0032/2022/1
Sanierung der Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß und Umnutzung als Kolumbarium - Bedarfsfeststellungs- und Baubeschluss
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Anlage 3 - Stegreif Planung 11-2021
746 Zeichen
Datum 26.11.2021 Anlage 3 K O L U M B A R I U M M E L A T E N F R I E D H O F F R I E D H O F K Ö L N W E I S S Grundriss Trauerhalle M 1:100 Perspektive - Grabsteine mit mehreren Sandsteinfarb en Schnittansicht F-F - Grabsteine mit mehreren Sandst einfarben M 1:100 Schnitt BB M 1:50 (links) Schnittdetail Grabkammer M 1:40 (rechts) Detail Blumenkasten Schnitt M 1:10 (oben) Detail Blumenkasten Grundriss M 1:10 (unten) Detail Kerzenständer Pyramide F R I E D H O F W E I S S Grundriss M 1:100 Perspektive - Grabsteine mit mehreren Sandsteinfarb en Schnittansicht Nord -West - Grabsteine mit mehreren Sandsteinfarben M 1:100 Schnitt Nord -West M 1:100
Anlage 1 - Entwurf Trauerhalle Weis
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26.96 m² Trauerhalle GRUNDRISS 2.53 3.03 1.55 H.A. 2.87 m² 5.77 m² WC 2.53 25 2.53 25 1.55 A +0,00 OKFF Fensteröffnungen schließen B Spritzschutzstreifen, neu neue Tür neues FensterTüröffnung schließen Türöffnung schließen U.V. Paulstraße 2 Stufen H = 18 cm +0,00 OKFF RR RR RR -0,36 OKGelände 1 Stufe H = 18 cm -0,18 OKGelände -0,10 OKGelände 5.17 4.03 7.10 25 45 35 5.80 25 25 4.67 25 25 1.135 115 2.28 25 25 815 30 2.455 30 805 25 25 1.135 115 2.28 25 5.17 4.43 -0.36 SCHNITT A-A Estrich und Oberboden, neu Dachstuhl, neu Ringbalken, neu Tür, neu Fenster, neu Fensteröffnungen schließen Abdichtung Sockel Spritzschutz- streifen, neu ±0.00 +2.865 +6.24 -0.18 +4.35 -0.10 2.615 25 3.375 6.24 SCHNITT B-B Ringbalken, neu Abdichtung Sockel Spritzschutz- streifen, neu ±0.00 +2.865 +4.35 Dachstuhl, neu Estrich und Oberboden, neu Fenster, neu -0.36 4.35 2.615 25 1.49 710PROJEKT : 50999 Köln Paulstr. Sanierung Trauerhalle H/B = 297 / 420 (0.12m²) Allplan 2019 Datum Gez MB 12.08.2021 MASZSTAB PROJ.-NR. Entwurfsplan Siegburger Str. 231 - 50679 Köln - www.aib.de Grundriss + Schnitte1:100 Anlage 1
Anlage 4 - Stellungnahme des Rechnungsprüfungsamtes
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14 24.03.2022 143 26 über Dez. VI Stellungnahme zur Beschlussvorlage 0032/2022-1, Stand 17.03.2022 Sanierung der Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß und Umnutzung als Kolumbarium - Bedarfsfeststellungs- und Baubeschluss RPA-Nr. 0292/2022 Eingereichte Kosten: 600.000,- brutto Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln beabsichtigt mit o.g. Beschlussvorlage den Bedarfs- feststellungs- und den Baubeschluss für die Sanierung der Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß einzuholen. Des Weiteren soll die Trauerhalle in dem Zuge als Kolumbarium umge- nutzt werden, um den Trend Urnenbestattung Rechnung zu tragen. Die Beschlussvorlage nimmt keinerlei Bezug auf die bisherigen Abstimmungs- und Entschei- dungsprozesse der politischen Gremien. Die vorgelegten Unterlagen zur Maßnahme werden vom Rechnungsprüfungsamt lediglich zur Kenntnis genommen. In der Regel wird zunächst ein Baubeschluss durch das zuständige Gremium erwirkt und im Anschluss daran die weitere Planung, die Vergabe und Ausführung der Maßnahme durchge- führt. Aus den vorliegenden Unterlagen geht hervor, dass sich die Maßnahme bereits in der Aus- führung befindet. Die Planungsleistungen