00), der zweckgebundenen Sanierungsrücklage zugeführt
werden. Schließlich soll ein Betrag in Höhe von EUR 2.500.000,00 einer freien Gewinnrücklage zugeführt
werden, die sich auf die Sparten der Bühnen wie folgt verteilt: Oper EUR 1.577.000,00, Schauspiel
EUR 923.000,00.
Der verbleibende Bilanzgewinn des Wirtschaftsjahres 2022/23 in Höhe von EUR 2.433.717,52 soll auf neue
Rechnung vorgetragen werden.
6. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH SCHLUSS DES WIRTSCHAFTSJAH-
RES
Im Bereich der Sanierung stellten die Bühnen im Herbst 2023 fest, dass sich die Koordination zwischen den
drei Objektüberwachungen für Hochbau, Haus- und Bühnentechnik und den bis zu 40 Firmen auf der Bau-
stelle erheblich aufwendiger gestaltete, als geplant, so dass die monatlichen Fertigstellungen in den 312
Bereichen der Bühnenbaustelle hinter den Zielzahlen zurückblieben. Die Bühnen Köln beauftragten deshalb
im Oktober 2023 ein auf Fertigstellungsprozesse bei Großbauvorhaben spezialisiertes Büro in München
damit, die Prozesse auf der Baustelle zu beschleunigen. In einem ersten Arbeitsschritt überprüfte dieses
Büro die aktuelle Terminplanung und es wurde deutlich, dass der geplante Fertigstellungstermin 22.3.2024
nicht zu halten war. Der mit den wesentlichen Beteiligten abgestimmte Fertigstellungstermin sollte nun-
mehr der 28.6.2024 sein. Die Betriebsleitung der Bühnen kommunizierte dies am 24.11.2023.
Vor diesem Hintergrund wurde in der Ratssitzung vom 21.3.2024 festgestellt, dass die der letzten Termin-
und Kostenprognose vom 31.12.2022 zugrunde gelegten kostentreibenden Effekte der Indexierung der
Baukosten und der Mehrkosten von Neuvergaben aufgrund von Insolvenzen offensichtlich nicht hinreichend
berücksichtigt worden waren. Die Bühnen machten deshalb weitere Mehrkosten geltend, die dazu führten,
dass der Rat auf Basis einer aktualisierten Kostenprognose einer weiteren Erhöhung des Sanierungsbudgets
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/27
von 672,2 Mio. EUR um 37,2 Mio. EUR auf 709,4 Mio. EUR zustimmte. Der Rat verzichtete auf eine Be-
darfsfeststellung, ein Vergabevorbehalt wurde nicht ausgesprochen. Gleichzeitig wurden die Bühnen er-
mächtigt, Kredite bis zu einer Höhe von 709,4 Mio. EUR für die Planungs- und Baukosten aufzunehmen.
Der Rat ermächtigte die Bühnen darüber hinaus, Kredite für Bauzeitzinsen in Anspruch zu nehmen. Eine
Analyse der Mehrkosten ergab, dass ca. 40 % aus den Effekten der Bauzeitverlängerung (Indexierung,
auspositionierte Baustellengemeinkosten, Honorare) resultierten und ca. 60 % aus einer Hochrechnung der
noch zu erwartenden Nachträge der beauftragten Firmen sowie der Folge von Neuvergaben aufgrund von
Insolvenzen.
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen auf der Baustelle und den damit verbundenen Auswirkungen auf die
Umzugspläne an den Offenbachplatz entschieden sich die Bühnen sodann dazu, die Spielzeit 2024/25 in
den Spielstätten Depot und Staatenhaus zu beginnen.
