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AN/0977/2019

Köln baut mit Holz: Holzbau in der Stadt vorantreiben

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne) 27.06.2019

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 09.07.2019, TOP 3.1.5

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

3424 Zeichen

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Kölner Rat 
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Ratsgruppe Gut 
 
 
An die Vorsitzende des Rates der Stadt Köln 
Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 27.06.2019 
 
AN/0977/2019 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 09.07.2019 
 
Köln baut mit Holz: Holzbau in der Stadt vorantreiben 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, 
 
die antragstellenden Fraktionen bitten darum, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung 
der nächsten Sitzung des Rates am 09.07.2019 zu setzen: 
 
 
Beschluss: 
 
1. Der Rat beauftragt die Verwaltung, bei Neubau und Erweiterung von Gebäuden der 
Stadt Köln, insbesondere an Kindergärten und Schulen, in verstärktem Maße Holz-
baustoffe einzusetzen, bzw. diese in Holzbauweise zu errichten. Zu verarbeitende 
Holzbaustoffe müssen dabei grundsätzlich FSC oder ähnlich ökologisch hochwertig 
zertifiziert sein.  
2. Die Gebäudewirtschaft wird beauftragt, bis zum Jahresende 2019 darzustellen, ob 
zumindest ein Projekt „Schulen in Holzbauweise“ zeitnah umgesetzt werden kann. 
3. Die Verwaltung wird beauftragt in einem ersten Schritt die Konzeptvergabe eines 
Grundstücks mit der Vorgabe „Holzbauweise“ vorzubereiten.  
4. Die städtischen Beteiligungsunternehmen sollen aufgefordert werden bei Neubauten 
und Erweiterungen von Gebäuden gleichfalls in verstärktem Maße Holzbaustoffe ein-
zusetzen, bzw. diese in Holzbauweise zu errichten.  
5. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit regionalen Akteuren, wie die TH Köln, 
HWK, IHK und der Wohnungswirtschaft sind zu suchen.

- 2 - 
 
Begründung: 
In den letzten Jahren ist Holz als Baustoff neu entdeckt worden und gewinnt wieder an 
Bedeutung, da es sich um einen klimafreundlichen und nachwachsenden Rohstof f han-
delt. Während bei der Herstellung von Beton massive Mengen an Treibhausgas erzeugt 
werden, wird durch die Holzbauweise in den Gebäuden langfristig CO2 gebunden. Dies 
schont unsere begrenzten Energie- und Rohstoffreserven wie z.B. Sand. Die Zertifizierung 
des Holzes unterstützt eine nachhaltige und ökologische Waldwirtschaft. Insbesondere sol-
len dabei die erforderlichen Messwerte für die Freimessung eingehalten werden. Vor allem 
für Dachgeschossausbauten und Erweiterungen bietet sich die Holzbauweise an.  
 
Durch die Anpassung der gesetzlichen Regelungen, zum Beispiel der Landesbauordnung 
Nordrhein-Westfalen (BauO NRW), sind viele juristische Hürden genommen worden. Der 
Bau von mehrgeschossigen Stadthäusern ist deshalb heute andernorts schon an der Tages-
ordnung. Das höchste Holzhaus Europas befindet sich derzeit in London und ist mit neun 
Geschossen knapp 30 Meter hoch. Die Entwicklung bei Statik und Brandschutz von Holz-
bauten eröffnet heute ganz neue Möglichkeiten für das Bauen im urbanen Umfeld. 
Beim Bauen im Bestand hat Holz den Vorteil, dass durch Vorfertigung eine schnellere Bau-
zeit generiert und eine Beeinträchtigung für Anwohner stark begrenzt wird. Weiterhin ist 
durch das geringere Eigengewicht des Baustoffes Holz eine Realisierung von Aufstockungen 
leichter und wirtschaftlicher möglich. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Niklas Kienitz    gez. Lino Hammer 
CDU-Fraktionsgeschäftsführer   GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. Ulrich Breite    gez. Thor Zimmermann 
FDP-Fraktionsgeschäftsführer  Ratsgruppe Gut

Beratungsverlauf (1)

09.07.2019 Rat
TOP 3.1.5 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0977/2019
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
Datum
27.06.2019
Erstellt
27.06.2019 11:32