für die Instandsetzung und die Umnutzung als Kolumbarium sind bereits vergeben und weitestgehend abgeschlossen. Es sind Großteile der Gewerke ausge- schrieben und beauftragt, sowie teilweise bereits baulich abgeschlossen oder befinden sich in Arbeit. Warum die Notwendigkeit besteht, einen Baubeschluss durch den Rat zu erwirken, obwohl die Maßnahme bereits durchgeführt wird, ist dem RPA nicht bekannt und konnte auch nicht durch die Fachdienststelle nachvollziehbar erläutert werden. Grundsätzlich sind die städtischen Regelungen zur Beschlussfassung und Abwicklung von Baumaßnahmen einzuhalten. Beispielhaft wird in diesem Zusammenhang auf die Zuständig- keitsordnung der Stadt Köln in Verbindung mit dem Abgrenzungskatalog oder die Betriebs- satzung der Gebäudewirtschaft verwiesen. Mit freundlichen Grüßen Ralf Jülich Leiter des Rechnungsprüfungsamtes
Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 0032/2022/1 Freigabedatum 04.05.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Sanierung der Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß und Umnutzung als Kolumbarium - Bedarfsfeststellungs- und Baubeschluss Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat der Stadt Köln beschließt die Sanierung der alten Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß und deren künftige Nutzung als Kolumbarium. In diesem Zusammenhang wird die Friedhofsgebührensatzung vom 14.02.2013 um diese Form der Bestattung ergänzt und die Gebührensatzung generell überprüft und aktualisiert. Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 19.05.2022 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 30.05.2022 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 13.06.2022 Finanzausschuss 13.06.2022 Rat 20.06.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2023 a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. 18.000 € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Allgemeine Informationen In der Bestattungs-.und Trauerkultur gibt es einen Trend zur Abkehr von der Sargbestattung hin zur Urnenbestattung. Die Urnenbestattung eröffnet eine Vielzahl von Bestattungsarten. Das Bestattungsangebot für Urnen in Köln wurde entsprechend ausgeweitet auf Urnenwahlgräber, pflegefreie Urnengräber, Baumgräber und Bestattungsgärten. Ein weiteres Angebot stellt die Beisetzung der Asche-Urne in einem Kolumbarium dar. Ein Kolumba- rium ist ein meist oberirdisches Bauwerk, das der Aufbewahrung von Urnen dient und oft auch einem Friedhof angegliedert ist. Kölner Bürger*innen haben verstärkt bei Politik und Verwaltung nach Mög- lichkeiten für diese Art der Urnenbestattung nachgefragt. Bereits kurz nach dem Bekanntwerden der Planung der Stadt Köln, in der alten Trauerhalle des Friedhofs in Weiß ein Kolumbarium einzurichten, haben mehrere Kölnerinnen und Kölner ihr konkretes Graberwerbsinteresse bekundet. Die Verwaltung plant, zukünftig die Bestattungsart Kolumbarium in der alten, nicht mehr genutzten Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß anzubieten. In diesem Zusammenhang wird die Friedhofsgebührensatzung vom 14.02.2013 um diese Form der Bestattung ergänzt und die Gebührensatzung generell überprüft und aktualisiert. 