Der laufende Vertrag des Technischen Betriebsleiters der Bühnen, Herrn Bernd Streitberger, endet am
30.6.2024. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Herr Streitberger die Aufgabe nicht über den 30.6.2024
hinaus wahrnehmen. Aus diesem Grund wurde in der Ratssitzung vom 16.5.2024 entschieden, den städti-
schen Beigeordneten für Planen und Bauen, Herrn Markus Greitemann, in Nebentätigkeit für die Zeit vom
1.7.2024 bis zum 30.6.2025 als Technischen Betriebsleiter zum Mitglied der Betriebsleitung der Bühnen zu
bestellen. Zur Unterstützung des neuen Technischen Betriebsleiters und des bestehenden Sanierungsteams
wurde Herr Prof. Jürgen Marc Volm, der bereits für die Stadt Köln im Rahmen eines anderen Bauprojekts
tätig war und über die notwendige Fachkompetenz verfügt, als externer Projektmanager mit Projektlei-
tungsaufgaben bzw. Bauherrnunterstützungsleistungen von den Bühnen beauftragt.
Zwischenzeitlich hatte sich im Frühjahr 2024 gezeigt, dass die Hauptprobleme auf der Bühnenbaustelle
weiterhin in den schleppenden Koordinationsabläufen und den fehlenden Kapazitäten im Trockenbau be-
standen. Damit kamen die Feininstallationen der Haustechnik wegen fehlender Vorleistungen trotz aller
zusätzlichen Anstrengungen nicht auf die im Terminplan vorgesehene Geschwindigkeit. Infolge des gering-
fügigen Tempozuwachses ergab die März-Bilanz der Bühnenbaustelle, dass die nächsten Meilensteine am
30.4.2024 ("Staubfreiheit für die Einbringung der Beleuchtungs- und Medientechnik, sowie der IT-Kompo-
nenten") und 17.5.2024 ("Abschluss der Sachverständigenabnahmen der Haustechnik und Beginn der Wirk-
prinzipprüfungen") nicht vollständig erreicht werden konnten. Daraus folgte, dass zum 28.6.2024 auch
keine behördliche Abnahme der Gebäude erfolgen würde und die Übergabe der vier Theater an die Bühnen
erneut verschoben werden musste.
Elektronische Kopie
I/28 Bühnen der Stadt Köln, Köln
Mit dem Team um den neuen Technischen Leiter stellten Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Markus
Greitemann, Professor Jürgen Marc Volm sowie Stefan Charles (Beigeordneter für Kunst und Kultur) nach
einer Bestandsaufnahme zum Projektfortschritt und intensiver Abstimmung mit den Projektbeteiligten am
29.8.2024 im Rahmen einer Pressekonferenz das erarbeitete Ergebnis vor. Die aktuelle Kosten- und Ter-
minprognose geht von einer baulichen Fertigstellung der Bühnen bis zum Ende des zweiten Halbjahres
2025 aus. Die Spielzeit 2024/25 der Oper wird somit komplett im Staatenhaus und die Spielzeit des Schau-
spiels vollständig im Depot stattfinden. In der aktualisierten Kostenprognose gehen die Verantwortlichen
von Baukosten und Baunebenkosten in Höhe von 798 Mio. EUR aus. Hier bildet sich die Bauzeitverlängerung
als Kostensteigerung deutlich ab. Im Rahmen einer Strukturveränderung der Bauabläufe zur Reduzierung
von Schnittstellen wurde die Baustelle in Bereiche unterteilt, die nun von jeweils einem Bereichsverant-
wortlichen gewerkübergreifend geleitet werden. Diese Bereiche sind so strukturiert, dass die vier Bühnen-
gebäude nacheinander priorisiert abgearbeitet werden können.
Nach dem Ausscheiden des Schauspielintendanten Stefan Bachmann zum 31.8.2024 trat zu Beginn der
Spielzeit 2024/25 Rafael Sanchez für die Spielzeit 2024/25 die Nachfolge an. In der Ratssitzung vom
1.10.2024 wurde er rückwirkend zum Schauspielintendanten sowie Mitglied der Betriebsleitung bestellt.
In der gleichen Sitzung wurde beschlossen, das Budget und damit das Eingehen von Verpflichtungen zur
Fortführung der Bühnensanierung auf der Basis der aktualisierten Kostenprognose von bisher 709,4 Mio.
