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AN/0555/2023

How dare you – Wie könnt Ihr es wagen!

GUT Änderungsantrag nach § 13 23.03.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 27.04.2023

GUT Änderungsantrag nach § 13

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GUT Änderungsantrag nach § 13

4943 Zeichen

Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 23.03.2023 
AN/0555/2023 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 23.03.2023 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 27.04.2023 
 
How dare you – Wie könnt Ihr es wagen! ÄA zu TOP 3.1.7 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
bitte setzen Sie folgenden Änderungsantrag zu TOP 3.1.7 mit auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 
23. März 2023. 
 
Beschluss: 
 
Der Beschlusstext des Antrages AN/0475/2023 wird wie folgt ersetzt. 
 
1. Der Rat der Stadt Köln dankt den Aktivist:innen der Letzten Generation für ihr Engagement für 
den Klimaschutz. 
2. Der Rat erkennt an, dass es neben Maßnahmen der Verwaltung und Initiativen aus der Mitte des 
Rates, eines hohen zivilgesellschaftlichen Druckes bedarf, um im Sinne des Klimaschutzes wirk-
sames Handeln herbeizuführen. 
3. Um in einen konstruktiven Austausch mit den Aktivist:innen der Letzten Generation zu kommen, 
lädt der Rat diese in den nächsten Umweltausschuss ein. Dort sollen die Aktivist:innen Gelegen-
heit bekommen ihr Anliegen, und die von ihnen vorgeschlagenen Klimaschutzmaßnahmen selbst 
vorzustellen. 
4.  
 
Begründung: 
 
Rede von Greta Thunberg, gehalten am 23.9.2019 auf dem UN-Klimagipfel in New York. (Zitiert nach 
„der Freitag“1). Hervorhebungen durch den Antragsteller. 
 
 
   
 
Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
Rathaus, Köln 
 
 
 
Thor Zimmermann, MdR  
Einzelmandatsträger  
Rathaus, 50667 Köln 
thor.zimmermann@stadt -koeln.de 
www.thorzimmermann .koeln

- 2 - 
 
All das hier ist falsch. Ich sollte nicht hier stehen. Ich sollte zurück in der Schule sein, auf der anderen 
Seite des Ozeans. Trotzdem kommt Ihr alle zu mir, um zu hoffen? Wie könnt Ihr es wagen! Mit euren 
leeren Worten habt Ihr mir meine Träume und meine Kindheit gestohlen. Und trotzdem bin ich noch eine 
von denen, die Glück haben. Menschen leiden. Menschen sterben. Ganze Ökosysteme brechen zu-
sammen. Wir stehen am Beginn eines Massenaussterbens. Und alles, worüber Ihr reden könnt, ist 
Geld und Märchen von ewigem Wachstum. Wie könnt Ihr es wagen! 
 
Seit über 30 Jahren sind die wissenschaftlichen Aussagen eindeutig und klar. Wie könnt Ihr da weiter-
hin wegsehen, um dann hierher zu kommen und zu behaupten, Ihr würdet genug unternehmen, 
wenn die politischen Maßnahmen und Lösungen, die erforderlich wären, noch immer nirgendwo zu se-
hen sind? 
 
Ihr sagt, Ihr würdet uns „hören“ und hättet die Dringlichkeit verstanden. Doch ganz egal wie trau-
rig und wütend ich bin, will ich das nicht glauben. Denn würdet Ihr die Situation wirklich vollauf be-
greifen und trotzdem nicht handeln, dann wärt Ihr böse. Und ich weigere mich, das zu glauben. 
 
Die weit verbreitete Idee, unsere Emissionen in zehn Jahren zu halbieren, verschafft uns lediglich eine 
50-prozentige Chance, die Erderwärmung unter 1,5 Grad Celsius zu halten und der Gefahr zu entgehen, 
eine unumkehrbare Kettenreaktion auszulösen, die wir nicht mehr kontrollieren können. 
 
Vielleicht findet Ihr 50 Prozent ja akzeptabel. Doch diese Zahlen beinhalten keine Kipppunkte, die we-
nigsten Rückkopplungsschleifen, keine von toxischer Luftverschmutzung verdeckte zusätzliche Erwär-
mung und Gerechtigkeits- und Gleichheitsaspekte. Die Zahlen basieren außerdem auf der Annahme, 
dass meine Generation und die meiner Kinder hunderte von Milliarden Tonnen an CO2 aus der Luft 
saugen werden – mit Technologien, die noch kaum existieren. Ein 50-prozentiges Risiko ist daher für 
uns, die wir mit den Konsequenzen leben müssen, nicht akzeptabel. 
 
Für eine 67-prozentige Chance, unter einer globalen Erderwärmung von 1,5 Grad Celsius zu bleiben – 
die beste Quote, die der Weltklimarat anbieten kann –, hätte die Welt am 1. Januar 2018 noch 420 Giga-
tonnen CO2 emittieren können. Diese Zahl ist heute bereits auf weniger als 350 Gigatonnen gesunken. 
Wie könnt Ihr so tun, als sei dies mit business as usual und ein paar technischen Lösungen zu schaffen. 
Mit den Emissionswerten von heute wird das verbleibende CO2-Budget in weniger als achteinhalb Jah-
ren aufgebraucht sein. 
 
Heute werden keine Lösungen oder Pläne bekanntgegeben werden, die diesen Zahlen wirklich Rech-
nung tragen. Denn diese Zahlen sind zu unbequem. Und Ihr seid noch immer nicht reif und verantwor-
tungsbewusst genug, um die Dinge beim Namen zu nennen. 
 
Ihr lasst uns im Stich. Doch die jungen Leute fangen an, Euren Verrat zu verstehen. Die Augen 
aller künftigen Generationen sind auf Euch gerichtet. Und wenn Ihr euch dazu entscheidet, uns 
im Stich zu lassen, werden wir euch das nie verzeihen. Wir werden euch das nicht durchgehen 
lassen. Genau hier und jetzt ziehen wir die Grenze. Die Welt wacht auf. Und der Wandel kommt, 
ob es euch gefällt oder nicht. 
 
 
Eine weitere Begründung erfolgt mündlich. 
 
gez. Thor Zimmermann 
 
 
Quelle: 1) https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/greta-thunberg-rede-klimakrise-klimawandel

Beratungsverlauf (2)

23.03.2023 Rat
Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: verwiesen in nachfolgende Gremien (ohne Rücklauf)

Zur Sitzung
27.04.2023 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0555/2023
Typ
GUT Änderungsantrag nach § 13
Datum
23.03.2023
Erstellt
23.03.2023 09:55