3 Beschreibung der Sanierungsmaßnahmen für die Trauerhalle Weiß Die Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß, Baujahr 1955, steht nicht unter Denkmalschutz. Das Gebäude wird generalsaniert, worunter die komplette Erneuerung des Daches, die Sanierung der Fassade, sowie der Fenster- und Türanlagen fällt. Im Anbau der Trauerhalle wird ein WC-Bereich entstehen, um den Besucher*innen des Friedhofs Weiß auch die Möglichkeit einer Toilettennutzung zu bieten. Die Fläche des Innenraumes beträgt circa 27 m². Weitere Angaben enthalten die beigefügten Unterlagen zur Sanierung (Anlage 2). Rahmenbedingungen für die städtischen Kolumbarien In Abstimmung mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen gelten für Kolumbarien in Köln folgende Rahmenbedingungen und Vorgaben: - Das einzurichtende Kolumbarium ist Bestandteil des Friedhofs. - Das Kolumbarium wird ausschließlich in geschlossenen Räumen, also den zur Verfügung stehen- den Gebäuden auf den städtischen Friedhöfen, angeboten. - Grabstätten im Kolumbarium sind spezielle, einstellige Urnenwahlgrabstätten, die aus einer ver- schließbaren Grabkammer bestehen, in der bis zu zwei Ascheurnen beigesetzt werden können. - Der Zugang zum Kolumbarium ist für alle Besucher*innen zu den Öffnungszeiten des Friedhofs gewährleistet. Außerhalb der Friedhoföffnungszeiten ist das Kolumbarium nicht zugänglich. Um eine qualitativ hochwertige und ansprechende Lösung für die Inneneinrichtung der Kolumbarien zu erhalten, hat die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln im Auftrag des Nutzers eine Mehrfachbeauftra- gung (Stegreif-Entwurf) mit sechs Teilnehmern durchgeführt. Unter dem Vorsitz von Herrn Minkus, Vorsitzender des Gestaltungsbeirates der Stadt Köln, bewertete eine kleine Jury die eingereichten Arbeiten und wählte die Entwürfe des Ingenieur-Büros Maier Hollenbeck aus Köln zur Umsetzung aus. Weitere Angaben zum Stegreif-Entwurf enthält der Erläuterungsbericht 07/2021 (Anlage 3) und die Planung 11/2021 (Anlage 4). Finanzierung Die Kosten der Baumaßnahme betragen nach der aktuellen Kostenberechnung rund 600.000 Euro brutto. Die Finanzierung der Baumaßnahme erfolgt im Rahmen des Wirtschaftsplans der Gebäudewirtschaft. Die Refinanzierung erfolgt nach Inbetriebnahme des neuen Kolumbariums über die Mieten aus dem Teilplan 1303 – Friedhöfe und Krematorium auf der Grundlage des dann gültigen Spartenverrech- nungspreises für Grünaufbauten. Auf Grundlage der bei der Berechnung des Flächenverrechnungspreises üblichen Annahmen (zum Beispiel Instandhaltungsansatz gemäß Empfehlung der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwal- tungsmanagement (KGSt)) ist bei einer Investitionssumme von rund 600.000 Euro von einer jährli- chen Haushaltsbelastung (Mietbelastung) von 18.000 Euro auszugehen. Das Dezernat Umwelt, Klima und Liegenschaften wird im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungspro- zesses 2023 ff. innerhalb des dann zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, gegebenenfalls durch Umschichtungen, vorsehen. Anlagen Anlage 1 – Sanierung Weiß (Büro Billstein)Anlage 2 - Anlage 2 - Stegreif Erläuterungsbericht 07/2021 Anlage 3 - Stegreif Planung Stand 11/2021 Anlage 4 – Stellungnahme des Rechnungsprüfungsamtes
Anlage 5, Vorab-Auszug 19.05.2022 AKUG TOP 4.1.4 und 4.1.5 Sanierung Trauerhallen und Umnutzung in Kolumbarien Weiß und Melaten
5400 Zeichen