EUR um 89,2 Mio. EUR auf 798,6 Mio. EUR anzuheben. Der Rat verzichtete auf eine Bedarfsfeststellung,
ein Vergabevorbehalt wurde nicht ausgesprochen. Zudem ermächtigte der Rat die Bühnen, Kredite bis zu
einer Höhe von 798,6 Mio. EUR für die Planungs- und Baukosten sowie Kredite für Bauzeitzinsen in Höhe
von 78,1 Mio. EUR in Anspruch zu nehmen.
In der Sitzung am 14.11.2024 stellte der Rat den Jahresabschluss zum 31.8.2022 der Bühnen fest. Über
die Verwendung des Bilanzgewinns des Wirtschaftsjahre 2021/22 (EUR 8.528.392,15) wurde entsprechend
dem Vorschlag der Betriebsleitung entschieden. Der Betriebsleitung und dem Betriebsausschuss wurde
Entlastung erteilt. Des Weiteren stellte der Rat in dieser Sitzung den Wirtschaftsplan der Bühnen für die
Spielzeit 2024/25 mit folgenden Rahmendaten fest:
Elektronische Kopie
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/29
Wj.
2024/25
Wj.
2024/25
Wj.
2024/25
Wj.
2024/25
Wj.
2024/25
gesamt davon davon davon davon
Oper Schauspiel Tanz Service
TEUR TEUR TEUR TEUR
Spielbetrieb der Bühnen
Umsatzerlöse 10.334 7.517 2.416 321 80
Bestandsveränderung unfertige Produktionen 0 0 0 0 0
andere aktivierte Eigenleistungen 1.543 0 0 0 1.543
Betriebskostenzuschuss Stadt 79.976 49.269 30.307 400 0
sonstige betriebliche Erträge 5.823 3.062 1.528 44 1.190
Materialaufwendungen -17.578 -12.307 -4.229 -821 -220
Personalaufwendungen -60.751 -24.429 -15.897 0 -20.425
Abschreibungen -3.872 -1.080 -1.080 0 -1.712
sonstige betriebliche Aufwendungen -15.028 -920 -687 -94 -13.328
447 21.112 12.357 -150 -32.872
Spartenumlage Service 0 -21.112 -12.357 0 33.469
geplantes Betriebsergebnis 447 0 0 -150 597
geplantes Finanzergebnis -422 0 0 0 -422
Steuern -25 0 0 0 -25
Übernahme anteiligen Verlust d. Service 0 0 0 150 -150
= Planergebnis Spielbetrieb Bühnen 0 0 0 0 0
Betrieb Interimspielstätten
Umsatzerlöse -3.740 -3.240 -500 0 0
Betriebskostenzuschuss Stadt 10.803 6.815 3.988 0 0
sonstige betriebliche Erträge 0 0 0 0 0
Materialaufwendungen -1.353 -167 -34 0 -1.152
Personalaufwendungen -309 0 0 0 -309
Abschreibungen -299 -89 -192 0 -18
sonstige betriebliche Aufwendungen -5.102 -2.261 -2.525 0 -316
0 1.057 738 0 -1.795
Spartenumlage Service 0 -1.057 -738 0 1.795
geplantes Betriebsergebnis 0 0 0 0 0
geplantes Finanzergebnis 0 0 0 0 0
= Planergebnis Interimspielbetrieb Bühnen 0 0 0 0 0
Sanierung
Betriebskostenzuschuss Stadt 643 0 0 0 643
Abschreibungen -643 0 0 0 -643
geplantes Betriebsergebnis 0 0 0 0 0
geplantes Finanzergebnis 0 0 0 0 0
= Planergebnis Sanierung Bühnen 0 0 0 0 0
Plangesamtergebnis Bühnen 2024/25 0 0 0 0 0
Die Betriebsleitung wurde ermächtigt, Kassenkredite bis zu einem Höchstbetrag von 7 Mio. EUR in Anspruch
zu nehmen. Gleichzeitig wurden die Bühnen beauftragt, zur Reduzierung der in der mittelfristigen Finanz-
planung dargestellten Defizite bis Ende 2025 Möglichkeiten zur Hebung von Einsparpotentialen vorzulegen.
Infolge der verlängerten Sanierung stimmte der Rat auch der Verlängerung des Interimspielbetriebs in den
bekannten Spielstätten für die Spielzeit 2024/25 zu und akzeptierte Nachlaufkosten bis Dezember 2025.