Anlage 5 Geschäftsführung Ausschuss Klima, Umwelt und Grün Frau Bültge-Oswald Telefon: (0221) 221-23702 E-Mail: barbara.bueltge-oswald@stadt -koeln.de Datum: 01.06.2022 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der Sitzung des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün vom 19.05.2022 öffentlich 4.1.4 Sanierung der Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß und Umnutzung als Kolumbarium - Bedarfsfeststellungs- und Baubeschluss 0032/2022/1 wird zusammen beraten mit 4.1.5 Sanierung der alten Trauerhalle auf dem Friedhof Melaten und Umnut- zung als Kolumbarium - Bedarfsfeststellungs- und Baubeschluss 0032/2022/2 RM Frau Aengenvoort bittet die Verwaltung um einen Zeitplan für die beiden Kolum- barien in Weiß und Melaten, die die CDU-Fraktion als sehr gute Projekte im Zuge des geänderten Bestattungsverhaltens bewerte. Sie äußert die Bitte, die Mitglieder des Ausschusses über den Zeitpunkt der Eröffnung zu informieren. SB Herr Becker bittet die Verwaltung um eine Stellungnahme zur Stellungnahme des Rechnungsprüfungsamtes. SB Herr Dr. Albach hat seine mündlichen Anfragen per E-Mail gestellt. „Zu den Kolumbarien w üssten w ir gern, w ie die Gebühren dafür kalkuliert w erden, w enn sie einmal in Betrieb sein w erden. 1. Wird es jew eils eine eigene Kostenrechnung für die beiden Kolumbarien geben, mit unterschiedlichen Gebühren oder w erden beide Kolumbarien miteinander kal- kulatorisch vermischt? 2. Nach w elchem Schlüssel beabsichtigt die Verw altung, die Fixkosten für Melaten auf Kolumbarium und Erdbestattungen zu verteilen? 3. Wir gehen davon aus, dass die Kosten für die Instandsetzung der beiden Gebäu- de aktiviert w erden und dass die Abschreibungen dann Teil der Gebührenkalkula- tion w erden. Über w elchen Zeitraum beabsichtigt die Verw altung, die Instandset- zung und den Umbau abzuschreiben? 4. Zumindest die alte Trauerhalle in Melaten steht unter Denkmalschutz. Besteht die Aussicht, dass es Zuschüsse aus Töpfen für den Denkmalschutz gibt, die die ab- zuschreibenden Kosten senken?“ Herr Kaune antwortet Frau Aengenvoort, dass man versuchen wolle, auf dem Fried- hof in Weiß Ende des Jahres 2022 und in Melaten im 1. Quartal 2023 das Angebot zu präsentieren. An Herrn Dr. Albach gerichtet erklärt er, zur 1. Frage Da es für alle Friedhöfe die gleiche Gebühr gibt, wird auch für die beiden Kolumbarien die gleiche Gebühr erhoben. zur 2. Frage Hier werde das Kölner Gebührenmodell angewandt, das eine Mischkalkulation vorsieht, in die die allgemeinen Gesamtkosten aller Friedhöfe und die spezifischen Kosten, also auch die Ge- bäudekosten für die Kolumbarien, einfließen. Auf Frage 3 und 4 antwortet Herr Müller von der städtischen Gebäudewirtschaft. zur 3. Frage verweist Herr Müller auf die Beantwortung durch Herrn Kaune, dass für den Friedhof in Weiß versucht werde, die Arbeiten in 2022 und für den Friedhof Melaten bis Frühjahr 2023 auszufüh- ren. zur 4. Frage Nachfragen beim Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege ergaben, dass keine Aussicht auf städtische Zuschüsse von dort bestehe. Auch auf Landesebene gebe es keine Zuschüsse für städtische Projekte. SE Herr Dr. Ermert bittet die Verwaltung zu prüfen, ob auf den Dächern der Trauer- halle in Weiß - konkret dem nach SW ausgerichteten Dach der Trauerhalle und der nach SO ausgerichteten Dachfläche auf dem WC - die Installation einer etwa 15 m2 großen PV-Anlage möglich ist. Zur Stellungnahme des Rechnungsprüfungsamtes erläutert Herr Oberthür von der städtischen Gebäudewirtschaft, dass die beiden Maßnahmen in Weiß und Melaten aus