Insgesamt führte dies zu einer weiteren Erhöhung des Interimbudgets um 9.551.670 EUR. Die Betriebslei-
Elektronische Kopie
1/30
tung sollte die insoweit erforderlichen Verträge abschließen und wurde beauftragt, Anfang 2025 eine aktu
alisierte Kalkulation der Auswirkungen der Beendigung des Interimsbetriebs auf den Betriebskostenzu
schuss nach Vorlage einer konkreten Terminplanung der S anierung vorzulegen.
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach S chluss des Wirtschaftsjahres 2022/23 aber vor
Verfassung dieses Anhangs eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen.
Hein Mulders
Intendant der Oper
R afael S anchez ^
Intendant des S chauspiels
Markus Greitemann
Technischer Betriebsleiter
Patrick Wasserbauer
Geschäftsfü hrender Direktor
Kö ln, den 14. November 2024
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Bühnen der Stadt Köln, Köln I/31
Anlagenspiegel zum 31. August 2023
Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
Stand Stand Stand Stand
01.09.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.08.2023 01.09.20 22 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.08.2023 31.08.2023 31.08. 2022
€ € € € € € € € € € € €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 996.988,24 24.94 5,17 0,00 0,00 1.021.933,41 911.307,24 54.621,17 0,00 0,00 965.928,41 56.005,00 85.681,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 43.753. 806,31 86.307,91 0,00 0,00 43.840.114,22 24.626.444,31 1. 180.126,91 0,00 0,00 25.806.571,22 18.033.543,00 19.127. 362,00
2. Maschinen und maschinelle Anlagen 19.752.090,99 71.686,43 0,0 0 0,00 19.823.777,42 10.308.743,99 1.386.869,43 0,00 0,00 11.695.613,42 8.128.164,00 9.443.347,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.081 .690,10 1.616.017,32 438.284,14 0,00 23.259.423,28 17.74 8.288,10 1.417.664,61 432.735,43 0,00 18.733.217,28 4.52 6.206,00 4.333.402,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 519.814.348,98 93.85 4.565,90 107.000,00 0,00 613.561.914,88 10.131.768,34 0, 00 0,00 0,00 10.131.768,34 603.430.146,54 509.682.580,64
605.401.936,38 95.628.577,56 545.284,14 0,00 700.485.22 9,80 62.815.244,74 3.984.660,95 432.735,43 0,00 66.367.1 70,26 634.118.059,54 542.586.691,64
606.398.924,62 95.653.522,73 545.284,14 0,00 701.507.16 3,21 63.726.551,98 4.039.282,12 432.735,43 0,00 67.333.0 98,67 634.174.064,54 542.672.372,64
Elektronische Kopie
Beschlussvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle VII/46 Vorlagen-Nummer 0644/2025 Freigabedatum 20.03.2025 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2023 für die Bühnen der Stadt Köln Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat der Stadt Köln stellt gem. § 4c der Betriebssatzung der Bühnen der Stadt Köln in Verbindung mit § 26 Abs. 1 der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfa- len (EigVO NRW) den Jahresabschluss zum 31.08.2023 sowie den Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2022 bis 31.08.2023 mit dem uneingeschränkten Bestätigungs- vermerk vom 14.11.2024 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Nexia GmbH für die Bühnen der Stadt Köln fest. 2. Der Bilanzgewinn des Wirtschaftsjahres 2022/23 in Höhe von 15.078.224,65 €, der sich aus einem Gewinnvortrag in Höhe von 8.528.392,15 €, der im Rahmen der Ergebnisver- wendung des Bilanzgewinns 2020/21 am 15.06.2023 beschlossenen Zuführung zu den zweckgebundenen Rücklagen in Höhe von 2.127.600,00 € sowie dem Jahresüberschuss 2022/23 in Höhe von 8.427.432,50 € unter Einschluss der Entnahme aus Gewinnrückla- gen in Höhe von 250.000,00 € zum Ergebnisausgleich 2022/23 des Projekts Richard Siegal / Ballet of Difference (Ratsbeschluss 1416/2022 vom 