zwei Teilprojekten, Sanierung der Trauerhallen und Umnutzung als Kolumbarien, zusammengesetzt seien. Eine Sanierung gehöre zum laufenden Geschäft der Ver- waltung, wozu kein Beschluss einzuholen sei. Weil Sanierung und Umnutzung zu- sammengefasst worden seien, habe die Verwaltung die Vorlage in dieser Form ein- gebracht. Auf Nachfrage von SB Herrn Becker bestätigt Herr Oberthür, dass der letzte Ab satz der Stellungnahme des Rechnungsprüfungsamtes – bezüglich der Einhaltung der städtischen Regelungen zur Beschlussfassung und Abwicklung von Baumaßnah- men, wie z. B. die Zuständigkeitsordnung der Stadt Köln in Verbindung mit dem Ab- grenzungskatalog oder die Betriebssatzung der Gebäudewirtschaft – selbstverständ- lich umgesetzt werde. Beschluss: Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün empfiehlt dem Rat, wie folgt zu be- schließen: Der Rat der Stadt Köln beschließt die Sanierung der alten Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß und deren künftige Nutzung als Kolumbarium. In diesem Zusammenhang wird die Friedhofsgebührensatzung vom 14.02.2013 um diese Form der Bestattung ergänzt und die Gebührensatzung generell überprüft und aktualisiert. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. 4.1.5 Sanierung der alten Trauerhalle auf dem Friedhof Melaten und Umnut- zung als Kolumbarium - Bedarfsfeststellungs- und Baubeschluss 0032/2022/2 Beschluss Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün empfiehlt dem Rat, wie folgt zu be- schließen: Der Rat der Stadt Köln beschließt die Sanierung der alten Trauerhalle auf dem Friedhof Melaten und deren künftige Nutzung als Kolumbarium. In diesem Zusammenhang wird die Friedhofsgebührensatzung vom 14.02.2013 um diese Form der Bestattung ergänzt und die Gebührensatzung generell überprüft und aktualisiert. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle
VI/26
Vorlagen-Nummer
0032/2022/1
Stand: 07.04.2026
Sachstandsbericht
Sanierung der Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß und Umnutzung als Kolumbarium -
Bedarfsfeststellungs- und Baubeschluss
Beschluss:
Der Rat der Stadt Köln beschließt die Sanierung der alten Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß
und deren künftige Nutzung als Kolumbarium.
In diesem Zusammenhang wird die Friedhofsgebührensatzung vom 14.02.2013 um diese
Form der Bestattung ergänzt und die Gebührensatzung generell überprüft und aktualisiert.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Die Sanierung der alten Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß ist durchgeführt und sie wird seit
dem 24. Juni 2025 als Kolumbarium genutzt.
Nächste Schritte:
Keine.
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
Entfällt.
Anlage 2 - Stegreif Erläuterungsbericht 07-2021
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1
Erläuterung / Beschreibung zum Entwurfsgedanken
Z
WEI ORTE, ZWEI ANTWORTEN
Aufgabenverständnis
Für die Beisetzung von Asche-Urnen sollen auf dem Melatenfriedhof und dem Friedhof Weiß in den
ehemaligen Trauerhallen zwei neue Kolumbarien entstehen. Sowohl die zwei Friedhöfe als auch die
Gebäude unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Durch die Nutzung der Räume als Kolumbarien
liegen der gestellten Aufgabe jedoch ähnliche Anforderungen zugrunde, daher haben wir zwei
unterschiedliche Entwürfe angefertigt, die in der Herangehensweise den gleichen Prinzipien folgen.
SAKRALE INSPIRATION
Herangehensweise
Unseren Entwürfen liegt jeweils der Gedanke zugrunde, dass wir ein intensives Raumerlebnis
schaffen möchten. Bei der Frage, welcher grundlegenden Konzeptidee wir dabei folgen wollen,
sprachen wir im Team darüber, an welchen Orten wir bisher die Atmosphäre erlebt haben, die wir
uns für die zu gestaltenden Kolumbarien wünschen. Wiederholt wurden sakrale Räume genannt, die
wir als Touristen, Gläubige oder Trauernde besucht haben. So entstand die Konzeptidee: Unsere
Entwürfe basieren auf einer assoziativen Interpretation sakraler Räume. Dabei reagiert der jeweilige
Entwurf auf die spezifische (Raum-)Situation auf dem Melatenfriedhof und dem Friedhof Weiß.
Ehemalige Trauerhalle Melatenfriedhof, Köln Ehemalige Trauerhalle Friedhof Weiß, Köln
Anlage 2
2
Erläuterung / Beschreibung zum Entwurfsgedanken
MELATENFRIEDHOF
Konzept / Grundriss
Einem Kirchenschiff gleich eröffnet sich den BesucherInnen des Kolumbariums auf dem
Melatenfriedhof am Haupteingang eine zentrale Raumachse, die den Blick über die gesamte Länge
der ehemaligen Trauerhalle bis zur Rosette freilässt. Das „Mittelschiff“ wird dabei von zwei
„Seitenschiffen“ flankiert. In Anlehnung an die Scheidewände mehrschiffiger Kirchenbauten, wird die
Fläche durch die in den Raum versetzten Urnenwände der Länge nach strukturiert. Einem Querhaus
gleich, schafft der barrierefreie Zugang eine weitere zentrale Raumachse, was einen kreuzförmigen
Grundriss entstehen lässt. In Anbetracht der Tatsache, dass der Melatenfriedhof nicht nur durch
Angehörige Verstorbener, sondern auch durch interessierte BesucherInnen angesteuert wird,
ermöglicht der Entwurf ein Flanieren durch den Raum, schafft jedoch auch intime Raumsituationen.
Auch die Monumentalität der Urnenwände reagiert auf das repräsentative Profil des
Melatenfriedhofs. Die Handschrift der Gestaltung ist dabei explizit modern, da es keinesfalls
angestrebt wird mit den historischen Denkmalen des Ortes in Konkurrenz zu treten.
Urnennischen
Insgesamt sieht der Entwurf 504 Kammern vor, was das Einbringen von 1008 Urnen ermöglicht.
Durch die von der Wand abgerückten, in den Raum versetzten Einbauten, wird die
denkmalgeschützte Bodengestaltung berücksichtigt (umlaufender Fries) und die große Anzahl an
Kammern ermöglicht. Die Höhe der Einbauten, mit sieben übereinander folgenden Registern, ist
genau auf die Raumhöhe und die geplante Öffnung des Dachs abgestimmt. Ein gemeinsamer Sockel
verbindet die teilweise durchbrochenen Urnenwände, zu einer gestalterischen Einheit. Die Kammern
sind durch Platten verschlossen (h 50 x b 40 cm), die bei Belegung mit einem „Grabstein“ besetzt
werden. Hierbei handelt es sich um eine gravierte Steinplatte (h
21 × b 21 x t 2 cm) die den
klassischen Grabstein für das Format der Urnenwand neu interpretiert. Dieser „Grabstein“ ist
rückseitig mit zwei Metallschienen ausgestattet, die in zwei Vertikalschlitze in der Grundplatte
eingehängt und verankert werden.