20.06.2022) zusammensetzt, soll wie folgt verwendet werden: In Vorjahren dotierte zweckgebundene Gewinnrücklagen in Höhe von 1.377.281,35 € sol- len auf Basis der seinerzeitigen Zuführungsbedingungen aufgelöst werden (Oper 398.600,00 €, Schauspiel 140.600,00 €, actori-Machbarkeitsstudie 150.000,00 €, Tanz Köln 66.000,00 €, Interim Spielbetrieb 622.081,35 €). Des Weiteren soll ein Betrag in Höhe von 11.521.788,48 €, der den im Bereich der Sanierung in 2022/23 und in Vorjahren erzielten Überschüssen entspricht, der zweckgebundenen Sanierungsrücklage zugeführt werden. Schließlich soll ein Betrag in Höhe von 2.500.000,00 € einer freien Gewinnrück- lage zugeführt werden. Der verbleibende Bilanzgewinn des Wirtschaftsjahres 2022/23 in Höhe von 2.433.717,52 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 3. Der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt. 4. Dem Betriebsausschuss wird (gem. § 4 EigVO NRW) Entlastung erteilt. Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 25.03.2025 Finanzausschuss 31.03.2025 Rat 03.04.2025 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Zur Begründung des Beschlussvorschlags sind folgende Anlagen beigefügt: Jahresabschluss zum 31.08.2023, bestehend aus: o Anlage 1 - Bilanz zum 31.08.2023 (Seite I/1) o Anlage 2 - Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2022/23 (Seite I/2) o Anlage 3 - Anhang (Seite I/3-31) Anlage 4 - Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2022 bis 31.08.2023 (Seite II/1-45) Anlage 5 - Fragenkatalog nach § 53 HGrG (Seite IV/1-23) Anlage 6 - Spartenbezogene Entwicklung des Eigenkapitals Anlage 7 - Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers (Seite III/1-4) Begründung der Dringlichkeit: Mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2022/23 wurde erstmals die am 26.09.2023 vom Be- triebsausschuss Bühnen (2819/2023) bestellte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft NEXIA GmbH (vormals RSM Verhülsdonk GmbH) beauftragt. Da die Erstellung des Prüfberichts erst nach Vorlage des testierten Abschlusses des Vorjahres erfolgen konnte, der Jahresabschluss 2021/22 jedoch verspätet vorgelegt wurde (Ratsbeschluss vom 14.11.2024, Vorlage 2948/2024; zur Begründung der Verspätung siehe Vorlage 2777/2024), wurde auch der Jah- resabschluss 2022/23 entsprechend später fertiggestellt. Um den Gremien den Jahresab- schluss 2022/23 dennoch so zeitnah wie möglich zur Verfügung zu stellen, soll die Vorlage noch in den Gremienlauf März/April 2025 eingebracht werden.
Anlage 6 - Spartenbezogene Entwicklung des Eigenkapitals
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Anlage 6 Spartenbezogene Entwicklung des Eigenkapitals der Bühnen im Zeitraum 1.9.2000 bis 1.9.2023 (Ausschnitt 1.9.2020-1.9.2023) Sparte Stand 1.9. 2020 Ergebnis- verwendg. 2019/20 Stand 1.9.2020 nach EV Ergebnis 2020 / 2021 Stand 1.9. 2021 Ergebnis- verwendg. 2020/21 Stand 1.9.2021 nach EV Ergebnis 2021 / 2022 Ergebnis- verwendg. 2021/22 Stand 1.9.2022 nach EV Ergebnis 2022 / 2023 Stand 1.9.2023 vor EV* Ergebnis- verwendg. 2022/23 Stand 1.9.2023 nach EV TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Stammkapital +50 0 +50 0 +50 0 +50 0 0 +50 0 +50 0 +50 Gewinnrücklagen Zweck: Sanierung +7.182 +1.404 +8.586 0 +8.586 0 +8.586 0 0 +8.586 0 +8.586 +11.521 +20.107 Zweck: Tanz BoD 0 +250 +250 0 +250 +972 +1.222 0 -250 +972 -250 +722 0 +722 Zweck: Interim +622 0 +622 0 +622 0 +622 0 0 +622 0 +622 -622 0 Zweck: Oper 0 0 0 0 0 +799 +799 0 0 +799 0 +799 -397 +402 Zweck: Schauspiel 0 0 0 0 0 +141 +141 0 0 +141 0 +141 -141 0 Zweck: Tanz +66 +66 0 0 +66 0 +66 -66 0 Zweck: Service (actori) 0 0 0 0 0 +150 +150 0 0 +150 0 +150 -150 0 freie Rücklage 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +2.500 +2.500 +7.804 +1.654 +9.458 0 +9.458 +2.128 +11.586 0 -250 +11.336 -250 +11.086 +12.645 +23.731 Bilanzergebnis Spielbetrieb Oper -698 0 -698 +8.947 +8.249 -7.240 +1.009 +1.283 0 +2.292 +1.646 +3.938 -1.180 +2.758 Schauspiel +134 -250 -116 +4.014 +3.898 -3.898 0 -529 0 -529 +1.375 +846 -782 +64 Tanz BoD +198 0 +198 -569 -371 0 -371 -627 +250 -748 +90 -658 0 -658 Service +150 0 +150 0 +150 -150 0 0 0 0 -96 -96 +150 +54 Tanz Köln +619 0 +619 +162 +781 -766 +15 +65 0 +80 +62 +142 +66 +208 +403 -250 +153 +12.554 +12.707 -12.054 +653 +192 +250 +1.095 +3.077 +4.172 -1.746 +2.426 Interim Oper +1.628 0 +1.628 +241 +1.869 0 +1.869 -513 0 +1.356 -143 +1.213 0 +1.213 Schauspiel -965 0 -965 -144 -1.109 0 -1.109 -175 0 -1.284 -544 -1.828 +622 -1.206 Service 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 +663 0 +663 +97 +760 0 +760 -688 0 +72 -687 -615 +622 +7 Sanierung Oper +890 -885 +5 -6.262 -6.257 +6.262 +5 0 0 +5 0 +5 -5 0 Schauspiel +522 -519 +3 -3.664 -3.661 +3.664 +3 0 0 +3 0 +3 -3 0 Service +155 0 +155 0 +155 0 +155 +5.071 0 +5.226 +6.287 +11.513 -11.513 0 +1.567 -1.404 +163 -9.926 -9.763 +9.926 +163 +5.071 0 +5.234 +6.287 +11.521 -11.521 0 +2.633 -1.654 +979 +2.725 +3.704 -2.128 +1.576 +4.575 +250 +6.401 +8.677 +15.078 -12.645 +2.433 Eigenkapital Bühnen +10.487 0 +10.487 +2.725 +13.212 0 +13.212 +4.575 0 +17.787 +8.427 +26.214 0 +26.214 * Verwendung Rücklage BoD bereits im JA 2022/23 (EUR 250.000)
Anlage 7 - Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
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^Nexia 101110217 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln, Köln 111/1 Bestätiqunqsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Bühnen der Stadt Köln, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Bühnen der Stadt Köln, Köln, für das Wirtschaftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung Nordrhein-Westfalen (EigVO NRW) i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den Vorschriften des § 103 Abs. 1 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Betriebsausschusses für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den Vorschriften der EigVO NRW i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den @Nexia 101110217 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln, Köln 111/2 deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein unter Beachtung der landesrechtlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den Vorschriften der EigVO NRW i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Vorschriften der EigVO NRW i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Betriebsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der landesrechtlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den Vorschriften der EigVO NRW i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und § 103 GO NRW unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. @Nexia 101110217 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln, Köln 111/3 Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. ^Nexia 101110217 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Bühnen der Stadt Köln, Köln 111/4 Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.“ Köln, den 14. November 2024 Nexia GmbH , Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerb/eratungsgesellschaft Ueberholz Dr. Iwanowitsch Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Krebsgasse
- Glockengasse
- Stolberger Straße
- Offenbachplatz 90
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Details
- Aktenzeichen
- 0644/2025
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 20.03.2025
- Erstellt
- 28.02.2025 14:01