Grundriss einer idealtypischen Basilika Entwurf 03, Grundriss, Melatenfriedhof
3
Sitzgelegenheiten / Gestaltungselemente
Die Monumentalität der Urnenwände wird an mehreren Stellen durchbrochen. Vor allem an den
Eingängen öffnet sich die Raumgestaltung durch abgesenkte Sitzgelegenheiten. Auf gleicher Höhe
sind des Weiteren zwei zentrale Flächen für ein ewiges Licht und Blumenschmuck vorgesehen. Der
Grundriss ist so angelegt, dass diese zwei zentralen Flächen jeweils gegenüber einer Sitzgelegenheit
positioniert sind. Diese abgesenkten Flächen liegen jeweils direkt vor einer Fensteröffnung, so dass
eine durchgehende Blickachse von Fenster zu Fenster geschaffen wird.
Lichtkonzept
Für den Einfall natürlichen Lichts durch die Fenster des Gebäudes, schaffen wir Durchbrüche in den
Urnenwänden, was die Assoziation mit Arkadenöffnungen zulässt. Um die zentralen, kreuzförmig
angelegten Bewegungsachsen zu betonen, werden diese mit abgehängten Pendelleuchten
ausgestattet. Zusätzliche Spots inszenieren ausgewählte Raumteile, wobei ein bewusstes Spiel mit
dunkleren und helleren Zonen angestrebt wird.
4
Erläuterung / Beschreibung zum Entwurfsgedanken
FRIEDHOF WEIß
Konzept / Grundriss
Der um ein Vielfaches kleinere Raum der ehemaligen Trauerhalle auf dem Friedhof Weiß, hat uns zu
einer ganz anderen sakral-architektonischen Assoziation verleitet, als die ehemalige Trauerhalle auf
dem Melatenfriedhof. Die intime Raumsituation erinnert an eine Krypta. Anders als eine solche
„Unterkirche“ ist das Kolumbarium auf dem Friedhof Weiß oberirdisch, jedoch unterstützt die
Deckengestaltung mit den charakteristischen Schrägen die Assoziation mit einem Gewölbe. Die
Fensterflächen der Westseite schließen wir durch eine vollflächige Urnenwand.
Urnennischen
Insgesamt sieht der Entwurf 112 Kammern vor, was das Einbringen von 224 Urnen ermöglicht. Die
Höhe der Einbauten, ergibt sich aus vier übereinander angeordneten Registern, womit auch hier eine
genaue Abstimmung auf die Raumhöhe erfolgt. Die massiven Urnenwände erhalten in der relativen
Beengtheit des Raums eine explizite Leichtigkeit, indem wir sie nicht auf dem Boden aufsetzen
lassen, sondern schwebend gestalten. Die Kammern sind durch Platten verschlossen (h 50 x b 40 cm),
die bei Belegung mit einem „Grabstein“ besetzt werden. Hierbei handelt es sich um eine gravierte
Steinplatte (h
21 × b 21 x t 2 cm) die den klassischen Grabstein für das Format der Urnenwand
neu interpretiert. Dieser „Grabstein“ ist rückseitig mit zwei Metallschienen ausgestattet, die in zwei
Vertikalschlitze in der Grundplatte eingehängt und verankert werden.
Sitzgelegenheiten / Gestaltungselemente
Ein zentrales Möbel in der Mitte des Raumes wird als Sitzgelegenheit und zentrale Fläche für ein
ewiges Licht und Blumenschmuck genutzt. Anders als der Melatenfriedhof, wird das Kolumbarium
auf dem Friedhof Weiß voraussichtlich weniger von externen BesucherInnen aufgesucht, als von
Angehörigen Verstorbener. Daher liegt der Fokus bei der Gestaltung des Raumes auf einer
Aufenthaltsqualität für die innere Einkehr.
Simpert-Krypta , Mariendom, Augsburg Entwurf 03, Friedhof Weiß
5
Lichtkonzept
Der Einfall natürlichen Lichts in das Kolumbarium erfolgt ausschließlich durch die zwei Fenster in der
West- und Ostecke. Beim Betreten des Raums sind diese Fenster durch die an den Wänden
befindlichen Urnenwände nicht sichtbar, sondern lediglich das einfallende Licht, welches die
Urnenwand an der Nordseite einfasst. In Anlehnung an diese indirekte Beleuchtung arbeiten wir
auch im Bereich des künstlichen Lichts mit indirekten Quellen. Durch die schwebende Konstruktion
ist es möglich, unterhalb und oberhalb der Urnenwände indirekte Lichtquellen zu installieren, die den
Raum in eine stimmungsvolle Atmosphäre tauchen. Das Zentrum des Raumes wird zusätzlich durch
Pendelleuchten inszeniert.
6
Ergänzende Beschreibung der Materialien, Oberflächenqualität, Farbkonzept
MELATENFRIEDHOF & FRIEDHOF WEIß
Materialien
Der Regalblock der Urnenwände besteht aus patiniertem Messing. Die Platten, welche nach Belegung
der Kammern auf den Kammertüren angebracht werden, sind aus Stein gefertigt. Der Stein soll in
Abstimmung mit den häufig für Grabsteine verwendeten Gesteinsarten auf dem jeweiligen Friedhof
definiert werden, um so eine Verbindung zwischen Außen- und Innenraum zu schaffen. Trauernde
können so auch im Rahmen einer Urnenbeisetzung den Moment der Grabsteinauswahl erleben.
Die Materialien strahlen Wertigkeit und Dauerhaftigkeit aus und verbinden durch ihre Zeitlosigkeit
und die moderne Gestaltung Vergangenheit und Gegenwart. Alle Materialien sind langlebig,
unempfindlich und pflegeleicht.
Bodenbelag - Melatenfriedhof
Die Bodengestaltung soll den charakteristischen Fries beibehalten / aufgreifen. Auch die bisherige
Fliesenoptik wird durch die Wahl von Zementfliesen berücksichtigt. Die Vorschläge sind mit dem
Denkmalschutz abzustimmen.
Bodenbelag - Friedhof Weiß
Wir empfehlen eine Entfernung der Tonfliesen und eine fugenlose Bodengestaltung in Form eines
beigen Gießestrichs in.
Oberflächenqualität
Das patinierte Messing der Urnenwände bildet durch die metallene Oberflächenstruktur einen
lebendigen Kontrast zu den, bei Belegung aufgebrachten Steinplatten.
Wandputz – Melatenfriedhof und Friedhof Weiß
Bezüglich der Oberflächenausführung des Wandputzes empfehlen wir einen lasierten Lehmputz.
Farbkonzept
Das Farbkonzept setzt auf natürliche und gedeckte Töne. In Bezug auf die Urnenwände leitet sich die
Farbigkeit aus der jeweiligen Materialität ab, die sowohl zu den Gegebenheiten auf dem
Melatenfriedhof und jenen auf dem Friedhof Weiß passen. Das patinierte Messing der Urnenwände
eröffnet eine bräunlich-gräuliche Farbwelt, die Steinplatten greifen dieses Spektrum in einer anderen
Materialität und helleren Tönen auf. Die Gestaltung von Boden und Decke unterscheidet sich in
Anlehnung an den jeweiligen Ort.
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Wände und Boden - Melatenfriedhof
Auf dem Melatenfriedhof schlagen wir in Anlehnung an die Tufffassade, die den Eingang flankierende
Säulen und die Holzdecke, einen warmen Sandton für Wände und Boden vor.
Wände und Boden - Friedhof Weiß
Für den Friedhof Weiß empfehlen wir eine cremeweiße Gestaltung von Wänden und Boden.
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungOrte (3)
- Siegburger Straße 231
- Paulstraße 2
- Straße 2
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Details
- Aktenzeichen
- 0032/2022/1
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 04.05.2022
- Erstellt
- 31.01.2022 09:28